Wir bemerken zugleich, daß nach dem vorgelegten Ver- Der deutsch - russische neue n Aic Ermordung des russischen Ministers Gestern abend, also am 28. ds. MtZ., folgendes Telegramm auS Berlin: des russischen Botschafters bei dem Staatssekretär des Auswärtigen, Frhrn. v. Richthofen, ein Diner statt, an dem auch die deutschen und russischen Vertragsunterhändler teilnahmen. Das bedeutete den Abschluß der Unterhandlungen. Von unserem Berliner Mitarbeiter erhalten wir folgende Ausführungen: seiner steten Sorge waren die unruhigen russischen Elemente im Auslande. Der neue deutsch-russische Handelsvertrag ist unten- zeichnet. Graf Bülow hat's erreicht und kann nach geschehener Arbeit der unterbrochenen Erholung sich wieder hingeben. Eine andere Frage ist, wie viele das Gefühl der Befriedigung mit dem Kanzler teilen werden. Treffen die Mitteilungen zu, die ein Berliner Börsenblatt von „erprobt vertrauenswürdiger Seite" erhält, dann wäre dieser Vertrag zum erheblichstem Teil auf Kosten der deutschen Industrie und des deutschen Ausfuhrhandels zu stände gekommen. Deutschland habe sich, so lautet die Information, damit einverstanden er-! klärt, daß die Fabrikate der deutschen Industrie einschließlich der herrischen Produkte einem höheren russischen Zoll unterworfen werden, als der bisher in Geltung stehende Verttag aufweist. Das ist also der Ausgleich, oder, wenn mau will, die Quittung dafür, daß Graf Bülow von den deutschen Getreidezöllen des neuen Tarifs nichts abgelassen hat und anscheinend auch in Bezug auf andere landwirtschaftliche Zölle fest geblieben ist. Nur die russische Gerste soll, wie es heißt, durchweg als Futter-Gerste — zu dem ermäßigten Zoll im Unterschied von Vrau-Gerste — behandelt werden. Vorläufig steht die deutsche Industrie der unerfreulichen Aussicht gegenüber, daß der Absatz auf dem russischen Markt eine Einschränkung erfährt. Wie groß diese Einschränkung sein wird, das laßt sich erst abschätzen, wenn die Ziffern der einzelnen Zötte bekannt sind, ein Geheimnis, das aus guten Gründen, um nicht zu früh Unzufriedenheit zu erregen, sicherlich möglichst lange gewahrt werden wird. Mer von Belang sind die russischen Zollerhöhungen jedenfalls: sie dürften im großen und ganzen der Steigerung entsprechen, die im neuen deutschen Zolltarif die Getreidez'ölle erfahren haben. Das wäre also eine Erhöhung der russischen Jndustpiezölle, die manchen deutschen Ausfuhrartikel derart belastete, daß die Ausfuhr! nicht mehr lohnen würde. Unsere hochentwickelte che-I "rische Industrie hat das Unheil kommen! sehen, sie hat tu letzter Stunde auf die Gefahr wesentlicher russischer! Zollerhöhungen aufmerksam gemacht. Mer auch sie ge-I hört zu den Opfern. Aer Krieg zwischen Japan und Kutzlaud. Niutschwang und Taschitschiao. Durch die fast gleichzeitig erfolgte Besetzung von Jnkau (Hafen von Niutschwang) und Taschitschiao haben die Japaner einen großen Vorteil errungen, der weit über die Wirkung eines gewöhnlichen taktischen Erfolges hmausgeht. Bei Taschitschiao mündet die Bahn von Peking, beziehrmgs- weift Tientsin, die den Gestaden des Golfes von Liaotung folgt, in die Bahnstrecke Pott Atthur-Carbin ein, und durch die Besetzung dieses Knotenpunktes haben die Japaner gleichzeitig den Wett der Besetzung JnkauS erheblich gesteigett, da ihnen nunmehr auch die Bahnverbindung Jnkau-Tafchitsckiao zur Verfügung steht. Was Jnkau selbst m den Händen der Japaner bedeutet, liegt zunächst auf dem Gebiet des Truppennachschubes. Der bisherige Landungsplatz war Takuschan. Der Seeweg dotthin ist zwar um rund 150 Seemeilen kürzer als nach Jnkau. Truppen aber, die dott gelandet werden, haben über Siujan noch ungefähr 140 Kilometer bis nach Taschitschiao zurückzulegen, wo jetzt der Brennpunkt der Operationen in der südlichen Mandschurei sich befindet. Diese Strecke erfordert per Fußmarsch unter den dortigen Verhältnissen zmrr inindesten 9 volle Tage, denn eine Leistung über 15 Kilometer täglich ist in diesem Krieg kaum noch erreicht worden. Arffj der anderen Seite hat ein Truppentransport ab Ja^m, der bei Jnkau an Land geht, 150 Seemeilen mehr zu fahren al§ ein solcher von Takuschan. Bei einer mittleren Fahrt- geschwindigkeit von 12 Seemeilen in der Stunde wird diese Strecke in einem halben Tag durchlaufen. Dazu käme bis Taschitschiao noch ein Eisenbahntransport von höchstens halbtägiger Dauer, so daß bei dec Beförderung über Jnkau' acht volle Tage gewonnen werden. Und Zeit