Nr. 278 Grlchslvl tag!i< autzer SonniagL. E)em Giehener 9i uzeiger »erben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Giehener Familien« Hütter viermal in der Woche beigelegt. KotattonSdruck u. Ber- !ng bet BrÜ h l 'schen Unwetl.-Buck^u. Stein» bruderet, R. Longa. Redaktion. Örpebittoe und Drnrkerri: Vchulstratze 7« tlbrefle für Depesche»« Anzeiger Vietze». FernsprkchanIchtußRr 51. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 25. November 1904 General-Anzeiger F3 r :<• M 4 f .1 11 IMMW Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen YeLNgSvretA, monatlich 76 Pf.. oterteU jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Vf.; durch disyost!Ak.S.—Viertel« tährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für bie Tagesnummer bis vormittag« 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12 Ps^ auSwärtS 20 Pfg. verantwortlich füt den polit und allgem. Teil: V. Wittko: für .Stadt und Land^ und ^GerichtLfaaf: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. * deutsches Reich Ick Lich feierte am gestrigen Donnerstag der ©teno*. graphenverein Gabelsberger im „Holländischen Hof" beul Geburtstag des Großherzogs mit einem sehr gut besuchtes Kommers. Berlin, 24. Nov. Man meldet aus dem schlesischer^ Orte Groß-Strelitz: Die Fasanenjcigd wurde heute bei nebeligem aber trockenem Wetter abgehalten. Die Jagd war um V/2 Uhr beendet. Hierauf fuhr der Kaiser nach dem Schloß, wo ein Gabelfrühstück stattfand. Um 4 Uhr erfolgte die Abfahrt nach Großmoschen. Dem Grasen Tschirschty-, Nenard wurde der Kronenorden erster Klaffe verliehen. —j Der Kaiser ist heute Nachmittag an der Moschener Haltestelle vom Grafen Thiele-Winckler empfangen worden. — Der Bundesrat stimmte heute den Gesetzentwürfen über die Friedenspräsenzstärke des Heeres und üben die Aender ungen der Wehrpflicht zu. — Das Abgeordnetenhaus hat heute die Vorlage die Nachzahlung des WohnungsgeldzuschusseZ in dritter Lesung nach den Beschlüssen der zweiten Beratung un-! verändert angenommen und hat hierauf den Antrag des! Grafen Douglas auf Schaffung einer Landeskommission für Volkswohlfahrt einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Dann wurde der Gesetzentwurf über die Regelung der oberen und mittleren Oder in zweiter Lesung nach den Kommissionsschlüssen einstimmig angenommen. — Die Nachricht, daß die „Berliner Zeitung* am 1. Januar ihr Erscheinen einstellen werde und sämtlichen Redakteuren gekündigt habe, ist in dieser Form unrichtige Tie Bert. Ztg. wird auch nach dem 1. Januar weiter er* scheinen und nimmt nur eine Aenderung in ihrer ErscheinungS* weise vor. Infolgedessen sind nur zwei Redaktionsmitglieder entbehrlich geworden. Bort Arthur. Ein amtliches Telegramm von der Port Arthur be*, lagernden japanischen Armee berichtet, daß ein durch Geschosse, nu§ japanischen Schiffsgeschützen verursachter Brand in ber> Nähe des Arsenals von 12^ Uhr mittags am 22. November bis 2 Uhr morgens am 23. November gedauert habe; wcihr- scheinlich sei das Kohlenlager verbrannt. Der Aufstarid in Aeursch-Südwestasrika. General von Trothcl berichtet von mehreren-, Gefechten mit den aufrührerischen Hottentotten, u. a. von von einer größeren Schlappe, die anscheinend Hendrik Witboi selbst mit 250 seiner Leute bei dem Angriff auf das deutsche Lager bei Kub-Kuis davongetragen hat. In dem „Berl. Lokalanz/ veröffentlicht Hauptmanm DannbauerMitteilungen, wonach Hendrik Witbo i auch ben, Aufstand der Herero angezettelt habe, während er. den Deutschen noch immer Treue heuchelte. Gefangene Hereros hätten dies verschiedentlich durchblicken lassen, ohne daß man ihnen Glauben schenkte. Ebenso hätte ein Bure, der von den' Hereros gefangen, aber wieder entkommen war, einen Brief Witbois gesehen, in welchem dieser die Hereros zum 91 uf-[ stand auffordert; auch ihm wurde nicht geglaubt., Hauptmann Dannhauer beklagt bitter die Vertrauens-j seligkeit der leitenden deutschen Stellen. Ium 36. Geburtstage Kr. Königs. Kohei't des chroßherzogs. Die Bevölkerung unseres Landes ist von jeher mit ihrem Herrscherhause innig verbunden gewesen, und Freude Und £etb im Darmstädter Residenzschlosse ist von ihr allezeit warm mitempfunden worden. Denn fester als in einem großen Staatswesen schlingen sich die Bande in engeren Grenzen, innerhalb deren der Monarch dem Einzelnen nähertritt und die Eigenschaften seines Eharakters klarer erkennbar werden. Raum vorüber sind die Tage, an denen unser Großherzog Ernst Ludwig zu seiner Verlobung in dem altehrwürdigen Fürstenschlosse zu Lich die zahllosen Kundgebungen Heller Freude und innigster Beglückwünschung entgegennahm, Zeichen der unvergänglichen Liebe des hessischen Volkes zu seinem erlauchten Fürsten. Auch der heutige Tag gilt der Verehrung unseres Landesherrn, dessen Milde und Schlichtheit, dessen Leutseligkeit und Wohlwollen, dessen Herzensreichtum und feines Fühlen, dessen unvoreingenommener, selbstloser