» 96 154, Jahrgang Zweites Blatt Gießener Anzeiger • I in! täglich mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen die ier Eigenart und im Zusammenhang mit der allgemeinen Kultur ge würdigt. Proben beleben die Darstellung. Feuilleton. 3uti W empsiv «DL stadt, 26. April. Die erste Aufführung .Vasantasena" von Reichwein, Text A i. ivrrtr^ rotdt* buüer, M. Montag 25. April 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» UnwersilLtLdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulst».?. t«L Nr, bl. Lelegr^Adr.i Anzeiger Dießen, E .Lietzener Kamllienblätter" werden dem , ger viermal wöchentlich beigelegl. Der . jttöÜ« tanbwUf erscheint monaUtch einmal. leinskraße 65. Endigen len selbständ. blosser »bnslraße 19. 3643 ilossermeisier. jeder fc IC. r.-i ange'c 6.11 16 «ri«, Sltichstr. ff, >• linike»' K-- Eine tolle Geschichte hat sich in einer in der Jubiläumshalle zu KöNigS- berg i. Pr. abgehaltenen Versammlung des Vereins deutscher Kaufleute zugetragen. Direktor Dr. Dullo referierte über die Neuorganisation im Detail- Handel (Warenhäuser und Ko ns umvereine). Dabei kam es, wie die freisinTrige „Königsb. Hartgsch. Ztg." berichtet, zu folgendem wunderbaren Auftritt: Der Referent hatte bereits den größten Teil seines Vortrages erledigt und war etien im Begriffe, näher auf die Konsumvereine einzugehen, als plötzlich der Besitzer der Jubiläumshalle, Herr Karnus, an ihn herantrat und ihn aufforderte, seinen Vortrag zu unterbrechen. Auf Zwischenrufe auS der Versammlung erklärte Karnus zur Versammlung gewendet: „Heber Ko nsumvereine darf hier nicht gesprochen wer dem" Die Folge war eine Salve von energischen Protestrufen, die Herrn Karnus zu der Erklärung veran- Sier eilen- jwnjüf. • roeuig ■ K ^Ay ■ÄS ** •***«. 8 K Darm r i iL ii Oper „ Dolitische Tagesschau. Die Organisation der hessischen Sozialdemokratie. Das sozialdemokratische „Offenb. Abendblatt gibt kol- gende Schilderung der Organisation der hessischen Sozialdemokratie: „Wir haben eine einheitliche Landesorganisation, die sich in Kreiswahlvereine gliedert. Die Kreiswahlvereine wiederum werden gebildet aus den Lokalorganisationen. Bei dieser einheitlichen Landesorganisation — mit einem Landeskomitee an der Spitze — läßt sich bad Kassenwesen in verblüffend einfacher Weise regeln, ohne komplizierte Verrechnungen und ohne daß eine Instanz auch nur um einen Pfennig zu kurz kommen könnte. Entsprechend der einheitlichen Organisation kommt in Hessen auch eine einheitliche Beitragsmarke zur Ausgabe, und zwar über den Betrag von 10 Pfennig monatlich müssen zwei Marken Ke-' klebt werden. Die Marke wird vom Landeskomitee an die Kreisvereine zum Preise von 3 Pfennig abgegeben. Die Lokalorganisationen beziehen die Marken vom Kreiswahl- verein für 5 Pfennig. Das ist die denkbar glatteste Rechnung. Der Lokalorganisation verbleiben auf diese Art 50 Prozent der Beiträge zur Verwendung am Orte, den Kreiswahlvereinen verbleiben von den Beiträgen 20 Prozent zur Befriedigung der Bedürfnisse im Kreise, das Landes- romitee erhält 30 Prozent, davon hat es zwei Drittel zur freien Versügrmg für die Zwecke der Landesvartei, ein Drittel gibt es nach Berlin weiter an den sozialdemokratischen ReichSsäckelwart Gerisch, so daß auch der zu seinen vorgeschriebenen zehn Prozenten kommt." Das ist freilich eine sehr einfache Art der Verrechnung. Um sie durchführen zu können, ist aber auch die Kontrolle notwendig, die von dem sozialdemokratischen Parteikomitee aus geübt wird. Wesen des deutschen DolksgesanasS. Bon Prwatdozent Dr. I. W. B r u i n i e r. („Aus Natur uno Geisteswelt." Sammlung wissen' schaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 7. Bändchen.) 2. Aufl. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. [IV u. 156 S.s Preis geb. Mk. 1.25. — Unter Volks- lieb versteht der Verfasser alles, was in einem von der Sitte -usam- mengen'chrten Chore als Lied erklungen ist und erklingt. Das Wesen des Volksliedes in diesem weiteren Sinne weit) er in schwungvoller poetischer Sprache darzulegen, roarm und innig vor allem seinen Ctimmungsgehalt lebendig zu machen.' Er zeigt, was unser Volk seit den ältesten Zeiten gesungen hat und.wie die Kunsldich- tung beirucytend auf den Bolksgesang einwirkt und doch wieder dem Geschmacke des Volkes angepaßt wurde. Aeltestes Helden- — Von dem englischen Poeten Oskar Wilde, dem Dichter der prunkvollen kleinen Tragödie „Salome", gibt die im Verlage von I. C. C. Bruns in Minden in deutscher Ueber- sekung erschienene Schrift „Oskar Wilde, die Geschichte einer unglücklichen Freundschaft" von Robert Harborough Sherard, die mit Porträts und ftacfimtleS reich ausgestattet ist, ein packende? Bild. Der Verfasser, der in dem Frhrn. v. Taschenberg einen tüchtigen Verdeutscher gefunden hat, liefert eine reichhaltige Fülle biographischen Materials. Das Leben deS bedauernswerten Dichters war ungemein reich an seltsamen Geschehnissen, es war selber eine Tragödie, in deren einzelnen Akten Pracht und Glanz mit Not und Hunger und Gefängnismiseren abwechseln. — Im Verlag von Franz Wlmder in Berlin 8.W. 47 erschien: „Nietzsches Metaphysik" von Hans Bölart Preis geheftet 2 Mk. Der Verfasser behandelt als bedingter Anhänger Nietzsches vorzüglich die, modernen Kernfragen der Metaphysik. Außer einer präzisen Erörterung