brcktes Blatt. DienStag 87. September 1»O^ 154. Jahrgang Nr. ÄZ7 tLgNch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen« Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brü h l'schen Nmvers.-Bnch-u. Stein- bruderei. Ä. Lange. Redaktion, (troebttton und Drucreret: Schulst,atze 7. Adresie für Depeschen: «uzetger Gieße«. FernsprechanichlußNr.bl. ö Z!&» A W ft v«,ug»pr«<„ /■Bywy fr JMk Ihm W monatnch7bPf^viertel» mÄ'i ÄWÄ WMW fIES ■ WM ■ Iz lAlz B B Bz B BFB B B Hz B a S Irl diePostMk.2.-viertel- ■ ■IB Br nlr B B Br B Jf B B B Br B ■ B rAr B tährl. ausschl. Beftellg. V ■ I B B HB. B AaH B B B r Annahme von Anzeigen U W ■ WZ B W HL M sur die TageSnummer W kW ■** '’W Sei w fVl J ^i6 vornntlagS 10 Uhr. . w General-Anzeiger " WM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW -ul .■■—.l - ii ' zeiqenteil: bans Beck. Dir heutige Kummer umfaßt 8 Seiten. Volttische Tagesschau. Der dritte Band der Bismarck-Memoiren. R. Berlin, 26. Sept. Von den Denkwürdig ketten Bismarcks sind, entgegen der ursprünglichen Msickft, nur zwei Bände veröffentlicht worden. Der d ritte Band, der, wie angeblich Eingeweihte wissen wollen, Stellung ninirnt zu den Ereignissen nach der Verabschiedung des Altreichiskanzlers im März 1890, blieb zur großen Ueberraschung der Oeffentlichkeit aus. Es erfolgte eine als authentisch bezeichnete Mitteilung cm die Blätter, ein dritter Band sei überhaupt nicht vorhanden. Nun bringt heute abend die „Tagesztg." folgende Meldung, die nicht verfehlen dürfte, Aufsehen zu erregen, zumal da sie sich Rheydt, 26. Sept. Die 5000 Mitglieder umfaßende Ortskrankenkasse der Fabrikarbeiter beschloß die freie Aerzteivahl wieder abzuschaffen. Braunschweig, 26. Sept. Der 5. Braunschweigische Handwerkertag in Helmstedt beschloß die Gründung einer« Mittelstandspartei für das Großherzogtum. Altenburg, 26. Sept. Eine bemerkenswerte Verordnung hat daß Herzogl. Gesamtministerium erlaßen. Danach sollen die Behörden in einfacher, knapper und klarer Form miteinander verkehren und sich der allgemein üblichen Sprache des Verkehrs anschließen. Die Sätze sollen möglichst kurz gehalten, Zwischensätze vermieden werden. Entbehrliche Fremdwörter sind zu vermeiden, Eingangsformeln! wegzulassen, sodaß gleich mit der Sachdarstellung be* gönnen werden soll. Höflichkeitswendungen sind inj den engsten Grenzen zu halten, Anreden wie Hochwohlgeboren, Hochgeboren und Exzellenz sollen nicht mehr in der bisher üblichen Weise gehäuft, sondern durch Fürwörter er* setzt werden. Postkarten und Druckformulare sind in weiteste» Ausdehnung anzuwenden. Aschaffenburg, 26. Sept. Von den Beschlüßen deK Parteitages'der deutschenVolkspartei sind noch folgende erwähnenswert: gegen den ,verwerflichen und unwürdigen^ Zustand des heutigen Militär ft rafverfahrenS wurde- eine Resolution angenommen. Zur Schulfrage nahm man in) nachstehender einstimmig angenommener Erklärung Stellung? „Die Deutsche Volkspartei erstrebt die vollständige' Trennung der Schule von derKirche als unabweisbare Konsequenz der vom modernen Staat garantierten Denkfreiheit und als wesentliche Voraussetzung der Bewegungsfteiheit, die dem weltlichen Unterricht zur Erfüllung der ihm bestimmungsgemäß zukommenden Aufgaben notwendig ist. So lange nicht jene unablässig anznstrebende, einzig konsequente und gerechte Trennung zr: erreichen ist, sind als vorläufige Mindestforderungen auf» znstellen : Unbedingte Aufrechterhaltung der S i m u l t a n s ch u l e, wo sie besteht, Schaffung, wo sie noch fehlt. Dem Profanunterricht dürfen aus konfessionellen dogmatischen Rücksichten keinerlei Feffeln auferlegt werden. An die Stelle der geistlichen Schulaufsicht hat die Fach sch ul aufsicht zu treten. Die Deutsche Volkspartei erklärt es für ernste Psticht aller freiheitlich denkenden Voltselemente, sich im Kampfe um und für die Volksschule zu einer gemeinsamen Aktion zusammenzusinden." Der Aufstand in Acuisch-Südwcstafrika. General v. Trotha meldet aus Oparakane unter