01441 in G 6309 tie MM» ICtagöUl^MS cFu «» , Mr-ito UcUbens tuitllrtke n bittre» MUg, 24. Juli W M« ieö* IWaUß, ' du Kliubetfc Diergin »ne . 7 ..*4» Pf- Vn* hAlß - \ -irb. uW-'-y.jAnuiOig^ üemM- s“*. üeder j. 8. B*cb. 4 Mleil^ -ä 3t^Hedi. „,„ ..-*5* in1* fvlder°". SS. - s äk (jj| Nr. 172 •ff*tl*i iflflli* oubet Sonntag». Dem (Btehener Anzeiger werden im Wechsel mtt dem hessischen Landwirt bte Giegener Kamillen. Höher viermal in bet Woche betgelegt 8totaMon»Orucf u. Vertag der Brühl 'scheu Umvers.-vuch-u. Biein* druckeret. 9t ßongc Rebafttim. txvebttW und Druckerei: Schalpratze T. tlbreflf für Depesche«! Auzetger Vietze». FcrnlprechanfchlußNr 51. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Montag 25. JrM 1904 Metzener Anzeiger ** General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen »onarlich-bP^ viertel jährlich Mk. MO; durch Avhole» n. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.-viertel- fährt, auöschl. Bestell«. Annahme von Lnzei-en für bte TageSmrmm« di« vormittag« 10 Uhr. Zellenyrei-. lokal 12 Pt. auswärts 20 Pfg. verantwortlich Mr den voltt. tmb allgem. teil: U Wittko: für »Stadt und ßanb* und ,Gerichrssaal*: August Goetz; für den An- zeigenteil: HanS Beck. Aie Vevtige Kummer umfaßt 8 Seilen. Die Acschlagna! rne von Schiffen durch die Muffen. Rußland giedt nach. .DaS Reittersche Bureau meldet aus Petersburg: Unter dem Vorsitze des Großfürsten Alexis fand ein Ministerrat statt. Großfürst Alexander, ($ra Lamsdorff, Marineminister Avellan und andere hohe Marinebeamte nahmen daran teil. Die Stichhaltigkeit der englischen Note über die Unrechtmäßigkeit der Stellung derSchiffe d er Fr e i wi l l i g e n fl ott e ttmrde insofern anerkannt, daß der Ministerrat bei schloß, das Recht auf Durchsuchung von Schiffen aufzugeben. .Nach einer langen Debatte entschied sich der Ministerrat dahin, daß der gegenwärtige S t a t us derFrer- willigenflotte vom Standpunkte des Völkerrechts nicht genügend definiert sei, um Durchsuchungen und die Beschlagnahme von Schiffen zu rechtfertigen. Infolgedessen entziehe Rußland den Schiffen der Freiwilligenflotte das Recht, Schiffe zu beschlagnahmen und zu durch- sucken, da eS "bemüht sei, freundschaftliche internationale Beziehungen aufrechtzuerhalten. Auf den deutschen Protest gegen die Aufbringung der „Skmdia" erklärte die russische Regierung, daß der Befehl zur sofortigen Freilassung der „Skandia" bereit« ergangensei. Aus Port Said kommt gleitfeeitig die Meldung, daß der Dampfer„Sambia" von den Russen am 24. d. M. sreig:lassen wordin sei. Die russische Mannschaft wurde an Land gebracht; sie wird mit dem nächsten Dampfer nach Odessa fahren. Unterdessen ist sckwn wieder ein anderer englischer Dampfer angech'lten toorbm. Dem Reuterschen Bureau ist über die Aufbringung des englischen Dampfers „Ardova" durch den Dampfer „Smolensk" der russischen Freiwilligenflotte folgender Bericht zngegagen: Der „SmolenSk" feuerte drei blinde Schüsse ab. Als aber die „Ardova" daraufhin nicht ab- stopple, gab der „Smolensk" zwei scharfe Schüsse auf sie ab, von denen der eine sie in der Mitte, .der andere am Heck traf. Die „Ardova" wurde dann beschlagnahmt und die Mannschaft auf den „Smolensk" übergeführt. Bezüglich dieser neuen Beschlagnahme teilte Graf Lamsdorff dem englischen Gesandten mit, daß seine I n stru ktion bezüglich dir Beschlagnahme von Schiffen die Kommandanten der Dampfer der Freiwilligenflotte noch nicht erreicht hätten. In Konstantinopel protestierte England gegen die Erteilung der Erlaubnis an weitere Schiffe der Freiwifligenflvtte