..' -AM 2? « .10Db w^'7 nK 'Qtn Äl '.' , 22 19(ii ihen'Ä W\- ®T°6m\tn^ 0;x. WIM ih ..'. ■ klingt, ei d J 8e xnternommni^ J;1 ’C1 dm rv-. fWn.Meb^: Jurn^JJ x $^L * Ni 8^;; f leihen sollr. tji'u *QjM versitkn^ **“" benutz ilvs bei Siibttn^ "x n cm am fc- Z -ute mit gerieh-’;. löten itein ins (? - ' erwidert- ,Me- ? in der Hand Ich? ■'' Ns er bann er ? Lichtensteins bete i pt geblieben unk f - von dort Aschm & its am Boden liior ? rr im Begriff geroejeii- de lief) nicht treitafc: ’as Ltasforsl (ob®: ibe. As sie aui V 400 als 6b der Lache nichts p: che sich der $crbni- m womöglich aui fr zu retten. Ob ifc i’ sehr bezweifelt ff [ Vorder zu einem r r erst sieht, daß al- -mbem er die Teilt, at wird er dem r entgehen. Pcrmi|cbtcf. April. Den A!e r,klein.Tschilk' Vorträge hin * iß vor Gencht in 6 i( Unblutige«?" hier ab. $« «*; .a^inSil' te* uchli dich b>« »’ am md ma«'.-? Stau bat sich . fpöter ab« *« «r tr auf °°? »•“Ö y.eiou! M " i diese aber wt , fln großes , Unterbleib S»^; »b de- -rW en vom "y.; b»' ,, V' - * Z-^ enie- Montag 25. April 1804 154. Jahrgang Erstes Blatt IliuHpttiSe 7. Mwi'k Hüt Depelchem < »iftfler Stehen. Feflir'i ^anlchlußRr.vl. W 96 •Ihne Htm täglich , itfn Sonntag*. $6lre?i chener Anzeiger tceetr im Wechsel mit d«>ims W Q moTX??w”'Atet. Gießener Anzeigerm General-Anzeiger w äj?. v den polst, und allgem. Amts- uyd Anzeigeblatt für den Kreis Giehen MZZ ' v I KT zeigentell: Hans Beck. M heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten. * !■„. - 1______.......1 ■' ■ - -..... Ate Lur-elstschen Kornhäuser. vr n fachmännischer Sette wird unS ge- schGiebenr Mit den kurhessischen Kornhäusern hat sich die Preffe in oervrlkpen Zeit häufig beschäftigt. Ein auS interessierten K Än geschriebener, vom Kaffeler Stadtanzeiger aufgenommener .'lrM! : ;ing in eine große Anzahl anderer Zeitungen über. ®i :-ätyr ! laben 82 Zeitungen auf Grund deS § 11 des Preß- ge'MS >i>ie in jenem Artikel verbreiteten Unwahrheiten richtig, sie JfEn milffeu, darunter auch das Berliner Tageblatt.x) Un die Verhältnisse der kurhessischen Getreidelagerhäuser ic-.tndtilan zu können, muß man ihre Entstehungsgeschichte tenlmmn, Fünf Lagerhäuser in Kurhessen waren vom Staate erfadkui rnd den genossenschaftlich organisierten Landwirten auf Ji riitt hinaus gegen eine angemessene Pachtsumme zur ®e. nutifing ^überlassen. Darunter besinden sich auch die viel- qe amtrn Getreidelagerhäuser Zierenberg und Hof- gejlmur. Der Bau deS Getreidelagerhauses in Fulda )i mi:)t vom preußischen Staate unterstützt durch Hergabe eines KastätalS zu mäßigen Zinsen. Die neuesten Getreidelagcr- ,ä ji.iiit im Kirchhain und Gensungen wurden ohne Bei- hil-'ßdkl Staates auf Gefahr und Kosten der betreffenden Ko'.ombast4genossenschaften erbaut. er! bestehen in Kurhessen bis heute acht Getreidelager- hälftiin. :$)ie ältesten sind Zierenberg, Hofgeismar, Bel«ltkn^hausen und Hoheneiche. Die Pachtverträge mit bciatRegierung liefen für die drei letztgenannten Kornhäuser schr.brian 1. Jult vorigen Jahres ab und wurden aus ein ,.i zum 1. Juli 1904 verlängert. Für daS (Betreibe, ag gdjaiM Zierenberg lief der Vertrag am 1. April d. I. ab. veraltete maschinelle EinriLtun g en loschen. h i modern eingerichtetes Getreidelagerhaus m demselben ,1m Hge wie eins dieser alten kostet, betriebsfähig hergestellt, t-u jti Oi 000 Mk. Warum sollen wir, sagen die betreffenden 4en4rni:ils:haften, für ein veraltetes GetreidelagerhauS 40 000 la tafiaWen, auch wenn eS dem Staate einmal 68 000 Mk. gefeite tat? Jeder Mensch, der etwas von Geschäften Der. ehlchi m^iß einsehen, daß die betr. KornhauSgenossenschaften -n bitt'? !Frage im Rechte sind. Sie konnte nun aber mit infolge dieser Verhandlungen n üjtakj'fälligeS Urteil über die Geschäftslage der Getreide- lageireiufutc in Zierenberg und Hofgeismar entstehen? Daß dicS t- teil unrichtig war, wußte ich. Die ZentraldarlehnS- afHtifc Deutschland, Filiale Kassel (Raiffeissen und Kons.), estkW daS, indem sie die ihr bekannt gewordenen Zeitungen, c •iijifin unwahren Bericht ausgenommen hatten, auf Grund deS ! iw^gesetzeS veranlaßte, eins Richtigstellung aufzu- nehn 4jbem entschloß ich mich cm Ort und Stelle, und zwar bei 1 iü beteiligten Landwirten selbst Erkundigungen über die i'iefd c° itage der Kornhäuser Zierenberg und Hofgeismar ein- zuzisjüi. DaS mußte mir um so leichter gelingen, als diese orr -w.t in meiner alten Heimat stehen. In der unmittel. .irer.ailrrge6ung deS KornhauseS Hofgeismar habe ich in meine» 8 .igend den Pftug geführt und die Liebe zur alten cimtrftüt mich getrieben, die Verbindung mit Verwandten und :: ii.freunben durch all die langen Jahre aufrecht zu erha! i Daß erleichterte eS mir, den Verhältnissen auf den (Brui i t i'i i gehen. 1 i !Snbe der vorigen Woche reiste ich über Kassel zu- nächfHncbh Zier en berg. Ich kam am Abend dort an. DaS c-.in in i.gerhauS dicht neben dem Stationsgebäude war zu St/jnbe wirklich geschlossen. Aber die zahlreichen SpmAk; welche die Pferde- und Rindviehgespanne vor der 9luSlLÜ:«umpe des Lagerhauses zurückgelassen hatten, bemicainntr, daß tagsüber ein lebhafter Verkehr dort gc- bcrrpiäi lcx6en mußte. Als ich mich am Abend im Gasthaus mit LÄHedern der Genossenschaft unterhielt, erfuhr ich schon er, : :ij; jener Arttkel von vorn bis hinten unwahres be. ' ichte^Me. Die DarlehnSkasse Zierenberg mit ihren 190 Mitg. Ii:;rm ist auch Mitglied der KornhauSgenossenschaft. WM rx tiktse Mttglieder noch die Kasse selbst hat durch den "i'wNj ber „Gieß. Anz.^ hatte den Artikel in gutem Glauben .'^geb ,ir-' : ?tne offtzielle Berichtigung, die übrigens bekanntlich nur Zcitfä.iüiüd und kein Wort der Kritik enthalten Sari, ist ihm in- .?. s n k gegangen und auch in keiner der zahlreichen von ihm alonr in Zeitungen ist uns eine solche zu Gesicht gekommen. Jndettnr - .