2000 | iMtota flfludjt. Nur bejie Jarl Wenzel. ' tantlutter Lirasje 40. , können qute a»en durch y jK^aHtorftra&eJ, unädchen ;^aui ans achibartt Ellern gejucht. 1960 JA Kaiigmaun h»hol|lratze 29 üäe iüäjt. Wajchsräü ! ^elvsj, Xiejeiiiueq 13 altcheö Mädchen zu rm liimriil geincht. Nordonlage 21, Hl adchtll, io. !L Haus' he» kann, zu eniz. yrL 'l flt|. üain.Hnjchlus. heil im Kleiderinachen n geboten. C|j, inner le lirped. d. Bl. lodes. idchc« auf [ofort ober uchl. 1806 1 Soler, Lubwigskr.14,II Schüler tftmäbd)tn nb Hausarbeit ßcludjt HHausbutq 1. _ ju O|ient rehrUkg-' tüuim. en gws löeichun, le '"»e ueiirer ilion in deulscher 6ram‘ uchl. Ojs.m.Ä"Ipruchen )fanJieJJÄ£lL 'ffiddiirauntmmtNdj ssasj* Ä Uiennoll SSS*!. nßd) it““0611 l»35 sM Nr. 50 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Montag 29. Jedrnar 1904 Erscheint täglich m Ausnahme des Sonntags. Die „Girhener gmllienblätter" werden dem „Anzeiger otenne wöchentlich beigelegt. Der wl)gg. S chm i t t unb Dr. Gntfleisch gaben ihrer Frenbe darüber Ausdruck, daß die Initiative Hessens im Bundesvt hinsichtlicu der Entschädigung unschuldig verhafteter erfolgreich war. Gegenüber einer Anreging des Abg. Noack aus Zulassung der Abiturienten er Nealghmnasien und Oberrealschulen zmr juristischen Studium erklärte Justiz- minister Tr Drttmar, daß die Regierung dem Vorgehen Preußens ii dieser Hinsicht sich nicht anschließen werde, da sie nach wie vor im Einklang mit den Anschauungen hervorrageirer Rcch-tsgelehrten, wie Sohm, Sensfert u. a. nur das hunanisttsche Gymnasium als geeignete Vorbildung für die Juristen erachte. Auch Staatsminrster Tr. Rothe gab eine dchingehende bestimmte Erklärung ab. Mehrere bäuerliche Abgeordnete wiederholten die alten Klagen über die Ernsührmg der neuen Gr und bischer und des Notariat!; die Negierung erklärte, daß an dem bestehenden Zchand auf Grund der Reichsgesetzgebung nickt gerüttelt weben könne. Abg. Molthan tvies auf die fortwährende Zunahme der Veranstaltung trügerischer Ausverkäufe Hit. Abg. Hirsch.el wandte sich gegen die Staatsanwaltschaften, er meinte, diese gingen bei Einleitung öffentlicher Anklagen in Privatbelerdigunas- sachen verschiedenartig vor, eine Behauptung, die nnertveislicl' ist unb ungerechtfertigt erscheint. Auch die Aussüchungen eines Freundes des Gieß. Anz. über „Staatsanvälte" sagten jüngst nichts von Belang. Ter Herr Einsender hatte in feinem so überschriebenen Artikel wert mehr über Richter als über StaateanNälte gesprochen und ganz außer acht gelassen, daß schwerere Verbrechen von Schwurgerichten abgeurteilt werden, in denen Laien den Schuldspruch zu fällen haben, nicht Richer und erst recht nicht Staatsanwälte. — Dr. T avid letzte die Angriffe gegen die Negierung wegen ihrer ablihncnden Haltung gegenüber der Zulasfung der Abituricntui der Realgymnasien zum juristischen Studium fort und trachte die Tuellfrage zur Sprache, indem er an- führte, daß diese Gesetzesübertretungen unter der still- schioeigenden Genehmigung der Polizeibehörden sich vollzögen. Abg Schien ge r dagegen pflichtete der Auffassung des Justizninisters bei, daß nur daö humanistische Gymnasium dre genügende Vorbildung für das Studium der Jurisprudenz gebe. Tie A'säre Joutz nennt der „Vorwärts" dreist ein „Panaminc". TieseS edle Blatt ist ja mit solchen geschmackvollen Vergleichen sehr schnell bei der Hand. Man beschuldigt den Tbg. Joutz, er habe bei der Unterbringung der Obligationen bei den interessierten Gemeinden eine Provision von 33 000 Mk. in seine Tasche fließen lassen. Zoutz verteidigte sein Verhalten als Geschäftsmann, der zu solchen Manipulationen berechtigt sei. Abgeordnete der verschiedenen Parteien erklärten dagegen sehr richtig, daß sein Vorgehen den uneigennützigen Pflichten eines Volksvertreters kraß widerspräche. Es unterliegt 'ja keiner Frage, daß ein Geschäftsmann, der zugleich Abgeordneter ist, sobald er das Parlament betritt, alle privaten geschäftlichen Angelegenheiten vor der Tür zu lassen hat, unb baß er sich nun und nimmer bezahlen lassen darf für im Interesse der Allgemeinheit geleistete Tienste, die ja in erster Linie nur wegen seiner einflußreichen Stellung als Parlamentarier gelingen konnten. Tas Vertrauen der Wählerschaft muß notwendig stark erschüttert werden, sobald sie erfährt, daß ihr Vertreter während der Ausübung seines hohen Ehrenamtes von der Gelegenheit Gebrauch machte, sich zu bereichern. Herr Joutz sorgte obendrein noch für Vcrsck)ärtung des gegen ihn sich richtenden Urteils, indem er seinerseits überraschenderiveise den Urhebern der gegen ihn gerichteten Interpellation persönliche und politifche Motive untcr- sckab und Parallelen zu ziehen versuchte zwischen seiner seltsamen Handlungsweise und der einiger anoerer Abgeordneten. Selbstverständlich ward ihm die rechte Abfuhr zuteil. Man erfuhr auch, daß der eigentliche Veranlasser der Interpellation der F-inanzminister selber gewesen ist. Ter frühere Butzbacher Bürgermeister Joutz, ein sehr vermögender Herr, hat mit ungewöhnlicher Weitherzigkeit seine eigenen Interesse in die gleiche Reihe mit denen der Allgemeinheit gestellt. Tas werden nun auch seine eigenen Mähler mit Recht ihm zum Vorwurf zu machen haben. Beim Kapitel Landwirtschaft entspann sich eine mehrstündige Tebatte über Bodenmeliorationen und Feld- bcreinigungen. Man erfuhr, daß eine Vorlage über die Errichtung von Land Wirtschafts kämm ern zu erwarten ist. Unter den vielen, in den anderen deutschen Parlamenten gehaltenen Reden waren die bemerkenswertesten die über die von der Sozialdemokratie in die Welt gesetzte Behauptung der Unterstützung russischer Spitzel im Tienste russischer inner-politischer Strömungen durch die preußische Regierung. Tie preußische Regierung brach ihre sonst beobachtete Wortlargheit utw Minister Schönstedt las blutrünstige Artikel aus den bei den Königsberger Genossen beschlagnahmten Schriften vor. Ter Abg. Haase, der die Tinge als Sachwalter der verhafteten Königsberger Sozialdemokraten kannte, hat auch am letzten Samstag im Reichstag darüber gesckMegen, daß unter den beschlagnahmten Schriften sich Aufforderungen befanden zum politischen Mord, auch zum Mord an jedem beliebigen Staatsmann in Rußland, um dadurch Schrecken im Volke zu erzeugen, der angeblich die Umwälzung des Besuchenden vorzubereiten geeignet sein soll. Es bleckt der Gerichtsversammlung in Königsberg Vorbehalten, festzustellen, ob an der Ausrede des „Vorwärts" etwas wahr ist, die anarchistischen Schriften seien von den russischen Spitzeln, von denen sich die Sozialdemokraten überlisten ließen, hinein- geschmuggelt worden. Eine