Donnerstag 28. Jannar1NV4 154. Jahrgang Erstes Blatt . (ftetkb tlbrefit tüz Depejchau «nzetger Sieben. gemlpvrdianld)lu6 Wr 51 bisher ige Marinebudget ein. Außer dem Bau vast Schlachtschiffen erfordern Zunahme des MarinekorpS die Etablierung der Flottenstati on Guatanamo, sowie die Manöver die größten Summen. Politische Tagesschau. Bebel al8 Erbe. Wir lesen im .Vorwärts-: Unter dieser Spitzmarke läuft eine Notiz durch die Presse, welche sich mit dem Testament deS im Mai vorigen Jahretz m einer bayrischen Irrenanstalt verstorbenen bayrischen Leutnants Hermann Kallmann beschäftigt, aber starke Unrichtigkeiten enthält. Die Sachlage ist folgende: Leutnant Hermann Kallmann, der 1874 die persönliche Bekanntschaft Bebels machte und später wiederholt mit ihm in brieflichem Verkehr stand, setzte im März 1879 diesen nebst seiner Schwägerin, die Frau deS Oberingenieurs O. Kallmann zu Erben ein. DaS vererbte Vermögen ist nicht elterliches Vermögen, sondern stammt ans einem großen Lotteriegewinn, den der Verstorbene Mitte der stebenziger Jahre in der österreichischen Lotterie machte. Zwei Jahre nach Abfassung deS Testaments wurde Hermann Kallmann, der damals als pensionierter Offizier in Ulm lebte, für irrsinnig erklärt und entmündigt. Die enterbten Geschwister, mit denen der Testator in Unfrieden lebte, fochten daS Testament an mit der Behauptung, daß der Verstorbene schon im März 1879, als er boß Testament machte, geisteskrank gewesen sei. DaS Testament wurde 1879, als Kallmann sich im Münchener Militärgerichts- Gefängnis befand, von einem der angesehensten Münchener Notare, der noch lebt, verfaßt und bei ihm auch deponiert. Sobald Bebel von der ihm zugedachten Erbschaft und dem Einspruch der leer cmSgegangenen Geschwister unterrichtet war, machten er und sein Miterde einen Vergleichsvorschläg, der aber von der Gegenseite ab gelehnt wurde. Beide Parteien verständigte« sich dann dahin, daß in dem bevorstehenden Prozeß nur auf einen Teil der Maffe, ein Fünftel, geklagt werde, nm bit enormen Gerichts- und Rechtsanwaltskosten zu reduzieren, der Entscheid soll aber für daS ganze maßgebend sein. Auch kamen beide Teile überein, daß der obsiegende Teil die gesamten Prozeßkosten, also auch für den unterliegenden Teil, zu tragen habe. Prozeßführer für die Gegenseite fft die Gattin deS Oberst a. D. Hauser m Augsburg, eine Schwester des ErblafferS. Der Prozeß kommt tjx erster Instanz vor dem Landgericht Ulm zur Entscheidung. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. Januar 1904. - Französischer Vortrag. Wir machen hier noch« mals darauf aufmerksam, daß Herr Goetschy den ersten Vortrag seines Cyklus morgen, Freitag den 29. Januar, abends 8 Uhr, halten wird. ♦♦ Sigrid Arnoldson, die berühmte schwedische Sängerin, wird, wie uns soeben mitgeteilt wird, am Donnerstag den 18. Februar im Klubsaale ein Konzert (außer Abonnement^ veranstalten. Mr machen hiermit «ms dieses musikalische Ereignis heute schon aufmerksam. bx. Die Osterferien der hiesigen höheren Schulen beginnen diesmal, wie man uns mitteilt, höchstwahrscheinlich am 26. März. ES ist daS erste Mal, daß fi« nach der neuen Einrichtung auf 14 Tage beschränkt find. •* Kellerbrand. Gestern abend gegen 9 Uhr entstand in einem Keller des HauseS Neuenbäue 5 ein Kellerbrand, welcher fedoch alsbald gelöscht wurde, so daß hierdurch ein erheblicher Schaden nicht entstand. Leute, die zuerst Rauch bemerkten, erzählten un§, daß sie zuerst geglaubt hätten,, ein Rauchklnb feierte da unten ein Zusammensein. •* Unfall. Gestern vormittag nach der Parade deS Regiments folgte der Fahnenkompagnie durch die Nordanlage eine große Schaar Kinder, wobei em Schüler in einen offenen Schacht des durch die Nordanlaqe führenden Schoor- grabenS, in welchen gearbeitet wurde, fiel, sich jedoch nicht erheblich verletzte. Der Schacht war abgesperrt. — AuS dem Bureau deS S t a d t t h e a t e rS. Die morgige Novstät von Volkmar Böhme, das Lustspiel „Fellner und Co.* geht als 13. FreitagSabonnementsvor- stellung in Szene. DaS Lustspiel hat bereits in Koblenz und anderen Theatern in den letzten Wochen bei einer überaus freundlichen Aufnahme seine Feuerprobe bestanden. Der hiesigen Premiere dürfte voraussichtlich der in Wiesbaden ansässige Autor beiwohnen. DaS Werk ist sorgfältig vorbereitet und mit den erster Schauspielkraften besetzt. ** Lebende Photographien. Unter dem Segel träge dahingestreckt, verbrachte der Seemann alter Zesten, zur Untätigkeit gezwungen, Stunden und Tage günstigen WindeS, und — schlimmer noch — Wochen und Monate gänzlicher Windstille. Seit der Dampf, der rastlose Geselle, den Segler beiseite drängte, ist das Bild an Bord ein anderes geworden, nirgends aber em mannigfaltigeres, bewegteres als auf den Kriegsschiffen. Dies tausendfach sich regende Leben, den wechselnden Dienst der Leute als Seemann und Soldat, ihre Erholung bei Scherz und Spiel, ihr Weihnachten auf weitem Waffer, Schieß- und Gefechtsübungen, all dies und vieles mehr läßt der Kinematograf, den der Deutsche Flotten-Ver- ein demnächst auch in unsere Stadt entsendet, sich vor den Blicken der Zuschauer naturgetreu abspielen. § Allendorf a. d. L., 27. Jan. An Stelle des voe kurzem infolge eines Unfalls verstorbenen ForstwartS Volk wurde Joh. Lenz zum Forstwart ernannt und verpflichtet. t Steinbach, 26. Ian. Der Handelsmann K. vmr hier stürzte vorgestern mit feinem 9tab, sodaß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. *t. Ruttershausen, 26. Jan. Der Gesangverein „Frohsinn" beabsichtigt am 19. Juni sein 20jähriges Stiftungsfest zu feiern. -h- Burkhards, 26. Jan. Der Dekanatsbote von Schotten glitt gestern auf einer Eisfläche im Dorfe ans, kam zu Fall und brach eine« Arm. Der Derunglückte wurde per Wagen nach Schotten verbracht. Me nötig die Haftpflichtversicherung für eine Gemeinde ist, zeigt vorliegender Fall. i. Laubach, 27. Jan. Zu der am Donnerstag, den 28. d. Mts. beginnenden schriftlichen ReifePrüfung sind sämtliche zehn Oberprimaner zugelaffen. + Höckersdorf, 27. Jan. Kürzlich berichteten mir SsnstpolM. In der Budgetkommissio« deS Reichstages hat, wie man weiß, neulich eine Kunstdebatte stattgefunden, die sich im Plenum wiederholen wird. Graf P o s a - dowSky und Geheimrat Lewald sprachen und werden sprechen als Vertreter der .verbündeten Regierungen.