„Gieß. Anz/ diesen Artikel zum Abdruck bringt, zeigt er in T:Angelegenheit viel weiteres Entgegentoinmen als durch Beröff 's- :.iung einer preßrechtlicien Berichtigung. Betrieb deS KornhauseS auch nicht einen Pfennig verloren. ES sind nicht zahlreiche Mitglieder ausgetreten, auch nicht die großen Pächter. Auch ist nicht an einem einzigen Tage daS GetreidelagerhauS geschlossen gewesen. Als ich am anderen Morgen durch das fast ausschließ, lich Ackerbau treibende Städtchen zum GetteidelagerhauS ging, herrschte darin lebhaftes Treiben. Salpeter, Superphosphat und zahlreiche Mischdünger standen bezeichnet zum Abholen in einem Anbau bereit. Der ganze untere Raum deS GetreidelagerhauseS selbst war fast überfüllt mit Oel- tuchen aller Art und sonstigen Kraftfuttermitteln. Das Lagerbuch roieS auS, daß bis zur Stunde der Betrieb lebhaft war, auch kleine Mengen an Kraftfutter und Dünger bis zu 2 Zentner herab wurden nach dem Lagerbuch abgeholt. — DaS Protokollbuch des Vorstandes lag mir vor, der einstimmige Beschluß der Generalversammlung vom 22. Dezember 1903 lautet: Die Generalversammlung beschließt, den Vorstand und AufsichtSrat zu ermächtigen, die nötigen Schritte zu tun, den Kauf des KornhauseS von der Regierung zum Abschluß zu bringen. DaS GetteidelagerhauS Zierenberg kann 18 000 Zentner Getreide lagern. DaS Getteide wird den Einlieferern baar bezahlt. DaS Getreide lagert event. zu Lasten ber oben ge- nannnten Filiale in Kassel, ein etwaiger Verlust durch Lagerung konnte also die einzelnen Landwirte ober die örtlichen DarlehnSkassen gar nicht treffen. Hält man diese Tatsachen zusammen mit den im Eingang geschilderten Verhältnissen, so kann daraus nicht der Schluß gezogen werden, baß die Verhältnisse des Zierenberger KornhauseS sehr im Argen lägen. *) Die Verhältnisse beS Zierenberger KornhauseS liegen nicht im Argen, sind im Gegenteil durchaus geordnet und es wird ber Wunsch der KornhauSgesellschaft hoffentlich in Er- füllung gehen, daS KornhauS zu einem angemessenen Preis von der Großh. Regierung zu erwerben, ober wiederum auf längere Jahre zu pachten. Gewinne, große Dividenden werden die Korn- Häuser niemals zahlen können, denn sie sollen nicht spekulieren, sondern daS (Betreibe von den Landwirten zu angemessenen Preisen aufnehmen und alsbald m den Konsum bringen. Sie sollen verhindern, daß im Herbst bei dem großen Andrang am Getteidemarkt der einzelne zu Schleuderpreisen verkaufen muß. Andererseits sollen sie den Landwirten gute und preiswerte Bedarfsartikel wie Kraktfutter und Düngemittel liefern. Das Hofgeismarer Getreidehaus soll Verluste erlitten haben. Diese Behauptung bleibe bestehen, heißt e§ in der Nr. 89 ®). Wer hat denn die Verluste erlitten? Bestimmt nicht die Kornhausgenossenschaft Hofgeismar oder die einzelnen Mitglieder. Denn sie haben daS Getreide wie die Landwirte der KornhauSgenossenschaft Zierenberg unmittelbar nach der Einlieferung bezahlt erhalten. Daß eingelagerte Getreide lag nicht auf ihre Gefahr im Lagerhaus. Sollten RaiffeisenundKons.,landwirtschaftlicheZentral- darlehnSkasse für Deutschland, Filiale Kassel, welche Käuferin deS Getreides auch hier war, durch längere Lagerung Verluste erlitten haben, so teilt sie das Schicksal der Getteidehändler, die mit (Betreibe spekulieren, und auch baß Schicksal aller der Landwirte, die das (Betreibe auf ihren Böben liegen lassen unb bessere Preise erhoffen. In merkwürdigem Gegensatz steht außerdem die Behauptung jenes Artikels, das GetteidehauS Hofgeismar habe im letzten Jahre große Verluste erlitten, mit der Tatsache, daß die Zahl der Genossen im letzten Jahre um baß dreifache gestiegen ift.4) Sollten die Verluste baß veranlaßt haben ober bie Erkenntnis, daß baß Lagerhaus ben Landwirten Vorteile bringt? Deshalb brauchen diese Vorteile nicht gerade in Form einer Dividende zum Ausdruck zu kommen. Der preußische Staat wird schwerlich seine Kornhäuser unter den Hammer kommen lassen. Wer sollte sie denn brauchen können und kaufen wollen? Zwischen der Regierung und den verschiedenen Kornhaus-Genossenschaften wird wohl eine Einigung zu Stande kommen, obschon die Genossenschaften entschlossen sind, die Lagerhäuser nur zu einem angemessenen Preise zu erwerben und anderenfalls neue Getreidelagerhäuser für Rechnung der KornhauS-Genossenschasten zu errichten. Auch diese Willensäußerungen lassen erkennen, daß die Landwirte die Lagerhäuser nach sechsjährigen Erfahrungen nicht mehr missen wollen. Die KornhauS-Genossenschasten, die keine Verpflichtung der Regierung gegenüber haben, würden sich ja auflösen können und dem Getteidelagerwesen den Rücken kehren können, wenn ihnen die Kornhäuser bisher Verluste gebracht hätten! Wenn auch ein großes Berliner Blatt behauptet hat, das Kirchhainer Lagerhaus werde mit ftemden Mitteln, nicht allein aus eigenen Mitteln der Genossenschaft erbaut, so kann man daraus nicht den Schluß ziehen, das große Berliner Blatt sei im Rechte. *) Beklagenswert ist der Eifer, mit dem unsere Presse so häufig bie Versuche der Landwirte, sich auß eigener Kraft zu Helsen, bemängelt, in unserem Falle verdächtigt *) im Interesse der Händler. Würden die Regierungen Preußens, Badens, Bayerns, Württembergs u. f. w. die genossenschaftliche Organisation der Landwirte begünstigen auch in Bezug auf die Organisation des genossenschaftlichen GetteideverkaufS, wenn die schiefen Beurteilungen im gewissen Grade gerechtfertigt wären? In Baden und Bayern rc. entstehen alljährlich neue Getteidelagerhäuser. Das kleine badische Ländchen besitzt deren 14, Bayern nahezu 100 und immer kommen neue dazu. In Kurhessen sind im letzten Jahre zwei neue erbaut und heute stehen die ältesten KornhauS-Genossen- schasten auf dem Sprunge, d:e vom Staate errichteten Korn- Häuser zu erwerben oder sich statt deren neue zu erbauen. Daß sind doch alles Tatsachen, die für die gesunde Entwickelung des KomhauSwesens sprechen. Warum unterstützt unsere TageSpresse nicht die Bestrebungen der Landwirte, für die sie doch das warme Herz hat, warum ist sie so leicht geneigt, wie' in unserem Falle ihre Spalten Berichten zu öffnen, die selbst dem nicht Unterrichteten grau gefärbt erscheinen müssen? Warum? Z. *) Der Artikel in unserer Nr. 88 hielt sich im Wortlaute genau an einen Artikel der »Dtschn. Volksmacht". Demnach ist die obige Bemerkung in erster Linie gegen jenen Artikel ber .Deutsch. Volksmacht" gerichtet, der im übrigen bei seiner Tonart jede sachliche Diskussion auSschließt. Dieser .Volkswacht".Artikel hatte mitgeteiü, daß man ausdrücklich in Zierenberg beschlossen hatte, unter allen Umständen das KornhauS zu erhalten, und ferner eine Petition an daS Landwirtschastsministerium um Er- halttma deS Kornhauses erwähnt. Demnach hatte man doch an die Auslös uns dieses KornhauseS gedacht! D. N. *) Der von unS miedergegebene Kasseler Artikel hat an erster Stelle von Verlusten des Hofgeismarer Kornlagerhauses gesprochen. Eine Errviderung aus diesen Arttkel in der .Deutsch. Volksmacht" batte wohl Langes und Breites vom Zierenberger Kornhause, fein Wort aber von bem in Hofgeismar gesprochen. Selbstverständlich war aus dieser völligen Uebergehung von Hofgeismar zu schließen, daß die Behauptungen des im übrigen so scharf widersprochenen Artikels über Hofgeismar ihre volle Rlchtigkeit hätten. D. Red. 4) Das ist etwas ganz Neues, was uns beim Erscheinen unserer Nr. 89 nicht bekannt sein konnte, zumal ja die Behauptung von den Hoigeismarer Ve.nl "sten damals noch nicht widerrufen war. D. Red. ®) So lange Beweise für die Unrichtigkeit einer Meldung nicht oorltegen, wird man tatsächlich sich gebende Mitteilungen und mit voller Bestimmtheit, ohne alle Einschränkung vor der breitesten Oeffentlichkeit aufgestellte Behauptungen wohl allgemein als feststehend ansehen. Und wenn nur Teile einer längeren Mitteilung korrigiert werden, so wird man daraus den selbstverständlichen Schluß zu ziehen haben, daß daS unkorrigiert Gebliebene einer Korrektur nicht bedurfte. D. Red. e) Daß eine .Verdächtigung" dem Gieß. A n z. bei Uebernahme jenes Artikels aus Kassel durchaus ferngelegen hat, brauchen wir angesichts der Tatsache, daß mir gerade eine ganze Reihe von eingehenden sachmännischen! Artikeln zu Gunsten der Errichtung von Kornhäusern in Oberhessen veröffentlicht haben, nicht besonders zu betonen. Es lag indes für uns nicht der geringste Önmb vor, an der Richtigkeit der Kassöler Mitteilungen zu zweifeln, und gerade well man hier zu Lande jetzt die Errichtung von Korn- Häusern in Angriff genommen hat, hielten wir unS im Interesse des oberhessischen Bauernstandes für verpflichtet, auf G e- fahren aufmerksam zu machen, von denen just in benachbarten Gegenden in so bestimmter Tonart die Rede ging.' D. Red. 0 Die rechte Antwort auf diese Fragen haben wir eigentlich bereits in unseren vorstehenden Anmerkungen gegeben. Der Gieß. Anz. unterstützte nach seiner Gepflogenheit auch die neuesten Bestrebungen der oberhess. Landwirte durch Veröffentlichung jener fachmännischen Artikel über die Errichtung von Kornhäusern sehr wesentlich. Er glaubte ihnen durch jenen .grauen" Kasseler Warnungsruf nicht minder zu dienen, der zweifellos gerade jetzt hätte anerkannt werden müssen als von größtem praktischem Werte für alle Interessenten, wenn seine mit absoluter Sicherheit ausgestellten Behauptungen sich nicht, waS nicht zu vermuten war, als gänzlich unwahr erwiesen hätten. D. Red. Der Krieg zwischen Japan und Kußland. Amtlich wird unter dem 22. April gemeldet: Am Jalu ist alles ruhig. Am 21. April fand ein Nachtgefecht statt, als russische Boote auf dem koreanischen llfer auf eine Sandbank geraten waren. Ein mit einer Anzahl Leuten besetztes feindliches Tr an sp ort fahrzeu g wurde durch das Feuer zweier russischer Geschütze zum Sinken gebracht. Daß Fahrzeug hatte mit einem anderen zusammen den Pomahuafluß verlassen, um den russischen Booten den Wckzug abzuschneiden. Der in dem letzten Gefecht auf dem Pomahuafluß verwundete Stabskapitän Smeitzin ist g e ft o r b e n. Eine weitere Lesart üb>er die Katastrophe des ,,PetroPawlowsk" wird verbreitet. AuS offiziöser Quelle verlautet nämlich, es habe sich bei der Katastrophe um einen schweren Unfall gehandelt. Als die Mannschaft damit beschäftigt war, aus dem Unterraum des Schiffes Granaten zu den Batterien zu befördern, soll eine derselben aus beträchtlicher Höhe in den Unterraum gefallen und explodiert sein. Diese Implosion habe sodann die Entzündung einer ganzen Anzahl von Granaten zur Folge gehabt. Damit wären also die beiden Lesarten von der Zerstörung des „Petropawlowsk'" durch Unterseeboote resp. schwimmende Sprengmineir ausgeschaltet. „Petit Journal" berichtet aus Shanghai: Drei japanische Kriegsfahrzeuge, welche an dem letzten Gefecht vor Port Arthur teilnahmen, sind vergangenen Dienstag in Basebo eingetroffen. Alle drei sind stark beschädigt. Dasselbe Blatt berichtet aus Petersburg, am Baikalsee werden große MoHnahmen für die Verproviantierung getroffen. Ende dieses Monats werden neun Zitge zwischen Banhoi urrd der chinesischen Grenze verkehren können. Admiral Alexejew erließ eine Bekanntmachung, nach welcher in der Nähe der Kwantunaküsten oder des Opera- ttonsbezirks der russischen Seestreitkräfte ergriffene neutrale Dampfer, an deren Bord sich Korrespondenten befinden, welche mit Hilfe von in den Kvnventtonen noch nicht vorgesehenen vervollkommneten Apparaten dem Ausland. ,iie drr Deutsches Reich. Volltische Tagesschau. Ein deutsch-australischer Zwischeufall. Anläßlich der Unterbringung der aus dem unter gegangenen deutschen Dampfer „Elba" geretteten, nach Sydney übergeführten, aus Japanern bestehenden Mannschaft im Seemannsheim hatte der Minister des Aeußern der australischen Bundesregierung, Deakin, an gefragt, ob schen F aftorei London, 23. April. Aus Pretoria wird über eine neue Maßregel der Regierung berichtet, welche heftigen Widerstand hervorruft. Ein Befehl der Regierung verfügt nämlich, daß affe staatlichen Verwaltungen wie Post, Telegraph, Eisenbahn usw. von jetzt ab ihre Bedürfnisse nicht mehr in Transvaal decken, sondern aus England beziehen müssen. Die Mehrzahl der bisherigen S t a a t s l i e f e ra n t e n, welche durch diese Maßregel teilweise ruiniert sind, haben gegen die letz- ung kräftigen. Sidney, 23. April. Ter Arbeiterführer Watson hat den Auftrag zur Neubildung des Kabi- Eine Frist bis Mittwoch ist zuge- Berlin, 24. ?lpril. Man meldet aus Bari: Der Kaiser hielt heute in gewohnter Weise auf der „Hohen- rxvu. uwn tnnc yaeoe 'sTunoe ooryer anronrrnenoen Jfatier den Großherzoglichen Herrschaften einen Besuch abstatten. Die Abreise nach Mainz erfolgt am 1. Mai morgens gegen 9 Uhr. Am 7. Mai wird der Kaiser in Donaueschingen zum Besuch erwartet. Mannheim, 24. April. Ter Verbandstag süddeutscher Konsumvereine beschloß einstimmig den Beitritt zum Zentralverband deutscher Konsumvereine. utvv p*ns> xnr Studien — er studierte bis auf seine letzten Tacie ■ betrieb er nicht mehr ernsthaft, sondern er ftar samer Junggeselle, regelmäßiger Gast an zahlreichen 61-1 tischen und in vielen Kneipen, roo er vermöge ieirtr r' Unterhaltungsgabe und der Schnurren, die er wußte, gern gelitten wurde. Man erzählt dak „ wenn alle Wirtshäuser polizeilich geschlossen wurden^?' noch den Drang empfand, am Bahnhof sich Aum schoppen niederzulassen, oder gar, wenn er bei einem ' Freunde um so späte Stunde noch Licht bemerffpT dort als Gast einzustellen. Christian Busch wußte w * alte Erinnerungen aus Gießen und seiner Veramiae^ vorzubringen, woran er teils selbst beteiligt, teil’ andere unterrichtet war. lieber die Roder t Bi Linde z. B. konnte er in den letzten Tagen noch Me Auskunft geben. Seine Vermögensverhaltnisse . ihm durchaus die Lebensweise, die er führte, (ft roar sitzer vom „Kaisergarten" im Seltersweg, wo er wodmi und von dessen Gartengelände, für das ihm viel geboten wurde, das er aber nicht aus der S:anb gab 2L erzählt sich, daß Busch noch wenige Tage vor seinem geneigt war, seinen gesamten Besitz der Stadt (Siefen » hinterlassen zur Errichtung eines städtischen Son-er""' Hauses. Tas Testament soll in vollem Wortlaute' ve liegen, doch trat sein Tod leider während der von ihm I audbetmngenen 24stündigen Bedenkzeit ein. So l>?.