General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen Dienstag 26 Juli 1904 Rotationsdruck nnb Vertag der Brühl'fche» UnwerfttätSdruckeret. 5L Lange. Gießen. Redaktion. Expedition «.Druckerei: Schulstr. V, Tet. Nr. 6L Telegr^Adr, i Anzeiger Gießen. Kirche und Schule. Einweihung der Proteflationskirche in Speyer. Die zum Gedächtnis der Protestatton von 1529 zu Speyer errichtete Protestattonskirrhe, ein herrlicher gotischer Bau, soll am 31. August feierlich einge- weiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Zu diesem Baufonds des in noch nicht ganz elf Jahren vollendeten hochragenden Domes, der ein mächtiges Zeugnis protestantischer Glaubensstärke und hoher evangelischer OpferftLudig- keit darstellt, haben auch die Bewohner unseres Großherzogtums und auch 'die Evangelischen rmserer Städte von jeher iu besonderem Maße beigesteuert. Alle Geber sind daher zu der Weihefeier eingeladen, zu der folgendes Programm aufgestellt wurde: Dienstag, 30. August, als Vor> den Leuchter mngestoßen" tvnmalend so dar, daß er die Stimme immer tiefer Reifen und verlöschen läßt. Die folgende Tenor- Arie stellte dre bekannte geschlitzte Kraft des betr. Dercinsmit- Olieds vor große technische Schwierigkeiten, die so gut über wunden wurden, daß das bon Bach beliebte Passagenwerk der Stimme niast so unangenelnn anffiel. Auch hier war die Geigen begleitung wunderschön, hierauf folgte als Schluß der Kantate ein Choral „Beweis' Dein' Macht, Herr Jesu Christ'. Las Kirchenkonzert, das kaum mehr als fünfviertel Stunden gedauert hat (auch dies war ein Vorzug, den man, ohne als zlumwarbar verschrieen zu werden, tuobl hervorbeben darf: die melsten musikalischen Darbietungen übersättigen den .ftdrer), bat Beteiligten große Befriedigung gesunden. Der Kirchengesangverein kann mit Genugtuung auf seine 25jährige Tätigkeit zurücksehen. Hoffentlich entwickelt er sich weiter unter der sachkundigen Leitung seines Dirigenten und bei der freudön'n Mitwirkung seiner Mitglieder. Möchte er nur öfter uns. seine Darbietungen bringen, wenn auch nicht das intensive religiös musikalisch^ Leben zu erzielen ist, ttie z. B. in Leidig, wo au der Wirkungsstätte Bachs, in der Lbomaskträw, jeden Samstag imchnlittag . eilte „Motette" gegeben wird, und jeden Sonntag abwechselnd in mehreren Kirchen ein prachtvolles Kirchenkonzert Hunderte mitten aus ihren Spaziergängen heraus anlockt und zur geistigen Sammlung ruft. R. ' 19(? ^.500 000 Mk. für Heilverfahrenszwecke verausgabt ^emahe 44 000 Versicherte haben behandeln lassen., : Der Kostenaufwand hat im Jahre 1899 etwas über vier ' d^onnl betragen, hat sich seit 1899 also beinahe ver>- : dreifach!. Prozentual auf die Einnahme aus Versichev- ungsbetttägen berechnet, haben die Versicherungsanstalten Berlin, Baden und Heilen die höchsten Aufwendungen gemacht. Diese drei Anstalten (Baden und Hessen haben ungefähr gleiche Aufwendungen) nehmen die ersten Stellen in dieser volkswirtschaftlich und volksgesundheitlich so wichttgen Fürsorge für ihre Versicherten ein. Die Invalid en v ersich erungs anstalt Gr. Lessen bat im Jahre 1903 etwa 422 000 Mk. für Heilverfahrenszwecke vev- ausgabt und nahezu 1400 Pesronen verpflegen und ärztlich? behandeln lassen, um der denselben drohenden FnvalidiS zu steuern und sie ihrem Beruf wieder zurüchugeben. 2ie> Versicherungsanstalten haben insbesondere den Kampf gegen die Lungentuberkulose ausgenommen und im Jahre 1903 über 20 000 tuberkulöse Personen mit einem Kostenaustvand von ungefähr 7 400 000 Mk. in Lungenheilstätten re. behandeln lassen. ** Die Zeit der Sternschnuppenschwärme rückt wieder heran. Der sommerliche Sternschnuppenfall der Monate Juli und August ist an manchen Abenden sehr reich und — klaren Himmel vora usgesetzt — sehr schön zu beobachten. Während der stärkste Strom von Meteoren, die berühmten „Tränen des heiligen Laurentius", freilich erst am 11. August in größter Masse die Erdatmosphäre berührt, sendet er doch bereits einige Vorläufer voraus, die schon Mitte Juli erscheinen. Der Strahlungspunkt dieses Sternschnuppenregens befindet sich im Sternbilde des Perseus, wonach der Meteorschauer überhaupt den Namen Perseiden erhalten hat. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß noch mehrere andere Sternschnuppenfälle in nächster Zeit eintteten können, die von den Sternbildern des Pegasus, der Andromeda, der Casfinia und des Schwans ausgehen, und daß die Ueberwachuug des Himmels während der kommenden Sommernächte recht lohnend ausfallen kann. Auch größere Meteore, die man zum Unterschied von den Sternschnuppen mit dem Ausdruck Feuerkugeln zu bezeichnen pflegt, kommen in dieser Jahreszeit nicht fetten vor. a. Bad-Nauheim, 25. Juli. Am Sonntag nachmittag 6 y, Uhr verunglückte hier Ecke der Bahnhof- und Ludwigstraße ein Automobil. ES kam in vollem Lauf um die Ecke gefahren, als eS ein Rad verlor und aufs Trottoir gegen eine Bank geschleudert wurde, worauf zwei Damen saßen. Diese kamen glücklicherweise mit dem bloßen schrecken davon. Der Führer und einige Insassen deS Auto- mogils wurden aufs Pflaster geworfen, kamen jedoch mit einigen Hautabschürfungen davon. Das Automobil wurde später zur Reparatur fottgeschafft. § Friedberg, 25. Juli. Der Zustand der Ufa bretet alljährlich im Sommer ein trauriges, ja bedenkliches Bild. Das früher klar und munter dahinrauschende Taunus- seit fast 10 Jahren durch die Einleitung der Fakatten Bad-Nauheims verseucht; trübe und schlammig wälzt sich das grüngelbe Wasser dahin und verbrettet einen furchtbaren Geruch, der besonders bei der jetzigen Hitze und' Trockenheit unerttäglich ist. Die sanitären Verhältnisse Frredbergs leiden darunter sehr. Selbst Enten und'Gänse meiden jetzt das Wasser. Die Mühlenbesitzer imd Anwohner der Ufa haben seit Jahren erfolglos gegen den jetzigen Zustand protestiert und Abhilfe verlangt, aber bis jetzt ohne Erfolg. 