Angelegenheit, in der es her Sozialdemokratie gelang, auf einen Augenblick ihr Banner mit nationalen Farben anzutuschen, beschäftigte den bayerischen Landtag. Tort stand sie Seite an Seite mit dem Zentrum für die Regierung in Sachen des neuen Wahlreformentwurfs, den die Liberalen aller Schattierungen mit dem Mule der Verzweiflung bekämpften. Lurch neue Wahlkreis- einteUung und durch Einführung der relativen Mehrheit fürchten Die Liberalen in umfangreicher Weise aus altem Besitz durch Zentrum und Sozialdemokraten verdrängt zu werden. Tie bayerische Regierung aber hat das Mitgefühl mit liberalen Schmerzen verloren. Sie reicht dem Zentrum und seiner Alleinherc,chast in Bayern freundschaftlichst beide Hände, unb zwar „im Namen der Temokratre unb Volts- sreiheit". Sowohl der Antrag des Grafen Nlov, den Geistlichen das Wahlrecht zu entziehen, wie diese Wahlreformdebatte find Symptome dafür, wie hochgespannt die Gegensätze augenblicklich in Bayern sind, sodaß der Liberalismus und weite gebildete Kreise Bayerns fürchten müssen, in der Volksvertretung zwischen schwarzem Konservatismus unb rotem Revolutionarrsmus völlig zerrieben zu werden. Aehnliche Schürfen hat augenscheinlich auch der Kampf zwischen Aerzten unb Krankenkassen angenommen, der fast in ganz Teutschland ohne Aussicht aus Friedensschluß tobt, und dessen Hauptschlacht gegenwärtig in Leipzig geschlagen wird. Ter Ausgang hängt ganz unb gar von Der Solidarität der deutschen Aerzte ab, die nach mancher Bewährung hier ihre Feuerprobe bestehen soll. Die Kriegslage in O fta s ien hat sich trotz massenhafter sensationeller Meldungen unberufener auständischer Kriegskorrespondenten, die, wie Wippchen von Bernau, unzählige Meilen fern vom Kriegsschauplätze sich zu befinden scheinen, noch nicht geändert. Die Japaner blockieren zurzeit Port Arthur und Wladiwostok. Ausführlichere sickere Meldungen liegen nur von Port Arthur vor, das nur noch auf5Monate Vorräte haben soll. Der japanische AdmiralKamimura stellt offiziös die l e tz t e n Angriffe auf Port Arthur folgendermaßen dar: „Ter Brander „Hokomaru" ist am Hafeneingang, und zwar links unter dem Leuchtturme, versenkt worden, der Brander „Bushiumaru" außerhalb desselben. Beide Schiffe wurden d u r ch i h r e Besatzung versenkt. Tie Brander „Ten- shinmaru" und „Bnyomaru" liegen östlich von Laothesan, diese und der Brander „Jinsenmaru" wurden ebenfalls durch ihre Besatzung zerstört. Sämtliche Mannschaften wurden unversehrt gerettet; desgleichen ist die Torpedoflottille unbeschädigt zurück gekehrt. In der Nacht vom 24. Februar unternahm die Torpedojägerflottille ein Rekognoszieruugsgefecht gegen Port Arthur, Talienwan und die Pigeon-Bay. Am 25. Februar beschoß die Hauplflotte die feiicklichen Schiffe und die Befestigungen von Port Arthur aus großer Entfernung. Man beobachtete kurz nach Mittag die drei Schiffe „Nowik", „Askock" und „Bajan", welche sich in den Hafen zurückzogen, und man gelangte zu der Ueberzeugung, daß das Versenken der Brander von keinem namhaften Erf olg gewesen sei. Hierauf eröffnete die Flotte ein hef^ tiges Bombardement auf das InneredeS Hafens; man bemerkte Rauchsäulen, die ausstiegen. Während dieser Operation vernichtete unser Kreuzer-Geschwader einen Torpedojäger in der Nähe von Noteisusan. Unsere Schiffe erlitten keinerlei Beschädigung, unsere M an n sch asten keinerlei Verluste. Bei dem Abgänge dieser Meldung befand sich die Flotte noch in Aktion, Abmiral Togo befindet sich noch im Vordertreffen; näheres wird von ihm berichtet werden. Statthalter Alexejew aber telegraphierte an den Zaren aus Port Arthur vom 25. Februar: „Nach Mond- untergang schluZ „Retwisan" mehrmals feindliche Torpedoboote zurück; zwei werden für vernichtet gehalten. Unsere Torpedoboote unter dem Kapitän 2. Klasse Prinz Lieven liefen darauf aus, trafen nur feindliche Torpedoboote unb verfolgten sie; große Schiffe sahen sie nicht. Am 25. Februar morgens wurden die Kreuzer „Bajan", „Diana", „Aslold" utw „Nowik" hinausgeschickt, um japanische Kreuzer an der Verfolgung eines Teiles unserer zurückkehrenden Torpedoboote zu verhindern. Eines der. letzteren suckfte in der Pigeonbai Schutz, wo es das Feuer des Feindes aus großer Entfernung aushielt. Niemand wurde getroffen. Als die japanische Flotte unsere Kreuzer sichtete, ging sie näher an die Forts heran. Diese, erosineten mit den Schiffen um 10 Uhr oO Mm. das Feuer. Unsere Kreuzer kehrten, ununterbrochen feuernd, nach den Torpedobooten in den Hafen zurück. Die Riehrzah! der feindlichen Geschosse erreichte ihr Ziel nicht. Außer einem verwundeten Matrosen leine Verluste. Tie japanische Flotte zählte 17 Schiffe einschließlich 8 Torpedoboote, während gestern nur 12 Schiffe Port Arthur blockierten." Nach englischen Meldungen soll ein japanisches Kw- nouenboot gesunken sein. lieber die Blockierung von Wladiwostok har man bisher nur gänzlich unverbürgte Nachrichten französ> scher und englischer Blätter. Ein Pariser Blatt berichtet, daß die Japaner südlich von Wladiwostok in der sibirischen Poßjet-Bucht gelandet sind und sich auf dem Wege nach Ninguta befinden. Sie bezwecken, die Eisenbabn- Linie Charbin-Wladiwostok zu zerstören, um Wladiwostok gleichzeitig von der Land- unb Seeseite anzugreifen. Unter Diesem Lisenbahndamm aber sollen die Rusten Minen gelegt haben. Aus Tokio meldet man, daß, nachdem durch die Besetzung der Hauptstraße südlich des Iain Korea gegen den Einbruch einer noch so großen russischen Truppenmacht gesichert sei, dennoch keine größere Operation voraenommen werden, könne, bis besseres Wetter eintest ;u,nb die Wege besser sind. Tie „Times" meldet, russische Soldaten haben sich der I. S. ZLachs WattHäuspassion. (Schluß.) Ter zweite Teil wird eingeleitet durch eine Arie mit Lhor, worin die Klage um den gefangenen Herrn zum Ausdruck kommt: „Ach nun ist mein Jesus hin" und „Wo ist dem Freund", eine der rührendsten Szenen der ganzen Passion, ein Bild, über dessen tiefe Traurigkeit eine wunderbare Anmut gebreitet ist: eine herzliche Idylle im Kreise leidtragender Menschen. Es folgt die Vernehmung Christi vor dem Hohenpriester und mit besonders dramatischer Kraft das Auftreten oer zween falschen Zeugen. Hier folgt eine Tenoreinlage': „Mein Jesu schweigt zu falschen Lügen stille". Als Christus bann endlich spricht, beginnen die Violinen zu seinen Worten ein mystisches Figurenspiel. Ohne Unterbrechung folgt nun der Evangelienbericht bis zur Verleugnung Petri; der Toppelchor der Priester spricht ihn des Todes schuldig und der ebenfalls sehr kurze Chor: „Weissage, wer ist es, der dich schlug" offenbart den frechen Uebermut