- Das Merkwürdige dabei ist, daß ein großer Teil der deutschen Bundesfürsten und ihrer Regierungen in diesen Fragen ganz andere Anschauungen hat wie diese ihre .Vertreter-. Die Münchener .Werkstatt der Kunsts gibt recht zur Zett eine lehrreiche Zusammenstellung: ,Jn Bayern umfaffen Regent und Regierung jeta btt z^vei großen künstlerischen Richtungen mit der gleichen Liebe. . , ,, t „ In Württemberg ist dasselbe der Fall. Auch m Baden fällt es weder dem Großherzog noch der Regierung ein, der Kunst eine bestimmte Bahn vorschreiben zu wollen. Im Gegenteil, Ludwig Dill, einer der Führenden unter den Modernen', hat den Auftrag erhalten, für St. Louis einen Raum auszumalen. In Hessen sind der Großherzog und seine Re- aiernng besondere Schützer der „neuen- Kunst. In Sachsen-Weimar zeigt der junge Großherzog, daß Goethes Vorblld, auf den sich übrigens auch schon Kaffer Wilhelm berufen, in ihm wahrhaft lebendig Jft ©oetfye hat bekanntlich darauf hingewiesen, daß Mäcenaten, wenn auch nicht die Kunst, so doch die Künstler fördern können. Von König Georg von Sachsen weiß man, daß er, obwohl ihm, dem Soldaten die Kunst ferner lag, seit feiner Thronbesteigung sein fürstliches Interesse mtt Eifer allen künstlerischen Erscheinungen zuwendet, die m Dresden Be- achttmg erstreben. Dasselbe gilt von seiner Regierung.- Man darf wirklich begierig fein, ob diese stark von den preußischen abweichenden Meinungen von keinem der Bun^s- ratS-Bevollmächttgten dieser Staaten werden ausaesprochen werden. . . Y Stand und Japan. Aus angeblich gut informierter Quelle will die Londoner „Times" wissen, die Haltung der russischen Regierung gegenüber den Forderungen Japans sei im hohen Grade beeinflußt worden durch Berichte, die jüngst dem Zaren unterbreitet wurden, über den Mangel an Bereitschaft der russischen Truppen in Ostasien, sowie über die wahrscheinliche Wirkung eines Krieges auf die Lage im Innern des Reiches. Japanische Finanzleute bieten der Regierung weitgehende Unterstützung an. Es ist jetzt offenbar, daß die Regierung in den Stand gesetzt sein wird, sehr beträchtliche Summen nn Jnlande auszuorinacn, oFnt sich auf Anleiheaufnahmen im Auslande verlassen zu müssen. Nach einem Telegramm aus Niutschwang erhielten die Behörden von Tschaotschau Anweisungen, Räumlichkeiten für 70 Kosaken zu beschaffen. — Es wurde ein kaiserliches Edikt erlassen, welches Bestimmungen über die §>eeresorganisatton trifft und die Besteuerung von Weinen und Tabak anordnet. Ferner schreibt das Edikt die Einschränkung der Ausgaben für den kaiser- lichen Haushalt und andere Ersparnisse vor und bedroht diejenigen Beamten mit Strafe, die diesen Maß- nahmen Widerstand entgegensehen. ähnliche Zuwendung. Ausland. Stockholm, 27. Fan. In der Zollkommisfion werden Zollerhöhungen vorgeschlagen für Roh'tabak aus Kr. 1.60, für Zigarren und Zigaretten auf Kr. 5.50 und für andere Tabakfabrikate auf Kr. 2 per Kilogramm. — Nach einer hier etngegangenen Meldung unterjagte der Generalgouverneur von Finnland General Bobrikow die Feier des hundertsten Jahrestages der Geburt des Dichters Runeberg am 5. Februar und gab bekannt, daß Uebertretungen besttaft würden. Dieselben fielen nicht unter die Kompetenz der Gerichte, sondern würden auf administrattvem Wege behandelt. London, 27. Jan. Der inkognito hier weilende Großherzog vonHessen begab sich heute nachWind- sor zum Besuche des Königs. Haag, 27. Jan (Erste Kannner.) Ter Minister des Aenßeren erklärte im Laufe der Debatte, man dürfe ihn nicht dafür verantwortlich machen, daß Deutschland drei holländische Staatsbürger, ehemalige Teutsche, die sich in Holland hatten naturalisieren lassen, ausgewiesen habe, weil sie sich dem deutschen Mi- lttärdienst entzogen hätten Brüssel, 27. Jan Beim Kaiserdiner im „Grand Hotel" gedachte der Legattonsrat v. Dlilow des Besuches des Königs Leopold beim deutschen Kaiser. Er erwähnte, daß der Kaiser den König, der ihn seit langer Zeit habe Wiedersehen wollen, auf diplomatischem Wege zu seinem Geburtstag eingeladen habe. Redner erwartet von dieser Reise eine Dekräfttgung der freundschaftlichen Beziehungen beider Lander im einzelnen und auch vielleicht eine Regelung einiger kleiner Differenzen. — „Etoile Belge" kündigt an, daß Kaiser Wilh elm im Lause des Jahres nach Brüssel kommen werde. Paris, 27. Jan. Der frühere elsäsfissche Reichstags- abg. Lalanc richtete ein Schreiben an den Demps, worin er betont, daß alle Franzosen treu an El- saß-Lothrin gen hängen und bann fortfährt: „Bedeutet das, daß Frankreich den Revanchekrieg will? Nein, hundertmal nein! Wenn diese Frage dem Parlament vorgelegt würde, würde sie einstimmig im verneinenden Sinne entschieden werden und das Parlament entspräche so dem einstimmigen Willen des Landes." Lalanc führt dann aus, daß die früher kriegerischen Franzosen ein aus tiefster Seele friedliches Volk geworden seien und tritt für die Schaffung von Vereinigten Staaten von Europa ein. Madrid, 27. Jan. Am Namensfeste des Ko n i g s soll vor dem Schloß beim Einzug der Behörden, Granden und Botschaften eine Bombe entdeckt worden sein, die ein Kilogramm Sprengstoff enthielt. Tie Lunte wurde rechtzeitig gelöscht. Wien, 27. Jan. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, derKrinzessiuPauline, der Tochter des Fürsten Paul Metternich, sei der Zutritt zu den Festlichkeiten am Wiener Hofe entzogen worden. — Beim gestrigen Ball bei Hofe äußerte der Kar- f er gegenüber dem Vizepräsidenten Kaiser: Er könne rncht begreifen, weshalb die Deutschen wegen des Reservat- erlasses des Kriegsministers sich beunruhigt fühlen. Mze- präsident Kaiser sagte, die Beunruhigung komme daher, daß bei ben Unteroffizieren die Kenntnis der deutschen Sprache nicht mehr unbedingt gefordert wird. Es fft zu befürchten, daß unter solchen Umständen mit der Zeit auch die Reserve- und die Landwehroffiziere auch nicht mehr die Kenntnis der deutschen Sprache sich aneignen werden. , „ Newy ork, 27. Jan. Der Marineausschutz des Unterhauses brachte mit 98000000 Doll ars das höchste Deutsches Reich. Berlin, 27. Jan. Der Kaiser hat am heutigen Tage den Kronprinzen zum Ehrenvorsitzenden des Preußischen Landes-Krieger-Verbandes ermannt und diese Ernennung dem Vorstande des.Verbandes durch nachstehenden Erlaß eröffnet: Auf das Immediatgesuch vom 7. Dezember v. I. babe^Fchzum Ehrenvorsitzenden des Preußischen Landes- StriegctbertanbeS S. Kaiser! und Körrigl. H°A drn Kr°^ Minden von Prenßen am heuigen Tage ernannt. J® Efbanrit dem Preußischen Landes-Kriegerverbande L EN Lweis MeiE Anerlennnng imb ~ Wohlwollens geben wollen und vertraue, daß dieser Madenbeweis allen zum nereinen wie jedem einzelnen Mttgttede beqellKn cm allezeit auch im bürgerlichen q f.. „ Alibneneide gelobte Treue zu halten sowie eine vaterländische und kameradschaftliche Gesinnung zu betätigen und zu pflegen. — Die Kaiserin hat, außer an dem Festgottesdienste in der Schloßkapelle, an