9lr« 200 Freitag 26 August 1904 Erscheint täglich mit Ausnahme des SormtagS. Die „Gießener ZamtlienblStter^' werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der «heiftiche Laudwirf erfcheint monatlich einmal. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Tel eg r^-Mr, i Anzeiger Gießen, RotattonSdruck und Verlag der Brühl'sch«, Wr Unwersttätsdruckeret. R. Lange. Gießen. Zweites Blatt. 154. Jahrgang Gießener Anzeige General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eiehen. bei den Getreide- auf den SS-aii Sbr angekündigten Vortrag in Hessen abljatfcn Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Die unter dem Schweinebestande de§ Jost Lauber II. Breidenstein (Kreis Biedenkopf) auSgebrochene Rotlauf- seuche ist erloschen und die Gehöftssperre wieder aufgehoben. ES erheben nächsten sich zu Vielleicht behält sich auch Schatzsekretär Frhr. v. Stengel vor, auf seine bayerischen Landsleute im Reichstag einzu- vürken. Mit der Möglichkeit einer Erhöhung der Brausteuer muß also auch in Rücksicht auf die parlamentarischen Ver- hältnisie gerechnet werden. Die interessierten Kreise der Bevölkerung werden gut tim, die Angelegenheit im Auge zu behalten und beizeiten Stellung zu nehmen. fchatzamt in Ausarbeitung befindlichen Entwurf berichteten wir bereits kurz, daß er eine andere Veranlagung der Vrausteuer herbeiführen will im Sinne einer die kleineren und mittleren Brauereien entlastenden Staffelung der Steuer. Beschränkt sich der Entwurf auf diese AenderunA dann hat er auf glatte Annahme zu rechnen. Doch man erinnert sich früherer Erklärungen vom Regierungstisch, wonach der Fiskus Steuern brauche, die „zu Buch schlagen", und das seiSn Steuern auf Bier und Tabak. Es gehört also Wohl eine gewisse Naivität dazu, anzunehmen, die Regierung werde die Gelegenheit der Brau- Tagespreisen. Gießen, am 24. August 1904. Großherzogliches Kreis amt Gießen. I. V.: Hechler. auf Weiteres Heu und Stroh — Flegel- oder Maschinenlangstroh — frei Magazin Lich und zahlt bis zu den höchsten mürbe. Dieser Vortrag soll nunmeln, Zeitnngsnachiichten zu Völkische Tagesschau. Die Diersteuer. steht also fest, daß die Vierschlange ihr Haupt und der Reichstag wahrscheinlich schon in der Session mit einer Reform der Br au steuer beschäftigen haben wird. Bon dem beim Reichs- KeKanntmachung. Das Manöver-Proviantamt Lich kaust von KeKanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Georg Ockel, Löbers- h o f 5, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 25. August 1904. Großherzogin! tarnt Gießen. Herberg. KeKanntmachung. Die am 22. Juli L Js. angeordnete Sperre der Neustadt zwischen Tiefeuweg und Bahnhofftraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. August 1904. Großherzoglickies Volizeiamt Gießen. Herberg. ben, nuo bc werden sollen und was das KeKanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Wilhelm Hainer, Grünberger st raße 89, ist die Rotlaufseuche auSgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 25. August 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Mk. 85.50 Weitere Gaben werden gern entgegengenonrmen. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. ** Im Gießener Schlachthaus sollte gestern vormittag ein Ochse erschossen werden. Es war bereits ein Schuß auf ihn abgegeben worden, das Tier war zu Boden gefallen und ein paar Leute hatten ihm bereits den Hals halb durchgeschnitten, als sich das Tier, das man längst für ' ot hielt, plötzlich erhob und in der Schlachthalle herum» raste. Ein paar beherzte Burschen wagten sich indes an das Tier heran und mit ein paar handfesten Korbstricken knebelte man eS und nun konnte es endlich, nach langen Qualen, durch einen neuen Schuß getötet werden. (?) Reiskirchen, 25. Aug. Heute abend gegen 7 Uhr t ü r z t e hier ein 4 jähriger Knabe in einen sehr mangelhaft zugedeckten etwa 7 Meter tiefen Gemeinde-Brunne», wurde aber sofort durch Straßentvärter Geiß lebend heraus- KeKanntmachung. Bei einem Schwein de8 Heinrich Hahn, Leihgesternsr- weg 2 1, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Gehästsperre ist angeordnet. Gießen, den 25. August 1904. Großherzoglw e o.;\eiamt Gießen. Herberg. Ans Stadt und Land. Gießen, den 26. August 1904. ** Stabsarzt Dr. Boßler, Angehöriger der bekannten Darmstädter Familie dieses Namens, ist, wie ron? erfahren, dieser Tage nach dem ostasiatischen Kriegsschauplätze abgereist. Er ist der Begleitung des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen zugeteilt worden. Dr. Boßler 'tand bisher beim Infanterieregiment Graf Barfuß (4. Wests.)