der Vfasfenpartei. Nach der Verleugnung Petri folgt die herrliche Arie der Altstimme unter Begleitung der Solovioline, in der an das Weinen Petri angeknüpft wird: „Erbarme dich mein Gott, meiner Zähren willen", einer der populärsten Sologesänge. Nach der dann folgenden Episode des Selbstmordes des Judas, fetzt Tockstec Zion mit einer Baßärie: „Gebt mir meinen £ ei'um wieder" ein, die sehr breit ausgeführt ist. Auch sie gehört wohl den bekannteren Stücken zu. Hierauf fahrt der Evangelienbericht fort mit dem Verhör durch Pilatus. Nach dem ersten „Laßt ihn kreuzigen" ist nach der Frage des Pilatus: „Was hat er denn Uebles getan" eine Arie für Sopran eingeschvben: „Er hat uns allen wohlgetan", Aus Liebe will mein Heiland sterben" und hiernach erst folgt das zweite: „Laßt ihn kreuzigen". Tie genannte Arw ist in ihrem fahlen Kolorit unb in ihrem auf Fermaten absetzenden Bau eine der eigentümlichsten Nummern der Passion. Nun folgt der Chor: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder", den Bach dazu benutzt, um die törichte Verblendung der Menge hervor^uheben, nicht ihren Fanatismus. Tie Altarie der Tochter Zion: „Erbarm' es Gott", „Können Tränen meiner Wangen" gibt die unruhige Sprache der erschütterten, aus der Fassung gebrachten Seele wieder; im Orchester ist das Bild des Geißel durchgeführt. Mit dem Spottchor: „Gegrüßet", einem der prägnantesten Stücke und dem Choral: „O Haupt voll Blut und Wunden" schließt dieser Abschnitt und die Kreu- zigungsszene schließt sich nun an. Turck eine Vaßarie: „Ja freilich will in uns das Fleisch unb Blut zuim Kreuz gezwungen sein", „Komm süßes Kreuz", die an die Stelle anknüpft, wo Simon von Cyrene dem Herrn das Kreuz abnimmt, erklärt sich die Tochter Zion zum gleichen Liebesdienst bereit. Die Musik hat jene Bach eigene Mischung von Ernst und inniger Sckwärrnerei. 9tun sogen wir dem Evangelium, besonders packend die beiden Chöre: „Ter du den Tempel Gottes zerbrichst" und „Andern hat er geholfen" in frckolem Spott unb barschem, verweisenden Ton, bis kurz vor dem Verscheiden Christi nochmals Tochter Zion mit dem Altsolo: „Ach Golgatha, unfel'ges Golgatha", „Sehet Jesus hat die Hand uns zu fassen aus- gespannt" erst ihrem herbsten Schmerz Ausdruck gibt, dann in ergebenster Hingabe weichen Balsam streut. Mit dem Choral: „Wenn ich einmal soll scheiden" schließt diese Szene. In der Erzählung vorn Erdbeben und in dem kurzen frommen Satze des Hauptmanns und seiner Gefährten: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen", hat die Kreuzigungsszene ein aufregendes unb feierliches diachjpiel. Ter Schlußteil besteht aus drei ausgefüyrieren Stüuen: deren Mittleres allein ist dramatischen Charakters: Chor der Hohenpriester: „Herr wir haben gebachi". Das erste Stück ist ein Sologesang des Baß: „Am Abend da cS kühle ward", „Aiache Dich mein Herze rein". Es ist ein bedeutendes Stück romantischen Sinnes mit warmen lyrischen Akzenten. Ten Schluß des Ganzen bildet Solo mit Chor: „Nun ist der Herr zur Ruh gebracht", „Mein Jesu aute Nackt" unb Sckluhchor: „Wir setzen uns mit Tränen nieder" worin dem Glauben an den Erlöser in naivgläubigev Weise Ausdruck verliehen wird. Wir sind im wesentlichen der Darstellung KretzschmarS gefolgt. Die Kenntnis der Matthäuspassion sich vermitteln zu lassen ist hier Gelegenheit und niemand sollte sie üer* säumen. Es ist ein Werk, das man immer und immer wieder hören muß. Wir gehen ja auch in Theaterstücke, die wir so und so oft schon gesehen haben und das sind doch heutzutage oft keine solche Meisterwerke wie die her- oorragenben Werke unserer größten Meister. Dazu kommt, daß der wiederholte Besuch solcher Werke reichlich gelohnt wird durch das tiefere Eindringen in ihre Bedeutung, in ihre Tiefe und erhabene Kunst! Tie Kenntnis der Bach- schen Passionsmufik nach dem Evangelisten Matthäus gehört zu den Bestandteilen allgemeiner Bildung, wie nun irgend eines der größten Kunstwerke unserer llaisischen Dichter! Freilich ist auch die Musik eine Kunst, die iHv Innerstes nur oem erschließt, der sich um sie bemüht und es ist nichts verfehlter,-als an die wahre Kunst den Anspruch zu stellen, daß sie ohne weiteres jedem ihre reifsten Fruchte in den Schoß wirft! Möchte sich erweisen, daß Gießen jetzt wagen darf, in die Reihe ber Städte einzutreten, die „Jahr u m I a h r" berufen sind, dies Werk einer andächtig lauschenden Menge näher und näher zu bringen. Tie Mühe, welckie sich d.e aus.ührenden Vereine geben unb gegeben haben, die trefflichen Solisten, welche mitroitien werben, bas Orckefter verftärlt bnrch hiesige unb auswärtige Zünftler unb nick t zuletzt sein Lirigent, lei|ien Gewähr für eine tüchftge Leistung unb sind eS fürwahr wert, daß ihnen ein votier Erfolg beschieden jet Hoffen wir also darauf! Grundstücke der amerikanischen Bergwerls-Gcsellschaft in Unsan nördlich von Söul bemächtigt. Nach dem in Söul zwischen Japan und Korea abgeschlossenen Protektoratsvertrag garantiert Japan die Sicherheit der kaiserlichen Dynastie von Korea, sowie die Unabhängigkeit und die Integrität des koreanischen Gebietes. filier deu 'goD des klein»n Prinzen Heinrich von Kreutzen wird der „Köln. Ztg." aus Kiel vom 26. d. M. geschrieben: Der Zustand des erkrankten Prinzen Heinrich verschlimmerte sich gestern sehr. Die Aerzte stellten eine erheb- liche Steigerung des Fiebers und das Nustreten schwerer allgemeiner Krämpfe feit. Heute (26. Febr.) nachmittag trat dann der Tod ein. Der junge Prinz verschied sanft nach fast dreiwöchigem Schmerzenslager. Die Kieler Bürgerschaft teilt aufs aufrichtigste die Trauer des so sehr beliebten Prinzenpaares. Der Prinz war 1900 geboren, als sein Vater in Ostasien weilte. Prinz Heinrich hatte kurz vorher, am 4. Januar 1900, den Oberbefehl über das ostasiatische Krcuzer- geschwader abgegeben und bereitete sich in Singapore auf die Heimreise vor. Dort erhielt er die Botschaft von der Geburt des dritten Sohnes. Nach der Heimkehr sand am 15. März im Schlosse die Taufe mit großer Feierlichkeit statt. Der Kaiser war dazu eingetroffen. Als Paten waren außerdem die Großherzöge von Hessen und Oldenburg, der präsidierende Bürgermeister Dr. Lehmann für die Freie und Hansestadt Hamburg, Kapitän z. S. v. Müller für das Offtzierskorps des kurz vorher heimgekehrtcn prinzlichen Flaggschiffs Deutschland erschienen. Auch der Reichskanzler Graf Bülow und der Staatssekretär v. Tirpitz wohnten der Feier bei. Der Kaiser hielt den Täufling während des Aktes und gab ihn dann an die Prinzessin Heinrich zurück. Ter Kleine wuchs und gedieh und war die Freude der Eltern. Fast täglich sah man den blühenden, pausbackigen Prinzen durch die Kieler Straßen fahren. Am 10. Februar ereilte ihn im Schlosse (beim Spiel) der Unfall, von dem er sich nicht wieder erholen sollte. Auf dem Schlosse weht jetzt die Flagge Halbstocks. Tiefe Trauer herrscht in den Räumen, die bisher das glücklichste, ungetrübteste Familienleben bargen. W. T.