Erstes Blatt 154t Jahrgang Samstag 29. Oktober 1904 Ire Heutige Dummer umfaßt 16 Seiten hiergegen wozu lade, S-utpratze?• Adresse für Depesch«U Anzeiger Gießer». FerusprrchanIchlußNr 51 Die Einwendungen sind schriftlich (Papier in Akten- größe) abzufassen und zu begründen. Büdingen, den 26. Oktober 1904. Ter Graßherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Regierungschefsor. ichnitteS obiger Feldbereinigung, nämlich: der allgemeine Meliorationsplan nebst ErlauterungSbericht und Prüfungsprotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen findet daselbst statt: Dienstag, den 15. November 1904, vormittags von 91/2 bis 10 V2 Uhr, ich die beteiligten Grundbesitzer mit dem Anfügen ein- daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen auSge. schloffen sind. Zie Zwffchepfälle in der Nordsee. Die Geestemünder Beschießung. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt heute theater zuteil wurm', haben wir bereits gestern kurz berichtet. In Frankfurt hat das Stück auch nur geringen Beifall gesunden. LeuiUeton. — Arno Holz, der Dichter der Komödie „T r a u m u l u s", die wir demnächst durch den Gießener Theaterverein kennen lernen sollen, erschien dieser Tage im Verein für Kunst zu Berlin zu einem Vortragsabend. Der Dichter las ausschließlich Stücke ans seinem jüngst erschienenen „Tafnis, ein lyrisches Porträt ans dem 17. Jahrhundert". Holz, der Ostpreuße, einst ein so pedantischer Verfechter des konsequenten Naturalismus, tritt in dem neuen Werk, beflissen in die Fußstapsen des alten schlesischen Meisters Opitz und bekundet ein starkes Auffassungsvermögen und Formtalent. Stofflich sind die Schäferlieder reckst derb. Am Ende des Buckes, da Tafnis als Greis auf seine fröhliche Jugend reuelvs zurückbtickt, offenbart sich eine freiere Anschauung. - So meldet heute ein Berliner Blatt. Nach Rezensionen hervorragender Kritiker wie Edgar Steiger und A. Tan- neyger scheint indes dieses neueste Buch von Arno Holz eine der köstlichsten Gaben deutscher Lyrik zu sein. UuS selbst ist es noch nicht zur Hand gekommen. — „Im grünen Baum zurNachtigall", Otto Erich Die Mitteilungen des Kapitäns Hähnel, daß der Fischdamvfer „Sonntag" von der russischen Flotte bei den Horusriff-Fisch«- gründen am 21. Oktober beschossen worden aber unbeschädigt ge- blreben ist, sind auch vor dem Hafenmeister, als der zuständigen Behörde, gemacht worden und werden in ausführlicher Form der Regier ung vorgelegt werden. Weiter nichts? 2Vr Stunden lang ist ein friedliches deutsches Handelsschiff mit Granaten traktiert worden, und nur dem Ungeschick der russischen Artilleristen ist es zu verdanken, daß nicht Mut geflossen ist. Was gedenkt die deutsche Negierung demgegenüber zu tun? Was wird der deutsche Reichskanzler tun, um Genugtuung zu erlangen? Was wird die deutsche Regierung tun, um deutsche Schiffe vor ähnlichen Vorkommnissen in den europäischen und asiatischen Gewässern, die von der russischen Flotte durchquert werden, zu schützen? Wir zweifeln nicht daran, daß der Reichskanzler die Interessen des Reiches gehörig zu wahren wissen wird. Ernste Verwickelungen könnert umso leichter vermieden werden, als die russische Flotte offenbar nur in blinder Iapanerfurcht ihre frevelhaften Streiche verübt und wahrscheinlich nicht die Absicht gehabt hat, irgend welchen neutralen Mächten zu nahe zu treten. Eine genügende Entschuldigung von Seiten Rußlands muß der Reichskanzler unbedingt verlangen. Eine engttsch-rnsstsche UntersuchnngSkommisfion. Zum englisch-russischen Zwischenfall erfährt heute Reuters offiziöses englisches Bureau: Tie britische und die russische Regierung haben ihre Bereitwilligkeit kundgegeben, im Prinzip den Vorschlag anzunehmen, daß die strittigen Punkte betreffend den Vorfall auf der Toggerbank einer Untersuchungskommission überwiesen werden und die russischen Schiffe unterdessen in Vigo verbleiben. In betreffs der Einzelheiten ist woch nichts festgesetzt worden, jedoch dürften die Artikel 9, 10 und 32 der Haager Konvention eine befriedigende Grundlage für das einzuschlagende Verfahren bieten. Dieser Vorschlag ist nicht von der britischen Regierung ausgegangen. Also war's wohl die französische Negierung, die die Vermittlerin gespielt hat. Der französische Minister Delcasss versicherte nämlich nach