! Nr. 17 in Mörchingen, war indes zur Universität Bonn kommandiert. ** Für die Abgebrannten in Herborn sind bei unserer Geschäftsstelle eingegangen: Bereits nm Schluß der Frankfurter Versammlung war Wannt gegeben worden, daß PernerStorsfer den a nach dem Amst''rdamer S^ialistenkongreß fei ft der Re 1 tun geeiter befreit war gewiß einer Uedung wert u sehen bekam, sollte and) Mr pernerstorffer. In den gestrigen Meldungen unserer Korrespondenten aus Offenbach und Darmstadt zum Fall Pernerstorffer waren ein paar Ungenauigkeiten enthalten. Mr geben heute nach )em „Ofsenb. Abendblatt" das Schreiben wieder, das die Offenbacher Sozialdemokratie in Aufregung versetzt hat. Es lautet: Großherzogl. Kreisamt I.-Nr. 36 687 Offenbach (Main), 24. Aug. 1904. Betreffend: Auftreten deS östreichischen Reichsratsabg. PernerStorsfer in einer Versammlung zu Offenbach Der östreichischc Reichsratsabg. PernerStorsfer ist, nachdem ihm durch Verfügung deS Kgl. Polizeipräsidenten zu Frankfurt am Main unterlagt worden war, einen vorher angekündigten Vor trag über die Entwicklung der Sozialdemokratie in Oesterreich \u halten, in der bctr. Versammlung in Frankfurt in demon- t rat in er Weise aufgetreten. Er hat nach der Versammlung einen Offenen Bries an den deutßtmi ReiclHkanzler in ber Presse veröffentlich, in dem er die Politik des Reichskanzlers und der preußischn Regierung in abfälliger Weise kritisiert hat. fteuerreform vorübergehen lassen, ohne zu versuchen, die Erträge aus dieser Steuer zu steigern. Der seltsamerweise öffiziöser Offenbarungen mehr und mehr gewürdigte „Berk. Lokalanz." verkündete zwar, eine Erhöhung der Erträge sei nicht in Aussicht genommen, jedoch „betrachte es die Regierung nicht als ausgeschlossen, daß der Reichstag die neue Grundlage benutzen werlde, um der Reichskasse vermehrte Einnahmen zuzuführen." Das klingt wie Ironie, denn die Volksvertretung kommt tatsächlich in die Zwangslage, für Deckung des finanziellen Mehrbedarfs des Reiches sorgen zu muffen, da dieser Bedarf den aus der Zolltarifreform zu erwartenden, in der Verwendung zum Teil schon festgelegten Ertrag übersteigen dürfte. Neber- dies hat nicht der Reichstag der Regierung neue Desteuerungsobjekte geradezu aufgedrängt, bei der Beratung der Flottengesetznovelle von 1900, also zu einer Zett, da das Reich im Gelde förmlich schwamm? Die Regierung ist in Anbetracht dessen gewissermaßen berechtigt, zu erwarten, daß der Reichstag bei den gegenwärtigen wenig günstigen Fiuanzverhältnissen die Initiative ergreifen und das Mer „bluten lassen" werde, wogegen dann der Bundesrat nichts einzuwenden hätte. Mit berechtigter Erwartung könnte die Regierung besonders auf das Zentrum blicken, das seinerzeit die neuen Flottensteuern anregte und sogar im Entwurf formulierte. Allerdings hat auch das Zentrum die früheren Vorlagen auf Erhöhung der Brausteuer abgewiesen, aber damals war es noch nicht so» ausgeprägt Regierungspartei. Der Zentrumsführer Dr. Spahn erklärte 'ivar dieser Tage in einer Versammlung des katholischen Volksvereins, bezüglich des Tabakmonopols und der Brau st euer stehe das Zentrum auf dem alten Standpunkte, dem'ufolge weiser Sparsamkeit er neuen Steuerprojekten der Vor- W- i" emer am 28. d. M. in Offenbach hn Saalbau abzu- haltenden Volksversammlung stattsinden. Nach der Entschließ- £ ^r^^eV^V^inJfteTium9 des Innern vom 23. d. M. wurde das Auftreten Pernerstorffers in einer Versamm- lung in Offenbach oder an einem andern Ort des Großherzoa- tums nach.Lage der Verhältnisse als eine Demonstration gegen die Maßnahmen der Regierung eines benachbarten Bundesstaates betracht werden müffen die von einem Ausländer nicht geduldet werden kann. ' Hiermit würden die Voraussetzungen gegeben sein, unter denen Pernerstorffer aus dem Gebiet des Großherzogtums auszu-, weisen ist. Wir setzen Sie von dieser Verfügung Großh. Ministeriums mit dem Anfügen in Kenntnis, daß die Ausweisung des Reichsratsabgeordneten Pernerstorfier durch die Polizeibehörde in Vollzug gesetzt werden wird, sobald derselbe den Versuch machen sollte, die angekündigte oder eine andere öffentliche Versammlung zu besuchen. , v. Homberg! Herrn