zur Durchfahrt durch die Dardanellen und besteht darauf, daß die „Malacca" anzuhalten sei, falls sie guf der , ahrt nach Sewastopol bei den Dardanellen ankommt. Die Pforte befahl, nach einer Reutermeldung, die „Malacca" im Falle ihrer Ankunft in den Dardanellen anzuhalten. Nun scheinen die Japaner den Russen die Beschlagnahme nachmachen zu wollen. Der französische Dampfer „Bunan" ist unterwegs von javanischen Schiffen angehalten worden. Er wurde nach eingehender Untersuchung wieder freigelaffen. Die Malaeca-Affaire beunruhigt die amerikanischen Negierungskreise insofern, als bedeutende amerikanische Fleischsendungen, die für Rechnung der i a pa n i sche n Negierung eingeschifft sind, dem Wladiwostok-Geschwader versaflen könnten. Aer Krieg zwistven Japan «nd Rußland. Nach dem glänzenden Erfolge der ersten japanischen Armee am 17. Juli haben deren Kolonnen auf allen Straßen den Vormarsch unter neuen blutigen Gefechten fortgesetzt und am 18. Juli auf der Straße Über Sihujan (Hsioyeng) die eben erst eingetroffene nennte russische Halb- division des Charkower Armeekorps völlig geschlagen. 1300 Russen blieben auf dem Gefechtsfeld. An demselben Tage unb am 19. Juli wurde die starke ruffische Stellung hinter dem Lanhoffusse ebenfalls eingenommen. Die Teten der japanischen Kolonnen stehen jetzt im halbkreisförmigenDogen um Laujang, nicht mehr 25 bis 30 Wometer von der russi-1 schen Hanptstelluntz entfernt Teile der Russen sollen schon auf Mulden im Ruckzuge sein. Don dort wird das Eintreffen der Spitzen des russischen 17. Armeekorps gemeldet ^Daily Telegraph'" meldet aus Mulden vom 21. Juli: Die Japaner setzen die allgemeine Flankenbewegung fort Trotzdem heiße eS, General Oku habe sich vor Taschitschao zum Rückzüge gewandt Hingegen besagt eine Depesche der „Daily Mail" aus Niutschwang vom 21. Juli, General Oku habe am 20. Juli die Frontalbewegung wieder ausgenommen und besetzte am Nachmittag Tschaingsuling, nachdem eine schwache russische Abteilung diesen Platz vor dem Feuer zweier Geschütze geräumt hatte. Den weiteren Vormarsch hielt ein dreißigstundiger Regen auf. Die russische Stellung bei Daschitschao sei sehr stark und an allen wichtigen Punkten durch Batterien verteidigt Wie General Ssacharow dem russischen Generalstabe meldet, befinden sich in der Umgegend von Bensibu auf dem linken Ufer des Taitsiho Abteilungen der japanischen Vorhut in einer Stärkt von etwa zwei Bataillonen mit Maschinengewehren Hinter ihnen in der Richtung auf S i h e j a p u und Fansejapudsei sind recht bedeutende Jnfanterieabteilungen des Gegners und 30 Geschütze stasfel- förmig ausgestellt Nach einem Telegramm an§ Niutschwang bat am SamStag bei dem sechs Meilen von dort entfernten Tahsuitong ein für die Japaner erfolgreiches Gefecht statt- gefimden, in dem die Ruffen siebenhundert Mann verloren haben sollen. Die Japaner nähern sich langsam Niutschwang, wo insolgedeffen große Aufregung herrscht. Wie japanische Fischer berichten, haben sie daS Wladiwostok-Geschwader 80 Meilen vom Kap Jnuboye in der Provinz Tschimosa gesehen haben. DaS Kap liegt 60 Meilen östlich von Tokio. Am 23. d. MtS., morgens ll1/, Uhr, wurde heftiges Geschützfeuer bei der Boso- Halbinsel vernommen. Die Besatzung Pott AtthurS ist durch Kämpfe und Epidemien von 30 000 auf 20 000 Mann herabgemindett worden. Die Japaner erstürmten angeblich daS westliche Fott und beschießen beständig die russischen Linien. «L—_____L_ ■ — ■■■■»■ I II — Deutsches Deich. Hamburg, 23. Juli. Heute gehen von hier mit den Dampfern ^Gertrud Woermann" und „Montevideo" zwei