der einschlägigen Psychologie enthält das Werk eine eingehende Darstellung von NtetzscbeS Theorien in seiner Um- wertungSperiode über organische Welt, KokmoS, Tod und Unsterblichkeit, im Vergleiche mit Schopenhauer, Kant ued Darwin: die Abschnitte über Lebensoerneinung und Musik bringen namentlich über die Stellung Nietzsches zu Waguer und dessen Parsisal gehaltvolle Darlegungen, die Prinzipien einer neuen Werteinsehung Nietzsches finden in den Kapiteln über daß Jenseits von Gut und Böse und die Lehre vom Uebermenschen ihre fesselnde Erörterung. Besonderes Interesse erwecken auch die vorherrschend in.den Schluß- betrachtungen angebrachten Ausführungen über Häckels Dtelumftru- tene Welträtiel, sowie die vom Verfasser auf melachsysischem Gebiete angeregten Reformen. Vollmoeller: Aßüs, Fitneund Sumurud. Ein Trauerspiel. '®. Fischer, Verlag, Berlin). Geh. Mk. 5.— DaS Hohelied der Treue, der Leidenschaft und der grausamen Lust hat Vollmoeller in der phantastischen Verkettung der Schicksale dreier unglücklich Liebenden besungen. Dieser Poet führst uud denkt in Bildern und Tönen, Farbe und Rhythmus sind die Schwingen seiner Phantasie, die ihn höher und weiter tragen als bis an die Grenzen einer räumlich und zeitlich beengten dramatischen Handlung. „Aßüs, Fttne und Sumurud" ist ein Buch, an Schönheit der Diktion, an Reichtum der Form den besten Werken d'Annunzios vergleichbar. *- ——F ■ Politische Wochenschau — In ihrem 89. Jahrgang erscheint jetzt (bei E. A. Seemann in Leipzig) die „Zeitschrift für bildende Kun st". Diese ausgezeichnete, vielseitige Kunstzeitschrift steht über der Parteien Gunst und Mißgunst; vornehm im Ton bei der Beurteilung von Kunstschöpfungen der Gegenwart, verliert sie nie den richtigen Maßstab Künstlern der Vergangenheit gegenüber. Mssenschaftliche Forschung, sachliche Kritik und feinsinnige Betrachtung finden hier gleichermaßen ihre Pflege. Dem textlichen Inhalt entspricht der illustrative Teil der Zeitschrift, der das verwöhnteste Auge erfreut in kunsttechnischer uni) buchtechnischer Hinsicht durch die Tonfeinheit der Klichees, den klaren Druck und die geschmackvolle Einfügung der Bilder in den Text. Von besonders hvhem Wert sind die Kunstbeilagen, prachtvolle Farbendrucke, Originallithographien und Originaldarierungen, Kunstblätter im wahren Sinne des Wortes. Zu jedem Jahrgang dieser trefflich redigierten Nionatsschrift, die dem Kunsthistoriker und dem kunstsinnigen Laien eine Fülle von Anregungen bietet und manchen hervorragenden Kunstgenuß vermittelt, gehören noch 40 Nummern des gut unterrichteten zuverlässigen „Kunstmarktes" und 33 Hefte der „Kun stchr on i k", die die „Zeitschrift für bildende Kunst" nach der mehr fachwissenschaftlichen Seite hin für Forscher und Sammler ergänzen. Der Abonnemcntspreis für die reich illustrierte Seemannsche Kunstzeitschrift mit ihren Beilagen beträgt halbjährlich 16 Mark. — Das deutsche Volkslied, lieber Werden und Expreß" aus Kobe, die Russen Hütten Döngtschtn tie- setzt und gänzlich niedergebrannt. DaS japanische Konsulat, oas Zollamt und dos Postamt seien ein Rauhs der Flammen geworden. Dann seien die Russen nach Puktschoeng weiter marschiert unb hätten auch diesen Ort besetzt. Diese Abteilung der Russen sei etwa 6000 Mann stark, und habe augenscheinlich den Zweck, die Ja> paner im Rücken zu belästigen, während sich der Einmarsch einer größeren russischen Streitkraft vollzieht. Die „Post" läßt sich aus Petersburg schreiben, daß die Reise des Zaren nach dem Kriegsschauplatz im Prinzip entschieden sei, der Zeitpunkt derselben hänge aber von der Beendigung der Konzentration der Armee Kuro-< patkinS ab; erst wenn diese vollendet und die Offensive in Sicht sein wird, werde Nikolaus IL die weite Reise an* treten. Vor Juli dürfte sie also kaum stattfinden, wahrscheinlich aber noch etwas später. v n > i' Lehrmann, erzielte heute abend im Hoftheater . cn ' iften Erfolg. Das Libretto schließt sich im all- r dem bekannten Schauspiel von Emil Pohl an 5 i geschickt aufgebaut. Die brillant instrumentierte lsiiü» k tzt eine fleißige originelle Durcharbeitung und gt i einem bemerkenswert selbständigen Talent des gc m^mponisten. Der musikalisch schönste ist der erste i > chncnwirksamste der dritte. Die Aufführung war i 'er itimt de .Haans Leitung ausgezeichnet; besondere An- mri® verdient Frl. Kapust als Darstellerin der Titel- i le ! 'Frl. Rüdiger als Mandanika, sowie Herr Spe - nt an m:[4i Karudatta, Herr Weber als Bettelmönch und r rter als Maitreja. Neben den Hauptdarstellern rr d) dem dritten und letzten Akte auch die beiden Berfa M i wiederholt stürmisch gerufen. — ?.er Ste rn". Ein Herr A. Fischbof schreibt und an? Pyns: Madame Sigrid Arnoldson sang am 17. d. '! ,rim hundertsten Male in Paris „Mian on". Das Plibli R b-creitete der Künstlerin bei diesem Anlasse seltene OvatiiÄki und die Opsra Comique machte die größte (Sin- naijtmaa heurigen Saison. ii Reichstage wurden in der verflossenen Woche endlich . imtten geschlossen, die sich an die Beratung über den Et.iioc d«?s Reichskanzlers geknüpft hatten, lieber Volen- frcin|! rmd Handelsverträge, Welfen tum und Bundesrat WUM ein Langes und Breites geredet, ehe man dazu fern Grafen Bülow sein Gehalt zu bewilligen. Hieran 'ch Iss si ch in ebenso ermüdender Weitschweifigkeit die