gewinne« heißt im Kriege fast alles gewinnen. Aehnliche Vorteile wie für den Truppennachschnb ergeben sich für die Vorrats- und MumtionSzufuhnrn, die nunmehr schneller in die vordersten Linien gebracht werben4 können. Präsident Loubet sandte sofort nach Bekanntwerden ! des Attentats eine Depesche an die russische Regierung, wottn er seinem und der ganzen französischen Natton ttes empfundenen Abscheu über diese Tat Ausdruck gab. Del- cassS begab sich sofott in die russische Gesandtschaft und unterhielt sich längere Zeit mit dem russischen Botschafter. Ferner sandte er ein Telegramm an seinen russischen Kollegen in Petersburg, den Grasen -Lambsdorff. In der' russischen Gesandtschaft wurde die Nachttcht ziemlich spät bekannt und rief begreifliches Aufsehen hervor. Kokanntmnchung. Großb. Ministerium des Innern hat dem Bienenwitt- schaftlichen Hauptverein für daS Herzogtum Sachsen-Meiningen unter der Bedingung, daß im Falle der Verschiebung der Ziehung dieselbe nicht in die Zeit zwischen dem 6. und 27. September l. IS. gelegt wird, die Erlaubnis erteilt, die Lose einer am 8. August 1904 zu Meiningen zu veranstaltenden Verlosung von Gegenständen innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. Wt. 176 Grlchetut «ägltch außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Sesfischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univerf^Buch-u. Stein- druckeret. 8t Sang-. Redaktion, QtpeMttoe und Druckerei: SHrrkstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gtetzen. FernsprechanschlußNr.bl. Der französische Botschafter in Petersburg wurde beauftragt, das Beileid der Regierung anläßlich des beklagenswetten Attentates auszusprechen. Man glaubt hier nicht an eine weit verzweigte Verschwörer-Partei sondern an ein durch eine kleine Gruppe beschlossenes Todesutteil. Ueber das Attentat werdet! folgende Einzelbeite gemeldet: des Innern. Die Nachricht von der Ermordung deS russischen Ministers des Innern hat in Berlin, wie man uns meldet, großes Aufsehen hervorgerusen. Das stärkste natürlich in den Kreisen der russischen Botschaft; wie ein Blitz auS heiterem Himmel siel die Schreckenskunde in die festlichen Veranstaltungen zu Ehren des hier weilenden russischen Ministerpräsidenten! v. Witte. Gelassener zeigte sich die Börse. In russischen Werttn mar kein drängendes Angebot. Aber daß die Chancen einer russischen Kriegsanleihe auf dem deutschen Mattt sehr! gesunken sind durch das Ereignis, wird die Zeit lehren. Abgesehen von dem Mißgeschick, daS sich an die russischen Fahnen heftet — die Zustände im Innern deS Riesenreiches sind, wie die Häufung der politischen Attentate beweist, in hohem Grade kritisch. lieber die ministeriellen und Ehara kte r-Eigenschaften deS Ermordeten lautet das Urteil in den Berliner Abendblättern wenig günstig. ei Friede geschaffen, schreibt die „Nationalztg/, da war cv der Friede deS Kirchhofs. Wie Fimrland, so bäumt sich heute dec ganze Süden Rußlands auf gegen die Willkür- Herrschaft der Plehweschen Kreaturen, weite Gebiete sind aukS den Körper brongen. Der Mörder trug eine Eisenbahn- beamtenmütze. M crvJ?X Justiz-Minister heut nachmittag 2 Nhr nach Peterhof fuhr, um dem Kaiser zu bettchten, wurde das Fenster wmes Wagens durch einen Steinwurf zertrümmert. Der Tater bl.eo Ermittelt. Die Eröffnung des neuen Hafens von Oramenbaum, die heute in Gegenwatt des Kaisers stattfinden sollte, unterblieb. u Im Ministerium des Innern in Petersburg wurde abends Trau erm esse für den ermordeten Minister v. Ple^ve abgehalten. ,Unter den zahlreichen Anwesenden befanden sich die fremden Botschafter und Gesandten. Dem Bernehmen nach wurde der Mörder bei der Explosion selbst so schwer verLE, daß es fraglich ist, ob et am Leben bleibt. Herr v. Plehwe, der im April 1902 Minister deS Innern wurde, hat ein Alter von 58 Jahren erreicht. Er hat nach absolviertem Unwersitätsstudium seine Karriere 1867 am Moskauer Bezittsgettcht begonnen. 