M- W I 8 •W Nr. 305 Erstes Blatt. 154 Jahrgang Genera!-Anzeiger w . Amts- und AnzeigeblM für öm Kreis Gießen jährl. auLschl. Vestellg. Annahme von Anzeigen sur bie TageSnummer bis vormUtagS 10 Uhr. ßeilcnpreiB: lokal 12Ps^ dußrodrti 20 Pfg. verantwortlich fül den po(iL und ougem. teil: U Wittko: für .Stadt und Land^ und ,(^end)tßjQQl*: 2lufluft Goetz. für den 9ln- Aetqenteil: HanS Beck. Mittwoch 28. Dezember 1804 ä ve»ag»pretAr monatlich 7b Pf^ viertel» jährlich Mk. LLO; durch AA Aohole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch W jO O W die Post Mk.v.— »iettel- außer Sonntags Vem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffifchen tandwirl die Gtetzcner Familien. Ilättti viermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck tu Verlag der Brühl 'fchen Unwech-Buch-u. Stein» druckerei, Si Langet, Nadakhrm. ÄTvebttUm und Druckerei: Echolyeatz« 7. Adresse für Devefcheirr Anzeiger Wietze». Kernfpr^chanlcdlußNr 51. Ale Heutige Kummer ttmfttßf 10 Keilen. Valitkscke Tagesschau. Zur „Aeußerung eines hohen Staatsbeamten". —tt— Berlin, 27. Dez. Graf Bülow hat es (wie wir g^tern mitteilten) für erforderlich gehalten, durch die ,..Nvrdd. Attg. Ztg." ver- ki'mden zu Taffen, daß nicht von ihm die Aeußerung her- hrührt, die der agrarifdhe Abg. v. Oldenburg aus dem Munde eines „hohen Staatsbeamten" vernommen haben wiN inbezug auf einen schädlichen Handelsvertrag: Wenn ich chhn nicht unterschreibe, dann tut es ein anderer. Wir erfahren, daß der Vorfall in Regierungstreifen peinlich berührt. Man fei, so sagt man uns, bisher nicht gewohnt gewesen, daß von einem Parlamentarier Gesprächsbemerkungen politischer Art, ganz abgesehen von dem Inhalt, in die Oeffentlichkeit gebracht wurden. Jeder au§ dem Zusammenhang gerissenen Bemerkung könne unschwer eine gewisse Tendenz gegeben werden, an die der Urheber vielleicht nicht im entferntesten gedacht habe. Der Ton, die begleitende Handbew-egung, der Gesichtsausdruck des Sprechenden — alles das fehle der Wiedergabe und erlaube daher keine Nachprüfung, ob und wieweit die betreffende Gesprächsäußerung ernsthaft oder in humoristischem oder ironischem Sinne gemeint ge? wesen ist. In einem Privatgesprach werde natürlich eher und ungezwungener von einer Wendung, einer Pointe Gebrauch gemacht, als in Aeußerungen, die von vornherein für die Oeffentlichkeit bestimmt sind. Bestehe etwa die Gefahr, daß Zitate aus Unterhaltungen von Regierungsmitgliedern mit Parlamentariern in Aufnahme kämen, so würde die Auferlegung größerer Zurückhaltung geboten fein. Auch in konservativen Kreisen scheint die Angelegenheit unliebsames Aufsehen gemacht zu haben. Die „Nordd. Mg. Ztg." kommt heute abend nochmals darauf zurück und beruft sich aus Zeitungsstimmen, worin Graf Bülow mit der Aeußerung in Verbindung gebracht ist, um die Notwendigkeit des offiziösen Dementis darzutun. Und ebenfalls heute abend meldet sich die bündlerische „Tagesztg." mit einer überraschenden Aufklärung des Falles zum Wort. Danach trägt ein „ungenauer Bericht" die Schuld. Aus der Mücke sei ein Elefant, aus der gelegentlichen Bemerkung eine Haupt- und Staatsaktion gemacht worden. Zurzeit der Caprivischeu Handelsverträge habe ein hoher Staatsmann auf die Vorhaltung, wie er die schädlichen Verträge unterschreiben könne, und daß vielleicht ans der Sache nichts werde, wenn jener Staatsmann sich weigere, und zwei andere nach ihm berufene sich weigerten, geantwortet: „Zeigen Sie mir die beiden anderen!" Nun, das ist doch eine seltsam verspätete Aufklärung. Mit dieser Richtigstellung hätte Herr v. Oldenburg unseres Erachtens sofort kommen müssen, als der „ungenaue Bericht" erschien, denn es war unschwer vorauszusehen, daß er Aufsehen Hervorrufen würde. Den Namen des hohen Staatsmannes, obwohl diese sozusagen offizielle Form der Aeußerung keine für den Beamten kompromittierende ist, teilt Herr v. Oldenburg auch jetzt nicht mit. Wenigstens entbindet ihn die „Tagesztg." von dieser Forderung mit folgender Schlußbemerkung: „Den Namen des damaligen Staatsmannes, der mit der Oeffentlichkeit gar nichts mehr ru * tun hat, zu nennen!, liegt für ihn unseres lÄachtens keine Veranlassung vor." * "• Genosse Mehring über den „Vorwärts". Der „Vorwärts" hatte der „Leipz. Volksztg." und dem Genossen Parvus „K r a s t m e i e r t u m" und „Athleten- tum" vorgeworfen. Darauf antwortet Franz Mehring in einem Artikel, den er mit Namensunterschrist zeichnet: , Tie Leipziger Genoffen nahmen die Einladung des Partei- Vorstandes zu einer Konferenz iwegen des Schimpfartikels) unter der Voraussetzung einer „freundschaftlichen Aussprache ohne jeden verbindlichen Charakter" an, womit, wenn die Unterhaltung einen praktischen Zweck haben sollte, ihr streng vertraulicher Charakter gegeben war So gab Mehring zu, daß Genöße Iaeckh sich in einzelnen Ausdrücken des Zolltarifartikels verhauen haben möge, weil er durch übermäßige Partei-Arbeit ü b e r r e i z t fei; so auch nahm er die von einem Mitgliede des Parteworstandes gegebene Anregung auf, Iaeckh möge zur Erholung einen Urlaub nehmen. Diese vertraulichen Aeußerungen Mehrings warf em Mitglied des Part ei Vorstand es (Bebel) in einem Augenblick des Zornes in die Oeffentlichkeit, und zwar in einer dunklen und äußerst mißverständlichen Anspielung auf „Menschlichkeiten" unserer Redaktion, die in der Konferenz aufgedeckt worden fern sollten . . Und nach alledem kommt das Zentralorgan der Partei 'nachträglich — denn über den ganzen Verlauf der Sache hat der „Vorwärts" nach seiner üblichen Manier ganz einseitig, lückenhaft, parteiisch und zunv Teil... wissentlich unwahr berichtet — und schlagt auf einen überarbeiteten und deshalb von den Gegnern verhöhnten Genossen mit kränkend er Invektiv e ein: „kalte und triviale Schimpfereien", „Kraftmeierei" -„Mhletentum m Worten", „Abschwächung des sozialistischen Kampfes durch inhaltlose Phraseuhaftigkeit". Das ist eine Tat, die sich würdig neben die Tat stellt, die der Minister Hammerstein an Janina Berson vollbracht hat: das ist eine Tat, die durch das Tichterwort gekennzeichnet wird: Seht hier das Trau er stück der kalten Bosheit. Und wer ist nun der An Nager? Ein Blatt, das trotz seiner Mittel und seines weiten Verbreituugsbezirks ziffernmäpig nicht einmal so propagandistische Werbekraft M entfalten