Erstes Blatt. 154. Jahrgang Montag 26 September 1904 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen Schalpratz* 7. Vdresie für Depesche« Än-etger Gteße». Kern sprtchcmlchluß Nr. kl. Nr. LA6 Drfchstnt tLgttch außer Sonntags Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMchev candwirt die Gießener Familien, hlütler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Vrühl'schea Un i verf.-Vuch»u. Dtem- bnidraL 91 Langs. ve»«gspret-r monatlich7b iJK viertel- jährlich Mt. 3.20; durch Äbhole- u. Zwergsleüen monatlich 65 Pf.; durch oiePost Mt.2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen iüt bit TageSnummer bis vormittag- 10 Uhr. ZetlenprerS lokal I2Pf^ auSwärtS 20 Pfg. verantwortlich <üt den poltt und allgem. teil P. Wittko. für .Stadt und Lantw und „GertchtSfaal^: August Goetz, füi den Anzeigenteil: ban« Beck. Die Seutige Dummer rnnfakt 10 Setten. Belgrad, 25. Sept. Zur Krönungsfeier waren hier etwa 40 000 Fremde anwesend. Der Gesamteindruck der Festtage ist nicht ungünstig; alles verlief programmgemäß, ohne Ruhestörung. Der Ordens re gen icbocfy der zumeist den Verschworenen vom Juni 1903 und ihren Freunden zu gute kam, erregt noch immer viel Verstimmung, namentlich im Heere, wo die abermalige Erregung der Zwietracht am g e f ü h r l i ch st e n werden kann. Man hält den plötzlichen Ausbruch einer Mi- nisterkrisis fiTr bevorstehend. Wilna, 25. Sept. Dor Minister deK Innern, Fürst Swiatopotk-Mirskh, früher Generalgouverneur von Wilna, verabschiedete sich heute offiziell. Bei dem Empfange der Vertreter der Presse hielt der Minister eine Ansprache, in der er die große Bedeutung bpr A" Kriea zwischen Japan und Außlaud. Die Belagerung von Port Arthur e, be- — Die Persiflier« ng des „Bürgers ReichstagTabg. Dr. Südeknm, des „Ritters hoher Prinzessinerck, durch Mehring und dessen Spott über SüdekumS »Wonnen des Lackstiefels" und des KravattensportS, der Gigerlwesten und Schnabelschuhe wird, wie der „Nationalztgck aus Leipzig geschrieben wird, erst verständlich, wenn man erfährt, daß der sozialdemokratische Reichstagsabg. Dr. Südekum, der die Schwester des Millionärs und Geh. Kommerzienrats Friedländer in Berlin als Gattin heimgeführt hat, ganz außerordentlich auf die Pflege seines äußeren Menschen bedacht ist. und nach dieser Richtung besondere Liebhabereien entwickelt.! Wie die „Straßb. Post" verrät, harren in einem Spezial- Stiefelschranke nicht weniger als 24 Paar Stiefeln des Augenblicks, wo Dr. Südekum eine Wahl unter ihnen trifft, und ein anderer Schrank in seinem Totlettezimmer ist ausschließlich mit Kravatten gestillt. Kein Gigerl kann auf die Pflege seinec Berson mehr bedacht sein, als dieser — Salonproletarier. I Die „Bert. Pol. Rachr." melden, dem Landtage werde wiederum die Vorlage zur Wohnungsbeschaffung für Arbeiter und geringbesoldete Beamte zugehen, hingegen werde das im Entwürfe bereits veröffentlichte Woh- nungsgesetz dem Landtage kaum schon in der nächsten Tagung zugehen. — Rach der gleichen Korrespondenz hatte die jüngst abgehaltene Besprechung der zuständigen Negierungsorgane das Ergebnis, daß jetzt eine genaue Anweisung zur Ausführung des Paragraphen 13b der Ansiedelungsgesetz- uv v e lle ausgearbeitet wird. — Die Hoffnung auf eine handelspolitische Verständigung mit der Schweiz ist zwar gesunken, aber immer noch nicht aufgegeben, zumal die schweizerischen Unterhändler inzwischen offenbar mildere Anweisungen für di«- weiteren Verhandlungen in Luzern erhalten haben; jedoch faßt man auch hier den Fall ins Auge, daß es ratsam sein könnte, den bestehenden Handelsvertrag mit dec Schweiz zu kündigen. — In gut unterrichteten Kreisen wird nicht bezweifelt, oaß der vom Landtag beschloffene Gesetzentwurf, betreffend die sogenannte Freizügigkeit de§ Fleisches, auch die , Zustimmung der übrigen gesetzgebenden Faktoren finden wird. Ter Entwurf, der om 1. Oktober in Kraft treten soll, be- st stimmt bekanntlich, daß einmal amtlich untersuchtes und ge-st ftempelteS Fleisch einer nochmaligen Untersuchung nicht bedarf. — In der Audienz, welche die Generaldirektton der Hamburg-Amerika-Linie und des Norddeutschen Lloyd beim ReichSkanz ler in Homburg hatten, wurde unter anderm die Frage behandelt, inwieweit durch den neuen Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn der Zurückweisung ungarischer Auswanderer, die mit Fahrkarten für die deutschen Linien versehen find, durch die ungarische Regierung entgegengetreten und auch sonst eine Beschränkung der Tätigkeit der deutschen Schiffahrtsgesellschaften im Auslände verhütet werden kann. — Gegenüber den aus Wiener und G-mundener Welfen- kreisen verbreiteten Blättermeldungen, daß nach der Vermählung des Kronprinzen Verhandlungen aufge- nonrmen würden, die die Vergrößerung Braunschweigs unter einer welfischen Dynastie zum Zwecke haben, erklärt ein Berliner offiziöses Telegramm der „Köln. Ztg.": Keine maßgebende Stelle in Deutschland denke daran, sich auf derartige.Verhandlungen einzulassen. Es lohne sich nicht der Mühe, sich mit solchen welflschen 'Täuschungen ernstlich zu befassen. Rnbererfcitä be- ! weisen diese angeblich von welfischer Seite ausgestreuten Gerüchte, die Familie der Welsen unter die Zahl der Vundes- mitglieder aufzunehmen. Gera, 23. Sept. Auf das Hauptnahrungsmittel der nreisten Arbeiterfamilien, auf die Heringe, die seit 1866 frei ein geführt werden konnten, hat der hiesige Stadtrat joeben eine EingangSabgabe gelegt, und zwar werden für kleinere Füßchen 30, füi Tonnen 50 Pfg. Eingangs- steuer erhoben. Aschaffenburg, 25. Sept. Der Parteitag der deutschen (süddeutschen) Volkspartei nahm ein- stinrmig eine Resolution an, die die Bemühungen des engeren Ausschusses zur Herbeiführung eines Zusammenschlusses der Gruppen der b ürgerlichen Lin ken anerkennt und ihn ersucht, in gleicher Richttrng energisch weiter zu arbeiten und darauf bedacht zu sein, dass für Zusanrmenschlüsse lokaler Natur eine notwendige prinzipielle Grundlage hergestellt wird. Nach einem Referat von Dr. Rößler aus Frankfurt über die sozialen Aufgaben der Gemeinde empfahl Rechtsanwalt Haas-Karlsruhe die Annahme des national-sozialen Partei- Deutsches Reich. Berlin. 25. Sept. Ueber den Aufenthalt des Kaisers rm Elchrevier berichtet die „KönigSb. Hart. Ztg.": Am Dienstag begab fich der Kaiser in einem Kahn inS Jagdgelände. Beim ersten Treiben war kein Elch zu sehen, dagegen hätten beim zweiten Treiben ein Sechs- und ein Zehnender erlegt werden können, was der Kaiser aber, weil die Tiere ihm noch zu jung waren,- abfichtlich unterließ. Etwa um 12 Uhr- kehrte der Monarch zu Fuß nach dem Jagdhause zurück, wo gefrühstückt wurde. Schon um 1 Uhr nachmittags fand das nächste Treiben statt, wobei nur drei Stück weibliches Elchwild gesehen wurden. Aber beim zweiten Nachmittagstreiben brachte der Monarch mit einem wohlgezielten Schuß im Belauf Loye einen sehr starken Vierzehnender zur Strecke. Der Kaiser legte die zu passierenden Strecken im Walde teils in einem Kahn, teils zu Fuß zurück. — Zur Hochzeit des Kronprinzen meldet bie, ,Tägl. Nundsch.": Bestem Vernehmen nach ist ein Termin! für die Vermählung des Kronprinzen noch nicht festgesetzt; zutreffend ist lediglich, daß der Brautstand des Kronprinzen nicht lange währen wird. — Prinz Karl Anton von Hohenzollern, der jur japanischen Armee kommandiert ift, wird übermorgen in Bokohama eintreffen. Programms. Damit habe man gleich einen praktischen Schritt zur Verwirklichung der Heilbronner Resolution getan. Schließlich wurde eine Kommission von sieben Mitgliedern mit der Ausarbeitung eines Programmentwrrrfes betraut. Der Partettagg war auch von Elsässer Demokraten und hessischen