Aus- i'ir.w^rfebung über den Etat des Auswärtigen Amtes, bel/Jl: '6;er Gelegenheit besonders die scharfen Angriffe auf a =1 §l»!isulatSwesen im Auslande auffielen, die von der lin i!r -»'eite des Hauses gegen Mängel, die sich in dieser iranri■ ( mg gezeigt hatten, erhoben wurden. Duck, der Etat deiÄsiiaiiatischen Expedition, der Kolonialetat und der Etat i * n? tnueftafrita brachten, trotz der sehr bedeutungsvollen ThlWTi!.., nichts sonderlich Neues. Wesentlich interessanter > 'i M dlagegen die Verhandlungen im preußischen Ab- g e ;n d n e t e n h a u s e, von denen die Interpellation Stötzel ;i6 ’itr bii Stillegun g der Ruhr kohlenzechen am " er ^wertesten war. Im Reichstage wurde die Beant- toOTOning der dasselbe behandelnden Interpellation Auer lsÄW zu den Angelegenheiten des Reiches gehörend von b errtleiäigtegietung ab gelehnt. Wenn der preuß. Abg. Stötzel m l'-.ie • Anfrage gewünscht hatte, daß die Antwort am milicrtische so ausfalle l möge, daß dadurch die Erregung, der rheinländisch en Bevölkerung mitgeteilt habe, ’i' jtkr l.gen möge, so mußte er von der Entgegnung des c im £1 ölIer einigermaßen enttäuscht sein, da Herr Ri Sl'tr ie ganze Angelegenheit in kühler und leidenschafts- ios «r se behandelte. Die Stillegung der Ruhrzechen, er- lir M bet Handels Minister, der früher als nationalliberaler i6 '.jg^Diieter den Ruhrorter Wahlkreis vertrat und die >oi flifen Verhältnisse kennt, sei absolut nichts neues, ein f)i :w'. t Stillegen von Zechen sei schon seit Jahrzehnten ar nii rt> gäbe, die Zahlen über die feiernden Arbeiter ei,'?- l''erordentlich übertrieben, und die Aufregung zum -~'?i’i!f’:iitlirf) erzeugt. Zur Untersuchung der dortigen Sach- lagW^Äe man eine Kommission entsenden, die sich dann an : Ott r.ntb Stelle möglichst eingehend informieren könne. iu$ Südwestafrika läuten die Nachrichten noch iiiwirenig tröstlich. Nach einem in Berlin eingegangenen i'r ii. 'tm Telegramm des Gouverneurs Leut wein hat m i Litecberg abermals ein Gefecht mit den Aufständischen • thfuiliben, wobei leider wieder einige deutsche Soldaten hr i iibai lassen mußten. Ueberhauvt häufen sich unsere ^er-M lin jener unglückseligen Kolonie in erschreckender ei! i! -iS jetzt sind 17 Offiziere und 221 Mann o r 't.recknet man hierzu noch die ermordeten Ansiedler, so nrl t: an auf die für einen Krieg geg'en „Mld^ recht ebet.<nfoe Zahl von 331 für ihre Heimat gefal- nnm Land Sie Ute. Und dabei ist das Ende deS Auf- n Lii! noch gar nicht abzusehen! Nach den letzten aus iüdi'Sttlicrfrika eingegangenen Meldungen wird Gouverneur killte 'bie Absicht, in südöstlicher Richtung nach Seeis bSihLr’t'tiemfen, wieder aufgeben und statt dessen in gerader iiiiüiiiMtt nach Osten auf Onjati marschieren, daS inmitten de-^ 1 i .ihinamigen Gebirgskomplexes 25 Km. von Otjosasu gele.W iiit. — Der weitere Verstärkungs-Trup- - e um-.rcLN Sport, welcher am 30. d. M. von Hamburg aus j i:5xe geht, wird an Bord des von der Reichsregierung geckuM!r1?m ReichSpostdampfers „Herzog" (Kapitän Weis- mrnr ncch Swakopmund befördert werden. Er soll, wie i x:t, hauptsächlich dazu bestimmt sein, die englische reu e zu überwachen, da es sich gezeigt hat, daß e J S:.no von dieser Seite auS unseren Schutztruppen am säi h ken geworden sind. In den nächsten Tagen werden n pfiurg 500 000 Gewehrpatronen nach dem Schutz- biEStsmi: Verschickung gelangen. Ghcbfyl im Inland wie iim Ausland hat der plötzlich ausg.Ui'ciene StreikderungarischenEisenbahn- an g-;i lten das größte Aussehen hervorgerufen. Ver- peö. b. BL eiter joioü geiucht m he«. [02373 g Lirajt 9. eirau furTmen .Aul« Fahrer muß auch mit betten oertrout troe;19. [023^5 mrschel n Tür [oiort ge f Aaritsn.^. i« Mk ze'uchL M j£b^rrafet_o. $iCBtr_e»b_- --rlu'i dem Kongreß für irtnereMedizin in Leip .^'berichtete Privatdozent Dr. Koppe-Gießen über I: Hämolyse. Die Auflösung der roten Blutti r per-cki entsteht durch Verletzung ihrer Wände. Bei ije- nbnevlyse wird die „Wand" der Blusscheibcn mechanisch : rcimgt durch den osmotischen lleberdruck; mecha- i he kle-'tzung der Wand ist noch die Ursache beim Ge^ p .crei tu i Au stauen des Blutes. Bei der WÜrmehämolyse schmil Aiier Wand resp. ihr fettähnliLer Bestandteil. Bei S ^üi-'ämolyse wird der fettähnliche Bestandteil der i .;b . Alten, bei Alkalihämolpse verseift, aufgelöst bei der HäiLUe durch fettlösende Moffe. Bei der Serumhämo-I.... .... pjfe w eiweißartige Bestandteil der Wand angegriffen. | lieb, Priestergefang, Spielmannslied und Liebeslied werden in ihrer Mer teit sofort 3665 koßauheim. Libeiter < juu. 18262 0)1 02M ei ; % (hngn». als leibinlrie auf gehi^e, CÜ. u. HL O237»i h ioi.Si ätte ich überhaupt gewußt, daß Herr Dr Dullo sprechen würde, hätte ich meine Räume nicht her gegeben." Der Vorsitzende erwiderte dem Wirt, daß er das Lokal für den Abend gemietet habe, und daß er sich -uergisch jede Störung verbitten müsse. Auf Aufforderung des Vorsitzenden fuhr hierauf Herr | Dr. Dullo in seinem Referat fort, als plötzlich wieder Herr Karnus erschien und erklärte, er werde das Licht auslöschen lassen, wenn Herr Dr. Dullo fortfahre, zu reden. Die Folge war,daß sich abermals großer Lärm erhob, und daß der Vorsitzende zur Polizei schickte. Inzwischen machte Dr. Dullo nochmals den Versuch, weiterzureden, was der Wirt seinerseits mit dem Auslöschen