Gregor Schmitt. Das genannte edle Organ der Offenbacher Sozial» demokraten geberdet sich natürlich ob dieser vermeftrt^ lichen „Vervreußun^ Hessens ganz außerm Häuschen. Fn höchsten Tonen gekränkter Leberwurstigkeit wirft es Mib „glühenden Funken freiheitlicher $efnrmmg" blindwütig um sich Das Schreiben des Großh. Kreisrats zu Offen-, bach ist, wie man sieht, in ruhigster und würdigster Ton^ art gehalten. Nichtsdestoweniger sagt das ,FDffenb. Aberll^ Blatt'' ihm nach, die heff. Regierung habe Herrn Pernsrs^ torffer mit der Ausweisung bedroht, falls er „die Frech- 6 eit" (sic!) haben sollte, in Hessen eine öffentliche Ver-- sammlung zu besuchen. Frech ist in Wahrheit nur: diese Fälschung des 'amtlichen Schriftstückes und die auK- drückliche hetzerische Aufforderung zur Ausgestaltung bei? pernerstorferlosen Versammlung „zu einer gewaltigen Demonstration." Fm übrigen unterliegt es keinem Zweifel, dast nach dem berüchtigten Brief Perirerstorffers an den obersten Staatsmann des Deutschen Reichs die Duldung seines öffent^ lichen Auftretens irgendwo innerhalb der Grenzen des Reichs einer Verhöhnung des deutschen Nationalbewußtseius gleichgekommen wäre. Das von der sozialdenrokratischen „Franks. Volksstimme'^ heute ausgehende Gerüchte, die badische RegierunF habe erklärt, daß sie keine Veranlassung habe, das Auftreten P ernerstorffers zu verhinderns scheint uns durchaus unglaubwürdig. Es wird übrigens manchen interessieren zu erfahren^ daß Pernerstorffer ursprünglich östreichischer Mittels schullehrer war, der einst ein glühender Msmarckverv ehrer und Freund und Anhänger des Antisemiten Schönerer war. Kaiser Wilhelm I. war ihm einst die verehrungswürdigste Gestalt des deutschen Volkes und seiner Geschichte. Er war sogar Mitbegründer des deutschen Schulvereins^. der die versprengten Teile des deutschen Volkes auch in; der Diaspora national lebenskräftig erhalten wollte. M deutschnationaler Abgeordneter hoben ihn einst die bürgerlichen Wähler von Wiener-Neustadt auf den Schild. Was aus dem Manu geworden ist, das hat man jüngst zur Genüge erfahren. 9. Iayresv^rsammtu"g dcs Wf- Kauptvereins des ft). Kundes. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") -k. Flonheim, 24. Aug. Nach Flonheim hat der evang. Bund diesmal seine Einladung ergehen lassen, der von allen Seiten des Landes außerordentlich zahlreich entsprochen wurde. Das Dorf macht durch seinen reichen Schmuck der Fahnen, Guirlanden und das Waldesgrün einen wohltuenden Eindruck, die rheinhessische Gastfreundschaft hat sich hier aufs beste bewährt, fast in jedem Hause sind Freiguartiere. Um 3 Uhr begann unter dem Vorsitz des Pfarrers Lic. Waitz aus Darmstadt die Versammlung des Vorstandes und der Abgeordneten der Zweigvereine. Nach den interessanten Berichten der Abgeordneän, aus denen zu erkennen war, daß überall in den Vereinen frisches deutsch-evangelisches Leben pulsiert, hielt Oberlehrer L am Pas aus Friedberg einen Vortrag über Jugenderziehung und Volkszukunft. Besonders scharf beleuchtete der Vortragende die verschiedenen Er-iehungs- und Bildungsideale auf katholischer und protestantischer Grundlage. Tas evangelische BildunHsideal erstrebt im Gegensatz zum katholischen die Ausbildung der Individualität als unveräußerliches Menschenrecht. Erziehung bedeutet Charakterbildung auf Grund der Lehre Christi unter Berücksichtigung des Rechts der Einzelpersönlichkeit. Das Individuelle im Menschen soll nach Christi Persönlichkeit veredelt werden. Mr bekämpfen die Jesuiten in erster Linie, weil wir Deutsche sind und das jesuitische Ideal die Jnternationalität ist Nach einstimmigem Beschluß soll der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag gedruckt und verbreitet werden. Die Resolution auf Grund dieses Vortrages haben wtzr bereits mitgeteilt, ebenso das einmütig angenommene Telegramm an S. K h. den Großherzog. Die öffentliche Versammlung fand am Abend statt. Da der Zudrang so stark war, daß kaum die Hälfte der Erschienenen Platz hatten, so wurde sofort eine Parallelversammlung in der „Krone'' einberufen, bereit Saal auch bald gefüllt war. In beiden Versammlungen wurden dieselben Vorträge gehalten, die Kirchengesangveretne von Flonheim und Uffhofen wirkten mit. Nach einer Begrüßung durch den Ortsgeistllchen Pfarrer Dr. Heußel, der auf das Lutherdenkmal in Worms, das Wahrzeichen des