Zweites Btattt LS4. Jahrgang Montag Lir. September 1804 Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. V V -------- ^tattontzdruck und Verlag der Brühl'schen Die „Siebener FamMenbiStter" werden dem g| MW || W |! feLr || J/rj q ß( Jr |j M kTUnwerftlätsdruckerel. R. Lange. Gießen. ääässäjs VJKgvilO «llljliyvl wis-x General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen £ Volttische Wochenschau. * ffeirtc Prof. Löb mrf dem in ter* I t l. Kongreß in St. LouiS, b e r pv cst stell ung d c S Oe* or ihrer Geburt entdeckt. War er nicht freigesprochen? hatten die Geschworenen nicht ihren Spruch auf „Nicht schuldig" abgegeben und hatte darauf hin nicht der Genchtshof ihn fteigesprochen? Er lachte plötzlich hart auf. wegen mangelnder Beweise seiner Scauld! Seine Unschuld hatte er nicht benx'isen können, *VÄ^nnjnIt lnnc Schiild nicht beweisen konnte, und die Im Verteidigers hatte darauf die Geschworenen zu dem „Nicht schuldig bestimmt. . Wr der Verdacht blieb auf ihm lasten — der Verdacht, seinen Bruder ermordet zu haben, um sich dessen Reichtümer an- zuedgnen, bte blitzenden diamanten und Juwelen, die wie Blut "^^onden. .nubrncn, die in Himmelsbläue strahlenden Smaragden und grünlichen Saphire! Mcm hatte nichts geftinden — nicht einen Diamanten — man einen der wertvollen Steine — nichts — nichts von dem cheTQtiim seines ermordeten Bruders hatte man bei ihm gefunden, " . -r?o"noch hatte man ihn angeklagt und hatte ihn fast ver- ur.eut und ihn nur freigesprochen, weil der Staatsanwalt keine genügenden Ben-csie finden konnte. . i (iri) dem Freispruri) hatte er erleichtert aufgeatmet. Stolz erlwbenen Hauptes schritt er aus dem Gerichtsgebäude — er frei,, er war unschuldig. ?lls sich aber seine früheren «freunde ulben von ilnn zurückzogen, als fick) ihm keine Hand ent* gegen Dreckte, kein Glückwunsch, als der seines kühl lmiielnden Verteidigei>8 ihn empfing, da legte es sich wie Zentnerlast auf Kin Sjyt# — er war ja nur wegen mangelnder Beweise frei» gefprock^n, der Verbackt blieb aus ilnn lasten, das Kainszeichen des Brikdermordes leuckitete nach wie vor auf seiner Stirn. (Fortsetzung folgt.) Tie Affäre Ruhstrat. Der oldenburqische Justizminister hat, wie schon gemeldet, gegen seine Angreifer im Residenzboten Strafantrag gestellt, und Redakteur Biermann, nach zehnmonatlicher Haft eben, erft aus dem Gefängnisse entlasten, ist wieder in Unter* suchungsbaft genommen. Redakteur Schweynert wurde sofort steckbrieflich verfolgt und ist alsbald in Erfurt ver* haftet worden. Einem Interviewer hat nun Ruhsttat auch die Gründe seiner Langmut angegeben. Er erklärte: „Als der Residenzbote Anfang August d. Js. feine schon im Marz ausgestellten verleumderischen Behauptungen, ich hätte vor Gericht und un Landtage die Unwahrheit gesagt, wiedecholte, habe ich geglaubt, diese Verleumdungen auch jetzt, wie im März, unbeachtet lasten zu können, denn ich habe ja im März in der Bier» mannfchen Privatklagesache vor Gericht erklären lassen, daß die ^edauptungen erilmden seien, und wie man mir damals in der ^estentlichkeit Glauben schenkte, meinte ich auch jetzt aus diesen Glauben bauen zu können; es war ja inzwischen gar nichts ge- schehen, was eine Aenderung der Auffassung hätte herbeiführen tonnen. Als ich dann aber am letzten Samstag abend von meinem längeren Urlaub nach Oldenburg zurückkehrte, erfuhr ich, welchen Umfang die Preßangriffe gegen mich genommen und wie sie es offenbar zu Wege gebracht hatten, die wirkliche öffentliche Mei- gestellt "9 3U verwirren. Ich habe darauf sofort Strafanttag Nolttlsche Tagesschau. Neber Herbert Bismarcks Krankheit schreibt Harden in derZukunft: „Im Juli wurde mir autz Homburg berichtet, Fürst Bismarck gebe durch unverhüllten Hochmut deutschen und fremden Kurgästen von Tag zu Tag mehr Aergernis. Für höflichen Gruß danke er mit grimmiger Miene, die deutlich zeige, wie lästig ihm solche Pflicht fet Ein deutsch-amerikanischer Millionär habe ihn artig angesprochen und daran erinnert, daß er, als Führer einer Deputation, die dem Vater eine silberne Riesenkanne übers Meer brachte, auch dem Sohne vorgestellt worden sei. Der Fürst habe eine Sekunde lang den Kopf gelüstet, halblaut gesagt: I do n’t remember; und dem Manne den Rücken gekehrt. Da die Absicht angedeutet war, diesen Vorgang in die Presse zu bringen, antwortete ich, man dürfe dem tot- kranken Fürsten, dem jede Hochmutsregung fremd sei, die durch sein Leberleiden bewirkte grämliche Reizbarkeit nicht wie einem Gesunden nachtragen. Die Diagnose stand damals noch nicht fest. Herbert Bismarck hatte seit Jahren eine abnorm große Leber; nun war er abgemagert und fühlte im Herzen und in den Verdauungsorganen wachsende Beschwerden. Anschoppung, Eirrhose, carcinoma hepatis: seine Tage waren gezählt. Schweningers ungeheuere Suggestivkrast riß ihn oft noch aus tiefem Brüten und gab ihm neue Hoffnung. Dann stand der Zusammengesunkene auf, plauderte und trank in behaglicher Stimmung, fuhr mit dem befreundeten Arzte durch den Sachsenwald und glaubte wieder, den Lenz noch einmal, noch manchmal ans seinen Buchen sprossen zu sehen. Mehr konnte kein Sterblicher für ihn tun; die Zerstörung war nicht aufzuhalten und seit Wochen gewiß, daß er den Septembermond nicht überleben werde. Der Arzt blieb, trotzdem er selbst erkrankt war, in der Nähe des Leidenden, so lange er den faum noch erträglichen Schmerz zu lindern^ blieb rasch erreichbar, so lange er auf die Psyche zu wirken vermochte. Am 16. September begann ba§ Koma, in der Morgenfrühe dcS 18. starb der zweite Fürst Bismarck an Leberkrebs. Vier Tage nach der Weihnacht wäre er fünf* undfünfzig Jahre alt geworden." Die „Hamb. Nachr." veröffentlichen folgende Dank» sagung der Fürstin Bismarck: FriedrichSruh, den 24. September. Wahrend der Krankheit und nach dem Tode meines geliebten. Mannes sind mir aus allen Kreifen unserer Freunde, von Ein»! zelnen und von Vereinen, von nah und fern so viele Beweise der! Teilnahme zugegangen, daß