gerader Sinn ihn zu einer der Persönlichkeiten auf Deutschlands Fürstenthronen machen, die in der Volksgunst am höchsten stehen. Frei und ehrlich wie unser Landesherr bekennt sich das Großherzogtum Hessen zum Reichsgedanken. Dieser aber würde seinen lebenskräftigen Rückhalt verlieren, wenn man ihm allein nachhängen und der Hingebung an das engere Vaterland und den angestammten Herrscher für geringwertig erachten wollte. Auf der Treue gegen den Landesvater, auf der stetigen Anteilnahme an dem Wachsen und Gedeihen der engeren Heimat beruht die patriotische Kraft, die das Reich machtvoll und bleibend erhält. Ein Deutscher, der nur Reichspatriotismus hätte und seinen Heimatstaat für nichts ansähe, wäre wie ein Künstler, der zwar äußerlich durch seine Werke blendet, dem aber die Tiefe nachhaltiger Gemütswirkung fehlt. Die eigentlichen Wurzeln unserer patriotischen Tüchtigkeit ruhen in dem Nährboden der engeren Heimat. 3ti allen drei Provinzen unseres Landes weiß man, welche Achtung unser Großherzog jeder wackeren Arbeit entgegenbringt, welches Interesse er besitzt für jede besonders gute Arbeitsleistung, sei sie nun wissenschaftlicher oder künstlerischer Natur oder sei sie ein mühevolles Werk des sauren Fleißes einer schwielenreichen groben Hand; wie gern er bereit ist, Suchenden die rechten Wege zu weisen, Aufstrebende zu fördern, Taten zu lohnen. Mit gerechtem Stolze hören wir, daß man allenthalben das Großherzogtum Hessen zu den am besten und freiesten regierten Ländern der deutschen Zunge zählt. Wie prächtig würden sich in einem Bilde Deutschlands, wenn man es von einem Turme zu überschauen vermöchte, die hessischen Lande ausnehmen vor anderen an blühenden Feldern, und ragenden Wäldern, an industriellem und landwirtschaftlichem, an wissenschaftlichem und künstlerischem Fleiß, an Zahl und Güte der Schulen und an weisen Gesetzen! And überall würde der Beschauer Zeugnisse für die segensreiche Regierung des Großherzogs Ernst Ludwig erblicken. Im Schlosse zu Lich rüstet man sich zur frohen Hochzeit. In wenigen Wochen, an einem Wintertage, soll die Vermählungsfeier unseres Großherzogs mit der Prinzessin Eleonore von Solms-Lich stattsinden. Db sie in aller fürstlichen Pracht, im Beisein von glänzenden Vertretern der meisten deutschen Fürstenfamilien, im Beisein der nahe verwandten Träger der deutschen und russischen Kaiserkronen und der englischen Königsfamilie — ob/te im engsten Familienkreise begangen werden wird, das wissen wir noch nicht. Das aber wissen wir, daß das hessische Volk in diesen Tagen und Wochen des jungen Liebesglückes mit der gleichen Anhänglichkeit, mit dem gleichen herzlichen Mitempfinden treu zu seiner Seite steht wie einst in den Tagen herbsten Unheils und Kummers. Auch der Braut unseres Landesherrn gelten heute unsere besten wünsche, von denen wir nicht zweifeln, daß sie sich sämtlich erfüllen werden, wo sich ihre edle hohe Gestalt zeigt, jauchzen ihr die Herzen zu. Ihr Leben war bisher dem Wohltun geweiht, sie versteht es, Tränen zu trocknen und Unglück zu linder.;. Sie wird auch, wenn sie mit unserem Großherzog den Thron Hessens teilen wird, es verstehen, in gütiger Antellnabme an dem Geschicke anderer die Dankbarkeit und Ergebenheit des ganzen hessischen Volkes zu erwerben. Möge Sr. Kgl. Hoheit unserem Großherzog Ernst Ludwig es beschieden fein, unter des Höchsten gnädigem Schutz und Beistand das fürstliche Amt, zu dem die Vorsehung ihn berufen hat, zum Heile und Segen des Volkes lange Iahresreihen weiterzuführen, und möge das reinste und köstlichste häusliche Glück ihm zu teil werden I Aus Stadt und Zand. ? Gießen, 25. November 1904. x •• Personalien. Durch Entschließung beS Großh.' Ministeriums der Justiz ist mit Wirkung vom 1. Januar 1905' an die Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amts-! anwalts bei den Großh. Amtsgerichten Oppenheim unb] Nieder-Olm, die bisher von den Amtsanwälten in Worms^ und Bingen versehen worden sind, auf die Amtsanwälte in Mainz übertragen worden. — Den; Stationsassistenten in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschast Kempel zu Pfeddersheim wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Dem Lokomotivführer Philipp zu Hanau wurde aus 9lnlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" j verliehen. — In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter Hohl zu Ehringshausen. ** Zur Philippsfeier am Großh. Gymnasium hatten sich zahlreiche Eltern und Freunde der 9lnstalt ein* gefunden. Treffliche Vorträge deS Schülerchors und Schülerorchesters leiteten die Feier ein. Hieran schlossen sich vier auf die Bedeutung des TageS bezügliche Deklamationen von Schulern. Mit großer Spannung folgten die Anwesenden dann der Festrede des Prof. D. Stamm, welcher mit packenden Worten und großer Sachkenntnis das Leben Keer rmd ILotte. Die nächstjährigen Kaisermanöver finden, wie der „Hamb. Korr." aus