Nr. 24 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Freitag 29. Januar 1904 Erschein tögfld, mi' Ausnahme deS Sonntags. Du „Sietzen».. Lamillenblätter- werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich betgelcgt Der »Hesplche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger Verantwortlich für de» allgemeine» Teür P. Wrilko-. für bat Anzeigenteck: H. Deck. Rotationsdruck und Verlag der Brühl Ich« UmverfilätSdruckerei (Pietsch EndenDietz«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. 1 Kie heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Kie KchLLerfkk-ueuz der KMsschutLLassr». Wir erhalte« folgende Zuschrift: Nach Artikel 3 des hessischen VoksschulgesetzeS ♦Ott 1874 soll die Höchstzahl der Schüler einer Klasse 80 betragen, nur unter besonderen Umständen Eönnea einem Lehrer bis zu 100 Kinder zum Unterricht zugewiesen werden. Für die höheren Schulen Hessens find gesetzliche Bestimmung« über die Maximalschülerzahl einer Klasse nicht erlassen, im Allgemeinen gilt für die unteren Klassen dieser Schul« als Maximalziffer, entsprechend den preußischen Verordnungen, die Zahl 50, dre auch nur selten überschritten wird. Die sozialdemokratische Fraktion der zweiten heffischen Kammer hat einen Anlcag auf Abänderung dieses Artikels 3 gestellt und fordert, daß als Höchstzahl der Schüler einer Klasse 40 bestimmt, und daß nur ausnahmsweise bis zu eurer Klasjenfrequenz von 60 geschritten werde. Dieser Anttag liegt dem Ausschuß zur Beratung vor. Nach Mitteilung der , Franks. Ztg." vom 22. Januar 1904 läßt die Schulabteilung durch die Kreisschulmspektion eben Material santmeln, um nachzuweisen, wie sich die dermalige durchschnittliche Höchstzahl zu der gestellten Forderung verhält, und welche Anforderungen Staat und Gemeinde angesonnen werden müßten, um jenem Antrag vollkommen zu entsprechen. Nach Ansicht der ,Frkf. Ztg." werde hierbei der noch be- stehende Lehrermangel Verwertung finden, es sei aber zu beachten, daß durch Errichtung von einzelnen Parallelklassen an Präparandenanstalten und Seminaren und durch das in Darrnstadt neu errichtete Lehrerinnen- semi na r bald kein Mangel mehr bestehen werde. Gegenüber diesem Antrag und den daran geknüpften Bemerkung« dürfte es von Interesse sein, einmal festzustellen, wie dre tatsächlichen Verhältnisse im Jahre 1903 lagen. Es bestanden im Frühjahr 1903 im Großherzogin« 479 einklassige 238 zwelllassige 114 drelllassige 76 viertlnsssge 79 mehrklafsige insgesamt 986 Volksschule«. In diesen Vottsschulen wurd« 173 980 Schulkinder in rund 2800 Klass« von 2912 Lehrern (einschließlich 295 Lehrerinnen) unterrichtet, so daß die durchschnittliche Klaffen- frequenz rund 62 Schüler beträgt. Wenn die durchschnittliche Schülerzahl einer Klaffe nur 40 betrag« sollte, so müßt« diese 173 930 Schulkinder m etwa 4 350 Klaffen unterrichtet werden, es hätte also die unbedingte Annahme des sozialdemokratisch« Antrags eine ungeheuere Vemehrung der Lehrrestell« zur Folge. Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung ergrebt sich auch aus der Betrachtung der Schülervertellung in den einklassigen Volksschulen, die nur eliva 15% aller Schulkinder des Landes aufnehm«. Der hessische Lehrerkal«der für 1904 gibt für diese einklassig« Schul« des Landes genauere Zahlen. ES hatt« 1903: 135 einklassige Volksschulen 1 bis 40 Schüler 85 . 41 , 50 68 , bl , 60 78 , , 61 , 70 56 , . , 71 , 80 36 , 81 , 90 16 , 91 , 100 7 r , 101 „ 130 „ Diese Zahlen beweisen, daß tatsächlich eine große Anzahl von Schulen und Klassen überfüllt ist und daß die Tendenz des sozialdemokratischen Antrags durchaus berechtigt ist. Der Zweck des Antrags wurde aber auch durch seine Annahme nie erreicht, ganz abgeseh« davon, daß die daniit verbundene sinanzielle Mehrbelastung gar nicht auf einmal, sondern erst allmählich Staat und Gemeinde angesonnen werden könnte. Es ist einfach unmöglich, in absehbarer Zeit die Lehrkräfte zur Verfügung zu stell«, die mtt der Verwirklichung dieses Antrags notwendig wurden. Es ist ja richtig, daß der m jüngster Zeit etwas größer gewordene Andrang zur Lehcerlaufbahn die Errichtung einzelner Parallelklassen in b« Präparandenanstalten und Seminar« für das Schuljahr 1904/5 bedingt und vielleicht die Schaffung eines neuen Seminars zur Folge haben wird, zunächst aber ist mit der Tatsache zu rechnen, daß pro Jahr nur etwa 100„ Abiturient« die Seminare verlassen und daß die allmähliche — aber geringe — Vermehrung dieser Zahl die Erfüllung jener idealen Forderung nicht gestattet, zumal wenn man bedenkt, daß doch auch mit einer natürlichen Vermehrung der Zahl der schulpstichtigen Kinder zu rechnen ist. In einer sehr intereffanten Arbeit (Beilage zu Nr. 6 der Darmst. Ztg. vom 5. Januar 1904) hat zwar Regierungsrat Knöpfel Darrnstadt den statistischen Nachweis und die Erklärung für die auf den erst« Blick auffallende Tatsache geliefert, daß trotz fortwährender Zunnahme der Gesamtbevölkerung die Schülerzahl bald Abnahme, bald Zunahme zeigt, so daß z. B. die Abnahme der schulpflichtigen Kinder in dem Jahrzehnt 1885/1895 10 000 betragen hat, gleichzeitig aber ist dort der Nachweis geführt, daß die nächsten fünf Jahre d« Volksschulen des Großherzogtums eine Zunahme von schulpflichtig« Kindern bringen wird, die nach einer ausgestellt« Tabelle jährlich zwischen 4000 und 6500 schwankt. Alle diese Zahl« beweff«, baß der sozialdemokratische Antrag erfolglos bleiben muß, wenn er nicht die allgemeine Faffung erhätt, wonach die Regierung etwa aufgefordert wird, dre dring«d notrvendige Herabminderung der Klaffen- ftequenz herbeizuführ«, soweit es durch Anstellung der vorhanden« Lehrkräfte möglich stt. Britische Tagesschau. Ans dem Reichstage. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt imtcrni 28. Januar: Ter Verlust, den die Freisinnige Vereinigung durch den Tod des früheren Abg. Roesicke-Tessau erlitten hat, macht sich bei der diesjährigen sozialpolitischen Debatte bemerkbar. Abg. Goth ein, den diese Gruppe ans Redner- pntt entsandte, ist weniger Sozial- als Lrärtschaftspolittter, und seine ausgedehnte krttische Erörterung, die er vor nahezu leeren Bänken vom Stapel ließ, zeigte demgemäß starke Wirtschaftspolttische Schlaglichter. So forderte er u. a. die Veranstaltung einer Enquete über die Notlage der Landwirtschaft. Zum Schluß regte er unter Berufung auf deu Fürsten Hühenlohe an, einige Sozialdemokra ten versuchsweise in die Regierung zu berufen; gegen die lleberttaguug des Justizportefeuilles an den redewütigen Herrn Stadthagen hatte aber auch Abg. Gothein Bedenken. Zu einem parlameutarifchen Ereignis gestaltete sich das erste Auftreten des Abg. Korf an ty, desj«igen Polen, besten Wahl in Oberschleji« — gegen den Zentrumsveteran Letocha — bekauntlich unter blutigen Krawatten ei folgte. Vom Fanatiker hat Korsanty äußerlich nichts an sich: eine schlanke, barttose, blondgelockte Jünglings gestalt mit sanstbliaenden Augen, die von Zett zu Zett zur Tribüne Hinaufschweis«, wo die unlängst angettaute Gattin Zeuge des parlamentarischen Tebüts sein wollte. Höchst eisensresserisch aber gab sich Lvrsanty in dem, was er jagte. Es ging besonders d« präsidierenden Grafen Ballestrem in seiner Eigenschaft als Grubenbesitzer an, denn der Redner schilderte die Lage der polnischen Arbetter Oberschlesiens und ihre Behandlung durch die deutschen Unternehmer in den düstersten Farben. Ter Satz,chie Menschenwürde der polnischen Arbeiter wird mit Füßen getreten" kehrte wohl ein dutzeud Mal in der Rede wieder. Taß an der preußisck>en Regierung kein gutes Haar blieb, versteht sich von selbst, und der Pole erging sich schließlich in so starken Ausdrücken, daß Graf Ballestrem ihn mtt den bezeictMenden Worten zurechtwies: „Derartiges ist im deutschen Reichstag nicht Sitte!" Die „Wasserpolen" werden gleichwohl in helles Entzücken geraten, wenn die Rede als politisches Flugblatt in ihre Hände flattert, zu welchem Zweck sie auch am Ende gehalten wurde. In einem anderen jungen Ehemann, dem Abg. Tr. Müller-Meiuiugen (fr. Vp.), erstand deu politischen Rechtsforderungeu der Frauen (Vereins- und Bersammtungsrecht) ein beredter Anwalt. Tr. Müller spitzte sem Plaidoyer zu auf eine Kritik des Verhaltens der Hamburger Partei gegenüber einer bekannten Frauenrechtterin und provozierte dadurch einen Vertreter der hamburgischen Regierung, Tr. Schäfer, der sich mtt den sittenpolizeilichen Verhältnissen der .Hanse" fladt des Laug« und Bretten beschäfugte. lluierschieo sich), die Rede inhaltlich von allen bisherigen, jo noch mehr^ die .Haltung Dc. Schäfers von dem der anderen Redner., Ter Vertreter Hamburgs sprach völlig frei ,Pm Spaziereu- gehu"; er wandelte unablässig auf der Estrade hm und her, die HLnde in die Laschen gesenkt, mtt kühler Ruhe auf alle Zurufe eingehend, dw in den Rech« der Sozialdemokraten laut wurden. Ein ungewöhnliches Schauspiel. Das unerquickliche Thema ist Übrigens damtt naht abgetan: der Abgeordnete für Hamburg, Bebel, will daraus zu- rückkommeu. Ter ereignisreiche Tag brachte noch die nu- vermeidliche endlose Rede des Abg. Wurm (Soz.P der beiläufig i>« agrarisch an geleuchten ,genossen" Lchipvel von den Schößen des offiziell« Parteirocks abschüttelte, and ein Resümee des Graf« Posadowsky,iu der u. a. deu Frauen geraten wurde, die Hände von der Politik zu lassen, und der wilde Pole Korf auch ein« lall« Was,erstrahl verabjolgt erhielt. Ker jUifftanO der «Hereros. Wie die Slot Ztg. berichtet, ist nach einer telegraphisch« Mitteilung deS General-Konsuls in Kapstadt über die gefährliche Lage und angeblichen Greuel m dem Gebiet «Kuust rmv ^ztteratur. — Karl Emil Franzos ist am 28. d. M. in Berlin g e st o r b e u. Franzos war 1848 in einem russischen Forst- hause an der rnssiscy?-'ö,tLrr'eich>ischien Grenze geboren. Nach groß« Reisen durch Europa, Kleinasien und Egypten liey er sich in Wien nieder und lettete dort die „Neue Jllustt. Ztg." Scit 1887 lebte er dauernd in Berlin. Ter Heimgegangene wirkte namentlich durch seine scharfe Austassung und anziehende Wiedergabe kulturgeschichtlicher Bilder. Eine große Anzahl Romane und Novellen, von denen mehrere in seiner östlich« Heimat spiel«, Hatter gesck)rie- ben. Zuletzt gab er eine Zeitschrift unter dein Titel „Dtsch Dichtung" heraus, die auch in Hessen Mitarbeiter hatte. Meyers Großes Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148000 Artttel und Verweisung« auf über 18 240 Setten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plan« im Text und auf über 1400 Jlluftrationstcsteln (darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartendellagen), sowie 130 Textbettagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mk. (Verlag des Bibliographischen Jnsti- tuts iu Leipzig und Wien.) — Bielsettiglett ist das Charak- teristtsche jedes enzyklopädischen Wertes; aber damit eine Gr und lichte tt und bis in die neueste Gegenwart reichende Genauigkeit in allen Fragen zu verbinden, ist eine sehr schwere Aufgabe, zumal wenn es sich um Mwteri« handelt, bei fast täglich neue lleberraschnug« bringen uiu Gelehrte und Pratiiter in Atem halten, um das gewonnene Wißen in licyter Weise d« neuen Errungenschaften anzupassen und damit den Anforderungen des praktischen Lebens gerecht werd« zu können. Sv ist es mit der Elektrizität, die in den letzten Jahr« eine Fülle von neuen Erfahrungen fast in jeder Sichtung aufweist, kvie kaum ein anderes Gebiet. Um über diese Materie einen klaren Einblick zu bekommen, in allen praktischen Anwendungen vertraut zu werd«, dafür ist der vorliegende, soeben erschienene o. Baud von Meyers Großem inversatiolls-Lexikon trefflich geeignet. Wir fteheu im Zeitaller der Technik und Natur- tvisjenschckfteu, beshail) ist es wohl berechtigt, aus die diesen Gebiet« angehörenden Artikel in erster Linie hinzuweisen, bett» Orgtägllch treten unbewußt und bewußt Hunderte von Frag« über all die technischen Einrichtungen im praktisch« Leben an uns heran, die durch eine sachgemäße kurze Orientierung im Großen Meyer völlig geklärt werden, wobei ein geradezu glänzender Jllustrativnsapparat, der gerade in diesem Band für die Verständlichung des technischen