den Feierlichkeiten des Geburtstags des Kaisers nicht teilgenommen. — Aus Anlaß des Ablebens des Staatsministers v. M a h b a ch hat der Kaiser an die Tochter des Verstorbenen, Fran Professor Robert Hausmann, ein Handschreiben gerichtet. — Der Kaiser schenkte dem Generaldirektor der Hambnrg-Amerika-Linie Balliu seine lebensgroße Marmor-Büste. Köln, 27. Jan. Zur Beseitigung des Notstandes' verfügte die Regierung die Aufnahmeder Kasse n- praxis durch die Kölner Aerzte unter Zubilligung der Forderung freier Aerztewa hl und Honorar von 5 M a r k für die einzelnen Mitglieder und 15 Mark für bie Familienbehandlung, Schiedsgerichtsvertrag aus 5 Jabre und Garantte für finanzielle Lebensfähigkeit der Kasse. Die von auswärts angekommenen Aerzte werden chrer Funk- ttonen bei den Kassen enthoben. ES ist dies ein Si e g des Verbandes der Aerzte Deutschlands zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen. Königsberg, 27. Jan. Der Arbeiter Nowa- lrotzky, der anfangs November wegen Teilnahme an einer geheimen Verbindung verhaftet und txrrm am 16 Januar aus der Hast entlassen wurde, wurde, der „Volkszeitung zufolae, beute von neuem verhaftet. München, 28. Jan. Der Prinzregent wies den beiden seinen Namen führenden Feldartillerieregiment er n (dem 1. und 7.) je 15 000 Mark zu, deren Zinsen, wie die der früheren Zuwendungen in gleicher Höhe, teils zu gemeinnützigen dem Ostiz-'e^korp? dienenden Einrichtungen, teils zu Zulagen für die Unteroffiziere verwendet werden sollen. Außerdem überwies b~r Prinzreg-nt dem 7. Feldartillerieregiment weitere 4000 Mk. zur Unterstützung hilfsbedürftiger Unteroffiziere, dem 1. Feldartillerie- regimeut machte der Regent bereits im Jahre 1864 eine ve»«g»pr«»Or monaUuh7bV^merttt» jährlich Mb 2.20; durch Abhole- u. Zweigstelle» monatlich 6o Pi.; durch dtePoftM.2.—mertel- jähri. auSjchl. BeUellg. Aimahme von llnzelge» in tu» LageSnummee j» »ovmtUag» 10 Uhr. -etienum». total 11«, 4>«caai»ectManfl Veek. Nr. 23 Ir,chei«i iSgttch außer Sonntags V'etr Gießener Anzeiger oft tm Wechsel mtt tzifischea Landwirt l .ebener Zamiliea» • i to t»et 4 betfleltfiL ItV ' druck u. 8er- Eichener Anzeiger FJ' General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatl für den Kreis Gießen von r»»-«, Met, »ejjms. dlch Zlak, Nöbtla. Beuttt, tz-ld- tut Lllber- md nni Wul* 31 Shenberger mauveg 22._____ tistoÄ nJieJgeöJJL WutzMt । ti MP ,k, nro Slundt Tame I"chl *«•*- ör W«« LTWÄ' ■ ochin > L » 0394 rtenfpad gjrbt, biharinm« g .Bin re den Z. > 'l neuer ’9 ju ver- JO 'Bts "agtr \ • l-Anileln. ) I Selters- ' I eGoelhes^^I iWttei! rbeuenjeb.5ltiiaubet öahnhoffwike 43,11L inlDzige nvd drücken 637 vier AllSlvahl n verleihen, m L Larueval'ArtUel. m Klenker, iseuppeurrsweg 16, Sntotfen in günstig, infttfoli) bei Stabt» Ükmrt and leötn « UeuKÄ tzadrrl' du von einer am Weihnachtsabend angelegten Brandstiftun g, die aber glücklicher Weise nicht zur Ausführung kam. Jetzt ist der Bruder des Mannes, dem man ein solches .Weihnachtsgeschenk* zugedacht hatte, unter dem schweren Verdachte, -oer Brandstifter gewesen zu sein, in die Untersuchungshaft nach Gießen gebracht worden. L. Friedberg, 27. Jan. Vom Gießener Stadttheater ging vor nahezu auSverkauftem Hause nachmittags in einer Schüler- und Volksvorstellung .Minna von Barnhelm* über die Bretter, abends gelangte .Maria Magdalena* zur Aufführung. R. B. Tarmstadt, 27. Jan. Das fürchterliche Unheil, das durch den Genuß vergifteten Bohnensalats aus der Alice-Kochschule angerichtet worden ist, erregt überall in der Stadt Bestürzung und Betrübnis, um so mehr, als es immer neue Todesfälle Nach sich zieht. Bis heute abend sind bereits fünf Personen an den Folgen des verderbenbringenden Salats gestorben, nämlich außer der Vorsteherin und Lehrerin Frl. Göring und Frl. Bernau, sowie dem Kind einer Fran Bernius noch ein Tienstmädchen der Frau Dr. Weidenhammer, namens Hohenstein ait§ Zwingenberg, und eine der beiden schwer erkrankten Krankenschwestern. Bei dem Tienstmädchen, das schon am Montag starb, hatte der Arzt zuerst Herzschlag als Todesursache angegeben, die heute vorgenommene Sektion der Leiche bestätigte aber die Vermutung, daß auch hier Vergiftung durch das Bohnengift vorliegt. Frau Tr. W. kam der Salat gleich nicht recht einwandsfrei vor und sie warnte auch das Mädchen davor, das sich aber nicht abhalten ließ und den ganzen Salat von der Schüssel verzehrte. Daher erklärt sichs auch, daß sie schon am Montag, also als erstes Opfer unter großen Schmerzen verstarb. Mehrere Frauen, die ttut wenig von dem Salat aßen, sind zwar ebenfalls an Dergiftungserscheinungen erkrankt, aber ohne daß Gefahr für ihr Leben bestände. Frl. Göring, die einige Stunden nach dem Genuß bewußtlos wurde, soll bald darauf auch plötzlich das Augenlicht verloren haben. Im Laufe des heutigen Tages wurden noch zwei weitere, an den Vergiftungserscheinungen Erkrankte in das städtische Krankenhaus eingeliefert, die Aufwartefrau Bernius und ein Dienstmädchen namens Klingler. Die Bohnen waren seinerzeit von Frl. Göring auf dem Markt gekauft und unter ihrer Anleitung von den Kochschülerinnen in Büchsen eingemacht worden. Außer dem Dienstmädchen Hohenstein wurde heute noch die Leiche des Frl. Bernau seziert und ihr einzelne Teile entnommen, die mit mehreren noch verschlossenen Büchsen mit Dohnenkonserven zur Untersuchung an Geh. Rat Gaffky in Gießen gesandt wurden. Tie Alice-Kochschule, die eine Einrichtung des Alice-Frauen- vereins ist, hat seit einer Reihe von Jahren hier außerordentlich wohltätig gewirkt und namentlich durch die Abhaltung vieler praktischer Kochlehrkurse je nach den Darbietungen der Jahreszeit auch in den Kreisen der minder bemittelten Familien großen Segen gestiftet. Offenbach, 27. Jan. Auf Veranlassung des Offenbacher Lehrervereins hält Professor Dr. Staudinger auS Darmstadt in der Zeit vom 24. Februar bis einschließlich den 12. März d. I. sechs Vorträge über .Die Elemente der Erkenntnislehre, mit Streiflichtern auf ihre pädagogische Anwendung*. An sämmtliche Lehrer und Lehrerinnen des Kreises Offenbach sind zur Beteiligung an diesem Vortragszyklus Einladungen ergangen. — Der Maurer Joh. Georg P rasch von hier war vor einigen Tagen wegen Blutschande verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis abgeführt worden. Dort fand ihn der Schließer gestern ftüh tot in seiner Zelle vor. Prasch hatte durch Erhängen keinem Leben ein Ende gemacht. Frankfurt a. M_, 28. Jan. Im Februar vorigen Jahres wurde das auf der Friedbergerstraße gelegene alte historische Gasthaus zum Hafer käst en nieder- gerissen, um in kurzer Zeit wieder