es mir leider unmöglich ist, jede Kund*« gebung besonders zu beantworten. Ich werde den Zeitungen banf-' bar sein, wenn sie durch die Aufnahme dieser Worte allen, die irr den letzten schweren Tagen meiner und meiner Kinder mit Siebe gedacht, und ihr Mitgefühl durch die Spendung prachtvoller Blumen znm .iusdnick gebracht baden, meinen warmen, herzlichen Dank befannt geben wollen. Fürstin Bismarck. Entgegen der sich in grellen D-ifsoncmzen bewegenden Tonart auf dem vorjährigen Dresdener sozialdemokratischen Parteitage hat man diesmal in Bremen mildere Töne an- geschlagen. Von dem im schönen Elbflorenz an der Tagesordnung gewesenen Allegro furioso ist mcm in der alten Hansaftadt zu einem Adagio cantabile übergegangen. Dagegen finb die au bcm Parteitage erzielten Resultate nichts weniger als geeignet gewesen, den gläubigen Genossen im Lande eine erhöhte Be- wunderung vor der taktischen Befähigung ihrer gewählten Führer em zu flößen. Gleich der erste Antrag, den der Sohn des alten Liebknecht miss Tapet brachte, erwies sich als ein Schlag ins Waffer. Stellte doch der jugendliche „Rechtsanwalt der Partei" allen Ernstes den Antrag auf, unter der militärpflichtigen Jugend eine wn^ante soziarkstische Propaganda gegen den Militarismus zu inf&eTtteren, um diesyn gefährlichsten Feind der sozialdemokratischen Tiewegung wirksam bemmpien zu können. Gewiß zum großen Teidwcgen des Herrn Da. Liebknecht, den die Lorbeern seines Vaters nickst haben schlafen lassen und der um jeden Preis von sich reden machen möchte, wurde der Antrag glatt abgelehnt. Tie alten, erfahrenen Genoffen tonnten nur zu gut, welchen Gefahren v£?"cl Ult^ Tie selbst durch Annahme dieses' von hervorragender WUtpcher Unreife zeugenden Antrages ausgesetzt sein würden. ^.ie Hanptstärke der sozialdemokratischen Partei in Deutschland hat bis jetzt darin gelegen, daß sie von den Fehlern ihrer Gegner gelebt hat, sie würde aber genau so verkehrt wie diese gehandelt haben, wenn sie zur Ausführung dieses unglücklichen Projektes hnsreiche Hand geleistet hätte. Von wesentlich ernsterer Bedeutung war der zweite Punkt der Tagesordnung, das Sherbengericht über das entfernt terrfble der Partei, den Abg. Schippel. Dieser ist zweifellos eme interessante Persönlichkeit, nicht zuletzt darum, weil 2 ^versteht, die „Großleute" der Partei in gewissem Sinne an der Nase zu führen, und zwar nicht etwa von gestern. Seit achtzehn Jahren, lautete die bewegliche Klage Bebels, habe die Partn alle zwei Jahre ihren „Fall Schippel" gehabt, das müsse endlich aufhören. Trotzdem aber haben die über den proteusartigen Charakter des Angeschuldigten zu Gericht sitzenden Genossen doch mckst genagt, .Schippel aus der Partei auszuschließen, sondern haben sich damit begnügt, eine geharnischte Resolution vom Stapel zu lassen, in der ihm nahegelegt wurde, die notwendigen Konse- guenzen aus seinem Verhalten zu ziehen. Schippel hat aber gar nicht daran gck>acht, den erbitterten Genossen den Gefallen zu tun dNnndat niederzulegen, int Gegenteil. Mit staunenswerter Gefch.icklrchkert verstand er es, auf die heftigen Anklagen seiner Gegner zu antworten und zum soundso vielsten Male zu er- klaren, daß er nämlich grundsätzlich Schutzzöllner, aber im prole- rarvschen Interesse gegen die Agrarzölle sei. Und dabei blieb es. so großem Applomb m Szene gesetzte Ketzergericht endete Mueßlrch mit erneut kläglichen Fiasko. Schippel wird auch ferner i^r Part^ angehören und sein ReichStagsmandat ausüben, während seine Feinde ihren Grimm im Geheimen hinunterschlucken müffen. , seinen letzten Sitzungen, über die wir wegen Raummangels leider mckst aussilhrlicher berichten Tünnen, beschäftigte sich der Par- tettag zunächst mit Kommunalpolitik. Tr. Lindemann befürwortete einen sehr langen Antrag, in dem eine ganze Anzahl bezüglich der Kommunalpolitik, wie Unentgeltlichkeit mler Institute des Volksgesundheits* * und des Volksschulwesens, Crnchtimg von Arbeitsämtern als Zentralstellen kommunaler Arberterpositik, Einsetzung von Arb eit er aussdyfiffen zur Vertretung der Interessen der Gemeindearbeiter, Festsetzung der Löhne nach Gewerffchaftssätzen, Abschaffung dec Streikllausel, volles Koaltttonsreckst für alle Gemeindebeamten und STrbeiter, gefordert .T-em roten Ulrich aus Offenbach behagte sehr vieles nicht, was Lindemann vorschlng, und er zog gehörig vom Leder. Schließ» lich gelangte aber der Antrag Lindemann doch fast einstimmig zur Lmnahme. Sehr heftig entrüstete man sich über den von uns am Sonntag wiedevgegebenen lustigen satirischen Artikel der „Litz. Volksztg." contra Tr. Südekum in Sachen der Prinzessin Luise von Koburg. Und Herr Mehring, der Verfasser des boshaften.Artikels, kroch zu Kreuze. Er sagte de- und we^ mütig pater peccavi. In einer Depesche an den Parteitag revo- zierte er alles, ^was er über den Heben Genossen Südekum Treffeiches und Schönes in munterster Form blutigen Hohnes gesagt hatte, und flehte den hohen Parteitag um Vergebung feiner sündhaft wahren Charakterisierung des „elejanten und jlanzvollen" Frauen freundes und heldenhaften Beschützers ungetreuer Prinzessinnen an. Ferner nahm der Parteitag eine Resolution Bebels über den Amsterdamer internationalen Kongreß entgegen Ter^Appell Bebels, 1907 dem nächsten internationalen Kongreß in Stuttgart einen glänzenden Empfang zu bereiten, sarch begeisterte Zustimmung. Württemberg werde sich hoffentlich von dem in Preußer: herrschenden „Russenkurs" nicht beeinflussen taffen. Außerdem sei Schwaben ohne Berührung Preußens zu erreichen, lieber verschiedene Anträge, den Freisinn bei Stichwahlen nicht mehr zu unterstützen, wurde auf Antrag Arons zur Tagesordnung ßbergegangen. Angenommen ftnrrw eine Resolution gegen Soldatenmißhandlunge n. neuner wurden Resoluttonen über die Schulfrage, das Fremden- rC!