Gebiets besonders reich ausgebildet ist, uns bestens unterstützt. Tas elektrische Licht, die mannigfach: Anwendung der Elettrizität in der Maschinentechnik, die Elettrolyse, die hervorragenden Errungenschaften auf dem Gebiet der elektrischen Schnellbahnen und der drcchtllHen Telegraphie, das Eisenbahnwesen rc. rc., darauf werfen wir nur Stteif- lichter, die in der Fülle des Geboten« nur zur Orientierung bi«en sollen. Geographie, StÄrte- und Länderkunde sind gleichfalls hervorragend vertreten durch die Artikel „Donau", Elbe, Ecuador, Erde, Dresden, Elberfeld, England, Ediu- burg, Dortmund, Artikel, die sowohl rein geographisch- natuttviss«schaftlich als wirtschaftlich Gediegenes bringen. Sehr interessant sind auch die dem Gebiet der Wirtschaftskunde angehörigen Artttel über das Eisenbahnwesen, das Verkehrswesen, die Versicherung, Verwaltung, die Hygiene usw. 31/2 Bogen sind dem Eisen, der Gewinnung, Verhüttung und weiteren Verarbeitung bis zur himmelstür- meuden Konstruktion des Skyskrapers und des Eiffelturms gewidmet. T« m«schlichen Körper und fein Entstehen insbesondere betteff en die von ttesflichen Tafeln begleiteten Abbandlungeu: Eingeweide, Embryo, El, Entwickelungsgeschichte, Epidermis, die ihm drohenden Gefahren und deren sanitäre Abwendung die Artttel: Diphtherie, Eiterung, Entzündung, Epidemie, Erblichkeit und Elektrotherapie. Für die literarische Bildung sorgen neben zahlreichen Biographien die Sammelarrilel: Engl.sche ^Ueralui und Englische Sprache, ferner: Trama, Epos und Edda; die letzten drei Artikel lass« allerdings manches zu wünsch« übrig. Ter Kunst gehört der Artttel „Emailmalerei" mit schöner Farberttasel an. Auch der Landwirt zieht fernen Borteil aus dsm Werk durch Studium der Rrrikel: Trai- nage, Dreschmaschine, Düngung, Düngerstremrmschinen, Elektromotoren, England (Ackerbau, Biehzuchl), Enten, Entwässerung, Erdarbeiten, während die Artttel: Eigentum, Erbrecht, Erbpacht, Tommre, Enteignung, Einkommensteuer, Ehe, Eherecht :c. für alle sozialen Klassen von größtem Interesse sind, zumal gerade hierüber durch Einjuyrung des bürgerlichen Gesetzbuches und anderer Gesetze noch im Bott große Unklarheit herrscht. Taß die Jllusttierung auch dieses Bandes mustergillig ist, ließ sich nach den bisherig« Er- sahrung« nicht anders erwarten. Aber die Erloartung ist beinahe überttvffen Word«; namentlich in Hvlzschnitt- tafelu, deren Zahl sich gegenüber der fünften Auflage um 23 vermehrt hat, ist füx die verschieden« der Elektrizttät angehöreuden Artikel Hervorragendes geleistet worden. Prächtig und meisterhaft hergestelll sind auch die Kunstblätter zum Artikel „Entwicklungsgeschichte". Sie gehör« AU den feinsten Druckerzeugnissen, die bisher geliefert wurden. Alles in allem, der 5. Baud ist wiederum ein prächtiges Werk, auf das die deutsche Literatur stolz sein darf. — In Servass' Meifl-Diogratzyie findet sich der Satz: „Es war etwas von wildem, gähreudem Hunn«blut in ihm, etwas prachtvoll-selbstbewuftt Barbarisches, etwas TionhsischLs." Unabhängig von Servaes und vor ihm hat beretts Helene Zirnpel das dionysische Element im Leben und in der Dichtung des Schöpfers der „P«thesilea"^ und des „Amphttryon" eriamit und in einem geistreichen und tiefeindringenden Essay beleuchtet, der freilich erst nach geraumer Zett aus dem. Manuskript d« Weg in die Oessentlichkett gefunden hat. Ter Aufsatz, der im Februarheft der Monatsschrift „Nord und Süd" (Breslau, Schlesische Verlagsanflalt v. S. Schotrlaender) erschien« ist, führt aus, wie ,cher dionysische Strahl, bis ins 23er» borgende das Geheimnis von Kleists Schassen und 2Dollen duiu-ziiteri, sein Leben verklärt und sein Sterb« mit lichtem Sck-ein krönt, gleich der Rosen^ranzkrone Zarathustras". Großem Jnterefte wird im Februar he ft von „Nord und Sud" sodann der Aufsatz über den al5 Gesandter in Berlin lebenden griechischen Dicyter KKon Rangabe begegnen, dess« Lebenssttd Karl Maae malt. Das Fedrucnchest von „Nord und Süd" bringt ferner eine polttifche Bettachtung von Hugo Jacobi: Innerhalb nnd a-ußerhalb der Verfallung", die «m des Reden gegen die Sszialdemo- ttatie anlnüpft; eine Plauderei von Friedrich Uhl über „Joa Drüning und das Wiener Theater" und einen Aussatz über die „Neoirnpressiomsten in Weim«r" von Arthur Konrad dNüller. An bellettistisch« Gaben enthüll das Heft Philippis neuestes Schauspiel „Ter grüne Zweig' und eine Novelle „Ter Trauzeuge" von Äaronm timanuela Mattl-Löw«lreuz (D. Mid). von KeetmannShop nichts bekannt. Dieenglischen Nachrichten werden für unglaubwürdige gehalten Ruch einem in Kapstadt vorliegenden Telegramm des Führers der 3. Feldkompagnie, Hauptmann Koppy dauert der Waffen- stillstand mit den Bondelzwartß fort. ES joden Verhandlungen beginnen. Gefechte haben nicht statt- gefunden. Die deutsche Truppenmacht von Oranje ist dem Feinde überlegen. Die „Nordd. Adg. Ztgrt schreibt bezüglich der Aus- laff ungen in der Tagespresse gegen den Pferdebezug aus Argentinien: Das Gouvernement hatte sich bereits vor Monaten mit dem Generalkonsulat in Buenos Aires wegen der Beschaffung argentinischer Pferde und Maultiere in Verbindung gesetzt. Die Verhandlungen waren bereits vor dem Ausbruch des Aufstandes abgeschlossen und es bedurfte mir noch der endgültigen Bestedung. D»e ungünstigen Grsahr- .ungen, die vor euugen Jahren nut argentinischen Pferden in Südafrika gemacht wurden, blieben keineswegs unbe- rücksichtigt. Nach einer eingehenden Prüfung sind die ungünstigen Erfahrungen nicht auf die Beschaffenheit der Pferde, sondern auf unrichtige Auswahl beim Ankauf zurückzuführen. DaS argentinische Pferd namentlich aus den Gebirgslandschaften, wird von dem Gouvernement für Südafrika als sehr geeignet betrachtet. Der Kommandant des Kanonenboots .Habichrt meldet: Wie am 27. Januar Lage unverändert. Kaisers Geburtstag. Aus Berlin schreibt ein Freund oes „Gieß. Anz." vom 27. d. M. folgendes: Heute morgen gab es zu Kaisers Geburtstag eine großartige Auffahrt. Die Straßen um das Schloß waren gesperrt und nur für das Publicum, weiches mit Starten versehen