General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen. Itt fen 0 L L V Rr g ierung ru er juchen, zu rlage zur Aenderung der B. 4ie „Gießener Familienblatter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. tv- 101 et >43 20. der et« zu MW £ das kochen kann, ji«, Freitag 25. März 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« Umversuätsdruckerei. ÖL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.T, Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Dreßen. er v n a, 015361 Ein biL-i rituMLdchk«^ r mic^e dem Kaiser persönlich für seine Haltung in »mimischen Frage und speziell für die Weigerung l nei$gc8 Kontingent für die mazedonische Gendarmerie szu danken. Telegraphische Begrüßung der Monarchen. Ile yeutige Dummer umfaßt 10 Seiten. mt* det [Ttlt bst' »Ob JT 15. kn* ienüich Wissen Wer König von Italien richtete folgendes Tele- gijpim an den Kaiser: In dem Augenblick, wo Du a Merchwillkornmencr Gast den italienischen Boden berührst, v. uoi ijic ich, mich freuend, Dich bald wieder zu sehen, daß e uilen der erste Gruß Dir von mir, Deinem ergebenen £ ;^nX)e und treuen Bundesgenossen, zugehe. Victor (5i:rtnuel. Der Kaiser depeschierte an König Viktor Emanuel: »Empfange meinen lebhaftesten Dank für Deine herzliche Depesche, die mich erreichte, als ich in den Hafen des schönen Neapel emfuhr. In der Erinnerung an die liebenswürdige Gastfreundschaft, die mir im Vorjahre in Rom von Dir, der Königin und dem italienischen Volke zuteil wurde, bin ich glücklich, Dich wiederzusehen. Dem ergebener Freund und treuer Bundesgenosse Wi l h e l nu Kaiser Wilhelms Meerfahrt. Neapel, 24. März. Die Fahrt des Deutschen Kaisers von Port Mcchon Archer verlief bei schönem Wetter und ruhiger See auf das o iGestern vormittag wurde der südliche Teil von Sar- bmiten umschifft. Der Kaiser verlieh gestern den Offizieren, kennten und Bediensteten des Norddeutschen Lloyd eine große fieche von Orden, Ehrenzeichen, Wert- und Geldgeschenken, md zivar die ersteren eigenhändig. Zur Begrüßung der Schiffe hatten sämtliche hier im Haften liegenden Schiffe ihre Flaggen gehisst. Eine überaus gir^e Volksmenge belebt den Hafen und die angrenzenden ZlMßen. Dec Himmel ist etwas bedeckt. Hier meldeten sich bei dem Kaiser der deutsche Botschafter tn Rom Graf MontS, der deutsche Militärattache Flügel- abjutant Major v. CheliuS und der Marineattache Koroetten- lo Lettin Koch. Von hier aus begleiteten den Kaiser auf seiner Sbedcrreife auf der »Hohenzollern": der deutsche Militär- alicchH in Madrid v. Senden, Generalleutnant v. Scholl, h.iUsmarschall v. Lvncker, General Graf Hülsen-Häseler, Ge- l'anIller v. Tschirschky und Bögendorff, Generalmajor v. Löwen- fiiD Legationsrat K.ehmet, die Flügeladjutanten Fregatten- faplttän v. Grumme und Major v. Friedeburg, Leibarzt ir. Jlberg, Oberstmarschall Fürst Fürstenderg, Admiral d. Vollmann, v. CheliuS, Maler Stöwcr, Militäroberpfarrer Der Kaiser stiftete für den Salon des »König Albert" lein Bild. Er empfing auf dem »König Albert" heute noch btn italienischen Geschwaderchef Vizeadmiral Morin, den Ijininandierenden General Tarditi und die Spitzen der Staats- bet)tieben. Die »Hohenzollern" und der »Sleipner" liegen im Kriegshafen. Das italienische Geschwader hatte bei der Msvhct Flaggenparade. Die Mannschaften standen in ^awde. Die deutsche Kolonie war dem »König Albert" auf Süvpfem entgegengefahren und begleitete das Schiff unter Hochrufen und unter Absingen patriotischer Lieder in den Hafen. AZ Wetter ist gut. Zur Mittagstafel beim Kaiser waren geladen: Bot- Ichaf.er Graf MontS, Major CheliuS, Korvettenkapitän Koch imö1 Generalkonsul RekowSky. Der Kaiser blieb nachmittags on &orb und hörte die Vorträge deS Gesandten v. Tschirschky- i)of|<|«iborf, des ChefS deS NtüitärkabinettS, Generalleutnants Srapen Hülsen-Häseler, und deS vortragenden Rats im ge- hNEn Ziollkabinett Valentini. Zur Abendtafel waren en die Attaches CheliuS und Koch, sowie der hier wohn- taftt Profeffor Dohm. iDec Kaiser ließ durch einen von Neapel entsandten ttuttchen Offizier einen mit einem Band in deutschen Farben zrjchciliückten Lorbeerkranz an der Gruft König hun-bertS ün Pantheon niederlegen. Die »Italic", die jtiih auf der ersten Seite das Bild Kaiser Wilhelms bringt, tiieJbt in ihrem Begrüßungsariikel: Die Stadt Steapel und us iganze italienische Volk sehen mit besonderem Vergnügen die Ankunft eines befreundeten und verbündeten Souveräns im Iber Bedeutung Kaiser Wilhelms IL Wir schließen uns •h vom Präfekten von Neapel ausgesprochenen Willkommen in i-o mehr an, da diese Reise in der jetzigen Lage ebenso w toie angekündigte Reise deS Präsidenten Loubet ein Unter* ifanli deS europäischen Friedens ist. Der Kaiser richtete an Generaldirektor Wiegand in Ihnen folgendes Telegramm: "Am Schlüsse meiner Reise auf dem mir vom üud deutschen Lloyd zur Verfügung gestellten RcichSpost- ümsifer »König Albert" ist es mir eine Freude, Ihnen meine rolle Anerkennung auszusprechen über die guten Leistungen Äe Schiffes, deffen umsichtige Führung und das vortreffliche Balten der gesamten Besatzung. Der innere Betrieb hat tr und meiner Umgebung gezeigt, in welcher Vollkommen- &'■ auf den Schiffen deS Norddeutschen Lloyd für die Reisen- id (icforgt ist. Ich bin voll befriedigt von meinem in jeder AjiÄhung praktisch und bequem eingerichteten Quartier, dem m. inenden und angenehmen Aufenthatt an Bord, sowie Ü' prächtigen Verlauf der ganzen Fahrt, und habe dieser ' Ki'.ct Befriedigung durch Verleihung einer Anzahl AuSzeich- n.;: n an die Besatzung äußeren Ausdruck gegeben, worüber £ r.i nähere