- 'wd gegen den „Russerckurs^^ angenommen. Der bisherige konnte denn die Welt nod) wttter bestehen, leben, atmen, sich freuen nach dieser sthrecklichen Zeit? besame Mann stand auf und sah sich wie erstaunt um. War das wirklich dos alte Landhaus, in dem seine Eltern sckwn gewohnt? War das wirklich der Hof mit den strohgedeckten gepeuneu und Viehställen, dem holpriger! Pflaster, dem altertüm- Iwn Torweg, der alten Platanen-Allee und dem schattigen Garten, m dem er als Knabe mit seinem Bruder, der nun da draußen auf dem Friedhof der kleinen D-orfkirche schlummerte ~~ J? ""cm k^chlagen von Mörderhand? — Der Mann schauderte zusammen. Tann strich er mit der Dand über Ern und Augen und atmete tief auf. w — er war wieder daheim! Das war fein altes Wendessen, ine Hennat seiner Jugend, die 6eintat seiner Mannesjahre, die t nL cr in schwerer Arbett zu erhalten, zu befestigen vestvevt gewesen war, die er geliebt hatte mit der ganzen Kraft semeS ernfachen, ehrlichen Herzens! rc wnr das alte Zimmer mit dem einfachen Hausgerät seiner Eltern! Tas der alte große Schreibtisch mit dem verblaßten ferner Mutter darauf — das das alte Sofa mit den steilen Zehnen das der alte Lehnstuhl neben dem Kachelofen, der alte liebe ^>tt!hl, in dem sein Vater sanft zur etuigen Ruh hinüber- aeschlummert, in dem er selbst so oft von de- Tages Müh und Arbeit ausgeniht hatte — Alles — Alles war dasselbe, das Alte, wie er es vor drei Monaten verlassen — nur er selbst ein anderer geworden, seine Munterkeit war dahin, seine Kraft, fern streben, seine Arbeitslust, fein frisches, fröhliches ^Jelcn — alles, alles lvar dahin, und er war heim gekehrt als ern vernichteter Mann, auf dessen Stirn das Kainszeick^n brannte, mr den die Menschen mit Fingern wiesen und hinter dessen Rücken sie flüsterten: er ist es doch geivesen — er hat seinen Bruder ermordet. . . . Verzweislungsvoll griff cr sich in die m-irren Haare, die an den Schläfen in diesen letzten Mützen grau geworden waren Er mußte sich aufmffen. So ging nickst weiter, sollte er nicht wahnsinnig werden. PartnVorstand Bebel, Singer, Gerisck», Pfanukuch, Auer und Molkenbuhr wurde wiedergewählt, ebmso die bisherigen Kontrolleure. AlS nächster Versammlungsort des Parteitages wurde Jena bestimmt. Alsdann wurde der Parteitag mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratte geschlossen. Unter einem Aufwand von großen Worten hat der „Restbs- mrzeigett" die staatsmännischen Verdienste des verstorbenen Fürsten Herbert Bismarck in überschwänglicher Weise zu feiern gesucht. Wenn man aber in und außerhalb der deuttchen Grenzen nach ^beipflichtenden Stimmen zu dieser W"'rdigung juriru würde, so tvürde das Ergebrns nur geringfög'g ausf illen. Ter Verstorbene hatte Zeit seines Lebens und nickst nur während seiner amtlich"n Tätigkeit unter der niederdrücken den Tatsache zu leiden, d^r Sohn eines großen Mannes zu sein, ohne dessen geniale Anlagen zu besitzen. Seit feinem freiwilligen Seiden aus dem Amt be- sihränkte fich seine öffentliche Wirksamkeit auf die Ausübung seines Reichstagsmandats, bei welcher Gelegenheit er es feiten unterließ, taiarf pointterte Ausfälle gegen dos herrfchende Regime zu machen. Mit fernem Tod? scheidet die fürstliche Familie Bismarck für geraunte Zeit aus dem Gesichtskreis des öflentlicki-en Lebens aus, da der jetzige Trager der Fürstenkrone erst sieben Jahre zählt. Gelegentlich des in fast allen größeren Städten Italiens versuchten, aber völlig mißglückten Generalstreiks hat sich wieder einmal die Unmöglickikeit dieser sozialistischen Pdantas- magorie ergeben. Im besten Fall ist der Generalstreik ein Schreckschuß für furchtsame Gemüter innerhalb der besitzenden Klassen, daß aber gerade die Angehörigen des sogenannten vierten Standes am meisten darunter zu leiden haben, wird den Beteiligten zu ihrem Schaden immer erst hinterher klar. In Belgrad hat sich vor kurzem das pomphafte Schauspiel einer Königskrönung abgespielt, das in diesen halb orientalischen Ländern stets einen starken Sttch ins operettenhaste zeittcst: König Peter hoch zu Roß, mit wollendem Purpurmantel, die Krone auf bem Haupte, Szepter und Reichsapfel in den Händen, zu der in allen Regenbogenfarben schillernden Kathedrale ziehend. Sein Ziel hat der in der Wahl seiner Mtttel, wie man weiß, durchaus nickst skrupeHafte zähe und energische Abkömmling Kara Georgs erreicht, jetzt aber, wo er sich endlich am Ziel seiner Wünsche befindet, wird er vielleicht finden, daß ihm seine Einbildungskraft und sein Ehrgeiz ein ungleich fabelhafteres Glück vorgespiegelt haben, alb er es jetzt in Wirklichkeit findet. Alex ander und Traga sind tot, aber noch manchmal mögen ihre blutigen Schatten die Träume ihres Nachfolgers beunruhigen. .Nach einem vorübergehenden allgemeinen Stillstand in den militärischen Operationen auf dem Kr iegsschauplatze in Ostasien hat jetzt die japapisri^e Offensive gegen Mukden mit frischen Kräften eingesetzt. Marschall Ovama treibt die Kosaken Rennenkamps, Ssamsenows und Mischt schon kows, obgleich diese durch Detachements von Infanterie und Artillerie verstärkt sind, vor fich her auf Mukden zurück. T4e japanische Kavallerie greift bereits um beide russische Flügel herum und streift mit Patrouillen bis in die Gegend von Tienling. Tste Armee Kurokis ist in der Gegend von Danjapusa und Poensihu. Ihre Vortruppen ind auf dem Wege nach Fufchuntscheng und Fulm vorgeschoben. T«ie beiden anderen japanischen Armeen stehen noch bei Jentai und den Kohlenberaworken. Russische Kavallerie und Arttllerie, unterstützt durch Infanterie, hält beide Seiten des Hunho besetzt. Eine starke Abteilung russischer Kavallerie fleht an der Straße von Mulden nach Pomsihu. Es herrscht intensiver Frost, nachts liegt schon Schnee, jedoch nicht tief. ~ Aethur >^hölt sich über alles Erwarten lange. Sewst m roklo glaubt man nicht an eine baldige llebergabe des Platzes. Rian sck^int, was die Einnahme anbetrifft. Über» «nxyt zu einer resignierten Auffcrffung gelangt zu sein. Aus lieberer Quelle will man allerdings wiflen, daß General Stössel anfangs November mit seiner ganzen Munition fertig sei. Tie jermanenten Werke sind entgegen früherer