14 Jahre lang diente er im Justizministettum und wurde zuletzt Prokurator des Petersburger Gettchtshofes. Im Jahre 1881 wurde er zum Direktor im Departement der Staa^polizei und zum Mitglied der unter dem Staatssekretär Kachanow tagenden Kommission zur Abfassung des Statuts über die staatliche Sicherheit ernannt. Im Jahre 1884 wurde er Senator und Gehilfe des Ministers des Innern. Diesen Posten bekleidete Plehwe bis zum Jahre 1894, worauf seine Ernennung zum Reichssekrttär und Chef der KodifikattonSsektion des Reichsrats erfolgte. Als im Jahre 1892 unter dem Vorsitz deS damaligen Thronfolgers, jetzigen KcnseiS Nikolaus H. em Komitee zur Hilfeleistung für die von der Mißernte betroffene Bevölkerung gebildet worden war, wurde Plehwe dessen Sekretär. Im Jahre 1896 erhielt er den Rang eines Witt- lichen Geheimrats und wurde im Jahre 1899 Ministettalstaatssekretär für Jinlcmd. Dann wurde er cckß Nachfolger deS ermordeten Sipjägin Mnister des Innern. Der aus der Affäre LessepS bekannte Baron Ectttrr, ein intimer Freund Plehwes, so wird auS Paris gemeldet, kennt die großen Pläne des ermordeten Ministers zur Reorganisation der inneren Verwaltung Rirßlands. In einem längeren Gespräch mit Cottu, welcher eben aus Pettrsbura eintraf, sagte Plehwe: Meine Feinde werden mich' dieses Riesenwerk nicht beenden lassen, aber große Ideen sind unvergänglich. übrigen großen Städten borgenommen. Der Mörder Plehwe's, der, nach einer späteren Meld- ttng, dnrch hie Explosion schwer verteßt, besnmnngSlos fottgeftbafft wurde, kam abends zum Bewußtsein, worauf sofott die erste. Llemehmmlg folgte. — Sofott nach der Tat wurde auf der Steve, wo der AnMag erfolgte, auf Verlangen der MensÄennrenae eine Totenmesse für Plehwe abgehalten. — Aach glaubnmrbigen Meldungen schleuderte dor Täter die Bombe vom Bürgerstiüg au§; dias erTßh-t auch feine Verwundung. Die Bombe bestand aus einer länglichen Blechbüchse, die mit Sprcnginatettal und kleinen Metallstücken gefüllt war. Vermutlich wohnte der Mörder mehrere Toge in dem Gasthof, welcher sich in dem Hanse befindet, vor bem der Anschlag stattfand. Die Zahl der Verletzten wird auf 18 angegeben. .Zuverlässig bekannt ist, daß ,fed)x< Personen verwundet wurden, darunter frtoei Offiziere, ein Reservist, eine Frau und ein Kind. Die Ervloliou war so stark» daß die Wagensplitter Plehwe in , 3U teefen Vorteilen gesellt sich die mmmefrr nodxtnbene; ■afHfdjc Möglichkeit für die Japaner, die rechte Flanke der Rllffen zu überflügeln. Von Jnkau auS fühtt eine gute Sttaße nach Niutschwang selbst, das ungefähr 40 Kilometer landeinwärts liegt. Hier würden die Japaner schon im Rückst der Russen bei Haitschöng stehen. Die Ebene doS Aaoho ist zudem ungemein ftnchtdar und bietet statten Tnippemnnss^r die nötigen Subsistenzmittel, sowie gute UntcrfnnfL Für die Russen bedeutet der Verlust der beiden PWiS eine große nroroltschc Niedettagc, wenn sie auch takttsch nicht chwer geschlagen worden find. ES geht t’biten die ketzü^Ber- bindung mH Pott Attlnrr verloren. Ihtfcr diesen Umständen luuß der allgemoim' Mckzug nach Norden sehr (xxlb erfolgen, wenn eine Katastrophe vermieden werden soll. Fraglkich ist allerdings, ob diese Konzenttation nach noch mäg- >ich ist, denn die V.aßnalun«, des Generals Kuroki, der Liaofang bedenklich nähen, weisen jetzt ganz dcuttich davauj hm, daß die Ziele ba ,apansschen Slmtrgie amj em 9Tb- L Das Attentat auf den Minister von Plehwe wurde an der Drücke des Warschauer Bahnhofes ausgefübrt. Rechts vor ter Brücke befindet sich ein Restaurant. An einem tfenfter desselben saß ein mnger Mann, imb beobachtete auf- incrfiam die Vorgänge auf der Straße. Ms er den Wagen Plehwes demettte, schleudette er bureb das Fenster eine Bombe, die nach der einen Version unter dem Wagen, nach einer anderen im Wagen Plehwes explodierte. Dem Minister wurde derKoPf abgerissen. Bon dem Wagen bliebennnr dre Hinterräder übrig Der Luftdruck bei der Explosion der Bombe war so statt, daß sämtliche Scheiben der nach |t>cr Brücke gerichtet en B ahn Hofs front rertrüm- imert wurden. .Die Polizei bedeckte den Rumps Plehwes mit entern Tuch imd brachte ihn fort. W der M örder das Restmi- rant verlassen wollte, wurde er am Eingang verhaftet. Bei ihm wurde noch eilte zweite Bombe vorgefunden. Minister von Plehwe war im Begriff, sich zum Vortrag beim Zaren nach Peterhof zu begeben. Der Kutscher der Equipage tst lebensgefährlich verletzt, ein Polizeibeamter tot. Die Pferde, durch die Explosion scheu geworden, bäum- ^n sich und fielen rücklings auf die zerstückelte e c ch e d e s Ministers. Mehrere Persmren wurden ebenfalls drrrch dre Explosion berimmbet, bntimter einige schwer. Eine unbeschreibliche Panik bernächttgte sich 'der llmstehenben. Nach dem ersten Schrecken wurden die nötigen Polizttmaßregeln getroffen. Sämtliche Truppen wurden mobilisiert nirb eine Reihe von Haussuchungen vorgenommen. Viele Personen wurden verhaftet. Die Nackittcht wurde nach Peterhof telegraphiert