vermag, wie die meisten mittleren und selbst Keinen Parteiblätter trotz ihrer oft winz-gen Mittel entfalten. Ein Blatt, das durch seine blöden Sensationen ä la Krupp und Kaisermsel die Partei aufs äußerste b l o ß g e st e l l t hat, S e n s a - Honen, die ihm nur deshalb ungenossen biugingen, weil das halb tölpelhafte, hatbaber auch raffiniert schlane Einsch reiten der Polizei mit) Staatsanwaltschaft und anderer Unterdrückungsorgane den übrigen Parteiblättern em sehr unwillkommenes Schweigen auferlegte Ein Blatt, de sen leitender" Redakteur, nachdem ihm dergleichen Mossiadeii gelegt worden sind, damit in die Vroschüren-Literattir flüchtet und in dem Titelbilde zu der Lieferungsschrift über den Königsberger Prozeß „kalte und triviale Schimpfereien", „Kraftmeiertum" usw. Nassisch illustriert, im Stil eines ästhetischen Boto- kuden. Ein Blatt mit einem Worte, das, statt seiner Vestimm- ung gemäß das prinzipienfeste Rückgrat der Partei zu sein, in jeder prinzipiellen Frage hin- und her sch wankt und für die politische und wissenschaftliche Entwicklung der Partei längst zum rudimentären Organ geworden ist." Auf diese Angriffe und Enthüllungen antwortet Bebel im „Vorwärts" mit folgender aus Zürich datierten nichtssagenden Erklärung: „Infolge meiner Abreise von Berlin am Montag ftüh und eines mehrtägigen Aufenthaltes auf der Reise hierher, kommt mir die Entgegnung des Genossen Mehring auf meine Erklärung in der letzten Sonntagunmmer be§ „Vorwärts" erst heute zu Ge- sicht.' Dieser letztere Umstand ist der Grund, daß ich darauf verzichte, nachträglich auf die höchst einseitige und die Hauptsache beiseite schiebende Entgeon"ng des Genossen Mehring noch mit einem Wort zu antworte n." Dem Beispiel Bebels folgt auch die Redaktion des „V or- wärts". Sie erklärt, daß "sie durch die gegnerische Presse genötigt sei, „den seit lange innegehaltenen Grundsatz zu verlassen, die „Leipz. Volksztg." nicht zu kennen, soweit sie solchen Parteistreit betreibt". Tie Redaktion des „Vorwärts" druckt den Angriff wörtlich ab, bemerkt aber dazu: „Wir «lehnen aber auch jetzt ab, uns irgendwie an dieser Stelle in eine Auseinandersetzung gegenüber den ehrenrührigen Beschimpfungen einzulassen, welche die ,^Leipz. Volksztg." gegen ein Mitglied unserer Redaktion richtet. Lediglich ist zur Vermeidung irriger Annahme unter den Leipziger Parteigenossen festzustellen, daß Franz Mehring den Angriff zu einer Angelegenheit persönlichen Hasses macht, während die über den Parvus-Artikel im „Vorwärts" veröffentlichte Aeußerung Meinung der Redaktion ist." Mehring also, der früher der entschiedenste Gegner der Sozialderbokratie war, gibt heute in der Partei den Ton an, und selbst Bebel und der „Vorwärts" beugen sich vor ihm. * Die westamerikanische Station. R. Berlin, 27. Dezember. Bei der Zuteilung der K r i e g s s ch i f f e an die deutschen Interessensphären über See ist die Westküste Amerikas am schlechtesten weggekommen. An die Errichtung einer, wenn auch kleineren, Flottenftation konnte ursprüuglich nicht gedacht werden, weil es an Schiffen fehlte. Als diesem Uebelftand wenigstens in etwas abgeholfen war, brachen die Wirren in China aus, und sämtliche verfügbaren Kreuzer mußten in den ostastatischen Gewässern zusammengezogen werden. Segelordre dorthin erhielt auch der an der Westküste Amerikas befindliche kleine Kreuzer „Geier". Seitdem war die Station unbesetzt. Erst jetzt wird die Kriegsstagge dort wieder gezeigt, und zwar durch den Kreuzer „Falke", der aber, dem Vernehmen nach, in nicht ferner Zeit durch ein anderes Fahrzeug ersetzt werden wird, weil seine jahrelange Verwendung im Auslände der Notwendigkeit einer gründlichen Reparatur naherückt. Unbesetzt aber wird die westamerika- nische Station in Zukunft nicht mehr sein, zumal ihre Bedeutung in dem Maße wächst, in dem die Arbeiten am Panamakanal fortschreiten. Die Station dürfte deshalb auch in der nächsten Marinevorlage eine Rolle spielen. Deutsches Reich. Berlin, 27. Dez. Ter Kaiser telegraphierte an den Feuilletonisten der „Voss. Ztg." Prof. Ludwijg Pietsch anläßlich seines 80. Geburtstages: „Herzlichste Glückwünsche und Gottes reichen Segen dem lichtvollen Historiographen und alten treuen Kriegskameraden meines Vaters zum 80. Geburtstage. Möge der Himmel einen gesegneten Lebensabend Ihnen bescheren." Der Kaiser bewilligte Prof. Pietsch einen jährlichen Ehrensolsd von 2000 Mark vorläufig auf fünf Jahre. — Dem Direktor des Auswärtigen Amts v. Koerner wurde der Charakter als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen. — Dem preuß. Landtagsabg. Fabrikdirektor Dr. Vötting er zu Elberfeld ist in feiner Eigenschaft als Vorsitzender der Göttinger ^Bereinigung zur Förderung der angewandten Physik und Mathematik der Charakter Geh. Regierunigsrat verliehen worden. Diese Ernennung^ darf bei einem Manne, der außerhalb der Beamtenhierarchie steht, als eine außergewöhnliche Auszeichnung angesehen werden. Die Universität Göttingen hatte ihm schon 1897 den philosophischen Tvktortttel 'honoris causa verliehen. — Die „Nordd. NIllg. Ztg." schreibt: Ein hiesiges Blatt ließ sich vor dem Weihnachtsfeste „aus wohlunterrichteten Kreisen" mitteilen, daß die neuen Handelsverträge erst Ende Januar oder Anfang Februar dem Reichstage vorgelegt werden würden. Wir möchten demgegenüber feststellen, daß zu Ausstteuungen über einen solchen Au f - schub für die Einbringung der Hattdelsverträge im Reichstage kein Anlaß vorliegt. Wildpark, 27. Dez. Der Kaiser traf heute abend nm II3/4 Uhr hier wieder ein und begab sich ins Neue Palais. __________ Ausland. Paris, 27. Dez. In der Wohnung S y v e t o n s wrr- ben gestern seitens der Generalstaatsaniwaltschast verschiedene Versuche angeftellt, nm die Behauptungen der Frau Syveton über den Selbstmord ihres Mannes auf ihre Nichtigkeit hin zu Prüfern Em AugenzeugL erzählt, daß Frau Syveton mit bewunderungswürdiger Ruhe und- größter Kaltblütigkeit an den peinlichen Versuchen teil*' nahm. Gleichzeitig nahm die Polizei bei Menard und bei dem Hausarzte, Dr. Tholmer, Haussuchungen vor. Zahl* reiche Bkiefe wurden beschlagnahmt. Tie Sittratton der) Frau Syveton gestaltet sich immer schlimmer und verwickelter. Das Gerücht, daß eine Verh af tun g dev Frau Syveton und vielleicht auch ihres Schwiegersohnes