-B. meldet vom 28. Februar: Der Kaiser reist heute abend um ll1/, Uhr nach Kiel ab, um an der morgen vormittag 11 Uhr dort stattsindenden Trauerfeier für den verstorbenen jungen Prinzen Heinrich in der Rikolaikirche teilzunehmen. Im Gefolge des Kaisers befinden sich Generaladjutant v. Plessen, die Flügeladjutanten Fregattenkapitän Grumme und Hauptmann Graf Lamsdorff, Hausmarschall Frhr. v. Lyncker, Admiral Frhr. v. Senden- Bibran und Stabsarzt Dr. Riedner. Politische Tagesschau. Der „Bund der Handwerker- erläßt „in elfter Stunde^ einen Aufruf an die deutschen Handwerker, in dem es heißt: In immer weiteren Schichten der Derufsgenosscn bricht fi ch die Ueberzeugung Bahn, daß das Handwerk verloren ist, wenn es nicht jetzt noch die letzte Kraft zusammenfaßt und den letzten Kamps um seine Existenz ausnimmt. Tie schrankenlose Gewerbesreiheit, die Schund- und Schwindelfabrikation, das Treiben der Warenhäuser und Rabatt-Sparvereine, große und kleine Schädlinge aller Art richten Jahr für Jahr Tausende von uns zu Grunde. Ueber ein Kleines, und das deutsche Handwerk ist gewesen. . . . . Aerufsgenossen in Stadt und Land, schart Euch zusammen! So geeint sind wir eine Macht. So geeint können wir erreichen, was wir zunächst erreichen müssen: Nieder- ringung des Schwindels, des unlauteren Wettbewerbes in jeder Form; die grundlegende Verbesserung der Handwerkergesetze, des Submissionslvefens, die Einbeziehung der selb- tändigen Handwerker in die Alters- und Jnvaliditätsver- icherung. Tie Frage des Befähigungsnachweises muß ernst- ich geprüft und zu einem dem Handwerk günstigen Ab- chluß gebracht werden. Darum vorwärts zum Siege! Jeder deutsche Handwerker und jeder Freund des Handwerks, Innungen und alle sonstigen Handwerkerverbäirde mögen unverzüglich ihren Deirrttt anmelden !Jn jeder Stadt, jedem Torf bilde sich eine Ortsgruppe! Ter Anfang ist gemacht! Folgt dem Beispiele der Niederschlesier, die bereits in zahlreichen Ortsgruppen über 2000 Mitglieder zufammengebracht haben. Sendet uns Mittel für den Kriegsfonds! Zum Kriege gehört Geld, Geld und nochmals Geld! Jeder nehme fioj an unseren Gegnern ein Beispiel und steuere nach feinen Kräften bei! Vorwärts! Schmach jedem, der in dieser entscheidenden Stunde feig und faul zurüableibt! Und wenn uns auch niemand sonst'»zur Seite steht — der alte Gott, der sein deutsches Volk noch immer in schwerem Kampfe geleitet hat, wird uns auch in diesem schwersten Kampfe helfen! KaUunuutalljches. Berlin, 27. Febr. Im preuß. Abgeordnetenhause erbat heute zunächst Präsident v. Kröcher die Er- laubnis, dem Kaiser aus Anlaß des Ablebens des jüngsten Sohnes des Prinzen Heinrich da- Beileid des Hauses über diesen schveren Verlust auszusprechen. Die Nachträge zu den Staatsverrragen mit den thüringischen Staaten zwecks Errichtung eines gemeinsamen Landgerichtes in Memingen und emes Lberlandgerichts werben genehmigt. Dann wird der Justizecat weiter beraten. Eine Reihe von Titeln wird bewilligt und das Ordinarinm und Extraordinarium erledigt. P»> 1-------------J.1.»1 ..... Ier Aurpluscherproz.ß zu H Istt förderte auch weiterhin allerhand Wunderlichkeiten zu Tage. Es wurde ein von dem Angeklagten erfundenes und bei seiner „Augendiagnose- in Anivendung gebrachtes „AugenglaS" vorgezeigt Durch dieses Glas will der Angeklagte Schröter erkannt haben, an welchen Krankheiten seine Patienten litten und für welche Leiden sie außerdem veranlagt waren. Auch Unglücks fälle seiner Kranken will er durch dieses Glas vorauLgesehen und ebenso die medizinischen Gifte erkannt haben, mit denen die Palienten vordem vergeblich kuriert worden waren. In der weiteren Vernehmung richtet der Vorsitzende an oen Angeklagten die Frage: Was halten Sie vom Ges und beten? —Angekl.: Ich erkenne ihm insofern eine heilsame Wirkung zu, als es eine Autosuggestion darilellt und der Heilglaube erfahrungsgemäß viele Erfolge aufzuweisen hat. Ich habe eS nicht im Sinne der Gesundbeter verordnet, sondern im Sinne der ostpreußischen Prediger, nämlich, indem ich es hoffnungslosen Patienten zu ihrer geistigen Kräftigung verordne. Einen anderen Zweck kann ich dem Gesundbeten kaum zuerkennen. — Vors.: Herr Sachverständiger Scheibler, Sie halten nichts von dem Gesundbeten? — Sachverständiger: Rem. — Vors.: Sie haben sogar in Ihrer Zeitsehrist dagegen Stellung genommen, indem Sie auf dem Standpunkte stehen, daß Ihre Oscillationstherapie vollkommen genügt? — Sacho.: Jnwohl. — Vors.: Sie haben auch einmal einen Ihrer Mitarbeiter, Dr. med. Steinieke, zu einer solchen Gesundbeterin geschickt, die mit einem „zwölfjährigen" Mädchen Braun „arbeitete". Der Herr hat sich augenscheinlich über den Betrieb lustig gemacht, denn er schreibt da, daß das Mädchen für die glückliche Entbindung einer Frau und dafür gebetet habe, daß ein Kutscher, der ein Thalerstück verschluckt hatte, dies zu seiner Erleichterung in gewechseltem Zustande in Form von 30 Silbergroschen wieder von sich gebe. (Stürmische Heiterkeit.) Hierauf stellte Dr. Lcngnick einen der drei Patienten der Tilsiter Heilanstalt vor, an denen der Angeklagte seine Fähigkeit in Bezug auf Perkussion und Auskultation darthun soll. Der Kranke muß sich bis auf die Hüften vollständig entkleiden und auf einen Stuhl setzen, worauf dem Angeklagten Perkussionshammer und Horchrohr gereicht werden. Er benutzt die Sachen mit der SDiicne eines sachverständigen Arztes und klopft die linke Bruilseite längere Zeit ab. Auch sieht er dem Kranken mehrfach scharf in die Augen. Als ihm darauf Kreisarzt Dr. Behrendt lächelnd das auf dem Gerichls- tisch liegende, in einen runden silbernen Rahmen eingefaßte „Augenglas" reichen will, wehrt der Angeklagte ihn mit den Worten ab: „Das brauche ich gar nichtl" Die Geschichte endet aber mit einer Blamage des Angeklagten, da er die Lunge des lungenkranken Patienten für gesund erklärt und auch nicht erkennen kann, daß der Mann an einem Unter- schentelgeschwür leidet. Sachverständiger Professor Höstmann bezweifelt, daß Geheimrat Prof. v. Nußbaum-München sich in dem vom Angeklagten behaupteten Sinne über den Magnetismus geäußert habe. Jedenfalls könne der Ausspruch nur in den letzten Lebensjahren Nußbaums gefallen sein, und da sei der Gelehrte schwer krank gewesen, so daß er, Sachverständiger, sogar nicht einmal sagen könne, ob Nußbaum in den letzten Jahren nicht geistig defekt gewesen sei. — Der Vorsitzende Itellt fest, daß das betreffende Sachoerständigen-Gutachten des Geheimen Rats v. Nußbaum vom 12. Mai 1890 datiert sei. In diesem kämen folgende Sätze vor: Niemand könne sich selbst zu Tode kitzeln (Heiterkeit), und kein Mensch sei dem andren gleichgeartet. Es gebe Menschen, die sympathisch, und solche, die sich antipathisch gegenüberständen. Das zeige sich bei allen möglichen Gelegenheiten. So habe es schon junge blonde Damen gegeben, die sich von keiner brünetten Zofe bürsten lassen konnten (Heiterkeit), während eine blonde Zofe ohne weiteres dazu im stände gewesen sei. Das liege an dem tierischen Magnetismus, der jedem Menschen mehr oder weniger innewohne.