Nr. 175 Zweites Blatt, 154. Jahrgang Donnerstag 28. Juli 1904 Erscheint tSgttch mit Ausnahme des Sonntags. ^5” X & • ------ «AA ^^4 MW 'MfrdfthL /®k A j&L AA Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« Die „Gletzener ZamMenblStter" werden dem g ® wX gCr Kl W MW MU OW MM FM fM Universttätsdruckerei. R. Lange. Gieß«. »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Br f 0^011 la H W ü /I Ö H W K R Z 3 m ------ ^tfflfcDt Landwirt" erscheint monatlich einmal. V* V ID A G-Hi--^ || | P- Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Konfesstoneu. Don einem Pfarrer aus Obephesseu erhalten wir folgende Ausführungen, denen wir sehr sympathisch gegenüberstehen, weil auch wir glauben, daß, wer gegen seine Mitmenschen, besonders iu Glaubenssachen, unduld- sam ist, einen falschen Glauben hat. Sie brachten vor einigen Tagen in Ihrem geschätzten Blatte einen Artikel: „Neuer Kulturkampf" betitelt, in dem hieß der Schlußsatz: „Der nationale Standpunkt ist es, von dem aus jede weitere Verschärfung des konfessionellen Zwistes beklagt rverden muß." Ich glaube, den Satz noch schärfer fassen zu müssen, dahin nämlich: „3febe unnötige Verschärfung des konfessionellen Zwistes ist eine Versündigung am Vaterlands" Wohin es führt, wenn man konfessionelle Streitigkeiten auf die Spitze treibt, das hat die Geschichte aus manchem Blatte verzeichnet. Ein einigermaßen vernünftiger Mensch kann das überhaupt nicht. Verschiedene Ansichten, auch religiöse, werden und müssen sein, es muß Leben und Bewegung auf allen Gebieten herrschen, soll keine Versumpfung eintreten. Sie können auch nebeneinander bestehen, sofern die Menschen sich vorhalten, baß alles Wissen und Erkennen in der Welt, auch das religiöse, Stückwerk ist und auf Voraussetzungen beruht; wir sehen es an den verschiedenen theologischen Schulem Die Herren, die zu meiner Zeit theologische Vorlesungen gehalten hatten, sind in ihren Ansichten von anderen überholt worden, und so wird es auch denen gehen, die heute die maßgebenden sind. Also müssen sich die religiösen Meinungen, oder besser gesagt, ihre Vertreter zu vertragen suchen. Da ist nun offenbar der erste Stein des Anstoßes das Wort, das die katholische Kirche auf chre Fahnen geschrieben hat: „Mein- seligmachend", denn sobald sie sich darauf steift, erwächst ihr die Pflicht, Andersglcnrbige, um sie der Seligkeit nicht verlustig gehen zu lassen, zu sich herüberzuziehen, alle andern Meinungen und ihre Vertreter mit jedem erlaubten — manchmal auch unerlaubten — Mittel zu bekämpfen. Da wäre also für ein friedliches „Nebeneinarcher" der Konfessionen kein Platz. Doch man halte sich vor, daß der Glaube, der katholische Glaube mache allein selig, lange nicht von allen Katholiken so wörtlich geglaubt wird, sondern daß, je mehr sich in unseren Tagen durch Handel und Verkehr die Mischung der verschiedenen religiösen Elemente vollzieht, auch das „alleinseligmachend" zurucktreten Mag man auch mit Bangen darauf Hinweisen, wie hochstehende Kreise der katholischen Kirche sich zuwenden (das hat seinen Grund in der armseligen und vielfach mutwillig hervorgerufenen Zersplitterung der evangelischen Kirche, welche dadurch das Vertrauen der Menschen verliert), bei den breiten Schichten des Volkes wächst von v^ahr zu Jahr die Einsicht, daß Menschen überhaupt weder das „selig" noch das verdammt" aussprechen können. Freilich, solange Hetzer aus der einen und auch auf der anderen L>eite stehen, die die schmutzige Wäsche der andern Kirche, Kran es ja nie ganz fehlen wird (ich meine damit die und unabsichtlichen Mißgriffe einzelner), vor aller Welt auswaschen und die Fehler ihrer Mitmenschen breit treten in anderen Weise, als der Heiland gelehrt und gehandelt hat — so lange wird es noch gute Wege haben mrt entern friedlichen Nebeneinanderwohnen der Kvnfessio- nen. Daraus ergibt sich aber eine Hauptforderung für Orte, wo man konfessionelle Streitigkeiten seither nicht kannte, und wo die Vertreter beider Konfessionen friedlich nebeneinander wohnten — die Forderung nämlich, nicht mutwillig Streit anzuregen, angeblich zu dem Zweck, katholisches oder evangelisches Bewußtsein zu wecken, ^te Flamme des Glaubens wachzuhalten, dazu haben wir das Gotteshaus, welches von sich als eine Stätte des Friedens alle Schmähungen aussch ließt; toenn aber nun in öffentlichen Versammlungen die Sünden, die ein Katholik oder ein Evangelischer gegen die gegnerische Meinung etwa in Polen oder Schlesien begangen