Nr. 254 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Sympathien für Wußland oder Japan? er- RotationSdruck und Verlag der BrÜht'sch« UntversttätSdruckeret. R. Lange, Gieße«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr, 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Dietzen, zeugen. Von den verschiedensten Seiöen wird denn auch der Abneigung Rußland gegenüber offen 'Ausdruck gegeben; man freut sich über seine Niederlagen und feiert die japanischen Siege, als ob fte auch deutschen Interessen zu gute kämen. Erscheint «tgNch mit Ausnahme des Sonntag«. Die „Gießener ZamillenblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «^tsstsche LavdVirt" erscheint monatlich einmal. Der Aufstand in Aculfch-SüdWestafrista. Neue Uuheilposteu. Der stellvertretende Gouverneur berichtet aus Windhuk in einem dort am 26. Oktober, nachmittags 4 Uhr 40 Min. abgegangenen Telegramm, daß der Schäfereidirektor Kleudgen sowie die Gebrüder Maekler, letztere in Mariental wohnhaft, von Gibeon aus als tot gemeldet worden seien. Der gleichfalls in Mariental wohnhafte Farmer Brandt sei am Leben. Nach einem an die Direktion der südwestafcikanischen Schäfereigesellschast in Berlin gerichteten Privattelegramm, welches a,n 26. Oktober abends hier emgetroffen ist, befinden sich die Witwen der getöteten Farmer Kleudgen und Hupfeld in Gibeon in Sicherheit. Auch in diesem Telegramm wird die Rettung Brandts genleldet. Aus Gibeon wird über Keetinaushoop und Kapstadt unter dem 7. Oktober amtlich gemeldet, daß die Farmer Scheidweiler, Bürger, Bock, Unteroffizier Dam m- koehler und Gefreiter Nagen gast getötet worden seien. Nach Meldung des Farmers Philipp vom 13. Oktober hätten die Gokhasser Hottentotten die Farmer Wieg- recht und Walter, Händler Cohn, Polizist Gitscher und eine Anzahl Buren ermordet. Zweites Blatt. 154. Jahrgang Freitag 28. Oktober 1904 Giehener Anzeiger Wien, 27. Okt. £* art leben« Studentenkomödlz „I ui g i* iht e 11 B n ii in z u r N acfiti g a 1 [" wurde bei der Ur- anffiilming tut B ii r g 11, e a t e r trog flotter TarsleUung und der An wesenhei» des Bers.isscrs u d g e l e h n t. Hartleben tonnte zur Not einige Male cvhncüien. Tie Tenden- deö Stücke- geht gegen die Studentenbranche, wird aber durch die allzu naive Handlung matt, geistlos und ohne Witz vcrjochtcn. gestern, ja heute morgen noch gehegt, waren verschwunden. Er hatte lich die Zukunft — den Abend seines Lebens so schön aus- gemalt. Tas Unglück Mariens, wie er deren Fehltritt nannte, hatte er ganz und gar in feiner warmen Großherzig kett unö Liebe vergessen; was gewesen, war vergangen und verziehen. Tie Vergangenheit war tot, sie kehrte nicht mehr zurück, eine schöne, reine, zufriedene Zukunft sollte für die unglückliche Marie erstehen und ein nur noch kurzes Leben sollte von dem milden Abendrot eines stillen Glückes erfüllt werden. Gewiß, er war so egoistisch gewesen, bei den Plänen für die Zukunft Mariens und ihres Lohnes, auch an sich zu denken, aber tonnte ihm diese menschliche Schwäche zum Vorwuri geniacht werden'? Und nun war alles vorbei! Grau und öde lag die Zukunft ivieder vor ihm, die ihm nur ein einsames Alter bringen tonnte, oder die Gesellschaft feiner „lieben Verwandten", die nur auf feinen Tod warteten. In einer Stunde mußte Marie zurückkehreu. Er wollte ihr jetzt nicht gegenübertreten, ihr auch den Ring nicht persönlich überreichen, in ihrem Erbleichen, ihrem Erröten hätte er ihre frühere Uuwahrhaftigkeit erkannt, sich für sie geschämt. Tiefes peinliche (f>efuhl nxoltte er ihr ersparen. Mochte sie zu dem fremden Manne gehen und alles mit ihm besprechen, später würde sich dann Wahl auch eine Stunde finden, wo sie ihm ihr Herz lUisschüttete. Wau sie doch gestern abend bereit gewesen, ihm alles zu gestehen. Er ging in das' Haus, schrieb einen kurzen Bries und legte den Ring hinein. Er erteilte ihr keinen Rat, sondern erfüllte nur den Auftrag des fremden Herrn. „Damit Sie ungestört mit dem Herrn sprechen können", schrieb er zum Sck-ilum „werde ich eine Partie in die Berge machen und erst spät heute abend zurückkehreu. Gott beschütze Sie und wende alle# zum Besten." Tann siegelte er den Brief und überaab ihn der alten Frau Knoche zur Besorgung, wenn tiJLaric zurückgekehrt. darauf kunte er den Knaben, versprach ihm, ihm etn>ad Schones nutjubringeu unb verliest das kleine Haus, das Asyl des Friedens und des Glückes seines Alters. Er lenkte seine schritte ui ^n Wald. Tv rt Ivars er sich an einer einsamen stelle ui das JJcood und blickte sinnend in das Vlältergelvirr empor, das in der Lonne wie .grünliches ®olb aufleuchtete. n A'ie. Bienen und Käfer umsummten ihn. Auf einer hohen Jud}e fast ein ö’tnft? und schmetterte sein Signal in die Luft wnaus. Bmr fern her tönte der Ruf eines Knckuks. Des alten Herrn 'Nerven beruhigten sich. Er war ja doch lein öwlino mehr und hatte schon so viel Leid und Kummer-, Elend und Enttäuschung in der Welt gesehen, aber auch erfahren, baß icbet» Unglück nicht so groß, als es anfangs erscheint. Verzweifeln tut nur die Jugend, er weist, dast alles sich wieder einvenrt im menschlick-en Leben. Er schämte sich jetzt fast feinesi Kleinmuts. Konnte diese Angelegenheit mit den Ringen nicht gan -anders zusammenhäiigeu, als er sich ausgemalt'? Konnte die ganze Geschichte nicht sehr harmlos sein? Rasch erhob er sich, ungewiß, ob er nicht gleich wieder yeunvehren sollte. Ta erklang plötzlich ein lauter Schrei in der Ferne, schrill und iamuicrnb . . . er erschrak! War das nicht Mariens Stimme'? Sollten seine Befürchtungen doch begründet sein? Er schauderte zusammen, und wie von einem unsichtbaren Feinde gehetzt, eilte er tiefer in den Wald. (Fortsetzung folgt.) Em- und Ausfuhr. Hier sieht man, wie die japanische Industrie auf dem besten Wege ist, die fremde Konkurrenz vom japanischen Markte zu verdrängen. Wie wenig Eindruck machen alle Versicherungen von der Minderwertigkeit der japanischen Arbeit, wie sie trotz dieser Minderwertigkeit solche Erfolge erzielen kann. Die Tatsachenalleim sind maßgebend, und sie warnen den Geschäftsmann, die japanische Konkurrenz gering einzuschätzen.. Hand in Hand mit der Verdrängung europäischer Waren vom japanischen Markt geht ein rasch 'ansteigender Export japanischer Erzeugnissse. Er macht sich bereits überall im asiatischen Osten zu ungunsten des europäischen Absätze s fühlbar, ganz besondere Erfolge aber erzielt er in dem benachbarten China, auf dessen Erschließung und wachsende Kaufkraft Europa so große Hoffnungen gesetzt hat. Den chinesischen Markt betrachtet Japan als seine Domäne, es vertraut