Truppentransporte nach Swakopmund in See, und zwar 63 Offiziere, 668 Mann und 750 Pferde. Bremen, 24. Juli. Der Reichspostdampfer „Prinz Heinrichs stieß acht Meilen westlich von Kap Dondra auf ein Wrack oder unbekannten Felsen und erlitt eine Bodenbeschädigung. Der Dampfer fuhr unter eigenem Dampf nach Pointe bc Galle zurück. Der vordere Kohlenbunker ist voll Waffer. Schiff und Ladung sind unbeschädigt. Schwerin, 24. Juli. Der König von Dänemark ist heute mittag mit seinem Bruder, dem Prinzen Johann von SchteSwig-Holstein, von hier über Wismar nach Kopenhagen abgereist. München, 24. Juki. Nach Meldungen der Münchener .Allgemeinen Zeitung' und der Münchener „Neuesten Nach, richten" reichte der Kriegsminister am 21. Juli sein Entlassungsgesuch ein. Ministerpräsident Freiherr von PodewilS reiste nach Wildenwatt, um dem Pttnzregenten Vottrag zu halten. Prinzregent Luitpold hat die Annahme des vom Kriegsminister Frhr. v. Asch eingereichten Abschiedsgesuchs abgelehnt und dem Minister unter Versicherung seines fortgesetzten Vertrauens den Wunsch ausgesprochen, daß er sein Portefeuille beibehalten möge. Der allerhöchsten Kundgebung gemäß wird Frhr. v. Asch im Amte verbleiben. _____________ Keer und Akotte. Berlin, 23. Juli. Die ManöVerübungen bet Flotte beginnen in Kiel Mitte August, wenige Tage nach der Heimkehr der aktiven Schlachtflotte auS dem Nord- atlantischen Ozean. Die Flotte, die sich an der mecklenburgischen Küste vereinigt, ist die größte Formation, die je m deutschen Gewäffern tätig war. Berlin, 23.Juli. In Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche sind zur Disposition gestellt: Generalleutnant und Kommandant von Danzig, v. Horn, Generalmajor undKommandeur der 85. Jnfantettebttgade v. H ennigS und Generalmajor und Kommandeur der 3. Garde-Kaoallette- Brigade v. Mitzlaff. Kiel, 23. Juli. Hauptmann Graf Soden, der sich in Peking während der chinesischen Wirren auSzeichnete, ist zum Flügel - Adjutanten des Kaisers ernannt morden. ________ Ausland. London, 24. Juli. Der Johannesburger Korrespondent des .Standard^ meldet, die Familie des Expräsidente» Krüger hat den Wunsch geäußett, daß die Beisetzung am 10. Oktober, dem Geburtstage KrügerS, erfolge. Von mtG» tärischer Eskorte wird abgesehen Zahlreiche Buren haben chc Erscheinen zugesagt Die holländische Regierung hat fich erboten, die Leiche an Bord eines Kriegsschiffes nach Südafrika zu bringen. Budapest, 23. Juli. Das Abgeordnetenhaus nah» die Vorlage, betreffend die Erhöhung der Zivilliste, m. dritter Lesung an. — In einem großen Teste Ungarns ist ergiebiger, Gewitterregen niedergegangen, so daß in der Bevölkerung Berrkhigung eingetreten ist. Rom, 23. Juli. Auf der Fahtt von Großiney in der Provinz Turin nach Stupinigi stieß ein Automobil, ar dem die Königiu-Wittwe mit der Marchese Villamarmrv und dem Marquis Guicesoli saß, mit einem Post-Autv- mobil zusammen. Der Wagen der Königin wurde, 'iark beschädigt, sie selbst aber und ihre Begleitung- kamen mit dem Schrecken davon und konnten die Rrrse in einem anderen Automobil fottsetzen. Aus Stadt und LanS. Gießen, den 25. Juli 1904. ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den durch die Dekanatssynode des Dekanats WormS für den Rest der im Jahre 1904 ablausenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Paul Benemann zu WormS zrmr Dekan und des evangelischen Pfarrers^ Reinhard Müller zu Wachenheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats WormS die Bestüttgung etteitt. — Dem OttsgerichtSmann Heinrich Thylmann m Altenstadt wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,Für langjährige treue Dienste* verliehen. ** Oüerforstmeister August Joseph f. Am 22. L MtS. verstarb zu Heppewheim a. b. Bergstraße der am Kuno Aischers 80. KeSurtstag. S-W-K. Heidelberg, 24. Juli. Kuno Fischer beging seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Kinder und Enkel. Von äußeren Festlichkeiten hatten die Universität und die Stadt auf Wunsch deS Jubilars Ab- ftcmd genommen, auch offizielle Besuche fanden nicht statt Daß aber dennoch die gesamte gebildete Welt am gestrigen Tage bei dem greifen Philosophen weilte, bewies die große Zahl von Glückwunschtelegrammen, Adressen, Blumenspenden und sonstigen Zeichen der Verehrung und Liebe, die von überallher eintrasen. Telegraphische Glückwünsche sandten auch die Kaiserin und daS GroßhcrzogSpaar von Baden; Großherzog Friedrich ließ dem Jubilar außerdem noch ein Handschreiben zu gehen. Adressen gingen ein vom Engeren Senat der Universität Heidelberg, von der Universität Königsberg, von der Heidelberger philosophischen Fakultät, von den Schülern unb Verehrern, sowie von den früheren Hörerinnen, von der Stadt Heidelberg, deren Ehrenbürger Kuno Fischer ist, u. v. a. Die Heidelberger naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät sandte dem Jubilar das Ehrendoktordiplom, Ehmgierte bc9 Studentenausschusses überbrachten eine fünft- lerisch ausgesührte Ledermavpe, Prinz Max von Baden über- wies der Kuno Uscher-Stiftung einen Beitrag von 200 Mk. und im Verlage von Katt Wintere Universitätsbuchhandlung erschien zur Feier des Tages der erste Band einer von Geh. Rat Windelband-Heidelberg — unter Mitwirkung von I. Bauch, K. GrooS, E. LaSk, 0. Liebmaun, H. Rickert, E. Troeltsch, W. Wundt — herausgegebene Festschrift: „Die Pl^losophie im Begmn deS 20. Jahrhunderts." Der 1. Band hat folgenden Inhalt: Widmungsgedicht von Otto Liebmann, Psychologie von Wilhelm Wundt; Ethik von Bruno Bauch; RetigionSphilosophie von Ernst Tröltsch; Logik von Wilhelm Winbelband. Den Inhalt des 2. Bandes, der Anfang 1905 erscheint, werden nachstehende Abhandlungen bilden: Aesthe- tik von Karl GrooS; Geschichtsphilosophie von Heinrich Rickett; Rechtsphilosophie von Emil LaSk und Geschichte der Philosophie von Wilhelm Windelband. — Am gestrigen Nachmittag unternahm Kuno Fischer, deffen Genesung die besten Fortschritte macht, eine längere Spazierfahrt. Die Adresse deS Engeren Senats der Universität Heidelberg lautet: Hochverehrter Herr Geheimrat! Ew. Exzellenz beehtt sich der Engere Senat zn Ihrem achtzigsten Geburtstage die Gefühle unauslöschlichen D a n k e § au§u zufprechen, womit die gesamte Universität an diesem bedeutsamen Tage auf alles zurückblickt, waS sie Ihrer rastlosen und erfolgreichen Lebenstätigkeit verdankt. Ein volles Mensckrenalter hindurch haben Ew. Exzellenz unter uns als emer der großen Lehrer gewirkt, die der Rtiperto'Earola ilyce Stellung unter den Universitäten deS neunzehnten Jahrhunderts erworben, erhalten, erhöht haben. 91(6 ber redegewaltigste Träger ehrwürdiger Ueber- lieferungen haben Sie in ben Herzen unserer Jugend Sinn und Verständnis für die Bildungsschätze deutscher Philosophie und Dichtung erweckt, geNärt und erAOflcn. Indem Sie bewundernde Zuhörer auS allen Fakultäten Alt Ihren Füßen versammelten unb fesselten, verkörperte sich in Ihnen der Geist innerer Gemrinschast und Zusammengehörigkeit alles akademischen Lebens und Arbeitens. Und dasselbe gilt von der Unermüdlichkeit, womit Sie im Kreise ber Kollegen allezeit Ihre reife Erfahrung unb Ihr sicheres Urteil, Ihre