und mir in amtlichen Kreisen bekannt gegeben. Sie sickerte aber durch und rief unter der Bevölkerung große Aufregung hervor. Nach einer nitSercn Mellnurg bog der Wagen des Ministers um die Ecke, als zwei Bomben gegen tN gefchleudett wurden, die eine aus einem Automobil, jbic andere aus dem Hotel Warschauer Hof. Beide Bomben platzten gleichzeitig. Die Seidte des Ministers wurde in einem Ambulanzwagen des Roten Kreuzes fottaesc^fft. >^opf, Arme und Bttne waren zerfchmettett, der Brustkorb geöffnet trnb die Eingeweide drangen aus dem Untedeib hervor. Unter ben 20 Verhafteten befinden sich zwei, die die Attentäter fein sollen. Der eine trug Pie Uniform eines Beamten des Verkehrsmiuisteriums. ®er Platz, auf welchem das Attentat stattfand, ist von Polizeiagenten umstellt. Wettere Berhaftungeu wurden in Petersburg und bat übrigen großen Stabten vorgenommen. NrfteS Blatt. 154. Jahrgang Freitag 3ö. Juli 1904 Gletzener Anzeiger General-Anzeiaer ** 6/ Verantwortlich füt Amts- und Anzeigeblatt für den Krd$ Gietzen WtzZ ________ _______ zeiqenteil: Hans Beck. | äußettte verhetzt und verbittett. Das „Berl. Tagbl." sagt u. A.: Sine Reihe unerhörter Schandtaten, die unter dem schttmenden Mantel der Gesetzlichkeit verübt wurden, mußten dem Polizei- regtment aufs Konto geschrieben werden, das Plehwe mit so unheimlicher Konsequenz und unerschrockener Menschenverachtung zu handhaben verstand. Auch die „Voss. Ztg." macht das ^System" mit verantworlich für die nlssischen Attentate. „Das Blltt der ermordeten russischen Würdenträger schreit ebenso sehr nach Umkehr, wie das Blut der vielhundett Opfer ihrer blinden Willkür." Die „Nordd. All g. Ztg." begnügt SÄ 60” 41 ”-|s rofjnc^hrf^ ^arnt Meßen. hat sich die russische Presse getäuscht, oder sie har, noch wahr- scbeinlicher auf den Wink der Zensur die Ernennung 3>er deutsch-russische Kandelsvertrag. rorrl[rLOmme,.n,^ci6cn mü^en- ®aS Verbrechen wird ” . aller Voraussicht nach nur die eine ungewollte Folge haben, erhielten wir daß dem Schrecken der Schrecken entgegengesetzt wird. deutsch.russische Handels- Aus Frankreich kamen dem verbündeten Rußland die Xnf™ -rsbUI^ JerRen Kundgebungen der Abscheu über die Tat. Lebhaft muf Präsidenten des russischen wurde in Paris das Ereignis besprochen. In den auf den ..llimsterkomitSS, Witte, unterzeichnet. Boulevards erschienenen Extrablättern werden Meinungen Ww haben gestern schon mitgeteikt, was der .Berliner die Urbed-r hoe t t ” geht. Aber sichere Nachttchten sind bis jetzt über den Inhalt nicht zu verzeichnen. Arn 27. b. M. fand in Berlin zu Ehren Witte's unter bet Teilnahme deS Grafen Bülow und ung verlegt. (Sckluß folgt.) Deutsches Deich. dern Prinzen Borwin cnn Bahnhof empfangen. Ausland. t mit strenges Vorgehen gegen Sonntag, den 31. Juli 1904. 10. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Patrs, -- z Kissen, Genervt #egrier Mitgl'ed der obersten ^riegSratet sein, hat der 37 Jahre alte Eisendreher Nill auS der Gacten- slraße 10 in den Baracken der Charite Aufnahme gefunden. Wilhelmshaven haben. — Unter dem Verdacht, von echten Pocken befallen zu tretung ausgesprochen habe. Der Verein der Gastwirte vonGießen und Umgegend hat zum 11. August die Stadtverordneten zur Teilnahme an einer festlichen Veranstaltung auS Anlaß des schluß gefaßt worden war, für daS Lahntalsängersest 1906 Gießen als Feststadt zu wählen, dieß dem Oberbürgermeister durch Telegramm mitgeteilt. Dieser gibt der Versammlung davon Kenntnis mit dem Bemerken, daß die Sänger s. Z. Lad inen nehmen. — Die Abordnung der südafrikanischen Farmer wird nunmehr eine Audienz beim Kaiser in erhalten hat. Ferner teilt der Oberbürgenneister mit, daß er auS Anlaß deS Ablebens deSOberforstmeisterS Joseph, der den Grund gelegt hat zur besseren Bewirtschaftung unserer städtischen Waldungen, der Witwe desselben daß Beileid der Stadt und ihrer Der- <3* 'A*6ri*ai -m- »et eMfc ^tshLe"lÄr^''aiich 7 Meter höhe Juööoönente für bat fte» Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, den 29. Juli 1904. 6tut vorgesehen, während bei der Stadifnabenschule seiner reit btc Fundamente nur 3—4 Meier tief waren. 