dabei auf die Rassenverwandtschaft, die dein japniaschen Händler ein natürliches Uebergewicht über seinen europäischen Konkurrenten gibt. Weil Japan sich dieses Uebergewichts bewußt ist, kann es auf territoriale Eroberungen in China verzichten. Auf den Markt des ganzen chinesischen Riesenreiches hofft man die Hand legen zu können, wenn China als politisch selbständiger Staat in seinem ganzen heutigen Besitzstände unversehrt erhalten bleibt. Für eine so großartige Perspektive kann leine auch noch so reichliche Abfindung Japans bei einer Aufteilung Chinas Ersatz bieten, deshalb schätzt es die territoriale Integrität Chinas und hat.gegen Rußland die Waffen ergriffen. In wie ganz anderem Lichte erscheint das vielen so sympathische Japan, wenn man seinen kommerziellen Ehrgeiz und seine kommerziellen Erfolge mit nüchternem Auge betrachtet! Für den deutschen Export ist Japan ein hochgefährlicher Feind; das sollten die nicht vergessen, die sich von seinen staatlichen. Tugenden und seiner militärischen Tüchtigkeit jetzt blenden lassen. Ein endgiltiger Sieg Japans über Rußland würde sein Prestige im asiatischen Osten derart kräftigen, daß der europäische Export gar bald die Folgen verspüren würde. Deshalb also fort mit aller Sen timssntalität, beurteilen wir die Verhältnisse vom Standpunkt des Kaufmanns, bekennen wir offen „Rußland gilt uns mehr als Japan." Der deutsche Geschäftsmann, der hierüber noch im Zweifel sein könnte, braucht nur einen Blick in die Spalten der englischen yrnd amerikanischen Presse zu werfen. Uns mit Rußland zu verfeinden, ist das Ziel, auf das die englische und amerikanische Konkurrenz mit aller Macht hinarbeitet. Sie möchte daraus geschäftlichen Nutzen ziehen und ist deshalb so eifrig bemüht, antirussische Kundgebungen bei uns zu provoziereu. Sollen wir ihr diesen Gefallen tun? Wir haevn das Vertrauen zu jedem Hüten Deutschen, daß er die wahren Interessen des deutschen Kaufmanns besser versteht und durch kluge, besonnene Haltung die Jntriguen aller Neider zu chanden macht. Vom Standpunkte des deutschen Exports wurde nun in der letzten Nummer der „Deutschen Export-Revue" die Frage erörtert: Hat der deutsche Export Veranlassung, sich 'über die russischen Niederlagen und die japanischen Siege zu freuen? Die Antwort lautet kurz und bündig: Uns, die wir pr'e Interessen des deutschen Exports vertreten, gilt Rußland mehr als Japan. Rußland hat im Jahre 1902 für 343 Millionen Mark deutsche Waren ausgenommen, Japan nur für 49 Millionen Mark. Schon diese Zahlen spiegeln den weiten Abstand wider, der für uns und unseren Absatz zwischen dem russischen und japanischen Markte besteht. Nur 1 Prozent unseres Gesamtexports ging nach Japan, 7.1 Prozent dagegen nach Mußland. Im letzt- verflossenen Jahre hat sich unser Absatz nach Rußland weiter gehoben, er ist auf 378.6 Millionen Mark gestiegen. Fast die gesamte deutsche Exportindustrie hat ein hervorragendes Interesse am russischen Markt. Mustert man die statistischen Ausweise, so findet man alle Hauptwarengruppen mit sehr ansehnlichen Ziffern in der Ausfuhr nach Rußland vertreten, für einzelne ist Rußland der größte und bedeutendste Abnehmer. Oft und mit gutem Grunde hat der deutsche Export sich über hie russischen Zölle unds die russischen Zollchikanen beklagt, trotzdem bleibt Rußland für ihn oas Land einer großen Hofstiung. Allerdings bemüht sich die russische Negierung, eigene Industrien emporzuziehen, gewerbliche Kenntnis im Volke zu wecken und zu verbreiten. Aber so groß auch diese Anstrengungen waren, die deutsche Industrie fand Gelegenheit zu steigendem Absatz. Das Land bedarf der Ergänzung von außen, und je mehr die heute zum Teil erst halbzivilisierte Bevölkerung wirtschaftlich gehoben wird, uw so größer wird die Nachfrage nasch Mslündischen Waren sich gestalten. Der deutschen Industrie, die vor den Toren Rußlands liegt, bietet diese Aussicht großartige Chancen; die Früchte der kulturellen Entwicklung des Riesenreiches müssen ihr in erster Linie in die Llrme fallen. Wollen wir das, was die Natur uns gegeben hat, unsere natürliche Vorzugs- steltung auf dem russischen Markte, jetzt leichten Herzens,, sentimentalen Eingebungen folgend, aufs Spiel setzen? Kann uns Japan ersetzen, was wir in Rußland verlieren? Ueb'er die gelbe Gefahr sind die Meinungen der Kenner und Nichtkenner geteilt. Manche Beurteiler gehen so weit, sie ins Reichs der Fabiel zu verweisen. Wie scharf aber kontrastieren mit den Behauptungen von der angeblichen Ungefährlichkeit der japanischen Konkurrenz die statistischen Ausweise über die japanische schreibt Herr Gustav .Voigts in der „Zeitschrift für Kolonial- politik, Kolonialrecht und Kolonialwirtschaft": Von Deutschland aus wird uns hier draußen der Vorwurf gemacht, Win hätten über den Ausbruch des Aufstandes orientiert sein müssen. Ja, nachher ist man immer klüger. Hier muß ich auf die Zeit des WMoikrieges zurückgreifen. Damals machten die Hottentotten unseren Truppen genug zu schaffen Von feiten der Hereros aber lag für uns nicht die geringstei Grfahr vor, denn seit dem Tode des alten Kamahereros gab es in Hereroland keine Oberhäuptlings-Autorltät mehr. Die stolzen Großen waren alle mehr oder weniger mti einander verfeindet und suchten bei Erbanaelegenheiten sich auf Kosten der anderen an Rindern gewaltfam zu öereicherm Außer Samuel suchten auch Nicodemus, Manasse imd Tjetjo sich durch Freundschaft mit den Deutschen Macht zu verschaffen. Wie unsere Regierung sich diese Spaltung während' der langen Jahre in geschickter Weise zu nutze gemacht hat, ist ja bekannt. Samuel, einer der Schwächern, war einmal von uns offiziell als Oberhäuptling anerkannt, und als Nicodemus sich 1896 dagegen auslehnte, unterlag! er bald unfern Truppen, denen sich Samuel mit seinem Anhang anschloß. Nicodemus Tod war die Grundlage zu Samuels Ansehen, welches mit der Zeit immer mehr zunahm; besonders da die alten Großen Manasse, fKlarua, Kavizeri und Kaöazembi nacheinander starben. NienranU und nach europäischen Begriffen etwas Bedenkliches darin, daß die alten Feindseligkeiten unter den Hererostämmen! beigelegt waren und wir jetzt einem einigen Hererolande gegcnuverftanden, denn Samuel, der seine Stellung, den deutschen verdankte, wurde von allen Hereros als Oberhäuptling anerkannt und ließ es bis zum Ausbruch des Auslandes nie an Freundschaftsbezeugungen gegen unsere Regierung fehlen. Man war sich hier wohl darüber klar, daß der schweigsame Assa und andere stolze Hereros seit langer. Zeit sämtliche Deutschen zum Lande hinaus wünschte, aber jeder hielt sie für zu aufgeklärt, als daß sie sich ernstlich gegen die deutsche Herrschaft auflehnen würden, und Ueber- läuser betonten im Juli d. I. noch, daß Assa noch kein Gewehr in die Hand genommen hätte. In Wirklichkeit waren es auch 'die rohen Feldhcreros, welche das Gerücht verbreiteten, unsere Soldaten seien voii den Hottentotten geschlagen und der Gouverneur gefangen genommen worden, und als Hereroland um Neujahr vou Truppen entblößt ■ Ker King. Kriminal-Nomcm von O. Elster. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wie kaur dieser in den Besitz des Ringes, der demjenigen bis aufs Kleinste glich, den Marie Brandt zu tragen pflegte? Scherzend hatte der Amtsgerichtsrat Marie nach dem Ursprung des Ringes gefragt. Sie war blaß wie der Tod geworden. „fragen nie nie wieder", hatte sie geantwortet. „Ter Ning erinnert mich an die suMbarste Zeit meines Lebens." „Aber w.'sl>alb tragen Sie ihn denn? Wollen Sie die Erinnerung stets lebendig erhalten?" „Ja" — hat sie tief aufatmend erwidert. „Tas ist meine Buße —" Er hatte nicht wieder gefragt. Er nahm an .daß der Ring das Geschenk ihres treulosen Geliebten war. Aber dieser Geliebte, der Vater ihres Kiildes, so hatte sie ihm feierlich versickert, war tot — und jetzt trat ihm ein Mann entgegen, welcher denselben Ring 'besaß, er hatte es .selbst ausgesprochen. Beide mußten also in Verbindung gestanden haben, und da Viarie den Ning als Buf-e einer Schuld trug, so mußte der Mann, der den gleichen besaß, mit dieser Schuld in Verbindung stehen. Tarn guten alten Herrn ward ganz traurig zu nsim. Er halte so felsenfest auf Marie gebaut, siuern Wort so felsenfest geglaubt, unb jetzt mußte er doch annehmen, daß sie ihn belogen. Denn wer konnte dieser Mann, der den gleichen Ring wie Marie trug, anders sein, als ihr früherer Geliebter, der Vater des kleinen Richard. T'eshalb hatte er auch feinen Namen nicht nennen wollen, wußte er doch, daß der verhängnisvolle tintig ihm den Weg zu tiJtane bahnen würde. Alle feine ftohen Hoffnungen, welche der gute alte Herr Kapitän Christian Goliath von Berfaba gibt an, daß deutschgesinnte WitboiL, darunter Samuel Isaak und Petrus Tods von Stammesgenossen et J mordet seien. Der Herero-Ausstand und die Viehsrage. Der „Weltkorr." wird geschrieben: Die Optimisten, die gehofft hatten, man könnte durch den Hereros adgenom> menes Beutevieh die Kosten des Krieges einigermaßen wieder herbeibringen, sehen sich gründlich getäuscht. BÄ jetzt sind den He reros erst 3500 StützkVie h ab genommen worden. Da sie uns 20000 Stück Vieh gestohlen haben, so ist also kaum wenig mehr als ein Sechstel des uns geraubten ?Viehs zurückerbeutet worden.. Den Viehbestand, den die Hereros vor Ausbruch des Krieges gehabt haben, schütze ich auf 40 000, sodaß sie insgesamt über 60 000 Stück Vieh verfügten. Da" sie für ihren eigenen Bedarf, nun täglich 200 bis 250 Stück schlachten sollen, so ergibt! sich daraus, daß sie jetzt überhaupt nur noch sehr wenig Großvieh besitzen und am Ende, des Krieges gar nichts mehr haben werden^ Statt also den Hereros Meh abzunehmen, werden wir ihnen zum Schlüsse des Krieges noch welches geben müssen, denn wir können, ja nicht Männer^ Frauen und Kinder über die Klinge springen lassen, und! verhungern lassen können wir sie auch nicht. Allerdings wird es genügen, wenn man ihnen hauptsächlich Kleinvieh, Fell- schwanzschase und Ziegen gibt. Ein wahrer Jammer ist es auch, daß durch den Krieg unsere Simmentaler- und Pinzgau er zücht, die seit 7 Jahren ausgezeichnete Resultate geliefert hatte, vernichtet worden ist, da dieses Zuchtvieh auch weggenommen und geschlachtet worden ist. Wir werden also nach dem Kriege wieder von vorn ansangen können. Im Süden von Deutsch-Südwest ist, wie ich höre, die südwestasrikanische Schäfereigesellschaft bei Gibeon, die mit sehr großem Kapital arbeitet, durch den Ausbruch des Hottentottenkrieges geschädigt worden. Zur Frage der Ursachen des Herero-Aufstande- » der Sympathien gegenüber zwei kriegfüyren- oen Machten ift ein eigenes Ding. Nüchterne, verstandes- I^tväsiungen streiten mit Gefühlsregungen, die das Geschäftliche ignorieren, um mit einem, wie man sich selbst glauben machen möchte, höheren, besseren Maßstabe die wrlr^er zu messen. So geht es auch jetzt beim ostusiatischen Kriege. Auf der einen Seite das kleine Japan, das durch eigene Tüchtigkeit und rastlose Arbeit sich in rurzer Zeit so mächtig emporgeschwungen, das für seine nationale und wirtschaftliche Zukunft mit so bewunderns- ^rtem Heroismus kämpft, angeblich so hohe Begriffe von Ehrgefühl und Vaterlandslieve entwickeln, so rein und unverdorben dastehen soll als staatlicher und gesellschaft- licher Organismus, daß einem solchen Volke die Sympathien aller derer entgegenschlagen, die nur dem Zuge des Herzens! folgen, ist begreiflich. Gegen den russischen Koloß, der die aussteigende Entwickelung des Jnselvolkes Niederhalten mochte, kämpft der japanische Zwerg; die Sympathien für Jvpan bedingen baS Gegenteil für Rußland. Rußland hat sich aufrichtiger^ wirklicher Sympathien im westlichenEuropa stets nur wenig zu erfreuen gehabt. Viele haben sich daran gewöhnt, in Rußland den Musterstaat obrigkeitlicher Willkür und polizeilicher Schikane zu erblicken, wo alles nur von Bestechung und Unterschlagung lebt, die breite Masse des Volkes im Elend verkommt, während die kleine Schicht der oberen Zehntausend wüste Orgien feiert. Solche Vorstellungen, die aus Tatsachen und tendenziösen Ueber- treibungen ihre Nahrung ziehen, und vollends Geschehnisse wie„ der brutale Ueberfall der Hüller Fischerslvtte sind natürlich nicht geeignet, Sympathien für Rußland zu zeugen. Von den verschiedensten Seiren wird denn c tionspartei erheblich weniger. < . über die ablehnende Haltung der Zentrumspresse nicht aufzuregen. Er weiß, daß Dr. Spahn ihm „kommen" muß. Kommt er nicht, so hat das zunächst wohl eine parla- VolMsthe Tagesschau. Die Lebensfähigkeit der städtischen und ländlichen Bevölkerung. Die Sterblichkeit in den Großstädten ist bedeutend höher als die auf dem Lande, sie ist für die männliche Bevölkerung um 16 Prozent, für die weibliche um 6 Prozent höher, wie Dr. phil. Ballod in einem Buche gewissenhaft sestgestellt hat. Würden die Großstädte nicht aus dem Jungbrunnen der Landbevölkerung schöpfen, so würde die ursprüngliche Vevölke- Einzelne fähig werde, die einfachcu Grundsätze einer natürlichen, physikalisch-diätetischen Hoilweisc zur rechtzeitigen Bekämpfung entstehender Krankheiten anzmoendeu. Ohne diese notwendige praktische Erziehungsarbeit zu persönlicher Hygiene muß alle Sozialhygiene in Stadt und Land