sämtlicher Lampen und Oeffnen der Tu reu beantwortete, sodaß die Versammlung im Dunkeln saß. Von hilfsbereiter Hand wurde das Licht inzwischen /nieder angezündet, und nun folgte eine s e h r st ü r m i s ch e Szene, indem der Vorsitzende den Wirt aufforderte, das Lokal zu verlasse n, während Herr Karnus diese selbe Aufforderung an die Versammlung und speziell an Herrn Dr. Dullo 'richtete. Der Aufforderung wurde keine Bei der dritten Lesung des Etats (Generaldebatte) vermißt Abg. Graf Limbur g-Stirum (kons.) in der Staatsregierung die Einheitlichkeit, die früher gewesen sei. Er bedauert es tief, wenn Minister den Anforderungen der Sozialdemokratie im Reichstage entsprechend, über Dinge, die hierher gehören, sich dort zur Verantwortung ziehen, lassen und vor dem Forum des Reichstags erschienen. Er habe mit Freuden gesehen, daß sich dies in den letzten Tagen bei der Grub en frage geändert habe. Er erwarte bestimmt, daß die Handelsverträge in den nächsten Tagen gekündigt werden. Die Landelsverträge seien nur für die Industrie, nicht aber für die Landwirtschaft ein Lebensbedürfnis. Finanzminister v. Mheinbaben meint, das Finanzministerium| sei es gewohnt, als Karnickel hin gestellt zu werden. Aber er habe das Bewußtsein gegenüber den speziellen Ressorts, das allgemeine Landesinteresse zu vertreten. Er könne dem Vorredner auch darin zustimmen, daß es sehr bedenklich sei, den Reichstag zum Tribunal für Fragen zu machen, für oie der Landtag zuständig sei. Aber bei der Ausweisung der Russen handelte es sich doch um eine gemischte Angelegenheit, die zum Gebiet der auswärtigen Politik und damit auch zur Zuständigkeit des Reichstages gehöre. Was dem einen recht ist, ist dem andern billig. Er muß es sich also versagen, über die Frage der Handelsverträge hier Auskunft zu geben. Abg. Dr. Wiem er (Frs. Vp.) 6emerft,I tratet zu ziehen; in der an daß man, anstatt seine Partei zur Sparsamkeit zu ermahnen, beider besteht die Einfühlung. Schulkenntnisse und eine einheitliche Zusammenstellung Assoziationsreizworten verschiedener Kategorien. Der Vortragende erläutert an einigen Beispielen den Wert der Methoden.^em Vortrag ist der wissenschaftliche Teil des qualitäten, die uns durch die Töne direkt ohne Vernnttelung I bestimmter Dingvorstellungen vermittelt werden. Pros. Dr. R. Sommer-Gießen : Objektive Psychopathologie. Soll die Erkenntnis der krankhaften Erscheinungen des Seelenlebens sich über den bloß subjektiven Eindruck der einzelnen Beobachter erheben, so wird sie den Weg des exakten psychologischen Experimentierens nicht vermeiden können. Grundprinzip muß daher sein, daß jede psycho- pathologische Untersuchung unter den Gesichtspunkten emes psychologischen Experiments ausgeführt hrirb. Es kommt hierbei an: 1) auf die Messung des angewandten Reizes, 2) auf die Feststellung der erfolgten Wirkung und ihr Verhältnis zu dem erfolgten Reiz. Diese experimentelle Untersuchung hat sich sowohl auf die körperlichen Phänomene । und deren psychische Beeinflussung zu erstrecken, wre auch auf die rein psychologischen'Erscheinungen. Für dreEr- Generalleutnant Vitztum von Sckstädt unter Beförderung siologie der Sinnesorgane" und das „Archiv v zum General der Infanterie zum kommandierenden General samte Psychologie" bestimmt Ter nächste Kongreß v des 19. Armeekorps, Oberstleutnant Krug von Nidda, rm Frühjahr 1906 rn Wurzburg statt. Zum Schluß^ Militärbevollmächtigter in Berlin, unter Beförderung zum I Mych^S'MofMNwlm WÜnd?w°L^ krperimepr^ Oberstrzum Kommandeur des GardereiterregimentS, Oberstleut- q(m Nachmittag erfolgte ?in Misflug nant Salz a von Licht en au, bisher Kommandeur deS Ula- Gleiberg 9 qE nenreqimentS Nr. 17, zum Militärbevollmächtigten m 9W™---- --------- ernannt worden. I Kongresses abgeschlossen. Es folgen noch einige geschäftliche ,9 Beschlüsse. Ms offizielle Organe der neugegrundeten deut- «..r.rrrx.n t--- experimentelle Psychologie für Psychologie und _____===========____ä. Mainz, 24. April. Gestern fand ein Drivatb-, Kongreß für erp-rim-nt-ll- Psychologie. KÄlt (4. Tag.) der soz. Volkszeitung, DöHer statt In einem Artikel der Dr. Ettlinger -München: Einige Bemerk- zgt. , vom Oktober d. I. aus Castel datiert wurde derKläger » - tvi cn « An Ti « « n aewrdert, fern Mandat zum Gemeinderat nicbenulpnpn \ 1 1 u n ch , 9* Schaden der politischen und zum Vorteil be’- katlioliicken'o"!' Die Nachahmung, nämlich das M'hangtgkeitsverhaltnts, l o-meinde einen Sltuationsvlan der 9auHnrhtiiii,n x - Vei dem die Wahrnehmung fremder Bewegungen die eigene st^aße gefälscht und diesen seiner vorgesetzten^Beho>de" Vorstellung und Ausführung einer subfektw überetnstimmen-1 nrntCf vorgelegt habe. Ai» Grund dieses 'Planer erh.elt d , ' den Bewegung des wahrnehmenden Individuums austont, Kirchengemeinde die Erlaubnis zum Bai, einer Glöcknern!»