Homburg v. d. H. hört," zwischen dem 11., 18. und einem bayerischen Armeekorps statt. Der Kaiser nimmt seinen Aufenthalt im Hom-, burger Schloß, wo bereits große Veränderungen getroffen werden. Hofmarschall Frhr. v. Lyncker besichtigte dieser Tage die 9lrbeiten. — Derartige Meldungen sind jedoch stets mit großer Vorsicht aufzunehmen. mit ben wärmsten, aufrichtigsten Wünschen für ein wahres, ungetrübtes häusliches Glück in dem soeben geschlossenen Herzens- bunde. In diesem Sinne, meine Herren, fordere ich Sie auf, mit mir anzustoßen unb einzustimmen in ben Ruf: Se. Königs. Hoheit der Großherzog Emst Ludwig von Hessen unb bei Rhein er lebe hoch, hoch, hoch? Im Offizierkasino begann um 4 Uhr ein Festmahl. Die hierbei und auch bei dem Regiments-Appell gehaltenen Festreden gaben insbesondere der Freude über die Verlobung Sr. Kgl. Hoheit Ausdruck. Am Abend finden Mannschaftsfeiern in verschiedenen Lokalen der Stadt statt. Auszeichnungen. S. K. H. der Großherzog haben aus Anlaß seines Geburtstages u. a. folgende Auszeichnungen erteilt: Ten Charakter als Geheimrat 1. Kl. erhielten Provinzialdirektor Tr. Breid er t (Gießen) und Ministerial- rat Braun (Darmstadt), den Charakter als Geh. Ober» regiernitg5rat Oberregierungsrat H. Nover (Darmstadt). Ko'mmerzijenr at 'wurde der Fabrikant H. Schirmer in Gießen. Das Komtur kreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erhielten Geh. Hofrat Prof. Dr. Heß und Geh. Hoftat Prof. Dr. Oncken in Gießen. Das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großrnütigen erhielt Geh. Med^inal- rat Dr. Bostroem in Gießen, das Ritterkreuz 1. Kl. dess. Ordens Prof. Dr. B ald ensPerger und Baurat Die hm in Gießen, Medizinalrat Prof. Dr. G r o e d e l in Bad-Nauheim, Pfarrer und Domdechant O. Klingelhöffer in Lich, Oberlehrer Nehmeyer in Frieoberg, Medizinalrat Dr. Weckerling in Friedberg, Mädchenschuldirektor Dr. Frdr. R ö m h e l d in Mainz, Prof. Dr. Schädel in Büdingen, Kreisrat Sch liep hake in Erbach, Pfarrer Strack in Leihgestern. Den Charakter als K i r ch e n r a t erhielt Pfarrer Dr. N a u - mann in Gießen. Zum Oberstleutnant befördert wurde der Kommandeur des Gendarmeriebezirks Oberhessen, Major Zahn. Den Charakter als Scmitätsrat erhielt Dr. G. Schlosser in Alsfeld, den Charakter als Medizinalrat Dr. O. Wiesner in Büdingen^, den Charakter als Geh. Forstrat Prof. Dr. Wimmenauer in Gießen. Das Ritterkreuz 1. Kl. erhielten Forstmeister Spieler in Friedberg, Forstmeister Hab er körn in Alsfeld, Forstmeister Köhler in Gießen, Forstmeister Hallwachs in Nidda, Forstmeister Bücking in Büdingen, Forstmeister Trautwein in Eichelsdors, Forstmeister E. Hofmann in Butzbach, Forstmeister Diefeubach in Schotten. Geh. Baurat wurde der Baurat Neuling, Nechnungsrat wurden der .Hauptsteueramtsrendant Petry in Gießen, der Hauptkassierer Kissel in Bad-Nauheim und Eisenbahnsekretar Rullmann in Gießen. Das allgemeine Ehrenzeichen erhielten Hauptsteueramtsdiener Petri in Gießen, der Schutzmann Lang in Gießen und der Monteur Heller in Gießem Die Aeier des Heöurlstages $r. Kgl. Koheit des Krotzyerzogs. Gießen, 25. Nov. Zur' Feier'des Geburtstages S. K. H. des Großherzogs fand gestern abend 8 Ubr großer Zapfenstreich des Regiments und am 25. November morgens 7 Uhr großer Weckruf durch verschiedene Straßen der in reichem Fahnenschmuck prangenden Stadt statt. §eute um 8 llgr morgens wurde ein Choral vom Turm der Stadtnrche geblasen. : „ui... Der Festgottesdienst sand um 11 Uhr in der Stadtkirche als gemeinsamer Gottesdienst der Militär- und Zivilaemeinde statt. Me Spitzen der Behörden wohnten ihm bei. Pfarrer Euler predigte über den Text: Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? (Röm. 8, 31) und sprach — ausgehend von dem glückverheißenden Blick in die Zukunft unseres Fiirsten- hauses und fr cm Blick in die ferne Vergangenheit (Landgraf Philipp) — über den Wahlspruch: Gott, .Ehre, Vaterland. ,, r. .. An den Fcstgottesdienst schloß sich für die hiesige Garnison ein Re gim en t s ap pe l l tm Hofe der Zeughauskaserne. Ein Festessen 6er Zivilbehörden und der Bürgerschaft fand um 1/2 2 Uhr mittags im Gesellschaftshause statt. Wahrend des Mahles hielt Se. Magn. der Universitäts-Rektor Geh. Medl- zinalrat Prof. Dr. Vossius folgende Ansprache: Hochansehnliche Feftvcrsannnlung! o c,,. In jedem deutschen Gau gilt bet Geburtstag des fürsten als ein besonders hoher Festtag. Alt und Jung, Groß und Klein wetteifern, ihre Wünsche für das Wohlergehen^ü)res Landeshernr zum Ausdruck zu bringen. haben auw wu uns heute vereint, um L-r. Königl. Hoheit drm Großherzog das Olelübde unverbrüchlicher Treue zu erneuern inü> die ehrerbrettgsten Glück- unb Segenswünsche zu dem neuen Lebenswahr nur parrro- tischer Begeisterung entgegenzubringen. , , , Unserm vielgeliebten Landesherrn gebührt unser unter- tauigster Dank für die vielfachen Beweise der Gnade und Huld, die er