Stückwerk bleiben. Aus AM und Ltv'd. Gießen, den 28. Oktober 1904. berget wird bei Gelegenheit der nächsten Herbftverticter- versainmlung am Sonntag, den 6. November, vormittags 10 Uhr, in Darmstadt (Kaisersaal) abgehalten werden. Die Prüfung besteht in der Aufnahme und Uebetragung eines Diktats von 10 Minuten Dauer. Diktiert wird in zwei Abteilungen von 180 und 240 Silben in der Minute, der ! ersten Abteilung wird ein Zeugnis als Geschästsstenograph, | m der zweiten ein solches als praktischer Stenograph aus- lüai, rissen sie die übrigen HercroS mit sich fort W Die 2. Feldkompaanie nach dem Süden aufgebrochen liKir, wurde hier und da, wie schon so oft, dies und jenes erzählt, aber nichts Sicheres. Kurz darauf um Neujahr sagten nur Deutsche von Waterberg, es ginge unter den Hereros etwas vor, aber lvaS es sei, könne niemand erfahr en, und als die Nachricht eintraf, Hereros hätten am Nosop Ochsen von Weißen weggetrieben, warnte ich Samuel und Assa nocb am 5. Januar in Okahaudja ernstlich, sie möchten ihre Leute am Nosop besser im Zaume halten. Mer niemand Hal auch nur geahnt, daß in lvenigen Tagen ein solch grailsanier Ausstand ausbrechen würde. serieren wird. » Stenographisch-Prüfung. Die zweite Prüfung macht. Endlich wirkt die Großstadt nachteilig auf die Fruchtbarkeit der Frauen ein. Die eheliche Fruchtbarkeit ist ans dem Lande um 21.8 Prozent höher als in der Stadt. Das hygienische Schuldkonto der Großstädte ist also enorm. Welches sind nun die Gründe für daö Dahinsiechen der Großstadtbevölkerung? Ballod meint: /Mangel an Lust und Licht, Arbeit in geschlossenen, oft stark beengten Räumlichkeiten. Daneben, aber weniger ins Gewicht fallend, größere Unsicherheit der Existenz trotz höheren Verdienstes, häufigere Aufregungen und Sorgen, der stürmischere Verlauf des Stadtlebens, häufigerer Wechsel von Wohlleben und Entbehrung (bei eintretenden Wirtschaftskrisen)". Viel wichtiger i|t aber das ausschweifende Leben, verbunden mit Alkoholen iß brauch der Jugend, infolge des Mangels hygienischer Aufklärung bei der Erziehung, ferner die durch dieses Leben frühzeitig eintretende Nervenschwäche und Anfälligkeit für die typischen Kultur-Krankheiten: Schwindsucht, Krebs, 91cn* rasthenie. Als Heilmittel empfiehlt der Verfasser eine durchgreifende WohnungSresorm und planntäßige Vermehrung der landwirtschaftlichen Bevölkerung durch die Förderung landwirtschaftlicher Tätig» feit. Dazu muß aber treten planmäßige Erziehung des Volkes für vernünftige, hygienische Lebeusführung und Krank- heitSverhütung. Die Pflicht zur persönlichen Gesundheit gilt eS aufzustellcn. Gleichzeitig ist dafür zu sorgen, daß jeder Scheingefechte. R. Berlin, 27. Okt. rrrng der Großstädte un Deutschen Reiche seit 1816 stationär geblieben oder sogar eher um etwas zurückgegangen sein. Die, ------ö_r.... heutigen Großstädte würden, je nach der Schnelligkeit ihres für Geschäftsstenographen und Praktlker^deS System^ Gabels Wachstums, nur em Viertel oder gar nur ein Achtel dessen " ' ' fein, was sie heute sind. Eine weitere Eigentümlichkeit der Großstädte ist, daß sie spezifisch .männermordend" sind.! Nicht nur, daß die Männersterblichkeit, wie die obigen Zahlen zeigten, größer ist, auch die Männererzeugung ist ringer. Der Knabenüberjchuß bei den Geburten ist m oer Stadt wesentlich niedriger als auf dem Lande. Aus beiden Momenten ergiebt sich ein Frauenüberschuß in — „----- - - . . - bet Großstadt, der au? 1000 hundert und mehr aus->gestellt. Die Prüfung ist für Mitglieder des „Deutschen Dentber statt. Berlin, 27. Okt. Tie K a n a l k o m m i s s i o n beriet heute die Vorlage betr. die Verbesserungen an der oberen und mittleren I Oder. Ter Berichterstatter befürwortete statt der Regulierung einer Probestrecke von 10 Kilometern, die Regulierung dreier I solcher Sttecken. Die schlesischen Mitglieder verlangten hierauf I die gesetzliche Fixierung der Schlesien zugesagten Verbesserungen und regten Kompensationen für Schlesien an, weil durch den großen Schiffahrtsweg Berlin-Stettin die schleiische Kohle von Berlin verdrängt werde. Minister v. d. Budde weist die Befürchtung zurück, daß Schlesien durch den Großschiffahrtsweg geschädigt werde, ohne die Schlesier überzeugen zu können. xer Finanzminister tritt dem Minister v. Budde bei und erklärt, sollte eine Schädigung Schlesiens ein treten, so werde die Regierung Abhilfe schafien und empfiehlt "den Antrag des Berichterstatters | zur Annahme. Im weiteren Verlauf der Verhandlung hob ein Komnniums- mitglieb hervor, Stettin werde durch den Kanal aus seiner Jw- lierung herausgebracht. Taß die englische Kokste ein preisregulierender Faktor sei, sei kein Schade. Ein schlesisches Mitglied erklärte-. Wenn die Kommission unb die Regierung statt gesetzlicher Festtegung von Kompensationen eine entsprechende Resolution annehmen wollte, werde er damit persönlich zufrieden sein. Ein anderer Schlesier bestand demgegenüber auf einer gesetzlichen Fixierung. In feinem Schlußwort betonte der Berichterstatter, seine Bedenken gegen die Vorlage seien nicht behoben, Schlesien erhalte mehr Entschädigung, als es einbüße, weshalb man weder den Antrag noch die Resolution annehmen tonne. Mit Rücksicht auf den Entwurf der Resolution wird die Abstimmung auf Morgen vertagt. Außerdem stehen auf der Tagesordnung die Oder- und Weichselregulierung. Stenographenbundes Gabelsberger" tmcntgcltlicy, andere Bewerber haben in der ersten Abteilung 5 Mk., in der zweiten 10 Mk. zu zahlen. Anmeldungen sind an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Lehrer I. Thierolf in Offenbach a. M., Friedrichstraße 5, zu richten. ** Prüfung der Kreisamtsgehilfen. Am Montag, den 5. Dezember, nimmt die diesjährige Prüfung der KreisamtLgehilfen und KreisamtSburcanvorsteher im Sitzungssaale der Zentralstelle für Gewerbe in Darmstadt ihren Anfang. ** Dienstbotenschlauheit. Ein bei dem letzten Dienflbotenwechsel in die Stadt gekommenes Dienstmädchen kam in eine Konditorei und verlangte für 50 Pfg. Backwerk. Auf die Frage des Konditors: ob das Backwerk zum Tee oder Kaffee bestimmt sein soll, meinte cs naiv: „Nee, für se esse!" g. Büdingen, 26. Okt. Heute fand die diesjährige KreiSleflirerkonserenz im hiesigen Rathaussaal unter dem Vorsitz des Kreisrats Boeckmann statt. Zum erstenmal waren in der Versammlung 4 Lehrerinnen anwesend. — Die Bautätigkeit in unserem Städtchen ist zur Zeit sehr rege. In den letzten 2 Jahren sind hier über 20 Neubauten entstanden. Von öffentlichen Gebäuden befinden sich zur Zeit im Bau: der BezirkSkassenncubau und das Kassengebäude der Kreditkasse. Neuerdings