^"' bisweilen unter völliger objektiver lieber einstimmun g der die in die Baufluchtlinie der Straße hineinragte. Durch ej,„L Bewegungen, ist eine im Tierreich wie bei dem Menschen zahl Gemeinderäten und emes Sachverständigen wurdet des Menschen nachzuweisen, daß es such bei der: Nachahmung Fälschung des Planes vorliege, die Presst' tX ? nicht um instinktive Handlungen handelt, sondern um Pro- Recht, derartige Vorkomninisie zu brandmarke». zesse, bei denen die Aufeinanderfolge der einzelnen Erschein- FC. Bingen, 24. April. Tas hiesige Schöffenqerichi inn ungen durch assoziative Verknüpflmg zu erklären ist. einen Wirt, der einem Studierenden keine Getränke cerabU Privatdozent Dr. Th. Elsenh aus-Heidelb er g hatte, weil er sich unhöflich benahm, von der erhobenen spricht über:l)DieAufgabeeinerPsychologieder gungsklage freu Deutung als Vorarbeit für die Geisteswissen- Verden a. d. A., 23. April. Der Landrat von Qor n. e u L u n y U i u L U I I I I wurde von der Strafkammer wegen Beleidiguna des VornnenL» schäften" und 2)BemerkungenuberdteGenera- Kriegeroereins Heidorff in Mardorf kreis«,vroMri lrsatron der Gefühle. der Ausdruck „Lumpenhund- gefallen ist, wurde nichi als Zu 1) Alle „Geisteswissenschaften" müssen damit rech-Diesen angesehen. ; nen, daß nur unser eigenes Erleben >uns unmittelbar ge-1 ... ----- ~ — ------ geben ist, daß wir dagegen dus Erleben anderer nur aus Äporr. ihren Äußerungen nach Analogie der von uns erlebten R.-B. Darmstadt, 25. April. Das Frühjahrsren-ue Vorgänge erschließen können. des Sessisshen Reiter-Vereins fand heute nochmiltoq 3ist dp-r Abbänaiakeit aller Geisteswissenschaften von auf dem Weiterstadter Exerzierplatz statt und erfreute üch r,--- Infolge der Ab^ngtgtett alter zahlreichen Besuchs der hiesigen Sportfreunde. Tas Yrqcbm? ^ unserem eigenen P^^^n. s i> 3' Rennen, die meist sehr gut besetzte Felder auswiesen, nahmsolg^ a. das eigene Erleben zu erforschen, Verlauf: I. Eröffnungs-Jagdrennen (3500 m): Leuin (?»•■ b. den Vorgang der „Deutung zu analysieren; betI . Limburg-Stirum's, Drag.-Rgt. 24, a.br.W. „(Whwi diesem letzteren sind besonders ins Auge zu fasten dasl^>„^^ j, Leutnant Wätgen's, Drag.-Rgt. 24, öjähriqei ■ „Einfühlen" und das „Verstehen". „Goldoni" H., Lt. Senderne's, Feld-Art.-Regt. 25, bjähr.k.L 2) Für eine Generalisation der Gefühle sind nach E. I „Schnellfuß" HI. II. Hunter-Jagdrennen. 3 ßhrenprr«. Möalichkeiten vorbanden: Distanz 8000 m. Erster wurde Leutnant Riedesel, ssrhr. J a. Teilnahme der Gefühle an dem Generalisationsprozeß Eisenbach, ^eI,b=^ S : btt Bttst-llung-n, XVw n” UN. °Schw-Ibl-. m. Luln Günther b- Die Bildung von Gefühlen allgnnernerer Art un- ^m's, Drag.-Rgt. 24, br. St. „Crenpiny rose«, in. se:t r mittelbar aus mehreren Einzelgefühlen, (z. B. ftäbtei- Jagdrennen (2500 m). 3 Ehrenpreise, sstic Char^» meingefühl oder Lebensgefühl.) . resp. gestellte Dienstpserde und die gegen Empfang von Prof. Dr. K. Groos-Gießen: Die An f ä n g e I ^„gxstMen Pferde von Infanterie-Offizieren, im Amy nüi>.w:>i der Kunstl u. nd die Theorie Darwins. von aktiven Offizieren. I. Leutn. Nolte (Ul.-Rgt.) ciuijchw.^. Bewerbunktsprodukt ÄfX tt, an anthropologischen und tierpsychologischen Tätlichen nac^ „Maibowie" L, Oberstleutnant tzrhr. v. Waldenst zuweisen sucht, ist weder für den künstlerischen Genuß noch au^ 7; F.-St. „Namenlos" IL «eutrantöri für die künstlerische Produktion die Beziehung auf das Hardenberg (Drag.-Rgt. 23) a. br. St. „Gertr.'HI. V.Palla - Erotische und das Bewerbungsphanomen allein ausschlag- Wi'esen-Jagdrennen. (Distanz 3000 w). Leutnant v. Istann j gebend, ganz gleich, ob es sich dabei um Kosmetik und (Drag.-Rgt. 24) a. br.W. „Beest Free)J, DberL 0. 2dim«hin: Herr Watt-WürzÄurg: Mitteilungen über Am 14 April. Wüb-lm Friedri» . ,, - ®amtät§-eergeant, mit Marie Katharine Geh. Rat Professor Dr. Siebeck-Gießen, lleber ^lm 15. April. Friedrich WilhelmKüpver, Aufrhu - musikanische Einfühlung. _ I weiler, mit Maria Antonte Neff, gen. Rodepeter, dainer. - Mn- ' Bei der ästhetischen Einfühlung ist der gegenständliche ^lius Andres, Ingenieur dahier, mit Anna brnnrm^vv. - und der gefühlsmäßige Faktor der Wahrnehmung in Be- Schrumpf in Darmstadt. Am 16. April. Johann, ' : zu ziehen; in der annähernden Uebereinstimmung Lokomotivhilssheizer dahier, mit Anna Margareta batbiq^. , daß man, anstatt seine Partei $itr Sparsamleit zu ermahnen, I beider besteht die Einfühlung. Die Stimmung ist nicht dre Am 18. A-rü. ßubrntg Rapp^, WM M-m-i'.r eine Quotisierung der Ein!°mmenst°uer herben- ^lge der Einfühlung, sondern ihre Voranzsetzung. führen sollte, damit die Einnahmen mit den Ausgaben t^g^der geht auf die spezifisch musikalische Strmmung, I Bi°r, mit Anna M°r>. verglichen werden 'könnten. Entgegen dem konservativen das gefühlsmäßige Moment und das gegenständliche — Auaust Wilhelm Roth, Schreiner dahier, nut - Redner betonte er, daß für ihn preußische Angelegenheiten Moment in derselben (Rhytmus, Melodie, Varmonie)^naher | --- noch deutsche Angelegenheiten seien, und da sei es nicht I, - ....... " 1 """ °ni‘ ‘ gut, wenn preußischer Partikularismus sich bildete. Bei < der Russendebätte habe sich gezeigt, daß nur die Sozial- < demokratie den Nutzen davon habe, wenn die Regierung!, nicht sofort antworte. Weiler bemerkt Redner, daß er €§ für den schlimmsten politischen Fehler halten würde, die Handelsverträge zu kündigen, ohne die Sicherheit, daß neue an ihre Stelle treten. Abg. Dr. Friedberg (ntl.) will! In der Komperenzsrage nur rein preußische Angelegenheiten im Landtage behandeln. Andererseits müsse in der Behandlung von Reichsfragen große Vorsicht und großer Takt geübt werden, sonst bilde sich der Landtag zu einem Tribunal über den Reichstag aus. Zur Frage der Handelsverträge bestreite er, daß sie