Annahme durchaus turmftei, und daher müffen an mehreren Stellen gangbare Breschen erst gefckwfsen werden. Auch befinden sich innerhalb der permanenten Werke zahlreick^e gute bombensichere Hohlräume, sodaß die Vertewiger nur bei ihren wiederholten Ausfällen Verluste er- toten, aber nicht bei den eigentTM>en Verteidigungskämpfen. In Tsingtau weilende Nufsen erklären, daß vor kurzem mehrere Vorratsschiffe mit Proviant, Munition und Arznei- Mitteln m Port Atthur eingetroffen feiern Ein neuer An- grtff auf Port Arthur begann am 19. September und wurde am 20 fortgesetzt. Gerüchten zufolge, die bisher nicht bestätigt sind, ollen Ine Japaner einige Erfolge gehabt haben. Tie Beschießung der Lotadt am 19. Septcunber wurde um 3 Uhr morgens begonuen mid dauerte eine Stunde. Bei Tagesanbruch steigerte sich das Dombaichement zu einer Heftigkeit, lvie sie nie zuvor erreicht wmDe. In Talni flirrten sämtliche Fensterscheiben. Die Beschießung wurde in der Nacht vom 20. September in heftiger Weise ort-gesetzt. Nach einer Meldung aus Tschifu gelang' es zwei europäischen Zivilärzten, nacht» Port Arthur zu erreichen. Sie brachten Tesinftktiousmtttel mit und besitzen eine eigene Tes- ^^ktionsmethode, die in Port Arthur durchführbar ist ZS. l e r a ford-rt indes zahlreiche Opfer unter der Zivil- und Milctarbevolkerung. Aer Mng. Kriminal-Rommr von O. Elfi er. Nachdruck verboten. 1. Kapitel. Freigefprochen wegen mangelnder Beweise! —- Schwer fiel seine Stirn in die geballten Fäuste, die sich wit den (llcnbogen auf den Tisch stützten, und so saß er eine amr^e Welle da in dem stillen einsamen Zimmer, dessen Schweigen das emrönrge Tiftak des großen Regulators an der Wand über dem ^l-reibttsch noch mehr hervorhob, noch vertiefte, noch un# jeimiwr machte. Von draußen flutete der goldene Sonnen- schcm des Herbstes durch die offenen Fenster und umgab die zu- sammengesunkcne Gestalt des Mannes wie mit einem Glorien- fri)ein, wie mit einem durchsichtigen, aus goldenen Sonneu- straUen gewebten Mantel. Zn,^ilen vernahm man einen fernen Ton, wie das Klingen einer >L>enie, das Klirren einer Kette oder den lauten Ruf eines Mannes, der die Pferde zum Zickhen anhxibt. Dann war alles wieder still — lautlos still — nur die große Uhr tiTte unaufhalt- far5 . weiter — ttk — tak — tif — tat — langsam und bc- dachtig^ als wäre sie sich ihrer Wichtigkeit, in dieser lmttlvsen Totenstille das einzige gleichsam ledende Wesen zu sein, bewußt. Plötzlich ertönte aus der Ferne das lustige Lachen und Kreischen junger Mödcheu: und der einsame Mann in dem einsamen Bimmcr fuhr empor und starrte mit wilden ?lugeii in dem 3immer umher, cllS habe das Lachen ihm gegolten, als habe dieses luftige 9neben und Reifen ityn verhölmen wollen. Konnten denn die Menschen noch ftöhlich fein und lachen nach düsen letzten furclstbareu Wochen?! Konnte denn der GönnenflraM nod) so herrlich strahlen — die Vögel noch so munter ^vitsck)ern und Hüpfen — der Himmel in solch tiefem Blau schimmern —i der grüne Wald — die goldenen Felder — — Wie versickx' t wird nationalen w i f f e n f er habe die K c u u t n schlcri>ts der Kindc Nähere An-axilx n hierüber Spruch: „29er frohen Mutes kommt mb tvillkvmnwn sein." Am Cirvgang sen und den öcnniidytci Vorfälle benachrichtigt. Kleine Mitteilune der Gewerbe Müh'u"; der Sparkasse : „ZinstragendGeld ist angenehm; Zins zahlend Geld ist unbequem; doch beides hier in einer Hand wirkt fruchtbar fur'n Gewerbestarrd; das Stübchen, wo die alten Gewerbevereinler chren Skat spielen: ,/ÄLends beim Schöppche hier auf 'em Treppche, so bis um Uhr eins, das is was sein's^ die Polizei: „Tas Auge des Gesetzes wacht, drum lärmet nicht um Mitternacht." Schließlich die D r u ck e r e i : „Was sich begibt in Ost und West, zu Land und Meer — hier wird's gepreßt. Doch klug dünkt irtfe- der Zeitungsmann, der auch von manchem schweigen kann." Die sonstigen zahlreichen Sprüche al?, die mehr den Einheimischen verständlich sind, mögen unterbleiben. An dem Schulgebäude erhebt sich ein Aufbau von mächtigen Fahnenmasten, mit Tannengrün verziert, mit der Aufschrift: Ausstellung der Arbeiten. Das', ganze Schulhaus ist geschmackvoll mit dem hessischen Wappen und Tannengrün geziert. Im Schuthause selbst sind in 7 Sälen die Arbeiten ausgestellt, über die weiterer Bericht folgen wird. Die Stadt selbst ist reich geflaggt und dürste wieder reicher Besuch zu erwarten sein. ’ •cf-rif-.'en Hochschule Wiener und Sonne wurde eröffnet durch einen ,,Gewerbeans- komponiert und dirigiert vonGe- * Berlin, 25. Sept. Samstag nacht brannte das KulijsenhauS des Lessingtheaters nieder. * Coblenz, 25. Sept. Hier ist eine Familie von vier ntralstelle für die Gewerbe Regierungsrat esebulrat Meyer, Gewerberat Reuther, die stellnngsmarsel Endres- Jabba. Die Heneralversammlung des Laudesgewerbevereius. W. Nidda, 24. Sept. Ob Prinzessin Luise eintreten. Nachbarstaaten. AuS Mainz, 24. Sept., schreibt man: Nach den offiziellen Aufzeichnungen deS ftädtt- chen Konttolleurs über die Einnahmen und Ausgaben der Theaterdirektion (Steinert in der Saison 1903/04 erzielte Steinert, außer den Ergebniffen der Aufführungen in Worms und Bingen, einen Reingewinn von 22 82 6 Mark. Die Einnahmen betrugen 222 180 Mk. und die Ausgaben 199 354 Mk. Es ist also kein schlechtes Geschäft, Theaterdirektor in Mainz zu fein. — Frl. Helene Schröder, eine junge Sängerin der Frankfurter Oper, ist plötzlich in einem Alter von 20 Jahren am Herzschlag gestorben. Frl. Schröder wohnte in einem Hause der Praun- heimersttaße neben den Wohnräumen des bekannten Schauspielers Max Bayrhammer. Als am Samstag früh das Dienstmädchen vergeblich klopfte, ließ Bayrhammer durcht einen Schlosser die Tür öffnen. Helene Schröder wurde^ toe in ihrem Beite gefunden. — In Ettingshausen stürzte der Landwitt Kühn in seiner Scheune von der Leiter in die Tenne und brach ein Bein. Daß Herr Ruhstrat wahrend seines Urlaubes von bein Umfang der gegen ihn gerichteten Angriffe nichts erfahren