Pariser Meldungen, die Angelegenheit sei auf dem besten Wege, rasch friedlich erledigt zu werden, und der französische und der russische Botschafter in London konferierten mit Lord Lansdowne. Pariser Finanzkreise erhielten aus London die Meldung, daß durch französische Intervention der Konffikt beigelegt werde. In einem Bericht über die englisch-russischen Verhandlungen teilt ferner Reuter mit:. Nach dem Empfang der englischen Note sandte die russische Regierung dringende Telegramme nach verschiedenen Häfen, wo Roschdjestwenskys Schiffe einlaufen könnten, um ausführliche Aufklärungen zu fordern. Am Dienstag telegraphierte Kaiser Nikolaus sein Bedauern und Mitleid mit den Opfern. Gleichzeitig wurde das britische Aus- toartige Amt auf die wiederholten britischen Forderungen hin benachrichtigt, daß weitere Schritte unmöglich seien, bevor amtliche Aufklärungen voriägen. Tie russische Regierung sprach ebenfalls ihr Bedauern über den Vorfall aus. , Bei der Formulierung der britischen Forderungen wurde deutlich zu erkennen gegeben, daß, falls nicht hinsichtlich der Forderung auf die Bestrafung der Offiziere Genugtuung gegeben werde, der baltischen Flotte nicht gestattet werden würde, über Tanger hinaus zu gehen. Die ruffische Regierung antwortete, sie könne die Offiziere, ohne sie gehött zu haben, nicht verurteilen, daß dies die Rechte des Kaisers beeinträchtige. Tie britische Regierung konnte sich von den Fischern keine Bestätigung für die Erklärung des russischen 9ldmi- rals verschaffen, daß sich zwei Torpedoboote unter den Fischerboten befunden hätten. Ta die russische Negierung crflärte, sie könne, bis die ganze Angelegenheit gründlich aufgeklärt sei, ihr Verhalten nur auf den Bericht des russischen Admirals gründen, geriet die Angelegenheit ins Stockem Tas Kabinett beriet die Frage, wie ein Ausweg aus diesem Engpässe zu finden sei. Man benutzte nun die engen Beziehungen des französischen Botschafters zu der britischen Regierung und der russischen Botschaft, um eine unparteiische Untersuchung der Tatbestände zu fordern. .....Der englische Premierminister Balfour fi'lhrte in einer Rede, die er am Freitag in Southampton' hielt, u. a. folgendes aus: Insoweit ich die Zukunft beurteilen kann, wird die beklagenswerte Tragödie vom letzten Freitag nicht enden mit einem der großen nationalenKämpfe, die, obwohl sie von Zeit zu Zeit notwendig sind, immer hinter sich bedauernswerte Spuren zurücklaffen und den Fortschritt der Menschheit und der Zivili- satwn unvermeidlich aufhalten. Ein Krieg zwischen Großmächten hat immer Gefahren für die neutralen Mächte mit sich gebracht. Aber wer hätte bis zum letzten Montag je gedacht, daß unter dresen Gefahren sich auch he befand, daß Neutrale, während sie ihrem medüchen Berufe nachgehen, beschossen und in den Grund gebohrt werden! Zwei verschiedene Tarswlbmgen sind über den Vorfall gegeben worden und es hat sich so ergeben daß die Angelegenheit einer unparteiischen interna*, tionalen Enquote unterzogen werden soll. Man kann sich unmöglich denken, welche der beiden Darstellungen absolut wahr ist. Ich hoffe, daß die russischen Vertreter bei dieser Untersuchung zn.geben werden, daß wir unsere Pflicht als Neutrale erfüllen. Tie Idee, daß die Fischerflotte sich auf Feindseligkeiten eingelassen oder daß ein Angriff durch Torpedoboote stattgefunden hätte, kann nur mit Lächeln ausgenommen werden. Im Verlaufe seiner Rede bemerkte Premierminister Balfour bezüglich der Schiedsgerichtsfrage, beide Parteien würden die Entscheidung eines besonderen Gerichtshofes, der gemäß der Haager Konvention zu bilden sei, annehmen. Die mss. Regierung habe das Versprechen gegeben, die Angelegenheit zu untersuchen und befohlen, daß der in Betracht kommende Teil! des Baltischen Geschwaders in Vigo z u r ü ck b e h a l t en werde. Tie für den Zwischenfall verantwortlichen Offiziere würden nicht nach dem fernen Osten gehen. Tie Schuldige n würden abgeurteilt und gebührend bestraft werden. Auch habe Rußland Befehle gegeben, um die Wiederholung eines solchen Falles zu verhüten. Tie russische Flotte befand sich 30 Meilen außerhalb der Route, die sie hätte verfolgen müssen. Es ist absurd anzunehmen, daß der Kommandant der angeblichen Torpedoboote zu dem Angriffe auf die Ruffen eine Stellung inmitten der