charaktervolle Gesimrung in den Dienst dcü Ganzen stellten. Zur bleibenden Erinnerung an diese Bedeutung, welche die Wirk- amkeit Ew. Erzellenz in dem Leben unserer Universität entnimmt, haben wir unter dem Protektorate Gr. Kgl. Hoheit des Großherzogs mit Hilfe vieler Ihrer Freunde und Verehrer eine S t i f t u n fl gegründet, aus deren Mitteln alle fünf Jahre ein K u n o Fischer- Preis in Gestalt einer floldenen Medaille für das beste beuhdx* Werk aus der Geschichte der Philosopie verliehen werden soll. UnS aber möge e« beschkeden sein, Ew. Exzellenz noch lange mit Stolz den unsrigen nennen und unsre Verehrung zu all der Lieb Bewunderung fügen zu bilrfen, die wetteifernd die Tage Ihres Alters zu veischönen geschäftig find. Das walte Gott! Heidelberg, den 28. Juli 1904. Der Engere Senat der Rirpertv-EarolL. Wilhelm Braune, Dr. F. Knauff z. 3t Prorektor Henry Thode Vincenz Czerny Leo Königsberger Ludwig Lemme Wilhelm Äindeldand Georg Jellinek Theodor EurttuS. DieAdresse der Heidelberger philosophischen Fakultät hat folgenden Wortlaut: Ihrem hochverehrten Senior, Seiner Exzellenz dem _ r Wirklichen Geheimen Rat Kuno Fischer beehren sich die Mitglieder der philosophischen Fakultät ber Univer- e rieste seines achtzigsten Geburtstages den Ausdruck ihrer Hochschätzung, Dankbarkeit und Liebe zugleich mit ihren 11101(1011 Wünschen in herzlich ergebener Gesnunrnfl darzubrinflen. Was ihnen vor wenigen Jahren auszusprechen schon vergönnt war, dürfen sie heute, zurückschauend auf eben diese Zeit immer neuer reicher und glanzvoller Tätigkeit, die erst vor kurzem durch daS gebieterische Bedüttnis der Äusspannnng von unausgesetzter Arbeit unterbrochen werden mußte, wiederholen. Sie gedenken der be- aeisterndcn Kraft einer Lehre, welche Tausenden unb Abertarrsenbrn die sichere Grundlage nmiaffenber Bildimg geworden ist; sie gedenken der staunenswerten llterarkschen 'SchSpsimgen. welche brr Ideale unserer erhabenen Denker und Dichter wiederspiegelnd unb bie geistigen Zusammenhänge einer unnergleichttchen Kulfiirpettode badefltnb, deren treues Bild späteren Seiten überliefern: sie ge- benfen der Förderung nnb Erhebung, die eht Jeder von ümen bet feinen Bestrebungen solchem die nüffcnfdxiNlidien GhrzeKuSM^ren -U enter höheren ©inbett verkündenden Schaßen verdaM. Möge dies ist ihr Wunsch, der Segen eines tm Forlchen tmb CMhrttrn V unermüdlichen, an edlen Erfolgen so fruchtbaren Wirkens dem H(.>chverbienten in dem sreudigen Bewußtsein von der Bedetth,no eines großen LebenSwettes. zugleici, aber auch von der ihm bntv gebvachtoe invoka 1 Wanderpreis: 1. Mainzer Nuderverein 8 Min 17 Sek, 2. Ruderverein ,,Spvrt'Germantcck 8 Min. 20 Sek., 3. Kafteler Nudwverein von 1880 8 Mm. 24 Sek. 4. Banner Ruderverein 8 Min. 33 Sek. „ __ . 10. Zweiter Achter. Ehrenpreis: 1. FranksiirterRuder- qefellfcfMft „Sachsen^usen" 7 Min. 19 Sek, .2^ Mamihetmer Ruderklub 7 Min. 20 Sek, 3. Frankfurter Rudergesellschaft „Germania" 7 Min. 20Va Sek. , 11 Junior-Vierer. Ehrenpreis: 1. Mannh'tmer Ruderklub 8 Min. 17 Sek, 2. Ruderklub „Saar" Saarbrücken 8 Min 24 Sek, 3. Mainzer Ruderverein 8 Min. 26 Sek. 12. Graßherzogs-Vierer. Wanderpreis, ve-liehen vam ^roßherzog von Hessen: 1. Mannheimer Ruderklub 7 Min. 58 Sek. 2. Mainzer Ruderverein 7 Mm. 59 Sek, 3. Mcmn- kwimer Nuderverein „Amicitia" S Min. 20 Sek. 13 Einer Meisterschaft vom Rbein. Wenv^rprcts: Kafteler Nudwaesellschaft von 1880 fuhr allein durchs Ziel mit I 8 Min. 63 Sek. 14. Akademischer Vierer. Kaiserpreis, Wand rv-eis, I verliehen vom Kaiser: 1. Akademischer Nud rllnb Berlln 8 Min. 21 Sek. 2 Mannheimer Nuderverein „Amicitia" 8 Min. 35 I Sek, 3. Heidelberger Nuderllub 8 Min. 45 Sek 15. Junior-Einer. Einen preis: 1. Ludwigshafener Nuderverein 9 Min. 11 Sek, 2. Offenbacher Nuderverein „Hellas" 9 Min 20 Sek, 3. Kafteler Nudergesellscliast von 1880 9 Min. ** Aju s demMilitär-Dochenblatt. v Doigts- Kbetz, Oberstlk beink Stabe des Jnf.