dem 19. September: Die 7. Kompagnie Feldregiments 2 erreicht voraussichtlich am 20. d. M. Gobabis. Eine dorthin entsandte Patrouille fand nirgends Spuren von Hereros, dbugenblicklichj beseßt T'eimling Eputiro mit 2 Kompagnien und 4 Geschützen, Postierungen in Ganas. Sturmfeld 1 Kompagnie, 2 Geschütze Abteilung Hevdebreck, verstärkt durch die holl'e 1. Batterie (von der Kolonne T'eimling), Ombakaha und Kl. Okahandja. Kleine Postierungen Wasserstelle Otoloaronrende, Katjekori - Eware. ö E,torff ging mit Voltmann bis Owinaua-Naua. Reitzenstein 1 wob am 18. d. M. eine Kompagirie, 2 Maschinengewehre unter Dürr nach Otjosondiou. Volkmann über Otjinene, Estorff über Ombu-Atoao. T>as Fiedler-Kommando geht nach Owinaua-Naua.^ Unter dem 21. Sept, meldet General v. Trotha ferner: Tie nach Ganas bestimmten Vosiierrmgen Teimlings müßen Waßer-^ mangels wegen nach Kalkfontein zurückkehren. Eine stärkere mit Wasserwagen versehene AuMärungsabtellung ist dorthin unter- vegs, da nach Aussage Gefangener bei Otjimangombe und Ganasi starke Hererobanden sich befinden. Offiziers-Patrouillen beobachteten 40 Kilometer nordlvesllich von Owinaua-Naua am Eßeb- Fluß ft a r k e H erer o m a ss e n , angeblich Sanniel Maharero- Tjetzo. Aufklärung erfolgt von Kl. Ökahandja, Omurambefluß abwärts. Tie 8. Kompagnie und die halbe Batterie Wintereid (von Mteilnng Fiedler) wird cnn Omuramba-UMnatako auf Okaundja vorgeschoben. Tie Ausdehnung der Landetappellnien vwie starker Ausfall an Zugtieren bei an sich sehr geringem Fuhrpark erschwert ungemein den Nachschub. Mehrfach nrden in kleineren Gefechten Hererobanden un t e r st a r k e n B e r l u st e n z e r s p r en gt. diesseits sind k e i n e V e r l u ft e zu bellten. Tas Hauptquartier twr am 22. September in Owinaua-Naua. Gefreiter Sertl ist am 11. August bei Hamakari, Unteroffizier Maximilian M a t t, früher Infanterie-Regiment Nr. 113, ist am 11. August bei Woterberg gefallen: Reiter Czava ist trm 18. September, Reiter Neu m a n n am 4. Sept, im Lazarett von Otjosondu am Typhus gestorben: Gefteiter Bo ost ist cnn 23. Sept, im Lazarett von Okofongt'ho am T v p h u s g e- "torben: Unteroffizier Scholz am 24. Sept, im Lazarett von Waterberg an Hern'.bu">'iche g e ft o r b e n. j&i’cr unb Statte. Lübeck. 26. Sept. Tie Amtlichen „Lüv. Anz." schreiben: Bei her Verleibuua neuen Fabne au das Regiment Lübeck ging dem Regiment eine allerMbfte KabinettSordre zu, nach welcher der Kaiser bei bei Erneuerung des Fahnentuchs der alten Fahne dn> Vertrauen auSsprictÄ. thift das Regiment für die verjüngte Fahne einst neue R»hmes?ränze zu erkümpffnr tnifinx teert* Neben zehn schon auf her Stange befindlichen einsnctt mit dem Namen der Gefechte, in denen fie entrollt wor- WntjL bat die Fahne einen silbernen Ring mit der Inschrift ^Loigny-OrleonS", 2. Dezember 1870" erhalten. Ein französischer General als G a ftgeber deut- Mcr Soldatern. Im Laufe dieses Sommers brachte General Mstor ans Lvon ans seinem l*i Bergzabern in der südlick>en Rhein Pfalz gelegenen Gute „Villa Pistvria" einen längeren Urlaub zu. Währenddessen ereignete sich n*ie pfälzisck>e Blätter berichten, folgrntvs Vvckvmrnrris: ^Gelegentlich einer Felddienstübimg des M. Avef.-Regts. ungeklärt, trotz der zeitweisen Besetzung deS Platzes durch die Japaner. — Glaubwürdige Meldungen besagen, daß die Japaner a u ß e r o r d e n t -- lich au Krankheiten leiden. Daher verzögert sich ihr Vorrücken. Es ist vielleicht nach den letzten Kämpfen um Mulden ein mehrmonatlicher Waffenstillstand in dew Kriegsoperationen zu erwarten. General Gripenberg. Petersburg, 26. Sept. Tie Ernennung des Generals Gripenberg zum Ober f ommanbiererben der -weite u A r m e c wird in hiesigen haben Militärkreisen als eine vorzügliche Wahl betrarirtet. Finnländer von Geburt, gilt er als einer der tüchtigsten Truppenführer. Er zeichnete sich im Tückenkriege unter Gurko besonders aus unb erhielt für einen Sieg bei Arabe Konak das S>eorgenkreuz. Später