Fischerflottille gewählt haben sollte. Nein, es war kein japanisches Schiff da: das nächste war 14 000 Seemeilen von jener Stätte entfernt. Tie von dem russischen , Admiral erzählte.Geschichte ist ein reines Phantasiegebilde; das wird sich klar wie der Tag aus der Enguste ergeben, zu der Kaiser Nikolaus bereitwillig seine Zustimmung gab. Tie russische Negierung hat sich keinen Augenblick den Ernst der. Krise verhehlt; sie hat immer getan, was sie konnte, um die Krise abzuschwächen. Aber die russische Diplomatie ist langsam in ihren Bewegungen. Ich glaube sagen zu können, daß Schwierigkeiten bestanden haben, die überwunden worden sind. Edr Krieg wird ohne Unehre für uns vermieden toerben. Man farat sich keinen Augenblick denken, daß längs der ganzen Handelsstraße» von St. Petersburg bis Wladiwostok ein Admiral einer tmberen! Macht nach solchen Ereignissen sollte vorbeifahren können, ohne gestellt, ohne interpelliett, ohne bestraft zu werden. Ist das eine Situation, die ein neutrales Land, wie England, ertragen könnteH Ter Handel der zivilisierten Länder muß seinen Fortgang nehmens ohne. daß ihm Hindernisse in den Weg gelegt werden. NiemaA hat irgend jemand an die Möglichkeit eines solchen tragische«! Ereignisses gedacht. Sonst wäre ja eine kriegführende Flott« eine Geißel, gegen welche die Neuttalen sich verbünden müßten; und man müßte auf jede Flotte, die ihre Pflichten so auffaßte wie der . ruffische Admiral, Jagd machen und sie vernichten. Ich freue mich, daß auch die russische Negierung diese Auffassung, der Sachlage teilt, und daß sie, in einer von den zivilisierten Ns«, Honen durchaus gebilligten Weise verfahrend, dabei ist, Befehle zu geben, behufs Verhinderung der Wiederholung dieses ttagisc^t Ereigniffes. Rußland sprach, sobald es von der Angelegenheit erfuhr, sofort sein tiefes Bedauern aus. Kaiser Nikolcms tele* rgaphierte in diesem Sinne an König Eduard. Die russische Negierung versprach auch reichlichste Entschädigungen. Sie bar ferner angeordnet, daß der an dieser Affäre beteiligte Teil berj baltischen Flotte in Vigo zurückgehalten werde, und daß die ber*' antwortlich en Offiziere, sow e diejenigen, die Zeugen der Vor-; gange gewesen sind, nicht nach Ostasien geben sollen. Untersuchung wird vorgenommen. Die russische sowie die englische Regierung sind übereingekommen, einer internationalen Kommission, wie sie von der Haager Konvention vorgesehen ist, die Aufgabe, anzuverttauen, die TaHachen festzustellen, irnb alle Perionen, die dieses Tribunal schuldig finden wird, werden Der* urteilt und angemessen bestraft werden. Die russische Regierung hat bei dieser Affäre bewiesen, daß sie wünscht, Wahrheft und Gerechtigkeit sollen obwalten! Mit der Einsetzung eines Schüedsgericksts hatte Angelegenheit vorläufig also ihren bedrohlichen Eyaratten verloren. Diese Angelegenheit, das ist M betonen. Denärni bis das baltische Geschwader am Ort seiner VestirrrrnunG eingettofsen ist, können ähnliche Vorkomnrniffe, bei der souveränen , Auffassung, die der russische Mmiral Roschdjest- wenski über den Umfang seiner Machtbefutmis hat, jeden! Augenblick sich wiederholen. Daß von Petersburg ans ernste Anweisungen ergangen sind, um die Tatewkust W Geschwaderchefs' zu dämpfen und ihn W größerer Vorsicht zu ermahnen, verkündet hier der englische Premie-rminister, Nur steht noch eine dasselbe sagende russische oMiöfe Erklärung aus. Der Mmiral, ein M heftigen Entfchwffett' neigender, im Jähzorn aufbrausender Herr, handE „nach bestem Wissen", befiehlt Kanonade und Granatenwurf auf verdächtige Schiffe und setzt nach vollbrachter Tack die Fahrt fort, „ohne sich Gedanken xu machen", wie et« russischer Offizier mit unbewußter Satire sagte. Wird sich feint solche Draufgänger-Natur durch die Ereignisse ändvrn? wollen's im eigensten, int deutschen Interesse hoffen. in einem Bienilk der Sttldent Reinhard Dühring, Mitglied der Verbindimg Mania, von feinem besten Freunde, dem cand. Phil. Eberhard Temelius, wegen seiner Liebelei mit Lili Steingräber aufgezogen. Dühring vergißt sich, und in einer teils gereisten, teils gehobenen Stimmung läßt er sich zu dem Bekenntnisse hin- reißen, daß er und Lili sich wiederholt geküßt hätten. Dr. Stein- gröber, Lilis Bruder, nennt Reinhard einen unverschämten, dummen Jungen, eine Forderung aus