1 § Ulfa, 23. Juli. Bei den gestern hier stattgehabten Gemeinderatswahlen wurden von 11 Kandidaten neu gewählt: Hch. Karl Lenz, Hch. Stoll, Joh. Hch. Zimmer, Fr. Sturmfels, Gg. Kd. Roth. Es hatten 215 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. 4* Echzell, 23. Juli. Der 82jährige noch sehr rüftige Landwirt Eichel mann wollte mit seinem 12jährigen Enkels Klee holen. Das ängstliche Pferd wurde durch' Schwärme von Hornissen und Fliegen sehr rmruhig und ging durch. Eichelmann versuchte, das Pferd zu hatten, kam jedoch zu Fall, wurde ein Stück geschleift, schließlich zu Boden getreten und vom Wagen überfahren. Schwer verletzt Kine Webe des französischen Ministerpräsidenten. Zu Ehren des Ministerpräsidenten Combes und des Krtegsministers Andrd fand am 24. d. M. in Carcavonne ein großes Festmahl statt, an dem gegen 3600 Personen teilnahmen. Der Ministerpräsident hielt eine Rede, die besonders in den Bemerkungen über die äußere Polittk viel Uebertteibungen enthält. In dieser Rede rechtfertigte er ore innere Politik der Regierung, und wies auf die der den Gemeindewahlen ttotz der gewalttgen Anstrengungen der Opposition und der großen Macht der Kongre- gattonen erzielten Erfolge hin, und die jüngsten Vorgänge, die geeignet seien, eine Lösung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche nach den Wünschen derRepubtikaner Herdeizuführen. Die Regierung habe verstanden, Ordnung und Freiheit zu schützen, und gewaltige Ausstande einzudämmen, deren häufiges Vorkommen den Interessen der Arbeiter ebenso schädlich sei, wie der Entwicklung der Industrie. Der Ministerpräsident verwahrte sich dann gegen die Beschuldigung, daß er gegen Unruhestifter unerschöpfliche Nachsicht an den Tag gelegt habe und verwies auf die Lage des öffentlichen Kredits und die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt. Im weiteren Verlaufe seiner Rede führte Combes sodann aus: Wenn demnach unsere innere Polittk es mit jeder unparteiischen Krittk aufnimmt, so ist unsere äu ßere Politik ein Gegenstand des Neides und der Bewunderung für die ganze Welt. Allerdings haben wir keine kriegerischen Abenteuer und keine kolonialen Eroberungen aufzuweisen, aber wir haben die patriottsche Freude, ftstzustellen, daß Frankreich zu keiner Zeit größeres Ansehen un d größere Achtung genossen hat. Niemals ist die Freimütigkeit und Loyalität seiner Diplomatte lauter anerkannt wordert. Niemals sind seine von beständiger Sorge für den Weltfrieden eingegebenen Ratschlage mit mehr Entgegenkommen ausgenommen worden. Wenn die früheren Ministerien auch einen rechtmäßigen Anteil an dieser Lage . haben, so darf doch das gegenwärtige Ministerium ohne Uekerhebung auf seinen überwiegenden Anteil an der Gestaltung dieser Lage zuruckblicken. Gerade das gegenwärtige Ministerium hat das Verdienst, die ersten Schiedsgerichts- t) et träge unterzeichnet und babei bie Gelegenheit wahrge- nomtten zu haben, alte und neue stets zu befürchtende Stteitfragen mit England aus der Welt zu schaffen. Unser V -bündeter Rußland ist im Vertrauen auf die Festigkeit der Bande, die uns mit ihm verknüpfen, der etftc gewesen, der über unsere Bemühungen, uns ankeren Mächten zu nähern, Freude empfunden hat. England hat in Anerkennung des seinem Könige bereiteten würdigen und herzlichen Empfanges unser Abkommen mit ihm der Welt kundgegeben. Noch klingen in unseren -Ohren die begeisterten Zurufe wieder, mit denen in Rout der verehrte Präsident unserer Republik begrüßt worden ifc den die klerikale Reaktion den Italienern als einen gemeinten Feind ihrer ötionalen Einigkeit hinzustellen sich bemühte. Am meisten n cuen wir uns darüber, daß die inneren Gefühle der Völker sich in vollem Einklänge mit den Absichten der Diplomatte befinden, die neuen Abkommen nicht nur als ein gesichertes Unterpfand, fonbern auch als ein wirksames Werkzeug zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens zu betrachten, dem: ttotz des aus der Ferne ertönenden Kriegslärmes bleibt der Friede unsere erste Sorge und '/unser fester Entschluß. Nach der Rede, die häufig mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, begaben sich 'der Ministerpräsident und der Kriegsminister zur Präfektur. Evangelischer Kircheugesangverein Kietzen. GießeN, 25. Juli. . Anr 24. Juli, abendA 8 Uhr, veranstaltete der Evang. Kircherr- gewngverein Gießen zur Feier feinet 25jährigcn Bestehens eine a e i u l i d)_e Musikaufführung in der Stadtkirche zu Gießen, ä? f oer schwülen Sommerhitze hatte sich eine zahlreiche Zuhörerschaft versammelt; auch von auswärts waren Freunde des Vereins und feiner guten Sache herbeigeeilt. » eröffnete ein Bachsches Orgelstück, das nach kurzem Präludium eine Fuge über den Namen Bach enthält und zeigt, wie es der Altmeister kirchlicher Musik verstand, selbst nu5 einem einförmigen kurzen Motiv ein herrliches Tonstück sch^istn. Die vielen technischen Schwierigkeiten überwand Organist Gorlach mit gewohnter Bravour, auch kam dabei unser schönes Orgelwerk zur vollen Geltung. Es folgte ein acht stimmig er Thor von Peter Cornelius „Liebe, ergeb' ich mich", den der Evang. Kirchengesangverein unter der bewährten Leitung seines Dittgenten, Universitäts-Musikdirektor Traittmann, frisch und rein zu (Wefrör brachte; sehr an- srtechend war bet Wecktselgesang zwischen dem Frauen- und Mannerchor. In der edlen $erInnung des 126. PsalmS von Hans Hermann 'Altsolo mit Orgelbegleittmg» fand hieraus der Gast, Frl. Dier- l^a r t aus Düsseldorf, Gelegenheit, uns durch ihre sympathische stimme zu entzücken, die von einer für Altstimme ungewöhnlichen Klangfülle und selbst noch in der Höhe sehr ergiebig war. In den beidlm Dacl'schen geistlichen Liedern für Soli und Chor ^bearbeitet von Wolfrum) „Vergiß mein nickst" und „Dir, Dir, Jehova will ich fingen" hatten Mitglieder des Vereins (Dopran-- und Tenorsolo) ilyr Können in den Dienst der Sache gestellt > >> schau öfter, erfreuten sie uns auch dikSmal mit ihrem s l'önen, klaren Vortrag. Eine wahre Freude war es dann, den dreistimmigen Lhor der städt. 