hat, ist merkwürdig genug, da die gesamte deutsche Presse wiederholt darauf hingewiesen hat. Der Landtag wird jetzt erst die Ergebnisse des netten Prozesses abwarten müssen, ehe er zu der Angelegenheit Stellung nimmt. Der „Residenzbote" setzt übrigens trotz der Verhaftung feiner beiden leitenden Redakteure den Kampf gegen ben Minister Ruhstrat fort In seiner letzten Ausgabe teilt das Blatt mit, Btermann habe den Minister wegen Meineides bei der Staatsan waktscha ft an gezeigt und von dieser die Erhebung der Anklage auf vwurrv zuverlässiger Zeugenaussagen verlattgt. lieber die Verhaftung Mernranns teilen dre „Nacyr. für Stadt und &rnb" in Oldenburg mit: Wegen der Schwere des Falles ttnirbc Fluchtverdacht angenommen und zotet* * mann, der km Begriffe stand, heute morgen mit ferner Familie nach Hamburg abzureisen, angeblich zu einern ^er* wandtenbesuche, verhaftet. Rach seinen letzten Aussagen sucht er den kommenden Ereignissen mit Ruhe entgegen'; er will für alle Behauptungen imanfichtbarc Zeugen haben. Biermann hatte sich bereits von hier ab- und nadu Bremen hin gemeldet. Er beabsichttgte, seinen Wvhnsch dorthin zu verlegen und fein Blatt dort herauszugeben, um damtt dort "bei Gericht zuständig zu sein und den hiesigen Gerichten zu entgehen, was nach Beschränkung des ^genannten fliegenden Gerichtsstandes' der Presse mit der Vetleg- nng des Hevansgabeortes der Fall gewesen wäre. komponiert und dirigiert vonGewerbelehrer l köpfen und ein bei der Familie in Stellung befindliches Der Willkommengruß wurde durch ein vonlDienstmädchen nach dem Genüsse giftiger Pilze schwer der Grosst ‘Jtoarf, l Profess o erkrankt. An dem Aufkommen des Dienstmädchens wird gezweifelt. • Leipzig, 25. Sept. Gestern nachmittag erschwindelte ein angeblicher Graf Wedel aus Braunschweigs mittels gefälschter amtlicher Urkunden bei einem Bankinstitut Wertpapiere in der Höhe von 24 000 Mk. Aus die Ergreifung deS Verschwundenen ist eine Belohnung von 1000 Mk. ausgesetzt^ • Neapel, 25. Sept. Die Tätigkeit deS Vesuv nimmt; weiter fortgesetzt zu. Es werden durch starke Explosionen eurige Stoffmassen zu bedeutenden Höhen emporgeschleudett^ Beim oberen Bahnhof der Drahtseilbahn ist durch auS-> geworfene glühende Massen ein Vorrat von Holz in Brand geraten. Der oberste Bahnhof steht in Flammen. Aus dem Atrio del Cavallo wurde ein Steinblock von 18 Tonnen Gewicht geschleudert. Fortwährend fließen Lavaströme aus. Die Bevölkerung am Vesuv ist nihig. * Bozen, 25. Sept. Der Prager Tourist Leopold Kehlhamimer ist von der Löffler spitze am Ahrntal 40 Meter tief ab gestürzt und sch-ver verletzt aufgefunden worden. * Petersburg, 25. Sept. In Baku erkrankten an Cholera 19 Personen; 9 sind der Krankheit bereits zmn! Opfer gefallen. * Newy ork, 24. Sept. Bei New-Market in Tennessee ließ ein von Knoxville nach Salisbury in Nord-Karolina abgegangener Personen zug mit einem anderen zusanr- men. Die Magen der beiden Züge, von denen der erstere tarf besetzt war, wurden zertrümmert. Man spricht von 50 To t en und 7 5 Verwundeten. ♦ Herbert Bismarcks Fügen dr o man. Der Tod des Fürsten Herbert Bismarck weckt die Erinnerung an ein romantischiks Kapitel aus seinen früheren Mannesjahren. Ende der siebziger Jahre gehörte zu den toncnv- gebenden und gefeiertfiieii Frauen des an weiblichen Schän>- heiten so reicherr Hofes Wilhelms L die Fürstin Elisabeth zu Carolath- um dem Grafen Herbert die Hand fürs Leben reichen zu können. Und um die Welt vor das fait aecompli dieses Entschlusses zu stellen, wählten die Liebenden das offerrkundigste Mittel: sie entflohen beide aus Berlin. Die Aufregung über diesen Mhtlen Schritt war in allen GesellschastskreiserH der Reichs Hauptstadt ganz ungeheuer — in die Bismarcksche Familie schlug er mit der Gewalt einer Bombe ein. Der Zorn des Kanzlers soll, wie Zeugen jener Tage versichern, unbeschreiblich gewesen sein. Und als sein Sohn ihm nun von Italien aus das Geschehene sozusagen auch offiziell meldete und ihm seinen Willen erklärte, die entführte Fürstin zu ehelichen, verweigerte er hierzu nicht nur seine Einwilligung, sondern setzte alles in Bewegung^ um ihn zum Aufgeben seines Vorhabens zu bewegen. Lange widerstand Graf Herbert, aber endlich gab er dem energischen Drängen des Vaters und den flehentlichen Mtten der Mutter nach Er trennte sich von der Fürstin. Diese hatte viele Jahve unter dem Zusammenbruch ihres erträumten Glucks schwer gelitten, bis sie die untere Ruhe wiedererlangte. Daß sie dem eisernen Kanzler, dem Zerstörer ihres Glückes, tttcht gerade freundliche Gefühle entgegenbrachte und hiervon, wenn sich die Gelegenheit bdt, auch kein Hehl Mächte, kann weiter nicht verwunderlich erscheinen. Sie lebt jetzt, teilweise gelähmt, in Venedig. Wie sie, bewahrte Graf Herbert Bismarck lange Zett ihrem kurzen Liebesrausche ein treues Gedenken, bis der Lauf der Zeit es wohl auslöschte. Als er dann, viele Jahre spater, die jugendschöne Gräfin Margarete Hoyos als Frau heimgeführt hatte, entdeckte diese, so erzählt man, einst in irgend einer .Rumpelkammer ein Bild der unglücklichen Fürstin Elisabeth. Sie nahm es und ließ es in ihrem eigenen Zimmer aushängen, wo es jeder Besucher seitdem sehen konnte. Ein schöner Zug weiblicher Güte und Hochherzigkett. • Zur Angelegenheit der Prinzessin Luise von Ko bürg wird Über eine Audienz, die Prinz Philipp von Koburg angeblich beim Kaiser von Oesterreich hatte, gemeldet: Der Kaiser behandelte den Prinzen weit ungnädiger als seinerzeit die Prinzessin. Nach der Audienz^ sprach sich der Kaiser in dem Sinne auS, daß er als Offizier sich verpflichtet fühle, einem unschuldig Verurteilten feine Ehre wiederzugeben, und daran denke, Herrn Mattasiisch auf dem Wege der Abolition vollständig zu rehabilitieren. In der Umgebung deS Kaisers sollen jedoch Bedenken gegen einen solchen Vorgang erhoben worden sein mit der Begründung, daß eine Abolition eine Diskreditierung der Militärjustiz bedeuten würde. Der Kaiser soll diesen Bedenken insoweit Gestern abend fand im großen Saale des „Gambrinus" für die bereits erschienenen Mitglieder des Landesgewerbevereins ein Begrüßungsabend statt. Eine zahlreiche Ver- samrntura Einheirniicker hatte sich> eingesunden; auch zahlreiche ar -'- "irttge Gäste waren bereits anwesend, z. B. von Die Vorbereitungen zn der Generalversannnlung des Landesgewerbevereins sind beendet und ist alles zum Empfang der Gaste aufs schönste hergerickttet. An dem Bahnhof empfängt sie der Spruch.