Nachricht zugehen wird. Für die Sorgfalt und Wcht, mit der die Vorbereitungen zu der Fahrt getroffen ' 7 jage ich dem Norddeutschen Lloyd meinen kaiserlichen I und verleihe Ihnen und dem Vorsitzenden des Auf- iir;:iate§ Plate den Roten Adlerorden zweiter Klaffe, deffen 3 giaien Ihnen zugesandt werden. Möge der »König Albert" < cl. fernerhin glückliche Fahrt haben, den Reisenden zum (Shfö, dem Lloyd zur Ehrei Wilhelm I. R. Alls Kuriosum sei das Gerücht erwähnt, daß der Kaiser zwei von Genua kommende türkische Panzer be- cDßil und vom Sultan zu einem Besuch von Kon- f jiiintiinopet eingeladen werden soll. Der Sultan 28?1 zn wollen. d :er en bei gtau^to--^ »ran SaschenA^ Justizminister Dr. Dittmer weist auf feine diesbezüglichen Erklärungen in der 2. Kammer vom März v. I. hin. Hessen unterscheide sich mit seiner sechsjährigen Vorbereitungszeit von Preußen, Bayern, Baden, Elsaß-Loth- ringen za, die sämtlich die siebenjährige Studienzeit haben. Angesichts dieser Tatsache werde sich auch die hessische Regierung die Frage vorlegen müssen, ob an den sechs Jahren noch weiter festgehalten werden solle. Die Kammer beschließt, nachdem Fürst Leiningen sich im Sinne des Ausschußantrags ausgesprochen, den Beschlüssen der 2. Kammer nicht beizutreten. Dem Gesetz über den Verkehr mit Fahrrädern und Automobilen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen tritt das Haus ohne Debatte bei, ebenso den weiteren Beschlüssen der 2. Kammer über eine Reihe von Vorstellungen, so der Kreisamtsdiener um Regelung ihrer Gehaltsverhaltnisse, der Angestellten des Arbeitshauses Dieburg, dem Anttag Tr. Frenay in Betriff der Einguartierungslasten rc. Bezüglich der Einträge Dr. Frenay u. Gen. und der Abg. Ulrich u. Gen., !in Betreff der Gewerbeinspektion hatte die 2. Kammer beschlossen, die Anträge für erledigt zu erklären, und „Großh. RLgierung zu eriuchcn, zu geeigneter Zeit der Kammer Vorlage zur _________o Organisation der Gewerben»fstcht zu machen, foWb das Maß de- Bedürfnisses feststeht." Der Ausschuß oer 1. Kammer, in dessen Namen Frhr. Hehl zu Herrnsheim Bericht erstattete, beantragt dagegen, zu beschließen: daß tunlichst bald eine Spezialinspektion für die Heimarbeit und für die Sicherung der Schutzbestimmungen zu Gunsten gewerblicher Kinder- arbeit eingerichtet werden möge. Frhr. Heyl au Herrnsheim begründet diesen Anttag näher und führt aus, der Ausschuß habe dem Brschluß SG Kejstjcher ofcunMag. Erste Kammer der Stände. R. B. Darmstadt, 24. März. Am Ministertisch: Staatsmiuisler Dr. Rothe, Justizminister Dr. T i t t m a r, Geh. Staatsrat Krug zu Nidda. Präsident Gras Görtz, gen. v. Schlitz, eröffnet die Sitzung um lOJ/d, Uhr. Das Hans stimmt zunächst dem Gesetzentwurf, bett, die Bildung eines Ausgleichsfonds, zu, worüber Geh. Kommerzienrat Michel schriftlichen Bericht erstattet hat. Die Regierungsvorlage, bett, den Staatsvertraa zwischen Hessen mcd Baden über Auslösung des bezüglich! der Gemeinde Kürnbach besbehenden Kondominiatsver- hältnisfes. In dem vom Grafen zu Erbach-Fürstenau erstatteten schriftlichen Ausschußbericht werd Beittitt zu den Beschlüssen der 2. Kammer beantragt Das Haus beschließt demgemäß. Ohne Debatte wird daun die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Stcuttsschuldenverwattung in den Jahren 1894/Ü5—1895/96 genehmigt. Zu dem Anttag Schmttt und 44 Genossen, die Ausbildung der Verwaltungsbeamten betreffend, hat die 2. Kammer beschlossen: L die Regierung um Bei- behattung des dreijährigen juristtschen Universitätsstudiums und der dreijährigen Dienstzeit für die Aspiranten des Verwaltungsdienstes zu erfüllen, 2. den Antrag auf finanzielle Unterstützung der praktischen Ausbildung der Regierungsassessoren, infolge der entgegen kommenden Erklärung der Regierung, vorerst für erledigt zu erklären." Graf Stolberg-Roß la bespricht die Frage des juristtschen Studiums im allgemeinen und schließt sich dem Anttag des Finanzausschusses an, dem Absatz 1 des An- ttags der 2. Kammer der 1. Kaminer nicht beizutreten. Geh. Rat Prof. Schmidt-Gießen tveist darauf hin, daß Hessen der einzige Staat sei, der sich mit einer Vorbereitungszeit von 6 Jahren begnüge. Er bitte, daß das Haus dem Stteben nach Verlängerung des juristtschen Studiums beitreten möge. Auch die maßgebenden juristtschen Korporationen hätten sich einmütig für diese Forderung ausgesprochen. Nur eine „Höflichkeitsbezeuaung" ist von der spanischen Oiegierung im Senat die Zusammenkunft des jungen Königs mit unferm Kaiser genannt worden. Tie Franzosen freunde im Land des Weins und der Gesänge können also beruhigt sein. Anders die Freunde Frantteichs in Italien. Daß der Charakter der bevorstehenden 2)tonard>cnbegegnung in Neapel authentisch fest gestellt wird, .dafür hat dieser überaus herzliche Telegrammroechsel zwischen Viktor Emanuel uub Wilhelm IL gesorgt. Nachdrücklicher konnten die Hoffnungen, die sich an das mit Fanfaren angemeldete Kommen des Präsidenten Loubet knüpften, nicht enttäuscht werden. Ter Präscdent gedenkt mit höck-stem Glanz mit aller Freigebigkeit in Rom aufzutreten: eine halbe Million will ftch die Republik diese Reise kosten lasjen. Aber Loubet mag noch so charmaitte Worte in Bereitschaft haben, und die Erwiderung der Trinksprüche noch so südlich lebhaft ausfallen — die Telegramme König Vittor Eananuels und des Kaisers ziehen die politische Grenze rwischen Italien und Frantteich. In beiden Ländern wird mancher diese knappen und inl^allsreichen Depeschen als einen Strich durch die Rechnung bettachten. Ebenso in England, wo man seit langem auf das Ziel binarbettet, durch die neu