1 fatttmhmq bat genen das beantragte Ausschreiben der Ar- beiten nichts zu erinnern. , , k!a Der Oberbürgermeister bringt zur Krnntnis, dast d Nechmmg deS Gas- und W a s s e r w e r ks für 1903/04 jetzt abgeschlossen sei und gegen den Voranschlag sur vie die Vorredner und bemerkt, die Stadt werde wegen der crforderliclwn Quartiere nicht in Verlegenheit geraten. Stadtv Heichelheim meint, die Angelegenheit ließe sich so regeln, daß man es jedem freistellen solle, ob er Sol- baten, bie ihm zugeteilt werben, nehmen wolle ober nicht, im Icstiercn FaUe sollte die Stadt die Leute unterbringen. Der Oberbürgermeister schlägt vor, zu versuchen, bie Einquartierung burch Ausschreiben unterzubrrngen; brachte man die Mannschaft aber nicht ganz unter so solle die Einquartierungs-Deputation berechtigt sein, ben Neu den Bürgern zuzuweisen. Stabtv. Emm elius bemerkt, daß, wer'selber Solbat gewesen sei, wisse, baß es in ben Burger^ quartieren immer für bie Mannschaft besser ift, als in Massenquartieren, schon wegen ber Verpflegung, feine Person erklärt, baß er eventuell bie ihm zugeteilte Mannschaft gern aufuehmen würbe, er Zweifelt aber emch nicht daran, baß man gegen eine mäßige Bezahlung seitens ber Stabt Quartiere genug für bie Mannschaft in der ^tabt finben merbc. Die Versammlung beschließt bie Unterbringung ber Mannschaft auf Kosten ber Allgemeinheit, ber pro Mann zu bezahleube Sah soll von ber Deputation bestimmt werben unb bas Ausschreiben sofort erfolgen. Der Oberbürgermeister macht bie Mitteilung, baß in ber nächsten Zeit mehrere Fabrikanten von Feuerwehr- l c i t c r n bereit seien, große, freistehende Rettungsleitern unserer Stadt herzlich willkommen sein werden. Der Versammlung wird mitgeteilt, daß für den Neubau der höheren Töchterschule vom Tiesbauaiut ein detaillierter Kostenvoranschlag, der mit 475 000 Mk. ab» schließt, ausgearbeitet wurde, besten Endsumme nach einer nochmaligen Prüfung durch den Oberbürgermeister und den Architekten HanS Meyer um 20 000 Mk. herabgesetzt werden konnte. Die Versammlimg erklärt sich damit einverstanden, . . . daß die Fundamentierungsarbeiten nunmehr schleunigst auS- — Polizeilich beschlagnahmt wurden m den ,^ben werden, damit die ArbeitSauSfuhriing nach den biengen polnischen Buchhandlungen zwe polnische Natio- L . y„aebunaSsahia ist, um dann bie Funbamente noch nal-Gedulbspiele .Die Oder' und bie .Reise burch bie bie(em fertig9 fteßen zu können. polnische Geschichte*. Den Buchhändlern wurde ferner eine Stabtv. Schmall bemerkt, baß auch eine Vergrößerung Liste verbotener polnischer Schriften vorgelegt und an fie baß bcr Realschule alsbalb bringend wird und fragte an, ob Ersuchen gerichtet, zur Vermeidung unangenehmer Sßkite- bis zum Frühjahr ein Neubau hergestellt werden rungen alle in dem Verzeichnis ausgeführten Werke freiwillig könne. Oberbürgermeister Mecum erwidert, dies fei der Polizei auSzuliesern. ganz unmöglich und verweist darauf, daß sich der Besuch Neustrelitz, 28. Juli. Die Prinzessin von WaleS der Ober-Realschule so steigere daß gar nichts anders übrig ist heute abend hier eingetroffen und wurde von dem Groß-! bleibe, als in absehbarer Zeit für^se em t,o Herzog und der Großherzogin der Großherzogin-W-twe und N^b°^zu^ncht^n zu t*m^( d^s . SRArmm am Babnbor emnianaen. I SJ hte Mädchenschule noch in diesem , um 9 7? Uhr: Hochamt mit Predigt. Alts U«SI und Lund. Gießen, den 29. Juli 1904. •• Personalien. E. K. H. der Großherzog haben dem Mitglied deS KreiSauSschnsteö deS Kre'feS ui)mgcn, Beigeordneten Wilhelm Braun II. zu Nidda die Krone zum Silbernen Krcnz deS Verdienstordens Ph,lq,pS deS Groß. Anwesend: Außer den drei Beigeordneten Eurichmann, Georg: und Henligenstaedt die Stadtv. EmmeliuS, Euler, Faber, Haubach, Heichelheim, Helftich, Jann, Keller, Knch, Kn,mm, Leib, Loeber, L00S, Orbig, Petri IT., Tr. Schäfer, Schaffllaedt, Schmoll und Wallenfels. Entschuldigt fehlen Bruck, Schiele, Dr. Gutfleisch und Jughardt. Geh. Rat Dr. Gaffky hat dem Dberbürgermciitcv schriftlich mitgeteilt, daß, da er am 1. Oktober das ihm übertragene Amt als Nachfolger Kochs übernehme, er sich veranlaßt fühle, schon jetzt sein Mandat als Stadtverordneter niederzulegen. Er versichert dabei, daß ihm da« Scheiden ouS dem ihm lieb gewordenen Amte, sowie überhaupt auS l per lieben Stadt Gießen nicht leicht werde und daß er ihr ein treues Andenken bewahren werde. Oberbürgermeister Mecum machte den Stadtverordneten hiervon Mitteiluuq und bemerkte dabei, daß, so sehr auch da« Scheiden deS hervorragenden Kollegen und verdienstvollen Mitbürgers auS unferer Stadt zu bedauern fei, er sich doch einig mit der I Versammlung reifte, wenn er erkläre, die Stadt fei stolz auf den Ruf, den der Stadtv. Gaffky nach der Reichühauptstadt Annst und