in dem verflossenen Lebensjahr toie auch heute der Provinz Obersteisen und speziell uns in Gießen allergnädrgst hat zuteil w^en lassen Noch 'vor kurzem hatten wir dw Freude ulffern Gros'herzog in voller Jugendfrische unb blühender Gesundheit unter uns sehen. Es ist unser aller Wunsch, daß Se. Komgl. Hoheit sich ^äuch ferner bet besten Gesundheit erfreuen möchte, damit Seine unaufhörlichen Bemühungen und Bestrebungen für das Wohl aller seiner Untertanen unb zur Förderung von Wissenschaft und Kunst, die weit über bie Grenzen unseres Hesseulandes zu wohl verdienter Anerkennung gelangt ist, auch werter von cmTas0'abgeÄlferr?Lebensiahr unteres allverehrten Fürsten hat t,n-er dem Einoruck eines schweren Herzenskummers gestanbeu. «ju, r J den Zeiten der Tri'ibsal, so halten wir auch letzt in Zecken di das ganze Hessenvolk Über bie Verlobung Se. ^nial Hoheit des Großherzogs mit der Prinzessin Eleonore von ^Ä,Ä'-Hohensolms-Lich 'beseelt, Mann für Mann zu unserem ^liebten Herrscher und begleiten ihn in das neue Lebensjahr kalte der vom trat 3200 ab 51 n vcr- Telcphonischer Kursbericht in Gießen bleiben. Gießen. die Lehrerinnen aus aus mit wir hier wir sehr 5lni deS Wirkung erhalten: mit ES 3% Mexikaner . . 4Vgn/n Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. DarniRtädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsges. Oestorr. Staatsbahn . Lombardei. . . . Gotthardbahn . . . Laurabntte . . . . Bochum . . « » . Harpener . . . Scbatzscheine . . . : rnhiff. . 131.20 48.00 45.10 Tendenz VolkLschullehrer der Stadt Gießen 1. April 1905 wie folgt neu geregelt. allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit' erhielten der Waldarbeiter Eißfelder in Großfelda und die Waldarbeiterin Kath. Schmidt dortselbst. Die vortragenden Nate im Finanzministerium Dr. Nohde und Seip erhielten den Titel Geh. Oberfinanzrat, den Charakter als Finanzrat der Finanzamtmann Spa in e r in Darmstadt. Münch in Darmstadt. Das Ritterkreuz 1. blasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen die Oberstaatsanwälte v. Hessert in Darmstadt und Theobald in Gießen, Landgerichtsdirektor Dornseisf und Amtsgerichtsrat Weidig in Darmstadt, Oberamtsrichter Bötticher in Vilbel und Landhain, die Kreisstraßenwarte Fohs. Petermann in Nidda, Si l z in Lembach und Tr e chs l e r in Lich. Geh. Oberschulrat wurde der Oberschulrat Dr. Schenermann-Darmstadt, Geh. Hosrat der Hochschulrektor Prof. Dr. D i n g e l d e y in Darmstadt. Geh. Schulräte wurden die Direktoren Dr. Do sch und anwälte Wolff in Groß-Umstadt, Dr. Schmitt in Mainz, Dr. Weifsenbach und Bodmann in Bingen, Dr. Horch 37a% »"/" nt/,% 3% RV8°/1 87.% Auszeichnungen erhielten ferner aus Anlaß deS Geburtstages S. K. 5). Frankfurt a. M. hat heute früh die Effekten des gestern verhafteten Taglöhners Müller untersucht. Er hat fest- gestellt, daß die Blutspuren an Hemd und Kragenschoner von Nasenbluten des Verhafteten herrühren können. Die Messungen der Hand- und Fußabdrücke haben ergeben, daß sie nicht mit den Spuren in Heldenbergen überein st i m m e ii. Außerdem hat ein Schlafgenosse unter Eid ausgesagt, d-aß der Verhaftete in der fraglichen Nacht bei ihm im Bett geschlafen hat. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Rachbar st aaten. In Fechenheim ist eine Loge des GuttcmplerordenS errichtet worden. Das „Mainzer Taaebl.« schreibt, daß der Großherzog und seine Braiit voraussichtlich in der nächsten Zeit auch dec Stadt Mainz , • ™ einen Besuch abstatten würden. Bet welcher Gelegenheit und Dr. Sommer in Mainz, v. Brentano in Offenbach, verschweigt das Blatt. — Bei der HandelSkammerergänzungS- jHal wachs in Darmstadt, Wind ecke r in Friedberg. DaS 102.10 100.20 99.95 104.20 63.60 62.90 Kerichislaal. d. Mainz, 25. Nov. Der wegen deS R a u b mordeS an Pfarrer TböbeS in Helden berg en steckbrieflich verfolgte Metzger Oskar Hudde auS Ccbalke in Westfalen sollte sich gestern vor der hiesigen S t r a i k a m m e r wegen K ö r p e r v e r l e tz u ii g verantworten. Huddc war vom Schöffengericht in Worms verurteilt ivordcn, gegen dieses Urteil legte er Berufung ein, die gestern verhandelt werden sollte. Die Zeugen waren sämtlich erschienen, aber Hudde fehlte, trotzdem ihm die Ladung zum Termin zugesietlt worden war. Seine Berufung wurde kostenfällig verworfen. _ . _ L . R. S. Leipzig, 24. Nov. Wegen Raubes in Jdeal- konkurrenz mit gefährlicher gcmeinschaftlich-er Kö r p e r v c rl e tz- ung wurde der Tnglölmer Georg Kl öS am 28. Sept.