154» Jahrgang Erstes Blatt Palitilche Taqesschau den Amts Rom, 26. März. me 'mit oer uninqen gemeinem ioeoi, angeiicqiy ut» Golfes, besten Gestade von poetischein Hauch, von Poesie um fünf Uhr den Hafen, hohe Ordensauszeichnungen den Amts» Nidda gern it Aus- kchulstraße 7« tbrefle für Dcvefchen: llo^etger ©lefcetu gtn<»rtd)anld)lu6 Wr 51. Kriegsschiffe verließ der König Von beiden Monarchen wurden verliehen. in Dienst befindliche Polizeibeamte di Palo sei, der als erster den A n a r ch i st e n Grerrier verhaftet hatte, welcher gegen den königlichen Wagen seinerzeit Steine geschleudert hatte. Bei dem Diner saß der Kaiser zwischen dem Minister Tittoni und dem Generalleutnant Brusati. Dem Kaiser gegenüber saß der König zwischen dem Fürsten zu Fürstcn- berg und dem deutschen Botschafter Grafen MontS. Während der Tafel konzertierte die Kapelle der „Hohenzollern". Nach der Tafel promenierten beide Monarchen eine zeitlang auf Deck allein. Hiernach erwiderte der Kaiser den Besuch des Königs auf dem italienischen Kreuzer „Agordat" und besichtigte das Schiff. Beide Monarchen fuhren dann im Boot deS Königs zu dem in Ausrüstung befindlichen Panzerschiff „Benedetta Brin", welches eingehend besichtigt wurde. Zuletzt wurde „Friedrich Karl" besichtigt. Von hier geleitete der König den Kaiser an Bord der „Hohenzollern" und verabschiedete sich herzlich von ihm. Unter Salut aller «W,eben, stattfinden: 1. der OrtS- und Staatsbürger aus den in gerichtsbezirken Hungen, Laubach und legenen Gemeinden deS Kreises Gießen nähme der Gemeinde Ettingshausen Mittwoch den 6. April d. IS., vormittags 91/* Uhr, in dem Rathause zu Hungen. 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in Realgymnasium und Jurisprudenz. Auf Anregung von konservativer Seite in der zweiten sächsischen Ständetammer, die Llbiturienten der Realgymnasien wie in Preußen ohne Nachprüfung zum juristischen Studium zuzulassen, erwiderte Justizminister Dr. Otto: „Das Realgymnasium soll nicht auf die Gelehrtenlauf- bahn vorbereiten. Wenn wir unsere Juristen nicht zu rein handwerksmäßigen Arbeitern heranbilden unb unsere Richter nicht bloß zu Banausen, unsere Rechtsanwälte nicht gerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen, sowie der Gemeinde Ettingshausen SamStag den 9. April d. IS., vormittag» 9 Uhr, TDibern Rathause zu Grünberg. ?T3ir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen gu beri Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter An- ktzck der Namen der Vorgeladenen, bis spätestens zum §4. Avril d. IS. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand rooqu^ben war. f alten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Lr dr-cen Aufenthaltsort angeben. I. V.: Tr. W a g n e r. Gießen, den 26. März 1904. Bt-tr.: Die Ableistung des HuldigungS- und VerfaffungS- eideS. Das Graßhenogliche Kreisamt Gießen an r ie Grotzh. Bürgermeistereien der AmtSgerichtS- teztt'ke Grünberg, Homberg, Hnngen, Laubach und Ridda. Die Ableistung des HuldigungS- und VerfaffungSeideS btt in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sock derjenigen Großh. Hess. Untertanen, welche sich, ohne CttSbürger zu werden, verheiratet haben, soll, wie nachstehend Die Monarcheuöegeguuufl in Yeapel. Neapel, 26. März. 3-er König Victor Emanuel, begleitet von den £ IWtem Tittoni und Mirabello, traf heute vormittag 11 l Hit hier ein. Kurz nach 12 Uhr 30 Minuten begab sich der $ fölniq vom Königlichen Schlöffe, wo er abgestiegen war, in £ Sglräiung deS Minister« deS Aeußeren und deS Marine- rimiilarS unter Salut der im Hafen liegenden deutschen und i Maischen Schiffe auf die „Hohenzollern", wo er vom S Hiilcr Wilhelm am Fallreep erwartet wurde. Die Be- c nitzudig war überaus herzlich. An Bord der „Hohenzollern" V e-m Diner statt. Btt dem Diner brachte der König von Italien in { tiiüik nischer Sprache folgenden Trinksruch auS: 3-nbem ich Ew. Majestät lebhaft begrüße, gebe ich der Freude 2 (eitrv.t, die ich beim Wiedersehen Ew. Majestät empfinde. In (5 in Niyestät erkenne ich unb mein Volk einen treuen, sicheren g j ttu ii b. Die Bande, die glücklicherweise seit so vielen Jahren u wit : eiben Staaten imter sich unb mit dem gemeinsamen Ver- b ülhiert vereinigen, waren bis jetzt das stärk st e Boll- ml itl des Friedens Europas. Diese Bande müssen neu bi M ryerden durch daS Vertrauen auf den Bund unb durch die unserer Völker, welche in der Vergangenheit durch die A'.L ckkeit ihrer nationalen, politischen Ziele zufammengeführt ro ii.-: -1 unb jetzt beseelt sind von dem gleichen Streben nach einer 3 iiLnll friedlichen Fortschrittes. Mit diesen Gefühlen trinke ich aus dc ai.l2e°hl Ew. Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin, der ganzen fa rtc: cten Familie unb ber ruhmreichen beutschen Nation. Eiie Musik spielte die deutsche Hymne. Der Kaiser etrtibcrte in deutscher Sprache mit folgendem Trink» zu Prozeßagenten berabsinken lassen woUen, so müssen sie die römischen Quellen fließend lesen und verstehen können. Tie Kenntnis der schwierigen römischen Pandekten ist nicht möglich ohne Kenntnis der antiken griechischen Welt. Alle Philosopheme, auf welchen die Pandekten beimhen, sind griechischen Ursprunges. Deshalb ist die Kenntnis des Griechischen von großer Wichttgkeit für die Juristen. Aber auch das Maß der lateinischen Kenntnisse der Realgymnasialabiturienten ist kaum ausreichend. Außerdem befähigt die philologisch-logische Schulung besonders für die Gese^s- auslegung. Das Realgymnasium ist mehr utilidarisch, nüchk- terner angelegt, während das Gymnasium von einem idealeren Zuge durchweht ist, der besser vorbereitet auf eine selbstlose Hingabe an ein künftiges Amt, was für den Richter von unschätzbarem Werte ist. Der einzelne Real- gymuasiast kann, wenn er hervorragend begabt ist, ein guter Jurist toerben, das ist aber bei dem Durchschnitt nicht der Fall. Ueberhaupt ist der juristische Beruf schon stark überfüllt. Wir steuern auf ein Anwaltsproletariat zu. Es gibt in den großen Städten viele Anwälte, die sich sozusagen durchwürgen. Möglich, baß wir bie Realgymnasien einmal zur Jurisprudenz zulassen müssen. Für jetzt ist der Zeit- Inder Kammer führte Santini and, er glaube im Sinne deS Hauses zu handeln, wenn er den Präsidenten bitte, Kaiser- Wilhelm und König Victor Emanuel die Gefi'ihle erkennen zu geben, welche da? italienische Parlament für ihr neues glückliches Zusammentteffen hege. Er entbiete den beiden Monarchen seinen Gruß und wünsche, daß die Zusammenkunft