war, zugänglich. Um 10 Uhr hatten die Berriner die freien Straßen um das Schloß sämtlich belagert, daß kaum durchzulommen war, und standen 3 Stunden, wie Mauern, die große Stillte nicht achtend. Gegen halb 12 Uhr wurden von der Artillerie vor dem Schloß 101 Sttinoneiischüsse abgegeben. Gegen halb 1 Uhr erschien die Ehrentourpagrlle, holte mit fchwelleruder Musil die Fahnen im Schloß ab und nahm am Zeughause Aufstellung. Kurz vor 1 Uhr erschien der Kaiser mit Prinz Eitel Friß zu Fuß, nahm die Parade ab und gab im Hofe der Zeughaus las erne Parole aus, worauf die Eyrenkvlnp^gnie nochmals vorbeidefilierte. Ter Kaiser begab sich daraus in das Schloß zurück, gefolgt von der Ehrenkompagnie und dem Musik- torps, dahinter die Artillerie, ebenfalls mit Musiktorps. Am Abend war pompöse Beleuchtung. Es war ein Gedränge, besonders in bpc Leipzigersumße, daß, trotzdem alles rechts gehen und fahren mußte, nicht durchzakommen war. Wagen durften nur in beschränkter Zahl die Leipzigersti. aste passieren. Es schien, als sei ganz Berlin auf den Be.nen. Tie Illumination war teUweise sehr prächtig, besonders ■erregte die des Palastbotels mit wundervoller Farbemoirk- ung Aufsehen; ebenso das Kaufhaus Tietz in der Wel^iger- strafte, wo der über der Büste des Kaisers aufgebaute Baldachin über die ganze Leipzigerstraße leuchtete. Auch das Kaufhaus Wertheim verdiente Beachtung. DaS Mruschen- gewühl verlor sich erst gegen 11 Uhu Die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet: Zur Feier des Ge- Mrtstages des Kaisers farid bei dem Reichskanzler Grasen Bülow und Gemahlin ein Diner zu etwa 100 Gedecken statt. Einladungen waren ergangen an die Mitglieder des diplornatisci-en Korps, die höheren Beamten des Auswärtigen Amtes u. a. Ter Doyen des diplomatischen Korps, der Botschafter von Italien, Gras Lanza, beachte das Hoch auf Kaiser Wilhelm aus. Gras Bülow erwiderte mit einem Hoch aus die Souveräne und Oberhäupter- der Staaten, deren Vertreter zu dem Festmahl geladen waren. Ferner liegen uns zahlreiche Berichte von nah und .fern vor, so aus Langgöns, Holz heim, Burkhard s s e l d e n, Hattenrod rc. re., die wir unmöglich 'alle veröffentlichen können. Auch aus dem Aus lande kamen uns noch mehrere längere Berichte zn.. Wir erwähnen davon nur folgendes: Dem Bankette bet deutschen Kolonie in Paris wohnte die Prinzessin von Sachsen-Meiningen bei. Fürst ■Radolin brachte auf den Kaiser einen Trintfpruch ans. Er hob hervor, daß unsere Beziehungen zu Frankreich in kommerzieller und politischer Hinsicht die allerbesten sind. König Christian von Dänemark überbrachte feine Glückwünsche zum Geburtstage Kaiser Wilhelms persönlich dem deutschen Gesandten zu Kopenhagen. Auch König Oskar besuchte persönlich die deutsche Gesandtschaft in Stockholm und beauftragte den Gesandten, dem Kaiser zu melden, daß es dem König eine besondere Freude bereite, den neugegründeten Orden vom Norwegischen Löwen dem deutschen Kaiser zu dessen Geburtstage zu verleihen. Kaiser Wilhelm sei der erste auswärtige Inhaber dieses Ordens. Zu Ehren des Geburtstages des Kaisers hatte das Zarenpaar, wie aus Petersburg gemeldet wird, den deutschen Botschafter und die Gräfin v. Alvensleben, sowie die Herren und Damen der Botschaft zum Galafrühstück im Winterpalais geladen. Während des Mahles brachte der Zar einen Trink sprach auf den Kaiser aus, worauf die deutsche Nationalhymne gespielt wurde. Der Kaiser sah sehr frisch und gesund aus, auch der Kaiserin Alexandra, die vollständig wiederher gestellt ist, merkte man die glücklich überstandene Krankheit nicht mehr an. Nachdem das Zarenpaar sich zurückgezogen hatte, empfing Kaiser Nikolaus bald darauf den deutschen Marineattachö Korvettenkapitän Hmtzc in Sonderaudienz, welck>er auf Befehl des Kaisers Wilhelm einen Nachtrag zu den Schiffstabellen überreichte. Der Zar, welck>er sehr großes Interesse bekundete, besprach die einzelnen Tabellen eingeheno mit dem Marine- attachö. Aus Stadl uni) Kaud. Gießen, den 29. Januar 1904. — AuS dem Militär-Wochenblatt. Dihle, Hauptm. im Generalstab des 18. Armeekorps, als Kornp.- Ehef in das 3. Lothring. Inf-Regt. 91c. 135 versetzt. — van den Bergh (Hugo), Cberlt, aggreg. dem Generalstabe der Armee, zum Hauptmann befördert und zum Generalstabe deS 18. Armeekorps übergetreten. — Frhc. v. Preuschcn, Hauptm. und Adjutant der 29. Jnf.-Bng^ m daS 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-) Regt. Nr.115, als Kompagnicchef ver- setzt. — v. Hake, Oberlt. und Adjutant der 25. Feldart.. Brigade (Großh. Hess.), zum Hauptmann befördert. — Die Hauptleute und Kompagniechefs v. G o e r n e, Freiherr v. Ungern-Sternberg im 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibg.-) Regiment Nr. 115, Stubenrauch im Jns.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, dieser unter Ber- jetzung zum schletzw.-holst. Jnf.-Regt. Nr. 163, v. Rode im Jnf.-Leib-Regü Großherzogin Nr. 117, zu überzähl. Majoren befördert. — Frhr. o. Dalwlg, Hauptmann und Kompagmechef im Jnf.-Regt. Graf Tauentzien von Wittenberg (3. Brandenb.) 91 r. 20, in das 10. Rhein. Jnf.-Regt. Rr. 161, Kundt, Hauptmann und Kompagniechef ün Jnf.- Regt. o. Boigls-Rhetz (3. Hann.) Nr. 79, als aggregiert zum 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) 9lr. 118 verletzt. — Tie Oberleutnants Giese im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Schneider, Kortegarn im Jns.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hesi.) Nr. 117, Pennrich mi 4. Großh. Hesi. Jnf.-Regt. (Prinz Karl), Nr. 118, dieser unter Versetzung in das Infanterie-Regiment v. Voigts-Rhetz (3. Hannov.) 9lr. 79, Wagner im 4. Großh. Hesi. Jnf.-Regt. 9lr. 118, v. Eickttedt tm 8. Württemb. Jnf.-Regt. 9lr. 126 unter Enthebung vom Kommando nach Württemberg und Versetzung in das 1. Großh. Hess. Jnf.- (Leibgarde-)Regt. Nr. 115, zu überzähligen Hauptleuten, Frhr. v. Beust, Leutnant im 1. Großh. Hesi. Jnf.-Regt.- (Leibgarde-)Regiment Nr. 115, zum Oberleutnant, — Mackensen v. Astfeld, Rittm. und Eskadr.-Ehef. im 2. Großh. Hesi. Drag.