nicht auch ein Lebensinteresse der Landwirtschaft seien. Abg. v. Zedlitz (ftk.) wünscht eine Kontingentierung der Einkommensteuer. In der Zuständigkeitsfrage dürfe die Regierung auch nicht den Anschein erwecken, I als ob sie den Reichstag in rein preußischen Angelegenheiten für kompetent halte. Weiter polemisiert Redner! gegen die Haltung der Freisinnigen zur Frage der Handelsverträge. Zum Schlüsse bemerkt Redner, der Reichskanzler! habe gewiß seine handelspolitischen Versprechungen in I hohem Maße gehalten, aber das Vertrauen im Lande würde gestärkt werden, wenn endlich den Mvrten Taten folgten. I Abg. Gyßling (Frs. Vp.) weist den Vorwurf zurück, als sei die Behauptung Dr. Wiemers, daß die freisinnige Volkspartei stets für die Interessen der Land-I wirtschaft eintrete, nur eine Redensart. — Damit schließt die allgemeine Besprechung. Beim Etat der Zen-I tralgenossenschaftskasse regt Abg. Stull (Ztr.) an, Professuren an den Universitäten für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen zu schaffen. Abg. Busch (Ztr.) bedauert, daß den Beamten verwehrt werde, in den landwirtschaftlichen Genossenschaften führende Stellungen einzunehmen. Finanzminister von Rhein baben erklärt, prinzipiell bäbe er keine Bedenken, daß Beamte an der Verwaltung ländlicher Genossenschaften tätig seien. — Die Etats der Verwaltung der direkten Steuern, der Verwaltung der indirekten Steuern, der! Lotterieverwaltung, des Seehandlungsinstituts, der Münz- verwaltung und der Staatsschuldenverwaltung werden genehmigt. Beim Etat des Finanzministeriums kommt es über den Verkauf des botanischen Gartens in Berlin zu einer Kontroverse zwischen dem Minister und dem Abg. Rosenow (frs. Vp.), der den vom Fiskus verlangten Preis als zu hoch bezeichnet. —- Der Etat des Finanzministerinms wird hierauf bewilligt. ent in derselben (Rhytmus, Melodie, Harmonie- nayev i H^metz hier'selbst. - Heinrich Wagner, Finanzasvirani ein. Zur Einfühlung gelangt das Mld von Wesen Eiyen- Lisabeth Schütz in Butzbach. Am 20. April. Ludwigs - ; art und Wert unserer Gefühle selbst. Der Effekt einer Steinbauer dahier, mit Paulina Regina Gerne, f . Stimmung resultiert aus dem Gesamteffekt von Gefühls- Adolph Winkler, Mechaniker dab^r mUWi belmin^ ° — «n—IAm 21. April. Georg Ludwig Friedrich Wuyerm -e» dahier, mit Berta Feldmann in Grünberg. Eheschlietznugeu. MaraiuS' Am 18. April. Start Rühl, Taglöhmr dah>°r m.- Jakob, geb. Sack, Hierselbst. — Heinrich Wagner, eg। dahier, mit Marie Grau Hierselbst — Hewnck BlE meister dahier, nut Katharme Ehr,strne EchE ° ,e , — Karl Treser, Fnanzaspirant dahier, mü Luises" - Vl Hierselbst. - Anwn Eder, Bäcker dahier, mtt wga« Hierselbst. Geborene. , in Am 9. April. Dem Spenglermeister Georg Richard. Am 10. April. Dem Schuhmacher Pe e - aa Sohn Karl. Am 12. April. Dem santtat-unte^ ft V1 Bues ein Sohn. - Dem Fuhrmann Johann Morg T. , Schmidt eine Tochter. Am 13. April. Dem Wut » eine Tochter. Am 17. April. Dem ein Sohn. - Dem selbständigen Schuhmacher forffchung1 "der WSVÄSp sind" von Pros, me^ter^ilhelm ^in. StSUKSS?»SÄäStilSlSSj»ä&S..... Am 16. April, «athanne Edel, SK Kew'^el "dabi°.' Ehefrau des Obst- und Gemüsehändlers Wübm ? Philipp Jeschke, 11 Monate alt, Sohn des w - Jeschke dahier. - Erich Karl 1 3?^ qeb. horförmoiftnrR Qfirf Aprf dahier. Sophi gl.gnnes Born "r Kurven oes xnrepymummns uuu u« ol»® ^obann^^WÄrhe^m, 48 Jahr« alt, unter speziellen psychoMhologischen Bedingungen^ Auch ^L^th? ChU 74 Jah^eÄt, Pflegling für die rem psychologischen Untersuchungen Hut der Vor- I m^^emel, 80 Jahre alt, Rentner dahier^ A tragende das Prinzip der genmien Messung von Rm- und ^QrIotte ^önig, geb. Kaub, 71 Jahre alt, Wirkung durchzuführen gesucht. Als fernerer Grundsatz Andreas König dahier, - kommt hinzu die Anwendung eines ernhertlichen Reimes —7-7- bei sämtlichen Untersuchten und für die Verfolgung des gpidplan der vrrnmyte« Fran f zeitlichen Ablaufs der psychopathvlogischen Erscheinungen der Teusel.' bei einem Individuum die Anwendung desselben Dienstag den 26. Apnl). .Rove ^»nerstag den 28. Reizes in bestimmten JntervaNen. Den einheitlichen Rerz den 27. April: Ke RemmentstoKt bcn * repräsentieren für die psychopathologrsche Untersuchung nbends halb 7 Uhr . »S,egs ^d Fragebögen mit einer bestimmten Zusammenstellung von von Sevilla'. lb,. Fragen bezw. Aufgaben für verschredene rntellettuelle Fm»Ratskeller.' Montag den 2. Mm, 6 Uh«.- > tionsgebiete. Es werden angewandt Fragebögen über.! ^ie kleinen Michus.' Dienstag den 3.- ! Orientiertheit und Sinnestäuschungen, Rechenvermogen, ^dtterdämmerung.' mrMrtl0C I fS-Aitirpnnbniffp unh pine einbeitliche Zusammenstellung von! Schauspielyan , Mlttivo^ Dienstag den 26. Aprst ) - '^ ^iden," 27. April: hum ersten Male : .Jg ,Zapienstre'ch. tag den 28. April, abends halb »W9 . & tag den 29. April: 66amperon3 fietbw . Jatban d-r W-ist.» Smmtag d.° - 'Alt-Heidelberg.' Abends!W- den 2. Mai: .Festo.' um 1 - *) Anfang, wenn nicht anders em p ■ r ° 2 = o r-o P «» 's s §® 1$1 o V c jsä o -'-»s E >» E öp N-: rZ ... e -. 5S’5? § 1> W N o L «ß & >e c’«' et 07.0 p ot ’S 5 P £ P S *• Ä P eM, = 53- « • * -** er- 2? g St NL K3. iD B E Eine Bitte! Aufträge für Pfingsten wenn möglich schon jetzt aufzugeben. 