den bisherigen ruhmreichen Frieden für lange Zeit besiegeln möge. (Beifall.) Der Präsident macht unter Hinweis auf die Bande der Freundschaft, welche die deutsche und die italienische Nation umschlingen, den Vorschlag, daS HauS möge seiner Freude über den durch die beiden Souveräne repräsentierten Bund der beiden Länder in einem Telegramm an Victor Emanuel Ausdruck verleihen. Der Vorschlag fand die einstimmige Billigung deS HauseS. In politischen Kreisen hat dieser Kammer-Gruß und der überaus warme Ton der zwischen den beiden Souveränen gewechselten Trinksprüche großen Eindruck gemacht, umsomehr, als ein frankophiles Blatt insinuiert hatte, der Kaiser sei gekommen, um den Besuch LoubetS im voraus a bzu- sch wachen. Am meisten erstaunt ist man über das Hineinziehen des Kaisers Franz Josef in den Toast des Kaisers Wilhelm. Manche Politiker hoffen, dies sei ein Zeichen, daß Oesterreich geneigt sei, Italien Handels-Konzeffionen zu machen. Der König sandte sofort nach seiner Rückkehr aus Neapel dem deutschen Kaiser folgendes Telegramm: Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deinen entzückenden, herzlichen Empfang unb spreche Dir nochmals bas Vergnügen aus, welches ich empfand, als ich Dich wiebersah. Der Präsident ber Kammer telegraphiert mir soeben, daß bie Kammer mit Einmütigkeit einen Antrag angenommen hat, durch den bie Gefühle der Ehrerbietung unb Bewunderung vor dem heldenmütigen Herrscher ber beutschen Nation zum Ausdruck kommen sollen. Indem ich mich diesen Gefühlen anschließe, beeile ich mich mit der größten Genugtuung, Dir hiervon Kenntnis zu geben. Victor Emanuel. Kaiser Wilhelm antwortete mit folgendem Telegramm: An Seine Majestät bett König von Italien, Rom. Ich habe soeben Tein liebenswürdiges Telegramm erhalten, für bas ich Dir lebhaft banfe. Die Stunben, welche ich mit Dir zusantmen habe verbringen können, waren nur zu kurz. Ich werbe stets an sie bie schönste Erinnerung bewahren. Die Nachricht von bem einmütigen, für mich so schmeichelhaften Beschluß der Kammer, die Du mir mitteilst, gewährt mir lebhafte Genugtuung. Ich empfinde dessen ganzen hohen Wert, und ich beglückwünsche mich im Interesse unserer beiden Nationen dazu. Tie Vertreter des italienischen Volkes haben bie Aufrichtigkeit ber Gefühle ber Freundschaft unb Sympathie, welche mich unb bas deutsche Volk gemeinsam für Italien beseelen, richtig gewürdigt. Ich drücke Dir herzlichst die Hand. Wilhelm. Die Abendblätter heben die große Bedeutung der Trink spräche hervor. „Jtalitz" sagt: Niemals hätten wohl beide Herrscher so feierlich die Bande betont, welche beide Souveräne und Völker vereinen. Frankreick könne über diese warme Bestätigung des Dreibundes nicht erstaunt sein, denn Frankreich selbst habe eingesehen, daß die Grundlage seiner Politik, der Zweibund wie der Dreibund ausschließlich die Grundlage der italienischen Pvlttik bleibe. — „Giownale d'Jtalia" betont, daß die Drinksprüche besonderen Wert erhalten durch die große Aufrichtigkeit der Gefühle, die sie ausdrücken. Die Ultimen persönlichen Beziehungen zwischen den Herrschern Deutschlands und Italiens in den letzten 40 Jahren hätten dem Einvernehmen beider Staaten den Eh«akter größerer Herzlichkeit gegeben, als ihn sonst gewöhnliche Allianzen hätten. Unter dem Titel „Auch wir" widmet der „Osservatore" dem Kaiser einen enthusiastischen Leitartikel. Nachdem das Blatt die Schattenseiten der falschen Zivilisation gegeißelt, die im Kampfe gegen die .Kirche bestehe, lobt er die wahre Zivilisation des durch die Läuterung des Kulturkämpfes> auf eine gute Bahn gelenkten De u t s ch- lands. Zum Schlüsse erschöpft sich der „Osservatore" in einem Hymnus auf den Kaiser und seine Regierung als Verkörperung dieser neuen zivilisatorischen Politik, die Deutschland ' zu einem der fortgeschrittensten und zivilisiertesten Lande mache. Der Artikel schließt mit dem deutschen Gruß „Willkommen". sp irrt: . 'Denn auch, um von harter Arbeit auszurussen, mein Weg än.i Mberrlid)en Gestade de« schönen Vaterlandes Eurer Majestät qe ?*fhat, so folge ich dabei doch auch zu gleicher Zeit dem Zuge m 'n!--! Herzens, welches mich, wie alle meine Landsleute, immer wir-Ärr >m dem gastfreien sympathischen italienischen Volke zurück- w ~ ich habe heute die Ehre, zum ersten male Euer Majestät av Boden eines deutschen KriegSschisses zu begrüßen, und ich tua; ü mit einem Herzen voll Dank für den schönen herrlichen i: men, den Eure Majestät mir soeben ausgedrückt haben. .7^;, cibundgedanke ist fest und sicher in den Seelen üowh '-iw Majestät Untertanen eingegraben. Der Bund, den unsere ertrfr -m Vorfahren mit dem erhabenen Haupte des Hanfes Ö c-cidb-ur g geschlossen haben, ist zum Segen für unsere beiden Vö 1' für die Völker des Dreibundes und für ganz Europa ge- wc t , unter dessen Schutz sich die Nationen in fortschreitender, v iU'-’ft Entwicklung befunden haben, von der wir mich hier m bet- ! n-en Stadt Neapel die herrlichsten Zeugnisse sehen. Fest >- i vernommenen Verpflichtungen entsprechend, bitte ich nun- mecfti "-ihre Majestät, angesichts der stolzen italienischen Flotte, L ur'Idigge mit der unsrigen gemeinsam weht, angesichts des bennnf Golfes, dessen Gestade von poetischem Hauch, von Poesie ui.Ido sichte umwoben sind, datz Glas erheben und auf Eurer ogfi.-v:t Wohl leeren zu dürfen. Bevo alla sahite della arm mri-yahilü re e la regina, dell esercito e della flotta tanto bran e del ».pol-Uo italiano tanto simpatico! hex Musik spielte sodann die Marcia reale. ^e-Tafel war prachtvoll mit ben kostbarsten Blumen LtiBrtt, bfe d«m Rmler von v^schxdcnen Seiten pes'«Tt waren. T • wriücke. Rach Aufhebung der Tafel Hieben bte Monarch iiroch lange in Unterhaltimg, und es entwickelte sittp m Bord zwischen den italienischen und deutschen «{in ungezwungener Berühr. kivn Einzug des Königs in den Pgwzzo Realo er- ein:.T: sich ein aufsehenerregender Zwischenfall. Em Ma« dir äugte sich laut rufend an die Königs kar oste, irm ein ! kiichesuch hinein-uweifien. ©r wurde festgehalten unti- äi stellte sich heraus, daß es der ^etzt nicht mehr Wien, 27. März. Die hiesige Presse bespricht die Trinksprüche äußerst sympathisch. Insbesondere wird her- vorgehoben, daß der Trinkspruch Kaiser Mlhelms die Notwendigkeit des Dreibundes betone und in äußerst warmen Morten der Person Kaiser Franz Josefs gedenke. Genua, 26. März. Der Dampfer des Nord- deutschen Lloyd „König Albert", auf dem der Kaiser seine Mittelmeerrcise begonnen hatte, und der nunmehr nach hier unterwegs ist, ist bei der Einfahrt in den hiesigen Hasen mit dem Dampfer „Sicilia" zusammengestoßen. Beide Schiffe trugen leichte Havarien davon. Montag 27. März 1904 Vez«g»-ret»r monatlich?