hat, bei uns in Hessen gegeißelt werden, und man es an Seitenhieben auf die Gesamtheit der gegnerischen Kirche rricht fehlen läßt, so ist das ohne weiteres zu verwerfen. Die große Masse unseres Volkes ist der ewigen Streiterei müde und mit Recht. Ich glaube, wenn unser Heiland heute in so manche Versammlung hineinkäme, wo eine Konfession auf Kosten der andern sich erhebt, er würde in den ,^ravos" und „sehr gut" und „große Heiterkeit" nicht mit einstimmen, er würde vielleicht wieder eine Geißel flechten und die Gesellschaft aus einander treiben Heutzutage herrscht der „Sport" auf allen Gebieten und leider auch äuf religiösem Gebiet ist die Hetzerei ein gewisser Sport/ Womit wollten denn dann manche Blätter auf katholischer wie evangelischer Seite ihre Spalten füllen? Da gibt es Matter, die nur von der Aufzahlung der Sünden Andersgläubiger leben. Sie sollten nur ihre Bibel aufschlagen und neben chre Artikel legen, etwa die Stelle: „Wenn dein Bruder von einem Fehler übereilt wird, so hilf chm zuerst mit sanftmütigem Geist". Ich sprach neulich mit einem Abgeordneten, der sagte mir: „Das Heraufbeschwören konfessioneller Streitigkeiten^ die Sucht, statt die Gegensätze zu mildern, sie $u verschärfen^ legt sich wie ein Bleigewicht auf die Regierungsmaschen^ wir haben gerade genug zu tun mit den nationalen Elementen, nun auch noch konfessionelle Streitigkeiten in den gesetzgebenden Körperschaften, das ist ein Verderben für Regierung und Regierte." Wahrlich, die konfessionellen Bedenken sollten zurücktreten hinter die Bedenken, die die der Religion abwendig gemachten, mit durch die konfessionellen Streitigkeiten abwendig gemachten Tausenden unseres Volkes bei uns aussteigen lassen. Das Vaterland verlangt keine Katholiken und Evangelische, sondern gute Christen und gute Menschen. Es ist immer noch ein wahres Wort, das der alte Fritz ge- ffnwchen hat, „Ton dem Seligwerden nach eigner Fa-on" — sagen wir: Es mag sich jeder mit seinem. Gott in das rechte Verhältnis setzen nach der ihm gelehrten und anerzogenen Weise — in der Ewigkeit ist fein Platz für nach Konfession Getrennte —i seien wir hier untereinander Brüder in Wort und Tat und treue Söhne unseres Vaterlandes, das auch öin GeschenL unseres Gottes ist und nicht das geringste. Aas englische Unterhaus hat sich bereits mit der Beschießung des britischen Schiffes ,Miight Commandor" durch die Russen beschäftigt. Am 26. d. M. fragte Dille an, ob es wahr sei, daß das britische Schiff „Knight Commandor" von den Russen in den Grund-, geschossen worden sei. Balfour erwidert, der RegierunN seien entsprechende Gerüchte zu Ohren gekommen, doch hatte die Regierung bisher nicht die Möglichkeit, Me Wahrheit festzustellen. Er brauche kaum zu sagen, daß alle möglichen; Nachforschungen angestellt würden, bis diese aber ein Ergebnis zeitigten, sei es äußerst unzweckmäßig, irgend etwas? weiteres zu sagen. Gibsou Bowles fragt an, welche Schritte die Regierung bei der Pforte getan habe, um der Verletzung der Verträge von 1855 und 1871 seit der Note wegen der Durchfahrt von russsscheu Torpedobooten durch die Dardanellen am 1. Januar 1903 vorzubeugen. Balfour erwidert, bis zur Durchfahrt der „Petersburg" und der „Smolensk habe die Regierung fett der oben erwähEn 2.2? SB SH? p e -E s - Sa cw ^3 3 63(^5 ä 2 i- 3 E 2'S’« 7 5 D CD P ~3 o “3 ST <3 § $ P: 3 CZ tSc <$U 3-35= 2 o <5 <-t p E 2.6 P72H S « 3 2 v 7 2.« ® 3 r» CD gss»ta-sha-3 CD E - 2 3 rte'f ä & « « § 2 S ^2* 5 ra P d 2 s 3 3 5 ä- "05 «v 1 Qr rt> ’ o 8 ° öS UM •'m 5,3 «M p; r-’ o »-S er" o _cw -j er p 2 CD J- d r> CD . 5T - «ß A L3 öl’3 ra o ro CT er'*? « H p zt P CD 2 n M er s r» 3 H <0 CT „ o S* «5.-2 NM •* 'w -w ®*r Trine Schritte getan, da sie rnchtö über fcoenb etae ■tdetuny der 'Iktnäge ur der Zwischenzeit gehört habe. Betoh > ira.u an, ob tne Regicrnrw daß 1001 eine ÄDuvcntion Buffeten 9hi[iTiinb intb bcr ^türTct abgefcbloffcri Worden fei, nach tveldur besondere Befttmmuugen betreffend btt Durcvfahrr befonbcver niffifcbcr Schiffe vorgesehen iocr* ben. öalfoer envibert, der Regierurrg fei von irgend einer berai-n E ® 'S § , s ■*- 1= l— o p ’S = S t=! ~ S r- o *- SAL cs — Q " • «J N Jo 2 J =. c <9 2 K L) •n o C E Xi X. 7* v6* o . C A £ 8» 5 gg'&ö L C5:S> ? .§■ r •- “ •= K _• 4-» <— T. Xi KZ .. > <-* — »o - £*-^ £ CD E Sssjä ■Xi *5 ^19* & o — x Z ?.LZ :rj v- V. . ZT Q Ü l- 5«- ElE _ 2 z & i ■— — r. 3 Ci CD Z "e 2 e o 2 £.Xi J_» ** rr <»a X <3 £ Z -E Xi -HZ. £ z d PfpE-rg 4) 4* W W ssypiti| Z.LZs^Z'u-.S 2 lQ i tl E *-• •E r 2 Ü X d -r? 3 o 5 E a 3 jo «o S « « Ä ° o: C4 er/ i f~» 3 :y d C ’ £ o;. ® Ä» •E-t; O to o - o - , ax, 3 - .2 3 «X- ° ° j_ in g *L - X — E - . 