-Regt. 9ir. 24, zum überzähligen Major, — v. Kerser, Fähnrich ;m 4. Großh. Hess. Jnf.-Regimenl 9kr. 118, zum Leutnant befördert. — Die Assistenzärzte Dr. Flath beim Großh. Hess. Train-Bataidon Nr. 18, Dr. Winckelmann beim 1. Großh. Hesi. Feldart.-Regt. 9lr. 25 zu Oberärzten, Dr. May, Unterarzt der Landwehr 1. Aufg. (Worms), zum Assistenzarzt befördert. ** Enteignungsverfahren. Seit Montag verhandelte die Lokalkommisiion wegen der Enteignung von Gelände für die Wetterführung des Sieles, entlang der Lahn, und zur Erbauung der Klärbecken, welche Verhandlungen erst gestern zum vorläusigen Abschluß kamen. ES dreht sich um 60 verschiedene Parzellen, welche etwa 40 Besitzern gehören. In Frage kommt ein Streifen Gelände vom Güterschuppen bis an Throms Fabrik entlang des Wassers gelegen und das Terrain zwischen Margaretenhütte und der Lahn am Heßler, zusammen eine Fläche von 91,266 Quadratmeter. Die Stadt hat dahier je nach Lage 30 Pfg. bis 3 Mk. pro Quadratmeter angeboten, während die Eigentümer bei der mündlichen Verhandlung 2 Mk. bis 15 Mk. forderten. Die anfänglich gemachten Einwendungen der zu enteignenden Besitzer gegen die Linienführung des Sieles ließen diese zum Schluß der Verhandlungen faden. ** Bei dem Kellerbrande in Neuenbäue 5 mußte lobend anerkannt werden, daß das Publikum der Aufforderung, nicht .Feuer" zu rufen, tadellos nachkam und aus diese Weise den Bürgern eine Aufregung ersparte und die Soldaten m ihrer KaiserSgeburtsagsfeier nicht störte. Der Polizei war Meldung erstattet worden mit der Bitte, nicht anschlagen zu (affen, dagegen den Spritzenwart zu benachrichtigen. 8 Volt ar ts ha in, 27. Jan. Heute fand im hiesigen Gemeindewald eine Brenn- undNutzholzoersteigerung statt. Die Preise waren ungemein hoch. Das Fichtenstammholz wurde im Durchschnitt mit 17—24 Mk. pro Festmeter bezahlt. Der größte Teil des Nutzholzes wurde von Händlern aufgekauft. (I) Ilbeshausen, 28. Jan. Der hier errichtete Luft- für ort Hochwaldhaufen wird im Sommer feine erste Saison beginnen. Das im Bau befindliche Hotel dürfte bis 3)lat ober Juni vollendet sein. Es sod außerdem erbaut werden ein Kurhaus, ein Erholungsheim für Aerzte und eins für Kaufleute. Das noch vorhandene Gelände ist vorgesehen für Spielplätze, ein Postgebäude, eine Schule u. a. m. Die Pläne sind von Architekt Hofmann-Herborn entworfen. Hochwaldhausen liegt 500 Meter Über dem Meer, 1/i Stunde von der Statton Ilbeshausen entfernt.______ Vermischte». * Vom Brande zu Aalesund wird vom 28. Jan. gemeldet: Ter dänische Hilfsdampfer „Cimbria" kam hier heute früh 4 Uhr an, das schwedische Kanonenboot „Svensksund" heute vormtttag 9 Uhr. In der Nacht tobte ein heftiger Sturm. Jetzt regnet es stark. Man begann kleine Hütten auszuführen. Als die Lebensmittelverteilung von den deutschen Schiffen begann, hielt der Flügeladjutant des deutschen Kaisers, Fregattenkapitän von Gramme, eine Ansprache, in der er die aufrichtige Teilnahme des Kaisers an dem Brandunglück zum Ausdruck brachte. — Tie Hilfsexpedition der tzamburg- Amerikalinie meldet: An Bord wird gearbeitet wie gestern. Ter Zuzug an Bord steigerte sich fortwährend. Wir haben Unterstützung durch Marinemannschaften und beginnen jetzt, die Bevölkerung zur Bautätigkeit aufzumuntern, indem wir den Ban einer Bolksrüche an Land begannen. Tas Landkomitee versendet Proviant und Tecken an die geflüchteten Einwohner in die Umgegeni). Aus Tänemark und Schweden treffen Hilfsmittel ein, deren Art und Menge uns bisher unbelannt ist. Tie Hilfsexpedition der „P h o e n i c i a" berichtet werter, daß sie den Leiter des Lazaretts am Lande durch Ausnahme weiterer Kranken entlastete. Tie Zusendung der Baracken ist dringend erwünscht, ebenso bie von Scyuh- und Handwerkszeug. Tie Bergenste und Nordenfjeldesche Dampfs chiffahrts- gesetlschaften fteLten der Hamburg - Amerika - Lutte den Dampfer Hector" zur Beförderung wetteren Hilfsmaterials und von Liebesgaben nach Aales und zur Verfügung. Ter Tampfer geht von Hamburg am nächsten Mittwoch ab und wird einige große Baraaen mitnehmen, die das Hamburger Hilfskomitee erwarb. — Von Fregattenkcwitän von Gramme ist ein Telegramm an den deutschen Konsul in Bergen eingegangen, in dem es heißt, dag der Kaiser weitere luoo Kronen für Schuhzeug und 1000 St. für Werkzeug spendete. — Tie „9kordd. Allg. Ztg." meldet: Tie deutschen Hllssdampfer wurden von Hll,Sbedürf- tigen aller Krusten in Anspruch genommen. Tie Vorräte der „Pyoenicm ■ LCia)en zur täglichen Vcrpslcgung von 4000 Menschen auf 20 Tage. — Ter Kren-er „Prinz Hein- r i ch" beherbergte nacksts 70 Obdachlose. Nirgends ist durnpfe Verzweigung bemerkbar, sondern bereits hofs- nungsvolle Stimmung. TaS Kais ertelegramm trug Diel zur Aufrechierhartung deS MuteS bei. Ter Bürgermeister verlas eS wahrend deS Brande- vor der obdachlosen Menge, die unter rauchenden Trümmern ein Kaiferhoch ausbrachte. Am Geburtslage Kaiser Wilhelms ließen die Stadteinwohner durch den Bürger- meme«' dem Kommandanten des „Prinz Hemrtth" Hell und Glück für den Kaiser aussprechen. Leute ganz ohne Obdach sind nicht mehr vorhanden. Von 13 000 Einwohnern sind 7000 in die benachbarten Orte gegangen. Ter Schaden an Nationalvermögen wird auf 17 Mill. Kronen berechnet. Fregattenkapitän v. Gramme überwies für Handwerkszeug zum Larackenbau und für Schuh- zeug Vorläufig mehrere tau,end Kronen. — KönigOskar iaiU>te an Kaiser Wilhelm nachstehendes Telegramm: „Es ist mir eine große Fretide, als Ausdruck meiner aufrichtigen Freundschaft und Tuntbarleit Tich am heutigen Tage zum Inhaber des von mir an meinem Geburtstag neugestifieren norwegischen Löwenordens zu ernennen. Ich behalte mir vor, die erst auzuferligcnden Insignien ^ir sobald als möglich überreichen $u lassen." — Kaiser Wilhelm antwortete: ,^erzrtchen Tank Tir Ulid der Königin für Euer treues Gedenieu zu meinem Geburtstage. Tir noch Dank besonders für Die gütige Verleihung des neu gestiftet en Löwi.nordeiis, die mich hoch erbeut hat. Möge es unseren vereinten B.muhungen gelingen, Die g.oße Not in Aalesund zu lindem." • Lissa (Posen), 28. Jan. Gestern vormittag 