bevorstehe, nimmt seit gestern abend festere Ge-? statt an. — Die Kammer nahm mit 332 gegen 239 Stimmen! den Gesetzentvourf an, durch welchen das Beerdigungsmonopol der Kirchenverwaltungen und Konsistorien a b g e s ch a s f t wird. Ministerpräsident CombeD bemerkte bei der Beratung, das Gesetz werde dazu beitragen- die Trennung von Staat und Kirche voxzue bereiten. Wien, 27. Dez^ Hier sind heute abend Gerüchte tmr Umlauf, nach denen die Demission des Ministerpräsidenten v. Körber als unmittelbar bevorstehend! gelte. Es wird behauptet, v. Körber wolle unter feinen} Umständen im Amte Meißen. Diese Gerüchte sind noch mit Zurückhaltung aufzunehmen. Nach der „N. Fr. Pr." will der Ministerpräsident nur für seine Person, nicht für dasl Kabinett feine Demission einreicfycn. Als Ursachen wurden sein leidender Zuftand und die trostlosen Verhältnisse irft Parlament bezeichnet. Melbourne, 27. Dez. Der britische Reichst kommissar für den westlichen Stillen Ozean hat mich Bewilligung des Königs und der eingeborenen Häuptlinge die Kontrolle über die gesetzliche und die finanziette Verwaltung der Tonga-Inseln übernommen. Es ist unwahrscheinlich. (?), daß die Inseln während der Lebenszeit des Königs annektiert werden. Mahrid, 27. Dez. Aus Melitta wird drahtlich gemeldet, daß die dortigen Mauren den Bruch zwischen Marokko und Frankreich für unvermeidlich erachten. Ter Sultan. sei jedenfalls entschlossen, das französischer Protektorat abzuschütteln, wofür ein Einverständnis zwischen dem Sultan und dem Prätendenten gesichert sei. Die Anhänger beider stellten die Feindseligkeiten ein. Die Marabets im ganzen Riff predigen den heiligen Krieg gegen Frankreich. Krieg. In der Mandschurei haben auch die Weihnachtstage keine irgendwie bemerkenZwertenk kriegerischen Ereignisse gezeitigt. Wie Generaladjutant Ku- ropatkin dem Kaiser unterur 26. Dezember meldet, sprengten russische Freiwillige in der Nackft zum 23. Dezember, beim Torfe Linschinpu eiuLausindieLust, in welchem sich eine japanische Feldwache befand. — Ter Vorstoß der Japaner auf der Strecke von H^lsijenfimr nach Sintsintin im östlichen Teile des Operationsgebietes war deshalb von großer Bedeutung, weil jene Sttaße den Weg zum oberen Hunho öffnet und somit für etwaige Unternehmungen der Japaner gegen die linke Flanke und den Rücken der Russen hauptsächlich in Betracht kommt. Ten Mittelpunkt dieser Straße bildet der Taipinling- Paß, 25 Werst südlich von Sintfinttn. Der Paß mußte zeitweilig von den Russen geräumt werden, weil eine Umgehung beiden Flanken drohte, wurde dann aber wieder genommen. Tie Londoner „Morning PosU^ meldet aus Schanghai: Tie Russen wurden von verschiedenen Stellungen am linken Ufer des Taitseho vertrieben. Die Japaner bereiten eine Demonstration nach Mukden vor, sollen aber in Wirklichkeit Absicht auf Schinking haben. — „Daily Telegraph" meldet aus Tsingtau: Tie linke Flankeder russischen Armee sei vorgeschoben worden. Tie Front sei 65 Kilometer lang. Es wurde offiziell ausgesprochen, daß die russische Armee anfangs Februar 600 000 Mann stark fein werde. Mit Hilfe der Armee von Wladiwostok foll dann der Versuch gemacht werden, die I apan er zu umfassen. Die in Mukden eingetroffenen Verstärkungen kommen meist aus den westlichen Grenzgebieten. Die Garde werde im Januar erwartet. Während der Parade des Ljublin-Regiments, die anläßlich feiner Regimentsfeier und der Verteilung von Georgskreuzenl in Gegenwart des Generals Gripenberg in Sachetun abgehalten wurde, hielt General Kuropatkin eine Anrede, worin er erklärte, ein Rückzug dürfe jetzt nicht mehr zugelassen werden, auch nicht seitens des kleinsten Truppenteiles. Diese müßten im Falle der Not durch ^benachbarte Truppen unterstützt werden. Falls ein Ziel einmal ins Auge gefaßt sei, so müsse cs, was es auch immer koste, erreicht werden. Port Arthur London, 27. Dez. Ein deutscher Händler hat bett kühnen Versuch gemacht, der Garnison von Port Arthur neue Vorräte zuzuführen. Vor einigen Tagen kam eine Karawane in der chinesischen Sltadt Kalgan, ungefähr 175 Kilometer nördlich von Peking, an. Die Tragtiere waren mit 3000 Wollballen beladen und der deutsche Händler behauptete, sie in, Tientsin verkaufen zu wollen. Durch einen Zufall entdeckten die chinesischen Behörden, daß die Ballen nicht Wolle, sondern Mausergewehre, Patronen und Explosivstoffe enthielten. Die baltische Flotte und Japan. Tokio, 27. Dez. Die Presse ist sehr erregt über da§ Verhalten der neutralen M ä ch t e gegenüber der baltischen Flotte. Tie Zeitung „Kokumin" Tagt, Rußland sei für die Ermöglichung der Fahrt des baltischen Geschwaders nicht nur Frankreich, sondern auch Spanien, England, Holland, Dänemark und anderen Mächten zu Tank t>erpflichtet. Die Javaner könnten aber auch dankbar fein dafür, daß die Mächte durch ihr Benehmen gegenüber der russischen Flotte sich Japan zu dem g l e i ch e n B e n e h m e n verpflickstet hätten, wenn Japan es für notwendig erachten würde, eine Flotte nach dem Westen!' *u entsenden. Die bevorstehende Seeschlacht. Der Zusammenstoß zwischen dem baltischen Geschwader intb der japanischen Flmtt dürfte b a l d na ch I a hr e s w en d e er* folgen. Man erkennt allgemein die größeren Vorteile den Japanern zu. Wenn das baltische Geschwader in den hinter- indischen Gemässenr eintrifft, wird der Mmiral zunächst ans Erneuerung der Ko hl e n v o i r ä tc bedacht sein müssen, denn die Schiffe haben eine weite Fahrt hinter sich. Das Heizmaterial Telephonischer Kursbericht Tendenz: stark. Warnung!!! Kdnvesierpitftn zu ersetzen. Apotheker Friedrich Merckling. . 127.60 47.80 9% Mexikaner 4V?"/n Chinesen . Electric. 8ohuckert Nordd. Lloyd . . Kraditaktien Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . • Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Hnrpener . . . Schatzscheine . . . 32 40 . 91.95 . 124.95 . 102 70 . 21250 . 193.40 . 142.70 . 158.10 . 164 40 . 138.60 . 17.60 . 192 50 . 259.30 . 233.50 . 214.90 hatte, hervor, und erschossen zusammen. 8% *lW) Reichsanleiho do. Konsole , do. . . Hessen B7t% 8"/, deutschen User liegende Farm 6 Männer niedermachten mordeten, von denen das An einem anderen Ort zerrten riges Kind, das sich hinter 3*/} % Oberhesson . . . 4% Oesterr. Ooldronto 4‘/6 % Oesterr. Bilberrcnte 4% Uncrar. Goldrente . . 