5t1wbenschule „Der Herr ist mein Hirte" (von Naegeli) zu hören. Der hiesige Stadtknaben« chor unter der vorzüglichen Leitung deS Organisten Görlach hat sich allmählich zu einem treuen Freund nnb Begleiter des evang. Kirchcngesangvereins herausgesungen; seine Darbietungen wirken immer besonders ergreifend oder erquickend. Der reine Ton, die Präzision des Einsatzes und der Durchführung, die Ausspracl>e die Atemteckmik! Das Zarte, Duftende dieses Knabengesanges ist uns Alten immer besonders anheimelnd; ist es doch, als würde unser von den Dornm der Mtäglichkeit überwuchertes Kindergemüt wieder geweckt, wenn ivir diesen Knabenchor singen hören, oder gar singen sehen und merken, wie sie gespannt auf jeden Wink ihres Dirigenten achten. Diesem und seiner kleinen Küiistlerschar sei bei dieser Gelegenheit ganz besonderer Dank ausgesprochen. Die beiden nächsten Stücke waren Mendelssohns ?lltsolo für Chor und Orgelbegleitung „Herr, wir traun auf Deine Güte" und die Arie „Sei fülle dem Herrn" auS Mendelssohns Oratorium „Elias". Der Meister der „Lieder olyite Motte" bewahrt auch in seiner Kirchenmusik das Melodiöse, die große Singbarkeit. Im Altsolo gefiel uns namentlich die Wärme deS Gefühls, die der Gast in das „Danken freudig immerdar" legte; der Chor nimmt die freubige Stimmung auf und führt das „Danken freudig immerdar" zu einem erhabenen, jitbehiben Schluß. Ten Schluß des Programms bildete Backes Kantate für Soli und Chor mit Begleitung von Streichinstrumenten und Orgel „Bleib bei uns". Nach der Einleitung, die dem Fugenmeistn' allerdings zu einem großen, selbständigen Teil, den er wesentlich hätte kürzer fasset! können, ausgewachsen ist, setzt die Alt Arie mit „hochgelobter Gottessohn" ein, eine sehr dankbare und schön gesungene Partie, die von reizendem ö^eigenspiel mit Triller und einschmeichelndem „Bitten" nunvoben ist; mit Genuß hörten wir die vorzügliche Geigenbegleitung, die wir einem kunstsinnigen Vereinömitglied verdanken. Nach dem Chor „Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ", folgte als Baßrezitativ ein Solo eines Verein-Mitglieds, twö uns sehr gefiel; am Sclstuß stellt Bach bnä „Drum hast Du auch feier: 5 Uhr nachmittags: Enthüllung des Lnther-Denk- mals in der Gedachtnishalle. (Festrede: Prof. Gümbel- Speyer.) 8 Uhr abends: Einläuten des Festtages. 8V2 Uhr abends: Gesellige Vereinigung mit den Gästen in der Schwarhschen Halle. (Begrüßung, Ansprachen der verschiedenen Kirchenregiewmgen und Universitäten.) Mittwoch, 31. August: 6 Uhr: Festgeläute. Choralmusik. 9 Uhr: Aufstellung des Festzuges in der Dreifalttgkeitskirche. 10 Uhr: Einzug in bie GedächtNiskrrche. Weihe. Festpredigt. (Oberhofprediger Dr. Dryander-Berlin) Zu diesem Gottesdienste haben mrc diejenigen Zutritt, welche mit Einladungskarten versehen sind. 12 Uhr: Zweiter Gottesdienst mit Festpredigt. (Oberkonsistorialrat Wessel-Detmold.) iy2 Uhr: Festessen im Stadtsaal. 4 Uhr: Dritter Gottesdienst mit Festpredigt. (Stadtpfarrer Fischenker-Fürth.) 8 Uhr: Glockengeläute und bengalische Beleuchtung der Kirche. Von 3 Uhr nachmittags ab Festversammlungen in der Schwartz- schen Halle und im harten von Schultz. Als Vertreter des Großh. Hess. Oberkonsistoriums werden, wie mir erfahren, Oberkonsistorialprasident Dr. Buchner und Prälat Dr. Walz, als Vertteter der llniversttat Gießen Prof. Eck an der Feier teilnehmen. Aus Stadt Md Land. Gießen, den 26. Juli 1904. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlüng Donnerstag den 28. Juli 1904, nachmittags 4 Uhr. 1. Mitteilungen 2. Dispensationsgesuch von Karl Nicolaus für die Roonstraße. 3. Desgl. von Fritz Schmitz für die Hamm- straße. 4. Desgl. von Peter Minke für die Hannnstraße. 5. Desgl. von L. Rotherrberger Wwe. für Krofdorfer Weg. 6. Desgl. von Arthur Gräfe für die Frankfurterstraße. 7. Desgl. von L. Hellmold für den Wismarer Weg. 8. Desgl. von V. Moser für den Mesecker Weg. 9.. Desgl. von I. Pfaff für die Stephansstraße. 10. Desgl. von K. Dürr für den Großen Steinweg. 11. Desgl. von Sack & Jug- h.arbt für Südanlage 20. 12. Uebersicht über die wttk- lichen Einnahmen des Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1903/04. 13. Voranschlag des Realgymnasiums und der Oberreasschule für 1905. 14. Beschaffung von Farbe zum Anstrich von Brücken. 15. Beschaffung eines Motors für den Steinbrecher. 16. Beschaffung von Bohrzeug. 17. Beschaffung von Fußbodenöl. 18. Vergebung der Tonnenabfuhr. 19. Unterhaltung der Erbbegräbnisse von Labroisse und Hoffmann. 20. Anschluß der Metzger Schreinerschen Wurstfabrik am Seltersweg an das elektrische Leitungsnetz. 21. Festsetzung des durchschnittlichen Tagelohns für die Krankenversicherung. 22. Jagdberechtigung desBrauerei- besihers Gg. Bichler dahier. 23. Feldbereüngung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: Benennung der neuen Gewanne. 24. Gesuch der Karl Buß Ehefrau dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Automatenschankwirt- schast im Hause Marktplatz 5. 25. Gesuch des August Helfen- bem um Erlaubnis zum Betriebe einer Kantine bei der Kläranlage. 26. Desgl. des Ludwig Gräf bei den Kliniksneubauten. 