Freisinnigen als Gästen besucht. Straßburg, 24. Sept. Dem „Messin" zufolge sind zwischen den Vermögensverwaltungen des deutschen Kronprinzen und der Verwaltung der Familie von Hunolstein Verhandlungen im Gange wegen Verkaufs des Lothringer Schlosses Homburg-Rednngen, das von einem großen Park und viel Wald umgeben ist. Mannheim, 26. Sept. (Privattelegramm.) Die 5. Generalversammlung der badischen Zimmermeister, welche aus ganz Baden gut besucht und zu welcher der süddeutsche Zimmermeister-Verband Delegierte entsandt hatte, nahm gestern vormittag ihren Anfang. Aus der Tagesordnung steht ein sehr umfangreiches Arbeitspensum. bringt, mindestens teilweise, die praktische Lösung eine» vielumstrittenen Frage im Belagerungskriege, die für! Deutschlands F-estungen von großer Wichtigkeit ist: der Frage über den Wert der Emccinten, der geschlossenen Um- Wallungen der Plätze. Port Arthur hatte feine En- ceinte; seine Beststi gungswerke bestanden nach der LcmZ>- seite lediglich aus vorgeschobenen Forts, zum Teil weitaS von der Stadt und dem Hafen, und trotzdem sind alle An- grnffe auf den Platz bisher energisch abgewiesen worden. Das würde gegen Beibehaltung der Enceinten sprechen. Allein es ist anzunehmen, daß die Ruffen die einzclnenj Forts derartig untereinander verbunden haben, daß dis Gesamtstellung einer geschlossenen Befestigung, also einet Eneeinte, gleicht. Zeit haben die Japaner der Besatzung von Port Arthur in reichlichem Maße gelassen, solche Arbeiten auszuführen, und die zahlreichen gewaltsamen Vorstöße der Belagerer würden sich zweifellos gegen etwaige Lücken und schwache Punkte der Linie richten. Da es ferner cheint, daß die Belagerungsarbeiten auf der ganzen Land- linie von Nordosten bis Westen in Angriff genommen sind, o steht denselben eine geschlossene Linie von Forts, chen- und Verbindungswerken gegenüber, deren Stärke biI-< her genügt hat, alle Angriffe abzuweisem , Wenn der &tabt die Kohlen au Sgehen, dann wird es schlimm. Daß die Japaner nicht schon längst auf den Gedanken gekommen sind, die Wasserleitung zu unterbrechen, ist recht auffällig, und da das Port Arthur- Geschwader daran denkt, demnächst auszufaNen, müssen auch noch Kohlen vorhanden fein, wenigstens so viel, um die Kondensatoren-Maschinen lange Zeit zu beheizem Zudem! kann man Brunnen bauen, eine Arbeit, welche die großen Werftetablissements ausführen können — Wegen Wassermangels wird Port Arthur nicht fallen, eher durch andere Verhältnisse, vielleicht durch Mangel an Besatzung, denn die zusammen geschmolzenen Verbände, die nie ersetzt Arden können, werden einst nicht mehr genügen, die werten Werke dauernd zu bewachen und zu besetzen Dann Wägt Port Arthurs Stunde, wie unter solchen .Verhältnissen die jeder Festung, dann kann Tapferkeit den Mangel an Men- schen nicht mehr ersetzen. Vorläufig aber scheint General. Stössel noch stark genug zu sein. Tokio, 25 Sept. (Reuter.) Hier glaubt man, daß die sechs ^orts in der zweiten Verte.idi<7ungslrnre von Port Atthirr genommen haben Seit dem 19. Se^ember ftemt die.Hoffnung auf schleunige Einnahme der Festung immer mehr. (Man darf dieser englischen Meldung ^r lapamschen Hauptstadt ein großes 'Fragezeichen bei- plgen. j?. utci).) Ausland. BrÜssel, 24. Sept. Präsident Stejn wurde von verschiedenen Zeittlngskorrespondeuten irtterviewt. Diese erklären, der Präsident sei sehr gealtert, seine Hände zitterten und er sei sehr schwach auf den Beinen Auf eine Frage des «Vertreters der ^.Gazette", ob es wahr sei, daß er demnächst nach Südafrika zurüchzukehren gedenke, u^u.dort die Anwaltspraxis aufzunehmen, antwortete Stejn bejahend und fügte hinzu, daß seine Abreise im ^anuar erfolgen werde. Dem Vertreter des „Petit bleu" gegenüber erklärte er, er werde in Freibur.g, wohin er heute abreise, seinen 47 Geburtstag begehen und dann nach Paris weiter fahren, wo er mehrere Monate verbleibe, um einen französischen Spezialisten zu konsultteren. | Er werde dann im Januar mit einem deutschen Schiffe seine Reise nach Südafrika antreten und lvahrscheinlich die sterblichen Ueberreste des Präsidenten Krüger nritnehmem Paris, 25. Sept. General Pelloux hat an sein Offttierkorps einen Tagesbefehl erlassen, in frem es heißt: „Ich werde in allem, was wir dem Soldateri schulden, sehr anspruchsvoll sein. Ich fordere Sie auf, die Soldaten zu lieben und §u achten wie ich dies Zeit meines Lebens getan habe. Mr müssen unserer Pfficht gewachsen sein und ich werde alle unwürdigen Offiziere kassieren. Ich werde gegen die Offiziere strenger verfahren, als gegen die gemeine n Soldaten. Hierdurch wird das Ansehen der Armee nicht leiden, sondern gestärkt werden." sonders die der Provinzialpresse, betonte. Er sei stets der! Ansicht gewesen, daß die Presse, die auftichttg den wahren Bedürfnissen der Bevölkerung diene, einen enormen Nutzen fHften könne und die Regierung in ihren schweren Aufgaben unterstütze. Ich war stets ein Freurrd der Provinzialpresse, schl *, der Minister und wenn sie offen, aufrichttg und wohlgesinnt wahre Bedürfnisse zum Ausdruck bringt, werde ich ferner ihr Freund bleiben. In einer Ansprache an die Mitglieder der israelitischen Gemeittde sagte der Minister, , da er mit ihren Bedürfni^en genau bekannt sei, sei er in der Lage, bei der demnächst bevorstehenden Bearbeitung der ernsten israelitischen Frage mit voller Kenntnis an dieselbe heranzutreten. Seiterrs der Israeliten erwarte er, daß sie volles Vertrauen den Regierungsmaß- regeln enigegenbringen. Die Israeliten könnten völlig be^ ruhigt darüber sein, daß er, an die Quelle der Gerechtigkeiten der Seite des Kaisers berufen, darüber wachen werde, daß ihnen immer Gerechtigkeit widerfahre. K i s ch i n e w, 25. Sept. General Dragomirow wird in Kischinew^ ein treffen zur iVerabschiedung von der 14. Division.. Wahrend der Mobilisierung kam es zu Judenhetzen in vielen Teilen des Gouvernements Bessarabier^. Veranlaßt wurden diese antisernittschen Ausschreitungen dadurch, daß jüdische Händler an die Truppen Lebensmittel und Getränke verkauften. Newyork, 24. Sept. Dem hiesigen! ideuffchen Generalkonsul ist ein Drohbrief gegen das Leben Kaiser Wilhelms zugegangen. Ein Paket ähnlicher: Briesschaften wurde in der Straße gefunden. Man befürchtet, daß die Briefe anarchiittschenj .Ursprungs sind. — Nacb einer der „World^ zugegangenen Privatmeld- ung tnt§ den Philippinen haben amerikanische Soldadw 2 50 Moros getötet. Tschifu, 25. Sept. (Reuter.) Ein hier aus Dalnv ein- gctroffener Dampfer brmgt weiter Meldungen über den Eingriff auf Port Arthur, der am 19. b. M. begonnen hatte. Der K a m p f hat überfünfzig Stunden gebauert und Ge- rücnten zufolge zu der Einnahme von zwei ober brei Üa n zu n (I sf o r t s in der Nähe von Kikwansckvm durch T" Verluste der Japaner find veryaltnismamg gering. " " n do n , 25. Sept. Die Blätter veröffentlichen eine Draht- ung aus Tswffu, der zufolg-e die Lage in Port Arthur 6er- zweifelt ser. 4.ic Verteidiger seien auf wenige Tau- Ic.Tt ö a m m e ngeschmol; en. Tie russischen Truppen Wien obwohl fie Wunder der Tapferkeit verrichten, außer Stande die Annäherung der Japaner zu hemmen. A l I e A u ß en s o r t s seien im Bewv der Japaner. Ter japiniscl-e Befehlshaber °S}J?!cnCT(^L bossel nochmals zur Uebergabe ausgefordert. Aänfuer Meldung ift erst recht mit Vorsicht zu genießen. sa In cb.) P aris, 25. Sept. T>n- Hauptzweck des in den litten sagen von den Jatxinern veiausialteten Bombardements von» Port Arthur war die Bewältigun i des Ostibschuitls der Ber- ^ üungSwerke. Bis ' Cni wi>! w war eS den Japanern nicht gtt .ugen von ihren n iipswerlen auS die starken Erlnnas- fiuls au den Trachmt-ugeln so lA'ver zu