________________ Hermischte». ♦ Konstantinopel, 27. Febr. Einem großen O r d en s s chw ind e l ist man auf die Spur gekommen. Eine Schwiirdlerbairde lieferte gegen hohe Bezahlung gefälschte Orden und das dazu gehörige Diplom. Zweihundert folcfye Fälle von Verleihungen meist an europäische Angehörige der Finanzwelt, Kaufleute, Offiziere und Beamte, wurden sestgestellt. Bisher sind als Hauptschuldige verhaftet worden der Adjutant des Großvezirs Aöehmed Bey, zwei Beamte des Ministers des Aeußern, und der Herausgeber der Zeitungen „Serwet" und „Malumat", Tahir Bey, der den Titel „Exzellenz" hat, mit seinen Redakteuren. Tahir Bey, der eine der höchsten Würden in der türkischen Hierarchie besitzt, wurde zum Agha degradiert, eine Bezeichnung, welche Diener führen. Ter Redakteur der französischen Ausgabe des „Serwet" wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Ordensdiplome wurden im Großlvesirat gestohlen, dann ausgefüllt und mit ge- älschten Unterschriften versehen. Tie Fälscher sollen im Vorjahre über zehntausend Pfund vereinnahmt haben. Handel und ycikrljr. yolliswalschnst. - Buderuö'sche Eisenwerke Wetzlar. In der Sitzung des AufsichtSrals gelangte der Rechnungsabschluß für das Jahr 1903 iiir Vorlage. Tie Abschreibungen wurden auf All. 750 000 (im Vorjahre ebenfalls Mk. 750 0001 und die Zuweisung zur Erneuerungs-Rücklage aus Alk. 250 000 (im Vorjahre Alk. 500 000) festgesetzt. Tie Gesamt-Zurückstellungen bezifjern sich demnach aus Alk. 1 000 000 (im Vorjahre Alt. 1 250 000). Es verbleibt hiernach ein Reingewinn von Alk 499 133.13 (im Vorjahre Alk. 497 251.4-1). Ter am 22. Alärz in Frankfurt a. Al. slatlfindenden ordentlichen Hauptversammlung soll eine Dividende von 5 Proz. (im Vorjahre ebenfalls 5Proz.) oorgeschlageu werden. Außerdem stndDlk. 24 956.66 (im Vorjahre Alk. 24 862.57) für die gesetzliche Rücklage, Ack. 47 924.94 (im Vorjahre Alk. 42 711.77) Gewinnbeteiligung für Aussichtsrat und Vorstand und Alk. 20 000 (im Vorjahre ebenfalls Alk. 20 000) Belohnungen an Beamte und für gemeinnützige Zwecke vorgesehen. An Gewmnvortrag verbleiben Alk. 52 616.94 (im Vorjahre Alk. 21365.41«. — Materialabschlüffe der Preußischen StaatSbahneu. Minister Budde hat jüngst tn der Budgelkonumssion folgende für die Alontanindustrie wichtigen Erklärungen abgegeben: Tie Haltung des Kohlcnsyndikats war bei den Abschlüssen, die für die nächsten zwei Jahre gemacht wurden, gemäßigt und wohlwollend, sodaß sie die Anerkemumg der Regierung verdiene. Die Lieferung von Schienen und Schwellen ist für 1904 gedeckt, darüber hinaus konnten Verträge nicht abgeschlossen werden, weil mit dem 1. Alärz 1904 die bestehenden Verbände zu Ende £el)cn und es möglich jein, daß die bisherigen Preise für Eisen und -Ltahl «richt halten, sondern heruntergehen. Tie Verwendung von hölzernen Schwellen sei gestiegen. Tas Vcrhältms der Verwendurig von Holzschwellen zu Eiseuschwellen betrage 56,7 zrr 43,3 pEt. Ter Alimsler erklärte, bis 1908 seien alle bevorzugter» Strecken mit schweren» Oberbau versehe»». Dresdner Bank. Tie Abschlußziffern der Dresdner Bank, die j(ur Verteilung einer Dividende von 7 Proz. gegen 6 Proz. in» Vorjahr geführt haben, »verder» im allgemeinen günstig beurteilt. Tas Geschält Hai sich nicht nur den» Umfang, sondern auch den» Ertrag nach gehoben. Ob die Abschre»b»mgei» in angemessener Höhe üorgeuommen worden sind, wird einigern»aßcn bezweiselt, andererseits aber doch bezweifelt, daß das Institut den Gebote»» der Vorsicht Genüge getan hat. Alle Kontos, mit Ausnahme des Effekteu- kontoS, haben höhere Erträge gebracht. Daß auf den» letztere»» und de»»» Komortialtonto ein beträchtlicher Ausfall zu verzeichnen ist, kauii, ,v»e die „iZeipj. 91 Rachr." meinen, nicht befonderr Wunder nehmen. Ter Eharaltcr dieses Komos, das fortgefetzten Wechselfällen untermorseii ist, erweist sich aus Öen bedeutenden Abschreibungen, welche jedes Jahr er'orderlich sind. Hcjsifch-Rheint,chcr Bcrgbauverciu Akt.-Ges. In der jüngst siu».gehabten au^eiordenttichen Gci»craloerfaniUlt»mg wurde über den Verkauf der Grube Friedrich fcvie über verfchiedene Bramikohlenmutungen verhaiidelt. Es wr ein Kapital von Alk. 2 024 000 vertreten. Ter Verkauf der 6-ube Friedrich an die Firma Stein u. Co., Kohlen-Großhaudlun in Cassel, wurde akzeptiert. Tie Versammlung nahm von der Verwaltung Kenntnis, gemäß § 240 des H.-G.-B., daß über die Häle des Aktienkapitals verloren ist. ______________________ ZLnivctsttäts-Nuchrtchkn. — Der Professor und Direrlor des ArKologischen Mu» seums an der Universität Jena, Dr. phil. Ferdinand N o a ck hat einen Ruf als ordentlicher Prcessor nach Kiel erhalten an Stelle des verstorbenen Profckors Dr. Milche hoefer. Noack steht im 39. Lebensjahre. En O b e r h e s s e (geb. 1865 zu Holzhausen), studierte Nack in Berlin, Göttingen und Gießen (1885—89) klass.schePhilologie und Archäologie, war im pädagogischen Semtna in Ta.mstadt und Lehraintsakzessisi am Darmstädter neue» Gymnasium. 1893 bis 1894 weilte er als Stipendiat des § deutschen archäologischen Instituts in Griechenland utb Kleinasien. Bon Herbst 1894 an war er Leyramtsassessorin Darmstadt. Nachdem er in Gießen den Doktorgrai erlangt hatte, habilitierte er sich 1896 mit einer Schrift: ,Studien über das Homerische Haus und antike Staütanlagn an der Technischen Hochschule zu Ta.mftadt für klassisch Kunstarchäo- lvgie. Herbst 1898 bis Ostern 1899 war er Inter größerer Ausgrabungen in Alexandrien. 