27. Gesuch des Karl Euler um Genehmigung zum Mirtschastsbettieb im Hause Hammstraße 15. - Die Sammelausstellung des Hessischen Landwirtschaftsrats von Stein- und Beerenobst auf der großen internationalen Gartenbauausstellung in Düflel- dorf vom 23.-28. Juli dss. J§. In der vom Hessischen LandwirtschastSrat veranstalteten SammelauSstellung aus dem Großherzogtum Heflen wurden in Düsseldorf zwölf Preise erworben, darunter ein hessischer Staatspreis (Obst- und Gartenbauverein Ingelheim), zwei 1. Preise (Obst- und Gartenbauverein Oppenheim und Obst- und Gartenbauverein Lsienheim), ferner fünf 2. und vier 3. Preise. Der Wett- Irewerb war sowohl aus den Nachbargebieten, namenllich aus der Rheinprovinz und Baden, insbesondere aber auch auS dem Auslande, namentlich von Frankreich, Holland und Ungarn, sehr stark. ** Jnvaliden-Versicherung. Das Reichsver- icherungsamt in Berlin hat kürzlich die alljährliche Ueber- icht über die Kosten und Erfolge der HeilbehanLlung (Heilverfahren gemäß § 18 des Invaliden-v-ersichernngsgesetzes) herausgegeben. Daraus ist zu entnehmen, daß die Lanoes- versicherungsanstalten und Kassencinrichtungen im-Jabre — Bereinigung bildender ü nstler f ü r m 0 n u mentalen Grabmalsbau. Unter diesem Namen ift in Dresden ehre Reibe 5hlnfiter zusamimmgetreten, Mitglieder ver sch-ebener Richtungen. deS Teutfcben Künstlerbundc^ nnb anb.m Bereinigungen nut dem Zweck. Grabdenkmäler ui schassen, bei denen s)(nintcFt, Mater und Bildhauer gemeinsam wirten und jeder im Rahmen bei ganzen Idee ba» Vollendete ferner eigenen Kunst dazu gibt bkr> 173 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme beS Sonntags. J ® Die wStetzen« Familienblätter" werden dem f I AW .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der @ 11 «W V Z U D / M D W ||| | W Q «helstkche rsahngen 6Mfhmg«fefteb de« hiesigen Turnverein« sand gestern hier vine Rertretersitzuikg von 11 Turnvereinen statt, welche mm Teil zum Gau Sossen gehören. Der Turm- verein Rauschenberg hatte den Antrag gestellt brc^Tum vereine der vier Kreise Marburg, Karchbaln.Fran fcnbcTq und Ziegenhain zu einem bcfonbirut wau m vereinigen. Der Antrag wurde schließlich vertagt, well man erst die Ansicht der verschiedenen vurnveremt Horen toins Grebenau, 25. Juli. Auswärtige Händler, die sich gegenseitig im Preise steigern, zahlen hier »ur«ttfür ba® Pfund öeibclbeeren 19 Psg. In 'ruberen Jahren waren die Beerensammler schon froh, wenn jie 8—9 Cfa pro Pfund erhielten. Infolge chrr anhaltenden Trockenheit sind die Beeren ziemlich klein und fangen auch schon an, tr fQlla Lauterbach, 25. Juli. In den umfangreichen Riedeselischcn und Gordischen Waldungen in der Ranc . benachbarten Torfe« Ä« treibt feit. euugen .Jage»iw fremder Mensch sein Unwesen, der nut einem utocr bewaffnet die im Walde Beeren f^enben SXnber ängstigt und einen kleinen dund, den er bet sich hat, an fte hetzt Da die Polizei bereit« ein scharfe« ^'gemnerk auf da« fragliche Individuum bat — auch bic , vor |t beamt en haben schon Stteifzüge nach ihm durct, den Wald unternommen -, so wird dein Unwesen wohl bald gesteuert werden man glaubt allgemein, daß man es mtt einem Geistesschwachen ju tun bat. Erwachsene sind von ihm noch nttch belästigt ro0Tb”" Schwarz b Alsfeld, 25. Juli Astern beging ber diesige Kriegerverein das Ck'i>ad)hn-5 des strotzen Srxeaea von 1870‘71. Am Bormittag war Krrchent»arade, nforten geschmückte Dorq nach dem ^vestpsgtzi., wo Dalldcr die von echt patriotischem rede hielt. Hierauf entwickelte sich das übliche eiben. Am Mend fand Festball im Gasthausgoldenen Stern statt der wie die ganze Feier aufs schönste verlies. Darmstadt, 25. Juli. Am Sonntag nachmittag tft, mie wir bereits kurz meldeten, im nahezu vollendeten 74 ocbcn5iahrc Se. Erz. der Wirkl. Gcheimerat Dr. Hem- rich Knorr von Rosenroth gestorben An, ». August 1830 in Gießen geboren, widmete stch der Hingeschiedene dem Sesstschen Staatsdienst Rach vollendeten otubien und "lbsolvierung deSVorbereitungsdienstes erfolgte am -l.cebruar 1857 seine erste Anstellung bei dem Sekretariat deS Mimste- riumS des Innern. Am 11. August 1867 wurde er »um des Kreises Bensheim befördert und von dieser stelle auS am 16. September 1872 als Ministerialrat in das Ministerium deS Innern berufen, in welcher Stelle er bis zum 1 Juli 1898, also beinahe 26 Jahre lang, verblieb ’,nb ch der ihm hauptsächlich auch die Leitung deS Unter- richiSwesens oblag. Beim Ausscheiden auS dem genannten Hauptamt würden von dem Landesherrn seine langjährigen, treuen und ausgezeichneten Dienste besonders anerkannt. DaS chm im Nebenamt übertragene Amt des Präsidenten deS VerwaltungsgenchtshofeS hat er bis zu feinem Ableben be- fteider. An äußeren Ehren und Auszeichnungen war dem Heimgegangenen viel beschieden. Schon im Jahre 1879 mar rr zum Geheimen Staatsrat, im Jahre 1896 zum Wirklichen (Seheiwerat mit dem Prädikate .Erzellenz^ ernannt worden. Lie Landesuniversität verlieh ihm angesichts der Verdienste, die er sich in seiner amtlichen Stellung um sie er- vorben hatte, die juristische Doktorwürde im Jahre 1879 und die medizinische im Jahre 1896, honoris causa. Durch landesherrlichen Erlaß vom 10. Llpril 1886 war dem Heimgegangenen gestattet worden, von dem seiner Familie m Oesterreich einst zugestandenen Adel im Großherzogtum Ge- ürauch zu machen und Namen und Wappen der Familie Knorr von Rosenroth zu rühren. Erzellenz v. Knorr war ein lauterer Charakter, desien Name in der Geschichte deS heswchen Staatsdienstes fortleben wird. — An der am gestrigen Montag erfolgten Beisetzung beteiligten sich, wie unS unser Darmstädter Korrespondent meldet, u. a.: Als Vertreter Sr. Kgl. Hoh. des GroßherzogS, der auch einen sehr wertvollen Kranz gespendet hatte, Kammerherr v. Bellersheim, crner SlaatSminister Rothe, Justizminister