kommandierte er das Moskauer Leibgarderegiment und war eine zeitlang Kommandeur einer Schützeubrigade. Er steht im Wer von 62 Jahren und ist äußerst rüstig. Stabsche f Gripenbergs wird General Rußky. Zu der neuen Armee werden aller Wahrscheinlichkeit nach das 4. imd 8. Armeekorps, außerdem ^ber sämtliche Schützen- brigaben gehören, sie wird somit eine Stärke von nicht weniger als fünf Armeekorps haben, unb bie Gle* samtziffe r beider Armeen wirb eine halbe Million Soldat en betragen. (?) Port Arthur. Petersburg, 26. Sept. Nach Verstockung ihrer Belagerungs-Artillerie durch 12 zöllige Geschütze beschossen die Japaner Port Arthur vier Tage ununterbrochen. Sie schritten hierauf am Freitag zum allgemeinen ©turnt, der an allen Punkten mit große n Verlusten für die Japaner zurückgeschlagen iunrb-c. Tokio, 26. Sept. Hier ist man bereits mit den Vorbereitungen für die Feier des Falles Port Arthurs beftbäftigt. In der Bevölkerung macht sich die Ansicht immer mehr geltend, daß der Fall noch in dieser Woche erfolgen wird. Es bestätigt sich, daß die Japaner 6 Forts genommen haben. Tie Beschießung Port Arthur» bauert fort. London, 26. Sept. Ein Tientsiner Telegramm besagt, die japanischem Kaiwnenlwote, die vor Niutsckiwang lagen, seien von dort nach Süden abgegangen, um an dem Kampf gegen Port Arthur teilzunehmen. Friedensfchalmeien. Rotterdam, 26. Sept. In einem Interview mit dem Mitarbeiter des „Niuwe Rotterdamsche Courant" erffarte der russische finanzielle 9(gent Rutkowski in London, falls Iap an bei etwaigen Friedensverhandlungen eine Kriegsentschädigung forderte, seien solche Verhandlungen als aussichtslos zu betrachten. Rußland würde jedoch keinesfalls die Jnitia- ttve dazu ergreifen. Rutkowski ist als finanzielle Autorität anzusehen, weil er, nachdem er Rußland in Washington vertreten hatte, von Wllte zum finanziellen Agenten in London ernannt wurde und sich als solcher vorzüglich bewahrte. London, 26. Sept. Reuters Bureau meldet aus Washing^ ton: Tos Präsidenten Roosevelts Absichten inbezug auf die Einberufung einer zweiten Haager Konferenz gingen zunächst dahin, durch bas Staatsdepartement vorläufig Erhebungen veranstalten zu lassen, die ungefähr 6 Wochen in Anspruch nehmen würden, um die Wünsche der Machte hinsichtlich besl Zell- punkteS und Ortes für bte Konferenz festzustellen. Sobald Antworten, die die Ausführung des von Roosevelt beabsichtigten Schrittes sicherstellen, eingegangen waren, würde Roosevelt die förmlichen Einladungen zu der Konferenz ergeben lassen. Don maßgebender Stelle wird mit geteilt, daß Roosevelt nicht bis zum Schlüsse des russisch-japanischen Krieges warten, sondern die Konferenz frühzeitig im Jahre 1905 einberufen will. Die baltische Flotte unb Deutschlands Neutralität. Tie ,Zöln. Ztg." schreibt: Zu der Meldung des „Echo de Paris", nach welcher die Kieler Firma Tiederichsen dem Ober» befehlshaber der baltischen Flotte geschrieben habe, die Flotte könne selbst im Kriegshasen von Kiel die während der Fahrt von Kronstadt nach Kiel verbrauchten Kohlen und nötigenfalls noch mdjr erhallen, ist zu bemerfen, daß der Firma Tiederichsen in solchen Trugen selbstverständlich gar kein Bestimmungsrecht zusteht. Eine etwaige Kohlenversorgung kriegführender >Lchisse in deutschen Häfen unterliegt der Besttmmuug der deutschen Be-' Hörden. Tiefe haben — wir erinnern nur an die Vorgänge in Tsingtau — stets alles in peinlichster Weise getan, um nicht gegen die NeutralitätSgesetze zu verstoßen. Was allerdings anßer- balb der Häsen auf hoher See zugeht, entzieht sich wohl der Kontrolle wie dem Eingreifen des Staates. Im übrigen ist es durchaus riuwahrscheinlick, baß die baltische Flotte, wenn sie zur Ausreise kommt, in die Gegend von Kiel gelangen wirb. Es- ist der russischen Regierung bekannt, daß die russische Kriegsflotte den Rordo stseek ana I mit Rücksicht aus die Neutralität TeutsManbs nicht d u r ch f a hr e n kann, unb es liegt somit fein Grund vor, wesl>alb fie die