- aoietiung nacq uem iuniuauitiinuu, ; TTPb-mf>r ko-mtee befindet. Der Klubprafident fomi’e”bie"’ÄwfeiÄiife 'intoniert. Nach der Rede I UtzuZ 13 Mi^ des Ministerpräsidenten Dr. v. Körber sprach als Vertreter s?^ßl^kTÄÄnnSfcnb bteP« deutschen Regierung Ministerialdirektor Dr. Richter, gliedern des Streikkomiieev waren nur drei anwesend, dwi 1 ’ cYnn2«r:frf.P &p1intnT Vierer für verhaftet erklärt wurden und zur Oberstadthauptmann- hrerau, der fiai^fische Oen^t ger. ^ schäft gebracht wurden. Ta das Publikum auf der Straße . .. . rönnT fintte eine Unterrebuna mit dem I vor dem Demokratenklub gegen die Polizei Schmährufe aus- 9 r „ Monsignore de la C h^i e s a über stteß, ließ der PoUzeichef die ^üe .aurnen, tuobei ^0^ U n . fU ^eTr et a (^genbeit der Personen verhaftet wurden. Als der Abg. Lengyel 1 Inifer Wilhelm tettfä getagt, »o et nach einem Verhör «redet Untrer Rechnung Der russischeBot- lassen wurde. schafter Sinorjew verlangte beim Sultan die enbgiftigeI Großwardein, 24. April. (Ung. Korr.-Bur.) Regelung verschiedener hauptsächlich aus dem russisch-türki- dem Marktflecken Elesd verhinderten die Sozialisten die I Kriege herrührender Forderungen russischer Mitglieder der Unabhängigkeitspartei eine Versammlung Untertanen. Der Gesamtbetrag dieser Forderungen ist mit abzuhalten. Während die Gendarmerie die Ordnung wieder Zins und Zinseszinsen. auf ca. 9'28000 türkische Hersi-Nte, erschoß ein Sozialist einen ® e n b a r J ^geTegenhcit cii^qeW roorben sind, ist die- meriewachtmeister. Die Gendarmerie gab dar- vorwärts geschritten. Ter russische Botschafter auf eine Salve ab, durch welche 23 Personen 9ee|f^ug nun vor, die Sache dem Haager Schiedsgericht zur tötet aeaen 40 schwer verwundet wurden. Von definitiven Erledigung zu unterbreiten. jerei. Militär trieb die Menge ansernander. 40 P°r- '^^bMande^emen « am $jr. fonen wurden verhaftet. Lfomh eines Aufstandes stände. Die Burghers hoffen vielmehr, durch ihre Zusammenkünfte die Hände der Regier- Dampfer drahtlose Telegrapchie haben, als K r i e g s p r i s e fortgenommen, die Korrespondenten aber Spion e n gleichgestellt werden. Durch ein Zirkularschreiben ist gleichzeitig den russischen Vertretern im Auslande vorgeschrieben worden, die Regierungen, bei welchen sie akkrediert sind, davon in Kenntnis zu setzen. Ein von den Berichterstattern der „Daily News" ausgerüstetes und gechartertes Schiff wurde vor Port Arthur angehalten und sofort in das offene Meer zurückgeschickt. ZurErschü11 erungder Stellung Alexejews wird noch mitgeteilt, daß Strydlow den Zaren habe verstehen lassen, er sei nicht gewillt, mit Alexejew znsammenzuarbeiten. Die russische Admiralität beabsichtigt, die von Leut sch land angekauften transatlantischen Schiffe zu armieren und in die Freiwilligenflotte einzustellen. Dieses Geschwader soll im Stillen Ozean kreuzen, und die russische Regierung hofft, dadurch den japanischen Handel lahmzulegen. Die Mehrzahl der russischen maßgebenden Blatter macht sich über die Friedensbemühungen ®ng-...p_a......._(________________ lands lustig. „Dirshw. Wjedom." erklären, die politische ^re Protest eingelegt. Ihre Stimmung ist zu Gunsten Friedens lieb e d er En g l änd e r erfolge aus Fur ch 11er Buren umgeschlagen, ebenso wie diejenige i)er eng- vor neuen Komplikationen, die der Landkrieg Aschen Grubenarbeiter, welche durch die Einführung chinesi- bringen könnte. Man sei in England überzeugt, daß die ^er Arbeiter sehr aufgebracht sind. Äuch die englische Siege der russischen Landtruppen den Russen alles in Ost-Handelskammer hat gegen die neue Maßregel Protest ein-, r ,v ., .. -- urnn asien Notwendige ohne Intervention bringen werden. gelegt. Tie Sympathien für England schwinlden von Tag die Stadt durch das plvtzlm)e Hrnscheiden dieses sjch^ Das „Echo de Parisi meldet aus Petersburg, in der Tag. treuesten Sohnes einen besonders schweren dortigen chinesischen Gesandtschaft ist man auf den Brüssel, 24. dlpril. „Mouvement Geographigue" erlitten. Jur seine zahlreichen Freunde unb Senner nr- fofortigen Abbruch der diplomatischen Bezieh- meldet, daß das Abkommen zwischen Deutschland es, sehr schmerzlich, zu beobachten, wie er seit einiger Z.-j ungen mit Rußland gefaßt. Der chinesische Gesandte uni) bem Kongostaat über die Grenzabsteckung am '^fundheitlich immer ^^hr zurückkam unb zusebends 11. soll bereits alle Vorbereitungen zu seiner Abreise getroffen Kivusee dem Abschluß nahe sei. Die Grenze werde vom hlniiechte.. Trotzdem gab er nichts von icmen Gewölk Un. — ä»6«fin «-vd-n b» Sanaanita °u.sg°h°n.. bannbem Muß h«t°° °u - Pu"-üch erschreu uud g,ng er weun «i-a jciouiee oem nuyc ,-L Die Grenze werde vom hinsiechte.. Trotzdem gab er nichts von seinen (SemohrJ äußersten Norden des Tanaanika ausgehen, dann dem Fluß Herten ^. Pünktlich erschien und gmg er rocmi es ifa ÄUte sau’ÄÄ“ s ä- "ii -• 7 F' • *«««*• «m— - » ät.äW: Bordeaux, 23 April. Ter Tirektor einer Gesellschaft keilen. In solchen Fällen konnte er sogar^schr grob werte am oberen Kongo, welcher hier eingetroffen ist, per ich- So kam ev denn, daß man ihn, der übrigens b.-^ vor , ftX" fÄ? ?rÄanäöT‘:p. 