Protestantismus, und das Nationaldenk- mal auf dem Niederwald, das Wahrzeichen echten Deutschtums, als auf die Versinnbildlichung der beiden Kräfte hinwies, die den evang. Bund bewegen, hielt Direktor Dr. Wurster vom Predigerseminar zu Friedberg einen Vortrag über Luther in neuester ultramontaner Beleuch^tung". Er behandelte insonderheit die letzte Schmähschrift über Luther, von dem Dominikanerpater Teniffe, einem päpstlichen Unterarchivar. Es ist noch kein Buch in die Welt hinausgegangen, das so sehr von fanatischem Haß zeugt, wie dieses. Im Atrschluß an diesen Vortrag wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die 9. Londesveffammlung des ev. Bundes spricht nach einem Vortrag des Herrn Direktor Wurster über die groben niedrigen Angriffe Denifle's gegen Luther und die ev. Heilslehre ihre gerechte Entrüstung aus, bedauert die Verschärfung der kon- essionellen Gegensätze, welche die notwendige Folge von solchen Ausbrüchen des Hasses gegen das, was der evang. Christenheit teuer ist, fein muß, und sieht in diesem erneuten ultramontanen Angriff einen neuen Beweis von der Notwendigkeit vermehrter Arbeit des evangel. Bundes. Ingenieur Fern au war aus Zeltweg in Steiermark gekommen, brachte Grüße von seiner Gemeinde und gab Schilderungen der dortigen Losvonrombewe-gung, die noch erweitert und ergänzt wurden durch Pfarrer Fritsch aus Ruppertsburg. Äne große Begeisterung herrscht überall. Heute morgen ist auf den telegraphischen Gruß die Antwort des Großherzogs eingelaufen: ,Lch danke der Landesversammlung des hessischen Landesvereins des evang. Bundes herzlich für die fteundliche Begrüßung. Möge der evangelische Bund im Geiste Landgraf Plnlipps des Großmütigen für ben ev. Glauben weiter wirkrn zum Nutzen und Frommei, unseres deutschen Vaterlandes. Ernst Ludwig." gegenüber neuen Steuerprojekten der rvor- ,’iU ß zu geben sei. Wb er wenn man auch mit größtmög- Ueber Sparsamkeit nicht zum Ziel kommt, so wird das Zentrum die Erhöhung der Vrausteuer schwerlich von der Hand weisen. Diesen Schluß lassen die Worte Dr. Spahns sehr wohl zu. Eine Erhöhung der nordbeutschen Brau- fteucr wlirbc auch die süddeutschen Staaten in Mitleidenschaft ziehen insofern, als sie einen ent- stnech.'uden Zuschlag zu den M a tri kularbeitr a- gen zu zahlen hätten, da sie das Bier selbst von Staats wegen besteuern. Die süddeutschen ZentrnmSmitglieder wurden also wohl einer Brausteuererhöhung widerstreben, doch daraus folgt noch nicht, daß bad Gros deS -Zentrums gebracht. Die Tat des Herrn Geiß verdient alle Anerkennung. Rb. Butzbach, 25. Aug Ofeftern abend hielt die re iw. Feuerwehr unter "Beisein des KreiSfcuerwehr- inspektors, eine Hebung ab. Um baTb 8 Uhr ertönte daS erste Signal, 5 Min. vor 8 Uhr das zweite und nm 8 Uhr gab die erste, am Brandplatz erschienene Spntze Buffer. Die zweite Spritze schien zu ftreifcit, denn nur wenige Meter hoch war ihr Wasserstrahl Zum Brandplatz mar das Hotel „Hessischer Hof" gewählt worden. Der Hebung oll die Idee zu Grund«' gelegen haben, daß N'ährend einer Festlichkeit im kleinen Saale (1. Etage) Feuer auSbricht, der Treppenbau in Flammen stelle und sich Festteilnehmer- auf den Hansvoden flüchteten, also in Lebensgefahr sckuve- vom „Umfall" zurückschreckt. Auch Minimalzöllen hatte das südoeuffche Zentrum seinen jetzt ab bis besonderen Standpunkt, und am Ende einigte man sich doch. Ungenannt . . do. . . Mk. 12.— , 2.— S. F. G. . . , 20.— Prof. W. . . , 20.— , B. . . 3. — Ungenannt . . , 25.— N. N..... „ —.50 N. G. ... , 3.— an. Test. Kredit. Deutsche Bank Tarrnstädler Bank Bochumer Gug . Montag bcn 29. August: SV. August: ......." v_____n - , 5d)öUer." Sonntag den 4. September: „El)arleyv Xante.- Fer KatyoltLeniag. Regensburg, 25. Aug. Gestern abend sand ein Gartensest auf dem Sternbräu-KeUer statt, das bei günstigem Wetter stark besucht war und mit einem Feuerwerk schloß. peut? morgen nach dem Hochamt im Dom begann bie letzte geschlossene Versammlung, in der der Rest der Anträge erleoigt und angenommen wurde. Um 10 Uhr begann die Letzte öffentliche Versammlung, an der der päpstliche Nuntius Caputo und der Vizepräsident der bc- | bischen Ständekammer Freiherr v. Bodmann teilnahmen. Präsi- oent Porsch begrüßte den Wuntiud und erbat und erhielt die ('Genehmigung, dem Grasen Ballestrcm zum bevorstehenden Geburtstage öie Glückwünsche des Katholikentages