1899 folgte r einem Rufe als Professor für Archäologie und Kuniig jchiete nach Jena. Gerichlssaal. — Das Schwurgericht in Landsberg a.W. verurteilte den Knecht Pose wegen Mordes, begangen an der T i e n st- magd Scherbart in Dorlitz a. O. zum Tode. Pose, der mit der Scherbart em Liebesverhältnis unterhielt, hattedie Leiche der Ermordeten auf freien» Felde verscharrt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt a^. i.um v»cser Rubik stehende»» Artikel übernimmt die Nedattlon dem Publikuit gegenüber keinerlei Verantwortung.) Klein-Linden, bei» 25.Februar. Zur Herstellung der Schulstraße wurde»» v. I. m Herbst die Steine angefahren und die Straße ausgeschachtet. Sit dieser Zeit ruht jegliche Arbeit. Hierdurch sind Zustande eingerelen, welche den Verkehr auf der Straße vollständig ausfchließenund den An- »vohnern z»»r unerträglichen Last werden. Be» »nandtn Anwohner»» ist die Zufahrt zum Hof unmöglich; wenn nur weuijstens em Fußweg für die Passanten hergestellt »oäre. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Herstellung ier Straße bet Mehrere Steuezahler. Krofdorf, den 24. Feb uar 1904. Wem» es in Rodheim a. d. B. Leute gibt, wiche nicht verschmerze»» können, daß Krofdorf anstatt Rodhein Sitz einer Apotheke geworden ist, und jetzt bet der Erichtung einer Filialapotheke in Hohensollns ihrer Wehmut ruieöenm Ausdruck gebet», so braucht das nicht gerade Wiinder zu nehme». Weiß denn aber der Einsender nicht, daß Rodheim vo»» Krosdor nur — sage und schreibe — '/, Stunde, Bieber Stunden entfeint liegt, daß die einzig »mb allein weiterhin noch in Betracht tonmenben Ortschaften Fellingshausen und Crumbach annähernd geiau so weit »rach Krofdorf haben wie nach Rodheim? Wo in aller Welt besteht da eine Notlage?, etna weil die Rodheimer l/t Stunde nach Krofdorf gehen muffen ?, cder weil sie die Medikamente per Bahn von Gießen beziehe»» »nüffa» ? In angenehmerer Lage zu einer Apotheke als Rodheim und die Beivohner des Btebertales dürfte es im ganzen benschen Vater- (anbe nur wenige Ortschaften geben. Man gebe den Leuten die Rezepte in die Hand inb lasse sie ihre Arzneien selbst besorgen, bann wirb man cinfajen, in wie überaus günstiger Lage das Biebertal zu ber Apotheke in Krofdorf sich befindet. Nur ber Druck, welcher bie Emwohner häufig gegen ihren Willen zwingt, ihren Arzneibedarf anbersivo z.» beeten unb bis zu bem Eintreffen ber Arzneien viele Stander zu »varten, haben Unzufriedenheit erregt. Laßt doch den Kranken ihre Freiheit! Alsda»»»» »vird alles vorzüglich gehen und die Unzusiiedenhett sich legen. Auszug Kus den ^tkudesamlsretzchem der Slnit Gießen. Aufgebote. Am 19. Febr. Karl Ewald Theis, Heizer dahier, mit Ida Becker in Aiürgendorf. — 20. Friedrich Korbacher, Schneidermeister in Allertshausen, mit Emma Klara Seifert dahier. — 21. Gustav Hermann Mosig, Fittanz-Aipirant dahier, mit Marie Christina Katharina Aufdermauer in Butzbach. — 23. Peter Margots, Fuhrmann öaliier, mit Margarete Wirth Hierselbst. — Gustav Kull- mann, Bankbeamter in München, mit Clotllde von Kreß, dahier. — 24. Adam Rohn, Postbote dahter, mit Katharine Gertrude Wolff Hierselbst. — August Gottschalk, Gefangeuaufjeher in Butzbach, mit Johanna Bellofs, dahier. — 25. Gustav Franz Hennig, Schriftsetzer dahier, mit Elisabethe Eich in Frankfurt a. Al. — Hermann Deuster, Schreiner dahier, mit Marie Honig in Appenrod. — Friedrich Wilhelm Christian Kurz, Damenichlieider dahier, mit Katharina Chrlstina Jäger Hierselbst. — Friedrich Gustav Witf mann, Gärtner dahier, mit Anna Röhrig, tjierjelbft. Eheschließungen. Am 20. Febr. Heinrich Euler, Zttfchneider dahier, mit Wil- mine Kunz hierselbst. — Siaal Lang, Wärter dahier, mit Anna Christine Henß in Beuern. Geborene. Am 16. Febr. Dem Sanitäts-Feldwebel Karl Bender eine Tochter Elisabeth. — Dem Weichensteller Angelm Keller eine Tochter Anna Maria. — 17. Dem Feldwebel Heinrich Mor» em Sohn. — 20. Den» Schlosser Heinrich Storck cm Sohn Heinrich. — Tem Fabrikanten Karl Georgi ein Sohn. — Dem Kutfcher Josef Emil Georg em Sohn Wilhelm Emil. — 21. Tem Kaufmann Hefekiel Rothfchild eine Tochter Flora. — Tem Postboten pemrtch Schock ein Sohn Heinrich Karl. — stad. phil. Theodor Marsch em Sohn Wadim. — 22. Tem Fabrikarbeiter Karl Schäfer em Sohn Willy Fritz Konrad. — 24. Tem Metzgermeister Philipp Braun ein Sohn. Gestorbene. Am 20 Febr. Walter Riehl, 11 Alte, alt, Sohn des Kellners Ludwig Riehl dahier. — 21. Mathilde Gros, ged. Silbereisen, 66 Jahre alt, Ehefrau des Großh Ortsgerichtsvorstehers Franz Adam Gros dahier. — 23. Anna Katbarme Simon, geb. Elfebach, 69 Jahre alt, Wittwe des Försters Cäfar Simon dahier. — 24. Ludwig Schnabel, 62 Jahre alt, Hausmeister dahier. — 25. Ludivig Wilhelm Plank, 65 Jahre alt, Rentner dahter. — 26. Eltjabethe Pfeil, geb. Enders, 68 Jahre alt, Wittwe des Schreiners Alichael Pfell dahier. Kirüiliche xiiutirichlrt». Evangelische Gemeinde. Montag, den 29. Februar, abends 8 Uhr : Bibel st und» im Kouftrmandenfaal ber Johaniicsktrche. (Galaterbrief Kap. 5. Pfarrer Tr. 91 a u n» a n n. Mittwoch, ben 2. März, abends 6 Uhr: 3. Pafjions- a n b a d) t in ber Johanneskirche. Pfarrer Tr. Naumann. $frifi!ia|lrn ün llroukih-n. (Anonyme Anfragen bleiben nnberüikstchrigt.) Reichstag. Es gibt nur den Retchstagsabg. Rich. Eickhoff, fr. Vp., Vroiehor am Realgymnasium zu Remfcheid, Berit»» W., Lmkstr. 33 34. Xft u <3 S u Ä cn o C E c p c" o 05 «s> o jQ a y 75 JD c u o 75 Q- ei> c c c K i; ►8' A «c?Z 3 -b w o yo 'S C »ff M CD C £ 3 .E s « ar» 3 M £_• co jO e ä c Jo tzl — - >ff S LK £ c oo G CD o E G -1 O = >b ’f v o CO o »c —< SZ g 5 «-» A tSS s i 8> XL - § w G C C C o X) D «> M CD «1 CM o ar» 2 « zj s (n « eg 'S x> »ff g.s o e*" x> jO G § •ID o 1 ?g .2 5 K W «U- f o< C3 •§"•£ C? S c O ’C >b c «C- 3 E » .-2 sä 5 c —< G5 O *-* *- 's S ’S iä p. — x> g:2 2 A Ä, «D £ C >b L JO jO 2 «2 u -•- « £ -x § «®* <% jO E U G 2 8" Jo o»2b C ■- '< U, = C g J5 . . 5 GN^to *o §> o 2-*° £ =O >- G E - (9 M R 99 •• A " c c 3 c ° .5 c K " E w E -G- X" o «t r es o S T X) M gs sO *2 Äs N N 8 8 2 N £»■ «D 3 C -1« O 05 - 05 TI» .ts cQ on O sO o er. c 6^ £ L «i o c — :p ES cr^ 2 O io «r> O § _ jO - e s O "E" K » o G - G E % — G , G C O O X 05 « » rn a G. .Ne o K « E £ C-f c x> - ZL G ■sS ~ o E& c <— 3 *• u» *3 -o -S" « C-* «—» Cd 1-1 90 G 05 *. o 3 S 2s CD «£ 05 §=^^ "H GS5 ZL. AÄZ " s .st- Ä o g ff _; J O iD E TD jO‘5 o 05 CT © T-< c-i >- -2 1-1 1—1 c 04 N CD « "2 S ° XD G o CO -> .2: S-> E o G# jO b ■St Hierdurch erlauben wir uns die ergebene Anzeige zu machen, dass wir in Gleesen Marktplatz L8 einen Laden eröffnet haben. Färberei Gebr. Höver .- chem. Wasch-Anstalt ■ Bedeutendstes Etablissement dieser Branche in Mitteldeutschland. Gleichzeitig empfehlen wir unsere Anstalt zum ■ ■ chem. Keinigen und Färben von Herren-Kleidern, Damen- und Kinder-Garderoben x X X X von wollenen und seidenen Vorhängen und Gardinen aller Art X X von Teppichen, Fellen und Möbelstoffen XXXXXXXX von Decken, echten Spitzen, Handschuhen, Federn ete. eU. X X X Soli: 905 Chor: aus Giessen. & o. 80- Mickel, Oberamtsrichter. 