^ Pf., viertel- . jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen Tw monatlich 6b Pf.; durch Hfl bS Epfl diePost Mk.2.— viertel- M H'l jährl. auSfchl. Vestellg. r.-y hÄ bJ Annahme von Anzeigen . für bie XageSnummec ^*8 DormÜtagÄ 10 Uhr. < .xg ZeilenpreiS: lokal 12 General-Anzeiger w ä:». v den poltt und allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ V zeigenteil: HanS Beck. Irl*eint täglich c-x&er Sonntags. AmGießener Anzeiger tEtrlen im Wechfel mit llw Keissfchen Landwirt lh <»iehener Zamilien- IllÜttt viermal in der Loche beigelegt. ÜbftutlonBbrud u. 93er- bet Brü h l'fchen Li «rf.-Buch-u.Stein- hderei. R. Lange. punkt noch nickt gekommen." Aus der Debatte ergab sich, daß die Ansichten in der Kammer noch pro und contra geteilt sind, doch über- mögen, auch unter den konservativen Rednern, die Stimmen, welche sich für eine Gleichstellung der Abiturienten beider Anstalten aussprachen. Diese Anschauung wird in juristischen Kreisen keineswegs geteilt. Praktiker wie Theoretiker unter den Juristen sind zum weitaus größten Teile gegen die Gleichstellung der Abiturienten beider Anstalten. Bei uns in Hessen ist der geltende Instand 'der, daß Realgymnasialabiturienten in Gießen als Juristen immatrikuliert werden können. Sie erhalten dann, weil sie die von der juristischen Prüftmgsordnung geforderte humanistische Prüfung nickt abgelegt haben, im Borlesungsverzeichnis als Unterscheidungszeichen einen Stern. Die Fakultätsprüfung können sie nicht ablegen, sofern sie nicht die Prüftmg im Griechischen und Lateinischen an einem humanistischen Gymnasium nachgeholt haben. Dentsches Reich. Berlin, 27. März. Die „Braunschw. Landesztg." ist nunmehr mit den Gewährsmännern für die von ihr veröffentlichten angeblichen Aeußerungen des Kaisers bezüglich des Herzogs von Cumberland herausgerückt. Danach hätte der Kaiser unter Bezeigung seines Unmutes in seiner temperamentvollen Weise gegenüber dem Regierungspräsidenten Fromme in Hildesheim geäußert, "es sei doch ärgerlich, daß der Herzog ihm abermals ausgewicken sei, nun werde er ihm aber nicht mehr nachlaufen: auf die Bemerkung des Regierungspräsidenten, ob der Kaiser die Verbreitung dieser Worte gestatte, habe der Kaiser erwidert, er wünsche es sogar. Die andere Deußerung des Kaisers, er sehe das Ausweichen des Herzvgs von Cumberland als einen Affront gegen ihn an, habe der Kaiser bei einem Mahle in Hannover gegenüber dem kommandierenden General v. Stünzner getan. Auch zur Verbreitung dieser Aeufierung habe der Kaiser seine Zusttmmnng gegeben. — Wie von zuverlässiger Seite aus Madrid gemeldet wird, ist die Reise des Königs Alfons nach Deutschland beschlossen. Bezüglich der Zeit der Reise sind allerdings noch keine Bestimmungen getroffen, doch wird als sehr wahrscheinlich angenommen, daß der Kömg unmittelbar nach dem Sommeraufenthalt des Hofes rn San Sebastian nettf) Deutschland kommen wird. Vermutlich wird damit ein Besuch des Wiener Hofes verbunden werden. — Handelsminister Möller wird voraussichtlich im August eine Studienreise nach den Vereinigten Staaten antreten, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse den zur Zeit bestehenden Plan umstostcn. In fermer Begleitung werden sich vortragende Äe befinden. Die Reise, auf der auch die St. Louiser Weltausstellung besucht werden soll, wird voraussichtUch acht Vochem dauern. — Die Mutter des bei Owikokorsro gefallenen Hauptmanns Francois, Generalin Francois, erhielt bald nach dem Eintreffen der Unglücksnachricht am 21. März von der Kaiserin folgende De pe s ch e: Tief erschüttert durch die Nachricht von dem unglücklichen letzten Bei Frankfurt a. M., 27. März. Die Erhöhung der Feuersicherheit unserer Theater kommt uns recht euer zu stehen; denn sie hat zu merkwürdigen Folgen geährt. Da das Parkett des Opernhauses nur einen einzigen Ausgang vorne zu beiden Seiten hat, so entfernte man nach dem Theaterbrand in Chikago im ersten Eifer die zwei letzten Parkettlogen links und rechts, um auch am Ende des Parketts einen Ausgang zu schaffen. Nun waren aber beiin Bau des Opernhauses für das Recht auf dauernden Besitz einer Loge größere Summen gezeichnet worden, und die vier Logenzeichner, denen jetzt ihre Logen genommen wurden, forderten mit entsprechendem Abzug die gezahlten Beträge zurück. Das macht zusammen die Kleinigkeit von 52 467 Mark, deren Bewilligung heute die Stadtverordneten schweren Herzens aussprachen. Außerdem verlangt die Feuerpolizei noch weitere bauliche Veränderungen, die eine Ausgabe von 20 000 Mark erfordern, und endlich soll die bisher immer aus Sparsamkeitsrücksichten verschobene Einführung der elektrischen Beleuchtung de§ Opernhauses noch im Laufe des Sommers ausgeführt werden. Das kostet weitere 400 000 Mark. Nimmt man dazu, daß auch im Schauspielhause, obwohl es erst seit anderthalb Jahren in Benutzung ist, verschiedene auf 4 500 Mark veranschlagte Veränderungen von der Polizei verlangt werden, so ergibt sich, daß die Erhöhung der Feuersicherheit unserer Theater einen Aufwand von rund einer halben Million Mark erfordert. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. März 1904. Gewinne von je 3000 Mk auf Nr. 7617 12662 14673 31700 38426 56595 58394. Ohne Gewähr. — Die Schlußziehung findet am Mittwoch statt. Das zweite Viertel des Jahres steht bevor. Der junge Frühling wird ebensowenig wie der kommende Sommer eine Zeit der Ruhe im öffentlichen Leben sein. Die Parlamente in Berlin und Darmstadt werden ihre Tätigkeit bald nach den Ostertagen aufs neue beginnen. Die hessischen Kammern werden über den neuen Ge- meindesteuergesetz-Entwurf und die Wahlreform Beschluß zu fassen haben. Zudem erfordern die Ereignisse aus dem ostasiatischen und fast mehr noch auf dem südwestafrikanischen Kriegsschauplätze, die gerade m den nächsten Monaten die ganze Welt in Atem halten werden, für jedermann die Lektüre einer gut bedienten Tageszeitung. Man erfährt aus dem zur Zeit der Parlamentstagting bekanntlich zweimal in Gießen ztir Ausgabe gelangenden Gießener Anzeiger mit größter Schnelligkeit alle bemerkenswerten Vorgänge aus fern und nah. Der Gießener Anzeiger zeigt sich bemüht, ein tieferes Interesse für alle die Oeffentlichkeit angehenden Tagesfragen wach zu erhalten, die Freude an allem Schönen zu wecken, kurz