beschädigen, daß ein ^^?"fturm tm Au M’i auf Erfolg unternommen fonntu ES verlautet aber, bau nährend der letzten 48 Gießen, am 26. September 1904. Betr.: Die Fleischbeschau und Schlachtungsstatistik. Zas Großher)0gliche Kreisaml Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen die in Ihrer Gemeinde ansässigen Fleischbeschauer und deren Stellvertreter auffordern, Freitag den 30. d. Mts., nachmittags 3 Nhr, zu ihrer Instruktion in dem Sitzungssaale des RegierungS- gebüudes — Brandplatz Nr. 9 — zu erscheinen. Die hierdurch entstehenden Kosten find vorlaqSweise auf die Gemeindekaffe zu übernehmen und mit der nächsten Abrechnung der KreiSkaffe zu verrechnen. Sollten die Fleischbeschauer noch im Besitze von Stempeln sein, die nicht der OrdnungSnummer Ihres Bezirkes entsprechen (vgl. Kreisblatt Nr. 67 vom 21. Mai 1904), so haben sie dieselben im Terntin abzuliefern. I. V.: Hechler. Kekanntmachung. Die unterm 19. August l. Js. angeordnete Sperre der Nordanlage, zwischen Damm- und Schillerstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. September 1904. Großherzogliche-' Polizei amt Gießen. I. V: Roth. Ter Aw 34671 sy>r q I ist 5 Jahre) unb Entfermmg aus! dem Heer. 99 * „ Auerbach, 22. Sept. Der piefige Verschöueruugs- imb Kurverein hat es sich außer an bereut auch zur Haupst- 55301 I rnifnnfip Atmrarfif fn+Frrif+in trtii- HufprfPi'ihiinn her ($emcinb denen die Aufgabe ^u fällt, im kommenden Frühjahr die Art zu erhalten, indem sie dann erst ihre Gier in stehendem Wasser ablcgen. Bedenkt man, daß ein jedes Weibchen etwa 300 Eier im Frühjahr legt, so kann man sicht wohl vorstetlen, daß eine Vernichtung der überwinternden einen ganz ge- | waldigen Einfluß auf die Verminderung der Plagegeister Aus Stadt und Land. Gießen, den 26. September 1904. ' deutschen Gesandtschaft. Tokio, 24. Sept. Tie Japaner bescklagnahmten den britischen Dampfer „Crnfader" in der Straße von Tsugara. Tas auf der Fahrt von Oregon nach Wladiwostok begriffene Schiff wurde nach Hakodate gebracht. Die darbenden Japaner. 45416 49700 7 3346, Gewinne von 2000 Mk. auf 5166 643» 10058 15444 18520 18991 19101 26688 33701 37037 40545 42302 43083 51787 •* Hesfisch-Thürin gische Staatslotterie. Bei! ^evichtsrat der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende '$asn* esa'z -01mnc' Gewinne gezogen: 20 000 Mk. auf Nr. 55042, 10 000 Mk. ans Nr. 41073 73624, 5000 Mk. auf Nr. 4181 8559 einfach, aber bequem und wohnlich ausgestattet. In dem Aufenthaltszimmer sollen auch die Unterrichtskurse abgehalten werden, denn der Verein will den Hansbeamtinnen nicht nur Gelegenheit 311m geselligen Anschluß an Berufsgenossinnen in hon Mußestunden und nicht nur Gelegenheit zur Auffindung einer neuen Stelle im Falle der Arbeitslofigkeit gewähren, sondern audh Gelegenheit zur Erweiterung ihrer Kenntnis und Fertigkeiten, insbesondere im Schneidern, dann aber auch in Sprachen u. a. Die Mittel zur Errichtung des Henns hpt der Verein mir langsam beschaffen können, und der Unterhalt der neuen Wohlfahrtseinrichtung ist noch nicht ge- wurden bis zum 22. September abgegeben. |bte Beiden kommen mußten. Es wurde allmälstig ruhiger. (d) Mainz, 24. Sept. Ter 36 jährige Arbcitssoldat Jvsts Ich mache unterm Tisch mit einem Zündholz rasch ~imt und Matbern ans Erlenbaw (Ober-Elsaß) hatte sich heute vor . , , bic yxbi, Fünf Minuten vor Eins. Noch bewegt dem Kriegsgericht wegen Fahnenflucht wuder- ' mondhellen Nacht. Da tauchen hvttern Rückfall, Ungehorsam und Beleidigung zu veranttwrten. fick nicht., drautzm m J Geräuschlos, als Ter Angeklagte, ein alter Bursche, der nur ungern beim Militär oben am Wege zwei Mauke ®c,tal‘en ' ®4nb fie’3 oder dient, wurde in Rastatt im Jahre 1895, wegen Fahnenflucht ob sie schweben wurden, kommen fie naher. Guw ite und Komplotts zu 2V.t Jal-ren Gefängnis verurteilt. Im Jahre ? schleiche zur Ture, die m§ Freie fuhrt, ÄÄSh««TSÄ ”""S. -L“5.S .m J bei der Arbeiterabteilung in Kastel. Am 14. Juli kam er toegen r- obends im Hotel verborgen hatte, um 2 Ut)i' nact)t eines Fußleidens m das hiesige Garnisonslazarett, wo, er fr^n ’ > ’ ? Qimmertüre kommen sollte, um das Gepäck der in der Nacht eine Gelegenhett ausftchte um zu tncmec 2 abÄuboIcn, Mattatich aber begab sich am Abend auf den Flur und imnde vom Stubenältesten Prinzessin aus dcnn ersten Stock aoz«) , ) ' wiederholt aufgefordert, sich in fern Bett zu begeben. In^der- sollte der Prinzessin dis zur -stiege entgegengeben. D b etunbat die Situation ftd) erbcbTKD zu llngrmstcn der gesamte ] Müden Verteidrgumi wnmbcrt Mtte. «n8 der Mandschurei. Petersburg, 25. Sept. Ein Telegramm des Generals SnroPutlm vom 24 Srift. besagt: Vor einigen ^agen trat! plötzlich Kälte rin. die Temperatur fiel nachts bt5 auf emen Wärme. Seit gestern ist es wieder wärmer. Ter Gesundheitszustand der Truppen ist gut. Petersburg, 25. Sept. Wie Generalleutnant ssacharow dem Geuemlstnb unter dem 24. Sept, meldet, traten am 24. Sept, bd her Armee keine Veränderungen ein. London, 25. Sept. Eine Tepescho ans Lunnang mewet, Ohama habe den allgemeinen Vormarsch anbefMen Er erachte seine Streitmacht als hinrrickrivd um die Jxu)|cu - umzingeln, oder in offener Schlacht zu besiegen. | London, 25. Sept. 9Tuv Mukden wird tclemavhicrt. -u Japaner gehen äußerst langsam, nach Norden . MroklS Hauptguartier ist nahe bei Penfiku, unb et hat vor» imb Nodzus Armeen sind imgefaln' bn Jenstn. btn Vorposten finden fortwäbreud C^fcdite statt Tie ralW&en posten auf der östlichen und südöstlichen lynmt zogen fick mehrer Kilometer weit nach Mukden zu zurück. ~ . Mukden, 25. Sept. Tie Japan er haben anl bat Dalingpaß (?), 75 Kilometer jubiMcb Mullun, nach leichtem Gefecht befett. T4e Aussichten, ob ent ernsthafter Angriff bevorsteht, find hier fe^rr geteilt. ^ntrrilY= Petersburg, 25. Sept. 'Tas Armeekorps des.Gewwals Linewitsch mit den Orenburg-Kosaken ist vonW l a dl »oM »ack Mukden gezogen, da der Feldzug nach Korea gegenstands- M (?) geworden i^ In Wladiwostok stellt fick auS M^gel an Sufuhr ziemliche Teuerung am Zucker kostet 55 Kopeken das Pfund, Stiefel find qtrmiif't zu haben. „ Petersburg, 25. Sept. Auf Befehl Kuropatkins ist-General Orlow nach Petersburg zurückberufen und aus der mandschurffchen Llrmee entfernt worden. Wie verlautet hängt diese Bestrafung des Generals nnt seinem Verhalten tn dm Schlacht bei Lianjang zusamnn-n, woer du^b inn ruffffche Armee in eine schwere Gesahr brachte. - Ter Brigad^- general Forning vom KorP-> Orlow nt bei Ktauiang märt, wie man geglaubt hatte, getötet, sondern nur ichwer v c r w u n - ixt worden; die Aerzte hoffen ihn zu retten. seid, schrvM der „M 3ßr.