in neuer Form zu entstehen. Der alte Haferkasten war im Dolksmunde wohl eins der bekanntesten Gasthäuser und zwar nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Umgegend. Mit seinem vorstehenden Gesims war es ein gutes Stück Alt-Frankfurt. Der Haferkasten wurde besonders von den vielen Fuhrleuten besucht, die in früheren Zeiten mit ihrem Frachtfuhrwerk den Verkehr mit dem Lande vermittelten. Ties hat ihm auch seinen Namen eingetragen; denn das Gasthaus mußte nicht allein Sorge tragen für das leibliche Wohl der Fuhrleute, sondern auch die Pferde bedurften nach den langen Fahrten Nahrung. Vor dem Hause standen hölzerne, verschließbare Futterkästen, in welchen sich Hafer befand, und welcher den Fuhrwerksbesitzern gegen Entgelt zur Verfügung stand. Tiefe Vorrichtung trug dem Gasthaus den Namen Haferkasten ein, den es bis heute erhalten hat und welcher auch in der Zukunft die Erinnerung an den ehemaligen Gasthof erhalten soll. Tie günstige Sage des Haserkastens im Zentrum der Stadt machte ihn für die Landbewohner besonders zum angenehmen Aufenthaltsort; aber auch die volkstümliche Führung trug bedeutend hierzu bei. Der Haferkasten zeichnete sich zu allen Zeiten durch eine besonders gute, reichhaltige und billige Küche aus. Tas Haus bestand ursprünglich aus zwei Häusern, die im Jahre 1790 von einer Witwe Lindheimer angekauft wurden. Diese errichtete in dem Hause eine Brauerei, die ausschließlich Wer für die Wirtschaft braute. Im Jahre 1876 ging der Haferkasten in den Besitz des Herrn Henninger und nach der Umwandlung bar Henninger'schen Brauerei in eine Aktiengesellschaft, in den Besitz dieser über. Im Laufe der Zeit machte sich jedoch an oem Gebäude das Alter bemerkbar und die Brauerei Henninger enschloß sich, das alte Gasthaus niederzureißen und einen Neubau zu errichten. Ta der neue Haferkasten so viel wie möglich in demselben Genre des alten geführt werden soll, trägt der vordere Raum des Parterrelokals den Charakter einer großen Bauernstube. Ter hintere Teil des Parterrelokals drückt durch das Kreuzgewölbe mehr das Kellerartige aus. So wird nun der wieder aufgerichtete Haserkasten in den nächsten Tagen seinem Zweck übergeben werden und seine Tore jedermann öffnen. Homburg, 27. Jan. Konsul Christ in Frankfurt a. M. der Vorsitzende des Arbeits- und Wohnungsausschusses für das Gordon-Benett-Rennen teilt mit, daß die Preise für erstklassige Hotels seitens des Gastwirtvereins wie folgt festgesetzt sind: Zimmer mit einem Bett 20 Mk. pro Tag, Zimmer mit zwei Betten 35 Mk. pro Tag im Minimum unter Voraussetzung eines achttägigen Aufenthalts. Ter Verein der Frankfurter Gasthofbefitzer hat unter Voraussetzung eines mindestens sechstägigen Aufenthalts während des Rennens 15 Mk. für Zimmer mit einem Bett, 35 Mk. für Zimmer mit zwei Bitten im Minimum vereinbart. Wer auf Luxusappartements mit Salon, Bad usw. reflektiert, hat in den erstklassigen Hotels selbstverständlich höhere Preise zu gewärtigem Wiesbaden, 27. Jan. Von einem Hunde auf die schrecklichste Weise zerfleischt wurde ein 18jäh- rigeS Mädchen in der Varkstraße. Die Schwester einer im Hause der Gräfin zu Leiningen-Neudenau angestellten Dame wollte mit dem Hunde spielen; plötzlich wurde dieser wild und überfiel das junge Mädchen. Auf das Hilferufen sprangen sofort mehrere Angestellte herbei und entfernten mit Eisenstangen die Bestie von der am Boden leblos liegenden Dame. Die Verletzungen find derartige, daß an dem Auskommen der Bedauernswerten gezweifelt wird. Der Hund wurde auf der Stelle erschossen. Der Wert des Tieres beläuft sich auf 800 Mk. s. Marburg, 27. Jan. Heute nachmittag starb hier her Professor der Rechte, Geh. Rat Dr. Heinrich Lehmann. Mit ihm verliert unsere Universität einen ihrer angesehensten Lehrer, die Bürgerschaft ein für das Wohl der Stadt eifrig bemühtes Mitglied des Stadtrats, das Vaterland einen begeisterten Patrioten, die evangelische Kirche ein aufrichtiges, ftommes, für ihre freiheitliche und volkstümliche Entwicklung warm interessiertes Glied, die Arbeiterwelt einen treuen Freund, der mit Wort und Schrift für ihre Hebung gewirkt hat. In der juristischen Fakultät vertrat er die Fächer des Privatrechts, des Kirchenrechts und der deutschen Rechtsgeschichte. Zahlreiche Werke aus diesen Fächern geben Zeugnis von jenem hohen Scharfsinn, seiner ausgebreitoten Gelehrsamkeit und einer ungewöhnlichen philosophischen Durchbldung. Zum akademischen Lehrer befähigte ihn auch sein besonderes pädagogisches Talent. Fast noch hervorragender war er als Mensch und Charakter. Er war ein Mann von seltener Lauterkeit, unbestechlichem Gerechtigkeitssinne und einem hohen Pflichtbewußtsein. Vor allem besaß er aber ein reiches Gemüt von ungemeiner Zartheit und Feinheit. Andern etwas zu sein und ihnen mit seinen Gaben zu dienen, war sein hervorstehendster Charakterzug. Kein Wunder, daß er sich einen großen Kreis von Freunden erwarb, die nun mit der Familie um den früh Heimgegangenen trauern. Er stand erst im 52. Lebensjahre. Seit 1889 wirkte er in Marburg. Vorher war er von 1888 bis 1889 in Gießen. Auch dort ist er bei vielen unvergessen und wird von ihnen betrauert werden. Kassel, 27. Jan. Bei der Ausbringung des Kaiser- toasteS auf dem heutigen Heftmahl des OffizierkorpS der Garnison erklärte der kommandierende General deS 11. Armeekorps von Wittich, daß eS das letzte Mal sei, daß er an dieser Stelle das Wort ergreife. Kleine Mitteln "" aus dessen und den Nachbarstaaten. Die Modelle zur Saalburg und eine vom ReichSgesundbeitsamt veranstaltete wissenschaftliche Sammlung, beides für St. Louis bestimmt, werden im Februar im alten Akademiegebäude zu einer Ausstellung vereinigt werden. — In Steinberg fand, wie man uns schreibt, am Sonntag daß 16 jährige Stiftungsfest des Gesangvereins „Jugend- freunb* statt. — In der letzten Stadtverordnetensitzimg in Weil bürg wurde auf Antrag deS Magistrats beschloßen, sich um die Errichtung der dritten Bezirks - Irrenanstalt zu bewerben. — Die Braunkohlengrube und Brikett- fabrik „Friedrich* bei TraiS-Horloff ist in den Besitz der Firma Stein in Kassel übergegangen._______________________ Vermischtes. • Zum Brandunglü ck von Aalesund. Der Dampfer der HamburH-Amerika-Linie „Phoenicia* mit der Hilfsexpedition ist am 27. d. M., früh 8 Uhr, in Aalesund angekommen. Sofort nach der Ankunft deS Dampfers traten der Bürgermeister und Vertreter der Stadt mit den Vertretern der Hamburg-Amerika-Linie zu einer gemeinschaftlichen Sitzung zusammen, an der auch der Abgesandte des Kaisers Wilhelm, Flügeladjutant Kapitän Gramme teilnahm. An Bord der „Phoenieia* waren