'S - oft ■'S S" ' 3 £ oA UZ! 7: vG Q .£ Ito Z>ic Einweihung des Denkmals Philipps des Kroßmütigen in Kloster Kama. [] Kloster Haina, 27. Juli. In nnfcrein fernab dem Weltgetriebe liegenden, noch nicht vom Tampftoß berührten, von waldigen Bergen umgebenen Orte hatten sich heute viele hunderte, vielleicht auch tausende von Bewohnern unseres Hessenlandes eingefunden, um der Enthüllung des Denkmals des Stifters des hiesigen Landeshospitals, des Landgrafen Philipp des Großmütigen, dessen 400jährigcr Geburtstag gestern bereits durch einen Festakt im Marburger Schlosse begangen wurde, beizuwohnen. Von 9 Uhr ab trafen nach und nach in endloser Reihe die Wagen ein, welche die Festteilnehmer von den verschiedenen Stationen, die meist über 4—6 Stunden entfernt liegen, abgeholt hatten. Unter den Festgästen waren Oberpräsident Exzellenz v. Windheim, Regierungspräsident v. Tratt zu Salz, der Vorsitzende des Kommunallandtags, Kammerherr v.Pappen- heim, sonstige Vertreter der Regierung aus Kassel, des Konsistoriums und der Geistlichkeit, die hessische Ritterschaft, die Landräte, der hessische Geschichtsverein, der von seiner Jahresversammlung aus Marburg gekommen war usw. Da auch alle Schulkinder der Umgegend geschlossen anzogen, bewegte sich bald in den sonst so stillen Gassen eine Menschenmenge, wie sie Haina noch nicht gesehen hat. Die Feier wurde um 2 Uhr mit einem Festgottesdienst in der alten Klosterkirche eröffnet. Diese war so gedrängt voll, daß Mancher wieder umkehren, mußte. Auch ein Teil der armen geistesschwachen Anstaltseingesessenen wohnte in einem besonderen Abteil dem Gottesdienst bei. Eröffnet wurde er mit gemeinsamem Gesang, worauf Pfarrer Weiß- Haina in seiner Rede der Verdienste des Landgrafen Philipp um das Hessenland gedachte und ihn als einen echt kirchlich gesinnten Fürsten schilderte. Die Schlußandacht hielt Generalsuperintendent Werner-Kaffel, worauf der feierliche Gottesdienst mit dem Gesänge des Lutherliedes: „Ein feste Burg ist unser Gort!" sein Ende sand. In geschloßenem Zuge wurde dann zu dem in unmittelbarer Nähe der Kirche befindlichen Amtsplatz gezogen, wo das Denkmal Ausstellung gefunden hatte. Der Direktor der Kgl. Zeichenakademie in Hanau, Prof. Wiese, hielt hier als Schöpfer des Denkmals die erste Ansprache. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm vergönnt war, dem Hefsenland das Denkmal zu schaffen. Nach ihm sprach namens des Kommunallandtags Kammerherr v. Pappenheim. Er betonte, daß neben dem Denkmal von Erz und Stein der edle Hessensürst durch sein Wirken ein bleibendes Denkmal im Herzen jedes Hessen habe. Er übergab dann das Denkmal der Fürsorge des Landeshauptmanns für Hessen, Frhr. Riedesel zu Effenbach, der es dann in die Obhut des Vorstehers des Landeshospitals Haina, des Sanitätsrats Scheel, gab. Sämtliche Redner gedachten der warmen Liebe und Fürsorge Philipps für sein Volk und gelobten, sein Werk, das er begonnen, in seinem Sinne weiter zu führen. Nachdem dann ein Zögling der Anstalt einen Kranz niedergelegt und mittlerweile die Hülle des Denkmals gefallen war, hielt Pfarrer Wissemann-Hofgeismar die Festrede. In fast einstündigem Vortrag entwarf er ein Lebensbild des Fürsten, erwähnte seine Tugenden und vergaß auch nicht seine Fehler, die mit den damaligen Zeitverhältnissen vielleicht zu entschuldigen seien. Philipp der Großmütige habe viel getan, besonders für die Armen und Schwachen, und als leuchtendes Vorbild stehe er vor aller Welt. Nach dem Gesang des Chorals „Nun danket alle ©oft' betonte Oberpräsident v. Windheim in einer Ansprache, daß jedes Volk, das seine großen Mäuner ehre, sich damit selbst Ehre erweise. Der Redner schloß, nachdem er aus die heutigen Zeiten hingewiesen, mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Hiermit hatte die offizielle Feier ihr Ende erreicht und es schloß sich Volksfest an. Das 5 Meter hohe Denkmal trägt die Inschrift: Landgraf Philipp dem Großmütigen Geboren 13. November 1504 Dem Stifter dieses Hospitals Das dankbare Hessenland. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. Juli 1904. * * Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kommerzienrat Wilhelm Preetorius in Mainz von der Stelle eines Handelsrichters bei der Kammer für Handelssachen mit dem Sitze im Mainz auf sein Nachsuchen enthoben. * * Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfingen am 27. Juli u. a. den Lehrer Schneider von Heuchelheim und den Lehrer Walter von Schwarz bei Alsfeld. * * Reichs bank. Am 8. August d. J§. wird in Eickel eine von der Reichsbankstelle in Bochum abhängige und am 10. August d. Js. in Gebweiler eine von der Reichsbankstelle in Mülhausen i. Els. abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. Auch werden Wechsel auf den in Eickel anstoßenden Ort Wanne, welche nach dem 7. August fällig sind, von jetzt ab angekaust werden; diese sind an die Reichsbanknebenstelle in Eickel zu girieren. * * Vorkehrungen zur Verhütung von Waldbränden. Angesichts der anhaltenden Trockenheit hat der Minister der öffentlichen Arbeiten die Königlichen Eisenbahndirektionen mit Beziehung auf den Erlaß vom 13. März 1901 veranlaßt, die Vorkehrungen, die zum Schutze der einer Entzündung durch Flugfeuer besonders ausgesetzten Waldstrecken getroffen sind, aus das sorgfältigste zu prüfen und zu überwachen. Besonders sei für Wundhalten der Schutzstreifen und Schutzgräben und für ausreichende Bewachung gefährdeter Stellen mit Nachdruck zu sorgen. Ebenso ersucht der Minister die Eisenbahnkommissare, auf die ihrer Aussicht unterstellten Privatbahnverwaltungen in gleichem Sinne zu wirken. w. Nidda, 27. Juli. Das am Montag und Dienstag vorübergegangene Gewitter hat neben ausgiebigem erquickendem Regen heftige Stürme gebracht, welche Bäume umgeriffen und Kornhaufen umgeworfen haben. In Ober- Schmitten schlug der Blitz in einen Kornhaufen und brannte ihn vollständig zusammen. Das Obst wurde vielfach von den Bäumen geschüttelt, kann aber nun zu Gelee verbraucht werden. § Friedberg, 27. Juli. Die diesjährige Prüfung der Schulamts-Aspirantinnen findet vom 5. bis 8. September am hiesigen Lehrerseminar statt. Darmstadt, 27. Juli. Der durch Mörderhand gefallene Architekt Döring, der ein Vermögen von rund 135 000 Mk. hinterließ, hat die Stadt Darmstadt nach Abzug der Vermächtnisse zu einem Viertel zum Erben eingesetzt. Die Stadt ist nach dein Testament in der Verwendung des ihr angesallenen Erbteils nicht beschränkt. Die zahlreichen Verwandten Dörings sind sämtlich mit Vermächtnissen bedacht. Nach Abzug dieser Vermächtnisse bleiben zu verteilen annähernd etwa 50 000 Mk., jo daß also die Stadt, welche die Erbschaft angenommen hat, ein Viertel hiervon erhält. Darmstadt, 27. Juli. Ein Zeichenkursus für Volksschullehrer beginnt hier am 1. August; er dauert drei Wochen. fc. Mainz, 27. Juli. Im September d§. J§. findet hier der deutsche Hebaurmenkongreß statt. Eine gestern abgehaltene Sitzung, der auch der Kreisarzt Dr. Balser beiwohnte, beschloß mit dem Kongreß eine Fachausstellung zu verbinden. Laudwirtschast. Obsternte-Aussichten im Kreise Schotten. Obstbautechniker Wißner-Friedberg hat soeben eine achttägige Rundreise durch den Zkreis beendet, um einen Ueberblick übeS die Obsterträge zu gewinnen und für die Beschickung der Obstausstellung in Büdingen und später Düsseldorf zu interessieren. Die Ertragsaussichten sind überall, je nach den Beständen und angebauteu Sorten gute. Zum mindesten ist eine gute Mittelernte in Aepfeln sicher. Tie Trockenheit hat den älteren tragenden Bäumen bis letzt noch nicht geschadet. Die Früchte sehen glatt und gesund aus. Das Laub fängt nur bei jüngeren Pflanzungen an gelb zu 1 verben. Aus den trockensten Stellen tragen in diesem Gebiete gute, wohlausgebildete Früchte: der Sauerapfel, Geflamter Kardinal, Schafnase, Jakob Lebet, Landsberger Reinette, Goldparmäne und graue französische Renette. .Auf der Hohe von ttssa nach Stornfels steht ein aller Baum von der zuletzt genannten Sorte in seltener Frische und reichem Behang, als wenn er stets nach Bedarf Regen gehabt hätte. Weiter tragende Sorten sind die verschiedenen Süßäpfel, Roter Herbstcalwill, auch Casseler Renette hängt sehr voll, ebenso Oberdiecks Renette, Baumanns Renette und die .vereinzelt anzutteffenden Canada-Renetten und Ribston Pepping. Lokalsorten zählen wieder mit zu den besten Trägern, nur meist zu kleinftüchtig. Die meisten Aepselfrüchte dürften geerntet werden in Ulfa, -vo auf der sogenannten „Gänsweide", einem trockenen Hang, wunderbar reichtragende Bäume und in besten Sorten stehen; weiter in Laubach und Nachbarorten, Bobenhausen, Eichelsachsen, Schotten und besonders auchinSLeinberg-Glas Hütten. In Birnen ist kaum eine Mittelernte zu