- „29er frohen Mutes kommt herein, soll lieb hier und unllkommen sein." Am Eingang der Bahnhoflstraße erhebt sich eine mächtige Ehrenpforte, gebildet aus einem halb geöffneten Zirkel, deren Schenkel jeder 9 Meter lang sind und einem oben angebrachten -mächttgen Wttck^l, die Ztrkelführung enthält auf der Bahn- bofssette den Spruch: „Seid willkonrmen tm gastlichen Nidda!" unb auf der Stadtsette den Spruch: „Gott segne das ehrbare Hmidwerk". Das Ganze ist mit Dannengrün und Fahnen geschmackvoll drapiert. Etwas Ori girrelles, was wohl noch bei keiner derartigen Gelegenhett gemacht worden ist, sind die längs der Hauptsttaße an jedem Hanse, angebrachten, auf die Beschäftigung des Besitzers bezüglichen Sprüche nebst beigegebenen Mgnetten. So am Hanse eines Lehrers: „'Ausübend lehre, nachahmend lerne." Ein photographisches Atelier schmückt folgender Reim: „Gar herrlich ist die Kunst der Type, insonderheit für junge Liebe: wünschst Dir Dein holdes Konterfei, hübsch freundlich, bitte: eins, zwei, drei!" Nebenarr hat ehr Tierarzt folgende Widmung: ^Gar wohl geordnet ist der Staat, wo eifrig sorgend früh und spät die Wächter der Gesundheit sehn, selbst auf des Rindviehs Wvhlergehn." Einem Schuster wurde folgendes gegeben: „Schuster sind was derb/ doch ehrlich und der Menschhett unentbehrlich, müssen auf dem Lauf stets halten, so die Jungen wie die Men." Einem Sattler: ^Sattlerzunft wttd fröhlich blühn. so lang sie darf vom Leder zieh'n und ohne Kriminal zu leiden, aus fremder Haut darf Riemen schneiden" Einem Spengler: „Blech zu schmieden, bied're Kunst, Blech zu reden, Narrenkunst." Einem Barbier: „Mein Geschäft ist ernst und nicht zum Spaßen; wer zu mir kommt, muß Haare lassen; nur den Kahlkopf und, das Milchgesicht kennt man in diesen Hallen nicht." Einem Schneider: „Die Nadel ist nicht minder wert, als in der Schlacht ein schneidig Schwert." Einem Hntmacher: „Und sei der Kopf auch noch fo hohl, ein seiner Hut steht doch ihm wohl" Einem Metzger: „Manch Kälblein muß sein Dasein enden, um Atzung für das Fest zu spenden." Einer Modistin : „Mode wechselt wie der Wind, ,,b e h u t'" Dich wohl mein schönes Kind." Das Forstamt hat folgende Ausschrift: „Einst rannte mich im dunklen Tann am Jagdspieß mancher Eber an; jetzt sitz' ich hinterm Schreibtisch hier und fang' die Sau mit Löschpapier." Einem Arzt wird zugerufen: „Dottors Kunst verjüngt uns wieder, heilt Rheuma, Krampf und Gicht, repariert zerbrochfne Glieder, nur gebrochene Herzen nicht" und dem Apotheker: „Manch' würzig Säftlein braut man hier, doch sst's kein Wein und ist kein Bier; au cf); dreht man hier irrt Stillen ganz wirkungsvolle Pillen. Doch wer das Stöff- lein schlucken muß, für den sst's meist kein Hochgenuß." Einem Postboten: „Ob heiß, ob naß, ob windig, den Postbot' schreckt es nicht; stets höflich, prorript und findig, tut"treu er seine Pflicht." Noch seien angeführt die 'Aufschriften der Gewerbeschule: „Kunst und Gewerke, des Volkes Stärke"; fener des Lokals des Gewerbevereins': „Heimstatt bist Du ihm geworden, dem rastlos strebenden Verein; laß gastlich deine trauten Pforten ihm künftig auch geöffnet sein, auf daß er wirke taten kühn allzeit für Aus Stadt und Land. Gießen, 26. September. - Vom letzten Manövertag des 18. Armeekorps. AltS Gießen, Butzbach, Lich, Grünberg, Hungen und den umliegenden Ortschaften wohnten große Menschenmengen dem Gefechte am Samstag bei. Wie in der vorhergehenden Nacht, hatte wieder von jeder Division eine Infanterie- Brigade Biwak, die 41. Brigade (87er und 88er) und die 49. Infanterie-Brigade (115er, 116er). Vorposten-Biwak hatten die Regimenter 115 und 87, daß zuerst genannte bei Bessingen-EttingShausen, letzteres bei Albach-BurkhardSfelden. Die 116er biwakierten am Heffenbrückerhammer bei Wetter- eld, die 88er bei Reiskirchen, beide als Vorpostengros. Nach dem Schluß der Manöver rückten die Infanterie-Regimenter nach den Bahnstattonen Gießen, Lich, Butzbach, Lang-Göns ab, um dott die Bahn zu besteigen. In etwa 30 Extta- zügen wurden die Truppen über Sranffurt in die Garnisonen befördert, während die llavallerie und Attillerie über Friedberg, Frankfurt, Homburg heimmarschierte. In Gießen wurden am SamStag abend die Regimenter Nr. 87, 88, 80 und 81, das Pionierbataillon Nr. 21, die Festungsartillerie Nr. 3, die Unteroffizierschule Biebrich und die Koblenzer Telegraphenabteilung m neun Extrazügen verladen; der letzte ging mit den 81em um 9.30 Uhr ab. Mit Ausnahme der 81er, die in mehreren Wirtschaftssalen aßen, wurden die Truppenteile in einer eigen« erbauten großen Feldküche nahe dem Bahnhofe gespeist. In acht großen Refietn bereitete man die Speisen zu. Die Lagerplätze der zirka 5000 Mann an der Klmikstraße und ^Schönen Aussicht^ waren von Tausenden von Menschen besucht, besonders interessant war das .Löffelbegraben" der Reserve- lente. Die schönen Weisen der Militärkapellen wechselten mit dem Gesang der Reservelieder. Eine solche Menschen- maffe auS nah und fern, ein solche« Treiben hatte man seit Jahren nicht gesehen, viele Burean«, Geschäftsräume, Fabriken waren geschlossen und auf den Baustellen wurde die Arbeit eingestellt. Die 115er, 117er, 118er, 168er wurden in Lang-GönS, Lich, Butzbach verladen. Um 1 Uhr traf daS hiesige Regiment in den Kasernen em; die drei Bataillon«- sahnen wurden mit klingendem Spiel nach der Wohnung de« Regimentskommandeurs gebracht. Die Manöver find beendet und »Reserve hat Ruh^. Die Infanterie-Reserve wird heute, die Kavallerie- und