entwickelt sich die Bautätigkeit besonders am Abhange des PfaffemvaldeS; hier dürste mit der Zeit eine prächtige Villenkolonie entstehen. RB. Darmstadt, 27. Okt. Unter dem Vorsitz deS Tie Zentrumspresse macht mit ihrer scharfen Stellungnahme gegen jede Steigerung der M i -li t ä r l a st e n ans die Regierung keinen Eindruck. Letztere weist in den „BerL. Pol. Nach,^" gelassen daraus hin, daß fie nicht mit der ZentrumSvresse, sondern mit der Zentrumsfraktion zu tun habe, und daß letztere noch stets, wenn eS zur Entscheidung drängte, eine Verständigung ermöglichte, Insofern besteht in der Tat bei keiner anderen | Partei ein so ausgeprägter Gegensatz, wenigstens dem Anschein nach, zwischen Presse und Fraktion als beim Zentrum. Ein loser Zusammenhang wird allenfalls bemerkbar in der Rede, die der Vertreter der ZentrnimSsraktion zur ersten Lesung irgend einer belangreichen Vorlage hält. Bei den LwmmissionSverhandlungen aber ändert sich das Bild. Während die Zentrumsblätter draußen weiter protestieren, tun sich die Zentrumsdiplomaten mit den Rcgierungsvertretern zusammen, und der überraschten Oeffentlichkcit wird alsbald ein Kompromiß in Gestalt einer „lex Spähn" oder „lex Müller-Fulda" präsentiert. Bleibt die Sache aber trotz der Kompromißverhandlungen in einem kritischen Stadium, dann greift Dr. Spahn zu seinem nach- grade zu historischer Berühmtheit gelangten Zylinderhut und begibt sich zum Reichskanzler. Das Resultat ist schein- । bar ein Erfolg des Zentrums. Tatsächlich aber ist es für diese Partei ein Gebot der politischen Selbsterhaltung, mit der Regierung auf gutem Fuß zu stehen. Denn das Zentrum bedeutet als Regierungsi-artei sehr viel, als Opposi- BürgermcisterS Dr. Glässing hielt gestern abend der Gesamtausschuß für die im nächsten Jahr hier stattfindende allgemeine Deutsche Gartenbauausstellung eine Sitzung ab, in welcher weitere Vorbereitungen für die unter dem Protektorat des Groß Herzogs stehende Ausstellung getroffen wurden. Diese soll sich über daö ganze Terrain des Großh. Orangerie-Gartens erstrecken, den der hohe Protektor für diesen Zweck in dankbarster Weise zur Verfügung stellte. Die Stadt wird große elektrische und Wafferleitungsanlagen schaffen; so soll, wie der Direktor deS städtischen Elektrizitäts- iverkes mitteilt, das zu benutzende Terrain mit 70 großen und GO kleineren Bogenlampen, sowie einer Anzahl Gasglühlampen erleuchtet werden. Im Ausstellungsgarten soll ein großer Terrassenbau errichtet, sowie Blumenbeetanlagen und Hallen für abgeschnittene Blumen und Obstverkauf, ferner Teich- und Bassin-Anlagen zur Ausführung gebracht werden, dazu im Orangcriehauö Wintergärten. Das kleinere Gerätehaus dürste zu Restaurationsräunien hergerichtet werden und daneben ist auch die Erbauung eines Cafäs geplant. Da zur Zeit der Ausstellung auch der Jahreskongreß deutscher Forstleute j hier stattfindet, wird ailch eine forstwirtschaftliche Ausstellung I arrangiert werden. Gleichzeitig wird auch der Verein deutscher Gartenkünstler hier tagen und wahrscheinlich auch die Dahlien- Gesellschast und der deutsche Pomologenverband sich an der Ausstellung beteiligen. Zur Sicherung des ganzen Unternehmens wird mit Beihilfe der Stadt ein größerer Garantie- sondS geschaffen werden. Als Termin für die Ausstellung wurde die Zeit vom 19. August biß 10. September festgesetzt. I Im weiteren Verlauf der Sitzung gab noch Prof. Olbrich v.., die Versicherung ab, daß die Ausstellung auch bei den Mlt- Gras Bülow braucht sich gliedern der Darmstädter Künstlerkolonie große Sym- ' r Jr“1 pathien errege und sie gern bereit sein würden, dem Unternehmen ihre Kräfte zur Verfügung zu stellen. So dars wohl - —i- r . । mit Recht die Erwartung gehegt werden, daß die Gartenbau- mentarische Niederlage der Regierung zur owlge, aber der ^lsstelluna im nächsten Jahre unter allseitiger Mitwirkung Ä &•» ÄWää* «■** a Parteien zur Unterstützung l>er RcgierungSpolitik zusammen- Eisenbahnverwaltungen, um über Die Bauart eier t ri ] a) iuführen. Auch im liberalen Lager würde man dem Grafen beleuchteter Wagen Vereinbarungen und über Er- Bülow gern Gefolgschaft leisten, sofern er seiner Politik Höhung der Betriebssicherheit durch Ueberprüfung einen liberalen Einschlag gibt. Mso das Zentrum brcuicht Vorschriften, Zahl und Beschaffenheit der Bremsen m die Regierung ungleich mehr, als die Regierning das Zen- bcn beraten. Beteiligt sind außer deutschen trum, und die ^efechrc der Zentrumspresse gegen die (z.f^hnoberbeamten solche von österreichisch-ungarischen Regierung sind Schemgefechte. holländischen Eisenbahnen. Kleine M i 11 c 11 u n g c n aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Dorfgill wird am Sonntag, den 30. d. M. ein neues Schulhaus eingeweiht. Fartamcntarisches. R. B. Darmstadt, 27. Okt. Die heutige Sibung deS Finanzausschusses sand nrieber in Gemeinschaft mit Regier- ungsvertretcrn, den Herren Staatsminister R o t h e, Finanz- Minister Gnautl), Geh. Staatsrat Krug von Nidda und Mnisterialrat Becker statt. Tie Beratung drehte ftch hauptsächlich um die anbeuveile Regelung der Mietßcnt]d>dbiQ*| ung für Dienstwohnungen der Staatsbeamten, eine Angelegenheit, die ftl>on wiederholt die ftühercn ^.andtmze beschäftigte, aber an dem Widerstand der Regierung scheiterte. In I dem Antrag Häusel und 28 Genossen wird eine Blenderung deS I Art. 17 des Gesehes über die Besoldungen der Staatsbeamten dahingehend verlangt, daß die im Absatz 2 festgesetzten Werte der Tienstwohnungen auf 16, 12 und 8 Prozent der Besoldung I erl)öht werden: daS würde im allgemeinen iine Erhöhung bei I Tienstwohnungsgelder um 60 Prozent bedeuten. Ui» e auf dieser Basis zu erreichen sein wird. Tie Vorbedingung einer Vereinbarung in dieser Richtung würde sein, daß die Kammer dem Wunsche der Regierung beistimmt, daß die sich aus der Durchführung dieser Vorschläge ergebenden Mehreinnahmen nicht an die Staatskasse abgegeben, sondern für den Fonds zwecks Entschädigung von Staatsbeamten ohne TiensUvohnung reserviert werden. Eine Entscheidung über die ganze Angelegenheit soll erst in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. — Eine sehr lebhafte Tebatte, deren Kosten namentlich der Abg. Molthan trug, entspann sich auch nock über die Beseitigung der Brückengelder. Ter Ausschuß hatte sich sckwn in der vorigen Sitzung, in welcl)er allgemein eine Vertagung dieser Sache verlangt wurde, dahin ausgesprochen, baß das Ziel der Gesetzgebung barauf gerichtet sein müfte, so bald wie möglich eine Ablösung aller Brückenzölle herbcizufthrcn, da diese im gesamten Verkehr als eine unbillige