'de7 Ä Ä* her australischen BunLesreg.erung, ^eann, iaBe, uu, s ch en »a kl °re i seien ermorde^ Sollte sich diese Nach, bezog, noch bei Sm außer der Garantie de« i-chanischen Konsuls, die Mann- richt bestätigen, so würde sie ernste folgen nach ftef) 8icbcn. b9)iedn°uc^ir ny,t b”benen « sch-sten mit bem ersten Schisse nach der Heimat zu be- Marseille, 28 April. Tic Untersuchung in Sache« N.L»st X Ü6n fördern, noch eine Dürgschast seitens des SchiffskapitanS des angeblichen Ko m p l ° tt s gegen den Präsidenten L ou. w rtlchaft v°rs°nd. Tw Tran der ub« geleistet worden sei, mit dem Hinzufügen, er würde diese bet hat ergeben, daß die Berhasteten irgend ein Attentat wird, da er ein Mer ha m s - wor Anftage nicht für notwendig erachtet baden ohne das außer- gegen den Präsidenten nicht beabsichtigten; f.e dursten m- erfreute aroße Hoisnunmn^^geiem d. gewöhnliche Vorgehen des deutschen Konsuls 6. Buri solgedessen demnächst freigelassen werden , 3Äfto?at Tr -l tir' aeleqentlich einer von ihm geleisteten Garantie. R o m, 24. April. Heilte abend sand zu Ehren des ürmein sein. Tas Reitorm °er ^uowig Uromi Dazu bemerkt die Wellkorrespondenz, sie sei in ber Präsidenten Loubet ein Fackelzug statt, an dem btc °rb“Lb^ Äl^ne^mm Ta^Christian W i r M Lage, dem Berichte über die dem deutschen Generalkonsul Vereine der Stadt und Vertreter von Vereinen aus.der f°terlichkmt teilzunehmen U) .■ u zugefügte Kränkung hinzusiigen zu können daß dieser, der Provinz sich beteiligten. Als der Zug vor dem Quirmal K°rps hassia wa^ W bte^•' “nbti “,,1 ;■. eben einen Urlaub angetreten hatte, aus telegraphische An- ankam, erschien das Konigspaar mit dem Präsidenten Lou- Borwitt. Tie «origen. »orporarwnen uno Wuppe Weisung der deutschen Regierung nach Sydney zuruckgekehrt bet und den Prinzen auf dem Balkon. Die hohen Herr- ichueyen sich in ocr neig n, g der eine Urlaubsreife angetre.eii ^t ber.”e; "p Unter „Ausland" teilen wir heute mit, daß soeben von ihm ausgehende Einladung zu einer internatro - A Ueberftcht der vom (v by. ' , '. » , '"Ä -rbeiterschußkonserenz Anklang finden M^bLSs^ i^-li . Unruhen in Ungarn. " der Budapest, 24. April Auf Verfügung bei Unt«- "Z!m^W"^»«°bie nalbebürfnisse der israelitischen Rel«^^ suchungsrichters, der die Verhaftung der 13 Mit- mmelten bearußt hatte brachte Bürgermeister Dr. Kreises Offenbach genehmigten Umlagen 6 glteber des Streikkomitees wegen Aufreizung N^n ?och ^f den Kaiser ans, das begeistert auf- von Großh. Ministerium des Innern tüt angeordnet hat, begab sich heute abend eine starke ^ah&eu ~ en toUT?e ^^rauf ein solches auf die fremden Teil- genehmigten Umlagen zur Bestreitung ba Jkb abteüung nach dem Demokratenklub, wo sich das Streik- ^nvmnien wuDde, hierauf ein I iSraelittftfiert Religionsgemeinden des Kmscs *-^4.^ ofAn srirtifnnhi prbffb I neymer. L)ann wurde die oeuqcge unu ine iuhj j । 7 Übersicht der Umlagen des israelitijiM bandes Dalsheim, im Kreise Worms, für 1904 '' ^■n\' Verleihungen. 9 Namensveränderunqen. W eröffnungen. Erledigt sind: eine mit einemi eoang ‘ ‘ zu besetzende Lehrerstelle an der .Gfemeinbe^ulc iwu Gleen; die mit einem evang. Lehrer zil besehende - stelle an der G-emeindeschule zu Pforbl. mit de ist Organisten- und Lektordienst verbunden * ”t - . Grafen von Schlitz, gen. v. Görtz, steht dasASsentü recht zu ihr zu — beide mit dem gesetzlichen nc , Dienstalter sich bemessenden Gehalt. . •• Der städtische Voranschlag m\ ~ •_ schsenen und wird, wie wir schon mitteilten, nach! >) den Stadtverordneten vorliegen. Die ,yinang 9 » kürzlich in der Stadtoeroidneten-Versammlung de ist nicht schlecht, und eine Steuererhöhung wu . einzutreten brauchen. In Einnahme und * .vr der Voranschlag mit 3 439 271 Mk. ab (gegen öl ' im Vorjahre). Die Betiiebsrechnung, die mit i abschließt, verfugt in Einnahme über * früheren Jahren von 125156 M°ck c der Bczirksoorstehe -Linden ^ir. gehabte:^Krankenkassenversammlung mitgeteilt ward, gelang st or b en. Christian Busch war uustrntig die vriginell.te Stellvertreter Bürgermeister Leun S - wohlt^ ÄÄH von aufwärts genügende Er - Persönlichkeit Gießens unserer TE Die Verhandlungen ließen erkennen& iaftärxte ’hcranwüebcn. tischen Jugend, vor vielen, vielen ^emqtern, bet einer bic Bestrebungen des vag nur an > Karlsruhe^ 23 April. Nach neueren Bestimmungen Mensur am Kopfe verletzt wurde, verfiel enn bie ^6fn- un Laufe der Llabre wird die Kaiserin am 30. April hier eintreffen undltümliche Lebensweise, die ibn bekannt gemacht hat. Seine,machen. ,oocn un Iserlohn, 23. April. deS Handelsvertrages hat hier ftatt ge genwärti “ !Der von Die Bei altidr ma iE worden. Eine amtliche Bestätigung des Gerüchts liegt noch nicht vor. Budapest, 25. April. Der Streik verschlimmert sich wieder, da die Regierung jede Amnestie entschieden zurückweist und unbedingte Unterwerfung fordert. Gestern abend umzingelten Polizisten den demokratischen Klub und verhafteten drei Führer des Streikkomitees während die übrigen sich flüchteten. Auf der Andrassystraße ging die Polizei gegen die sich ansam- melnden Eisenbahnbeamten in einer Attacke vor. Mehrere wurden verhaftet, bäumtet auch der Abgeordnete Vaszoni und zwar unter der Anklage der Aufreizung. Man glaubt, daß der Premierminister das Abgeordnetenhaus auf löfen und den allgemeinen Belagerungszustand proklamieren wird. Newy ork, 25. April. Durch eineFeuersb'runstiin einer hiesigen Fabrik kam es zu einer Explosion, wodurch eine Mauer einstürzte. Hierbei wurde eine Anzahl Feuerwehrleute verschüttet. 3 Dote und 15 schwer Verwundete wurden aus den Trümmern hervor- gezogen. Petersburg, 25. April. Hier geht das Gerücht, Wladiwostok sei von den Japanern bombardiert Schreiner Wilh. Weber von hier war in dem Anbau des Wirts Magel mit dem Verschalen einer Wand beschäftigt, als diese nachgab und W. auS nicht unbeträchtlicher Höhe ! zur Erde stürzte. Der Verunglückte erlitt schwere Verletzungen am Kopf und an der Hand. R. B. D a r m st a d L, 24. April. Die Zahl der S e l b st - ( mörder ist wiedei- um einen vermehrt worden. Ein 24 , Jahre alter Taglöhner aus Roßdorf brachte sich am Sams- - tag nachmittag 3 Uhr im Herrengarten in selbstmörderischer ' Absicht einen Revolverschuß in die linke Brustseite bei. ' Der Schwerverletzte wurde sofort in das städtische Kranken- ' haus verbracht. — Ein bekannter hiesiger Geschäftsmann wurde gestern nachmittag wegen Verbrecbens gegen die Sittlichkeit, begangen an seinem noch nicht 16jährigen Dienstmädchen, verhaftet. — Unser Hoftheatcr beging gestern das 25jährige Jubiläum des Hofschauspielers Mickler. Aus diesem Anlaß fand schon am Dlbend vorher eine Benefizvorstellung für den- Jubilar statt, in welcher das alte Birch-Pfeiffersche Lustspiel „Die Grille" zur Aufführung kam. Jöerr Mickler war vor 25 Jahren als Vater Barbeaud