und prompt über alle aktuellen Dinge von Wert und Bedeutung erschöpfend zu unterrichten. Der Gießener Anzeiger wird fortfahren, seine Stellung als größtes und bestunterrichtetes Provinziälblatt mit Hilfe seiner bewährten alten und stetig sich mehrenden Zahl tüchtiger neuer Mitarbeiter in Stadt und Land immer mehr auszubauen. Bestellungen für das 2. Vierteljahr 1904 auf den Gießener Anzeiger nehmen alle Postanstalten, unsere Träger, unsere Zweigstellen und die Expedition Schulstraße 7 in Gießen an. Zur Vermeidung von Unregelmäßigkeiten in der Zu- stellung empfehlen wir unseren verehrten Postabonnenten die Bestellung umgehend bei den Briefträgern zu erneuern. Neu eintretende Bezieher erhalten die Zeitung unentgeltlich bis Ende März zugesandt. L. U. Herr Professor Dr. Pfannenstiel, Direktor der UniversitätS - Frauenklinik dahier, hat den unter sehr günstigen Bedingungen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Erlangen abgelehnt. •* Hessisch-Thüringi sche Staatslotterie. der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse sielen ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 69723 (nach 93onn5), HeriÄtssaal. th. Gießen, 28. März. Am Samstag vormittag ocrbanbdt* in der alten Kaserne das S t a n d g e r i ch t. Den Vorsitz W Major v. Schlemmer, als Richter waren bestellt Hauptmann boo- unb Oberleutnant Stephan. Angeklagt war der Musketier M. von der 12. Kompagnie des 116. Insanterie-RegimentS roegci Körperverletzung. Die Beweisaufnahme ergab, daß TL Sylvester nach seiner Heimat beurlaubt, in Diezenbach b. Cfftn- doch a. M. mit Kameraden von den 115 ern und 117 tm loroit einem Seesoldaten in einer Wirtschaft das neue Jahr Qutanfltlanqen hat. Das Töchterchen des Wirtes hatte einige Freundinnen ans dem Ort eingeladen, mit ihr Sylvester zu verleben, dock feierten die jungen Mädchen den Beginn des neuen Jahres für sich allem in einem anderen Zimmer, während die Baterlandsvermdiger m der Wirtsstube sich aufhielten. Um 2 Uhr nachts verließen d-e jungen Mädchen die Wirtschaft, um heimzukehren und wurden von dem Seesoldaten begleitet. Kurze Zeit barauf verließen bet UM und der 116er die Wirtsstube; man traf unterwegs bte TtW auf der Straße, M. gab in unmittelbarer Nähe einen Schuß mi ei • • Pistole ab, wob-i eines der Mädchen derart am LbersckE vc .etzt wurde, daß es mehrere Wochen in ärztlicher Behänd^, war. M. erklärte, er habe weder die Absicht gehabt, das Mad-.n zu treffen, noch ihm einen Schreck zu verursachen; es sei nur |emt Absicht gewesen, den Mädchen das neue Jahr anzuschießen, x® jungen Mädchen sowie die Kameraden des Angeklagten, we,«e vorn Standgericht als Zeugen vernommen wurden, bestätigten ow. Angaben des Angeklagten, worauf das Gericht ihn zu einer G e. strafe von 30 Mk. event. 10 Tage Gefängnis verurteilte wem festgestellt sei, daß die Verfehlung des Mannes nur iahrla, ig oe- gangen wäre. Das verletzte Mädchen meinte spater aus oe Kasernenhofe zu dem schmucken Soldaten M., er solle nur Strafe bezahlen, wenn er auf Urlaub komme, roofie fie tnm - Geld wiedergeben. — Eine Verhandlung gegen den Mu«en w Z. von der 3. Kompagnie des 116. Infanterie-Regiments w g ausdrücklicher Gehorsamsverweigerung und g. Verletzung mußte nach der Vernehmung des geständigen Unge. „ vertagt werden. Der Mann, welcher aus der Untersuchung b vorgesi'lhrt wurde, wurde plötzlich ohnmächtig und ins L ? Frankfurt, 26. März. Der Vorsteher der Steuer- Zahlstelle «der Stadthauptkasse, G. Scheld, der sich^ wie schon gemeldet wurde, gestern erschoß, hat Unterschlagungen begangen. Im Pfändungsdienst der Steuerzahlstelle III sind Unregelmäßigkeiten dadurch verübt worden, daß der Vollziehungsbeamte und der mit Leitung und, Ueberwachung der Steuerzahlstelle und des Pfändungsdienstes betraute Zahlstellen-Vorsteher gemeinschaftliche Sache machten. Der VoNziehungsbeamte unterschlug Gelder, der Vorsteher deckte die Unterschlagungen durch Fälschungen. Das Treiben beider erreichte ein Ende, als im Januar Versetzungen der Kassenbeamten stattfanden und der Vollziehungsbeamte von der ZahlsteNe fortkam. Andere Beamten der Zahlstelle schöpften Verdacht, stellten hinter des Rücken des Vorstehers eine llnrcg lm/ß gkeit fest, drohten und schritten gestern zur Anzeige bei der Kassenleitung. Der Vorsteher setzte darauf nachmittags gegen 3 Uhr seinem Leben ein Ende, der Vollziehungsbeamte ging flüchtig, wurde abends verhaftet und ist geständig, etwa 4000 Mk. veruntreut zu haben. Dieser Betrag ist gedeckt. Nach dem bisherigen Verlauf der ununterbrochen fortgesetzten umfangreichen Untersuchung wird die Stadt keinen Schaden erleiden.. — Eine schone AusstellungvonGeweihen, Gehörnen und Jagdtrophäen ist im Hause zum Reichsadler, Kaiserstraße 48, vom Verein hirschgerechter Taunusjäger hier- veranstaltet worden. Der Katalog zählt an 700 Num- I mern. Ter Taunus ist mit 61 Nummern vertreten. Ferner Ausland. Cherbourg, 27. März. Der Berichterstatter des ersten Kriegsgerichts hat dem Sekretär der Marine mrd- geteilt, daß er sich vor dem Kriegsgerichte wegen Entwendung öffentlicher Dokumente und Spro- nageversuchs zu verantworten habe. Rom, 26. März. Dem „Avanti" zufolge hat der Staatsanwalt gegen den ehemaligen Unterrichtsminister Nasi und dessen Sekretär die ersten Erhebungen eingeleitet. Palermo, 26. März. Nach einer Blättermeldung will Chamberlain zum Zwecke eines Zusammentreffens mit Kaiser Wilhelm seinen Aufenthalt in Palermo solange ausdehnen, bis der Kaiser dort anlangt. Unter diesen Umständen kann ein Zusammentreffen zwischen dem Kaiser und Chamberlain als möglich gelten, wenn auch ein bestimmter Termin dafür noch nicht feststeht. Konstantinopel, 27. März. Der Sultan hat den mit dem Titel eines Vizeadmirals ausgezeichneten Dr. Jsaae Baja Molho zu seinem Leibarzt ernannt. Dr. Molho entstammt einer spanischen Familie, die mit Tausenden von Glaubensgenossen nach der Vertreibung der Juden aus Spanien Zuflucht im Orient gefunden hat. Er studierte in Konstantinopel und Paris und erwarb sich nach der Rückkehr nach Konstantinopel den Ruf eines bedeutenden Internisten. Newyork, 26. März. Sensation erregt der gegen Kaution freigelassene englisch, e Anarchist Turner, indem er vor einer Versammlung den Fürsten- mord behandelte. Dieser bedeute eine homöopathische Wiedergabe der Gewaltanwendung, welche im großen die traditionelle Staatsmaxime sei. Feigheit wäre es jedoch, solche Taten anderen von sicherem Versteck aus anzuempfehlen. Turner erwartet, das