3788 Giessen Marktplatz 18 Marktplatz 18 7 2 '<*n Lfl = o •a K §« o >b O» V <5 ÄS o t» s S-» ä_< £ •ei « s -* o Sd s ,3 2 e» o CI £ £ e Z» o ES ° iÄ = E eu D T ■£u C o pS Im Monat Mai, namentlich vor dem Pfingst-Feste, häuft sich die Arbeit in unserer Branche meist derartig, dass es oft nicht möglich ist, allen Wünschen der Kundschaft bezüglich schneller und präziser Rücklieferung der zur Herstellung übergebenen Gegenstände zu entsprechen. Wir richten daher die freundliche Bitte an unsere geehrte Kundschaft, T, S S SllCÖ’S' ZS w» - n$» <«t ‘Q* ZLo P e e L - 09 iS S P w s P^.2 'S' | = Q WB* o « Färberei Gebr. Rover — ■ - ■ .. -- - ehern. Wasch-Anstalt ...—«. ■■ -j==-=— - Bedeutendstes Etablissement dieser Branche in Mitteldeutschland. gpfe o — o — "» S o 2 p C 03 ZK 2 » .2 • Ot'P E ’Ä’ c ö = p' C “» P h" P o v g “troi 2 ä?c E <» 2 »2. O7*g- -Zs A P _ C "°>ö' o §-Z § o § ^ = 5 2 =3 C « © E • *05 «A CJ n C*> P o •“ M JÖ CD ° JQ PS3 8 'S- ^LZZZE^p« ■--c* - J S.SLP’iO S'jo "p S-t p 3.2 2 gC7w'a'?^ o^l P^§8Z o vO jö^ ■s^c?-e o jj . tu ÖJ'S' i-< Cd p o p- %>£ S 2 OQ*- 5)‘H § c «ä . "Hereins |artfe\ r M'erylah ftan - ' h‘-’ocn cDorbit-' • '«Ul belegte nqs.^agdrennenW, US, Traq.-Rqt.24,-_s 3atgen’§, troq^u nderne's, JjtlWa.Js? I- Hunker-Zagdi^'' •ter wurde SeutnaM 25, a. br. 2t thnetftet SRütet imb fcv im. Günther auiCtos -■K br. ct .Greiwr 7 en (2500 m). 3 C’brr ftbe und die gegen Grrr »n ZnIanterieÄssiziem ■ eit L 2eunt 9tolti v itn. Rtbt. v. ®ienar.:!‘ mbtünHlev*. UL 2er br. $t. .Chitiade'. IV ? 15 m hock. 2eutn. v. f.r >.* L, Oberstleutnant?r 7], y.-St. /Jtamenloi1 mg.-Rgr. 23la.br. Zt.,Lr 7en. (ivtanj 3000 bu k. D. ,$eeft Free) L, i trag.-Ral.23)a.br.L,: um^Dra^R^^ Ztaiksntsnilkm Ausgtbotr. tL Dilhrlm Fnedn tmt Nam Ratharmt L ?mednch Wilhelm intorrteM gen.9W» iqenieut dahier, m« * -M Am 16.Avril- r babtei, mit Anna V-. cd Ludwiq Rappt.t - laibanne^odi ^rtnechtdcher^mü» Melm Stoch- "£-■ -■: l** *• M, sM e‘=d' nritua^-. RcdW*: JtiSSÄ »rbsr^. >**, <<: > st- uno rll, 7jj D E © L 03 LL CJ a» B 3 <4r s N . SÄ P « = c Ci Z Bekanntmachung. Die diesjährige Pferdemusterung für die Pferde der Stadt Gießen findet auf dem Trieb (Exerzierplatz) statt, und zwar: 1» Donnerstag den 5. Mai, vormittags IOV4 Uhr, von den Besitzern, deren Namen mit den Buchstaben A—K. beginnen; 2. Dienstag den 10. Mai, vormittags Uhr, von den Besitzern, deren Namen mit den Buchstaben L—Z beginnen. Jeder Pferdebefitzer ist verpflichtet, seine sämtlichen Pferde zur Musterung zu gestellen mit Ausnahme: a. der unter 4 Jahre alten Pferde, b. der Hengste, c. der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben (als hochtragend sind Stuten zu betrachten, deren Abfohlen innerhalb der nächsten 4 Wochen zu erwarten ist), ä. der Vollblutstuten, die im Allgemeinen deutschen Gestütbuch oder den hierzu gehörigen offiziellen — vom Unionklub geführten — Listen eingetragen und von einem Vollbluthengst laut Deckschein belegt sind, auf Antrag des Besitzers, e. der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, f, der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten, g. der Pferde, welche wegen Erkrankung nicht marschfähig sind oder wegen Ansteckungsgefahr den Stall nicht verlassen dürfen (in diesen Fällen ist tierärztliches Zeugnis vorzulegen), h. der Pferde, welche bei einer früheren Pferdemusterung als dauernd kriegsunbrauchbar bezeichnet worden sind, i. der Pferde unter 1,60 Meter Bandmaß. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: a. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde, b. Beamte im Reichs- oder Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes am Tag der Musterung unbedingt notwendigen Pferde, c. die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäßig gehalten werden muß. Pferdehändler sind von der Vorführung ihrer Pferde nicht befreit. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen kann Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung eintreten lasten. Wir fordern hiernach sämtliche Pferdebesitzer hiesiger Stadt auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen, bezw. vorführen zu lassen und zu diesen Zwecke eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu sein. Die Pferde sind gezäumt, im übrigen aber ohne Geschirr vorzuführen. Pferdebesitzer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder vollzählig vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe bis zu 150 Mk. zu gewärtigen, daß auf ihre Kosten eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. Das Vorführen der Pferde durch Kinder oder durch alte, gebrechliche Leute ist verboten. Insoweit bis zum Musterungstermin Veränderungen im Pferdebestand durch Zu- oder Abgang eintreten, hat der betreffende Pferdebesitzer hiervor sofort auf dem Bürgermeisterei- Bureau (Zimmer Nr. 15) Anzeige zu machen. Gießen, den 25. April 1904. 3796 Großherzvgtiche Bürgermeisterei Gießen. ______________ Mecum._______________ Bekanntmachung. Die nachfolgenden, im Hypothekenbuch für Beuern eingetragenen Hypotheken: 1. vom 26. Oktober 1803 zu Gunsten de§ Obristen Friedrich v. Buseck zu Alten-Buseck für ein zu 6% verzinsliches Darlehen von 100 Gulden, lastend auf X/918, XX/95, XX/614; 2. vom 16. Februar 1811 zu Gunsten des Obristen v. Buseck für ein Darlehen von 160 Gulden, lastend auf X/14; 3. vom 12. Januar 1844 und 31. Juli 1846 zu Gunsten des Heinrich Stein, Wilhelms Sohn, in Beuern für ein Darlehen von 46 Gulden 109/t Kreuzer bezw. 90 Gulden, beide verzinslich zu 5 % und lastend auf 1/256, sollen auf Antrag der Eigentümer der belasteten Grundstücke gelöscht werden. Das Erlöschen des Schuldgrundes ist glaubhaft gemacht, die Schuldurkunden können aber nicht vorgelegt werden. Rechte aus vorgenannten Hypotheken sind binnen zwei Monaten anzumelden, widrigenfalls die Löschung der Hypotheken verfügt wird. Gießen, den 19. April 1904. 