40/ Italien. Rente , . , 41/,% Portugieser . . . *o/ Portugiesen. . . . 19o C. Türken ... I'ürkenlose...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4‘/i% äussere Argentiner es mit dem Vater Kirche und Schule. Auf das Huldigungstelegramm, welches bei Gelegenheit seines 40' Stiftungsfestes der Deut s ch e katholische Gesellenverein in Rom an den Kaiser gesandt hatte, traf aus Berlin folgende Antwort ein: „Berlin, 14. Dezember 1904. Den Teilnehmern der Feier des vierzigsten Stiftungsfestes des Deutschen Gesellenvereins in Rom spreche ich für ihren telegraphischen Huldigungsgrüß meinen kaiserlichen Dank aus. Ich begleite die Bestrebungen der Gesellenvereine mit fteteni Interesse und wünsche ihrer Tätigkeit reichen Segen. Wilhelm." und dann 5 Kinder er- jüngste 8 Monate alt war. die Hottentotten ein 5 j ä h - den Geschwistern verborgen Ta in der letzten Zeit verschiedene Nachahmungen meiner seit 25 Jahren im Verkehr befindlichen, allein achten Kpostftker Ltttßard Arandt's Hottentottischc Grausamkeiten. Die Londoner .Daily Mail" veröffentlicht einen Brief auS Kapstadt, in welchem es heißt, daß die Hottentotten von Deutsch-Südwestafrika, wenn sie überhaupt Sympathien Großfeuer in Mainz. fc. Mainz, 28. Dez. (Tel. des Gieß. Anz.) Heute nacht brach in dem Hause Bonifaciusstraße 82, einem Holzbau, Feuer aus. Es befinden sich unten in diesem Hause Stallungen, oben Wohnungen. Der Brand nahm wegen des in jener noch ziemlich wenig bebauten Gegend herrschenden Waffermangels großen Umfang an und wurde um so gefährlicher, als dicht dabei die Stallungen des Menageriebesitzers Dichter sich befinden, die indes vom Feuer verschont blieben. Bei denAnfräumungsarbeiten fand man den Leichnam des achtjährigen Knaben August Eschenfelder vor. Das Kind war verbrannt, es war der Stiefsohn der Besitzerin des Hauses namens Dreßler. Der kürzlich von ihr entlaßene Dienstknecht G ra dusch wurde unter dem Verdachte der Brandstiftung verhaftet. Apotheker Richard Brandts wachs. Schaffhausen (Schweiz). b28/n Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Neue russische Eisenbahn-Obligationen. russische snnanzmmister hat die Ausgabe der von der Regierung p^rnmicrteit 11293 000 Rubel 4 vroz. Obligationen der Eis«rn- l..chngeseNich-ait Moskau-Woronesch genehm-at. Desgleichen 10 814 600 Rubel 4 vroz. Obligationen der Eisenbahngcsellschast Moskau-Wnidau-Rhbinsk. Beide Anteile unterliegen der 5 Proz. Rentensteuer. Märkte. fc. Frankfurt a. M., -8. Tez. Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") S ch w e i n e m a r k t. Zum Verkauf standen 366 Schweine. Schweine: 1. Qualität 58-59 Big., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 2. Qual. 57—00 Big., Lebendgewicht 45-00 Pfg., 3. Qualität 50—52 Vfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft gut, Uebev- stand unbedeutend. . 101.70 . 89.85 . 101.65 . 89.85 . 100.10 . 98.50 . 101.60 100 25 . 99.60 . 104.70 . 64.00 . 63.25 besaßen, diese durch ihre Grausamkeiten eingebüßt hätten. Eme Frau Bothma, die sich in das Polizeilager am Oranjefluß flüchtete, erzählte, daß 70 Hottentotten eine auf dein heimsuchten und zunächst nuidyte der verstorbene Bäckermeister Schabbel der Stadt 125 000 Mark zn wohltätigen Zwecken. — Ter Bahnadjunkt Roth an- W i ck l e s g r e n t h lb>ei Ansbach in Bayern) wurde vom Schnellzug erfaßt und gräßlich verstümmelt, indem ihm Kopf und Beine vom Rumpfe getremtt wurden. Der Verunglückte hatte den Chinafeldzng mitgemacht. — In Essen a R. erdolchten! zwei kroatische Bergleute einen zugareisttn Landsmann und raubten, ibu vollständig ans. Die Mörder wurden verhaftet. — enter Schlägerei in Holsterhausen (Rhld.) bei Wanne wurden zwei junge Vurscljen tödlich verletzt und einer getötet. <3n Petersburg erschoß sich der Leutnant Lrkatschew vom Preobraschenskischen Garderegiment: er war durch eine Petersburger professionelle Schönheit Katarina Reschetnuowa vol^ ständig ruiniert worden. — In München v er g i f t e t e st ch Frau Professor Gmel in, eine Dame, die durch ifre Seti- nähme an der Frauenbewegung auch weiteren streifen bekannt geworden ist, infolge Nervenzerrüttung. — In Dresden wurde am Heiligabend von einem jungen, nobel auftretenden Menschen, der sich 'als Berliner Kriminalkommissar ausgab, ein kecker Erpress u n g s v e r s u ch gegenüber den Inhabern der königlichen Hofmühle der Dresdener Vorstadt Plauen, Kommerzienrat Dienert und dessen Bruder, gemacht. Ter Gauner wies einen Verhaftungsbefehl vor, weil die Brüder wegen Verrats milttärtscher Geheimnisse vor dem Reichsgericht angcklagt seien, wollte der Spitzbube die beiden Herren gegen eine Kaution von 500 000 Mark auf freiem Fuße belassen. Ter freche Bursche, der in einem eleganten ^lpee vorgesahren war, wurde der Polizei übergeben, die in ihm einen alten Bekannten, einen öfter schwer b-chrasien fmndlnnaskammis. feststellt". Neueste Meldungen. Danzig, 28. Dez. Dem Studenten der Technischem Hochschule und Nescrveleutnant Anton v. Hol leb en war bei einer Fe cht Übung die Klinge seines Komparenten durch die Drahtmaske gedrungen und hatte das Gehirn verletzt. Nach schwerem Krankenlager und erfolgloser Operation starb der Student. Dresden, 28. Dez. Die alte Augustusbrücke hat plötzlich einen etwa 10 Meter langen Riß erhalten. Die Situation gilt als nicht unbedenklich. Vermutlich wird man den alten Bau durch einen neuen ersetzen müssen. München, 28. Dez. Wie die „Münch. Post" an* scheinend au§ dem Verkehrsministerium selbst erfährt, kann die nächste Konferenz über die Betriebsmittel-Gemeinschaft immer noch nur vorbereitender Natur fein, da sich ein Widerstand Preußens gegen die vom Verkehrsminister gewünschte Taris-Reform geltend gemacht haben soll, Paris, 28. Dez. „Petit Parisien" berichtet aus Petersburg: Ein Telegramm aus Sewastopol an die „No- woje Wremja" versichert, daß die in den Arsenalen von Sewastopol herrschende Tätigkeit die Frage der Entsendung der Schwarz-en Meerfstotle wieder auf die Tagesordnung gebracht habe. Der Korrespondent erklärt jedoch auf Grund guter Informationen, der Zar habe auf die Entsendung dieses Geschwaders verzichtet aus Besorgnis, daß dies eine Komplikation mit England herbeiführen könnte. Der Zar reist ant 29. d. M. nach Littaucn sowie nach dem Don und Kaukasus, um die Truppen zu inspizieren, die nach