^d. I. vom Sch würg .'richt Gießen zu einer Gesamtstrafe von 2 Vs Jahren Zuchthaus verurteilt: außer ihm wurde noch ein Mitangeklagter Fuchs bestraft, der indes sich mit dem Urteil beruhigte. Klos wurde für schuldig erkannt, am 1. Mai in gemeinschaftlicher Aus- fübrung mit Fuchs den Heinrich Meyer von Dornheim körperlich mißhandelt und beraubt zu haben. Seine Revision stützte sich auf eine Anzahl Prozeßbeschwerden. Zunächst erblickte er eine unzulässige Pescknänkuug der Verteidigung darin, daß ein StaatS- anwaltschaftsa'Hilfe einen Schriftsatz mit einigen Beweisantragen, den er ihm überaebm habe, nicht ausgeliescrt habe. Eine weitere Deschw'roc oina dahin, daß von vornherein für beide Aiigeklagte nur ein Offizialverteidiger bestellt worden sei. Als aber die Angab.n der beiden Angeklagten wesentlich avseinandcraingen, und 'ich sogar gegenseitig belasteten, sah sich der erste Richter genötigt, Ltinen zweiten Verteidiger zu bestellen, der den Mit- angellagten Fuchs zu vertreten hatte. Auch dies bezeickmete der Beschwerdeführer als unzulässige Verteidignngsbeschränkung. Es wurde auch gerügt, daß u. a. ein Sachverständiger geladen und gebärt worden sei, der gar nicht in der Lage gewesen sei, ein Gutachten über den Geisteszustand des Angeklagten abzugeben, da er ihn nur einmal vor zwei Jahren und auch da nur wenige Minuten lang beobachtet habe. Ein Verstoß gegen § 223 n St.-G-V. wurde darin erblickt, daß dieses Gesetz zu Unrecht an- I gewendet worden sei, denn das Stöckchen, mit dem geschlagen worden sein solle, sei doch kein gefälwlick>es Werkzeug. Endlich seien noch 'zwei Sachverständige zugleich auch als Zeugen vernommen worden, die — in ihrer Eigenschaft als Sachverständige — während der Vernehmung der anderen Zeugen im Sitzungssaal zugegen gewesen seien. — Ter Reichsanwalt bezeichnete sämtliche Prozeßäffchwerdcil für hinfällig, insbesondere sei, die letzte Rüge anlangend, die Anwesenheit von Sachverständigen in der Haupt- Verhandlung rechtlich zulässig, auch wenn sie als Zeugen noch vernommen werden. Der erste Strafsenat erkannte entsprechend dem Anträge des Rcichsanwalts auf kostenpflichtige Verwerf- u n g der Revision des Angeklagten. __ vom 28. Dienstjahre gütet: Den verheirateten oder verwitweten Lehrern 500 Mk., den unverheirateten Lehrern, den Lehrerinnen und den verheirateten Schulverwaltern 300 Mk., allen übrigen Schul-! Verwaltern und den Schulverwalterinnen 200 Mk. Ein un= । verheirateter Lehrer mit eigenem Hausstand wird einem ver-1 heirateten Lehrer gleich geachtet. Die Hauptlehrer erhalten | neben ihrem Gehalt eine jährliche Zulage von 300 Mk., ber | Rektor eine solche von 600 Mk. •• Früher Winter. Wir am Fuße deS rauben Vogelsberges sind gewohnt, mit nahezu einem halben Jahre Winter zu rechnen. Niemand erwartet, daß diese Jahreszeit erst an der Grenze beginnt, die ihr der Astronom gezogen hat, am 21. Dezember. Heuer war uns ein leidlich guter und langer Spätherbst beschieben. Frost haben wie erst seit wenigen Tagen, heute aber in den grauen Frühstunden lagerte sich auf die Straßen, die Häuser und die Bäume ein dichter Reif, der um V, 11 Uhr in Schneefall überging. Ganz außerordentlich schön nahmen sich zini frühen Morgen unsere Anlagen und der Botanische Garten aus. Tie Baume und Sträucher waren dicht überzogen mit Rauhreif, dessen blendende Zartheit uns die ganze Poesie der Winterland' schaff zeigte. Noch befinden wir uns im übrigen int Zeichen der gut gebratenen, als gute Gottesgabe betrachteten M art ins- gans und ihres durch die Einverleibung würziger Aepfcl gesteigerten krustigen Duftes. Bald aber beginnt der frische fröhliche Wintersport im Freien, und nicht mehr fern sind . 33.70 . 90.60 . 120.70 . 108 30 . 211 80 . 192.80 . 142.90 . 156.00 . 164.70 . 138.90 . 18.00 . 192.00 . 257.00 . 228.50 . 217.60 Märkte. fc. Frankfurt a. M., 25. Nov. Drig.-Telegr. des „Gieß. Artz.") S ch m e i n e m a r k t. Zum Verkauf standen 411 Schweine. Schweine. 1. Qualität 59-CO Pfg., Lebendgewicht 47-00 Pfg., 2. Qual. 58—00 Plg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qualität 52—53 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, fein Ueberftanb. Weihnachtsbaum und Kerzenschiminer. ** Eine Gemäldeausstellung bat brr hiesige Kunstmaler Leib im Verein mit einem Kollegen im alten Kai'?rgartcn, 'Seltersweg 79, veranstaltet, welche bis nächsten Sonntag bier geöffnet sein wird. Es sind Werke von hervorragenden Künstlern vorhanden, s' von dem bekannten Gcfiügclmalcr Jul. Scheuerer, anrei Pf^rd- iii.-fe von Prof. E. Volkers, von dem berühmten Tiermaler L.' i^ert zwei sorgfältig ausgesöhrte Hunde. AnGenre- bilbmi sind I 'orzuhebcn H. Kern: ein Jäger von echtem Schrot und Korn, • ie ein Naturforscher aus der guten alten Zeit, beide vortres > -h gemalt, von Lendick zwei scbr hübsche Rolkokko- bilber, ebenso von Kolosczwary zwei interessante Figurenbilder dem .