befreundete Republik Jtatten deut Dreiburtd zu entfremden. der 2. Kammer nur insofern zusttmmen können, als er da- Bedürfnis anerkenne, bte Gewerbeinspektton weiter aus- zubilden. Das müsse aber zunächst da geschehen, wo eS am nötigsten sei. Den zehn Millionen deutschen Arbeitern, die den Segen des Arbeiterschutzes und der Verscck>erungS- gesetze genießen, ständen nur 3 Millionen sozialdemokratischer Stimmen gegenüber, die Sozialdemokratie habe mithin kein Recht, fick)! als Vertreter der gesamten Arbeiterschaft hinzustellen. Vielmehr sersn die übrigen 7 oder 8 Millionen deutscher Arbetter durch andere polttische Parteien vertreten ober überhaupt nicht durch eine einzelne Partei, sondern durch das gesamte Burgertum. Diesen 10 Millionen gewerblichen Arbeitern ständen nun 500 000 Heimarbeiter gegenüber, die den Segen der Arbetterschntzgesetzgebungnicht genössen, unb' die Gerechtigkeit verlange daher gebieterisch, daß man zuerst hier den Fänger auf bie Wunde lege. Gegen die in beiden Anträgen enthaltene Forderung, Assistenten und Assistentinnen aus dem Arbeiterstande anzustellen, habe er durchaus nichts einzuwenden, ioenn dieselben für das Amt qualifiziert seien; es gebe nach seinen Erfahrungen sehr viele Arbeiter, bei denen das der Fall sei. Aber es komme hier in Bettacht, daß der Arbeiter, wenn er bei der Inspektion angestellt, eben lein Arbetter mehr, sondern Beamter sei, und damit sei dem Arbeiter auch wieder nicht sehr gedient. Er, Redner, habe den Eindruck, daß im Hintergründe ihres Antrages mehr der Wunsch befteye, ein gewisses Avancement von Genossen eintreten zu lassen. Man müsse immer wieder zwischen Sozialdemokraten und Arbeitern unterscheiden. Der Arbeiter sei berechtigt, zu fordern, daß seine Interessen gebührend vertreten werden, unb alle bürgerlichen Kreise seien berufen, daran mitzuhelfen. Dagegen müsse man diejenigen, welche angeblich für die Arbeiter ein treten, in Wirklichkeit aber dabei nur ihre Parteiinteressen verfolgen, aufs äußerste bekämpfen Der Antrag des Ausschusses fand darauf einstimmige Annahme. Dem Anttag Ulrich u. Gen. wegen Vertretung der Arbeiterscba ft im Ministerium beschloß Die zweite Kammer, keine Folge zu geben. Die erste Kammer sMvß sich dieser Entscheidung an, lehnte aber den Beschluß der zweiten Kummer: „Gronh. Regierung zu ersuchen, dieselbe möge im Bundesrat ihren Einfluß dahm geltend machen, daß die Frage Der berufsstänbigen Organisation ^Arbeiterkammern) baldigst reichsgesetzlich geregelt werde", einstimmig ab. Auch der Vorstellung inbezug auf die Reform der Unfallverhütungen bei Bauausführungen tritt das Haus nicht bei. Jnbetteff der Vorstellung einer Anzahl Oberlehrer hatte die zwette Kammer beschlossen, die Regierung zu ersuchen, im Rahmen der Bestimmungen des Besoldungsgesetzes bei Bemessung deS Tienstallers der Petenten die früher außerordentlich große Zahl provisorischer Dienststellen und die dadurch verursachte ungewöhnlich lange Dauer der Berwendungszeit in angemessene Berücksichtigung zu ziehen. — Ter Ausschuß der ersten Kammer hatte eine veränderte Fassung beantragt Geh.-Rat Prof. Tr. ©dpraibt erklärte, daß die Fassmw des Beschlusses der zweiten Kammer am zweckmäßigsten seO Graf Solms- Laubach empfahl als Berichterstatter die Annahme des Ausschußanttages. Frhr. Heyl zu Herrnsheim bemerkte, es könnL nicht im Interesse des Staates liegen, wenn infolge dev provisorischen Anstellung eine große Anzahl unzufriedener Beamten vorhanden sei Er schließe sich deshalb den Ausführungen des Geh.-Rat Schmtdt und dem Anttag der zlvetten Kammer an. Tie Regierung sollte keine Bedenken tragen, den Wünschen der Petenten zu folgen, wenn beide Kammern bereit seien, die hier zweifellos bestehenden Härten auszugleichen und die Mittel dafür zu bewttligen. Bei der Abstimmung wird der Anttag des Ausschusses abgelehnt unb dem Beschluß der zwetten Kammer zugestimmt Wetter tritt das Haus dem Beschluß der zweiten Kammer wegen des Umbaues des Darmstädter Hoftheaters bei, obgleich sich das Haus bezüglich der Rechtsfrage ganz auf den Standpunkt der Regierung stellt. Dem Beschluß der zweiten Kammer bezüglich der Entschädigung unschuldig Verhafteter wird nicht beigerieten. Geh.-Rat Prof. Schmidt nimmt aber Gelegen- hett, der Regierung für ihre Initiative im Bundesrat, die zur reichsgesetzlichen Regelung der Sache führte, seinen Tank auszusprechen. Nachdem noch eine Reihe Wetter er Anträge und Vorstellungen den Beschlüssen der zweiten Kämmer entsprechend erledigt, und der Voranschlag der ersten Kammer piit 10000 Mk. genehmigt war, gelangten noch verschiedene Ruckäußerungeu aus der zweiten Kammer zur Erledigung. Ten ablehnenden Beschlüssen derselben bzgl. der Gendarmenwohnungen und der drei Bauten in Langen, Wimpfen und Ginsheim wurde beigerieten, ebenso dem Beschluß auf die Ermäßigung der Gebühr beim Grundbuchwesen und dem Gesetzentwurf, beri. die Einrechnung kirch- lidjer Einkünfte für Organistendienst rc. bei den Lehrergehältern. Nachdem schließlich auch das Finanzgesetz in dem von der zweiten Kammer aufgestellten Umfang festgestellt war, schloß der Präsident die Sitzung und vertagte die Kammer aus unbestimmte Zett. Zweite Kammer der Stände. Am Minifterrisch: Staaismmifter Tr. Rothe und mehrere andere RegierungSverrieter. In der um lOty-i Uhr eröffneten Sitzung wurde außer- halb der Tagesordnung die für dringlich erklärte Vorlage über die Lehrergehaltsvorlage, bett, die Organistengelder, angenommen. Tie Kammer wählte sodann zur Ergänzung des 4. Ausschusses für die Beratung übet den Antrag Ulrich inbetreff der Berössentlichung amtlicher Bekrnnrmachungen die deiven Buchdruaereibescher Tamur-Friedberg und Pennrich-Bingen. Gs gelangten daraus biückäußerungen der 1. Kammer zur Beratung. Abg. M ö l l i h g e r berichtet über den von der ersten Kämmer nicht geneämiaten Zusatz zu Kap. 15, in welchem die Regierung um Befürwortung von Anwesenheitsgeldem für die Reichütagsabgeordneten ersucht wird. — Tas Hans beharrt auf seinem früheren Beschluß. Tie erste Kammer hat ferner die von der zweiten Kammer abgelehnte Regierungsfordettmg von 51 900 ML für die Erbauung von je zwei Gendarmenwohnungen in wvub'piWlll. Sir suchen sür M ^ Zweiggeschäft eine ick. periekle Vertreterin w. um gefl. Offene. (?