*t Mtnisberiunt in Dorrn-, ftabt hnt die prit dem Provinziardireckbor in Witueseuhett des OberbürgenncisbetV, der Polizeibehörde, des Präsidenten j und der Sekretäre her Handelskammern, mehrerer Tierärzte, Vertreter der landNürts cho stlichjen Bezirks vereine itiw Vertreter der Viehhändler vereinbarte Abändeming der uv- nrellkordnung abgelchnt. Die Viehhändler mcrfcenalfo Mc kommenden Gießener Viehmärkte nicht bciuchen. Man empfiehlt den Viehhändlern den Besuch des ^^U^onstag, ZI. SeDtemver, zu Wächtersbach statt findenden der unter den gegenwärtigen Umständen wahrscheinlich eure erhöhte Bedeutung erhalten wird." *• Der evangelische Jünglings- und Manner- verein Gießen feierte am gestrigen Sonntag nachmittag bet guter Beteiligung von Gasten sein 17. Jahresfest. Der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Schwabe, begrüßte die Er- schiencnen und gab über das Wesen und den Zweck der evangelischen Jünglingsvereine ausführlich Ausschltlß. Er betonte, wie segensreich der Zusammenschluß der Jünglinge zu eincm ^undesb.md- sei in welchem ' I die"Ech^i SchLaken vorzugsweise Haltung, Rat. F^rkbildung mengcrm unv weiieren Wohngebäuden an feuchten Stellen in Kellern, Remisen und Trost und Stühe im Unglück, m der Krankheit, fanden. > überwintern pflegen, so kann man verhältnismäßig Pfarrarntsaffistent Schulze richtete Mahnungen an die ^" seicht ihnen bedeutenden Mbruch tun, indem man die be- weseuden Eltern und die Jünglinge. Pfarrer Schwade fumy treffent)eu Stellen mit Feuer rasch bestreicht und so die noch auS, daß in diesen Jugendbündniffen auch die rechte Schnaken verbrennt. Vorsicht ist dabei natürlich notwendig, Jugendfreude den ihr gebührenden Platz einnehme. Von I UTTt ^icht an feuergefährlichen Orten einen Brand hervor- Jntereffe war der Bericht des Vorsitzenden über die Ver- zurufen. Dieses Mbrennen der Schiuaken wird im kommen- L JÄÄ U wt WS 1902 zahlen die Mitglieder der evangelrschen JunglmgS-! Mittel sewst anwenoen. B ' vereine nur 2 Prozent der konfirmierten evangelischen männ- Frankfurt 25 Sept. Gestern nachmittag stürzte lichen Jugend. Der hiesige Verein hat 26 aktive und 32 lte Sö hn chen des Monteirrs Ehrist, imterstutzende Mitglieder. Auf dem Land standen, so fagte Tcic^ftra^€ 3/ {n Sachsenhausen aus dem Feirster des bter- Pfarrer Schwabe, der Entwicklung der JünglingSvereme faU ten Stockes in den Zementhof und war sofort tot. Im unübettvindliche Schwierigkeiten entgegen. In einigen Städten Hofe produzierte sich ein Italiener mit entern 'M,en. iR stunde es bester In Stuttgart zahlen die VereinSmit- Christ sah mit ihren Kindern vom Fenster aus zu. Mvntags Bib-lstund-, Donnerstag« Sp.el°b«md SamStag« würbe, m aller/ fcinen Schutzbefohlenen Nebetstunde und Sonntag« u. belehrende Vorlage. Sie [)Q't G5 befirtbet StaiferbofCtra&e 14, in demselben Eltern sollten ihre Söhne znm Eintritt veranlassen. Das I Arbeitsnachweis de« Hansbeamtinnen- Programm des gestrigen Iahresfelte« war sehr rerchha tP. „njerqebracht ist, und umfaßt ein Aufenthaltszimmer Gemeinsame Lieder, poetische^niustkallsche und hnmonstgchel cjni Räume, in denen stellenlose HauSbeamtmnen Vortrage wechselten miteinander ab. Der Posaunenchor finben können, sowie die nötigen Nebenräume, I JungltngsveremS hat besonders lebhaft mitgeroirft. I * *• *■ •* Die Feuerwehrleute und andere Leute wurden am Samstag abend irrtümlich aus ihrer Ruhe aufgeschrcckt. ES stürmte kurze Zeit und verlautete, Ecke Steinstraße und Asterweg sei rin Brand ausgebrochen. Als der erste Spritzenwagcn unter der Begleitung einer großen Menge Neugieriger auf dem Wege dorthin war, hörte man, daß der Alarm einem Jrrtttm entsprungen war. Man hatte Biwack- I feuer für Schadenfeuer gehalten. Die Feuerwehrleute kehrten Die zweite Mandschnrei-Armee. Petersburg, 25. Sept. Der Generallommaudant des Wnarr Militärbezirk, Generaladjutant General der Infanterie Gripeuberg, wurde zum kommandierenden General der zweiten Mandschurei- Armee ernannt Aus diesem Anlaß richtete der Kaiser an ihn folgende s Schreiben: Die äußerste ?ln- spamnnrg, mit der Japan den Krieg führt, die von den | iapaniscken Truppen bewiesene Hartnäckigkeit und die hohen I kriegerischen Eigenschaften regen mich an, die Streitkräfte auf bem ^iegstheater bedeutend zu b er-1 mehren, um in möglichst kurzer Zeit entschiedene Erfolge zu Erzielen. Tch kletterte MEabl^ vom ^ ^ sich cm leises Scharren an meiner Xar vernehmen riopT daß nch darunter 404 Männer, 401 Frauen unb 35 Kinder be- ^mab in ben M beo J^Ä^n Pn^bie burfte der Mcwn nicht, da alle Zimmer m diesem Tratte finden, während Über die weiteren etwa 200 Ankömmlinge Rä- über Liie Mauer und kuf auB unb dem brietst waren und auch der Wirt und seine wachsame Schwester ttres n°ck nicht bekannt ift Während ihrer ZnrÜcktt-ltnnst p", ^^te Umgebung. Nrrr nut emer Dnühche und dem besetzt waren »na °ua; °e - g^ann in Rußland ging es den Leuten die ihre aanxe Habe verloren langen Lazarettksttel beklerdet unternahmt er seine Flnchtt ora klcr wohnten. Ich spertte lege oic ~ul uuj Hilfe durch Ueberweisuug von Geldspenden, getragenen Aeidungs- der bayrischen Gendarmerie Dabei steckte er ihm em paar Hundertmarkscheine. 1 sticken, Wäsche, schuhen usw., denn es ist mxb sehr vieles verbracht. Er sollte nun hrerher ttan-porstert nxrden, ftneffinfter die sollte er bekommen, nötig. Bisher haben seine Sammlungen über 4571 Mark ergeben, irin^. Wunsch wurde er vorher TUL^ber verbracht, an bic Nase 1 J syn rte e|nc cmpfinb- doch ift dieser Betrag, da verschiedentlich Geldunterstümmgen nach während der Gefangursseldwebel mlßen Wache hrett. Dott ftteg roenn ec das Gepäck hole. Der Mann mußte e PI Rußland gesandt und KleidungsMcke usw. beschafft worden sind »um Fenster hinaus, kletterte über bte Mauer der ^nb stche Nase haben, denn das Banknotenpapter ließ ihn zu imt gan; verausgabt. Die Kasse enthält gegenwärtig nur noch stEete inj VM) 20üriangjcnu Schreck laut nießen. Doch schlich er wieder laullos 28,07 Mark. L^Tbaten den Flüchtling festzunehmen. Gegenüber den Gen- uuienn . -uaeflüstert — ■ ■" ------ — barmen, die ihn nach Worms verbracht hatten, äußerte er sich zur Ture hmaus, nicht ohne daß cch chm noch z g I I dahin, daß er unter keinen Umständen mehr Soldat bleibe, er I hätte; ^Kerl, du roirft uns doch nicht verraten Haven i «asege bedauerte nur, daß er fein Zündholz gehabt habe, sonst hätte er < ■ Diesen Verdacht teilten sowohl Mattachich als auch =* »“ “ ,«*«.<* ’U.’SS? rat Pns, nur in tuürrEKer Weise Mtmort, cs sei ihm Thormcinn. — .Ja, ja, er wird uns schon verraten yavcn b«.uö vUu; lu-vlr^u 7uuiuve. Kriegsgerichtsrat Brendel benn- roac die Antwort Mattachichs. Wir wußten nccht. ^arn der tragte zehn Jahre Zuchthaus. Ter Angeklagte war bei bicfem s^ann Aurücf, oder waren mk schon umzingelt? Unser Ent- Anträge doch zusammengeznckt, ernridette aber nichts darauf. Tas npfnH. gnpnn (>r xx;&a mehr zurück kommt, so Gericht erkannte auf 6 Jahre Zuchthaus (die Mmdeftsttase schlutz war gefaßt. ,,-lKenn er ntchl mc^r ' "* M ; uvm gehen rote hinauf zur Türe der Prmzefsin, unbekümmert um Der hiesige Berschvuerurrgs-Wächter, und befreien sie. Biegen oder brechen!^ — - -- .—/< —*■***■" Es war eine lange, bange Viertelstlmde. Da endlich, ausgabe gemacht, tatkräftig mit UnterfMtzung der Gememde wicbcr ba§ [Q[r fd)avccnbc Geräusch an der Türe, gegen bie Schnakenplage vorzugehcu; denn es ist dies „ • unb umfing einen Reise- ern Umstand von nicht zu unterschfiiMtdem Interesse für n . * 1 JP r ^ontel Wie ♦* Gießener Biehmarkt. Der Vorsitzende des! unser Gemeimvesen sowohl wie für die gesamte Bergstraße, kosser, em großes Bündel unb emin g • Oberhesscschen Viehhändlervereins, Herr I. Korsch in Als-tWie eine zielbewußte Bekämpfung der Schnake süß war mic btefe Last, btc lch sogleich behutsam aup -oc« nügend gesichert. (Kl. Pr.) Die Flucht aus Bad Elster legte» Der Mann hatte e5 so eilig, bei der Türe hincmSzu- kommen, um daS übrige Gepäck der Prinzessin zu holen, daß er über meine vor die Tür gestellten Schuhe stolperte. Der Lärm, den er dabei machte, ging unS durch Mark und Bern. Aber e§ kam noch ärger. Der Mann, der fühlte, daß jede Minute kostber war, und der je eher je lieber dieser gefährlichen Atmosphäre entrinnen wollte, stieß plötzlich im dunklen Korridor an einen Kasten an. Das Blut gerann uns in den Adern bei diesem schußähnlichen Geräusch. Dann war es wieder still, und bange horchten wir auf den finsteren Gang hinaus. Alles blieb ruhig. Es folgten nun Augenblicke der höchsten Spannung. Nach einigen Minuten hörten wir den leisen Schritt deS Mannes wieder auf der Treppe. Unhörbar wie ein Gespenst huschte er, mit zwei weiteren Koffern beladen, zur Tür herein und berichtete flüsternd: „Die Prinzessin kommt gleich/ Und schon hatte Thormann ein Wachskerzchen entzündet, um au: den Gang hinauszuleuchten. Zu meinem Entsetzen, denn fie wüßten nicht wie ich, daß an den Türen der gegenüberliegenden Zimmer Gucklöcher angebracht waren, durch die leicht der Lichtschein hätte bemerkt werden können. Kaum war jedoch das kurz aufflammende Licht verlöscht, als durch die geöffnete Tür die hohe Gestalt der Prinzestin, das Gesicht mit einem Schleier verhüllt, eintrat. In wortloser, ungeheurer Erregung sanken sich die Prinzessin und Mattachich in die Arme. Lautlose Stille herrschte im Zimmer. Der tiefe Eindruck dieser Szene hielt uns ganz gefangen. Die Prinzessin hatte sich zuerst gefaßt. ,Ruhig, ruhig/ flüsterte sie, alles geht gut, niemand hat mich bemerkt!