unterwegs zwei große Hospitäler hergestellt, eines für Frauen und Kinder, eines für Männer, zusammen 104 Betten. Die „Phoenieia* nahm 2000 obdachlose Einwohner von Aalesund an Bord; ferner versorgte sie die Hilfsbedürftigen mit Kleidern und Lebensmitteln. Nach Berichten der Leiter der Hilfsexpedition wird die Not später noch größer werden, wenn die jetzt bei Bauern in der Umgegend untergebrachten Obdachlosen wegen Mangels an Lebensmitteln nach Aalesund zurückkehren. Als dringend erforderlich wird die Beschaffung weiterer Baracken, außerdem die Beschaffung von Türen und Fenstern bezeichnet, um die Ruinen notdürftig bewohnbar zu machen. — Der Dampfer „Weimar* des Norddeutschen Lloyd war bereits um 1 Uhr nachts dort eingetroffen. Dort setzte man sich mit dem Kommando des „Prinz Heinrich* und mit den städtischen Behörden in Verbindung und sofort wurde mit Verpflegung und der Aufnahme der Hilfsbedürftigen begonnen. — Von dem Kreuzer „Prinz Heinrich* wurden wieder Decken und Proviant an Land gebracht. Die Verteilung geht an mehreren Stellen der Stadt vor sich. Der Hafen war gestern anläßlich des Geburtstages des deutschen Kaisers reich mit Flaggen geschmückt. — Bis jetzt ist fest- gestellt, daß in Aalesund 7 50 Häuser gebrannt haben und nur etwa 10 0 einigermaßen erhalten geblieben sind. — Einer Pariser Meldung zufolge wird dort für die Opfer des Brandes eine Theatervorstellung veranstaltet werden. Die schwedisch-norwegische Gesandtschaft eröffnet eine Schwedensammlung. Kurz vor Schluß der Redaktion trafen folgende Nach- richten ein: Hamburg, 28. Jan. Der Führer der Hilfsexpedition der „Phoenicia* ließ der Hamburg-Amerika-Linie folgendes Telegramm aus Aalesund zugehen: Die unterwegs getroffenen Vorbereitungen haben sich überall auf das Beste bewährt. Wir wurden sofort nach unserem Ankommen von Massen hungriger Leute in Anspruch genommen und konnten innerhalb 2 Stunden 2100 Portionen glatt verabreichen. Der Zulauf ist dauernd. Wir werden nachts ca. 2500 Personen beherbergen. Alle Sorten Schuhzeug sind dringend nötig, ebenso alle Sorten Weckzeuge für den Bau von Baracken und Häusern. Den Ankerplatz, welcher sich in der günstigsten Lage der Stadt befand, mußten wir leider wechseln, da wir beim Schwojen den Grund berührten. Der jetzige Ankerplatz ist etwas weiter entfernt Trotzdem haben wir gute Verbindung durch die eigenen Boote und die Boote der Kriegsschiffe und verbessern die Transpockmöglichkeiten stündlich. DaS Wetter ist trocken und milde bei Südwind, das Feuer glimmt unter den Trümmern weiter, das Kohlenlager ist noch mcht ausgebrannt Nur wenige Häuser find unbeschädigt 700 zerstört Die Stadt trtetet einen grauenhaften Anblick. ES herrscht em penetranter Geruch von verbrannten Fischlagem. Die Bevölkerung ist saft apathisch, aber von grenzenloser Dankbarkeit für den Kaiser erfüllt Aalesund, 28. Jan. Hier sind drei Depots für Proviant und Kleider errichtet Bvns werden verteilt, die für eine Woche Gültigkeit und einen Weck von drei Kronen pro Kops haben. Insgesamt stehen 250 000 Kronen zur Verfügung. Die Begeisterung für Kaiser Wilhelm ist sehr groß. — Der Magistrat in Christiania schickte an Kaiser Wilhelm ein Geburtstags-Glückwunschtelegramm. Berlin, 27. Jan. Im Oberlichtsaal der Philharmonie entstand gestern abend eine Panik. Kurz nach 9 ITfrr, während des Konzertes der russischen Sängerin Nadina Wander-Brandt ertönte plötzlich ein s ch u ß ä h n - licher Knall und ein heftiges Gepolter folgte. Ter große Teil des Publikums eilte in wilder Hast dem Ausgange zu, ohne sich durch die energischen Ruse: „Sitzen bleiben!" „Ruhe!" aufhalten zu lassen. Tie Ursache des Knalls war, daß eine Milchglasscheibe des Oberlichtes wahrscheinlich infolge allzugroßer Hitze geplatzt war und die Glasscherben mitten zwischen die Zuhörer fielen, glücklicherweise ohne großes Unheil anzurichten. Infolge des Platzens der Scheibe war eine über dem Oberlicht befindliche Flamme fr ei gelegt worden, was die Beunruhigung des Publikums noch vermehrte. Erst nachdem die Flamme abgestellt war, kehrte ein Teil der Zuhörer wieder in den Saal zurück, und das Konzert wurde bei Halbleeren Bänken zu Ende geführt. * Trornsoe, 28. Jan. Drei Schifferbote sind heute nacht im schweren Schnee sturm verschwunden. Es wird angenommen, daß die an Bord befindlichen 6 Personen umgekommen sind. * Klein-Sibirien. In Klausthal spielt zur Zest der Theaterdirektor Unger mit einer Schauspielertruppe, die er „Berliner Residenz-Ensemble* nennt. Dieser Tage wollte dieses „Residenz-Ensemble* „S'Lorle oder Dors und Stadt" aufführen. Die Vorstellung fand jedoch nicht statt. Die Direktion gab die Gründe dafür durch ein „Extrablatt* bekannt, das also lautet: „Gestern, nachts, um die neunte Stunde ist die Schauspielerin Trudchen (folgt der Name) heimlich ausgekniffen. Die junge Dame warfest einigen Tagen bei meinem Ensemble (vorher am Stadttheater in Kottbus) und sollte in der heutigen Vorstellung das Locke spielen. Da es mir nicht möglich ist, so schnell Ersatz zu finden, so muß die heutige Vocktellung ausfallen und auf Freitag, den 22. Januar, verschoben werden. Den Grund ihres Durchgangs schildert die Dame in einem hinterlassenen Briefe wie folgt: „Ich habe nicht gewußt, als ich hierher reifte, daß ich nach Klein-Sibirien käme, und i ch b in entsch ieden zu hübsch, um mich der Gefahr auSzusetzen, eines schönen Tages irgend an einer dunklen HauSecke als Eiszapfen entdeckt zu werden. Auch bin ich im schönen Süden und nicht in Lappland geboren, als daß man mir zumuten könnte, mich in einer unheizbaren Theater-Garderobe umzukleiden." Indem ich das geschätzte Publikum bitte, diese Repeckoirstörung entschuldigen zu wollen, zeichne Hochachtungsvoll Fr. Unger, Theater-Direktor.* • Sind, cerev. Brauereiingenieure will der preußische Staat schaffen. Für die Studierenden der landwickschaftlich- technischen Gewerbe an der landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin ist durch Verfügung des preußischen Landwickschafts- ministers eine besondere Prüfungsordnung erlassen, durch die em Diplomexamen für Brauerei-Ingenieure eingeführt wird. Das Examen kann im fünften Studien- semester abgelegt werden, wenn gleichzeitig eine praktische Ausbildung von mindestens zwei Jahren nachgewiesen ist. Der vorgeschriebene Studiengang schließt ein zweisemestckges Studium an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin in sich. So wird dann auch wohl der Titel „Stnd. cerev.