«ro«l jedoch nur solche Jrduiec ben, die von lOiejtn, c: langjährige Längten btie la. Zeugnissen unb Jir nachweisen können, peritb läuicrui, bei bet Ito:, liebt sind und sich einer den guten Schuchu er — Kaution etforbeM i findet ein jüngere Knto guter Family MH« ikrtäuserin Lchckcken pei: 1 btlsosorlioaktoto 2788 Ki Ma Konsuln Giessen iW b«6 MU Hill glied«, VJ" Ur. 73 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Lrschelni täglich mit Ausnahme des Sonntags. X ETa. a aa aa a aa Eichener Änze-ger yutei i V C' .ochste D Hl Nürnberi lOQ März, hier zur auf den 24. 24. Lb. März ! 1904. nspektors beauftragt iuerDe. Ter Plan für den Neubau der höheren und 749 748 746 2“ 9" 7«‘ Aer deutsche Kandelstag. Bert in, 24. Der deutsche Handelstag trat heute vormittag 31. Vollversammlung zusanunen. Nach dem Hoch Die AU' 9 Jahre in bi Weidenhaus Nerskirchen Gcoß-Rechti /soll Mittwoi o UV ab, ii ,Zun grünen Bedingungen Lier eingesehei In den 6 war bisher g Nächste 6 LanggönS etn Groß-Rech -2866 vom Hochbauamt vorgenommen werden, vorläufig Hnv bis auf weiteres sich einverstarrden erklärt habe. Tie Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß in Ausführung des Mietwohngesetzes der Vautechniker G r o d e mit der Versehrurg der Stelle eines Wohnungs- B In unser £ iBraunkohlengr ^rais-horlofs. Hungen, stehen durch ■ Kraslnberiragn "rin Lhaufjeu sagen ousgejd) Spe Hunderte von zur Bei «eneral-Bert für Lberhe den drei Provinzen angenommen. Nach lebhafter Tebatte zwischen den Negierungsvertretern (Ministerialrat Best und Finanzminister Dr. G n a u t h) und einer Anzahl Abgeordneten (Häusel, Breimer, Molthan, Tr. ©djanitt, Ulrich, Hirschel, Bähr, Weidner u. a.) beschließt die Kammer, auf ihrem ablehnenden Standpunkt zu verharren. Weiter wird die von der ersten Kammer genehmigte Forderung für ein Steuerkommissariatsgebäuüe in Wörrstadt jetzt in etwas veränderter Form angenommen, dagegen die Forderung für drei Neubauten in Langen, Wimpfen und Ginsheim wiederum abgelehnt. Aus dem früheren Beschluß, daß die Stempelgebühr bei Grundbuch-Beurkundungen von 2 Mk. auf 20 Pfg. herabgesetzt werde, beharrt die Stummer. Tie Vorstellung der Kreisjtraßenwärter des Kreises Alsfeld inbetreff ihrer Tienstverhältnisse wird nach den Darlegungen des Ausschußberichterstatters Senßfelder für erledigt erklärt, der Antrag Haas auf Errichtung einer Haltestelle an der Main-Mciarbahn für Hühnlein und Langwaden nach dem Aussäutßantrag erledigt, nachdem die ■Abgg. Haas, Euler und Häusel für denselben ein* getreten waren. Es werden nun noch einige Vorstellungen, die ,,zur vorläufigen Beratung im Plenum" gestellt siltd, an die zuständigen Ausschüsse verwiesen, so die Vorstellung über die Tienstsührung des Bürgermeisters Strohauer von Crum- fftadt und der Antrag der Abgg. Müller und Tr. Buff über die Beiträge zur Kranteir- und Unfallversicherung seitens der Arbeitgeber rc. Präsident Haas bemerkt darauf, daß die Kammer die einstweilen obgelegenen Arbeiten beendet habe und schließt ibie Sitzung gegen 1 Uhr mit den besten Wünschen aus frohe iFesttage. Ter Mederzusammentrilt der Kammer ist erst 'lür Ende AprU resp. Anfang Mai in Aussicht genommen. Die Anli« -er Ufer und der Laiidesgreiiz bausteine jod i Die löebmi den Dienstsluiidk Angebote , längsleiis sauiötag, i>« Ntfret üii i>ie ui Mlagßirif, Ma inj, btn Zlaifer, begrüßte Ntinisterialdirektor Wermuth namens des Staatssekretärs Grafen Posadowsky die Vertreter der Handelskammern und Kaufmannschaften. Zudem ersten Gegenstand der Tagesordnung: .Borsen- gesetz und Reichsslempelgesetz" legte Referent Stadtrat Kämpf-Berlin die Notwendigkeit einer gründlichen Reform der Börsengesetzgebung dar. Kämpf befürwortet eine Resolution, daß das Börsenregister beseitigt und das Verbot des Te rm in Handels in Getreide und Mühlenfabrikaten sowie in Anteilen von Berg- und Fabrikunternehmungen wieder a u f g e h o b e n werde, daß ferner folgende Aenderung der Börsengejetznovelle notwendig fei: In Paragraph 68 ist zu sagen, dag die Erfüllung nur ver- lveigcrt werden kann, wenn der Schuldner vor Ablauf von 3 Monaten dem Gläubiger gegenüber feine Weigerung schriftlich und ausdrücklich erklärt hat. Stach dem Korreferat Dr. Riesser wird diese Resolution mit der Aenderung einstimmig an 9 c nomm en, daß die Frist zur Verweigerung der Er- Vermifd?te>. • Braunschweig, 24. März. Wegen Schädigung der Konseroenindustrie beschloß die Handelskannner, a R eichs gesund he itsamt um baldige Aufklärung des Darmstädter Vergiftungsfalles zu ec|ud)e - • Heiteres aus dem Gerichtssaal. Das Wien- Extrablatt veröffentlicht aus dem Nachlaß seines unlangverstorbenen Gerlchtsberichterstatters Eduard Seidel sogen Schnurren: Eines Tages, in einer langweiligen un e müdcnden Verhandlung, war es einem greisen Gerichtsveipy - wiedrfahren, daß er in einen leisen Schlummer verfiel, war gerade em Entlastungszeuge da, auf dessen AuSjage - Verteidiger großen Wert legte, und wenn