Artillerie-Reserve am 30. September entlassen. Die Reservisten des 116. Regiments wurden heute früh V28 Uhr unter Borantritt der Regiments-Kapelle nach dem Bahnhof geleitet. § Herchenhain, 23. Sept. Gestern wurde zum Bürgermeister der Landwirt Heinrich Komp mit 65 Stimmen gewählt. Der langjährige Bürgermeister und Landtagsabg. Weidner, welcher 27 Jahre an der Spitze der Gemeinde stand, erhielt keine Stimmen. Der Wahlsieg wurde in den beiden Wirtschaften Adolph unb Reuning Wttv. tüchtig gefeiert. Dem Neugewählten wurde ein mächtiger Ehrenbaum gesetzt. ? Ober-Seemen, 23. Sept. Der Schottener Dekanatsbote wurde gestern rm Walde von einem Hcmdwerks- burfchen angefallen. Der Sttolch entriß ihm den Regenschirm, schlug, als der Angegriffene sein Messer zog, mit einem dicken Knüppel ihm mehrmals auf die Hand rmd entfloh. Die Gendarmeriestation in Gedern wurde sofort von dem • Unglücksfälle, Verhaftungen rc. Infolge einer! Gasexplosion im Psarrhause zu Rheydt wurdender Kantor Döring und drei andere Personen erheblich verletzt. Die Explosion entstand an der Badeeinrichtung. — Der Zimmermann Haß aus Ditzumrerlaat in Ostfriesland wurde wegen Blutschande an seinen drei Töchtern verhaftet. — Auf der Insel Ustica, nördlich von Sizilien, wurden durch einen Zyklon mehrere Gebäude zerstört. 45 Personen wurden verletzt, eine getötet. Tntppen und Polizei sind zur Hilfeleistung dorthin abgegangen. — In einer öffentlichen Schule zu Cincinnati stürzte der Fußboden einer Spielhalle während der Erholungspause ein. Zehn Kinder wurden getötet und viele verletzt. — Im Staate Washington hat ein großes Erdbeben stattgefunden, in dem größten See des Staates entstanden zwei Inseln. * Der erste Sch ne e ist int; Riesengebrrge, int Harz tnt$> in Ungarn gefallen. KerichtssacU. M) Gießen, 25. SeO. Bor unserer Strafkammer patte sich am Freitag Wladislaw Messer aus Rußland wegen Diebstahls zu verantworten, der erklärte, er wisse nicht, wie fern Heimatsort heiße. Ter erst 20 Jahre alte Mensch war geständig, ein Paar Stiefel, 1 Hemd und eine Hose aus einem vevsckLossencm Koffer entwendet zu haben, doch behauptet er, der Koffer sei offen gewesen. Der Staatsanwalt bemerkt, er habe sich alle erdenkliche Mühe gegeben, den Angeklagten zu bewegen, seine Heimat anzugebeu, aber vergebens. Er beantragte unter Annahme mildernder Umstände 5 Monate Gefängnis. Tas Urteil lautete demgemäß. Zweibrücken, 25. Sept. Das Pfälzische Schwurgericht verurteilte gestern die Fabrikarbeiter Georg Gumbinger und Jakob Gumbinger, sowie deren Mutter wegen Totschlages bezw. der Beihilfe hierzu, begangen au ihrem Vater, bezw. Ehemann, die beiden ersteren zu 14 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, die Mutier und Ehefrau zu 4 Jahren und 6 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust. Tie beiden Mitangeklagten, die Brüder Alfred und Christian Gumbinger, wurden fteigesprochen. Tte Angeklagten waren geständig. Soldatenmißhandlungen. Tas Oberkriegsgericht der Ostseestation zu Kiel verurtellte auf Berufung des Gerichtsherrn den Kapitänleutnant Engelhart vom Schulschiff „(&u rola" wegen Mißhandlung eines Untergebenen zu 14 Tagen Kammerarrest. Tie erste Instanz hatte auf acht Tage erkannt. — Wegen Mißhandlung Untergebener in 47 Fällen wurde der Unteroffizier Handel vom 34. Füsilier-Regt. in Bromberg in zweiter Instanz zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. In erster Instanz hatte er sechs Wochen Mittelarrest erhalten, weswegen der Gerichtsherr Berufung eingelegt hatte. Ein seltsames Bild von Eheglück bot eine Verhandlung, die das Schöffengericht in Berlin beschäftigte. Auf der Anklagebank saß die junge, schmucke Frau B., neben ihr ihr Ehemann, ein emfacher Mann. Sie war beschuldigt, ihren Mann mit dem Verbrechen des Totschlages bedroht zu hpben, während ihm die Körperverletzung seiner Ehefrau und ihres Bruders zur Last fiel. B. ist seines Zeichens Schmied und glaubte in einen Glückstopf gegriffen zu haben, als seine Frau eine Restauration eröffnete. Tie hübsche Frau Wirtin übte eine große Anziehungskraft auf ihre Stammgäste aus, doch der Mann hatte eifersüchtige Regungen. Er wurde als störendes Element empfunden, als er nach längerem Aufenthalt im Krankenhause als Rekonvaleszent heimkehrte. Er sollle das fünfte Rad am Wagen spielen, wurde aus den Restaurationsräumen in die Privat- wohnung verwiesen und kam sich höchst überflüssig vor Ta ihm diese Rolle nicht paßte, kam es, nachdem er gesehen batte, daß seme Frau sich mehrfach von Stammgästen hatte küssen lassen, zu hefttgen 'ebenen im Lokale, und bei einer solchen schlug er mit einem Stock auf seine Frau ein. Diese empfand die fernere Anwesenheit ihres Mannes als eine Gefährdung und Störung ihres Geschäfts, und eS gelang ihr, den unbequemen Ehemann an die Luft zu setzen. Dieser sann auf Rache und übte diese in nicht alltäglicher Weise aus: Eines Morgens engagierte er -wer Tienslleute und drang durch die Restauratronsräume in das Schlafzimmer seiner Frau, in welchem diese noch schlief. Tie beiden Begleiter postierten sich au der Tür, der Angeklagte stürmte aber nach dem Bett seiner Frau und schlug mit dem Stock auf sie eür. Diese ergriff in höchster Aufregung einen Revolver und drohte ihrem Ehemann, sofort loszuschießen, wenn er sich nicht augenbücklich packte. Tiefe Drohung batte die tragikomische Wirkung, daß die beiden Türhüter schreckensbleich Reißaus nahmen. Als auf den Hilferuf der Frau deren Bruder ihr beisprang, wurde auch er vom Angeklagten gewürgt und gezerrt. Tie Eheleute standen nun nebeneinander im Anklageraum: sie schmuck und elegant, er als einfacher Mann aus dem Volke. Was sie sich an diesem neutralen Otte sagten, waren keine Liebenswürdigkeiten. Der Gerichtshof war mit dem Vetteidiger der Ansicht, daß man es einer Frau, deren Morgenruhe in dieser bedenklichen Form gestött wird, nicht verdenken könne, wenn sie in ihrer Angst und Notwehr zum Revolver greift. Frau B. wurde fteigesprochen. Ten Ehemann wollte