Kieler Bucht berühren fvllle. Ter kürzeste und somit für den Kohlenverbrauch sparsamste Weg ist durch) den großen Belt, unb man kann e# wohl als sicher betrachten, daß die Russen diesen einschlageu. Wie dem auch sei, kein Schreiben einer Privatreederei wird daran etwas ändern, daß Teutschland den Pflichten der Neutralität, rrachkommt. Der Hoheuzolleruprinz in Tokio. London, 26. Sevt. Ueber den Gmbfang des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern meldet der „Standard" vom 26. Sept, aus Tokio: Ter Prinz wird einige Zeit als Gast d e s K a i s e r s im Palast verweilen, bevor er sich zur Feldarmee begibt. Tie führende Presse Tokios betont bei Gelegenhell dieses Besuches die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland. Besonders enthnfiastiscv äußert sich das Blatt „Kokumin", das bisher mißtrauisch gegen Teutschland war. Tie Mehrzahl der Matter beschränkt sich darauf, die Ankunft des Prinzen in achtungsvollem Ton zu melden. Prinz Karl Anton stattete gestern dem Mikado einen Besuch ab und frülsstückte mit ihm. Ter Kaiser wirb den Besuch heute erwidern._____________________ Ans Stadt Md Zand. Gießen, den 27. September 1904. — Die Stadtverordneten wählen werden Mitte November stattfinden; der nähere Termin ist noch nicht bestimmt. Die Neuwahlen sind diesmal sehr bedeutungsvoll und werden mit viel Sorgfalt und der Anteilnahme der ganzen Stadtbevöllerung vorbereitet werden müssen, sind doch nicht weniger als 16 Mitglieder des Stadtoorstandes zu wählen. Für 10 Stadtverordnete finden nach der Städteordnung Neuwahlen statt, nämlich für die Herren: Faber, Dr. Gutfleisch, Haubach, Heichelheim, Jughardt, ttirtf), Krumm, Loos, Petri und Wallenfels. Außerdem sind Neuwahlen vorzunehtnen für Kommerzienrat Hey- ligenstaedt, welcher an Stelle des verstorbenen Rendanten Grüneberg zum Beigeordneten gewählt worden ist, ferner für die durch Tod ausgeschiedenen Stadtv.: Flett, Pros. Dr. Fuhr, Hann« und Pirr, und schließlich für den nach Berlin verzogenen Geheimrat Prof. Dr. Gaffky. Es heißt also für die Bürger sich beizeiten schlüssig darüber zu werden, wen sie des Eintritts in das Stadtverordnetenkollegium für würdig erachten. Schon die 6 Wahlen für die ausgeschiedenen Mllglieder des Stadtvorsttmdes dürsten heiße Kämpfe entfesseln. Hoffentlich werden von allen Wählern nur umsichtige, selbstlose und unpackeiische Männer zur Wahl empfohlen ! ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe wurden folgende Gewinne gezogen: 200 000 Mk. auf Nr. 44274 (nach Darmstadt), 20 000 Mk. auf Nr. 46613 59007, 10 000 Mk. auf Nr. 6080 55402, Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 32154 46810 61114 74945, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 1834 6522 10047 11011 15786 16442 24940 30510 31931 33231 36737 37434 43413 60639 66742 73048 74525 75228 96633. (Ohne Gewähr.) ** Jubiläum ber Gerichtsvollzieher des Groß Herzogtums Hessen, die atm 1. Oktober 1879 angesteM wurden und am 1. Oktober b. I. noch im Dienst als solche sind, feiern an diesem Tage ihr 25jähriges Dienstjubiläum. Bekanntlich wurde infolge der EiN'- führung der neuen Reichs-Jusrizgesetze, hier insbesondere des deutschen Gerichtsverfassungsgesehes (§ 115), als Zu- stellungs- und Volkstreckrlngsbeamter der deutsche Gerichtsvollzieher geschaffen, anlehnend an das Vorbild des französischen flr.itb hannoverischen Prozesses, und die betreffenden Beamten in den Provinzen Oberheffen und Starkenburg an obigem Tage neu angestellt. Es sind 18 JNbilare, darunter E Geißler-Gießen, I. Hentzenrbder-Mü- dingen, K. L. Betzberger-Nidda. w. Nid d a, 25. Sept. Bei der Obstv ersteigerun g der Gemeinde wurden hohe Preise für Tafelobst erzielt, während Moftobst gegen das Vorjahr im Preise sehr zurück- blieb. Es wurden etwas über 1000 ML erlöst. Die Kartoffeln gelten per Doppelzentner 5 bis 6 ML- die Qualität ist ausgezeichnet. d. Ruppertsburg, 26. Sept. ®on ein stürzenden Erbmassen wurde heute ein ÜSjähriger Maurer von