Wissenschaft. Berlin 29. Juli. Der bisherige Tirektorialafsiftent, außerordentlicher Professor für ^lnthropologie und Pölkertunde an der Berliner Universität Dr. med. et phil. Felir v. Luscha n, ist znm Direktor am Königlichen Museum für Völkerkunde in Berlin er* n° 1 g’öTn '28 Juli Der Direktor der vereinigten Stad kthe'a ter, Otto Purfchian, ist heute w Oberstdorf (Allqau), wo er zur Erholung weilte, einem Schlaganfalle erlec en. _______ t evlitzunq wurde von zwei Mannern em i'cf-riften in den Saal fttwor r e n. Die ' Vx 'ivofb^mfnratifaen Partei in Gießen vorzuführen. Bei ber öffentlichen Submission zur Herstellung der Klärbeckenanlage sind (wie wir schon mit teilten« Jäger unb Rumpf bie Minbeftforbernden geblieben. Birten- htxf unb Schneider waren mit 900 Mk. mehr bie ßweitbMg- ften. Die Baubeputation schlagt vor, an Jager und ^nnpss die Arbeit zu vergeben. Stabtv. Heiche lheirN ist ber Ansicht, baß man bei Tiner so geringen Mehrforderung einem hiesigen Unternehmer ben Vorzug geben 'olle, iw Angelegenheit wirb darauf in bie nicht öffentliche Sitz- tfm,.t*n «turepottmd g,richtet fmb. Stimqt r» drrn iap«m,chru ßk-nerfll. tue ».siische Stellung >w.,chcn L.aaiang und Makden zu durchbreckeu. so i't bie ruffische Hauptmacht emgekesiett. Die letzte« KSniPse. Das Reuterfcke Bureau meldet aus T ofio vom 87. «n den impfen bei Taschrtschia o, baß General am Sam'srag den Vormarsch auf Tafchitschtao m-ttrat Me Bussen hatten befestigte Stellungen tnne auf ben südlicb von Taschitfchiao. die sich von dort östlich mtb west 'ich der Bahnlinie erstreckten. Am L>omrtag morgen ent wickellen bie Russen a tlmäbHdh ihre volle ^tar^, bie Qw neral Cfn auf 5 Divisionen mit 100 ^lch^cn berecktnet Das russische Artillerieseuer verhinderte den la^un>meit Bormarsch. General Oku entschloß sich daher, bie Dunkeler! ^dzuwarteu und einen Nachtangriff zu ^^'i-ncbm i > russische Divisioueu stauben am Wege nach 10 llbr wurde plötzlich ber ganze auf bie Russen geworfen. 2.1c alte russische Cterumg f lid) unb westlich von TnectiugHng wurde genommen und um Mitternacht bie Awnte russischeren una angegriffen. Gegen Tagesanbruch hatten 1 die^ Höben östlich von Schenschnischibmrg Sommeri unt verfolgten die Russen auf dem Ruc^uge nach *-^1 1 Der sapauische amtliche Bericht. Der fröäfrfonnnanbiercnbe der Ma^schureiarmee berichtet: Niutschwang wurde am 2o. Juli pon ben japa- nHeben Streitkräften besetzt. Zuerg wurde eine Abteilung Kavallerie, dann eine Abteilung Infanterie ^eschickt. <^cibe Abteilungen wurden tnbeffen wieder nach veru Lschiatun - >wei Meilen von Niutfch;vang - zuruckge- Lln unb soviel Soldaten im Orte gelafsen wre sür Pol" Mecke nottvendig sind General Oku beEet: Dre Arrnee begann nm 24. Juli den Feind anzugreifen, der ber Dopingling und auf anderen stark ^festigten Vvben nahe rascbtrfcbiao Ausstellung genommen batte. D« Operattonslinie des Feindes dehnte n» von. Osten nach Westen zehn Meilen weit aus. Der y.,*28. Juli. Ten K-iistrprciS im C Hi - >ierS.Lawntennis-ro»rni-r gewann heute nachmittag — . , . r , .ihuij.hv v..... i-i—---- ' . «n-fwj. ih.r OpHtnnnt Seebohm vorn Infanterie Negiment Nr. 167 m Hellesylt, 29. Juli. Tie .Hohenzollern l'si ZOjährigen Bestehend der Vereinigung nach dem ^ldchm erbeck vom Feldartillerie^Regiment RQ « m qeftem nachmittag in den Geiranger Fjord und ankerte bei der Hardt eingeladen, wovon der Versammlung Mitteiliing Wc( welcher den zweiten Preis erhielt. Die Prinzessin Friedrich Merok. Ter Kaiser arbeitete den grositm Teil deS L°geS ^cht'wird. -----—m- - «neAenlanb waren und nahni die Vortrage der Ehefs des Militär- und Manne- Die vier Gießener Gesangvereine, welche zum Lahntal- kabinetts entgegen. Heute unternahm der Kaiser mit Gefolge 1,-^gerfmnb^ gehören, haben von Grünberg au6, als der Be- bei schönstem Wetter' einen AuSflug nach Bjupfand, einem k - 1 ~ ' 1,f£----1Qnc 3300 Fuß hoch gelegenen Gebirgssee. Berlin, 28. Juli. Der Kaiser wird, wie die ,Post^ vernimmt, in Verbindung mit seinem diesjährigen Jagd- aufenthalt in Rominten, Ende September oder Anfang Oktober einen mehrtägigen Aufenthalt auf feiner Gutsherrschaft Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 30. Juli: Heiter, wärmer, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Driginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Wien, 29. Juli. In hiesigen Finanzkreisen ist man der Ansicht, daß durch den Tod Plehwe's das Ansehen und der Einfluß Wihte's stark steigen