erwarten. Z w e t s ch e n- bäume sind meistens zum Brechen voll, auch die Nußbäume zeigen eine seltene Fruchtbarkeit. Den betreffenden Gemeinden ist zu empfehlen, ihre Obstversteigerungen nicht bloß im Kreisblatt bekannt zu machen, sondern auch dazu die „Mllteilungen der Zentralstelle für Obstverwettung und des Obstmarkt-Komitees Frankfurt a. M." zu benutzen. Geschäftsstelle: Gneisenauftraße 15, am Hauptbahnhof. Im ganzen Kreise Schotten ist ein sichtlicher Fortschrllt im Obstbau zu erkennen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. § Grünberg, 27. Juli. Heute wurde hier unser „Jakobimarkt" abgehallen, der ttotz des gleichen Marktes zu Ulrichstein starke Auffahrt an Vieh und guten Besuch aufwies. Auf .dem Viehmarkt zeigte sich die Auffahrt mit Rindvieh mäßig, mit Schweinen in gewohnter Art stark. Der Handel in beiden Viehgattungen hatte nicht den üblichen flotten Gang, sondern stockende Abwicklung. Die Preise für Rindvieh müssen immer noch als hoch angesehen werden, obwohl eine Rückwärtsbewegung eingetreten ist. Die Preffe für die Schwene waren niedrig. Man bezahlte für das Paar Ferkel erster Güte 46—48 Mk., zweiter Güte kosteten herab bis zu 40 bis 38 Mk., Läufer wurden pro Paar mit 70 bis 80 Mk. bezahlt. Aer Krämermarkt hatte tnr im Gange befindlichen Emtearbeiten wegen schwachen Besuch. () Ulrichstein , 27. Juli. Unser heutiger,, gestriger und vorgestriger „Ja ko bim ar kt" hat seinem .Ruf als „Regenmarkt" trotz der seitherigen Trocknung wieder wahr gemacht, und unsere Landwirte, die ihre Hoffnung auf den Jakobimarkt als Regenbringer gesetzt hatten, sind nicht getäuscht worden. Der erste Markttag brachte den sehnlichst erwarteten Regen. Ein Gewitter- sturm tobte dabei in den Nachmittagsstunden, daß der kaum auf- gebaute Zirkus zusammengerissen wurde. Die Auffahrt mit Bullen und anderem Rindvieh war am vorgestrigen Markte schwach, geftern aber stärker. Der Handel zeigte gedrückte Stimmung, eine Folge der Dürre, die keinen Wuchs des Grünfutters auf- kommen läßt. ,Die Preise waren nicht hoch; sie müssen als Mittelpreise bezeichnet werden. Kühe erster Klasse gingen für 400—420 Mk. ab, Rinder erster Sorte für 200—250 Mk. und 300 Mk., jüngere für 150—180 Mk.; Kälber waren wenig vor- handen, da sie auf Lebendgewicht meist von den Händlern in den Ställen aufgekauft werden. Der Preis für die Schweine zeigte gleichfalls einen Rückgang; man zahlt nicht mehr die ungewöhnlich hohen Preise von 60 bis 70 Mk. für ein Paar junger Ferkel. Obschon auch der heutige dritte Markttag zweifelhaftes Wetter mit zellweise kleinen Regenschauern brachte, war doch 4ein Besuch gut. Kerichtsjaal. d. Marnz, 27. Juli. Als ein gemeingefährlicher Schwindler hat sich der Maurerpolier Klemens Koch aus Molsbach erwiesen. Er wurde in Köln ausgewiefen und kam jim 7. Juli hierher. Er suchte die streikenden Maurer auf und schwindelte diesen vor, daß er laut Vertrag mit den Bauunternehmern 42 auswärtige Maurer hierher verbringe. .Er habe nichts von bem Streik gewußt, sonst hätte er ben Vertrag nicht abgeschlossen. Die Streikenden boten ihm nun Vergütung für den Rücktransport der 42 Leute an; er wollte aber außerdem für seinen persönlichen Schaden noch 100 Mk. Durch seine vielen Schwatzereien entstanden bei den Streikenden an seine Ehrlichkeit Zweifel, diese ließen den K. verhaften, worauf fein SMvindel sich heraus- ftetite. Die Strafkammer verurteilt ihn heute zu einem Jahr Zuchthaus. Ztniversttäts-Wachrichtea. Bonn, 27. Juli. Der bisherige Studiendirektor an der städtischen HandelZhochschule in Köln und außerordentliche Professor der Staatswissenschaften an der Bonner Universität, Dr. jur. Hermann Schumacher ist zum ordentlichen Professor der Staatswissenschaften in Bonn ernannt worden und zwar an Stelle von Professor Dr. .Eberhard Gothetn, der nach Heidelberg.