Gonterskirchen schwer verletzt. Er wollte mit mchreren Kollegen die Ausmauerung eines Psuhlloches beginnen, als kurz nach dem Betreten eine große Masse durch Regen auf geweichter Erde nachstürzte und den jungen llÄrnn begrub, während sich die anderen retten konntenl Mittels Tragbahre verbrachte man den Unglücklichen nach Laubach; fein Zustand ist hoffnungslos, da rurmentlich die Schädel- decke start verletzt ist. R. B. Darm stabt, 26. Sept. Der zweite (Gesetz- gebungS-)AuSschuß dec Kammer der Abgeordneten hatte heute vormittag eine lange Berattmg über den Gesetzentwurf, betr. die Schlachtviehversicherung. Die Frage hat bekanntlich schon früher die Kammer in eingehender Weise beschäftigt. Der jetzt vockiegende, wesentlich nach den Wünschen der Kammer mngearbellete Gesetzentwurf scheint aber, der Haltung des Ausschusses nach zu urteilen, ebensowenig die Zustimmung der Kammermehrhell zu gewinnen. In der heute' unter dem Vorsitz deS Abg. Reh an Stelle des behinderten Vorsitzenden, Abg. v. Brentano, stattgehabten Sitzung wurde besonders an dem kompliziecken Modus der Schadensberechnung Anstoß genommen und betont, daß die letztere viel einfacher in der Ack der jetzigen Brandschadenberechnung vollzogen werden könnte. Zu definllwen Beschlüssen darüber kam e§ heute noch nicht. Es wlld morgen vormittag zunächst zwischen dem Ausschußreferenten und einem Regierungsvertreter eine anderweitige Fassung der bezüglichen Bestimmungen und alsdann am Nachmittag eine Beratung des Ausschusses mit den RegierungSvertretern stattfinden. — DaSl allgemeine Verlangen, das sich, rote überall in größeren! Städten, auch in Darmstadt nach Errichtung eines öffent^ lich en Schwimmbades bemerkbar macht, dürfte hier m| nicht allzu ferner Zeit erfüllt werden. Wie verlautet, steht die Stadtverwaltung in Unterhandlungen mit den Rechtsnachfolgern des früheren Hutfabrikbesitzers Diehm, um dessen mitten in der Stadt gelegene Grundstücke, Lussenstraße 36 u. a. zu erwerben und auf dem darttgen großen Bauterrain eine städtische Schwimm-Badeanstalt zu errichten. DaS Diehm- sche Amvesen ist eins der umfangreichsten in der ganzen Stadt, eS wohnen nicht weniger als 48 Partieen darin, meist minder bemittelte, kinderreiche Familien, die zusammen weit über 200 Köpfe zählen. r. Mainz, 26. Sepp Der fünfte Dag für beutsch-e> Denkmalspflege hat heute vormittag hier seinen Aw- fang genotwmen. Es sind etwa, zweihundert Delegiert« unb Vertreter anwesend. Seitens der hessischen Regierung sind Ministerialrat Freiherr v. BLegeleben und Provinzial- direktor Freiherr v. (lagern als Vertreter erschienen. Weiter sind von amtlichen Personen anwesettd: RegLermrgsrat Dr. Heinrichs, Kreisamtmann Krug von Nidda, Kreisrat Dr. Steeg von Oppenheim und seitens der Stadt Mainz Baurat Kuhn. Den Vorsitz führte der Geheime Ju-stizrat Professor Dr. Börsch-Bonn, der als Vorsitzender des geschäflSführeu's den ^Ausschusses die erschienenen Gäste begrllßte. Namens der hessischen Regierung erfolgte die Begrüßung durch Frei- Herrn v. Biegeleben und namens der Stadt durch Baurat M)n. Begrüßungsansprachen hielten ferner noch der Vertreter des Schweizerischen Architekten- und ZngenierrrvereinZ und ein Vertreter der österreichischen Regierung, ein Professor aus Wien. Der Vorsitzende dcnckte allen Rednerp und gedachte des verstorbenen Vegrü-nders' der ^Vereine für Denkmalspflege, des Professors Wallot-Berlin, zu. dessen^ Andenken sich die Versammelten von ihren Sitzen erhebem In die Tagesordnung eintretend, folgte zunächst der Jahresbericht, dem sich Vorträge des Geh. Hofrat Professor Oechel- häuser-Karlsruhe und Dombanmeister Arntz über die Vor-, bildung der Denckmalspflege anreihten. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Lengfeld erschoß sich der verheiratete Lehrer Grünewald, als er wegen Sittlichkeitsvergehens verhaftet werden sollte. — Vor der Strafkammer in Marburg wurde der Bäckerlehrling und Sohn des Gendarmen a. D. Cöste r zu Löhlbach, Pächter der dorttgen Feldjagd, der am Abend des 29. Juli auf dem Anstand einen fünfjährigen Knaben, den er für einen Rehbock gehalten, erschossen hat, wegen fahrlässiger Tötung zu vier Monate Gefängnis verurteilt. — In Mainz tagt z. Zt. der sechste Verbandstag des allgemeinen Verbandes deutscher Mneral- roasserfabrikanlen, der mit einer reichbeschickten Fachausstellung verbunden ist._________________________' Schwurgericht. th. Gießen, 27. Sept. Gestern vormittag wurde das Sckiwurgerickt der Provinz Ober- Hessen durch Landgerichtsrat Sckimidt als Vorsitzend.'n eröffnet. Nack Bildung der Geschworenenbank wurde in die Verhandlung gegen den 30 Jalyre alten, verheirateten, iv-cgen Körperverletzung zweimal vorbestraften Särmied Johannes Koch V. von Rüddrngs- Hausen wogen Totschlags cingctrctOL T Ämbach; e Schäden te Metz. hatte seheutwurf, hat nbet Weise ^Maschen aber, der owemg die n der heute behinderten Wg wurde densberech- letztere viel -nungvolb arüber tarn ig zunächst reyimmgs- ächeo Be- •atimg be6 1. — DaS Mren V\\veX* Arh«rm Lautet, steht den Rechts. , um dessen ientttaße 36 Sautemmi LaSDiehm- der ganzen serv darin, t zusammen : deutsche feinen D- delegierte . . Neueste Melörmqen. Orrglualdrahtmeldungen des Gießener Anzeiger.S . ^eiXlcn' 27, Unter der Bezeichnung Knrfttrsten- 0 am m-Theater soll ein elegantes Theater am Kurfürstendamm erbaut werden. Es soll ein intimes Haus im Roccoco- Sttl werden, tn dem man das feine Lustspiel pflegen will. Als Zetter des Unternehmens werden zwei frühere bekannte Direktoren genannt, die hinreichend über eigene Mittel ver- fügen, sodaß die Bildung eines Finanz-Konsortiums nicht nötig ist. < München, 27. Sept. Das Landgericht verutteilte den Besitzer einer großen Molkerei und königlichen Hof-Lieferanten wegen fortgesetzter Milchpantscherei zu einem Jahre Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. Paris, 27. Sept. Picard, der französische General- Kommissar bei der Ausstellung in St. Lous, verwies den Direktor der Musikkapelle der französischen Garde republicaine, der bei einem Ausstellungs-Bankett die deutsche Nationalhymne nicht spielen lassen wollte, auf das Ungehörige seines Benehmens, worauf die Hymne unter großem Beifall gespielt wurde. Man glaubt, daß dieser Zwischenfall damit erledigt ist. Mailand, 27. Sept. Das Zentral-Komitee der italienischen Eisenbahnbeamten beschloß, alle Vorbereitungen für den Generalstreik zu treffen für den Fall, daß die Regierung die Forderungen der Eisenbahner verwerfen sollte. Vom Kriege. Petersburg, 27. Sept. Bezüglich der Behauptung in der Presse, die Mandschureiarmee bestehe vorzugsweise aus Reservetruppen, die im Gefecht fast ausschließlich japanischen Feldtruppen gegenüberstanden, weist' der „Rußky Invalid" daraufhin, daß bei Liaujang die japanische Armee 250 000 Mann gezahlt hatte, darunter nicht über 160 000 bis 170 000 Feldtruppen; die übrigen Truppen also 32 bis 35 Proz., hätten der Reserve angehört. In der russischen Mandschurei-Armee gehören gegen 30Prvz.der Truppen der Reserve an. In der Schlacht bei Liaujang nahmen davon unmtttelbar etwas weniger als' 24 Proz. teil. In Zukunft werde die Zahl dieser Truppen im Vergleiche zu den Truppen der Feldarmee allmählich ab- ziehmen. Hierauf nahm Oberstaatsanwalt Theobbald das Wott jar B^ründ-ung der Anklage und führte einleitend hierzu etwa letzten Jahren sei man erfreulicherweise immer mehr davon überzeugt worden, daß der Alkohol ungeheueres Unglück in der Welt mrricbte. Ein großer ‘--- ' , A d-r des D ^ctige" /'Lb euren V' & • Konstantinopel, 26. Sept. In Smyrna wurde der fünfte pestverdächtige Fall festgestellt; ein Fall hatte tödlichen Ausgang. , - - . - -,-r-— ,L—— v., • Eine neue Komposition hat der Kaiser jüngst M seine Lösung vorerst Aussicht vorhanden wäre.' anaereat. Wie die Köniasb ftzrH ötn M Kotin . , -6. Sept. Zum heutigen Markt war die « 9 ; V* ? e bet Zufuhr von Schweinen sehr stark, doch wurden trotz lebhaften dem Besuch des Kaisers