Pistolen ist die Folge. Im zweiten Akte findet die Verhandlung vor dem Ehrengericht der Alania statt; die ehrengerichtlickM Sitzung bildet eine eindrucksvolle, charakteristische Szene, in der das typisch Studentische in markanten Einzelzügen sckwrf beleuchtet wird. Reinhard muß sich mit dem Bruder des Mädchens, das er innig liebt, von dem er aufrichtig wiedergeliebt wird, auf Tod und Leben sMeßen; das geht ipm gegen das Gefühl, allein schließlich bezwingt er sich und fügt sich dem Spruch des Ehrengerichts, und jetzt, da der bisher ahnungslose Dnnelius erfährt, daß Reinhard und Lili sich wirklich heimlich lieben, erkennt er erst, was er mit seinem harmlosen Vierulk angerichtet habe; aber daß Reinhard trotz alledem Lilis Bruder vor die Pistole fordern müsse, erscheint Temelius vom korrekt sttrdentischen Standpunkte ans als selbstverständlich. Ter dritte Akt bringt die unblutige Lösung. Frau Wirtin hat eine Tochter Röschen, und diese verrät an Lili, was sich im grünen Baum zur Nachtigall ereignet. Lili erscheint und ist fest entschlossen, den Konflikt auf, ihre Art zu lösen; sie findet in dein - - —v einen vernünftigen Bundes- Nr. 255 ««glich außer Sonntag». Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Gießener Kamillen« »lütter vrermal in der Woche beigelegt. Rotattonfibvud tu Verlag der BrÜ h l'ichen Untverl.-Buch-n. Stein- druckeret. 0t Lange. Hartlebens neues Bühnenwerk, dessen Uraufführung am Donnerstag im Wiener Burgtheater stattsand, wird vorn Dichter alö ein S t u d e n t e n stü ck in drei Akten bezeichnet. TaS Wkrtsbai's zum grünen Baum zur Nachtigall in Cospeda janonen, oen zronsmr aur iyre Art bei Jena ist der Ort der Handlung. Bei einer „Erkneipe" wird I amerikanischen Ingenieur Pfenninger veLngOpreß», monaknch7ü viertel- jübrlich Mt. 2JO; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. aukfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für dre TageSnumm« bi« vormUtag« 10 Uhr. ZetlenpreiS: lokal 12 Pf. auswärts 20 Pfg. verantwortlich füt den po(tL und allgem. Teil. P. Wittko: für ,Stadt und ßemb* und »GerichtSfaatt: August Goetz; für den An- Gießen, am 28. Oktober 1904. 58etr.: Die Lohnbefchäftiqung von Kindern im Haushalte, sowie in der Landwirtschaft und deren Nebenbetrieben. Tie Eroßh. Kreisschulkommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Im Auftrage Großh. Ministeriums des Innern kaffen wir Ihnen demnächst die in rubr. Betreff zu beantwortenden Fragebogen zugehen, und zwar für jede Schulklasse zwei. Den einen davon hat der betreffende Lehrer als Konzept auszufüllen und zu Ihren Akten zu geben; der andere ist nach ordnungsmäßiger Ausfüllung am 16. November l. Js. ^ünktlich an uns einzusenden. ________________Dr. Breidert. Gießen, den 28. Oktober 1904. Betr.: Vogelschutz. Die Großh. KckeisBnlkommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Auf unserer Kanzlei liegt für jede Schulklaffe der Volksschulen des Kreises ein Exemplar der im Auftrage des Kgl. preußischen Ministeriums für Landwittschaft, Domänen und Forsten herausgegebenen „Anleitung zur Ausübung des Schutzes der heimischen Vogelwelt" zum Abholen bereit. Wir ersuchen Sie, die Lehrer hiervon in Kenntnis zu setzen. Tr. Breidert. Bekanntmachung. Vetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung BorSdorf; hier den allgemeinen MeliorationSplan. In der Zeit vom 1. November bis einschließlich 14. November 1904 liegen auf dein Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei BorSdorf die Arbeiten des I. Ab- Telephonischer Kursbericht . LV 80 3% Mexikaner Tendenz: 'fest. Aus Statt uud Land 101.85 100.50 100.05 103.80 63.00 63.20 127.80 48.00 43.50 Reichsanleiho ne in der Armee eine anMeuterei grenzende Vermißtes» • Coblenz, 29. Okt. Die Wahl deS Vorstandes des deutschen Mineralbrunnen-Verbandes hat nunmehr ftattgefunben; es wurden dabei gewählt: HandelS- faminerpräfibent Meyer-Coblenz, Bankier Grünewald- Gießen, Dr. Glewing-Henning, Direktor Ziegler-Schloßbrunnen Gerolstein und Direktor Cnstor-Roisdorffer Brunnen. * Kleine Tages chronik. Bei der Seziierung der Leiche des Landrals Dr. S ch a r f f-S ch n e i d t zvg sich Oberarzt Ringel vom Kranlenhause in Eppendorf bei Hamburg eine lebensgefährliche Blutvergif- t u u g zu. Gießener landwirifchasittcher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 