Bundesgericht werde seine Deportation aufheben, weil es unkonstitutionell sei, einen Anarchisten anszuschließen. — Ter „Newyork-HeralL" streut wieder aus, Deutschland habe Absichten auf Venezuela, da letzteres die Entschädigungszahlungen zurückhalte. beide Abstimmungen. , , N Stettin, 26. März. Heute mittag lief auf der Werst des Vulkan der neue Kreuzer „Ersatz Merkur" vom Sckapel. Die Taufe vollzog Senator Dr. Klug, der präsidierende Bürgermeister von Lübeck im Auftrage des Kaisers. Tas Schiff erhielt den Namen „Lübecks Dem Taufakt wohnte Vizeadmiral v. Tirpitz und die Spitzen der hiesigen staatlichen und städtischen Behörden bei. Leipzig, 26. März. Die angeblich gesicherte Einführung des Distriktarztsystems in Leipzig sch.er- terte an der völlig geschlossenen Einigkeit der Leipziger Aerzteschaft, deren Vorgehen durch die einseitige Parteinahme des Kreishauptmanns von Ehrenstein für den sozialdemokratischen Kassenvorstand ihren lokalen Charakter verloren hat und Sache der gesamten Aerzteschast und aller Ordnungsparteien im Kampfe gegen die Sozialdemokratie geworden ist. Gefecht bei Owikokoreo, wobei eine große Anzahl tapferer und junger Offiziere ihr Leben fürs Vaterland ließen, drängt es mich, Ihnen, liebe Frau Francois, ganz be- sonders mein Beileid zum Tode Ihres Sohnes auszu- sprechen. Ter Herr verlangte große Opfer von Ihnen. Er wird Ihnen Kraft verleihen, den erneuten Schlag zu ertragen. Ta meine sechs Söhne die Ehre haben, des Königs Rock zu tragen, werden Sie verstehen, daß ich von Herzen den Schmerz einer so schwer geprüften Mutter teile. Auguste Viktoria. — Tie „Nordd. Allg. Zta." schreibt: Gegenüber unserer vollkommen klaren und bündigen Feststellung in Sachen der von dem Ministerium des Innern bestellten Wahlumschläge setzt der „Vorwärts" sein Gerede fort. In seiner heutigen Ausgabe kommt er auf unsere Erklärung zurück, es sei nur die Lieferung und Abrechnung vor dem Finalabschluß der Generalstaatskasse vorgeschrieben, weil das zur Verfügung stehende Geld nicht auf das nächste Etatsjahr übertragen werden darf, und knüpft daran folgende Bemerkungen:. 1) liegt der Liefer- ungstermin bereits im neuen Etats)ahr, das heißt nach dem 1. April 1904; 2) weiß jeder, der das Abe der Ctatswirtschaft kennt, daß Gelder, die für einen bestimmten Zweck bewilligt werden, aber im Etatsjahr nicht zur Verwendung gelangen, in Rest gestellt und später für denselben Zweck verausgabt werden können, xxe Ucber- tragung des Geldes auf das nächste Matsjahr in dem Sinne, daß eine nochmalige Bewilligung solcher nicht verausgabten Gelder erfolgt, gibt es überhaupt nicht. Tarauf haben wir zu erwidern, daß der Finalabschluß der Generalstaatskasse nickt mit Ende des Matsjahres zusammenfällt. Gleich wie auf andere staatliche Kassen werden auf die Generalsstaatskasse Zahlungen für Verbindlichkeiten, die dem früheren Matsjahre zur Last fallen (Restausgaben) und vor dem Finalabschluß fällig werden, bis zu diesem Zeitpunkt angewiesen. Mne große Zahl Fonds darf nicht auf die neue Nechnungsperiode übertragen werden, sondern ist mit dem Finalabschluß als erspart zu verrechnen. Die Fonds müssen neu bewilligt werden, wenn die auf sie fallenden Zahlungen nicht vor dem Finalabschluß geleistet werden können. — Die „Nordd. Allg. Zta." veröffentlicht den Wortlaut der Novelle zum Reichsstempelgesetz, deren Grundzüge bereits bekannt sind. Hamburg, 27. März. Man erfährt zuverlässig, daß fot Bundesrat tatsächlich zuerst über den Beschluß des Reichstages vom 1. Februar 1899 über die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes (Zentrumscmtrag) abgestimmt wurde. Sämtliche Stimmen der,Bevollmächtigten wurden dagegen abgegeben. Daraus wurde die Aufhebung des § 2 (konservativ-freisinniger Antrag) nut der bekannten Majorität angenommen. Das Senatsschreiben an die Bürgerschaft nimmt auch ausdrücklich Bezug auf beide Reichstagsbeschlüsse und konstatiert demzufolge )( Büdingen, 27. März. Ta in Diebach am Haag bei den Crdarbeiten lFeldrcinigung'l gestern große Knochen gesunden worden sind, sollen die Ausgrabungen von Fachleuten geleitet werden. . k. 'Mainz, 27. März. Nach der am 1. Mm erfolgenden Eröffnung der neuen Eisenbahnlinie Mainz-Wiesbaden werden täglich 25 Züge von hier nach Wiesbaden fahren und ebensoviel von dort hier ankommen. Mit Rücksicht auf die beschränkten Raumvcrhältnisie des Wiesbadner Bahnhofes ist die Anordnung getroffen worden, daß sämtliche von hier in Wiesbaden ankommende Züge auf dem Taunusbahnhof einlanfen, während die von dort hierher fahrenden Züge vom Rhembahnhof abgelassen werden. Nach Vollendung'des Wiesbadner Bahnhofes wird dies natürlich wieder eine Aenderung erfahren. k. Aus Rheinhessen, 27. März. Die seit mehreren Monaten schwebenden Verhandlungen wegen Erwerbung deS berühmten Lauteren'schen Weingutes in Nierstein durch die Großherzogl. Domänenverwaltung sind, wie wir hören, jetzt zum Abschluß gelangt. Als Kaufpreis werden 480 000 Mk. genannt. Der große Garten und die Wohngebäude in Nierstein sollen von der Domänenverwaltung nicht miterworben sein und im Besitz der Familie Lauteren bleiben. Berlin, 26. März. Tas Landgericht verhandelte gellen und heute gegen die Leiterin der Charlottenvu Naturheil an st alt „H e p h a t a", Minna Kube,jowie^ Aerzte Dr. Schlesinger und Dr. C o l e m a n n wegen z Fälle fahrlässiger Körperverletzung und eine« t fahrlässiger Tötung, begangen durch unzweckmäßig^.. Handlung Kranker. Der Gerichtshof sprach das Schuldig einem Falle der fahrlässigen Körperverletzung aus, spraw - • mann frei und verurteilte die Kube und Dr. Schien « je 300 Mark Geldstrafe, event. 30 Zagen ©efangnu Das Landgericht verurteilte ferner den Erft n b e r G a rn w auS Schöneberg wegen Beleidigung des früher .. Präsidenten Hammacher in Schöneberg, letzt m » . 