tn Patth abends dte Strecke ge- Handels stur mäßige Preise erzielt. Der Auftrieb an Bullen, vlafen werden. Einer der Forstbeamten hatte aber kaum J^en und Rindern dagegen war, wohl infolge des ungünstigen einige Stöße ins Horn getan, als ihn auch schon der Kaiser .weniger stark, es wurden aber namhafte Abschlüsse ge- mit den Worten- .Das ist ja „Hirsch tot"-- unterbrach- als -Kb L ober etn Leib-ager mernte, daß es ein „Elch tot' ja gar Steul I., Bettenhausen, 8 3H; 2. Wilhelm Storck IV., Berstadt, rucht gebe, bemerkte der Monarch: „Dann muß für's A Wilhelm Bender, Schlosser, jungen, 6 Mk.; 4. Gott- nächste Jahr eins komponiert werden * wred Krämer Ww., Langsdorf, 5 Mk.; 5. Walter Müller, Betten- ♦ Russische Liebenswürdigst cpr, A r J ; 6‘ Wilhelm Kuhn, Hungen, 4 ML; 7. Kaspar mplhet m"* \ orn Bftf Nreder-Beffingen, 4 Mk.; 8. Wilhelm Hofmann L, Lungen, rnelöel man. Als vrer Oderkahne bet der russischen 4 Mk. — 2. Vogelsberger Kühe: 1. Joh. Hchi. Leidner, Festung Jcoroo Georgiewsk vorüberfuhren, famen ^illrngeit, 8. Mk.; 2. Wilhelm Strack L, Villingen, 6 Mk.; mehrere Soldaten aus der Festungswache heraus zu den 5 M.; 4^ Theotwr Frutig, Lungen, Schiffen nahmen hen l u < ? o Mk., 5. Wilhelm Kammerer, Langsdorf, 4 Mk.—Srmmen - ihn r ^o^vskt fest und brachten taler Rinder: 1. Heinrich Kraft, Hungen, 10 Mk.; 2. Wil- üjn zur Festung. Laskowski erlangte die Frelhelt wieder, Helm Walter, Langsdorf, 9 Mk.; 3. Johannes Kuhl, Langsdorf, nachdem er fünf Rubel bezahlt hatte, ohne daß die 23er» I * 4- Jakob Karl Seibert, Hungen, 7 Mk.; 5. Ludwig Seip, nehmung durch einen Offizier erfolate Solche Eroreffunaen ? Mk.: 6. Konrad Mehl, Münzenberg, 6 Mk.; find in lestter Qeit miphprbnG « -•< f 3 I Kneipp, Langsdorf, 6 Mk.; 8. Karl Jung, Vlllingen, ^ letzter Zcü wiederholt an Schiffern verübt worden. 5 M.; 9. Ludnng Rontholer, Langd, 5 Mk.: 10. WMclm Milipp , .Y. , !n ^He-Jdy ll. Dre ,Neue Bad. Landesztg/ Kohlheyer, Hungen, 5 Mk.; 11. Karl Nikel Ww., Hungen, 4 Mk.; oenchtet den folgenden Skandal aus Karlsruhe. Mit Hilfe Will?. Stork IV., Berstadt, 4 Mk.; 13. Karl Hofmann, Ra- eines Kölner Detektivs brachte ein Mannheimer Ne ckits- N'^G^sÄ'' 4 Mk.: 14. H». KMcr XX., Langsdorf, 3 W; anroalt in Mahr mn S «>7 “/ « 5 KE, Hungen, 3 Mk.: 16. Hch. Seibert VI., Lungen anroalt tn Erjahrung, daß seine Ehefrau intime Bc° 3 M; 17. Otto Hofmann, RobcrtÄmusen, 3 Mk.; 18. Hch; ziehungen zu einem tn Karlsrrthe wohnenden Offizier Jockel VH., Hungen, L Mk.; 19. MIH. Steul, Bettenhausen, unterhielt. Ec begab sich dorthin und versuchte Eintritt in 2 Mk.; 20. siricdrich Seibert, Hungen, 2 Mk.: 21. Wich. Kulm, halbstündiges Lauten mcht geöffnet wurde, schlug er di e Mcckbach, 15 Mk.: 4. August Müller, Berstadt, 15 Mk.: 5. Heiu- Fensterschelben ein, was einen großen Menschenauflauf nch Treudt L, ©riebet, 12 Mk.: 6. Heinrich Schneider, Ulfa, zur Folge hatte. Der Offizier veranlaßte die Frau, das HauS 12Gemeinde Hungen, 10 Mk.; 7b. Gemeinde Nonnen -U verlassen Aus der Sttake mnrhp fip nnn ihrpm ^0 Mk.; 8. Heinrich LrKll, Berstadt, 10 Mk.; 9. Will), gu ücriapcn. viuf ocr etröBe wurde ste von ihrem Ehemann Wölfersheim, 10 Mk.; 10. Wilhelm Horrak, Reichelsheim, empfangen und vor den Augen des Publikums durchge-18 Mk.; 11. Pachter Stegk, RmgelÄhaußnr, 8 Mk.; 12. Balchasar Mailand, 27. Sept. Ein Korrespondent des „Cor- rtere della Sera" berichtet aus Rom^ der Minister des Innern begab sich nach Raceonigi, nm^ den König zu ersuchen, die Jnittative zur Vermittelung im russisch-japanischen Konflikt zu ergreifen.' Mukden, 26. Sept. Die Japaner überschritten den Hunho 75 Wierst von Mukden. Die Erkundung Mischtschenbos gegen Tentar hat ergeben, daß dort Ser Feind nur schwache Kräfte hat. Es wird immer deutlicher, daß die Japaner ihre Hauptmacht nr^ch Osten z-u verschieben. Die bei den Russen befindlichen deutschen Militärattaches wurden wie folgt verteilt: Oberstleutnant Lauen st ein zum Stabe Kuropatkins, Major v. De ttau zum 10. KorM