^Ojührigen Krieg, Stojanow bringt Napoleons Flucht Moskau. Auch die Landschaft ist gut vertreten, so Helmer seinen lebhaften Farben, Clmblad fd iifcert den Norden. Da vor Weihnachten stehcn, werden einige der Bilder vielleicht VbilippS deS Großmütigen und die Begebenheiten jener großen $cit schilderte. Ein Hoch auf S. Kgl. Hoheit, in welches Groß und Klein begeistert einstimmte, schloß die würdige Feier. •• In der gestrigen nid)töffcntlidjcn Sitzung ber 6tnbtixerorbnctenucrfammlung wurden die Ge- llnicltc Meldnniwtt. Frankfurt a. M.. 25. Nov. Hellte früh um 9 Uhr hier Schneefall ein. Marienburg, 25. Nov. Der Tischler Baumgarten ""Konzert der Hanauer Ulaneukap elle. Am nächsten Montag, dem 28. dS. Mts. gibt die weit und breit bekannte und geschätzte Kapelle des Thüringischen Ulanen-- Regiments au5 Hanau in den Sälen des ,bleuen Saalbaus" ein großes Extra-Militär-Konzert, worauf empfehlend Hinweisen, da der .§anauer Ulanenkapelle ein Vekmmtmachung. Dic untci-m 30. Juli l. J8. nnncorbnclc Sperre der Südanlnge zwischen Bleich- und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. November 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Die unterni 19. September l. I. der Nord-Einlage zwischen Stein- und hiermit atlfgehoben. Gießen, den 24. November 1904. Großherzoglis!'"" ' olizetamt Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 19. September l. I. angeordnete Sperre der Landgrafenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. November 1904. Grvßl)erzoglie''e> ' "innanu Gießen. Herberg. . gerichtssekretär Löwer in Gießen. Den Charakter als Geh. Justizrat erhielten die Oberamtsrichter Gebhardt in Gießen und Mickel in Grünberg, den als Justizrat die Rechts- BckamitmachANg. Auf Beschluß der Stadtverordneten -Versammlung vom 20. Oktober 1904 und mit Genehmigung des 6^roß. Mimslerilims deS Fnnern vom 8. Mai 1904 wird dem Ortsstatut über das Ge-' werbegericht vom 11. Februar 1903 ein § 20a mit folgendem Wortlaute eingefügt: „Das Geruht fann beschließen, ui geeigneten Fallen von der Erhebung von Gebühren und Auslagen ganz oben teilweise abzusehen." Gießen, den 21, November 1904. B26/11 Groß herzogliche Rüraermeisterei Gießen. __ I. V.: Eurfchmanu._____________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Dorf-Gitt pro 1905/06 liegt vom 28. November ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeistereibureau offen. 8546 Dors-Gill, den 26. November 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Dors-Gill. K u h l. c) b i e S ch u l v er w a l t e r: Vor der Schlußprüfung 1000 Mk., Fm 1.—3. Tiensljahre 1150 „ „ 4.-6. ., 1300 „ vom 7. Dienstjahre ab 1450 „ d) b t e S ch u l v e r w a l t e rin n e n: Vor der Schlußvrliiung 1000 Mk-, Im 1.—3. Dienstjahre 1100 „ „ 4.-6. „ 1200 „ vom 7. Diensijahre ab 1300 „ Mietentschädigung werden außerdem fürs Jahr ReichRanleihe . . 101.35 do. . . . 89.40 Koneols . . . 101.45 do.....89.40 H<*88on .... 100.20 OberhcflRPn . . . —.— wähl für den Wahlbezirk Büdingen wurde Bankier Ludwig Nothschild-Büdittgen gewählt. MM eine TageSchronik. In Nenenhagen bei Hovpe- garten hat ber 25jährige Schuhmacher Swings seine Schwester und einen Bruder nrt einem Schustermesser ersto chen , während ein anderer Bruder, den er gleichfalls bedrohte, sich durch einen Sprung ans dem Fenster retten konnte. Schungs zeigte seit dem vor anderthalb Jahren erfolgten Tod seiner Mutter Svuren von Wahnsinn, der jetzt völlig zum Ausbruch kam. Auf der Straße bedrohte der Wahnsinnige einen anderen Mann, der sich jedoch durch die Flucht retten konnte. Der Wahnsinnige konnte festgenommen werben. — Die 15jährige Tochter des 40iähriaen Schulnnachers Peter in Gauweiler (Pfalz) brachte ein Siinb zur Welt, dessen Vater ihr leiblicher Vater ist. Der Wüstling wurde verlostet. — In Genf wurden unter dem Verdacht, den Kassierer Mages aus Nürnberg ermordet und beraubt zu haben, verhaftet der aus Bapern stammende Viebtreiber Jörges Zi.-rl und der Monteur Georg Pschorn. Man fand bei ihnen Iffandbriese in Höbe van 500 und 200 Mk., ebenso zirka 1800 Kronen Bargeld. Tie Banknoten 'ollen die in Frage kommenden Nmnmwn tragen. — AuS Newvork meldet man: Dos Nan- tncket-Lenchtschiff ist mit dein deutschen Svstem „Tele funken" ausgerüstet worden. Hierdurch ist an einem der wichtigsten Punkte des internationalen Schiffsverkehrs die Nutzbarmachung der drahtlosen Telegraphie gewährleistet. — Nach einem Telegramm aus S t. Louis wurden dem Prinzen Fushimi, dem Vertreter des Mikado, während des Besuches der Weltausstellung aus seinem Hotel Fuwelen im Werte von 5 00 0 D^oll. gestohlen. Kunst und Wissenschaft. Neue Dichtungen von Gerhart Haupt m a n n. Gerhart Hauvtrnann hat sein neues Drama — ein L u st spiel, das den Titel führt: „D i e fröhlichen I u n g f r a u c n vom Bischofs berg- — in der ersten Niederschrift fast vollendet. Ein uveites, bereits vor annähernd neun Fahren verfaßtes Drama des Dichters „E l g a", wird nächstens in einer Revue zum 2lb- druck kommen. Hallptmann schrieb es als Entwurf auf einen Hieb vom 31. Januar bis 3. Februar 1896, also gleich nach der ersten Aufführung des „Florian Geyer". Er erhielt damals für „Hcmnele" den Grillparzervreis, und nach einer Novelle Grillparzers, ^Das Kloster bei Sendonnr" ist die „Elga" gearbeitet. 4?L Oesterr. Go’drento . . 41 '69ö Oesterr. Silberrento 4,°o Unpar. Ooldrento . . 