darzubringen. Graf Lallestrem habe sehr bedauert, .wegen einer Hock^eit an der Teilnahme am Katholikentag verhindert zu sein. Generalsekretär Tr. Pieper sprach über die Grundsätze oer katholischen Sozialpolitik und warf einen RüÄstick auf die bisherige soziale Tätigkeit. Tie zweite Rede hielt Kanonikus Meyenberg- Lu^rn Über katholische Weltanschauung. Hierauf hielt Präsident Porsch die Schlußrede. Nach Himveis aus den glanzenden Verlaus und den großartigen Besuch deS Katholikentages dankte er allen Rednern uni) den Mitgliedern vom Lokal- Ztomrtee. Tiefe Versammlung habe ihm merkwürdigerweise die Universalität der katholischen Kiräre gezeigt. Redner empfahl oann die RHollttion betreffend den Bonrsatius-Berein und die . 220.50 . 142.50 . 209.90 vermischtes. • Gotha, 25. Ang. Ein Einwohner in Dad Thal! mißhandelte seine 84jährige Mutter so, daß sie noch selbigen TagS starb. Der Unhold wurde verhaftet. • Königsberg, 25 Aug. Zwei an der Ermordung des Grenadiers Erben beteiligte junge Leute sind ermittelt und verhaftet worden. Ein dritter Beteiligter ist flüchtig geworden. Die Verhafteten imirben auf dem Wege nach dem GerichtSgefängmS vöm Publikum nut Schirmen und Stöcken angegriffen, so daß sie von der Polizei geschützt werden mußten. • Marseille, 25. Aug. Der Dampfer „TonkingV i der auS Madagaskar hier eingetroffen ist, bringt die Nachricht mit, daß die Pest in fHeumon auSgebrochen ist. 50 Per- Honen sind der Seuche bereits erlegen. • Sofia, 25. Aug. Wie das Blatt „La Bulgarin ntelbet, wütet unter den Truppen im Lager von Kniajew die Ruhr und eine bösartige Augenkrankheit. • Belgrad, 25. Äug. In ganz Serbien, Bosnien, der Herzegowina und Montenegro ist ein jäher Wettersturz eingetreten. Tas Thermometer ist auf 2 Grad herab-! gesunken. In verschiedenen Gegenden fällt Schnee. • Ajaccio, 25. Aug. Seit gestern wütet an der Oft* Lüfte von Korsika ein gewaltiger Brand. Eß ist bereits ein großer Teil der Waldungen vernichtet, der Bahnverkehr >st unterbrochen, der Bahnhof in Bravone ist niedcrgcbrannt. Tie Bevölkerung sucht, unterstützt von Mllitär, des Feuerö IHerr zu werden. * Der Kaiser als Sänger. Daß der Kaiser ein Freund der SangeSkunst ist, weiß man, wohl aber nicht, daß er sie zuweilen auch selbst ausübt. In einer Schilderung über den Sommeraufenthalt der kaiserlichen Familie in Wil* helmShöhe heißt es: Nach der Abendtafel ergeht sich die kaiserliche Familie im Garten oder im Salon. In letzterem Falle wird musiziert, wobei die Kaiserin den Flügel spielt und der Kaiser sich oft in der SangeSkunst übt. Wenn der Kronprinz zu Besuch weilt, begleitet er seine Mutter aus der Violine. 'Der korrekte Orthograph. Der kluge Hans, daS „denkende Pferd- in Berlin, das bereits Ströme von Tinte verursacht hat und über daS jede Berliner Zeitung mindestens zwei große Feuilletons m ernsthafter Tonart brachte, wird immer fürchterlicher. Jetzt meldet man von ihm: Ein Offizier, Herr v. Plüßkow, trat mit seinen Zweifeln vor und wollte daS Tier seinerseits befragen; er wählte auch sehr mit Recht ein ganz einfaches Beispiel und wollte nur Hebe Spur einer Hilfe vermieden wissen. „Wieviel ist zwei und zwei?* DaS Pferd scharrte sechs, sieben . , . Man unterbrach eS; der Versuch war mißglückt. Und mit eben» I demselben Herrn, der dadurch die Rolle des Entlarvers gespielt hat, ist den Lehrern des klugen Hans etwas sehr Un-! llugeS passiert — damit müßte bie ganze Sache von Rechts^ iDcgen schon erlebigt sein. Es ist folgendes: Man stellt dem Tiere Herrn v. Plüßkow durch Namensnennung vor: „ man spricht dabei selbstverständlich, und ivie jedermann ausdrücklich hören konnte, PlüLkow. 9lad) einer halben Stunde, bie mit oen anderen Fragen ausgefüllt war, soll das Pferd beim Anblick des Herrn angeblich den Nanien noch wissen und ! buchstabieren können! Eine Tabelle wird gebracht, auf der jeder uichstabe m einer nummerierten Reihe einen ent- 1prechend nummerierten Platz hat. Und nun beginnt daS I Fragen nach den einzelnen Buchstaben deS vor einer halben (Tivchion S t e i n g o c 11 e r). icn 29. August: „Gioßslabttnst." Dienstag den •Heimat." Freitag den 2. September: „Pensum Herichtsjaal. ♦ „Der große König P ata la ke". Unter diesem Xitel erschien im Anfänge d. I. in einem Wiener Verlag em Buch, welches auch bei Berliner Buchhändlern Absatz fand. Es wurde bald beschlagnahmt, da sich herausstellte, bug cS üicie b c r ft c d t c Beleidigungen gegen den d e u t l che n .