3793 Großherzogliches Amtsgericht. Alle Ingredienzien 2237 jum Anstreichen nnd wichsen der Fntz- boven, sowie zu allen sonstigen Anstrichen nnd Lackierungen in größter Auswahl billigst bei Emil Fischbach. W-SMlNERALBRUNtlOi Ttussfeflüng Düsseldorf 1902: Goldene Medaille und Staalsmedaille 3791 Hauptniederlage bei Jean Weisel. Telephon No. 235. Versteigerung. Dienstag den 26. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 53 dahier gegen Barzahlung: 965 Flaschen Wein und Spirituosen (Burgunder, französisch. Kognak, Rum, div. Liköre und Südweine), 20 Mille Zigarren, 2 Jagdgewehre, 25 buchene Bohlen, 4 eichene Stämme, 1 Nähmaschine, 4 Pferde, sechs Wagen, llKlppwaqen, 250Mtr. Schienerzgeleise, 1 Kastafchrank, Eement, Asphalt, Goudron, Epurtz, Cementplatten, Gold- imb Silberfachen sonne Möbel aller Art. 3763j Bor«, Gerichtsvollzieher. Echter Emmenthaler 3765 Schweizerkäse vollsaftig, frisch im Anschnitt. Carl Petri, Marktplatz. EHriadiuig. Aus Anlass der Versetzung des Grossh. Regierungsrats Herrn Dr. Heinrichs findet Dienstag den 26. dieses Monats, nachmittags 4 Uhr ein Absckids-Xomners im Neuen Saalbau dahier statt. Die Unterzeichneten beehren sich hierzu alle Freunde und Bekannte des Scheidenden ergebenst einzuladen. Giessen, den 22. April 1904. 3785 Dr. Breidert, Provinzial-Direktor, Dr. Wagner, Regierungsrat, Dr. Gutfleisch, Justizrat, Dr. Schäfer, Landgerichtsrat, Heller, Bürgermeister-Lich, Zimmer, Bilrgermeister-Grünberg, Hoffmann, Oekonomierat-Hof-Güll, Weicker, Apotheker- Allendorf a. d. Lda., Krämer, Bürgermeister-Steinbach. I Oberurseler | Sauggas-Motore 1_ ca. 3/a—178 Pfennig pro Pferdekraft und Stunde. Sehr grosse Anzahl im Betriebe mit glänzenden Zeugnissen. Einige in der Nähe ausgeftthrto Anlagen und in Ausführung begriffen: Louis Dreyfus, Frankfurt a. M.-Bockenheim Jos. Wertheim A.-G., Nähmaschinenfabrik, Frankfurt a. M. Drahtwerk Klein-Auheim bei Hanau Kittsteiner, Hofbuehdruckerei, Hanau-Kesselstadt Ohl & Dieterich, Elektrotechnische Fabrik, Hanau Gustav Mössmer, Metall-Druckerei, Offenbach a. M. J. H. Epstein, Leder-Fabrik, Frankfurt a. M.-Bockenheim Rudolf Sang, Ziegeleibesitzer, Darmstadt Jos. Dodt, tStadtmähle, Heppenheim a. d. Bergstrasse Ludwig Marx, Lackfabrik, Mainz G. Allmendinger, Wollweberei, Grünberg i. Hessen Georg Mignon, Brauerei, Weilmünster (Bez. Wiesbaden) von der Weppen, Ziegelei, Duisburg und viele andere mehr. Gas-, Benzin-, Spiritus- und Petroleum-Motore und Lokomobilen. Motorenfabrik Oberursel a.-g. Oberursel bei Frankfurt a. M. Pläne und Kostenberechnungen kostenlos. W 85 HP. 30 HP. 20 HP. 10 HP. 6 HP. 8 HP. 10 HP. 80 HP. 10 HP. 12 HP. 8 HP. 12 HP. 60 HP. Bekanntmachung. Der Taglöhner Gerhard Koch in Mainzlar, 27 Jahre alt, evangelisch, ledig, ist durch Beschluß des unterzeichneten Gerichts vom 7. April 1904 wegen Trunksucht und Verschwendungentmündigtworden. Gießen, den 7. April 1904. Großh. Amtsgericht. [3794 Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städt. Gebäude im Rechnungsjahr 1903/04 ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sind bei Meidung der Nichtberücksichtigung bis längstens den 1. Mai d. Js. in doppelter Ausfertigung an uns einzureichen. Gießen, am 2. April 1904. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. 3146 Allgemeiner Verein für Armen- u. Krankenpflege. Ordentliche .Hauptversammlung Dienstag den 26. April d. I., nachmittags 6 Zlhr, im oberen Saale des Kemeindehauses, Kirchstr. 9. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Jahresrechnung. 3. Vorstandswahl. Die Mitglieder des Vereins werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 u. 7 der Statuten ergebenst eingeladen. 3574 Der Vorstand: D. Schlosser. vervollständigter «evester Plakat-Hahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt a. M., Gaffel, Marburg, Zriedbera, Lollar, Londorf, jronhausen, Wetzlar, Loblenz, Löm, Fulda, Alsfeld, Grünberg. Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Laubach, Lich, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Vleberthalbahir zum preife von 20 pfg. in der Expedition des Gießener Anzeigers vorrätig. — I Fahrplan kann auch durch die Austräger des Gießener Anzeigers bezogen werden. * 'Berliner «Wer ÄST& empfiehlt 3604 in nur prima Qualität aus der Export-Brauerei S. D. MöweS J. Weise! Telephon 235. Sonnenstraße 6. Knochenmehl Hornmehl Baumwachs Zinkttrrte Oelfarbe «nd Lacke re. rc. Adler-Drogerie Scltersreeg uS. Otto Schaaf. 3571 jßlV W* Georg Wallenfei; Marktplatz 21 Leleoka, i Echte Harzer Stangen K&*e 8 Tlücf 20 l Bauern-Käee __ , 1 Tlück 6 l SiHP Maineer-Kiu ~1-J^ 8 Stück 10 V empfiehlt i, Hamatoqeit .Adler'-Marke, 2 J ! eettertroen 39. Cito 2 Klavier Stimmen Reparieren ' Polieren in tadelloser Ausfflhram ' dürch Wilk Rudolph Pianohandlg. u. 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