“, den der bekannte Herr Biermörder in den Spalten des „Kladderadatsch" schon fest Jahren fühck, endlich zur Tatsache werden. • Reiseabenteuer des Kronprinzen. Ein Eisen- bahnerlebnis des Kronpcknzen wird jetzt bekannt. Als er vor ein paar Tagen Nachts vom Potsdamer Bahnhof zu Berlin mit dem Vorockzug in einem Abteil erster Klasse nach Potsdam fuhr, wurde plötzlich, als der Zug schon im Abfahren begriffen war, die Coup4tür aufgerissen, und herein stürmte ein junger Mann, der im letzten Augenblick erst auf dem Bahnsteig eingetroffen war. Er war nicht weniger eckchreckt, als er sich plötzlich dem Kronprinzen und seinen rnststäckschen Begleitern gegenübersah und wollte schnell wieder au6 dem Zuge herausspringen, woran er aber von dem Kronprinzen verhindert wurde. Von Berlin aus hatte man inzwischen nach Potsdam telegraphieck, wo der junge Mann infolge der Intervention des Kronprinzen weiter nichts zu zahlen hatte als die übliche Ordnungsstrafe für das Benutzen einer höheren Fahcklasse und für das Besteigen eines schon im Abfahren begriffenen Zuges. * Eine Paarung zwrschen Löwen und Tige t wurde noch vor wenigen Jahren bestritten. Da schlossen bei einer Hagenbeckschen Gruppe von Löwen und Tigern der Löwe Milan und die Tigerin Betty ein Herzensbündnis. Aus dieser „Ehe" entsprossen vier Junge, die sich prächtig entwickelten und im Hagenbeckschen Tierpark unter gebracht sind. Seitdem sind mehrere derartige Paarungen beobackstet worden, aber die Jungen kamen entweder tot zur Welt oder lebten nur kurze Zeit. Ein fünf Wochen altes totes Tier, das die Eigentümlichkeiten von Tiger und Löwe deutlich aufweist, befindet sich im Besitze des Prof. Dr. Schmalz, der an der Berliner tierärztlichen Hochschule die Anatomle lehrt. Tiefes stammt aus dem Besitze des Tierbändigers Sawade. Tie bengalische Königstigerin Venus, die zu der von Sawade im Zirkus Busch vorgeführten Hagenbeckschen Rastbtiergruppe gehört, zeigte, wie die „Voss. Ztg." berichtet, schon sett längerer Zett Zuneigung zu einem Senegallöwen. Am Mtttwoch verrichtete sie im Zirkus noch emsig ihre „Arbeit", am Donnerstag nachmittag zog sie sich zurück, kurz vor der Vorstellung. Tierarzt Klingener, der seit Jahren mit den Raubtieren auf vertrautem Fuße steht, war gleich zur Stelle und gab der Tigerin einige Arzeneien. Nach geraumer Zeit erfolgte die Geburt eines toten Jungen. Die Tigerin wurde sehr müde und gähnte beständig. Diese günstige Gelegenheit benutzte der Arzt, um ihr Kognak in den Rachen einzuspritzen. Diese Einspritzungen verfehlten chre belebenden Wirkungen nicht Tas Tier kam wieder zu Kräften und brachte nun das zweite Junge lebend zur Wett, das dritte war tot. Der ganze •ß Wetter 2 2 Heller Himmel 27. Januar — 3,80 C. 7,4° 6. 27. 976 v. Zengen. aus 95fr er-' fchließeru. > u. Schlußkurse. Tag ebenfalls festlich. 26 90 90.10 104.50 104 80 212.90 193.60 143.05 156.30 159 50 Januar 1904. Reichsanleihe do. Konsole . do . . Hessen 103 90 62.50 32.00 136*40 43.90 3V2°/q 3"/' 3'/,°/° V/?/n 8u/0 Mexikaner 4,/g9/n Chinesen Electric. Schuckert Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber’iner Handelspes Oesterr. Staats bahn Lombarden . « Gotthardbahn . . Laurahötte . . . Bochum . . . . Harpener . . . Kvraang hatte sieben Stunden gewahrt. Dre Mchnerin verweigert vorläufig noch jede Nahrung befindet sich aber ganz wohl und behütet das kleine, kaum 8 Zoll lange Junge sehr sorgsam. 31 /,% Oberhessen . 4% Oesterr. Goldrente 212.90 224.20 143.60 191.75 205.30 Akt.-Ges. Krank- Dienstag de« 2. Februar er., vormittags 10 Nhr, Distrikt Fichtenpracht und BöSköppel: 690 Stämme mit 212 fm, bis zu 26 m lang und 33 em Israelitische ReligionSgemeiude. Gottesdienst tu der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 30. Januar 1904. Vorabend: 5.00 Uhr. Morgens 920 Uhr. Nachmittags &3O Uhr. Schrift erklämus Sabbathausganq 6.05 Uhr. Heffentliche Jagd-Verpachtung. Am Samstag den 13. Februar ds. Fs., vormittags IO1/-, Uhr, werden im Sitzungssaale des Rathauses Hierselbst die Feld- und Waldjagden der Stadt Wetzlar auf die Dauer von 9 Jahren, das ist vom 1. April 1904 bis 31. März 1913, öffentlich verck pachtet, wozu Pachtlustige hierdurch eingeladen werden. Wetzlar, den 26. Januar 1904. Der Bürgermeister. . 102.90 . 92.10 . 102.90 . 92.10 . 101.35 . 99.50 . 102.85 4% Unpar. Goidrente . . 4 ,u hoffen ,ft der Wnlolovb Serbe, (einem lebhaften Wunsche emlvrechenb, IM nächsten Semester die Vorlesungen wieder aufnehmen. Wien , 28. Jan. Auf dem ersten österreichischen Molk er e r- ta g e kamen die Vorschläge des Professors r.Behrmg zur Bekamp- wng der Tuberkulose zur Erörterung. Die Mehrzahl der Redner, memte man, muffe die Erprobung der Bermgschen Theorie a b w ar-1 ten Man könne zu der Frage des Zusatzes von Form al zu der für den menschlichen Genuß bestimmten Milch noch keine 'iteUunq nehmen^ gemeldet: Ter denstche an,11„ Sveck v. Sternburg wird in Phil a- de l^hia an der am 22. Februar von der Pennststvania-Univettttät aus Anlaß des Geburtstages Washingtons veranstalteten Feier tcilnehmen imd von der juristischen Fakultät zum Ehrendoktor ernannt werden. — Blei- und Silberhütte Braubach - , c = fort a. M. Die Gesellschaft hat m der ersten Hälfte des am 31. Mai zu Ende gehenden Geschäftsjahres wieder mit gutem Nutzen gearbeitet, so daß "eine Dividende von 8 Prozent, wie im Vor,ahre, m sicherer Aussicht steht. Es köiinte jedenfalls eine höhere - wt- dende verteilt werden, aber man will zukünftige, weniger günstige Verhältnisse berücksichtigen und, wie schon im Dormhre, ansehnliche Teile des erzielten Reingewinns zu Rückstellungen oer- und die Herren und Damen der Botschaft zum Galafrühstück im Winterpalais ein. Ferner nahmen teil: Der Thronfolger, der Minister des Aeußcren, der Minister des kaiserlichen Hauses, Fredericks, und andere. Der Kaiser brachte einen Trinkspruch auf den deutschen Kaiser auS. Er sah sehr gesund aus, auch die Kaiserin, die vollständig wieder- herqestellt ist. Man merkt ihr die überstandene Krankheit nicht mehr an. Der Kaiser trank wiederholt dem Grafen v Alvenslcben zu und verweilte mit der Kaiserin längere Zeit in angeregter Unterhaltung mit den Herren und Damen der Botschaft. Später empfing der Kaiser den deutschen Marine-Attachee Hintze in Sonderaudienz, welcher auf Befehl des Kaisers den Nachtrag zu den Schiffstabellen über- reichte. Er besprach eingehend die einzelnen Tabellen. — Die deutschen Kolonien in Moskau und Reval begingen den Grenzen. Privat-Diskont 29/e Prozent. Anfangs- Oest. Rrebtt . . . 212.60 Deutsche Bank . . . 223.50 Darmstädter Bank . . 143.40 Bochumer Guß . . . 192.00 Harpener Bergbau . . 205.20 Tendenz: ziemlich fest. Haustädtermühle. ---------------------------— . II. (Srid)Ctt. ($rföld Donnerstag den 4. Februar er., vormrtt. 