300 Mark Geldstrafe, den Schriftsteller Dost wegen desselben Herrn und des KriminalkommiffarS Rucks zu ' 6g, den Forstakzessisten Schröder wegen der eiben w zu 20Mart Geldstrafe. Aus dem vernichtende achten der Sachverständige n sei hervorgehob'., w bipL Maschineningenieur be Stoutz (Offenbach) mj J .i n UI. winbt operiere mit ganz geringen mathematischen nenrunu. , sehr einseitigen Erfahrungen. Er lebt in FAusionen, w u:1 Leuten, die vom Gymnasium abgehen, anhaften mag . , Inhalt seiner Reklame müssen jeden Gebildeten amf? technischen Behauptungen seien ba« was man sich auf technischem Gebiet b en “ en ton • un • maschine wirb sich auf Grund des Ganswindtschen feinen Umständen mit einem vierzigpserdrgen Moto ergebe sich aus den Grundprinzipien der Mechan . ■ bunfl Schätzung müßten mindestens 100 Pferdekräfte tn jgo» «r bracht werden. Der Sachverständige hat schon tm 0 . [eint* Gutachten abgegeben und wiederholt, ba6L ~ bered)1''* Erfindungen Ganswindt nicht zU ber ben( - die Versprechungen, die er Jemen SeuM Voraussetzung absehbarer Zeit zu erfüllen. Seme technischen o t » bezüglich der Flugmaschine feien vollstan g @fln«rir4 beruhen auf keiner wissenschaftlichen Grundlag, RedT werde nicht zu einem Erfolge kommen. Auf Be ff " anwalts Dr Schwindt erklärte der Sachverständige,, j£nnhU||ti windt weder nach seinem verstände, noro n m Berechnung im Stande fei, die wiffenschastlich-techmsch rich g . -n gut? zustellen. Er könne nicht behaupte^ daß Gonswmo flber n J Glauben sich beiunden habe, auf feinen Fall sind Gehörne und Geweihe aus Hessen-Nassau, dem Spessart Unter-Franken, dem Odenwald, Hannover, dem Harz, der Uckemuark, West Preußen, Holstein, Württemberg, Tirol Nieder-Oesterreich, Ungarn, der Bukowina, den Leithaberaen und selbst Indien zur Schau gebracht Der Großherzog von Hessen hat eine Sammlung aus dem Kranichsteiner Wild- park, Vierzehn-, Zwölf- und Zehnender, ferner einen Inti- chen Sechsender ausgestellt. Frankfurt, 27. März. Die Ausbrecher aus dem Klapperfeld sind jetzt bis auf zwei wieder wohlbehalten in ihrem alten Quartier angekommen. Ter gefährliche Silberdicb Peter aus Kilianstädten, der vor kurzem einen großen Silberdicbstahl in der Finkenhost kraße ausoeführt hat, wurde hier wieder eingefangen und dem Gefängnis zugeführt. Mn weiterer Ausbrecher Adam Kaltenback, hatte sick nach seiner Heimat Hechtsheim gewandt. Er wurde gestern in Mainz festgenommen und hier eingeliefert. Es stehen jetzt noch aus der fügen: Rieth, der wegen Abtreibung verfolgt wird, und Martin Bien aus Sossenheim, der wegen Tiebstahls saß. (Kl. Pr.» Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Im September findet in Mainz der 16. deutsche Feuerwehrtag statt. Tazu werden 4000 bis 5000 Teilnehmer erwartet. Mit dem Verbandstci^ wird eine Ausstellung von Lösch- und Rettungsgeräte verbunden sein. — Tie Mnführung des Bürgermeisters Göttel- mann als Beigeordneter der Stadt Mainz erfolgt Samstag, den 2. April, vormittags um 12 Uhr. Arbeiterbewegung. Duisburg, 26. März. Die Belegschaft des Schachtes 1 der Zeche „Deutscher Kaiser" sandte heute eine Deputation zur Zechenverwaltung zwecks Wiedereinstellung entlaffener sozialdemokratischer Arbeiter. Dabei scheint eine Einigung zwischen Vermattung und Belegschaft erzielt zu sein, denn die gesamte Belegschwr ist heute wieder angefahren. Kiel, 27. März. Im Bäckerge werbe ist von beit Gesellen plötzlich der Aus st and proklamiert worden. Tie Bäckei gesellen fordern Lohnerhöhung und eigene Wohnung. Von 45> Betrieben ist die Forderung bewilligt, dadurch ist die augenblicklich,- Kalamität beseitigt. Die Tapezierer haben sich der Lohnbewegung angeschloffen. Marseille, 26. März. Während eines Kamoles im Hafen zwischen Streikenden und der von Gendarmerie unterftitgen Polizeiwache wurde eine Frau getötet; zehn Polizisten und zwanz-.s Streuende wurden verwundet. Auch die Paffagiere eine? vor Linker liegenden Dampfers wurden durch Steinwürse getroffen Als verletzt sind drei englische Matrosen gemeldet. Ein Slrbette: wurde vom Indischen Kai wegen Beleidigung der Polizei verhaltei Da die Verhaftung noch aufrecht erhalten wird, verlang, bat Surealt des Internationalen Syndikats, den Arbeiter fregulnffen. und erklärte, bis eine Entscheidung über die Angelehenheil genossen ist, den a l l g e m e i n e n A u s st a n d. Die Arbeiter stellten heute Vormittag die Arbeit ein. Noudair, 27. März. Eine etwa von 2000 Personen besuchte Versammlung beschloß, daß am Montag ein allgemeiner Ausstand der Webereiarbeiter beginnen soll. Anfangs- u. Schlußkurse. Heinrich Trechsler J MMWWMRWW 101.86 90.16 101.65 90.00 100.25 161.00 100.80 99.30 102.00 59.80 58.76 202.90 214.90 185.10 190.10 125.20 43.80 41.95 Mserüraße 8 6(We der Steinstratze 202.87 216.00 285.10 136.10 193.12 UaünSosKraße 76 Frankfurter Bicrkeller 8°/o Mexikaner 4|/gn/l) Chinesen . Electric. Sohuckert Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. ßtaatebahn Lombarden . . 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Um unwahren Verbreitungen von gewisser Seite zu begegnen, meine Firma würde nur Wert auf Lieferung hochherrschaftlicher Wohnungseinrichtungen legen, habe ch in einem Teil meiner Schaufenster eine sehr billige, jedoch tadellos gearbeitete und, was die Hauptsache ist, neue Einrichtung ausgestellt. Die Preise werden im Geschäft bereitwilligst mitgeteilt. Durch Massenfabrikation und billigsten Bezug der Materialien beste Bezugsquelle. Th. Brück, Möbelfabrik mit besteingerichtetem maschinellem Betriebe. Teppiche. Vorhänge. Grösstes Lager in Schlafzimmern. Vollständige Betten in jeder Preislage. Abzahlungen werden gerne vereinbart auf Grund meiner an jedem Gegenstand sichtbar ausgezeichneten Preise. 2995 Telephonäscher Kursbericht. t rtenktnrf a. H., 28. März. leinen bisherigen Erwlaen al? vernünftiger Mensch seinen Teilhabern solche Bersprechungen machen, wie er es getan. B e u t h c n , O. - S., 26. März. Im Prozeß gegen den Re- dakteur von W o l z k i wegen Beleidigung deS Fürst- k > s ch o s s D r. Kopp zog letzterer im heutigen Termin seinen straf antrag zurück, da der Angeklagte die Erklärung ab- qab, da»; er durch die Zeugenaussagen bereits überzeugt sei, daß von ihm gegen den Fürstbischof gerichteten Behauptungen sich nicht bewahrheiten. Der Gerichtshof erkannte demgemäß auf Einstellung des Verfahrens und legte die Kosten dem Antragsteller jur Last. A eiße, 26. März. Tas Kriegsgericht der zwölften Division verurteilte den Unteroffizier August M i t s ch k e vom sechsten Fußartillerie-Regiment wegen Mißhandlung Unter- «ebener i n 87 Fällen zu drei Monaten Gefängnis. ve rin isehte». * Bevölkerungsbewegung im Jahre 1 90 2. Im ganzen wurden im Jahre 1902 457 208 Ehen geschlossen (1901: 468329), die Zahl der Geborenen betrug 2 089 414, darunter 2 024 7.35 Lebendgeborene (2097 838 bezw. 2032 313), die Zahl der Gestorbenen 1 187 171 (1 240014). Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist gegenüber dem Vorjahre die Ehezrffer etwas zurückgegangen (von 8,24 auf 7,92 auf 1000 Einwohner), ebenso die Geburtenziffer (von 36,89 aiuf 36,19 v. T.) und die Sterbeziffer (von 21,81 auf 280,56 v. T.). Der Geburtenüberschuß hat absolut und relativ eine nahmhafte Erhöhung erfahren, er ist von 8867 824 oder 15,09 v. T. auf 902 243 oder 15,63 v. T. gestiegen, er übertrifft nicht allein den durchschnittlichen Ge- i-urtenüberschuß deS letzten Jahrzehnts, sondern ist in dieser 6öhe seit 1 841 überhaupt noch nicht erreicht worden. DaS Alter der Heiratenden war bei den Männern in 43,1 fom Hundert der Fälle 25 bis 30 Jahre, bei den weiblichen Personen in 56,2 v. H. der Fälle unter 25 Jahren. Ab» voeichend von der Regel, waren die Frauen älter als die Statt jeder besonderen Anzeige. Ein prächtiger Junge angekommen. Albert Loew und Frau geb. ZZertha Weyerhoff. Evefeld, den 27. Marz 1904. 2976 Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 26. März 1004=. uMitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) J Gebrauchte x| Fahrräder aut erhalten und tadel- tos in den Stand gesetzt, verkauft billig [2096 Fr. Leo Nachfl. C. Herber. Kognak von ganz hervorragender Qualität. Flasche 3 Mark. 1219 Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. . 26.15 . 86.80 . 102.00 . 104 10 . 203.60 . 186.60 . 135.70 . 148.50 . 154 60 . 136.40 . 14.00 . 192.00 . 286.00 . 191.50 . 193.00 Privat-DiSkont 8 7, Prozent. Oest. Kredit. . . . Deutsche Bank . . . Darmstädter Bank . . Bochumer Guß . Ein russisches Kohtensyudikat soll nun doch im Entstehen begriffen und seiner Verwirklichung nahegerückt sein. Das Syndikat i»L! nach dem Muster des schon bestehenden Eisensyndikates gebildet lys.rden, also den Werken die Waren abnehmen und ihnen einen Mrlichen Minimalgewinn garantieren. Männer, die sie heirateten, bei 94 783 Eheschließungen oder HO,7 v. H. der Gesamtzahl. Ehelich waren 1 912 331 unehelich 177 083 oder 8,5 v. H. MehrlingSgeburten waren unter den Geburten 26 859 (12,7 v. T.), und zwar rm wesentlichen Zwillingsgeburten. Drillingsgeburten waren 277, in Schlesien, Württemberg und Hamburg kam je eine Ni erling ögeburt, in Schlesien sogar eine Fünflin gS- c eburt vor. Im ganzen kamen bei den MehrlingSgeburten i 2 804 Mehrlingskinder — 26 867 Knaben, 25937 Mädchen — zur Welt. DaS größte Kontingent zu den Sterbe- fkällen stellten die Kinder; 33 v. H. aller Gestorbenen deS Wahres 1902 waren noch nicht ein Jahr alt. Am geringsten üt die AlterSkaffe der Zehn- bis Zwanzigjährigen unter den Gestorbenen vertreten. Mit steigendem Alter erhöht sich auch d?r Anteil an der Summe der Gestorbenen. Bekanntmachung, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1904 bis dahin 1905 der südöstlich der Straße von rrcanffurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Kell mti) der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadttell dem Kamin- Iqetr Zwesch zugeteilt worden ist. Gießen, am 24. SDlärj 1904. 2984 Großherzogtiche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. den von gestern besagt: Bei dem Angriff der feindlichen Dampfer auf das Torpedob oot„Szilnv" wurden der Schornstein und die Maschine des letzteren beschädigt, ^as Boot trieb infolgedessen in der Nähe des goldenen Berges auf Land, von wo es wieder flottgemacht wurde. Tie Zahl der Getöteten und Verwundeten auf dem ..Szilny" ist noch nichtge- "-?^bokann t. Gegen 5 Uhr 30 morgens bemerkte man südlich von Port Arthur feindliche Torpedoboote, auf welche unsere Batterien das Feuer eröffneten. Gegen 6 Uhr erschien das feindliche Geschwader am Horizont. Um 6 Uhr 30 eröffneten die Batterien der Halbinsel Tigerschwanz ebenfalls das Feuer Unser Geschwader verließ den Hafen Tie Schiffe „Bajan", „Nowik" und „Dskold" fuhren an der Spitze und feuerten gleichfalls. Wegen der großen Entfernung des feindlichen Geschwaders wurde das Feuer jedoch bald eingestellt. Um 9 Uhr 15 stellten sich unsere Schiffe auf der Reede in Linie auf, während das japa- nischeGesch wader, offenbar um einem Gefecht aus- zuwcichen, fi . in südöstlicher Richtung zurückzog. Gegen 10 Uhr vormittags verschwand das Geschwader am Horizont. Petersburg, 28. Marz. Amtlich wird gemeldet: Vizeadmiral Makarow sandte an den Kaiser aus Port Arthur gestern folgendes Telegramm: Ich melde untertänigst. daß der Feind sich z u r ü ck g e z o g e n hat, worauf ich mit der Flotte in den Hafen zurückkehrte. Tas Torpedoboot „Szilnp", das infolge Beschädigungen der Maschine durch ein feindliches Geschoß in der Nacht auf einer Sandbank ausgelaufen war, ist wieder flott gemacht worden, und Tank der Energie der Mannschaft in den Hasen eingelaufen. Ter Kommandeur Kripitzkp ist am Arm leicht verwundet, er hatte seinen Posten nicht verlassen. Auf den Brandern befanden sich Höllenmaschinen, deren Trähte von Scharfgeschützen durchschnitten wurden. Tie Leutnants Kedrow und Asariew und der Fähnrich Pilsudsky gingen auf Befehl an Bord der Tampfer, durchschnitten die elektrischen Leitungsdrähte und löschten das Feuer, welches dem Feinde den Hafeneingang beleuchten sollte. Auf der Reede fand sich morgend ein schwimmendesTorpedo mit einer Höllenmaschine, die glücklicherwleise beseitigt wurde. Bei der Beschießung stellte man fest, daß die Tampfer, die als Brander gedient hatten, nicht alt sind, 2000 Tonnen groß und mit kleinkalibriger Artillerie ausgerüstet, waren. Einen Teil der Tampfer werde ich für Hafenzwecke verwenden. London, 28. März. Nach Privat-Telegrammen aus Tokio ist Admiral Togo entschlossen, Port Arthur späte st ens imMaizu nehmen. Tas weitere Land- und Seeprogramm ist vollständig entworfen und ungewöhnliche Ueberrasch ungen stehen bevor. (Na na! T. Red.) — Die chinesische Negierung erhebt bei den europäischen Höfen Vorstellungen, weil die russischen Uebergriffe die neutrale Haltung Chinas erschweren. Japanische Landungen auf chinesischem Gebiete in der Nähe der Mandschrei finb zwar nicht erfolgt, aber in nächster Zeit nicht ausgeschlossen. Kunü und Wissenschaft. — In Paris ist die Witwe Georg HerweghS ge- stsotben. Tie Leiche wird in Liestal bei Basel, wo Herwegh bas Bürgerrecht besaß und begraben ist, bestattet. — AuS dem Herzen von Asien. Nach Photographien v»n Sven Hedin hat die Firma F. A. Brockhaus soeben 8 An- nhhtskarten hergestellt, die den Vorzug haben, etwas Neues und Hmteresiantes zu sein. Wir empfehlen sie nicht nur denjenigen, die etwa beabsichtigen sollten, nach Tibet zu reifen und von da einen OmtB an die lieben Ihrigen zu senden, sondern allen Freunden redender Bilder, besonders aber den Freunden HedinS und seines interessanten neuesten Werkes ,Jm Herzen von Asien". Märkte. fa. Frankfurt a. M., 28. März. (Orig^Telear. des „Gießen. Sfoty ) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Z-ilzen Mk. 18.00—18.00, Kurhessischer Mk. 18.00—18.25, La Plata Ml. 17.75—19.00, Kansas Mk. 17.75—19.00, Roggen (hiesiger) Miwk 14.25—14.