und die Friedens- partci in Rußland die Oberhand gewinnen wird. Petersburg, 29. Juli. Senator Durnovo, .bisheriger Assistent Plehwe's, wurde zum interimistischen Minister des Innern ernannt. Petersburg, 29. Juli. Der „Regierungsbote" erscheint mit Trauerrand und widmet dem Minister v. Plehwe einen drei Spalten langen Nekrolog. Er stellt über das Bom benattentat folgendes fest: Der Attentäter schleuderte die Bombe von dem Bürgersteige unter die Equipage des Ministers. Auch der Kutscher wurde das Opfer der Explosion. Neun Passanten, darunter eine Frau und ein dreijähriges Kind, wurden leicht verletzt, während der Gardekapitän Zwezinski, der hinter dem Wagen des Ministers fuhr, eine schwerere Verletzung erlitt. Der Mörder, der einige ungefährliche Wunden davontrug, wurde am Tatorte ergriffen. Ec verweigerte die Nennung seines Namens. Die Untersuchung leitet der Untersuchungsrichter des Bezirksgerichts. P?LS7Svurg, 29. Juli. Ueber die Persönlichkeit des Mörders wird noch tiefeS Stillschweigen bewahrt. Er stöhnt fortwährend furchtbar, da er schwer durch einen Bombensplitter verletzt ist. Obwohl sofort eine Operation vorgenommen wurde, wird mit dem Ableben des Mörders gerechnet. Abends konnte er einem kurzen Verhör unterzogen werden. Er ist ungefähr 25 Jahre alt. Es verlautet, daß er Finländer ist. Bei seiner Verhaftung soll der Attentäter ausgerusen haben: Das ist nichts gegen das, waS noch kommt, ich bin nicht der Einzige! Gestern abend fand in der Wohnung Plehwes eine Totenmesse statt, welcher der Großfürst Alexis, die Minister Avellane und Chilkow, verschiedene Mitglieder des Reichsrates und hohe Würdenträger beiwohnten. Die Leiche ist im großen Saale des Ministeriums aufgebahrt. Plehwe hinterläßt eine Witwe und einen Sohn. Die Beerdigung dürfte wahrscheinlich am Sonntag erfolgen. Dem „KleinenJournal" zufolge wurde dem Zaren zuerst mir die Mitteilung gemacht, daß der Minister Plehwe bei der Morgenfahrt infolge Scheuwerdens der Pferde verunglückte. Erst später erfuhr der Zar die volle Wahrheit. Diese versetzte ihn in die größte Erregung. Der Zar erbleichte und weinte. Dann mußte man ihm den ganzen Hergang erzählen, wobei der Zar in Ausrufe des Entsetzens ausbrach. Der Zar war dem Minister Plehwe sehr zugetan, wenn er ihn auch mehrfach wegen seiner Strenge tadelte. Am gestrigen Tage ließ der Zar alle Audienzen und Empfänge absagen, zog sich mit seiner Familie in seine Gemächer zurück und war für Niemanden zu sprechen. In Paris sollen vor wenigen Tagen auf den Boulevards Extrablätter verteilt worden sein, in denen das Todesurteil Plehwes ausgesprochen wurde. Telephonischer Kursbericht. 87s% Reiohaanleihe S°/o do. . . S*/,o/y Konsola . . . 8% do..... 872% Hessen . , . 87t % Oberhessen . . 496 Oesterr. Goldrente . 476 96 Oesterr. ßilberrente 496 Ungar. Goldrente . 4®/o Italien. Rente „ . 4%96 Portugiesen , . 8% Portugiesen. . . . 196 0. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/- % äussere Argentiner F 102.20 89.70 101.90 89.80 100.30 101*60 100.50 100.20 103.65 61.80 61.75 48*00 43 50! rnnkfnrt a. M., 8% Mexikaner . . 4V2% Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . « . Harpener . . . 29. Juli. _ . . 27.25 . . 89.25 . . 101.80 . . 100.80" e . 201.10 . . 186.90 . . 137.25 . . 144.90 . . 155.50 . , 135.30 . . 17.40 . . 189.10 . . 248.00’ . . 193.70 . . 210.30 Tendenz: sehr fest. Für die Gesamt-Red Lion nera::..worlliH': i. V. Auqüst^Goetz. Praktisch, bequem und angenehm ■ unentbehrlich für Gebirg, Jagd, Sport, Reise, sowie ™ für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate. ■ Ausführung von Mk. 17.— in 110 cm Länge aufwär Julius Fischer, Schulstrasse 8 Wasserdichte Wett er kragen 4772 (mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser in 110 cm Länge aufwärts. ■ .Äs Oberforstmeisters i. P, thijusi Joseph Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden ihres geliebten Gatten, Vaters, Bruders und. Schwagers, des sprechen ihren innigsten Dank aus Die trauernden Hinterbliebenen. 