dem Kriegsschauplätze abgehcn fölten. Heer und Alotte. — Ein militärisches Avancement eines Staatssekretärs hat der Kaiser vorgenommen. Bei der Jubiläumsfeier des Grenadier-Regiments zu Pferde in Bromberg ist dem Staatssekretär von Elsaß-Lothrrngen v. Köller der Charakter als Rittm>eistcr verliehen worden. — Diese Ernennung erinnert daran, daß der Kaiser bald nach seinem Regierungsantritt den Finanzminister v. Scholz, der es in seiner militärischen Laufbahn nur bis zum Vizefeldwebel gebracht hatte, zum Leutnant beförderte. Auch der Reichskanzler ist bekanntlich vor einigen Jahren zum Oberst ä la suite der Bonner Husaren befördert worden, fcerc v. Köller steht im Alter von 63 3 7 reu. vermachte». * Der Chefredakteur und der Theaterrezensent des „H e i d e l b. T aab L" haben die schweren Säbel- 'orderungen des Eorvs Suevia abgelehnt. Tas Blatt erzählt jetzt folgendes über den Vorfall im Theater: Zwei der jungen Herren fjatten es verstanden, sich als Damen maskiert ins Theater einzuführen. Ihre Mätzchen wurden von den Begleitern durch BeifallStäne belohnt, wie sie unter gesitteten Menschen nid# gang und gäbe sind. Tas Publikum war entrüstet und äußerte diese Entrüstung in Worten, die ungleich schärfer waren, als sie die Rüge unseres Referenten enthielt, der das Gebühren als roh und unanständig bezeichnete. Eine scharfe Charakterisierung war aber fdyon deshalb am Platze und erforderlich, da sich das Benehmen der Herren dieses Mal wie schon früher bei der Tellaufführung (auch hier waren cs Mitglieder der Suevia» Damen veranlaßt sahen, aus der Nahe der sich so wenig galant und ritterlich benehmenden Herren zu flüchten. Ter Unfug nahm weiter seinen Fortgang. So wurden während der Erstaufführung der „Lustigen Weiber von Windsor" fortgesetzt Zehnpfennigstücke auf die Bühne und in den Orchesterraum geworfen. Ter Höhepunkt wurde aber am vorigen Smmtag erreicht, so daß das Einschreiten der Polizei nötig war, durch die die jungen.Herren aus dem Theater gewiesen wurden. Es erfolgte eine Polizeistrafe wegen groben Unfugs von je 100 Mark an die beiden Maskierteil. Unser Kritiker urteilte ebenfalls, und sein Urteil gab Veranlagung zu einer Erklärung alter Herren de r Suevia, die jedoch nicht vermochte, die Redaktion zur Mschwächnng der „Rüge zu veranlassen. Wenn jemand ein öffentliches Ten km al zerstört, wird dies als Rvheitsdelikt aufgefaßt und strenge bestraft. Wir meinen nun: was der bildenden Kunst recht ist, ist der dra- matffckfen nur billig und überlassen, den logstchen Schluß der Oeffentlichkeit. Tie Sache hat noch eine andere ^eitc. Tre Theaterloge wird den Schwaben nur gegen Unterzeichnung eines Reverses überlassen, in dem sie sich kontrattlich verpflichten, im Falle einer Störung ihrerseits auf die Loge ohne weiteres zu verzichten. Dieser Revers legte den Herren aber auch die m o r a - lische Verpflichtung auf, von vornherein regliche Störung zu vermeiden Sie haben sich jedoch daran nicht gehalteii, wie sie auch das Vertrauen mißbraucht haben, das man durch Ueberlassung der Loge ifyitcn entgegengebrackst hat. Wir überlassen auch hierin das Urteil dem Publikum. Solche Vorkommnisse dürfen Nickt geduldet werden. Heidelberg ist nicht mel/r das frühere „Uni- verlitütSdorf", sondern eine aufblühende Stadt, in der sich auch Fremde niederlassen und sich behaglich fühlen sollen. Tie Ve- tooTyner dieses neuen Heidelberg habeii durchaus nicht Lust, sich den Besuch des Theaters durch junge Leute verekeln zu lassen, die in völliger Verkennung der modernen Anschauungen und Verhältnisse für sich das Privilegium beanspruchen, sich ohne Rücksicht aus ihre Umgebung so zu benehmen, wie es ihnen gerade beliebt Schon im Interesse unserer Stadt muß die Presse derartigen Ansschreittlngen entgegentreten. Tas ist nicht nur ihr Recht, sondern auch ihre Pflicht, und in der Ausübung dieses Rechtes unb in der Erfüllung dieser nicht eben angenehmen Pflicht lassen wir uns durch Niemand hindern." * Eine entsetzliche Familientragödie, ähnlich der in Maulbach, hat sich am zweiten Weihnachtstage in Nordhausen zugetragen. Wie die „Nordh. Ztg.^ berichtet, hat der Kaufuiann Otto Hertel seine Frau und seine beiden Kinder im Alter von 1.3 und 11 Jahren ermordet, indem er ihnen die Kehle durchschnitt, und sich dann selbst das Leben genommen indem er sich die Pulsader öffnete und gleichfalls die Gurgel durckuchnitt. Alle vier sind tot. Das Motiv der Tat ist unbekannt. * Gleich und gleich gesellt sich gern! Zu dem Weihnachtsfeste hat sich Prof. Tr. Wilhelm Stoeltzner, der Vertreter bc3 Fache« der Kinderheilkunde in der medizinischen Fakultät der Universität Halle, mit Fräulein Tr. med. Helene Z i e g e 1 r o ck vermählt. * Kleine TageSchconik. Zugführer Hirsch aus Erfurt, auf dessen Verschulden das V a hn u n g l ü ck be i W u t ha zurlickgefühtt wird, wurde verhaftet. — In Lübeck ver- wSre wobl nur aus ben dortigen Kolonialhäfen Englands zu beziehen. Tiefe aber gelten dann völkerrechtlich, wenigsbms soweit die vornelag<-rte Hohe See in Betracht koinmt, als Kriegssckwu- vla^, da ia durck» die jamrnische Flotte der Krieg dorthin getragen rrhrb Im Hinblick -auf das englisch-japanische Bündnis ist es unter diesen Umständen sebr zweifelhaft, ob England butben nstrd, daß auf dem Kriegsschauplatz dem Gegner snues Verbündeten durch Kvlstenlieferung seitens englischer tTtrmcn Die -lktionsfähigkeit verschafft wird. Das 3. russische Geschwader. Petersburg, 27. Dez. Tas dritte Geschwader wird in zwei Wochen die Ausreise iiach Oftasicn antretcn. Die erste Gnippi- wird aus den Panzerschiffen Aprarim, Seuiawin, Usckm- kow und Nicolai L, 4 Kreuzern und mehreren Torpedobooten^ besteben. Die zweite Gruppe wird Jidj aus zwei Panzerschiffen, zwei Kreuzern, einigen Koblemchiffen uird 7 Torpedobooten zu- 'ammensetzen. Ter erste Teil des Geschwaders wird noch im Lauft des Jarmars, der zweite int Februar auslaufen. Russische Nnterschleife. Petersburg, 27. Dez. Infolge zahlreicher Unterschleffe die bei der Verwaltung des Roten Kreuzes sowohl an Oxlb als an Material begangen worden sind, ist das Publikum veranlaßt worden, alle Beiträge einz u stellen. Russische Steuern. Um die Familien der einberufenen Reservisten unterstützen zu können, muffen, wie von der rtlssisckt-schlesiscben Grenze gemeldet mitt», von nun an dft Hausbesitzer 10 Prozent der eingenommenen Miete mit Hinzureckmung des Wertes der eigenen Wohw-ng an die Oftmeinden abfilhren. Tie Grundbesitzer haben zu den bisher gezahlten Steuern vom Grundbesitz einen Zuschlag von 25 vEt zu zahlen. Vom 1. Januar ab soll auch eine Steuer auf Salz eingeführt werden. Spionageriecherei. Petersburg, 27. Tez. Tie englische Bonne fr'r Großfürstin Olga, der ältesten Tochter des Zarenvaares tpirrfc» weo-n Sv-"N 10b'r di" ' 0'r^nre nehmet feftoefknt unb von mir zur Anzeige gebracht wurden, roofie 1 mau stets genau daraus achten, daß jede Schachtel als Etikette bas nebenstehende, in Dcutsch- land gesetzlich geschützteWaren» *?