* Dann setzte sie in traurigem Tone hinzu: „Aber sie werden mich doch wieder gefangen nehmen, diese furchtbaren Menschen." Herr Mattachich führte die Prinzessin zu einem Sessel — es war ja stockfinster im Zimmer — und war ihr behilflich, die Hausschuhe, in denen fie gekommen war, mit Reiseschuhen zu vertauschen. ,Warten wir noch ein wenig/ sagte die hohe Frau, die uns alle an Geistesgegenwart übertraf. Still horchten wir noch einige Minuten auf den Ho' hinaus und blickten prüfend auf den mondbeschienenen Weg. Nichts regte sich. »Nun gehen nnr!" Auf diese Worte der Prinzessin sperrte ich vorsichtig die inS Freie führende Tür auf. Mit dem großen Kleiderbündel und meinem schweren Stock beladen, ging ich voraus, mir folgte Thormann mit zwei Koffern, den Schluß der Expedition machte die Prinzessin am Arme Mattachichs, der das Juwelenkästchen und den Mantel trug. Obwohl der Mond die ganze Gegend beinahe taghell erleuchtete, kamen wir unbemerkt und unbehelligt bis auf den Fahrweg. Ein verspäteter Gasthausbesucher bummelte un§ schwankenden Schrittes entgegen und sah uns verwundert mit unserer sonderbaren Bepackung an. r*3la, wohin denn so früh?" gluckste er. So wanderten wir noch eine halbe Stunde fort, bis endlich zwei Lichter den heißersehnten Wagen signalisierten. Frau Stöger, die darin saß, war vor Freude ganz sprachlos und Freudentränen stürzten ihr über die Wangen herab. vermischtes. * Atlanta, 25. Sept. Die Southern Railway Company gibt bekannt, daß bei einem Eisenbahnunglück unweit Newmarket zwischen 50 und 75 Personen getötet und 100 bis 150 v erletzt wurden. Die Maschinisten der beiden Züge sind tot. Das Unglück wird auf einen Irrtum in Bezug auf die Mus-weichiestelle für die beiden Züge zurückgeführt. * Wo ist die Hebamme? Unter dieser Spitzmarke erzählt die „Elb. Ztg." nachstehende hübsche Grenz- a f f ä r e. Sanitätsrat Dr. D. in L y ck i. Ostpr. wurde früher auch häufig nach Rußland hinubergeholt, wo man ihn namentlich als Chirurg sehr schätzte. Eines' Tages wurde er nach der russischen Grenzstadt Grajewo gewünscht. Die Eisenbahn fuhr noch nicht dahin. Dr. D. kam mit Wagen an die Grenze. Weiter gings nicht. Es war nach 6 Uhr nachmittags, und die Russen hatten deshalb die Grenze mit Schlagbaum und Kette gesperrt. Stoi! rief der wachthabende Straschnrk. Kein Fuhrwerk darf hinüber. Der Doktor zog seine Legitimation hervor, in der auf deutsch und auf russisch angegeben war, daß Aerzte und Hebammen zu jeder Zeit bei Tage und bei Nacht frei die Grenze passieren können. Er reichte das Papier dem Posten, doch der schnauzbärtige Mann aus dem Kaukasus' konnte nicht lesen. Er holte seinen Vorgesetzten aus dem Kordon. Dieser studierte das Schreiben; prüfend sah er zum Fuhrwerk hinauf und fragte: „Gdzie jest babka?" (Wso, i stöie Hebamme?) Dr. Di. gab durch den Kutscher, der als Dolmetscher diente, zu verstehen, daß keine Hebamme gebraucht wird, da er ja zu einem Herrn nach Grajewo fahre. Noch einmal las der Russe die Legitimation und erklärte endlich: ,Menn keine Hebamme da ist, darf das Fuhrlverk nicht hinüber, denn in dem Papier steht: Nur Aerzte und Hebammen dürfen jederzeit über die Grenze; wenn ke,ine HebaMme da ist, daml„paschol", zurück, hol' sie Dir sie." 'Alles Parlamentieren half nichts. Dr. D. mußte nach Prostzken um kehren, er »gab dort einer Frau fünf Dittchen (50 Pfg.), und dafür nrußte sie auf dem Wagen mitfahren. Nun fuhr man ungehindert über die Grenze. zu dem kranken Herrn nach Grajewo. * Die jüngste Manie. Ernährung ausschließlich durch Gras und Wasser ist die neueste Manie in Newyork. Ein Kubaner namens Eusebion Santos hat die Grasdiät aufgebracht, und seine begeisterten Schilderungen der von ihm erzielten Erfolge haben viele andere zu seinen Lehren bekehrt. Sie sammeln täglich in den öffentlichen Parks safthaltige Blätter, die sie verspeisen. Einer der jüngsten Bekehrten, ein 72jähriger Farmer Namens Frank Taylor, sagt, er habe acht Jahre lang an Magenentzündung gelitten, sei jetzt aber durch die Graskur vollständig geheilt. Andere Leute machen ähnliche Mitteilungen. Taylor will auch weiter den ganzen Winter von (Äras leben und nur durch Klee etwas Mbitvechselung in seine Speisekarte bringen. — Guten Appetit! * Ein liebevolles Kindermädchen. Das bei Steuersekretär Pätzold in Glogau bedienstete 15 Jahre alte Kindermädchen Anna hatte sich mit dem seiner Obhut anvertrauten, etwa eineinhalbjührigen Kinde in den Planlagengarten begeben. Dort mißhandelte das Dienstmädchen das kleine Wesen in unmerschlicher Weise, stieß es mehrmals mit voller Wücht an ein eisernes Gitter, schlug es aus den Kopf, versetzte demselben einige Fußtritte und versuchte es an den Haaren in die Höhe zu ziehen, bis das Kind ohunrächhiL liegen blieb und dann in mehrere Stunden andauernde Krümpfe verfiel. Das ohnmächtige Kind wurde zu seinen Eltern gebracht, wo ein sofort herbeigeholter Arzt feststellte, daß das kleine Wiesen eine schwere Gehirnerschütterung, Gehirnblutungen und eine ltn^seitige Lähmung davongetragen hat. Der Staatsanwaltschaft ist Anzeige erstattet worden. Der Zustand des mißhandelten Kindes ist sehr ernst; doch ist Hoffnung vorhanden, es am Leben zu erhalten. Unbegreiflich ist, wie die große Zahl der ^Augenzeugen sich darauf beschränken konnte^ die Handlungsweise hes MnderMädchens nur zu tadeln, ohne diese Person an der Mißhandlung zu hindern und ihr selbst die geführende Tracht Prügel zu verabreichen. Herichtssaak. R. B. Davmftadt, 26. Sept. Die Strafkammer erteilte wiederum einem Streikpoftensteher beim jüngsten Maurer- und Zimmererstreik einen empfindlichen Denkzettel. Der Zimmerer Georg Stuckert von Oberramftadt hatte beim Neubau des „Tarmst Hofes" die arbeitswilligen Zimmerleute mit Redensarten bedroht imb unbefugterweise ein Tor des Neubaues aufgerissen und seinen Genossen die Arbeitswilligen höhnisch gezeigt. Er wurde wegen Nötigung und Hausfriedensbruchs zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt. Handel und Verkehr. Volksmrlschast. Kurse der B ergwerksaktien. Tie Z." meint bei Besprechung der Marktlage, daß die Kurse der Bergwerksaktien auf einen derartigen Standpunkt hinaufgeschraubt sind, daß die diesjährigen Tividenden nur eine mäßige Verzinsung lassen. Diese Ansicht haben wir schon vertreten, als die Kurs- gestaltung infolge der Verftaatlichungsaussichten eine Höhe erreichte, die sich nicht mehr verantworten fieß. — Weiter wird in dem Bericht des rheinischen Blattes geklagt, daß, wenngleich auch der Verbrauch an Hausbrandkohle eine Zunahme erfahre, der Bedarf der Industriellen immer noch viel zu wünschen lasse. Trotzdem aber find gerade zu Schluß der ver- ganaenen Woche, die Aktien der Gelsenkirchener Dergwerksgesell- fchast abermals gestiegen, infolge größerer rheinischer Kaufe. Dieselben wurden damit in Zusammenhang gebracht, daß die Abmachungen für die Jnteveffengenreinschaft zwischen der Gesellschaft, dem Schalter Gruben- und Hüttenverein und dem Aachener Hüttenaktienverein „Rote Erde" nunmehr abgeschlossen sind. — Aus allem ist übrigens immer wieder zu ersehn:, daß die Vorliebe der Privatkapitalisten für Jndustrieaktien nicht im geringsten nachgelassen hat, mochten auch auf gar manchen Gebieten recht böse Erfahrungen gemacht worden sein. Wochenbericht der Kuxen abtei lung des Bankhauses S. H. O ppen h eim er j r., Hannover. Das Geschäft auf dem Markte der Kali- We r t e gestaltete sich in der abgelaufenen Woche recht lebhaft. Von schweren Werten wurden zwar nur Hohenfels und Wllhelmshall zu letzten Preisen umgesetzt. Haideroda wurden dagegen bis 8000 M., Mexandershall bis 6825 Mark, Drsdemona bis 5550 Mk. und Carlsfund bis 7425 Mk. unter mehrfachen Schwankungen in Posten aus dem Markt genommen. Letzttägig zeigte sich größeres Interesse für Johannas- hall, die infolgedessen bis 6100 Mk., und Hohenfels, die bis 7550 Mk. profitieren konnten. Für Heldrungen machte sich am Wochenschluß gleichfalls wieder eine kleine Besserung bemerkbar und wurden hierfür 3925—50.