Belästigung empfunden werden. Man ist im Ausschuß der Ansicht, daß der Staat mit der Erhebung der Brückenzölle unter keinen Umstanden ein Geschäft machen dürfe. Taim wurde aber auch darauf hin gewiesen, daß man z. B. das letztjahrige Erträgnis der Mainz- Kasteler Brücke nicht als Norm annehmen dürfe. Gerade hier zeige sich ichon jetzt eine bedeutende Verminderung der Frequenz, hervorgerufen durch die neue direkte Bahnlinie Mainz-Wiesbaden. Es müsse indessen an einer Verzinsung und Amortisation der Brücken festgehalten werden. Sei diese erreicht, so müsse die Brückenzollerhebung unter allen Umständen in Wegfall kommen. Tie jetzige finanzielle Lage sei nicht so, daß der o„Äextei Zahl bei dieser Feier emsindcn werden. iÄ-cul,werden. Es fehlte aber auch nicht au altcr- " Der Oberhessische Verein sur innere Mission ^r-euua>co^ ^Mnungm des sittlick>cn Lebens, besonders wird sein Jahresfest m gewohnter Weise am 8. und 9. No- to. 3ugcnb. Den ösfentlichen Gottesdienst bq'Ecn 97955 Lenibcr hier feiern. Vormittags 11 Uhr wird der Vcrband I meinMied^ Männer der Oberhessischen Erzichungsveicme tagen, *}?^nuttQL33„^ec unb 95036 ‘^Tauen, insgesamt 37^69 Gemeinöeglieber (376 we- Vorstanb mit den Synobalveitretern unb Mitgliedern über . CT" 1902). Die Zahl der Trauungen, Taufen, Konpirma- SLLTLLTSrtB gesangvcrein bei einer liturgisch-musikalischen Feier Mitwirken, 47’006 "m iu' 1902? darünter"än Kirchenkoltekteu Die Hauptverhandlungen am Mittwoch werden sich nut ber 9^35 an Opfern für Arme 6521 Mk., an sonstigerl Kolletten Fraae (Sbrificntum und moderne Literatur" beschäftigen, 54^ besondere Gaben für venschiebene Zwecke 3a Lv2 Mark ILL-'W ««--- **» - * »ettÄSS i'crem Dekanat auf bcn Kopf ca. 6,5 Pfg. betragen. Das ent- preche ungefähr bem Turchfämitt für bas ganze Großherzogtum, nämlich 6,6 Pfg., sei aber sehr wenig gegenüber dem großen Be- burftfts, unb iiamentlich im Vergleich zu den 44 Mark, bie auf bcn Kopf bet Bevölkerung für Verbrauch an Alkohol komme, ^ax Anteil ber einzelnen Gemeinden daran ist sehr veychiebni: in Lang-GönS betrug er 29 Pf. auf ben Kopf, in Beuern 24 Pf., in Klein-Linbcn 10 Pf., unb geht von ba bis auf V2 Pf. herunter. Angesichts ber schiveren Bebrängnis unserer Misswnsgesell^chaftcn, bei den en bie Aufgaben stetig wachsen, währenb bie Einnahmen zurückbleiben, sei bas zu wenig. Tw Gemelnben Mssett inimer wehr für biesc große Sache erwärmt werben. Rach bcn Mit teilungen beS Synobalvcrtretcrs für unsere Mission, Pfarrers Weber von Lang-Göns stehen in der Pflege bes Erztehungs- Sa* i-'U inSW1< bidet. um Lindtn M eine tüdtert Ter 'N Beuern .va g bli 17 ■ diesen Antti uns-« ftimmia flllL gerichtet, dessynode v der 'Mulur beschlofen, wird, ev w betr. das 7' dem W) geben, * für bie nähme und Bei bi Mich" zum weäl zu Skel Mbürgcr muhte di des Volke erwachsen' muß auck Tekanatss geistlichen^ • B Ratibor ( Grafen S deren Be Kohlcnoxi Die Veru ziatakloste * h mord je wurde. ' in der S' reisende ; Als der Sprech Eiula abends 81/ Gei if. h, SB ' 6pti ‘ S»liu “»Pfiehlt \ aPteise x ^Pfleglinge. Ter Snhodalvertreter für Dckanatskrankcn- pfliege, Pfarrer. S chw ab e ans Gießen, konnte ^genüber dem ui tyrtebberg bei Gelegenheit der Tagung der Evang. Konferenz ausgesprochenen Urteil, als ob unsere Krankenpflege sich nicht bewahrt habe, feststellen, daß sie im Gegenteil aufs Beste gedeihe. ^Schwestern leisteten in 1903 741 ganze Tagpflegen, 1 aC»ien' Pflegebesuche, wofür eine Vergütung Don /ol Marr • einging. In Steinbach ist eine vierte Schwester angestellt, die allerdings in erster Linie für diese Gemeinde da stin loll. Taß immer mehr Gemeinden darauf ausgehen, eine Schwester anzustellen, entspricht auch den von Anfang an in Aussicht genommenen Zielen. Aber auch für diese Schwestern vietet. un'iere Organisation den rechten Halt. Tie Synode genehmigte den Vertrag mit der Gemeinde Steinbach, und ist einverstanden, wenn ein ähnlicher Vertrag mit der Gemeinde Großen- Linden geschlossen wird, letzterer in der Hoffnung, daß demnächst erne weitere Schwerter angestellt wird, um die sich die Gemeinden Lang-Göns und Watzenborn bewerben. Ter Kirchenvorstand und die Kirchengemeindevertretung zu Beuern .haben an die Tekanatssynode den Antrag gestellt: sie möge bei zuständiger Behörde vorstellig werden, daß durch Poli- ^Verordnung den katechismuspflichtigen Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren der Besuch des Wirtshauses ohne Begleitung r?Tr ^^lern oder erwachsener Angehörigen verboten werde, und diesen Antrag durch Hinweis auf offenkundige ärgerliche Erfahr- ungen und Vorkommnisse begründet. Ter Antrag wird ein-- stimmig angenommen. Er soll zunächst an das Kreisamt Gießen gerichtet, und weiter auch der demnächst zusammentretenden Landessynode vorgelegt werden. Auf Ersuchen des KircheNvor stand es tSLr ^^lus - Gemeinde zu Bessungen wird eine Resolution beschlossen, worin an das Großh. Ministerium die Bitte gerichtet Aolle, bevor die geplante Aenderung der Gesetzgebung vetr. das Lokalkirchen-Steuerwesen an den Landtag gebracht werde, ke? G^otzh. Oberkonsistorium und der Landessynode Gelegenheit geben, sich darüber zu äußern. Alsdann wurde der Voranschlag für bte Jahre 1905/08 vorgelegt und mit 8749,27 Mk. in Ein- nähme und Ausgabe genehmigt. Bei der nun folgenden Wahl zur Landessynode, wurde zum geistlichen Abgeordneten Pfarrer Dr. Schlosser aus Gießen, zum weltlichen Landgerichtsdirektor T o r n s e i f f in Darmstadt, U r n®tellüertretern Pfarrer Schwabe zu Gießen und Altbürgermeister Kreiling zu Heuchelheim gewählt. Leider mußte die Verhandlung über das Thema: ,,Tas Lesebedürfnis des Volkes und die. Aufgaben, welche der Kirchen gemeinde daraus erwachsen" aus Zeitmangel nochmals zurückgestellt werden. So muß auch hier wieder die alte Klage erhoben werden, daß die T^anatssynoden vor lauter Formalien kaum zur Erfüllung ihrer geistlichen Aufgabe kommen. Verinifehtes. * Breslau, 27. Okt. Auf dem Schlosse Tworkau bei Ratibor erstickten die zu Besuch weilende Verwandte des Grasen Saurma-Jeltsch, Maria von Michalowitsch und deren Begleiterin in ihrem Schlafzimmer durch Austritt von Kohlenoxidgas aus einer kürzlich neueingerichteten Heizanlage. Die Verunglückten waren Franziskanerinnen aus dem Annun- ziatakloster bei Eichgraben in Niederösterreich. * Hamburg, 27. Okt. Hier erregt ein neuer Raubmord sehr großes Aufsehen, welcher gestern abend verübt wurde. In der Wohnung des Pastors Kaerner, welcher in der Straße Bei den Kirchhöfen wohnte, erschien der Bücherreisende Jsermann und bat ihn um ein Empfehlungsschreiben. Als dec Pastor sich dazu