-Leibregts. Großherzogin 3. Großb. Hess.) Nr. 117, uutrr Versetzung zum Inf.-Regt. General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl von Prc, m (& Brandend.) Nr. 64, mit der F-uhrung dieses RegtS. beauftragt — Die Majore: Geppert, Bats -Komm, im 4 Großh Hess. Jns.-Regt. Vrtnz Karl) Nr. 118, v. Loeben, BatS.- Komm. im 3. Lotbr. Inf.-Regt. Nr. 135, dieser unter Versetzung zum Stabe des Jnf.-Leibregts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, zu Oberstlts. befördert. — ElralonS, Major, aggregiert dem Jnf.-Leibregt Großber-,ogin (3 Großh. Heff.) Nr. 117, unter Versetzung in bad Jnf.-Regt. Markgraf Ludwig Wilhelm (3. Bad ) 9hr. 111, zum Dats - Konnn. ernannt — v. Frese, Oberlt. u. Lldjutant der 25. Kgv.-Brig. (Großb. Heff.), unter Beförderung zum Ritttn., als Eskadr.-Ehef in das Ulan.-Regt Graf zu Dohna Oft- preufjJ Nr. 8 versetzt — v. Harnier, Oberlt im 1. 93ob. Leib-Drag.-Regt Nr. 20, zum Adjutanten der 25. Kov.-Brig. (Großh. H^ff-) ernannt — Brandenburg, Hcmptm. u. Komp.- Ehef im Jns.-Regt. Kaiser Wilhelm (2 Großh. Hess.) Nr. 116, in das L Unter-Effäss Inf »Regt Nr 132, v. Löhnevsen, St im 1. Großh. Hess.-Jnf - (Leibgarde-) Regt Nr. 115, in __ das Jnf.-Regt Herzog Friedrich Mlhelm von Braunschweig Tagen desinden sich die Gemüter unserer Einwohnerschaft in Dstfries.) Nr. 78 versetzt — Die Hauptleute: Giese im Inf.- großer Erregung wegen eine« Vorfalles, dem nachstehende Regt Kaiser Mlhelm (2. Großh. Hch"-) Nr- 116 $3agncr im Ur|nci)m Gninde liegen: Einige 13jähnge Knaben ver- 4. Großh. Hess. ^nf^Regt (Prinz Srarr 1 m e i q e r t c n fortgesetzt den Lehrern den Gehorsam u^Dezir^offizier^Seim ^bro^yrt Trbach/ ber (EfiarJtter und fbrnfo btm DorNtzkndkn bc8 S*u(Dotflanbc^ als Hauptmann verliehen. — Die Leutnants Quinckardt im letz.ere bettraste bie Änaben mit einigen ^tunben - Irrest, doch Jnf.-Leibregr Großherzoain (3. Groß. Heff.) Nr. 117, See- die Schuljungen fühlten sich nicht bewogen, die Straw ab- berer im 1. Großh. Heff. Feldart-Regt Nr. 25, zu Oberlts. zubüßen, selbst bann noch nicht, als der Polizeidiener erschien, befördert — Schmidthats, Haupttn. u. Komp.-Chef im 4. um sie abzuholen. Am vergangenen Donnerstag nachmittag Großh. Hess. Inf-Regt (Prinz Karl^ Nr. 118, als Lehrer sollten die betreffenden Knaben nach einer Turnstunde zur zrrr Kriegsschule in Hersfeld kommandiert. — Ebel, Unter- ^büßung bfT Strafen zunlckbehalten werden. Während Offizier im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm '2 Großh. fieff.JI „ s^ü(er einrr Weisiing deS Lehrers folgte, versuchte ein! ?um Iähirrich befördert. - ShcfeS, «t im ,nf.. au5jl,r?t6,n, wurde aber von einem anderen Lehrer S'. BiU ""falten. Dieser Vasall spielte sich i.n Schulhofe ab. mam^ Staks- unb V«'s -Arzt b im Inf-Le b R t Gros- Aus der Straße aber hatten fit, inzwischen em Backerrneuter, Herzogin (3. Gro'tz. Hess.) Nr. 117, zum Lberstabs- und der Feldschütze unb der Nachtwächter oersarnrnelt und drangen Regts.-Ar>t beim 4. Magd. Jnf.