in dsiesem Stück zum ersten Male hier in dieser Rolle aufgetreten. Er erzielte damit auch jetzt wieder einen vollen Er.olg und wurde mit reichen Blumenspenden und Beifallsauszeichnungen belohnt. Die offizielle Feier des Jubilars fand heute mittag int Foyer des Hoftheaters statt. Rach dem Gesänge des Opernchors: „Gott grüße dich!" sprach Generaldirektor Werner dem Jubilar in den ehrend- ten Worten feine Glückwünsche aus und überreichte ihm als besondere Auszeichnung das ihm vom Großherzog verliehene Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Namens des Gesamtpersonals gratulierte Hofschauspieler Knispel und namens der Hofkapelle Hofrat de Haan. Generaldirektor Werner überreichte ein prachtvolles Blumenarrangement des fürstlich Erbachschen Paares und einen Riesenlorbeerkranz mit prächtiger Schleife vom Verwaltungsrat des städt. Spiel- und Festhauses Worms. Auch das Ehrenmitglied des Hoftheaters, Frl. Klara Ziegler, sandte einen prachtvollen Kranz und ihr Bild mit der Widmung: „jperrn Wilhelm Mickler zum Andenken an unser Zusammenwirken in Darmstadt. Clara Ziegler. München, April 1904. 1 Kleine Mitteilun gen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Firma Lenz u. Co. in Berlin hat sich nun entschlossen, auf der Butzbach-Licher Bahn fünf Züge nach jeder Richtung hin täglich verkehren zu lasten. Die Wünsche der Arbeiter sind leider unerfüllt geblieben. — Die Münze nberger Kirchweih, die erste im Jahre in der hiesigen Gegend, findet am Sonntag den 1. Mai statt. verletzte der Taglöhner Kersten seine Tochter mit einem m sn Brotm-fs-r und durchschnitt sich dann selbst die Kehle. Denkmals zum Gedächtnis der Versöhnung mit iei) m.1 hl ldentaten sein. zenwärtiae Lehrermangel in deutlichsten dadurch illustriert, daß sämt- Ein zugereister obdachloser Frankreich. ö ■ Berlin, 25. April. Der Austausch der deutschen und . ? 3® 12. Juni in den Lokalitäten deS Gastwirts Wein- : ZOjährigeS Stiftungsfest, bei welcher Gelegenheit auc H! Mitglieder mit dem von Sr. Königl. Hoheit dem r : -irzog gestifteten Ehrenzeichen ausgezeichnet werden CDic.isSi^r zählt 150 Mitglieder und ist eine der stärksten der 2 inrnnz. Grünberg, 23. April. Ein roher Akt ereignete sich i । :e:(rn abend auf der Straße nach Weickartshain. Ver- schHs^A von der Kontrolloersammlung auf dem Nachhause- lüccrrityqriffene Leute aus einem Nachbardorfe hatten einem Xer'iriri aus Homburg v. d. H. Stöcke in das Fahrrad geftK sodaß er zu Falle kam. Zum Glück kam der Reisende ohria! deutende Verletzungen davon, jedoch wurde sein Rad arg:g.H'ädigt. Die Täter sehen ihrer wohlverdienten ©träfe ent-’JM.ui — Beim Rangieren geriet gestern abend die Loko- ino ir von hier gegen 10 Uhr uach Londorf abgehenden Pc: Ä:-n:izuge8 au§ dem Geleise. Von Gießen telegraphisch her Ü ;:ri uferte Hilfsmannschaften brachten die Maschine wieder in ir. C'iMcig zurück und die Reisenden konnten mit etwa l1/: ri^mden Verspätung die Fahrt fortsetzen. -LDb er -Ohmden, 23. April. Heute nachmittag er- eigr-'U! iich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Der biete:«DuammIuna geschlossen. * Der katholische Gesellenverein veranstaltete atr r.n/tagen Sonntag einen Ausflug nach Krofdorf—Gleiberg, an i /chem sich viele Mitglieder beteiligten. " Allgemeiner StaatSeisenbahnverein. Am 23 UÜ. Mts. sand in den Räumen von Steins Garten eine Ab ^Unterhaltung zum Besten der Stiftung ^Eisenbahn- Ti ötyrliort" statt, welche sich eines guten Besuches der Mit- gli iipi und Freunde beS Vereins erfreute. Der Vorsitzende, Eiliftmim-Bauinspektor Schmidt, begrüßte in einer kurzen Arsche die Anwesenden, dankte ihnen für ihre Teilnahme aniim guten Zweck der Veranstaltung und wies auf die Beübungen deS „TöchtrphortS", sowie auf die Aufgaben deiivMembahnvereine als Nutzen der Stiftung hin. Bei dem mvuv^Iuchen Teil der Abendunterhaltung, den Gesangsvor- irlijm, Reklamationen und der Theater-Aufführung betätigten sick Ä »nuerstützt von einigen Freunden des Vereins, lediglich M ./jliefoer desselben. Sämtliche Vorträge erfreuten sich des geirrt Beifalls der Zuhörer, welche den hervorragend tütijtigti: Leistungen der Mitwirkenden, sowie deren Opfer» wimiligkeit im Dienst einer guten Sache vollste Anerkennung zo I.Lin, Den Schluß der Abendunterhaltung bildete Tanz, wc Alher »sich zahlreicher Beteiligung erfreute. Der finanzielle (£i orig entsprach vollständig den Erwartungen. "-Tin Zigarrendiebstahl in Wieseck wurde am i.i e a^ongnnen Dienstag in der Fabrik von Maier ausgeführt. Ut.T^äEc 3000 der besten Zigarren wurden entwendet. Der T /a/' durch den Garten des Fabrikanten in den Fabrik- ra AM emgedrungen. Hier nahm der Dieb eine Auslese der Darcfynbimen Vorräte vor, wobei er das Beste mitgehen hieß. Sf'sctinijgen Einwohnern wurden am folgenden Tage HauS- fuirqmgnn gehalten, indefien resultatlos. An den hinterlasienen im Garten des betreffenden Fabrikanten sowohl abüSim fNachbargarten, hofft man den Dieb festzustellen. "Mohheiten. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ghücitet 2 hiesige hoffnungsvolle Früchtchen zur Ausübung cirm>; Aubenstteiches der gewöhnlichsten Art auSnützen zu mr/chn. ;Die Burschen drangen in eine am Ludwigsplatz ge- le^Wc jiiofraithe ein, und machten sich zuerst an einigen Kc i'lwftnungen zu tun und machten, als sie diese fest ver- schiDn fanden, ihrem Zerstörungsdrang dadurch Luft, daß sie;:iit qifemen Deckel zweier, im Durchgang zwischen Wi!.'hn> und Wirtschaftsräumen, befindlichen 4% m tie :;ii Tchächte auShoben. In den einen der Schächte warfen sie । • (inen Lorbeerstrauch nebst Kübel, während sie dem andern intnii beit Deckel einverleibten und dadurch ein im Schacht lie.kpibe!: Abzugsrohr zerstörten. Glücklicherweise wurden die (yr Vrftr i von 2 den betr. Bezirk abpatrouillierenden Schutz- Iciuahi erwischt und dürften, in Anbetracht deS Unglücks, luc d:tys Üiefer leichtsinnige Streich hätte verursachen können, wixo!: tutet exemplarischen Strafe entgegensehen. — Ein anderer junjiM Mensch — Arbeiter von Beruf — gedachte die Stunden em «rä berm städttschen Kanalbau beschäftigten Wächters da- ? 'lu.