der Richter y- nicht hörte, so konnte er diese Aiissage auch nlcht wir g - .Herr Zeuge," sa^t der Verteidiger, .reden Sie nicht so , Sie wecken ja den Herrn Votanten auf." —- ^tn ... Verteidiger sagte, seine Klientin Fräulein roe ) mager war, fei für ihn eines von jenen Brettern, we cy^ Welt bedeuten. — .Dieser Angeklagte," sagtei der Verte, g - »ist von seinem Vater enterbt worden, weil er e > Tode der einzige in der Familie war, der noch mch a g worden ist. Heute hat er die Manen seines Vaters o $ - Vorsitzender: „Angeklagter, der Gerichtshof hat sur . einen Verteidiger bestellt." Angeklagter: Lassen , wieder wegstell'n." — Verteidiger: .. . * ‘ IlIuücc wahr, daß mein Klient den Herrn Pogler .Uch hat, doch glaube ich, daß dies in Anbetrach . . _ hohen Rmdfleischpreise ferne so große Beleidigung A.: „Wie konnten S.e nur dem Mayer Ihre Loch er Frau geben: der Mensch hat ja schon zwei Iayie SlflQt»papier, ,, ' Teichs. «mioi P do. , L»*«UDi • I bo. . Su o, ]ß(.( ,6 I I ff m " ' -M r . “bgeii. 5 «Um flb9('V ’ 4 Üo161,6'l«90 3, do. ' i »o. LM. , 4 I do. . C. • D. füllung von Verbindlichkeiten aus einem Termingeschäfte anstatt auf 3 Monaten auf eine Woche festgesetzt wird. Bezüglich des Reichsstempe 1 gesetzes wird eine durchgreifende Ermäßigung des Effektenstempels insbesondere fuc inländische Renten- und Schuldverschreibungen, eine erhebliche Herabsetzung des Umsatzstempels und die völlige Befreiung den Umsätze in Reichs- und Staatsanlehen sowie aller Umsätze unter 6000 isn Arbitragegeschäft von dem Umsatzstempel als dringend notwendig bezeichnet. Nach der Mittagspause geht die Versammlung zu beim nächsten Gegenstand der Tagesordnung, „Versicherungs- vertrag", über. Die Versammlung erklärt sich mit ben vom Ausschuß gefaßten Beschlüssen vom 21. März zu bent Gesetzentwurf einverstanden und gibt die Erklärung ab, baß die vom Ausschüsse geäußerten Wünsche angemeffene Beachtung erfahren. Darauf referiert S e y ffa rdt - Krefeld über Berede- lungsverkehr (Zuständlgkeit) und empsiehlt folgende Resolution des Ausschusses: Ter Handelstag beklagt die Schädigungen, welche die ungleichmäßige Handhabung der Bewilligung dieses Verkehrs durch die einzelnen Bundesstaaten ür Industrie und Handel des Reiches herbeiführt und erklärt es für dringend erforderlich, daß das Recht der Gewährung de§ Verkehrs gesetzlich einer Reichsdehörde überwiesen wird, vorausgesetzt, daß deren Entscheidungen auf Grund einer angemcficnen Würdigung der vorhandenen Intereffen und mit der notp)endigen Schnelligkeit erfolgen. Nach längerer Debatte wird der Antrag des Ausschusses angenommen. Fortsetzung morgen. er we iterten Mädchenschule an der Nordanlage ist bekanntlich fdjion mehrere Mole umgearbeitet worden. Die beiden neuesten Entwürfe rühren von Architekt Meyer, der einen Turn- und Festsaal vorsieht (Kosten 463 000 Mk.) und von Oberbgm. Mecum selbst her, der den Festsaal in seinem Plan fortsallen läßt, sodaß Die Kosten auf 426 000 Mk. berechnet werden können (17.90 2)lf. pro Kubikmeter). Nach diesem letzten Projekt, das zur Annahme vorliegt, kommt ein Gesangsool 3 Nieter höher neben die Turnhalle zu liegen, odaß beide zusammen gelegentlich als Festsaal benutzt werden können. Zur Turnhalle und zum Gesangsaal-führen besondere Gänge, und in gleicher Höhe neben der Turnhalle (unter dem Gesangs aal) befindet sich em Wasch- und ein Geräteraum, sodaß dafür gesorgt ist, daß die Kinder den Staub und Schmutz der Straße nicht direkt in die Turnhalle bringen, lieber dem Gesangsaal liegt ein Bibliotheksraum. Tiefe Umarbeitung schien auch den Stadtverordneten die befre Lösung au sein. Das Projekt schafft auch einen größeren Spiel Hof für die Kinder, nämlich eine Fläche von 2300 Quadratmeter. Veig. Georgi führt aus, daß es cr- orderlich sei, den Stadtverordneten einen Voranschlag zur Genehmigung vorzulegen. Es sei vielleicht noch manches zu paren. Der Preis von 17.90 Mk. pro Kubikmeter scheine ihm ettvas hoch zu sein. Er empfiehlt die größte Sparsamkeit, ohne das Notwendige zum Schaden des Baues beschränken zu wollen. Oberbgm. Mecum erwähnt die feststehenden Tirektiven, die bei der Ausführung maßgebend sein würden und bemerkt, daß, wenn der Voranschlag fertig sei, er >en Stadtverordneten ja noch vorgelegt würde. Stadtv. Tr. Gafsky wünschte mit dem Bau so bald wie möglich begonnen zu haben, und Oberbgm. Mecum will diesem Wunsch tunlichst 3!echnung tragen. Tie Anschaffung von Apparaten für das Schlachthaus im Kostenbetrag von 5000 Mk. wird genehmigt. Ein neuer Dien stm anns t arif wurde festgesetzt. Das Polizeiamt hat den Tarif nach Anhörung der Dien,t- männer ausgestellt, aber bemerlt, daß die Dienstmänner zu viel verlangten. Von der Finanzkommission hat Der Tarif dann die Gestalt erhalten, die er jetzt hat. Stadtv. Leib bringt die Klagen von Geschäftsreisenden zur Kenntnis, daß die Dienstleute häufig sich weigerten, das Nachfragen von Gepäck zu besorgen. Beig. Heyligenftaedt wünscht den Tarif für eine bestimmte Zeitdauer von morgens bis abends eingeführt zu wissen und beantragt, außerhalb dieser Zeiten Den Dicnsueuten einen Zuschlag von 20 Proz., mindestens aber von 10 Pfg. aus WiUigteits- gründen zu getvähren. Stadtv. Kirch führt dem gegenüber aus, nachts feien Dienstmänner überhaupt nickst zu haben, da sie in dieser Zeit keinen bestimmten Aufenthaltsort )ätten. Was die Ausführungen des Stadtv. Leib an- .angten, so trage dessen Wünschen Pos. 3 des Tarifs Rechnung. Nachdem Beig. HeyNgenstaedt fernen Antrag nochmals begründet hatte mit dem Hinweis, daß, wenn die Dienstleute etwas mehr verdienten, sie auch nachts