4o/,r Italien. Rente , . . 41/, % Portugieser . . . 3°/ l’orhigiescn. . . . 1 % C. Türken . . . Türkenloso..... 4°/o Grieoh. Monopol.-Anl. 4l/i% äussere Argentiner Ktlmnntmachnng. angeordnete Sperre Wetzsteinstraße wirb’ neuerbauten SchulhauseS statt. Das stattliche Gebältbc steht an ber oberen Straße zwischen Watzenborn und Stein- des Großherzogs u. a.: , s a Oft9’ ^ussteNunq dcs pußc§ erfolgt gegen 2 Uhr ani Ai'-WgAd^enstoäens Philipps d. Kroßm.: das Silberne alten ^.chulhaufe zu Watzenborn. Kreuz des Verdienstordens: Bürgermcistercisekretär Grau- Butzbach, 23. Nov. In ber Nacht vom Montag auf Hd) in Friedberg, die Lehrer Hotz in Nidda, Land- Dienstag brach ein etwa 30 Jahre alter Mensch in ein mnnn in Stausenberg, Weidmann und Weine in Panoptikum, das anläßlich deö Katharinenmarktes hier auf- Büdingen, Steuereinnehmer Reuning in Nidda, .Ereis- peftellt ist, ein, und vernichtete alle Figuren usw., straßenmeister Peter Sen ß seid er in Gießen ; das allg. mit Ausnahme der beiden Raubmörder Groß und Ehrenzeichen mit der Jnsck)rift „für langjährige treue Stafforst. Der Besitzer verfolgte den Täter, der einen Dienste" erhielten: Gemeindeeinnehmer Eberh. Maid III. Schuß auf ibn abgab, ohne zu treffen. Nun nahmen noch Ln Watzenborn, Gymnasialpedell Ort wein in Büdingen, ein Bahnbediensteter und ein Gendarm an der Verfolgung Gnneindeeinnehmer Ludw. Seip IV. in Lollar; das allg. teil und verhafteten den Einbrecher in Lang-Göns. Mau Ehrenzeichen mit der Inschrift „für treue Arbeit": die Sand- fand einen Dolch, einen Revolver und eine Menge Dietriche Gießer Em r ich und Hergenroth er in .Hirzenhain, Zi- bei ihm vor. Der Unbekannte gab, Wie der „Fr. G.-A." '^arrenmacher Philipp Junker in Wieseck, der Schlosser meldet, an, ein „Freund von Groß" zu fein. Ferner gab Lambmann in Gedern, der Schnitter Phil. Oß- er an, die Tat mit Uebertegung verübt zu haben. Er fvill ^a ld in Wieseck, der Eisengießer Stonr. Müller inHirzen- in letzter Zeit in Frankfurt gewohnt haben. .. . . .. • - -- - ■ ‘ Eronberg, 24. Nov. 6/erichtschemiker Dr. Popp aus wurde unter dem Verdacht verhaftet, seine Frau durch Erwürgen ermordet zu haben. Belgrad, 25. Nov. Hauptmann Milan Niko» kitsch inNegotin wurde wegen angeblicher Verschwörung verhaftet. Athen, 25. Nov. Der griechische Dampfer (pi§* ist im Schwarzen Meere mit Mann und Maus untergegangen. Alle Bemühungen, Spuren dcS Dampfer? zu finden, sind vergeblich gewesen. Etwa 60 Personen fanden mit dem Dampfer ihren Untergang. Im Piräus herrscht große Aufregung. Born Kriege. Tschifu, 24. Nov. (Reuter.) Ter von den Japa- n er n weg genommene englische Dampfer hatte 30 000 Büchsen Büchs en fleisch an Bord. Er gehörte der Firma Buttersi?ld. Kurz vor der Abfahrt des Dampfers von Schanghai wurde das Schiff einem Manne, übergeben, der, wie man annimmt, im Auftrage der rusfifchen Regierung handelte. London, 25. Nov. „Daily Mail" berichtet aus Tokio von gestern: Ein russischer Gefangener aus Moji sagt aus, daß die Garnison von Port Arthur nur noch 800 0 Manu stark sei. Sie habe viele Augenckranke, es ehle an Winterkleidern; die Stadt und drei Schlachtschiffe feien durch das F-euer st a r k b c s ch ä d i g t. Tokio, 25. Nov. Nunmehr werden die endgiltigen Listen üb-r die javanischen V e r l u st e. vorn 19. bis 24. A u g u st bei dem Sturmangriff au* Port Arthur veröffentlicht. Di.- Gesamtzahl der Opfer beziffert sich danach auf 14 400 Mann, darunter 550 Offiziere, von denen 200 gefallen sind. Es gelang damals, zwei vorgeschobene Forts zu besetzen, welche die russisckxn Stellungen überragten, wodurch neue Mmen gelegt Werden konnten. ~ Port Said, 24. Nov. (Reuter.) Drei Jachten passierten v 0 r d e r b a l t i s ch e n F l ot te den Suezkanal. Die „Fiorentina" führte die französische, die „Catarina" und die „Emeralds die englische Flagge. Es ist völlig unbekannt, in westen Auftrag sie waren. Man nimmt aber an, daß sie im ^ienste^der russischen SIbmiralität stehen, um die Riste im Golf von ,^uez und bei den Schadwan-Jnseln vor dem Eintreffen der baltrschen Flotte abzusuchen. An Bord des r-ussischen Flaggschiffes fand heute abend ein großes Essen statt. Die Furcht vor iaPani sch en Agenten ist geschwunden. Die Rußen sinden im Gegenteil die Maßnahmen der Hafenbehürden zu icharf und man sprach den Wunsch au5, daß den Handelsbooten gestattet werde, an die Kriegsschiffe h.'ranzukommen. Paris. 25. Nov. Der Irländer Sinnst erllarte heute im „Matin" x daß er, als er das fragliche Torpedo b 0 01 /umlauft habe, niemals weder direkt noch'indirekt in irgend Welmen Beziehungen zu der russischen Regierung gestanden habe. Er habe bas Schiff im Auftrage einer Anzahl russischer Patrioten gekauft, die zur Verstärkung der russischen Flotte hätten beitragen wollen. Das Torpedoboot habe selbstverständlich keinerlei Waffen oder sonstige Krieasansrüstima an Bord gehabt. guter Ruf vorauSgeht. -r. Watzenborn-Steinberg, 24. Nov. kommenden Sonntag findet hier die Einweihung a) die Lehrer: 1— 8. Dienstjahre 1400 Mk., 4.