— Mk. mehrfach bewilligt. Angesichts des billigen Kurses zeigt sich für Einigkeit, die im Gegensatz anderen gleichwertigen Papieren bisher wenig gestiegen sind, von anscheinend informierter Seite mehrfach Kauflust. Umfangreicher Verkehr gestaltete sich ferner in Deutschland, die unter großen Umsätzen bis 975 Mk. gewannen. Für Hattorf trat ebenfalls rege Kauflust hervor, ohne daß der Kurs dieses Papieres wesentlich davon berührt wurde. Rennenberg-Aktieu gaben weiter bis auf 1300 Mk. nach, während sich bei Hansa- Silberberg bei etwas besseren Preise» wiederholt Kaufinteresse zeigte. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 26. Sept. (Orig.-Telegr. deL „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 18.00—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata Mk. 18.00—19.25, KansaS Mk. 18.00—19.25, Roggen (hiesiger) Mark 13.75—14.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.50—18.00, Franken- selber Mk. 18,00—18,75, Hafer Mk. 14.50—14.75, MaiS Mk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.00, Weizenkleie Mk. 9.75 bis Mk. 10.00, Roggenkleie Mk. 11.00—00.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ko. Frankfurt a. M., 26. Sept. (Telegr. Qrig.-Bericht deS „Gieß. Anz/). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 501 Ochsen, 205 auS Oestreich, 56 Bullen, 4 aus Oestreich, 777 Kühe, Fersen, Stiere imb Rinder, 4 aus Oestreich, 264 Kälber, 323 Schafe und Hämmel, 1631 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 72—75 Mk„ 2. Qual. 68—70 M., 3. Qual. 61-65Mk.; Bullen l.Qnal. 62 bis 65 Mk., 2. Qual. 59—61 Mk.; Kühe 1. Qual. 69—71 Mk., 2.Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 56—58 Mk, 4. Qual. 47-49 OTt, 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 81—85 Pfg., Lebendgewicht 48—51 Pf., 2. Qual. 71—76 Pfg., Lebendgewicht 42—46 Pfg., 3. Qual. 55—60 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg., Schafe: 1. Qual. 68—70 2. Qual. 60—62 Pfg^ 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 60—00 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58- 59 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qual. 52—55 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh Kälber gedrückt, Schafe und Schweine gut, kein Ueberstand. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. VorauSfichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 27. September: Aufheiternd und trocken, bei milder Nacht tagsüber Temperatur noch weiter ansteigend. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Originaldrahttneldnngeir des Gießener Anzeigers. W. T. B. Detmold, 26. Sept. Der GrasiRegent von Lippe ist heute vormittag gestorben. (Graf Ernst von Lippe- Biesterfeld, Regent des Fürstentums Lippe, war am 9. Juni 1842 geboren. Die Regentschaft geht jetzt wohl auf seinen ältesten Sohn, den Grafen Leopold, geb. 1871, über. Graf Leopold ist mit der Prinzessin Bertha von Heffen-Philippstal- Barchfcld vermählt). Berlin, 26. Sept. Unter dem Verdacht des Kindesmordes wurde die 22 jährige Dienstmagd Jänicke verhaftet. Berlin, 26. Sept. Der bei dem Grafen Arnim in Blumb.erg angestellte Förster Strempel wurde von einem Berliner Wilderer, welchen er beim Zerlegen eines Rehes überraschte, erschossen. Von fcetn Täter fehlt jede Spur. Thorn, 26. Sept. Ein Infanterist ist cm chwarzen Pocken im Ganisonlazarett gestorben. Die Kaserne ist streng abgesperrt; niemand darf sie verlaßen. Von außerhalb kommende Personen dürfen sie nicht betreten. Der Verstorbene ist bei Manöverübungen mit diesseits der Grenze beschäftigten russischen Arbeitern in Berührung gekommen und hat sich dort wahrscheinlich angesteckt. Gleiw ttz, 26. Sept. Die Stvaffannner verurteilte den rüheren Polizeisergeanten Johauu Lepiory aus Gleiwrtz wegen wissentlich falscher Anschuldigung und' Beleidigung jeiuvr VorgeisetztM zu Gefängnis Ttrtb-' ordnete die sofortige Berhasiungl des Verurteilten an. ■ 26. Sept. ®uf der Auffalo-Bcchn fmid ritt Stunden-Rerrneu statt, das Walthour siegreich sah vor Sin-, ncrr und Lawson. ö Paris, 26. Sept. Der Advokat Stimmer, welcher wieder in Paris eingetroffen ist, überbringt der Prinzessin die Friedens-Bedingungen des Prinzen von Ko bürg. Diese Bedingungen erscheinen der Prinzessin jedoch unannehmbar. Der Prinz ist zu Konzessionen auf pekuniärem Gebiet bereit, verlangt aber, daß die Prinzessin in Oesterreich wohnen, sich von Mattachich trennen imd nicht in dem Prozeß, den Mattachich in Berlin gegen Hofrat Pierson anstrengen will, als Zeugin erscheint. Die Prinzessin denkt nicht daran, sich diesen Wünschen des Prinzen zu fügen. Paris, 26. Sept. Einen skandalösen Verlauf nahm das Gordon-Bennet-Rennen der Motorradfahrer auf der Rundstrecke von Dourdan. Es stellte sich heraus, daß die Chaussee dicht mit Nägeln besät war, so daß sämtliche Konkurrenten Reifen-Defekte erlitten und die deutsche und die englische Mannschaft völlig aus dem Rennen kamen. Da8 internationale Komitee beschloß demgemäß, das Rennen zu annullieren. Wien, 26. Sept. ^Dre ßeit* meldet, daß sich bei der Begegnung der Gräfin Lonyay mit der Prinzessin Luise in Paris herausstellte, daß die Gräfin Lonyay jahrelang von der Koburger Partei verhindert wurde, ihre Schwester zu besuchen. Es wurde ihr vorgespiegelt, Luise sei vollständig toll und tobsüchtig. Sie erkenne niemand und würde sich cm ihrer Schwester vergreifen. Ferner erfuhr die Gräfin Lonyay, daß von dritter Hand die Unterschrift der Prinzessin Luise auf Wechseln gefälscht worden sei und daß gerade diese Wechsel vom Prinzen Philipp von Koburg eingezogen und bezahlt worden waren. (Man darf dieser tendenziösen Mädung berechtigte Zweifel entgegensetzen. D. Red.) Vom Kriege. Petersburg', 26. Sept. Ter Entschluß des Zaren, eine zweite mandschurische Armee bilden zu lassen und diese dem Befehl des Generals Griepenberg zu unterstellen, bebeutet einen Erfolg des Statthalters Alexejew, welcher schon längst die Bildung einer zweiten Armee unabhängig von 'dem Oberbefehl Kuropatfine' vvrgeschlagen hatte. London, 26. Sept. Alle während den letzten 2! Stunden aus dem Kriegsgebiet emgetwffenen Meldungen bestätigen, daß Kuropatfin in Mnkden keine Entscheidungsschlacht! annehmen wird, sondern daß er selbst sein Hauptquartier schon bedeuterrd weiter nach Norden verlegt hat. Paris, 26. Sept. „Eaw de Paris" meldet aus Petersburg: Tie Abfahrt des baltischen Geschwaders, nach dem, äußersten Osten werde rurmnehr befHirnnt zwischen dem 6. und. 7. Oktober erfolgen. Ter KvrrespvndeM t^sselben Blattes be-' richtet, daß der Großfürst