sich anbieten würden, wurde der Tarif mit dem Antrag Heyligen- taedt angenommen, und zwar gilt er für die Zeiten von 6 bis 8 ll.hr im Sommer und von 7 bis 7 Uhr im Winter. Für die Zeitarbeiten gilt die Bestimmung nicht. Ter Lesehallenverein hat in Anbetracht seiner Mehrausgaben für die Herstellung eines Kataloges um die Gewährung eines außerordentlichen Zu- chusses von 400 Mk. uackMsucht, sodaß die Stadt ür das Jahr 1904 zusammen 800 Mk. beitragen würde. Tie Finauzlommissiou beantragt die Ablehnung des Ge- uches. Tie Stadtv. Jann, Schaff st aedt und Tr. Gafsky sprechen zu Gunsten des Antrags der Lesehalle, tvährend Beig. Georgi meint, viele Benutzer der Bibliothek seien recht wohl in der Lage, für die Enilechungen etwas zu zahlen. Er spricht für Den Antrag der Fiuanzdepu- lation, den auch Stadtv. Kirch unterstützt mit dem Hinweis, daß die Stadt auch das Gebäude rc. Dem Verein zur Verfügung stelle. Oberbgm. Mecum stellte fest, daß die Sparlasie dieses Jol-r ihren Beitrag für die Lcsthalle von 600 auf 300 Mk. herobgefetzt habe, daß sie aber nächstes Jahr beabsichtige, den Beitrag wieder zu erhöhen, ja sogar, sobatd es angeht, den jetzt zurückgehal- tenen Betrag nachträglich noch dem Verein zustellen werde. Tie Abstimmung e.gab die Ablehnung des Gesuches des Lesehaltenvereins. Nachdem Die vorläufige Bewilligung eines Kredits für das Rechnungsjahr 1904 geschahen war, war Die Tagesordnung erschöpft. Zum Schluß der Sitzung teilte Oberbgm. Mecum noch mit, daß für dlie neue Oberprima der Realschule ein fi'laffenraum int jüdischen Religionshause in Der Lony- straße ausersehen fei; ferner daß die 7. Klaffe der Höheren Mädchenschule, die 56 Schülerinnen umfasse, geteilt werde und daß für diesen Zweck ein Klassen- raum in der Aliceschule ausfindig gemacht worden fei. Tie Versammlung beschließt auf Antrag auch die Anstellung eines seminaristisch gebildeten Schulder w alters oder einer Schulverwalterin und die Anschaffung von einigen Schulbänken. Tamit wurde die öffentliche Sitznng geschlossen. Aus Stadt uud Land. Gießen, den 25. März 1904. ** Hessisch-Thüringi sch e Staatslotterie. Bcr der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fielen ein ®c. winn von 100 000 Mk. auf Nr. 48291 (nach Offenbach,, ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 6826, ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Nr. 48940, Gewinne von je 3000 Mk aut Nr. 5608 6878 8772 19226 50670 55834 58365 71397 76357 81698 92440 94923. (Ohne Gewähr.) ** Eine Jesuiten-Debatte wird es nun im hessi- chen Landtage nach Ostern nickst mehr geben, da, wie wir chon gestern mitteilten, der Abg. Noack seine Interpellation >es § 2 des Jesuitengesekes zurückgezogen hab 9ioad hatte eine Anfrage gestellt, als die Nachricht kam, die hessische Negierung habe sich im Bundesrate der Abstimmung ent- halten. Die Gewißheit, daß diese Nachricht falsch ift und Hessen mit seinen drei Stimmen gegen öit Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes ge- timmt hat, dürfte Herrn Noack zur Zurückziehung feiner Anfrage veranlaßt haben. Frankfurt a. M., 23. März. Am Dienstag hat hier eine Versammlung der nationalliberalen Partei statt- gefunden, in welcher der Generalsekretär Breithaupt (Berlins prach. Er rühmte die unvergängliche Kraft des 9iational- liberalismns, wendete sich gegen die zersetzende und ver> zettelnde Kritik der Sozialdemokratie, polemisierte wider den Parlamentarismus, der durch den Parlamentarismus erstick! werde, und gab seinem Aerger über die schwankende Haltung der Regierung Ausdruck. Anderthalb Stunden ertönte bet Kampfruf gegen die „schwarzen Hüte der Jesuiten", die Marianischeu Kongregationen und das Zentrum, dir Parin, die wba5 Gift der Entfremdung" von der Wiege bi6 zur Bahre in die Volksmassen trägt. Wenn jemals drastisch vor Augen geführt wurde, daß Zentrum Trumpf ist, so war es in den letzten Wochen der Fall. ES ist ja richtig, daß Bennigsen und Marquardsen nicht für § 2 waren. Ader du Zeiten und die Verhältniffe haben sich geändert. Wenn hrutr Bennigsen gefragt werden und antworten könnte, würde er ohne Zweifel zu einer anderen Stellung kommen, denn heule ist der ^Nationalstaat in der Grundlage seiner Existenz bedroht. Eine Farce ist der Toleranzantrag des Zentrums, ein Fechterkunstslück. Ich stehe lieber auf dem Standpunkt des NkanneS, der nicht nur den § 2, sondern das ganze Gesetz aufgehoben wissen will, und zwar, wie er mir gesprächsweise über den Tisch zuwarf, mit der Begründung: ,Eui paar Flöhe erträgt der Mensch, wenn aber daS Ungeziefer maffenhaft kommt, fängt er an, sich zu reinigen." (Lebhafte Heiterkert und Zustimmung.) Eine kurze Debatte folgte dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vorttag- Der Vorsitzende, Dr. Laquer, belehrte bie Anwesenden, baß: die schwere Krisis 3 hiesigen nationalliberalen Vereins glück-- lich überwunden sei. Schwankungen hätten sich gezeigt, »her-- oorgerufen von Persünllchketten, Die zu rückständiaen Packewm hinneigten". Kihung der Stadtverordneten. Gießen, 24. März. Anwesend Oberbgm. Mecum, die Beigeordneten Cursch- . mann, Georgi und Heyligenstaedt und die Stadtverordneten ' in beschlußfähiger Zahl. ( In die Tagesordnung erntretend, genehmigte man $u* ^nächst zwei Banges uche: eines von Karl Hahn für die Goetheftraße und eines von Ang. Kohler mann für den . Großen Steinweg. Tann folgte eine Reihe von Geländeabtretungen. Dem Handschuhmack>er Hengst in der Licherstraße wird \ vorbehaltlich spaterer Abgrenzung ein Stück Gelände zum : Preis von 8 Mk. pro Quadratmeter überlassen. Aucy an ‘ der Grünberger straße werden