— 6. „ 1600 „ Im V 7.— 9. „ 1800 „ 10.-12. „ 2000 „ • 13.-15. „ 2200 „ 16.—18. „ 2400 „ 19.-21. „ 2600 „ 22.-24. v 2800 „ u 25.-27. ff 3000 „ Im 1.— 3. Dienstjahre 1300 Mk., 4.— 6. 1460 n 7.— 9. 1620 D 10.-12. 1780 M 13.-15. 1940 H 16.-21. 2100 w vom 22. Tienstjabre ab 2250 II Hm Johannes liess XVI Leihgestern, den 25. November 1904. Die Beerdigung findet Sonntag den 27. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, statt. Gießen (In den Eichgärten 27), den 25. November 1904. *8554 33 Bahnhofstraße 33 33 Bahnhofstraße 33 Gießen Silberne nnd versilberte Bestecke. Moderne versilberte Waren. 8551 Her? Hess.-Thirv. Stcrcrts-Lstterrc. Schellfische u u 8320 in Eis Ein ■ P. •V. 3 MMELM ......' V II 400 100 100 100 100 100 100 100 10.00 8.00 8.00 2.80 8.80 6.00 Stiefel ' XG/l p- II Mk. ii Die trauernden Hinterbliebenen. 8552 ■ < 1 ; - :•< Die Beerdigung findet^ Sonntag den 27. d. Mts., nachmittags 272 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus stau. Bürgermeister a. D. was wir allen Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. öekanntmachun-. In das Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma „Geschäfts- und Stadt- Anzeiger für Gießen, Inhaber Albin Klein zu Gießen" eingetragen : [B36/u Die Firma ist geändert in „Jllustrirter Stadt-Anzeiger (Wochenblatt für Gießen) Inhaber Albin Klein." Gießen, am 23. Nov. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Todes-Anzeige. Heute morgen 5% Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder soeben frisch eingetroffen bei August Wallenfels Marktplatz 15. Telephon 390. ! Freude! bereiten Sie Ihrer Frau, wenn Sie ihr Johns „Volldampf“* Waschmaschine zum Geburtstage schenken. Ersparnis an Zelt, Seife und Brennmaterial ca. 75 Prozent. Lieferung auch au! Probe. Emil Pistor Nachflg. Marktstrasse. [8139 Briefpapiere und Karten in Kassetten und lose in größter Auswahl und allen Preislagen. H. Kühn Papierhandlung 8316 Selters weg 36. Wilhelm Keusch Mren-, Hold- und Siiöerwaren-Kandkung Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Bekannten und Freunden die traurige Nachricht, daß heute morgen 6 /, Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Kai Katharine Arnold geb. Rothermel irrt Alter von 63 Jahren nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Aamilien Schnellster und Schäfer. Regulateure und Freischwinger. Ausverkauf von Kayser-Zinn zu billigsten Preisen wegen Aufgabe des Artikels. 8541 empfiehlt zum bevorstehenden Weihnachtsbedarf sein reichhaltiges Lager in goldenen und silbernen Taschen-Uhren sowie Hokd- und Sitöerwaren jeder Art. Meiner werten Kundschaft mache hiermit die ergebene Mitteilung, daß ich nach Aufgabe meines Kolonialwarengeschäftes mein schon seit Jahren bestehendes Cimlen-EUM-GWst in her seitherigen Weise fortführcn werde. Ich halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. — Mein Kontor befindet sich Marktplatz 18, eine Treppe hoch. Carl Petri Haupt-Agentur der Bayer. Hypthekenbank in München. 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November 1904, abends 8V4 Uhr im unteren Saale des ßafs Kbek Zweiter Mitgliederabend. Vortrag des Herrn Professor Dr. Bethe: Mythus, Sage und Märchen. __________________Gäste find willkommen.____________a”/11 Verein „Jugendfreund".! Der Verein beabsichtigt auch in diesem Jahre, gleich wie in früheren, armen, bedürftigen Kindern zum Weihnachtsfeste eine Freude zu bereiten und richtet die Bitte an alle Edeldenkende um Zuwendung von Geldbeträgen, Zigarrenspitzen, Staniolkapseln re. ; Gaben nehmen dankend an: A. Bourgeois, Buchbindermstr.; H. Doering, Rendant; M. Dörr, Schlossermstr.; L. Friedrich, Monteur; A. Fröhlich, Generalagent; Ehr. Haas, Sparkassebuchhalter; I. Hartmann, Kreisamtsregistrator i. P.; M. Jaskowsky, Gastwirt; E. H. Müller, Schreinermeister; C. W. Mulch, Lehrer; C. Roth II., Weinhändler.kl“/11 Die schon oft mit den höchsten Ehrenpreisen ausgezeichnete, feinste Pstanzenbutter Vegetaline erhielt auch auf der diesjährigen Weltausstellung St. Louis wieder die höchste Auszeichnung, den 07099, Grand Prix. Ä Kikjmma Gießen. A Sonntag, den 27. November l. Js., abends 81/, Uhr im Vereinslokal: (Feidel) Feier des Allerhöften EednMzeS ■ 6t. Knizlchen Scheit Öeä kechijerzsch verbunden mit einem Vortrag des Herrn Lehrer Müller, über ! Landgraf Philipp den Grossmütigen., Die Mitglieder und ihre Famllien sind zu dieser Feiert freundlichst eingeladen. v-5/11_________________________________________Der Borstand. S. Hessisch-to. Staats - Lotterie. Ziehung I. Klasse am 6. n. 7. Dezember. Lose 8543 und amtliche Pläne empfehlen ^ochreuther&TöpeBmann Steinstrasse 92 nnd Südanlaffe 5. Mainzer Aktienßier 71 Flasche 18 Pfg., i/2 Flasche 9 Pfg. 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