Dr. Dittwar, Geheimrat Emmerling, die Ministerialräte Braun, Dr. Best, Dr. Becker, Eisenhut und Weber, Mitglieder deS VerwaltungsgerichtShoseS, Provinzialdirekior Freiherr v. Grancy, der Divisions-Kom- umndeur Freiherr v. Gall, Stadtkommandant v. Lyncker, zahlreiche Mitglieder und Räte der Ministerien, Vertreter der Landesuniversität und der Tech. Hochschule, daS OssizicrkorpS, der Studentenausschuß, sowie Freunde und andere Leidtragende. Ter Rektor der Landesuniversität Gießen Prof. Dr. Brauns hob die großen Verdienste des Dahingeschiedenen hervor, welche dieser sich während zweier Dezennien in getreuer Mitarbeit um das Emporblühen der Landesuniversität """Nun' ist die Entscheidung zu treffen: ist die Getreidefläche geeignet, fortenechtes Saatgetreidc zu liefern ober nicht. liö wird in diesem Jahre zum ersten Male Saatgetreide angckört: die Landwirte haben noch geringe Erfahrung im Anbau toirntct) sörlencchten Saatgutes, ihr Auge ist noch nicht geübt genug, um zu erkennen, daß sie nicht unbedingt sortenechtes Getreide nm ihren Aeckern stehen haben. Auch die Vorsichtsmaßregeln, die beim Ernten, Dreschen und Lagern des Saatgetreides notweiidig sind, werden aus Mangel an Erfalnung und Hebung ntw genügend beobachtet. Wie man bei d'r Ankörung dcS Vogelsberyer Rmdes im Anfang auch einmal ein Neines weißes Fleckchen übersah, so wird im ersten Fahr auch einmal eine kleine Anzahl Achren übersehen, die das Saatgut nicht als biirdxiuä sortenrcm er- kennen lassen. Mit jebrot solgenden Jahre tmrd man natürfub strenger verfahren — Aber nicht allein die Sorteiireinhett enn* scheidet über Ankörung ober Ricl>tankörnng. Zeigen otc Achren häufig Branbfvnren, ist das ^etrcibefelb von pflanzlichen ober tierischen Schüblingen ni erheblicher Weise heinigelucht, ist. es mit Unkräutern burchsetzt, unter beucn die Kornrabe, Die Distel, bet Senf, her Flughastr und andere sick hervortun, oder ste )t unter (Vkrftc Hafer, unter Weizen Roggen und umgckehrt, so kann Saatgut von solch-'N Aeckern natürlich nicht empfohlen beim Miel«ahfcn an ihren Hauswirt Stöbe jufälha jefchen bette, baß dieser ein- große Summe m Gold in seinem SLretd- lisck zu liegen l-atic. beit Plan gefaßt. Stäbe und leine betagte Ehefrau »u ermorden und sick> deS Gelde« zu bemächtigen. Zu diesem Zwecke zog sie sich an dem Tage de« Mordamckilages. al« ihr Mann, der von dem entsetzlichen Vorhaben seiner Frau keine Ahnung hatte, schon sehr früh zur Arbeit gegangen war, Kleidungsstücke desselben an und machte, wie geschildert, den «er- »ch, zunächst Stöbe zu erschlagen, .roorauf ste dann Weise bic noch im Bette liegende betagte Eb-stau S" abtun das Geld rauben und sich unbemerkt über den Flur m Wre Wobnung, deren Tür sie nut angelehnt batte- zurückbegeben rcollte — Wäre ihr der sckneckliche, mit soviel List ersonnene Plan ' gelungen, dann hätte die Polizei zunächst vor einem läti'el gestanden, da doch jedermann angenommen hätte, daß die Mordtat von einem Manne verübt, und niemand aus ein Weib al« Täterin verfallen wäre, -tte irdische Strafe für ihre furchtbare Tat bat die Schlosierfrau - tm übrigen etne kleine, unscheinbare Person — nicht mehr ereilt. Satte sie schon vorher eine recht beschrankte getsttge Versassung gezeigt, die durch da« Romanlesen noch, verschlimmert wurde so ver- wirrte sich während der NMermchungshas ,ht Geist miolge der durch die Tat bei ihr entstandenen Ausregung immer mehr, bic Perlte sie für unzurechnungsfähig erllärten, und sie in ein Irrenhaus gesteckt wurde. Dott ist sie bann einige Jahre "ftfater ai'swrbfu. DÜpati aus aus onn e(eqen(;ett§arbcitcr Konr. Has, bisher in Offenbach tätiq ?r, unb Christ. Ehrharb von hier aneinander. Ter HaS (Originalartikel deS „Gieß. Anz ") Wieder etwas Reue- in der Provinz, das zum weücren Fortschritt im Icmdwirtsclmftlichen Gcwerbe fuhren soll- Bw I botnn haben wir Vogelsberger und Simmentaler Rinder aw getort. auch reinrassige Schweine und Ziegen genostenschastllch aesüAtct, reinrassige, für un« passende vieslügelattrn ,n ZiiMt- anstalten untergebracht unt> Zuchttiere au« bitten Ansiallem an stnleressenten abgegeben. — Jetzt kommt da« betreibe an die Reihe, au* Getreide und andere Ackerfrüchte iverden angekort. f-vnn au* die Ackenrückte der verschiedensten Art haben ihre Eigen. tümlickkeiten, die sie für die verschiedenen Bodenarten, für imdrt- bare (Ebenen und sterile Gebirgsländer wehr oder weniger gt-] eignet erscheinen lassen Aus diese Eigentümlichkeiten nxrkn die verschiedenen (Mreibearten gevrüst. Ma» bttchrünkt sick> aui wenige auKgewShIte Sorten, bezieht ne in tadellosem Zustande von bekanntni Züchtern, wenn au* für M . unb bnu sie bei un« unter der größten -Sorgfalt an. Tiit dieser Ausgabe beschästigen si* auch in der Provinz Cberbenen eine SHeibt von Lanmvinen .Eie wollen für ihre eigenen 98cbMrufie da« Beste auf ihren Aeckern erzielen, sie wollen aber auch da« Beste zum großen Teil an ihre Kollegen aU Saatgut absetzen und zu guten " "wndwirtschastliLc Verein sür die Provinz Oberhessen Ällsin« m den MMsimlsmiNm, brr Stidt «ittzrv. Aufnebotc. Ain 17. Juli. Jakob GroßhauS, Sergeant dahier mit Maria ®cd)Mn Gonterskirchen. Am 19. Juli. Andreas Heinrich Wilhelm Eidmann, Kaufmann dahier mit Lina Marie Ruhl hierfelbst. — Emil Paul Friedrich, Zigarrenfortierer in,Kleinlinden mit Karoline 9luquftc Größer daselbst. Eheschließungen. Am 16. Juli. Dr. Heinrich Ludwig Bruno Beutler, Oberlehrer in Bremerhaven mit Johannette Petronelle Wilhellnine Berq^r dahier. — J"ll»'s Pfäffli, Fabrikarbeiter dobier mit Anna Maria Peppel hierselbst. — Joseph Herbert, Baufchreiber dahier mit Magdalene Emilie Gilldan bicrfelbft. — JuliuS Johannes Inna, Schutzmann dahier mit Marie