11 Uhr 16 Minuten über fuhr der gemischte Zug 536 in Kolometer 3,5 der Strecke Posen - Kosten-Grätz em Fuhrwerk. Erne Person wurde schwer verletzt. * Hamburg, 28. Jan. Der Schnelldampfer .Deutschland" ist auf seiner ersten Reise zivischen 9lero» Port und Italien heute früh 8 Uhr in Slcapel angefommen. Er legte die 4 300 Seemeilen betragende Distanz in 7 Tagen und 19 Stunden zurück und erzielte eine Durch- chnittsgeschwindigkeit von fast 23 Meilen. Die Reife war etwa um zwei Tage kürzer als die bisherige schnellste Reife auf dieser Route. Gestern abend fand an Bord die Feier des Geburtstages des Kaisers statt, bei welcher der frühere Gouverneur von 9lew-Port Seth Low die Rede auf den Kaiser hielt, die begeistert aufgenommen wurde. Dem Kapitän wurde eine Adresse überreicht, in der die Passagiere ihren Dank und ihre Bewunderung ausdrückten über die großartigen Leistungen des Schiffes auf dieser epochemachenden Reise. * Aus den Pyrenäen wird starker Schneefall gemeldet. Viele Ortschaften sind vodständig emgefchneit. 5 Damen, welche in einer Schutzhütte eingeschnett waren, konnten sich nur dadurch retten, daß sie den Weg über das Dach nahmen. * Familiengeschichtliche Forschungen werden zur Zeit mehr wie bisher in ihrem Werte anerkannt. Es ist daher freudig zu begrüßen, daß eine Anzahl namhafter Genealogen, Geschichtsforscher und Freunde familiengeschichtlicher Forschung einen Aufruf zur Begründung einer „Zentralstelle für deutsche Personen- und Fa- milien-Geschichte" erläßt und zum Bettritt zu einem zu diesem Zweck gegründeten Verein einladet (Rlindesibettrag jährlich Mk. 5.—). Hauptaufgabe sod fein, die in Urkundenbüchern, Unioersttätsmatrikeln, Bürgerlisten, Kirchenbüchern und anderen gedruckten und ungedruckten Queden zerstteuten Angaben planmäßig zu sammeln und in Gestalt eines alpha- bethisch geordneten Zettelkatalogs nutzbar zu machen. Ferner sollen familiengefchichlliche Veröffentlichmigen, die wohl meist nicht im Buchl)andel zu beziehen sind, gesammelt werden. — Die erste Generalversammlung des Vereins ist am 16. Februar 1904 in Leipzig. Anfragen und Sendungen gelangen an Rechtsanwalt Dr. Dreymann, Leipzig, Neumarkt 29. GertlytSsttttl. E. B. Darmstadl, 28. Jan. Von dem hiesigen Schöifenger rcht wurde heute der Zettungsreporter Ch. Schuchmann wegen einer Ende Oktober verschiedenen Blättern mitgeteilten falsthen Nachricht, der Vertrag des Hoitheaters mtt der Großherzogi. Kammersängerin Frau K a s ch o w s t a sei von S. K. H. dem Großherzog nicht wieder erneuert worden, auf die Beleidigungsklage der Sängerin zu 100 Alt. Geldstraie, roent. entsprechende GesängniSstrasc, und zu den Kosten verurteitt^^ Schiffsuachrlchlen. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 28. Jan. 1904. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben - Postdamvfer ,Neckart, Kapitän A. Harrasso- witz, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Meteorologische Beovachruugeu der Station Gießen. Höchste Niedrigste Temperatur am 27. bis 28. Januar — 1,4v C. , 27. 28. „ — 9,7u C, 2 anuar 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 1 *6 ’C JQ K Windstärke Wetter 28. 2“ 751,7 - 24 3,7 73 & 2 Sonnenschein 28. 9" 750,7 - 2,2 3,7 76 s. 2 Bed. Hünmel 29. 7* 750,6 — 0,6 4,0 90 8. 2 Regen Wetterbericht vom 28. Januar 1904. Verlaut der Witterung von Alittwoch bis Donnerstag. Ein krättiges Hoch lagert über Ungarn, sich südwestwärts nach Cberitalien erstreckend. Ein Ties unter 730 mm zieht im Nordmesten vorüber. Bei dieser Luftdruckverteilung ivehen megt südöstliche Winde, unter deren Einfluß vielfach in unferm (SJcbict heitres, kaltes Wetter herrscht. Bei dem zu erwartenden Vordringen des Tiefs würde der Wind nach Süden, später Südwesten drehen. Erwärmung und Trübung bedingen Daher voraussichtliche Witterung für Freitag" Meist trüb, zeitweise wmdig, etwas milder, aber noch Frostwetter; etwas Schnee. Samstag: SchneeiäUe, Tauwetter. Wetterdienst in Gießen: A. Pepp l er. tmäbertreffene Scbfiobeits- and Gesundheits-Seife, viel ttDsendfflcIi Aerzttich empfohlene Kinder-Stife. eitttbt h, ihrer Art. Stuck 50 Pf. Eriioli- Uch io Apotheken, Dro»erieo und Partfimerien wie auch das nn.bt leitende Myrrholin-Olycerin. Erfurt Weisse, zartT Hände, reiner, schöner Teint. Beste Haut- Pflege - ßfLtteL KteÄZT* Um dem am Samstag den 30. Januar statt- findenden MaLkenfeste des Sängertranzes iHird)rocil)frft) ein einheitliches Bild zu geben, bitten wir unsere passiven und aktiven Mitglieder, in entsprechendem Kostüm zu erscheinen. Ade auf Kirchweihfesten vertretenen Kostüme sind erwünscht. Saalöffnung 8 Uhr. Adgemeine Maskerade bis 9»/, Uhr, fodcmn Beginn der Kirchweih. 1020 © s = K e w c s ■Ml o 03 o 03 © © o 03 fr* C^> Ot 00 b 3 © Oft e <-> i» .2 © S ■*J C M V A H M- JQ e 5 s ® Ä OjQ A p t= ß-2 o© K «A C r-> « E § 4—♦ Q « SS cd « § -SÄ 2 04 C S E »ff-c — CD X- o Q u? ttf? l» o «ft <3 1O Q< CM ä'‘§ o a E Eg'0 <-» "*2 «- “Eg E C ° an g S a *g§e E^ä> S C s o xj ÖS. _ W .tJ O ^5cSS = S V GX <- P Z « 3 O e sS^wg V CN W A •- K a "S CT- P rs 04 l£O 04 'o O E § g'E MA- «.g ^7 u .XCg o >b?? S c 3 Gi ,E «» 1O CO CP 3 cd jO »* E ft# « A xr 3 ,a C5 CP o A A c C ft# A 3 CD 3 CP a 3 CD «C ft» t» « 8 p %* N * oo O CP 00 K &> A 3 *9* cd£ § © 3 3 C 2 O 3 CD * <» s i& c er? . 3 S 3 A p _ O »b «'Sei a 2 'S' o c v o 15) 5- ° 3 g ft* e# O cx • CDA iO CQ .2; CT. A 3 .2 © •- c "5 -° 3 . — _ 2 A g ’S öd g .2 r-< XD CQ 3 ‘§ O oo rP. O T-i CD ^A gÄB «ft 3 o 3 •" A S 3" 3 L „ CD 3 A A 3 «ft ^£* o cdS.^.S1® C O ti N 3 A 3 | CD«' 3 CD Z ZHH E “ E E c *T7 o S .*« U» <£ »£d öti 2 S 3 c Uourie vom 28./1. | 21./1. V} 3>i Staatspapiere. Deurjche. D. RuchS.-Aul. 102.90 102.65 j-4 Spanier. . Ung. Goldrente do. StaatSrente deSgl. . . . 87.60 100.80 99.40 91.30 88.— 101.10 99.55 91.30 57, 3*'s Zlandeshrl. Aal. SolmS-Braunf. do..... Jsenb.-Birstan. । । l 1 1 1 99L0 Nordd. Lloyd . Dortmunder . Hamb.-Amcrtk. Packetfahrt . 105.- 110L0 104.75 110.75 1 37, 4 4 Metning. Ser. 8 do. übg. . Preuß. Boden- Credit . . . Rhetn.HyPoth.- 102.80 97.— 103.— 102.80 97.- 102.