1986 Grotzh. Direktion: Dr. Rausch. 1831 Gießen, ben 26. Februar 190-$. Der Vorstand. 365 Stangen IV. bis VI. Kl. 1877 01003 tannen und Wannen re. 1836 65 600 1400 6070 62 1 2 1 2 Glessen Kirchen platt 4. Gießen, den 26. Febr. 1904. Der Gerichtsschreiber 37,09 fm haltend, Fichten - Reisstangen, 20,83 fm haltend. B. Brennholz, rm Nadelknüppel, Grünberg, den 27. Februar 1904. Für den Vorstand des hessischen Sparkaffen-VerbändeS: Buchen-Wellen Eichen- v Nadel- , rm Nadelftöcke. Offenbach a. M. Hcrrnstraass 3. Kg. (2 „ (4 . (2 . (4 Statt besonderer Anzeige. Martha Rosenbaum Nathan Grünewald Verlobte. Zur Vornahme der in Artikel 3, Absatz 4, des Gesetzes 20021 über die öffentlichen Sparkassen vom 8. August 1902 vor- geschriebenen Prüfungen wird ein geeigneter Revisor gesucht. Geeignete Bewerber werden gebeten, sich unter Angabe ihrer Ansprüche bei dem Unterzeichneten zu melden. Herr Adoli Müller, Konzertsänger aus Frankfurt a. M. (Bass). Herr Fritz Baesermann aus Frankfurt a. M. (Violine) Der Adademische Gesangverein Der Evangelische Kirchengesangverein Die Evangelische Knabenchorschule Fräulein Anna Münch, Konzertsängerin aus Gera (Sopran). Fräulein Agnes Leydhecker, Konzertsängerin aus Berlin(Alt). Herr Hans Buff-Giessen, Kammersänger aus Dresden fl’enor). Herr Professor Otto Besser-Freitag, Konzertsänger aus Stuttgart (Bariton). Geilshausen, den 29. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. Großherzogliches Standesamt Gießen. I. V.: Lurschrnann. Hühvrrsteigerung ' Donnerstag den 3. März 1904, von vormittags 9>/2 Uhr an, soll in dem Anne« röder Gemeindewald in den Abteilungen 13 Langmos, 19 Hute und 24 Bauernholz folgendes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 72 Fichtenstämme, 13—22 cm Durchmesser, 8—15m lang, 16,70 Im haltend, 760 Fichten-Derbstangen, Echte amerikanische AlLnsLreLs sogenannte Neger-Sklaven. 01002 Auftreten des hier beliebten Kunstschützen TCXaS-TOX usm. Mobilicn-Verstcigcrung Mitimch ta 2. März 1904, «chnliitW 2 llhl, im Gasthaus zum Pfau (Neustadt 55): 2 vollständige, neue Betten, 2 Kleiderschränke, 3 Sofas, 3 Dtzd. Stühle, Tische, Waschtische, Nähtisch, Schreib- sekrctär, 1 Petroleumofen, 50 Flaschen Wein, Kognak, Zigarren. Die Gegenstände können von 11 Uhr vormittags an- gesehen werden. 1955 Autztjolz-Ierkauf in der Obersörsterei Brandoberndorf. Orchester: Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm“, wie andere hiesige und auswärtige Künstler. Orgel: Herr Organist Otto Görlach aus Giessen. ÜWF Eintrittskarten: Altarplatz 4 Mk., Sperrsitz 3 Lik., unnummerierter Platz 2 Lik. nur bei Herrn E. Challier. Studentenkarteu zu 1 Lik. auch bei Herrn Hausverwalter Stork im Kollegiengebäude. 1ö63 Hauptprobe Donnerstag, den 3. März 1904, nachmittags 5 Uhr. Eintrittskarten 1 Lik., Schülerkarten 50 Pfg. bei Herrn E. Ch allier. Verband der Aar- unk Leihkassen im Kroßherzogtum Kessen. Samstag den 5. März er., vormittags 10 Uhr, auf öem Rathause zu Cleeberg: A. Staatswald: Distrikt Sank- hard und Gönsrod, Schutzbezirk Hasselborn, Distrikt Streitwald und Einhäuserfeld, Schutzbezirk Cleeberg, Eichen: 79 Stämme II. bis IV. Kl., Schneide-, Bau- und Wcrkholz- stämme mit 77,08 Im. B. Gemeindewald Cleeberg: Aus Holzverkanf. Die Gemeinde Daubringen beabsichtigt khr Stammholz, bestehend in B. Gemeindewald Cleeberg: Aus den Distrikten Kühunner, Altewald, Mohrswald, Markwald sowie Tot.: Eichen: 168 Bau- und Werkholzstämme II. bis V. Kl. mit 86,68 tm, 45 Stangen L Kl., 29 rm Nutzscheit und Knüppel, teils 2,4 m lang. Buchen: 5 Stämme mit 3,57 fm. Weichholz: 2 Stämme mit 0,32 fm. Nadelholz: 187 Stämme nut 56,07 fm, 263 Stangen I. bis III. Kl., Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes Oppen- röder-Weg Müllerweg. Annerod, d. 26. Febr. 1904. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1966 Freitag den 4. März 1904, nachmittags 5 Uhr: in der Stadtkirche zu G-iessen veranstaltet von dem Akademischen Gesangverein unter Mitwirkung des Evangelischen Klrcheugesangvereins. Joh. Seb. Bachs Passions-Musik nach dem Evangelisten Matthäus für Soli, Doppelchor, Knabenchor, Orchester und Orgel. Mitwirkende: Dirigent: Herr Akad. Musikdirektor G. Trautmann. AeinWen-Bezugs-GeseWst Achen. Wir ersuchen unsere Mitglieder, die Bestellscheine bis zum 10. März ausgefüllt an den Vorsitzenden, Herrn A. Dtckord, Schanzenstraße 8, zurückzugeben, andernfalls auf rechtzeitige Lieferung der bestellten Kohlen nicht gerechnet werden kann. Mitglieder, welche Brauukohleu-Brtkettö (Grube Friedrich) oder Anthracit-RußbritettS wünschen, wollen diese ebenfalls unter Angabe der Sorte, utib nicht weiger als 25 Zentner, bis zum obigen Termin bestellen. 1910 Krotpreijc vom 28. Februar bis 13. März 1904. Der hiesigen Bäcker. Pfd.) Tafelbrot — 1 itg. (2 Psi).) Schwarzbrot , ) » — „ 2 , (4 „ ) „ ) Weißbrot 26 , 8 , (6 , ) „ ■ ) v 62 , 1 r (2 , ) Kornbrot 3 v (4 , ) , Der auswärtigen Bäcker. Ceny’s Bierkellev. Heute, Montag den 29. Februar 1904 und folgende Tage: Kroße Herstellungen der berühmten mexikanischen Texas Tex-Truppe Auftreten der grüßten exotischen Kapazitäten sowie anderer Spezialitäten. zu Gießen. Die Anmeldungen der für das Schuljahr 1904/05 neu aufzunehmenden Schüler werden an folgenden Tagen, jedesmal vormittags 10—12 Uhr, in dem Schulgebäude entgegengenommen: a) für das Realgymnasium und die Realschule: Donnerstag den 3., Freitag den 4., Donnerstag den 17. und Freitag den 18. März, b) für die Borschule: Donnerstag den 10. März. Bei der Anmeldung sind Geburtsschein und Impfschein (bei Knaben über 12 Jahren die Bescheinigung der zweiten Impfung) und von Schülern, die seither eine andere Schule besuchten,ein von dieser ausgestelltes Abgangszeugnis vorzulegen Gr. Technische Hochschule zu Darmstadt Abteilungen für Architektur, Ingenieur wesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie (Elektrochemie und Pharmacie), Allgemeine Abteilung (insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften), Kursus für Geometer I. Klasse. Prüfungen zur Erteilung des Grades eines Diplom-Ingenieurs und der Würde eines Doktor-Ingenieurs. Besondere Prüfung für Ausländer, Reichsprüfung für Pharmaceuten und Nahrungsmittel-Chemiker. ^Staatsprüfungen im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbau-Fache (Gegenseitige Anerkennung der Vor- und ersten Hauptprüfung in Hessen und Preussen). Zulassung der Studierenden zu den Staatsprüfungen im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbau-Fache in allen deutschen Bundesstaaten. Beginn des Studiums im Herbst oder zu Ostern. Aufnahmen vom 12. April an. Beginn des Unterrichts 19. April. Programme gegen Einsendung von 60 Pfg. [1990] Das Rektorat. 