-rqctDDaS abwechslungsvoller zu gestalten, daß er den ))Mwi bhfultiertc. Außerdem störte er die Nachtruhe derart, isHftie /Nachbarschaft an den Fenstern erschien. Den ihn . t rikxäsenden Schutzleuten gegenüber benahm er sich ufW tttnitent. Eine gehörige Strafe wegen Ruhestörung uni ^W/erstandS gegen die Staatsgewalt dürfte der Lohn Eingesandt. (Für Form und Inhalt allei unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ter Sommerfahrplan der Eisenbahndirektion Frankfurt entspricht wiederum nicht dem schon so oft geäußerten Wunsche nach einem Anschluß des Zuges 776 von Cassel an denjenigen Nr. 510 nach Nidda. — Ersterer trifft 2 Uhr 11 nachmittags in Gießen ein, während letzterer 2 Uhr 9 abgeht. — Der Zug 510 fährt nur bis Nidda und dürste einer Späterlegung desselben um wenige Minuten wohl kaum eine Schwierigkeit entgegenstehen. Ferner dürste es im Znteresse des reisenden Publikums liegen, einen Anschluß des Zuges 123'von Coblenz, der 8 Uhr 25 abends in Gießen eintrifft, an denjenigen Nr. 1044 nach Lollar-Lon dorf, der 8 Uhr 20 abends abgeht, durch entsprechende Späterlegung des letzteren her^ustellen. Ter Ortskundige wird in den Führern durch Gießen, die auf Vollständigkeit Anspruch erbeben, wohl vergebens jenes idyllische Plätzchen „Hinter der Westanlage" verzeichnet finden, das jeden Passanten, besonders aber den nächsten Anwohnern so viel Freude bereitet. Es handelt sich um eine von etwa 30 bis 40 Hühnern belebte Kehricht- und Mistgrube, die in warmen Tagen die Luft mit Trillionen von interessanten Bakterien und Bazillen versorgt und gelegentlich auch die Bildung von Staubwolken veranlaßt. Tas nimmt aber jeder vernünftige Mensch gern mit in Kauf, solange die dortigen Symmetrieverhältnisse gewahrt und das wunderbare Jdnll nicht geftörk wird. Seit einigen Wochen hat sich nun der Kehricht-, oder besser gesagt Misthaufen, zu einem prachtvollen Hügellande entwickelt, das künftighin wohl den Mauerii bet Stadt Mädchenschule noch Hohn sprechen wird. Hoffentlich wird man auch noch das Schuttabladen dort freiqeben, sodaß sich unsere „Hinter der Westanlage" in eine kleine Alpenkolonie verwandelt und so die Reihe der interessanten Orte Gießens fortsetzt. Ein Natur- und Menschenfreund! : ^bebürftige Veteranen, sonbern auch an jüngere ehe» : Bolbaten, welche ben Kriegervereinen angehören, nam- haf Q;terstützungen gewährt worben. Die rege Teilnahme unidiliiS Verstänbnis für bie Sache seitens ber Anwesenben ga..gnis von ber guten Kamerabschaft unb bem echt patitt fschen Sinne ber alten Solbaten. Um 6 Uhr würbe Esten würben zwei Bahnarbeitsr von einem Schnell;ugt erfaßt, wobei einer tot blieb, ber anbere schwer verletze wurde. • Die „Mitbringsel* deS Herrn fio übet. Man interessirt sich vielleicht dafür, waS Onkel Loubet den kleinen italienischen Prinzessinen nach Rom mitbrachte. Es handelt sich um Spielzeug, das nicht im Handel zu haben, sondern eigeuS für diesen Zweck nach künstlerffchen Entwürfen angefertigt worden ist. Das Modell für den reizenden Speisesaal, den Prinzestin Polanda bekam, hat man aus der in Sitten, Trachten und Wohnungseinrichtungen noch recht charakteristischen Normandie geholt. Der hohe Kamin von geschnitztem Holz, desten Mantel mit alten Fayencen bekleidet ist, macht einen vornehmen Eindruck, und der schwere, massive Eßtisch, desten Füße von einem geschickten Künster geschnitzt wurden, ist in seiner Kleinheit ein wahres Kunstwerk. Ein großes Buffet ist 'ganz angefüllt mit Fayencen, die nach alten Mustern copirt wurden. Das sehr vollständige Tafelservice ist auS Ronen-Fayence, und die mit Blumen bemalten Teller, die dickbäuchigen Suppenschüsteln.sdie Gemüse- schüsteln u. s. w. sehen ganz prächtig aus. In den Ecken stehen Truhen, die mit Tischwäsche, feinstem Damastgedeck, vollgestopft sind; jedes Stück Wasche trägt den Namenszug ber jungen Prinzessin. Ein Dutzenb Stühle, wie man sie noch auf bem Lanbe bei einigen Bauern finbet, vervollstän- bigt bie gebiegene Einrichtung biefcS Speisesaals aus ber guten alten Zeit. Das Geschenk für die Prinzssin Mafalda paßt zu der Zimmereinrichtung der Prinzessin Polanda: es ist ein stattliches Bauernmädchen auS dem Ländchen Caux (Normandie), das die alte malerische Tracht jener Gegend trägt: breite, weiße Haube, deren Flügel im Winde fliegen, kurze Röcke, über der Brust gekreuztes Busentuch und feine Schuhe. Die hübsche Bäuerin mtt ihren frischen Wangen, ihren großen blauen Augen unb ihren blonben Haaren, ist eine Pächterin: auf einem kleinen Pferbe reitet sie zum Markt, wohin sie ben Ertrag ihrer Felber bringt. Die beiden Körbe sind natürlich nicht mit Gemüse, sondern mit verschiedenen Spielsachen angefüllt. DaS Mädchen von Caux scheint den befferen Bauernkreisen anzugehören; ber Rock mit ben großen Falten ist aus rothem, weißgeblümten AtlaS, bie Schürze aus Taffet, unb bie Haube ist mit echter Spitze besetzt. Ein golbencs Kreuz am Halse unb goldene Ohrringe mit wertvollen Steinen vervollständigen bie Toilette. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. L. Berlin, 25. April. Das Aprilscherzblkatt des Vereins Berliner Journalisten ist in Rußland ein Opfer der Zensur geworden. Die darin enthaltene Scherznotiz, daß die Berliner Siegesallee in Petersburg kopiert und die Newastadt durch eine Zarenallee nach Berliner Muster geschmückt werden solle, gab den Anlaß zur Beschlagnahme. Ein Teil der nach Rußland gesandten Nummern wurde, nachdem man die Notiz durch Druckerschwärze unlesbar gemacht hatte, dem Verein zurückgeschickt. Berlin, 25. April. Der allgemeine Bäcker streik wird voraussichtlich am Dienstag in einer Mafsen-Ver- sammlung proklamiert werden. Eine Antwort auf das Schreiben der Gesellenführer an die Innung ist nicht . gegeben worden. Jj£nniJu)l£5. Rom, 25. April. In Genua, Mailand unb anberen • Berlin, 23. April. Der bekannte Berliner Maler Städten wurden graße Kundgebungen anläßlich d°rAnw-s°n. Richter.Lesensdorf bat sich gestern erschossen, aus des Präsidenten Loubet m Italien veranstaltet. ««ÄÜ7Ä, - SÄÄ’ä.'SK: wä-w'«» Arbeiter aus Bochum ist als pockenverbächtig burch ben . . _r;r. ... ~ Kreisarzt in -in- Isolierbaracke gebracht worden. österreichisch.ungarischen, Ford-rungSüsten sür, d,e Er • Ärefelb, 23. April. In Weeze ist ber Arzt Neuerung - - Amz ehnh off an Vergiftung gestorben. Ein Bauer gefunden. ...... _ „ „ hatte ihm aus Versehen statt Branntwein Gift eingeschenkt. • Essen a. b. R., 24. April. Zwischen Steele unb zwar für eine ___o ____ . . einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Alk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 M. zu hinterlegen. Für bie Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- entgelllich. 