\ Zeichen - „weißes Kreuz im roten Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche 2tzittcrnug in Heffen für Donnerstag, den 29. Dezember 1904: Trüb, vielfach auch nebelig, etwas kälter. ______Näheres durch die Osießener Wetterkarte. tzmnilicn-llfldiriditni. Gcstorbcu: Herr Heinrich Helfrich, Darmstadt. Frau Wilhelmine Scheid, geb. Glöckner, Darmstadt. Frl. Wilhelmine Zinunermann, Tarmstadt. Aus Stadl und Land. Gießen, 28. Dezcnlber 1904. ** Vom Vorslande des Großh. Kabinets ist bem Konditor A. Geißner hier ein Dankschreiben zugegangen für aus Anlaß der Verlobung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs nach Darmstadt gesandte Backwaren. ** Personalien. S. K. h. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Reichsbevllmächtigten für Zölle und Steuern, KÜnigl. Württembergischen Regierungsdirektor von Hegelmaier aus Anlaß seines mit Ablauf ds. Js. erfolgenden Uebertritts in den Ruhestand die Krone zuin Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. Ferner ist einer Reihe von Eisen- bahnbeamten die unkündbare Anstellung verliehen worden. •• Der Landtagsabg. und Bürgermeister Schmalbach zu Erainseld ist bedenklich erkrankt. Er steht hoch in den sechziger Jahren. •* Konzertverein. Das bereits veröffentlichte Programm zum zweiten Künstlerabend am 8. Januar ist von den Künstlern so schön zusammengestellt, wie man es sich nur wünschen kann. Seit über drei Jahren konzertiert O n d r i c e mit bem jugendlichen Pianisten Josef FamLra und überall rühmt man das künstlerische Zusammenspiel. So werden diese Künstler diesem selbstgewählten Programm gewiß in höchstem Grade gerecht werden. Höchste, edelste Kunst und vornehme Virtuosität spricht auS der Wahl der Stücke, wir dürfen erwarten, daß sie jedem vieles bringen werde. Die O-ckar-Sonate von Brahms und das I)-most-Konzert von R. Strauß sind zudem für Gießen, so viel wir wissen, Neu- h«lten- erstere em abgeklärtes Werk des reisen Meisters, der unter den Nachklassikern Über alle emporragt, und daS letztere Konzert ein Jugendwerk deS inzwischen für ntanchen doch vielleicht etwas zu modern gewordenen Komponisten. Mit Franz Schuberts unsterblicher Wanderer-Fantasie wird sich dann Herr Famära als Solist einführen, um nach zwei kleineren Sachen des Virtuosen und Komponisten Ondrieek elbst die berühmte Don Juan-Fantasie von Franz Liszt das gewaltige Repertoirestück eines Moritz Rosenthal zu spielen. Mit den höchst feinsinnig zusammengestellten charakteristischen ungarischen Weisen von Ernst schließt der, wie wir erwarten dürfen, genußreiche Abend. ** Aus dem Bureau des S t a d t t h e a t e r s. ES sei darauf hingewiesen, daß am heutigen (Mittwoch) Abend als 7. VolkSvorsteNung ein Werk allerheitersten Genres zur Aufführung gelangt: Brandon Thomas übermütiger Schwank „EharlepS Tantes Wer herzlich lachen will, findet l)cute abend bei Herrn Lipperts Tante dazu Gelegenheit. •• Zur Maulbacher Familientragödie erfahren wir heute, daß nun auch das eine der Mädchen gestern nachmittag um 4 Uhr von seinen schrecklichen Leiden durch den Tod erlöst worden ist. Der Zustand der allein noch am Leben befindlichen Schwester ist indes erfreulicherweise derartig, daß ihre Wiederaenesung z»l erwarten ist. •• Lich, 27. Dez. Die seit etwa 20 Jahren bestehende Pfennigsparkasse der Licher Spar- und Eredit-)ltien- gesellschast erfreut sich ebenso wie das Hauptinstitut einer immer steigenden Entwickelung. Im Jahre 1904 wlirden von 346 Einlegern Mk. 9924,50 gegen Mk. 9752,50 im Jahre 1903 eingelegt. Gewiß ein schönes Zeichen für den Sparsinn der Bewohner der Stadt Lich. Laubach, 27. Dez. Am 2. Weihnachtsfeiertage machten Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog und deffen Hohe Braut im hiesigen Gräflichen Schlosse einen Besuch. Das Hohe Bralttpaar fuhr mit Begleitung in einem Automobilwagen, der Fürst von Lich und Gemahlin benutzten einen Vier- spännerzng. Die Hohen Herrschaften verweilten in Lau dach von 12 bis 4 Uhr nachmittags. Beim Wegsahren wurden sie durch vielstunmigeS Hurra des sich ansammelnden Publiklnns begrüßt. g. Büdingen, 24. Dez. Gestern sand hier die Wahl von zwei Kreistagsabgeordneten durch die Höchstbesteuerten statt. Es wurden wiedergewählt OberamtSnchter Rabenau hier und Bürgermeister MöbS auS Gettenau. — Unsere Stadt steht zur Zeit mit zwei Bankhäusern in Unterhandlung wegen Aufnahme eines Alllehens von Va Millionen Mark. Die Aufnahme ist durch den Schulhausneubau, die Kanalisation und Errichtung eines Elektrizitätswerkes notwendig geworden. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In einer Besprechung der Stadtverordnetenwahlen in Frankfurt a. M., wo die Sozialdemokraten gegen Freisinn und Demokraten unterlagen, aber dafür durch Stimmenthaltung zu ©unften der „Mittelstandspartei" den freisinnigen Führer, Justizrat Geiger, zli Fall brachten, schreibt der sozialdemokratisch-antisemitische „Vorwärts", eS sei große Trauer „im Hause Israel". Auf Frankfurter Verhältniffe hatte schon früher der „Vorwärts" das Wort „Mansche oben" angewandt. mit bem Namenszug Richard Brandt's trage. Ich bitte, mir alle Fälle be» famit zu geben, wo versucht wirb, meine ächten Apotheker Richard Brandt'S Schweizcrpillen bureb nachgeahntte, billigere, minberroertige u. s. w. Fabrikate Tie Abwesenheit des Zaren von der Hauptstadt wird eine Woche dauern. Derselbe Korrespondent hat eine Anzahl politischer Personen über das jüngste Manifest des Zaren befragt. Aus den gesammelten Erklärungen geht hervor, !d-aß die Unzufriedenheit in Rußland fortdauert und die politische Gärung an Heftrg- keitzunimmt. Der Führer der liberalen Partei