Bauplätze lNr. 6 und : *7) vergeben. Die Plätze sind schon versteigert (8 Mk. pro ^Quadratmeter), und die Versammlung erteilt den Zuschlag. An der We tzstein stra ß e, deren Fluchcklinienplan nun ' festgestellt ist, wird an Hrn. Huhn Gelände abgetreten, ' der Quadratmeter zu 50 Dtk. An der Schottstraße werden 37 Quadratmeter ä 8 Mk. verlauft an Zimmer- ! meister Helf enbein. An der Weser st raße will Hr. 1 Hellmold, um an die Straße zu kommen, einen schmalen ! Streifen Landes erwerben, der chm zu 6 Mk. pro Qm. überlassen wird. Endlich erteilt die Versammlung ihre Zu- ; stimmung dazu, daß der Eisenbahnverwaltun^g an ; der Linie nach Fulda einige Waldparzellen des Stadt- : Waldes abgetreten werden. Es handelt sich> dabei um : im ganzen 1962 Qm., und die Oberförsterei hat den Werl dieser Parzellen auf 261 Mk. geschätzt, zu welchem Preise ibie Versammlung den Verkauf des Streifen Waldes ge- 'nehmigt Tas Holz wird der Stadt gehören. Zum Ausbau des Mittelweges zwischen Crednerstraße und Wetzlarerweg hat das Ties- bauamt den Plan vorgelegt. Ten Kostenanschlag von 240ü Mark beantragt die Baudepulalion in den nächstjährigen Voranschlag einzustellen, und die Versammlung schließt sich ,bem an. Tamit der Umzug in den Neubau der Universr- ckäts-Bibliothek bewertstelligt werden kann, beantragt ■bie Baudeputation das Allernotwendigste zur Herstellung der anliegenden Straßen zu tun. Es soll ein Stück der Bismarckstraße hergestellt werden, die Kanäle sollen dort schon jetzt angelegt und die Arbeiten der Firma Jäger u. Rumpf übertragen werden. Zur Verlegung des Klingelbachs waren ftüher schon 50000 Mk. vorgesehen worden, wozu aus Gelände- erlös noch 15 000 Mk. hinzukommen. Bei der Bearbeitung der Kanalanlage hat sich herausgestellt, daß das Profit zu hoch gestellt ist. Oberbaurat Schmick hat es nun niedriger ausgearbeitet, außerdem soll der Klingelbachs nicht in Die Goetheftraße, sondern in die Keplerstraße zu liegen kommen. Tie bewilligte Summe reicht aus; ja, sie stellt sich vielleicht noch billiger. Mit diesen Veränderungen ist die Versammlung einverstanden, und die Vergebung der gesamten Ar- beiten erfolgt an die Firma Tyckerhosf u. Widmann in Biebrich, sofern für einzelne Arbeiten nicht wesentlich billigere Angebote erzielt werben. Ter Stadtringgraben an der Ostanlage vom Walltor bis zur Landgrafenstraße bedürfte, falls •er so bestehen bleibt, wie seither, der Reparaturen, die 1000 Mark kosten würden. Wenn man ihn als Regenwasserkanal mitten in die Straße verlegte, so würde diese Verlegung 5000 Mk. Kosten erfordern, wogegen die Ueberwolbung 200 Mk. mehr kosten würde, also 5200 Mk. Es wurde nun beschlossen, den Graben in die Straße zu verlegen. Hierbei werden die Regenwasserkanäle nicht zu lang, und der gewonnene Platz kommt der Anlage, die auf diese Meise verbreitert werden kann, zu gute. Tie Arbeiten werden der Firma Jäger u. Rumpf übertragen. Bei der Uebertragung einiger Sielbauarbeiten an die Firma Jäger u. Rumpf wünscht Stadtv. Kirch ! Auskunft über die hiesigen P f a ster v e r h ä l t n i s s e, die ,auf die Tauer unerträglich würden. Wenn die Firma Jäger u. Rumpf die Verpflichtung der Instandhaltung übernommen habe, so möge man darüber wachen, daß fie dieser Verpflichtung auch nachkomme. Nachdem Oberbgm. M e c u m bemerkt hatte, daß die Firma allerdings das Pflaster auf drei Jahre zu unterhalten habe, daß fie mehrmals ihrer Verpflichtung nicht uachgekommen sei, und man deswegen auf ihre Kosten gteparaturen habe vornehmen lassen, meinte Stadtv. Kirch, das müßten nur geringfügige Reparaturen gewesen fein; von Urnpstasterungen tonne gar keine Rede sein. Tas Pflaster fei aber für Den Wagenvertehr (Omnibus- sowohl als für den Personenverkehr äußerst mißständig und hinderlich, und es müsse unbedingt Äbhrlse geschaffen werden, diach einer Bem er tun g des Stadtv. Loder, der auf die Vergebung der Sielbauarbeiten zurüctkommt und darauf hinweist, daß die Firma Jäger und Rumpf die Mindestforderude gewesen sei, sagt Oberbgm. Mecum zu, auf diese Angelegenheit des Srraßenpsiairers in Der geheimen Sitzung noch einmal zurückzulommen. Darauf macht Oberbgm. Mecum Mitteilung Davon, daö Das Kreisamt Damit, Daß Die Feuervisitai ’i e n 1 töchste Temperatur am 23.—24. März — Uebrigfte , , 23.-24. , = Ailanz am 31. Dezember 1903 FäBsaBe Sasesscni 2865 2551.36 Verwaltungskosten 282.82 nächsten etwa 182 ha, darunter 4,2 ha Wald, 10682.86 L Psd. 1,20 Mt. W Mittwoch den 6. April d. I 1,10 . ä 2868 Frische Eier! Frische Eier! 1903 ab Daher Stand der Mitglieder Ende 1903 10 Stück 55 Psg. 10 Stück 50 Psg. 10 Stuck 60 Psg. Das Bürgermeisteramt. 28n6 A Pfund 75 Psg. ä 40 7 Stück Lider zuletzt besuchten Schule. 2867 Die Großherzogliche Direktion. Laubach, 23. März 1904. Dr. Balser. 2668 2603] Union“ Nürnberg CJ prompt und billig. 2791 Vertreter gesucht. 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Mobüten binderte von Anerkennungen zur Bersügung. zwanzigsachen Betrage, im UnvermögenssäU 8 Monate pan. ver Gerichtshof erkannte bei der Einkoinmensleuer nach dem beantragten Betrage, dagegen bei der Ergänzungssteuer nur zum süns- zehnsachen Betrage, zusammen aus 4509 Mk. oder 3 Alonate Hast. v lühr ab, im S.ale des Wirts Will). Arnend hierselbst, ,>.u»n grünen Bauni^, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Äüümgungen und Karten können vom 1. April d. I. ab eingesehen, auch sonst Näheres erfahren werden. In den Gemarkungen Reiskirchen und Groß-Rechtenbach tocc bisher guter Rehbestand. Nächste Eisenbahichaltestellen sind Wetzlar etwa 6 km, Lcmggöns etwa 7 km entfernt. Groß-Rechtenbach, Kreis Wetzlar, den 24. März 1904. v4t. 3162.80 2840.