^ais e r enthalt Gestern nnterlag daS Buch im Wege des objektiven Ver- > Prüfung der 1. Ferienstrafkammer deS Land- " Türen teilweise zn- daß es einzuzichen Stunde ausgesprochenen NamenS. P, l, ü nuyr t) man nimmt daS richtige Klopfen anfangs erstaunt hm. WS kommt zum S-Laut, und das Tier giebt richtig baß ß an. ES kommt zuiu O, und das Tier hängt richtig auch noch daS W an. ES hat die preußischen AdelSnaiuen orthographisch im Kopfe. . . . Mehr kann ein Gaiil in der ^aurengurlenzeu mcl)t gut leisten. ________ — ausgcdchiit werden. w v . .. ,.a Htt der Ncunohl des Dervandövorstandcs werben bic bisherig, n rorstanbSmttgliebcr. Dir klar Neugebauer, Ticektor Göhlich und Direktor Tzieian, sämtlich in Breslau, durch Zurus nneder- gr wählt. In den rdandsausschuß wurden bie Herren öd)al- Waldenburg, Scer-S)tridü)crg, Sdwdcn Glenmtz und Patilla Wan- jen nieder- und anstelle dcv verrn Zaän-r-Gr.-Neubon. welclrcr wegen Ürankhcit fern Amt nicdergclcgt hat, Direktor Niklas-Neiße GenossenschaftStag faßte nach einem Referat dcSJustiz- rats Albetti-Wicsbad.'n cinfummig eine Resolution, die Ber- »rahrung einlegt gegen alle Maßnahmen, ivcldx baljin jiclen, denKreditge nossen schäften die Annahme sremder Spargelder zu ersanveren und protestierte intMonbcre 9 c 0 c n | das Scherl'sciie P rä m i en sv st e m , gegen die ReidHpvstspar- taffen, gegen ein geplantes Verbot dcS SparkaffendetriebeS der Nreditgenosfenscbaftcn und geaen eine beabsichtigte Begrenzung der von den andsami>alt Dr. Altaer von 1003 >lredttgenosscnsäiasteu Jahresberichte über ba« -3ül)r l.XL zugc- rtangen. Dieselben iveisen eine Mttglieder-avl 58154b (gi gcu I 573 873 im Vorilihre) auf. Du: Giyauitsumme der Gcsa^ltsgut' bilKii betrug 165 181947 Mark (gegen ^0 877 175 Mk.), die- icnige btr üieserven 58 862 868 Mk. (öcqcn 64^4 107 Jet.) Ld I lxlrug mithin baJ eigene Bennögen -2 t 047 865^ Morl (gegen I 214 601283 Mk.), während sich die Anleihen und^Spareinlagen! auf 748 9Ü0 818 Mk. tocflcn 717 896 833 J9?t) beliefen. M Bcrdültii.l bc« eigenen Geldes zum fremden Kapital stellt sich demnach uuf '-9,91 Uirjj. igegen 29,8.1 M) axe©e|«mfcul|en- stünde am Schlüsse d s Gesaui,tslahrcs betri^n 808 90.; 666 Mk. I unb die im Laust des Jahren gewährten Kredite ^62180384^ Mark. Bon dr-r gesamten MitgliederfänNt gehörten etwii re ein Drittel der Landwirtsä.ast und dem Dandwerkeruande an. ^.er 9i u 0 c g c l) a 11 s f a s s c des Allgemeinen Berbaiides gehörten am La.lusse des CesarislojatneS 19ü3 an 53/ Personen (gegen 506 im Vorjahre). Viele Vereine Haven e^ne Pc^ronSkasten. Neben der N:.heg Halts6rsse bestehl noch bic H i l f 8 la sse, aus welcher | im verihssencn Iabtt 4- Familien mit 10 u3< Karl untcritii6t m?rbeu sind. Auch die Lärastung einer W itw e n -und W ais e n- kasse ist in die Wege geleitet, sobald sich 100 Mitglieder an derselben beteiligen. T-er 9iebner gab nach der „Brest. Jtg. Zoten über die geschäftliche Emwickelmrg bet dem )chlefisc!>en Verbände anaehörenden Genossensäxisten. Am Schlutz forderte er zu unermiwlichcr Fortarbeit auf dcm Boden der ^elbuhisie auf. Verbandsanwalt Dr. Erüger ersucht um Unterstützung der c)ilfSkasse, d.-r Ruoegchaltskape und der Wmr-cii- und Waisen- Pensions/asse. Letztere bedürfe noch s In der lliiterstutzung vah- rend bic d'lfskaffe süh in flutet EulwiLlung befinde. Bezüglich des gemeinschaftlichen Einguss von Futtermitteln sn große Vorsicht zu empfehlen Tic iRn rossens wo sten sollen sich nicht ablehnend dag gcn verheilten, aber sie sollen bod) nur tn dringenden fallen diesem GefärisiSzweige ihre Aufmersiamknt zuivenden. I fvA fei bar.iuf zu aditen, daß die gewährten stredite Nicht zu lange Srttunn fäuttlichrr Gäste bedeuten, obgleich man mir Feuer- nxbrteute sah, die tnU über bie Leiter unb teils über Xn -reppenbau gingen, ber doch in Flammen stand unb qar nut'! unter Wasiei genommen wurde. Der Trep^'n- bau ist nach der Hofseite unb an der Straßenfront. W) buxx Publikum mar, ivurdc gespritzt. — Ob bie Hebung, nach l^uenriebrl'eririff, bic Rote ^jel)r gut" verdient, oder ob jie schlecht auofiel, das wird der Lreisfeuerwehrinspertor bei der Hrrrik dem Hauptmann und den Führern gesagt hohen. ~ , .. § Friedberg, 25. Aug. Eine Zusammenkunft ber Lehrer, die vor 50 Jahren im hiesigen Lehrer- jeminar weilten, fand heute hier statt. Von den etwa 100 damaligen 6cminarabituvienten aus den Jahrgängen 1854 und 1855 sind nur noch etwa 20 am Leben. 