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.00—15.25, Franken. Mer Mk. 16,00—15,50, Hafer Mk. 13.75—14.75, Mais Mk. 12.75—13.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.26, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 26.25, 3. Qualität Mk. 22.76—23.25, Roggenmehl 0 M. 22.50—23.00,1. Qualität Mk. 20.00—20.50, Weizenkleie Mk. 8.75 ÜÄ Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 10.00—10.50, Maiskeime Mk. 10.25 biÄ Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. Alles per 190) Kg. ab hier. fc. Frankftrrt o. M.. 28. März. (Telegr. Orig.-Bericht des Meß. Anz. ). ArMliche 9lotierungen der heutigen Viehmarkt- »reise. Zum Verkaufe standen: 563 Ochsen, 257 auS Oest- ttiicf), 60 Bullen, 9 aus Oestreich, 111 Kühe, Fersen, Stiere unb Meh8 anerkannt beste Backart, vom hochfeinsten bis zum billigsten. Alle Backzutaten in nur besten Qualitäten und zu uir^. i:ds billigeren Preisen. H. F- Nassauer Neuenweg 16. 2988 neueste Meldungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Hanau, 28. März. Nacv langwieriger Krankheit verschied Max Oppmar, feit 1895 Mitdirektor des hiesigen Stadttheaters. Köln, 28. Mär;. Eine zahlreich besuchte allgemeine Krankenkassen-Versammlung beschloß einstimmig, bei den Kölner Krankenkassen die Familienversicherung wieder aufzuheben, um die Familienmitglieder den zugezogenen kassenfreundlichen Aerzten zuzuführen. Dadurch werden den Regierungsärzten von der Handwerkerkasse allein 90 000 Mk. entzogen. Von den zugezogenen Aerzten haben bisher nur zwei sich durch Zahlung von je 15000 Mark absinden lassen. Die übrigen bilden eine Vereinigung und verpflichten sich solidarisch die anhängig gemachten Prozesse durchzu führen. Magdeburg, 28. März. Im mitteldeutschen Braunkohlenrevier wurde insgesamt mehreren hundert Bergleuten gekündigt. Die Veranlassung ist in dem Mangel an Absatz infolge des Krieges und der dadurch hervorgerufenen Stockung in der Industrie zu suchen. Halle a. S., 28. März. In Mitteldeutschland sind Erdbeben aufgetreten. In der Volkstedter Gegend erfolgten starke Erdstöße mit Gewittererscheinungen. In Adorf i. V. und im Erzgebirge wurden drei starke Erdstöße verspürt. Berlin, 28. März. Dem „Berl. Tagebl." zufolge beschloß der vor kurzem begründete Verband Berliner Theaterdirektoren, die Pflege von Klei st s Grab dauernd zu übernehmen. Berlin, 28. März. Gestern fand im Metropoltheater eine Zusammenkunft Berliner Theaterdirektoren statt. Es handelte sich um Erörterungen einiger polizeitechnischer Verordnungen, die von den Direttoren als unpraktisch hingestellt wurden. Die Theaterleiter halten z. B. das wiederholte Herunterlassen des eisernen Vorhanges an einem Abend auf die Dauer für nicht durchführbar. Glo gau, 28. März. Der Musketier Klemt von der 7. Kvmpagnie des 58. Infanterieregiments ließ sich von einem Personenzuge überfahren und war sofort tot. Wien, 28. März. Auf die Schienen der Wiener elektrischen Straßenbahn wurden von verbrecherischer Hand Patronen gelegt, welche durch, die Wagen zur Explosion gebracht wurden. Unter den Passagieren entstand eine großePanik, doch wurde kein ernster Schaden angerichtet. Von den Tätern fehlt jede Spur. Prag, 28. März. Eine dreiaktige komische Oper von Karl Weinberger nach dem gleichnamigen Werk Fuldas ,/Schlaraffenland" hat bei der Aufführung im hiesigen deutschen Theater einen großen Erfolg gehÄt. Komponist und Darsteller wurden oft und stürmisch gerufen. Ausstattung und Darstellung waren vorzüglich. , L. St. Louis, 28. März. Infolge des Protestes des britischen Botschafters in Washington hat die Leitung der Weltausstellung die Konzession auf ein Gelände von 10 Acres, die sie für die Burenkriegausstellung erteilt hatte, zurückgezogen. Der Botschafter erhob gegen Vorführungen aus dem Kriege Einspruch, die seiner Ansicht nach, durch Wiedergabe gewisser Schlachtszenen die britische Armee lächerlich! zu machen besttmmt waren. Bom Kriege. Petersburg, 28. März. Ein amtliches Telegramm des Statthalters Alexejew an den Kaiser aus Muk- flämatog«! Sauatogen 2487 Somatose Chem. reiu Milchzucker HWS* Medizinal-Lebertran ernpsieplt Droaerie 5. roten Kreuz AngUSt Noll, Bahnhssstr. 51. 19^* Täglich frische Matte per Pfund 15 Pfg. Dampfmolkerei Gießen, Schanzenstraße 4. [01417 empfiehlt sein vorzügliche? kl-ort-, figrt- L,» Mscheidier :ber renommierten Großbrauerei K. 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Das vorliegende, im Verlage von Scheuster und Loeffler, Berlin und Leipzig erschienene Buch „M ä r t v r e r" zeigt von neuem, daß es sich bei CVorg Reicke nicht etwa um dilettanttsche Besttebungen bandelt. Aus den drei Einaktern spricht vielmehr ein Dichter zu uns, mit feinem Verständnis für Eharakterstudien. Am besten gefällt wohl der erste Einakter. Diese „Märtyrer" geben ein tiefergrei- fendes Bild, die Heldin ist von schlichter, aber erhabener Größe. Dann folgen „Ter Sterngucker", der drama^'sch belebteste, und „Morgen", ein durch das geistvolle, dem Alltag entrückte Zwiegespräch lebhaft interessierender Ein- akter. Bei allen dreien ist die Anpassung an das jeweilige Milieu und die formvossendete Sprache a 11 u er Fenn e n. i,a s ' tiN'- •Ä Met J ,Wr: 'Ciner »fmber “8 statt. S h ■tet. M Hsch, Unk «5 ■xSi* bts teilte eine Tfr'."" n-benn die gelang Ye wer bei-. ’Prämiertroorben. unb eigene ; ’uligt, dadurch ist die c , "rierer haben sch^ \ während eine? öer von Gendarmerie t getötet; zehnPoWm- Auch die Ww. urben durch tzteimM Matrosen gemelbet. Iren Beleidigung der reckt erhalten roiib, er nnbifat§, den Arbeit - >mg über die Angelet: Ausstand. DieAck . Eine etwa von 2000 $r daß am Montag ein. rb ei ter beginnen lol lütssaal. Am Lamstag oorrte r-- anbgeriit kaösch itet waren beließ wir.» lngeklagt war k Metier 116. Jnlackit-KMÄ 1 Nm>ei?auk Pianohandlg-, Seltersweg 91 496 wäre führe. butter empfiehlt [01530 •> tüchtige Zimmerleute einige «stunden vormittags ges. finden dauernde Beschäftigung bei I Emil Lotz Ww., Kirchenplatz 9. August L^lfertbei«, Zimmer-1 besucht zum baldigen Eintritt meister, Schotlslraße 19. 2645 ein ^tigeä Tüchtige mit allem Zubehör per 1. Aprü Grundarbeiter 01580) Gewässerte Stockfische 1699 Jedermann kosten tos zu haben Asterweg 1. 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