30. Oktober 1904: Meist trüb, windig, bei milderer Nacht Tages- ternperatur nicht verändert (kühl), Regen, befonders im Süden. In höheren Lagen auch Schnee. N aber es durch die Qüeßen er Wetterka de. Entrüstung hervorzurufen. Das ganze Ministerium sei durch den Skandal so kompromittiert, daß Ministerpräsident (Som* des nicht länger amRuder bleiben könne. Die Kammer müsse, bevor sie über die Trennung der Kirche vom Staate berate, die Trennung der Freimaurerei vom Staate beschließen. — Die radikalen und sozialistischen Zeitungen sagen, die demokratische Bevölkerung werde heute mit Staunen erfahren, daß das Ministerium gestern beinahe einem hinterlistigen Angriffe zum Opfer gefallen wäre. Den Verschwörern, die die großen Worte „Ehre der Armee" und „nationale Verteidigung" im Munde führten, sei es nur um den Sturz des Ministeriums zu tun gewesen, um die Trennung der Kirche vom Staate zu verhindern. Prag, 29. Okt. Der hiesige Oberpost-Offiz.ial' Johann Langfried wurde unter dem Verdacht verhaftet, aus Amerika kommende Briese erbrochen und ihres Gelbinhaltes beraubt zu haben. Belgrad, 29. Okt. Hier steht ein großer Zivil- Prozeß in Aussicht. Der Staat scheint auf den Nachlaß des Königs Alexander Anspruch zu machen. Das Vermögen der beiden letzten Obrenowitsch soll diesen von den Frauen Nikolitsch und Baics zum Nießbrauch überlassen sein. Die Frauen waren die Erbinnen des Fürsten Michael. In der Urkunde, durch welche König Milan der Nießbrauch über- laffen wird, steht ausdrücklich, tm Falle er ohne Erben sterbe, gehe das Vermögen auf den serbischen Staat über. Diese Bestimmung wird^der Staat zur Grundlage seiner Forderung machen. Petersburg, 29. Okt. Ueber den Stand der Cholera wird folgendes gemeldet: Im Transkaspigebiet sind vom 17. bis zum 24. Oktober 3 Erkrankungen, in Baku vom 18. bis 25. Oktober 26 gegen 60 in der Vorwoche vorgekommen. In Astrachan erkrankten vom 18. bis 26. Oktober 15 Personen; 6 Personen starben. Im Gouvernement Samara nahm die Zahl der verseuchten Ortschaften zu; die Zahl der Erkrankungen überstieg aber nicht die der Vorwoche. Insgesamt erkrankten vom 17. bis 24. Oktober 65 Personen; 14 starben. Die Stadt Samara hat 3 Erkrankungen gemeldet. ♦ Die Zwischenfälle in der Nordsee. Paris, 29. Okt. Der Petersburger Korrespondent des „Petit Journal" berichtet, die Namen der Schied s r i ch - ter, welche von Rußland und England bezeichnet werden, den Konflikt beizulegen, sind noch nicht bekannt. Hier wird noch immer mit der Möglichkeit kriegerischer Verwickelungen gerechnet und es heißt, es sei Befehl gegeben worden, die Grenze von Afghanistan stärker mit Truppen zu bewachen. Es wird in militärischen Kreisen hinzugefügt, daß im Falle eines Krieges Rußland nur in Indien vorgehen würde. 200000 Russen überwa^^ dE Grenze von Afghanistan, und diese Zahl $feit SS des Krieges mit Japan noch um! keinen Mann verrinaeÄ worden. y 449 Lond o n, 29. Okt. Der hiesige japanische Gesa n d t e er Karte in emem Interview, R o s ch d j -e st we n Ä- kis Behauptung sei '.so lächerlich, daß sie eines- Widerspruches gar nicht wert sei. Es wäre vollkommen' unmöglich, daß japanische Torpedoboote oder andere kleine Fahrzeuge seit dem ersten Bericht von der Abfahrt der Ostseeflotte auf See verbleiben konnten Auch sei nicht zu erklären, woher sie fern von der Operation^ basls Proviant, Wasser und Kohlen hätten erhalten können In Hüll gebe es natürlich Japaner, ebenso wie in anderen Städten. ' Wien, 29. Okt. Die gesamte Presse äußert ihre volle? Befriedigung über die Beilegung des englisch-russischen' Zwischenfalles. Das „Fremdenblatt" schreibt, es sei sehr erfreulich, daß Rußland England soweit entgegeniomm^ Dadurch, daß man den Streitfall als Rechtsfall behandle' sichere man ihm eine Lösung, die alle Teile befriedigen wrrdu — Der Pariser Korrespondent des „Neuen Wiener Journ^ erfährt von einem ehemaligen Kameraden RoschdjeT- wen s kis, daß letzterer seit seiner Jügend Epileptikers sei und an Halluzinationen leide. Die Beschießung der! Hüller Fischerslotte sei wahrscheinlich in einem Anfälle seines Leidens geschehen. Kclrmmtnmlluing. Wegen Vornahme von Umpflasterungsarbeiten wird die Mäusburg von Montag den 31. ds. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradveckehr gesperrt. Gießen, den 29. Oktober 1904. Großherzoglüve-? '^oli^ciamt Gießen. Herberg. Kcklmntmachung. In der Zeit vom 22. bis 29. Oktober 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Trauring und 5 Mark; verloren: 1 silberne Uhr mit Bier- und Weinzipfel, gezeichnet Hrch. Löhner, Student, 1 schwarze lederne Werkzeugtasche (Inhalt ein roter Auto- mobiltustschlauch). Entlaufen ist l Pudel mit weißem Brustfleck, auf den Namen „Zampo" hörend. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 29. Oktober 1904. Großherzogliwev Polizei amt Gießen. Herberg. Statischer MhimMchmis Wen Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 36 Wohnungen von 2—7 Zimmern, 1 möbl. Zimmer. Zn mieten gesucht: 35 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein» schließlich O,5O Mk., und von mehr als 500 Mk. ] 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- entgeltlich. B29/10 Bekanntmachung. Der unter dem 12. November 1897 bezüglich der Berbin- dungsstraße zwischen Franksnrterstraße und dem Bahnübergang der Dberhekfischen Eisenbahn genehmigte Fluchtlirnenplan soll insofern eine Aenderung erfahren, als nun durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 20. Oktober 1904 die Straße ohne Vorgärten zur Durchführung gebracht werden soll. Der Ent- wnrf des neuen Fluchtlinienplans liegt bis zum 15. November ds. Js. nur unserem Tiefbauamt offen. Einwendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. . B29/10 Gießen, den 27. Oktober 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Es haben aus der Stadt Gießen im Hofe der alten Kaserne am Brand zu erscheinen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve (kleiner Dienftanzug): _. , 2. die Mannschaften der Reserve, sowie die zur Disposition der Truppenteile uirb der Ersatchehörden Entlassenen aller Waffen; 3. diejenigen der Laiidivehr I. Aufgebots angehörigen Mannschaften,welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheiiieli bei der Herbst-Kontrollversamnilung ziigeht, und zrvar: am 9. November, vormittags 9 Uhr: Jahrgänge 1897, 1898, 1899 der Infanterie, sonne die oben unter Nr. 1 Aufgeführlen aller Jahrgänge unb Waffen (der Reserve, Offiziere rc.); , am 9. November, nachmittags 2 Uhr: Jahrgange 1900 unb 1901 ber Infanterie; „ am 10. November, vormittags 9 Uhr: Jahrgange 1902,1903 unb 1904 der Infanterie; am 10. November, nachmittags 2 Uhr: sämtlicheJahrgänge -er Reserve der Garde, Jäger, Kavallerie, Feldartillerie, Fnß- artillerie, Pioniere und Verkehrstruppen; nm 11. November, vormittags 8l/? Uhr: sämtliche Jahrgänge der Reserve des Trains, Saiiitätspersoiials, Veterinärpersonals, sonstige Mamischaften unb Marine, sowie znr Disposition der Truppenteile unb Ersatzbehörben entlassene Mamischaften aller Waffen unb bie oben unter Nr. 3 Aufgeführten. (Landwehr I. Aufgebots, benen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Kmitrotlversammlung zugeht.) Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Harwtmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeistereien bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Fällen stattfinden. 2. Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Teckel feine? Militärpasses. 3. Die Militarpä'sse mit eingeklebter roter Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher wegznlegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen' Kontroll- tages bls einschließlich Mitternacht unter dem Milirärgesetz. Denrgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Die Ersatz-Reservisten haben bei der Herbst-Kontrott- Versammlung nicht zu erscheinen. Gießen, den 26. Oktober 1904. B28/10 Großherzvaliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschmann. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten nnd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis I Uhr unb von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ES können eingestellt werden: B28/10 3 landw. Knechte, 1 Gärtner für Privatarbeit, 2 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Wagner, 3 Schreiner, 1 Müller, 1 Tag- löhner, 2 jüngere Hausbnrschen, 1 Fuhrmann (auswärts), 1 Friseur, 1 Schneider für Privatarbeit, 1 Installateur, Erdarbeiter, 8 Dienstmädchen, 2 Laufmädchen, 3 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Schmied, 1 Buchhändler. ES suchen Arbeit: 2 Schmiede, 1 Eisendreher, 1 Schmied, 1 Metalldreher, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Friseur, 2 Ausläufer, 2 Fahrburschen, 1 Dienstmädchen, 2 Lallffrauen, 1 Packer. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Kellner. Wergebung von AanarbeiLen. Die für den inneren Ausbau des Schulhauses, Fertigstellung des Abortgebäudes und der Hosanlage in Annerod erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. 63.60 28. Oktober 1904. Diehm, Großh. Balirat. Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten Chaussierarbeiten Pflasterarbeiten Eisen- und Röhrenlieferung Maurerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Gießen, den zu Mk. 361.60 479.— 185.20 694.40 1310.94 5114.29 zu Mk. 3349.85 136.— 375.— 720.— Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens Dienstag den 15. November d. I., nachmittags 4 Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Annerod einzureichen, woselbst die Eröffnlmg in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt B^/10 Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Gzrstav-Adolf-Franenverein. Fn diesen Tageil werden die Jahresbeiträge für nuferen Verein, wie alljährlich erhoben werben. Eine größere Ailzahl voil Sammlerinnen hat sich sremlblichst bereit erklärt, bie Erhebung ber Gaben für 1904 zu übernehmen. — Im Jahre 1903 wurden für die Zwecke des Vereins, zur LinderlUlg mannigfacher Not bei armen Glaubensgenossen, in unserer Gemeinde 1374 Mk. durch unsere fleißigeil Sammleriuneil unb bas Wohlwollen ber Gebenben zusammengebracht unb durch Vermittelung des Verwaltlulgsrats in Darmstadt an 30 hilfsbedürftige Gemeinden unb Anstalten verteilt. Indem wir allen Gebern unb Geberinnen auf diesem Wege nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir, auch in diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen unb durch Spenbung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu wollen. Gießen, den 29. Oktober 1904. d29/10 Für heu Vorstand des Gnstav-Adolf-FranenvereLns: Die Vorsitzende: Der Schriftführer: Luise Wortmann. Dr. Naumann. Pfarrer. In das Handels - Register wurde heute bezüglich der Firma „Julius Hahn" zu Gießen eingetragen: An Stelle des verstorbenen Teilhabers Katlfmanns Wilhelm Hahn ind dessen Witwe Henriette <)e6. Spahr u. Kinder Marie u. Heinrich Hahn als Gesell- 'chafter eingetreten. Dem Btich- halter Heinrich Hüttenberger das. ist Prokura erteilt. B20/10 Gießen, am 27. Oktbr. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Msntai; ök^ü.Wr. l. I. nachmittags 2 Nhr, werden tut Bieker'schen Saale versteigert: 67 Türschlösser, 80 Flaschen Weiß- u. Rotwein u. Sekt, 14 Flaschen Boonekamp, 30 Flaschen alkoholfreie Getränke u. a. m. Die Versteigerung der Schlösser indet ganz bestimmt statt. Sie können jejv schon bei Martin Simon, Sonnenstraße, besichtigt iverben. 8148 Geitzler, Gerichtsvollzieher. Arbeitsvergelumg Die Schlosser-, Glaser- ititb Spenglerarbeit zur Herstellung eines Glasbaches über dein Hofraum vor der Wohnung des Friedhofauf- sehers auf dem neuen Friedhof soll Samstag den 5. Rov. d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichinmg, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an un§ einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. Okt. 1904. Städtisches Hochbauamt. ©erbet b99/ 10 GescliIeehlM-.UInu* Tluls- NaMen- und Ohvcuücidcn Spezial-Arzt Dr. Moitz, Frankfurt a. M., Zeil 44a, neben der Hauptpost. [D18,1° Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei I M dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sagt I Sa allen besten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H gl Anna Schmall Wwe., B geb. Wetzstein. Gießen, den 80. Oktober 1904. 06493 I HMHnnH■■■■■■■■■ - i’.' L X O selbst zu bereiten! 8 Einen gut-n Cognac von vollem, naturreinem Geschmack u. fein- | blumigem Bouquet bereitet man sich am besten und billigsten selbst mit Reichels Cognac-Extract ! 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Vaupel. Gießen, den 29. Oktober 1904. 8175 Verdingung Nachverzcichnete Arbeiten und Lieferungen für die Fetdbereiut- guug Gietzcu, rechts dcr Lal-u, Gemarkungsteil Heuchelheiin, sollen auf dem Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden: 1. Bodenbewegung 1900 cbm, 2. Grubenarbeiten 500 m, 3. Liefern von Zcmentröhren 27 Stuck, 4. Verlegen von Zcmentröhren 27 Stück. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen und sind verschlossen, vostfrci und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Donnerstag den 3. November d. IS., vormittags 12 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde ein- zureichen, woselbst deren Erössi mmg um bie genannte Zeit in Gegenwart ber erschienenen Bieter stattsinder. Gi den 29. Oktober 1904. Her : . / ' nrinspektion Kieken. 'ißmann. ' B-lVl0 iVchtrme iverben schnell und dauerhaft repariert nnd überzogen in dem Schirmgeschäst von 6750 Heinrich Sack Gießen Marktstraße 19 Versteigerung. Dienstag den 1. November d. Js. versteigere ich gegen Bar-- zahlung: 1. Neustadt 55 dahier nachmitt. 2 Uhr: ca. 30 Mille Zigarren, 1 Billard, 1 Schwein, 100Sack Cement, ea. 50 Pfd. Kaffee^ 1 Fahrrad, 1 Nähmaschine, 2 Biersäulen, bHandelswagew mit Schalen, Plüsch u. andere.' Möbel. 2. NordanlagellimHofraum nachmitt. 3 Nhr: 70 Gerust-- stangen, 20 Dielen, 1 neitec; Handwagen, 3 Speißkasten und 5 Bütten. Die Versteigerung zu 2 findet bestinunt, zn 1 teilweise statte 8172] Born, Gerichtsvollzieher. 7536 Emil Fischbach. s '[Unersehlfch MrWfache u.Hsueputz ■ »IMäurerkWirtz Stolberg, Rh Id. | Eintritt 35 Fig. Anfang 4 Uhr. im 06478 M. Enrico-Bossi. J. Brahms. L. van Boetheven. op. 74 in Es-dur Louis Lüter. 06494 8173 Rübenschneider Eintritt frei. 06476 Der Vorstand. wozu ergebenst einladet 06480 Liebigstraße 13. Fernsprecher 218. Jisstitia“ F. Karnickel. 2er Vorstand Anfang 8 Uhr. J. Güsters. 8168 Anfang 5 Uhr. Ter Vorstand. ErllSrung iebt schön s tewä sehe Gießen, den 29. Oktober 1904. 06486 empfiehlt 8061 UeiMiedenvs NürechlMIT ROTBAMP wohlschmeckend garantiert rein, ß MdoK EBieSer Vlktcria-Drefierie^Marktstrasse 5. Giltigkeit haben blaue, gelbe und rotweisse Karten. Eintritte kflrfpn zum Konzert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 muuiuaacii ica (Sperraiu Mk ö 50) ßind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier i Rudolphs Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Visitenkarten liefert rasch und billigst Briihfsche Univ^Druckerel. Der gestrige Aufruf in dieser Zeitung nötigt mich, obgleich er ohne Unterschriften erschienen ist, und ich nichts über seinen Ursprung und seine Tragweite weiß oder auch nur vermuten kann, diejenigen meiner verehrten Herren Mitbürger, die vielleicht an meine Person gedacht haben sollten, dringend zu bitten, von mir abzusehen. Ich bin fest entschlossen, eine Wahl in das Dtadtverordneten-Koüeginm abzulehnen und nach Art. 112 Absatz 2 Nr. 5 der Städteordnung auch dazu berechtigt. Institut Boltz, Jüiewi L ft. fcebn*lL»leb.Vuri>er.z. Einj-, FaSfir- «. Pnm.-Examen. Progr. frei. [Lv*/8 Normal-Hemden Normal-Hosen No: mal-J cktn i Hosentüiger Äug. Waag Spezial-Gefchäft für Handschuhe, Uravatten und Wasche. Cony’s Sonntag den 30. Oktober, von 4 Uhr ab: Grosses Tanz-Vergnügen "*• Programm. 1. Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 107 in D-moll..... 2. Lieder am Klavier. 3. Zweite Sonate für Klavier und Violoncell, op. 99 in F-dur...... 4. Lieder am Klavier. 6. Quartett für 2 Violinen, Bratsche und Violoncell, Allein echt zu haben bei: Chr. Bieker, Cülner Consumanstalt Gebt. Berdux, Eberh. Dort, Adolf Geisse, F. Mtlior jr., Äug. Noll, A. & G. Wallenfels, L. Steinhäuser; D8/, Bngros: Wallenfels & Sauer. Sonntag, den 30. Oktober, nachmittags 8 Uhr, Großes Preiskegeln (lebender Hammel) Heinrich Arnold II. 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November 1904 findet im Nene« Saalbau unser tVintervergnttgesr Derbunden mit Konzert, Theater und Ball statt. v”/v Bienenhonig garantiert rein, empfiehlt |05d03 Lehrer Döll, W i es e ck. fiMSE1* Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt über Kathreiner s Malzkassee bei. D29/10 KerrenundDmnenjcdenStandes welche sich dem Bureaudtenste, der Kaufmannschaft re. widmen, oder sich in ihren Stellungen verbessern wollen, müssen unter aller: Umstünden im Besitze einer schönen, flotten Handschrift ein, ohne welche dieselben nirgendwo berücksichtigt werden. Jede, elbsi die schlechteste und unleserlichste Schrift wird durch meine, in ganz Deutschland sowie im Auslande eingesührte Methode dauernd schön und geläufig. 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