3789 StödtUer WohMllgSNlhiveis Gießen. Garteustraßc 2, Zimmer 9lr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: 35 Wohnungen von 2-9 Zimmern, 1 Zunnrer zur Lagerung Möbeln oder Bibliotheksgegenständen, 2 möblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: 50 Wohnungen von 2—10 Zimmern. ~ -npieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und e Wohnung mit einem jährlichen Mi et wert bis^300 Wk. Arbeiterbewegung. Offenbach, 24. April. Gestern abend legten, wie wir m ber „Franks. Ztg.' lesen, sämtliche Schreiner Offenbachs die Arbeit nieder. Die Gesellen verlangen eine Lohnerhöhung von 10 pCt. bei Verminderung der bisherigen Arbeitszeit von 10 Stunden um eine halbe Stunde. Die im Laufe der Woche geführten Der- hanblungen verliefen resultatlos. 2)ie„ Arbeitgeber lehnten diese Forderungen ab und es ist sogar möglich, daß sich die übrigen Bauunternehmer mit d.'n L-chreinermeistern solidarisch erklären und ihren Arbeitern kündigen Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Äarteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 3787 1 Schlaffer, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 jüngerer Wagner, 2 Holzbildhauer, 2 Möbelschreiner, 3 Bauschreiner, 2 Lausburschen, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, mehrere Arbeiter, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Installateure, 2 Schlaffer, 1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Tapezier, 2 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Lackierer, 1 Schuhmacher, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 2 Friseure, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Glaser, 1 Kaufmann, 2 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Steinhauer, 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Schlosser, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 1 Buchhalter, 1 Fahrbursche, 4 Büreaugehilsen, 1 Wochenpflegerin. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Schlaffer. Me. kW 7 voliM? 'M, J * Wk ■ fr ine rten" Jv > xGbct * nod) Wenig/ F“Wen^Vc-', Ment son «Md« 2- »lohtiie ST' Ewen betont Rlteid)en y »u beobadjten* ' =t mj|;i unb leiten iS;: ’ man sich r :; McLunilcrno^ »kV- ™ konnte tti . 8 Mn ihn, bei Jen Stunden im tat arbeitete uni mem Tode, übn ; •iß. ba niemanbiit j’ titeitanb, Tie Trauer chi ii- Ä, harmloser Kij. sich noch ftischer^- e, große yossnu^ • Tas Rektorat bn& : Lludentenschait ai r ehmen. Ta CWv bat dieses und tc brigen SorpoiatioK. er Reihenfolge ar. ßh. Hess. Äegimi t: 1 bettesfend. 2) Rebenbahn von W ’-nntmadiung, ben r; iü zu Lffenbach fr vom Großh. Mur:' gsiahr 1904 genebr: '6ommunalbedürMf onsgemeinden erficht der vom 9n; al-jahr IW zur A israelitischen Rch genehmigten iitrium de» Znaeu igen zur Seitreihin: iqionsgemeinden Umlagen des isra-t im Kreise Doms/ gramensoerändem^ edigt find: eine ck rm'telle an mm eoang Iknidrlchnle nd 1 gen »- MF mit b«/ femeiienten dtlich- . „ic mir W® * rten ‘ JS 4» «>*',< ■ - m Emnab"i * 5 Sotja^r). wto* 7,VE irrt i)rhanden, wo die Zahl der Schulstellen verringert iviLiut:? -oder die Lehrer eine verwaiste Stelle mitversehen mü i|i-1 Aus den benachbarten preußischen Gebieten, aus Ba --im und der Pfalz werden fortgesetzt von der fRegiet* ■in. ;i;-innrer und Lehrerinnen angenommen, und nicht selten hei iio!Neubesetzung bevorzugt. Die Lehrerbildungsanstalten wk : eine selten hohe Frequenz auf und der Zudrang -r krerberuf steigt noch fortgesetzt; viele junge Leute mi ii- zurückgewiefen werden. Fast sämtliche Anstalten ial !i I.arallelkurse eingerichtet, so zählt z. B. Lich jetzt uitr ~ - Lher nur 2), Friedberg 5 (früher 3 Klassen). Erst wr itt'.Lihre 1905 ab wird die Zahl der vom Seminar .[h ; „tJeix Lehrkräfte etwa 150 betragen, denn es kommen t :r t>;e Doppelklassen in Friedberg und Mzey zur Ent- lass i An einen lleberfluß an Lehrern dürfte in den crfijttS—10 Jahren nicht zu denken sein, da viele Pensio- lie n und Stellenerrichtungen feit Jahren verschoben > ua: Schulstellen mit über 80,90, ja sogar 100 Schülern nn:ÜL:chaus nicht selten. 1 Lollar, 24. April. Die freiwillige Feuerwehr ist Gießen (Tiefenweg 3), den 25. April 1904. 3798 Gießen und Darmstadt, den 24. April 1904. 3800 Marie Kennel, geb. Güngerich. Dr. med. K. Kennel und Iran. Die Beerdigung findet Dienstag den 26. d. MtS., nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Danksagung. Innigen Dank für die bewiesene herzliche Teilnahme bei unserem schweren Verluste. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern nachmittag 2 Uhr verschied nach langem, schwerem, mit Ge- duld ertragenem Leiden unser lieber Bruder Hm Wilhelm Huhn im Alter von 46 Jahren, waS wir teilnehmenden Freunden, Bekannten und Verwandten tiefbetrübt mitteilen. Die trauernden KinterölieSeneu. Gießen, den 25. April 1904. 3799 A. W. Köuig. Emma König. Familie Friedrich Roese» Danksagung. Für die Beweise herzlicher Anteilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir aufrichtigen Dank. Gelände-Verpachtung. Donnerstag den 28. April 1904, nachmittags, werden die der Stadt und derPlockifchen Stiftung bei der Feldbereinigung rechts der Lahn zugefallenen Grundstücke: Flur 38 Nr. 173 984 qm , 88 , 102 388 , , 88 „ 176 5875 , , 88 „ 1 8288 , g 38 „ 107 6864 , auf die Dauer von 6 Jahren an Ort und Stelle meistbietend verpachtet. — Die Zusammenkunft ist nachmittags 2 Uhr an der Vulvermühle. An demselben Lage uachmtttagS 5 Uhr werden am unteren Rtegelpfad, in der Nähe der Ebelstraße, drei kleine Grundstücke auf unbestimmte Zeit verpachtet. Gießen, den 25. April 1904. 8806 Grofiherzogtmie Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Statt jeder besonderen Anzeige. Kälbchen Bert Friedrich Lieh Verlobte. Londorf im April 1904. 02368 MMMÄ Wein-Verkauf Um dem Publikum noch weiter die Gelegenheit zu geben, einen wirklich guten und billigen Wein anzuschaffen, soll der Ausverkauf noch bis gegen Ende dieses Monats fortgesetzt werden. An Rabatt wird bekanntlich gewährt vom Selbstkostenpreis 25 %, 30% und 35%, je nach Qualität. — Sämtliche Flaschen find Original-Füllung der Lieferanten. Der Verkauf geschieht durch Herrn Anton Koch im „Kaisergarten", Seltersweg 79. 3462 Prima Kognak i Spezialmarke, garantiert, franz. Berschnitt, ärztlich empfohlen, per LUcrslafche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. 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