Nikolajewitsch, ein Vetter des Zaren, znm Oberkommandi er enden in der Mandschurei ernannt werden wird. Alexejew werde diese Stelle nur noch nominell führen. Tschifn, 26. Sept. Einzelheften über die letzten Kämpfe- um Port Arthur berichten, daß der Sturm aus diese Feftung, bet am 19. bS. begann, 50 Stunden gedauert hat. Drei rnfsische Stellungen sowie 6 Forts wurden von den Japanern eingenommen. Am 20. mittags begann! eine heftige Beschießurrg auf die rechte Flanke der Russen. Tie japanischen Truppen drangen gegen die rechte Flanke östlich "ber1 Eisenbahn vor. Das Fort Tschantschijeu wurde nach^ heftigem Widerstande eingenommen, da die Besatzung desselben mir unbedeutend war. Die Artillerie des Forts ^Ku-- ropatki^ beschoß bte Japaner heftig. Trotzdem gingen die Japaner znm Sturm über und nahmen das Fort, welches nordöstlich vom Exerzierplatz gelegen ist Auch die Stellung, bekannt rmter dem Namen Niedriger Hügel, welche bestimmt mar, den Wafserzuflnß für die Russen zu sicheru, wurde von den Japanern rm Sturm genommen. Das Fort Erlantschan, welches gegen bie japanischen Angriffe gesicherter war, als die andern, ist gleichfalls genommen worden. Nachmittags^ bemächtigten sich die Japaner eines neuen Forts, welches etwas! tiefer gelegen war. Während bei Nacht wurde die Beschießnng der russischen Stellungen fortgesetzt. AV der russische Widerstand! etwas nachließ, gingen die Japaner zum Sturm über und! machten verzweifelte Anstrengungen, um den Niedrigen Hügel zu erreichen. Sie schnitten den massenhaft gelegten Stacheldoaht durch und drangen in das Fort ein, welches die Russen trotz ihrer Uebermacht mrfgeben mußten. Die gesamte BesLtznng des Forts ist entweder tot ober verwundet. Petersburg, 2. Sept. Hier verlautet, daß die Armee Kuropatkins in drei Abteilungen gegliedert werden soll, da die bei Lraujang gemachten Erfahrungen dringend die Eftrschafturvg solcher Armee-Kommandos erheischt. Als Armeeführer werden Baron von Meyendorff, der Kommandeur der L Armee, Baron von Bilder fing, der Kommandeur des 17. Korps und Sarubajew, der Kommandeur des 4. sibirischen Armee-Korps genannt. Diese müßten dann in ihren bisherigen Sttllungen als ko-mmandierende Generale ersetzt "werden. — Die Lage vor Mukden.we chs e l t. Bald greifen die Japaner, bald die Russen an. doch ziehen die Japaner vorläufig Verstärkungen heran, sodaß die Schlacht jeden Tag beginnen kann. Es verlautet, daß eine iapanffche Kolonne läncA des Laohe auf Tienlmg marschiert. Der Kiewer Profeffor Pawlowski, der soeben ans der Mandschurei zurückgekehrt ist, schildert den Gesundheitszustand der russisches Aifmee aV ausgezeichnet. Er sagt, Lause des Sommers haben Typhus und Tysseitterve mir in ganz leichter Form geherrsäst. Selten habe die Krankheit einen tödlichen Verlauf genommen. Tiie Verpflegung der Truppen sei gleichfalls gut. — In Wladiwostok aus Pvrt Arthur eingetroffene Personen erzählen, daß der französische Marmo-Attachee de C u- verville >ich am 10. September noch in Port Arthur be- and und wohl auch noch gegenwärtig dort ist Auch der deutsche Nilftär-Attachee v. Gilgenheimb fdll noch in Port Arthur ein. —, General Stössel hat Befehl gegeben, die FortS von Port Arthur, die dunst bte Angriffe der Japaner gelitten haben, zu reparieren und sie in einiger Entfernung zu unterminieren.. Ten Japanern ift es gelungen, bas Fort; Erlantschan zu erreichen, weil durch Spione bte Drähte abge- ckmitten waren, mit welchen die bie FortS schützenden Mineu^ hätten zur Explosion gebracht werden fallen. Vier dieser Spione wurden sofort hing ericsttet.. Telephonischer Kursbericht. 37,0/0 Reiohsftnleihti . . 101.80 8% do. ... 89.60 8V//0 Konsolß . . . . 101.80 3°/o do......89.70 37to/n Hessen .... 100.00 3Vu% Oberhossen . . . 98.70 4% Oosterr. Goldrente . . 101.70 47,96 Oosterr. Silberrente 100.50 496 Uugsr. Goldrente . . 99.80 4O/o Italien. Rente , . . 104.05 47,96 Portugieser . . . 63.70 30/ Portugiesen.....61.75 196 C. Türken . . . Türkenloso 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 47»% Äussere Argentiner 30/0 Mexikaner .... 28.75 41/9% Chinesen .... 90.00 Electric. Sehuckert . . . 118.00 Nordd. Lloyd . • . . 106 75 Kredünktien..... 208.90 Diekonio-KormnandiL . . 191.25 DarrostÄdter Bank . . . 142.00 Dresdener Bank .... 154.90 Berliner Handelsgas. • . 160.30 Oosterr. Staats bahn . . . 138.90 Lombardei; ..... 18.30’ Gotthardhahn.....189.25 Laurahüito . . .... . 251.00 Bochum.....'. . 209.00 Harpen er......215,20 TcndtcM: fest. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. Dom 27. September 1. I. ab bis auf weiteres beginnt Her Auftrieb von Vieh auf dem Viehmarktplatze am jeweiligen -ersten Viehinarkttage um 61/* Uhr vormittag-, am je- weiligen zweiten Viehinarkttage um 7 Uhr vormittag-. Gießen, den 24. September 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B.: Roth. _________________ KM. Wu-M IfluöiD. Wiitelschiile Friedberg. Das Winter -Semester der landw. Abteilung begmnt Mittwoch den 2. November. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Statuten, sowie WohnungSauSweise und Schülerfahrscheine zu erhalten sind. Schulgeld Mk. 25.—. — Aeltere Schüler können als Hospitanten eintreten und desgleichen wie Schüler mit Ein- jahrigenberechtigung die obere Klaffe besuchen. Zroßh. Direktion der Obstbau- und landw. Winterschule. Dr. von Peter. D26/g E. K. 6. V. Wiederbeginn der Proben Dienstag den 27. September. Nene Mitglieder erwünscht. Anmeldung bei dem Vorsitzenden, Pfarrer D. Schlosser. vH/e Schule für höheres Klavierspiel und Vorschule von Minna Körner. Lehrfächer: Gehörbildung Musikdiktat Primarfsta-Singen Theorie der Musik Eleiuentar-Klavierspiel Höheres Klavierepiei (Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten). Mit der Schule für höheres Klavierspiel ist eine Vorschule für die vier ersten Lehrfächer verbunden. Anfang des Winter-Semesters 1904/05: Montag den 3. Oktober. Festsetzung des Stundenplanes: 7431 Samstag den 1. Oktober, nachmittags 2 Uhr. Eine W Hontroll-Kasse „National“ Preis 800 Mart, welche nur 6 Wochen im Gebrauch war, ist Umstände halber untenu Preis wieder zu verkaufen. Offerten unter Nr. 7527 an die Expedition d. Bl. vber 75,000 In? Gebravcb fr HOUBEN'S ^äftSHEIZÖFEN । J.6.H0VBEN SOHN CARL, AACHEN^ Prospecto yahs-Vertreter an fast allen Plätzen^ h . ------— pvsse!dorF1902 - v.silbeme Staatsmectaille JW ß «ebener ! Badeöfen /£ Hochfeine Italien. Trauben in tadelloser, völlig faulfreier Ware wieder eingetrofsen, ja,e/9 p. Pfd. 30 Pkg., cö. ö-Psb.-Killchen Mk. 1.30, ca. 9-Pfb.°Kistchen Mk. 2.30. Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27. Lmdenplat; 12. Kieler BßÄiUe Rollmöpse Ruff. Sardinen Mmachemge Mar. Heringe empfiehlt J. M. Schulhof. Hchte Sicht KückliilSk p. Stück 6 Pfg., p. Tutzend 65 Pfg. [a“/e Gebrüder Berdux Bahuhofftr. 27. Lindenplatz 12. Eininachzuikcr 10 PImid 2.20 Mk. bei L. Steinhäuser 7548 Neuen Bane 17. Stück 6 Pfg., Lardiilku, MmchcriM, Holl. Vollheringe Stück 5 Psg. frisch eingetroffen bei 7557 Ph. Herrmann SelterSweg 33. Telephon 257. Hygienische VcSarssarW (Srotzart. Neuheit Preisliste gratis. Ad.Arras,fRml)titnl2. — ______ 7298) Frisch gekelterten ^epfeSmost empfiehlt g. Noth, Zozelsgasie 9, önoniiför re'sende liöSölZ Damen ■ in» evang. Schwesternhaus, Giessen, Jobannewtr. /. Konsum-Verein Gießeu u. Umgegend. Die LUitglieder, die sich an dem Gemeinsamen Kartoffelbezug beteiligen wollen, sind dringend gebeten, im Laufe dieser Woche ihren Bedarf in die in der Verkaufsstelle aufliegende Liste einzutragen. 