13 Herren nahmen an der Versammlung teil, wovon noch 6 im Schul» dienst tätig sind. Im Hotel „Trapp" war gemeinsames Mittageffen. Der Obmann deL Landeslehrcr-vereinS, Oberlehrer BackeS-Darmstadt, der auch ein 1855er ist, warf einen Rückblick auf bie letzten 50 Jahre und wies auf die unwürdige amtliche und ärmliche pekuniäre Stellung der Lehrer vor 50 Jahren, sowie auf die ungeahnten Errungenschaften der Schule und dcS LehrerstandeS seit dieser Zeit hin. An ine Feier im Hotel schloß sich ^eme Besichtigung deL Semmars unb ber Sehenswürdigkeit en Friedbergs. b. Schotten, 25. Aug. Aus dem Lehrerheim,L.-ogelS- berq^ fand gestern die L u d w i g s t a g s - K o n f e r e n z der ^ebrer-Be;irksvercine Gedemi, Nidda und Schotten statt, >u ber sich eine große Anzahl Lehrer eingefunden hatte. Dar stellvertterende Vorsitzende, Lcl)rcr xern aus Alfa, hieft die Amveseiiden willkommen und widmete fein Hoch Suijer und ^oßherzog. Mit Aufmerksam leit lauschte hierauf die Bersammluna den Ausführungen des Festredners, Haupt lehr ers Storch von Butzl>ach, ber seine Hörer über Berlin nach der Insel Rügen führte. Storch schloß mit Darmstädter Ban l. opciuiationdfreiicn dcrr'wl fle- gcmvärtifl das Bestreben, den )tur» der Aktien.dic^r Bank m die .\)öb: zu setzen und sie sind allein von vorgestern auf gestern um rund l1. Prozent gestiegen. Latzei -mW meistens mit Gc- rächten gearbeitet. Scln kurze Beiiie hatte die Meldung, datz bic Tarmftäbtcr Bank die Erbschaft der ^eutichen Bant cui- treten und bic Berliner Bank in sich aufnelMen werbe, ^ami kam man mit anderen dunklen Andcutmigeu, die von einem bevorstehenden industriellen Gesä>äft fpwcbcn. Bei dusem foll es sich um den mit der Fürst! AE?" scheu schlosse neu Vertrag lianbeln, gus Bank mit ber 0 Oschle fischen EisenbahnbedanE'ellichatdie Option auf eine Anzahl Kohlenfelder eingeraumt wurde. Andew wollen wissen daß bic Toruiwwter Bank sich um die Deutsch Luremburaische Bergwerks-Gesellschast bemühe. Dann ivaren auch noch Gerücht in Umlauf, dahingehend, daß in den Kommandit- v^ättnl on B°nwaus°s Robert SBurfdxiuer u do. zur Darm. I städter Bank eine '.'lendermig emtreten luerbe. Es smd dies Gc- > rüclUe "die bafür ausreichen dürften, den Kurs der Aktien um 10 qiroipnt binauszuschrauben, wenii sie sich alle bewahrheiteten. Berlin, 25. Aug. (W. B.) Die Bestimmungen betreffenb bic Einzahlilng des bereits gemeldeten Antrags ad 3 der Tagesordnung ber Generalversammlung ber „vidernia" lauten: Auf die neuen Aktien nxrbcn sofort 25 Prozent des Renn- kx-iraae-' und das Agio eingezalstt. Je weitere 25 Prozent werden am 1. Juli 1905, am 1. Juli 1906 und am 31. Dezember 1907 eingezal>lt. Eine frühere Einforderung von Einzahlungen kann der Vorstand im Einveniehmen mit dem Aufsichtsrat auSschreibcn. Vor erfolgter Vollzahlung werden aiistelle der Aktien auf den Warnen lautende Jnterimsscheinc ausgefertigt, deren Uebertrao- ung vor erfolgter Vollzahlung an die Genehmigung deS Vorstan- des und des Aufsicht^rates gebunden ist. fahrens einer Prüfung ber 1. ^erienlirattammer oes ^ano- gcriäNS I. Es gelangte bei verMossenen Türen tetlwerse iur Verlesung, worauf dahin erkannt wurde, datz es einzuzichen und in allen vorhandenen Exemplareii zu ocruid>ten sei. Einen Kampf u m sein Kind führt der Kaufmann Peter G. in Berlin mit den Belwrdeii. G. lebt in einer ungiudhd)en Ehe unb inhrt einen Scheidungsprozeß. Er scinerleUs bezichtigt seine Frau des Ehebruchs mit emern Baron, der bei ihr em Zimmer gemietet hat, ivahrcnd sie ein ferneres Zusammenleben mit ihm verweigert, weil ec eine Vorstrafe erlitten hat iit auch der Grund gewefen, daß daS Gericht ihr bas Erziehungs- redyt über den einzigen ans der Eße hervorgegangenen vierjährigen Knaben zugcsprochcn hat. G., der mit seiner ganzen Leele an dem Knaben l>ängt, hat seit bic)et Zett alle vebcl in Bcwegnlig gesetzt, um ixh.' Äittb ui seine Gewall zu bekommen. Er bat die höheren und höchsten Instanzen mit einer Menge Eingaben, i Gesuchen und Beschwerden überschüttet, und dabei hoben feine Ausführungen bisweilen einen so fefarien Charakter angenom- nten baß der Amtsrichter, der den ersten Beschluß ttttite, sich belrittgi fühlte. In einer der töcfcfwrbeii behauptete