erklärte, Großfürst Sergius wage nicht mehr nach Moskau zurückzukehren. Dasselbe gelte von dem Polizeichef, welcher ebenfalls die Stadt verlassen hat. Die Lage wäre unhaltbar und eine Anzahl hoher Beamter sei bedroht, «wenn man den konstitutionellen Bestrebungen nicht willfahre. Petersburg, 28. Dez. Die am Sonntag in Radom ausgebrochenen Reservisten-Unruhen haben einen weit größeren Umfang angenommen, als amtlich mitgeteilt wurde. Es steht fest, daß die Reservisten zwei kleinere Bahnbrücken mit Dynamit sprengten, um ihren Abtransport zu verhindern. Hierauf wurde Militär requirirt, das mit dem Regiments-Kommandeur an der Spitze heranzog und von den Reservisten mit Gewehrfeuer empfangen wurde, wobei der Regiments-Kommandeur und zwei Offiziere tot blieben. Auch unter den Reservisten gab es mehrere Tote. Petersburg, 28. Dez. Aus Tokio wird berichtet: Unter den Japanern herrsche keine völlige Einigkeit. Es heißt, daß General Kodama aus der Mandschurei zurückberufen werden soll, weil er den Marschall Oyama geohrfeigt habe. Kodama ist Chef der mandschurischen Armee und gilt als der klügste aller japanischen Generale, aber die Volkstümlichkeit OyamaS ist eine solche, daß dieser Zwischenfall nicht ungesühnt bleiben kann. Petersburg, 27. Dez. (Amtlich.) In Kreise und in zwei Stanizen des Uralgebictes trat Mitte November nach den Symptomen und der großen Sterblichkeit eine der Beulen pest ähnliche Krankheit auf. Die Herkunft der Seuche ist nicht festgestellt, es ist nur ermittelt morden, daß die ersten flälle eine Kirgisenfamilie betrafen. Die Krankheit verbreitete sich dann unter den Kirgisen und ging auch auf die Kosakcnbevölkerung über. In der Zeit vom 24. No. vember bis zum 26. Dezember sta rben in zwei Stanizen 190 Personen. Zur Feststellung der Art der Krankheit wurde ein Bakteriologe aus Astrachan entsandt; auch die er. forderliche Anzahl von Aerzten mit Heilserum ist von PeterS. bürg abgegangen. Die Häuser und Ortschaften, auf die sich die Krankheit erstreckt, sind streng abgesperrt nnb die beiden Stanizen als pestverdächtig erklärt worden. Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren unvergesslichen Vater, Schwiegervater und Grossvater Herrn Balthasar Hess IL, Altbürgermeister heute morgen 51 /2 Uhr im * Alter von 68 Jahren zu sich zu rufen, Steinberg, den 28. Dezember 1904. Die Beerdigung findet Freitag den 30. Dezember, nachmittags 2 Uhr, statt Die trauernden Hinterbliebenen Gießen (Wolfstraße 8), Darmstadt, Ulrichstein, den 28. Dezember 1904. 8965 Ersatzteile Reparaturen 8777 und Bauholz versteigert: Stämme: 2 Eichen 2. Kl. — 2,37 Fstm., 5 Eiche 3. Kl. = 4,11 Fstm., 8 Eiche 4. Kl. — 4,55 Fstm., 20 Eiche 5. Kl. — 8,43 Fstm., 2 Buche 1. Kl. = 1,82 Fstm. (über 60 Ctrn. Durchmesser), 9 Buche 2. Kl. — 9,64 Fstm., ' 28,63 Fstm., 2 Birke 4. Kl. = ~ 0,61 Fstm., 1 Kiefer 1. Kl. Schmerzerfüllt teilen wir hierdurch mit, daß unsere innigst geliebte, unvergeßliche Galtin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter heute vormittag 3% Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im 63. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet statt: Freitag den 30. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. 30 Buche 3. Kl. . E „ _r 0,83 Fstm., 2 Birke 5. Kl. = 0,61 Fstm., 1 Kiefer 1. Kl. 0,68 Fstm. (über 50 Etm. Durchmesser), 12 Kieler 2. Kl. = 14,20 Fstm., 63 Kiefer 3. Kl. = 73,02 Fstm., 60 Kieler 4. Kl. = 41,04 Fstm., 2 Fichten 3. Kl. = 2,48 Fstm., 2 Fichten 4. Kl. — 1,49 Fstm., 8 Fichten 5. Kl. = 2,67 Fstm., 3 Elsbeer 5. Kl. = 0,50 Fstm. Joh. Fr. Schaaf 44 Wctzsteinslraße 44. Renommiertestes Geschäft der Branche in Dietzen. Eifa-Schwarz, an der Abtriebsfläche im Distrikt Hardt 2a. Nähere Auskunft erteilen die Großh. Forstwarte Schaaf zu Ena und Büttner zu Nainrod. Alle Stämme sind ohne Rinde gemessen und sämtliches Nadelholz ist vollständig entrindet. 35 Bllchen- und 3 Elsbeer-Stämme aus dem Distrikt Beerberg und 4 Rm. Elchen- Scheiter aus Distrikt Bäasmald werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Auszüge aus dem Bersteigerungsprotokoll werden bei frühzeitiger Anmeldung von der unterzeichlleten Obersörstcrcl unentgeltlich abgegeben. Alsfeld, den 25. Dezember 1904. Äroßherzogliche Oberförsterei Alsfeld. Haberkorn. D lu Die trauernden Hinterbliebenen. 8962 Welmg von Neuichs-Wmnschen durch Besuche und Karten. Neujahr 1905. Zur Enthebung von NeujahrS-Glückwünschen bei dem bevorstehenden Jahreswechsel bitten wir, wie in den früheren Jahren, der hiesigen Kleinkinder Betva-raustalt eine Gabe spenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen. Durch Veröffentlichung der Namen der Geber im „Gießener Anzeiger" noch vor Jahresschluß wird es allgemein anerkannt, daß alle Genannten von Abstattung der Neujahrsbesuche, sowie von Zusendung von Neujahrskarten befreit sind und ihrer» seits beides nicht beanspruchen. Zugleich wird hierdurch der genannten Wohltätigkeitsanstalt mit ihren 244 Kindern eine sehr wünschenswerte Unterstützung zu teil. Gießen, den 26. Dezember 1904. R 'n Rendant Doering. Pfarrer Enler. Kirchenrat vr. Naumann. Fabrikant Emil Schwall.__________, Gtammholz-Vkrsteigmmg. I. Mmrtaa den 9. Januar werden auf den Abtriebsflächen in den Distrikten Schönbuchenrück 1 und Auerberg 7 und aus den Distrikten Tümmel 2 und Baaswald an Schnitt- und Bauholz versteigert: Stämme: 1 Eiche 1. Kl. — 1,98 Fstm. (über 60 Etm. Durchmesser), 1 Eiche 2. Kl. = 0,53 Fstm. (50—59 Etm. Durchmesser), 18 Kielern 2. Kl. ---- 20.84 Fstm. (40-49 Etm. Durchmesser), 115 Kiefern 3. Kl. — 108,26 Fstm. (30-89 Etm. Durchmesser), 360 Kielern 4. Kl. — 237,19 Fstm. (20—29 Etm. Durchmesser), 49 Kiefern 5. Kl. -- 18,16 Fstm. (unter 20 Etm. Durchmesser), 2 Fichten 4. Kl. = 0,69 Fstm. Scheiter: 12 Rm. Eiche 1. Kl., Werkscheiter (Schönbuchenruck und Vaaswald). Znsammenknnft vormittags 10 Uhr auf dem Schoffenweg am Distrikt Schönbuchenrück 1. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Landmann zu Schwarz. II. Dienstag den 10. Januar werden aus dem Distrikt Beerberg 2a und von den Abtriebsflächen in den Distrikten Hardt 2a und Heidberg 5 an Schnitt- Bekanntmachung. Für zwei Klassen der Vorschule des Realgymnasiums und der Oberrealschule werden geeignete Räume zum 1. April 1905 zu mieten gesucht. Dieselben müssen etwa 8,50 m lang und 4,50 m tief, hell und luftig sein; ausreichende Bedürfnisanstalten und em Spielplatz erforderlich. Lage in der Nähe der Schule erwünscht, aber nicht Bedingung. _ , „ r. - . Für etwa erforderliche Umbauten kann eme einmalige Entschädigung gewährt werden. „ ... , , Gefällige Angebote sofort schriftlich oder mündlich nach Zimmer 15 der Bürgermeisterei erbeten. Gießen, den 27. Dezember 1904. , Br Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Zuschneide - Unterricht fn Damen- und Kinder-Garderobe nebst Vorarbeiten erteilt nach leicht faßlicher Methode L« Weinhardt, Goethestrahe 46, pari. Beginn eines Kursus täglich. Zuschneideschule, Konsektion. Gleichzeitig einpsehle mich den geehrten Damen im Unfertigen von Kostümen aller Art zu zivilen Preisen. 8955 Schützer Bier. Empfehle das bestens bekannte Bier aus der Gräflich Fried. Kühnhold, | Ludwigstraße 55. Frau Katharina Bruchhäuser geb. Dietrich Corona mit Nadelschutz und weltberühmte, unübertreffliche IDiirhopp--Fabrikate, aller Spsteme, be- a _ sonders empfohlen als m Stadt und Land bestens cingeführt und auch vorzüglichst zur Kunststickerei geeignet. 7467 Nähmaschinen von Mk. 50.— an franko Haus. Bekanntmachung. Der Hauskehricht wird in den nachbenannten Straßen an den beistehenden Tagen und Stunden abgefahren: Arn Montag, Mittwoch und Freitag in folgenden Straßen: Arn Riegelpfad (unterer) 6—8, Asterweg (Walltorstraße—Nordanlage) 8—10, Asterweg (nördlich der Nordanlaqe) 6—8, Auf der Bach 10—12, Bahnhofstraße (Marktstrabe—Trefenweg) 1—3, Bergstraße 6—8, Bismarckstraße 10—12, Bleichstraße 8—10, Bruchstraße 8—10, Burggraben 10—12, Dammstraße (Walltorstraße— Nordanlage) 8—10, Dammstraße (westlich der Nordanlage) 6—8, Dreihäusergasse 3—6, Ebelstraße 8—10, Ederstraße 6—8, Erlen- gaffe 1—3, Gartenstraße (Ludwigstraße—Schiffenbergerweg) 6—8, Goethestraße 10—12, Große Mühlgasse 3—6, Gutenbergstraße 6—8, Hesienstraße 6—8, In Löbers Hof 3—6, Johannesstraße 1—3, Kaplansgasse 3-6, Katharinengasse 3—6, Kirchenplatz 10—12, Kirchstraße 10—12, Kleine Mühlgasse 3—6, Kornblumengasse 3—6, Kreuzplatz 3—6, Krofdorferstraße 3—6, Liebigstraße (Ludwig- straße—Querstraße) 6-8, Löberstraße 1—3, Löwengasse 3—6, Lonystraße 1-3, Ludwigstraße 8—10, Mäusburg 3—6, Mai- gaffe 3—6, Marktplatz 10—12, Marktstraße 1—3, Neuenweg 1—3, Neustadt 3—6, Nordanlage 8—10, Blockstraße 1—3, Nittergasse 1—3, Rodheimerstraße 3—6, Sandgasse 3—6, Schiffen- bergerweg 6—8, Schillerstraße (Asterweg—Nordanlage) 8—10, Schillerstraße (westlich der Nordanlage) 6—8, Schottstraße 6—8, Schützenstraße 3—6, Seltersweg 3—6, Stallgasse 3—6, Steinstraße 6—8, Stephanstraße 10—12, Südanlaqe (Gartenstraße—Bleichstraße) 1—3, Teufelslustgärtchen 3—6, Tiefenweg 1—3, Weserstraße 6—8, Wettergasse 10—12, Wetzsteingaffe 8—10, Wetzsteinstraße 8—10, Wilhelmstraße (Ludwigstraße—Ebelstraße) 8 — 10. Am Dienstag, Donnerstag und Samstag in folgenden Straßen: Alicestraße 8—10, Am Riegelpsad (oberer) 6—8, Bahnhofstraße (Tiefenweg—Westanlage) 3—6, Bahnhofstraße (Westanlage—Graben- straße) 1—3, Bahnhofstraße (Grabenstraße-Bahnhof) 10—12, Brandgasse 3—6, Brandplatz 10—12, Braugasse 3—6, Credner- straße 8—10, Diezstrape 10—12, Eichweg 6—8, Frankiurter- straße 10—12, Gartenstraße (Südanlage—Ludwiqsplatz) 10—12, 6)rabenstraße 1—3, Großer Steinweq 6—8, Grünbergerstraße 8—10, Hammstraße 1—3, Hillebrandstraße 10—12, Hinter der Westanlage 1—3, Hofmannstraße 8—10, Hundsgasse 8—6, Kanzleiberg 10—12, Kaplaneiqasse 1—3, Klinikstraße 10—12, Lalm- straße 1—3, Landgrafenstraße 6—8, Landgraf Philippsplatz 10—12, Landmannstraße 8—10, Leihgesternerweg 6—8, Licherstraße 8—10, Liebigstraße (Eisenbahn—Frankfurterstraße) 10—12, Liebigstraße (Frankfurterstraße—Ludwigstraße) 6—8, Lindengasse 3-6, Lindeu- platz 1—3, Ludwigsplatz 10—12, Marburgerstraße 6-8, Markt- laubeustraße 1—3, Mittelweg 10—12, Moltkestraße 6—8, Neuen Bäue 10—12, Ostanlage 6—8, Roonstraße 6—8, Schanzenstraße 3—6, Schloßgaffe 1—3, Schulstraße 10—12, Senckenberg- straße 10—12, Sonnenstraße 10—12, Südanlage (Bleichstraße— Selterstor) 8—10, Wagengasse 10—12, Walltorstraße 3—6, Weidengasse 10—12, Westanlaqe 3-6, Wetzlarerweg 8-10, Wiesecker- weg 6—8, Wiesenstraße 6-8, Wilhelmstraße (Frankfurterstraße- Ludwiqstraße) 6-8, Wolfstraße 8-10, Wolkengasse 3-6, Zozels- g affe 3—6. Wir machen ganz besonders darauf aufmerksam, daß es im Interesse der Beteiligten liegt, den Hauskehricht zu den oben angegebenen Zeiten an den genannten drei Wochentagen bereit zu stellen und damit nicht bis Ende der Woche zu warten. Andernfalls ist eine pünktliche Durchführung der Abfuhr nicht möglich, und die Beteiligten haben eS sich selbst zuzuschreiben, wenn die Abfnhr unregelmäßig erfolgt. Gießen, den 17. Dezember 1904. B-1/12 Großherzogliche 'N iraermeisterer Gießen. Mecum. Punsch-Essenzen »r. Otto Schaafs aus Arrak, Burgunder, Portwein und Hum 8959 schmecken vorzüglich und bekommen ausgezeichnet Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Eigene Dekorationen. 07691 Punsch-Essenzen Arak Kognak Rum Südweine 8931 Kakaos Chocoladen Thee empfiehlt in den bekannten feinen und feinsten Qualitäten die Löwen-Drogerie, W. Kilbinger. Für Sylvester! Leöende Spiegelkarpfen Lebende Schleien _____ Salm im Anschnitt, Zauder, Zungen, DF Holländische Schellfische und Eabltau. 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Der Vorverkauf wird ui» ö1 /, Uhr eingezogern QtenograPhie! Dienstag den 3. Januar 1905, abends 81/, Uhr, eröffnen mir im Kaufmännischen Bereiushaus (Nord-Anlage) a) einen Anfänger-Kursus für Herren b) einen Antänger-Kursus für Damen. Honorar 6 Mark. Anmeldungen werden zu Begum des Unterrichts entgegen- aenommen, auch können solche vorher schriftlich bei dem 1. Vorsitzenden, Großh. Bureauvorsteher Eo. Schifsuie, Grünbergerstr. 3, emgereicht werden. vea, Gabelsberger Stenographen-Verein v. 1861 und Tamentranzchen des G. St. B. J. IW. Schulhof Marktetrasse 4 GiCSSCH Telephon 119 Gegründet 1830 8573 Kolonialwaren, Delikatessen, Liköre Obst- und Gemüse-Konserven Kaffee, Kakaos, Schokolade, Thee. FIunn- u. Scefischhamhung. Der ergebenst unterzeichnete Jubilar vom 23. d. M., geboren zu Butzbach 1814, sagt — ob des Dielen — auf diesem Wege allen Denen in Stadt und Land, die ihn zu seinem 90. 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