hinsetzte, schlug Jsermann ihn mit einem Stück schweren Eisen nieder. Auf die Hilferufe des Pastors entfloh der Attentäter. DaS Dienstmädchen folgte ihm auf die Straße, und ein Briefträger hielt ihn so lange fest, bis Schutzleute herbeikamen und ihn verhafteten. Pastor Kaerner ist mittags im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. * Hamburg, 27. Okt. Heute vormittag brach auf dem Grundstück der Vakuum Oil Company in Borgfelde bei Hamburg Feuer aus, das sich schnell verbreitete, den dort vorhandenen Kanal übersprang und die Lagerräume und die dort befindlichen Petroleumlager angrisf. Man schätzt, daß etwa 3000 Tonnen Oel verbrannt sind. Das Feuer ist anscheinend durch Explosion verursacht wordeu. Es brannten zwei Wohnhäuser aus. Der Schaden beläuft sich auf zwei Millionen Mark. Nach mehrstündiger angestrengter Tätigkeit gelang e§ der Feuerwehr, der weiteren Verbrettung des Feuers Einhalt zu tun. Kandel und IerKehr. WolKsNirtschaft. DerHessischenLandeshypothekenbankin Darm- stadt ist die Genehmigung zur Ausgabe von Mk. 30 Mill. 3V2vroz. Hypotheken-Obligationen und Mk. 15 Mill. Kommunal-Schuld- verschreibungen erteilt worden. Paris, 27. Okt. (Börsenbericht.) Auch während des größten Teils der heutigen Geschäftstätigkeit lag die Börse wegen der englisch-russischen Affäre schwache Ter Rückgang der englischen Konsols wirkte auf oas ganze Geschäft ein. Gegen Schluß trat auf, das Gerücht von einer freundschaftlichen Intervention Frankreichs in dieser Affäre eine Erholung ein. Zum teuren Geld st and. Taß nicht allein die Börse, sondern überhaupt dem Handelsstand das teuer gewordene Geld recht ungelegen kommt, ist leicht zu begreifen. Tie Wechselzirkulation in Teutschland beträgt jährlich 20—25 Milliarden Mark, das macht pro Monat fast 2 Milliarden Mark aus, und da ist eine Diskonterhöhung von 1 Prozent gewiß keine Lappalie. Die Luxuspapierfabrik und Kunftanstalt Albrecht il Meister G. m. b. H. in Berlin ist unter Mitwirkung der Darmstädter Bank in eine Aktiengesellschaft Albrecht u. Meister umgewandelt worden. Schnellbahnprojekt Berlin-Hamburg. Am 10. November findet in Berlin eine Konferenz zwischen den an dem genannten Projekt interessierten beiden großen Elektrizitütsgesell- schaften und den Vertretern des (Äsenbahnministeriums statt. — Ob damit schon der Verwirklichung der Angelegenheit näher getreten wird, ist eine Frage, die wohl noch einige Zeit offen bleiben wird. Märkte. § Ruppertenrod, 27. Okt. Unser heutiger „Herbst- markt" wurde von sommerlich warmem und schönem Spätherbstwetter begünstigt. Der Schweinemarkt war gut befahren. Ter Handel zeigte nickst den sonst gewohnten flotten Gang. Diese Stockung wurde von den niedrigen Preisen verursacht, welche sich auf den Herbstmärkten zurzeit geltend machten. Auch auf dem heutigen Markte standen die Preise noch hinter denjenigen des Gallusmarktes von Grünberg. Man bezahlte für das Paar Ferkel 1. Sorte 33—36—40 Mk., 2. Sorte 24—26—30 Mark. Springer kosteten pro Paar zweiter Güte 40—50 Mk., erster Güte 50—60 und 60—70 Mk. Im Vergleich mit den Frühjahrspreisen beträgt die Preisdifferenz ca. 50 Prozent. Ter Krämer- markt war gut mit Verkaufsständen besetzt und gut besucht. Kerichlssaal. F r a n k e n t a l, 27. Okt. Heute fand die Verhandlung wegen vorsätzlicher Körperver letzun g gegen Dr. Beri toldY und Frau aus Lambrecht statt, die im Frühjahr den von der Praxis kommenden Arzt Tr. Kulimann mißhandelt hatten. Dr. Bertoldy wurde wegen Körperverletzung unter Zubilligung mttdernder Umstände, weil er, um seine Ehre zu wahren, die Tat begangen hatte, zu 250 Mark Geldstrafe, seine Frau wegen Beihilfe zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt Paris, 27. Okt. (Prozeß d'A Ulriche.) Tas Kriegs« gericht setzte heute bei gleicy starker Beteiligung des Publikum- wie bisher das Verhör Marechals fort, der bei der Versicherung blieb, er habe voll seine Pflicht getan. In dem sodann folgenden Verhöre des Hauptmanns Francois erllärte dieser, er habe stets den Befehlen seiner Vorgesetzten gemäß gehandelt. FrancoiS bespricht sodann die von dem Agenten Tomps angestellte Untersuchung, die beweisen sollte, daß die Aussagen Czernuskis im Prozeß in Rennes falsch gewesen seien. Er erörtert dann ferner die Beziehungen Tomps zu Mathilde Baumker, Wessel und Przy- borowski mit der Versicherung, er habe während seiner Beschäftigung int Nachrichtenbureau nichts sträfliches getan. Hierauf wird die Verhandlung vertagt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sehr geehrte Redaktion! Zu meiner größten Freude ersah ich auS Ihrer heutigen Nummer, daß der Konzertverein in feinem ersten Konzerte sich der Mitwirkung einer so ausgezeichneten Sängerin versichert hat. Ich lernte Frau Hensel-Schweitzer auf dem großen Niederrheinischen Musikfest 1902 zu Düsseldorf kennen. Sie sang damals unter anderm mit Karl Scheidemantel zusammen das große Duett aus R. Strauß „Feuersnot" und die Zuhörer waren so begeistert, daß man stürmisch da capo verlangte, was freilich mit Rücksicht aus das große Programm nicht gewährt werden konnte. Um so eindrucksvoller blieb wohl jedem Teilnehmer diese unübertreffliche Leistung im Gedächtnis. Es war der Sängerin gelungen, neben einem Karl Scheidemantel nicht nur zu bestehen, sondern sich ihm als durchaus ebenbürtig zu erweisen. Möchte Frau Hensel-Schweitzer erfahren, daß ein musik- verständiges Gießener Publikum solche Gaben, wie ihre Kunst sie zu bieten weiß, vollauf zu würdigen versteht. Möge die Künstlerin ihren guten Tag haben und möge die Teilnahme aller Musikfreunde eine so allgemeine sein, daß die Sängerin bald wieder zu uns kommt, uns mtt ihrer Kunst zu erfreuen. Ein eifriger Abonnent. Herr Dr. med. von 8. in P. hartnäckigen len von Flechlenleiden habe ich mit Obermeyer's Herba-Seife erstaunliche Heilerfolge erzielt. Oberweyers Herba-Seife z. h. i. all. Apoth., Drog. u. Parf. p. Stück 50 Pfg. u. 1 Mk. ssM/e Juhu — nun ist mir wieder wohl! . Den Husten, die Atembeschwerden, den Brechreiz und das Sk miserable Sodbrennnen — alles bin ich^ los — und noch dazu für billiges Geld. Ganze zwei Schachteln Sodener Mineral-Pastillen — allerdings die ächten von Fay — SK haben das Wunderwerk getan. Zum Preise von 85 Pfg per Schachtel in allen Apotheken, Drogerien und Mmeral- t»*™. wasserhandlungen zu haben. hv14/. Habe mich in Wetzlar als I prakt Zahnarzt I B niedergelassen. Meine Wohnung befindet sich 8118 R Bahnhofstraße 3. 0= Kühne, prellt. Zahnarzt. । 