G., datz der irnehreuhastc Lebenölvandel )einer Frau burd) den ihr günstigen Beschluß geradezu uittcrMM werde; m cinem a^ern Schriftstück l-cilck es: „Tie Mackst und das Amehen des Richters geht loeiter, als die kalte, unheilvolle Buchstabenweisheit des toimgebriUten Richters." In versclstebenen Ergaben ließ der Verfasser durckchlicken, daß er bic ^ache der Oellentlichkett übergeben wurde, wenii alle seine Anstrengungen ohne CTolg bleiben fällten. Darauf nmrde gegen G. Anklage wegm Beleidigung und Bedrohung erhoben unb gestern vor der ersten ^erienstral- kammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt. 2er Angeklagte vertrat auch im Termine bic Ansicht, datz ihm Unrecht gcidxben sei. er bedauere es, nxmn er in begreiflid-er Erreg- umg bic Grenzen deS Erlaubten übcrfd/riUcn Ijabe. Der Staats- amvalt Istelt den An^-klagten beider Straftaten für überfuhrt und beantragte gegen ihn einen Dlonat Gefängnis. Der Gerichtshof hielt nicyt eine Bedrohung, .wohl aber eine wiederholte Bcle-digilng für vorliegend unb verurteilte den Angeklagten zu einer G.'lbstrafe von 500 Mark. Harpencr Bergbau Tendenz: schwacher. tzisenvayn-AUtuiig. — Ein von ber Mundwerk'.ikammer von Elsaß»Lothringen ge- ftdltcr Antrag auf Einfül)rung der in Babin bestehenden Kilo- me ter hefte aud> in Elfaß-Lot bringen ist vom General-Direktor der Reichü-Eisenbahncn absdilägig beschieden worden. C ptclplan des p»rohh. Kmtycaters ZLad-Nauyeim Missionen besonderer Beachtung. fRebner charakterisierte bie „k o n f elf ione 11e Hetze besonders gegen bic katholischen Stu oenten-Korps" unter großem Beifall. Er schloß mit Den- Wunsche, daß die Beschlüsse des Ziathollkentages segensreich wirken möchten zum Heile der Kirche unb zum Wohle des Vaterlandes. Stürmischer Beifall- Nuntius Eaputo begrüßte bie Bersamm- IttHfl intb versprach, dem hl. Baler darüber Bericht zu erstatten. 1 Nachdem Kommerzienrat Putzet dem Präsidenten gedankt hatte,1 summte bie Deriammlung zum Schluß „Großer Gott wir loben \dt" an. Der ^ößemeine Drutschc ^tnoffen^aftstafl vutSr am ns-tag abend durch eine zatjlreich besuchte Ver- ' mm lang eröffnet. , ler ^onitzenve Tire ft or Neugebauer-Nrcslau begr atzte bie erisii-neuen und erstattete alsdann den Bericht über das c'-eschäsis- M 190'3 04 Am 31. März 1903 waren im Deutschen Reiche ' 42 <^nossensd>2ften oorl/andcn, und -tvar 13 481 Kredit- 17>7 cd , fJ ag ritn und sonstige Genosstns.haiten. Tu < er* Der Gek't, s nsd.aitcn gegen das ^dli!.hr betrag 13b>. 201.75 221.25 142.37 209.80 218.25 — Dem General-Verband ländlicher Genossenschaften für Deutschland zu Neuwied sind im 3uni 1904 in den zwölf Verbandsvczirkcn insgesamt 26 Genoftt'llchatten bcigetreten, 21 Spar- und Darlchenskassen-Vereinc und fünf Bcirlebs-ölenossensck-astcn. Im laufenden Jahre sind bis Ende Ium bcigetreten: 199 Spar- unb DarlehnskasscwVereine unb 55 BetriebsgenosiLns^aften, zusammen also 251 Genoßensd)aften. Der Bestand betrug (rnbe Juni 1904: 3907 Spar- unb Tarlehns- tchsen-Vereine und 540 Bctticds-Genossenschaften, zusammen 4447 Genossensdxiften Bon den 3907 Spar- unb DarlchnSkaliemVer- cinen sind 3818 der Landwirtschaftlichen Zentral- D a r l e h n S k a s s e für Deutsch-land zu Neuwied als Aktionäre angcschlossen und haben sich bei ihr mit 8410 Aktien beteiligt, worauf 8 3,5 010 Mk. eingezahlt sind. Der Umsatz der Abteilung Gcldverkehr der Zcntral-DarlebnSkasse betrug un Monat Juni 1904 bei ber Zentrale 32 390 000 Mk., bei den zwölf Filialen 30 644 000 Mark, zusammen also 63 034 000; der Jahr^- ! umsdstag für bie gleiche Zeit betrug bei der Zentrale 108 <30 000 Marl, bei den Filialen 165 503 000 'Mari, zusammen also 274 233 000 Mark. Die Umsätze der Abteilung Warenverkehr ivarcn im Monat Juni 1904 bei der 3cniralc 11 000 Mk., bei den Filialen 2 575 000 Mk., zusamimn also 2 586 000 Mk , im laufenden Jahre bis Ende Juni 661000 Mk. bei ber Zentrale, 27 753000 Mk., zusammen also 28 414 000 Mk. ^ic Umsätze ber für bic Betriebsgenossensci^ften in den zwölf Vcrbands- bezirlen beslel,?uden Landes- und Provinzialgenossenschattskallen betrugen im Juiii 1901 8 417 000 Mark, im lausenden Jahre bis dahin 54 174 000 Mark. - fJniiM und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 25. August 1»<>4. (Mitgeteilt von der Bank für Handel unb Jndusttie, Gießen.) Privat-Tiskont 2^ Prozent. Anfangs- u. Schlutzkurfe.