2 Eichenstämmen mit 2,06 fm, 138 Nadelstämmen „ 51,89 „ tm Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Kaufliebhaber wollen ihre Angebote bis zum Samstag den 5. März l. ÄS. bei unterzeichneter Bürgermeisterei schriftlich einreichen. Gegen Stellung sicherer Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. November l. I. gestattet. Die Eichenstämme werden besonders behandelt. Daubringen, am 24. Februar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1903 HilldLucher Warenlager WetzstmSr. 45 E. Seuling WrWnstr. 45 Billigste Ansnahmepreise für sämtliche Küchen- und Haushaltungs-Geräte in Emaille, Porzellan, Glas und Steingut. Oroge Auswahl in emaill. Kochtöpfen, Eimern, Teigschüsseln, Kaffee- 72 , I Allendorf a. Lahn e. G. m. ' u. eingetragen: Landwirt ’ 'Ludwig Volk XIV. daselbst ist an Stelle deS Ludwig Stengel zum Vorstand gewählt. [1982 Gießen, am 26. Febr. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. •________________________________________________________________________•__________________________________________________________________________._____________________________________________ Nutzholz-Versteigerung. Donnerstag den 10. März l. F., Beginn vormittags 10 Uhr, werden m Ebersgöns bei Wirt Wilhelm auS den 1947 l Gemeindewaldungen von Ebersgöns, Oberkleen und Nieder- Holz-Submission. "'X*! Ä «... „ In den Waldungen der Gemeinde Geilshausen soll H. Kl. = 17,28 Fstm., 170 Stämme HI. und nachstehendes Schnitt- und Bauholz auf Submission vergeben IV. Kl. = 83,31 Fstm.; 15 Stangen I. und werden: II. Kl. und 25 Rm. Nutzholz. 1) 7 Eichen-Schnittstämme von 38 bis 49 cm mittl. Durch- Buchen: 1 Stamm II. Kl. = 2,29 Fstm. . Messer — 11,04 fm; Nadelholz: 192 Stämme III. und IV. Kl. ---- 67,57 Fstm., 2) 32 Eichen-Bau- und Nutzholz-Stämme von 20 bis 35 cm 221 Stangen I., II. und III. Kl., 100 Stangen mittl. Durchm. — 15,21 Im; IV. und V. Kl. und 235 Rm. Nutzholz. L) 1 Bickenstamm, 29 cm mittl. Durchm., 10 m lang. I Die Herren Förster Müller zu Niederkleen und^Apel zu Die Offerten sind in verschlossenem und portofreiem Oberkleen werden die Hölzer auf Verlangen den Kauf- Schreiben mit der Aufschrift „Holz-Submission* bis spätestens lustigen zeigen. Donnerstag den S. März bei der Gr. Bürgermeisterei Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar) den 27. Februar 1904. Geilshausen emzureichen. Die Eröffnung erfolgt an demselben 199g ° Tage, nachmittags 2 Uhr, in Gegenwart der etwa erschie-' 4)00 Bürgermeisteramt, neuen Bieter. Die Gebote sind getrennt und nach jeder Holzart einzureichen. Das Holz wird auf Wunsch im Walde vorgezeigt. Bekanntmachung. In das Genosscnschafts- 24^ register wurde heute bezüglich 48 „ des „landw. Konstimvereins Spezial-Geschäft für 1221 Taschen- n. Wecker-Uhren, Uhr-Ketten. Carl Geismar, Uhrmacher GchulsiraLc 5._______________________Schulstraste 5. Für Gesunde wnb Kranke. Für Erwachsene und^iuder Simons-Brot (Malz-Ä»r«brot) Höchst schmackhaft, nahrhaft und leicht verdaulich stets ftisch zu haben bei 8057 ^eorg Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. Achtung! Unwiderruflich Ziehung schon am 5. März 1904! Bar Geld! £ d«r Grossen Bad. Roten Kreuz-Lotterie UI h Lose nur 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Porto und Liste 25 Pfg. Ä 3388 Geldgew. = A 44 000; Hauptgew. A 15 000, A 5000. I Äur Bar Geld, ohne Abzug auszahlbar! Lo*e versendet d. General-Debit J. Stürmer, Strassburg I. E., Langstr. 107. und alle bekannten Losgeschäfte. 1742 ■ 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 23 4 22. Fabel, Wieseck ... 25 W.Stemniüller, Lang-Göns 24 „ L. Sleiumüller, Gr.-Linden 25 Hetnr. Weber, Heuchelheun 25 „ Karl Post, Wieseck ... 26 W. Weitzel, Lang-Göns . . 25 „ W. Lem, Klein-Linden . . 26 „ । A----- Konkursverfahren. Loms Süßmulh, Sleinberg 46 „ W. Weitzel, Lang-GönS . . 50 Zn dem Konkursverfahren ^"6'Gülis 48 , Heinr. Weber, Heuchelheim 5u „ ! über daS Vermögen des Her- Jakob Appel, Krofdorf . .50, Karl Post, Wiefeck . . . 52 „ nidntt d-ßiete itt L Sleinmüller, Grinden 50 . W. Lcm, Klein-Linden . .52," \tt 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bet: L a Georg Dern 1 ., Gr.-Linden 21 Hch. Weber, Heuchelheim 22 Rechnung des Verwalters, zur Ferd. Weiß, Grünmgen . 22 , L. Steimnüller, Gr.-Linden 22 ' Erhebung von Einwendungen W. Weitzel Lang-Gons. . 22 „ W. Letn, Klem°Linden . . 24 , gegen das Schlusiverzeichnis W. Stenn nuller, Lang-Gons 22, J ® . • b Verteiluna ru be- a 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: ? 3 ° Louis Süßmulh, Steinberg 42 Heinr. Weber, Heuchelheim 4-4 rückstchttgenden Forderungen Georg Dern 11.. Gr.-Linden 42 „ XI. Steinnüiller, Gr.-Linden 44 * — und zur Beschlußfassung Aakob Appel, Krofdorf . . 42 „ Karl Post, Wieseck . . . 44 , der Gläubiger über die nicht Krd. Diem Grünmgen .44,, Karl Spamer, Reiskirchen ^„ verwertbaren Vermöoensstücke W. We.tzel, Lang-Go.rs. . 44 „ W. Lem, KleimLtnden . .48 verwerroaren -Lermögensstucte W.Steuunüller, Lang-Göns 44 „ — so>vie zur Anhörung der 27, Kilogramm (5 Pfund) Schwarzbrot bei: Gläubiger über die Erstattung Louis Süßmurh, Steinberg 52 der Auslagen und die Geir r m mFittiI^Qtanun Schwarzbrot bei: Währung einer Vergütung an K°rl Poft, W.el^ . . . N « mM Wieftck . . . 66 , bic Mitglieder des Gläubiger. _ 1 Htlofltamm (2 Pfund) Kornbrot bei: ausscbusses — her KckluÜ. Karl Spamer, Reiskirchen 44 W. Schimniel, Kinzenb. M. 44L Der Brotverkäufer: termm äuf Samstag den 26. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern, außer bei Heinrich 1904, vormittags 10 Uhr, Frebel LL, 1 Kg. Schwarzbrot 24 Pfg., 2 Kg. Schwarzbrot 44 Pfg. vor dem Grosiherzogl. Amts- Gießen, den 26. Februar 1904. Igerichte Hierselbst — Zimmer Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Nr. 18 — bestimmt. In —--------------------- I diesem Termin werden auch bie nachträglich angemeldeten ms V Forderungen geprüft. [1984 Bei den bevorstehenden Aufnahmen von Kindern in höhere * Lehranstalten ist bei der Anmeldung unter anderem auch ein Geburtsschein vorzulegen. Da sich ersahriingsgemäß die Gesuche,. - - - um Ausnellnng von Geburtsurtunden kurz vor dem Schulbegtnii Gcoßherzogl. Amtsgerichts, derart häufen, daß uiiliebsa>ne Verzögerungell nicht zu oerineiöen 1 finö, so ersuchen wir die Jmeressenlen, die Alisstellung von Geburls° urkunden jetzt Ichon bei der unterzeichneten Behörde zu beantragen. Die Gebühr für jeden Geburtsschein betragt 50 Pfg. Gießen, am 26. Februar 1904.