7553 Beitrittserklärungen zur Genoffenschaft können jederzeit in unserer Verkaufsstelle Bahnhofstraße 81 erfolgen. Nach Zahlung der Eintrittsgebühr von 50 Pfg. können Waren entnommen werden. Die -luSzahlung der sogenannten Divideude findet nur noch heute, morgen und übermorgen (Mittwoch) in unserer Verkaufsstelle statt. Sonntags ist unser Geschäft nur von 11—1 Nhr geöffnet. Pri» Saorrtrant empfiehlt 7356 J. Hanckel, Schloßgassc 6. Wr AeMmst täglich zu haben in 7461______LonhS Bicrkcller. osMtj BergamottbirnenSPf., Tafel« bim. 12Pf., Kochbirn. 6 Pf. p. Pfd., Zwetschen2.50p.Etr. Aelttrswk-81. Telegramm! Bringe Dienstag in der Schulstraße schöne rhein. Weintrauben lorotc Tomaten, Birnen u.Nüffe billig zum Verkauf. [05558 Anton Schneider, rhein. Obsthänbl. 11 c r I: ii n f v. Ein schöner Baum Pfirsiche billig abzugeben 05549 ______Frankfurter Straße 109. Junger Ziegenbock (Schweizer Raffe, ungehörnt) zu verkaufen. Zicgcn-ncht-Berein Wieseck. Näheres bei Karl Seibert, Rabenauerstr. [05546 Einige ßkdr. lSojskusteine, Herde u. vcfen billig abzugeben. 05552[ S. Elsoffer, Marktstr. 27. WmHtcr ^anöniastn und eine Anzahl Säcke zu verk. 7443] Bahnhofftraße 51, L ^>ür Pumpcnmacher sind alle lj HaudwerkSzcnge, insbesond. große Bohrer rc. billig abzugeben. Änzusehen morgens v. 11—13Uhr 05461 Neustadt 5. irnnf (Ocritdjr Roßkastanien und Eicheln zu kaufen gesucht. 7520________Liebigstratze 19. Kllltofklil! Raufe mehrere Waggons Mag- num-Bonum-Kartoffeln unb bitte um Offerte mit Preisangabe. [7560 Kessler, Gasthaus zum weißen Rotz. 211 vermieten I 6 Zimmer | Bleichstrasse 32 Beletage von 6 Zim. inkl. Badez. mit Gas, großer Bleichplah und Gartenauteil mit all. Zubeh. p. sofort oder später zu verm. 6542 Näheres parterre. 7053] Westanlage 25 (Hinterhaus) 4-Zimmer- Wohnung im ersten Stock mit Zubehör, sowie 2 kl-ine Mansardenzimmer, zusammen oder getrennt, per 1. Oktober zu vermieten. ______________________L. Reitz. 7083] Schone 5-Zim.-Wohn. zu verm. I. Weinert, Neuenweg 9. 6570J Sckstffenbergerweg 12 IV. Stock, 5 Zimmer. Näheres L. Beil, Grünbergerstr. 14,5. 4 Zimmer 05551] Ludwigstr. 35 Wohnung 4 Zimmer, Mans., sofort zu verm. Wiegelpfab 38 eine 4-^simmer- wohnung im 3. Stock per 1. Oktober 04. 6999 Näheres ftranffurterftr. 62, II. 7539[ 4-Zimmerwohmmg im Hinterhaus per sofort zu vermieten_____Südanlage 23, II. 6530] Neuherger. 4-Z.-W. nebst Znb. z. v. 9llih. Wilhelrnstr. 3, III. Schöne 4-Zimmerwohnung mit größerem Garlenanteit per 1. Oktober zu oennietcn. 6537 Näh. Schillerstraße 16, pt. | 3 Zimmer | 6941) S-Zimmerrvohnuug mit Zubehör zu vermieten. Neubau -lstcriveg 19. 6952] 3n meinem Dleubau zwei schöne 8-Zinnnerwohnungen mit Bleichplatz u. a. Zub. per 1. Oft. zu verm. Pflastermeister Hof- manu, Steinstraße.____________ 05508] 3 - Zimmer < Wohnung zu vermieten Riegelpfad 22. | 2 Zimmer | 05536] 2-Zimmerrvohn. sofort zu vermieten Gr. Aiühlgaffe 10. 05484] 2 Zim. u. Küche, neu herg., a.kinderl.Leutez.v. Neuenweg 36. 7101) Kl. 2-Zimmerw. per L Oft. zu verm. pillebrandstraße 1. Verschiedene Bx/el Rstcrweg 9 ist eine Wohnung im dritten Stock (6—7 Zimmer) nebst Zubehör auf 1. Oktober zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei — Zimm. Nr. 15. ____________________ 6549] Irr meinem Neubau Großer Sie in weg 6 find 4-Zimmerwohuuugcu mit Zubehör, dcSgl. Ludwigstratzc 38 eine 6-Zimmerwohuuua nebst Zubehör Per 1. Oktober zu vermieten. Wilh. Seipp, Ludwigstr. 28. 7549) 2 Familienlogis zu ver- mieten. Mäusburg 12. 05542) Kleine Wohnung sofort od. später zu v. Schlllerstr. 29. 05555) KleiiicL LogiS zu vermieten._______Steinstraße 59, I. 05448] Schöne Mansardemv. billig zu verm. Bahnhofstraße 15. 7507] Wohnmig m. Gartenant. an ruh. Leute z. v. Mvnatl. 15 Mk. An den Bahnhöfen 20. Teigler. Uian|ürücuiDoynuug mieten. 7247________Bahnhofstraße 61. 7171] Zivel kleine Wohnungen zu vermieten.Sonnenstraße 6. 7503] Großes Zimmer mit Küche zu oerinieten Walltorstraße 5. Möbl. Zimmer 7556) Gin möbliert. Zimmer zu vermieten. Bahnhofstr. 18. Zu erfragen im Laden.______ 05545] 2 an st. Arb. können Logis erh., a. m. Kost. Bahnhofstr. 20,11. 7514) Gin schön möbl., Helles Zimmer ist zu vermieten. Souucustr. 25. I. H. Fuhr. 05405] Möbl. Zimmer billig zu Vermietern Seltersweg 10. 05400] 1—2 möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermieten. Weserstraße 8, part. 05481] Stübchen mit Bett zu vermieten________Tiefenweg 6. 05515] Einfach möbl. 3immer zu oerm. Asterweg 9, Hof, links. schönes, großes, möbliertes Zimmer zu vermieten [05529 Stephanstraße 29, 2 Treppen. 05401] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Seltersweg 57, III. 05463] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Schulstraße 11, III. | Lftden etc. | I Qxinn SU vermieten. (7563 JjQUvll______Schutstraße 5. 6918) Braudplatz 15 ist Laden (zu Bäckerei ober Metzgerei geeignet) und Wohnung mit zwei großen und 2 kleinen Zimmern per Oktober zu vermieten. Näheres Frankfurterstr. 29. Qdhpn in Wetzlar, Bahnhof-, >4/UVVU straße, per 1. Oktober zu vermieten. Offerten unt 05396 an die Expedition d. Bl.________ 05533) Schöne Stallung unb BurfcherWmmer zu vermieten. Grünberger Straße 39. Installateure tüchtig, selbständig, sofort gesucht. 7551) Earl Graf, Kirchenpl. 15. Mmer, Lagiöhntt niih Sluidlaiiijer ßeiudjt. Birkcnstock & Schneider Lrautfurter Str. 29. 17397 WohunngS-Gcsuch. Ein Arzt fttd)t im Zelitrmn der Stadt per 1. Oktober b. I. eine 3-Zimmcrwohuuug (umnöbliert) mit Vebienung. Off. unter 05531 an die Expcb. b. Bl. Arzt sucht ab sofort für ca. 14 ^age gut möbl. Wohn- und Schlafzimmer mit aufmerksamer Bedienung. Off. mit Preis unter 7554 an b. Exp. umgefrcnbft erb. Mehrere tüchtige Aohrstampfer findeii bauembe Beschäfttgiing bei höchsten Akkorblöhnen in bet Ce- menhvarenfabrif von Jean Deru & Co., Gießen, Westaiilage 31. Einen kiisirohrlegkr u. ^nftaUuteur sucht 7522 L. Schöllchen, Bürbach (Wests.) Tüiht.Malirkrii.Wllrl>eitcr für sofort gesucht. 7550 ______O. Becker, Baugeschäft. Maurer Heiichelheitn. Tüchtige 7545 MttMll.UMiM gesucht. Büttner öe Damm. tzü>ehrere tüchtige Tüncher unb cMurbeitcn fertigt ßartNetz,Weftanl.2b,p. «»8« Kleiöktuiaihttill Kunben an in u. auß. b. Hause. Lanbmannstr. 15. ____________05554____________ w AUciuverkanf "W erstklassiger Waschmaschine zu vergeben. Offerten unter 7559 an bie Expebition b. Bl.________ MbrlivaMMtransMt) Alzey—Gießm gesucht. Offerten unter 05535 an bie Exp. b. Bl. W irtscliaft am hiesigen Platze, unter sehr günstigen Bedingungen per als- balb abzugeben. Gest. Ansraaen unter 7521 an bie Expeb. b. Vl. Bebeutenber Wemgutsbesitzer will in hiesiger Stadt Las1*/» Andschank seiner renommierten Weine (Aus- schankprels 20 Psg. per x/< Ittr.) eröffnen. Inhaber geeigneter Lokale (auch Bier-Restaurants) wollen sich gefl. unt. F. Z. A. 505 an Rudolf Mosse, frankfurl i M. wend. ytioat=5arkl)n bis zu 400 Mk. (im Einzelfalle) gea. LebensversicherungSabschluß unb alsbann Police-Verpfändung an Beamte, Lehrer, Pfarrer und sichere Personen. Diskretion t Koulante und reelle Regelung! Mäßiger ZinsfußI Bequeme Tell- ruckzahlungen! Referenzen! [7558 Anfragen mit 20-Pfg.-Marke unter W. W. 444 hauptpost- tagernb Marburg o./gafyn. Junger Kaufmann sucht per 1. Oktober auf einen Monat 55 Mk. Off, u. M. H. ftadtpostl. [05532 05547] Ein junger Dachshund mit weißem Fleck auf der Brust ist zugelaufen. Abzuhol. Steinstr. 70. 3m Stricken u.Anstricken vonStrümpfrv empfehle ich mich angelegentlich st. StrickgarnclbkflrNvalitäirlll habe ich stets vorrätig. HT Preise billigst. Ernestine Höpfner Grüubergerßratz« tt. Gieren Rfips rtlwr Stadt und Univerlifät 'Bücher, QnÜdihn, Porfralts von drotcitoren. IffHenfleiip Korpo- rotionsbflder, nlie StenrrabAdrer etc.) kauft und «irbUfet Angebote 3. Rickeffdie Ilnlo.-Budihandlunfl, Stehen. 6785