6451 Danksagung- Giessen, den 29. Juli 1904. Bekanntmachung. Einquartierung betreffend. Die Stadt Gießen wird bei den diesjährigen Herbstübungen mit Einquartierung belegt: vom 22. August bis 10. September vom Infanterie - Regiment Nr. 168, vom 2. bis 10. September vom Stab und I. Ball. Infanterie- Regiments Nr. 115, vom 3. bis 10. September vom Stab der 49. Infanterie-Brigade. Auf Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung soll von zwangsweiser Unterbringung dieser Truppenteile bei der hiesigen Einwohnerschaft abgesehen, dieselben vielmehr in geeigneten Quartieren bei Privaten und in Wirtschaften gegen entsprechende Bezahlung untergebracht werden. Es wird dabei eine gute und ausreichende Berpstegung und geeignetes Nachtlager gefordert. Die Gewährung einer Strohstreu mit Teppich ist unzuläsfig. An Vergütung wird für den Tag gewährt: für einen Offizier ohne Verpflegung 2 Mk. (für etwaiges Frühstück 50 Psg.), für einen Mann mit Verpflegung 2 Mk., ohne Berpstegung 40 Pfg. Voraussichtlich findet die Einquartierung der Offiziere ohne Verpflegung und der Mannschaften mit Verpflegung statt. Diejenigen, welche bereit sind, Quartiere unter den vorstehenden Voraussetzungen zu übernehmen, werden aufgefordert, sich spätestens bis zum 6. August bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 15 — zu melden. Gießen, den 29. Juli 1904. 6444 Großherzo^lich»' Büraermeisterei Gießen. I: V.: Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Frankfurterstraße in Grünberg vom 1. August l. I. ab auf die Dauer von 3 Wochen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 26. Juli 1904. 6394 Großherzvglrchcs Kreis amt Gießen. I. V.: Tr. Wagne r. Qkn dem Konkursverfahren über das Vermögen des Dachdeckers Wilhelm Schmal! IV in Gießen habe ich heute das Verzeichnis der bei der Schlußverteilung zu berücksichtigenden nicht bevorrechtigten aner- Verdingung. Die Lieferung von Dienstkleidung für die städtischen Arbeiter soll Mittwoch den 3. August d. I., besten Schutz gegen Wllnngen empfehlen wir leichte poröse Unter zeuge in grosser Auswahl, Hm Carl Lang, SMglermister Gießen, Biedenkopf, den 28. Juli 1904» 6445 heute morgen nach langem, schwerem Leiden im beinahe vollendeten 83. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden .Hinterbliebenen: Carl Lang. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Samstag den 30. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, in Biedenkopf statt. kannten Forderungen zur Einsicht der Beteiligten auf der Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Gießen niedergelegt. Diese Forderungen betragen 10 996 Mk. 17 Psg., dagegen die zu verteilende Masse 1704 Mk. 43 Psg., sodaß noch 151/, % zur Auszahlung gelangen können. Da bereits 15 °/0 abschläglich verteilt sind, gelangen im Ganzen YOV^/o M Verteilung. [6436 Gießen, den 28. Juli 1904. Earl Loo8, Konkursverwalter. vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zu liefern sind: 160 blaue Drellkittel, 80 Tuchmützen und 80 Strohhüte. Muster vorbezeichneter Gegen, stände können bei uns eingesehen werden unb sind Angebote nebst Stoffmuster spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — ZnschlagSfrist 8 Tage. Gießen, den 27. Juli 1904. Städtisches Tiesbauamt. Braubach. 6430 Bontanus Nacht Inh.: Robert & Max Imbcuser Neue holl. Häringe p. St. 6 Psg., 10 St. 55 Psg. Me Salz- unb Mgurken p. St. 5 Psg., 10 St. 45 Psg. NeM Grünkeru per Pfd. 85 Pfg. empfiehlt (5 iUvth II. Nachff., 63851 Watltorstr. 5. Teleph. 322. Kartons A. Mk. — u. 50 Pfg. bet Adolf Bieier, 5. „Muson Abteilung für Herren-Modewaren. Frische Sendung [04866- Einmachgnrken sowie Weitz rrnni, Rotkraut, Wirst»rg mrb Kartoffeln ein- getrogen. Fran Ferver, 1 u. im Lasen. Alte Pafkstciuel Ein Posten alte Backsteine iwm Abbrnckr billig abz^cben. Oss. tmtvi 04387 an die d. 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Rachfeier etwa 4 Uhr; Redner: Pfarrer Weber-Lich, Koch-Lüyellmden und Prof. Dr. Wurster, Direktor vom Predigerfeminar Friedberg. Biele Pofaunenchöre haben ihr Erscheinen zugesagt. 6280 Höchst aparte Neuheit D. R. P. 131280. KiMMm! und fiirlirrci iiuf llrn Mtlicher Halldsl-vhe, Lthemam, Strouöfnfeöern unt Kellvorlagtu ui wundervollen, entsprechenden Fardenlönen, vom zartesten Rosa bis zum tiefsten Schwarz, wodurch seldü alte, adgeiragene Handschuhe ivieder tragbar hergeüellt werden. Durch mein neue- patentreneL Wajchoerfahren werden die Handschuhe tadellos gereinigt und Schweißflecken gänzlich entfernt J. C. Wallenfels 31 Airchenplatz 31 Gietzen 13 Lin-enplatz 13 Lamps-Färberei, chem. Wasch- und Lekatur-Aitstalr. 6443 Annerod. Sonntag den 31. Füll: Kulöesehte Hanzmullk. Bei günstiger Witterung auf der Platte 04257 Philipp Wächter, Gastwirt. Spazier- Stöcke 2831 bei ungünstiger Witterung iin Saal. Es ladet ergebeust ein Kartoffeln. 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