10 Nhx, (01.VVII au§ Distrikt Bannhardt, Hainaerwäldchen und Böskoppel: im Leben sollte man mit dem besten Sekt feiern. Denn eine 220 Stämme mit 198 fm, darunter im BöSköppel- Flasche Kupferberg Gold gibt Mut und Begeisterung zu cöt 30 fm schönes Wagner- und Grubenholz, der Rest vorneuen Taten. zügliche Schneidstämme bis über 3Vj fm und 70 cm Durchm., — 5 Stangen I. Kl., 4 nn Nutzscheit (Küferholz) und 4 rm L. Pre10 ria, 28. Jan. Der Oderk0 m mrssar v0N Südafrika Lord Milner unb der Gouverneur vonTransvaalSir Lawley sandten cm den deutschen! Konsul in Kapstadt telegraphische Glückwünsche zum Geburtstage des deutschen Kaisers. Washington, 28. Jan. Dem Staatsdepartement zugegangene Nachrichten bestätigen, daß die japanische Regierung den russischen Gesandten in Tokio ersuchte, seine Regierung zu benachrichtigen, Japan wünsche eine baldige Antwort auf seine Note. Der Gesandte versicherte darauf, die russische Antwort werde bald erfolgen. Gerichtssaal. Frankfurt. 27. Jan. Der F a l l Felgentreu wurde heute vorm Schwurgericht verhandelt. Sachverständige hatten sich, L mif bis Kl. Pr' schreibt, darüber zu äußern, ob bei den mit- , angeklagten acht Mädchen wirklich Schwangerschaft vorlag. I. bei der Käthchen Weißbecker und der Katharine Blaum laßt sich , mit Sicherheit feststellen, daß sie sich wirklich m llestgneten Umstanden befanden, als sie sich m die Behandlung des Ahentteu begaben. Bei einigen gehen die Gutachten der Sachverständigen auseinander; bet anderen erklären sie übereinstimmend, baß Schwangerschaft nicht vorlag. Trotzdem nahm ^lgentteu sie m Behandlung. „ES war nur um die Pension zu tun , sagte er. Durch Verlesung der Protokolle und dttrch nochmalige Vernehmung des Untersuchungsrichters und seines Referendars versucht bann der Vorsitzende, den angeklagten Felgentreu zu emem Gestandmffe zu bewegen. Abererbleibt bet seinem Leugnen unb sagt. „Ich habe nur Ausspülungen vorgenommen'. Auch bte Alice Kann, die von ihrem Bräutigam zu töten versucht wurde, befand sich nach dem Gutachten der Aerzte nicht m anderen Umstanden, rmd es wird deshalb den Geschworenen dte Frage vorgelegt, ob Felgen treu bet ihr ohne ihren Willen Abtreibungsversuche gemacht hat - Die „Volksstimme" brachte am 24. Oktobtt 1903 etnen Artikel, der die Ueberschrist „Christliche Tat emes Dieners Gottes. trug- Der Artikel richtete sich gegen den Pfarrer Strobel. tu Bornheim, der Strafantrag wegen Deletdtgung gegen den verantwortlichen Redakteur Oskar Quint stellte. Der Artikel behandelte dte Beerdtgung des Etsen- drehers Boffett, der seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hat. Hierzu soll ihn mit der Gram veranlaßt haben, daß er vor zwei bis drei Jahren wegen Trunkenhett aus seinem Nebenamt als Kirchendiener, das er 23 Jahre mnehatte, entlasten worden war. In dem Attikel wird der Tod des ehemaligen Küsters auf die grundlose Entlastung aus seinem Amte durch den Pfarrer zu rückgeführt. Weiter wird behauptet, daß er zu der Frau des Verstorbenen, als sie zu ihm kam, geäußert habe, daß ihr Mann ein „Lump" gewesen sei. Schließlich wtrddem P arrer : mbem Attikel der Vorwurf der Undttldsamkeit und Unversöhn tchkett gemacht, da er ohne ärztliches Zeugnis die Leiche mA begleiten wollte, weiter indem er die ktrrze Grabrede mit ben^ Worten an- fing: „Wir stehen hier am Grabe eines Selbstmords, unb schließlich ben Gesangverein „Germama m sZroffster Weise am weisen sieß, erst nach ber Rebe zu singen. Durch le « aufnahme wurde, nach ber „Kl. Pr.', erwiesen, baß eme Anzahl Seibtraqenber über bie Rede bes Pfarrers eine gewtste Mtß- flimmuna empfunden haben. Aus dem Letchengefolge ertönten Rufe, rote „Gemeinunb „Pfui!" Pfarrer Strobe ^klatt, baß er sich fünf Jahre lang vergeblich bemüht hab,e, auf Bostett em- zuwitten, von der Trunksucht abzulaffem Dte Entlastung durch den Kirchenrat sei schließlich erfolgt wetl etn Kn^endtener tm Hauptanst angestellt werden sollte. Der Ausdrttck Lump set von der eigenen Frau des Verstorbenen gefallen und er habe sie darauf festnageln wollen, als sie für ihren Mann am folgenden Tage arff einmal Glockenqelaute verlangte. Zur Emforderung des Zeugmsses und zu der Maßnahme dem Gesangverem gegenüber set er berechtigt gewesen. Der Zeuge verlas die am Grabe gehaltene krwze Predigt unb behauptete, bei anberen Selbstmorbern tn ahnltcher Weise gesprochen zu haben. Tas Urteil gegen Qumt lautete wegen öffentlicher Beleidigung auf 3 0 0 Mk. G el d strafe. , I H anau, 25. Jan. Die Strafkammer veruttellte nach der „Franks. Ztg." den 70jährigen Filzschuhmacher Alt wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem Mädchen unter 14 Jahren, zu zwei Jahren Gefängnts und dret Jahren Ehrverlust. Die Frage des Verteidigers an den ärztlichen Sachver- ständigen, ob eine langjährige Zuchthausstrafe st,geklagte hat bereits 10 Jahre Zuchthaos wegen Gtftmordverluchs gegen feine Frau verbüßt — einem Menschen zu geschlechtlichen Verirrungen Anlaß geben könne, wurde dahm beantwortet daß dies in gewissem Sinne zutteffend sei. Dies zog bas Gericht als stra - mildemd in Betracht. Der Staatsanwalt hatte dret Jahre Zuchthaus beantragt. Vorkehrungen gegen ins Einfrieren i)ct hllllS-Wsssttleiklngell. Unter Hinweis auf die „Bestimmungen über Anlage der Haus- wasterleitungen zu Gießen" machen rotr darauf um dem Einfrieren des Wassers in den Ha«Swafferlettunge« bei eintretender Kälte vorznbengen, es erfordecltch ist, M HattswaffetteiMngen des Abends für bte Dauer ber Nacht ^u ent^ leeren. Dies geschieht badurch, baß zuerst ber vor mester befinblicke Hattptabsperrhahn geschloffen «stb dmm d^ sett- xnuvvu U/VI.W m-.vm u*. । lich desselben ober hinter dem Waffermester befindltche Entleerund^ Note die letzte sei und daß Hähnchen, nachdem ein paffendes Gefäß untergestelll, geoffnet wtrd^ ntan im ^strbergend und oberste« StoSroerk des Hanfes befindliche Aapfvetvttt! z,rr» tnter, I galten, dmnit 3«*^• m b^> Leitung erhalte. — Ein größerer Teil deS Waffers kann auch schon, durch das Zapfventtl der ««terfie« Küche entleert werben, wv- im Keller veremfacht rotrb. — Nach ftatt- " ' "" 1 "t bec 4* .% Oesterr. Silberrente 101.20 - --- 1 . 