übersiedelte. Heidelberg > 27. Juli. Die Professoren Dr. .Max Weber und Dr. Ernst Troeltsch von der hiesigen Uni- versllät werden sich demnächst, einer an sie ergangenen Einladung Folge leistend, nach St. Lou4s begeben, um dort Vorträge zu hallen. Iic Iarmuädter Kunstausstellung. R. B. Darmstadt, 24. Juli. Die Kunstausstellung im Ernst Ludwighause, der wir heut noch einen Besuch abzustatten haben, ist der Gegenstand besonderen Interesses für alle diejenigen, die vor drei Jahren hier die ersten Früchte der neuen Künstlerkolonie näheren Betrachtungen unterzogen. Damals waren „Die Sieben", die erst wenig Monate vorher aus den verschiedensten Kunstkreisen hier zusammen- berufen wurden, noch ziemlich fremd zu einander, es fehlte ihnen nicht nur jede nähere Verständigung ober Aneinanderschließung in Bezug auf das gemeinsam zu erstrebende Ziel, sondern auch die Harmonie der Persönlichkeiten, die innere Ueber- einstimmung und Kordialität untereinander ließ viel zu wünschen übrig. Heute ist das anders. Pon den damaligen Mitgliedern sind nur die beiden Professoren Olbrich und Habich da, die gewissermaßen auch die künsilerische Führung übernommen haben. JDie drei neuen Mitglieder, Paul Haustein, I. V. C i s s a r z mW Dr. Greiner kamen nickst in eine neue, ungewisse Wirkungsstätte, sondern sie wurden durch den hohen Protettor berufen auf Grund ihrer bisherigen Proben künst- llrischer Befähigung uni) Entwickelung, von denen man sich ein gedeihliches Fortschrellen der hier vertretenen Shinftbeftrebungen versprechen durfte. Und die Erwartungen, die man an ihre Berufung knüpfte, sind bisher auch in erfreulicher Weise erfüllt worden; die jetzige Ausstellung gibt den Beweis dafür. Im Mittelraume des Ausstellungshauses haben wir zunächst Gelegenheit, die jüngsten Werke unseres hochtalentierten Darmstädter Künstlers, Prof. Ludwig Habich, Lu bettacksten, die hier in einer prächtigen Kollektion von zehn Stücken ausgestellt sind. Am meisten entzückt uns eine neue Porträtherme unseres Großherzogs aus Bronze, die auf einem hohen dunklen Granitsockel ruht. Die allen wohlbekanMen Gesichtszüge sind hier mit außerordentlicher Feinheit und Charakter istil im Ausdruck wiedergegeben, und auch die beiden Porträts des Stadtverordneten Sck-upp und des Grafen Känitz sind Meisterstücke feinkünstlerischer Individualisierung. .Ein groß angelegtes und in vollendeter. Weise durckMfnh-rtes Werk ist auch die Jüngl ngsfigur mit dem russischen Kreuz, die als Denkmal für den Moskauer Friedhof angefertigt wurde und dem Großfürsten Sergius gehört. Neben diesen Prachtstücken hat der Künstler noch einen herrlichen weiblichen Torso in natürlicher Größe (Gipsmodell) und mehrere Reliefs ausgestellt, darunter ein kleines, als Türfüllung für das graue Haus bestimmtes Medaillon, das den Bibelspruch ,Jch lasse Dich nicht, Du segnest mich denn" in genialer Wesse symbolisiert. Neben dieser von tiefeniftem Empfinden durch brunpenen Szene, die einen mit dem Engel des Gebets ringenden Jüngling barstellt, gibt der Künstler auch noch einige Proben köstlichen Humors in bem weinfroh lacl)enden Bachantenkopf, der als Brunncnmaske den von der Stadt für den Plataneiihain auf der Mathildenhöhe gestifteten Brunnen sckMÜckt und in dem großen, zunächst in getöntem Gips ausgeführten Relief, das eine häusliche Szene einer Faunenfamilie zeigt und für das Eckhaus der Dreihäusergruppe bestimmt ist. Ludwig Habichs auS gereifte Kunst darf .den Werken der ersten unter den modernen Meistern würdig zur Seite gestelll werdeii! Der schon bei Besprechung der Muster-Häuser rühmend erwähnte Künstler Paul Haustein hat im Emst Ludtvighaus noch in drei tveiteren Räumen schöne Proben seiner dekorativen Wohnungsausstattungskunst ausgestellt, ein Herrenzimmer in dunkelgebeiztem Eichenholz jnii Intarsien, ein Damenzimmer in weißem Ahorn mit Holz- und Elfenbeinschnitzereien und ein Schlafzimmer in Nußbaumholz. Diese Zimmereinrichtungen sind von der Hofmöbelfabrik Ludwig Alter hier in gediegenster Weise ausgeführt und werden gewiß unter den sie besichtigenden Ehepaaren volles Entzücken Hervorrufen. — Mit einer tveiteren Sonderausstellung ist auch der jüngste Zugehörige der ^Mnstler- kolonie, Herr Dr. Greiner, .vertreten. Er hat erst vor wenigen Jahren die Kanzel mit dem Künstleratelier vertauscht und ging von seinem geistlichen Wirkungsort in Oberhessen (Schotten) zum Studium der Plastik Aach Paris, wo er in überraschend kurzer Zeit seine Ausbildung für seinen neuen Beruf vollendete. Dr. Greiner hat einige 60 Arbeiten ausgestellt, darunter Marmorbüsten von Balzac, Suppes und seiner Gattin. Unter den zahlreichen Studienköpsen ragt besonders das Haupt Johannes, des Täufers, hervor, und unter den Basreliefs ein Flötenspieler. In den maimigsachen Porttätplaketten, Terrakotta-Arbeiten und Zeichnungen tritt eine außerordentlich reiche Phantasie und Vielseitigkeit deS Künstlers zutage; zwar noch recht verschiedenartig.an künstlerischem Wert, lassen die gröberen Arbeiten doch zweifellos ein ganz hervorragendes Talent erkennen, daS bei weiterer gewissenhafter Fortbildung noch