— 1 4 4 Warschau Wien stst.. . . oo. XI. 1911er Wladtkawk 95 Iteuerst. . . 98.30 100.’- 3 3X 3 4 3X 4 3 >4 4 3 >4 do..... Preuß. CousolS do. ... . Badische. . . do..... Bayer. St.-Obl. do..... Hess. St.-Obl. . Da. ... . 92.10 102.90 92.10 105.— 101.75 104.50 10L5U 105.20 101.40 102.45 91J55 104.80 101.40 103.10 101.40 105.40 101.45 5 4M 4 4-4 ü 5 4-4 5 Argeut. v. 1887 do. Gold 6.1888 do. äuß. v. 1897 Chile Gold-Ant. Chinesen. . . do..... Du..... Mexicaner Gilb. Serie 1—4 . Mexrcaner v. 99 do. Silber . 88*50 79.70 104^10 99.— 90.10 41 60 88*— 79.50 104*.— 98.70 90L0 41.60 vauk-Aktien. Reichsbank . . Berliner HdlSg. Darmstädter Bk. Deutsche Bk. . DtSconlo-Ges. . Dresdner Bk. . 153.70 143*10 225.- 194.— 156.60 153.70 144*80 223L0 194B0 157^0 Böckum Bergw. Concordia „ Cschwetler , Geljuktrch.Brgw Harpener , Htbernia „ Laura „ Hörder „ 192L0 318.— 255.50 214.60 205.70 206.80 237.— 135.— 192L0 325U>0 254^)0 217^0 207.- 207.60 237.60 134.- 37, 4 4 3 'Iz 4 Baut" 1907er do. Preuß. Central- Boden. . . Westdeutsche. . do..... Preuß. Hypolh.- Akt.-Bk. abg.. 102.75 98.75 103.50 102.80 98.— 100.80 102.70 98.50 103.— 102.80 98.— 100.80 5 3 4 4 37. Anatolier . . Salon.-Mouast. Lose m Prozenten. Bad. Lhlr. 100 Bayer. Lhlr.100 Gothaer Pram.- 103.80 61.90 104.— 62,20 146^0 165L0 S 3-4 3-4 3-4 do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 89.90 101.75 100.70 89.75 10L50 100.40 5 3 102.30 26.90 10 uo 26L0 Nattonal-Bk. . Schastysr. Bkv.. D. Cstclicn- und T— 125^0 148.40 Zlst Phönix N Hoesch Stahl . 212.50 156.50 195.— 211.50 155.75 194.50 37, Lisenb^Priorit. Südd.Eisenbahn 96.60 96.30 3Vt 37s Pfddr. 1. . . do. II. . . Colo-Minoener 136.70 112.- 135.10 Hauidg. v. 1899 101.— Provinz- und Wechseldank . 104.60 100.— 104^0 99.80 Schalter Gruben Buderus. . . 462.— 112.— 465.— 11L50 4 Dux-Bodenbach von 1891. . 101.10 101.10 3 4 Madrider . . Llemgr. Pröm.- 50.20 6 Ausländische. Butgar. Labak 87.- 87.40 3-4 Slädte-Lnieihe. Starkenburger. 99.70 99.70 MMeld. Ärebit Pfalz. Bank . Preuß. Hypoth.- 115.50 106.— 115.— 106.40 Deuts ä)-Luxemb psoaddriese. 86.20 86^0 4 4 4 Eltsab. steuerst. Franz Joseph . Lajchau-Oderbg. 102.— 101.40 100.80 102.— 101.- 10U.60 4 Pfdvr. Lhlr. 100. .. . Oeiterr. v. 1860 135.40 156.25 135.90 156.- 41/» Bosnier. . . 101.90 101.90 4 Gießener. . . 102.20 99.75 99.90 99*75 99.80 117.60 111L0 37, 4 HrfsHypoth.-Bk. 100.60 100.40 5 Oefterr. 9u>cd- 106.30 106L0 Do. v. 1854 —.— 17s Griech.E.B. von 1890 .. . 40.20 40L0 3-4 <1-4 do..... Frankfurter. . Berl.Hypoth.-B. Oeft. Lred.-Lkt. 123^0 213.— 125^0 Franks. Hypoibk. Scru 14 101.30 101.30 5 westbahn B. . do. Südbahn 3 Oldenb. Lhlr.4<- Lürk. Frs. 400 130.— 136.80 I 1 !*§* l‘/‘ 3 Griech. Monop. 43.90 43.70 3-4 Tarmstadler 99B0 3y2 da. Serie 19 98L0 98.30 (Lomb.) 107.40 106L0 Itattener Rente do..... 103.90 4 3-4 Babenhausen Mainzer. . . 99*30 LU 1 N Industrie -Aktien 4 Frkf.Hyp.'Cred.- B er em 1905. 100.80 100.80 4 3 do..... do..... 94.20 66.— 94.— 65.70 Unverztusltche pr. Stuck u. Mk. 47. 4 4-4 3 5 4 4 Oester.Silberrte Oester. 0-oldrle. Portug. Staat abgest. . . do. avgest. . Rum. am. Nte. Rumän. u. 1890 Gold-Russen v. 1880 . do..... Russen v. 1002 Serben o. 189Ö Türken Lit. B. do. „ 6. 101.20 102.90 32- 99.80 88.80 101.10 102.80 52.20 32.- 99.85 89.11 3-4 4 «3-4 3», 4 37, 3-4 3-4 r- 4 4 6 -47 Ofsendachcr. . Wormser . . do. ... . Heidelberger . 2>launyeimer . Bao Nauheimer Lahr . . . . Wiesbaden . . 99.90 99.30 102.60 99.50 IGO"— 102.50 99.90 99.40 102L0 99.50 99.50 99.86 90.31 82.- 95.31 101.71 44.11 Farbw. Höchst. do. Gricsyeun Brauerei Kempfs „ Btnding „ Henntnger w Rettenoteyer „ Stern. . „ KielerSchloß Eleltr.Laymeyec „ Scyucterl N Siemens u. Halske Adler Kteyer . Bad. AnUm . 368-50 238.50 137.70 252.- 179.5t 128L1 240.- 148.81 92.- 104.51 139.51 23631 431.51 370L0 231.— 137^)0 252.— 174.50 128.70 240.- —.— 31/, 31/, 4 4 4 do. 1906. do. tilgbare ^rkf.Landwtsch. Hamburger Hy- polhekeu-Bank Ser. 141-250 do. unkündbar bis 1910 97.30 97.30 99.20 100.70 102JC 97.30 97^0 99^0 100.76 102.4C 3 4 27« 27« 4 Raab-Oedenbg. Eds. . . . Rudolfbahn. . 3taL ftaatl. gar. E.B. . . . Lwocncser . . Sard. Sec. ftst. 77.70 101.10 74.- 78.20 102L0 73*40 103^0 100.75 Ansbacher fL 7 Augsburg, fl. 7. Brfchw.Lhlr.20 Fmntdr.Lhlr.lO Mauano.FrS.45 Do. FrS. lu Oesterr. st. 100 von 1864. . Pappenh. fl. 7 Metnmger fl. 7 Ungar. Staats ft. 100 . Beueüaner 8.30 36*50 19*60 3-4 4 4 1 1 97L0 91- 99.- 73.60 6‘2.8( 98.61 91.51 98.55 74.51 62.81 Bukarest. . . Lissaboner . . Moskau . . . Wiener 1902 Buenos-Aires do- - . . . 95.— 8L8C 95.71 101.71 44.- - 92LS 103.bC 140L1 236.- j\ 428.- 31/, 37 'S*/ do. Serie 46 btS 190. do. SerieLOl bis 310. Preuß. Pfand- bries-Bank 96.- 97.- 100#6( 96.1C 97.- 100.6i 8V1 4 4 gar. . Gotthardbahn . Kurst Kiew. stfr. gar. . . . Rufi. Südost 97 stst..... 103^0 100.60 98 JC 441.— 39.81 357.- 35.- ! 439*80 33.40 356.75 1 do. w D- —.— —— I ■ ■■■ V V"'/ ■ N A ■ während der Inventar bis 15. Februar L 1 29 Bahnhofstrasse 29. beste Fabrikate, neue Formen mit einer Preisermässigung von 11 aus 1 Fangmann Giessen. ™, 1V24 Holzversteigeruug im Kießeuer SradtwaLd, Freitag de« 5. Februar 1004, vormittags O1/, Uhr beginnend, werden im (Bteßener Stadtwald in den Distrikten Walds- Hute, Oberhag nnö Unterhag versteigert: 11 Rnttr. Gichen-Scheitholz 8 , Siadel- 18 „ Euhen-Knüppelholz 168 , Radel- , 10 , Eicheu-Stockholz, zerkleinert 7 „ , , gewöhnlich 48 , Rodel- , zerkleinert 46 , , » gewöhnlich 870 Wellen Erchen-Rnfig 1840 , Radel- , Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße au der 4. Schneise. Gießen, den 87. Januar 1004. 1016 Grotzherzogluye Dut-germetsLeret Gießen. Mecum. Atz- M TchÄtthij-Lerßchemg im Licher StadiwaLd» Montag ben 8. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald versteigert werden un Vorder- und Hinterwald: 1» 80 Erchen-Abschnitte von 36—88 em Durchrm, 65 fm, 2. 14 Buchen-Stärmne „ 30—55 _ 14 3. 10 Birken- , p 23—30 , r 4 ' 4. 10 Kiefern- , , 30—42 , , 17 5. 2 Kirschbanm-Stämme, 1,65 hn, 6, 1 Ahorn-Stamm, 38 cm Durchm., 1 fm, ;7. 433 Fichten-Derbstcmgen, 28 fm, 8. 