100.60 schste Temperatur am 26. bis edttgste , „ 26. „ wenden. . Hottrsdieuk der israelitischen Keliyionsyeskstschaft. Sabbathfeier am 30. Januar 1904. Freitagabend 4.50 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. Nachmittag 3.30 Uhr. Sabbathausgang 6.05 Uhr. Wochengottesdienst: morgens ^-00 Uhr, abends Ww Uhr. durch die Entleerung im «euer veremsacyt rorcu. — >7"^ >' gehabter Entleerung sind diese Zapfventtle, welche dem Emttttt Luft, bezw. ber Entleerung des Waffers bienten, wieder 811 Das Dchließen des HnnptabsperrhahneS erfolgt burd) Aufsetzen bes beigegebenen Schluffels auf bet vierkantigen Hahn^apsen unb Drehung un Smne emes Uhr°- zeiqers, bis Wiberstand erfolgt. — Das veffnen deS Hanpt- aVsperrhahneS geschieht durch Drehung in entgegengesetztem Sinne, bis Widerstanb erfolgt. , ,, Behufs Wasterentnahme muß des Morgens ber Hauptadsperr- Korresvondent des „Standard" erfährt, auf die britische Hahn wieder vollständig «e öffnet wer^n. Kampagne gegen bie ganbelS monop oU tm fou RÜomen, sind aE Kongo st aat und auf dte Abgrenzung des Ktwusee I <$nue/^eren Rtchtgebrauchs, bezw. des ganzen Wtnters, mtttelst aebietS, sowie auf einen Handelsvertrag zwischen $rcr besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weste zu.entleeren und^ Deutsch anb unb Belgien beziehen. abzustellen. - Be.anhnltendce L Paris; 28^Jan?Der Petersburg°r K°rr°. « spondentd es „Newy orkH er a l d telegraphtert. Ich ^Tage^tt die Hauswasterleitungen gleichfalls m obm anerhalte eine N achrrch t, dre s o sensationell r st, daß ^^^r Äeie abzustellen. Dem Einfrieren solcher Waflerle^ ich zögern würde, sie zu veröffentlichen, wenn mrr rhre durch Küchett unbemitztcr «ohmmgeu geführt! Wahrheit nicht wiederholt von einer Periönlrck-.ett versichert tann man dttrch Unterhaltung eines Netnen Herdfeuers vsv^ worden wäre, die in der besten Lage ist, die Truge zu beugen, ^ud) en?P^^e^It e§ ft*, in faßat kennen (??) Tie Meldung lautet: Deutschland und ungeheizte» Raumen, burc^ roeI^^e b«2Ba^^er[ethm9^1brt, ^- Tirirtpmnrf fiaBen ein Abkommen geschlossen, wonach fern daselbst bie Lettung mcht schon durch etne au^steu^ch, eine freundschastlichie Bese tzun g Kopenhagens xalt stehende, insbesondere attch abgestellte imd vorüber- ! mit einer starken Streitmacht cmsiühren und dadurch^ dre nicht in Gebrauch befindliche Klosetts (rote m Venms-. Ostsee vollständig sperren wurde, um dre russischen Kriegs- hZ^ser„ usw.) werden durch Etnstreuen von etwas Salz (Vtehfcuz^ schiffe am Auslaufen und die englischen am Auslaufen tn I fn das Schlußwasser des Syphöns (Wasserabschluffes) geg hi? riftfpp LU verhindern. Bei der unvermeidlichen Auf- tteren der Schüffeln geschützt. , f teftuna Chinas im F^lle eines Krieges erhebe Teutschland Die »affermeffer nebst dem «achstanschließ^de« Tett Wch °Ä bie W Tschili. . (Tiefer $eröffentl^mig b« u^tt" ^.^SeTbln^^nrnnent- kann man gar kernen Glauben bermessen.) , , lich die bett. Kellerfenster geschloffen zu halten. - Die HersteMEg Petersburg, 27. Jan. Zu Ehren des Gebnrts-I rvaffcrmeffer, die in Folge nngenuyenden^Schutzes iaaes des deutschen Kaisers luden der Kaiser und bie gCflCn Schaden erleiden, erfolgt ans Rechnung der Kasterin den deutschen Botschafter, die Gräfin v. AlvenSleben Lausbefitzer. - Jm.übrigen müssen dte Waffermeffer jederzeit ' ' . - < -- ----! leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahrungen sind es namentlich Reubauten unb unbewohnte Stockwerke, deren Wafferleittmgen.mcht 'wmer die erforderliche Fürsorge geschenkt wtrd, ms^sondere sind auch schmr öfters infolge Nichtabsperrens von Garten-Dafferleitungen große Beschädigungen unb namhafte Wafferverluste entstanbem Durch die empfohlenen Dottehnmgen wrrd.demWaffera^tchmer die Liesenmg des Wassers möglichst ^wahrlerstet dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Lettung und «ebaude fem gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende vorsichtSma«- regeln allen Beteiligten znr ganz besonderen Beachtung. 8 Länger andauerndo Absperrungen, Ernwinterungen, Reparaturen und Auftauungen von HauSwafferlettunge« werden am zweckmäßigsten und schnellsten von denjenigen Jnfialratiousgefchäften besorgt, welche dte betr. H«ruSwaffer- leitungen s. Zt anögeführt haben unb daher die örtlichen Berhältniffc mit ihren empfindlichen Punkten am besten kennen. Gießen, den 24. November 1903. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 1°°° 144 50 690 Stamme mit im, vtv zu iuhb “,iv * ' 1610 Durchmesser, 230 Stangen I. Kl., 210 St. II. Kl., 90 St. IH. Kl. . 192.50 Distrikt Fichtenpracht kommt etwas Ktefern-Gruben-- • • holz zum Ausgebot, sonst ist es hervorragend schönes Bauholz. ‘ 205.70 Zusammenkunft im Distrikt Fichtenpracht, oberhalb der Tendenz: fest. St. Louis aus den Leseraumen der Brblrothek entfernt!q Barometer auf 0° reduziert <,ernpeiuiut ber Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winbrichtuns 27. 2" 755,2 — 5,6 2,8 96 27. 9“ 755,0 — 7,2 2,5 95 28. 7" 753,5 9,5 97 v- pt<6Sch, Z6”«^ " m diesen •Stf* h. O-rele Ms •“* s btb «°°bu bä S-». 5)75.— In Gardinen, Dekorationen, Portieren, Shawls Fenstermänteln, Tischdecken, Teppichen etc. unterhalte stets reichhaltiges Lager, sodass meine werte Kundschaft in einem Spezial-Geschäft keine grössere und bessere Auswahl finden kann, als bei mir. Ich mache ganz besonders darauf aufmerksam, dass Sie bei mir bedeutend billiger einkaufen, als in manchen anderen Geschäften, ich durch grössere Abschlüsse, direkten Einkauf ohne jeden Zwischenhändler, sowie durch Selbs^Fabrikation sämtlicher Polstermöbel und teilweise Schreinerarbeit in der Lage bin, mit den eisten grössten Fabriken konkurrieren zu können. Grösste; Stapellager am platze!! Mehr als 50 Herren-, Salon-, Speise-, Wohn- und Schlafzimmer können sofort geliefert werden, sowie ca. SO Garnituren Chaiselongues, Divans und Sophas, von den einfachsten bis zu den feinsten Ausführungen, stehen zur freien Besichtigung aufgestellt. Ein Beweis meiner Redlität ist der, dass sich mein Umsatz in vier Jahren pro Jahr um 20—25000 Mk. verbessert hat. Nicht durch unlautere Wettbewerbung, nicht durch Waren, die in den Schaufenstern billiger ausgezeichnet Kind, als sonst, habe ich mein Geschäft auf den jetzigen Stand gebracht, sondern nur durch saubere und gediegene Ausführung aller mir überschriebenen Aufträge. Täglich laufe» neue Anerkennungsschreiben ein. Abteilung für Speisezimmer in Eichen und Nussbaum 4 Stück komplett eingerichtet in verschiedenen Ausführungen. Abteilung für Wohnzimmer 5 Stück eingerichtet mit allem Zubehör in jeder Preislage. Abteilung für Salons in Mahagoni, Nussbaum und hell italienisch Nussbaum, bestehend aas: Sopha, Umbau, Salon-Garnitur mit Seidenstoff, Salonschrank, Damenschreibtisch, Salontisch, 4 Stühlen, Teppich und Salonspiegel von Mk. 850.-—bi« Mk. 1500.— Abteilung für Herrenzimmer 2 Stück fertig eingerichtet in Eichen und Nussbaum. Einladung znr freien Besichtigung meiner nen eingerichteten Mnsterzimmer, welche mit allen Neuheiten, Lüstern, Lenchtern ■ -■■ ■ ' - - -.-EM.AMKM