reiche Früchte zeitigen wird. Die umfangreichste Sonderausstellung hat das vierte der Koloniemitglieder, I. V. Cissarz, veranstaltet; sie umfaßt weit über 100 Nummern, und besteht auS Gemälden, Zeick>- nungen, Studien, Radierungen, Impressionen, sowie aus einer Anzahl von nach feilten Entwürfen durch Artur Berger in Dresden angefertigten Schmuckgegenständen. Der Künstler erscheint in fast sämtlichen Arbeiten als eine fertige, zielbewußte Kraft, die sich besonders auch in feiner bucl)gewerblict)en und Plakate-Ausstellunp offenbart. Die zahlreichen und mannigfachen Jllustraliolteu des noch jungen Künstlers für größere Verlagsweike, die Entwürfe für die altbeiitfdH'n Webereien der Firma Ferd. Stein in hllsseld und für viele andere knnst- gcwcrblickx Anstaltett werfen eine fcltcnc Fülle origineller künstlerischer Ideen auf, die sich dabei dem prakttschen Zweck des Ganzen mit größter Leichtigkeit anpassen. Cissarz hat sich in der erst kurzen Zeit seiner hiesigen W.rlsamkeit schon in der vortell- haftesren Weise auf den verschiedensten Gebieten nützllch gemacht, und die beste Probe dafür liefert er durch die kunstvolle Ausgestaltung des Ausstellmtgskatalogs, für welchen Schriftsteller Viktor Zobel, der die Redallion desselben besorgte, auch eine gemütvolle Betrachtung über die Darmstadter Kunstbestreb- ungen im allgemeinen schrieb. Mit der Llusstellung verbunden sind auch noch in ben freien Räumen der drei Meisterhäuser verschiedene kleine kunst- geivcrblicfte Sonderausstellungen hiesiger Firmen, die meist nach Entwürfen der vorgenannten Künstler arbeiteten. Wir nennen hier nur die Sonderansstellungen der Hofbnch- und Steindruckerei H. Hohmann, des Leinenhauses H. und F. Becke r, der Firma Heinrich L a u tz, der Firma Joseph Stade und der deutschen Linkrustmoerke Gerhard u. Co. in Höchst a. M. Daß namentlich für die Aussckwiuckung der einzelnen Zimmer durch Stickereien, .kostbaren Vorhängen, Sophakissen, Glas, .Porzellan, Blumen usw. iwch zahlreiche ^andere hiesige und auswärtige, Firmen tätig waren, bedarf wohl keines besonderen Hinweises, ^ie sind im Katalog sämtlich getreulich verzeichnet, auch ist fast allen Sackien der Preis beigtfügt, was vielen der Defuckjer sehr erwünscht sein wird. Die Ausstellung wird neben ihrem eigentlichen künstlerischen Zweck auch reiche prattische Anregungen bieten und dem Wunsche des hohen Protektors nttsprechend Hessens Kunst und Gewerbe ^cutz und Ehren bringen! * M a n n h e i m, 25. Juli. Wie dem „Berl. Börsen Courier" von einem Wiener Korrespondenten gemeldet wird, foll jicb unter den Bewerbern um den diesigen Intendanten post en, der durch die Berufung Dr. Bass'ermanns nach Karlsruhe frei wurde, auch Josef Kainz, Mitglied des Wiener Burgtheaters, befunden haben. Es seien ihm 30 000'Mk. feste Bezüge geboten mürben, unb_ die Verhau, l..ngen seien nur daran gescheitert, daß Kainz das Sckwuspiel von der Oper getrennt haben wollte. — Ein Dante-Standbild als Geschenk von Italien. Das Goethe-Standbild, das der freu flehe Kaiser in Rom errichten ließ, hat in Italien den Gedanken wachgerufen, Deutschland ein OH'genge)ebenf zu widmen. Die befannte, in Florenz erscheinende „Seena JUustrata" trat mit der Anregung hervor, daß Italien ein Dante Standbild in Berlin errichten möchte. .Die genuensche Zeitung „Eaffaw" empfiehlt diesen 'An schlag, der die Billigung bcrvorragcnbfi Italiener fand, in einem idXvmtgbollen Aussatz. In Florenz wird demnach)! ein Komitee zusammentreten, um eine Aktion im Sinne der Anregung ein- Gleiten. Man rechnet uisbefondcre auch auf die Teilnahme der tialu'xiiÄ'it Äolowc in Beilin. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 Sonntag* den 31. Juli 1904: XII. Ruder-Regatta aus der Lahn 37 Boote. 18 Vereine. Beginn der Regatta nachmittag» 31/, Hbr. 166 Ruderer. Beginn der Borrennen vovmittag» 9 ttbr. KT __ __ __ Ä — JL auögesührt von der Kapelle des Leib-Dragoncr-RegiinentS Nr. 2* ^Jährend der Megafla: InawO ■■ 1 (Kaiser Nicolau«), Darmstadt. Xach der PrciSvcrtcilang : Gemütliches Zusai iTFii ensein *<* »on»ert i« voothans« und berechtigen auch I. Platzlartcu für Richtmitglieder zum freien Eintritt. l*reise der Plätze: Buchführung, Hoiiejponbcnj, Rechnen, Steno gr. rc. tonnen sich jeden Standes in ihren treten Stunden bei lag oder Abend schnellstens arteignen. Preise billig. Auswärtige Fahrtvergüt. Neue Haupt-Tag- und Abendkurse 311 ermaß. Preisen beginnen am 27., 29. und 31. Juli. 16364 Auskünfte u. Anmeld, bei Dir. Schreiber, Wicken, Restaur. -. Schipkapaß. „Sui“ mästet Schweine kolossal! Sämtliche Schweinezüchter,welche „Sei“ verwenden, bestätigen die vorzügliche Wirkung. Packet 60 Pfg. Philipp Schwager Wwe„>ie^u Steppdecken werden neu angefertigt: In Daune» v. Alk. 86.