200 , Reisslängen, '9, 2 Haufen Birken-Stangen, zu Wagnerholz geeignet. Anfang ist am Waldeingang an der Hattenrüder Die Fichten-Stangen kommen nachmittags zur Versteigerung an der Steinbruchschneise. Lich, den 28. Januar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller. 1026 Die gesamten Bauarbetten für das Baulos m von km 11,15 /bis km 15,98 der Nebenbahnstrecke Vilbel—Höchst o. d. Nidder sollen mit Ausnahme der Hochbauten im ganzen vergeben werden. Die Arbetten und Lieferungen umfassen ruitb: 370u0 ebm Erd- arbeiten, 530 cbm Maurer-, 8400 qm Wegebefeftigungs- und 4,8 km Oberdauarbetten, sowie 150 Ifdm Zement- und 108 Ifdm Eijenröhren. Am Donnerstag den 18. Februar 1904, vormittags 11 Uhr, findet die Eröffnung der Angebote statt. Solche find unter Benutzung des vorgeschnebenen Formulars post- uttb besiett- geldfrei, sowie mit der Aufschrift: „Verdingung der Arbeite« zur Herstellung der Teilstrecke Vilbel—Höchst a. d. Nidder LoS UL“ versehen, bis au genanntem Zeitpunkt an unser technisches "Bureau, Frantfurt a. Hedderichstraße 67/69, einzusenderu Zuschlagsfrist 6 Wochen. Angebotshefte sind gegen post- und besteügeldsreie Einsendung -von 3 Dtark in bar von unserer Kanzlei zu beziehen. Zeichnungen, Berechnungen u. s. w. können während der Dienstslunden m unserem technischen Bureau eingesehen werden. Frmikfurt a. im Januar 1904. 1022 Königliche Lijeubahndirektion. QoskoIcs Gegenwärtige Preise: Für den ZenMer ab Verkaufsstelle: Ttüll°KokS .............. 1,10 ML. Rntz-Äots, aüsfchließlich trolle« gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Oienschachte passend zerkleinert: Größe Rr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, g ang- barste Sorte .........1,25 Mk. Größe Rr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracü......1,25 Mt. In WagekUadllngen von mindestens 36 Zentnern: StullkotS..... . 1,05 AU. Rnßkoks Nr. 1.....1,20 , RuiLlokS Nr. 2.....1,20 , Bet Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stiickkoks.......1,— Mk. RnßtotS ?2r. 1.....1,15 , Rußkoks Str. 2.....1,15 , Für Koksabnehmer, welche zwei und mehr DoppelwaggouS beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zemner. Für Anfuhr an daS HanS werden 5 Pfennig für de« Zentner berechnet. JSB. Losern das Verbringen der Koks — bis zu 6 Zentnern — auf die bett. Lagerplätze (Keller, Statt rc.) mü fernem außergewöhnlichen Zettauswanü verbunden ist, geschieht dies ohne vesondere Vergütung. I« Gaswerk findet nur em Verkam von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist der folgenden hiesigen Firmen der Wairrtoiis der Moto von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer * Scharrmberger, Marburgerfiratze 22, Andreas Euter, Steinstrave 11, Foh. Fischer, Alicesrraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket. Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, EmU Ptstor Rachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Lrcherftraße 2, August Ltrnll, Bismarchtraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 18. Daniel Wirth s Rachf. (Th. Gettfus), Westanlage 51. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaskols. samt Anftchr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch m Dlengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gieße« ermäßigen sich um den Betrag der Oktroirüllvergütnng vou 4 Pfg. für den Zentner. 42 ________Städtisches GaS- und Wasserwerk Gieße«.________ Kadfahr Verein Steinbach. Sonntag den 31. Jarruar: Odtartlitta TmVtqntij« irrr Saale des Gasthauses zum Einhorn wozu ergebens! einladet Der Vorstand. Anfang 8 Uhr abends. 1014 MGeWMk Mi graf?» Mert! Adrestbrrch der Stadt und des Areises Greszen (904 enthält die Adressen der über 80000 Einwohner zahlenden Kreiser mit Stadt Gießen, praktisch M geschMÄMo8 assgeMet! Sehr Merlässtg! Sum erste« Male erschiene«! -preis nnr Alk. 2.50. la. hi». Älhmize per Stück 5 Pfg., per Dtzd. 50 Pfg. 100 Stück All. L75 Rollmöpse, 983 ver 4 Liter-Dose Mk. 2.— Kron-Sardinen, per Fäßchen Alk. 1.60 Bismarckheringe, per 4 LUer-Dose Mt. 2.10 ff. marinierte Heringe, per Stück 6 Pfg. la. Rürnb. Ochseumanlsalat, per 1 Pfd.-Doje 60 Psg., per Fäßchen Mk. 3.—. WrMr Berdnx Bahnhofstr. 27. Lindenplatz 1L. Kognak deutsch.pLiterfl. ÄXV* 1.70ia.S0$DLm.\ä£7 ML franz. p.V, M. VaM FCy ». 2.50 Mk. ab cmpf. e.klstrer,Bleichsu:.8p Holz-Versteigerung. Dienstag den 2. k. Mts. wird im hiesigen Gemeinde- walde folgendes Holz versteigert: 4 Kiefern-Stämme, 81—36 cm Durchnu, 3—4 m Iona — 1,35 fm, 18 Fichten-Stämme, 14—27 cm Durchm., 9—18 m lam. = 7,78 fm, 5 Frchten-Derbstangen — 0,61 fm, 276 rm Nadel-Knüppel, hierunter 27 rm 3 m lang, 61 „ Nadel-Stöcke, 2300 Nadel-Wellen, 25 Haufen Kulturabraum. Dre Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr beim Lindenbaum am Ruhberg. Großen-Linden, am 26. Januar 1904. Grobherzogliche Bürgermeisterei Großeu-Lind«. _________________ Leun._____________979 Holz-Versteigerung im Kppmroder Kemerndewald. Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. Februar soll folgendes Holz versteigert werden: 35 Eichen-Stämme vou 6—13 m Lange und 13—34 cm Durchm. — 9,10 fm, 233 Nadel-Stämme von 4—20 m Lange und 13—34 cl Durchm. = 97,28 im, 303 Nadel-Derb- und -Reisslängen — 16,08 fm, 25 rm Buchen-Scheiter, 101 , Buchen-, Elchen- und Radel-Knüppel, 56 „ Buchen- und Nadel-Stöcke, 4350 Wellen Buchen-, Eichen- und Radel-Reisig. Bemerkt wird, daß dvS Stammholz den ersten Tag, das Brennholz den zweiten Tag zur Berste,gerung kommt. Zusammenkunft vormütags 9 /, Uhr bei der Seiftviese, auf der KretSstraße von Oppenrod nach Albach. Oppenrod, den 28. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser.1015 I Neu eröffnet! Neu eröffnet! Filiale Giessen MmWele der Äkkwkrger ö. 8. Molkerei Sonnenftratzc 25. ls besonders preiswert empfehlen: "9QI Allerfeinste Sützrahuebntter . . . . 4 Pfd. 1,20 Mk. Feinste Lnxcmb. Lanbbntter .... 4 , 1,00 , Frische Eier! Frische Eier! 10 Stück 50 Pfg. 10 Stück 60 Psg. 10 , 58 , 10 , 70 , Kronen-Trink-Eier io®« 75 u. 80 w8. 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