2 Sprechstunden: vormittags 9—12 Uhr, nachmittags 2—5 Uhr. S Spnntags vormittags 9—11 Uhr. Turnverein Gießen. Einladung zu der am Montag den 31. Oktober, abends Uhr, in dem Saale des Cas6 Ebel stattfindenden General-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Bericht. 2. Entlastung des Rechners. 3. Vorstandswahl. 4. Auslosung von Anteilscheinen. 5. Verschiedenes. t25/10 Der Vorstand. WMumt m «Saalbau (früher Steins Garten) empfiehlt vorzügl. Mittagstisch zum Preise von Mk. 0,75 u. Mk. 1,20. Im Abonnement Mk. 1,—. Hermann Schrödel. U / TO_____________________ Telegramm! Telegramm! Bringe Samstag einen Waggon ff„ holländisches Gemässe nuf den Brand. Durch direkten Einkauf bin ich im Stande, bedeutend billiger als jede Konkurrenz zu verkaufen; offeriere: Ricfen-Blumeukohl, weiße Köpfe, 1 St. 80 Pfg., 10 St. 2.50 Mk. ttiicierr-Rotkraut, 1. Qualität 1 w 25 w 10 „ 2L0 , 2. 1 „ 20 „ 10 „ 1.80 w ;; 3. „ i h 15 „ io „ i.4o „ lMesen-Wirfiug, 6—8 Psd. schwel', 1 „ 20 „ tlSviinct Speise-Möhren 10 Psd. 55 Pfg., per Ztr. 5.— Mk. „ Speise-Zwiebeln 10 „ 80 „ , u 7.50 w „ Schwarzwurzeln 10 , 1.80 Mk. Hochachtungsvoll Frau HammeS, Große Mühlgaffe 6-8. Bestellungen werden entgegengenommrm 06421 Adler-MM» beste und billigste. Heinrich ffloll, Gieße» Papierhandlung Telephon 292. Mäuüburg 7. Unterricht wird erteilt. ' 145 Ol&O Unterhosen zum Schutze gegeu Erkältung gut und billig in reichen Sortimenten. C2*/, Unltophnff Snhno Seltersweg Von heute ab fast täglich (frisch) feikiste gMillherte Fraitt Wsle in bekannter Güte. 7020 Schreiner* Seltersweg 65. KeMe Xtteiiipij für Siltihiit. Montag den 31. Oktober 1904, abends 8^ Uhr im unteren Saale des Cafe Ebel: Vortrag des Herrn Lehrer Lentz, Geilshausen: Dom Hode. Sitten, Heöräuche und Anschauungen im Lumdatal. Gäste sind willkommen. v28/I0 Echte FranklWürstchen frisch geräuchert, empfiehlt [8052 Heinrich Geister Seltersweg 57. Mainzer Aktienßier Vi Flasche 18 Pfg., Vz Flasche 9 Pfg. Wiederverkäufer erhalteri Rabatt. 7922 GöitMf S^öiir*8e, Gießen. Telephon 344. Wäsche- Ausstattungs-Artikel wie: Leinen, Halbleinen, Hemdentuche, Damaste, Kattune, Bettzeuge, Schürzenzeuge, Flanelle fertige Damen-, Herren- und Kinderwäsche, Küchenwäsche, Schlafdecken, Tischdecken Bettdecken, Steppdecken, Teppiche und Vorlagen, Taschentücher in grosser Auswahl zu billigen Preisen. a”/I0 MM" Reizende Neuheiten in Schürfen jeder Art. C. ÄÄ3? & Co. Bahnhofstrasse <44. Bahnholstrasse 44. verwendet stete Ein heller Dl OttKer’s Backpulver Vanillin-Zucker Pudding-Pulver ä 10 Pfg. Fructin bester Ersatz fUr H o n i g. Millionenfach bewahrte Rezepte gratis von den besten Geschäften. ng“/to Schönheit verleiht ein zartes, reines Hestcht, jugendfrisches Aussehen, weiße sammetweiße Kaut und vlendend schöner Heint. Alles dies bewirkt^ nur: Radebeuler 7118 Menmilch-Keife. Man achte aitf die Schutzmarke Steckenpferd, echt L St. 50 bei Adolf Bieler Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5. Rae Helkr-Aiiseil per Pfund 20 Pfg. We Franks. Würstchen per Paar 25 Pfg. L. Steinhäuser Neuen Baue 17. 7800 IkiT Lpciickarkosselll, auserlesene ugb gut kochende Ware, einpfiehlt billiger als jede Konkurrenz 8107 Die Kartoffelhandluug J. Weisel Telephon 235. Sonnenstraße 6. Großer Bosten gelbe Mäuvckeu. Mtochea in vorzüglicher Qualität, prima neue Thüringer jrlrr-finfn find frisch eingetroffen bei a18/» Christian W allenf eis 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826, Kursblatt des Gießener Anzeigers x>om 27. Oktober (90^ do. do. b. 1905 do. Ser. 2 u. 3 unk. 98 S do. M. 8 Verl, umtfchb. unk. b. 1907 L Rudolf . . '®''|aui 8O«/oabg. 4 Prcuß. Hypotheten-Akt. 37. do. 8 i. S. Vorarlberg . . Hyp.B.Zf.47,gar.v.d. (S.b.1904 do. do. L G. 4 do. Hamburger St.-Anl. M. 4059 t 87, 47, do. do. do. 1899 Ser. 69-82 'unk. b. 1904 Kommunal . 83.50 do. 4 Lissabon v. 1886 Russische Südost 97 stcuersr. 4 Moskau Ser. 30-33 unk. 4 102.20 93.70 b. 1908 Ausländische. b. M. Lstr. <7, do. v. 1888 do. do. do. 4 do. Portg. E. B. v. 86 Baira Baipa 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G, i. «. . . 108.60 »landesherrliche Anleihen. 4l/t Grs. Heuctel Hg. v. Dann. r. 4105 v. 84 M. 103. Rheinprovinz AuSg. 20 u. 21 unk. 6.1902 oo. do. .öfl.G. 101, 99.40 s. fl 99.50 do. Fr. 98.10 871 do. Ver Kindliche Lose. Alzey v. 1899 unk. b. 1902 Rnmän. M. do. M. do. 92. Ruff. Lonsolid.-Lul. o. 1880 Bingen V. 1899 3 M. 11 conurrt. v. 1891 Lit. H . . M. 600 BereinSbank . amort. ab 1907 37i 2^,Sluhlweißeub..Raab-lKraj DiSkonto-Äesellschast M. 600/1200 102.50 S7. i. Pes 97.80 97.50 Unverzinsliche Lose 35.10 4 86.80 M. 99. IL Argent. Inn. G.-Anl. v. 1887 Pes. do. abgest. 4 Homburg v. d. H. v, v. 1899 1904 do. Karlsruhe v. 1900 )Ue Sold-Anl. v. 1889 »incsische StaatS-Anl. Lstr, 1888 u. 1903 Fr- pnvil Industrie-Aktien. 98.50 garantierte BereinSbank do. 29.25 - - Pes. 80°; do. Ser. 12, 13 . . Ser. 15 unk. b. 1906 unk. b. 1906 98.10 do. S. 27, 37, 39 u. 42 unk.1905 v. 1898 unk. b. 1903 do. S. M 101.15 3B/4 do. unk. b. 1913 101.70 37, v. 1903 unk. b. do. 1903 . 29 unk. b. 1906 4 Nürnberg v. 1899-1901 . . 99.40 4 v. 1902 unk. b. 1918 do. 106.90 47» Lchenbach 400 S. do. 5 do. do. 65.50 Fr. 98.15 do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. 1901 uncv.b. 1915 sls.g. 600 500 600 500 98.80 101.60 dL. do. V. V. V, 3 3 8 3 3 8 8 8 3 8 3 6 6 do. do. do. dc. 600 200 101.20 98.70 100.50 101.40 98.30 98.95 4 4 Ser. Ser. 16 18 1901 . 1914 . b. 1910 b. 1910 7 47, 100.20 101.50 4 4 4 37. do. do. 1909 1911 1913 1905 1907 452. 412. 102.60 135.70 6 6 4 4 •4 4 5 5 5 47, 5 5 3 do. do. 500 500 4 5 4 37, 37, 4 4 unk. b. 1902 unk. b. 1908 100.90 98.65 93.20 93.- 98.60 98.70 98.70 98.70 98.70 98.70 90.— 98.30 Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein do. D. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. v. 1886 v. 1895 u. 34 unk. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 unk. unk. b. 1918 . b. 1908 . 6 67, 6 5 67< 9 8 67, 6 8 9 7 7 7 100.10 100.30 98.80 43.50 102.— 140.90 149.20 151.10 unt. unk. v. 1900 v. 1903 t. 1896 v. V. s. n.1 ftr. 103.80 99.95 4 4 4 8 v. 1903 p. 1897 v. 1889 L Rg. V. 18b9 II. Rg. v. 1807 v. 1902 98.50 100.70 102.30 98.— 98.30 98.30 98.30 98.30 98.30 100.60 37, 3 4 5 5 4 4 31 io 43 46 M.1000 Tlr. 100 M. 1000 s.fl.600 Dt. 1000 b7, 5 0 7 7 7 102.50 99.- 98 30 99.20 102.50 99.55 b. 1906 . b. 1911. 99.80 99.80 102.80 99.80 99.80 101.80 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 5 5 3 v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1888 v. 1895 unk. b 1905 1908 88.70 83.70 105.60 77.40 72.80 5 0 9 102.- 96 40 Ser. 7 Ser. 8 abgest. 1905 u. b, do. cons. v. 1890 steuerst, «no. ums. v. 1903 . . . Lstr. M. v. 1889 v. 1891 q