der Staatsanwalt wegen der ihm nachgewiesenen Körperverletzungen ins Gefängnis schicken. Der GerichtÄ-of beließ es aber bei einer Geldsumme von 40 Mark. Sport. Prinz Heinrich von Preußen sprach gelegentlich der Lchlußseier der ihm zu Ehren am 19. und 20. September veranstalteten Staffettenfahrt Stuttgart —Kiel ungefähr folgendes: Wenn ich mir einige Worte erlauben darf, so spreche ich der Teutschen Motorradfahrer-Vereinigung meinen innigen Dank aus für die mir dargebotene Ehrenmftgliedschaft, die ich mit außerordentlicher Freude angenommen habe. Mein Dank erstreckt sich auch auf die heutigen Ehrungen, und ich bin erfreut, daß ine Fahrt gut verlaufen ist, dank der Technik und der Zuverlässigkeit der Fahrer. Wenn hier von einem Bedauern die Rede sein kann, so ist eS das, daß von feiten mancher Behörden, wie des großen Publikums dem Motorfpott immer noch nicht das richtige Verständnis entgegengebracht wird. Toch sollen sich die Fahrer dadurch nicht kopfscheu machen lassen, sondern im Jnter- effe der Industrie und des Spotts Geduld üben und den Widersachern mit Freundlichkeit und guten Motten entgegentreten. In bezug auf die Beteillgung der Vereinigung an der bevorstehenden internationalen Konkurrenz im Wettfahren wünsche ich das beste. Tvch^ mögen Sie, wenn Sie nicht die Siege^alme erringen, die Sache nicht zu tragisch nehmen. Es wird immer ein Ansporn sein für neue Wettkampfe, und ich hoffe, daß künftig auch die deutsche Motovindusttie den Sieg davonttagen wird. Indem ich Sie meines warmen Interesses für die Motorindustrie versichere und Ihnen nochmals meinen Dank für die mir verliehene Ehrenmitgliedschaft ausfpreche, bitte ich Sie, mit mir einzustimmen in den Ruf: Tie Deutsche Motorfahrer-Vereinigung Hurra! Nuiversitäts-Wachrichten. Aotde.- Schauspielhaus. Dienstag den 27. September: „Romeo und Julie." Mitt» woch den 28. September: „Die berühmte Frau." Donnerstag den 29. September, abends halb 8 Uhr: „Alt-Frankfurt." F^ftag den 30. September: »Romeo und Julie." Samstag den 1. Oktober: „Der Hochtourist." Sonntag den 2. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: »Im bunten Rock." Abends 7 Uhr: »Im weißer: Rößl." Montag den 3. Oktober: Neu einstudiett: „Tre Karlsschüler." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. 3 l£in JlVFpFATmd nennt man allgemein und mit Recht rklllUvl 11 vUIiU die fett Jahren vieltausendiach bewährte, von den bedeutendsten Kinderärzten empfohlene, an Milde und Feinheit einzig dastehenden und in Apotheken, Drogerien, Parfümette- und Friseurgeschäften erhältliche 111 VFF h n 11VI. S Al fA Myrrholin-Glyeerin Tube 50 Pfg., -iilj 11 UvllH övll0« bester Hautcrsme, nicht fettend. Myrrholin-Puder M. 1 verhütet und beseitigt Wundsein. b1/. Versteigerung. LaMg Mil. nachmittags 3 Uhr, sollen im städt. 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Me Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, find mit 200 Mark gezogen. (Ohne Gewahr.) 42 115 32 33 226 83 308 [1000] 22 [1000] 78 422 [400] 575 684 707 840 77 79 84 89 906 39 47 1124 269 340 77 420 72 75 648 57 83 [400] 891 918 75 2072 290 97 802 14 19 [4001 97 407 19 32 82 [400] 512 [400] 15 48 712 60 953 [1000] 3063 104 23 [400] 71 78 300 [1000] 44 77 451 59 [1000] 71 [400] 76 571 96 [400] 652 776 98 816 913 4011 112 62 96 [1000] 205 28 29 97 [400] 559 [400] 66 627 65 [400] 769 850 57 919 23 [400] 38 [400] 51 5100 31 34 231 32 57 517 59 627 824 69 [400] 79 974 6097 18246 272 76 410 36 59 64 67 76 620 69 [1000] 715 63 802 23 72 77 929 67 7022 192 238 l1000] 42 303 [1000 ] 44 446 79 562 87 663 708 46 870 [1000] 970 8019 65 100 9 36 [2000] 200 47 72 330 32 413 502 20 73 664 715 79 826 916 20 27 61 [400] 70 9109 18 56 [2000] 93 [2000] 285 348 [400] 56 [400] 86 557 80 [400] 88 96 668 79 95 815 [400] 65 83 980 10051 [1000] 68 90 214 47 72 312 57 66 [1000] 550 [400] 617 42 72 780 87 837 55 [4001 91 951 95 11097 [400] 110 [1000] 208 61 405 9 78 561 605 62 79 743 813 [1000] 917 12102 60 88 210 318 22 409 18 39 [1000] 58 67 515 25 61 69 635 52 54 850 75 76 982 1 3013 15 77 80 ß°?L108 31 72 (40°J 233 57 417 58 [400] 84 606 704 23 [400] 826 45 48 79 8669M 35 37 39^ 32 " 229 72 448 55 81 545 679 735 [400] 75 867 15070 140 89 332 43 403 87 99 500 28^400] 32 39 [400] 87 95 707 J7 *1? 9° 92 97 910 16001 16 51 [400] 70 93 94 115 [400] 46 [2000] 87 282 32i 25 37 65 74 [1000] 80 97 458 522 49 [400] 609 20 715 88 56 60 [400] 880 97 913 25 58 1 7016 63 112 [ 400] 81 238 [400] 39 44 [400] 681 706 [400] 45 831 [10001 73 [10001 904 25 26 81 40 239 47 65 [1900] 493 527 80 [400] 648 49 738 65 89 [400] 98 47 [20ö0]^7 992 19042 310 46 [400J 53 l400] 469 531 48 653 [400] 911 « oa 20044 48 123 31 33 235 49 [400] 435 37 [400] 54 56 66 76 84 510 25 89 707 813 19 27 49 [400] 948 [400] 99 21021 62 128 45 78 207 30 tVSL?2-. 43 433 f40°) 69 557 82 751 73 905 [400] 32 22007 [1000] 91 ll000! 265 67 329 79 414 [400 ] 23 [400] 33 53 502 3 12 71 79 715 78 00 300 921 89 2 3045 130 78 213 44 58 [1000] 301 [1000] 88 408 604 708 76 831 04 949 2 4203 38 40 57 86 304 26 [400] 73 526 672 [400 ] 705 8 [1000] 12 25 99 800 [1000] 988 • ™ . 25036 138 258 [400] 369 433 545 608 [1000] 10 815 [400] 53 96 909 43 J*?075 80 (2°00] 174 [400] 84 91 [2000] 96 271 84 [2000 ] 308 37 Sn o9V0 98 t1000] 819 85 903 [400] 4 30 81 27055 84 [400] 107 40 227 34 04 91 307 62 81 92 93 505 79 83 [400] 91 616 56 [400] 97 732 33 80 825 41 79 91 904 [1000 ] 28011 [400] 32 130 32 40 232 93 301 38 Sv?oa5,5J0a 526 27 28 1400] 48 52 56 86 608 26 [2000] 90 718 41 73 943 29080Ä70 ™ 304 16 56 90 490 [1000] 539 51 89 602 16 69 746 000 a 8SJ,0M] 141 316 44 404 98 [1000] 608 777 79 [400] 852 31129 283 [1000J 3l6 51 414 47 [400] 51 56 79 85 [400] 563 86 [2000] 763 800 13 32049 99 109 25 [400] 88 310 547 88 604 21 81 757 869 944 33004 l4°0] 50 58 65 [400] 85 [400] 324 [400] 60 69 [1000] 7888[400] £22 41 l1000! 48 62 [30000] 69 524 73 666 73 82 84 763 817 50 903 25 2 S ®4 W°°] 240 305 [400] 9 93 95 423 531 [400] 617 41