-— an , Wolle „ „ 18.— e , Baumwolle, „ 10.— sowie alte aufgearbeitet io. 5 Mk. an/. Alte Wolle zum Rammen wird angenommen. G. Schott, ^derstr. 14, III, Weißnäherin. I*4”1 Eine Zierde tft ein (Lesicht ohne alle Ha«t» uuretuigkeiten und Ausschläge ivie Mitesser, Kinne», ^techteu, Atütchea. ä»auirdte rc. Daher gebrauchen Sie nur echte Stade» beuler 2373 Teer-Lchweset'Letfe mit Schutzmarke Steckenpferd. Stück 4 50 Pfg. bei Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie, Marktstr. 5. Garteilschlmche und dazu paßende regulierbare Strahlen-Verteiler ohne Hahn. Rasensprenger Einfache praktische Vorrichtungen zum Selbststicke« defekter biummischläuche. Hähne, Ventile re. empfehlen 5079 Fertsch & Eigel Bureau und Werkstätte für technische Anlagen chicheu. Kekephou 378. Erntestricke genannt Garbenbande, sowie Kokosfaserstricke empfiehlt 6166 Edgar Borrmann, lbisenhandtung. Bersteigerung von Immobilien. Douuerdtag de» 4. August L ZS., »achmittagS 2‘/, Uhr, sollen auf hiesigem Orrsgericht die Immobilien des verslorbeneu Lhrisnan Busch m Gießen erbvertellungShalber einer einmaligen öffentlichen Bersteigerung ausgesetzt werden. Der annehmbarem Gebot kann der Zuschlag alsbald erteilt werden. Zum Ausgebot kommen: Flur 1 Nr. 79 = 728 gm Hoiratte auf dem Selters weg, , 1 , 71 = 2247 , Grabgarlen daselbst, , 4 , 166 — 863 , Grabgart, am Nein. Steinweg, , 36 , 218 — 1018 , | Acker auf der Harth über , 38 , 225 = 943 , / der Kropdach (Felsenteller). In der Hofraite auf dem SelterSweg, genannt der Kaisergarten, wurde seicher eine gutgehende Wirtschaft betrieben. Das Grundstück eignet sich aber auch infolge seiner vorzüglichen Lage an der Hauptverkehrsstraße Gießens zu allen anderen Geschäftszwecken. Gießen, 22. Juli 1904. 6286 Großherzogliches Ortsgericht: GroS. Nur der Original-Soxhlit-Apparat gekennzeichnet durch den Namenszug den Erfinders, keine der zahlreichen mangelhaften oder guuzilch wertlosen Nachahmungen ermöglicht die erlolgrreiche Durchführung derSäugliiigsernAhriing nach Soxhlet. 5181 Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Heesen-Nassau und daa Grvasherzogtum Hessen: Gebrüder Well in Frankfurt a. M. Konzessionäre der Aktiengesellschaft Metzelei* L Co. Gummiwarenfabrik und Asbestwerke, München. 2. Platz 0.80 Mk. im Vorverkauf: 1. Platz 1.50 Mk. 1.— 2. 2.— 0.50 gratis 2. Schürz'sche Bleiche 30 Pfg. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen gegr. 1886. Deleph. 119. _ fir Mitglieder nur im Vorverkauf bei (hrnft Challier: 1. Platz 1.— Mk. Beikarte 0.75 M. Berkuufs-Anzeige. Die zur Konkursmasse btti Kaufmanns Emil Bender 511 Gießen gehörigen, in der Neustadt bclegenen Wohn- und Geschäftshäuser Nr. 51 und 58 sind alsbald mit oder ohne Geschäft zu verkaufen. Die Warenvorräte bestehend Ou« Spezerciwaren, Wein und Branntwein, Labak und Cigarren »hu., können auch für sich en bloc abgegeben werden. Näheres bei dem Konkursverwalter: 0404 Curt von Münchow. Bekanntmachung. Die imierm 2. Mai L I. angeorbncie Sperrt ber Durch- fahr: von der Neuen Baue nach der Schulstraße in der Verlängerung der Sonnenmaße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. Juli 1-04. iproßhcrzoglit.ies xoiiaeiamt Gießen. Herberg. Neues Luuerkraut Atll sch- ll. 6) ifl^arftD ; Mut M Lvll-Kmiige "Reue Mai-Heringe Neuen Kaviar cmpftehlt 6307 I. 1 Schulhof Markt straße 4 an der Äafie: 1. Bekanntmachung. Bktr.! Die Ad Haltung deS 3ugenbft|«S. Donners,ag den 4. August L I., nachmittag» von 2 Uhr ab, wird das diesjährig« Jugendstil im Philosophenwold ab- gehalten werden. Zwecks Aufrechlerhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit btmmmen nur hiermit, daß an genanntem Tage von l‘/i Uhr «achmittags ab der FuhrwertSverkehr nach dem Philosophenwald nur den Mittelweg entlang und von da zurück nach der Stadl nur durch die gürte«, von 6 Uhr nachmittags ab aber in umgekehrter' Richtung bewerkstelligt werde. Das Publikum wird gebeten, sich nicht in den Zug heremzudrängen, auch nicht die Spielplätze im Philosophen- walde zu betreten oder in bie Spiele emzugrerfen. Gießen, den 27. Juli 1904. Großherzogin, es ^orizciamt Gießen. Herberg. 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