und Runckel zum 1. .Armeekorps. — Ein Arzt, der hier aus Haitscheng eingetroffen ist, meldet, daß die dorttge japanische Garnison Vorbereitungen treffe, in Hattscheng Winter- guarttere zu beziehen. P ar i §, 27. Sept. „Echo de Paris'" berichtet, der Kar reise heute nach Kffchinew imb begebe sich von dort nach Libau, Nm baltische Flotte zu inspizieren/ die bald darauf nach dem Kriegsschauplaß 'abgehen werde. — Dem „Newyork Herald" gehen aus Tscbifu Berichte über die in den letzten Tagen bei Port Arthur stattgehabten Kämpfe zu. Danach sollen die Japaner drei "Hanptforts und sechs Nebenforts eingenommen haben. Die Japaner hätten 9000 Mann verloren, die Russen 1800 Mann und 5 5 Geschütze. Das Blatt gibt jedoch zu, daß die bisherigen Meldungen aus dieser Quelle wenig zuverlässig gewesen seien. Das Blatt berichtet weiter, Wmiral Wirren beabsichtige, Port Arthur mit den Ueber- resten seiner Flotte zu verlassen. — Ein zweiter 'ranzösischer Dampfer hat die japanische Blockcche durchbrochen und konnte d er Festung Munition und Lebensmittel zu führen. Petersburg, 27. Sept. Aus Wladiwostok wird berichtet, daß sich unter den Chinesen die Nachricht verbreitet, ne j apanische Armee werde in Bälde vor Wladiwo- tok erscheinen. Da die meist gut unterrichteten Chinesen iu Masse ihre Geschäfte liquidieren und fortziehen, mißt: man dem Gerücht ernste Bedeutung bei. — Das russische Marineblatt Kotlin erklärt die Absicht der russischen Flotte, die Blockade vor Port Arthutr zu brechen, um Wladiwostok oder einen neutralen Hafen zu erreichen, für Unsinn. Ein Blockadebruch habe nur bann Sinn- wenn die Flotte nach, Westen zurückLhrt, um sich mtt der Ostseeflotte zu vereinigen. ^cat Dr. sMhreo * ber 1 ein^ St W? Dreine ,\l besten '^erheben. M ain-, 26. September. T*et Geschäftsleiter Friedrich Döller von der „Mainzer ^at M beute vor der ersten Sttafkammer wegen 4>eroffentlnhirng' der Kretschmann-Briefe bezw. wegen Belei- braung des Oberstleutnants lung zu ermächtigen. — Es ist noch zu bemerken, daß die Dresdener Bank 26 751000 Mk. Hibernia-Aktien besitzt, von denen 23 751000 Mk. bei der Egfc Seehandlung hinterlegt Und. Die nächste Entscheidung in dem Kampfe wird also ^rs jAmtsgericht zu Herne zu treffen haben, gegen dessen Beschluß wieder Beschwerde erhoben werden kann. Das „B. T." meint mit Recht: Der'Knoten in dem unerguick- luchen Hibernia-Schauspiele schürzt sich 'immer mehr, ohne N't ;■ 32154 1831 1 31931 6 V M ^1879 Dienst iJ?®* Moniere « ftan. bttr-ssm, Starten. ober«ü„ Bekanntmachung. Samstag den 1. Oktober 1904, nachmittags 3 Uhr, solle« in dem Schnlhause am -lsterweg (©emerbefchule) zwei Unter- richtSknrse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einem derselben werden die Schüler' mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten und Modellieren in Ton beschäftigt. Zl,r Beteiligtmg an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der höheren Lehranstalten zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche t'en Schülern wahrend der Unterrichtszeit gestellt,verden, sind von jedem derselben 2 Mark Alt entrichten; die Schüler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mark zu bezahlen. Anmcldnngcn tt dem Unterricht werden zur augegcbcueu Zeit in genanntem Schulbanfe entgegengcuommeu. Gießen, den 24. September 1904. Bn/W Mecum, Oberbürgermeister. Hatz», Rektor. EMGmtSt Willchof dki (Girßfti. Im großen Burgsaal Samstag Sen V Oktober S. I.r Laiibhüllen Festball Die Ballmusik wird von einer gut besetzten Eioilkapelle anSgeführt. Es ladet evgebeiift ein 05444 _______________________Chr. DuiÜ. ^echtverband Giesten-Lahr keitsverein. Samstag, den 1. Oktober, abends 8 Uhr: 20zähriges Stiftungsfest im 6af6 Leib. Kou-ert, Gesangsvorträge, Theater, Komische Dorträge, Ball. Freunde des Vereins willkonnnen. Zu recht zahlreichem Be- suche ladet höflichst ein(?"/,)Der Vorstand. X li’ M Ernte 1904 05. Eigene Einfuhr. 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