Vetter in Lollar. Anr 20. Juli. Konrad Becker, Schutzmann in Bensheinr mit Georgine Elffabethe Seidewand dahier. Geborene. Anr 11. Juli. Dem Hoboisten Arthur Riemann eine Tochter, Emma Erna. 9hn 15. Juli. Dem Lokomotivheizer Adolf Rinker '-ui. Dem Fabrikarbeiter Jakob Müller ein Sohn, Willy Georg Adam. — Dem Telegraphenleitungsalüschcr Heinrich Waqner ein Cohn, Otto Heinrich.Dem Mineralumsferfabrikanten Josl Schneider eine Tochter, Klara Liim Luise. Aln 17. Juli. Dcnr Taglöhner Kar! Stumpf eine Tochter, Marie. — Dem TaqlÜlmer Johann Peter Rosenbecker ein Sobn, Johann. Am 18. Juli. Dem Eisenbahnschaßner Wilhelm Schnewer ein Sohn, Ludwia. — Dem OeDcn dem er sogleich fein Messer tn den nnferletb ycrfrrrihlttTI tadellosem Saatgutes nicht all w “n’i. Scheinbar schwer vorleßl und unter großem Blut- Ankörung regt den Wetteifer d» Limdwirte an ,u,,ä^t verliist stürzte E, zusammm und mußte von Schittsleuten in« sortenechtes btT das ^crantcifcn *Ärt L trennt lebende Frau dreht, die van Offenbach nach Hanau arbettew dah schon in den nächsten Jahren die gekommen war und stch im Gasthaus- .zum Schloßpark Lmidwirte sortenechtc« Saatgetreide, bai für nmirc (dieinbar wieder mit ihrem Mann geeinigt hatte, wa« den 0aS, niinatif*cit und Bodenverhälttusse ,» auSreichandn M^g« [ ] Biedenkas, 24. Juli, AuS Anlaß deS gegenroartiq |OTrbc^ tojrb ss„d intelligente Landwirte genug da, die unter hier rtattfinbenben 18. GauverbandSschießenS öcg| fiafr Leimug du- bejic leiste» werden. _________ GaueS besten lind Rasta» trägt unser Städtchen retd)cn ---------- Flaggcnschmuck. In dem Festzuge, welcher sich beute nach- vermischte». mittag durch die Stadt bewegte, waren Schüßen aii« zahl- . st »in 23 Juli. Der ,.Rheinischen Zeitung" zusolge ist reichen bcstiichen Städten vettreten. Die Festrede htelt Burger- b pi'n ss 11 e » pol i, c i l i rber M i ßg rif fvoiaefom- 1 men Aus Veranlassung d « Tarrn nbe« eines 2^ la&rtgrtt un- befdwltencn Mädchen« wurde da« letztere itt der Wohnung feinet Dienstherrin Von zwei Beamten der Stttenpolizei verhaftet und tum P 1-,'iprSsidium geführt, wo eS drei Stunden m der Wacht- stube verbringen mußte. Alsdann wurde das Mädchen ,um Bahnbos in einen für Transportgesangencn bestimmten Wagen nebrarf>t und unter Begleitung eine« Beamten brr Sittenpolizei, weil sie der gewerbsmäßigen Unzucht bezichtigt wurde, dem 9fgnt«-Siitt in Bonn -ugeslhtt «a^bem da« Mädchen mehrere Tage dort verbracht hotte, gelang ihm nut einer anderen Insassin hie Flucht. Ta« Mädchen unterbreitete hei seiner Ankunft in Köln die Vorgänge dein V o r m un d scha f t Sg e r icht, wel- cf.eS erklärte, batz weber ber Vormunb, noch bce Polizei zu diesem Vorgehen berechtigt gewesen xxt Angelegenheit würbe bereits b'r Staatsanwaltschaft juntCTPrettet- Naä) brr Mitteilunabes genannten Blattrs wird der zicnirbcrrm | sowohl, wie bem Mäbchcn bas beste Lcumunbszrugnis and* 1 ' Ruhrort, 23. Juli. Aus Zeche Neumühl bei Hamborn würben vier Reparaturschlosser burd) herein* m — vom i brechendes Gestein verschüttet. Einer blieb tot, die übrigen Georg Lang zwe, Personen " murbrn lebensgefährlich verletzt. Tode des Ertrinkens im Ma,n. Dw Beiden durchfch^ . Breite ne ich, 24. Juli. Freitag nachmittag wurden den Main, wob«, sie die ^ste vcrlivtzen. - Am ^mStagl cmcn Brand 68 Wohnhäuser und 17 Wirt- abend mußten auf hem 6c%Mtbotf m -Jin nJ 18< i tingeäfchert. Die eben emgefahrenen angekommene fette Schweine al, rotlaufoerdachtig Sofort ab-1 ^beLräte. sowie großer Teil de« Viehes und gestochen werdenl&l r,* viele landwittschaftliche Maschinen sind mitoerbrannt. bürg wohnenden Weichensteller« ettränkte sich im «betn. . ~Q1 bur 28. Juli. Der Wiener Gymnasial- Der Grund zur Tat ist unbekannt. — In ,rrankfiir ^^^^^^^ ^^aubinger wird seit Mittwoch a. M., am Mainkai, sand em Arbeiter ein Kastchen mtt^age unternahm er von Berchtesgaden 2000 Mk. bar und einen Pho agrap^nappatat.^ Da, ist! cjnc .'- J- S.» ,««,*,1. „ VON 450 000 Mk. an die Stabt Wiesbaden Über, die dort . Die Erinnerung an ei neu schrecklichen M ort». Pumpstationen zur Wastergewmmmg anlegen will. versuck» wird durch den kürzlich erfolgten Tod eine« Bürger« —--------her Berliner Vorstadt Rirdori, deS 76 jährigen wüheren Fuhr- . |T,m I furrn Lkovolb (Stöbe, wacharruskv. ES war an einem (Sommer* ^andwirllchastlichtS aus der Vrovin- 06er^tlTen. moricu** i89i, als schon früh um Haid 4 Uhr an - - - ' ber Flurtür des damals 63 jährigen Stöbe geschellt wurde, ^tobe ging hin, um naclr-uschen. Als er im Halbbunkcl die '5l"rtur öffnete, sprang von draußen ein tferl auf ihn zu uiw führte einen furchtbaren Schlag mit einem groven Dammer nach seinem Kopf, der '5t. halb betäubt zu Doben streckte. Während etöbf blutüberströmt am Boden lag, um Hilfe schrie und sich auS Leibeskräften mehrte, schlug der Mordbube weiter auf ibn ein, bi« er einsah, baß er sein Opfer nicht bewältigen werbe, und bie Flucht ergriff. Stäbe raffte bic letzten Kr^te zusammen, sprang aus, unb lief, laut um Jptlfe rufend, hinter dem flieyen den Menschen her, den er auf bem Hose erreichte, zu Boden riß und in seiner ivahnfinnigen Wut hallttot schlug- -J^ere Hausbewohner eilten hinzu unb beteiligten sich an ber ^.ynch- , justiz. Als man aber bann ben über und über blutig ge- ! schsagenen Morbmenschen aufhob, erkannte man — daß es em ! Weib war, das sich Männerkleider angezogen hatte. ES war die jungt Frau de- Stöbe gegenüber wobnenben Schlossers Älicni. Sie würbe junädift in ärztliche Behandlung gegeben, dis sie nneber vernehmungsfähig war, -voraul sich in dem mit ihr vorgenommenen polizeilichen Verhör folgender Tatbestanb ergab, ber einen in seinem Raffinement geradezu ungeheuerlichen MorbanMag mtbülltc: Fran Kliem, eintauhcrit SnK BSÄ'Ä" SÄS'.