-Regt Nr. 67 ernannt. — nunmehr in den Schulhof ein. Sie mißhandelten mit Die Oberärzte der Res. Tr. Reißner (Friedberg), Dr. £a ttenftfl cf en bie derben Leh rer, sowie bie Frau beS fombara (Mainz) zu Stabsärzten, der Assist>-Arzt der Res. einen# welche auch hinzugeeilt war, in brutalster Weise, so Dr. Tietz 1 Darmstadt) zum Oberarzt befördert. — Tr bQ^ bic Mißhandelten bie Hilfe eines zufällig anwesenben beT, Kaiser-WElm?-Dk°b«mte ssir dak I .c9 Anspruch nehmen mußten. DaS zur $>ilfc an- Inf^Lerbregts Großhe^in^°tffa Nr^117 öcr- qfr"fenc ftLe'ßa,"t ,n beotb 1 ” ö- - -- - - - erweckten. Da man vor der Schwüle des Nachmittags sich zu schützen gewußt hatte, und, in Hemdsärmeln sich bewegend, bequem und nach Bedarf Speise und Trank, die rad" 8 Min!. 29 ©et, 3. Frankfurter Rudergcsellschaft „Sachsen- Hansel 8 Min. 30 ©et, 4. Mainzer Mckergesellschaft 8 Mm. 64 Set 21. Erster Achter. Wanderpreis, gestiftet von Mainzer Damen!: 1. .Mannheimer Ruderclub 7 Min. 20 Sek., 2. Frankfurter Ruderverein 7 Min. 20 zwei Fünftel Sekunden. Vermochte». * Berlin, 21. Juli. Durch Bleivergiftung infolge fehlerhafter Wasserleitung einer Brauerei erkrankten in Döbern 50 Personen. Eine Person ist gestorben. Kcrichlslaak. fc. Frankfurt a. M., 24. Juli. Nicht vor dem Kriegsgericht in Metz, sondern vor dem Kriegsgericht der 21. Divifton dahier, kommt die .Straffache gegen den Oberleutnant Witte wegen Meineid am 29. und 30. Juli zur Verhandlung. Witte stand früher im Trambataillon in Forbach. In dem Bilse-Prozeß soll nun W!tte falsche Angaben gemacht haben. In dem Roman „Aus einer kleinen Garnison" ist Witte als Schnldenmacher „Borchert" gezeichnet und hatte unter Eid jedwede „Schulden" bestritten. Zuletzt stand W. als Bezirltzoffizier in Siegen und befindet sich seit adyt Wochen hier in Untersuchungshaft. Es sind gegen 50 Zeugen geladen. London, 23. Juli. Der ehemalige Bürgermeister oon Retford, General Marschall, wurde gestern vom Assisen- hof wegen Unterschlagung des Vermögens des Herzogs von New-Castle zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Märkte. )(Grttubcrg, 23. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden verkauft: Korn per Doppel-Zentner 13.— Mk., Hafer per Doppel-Zentner 14.— Mk., Samen per Doppel-Zentner 20.00 bis 20.50 Mk., Kartoffeln 6.00—7.00 Mk. Gurken kosteten per 100 Stück 1.50—2.50 Mk., je nach Größe. Butter per Pfund 0.90—1.00 Mk., Eier 6 Pfg. das Stück. fc. Frankfurt a. M., 25. Juli. (Orig.-Teleqr. des „Gießen Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise Weizen Mk. 17.25—00.00, Kurhessischer Mk. 17.25—00.00, La Plata Mk. 17.00—17.25, Kansas Mk. 17.75—18.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.00—13.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.00—15.50, Franken- selber Mt 15,75—00,00, Hafer Mk. 12.25—14.00, Mais Mk. 11.50—12.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.00—26.50, 2. Qualität Mk. 24.00 bis Mk. 24.50, 3. Qualität Mk. 22.00—22.50, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.50—20.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.25, Roggenkleie Mk. 9.50—10.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. ^-Frankfurt a gn 25. Juli. (Telegr. Qrig.-Bericht des .Gnch. Anz. ). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zirm Verkaufe standen: 576 Ochsen, 259 au« Oestreich, 57 Bullen, 6 auS Oestreich, 580 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 2 aus Oestreich, 186 Kälber, 136 Schafe und Hämmel, 1480 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 69—70 Mk„ 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 59—61 Mk.; Bullen l.Qual. 62 bis 64 Mk., 2. Qual. 59—61 Mk.: Kühe 1. Qual. 68—70 Mk^ 2. Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 60—68 Mk, 4. Qual. 47—48 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber-: l.Qual. 82—86Psg., Lebendgewicht 48—51 Pf., 2. Qual. 73—77 Psg^ Lebendgewicht 42-46 Pfg.. 8. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 58—60 Pfg., Schafe: 1. Qual. 70—72 2. Qual. 62—64 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 59—00 Pfg., Lebendgew. 46 Pfg., 2. Qual. 58-00 Pfg., Lebendgewicht 45—00 Pfg., 3. Qual. 52—54 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Horiwieh gedriickt, Ueberstand bedeutend; Geschäft bei Kleinvieh gilt, kein Ueberstand. Gietzener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Borausfichtliche Witterung in Heffen für Dienstag, den 26. Juli: Meist trüb, kühler, Regensälle, stelleiiweise in Hessen auch mit Gewitter. Regenwetter in Aussicht! Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Henrik Moldiuiqen. Berlin, 25. Juli. Der bekannte antiftnrittsche Agitator Pückler-Kleintschirne ist schon seit einigen Wochen Gegenstand psychiatrischer Beobachtungen. In den letzten Tagen ist der Zustand des Grafen ein so bedenklicher geworden, daß die Ueberfuhrung nach einer anrtlichen Beobachtungsstation sehr bald erfolgen dürfte. Berlin, 25. Juli. Ern Massenprozeß gegen Berliner Anarchisten steht bevor. Gegen mehrere Anarchisten ist anläßlich der Einberufung einer Volksversammlung am 17. Mai, die aufgelöst wurde, Anklage toegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erhoben worden. Außerdem soll noch bei allen ein Vergehen gegen das preußische Vereinsgesetz in Frage kommen. Nossen, 25. Julr. Die Nossener Papierfabriken vorm. Ronberg tu Co. sind gestern durch Feuer vollständig zerstört worden. Ostseebab Rewahl, 25. JE Hier sinL etwa 80 r9&fi-e zum Teil schwer unter Vergiftunas. ^«.'^.Eiuungen erkrankt. Der Kreisarzt hat sest- gestcllt, daß eine genossene Zitronenspeise Ursache der Vergiftung gewesen ist. en/ 251 Juli. Die tropische Hitze hält an. Gestern zeigte das Thermometer über 40 Grad Mehrere Personen erlitten Hitzschläge. Die Nachrichten aus der Provmz lauten trostlos. Felder und Wiesen sind verdorrt. Telephomscher Kursbericht« 3Va®/ü Reichaanleihe . . 102.05 Zo/o do. ... 90.05 3V,°/c Konsole .... 102.05 3% do.....90.10 s’/a% Hessen .... 100.50 81/, % Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Go»mge Mädchen, welche in V Darmstadt die höheren Lehranstalten besuchen wollen, finden in meinem Hause liebevolle Aufuahme. 6350 FranPsarrerPsaff, Riedeselstr. 46 ÖÖOOOOOOOO Die glückliche Geburt eines gesunden, krustigen I « n g c « zeigen an 04186 August Äoll und Frau geb. Berger. Gießen, den 24. Juli 1904. 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I., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordntck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. f6316 Gießen, den 22. Juli 19u4. Städtisches Hoch bau amt. I. V.: Altvater. Versteigerung. Dienstag den 2(1. b. Mts., nachmittags 2 Nhr, versteigere tch Neustadt 55 dahier nach Mass in allen Unterzeugen. Rt Todes-Anzeige Hauptmann d. L Im Brandenburgischen Fuss-Artillerie-Reglment Nr. 3 Ritter hoher Crden p. p. 6340 im 52. Lebensjahre sanft entschlafen. Für die Hinterbliebenen Mathilde Joseph, geb. Traulwein Giessen, den 24. Juli 1904. Die Beerdigung findet Dienstag den 26. d. Mts., nachmittag» 5 Uhr, von der Kapelle de» neuen Friedhofes aus statt - Dießen, 25. Juli 1904. 6347 ioiort in einen kleineren unabhängige hohe Prooisi SelterSweg 35. 6273 Lchillcrstri schone 4-Zm allem Zubehi Dicuotag den 26. Jnli, ünttlich zu erscheinen. 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