“minK -.11* *"*!«" e tWBÄtt SÄ meinsamen HanbeM Professor Albert war im vergangenen Jahr mit ber Einleitung b?s Unternehmens betraut Jeot bat icm Nachfolger Professor Gisevius bic Führung übernommen unb leitet baS Unternehmen mit energischer unb kundiger Hand. Schon im -eiligen Frühjahr sind bic Lanbwirtc ausgnordert morden, ihre Ackerflächen, bic mit bestimmten Getrcibewrten aus anerkannten Züchtungen besät waren, zur Köruna anzumel^m Tas ist geschehen. Eine erhebliche Anzahl unserer bcniljcn Lanbwine, bie gern das beste Getreide aus ihren Acker- stächen erzeugen möchten, Getreide, das den Kon,»menten und Produzenten tunlichst gleichmäßig befriedigt, sind der Aufforberung gefolgt. Schon seit Wochen burchstreiste Prosessor GiseviUs mit seinen Hilfskräften die Provinzen bes Lanbes, suchtc die Landwirte aus, bic ihre Saaten ankören lassen wollten, unb bann geschah bie Ankörung ober — geschah auch nicht. Bei ber An- förung kommt e5 in erster Linie auf Sortcnochtheit an. Wirb z B. eine Roagenffäche als Petkuser Roggen porgestettt ober eine Weirensläche als echter Sturis-sauare keab r** - Besitzer, er haoe etwas ganz Apartes an Sor. ...... , n ..L jtäNi x ys h-l- W' 9»* MB io»a Z 3 6> - s : »S :' ~ n •» ~ ® ? •» i 8 ft’ & M* des - " 17. fitl- w- 21. nÄ 2J*, 26. Äe'ld I ätär.Ti <- , fcy®-"J eäcy5^13 id ?2, f 2 SS Schneider Heinrich Wagenbach ein Sobn, WUhelm. — Dem Bierbrauer Joseph Uhl ein Sohn, Wilhelm Xaver. Am 2L Juli. Dem Modellschreiner Martin Wacker eine Tochter. — Dem Oberlehrer Dr. Richard Trapp ein Sohn. Gestorbene. Am 15. Juli. Gustav Kahn, 30 Jahre alt, Lederhändler dahier. Am 16. Juli. Elisabeth Belloff, 7 Monate alt, Tochter des Taglohners Karl Belloff dahier. Ain 17. Juli. Dr. Leopold von Klipstem, 72 Jahre alt, Privatmann dahier. Am 18. Juli. Paul Ernst Friedrich Noack, 29 Tage alt, Sohn des Spenglers Paul Noack dahier. — Wilhelm Schäfer II., 83 Jahre alt, Privatmann dahier. Am 20. JuU. Katharine Hofmann, 22 Jahre alt, Dienstmädchen dahier. Aussig ans arn Kirchkabücheru der Stadt Gießen. Getaufte. Markus gemeinde. 17. Juli: dem Schreiner Wilhelm Walter, Zwillinge, «pin Sohn Karl und eine Tochter Auguste Elise, geb. den 2. Juli. u f a c m e i nh e. 17. Juli: dem Dreher Peter August Wagner eine Tochter, Lina Frieda Franziska Maria, geb. den 19. Ium. — Johannesgemeinde. 16. Juli: dem Wirt Karl Pepplcr ein Sohn, Ernst Heinrich, geb. 20. Juni; 17. Juli: dem Uhrmacher August Schwab ein Sohn, Fritz Ernst Karl, geb. 12. Dezember 1903, dein Schneider Georg Strack eine Tochter, Katharina, geb. 6. Juni; 19. Juli: dem Kaufmann Wilhelm Jullmann em Sohn, Ernst Wilhelm, geb. 15. Mai; 21. Juli: dem Restaurateur Kaspar Fehl ein Sohn, Ernst Heinrich, geb. 8. Mai. Militärgemeinde. 17. Juli- dem Gendarm Heinrich.Aff eine Tochter, Marie Elisabeth, geb. 26. Juni. Getraute. Matthäus gemein de. 16. Juli: Julius Pfaffli, Fabrikarbeiter zu Gießen, und Aima Marie Pcppel, Tochter des verstarb. Taglöhners Johann Wilhelm Pcppel zn Gießen. Dr. Heinrich Ludwig Bruno Beutler, Oberlehrer zu Bremerhaven, und Johannctte Petronella Wilhelmine Berger, Tochter des Lehrers an der höheren Mädchenschule Dr. Heinrich Berger zu Gießen. — Johanne sg cm ein de. 20. Juli: Konrad Becker, Schuhmann in Bensheim, und Elisabeth Seidenwand, Tochter des Schuhmachermeisters Heinrich Serdewand in Gießen. Beerdigte. Matthäusgemeinde. ,21. Juli: Wilhelm Schäfer, Rentner, verheiratet, 82 Jahre alt, .starb den 19. Juli; 22/Juli: Otto Konrad Haupt, Oberst a. D., unverheiratet, 63 Jahre alt, starb den 19. Juli zu Wahlershausen bei Kassel. —,Johannes- gemeinde. 19. Juli: Dr. Leopold von Klippstein, Rentner, 72 Jahre alt, starb den 17. Juli. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 25. Juli 1904. (Mitaeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2'/a Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit .... 200.40 200.20 Deutsche Bank . . . 217.90 218.12 Darmstädter Bank . . 137.00 137.12 Bochumer Guß . . . 190.00 190.00 Harpener Bergbau . . 201.90 201.87 Tendenz: Ziemlich fest. (S.) Stockheim, 24. Juli. Aus dem soeben ausgegcbenen Verwaltungsbericht der Aktien-Z Ückerfabrik Büdingen in Stockheim ist zu ersehen, daß im verflossenen 20. Geschäftsjahre 363 810 Zentner Rüben zu einem Kaufpreise von 292512,40 Mark zur Verarbeitung kamen, wclckse von 2323 Morgen! geerntet wurden. Die Durchschnittsrente auf den Morgen Zentner gegen 145 Zentner im Vorjahr. Durch- M^ttlich wurden pro Tag 5730 Zentner verarbeitet gegen ■.6,° Zentner im Vorrahr. Nach Vornahme der bestimmungs- maßigerr Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 47 530,27 Mark. Für die kommende Kampagne sind 2130 Morgen ausgestellt. Die Generalversammlung findet am 11. August in Stockheim statt. Märkte. Gießen, 26. Juli. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfq. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfq., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfq., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,80-l,00.Mk., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 77/1 2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—70 Pfg., Ochsensteisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweine- fleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,50—0,00 Mk., Weißkraut per Stiick 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Alk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Alt., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Alk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00- 00 Pfq. Kirschen per Pfd. 15-00 Pfg. Marktzeir 7-1 Uhr. Kerichtssaal. Der Prozeßdes ehemaligenRechtsanwalts Dr. Fritz Friedmann gegen den Redakteur Hammer von der „Staatsbürger-Ztg." wurde am Freitag vor der 8. Strafkammer des Berliner Landgerichts I als Berufungsinstanz durch einen Ve r g l e i ch beendet. Der Angeklagte bedauert, den inkriminierten Artikel in der Form, wie es geschehen, veröffentlicht zu haben. Die Absicht, den Kläger zu beleidigen, habe er nicht gehabt. Er erkennt ferner an, daß .er zu den in dem Artikel enthaltenen beleidigenden Vorwürfen keinen ausreichenden Anlaß gehabt habe. Der Beklagte verpflichtet sich, diesen Vergleich nach eingetretener Rechtskraft in der „Staatsbürger-Jtg." zu veröffentlichen und übernimmt die Gerichtskoften. Arbeitervcwegung. Chicago, 25. Juli. Man schätzt die Zahl der jetzt im Aus stand besindlickum Schlächter auf 54000; die der Arbeiter ans den der Schlachtindustrie verwandten Geschäften, die Montag in den Ausstand treten, auf 35 000, die Zahl der sonstigen Ausständigen auf 52 000. Bordeaux, 24. Juli. Die Cafekellner sind heute früh in den Ausstand getreten. Sie durchziehen bic Straßen um die Angestellten der Gasthäuser zur Niederlegung der Arbeit zu veranlass en. Fast alle Restaurants, Hotels und Cafes haben ihre Räume geschlossen. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, .25. Juli. Es sind jetzt in der Stadt mehrere enge Straßen und Gassen für den Fuhrverkehr ganz oder mit Einschränkungen gesperrt. Auch in lxr von Passanten vielfach benutzten Wettergasse, zwischen Marktstraße und Mäusburg, wäre eine solche Maßregel angebracht. Diese Straße wird von Fuhrwerken so sehr in Anspruch genommen, daß .der Verkehr oft vollständig stockt. Die Passanten müssen mit Kindern und Kinderwagen dann in die anliegenden Haus- und Ladeneingänge retirieren. Nur nm eint r 3 er o vv & 33 E CS (Sl ■ts er 5 g 3 & Idxso 33 CD 3 o* S 45* E ro C* ©37?® 2. ™ ® 3 »-> er a g E OD = Z er S g 3 ?. § S* S cSr er o 2 er S' er O: $ o O ST- er ~ 2 33 cp r> $ s ssr CZ 2. CD E-' 2 vocr 3 33 CD 4S. %■ o <-$ 33 3: a s er 33 o- §a 4Ä er » • t5 —H 3 e 'E- «<) cT ** SD* ** sr.g: 3 er er g «• JD: £ § g’cil-E'E 3 Ö Q o zt E <-t- TJo C ry S 3 3'—.'»?. S=' cr 'S' VV 3 Or » « 33 n» c cr.G=> E o S CD • ISO xso ISO CD O 00 00 00 Cöi C’< w CZ c o 5 o 5 OS« S o ■an O c: 3 o <3 5 sE' o er E § o 3 ft» 3 B" Ä- S 5 or - « o M § 00 o o 3 CD Q±l ® s, » - 5 S W S 03» 3 r^ g- = LJ §-3, = O S "e • 2 SP to o er -E, <5 er O 3 Or^ 5 r'i n S' - CT P er P E r> E .E 35 E ' E «Ü CD ro 5" 5*. UV $2 S 5‘ 3 3 rv «n«. ••s- 3 CD 3*-' ° 2 o Sv e fi» s Kreisbla 2. Platz 0.80 Mk. im Vorverkauf: 1. Platz 1.60 Mk. 1.— 2. 6355 Sonstige starten nur im Vorverkauf bet: RUDOLF MÜSSE• GIESSEN SCHULSTRASSE 7 c Annoncen-Annahme für alle Zeitungen und Zeitschriften GIESSENER ANZEIGER 176.— 2) Kleinschlaglieferung Oeneralvertriab: C. KOCH, BERLEBURG. 04205 flott. Prima neue holl. Zum Wohnungswechsel1 Heringe 5818 C. H, Stückrath, Muri|trM U Überall arhiltlicH. »a M^Seile Carl Graf Kirchonplatx 15. Angelegenheiten JJdo Haaie. Limburger Käse »u Mk. 15.— per Zentner verwendet in Stiften von 70 bis 100 Pjund gegen Nachnahme oder Vorauszahlung 6002 «. 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Sübanlagc; Daniel Heil Rachso'ger, Lindenplatz. * v zum Besuch der Vorrennen._________________________ Nachstehende Zeitungen und Zeitschriften FZ— "TA haben der Firma RUDOLF MÜSSE die alleinige Inseraten-Annahme übertragen: ----- Gießener Rnder-Gesellschast 1877. Sonntag* den 31- Jnli 1904: XII. Ruder-Regatta auf der Lahn. . t>7 iBoofr 160 Ruderer. r'r rtr" ,,h vcglnn der vorrennen vormittag» o Uhr. 8 3 A ' „ __. oueg,W „„ d., »» im.nl. 2. Näürend dkr GPOSSCS SiO HZ6F< _ Z, .er mn..-rt-u^-i 2lILSWM°IlSew »ei «...'N i» ' ’6W“U" * Preise der Vlätze: in höR'che (rrinnenmg. Hochachtend Tovls-Anzcigc Rreunbai und P-kann,en hierdurch di- traurig- Mil- ikiUing, daß der Lllmachug- unl-r Hebt« Sohnch-u m>d Karlchen xm gerade vollendeten ersten Lebensjahre heute vormittag Uhr zu sich gerufen hat. Die trauerude» ^interblieteece: Postassistenl Wil tu Andrae und Familie. Vrünberg (Hessen), den 25. Juli 1904. Tie Beringung sindet Mittwoch den 27 b. nach - mittags 8l. Uhr. in Gießen von de. Leichenhalle des ’ alten Friedhofes aus statt. O42v4 Zwicbclkuchcn jeden Montag, "Mittwoch und Freitag von 9‘/< Uhr an bei 16110 K. Wilh. Gengnagel ______ Neustadt 45. Qberheistscher Bicnenhonig garantiert rein, 6219 per Pfund 90 Pfg. Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27. Lmdenolatz 12. Submission. Die Lieferung von Weißzeug, BcUwerk, Krankenkleidern, Stoff zu Stores, Krankenreppichen, Roßhaarmatratzen und Aufarbeiten von Roßhaarmatratzen für die neuen Kliniken in G^ßen soll aus dem öffentlichen SubmissionSwege für das Rechnungsjahr 1904 vergeben werden. Bezüglich der Lieferungsbedingungen ist der Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 16. Juni 1893, das Ber- dingungSwesen betreffend, und besten Anlage A maßgebend. I Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind aus dem VerwaltungSbüreau genannter Anstatt an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr einzusehen. Offerten mtt der Aufschrift .Lieferung von Weißzeug ic.* sind verschloffen bis zum Mittwoch den 10. August 1904, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Lerwallung der neuen Kliniken einzurelchen. ZuschlagSsrist biS zum 15. August 1904. Die Lieferung kann auch verteilt vergeben werden. Gießen, den 21. Juli 1904. 6259 Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Arbeitsversteigerung. Rachoerzeichnete Jnstandsetzungsarbeiten eineS Wcgcs in der Gemarkung Londorf sollen SamStag, den 30. Juli d. I., vormittags 8 7a Uhr auf Gr. Bürgermeisterei Londorf öffentlich m Akkord vergeben werden alS: 1) Wegchaussierarbeilen im Betrage von rund Mk. 654.—