— 365.— Großh. Wasserbauamt Mainz. I. B.: Becker. rufekes K'"der= — Vmehl 297,1 , , 183,7 , , nachmittags von Au Jlorßauö oes fanöiu. Koosum-Uerki«» I ;n Keser«. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Für jedes Ei leisten wir Garantie! 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Die Anlieferung der im Etatsjahr 1904 zur Unterhaltung bei Ufer uud Flußvautverke an der Lahn zwischen Gießen und bn Landesgrenze bet Heuchelheim erforderlichen 300 qbm Waffer» bcmsteine soll m einem Lose öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gießen in lee Dienststunden aur Einsicht offen gelegt. Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens isamStag, den 9. April d. IS., vormittags IO1/, Uhr, pof:irei an die unterzeichnete Behörde einznsenben. Farben und Lacke aller Art fiir Fußböden, Möbel, Geräte, Pfähle, Spaliere uiro. empsiehlt in nur bester Qualität Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Ott» Schaaf. 2769 A. Grünebaum 1914 Bahnhofstr. 35 Gr 1 © S S S H Bahnhofstr. 35 Motorwagen der Nürnberger Motorfahrzeuge-Fabrik j Bekanntmachung. In unser Handelsregister wurde heute eingetragen: Firma: Ä aunkohlengrube und Briketlfabrik »Friedrichs, Rudolf Stein, LecklWelle der Luxemburßer H. Ä. Mslkerei Sonnenstrabe 25. 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Um 80 000 Tif. bestohlen und hinterher wegen Steuerhinterziehung bestraft wurde der Holzhändler Julius Sechting m Neu-Rtippiii. Er machte am 27. April v. I. bei der Polizeibehörde die Anzeige, daß chm am Tage zuvor eine Summe von etwa 80 000 Mk. in Effekten gestohlen worden fei, und übergab der Polizei ein Verzeichnis der gestohlenen Wertpapiere. Dieses Verzeichnis wurde, nachdem Sechting auf die Ermittlung der Diebe eine Belohnung von 1000 Alk. ausgesetzt hatte, durch die Staatsanwaltschaft in Aeu-Ruppin r>eröffentltd)L Alle Nachiorschungen zur Ertnilllung der Diebe blieben jedoch erfolglos. Desto findiger erwies sich die Steuerbehörde. Sie Halle, wie die »Voss. Ztg.' berichtet, aus Grund des von Sechting ausgestellten Verzeichnisses bald herausgesuiiden, daß dieser m den Jahren 1899—1903 in den von ihm atisgeslellten Deklarationen wisseittltch falsche Angaben über sein Einkommen gemacht habe. Aus diese Weise habe er 80 820 Alk. absichtlich verschwiegen. In dein vorgestern vor der Strafkammer hier anbe- rauinten Termin hatte sich Sechliitg dieserhalb wegen Steuerhinterziehung zu veratitivorlen. Aach der angeslellten Berechnung beträgt die Hinterziehung bei der Eiiikoniinensleuer 2528 Akk. Die Staatsanwaltschaft beantragte danach eine Gejaintstraie von 5164 Mark und zwar von 816 Akk. hinterzogener Einkommensteuer zunt achtsachen Betrage und von 131.80 Akk. Ergänzungssteuer zum . März. Am tietfiog V »na 11 ib eralen fiarhi. mcralietrelar $mipup! vergängliche fci Pie gegen die jOTnbt unt nolralie, MM Ar h den PatiMtoM-i1 »t übtt bit jdjminteiv 'nbtrttfalb Stunden yn hüte der Jr unb baS Zentrum, ,un§* von der ffi1- trägt Wenn jfir:; >ah Zentrum Imnipi «Fall. ES ist j°- mcht für§ 2 ironr. ;aben sich geändert, mb antworten fönni; - ren Stellung fommtr :i Grundlage seiner : Toleranzantrog ■ siehe lieber aus des ar den § 2, W® ■ [, und zwar, n, mit der Begm^, jinmmung.) «* ; Le,sall ausgene^ er, belehrte d>e ^ en natlonalllberal"' «toi»»1'* MN»'"' 24. ie* i I* ■ “".i? i«"Ä uS 6öu(1Ib y» sl^atterS mar eS r";.. tnri ** 'en’l(n'pel85ni'cbi|h-'' 31«™ die 5jett !orb«ung, n Slu"S «IM Ües: ^er jov ‘Hebungen luj u 754 , 634 ZUM Anstreichen und wichsen der Futz- böSen, sowie zu allen sonstigen rtnftrichen und Lackierungen in größter Auswahl billigst be! EmäB FiscBibacäi. Tiliais-Horloff. Inhaber: Rudolf Stein, Cassel. Hungen, den 24. März 1904. Grofiherzogliaies Amtsgericht. Die Ausübung des Jagdrechts auf die 9 .Jahre in den Gentarkungen: Meteorologische Beob Ölungen der Station Gießer.. Sllän 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperattir der Luft Absolute Feuchtigkeit Nelative Feuchtigkeit 5 z ß Windstärke j Wetter 84. 2“ 749,2 + 5,4 4,4 66 NE. 4 Bed. Himmel 24. 9" 748,3 4- 2,2 4,2 79 NE. 4 Bew. Htutmel Lk. 7** 746,6 + 1,4 4,8 94 N. 4 Schnee t.______________________________________________ Eourse vom Zinsf. Courfe vom 24./3.117. 3. JSt C QQ Course vom 24. 3. | 17./3. « = 90 Courfe vom c Ä Courfe voin 24./3. | 17./3. t Eourse vom 24./3. | 17./3. 24./3. 17./3. 24^3. 17./3. Staatspapiere. 4 Spanier. . 81.60 83.10 ZtanderhrU Anl. Nordd. Lloyd . 104.70 105.80 4 Meining. Ser. 8 102.20 102.51 4 Warschau Wien Deutsche. 4 Ung. Goldrente 99.30 99.50 4 Solms'Braunf. 100.- 100.— Dortmunder . —.— —.— 3V, do. abg. . 96.50 97.- stsr.. . . _ _ 96.— JS v. RtichS.-Anl. 101.65 101.70 4 do. Staatsrente 98.10 98.— 3«/t do..... 99.- 99.- Hamd.-Amertk. 4 Preuß. Boden- 4 do. XI. 1911er _ _ 96.— 89.80 89.70 3% deSgl. . . 89.50 89.90 3V8 Dsend.-Birstein. 98^0 98.70 Packetsahrt . 106.80 107.70 Credit . . . 103.- 103.- 4 Wladikaivt 95 Ijj preutz. CousolS 101.60 101.90 ü Argent. v. 1887 — «— — ' 4 Rhein Hypoth.- steuersr. 94.40 92.4t il do. . . . 1 öadische . . . ■b> do..... ■ -Sayer. St.-Obl. jjki vo..... 89.90 89.60 4^ do. Gold v. 1888 86.80 87.— Vank-Aktiea. Bocbum Bergw. 190.70 190.50 Bank 1907er 102.- 102.— 5 Anatolier . . 102.— 102.— 104.10 104.30 4 do. äuß. v. 1897 79.— 78.40 152.70 Concordia „ 318.- 316.75 3V, do. 96 75 97.75 3 Salon.-Monast. 60.40 60.— 100.40 100 40 4^ Chile Gold-Anl. —•— ——- —— Reichsdank . . 152.10 Elchweiler „ 243.- 242.50 4 PreuiZ- Central- 104.— 104.20 6 Chinesen. . . 103.20 102.40 Berliner Hdlsg. 153.90 152.86 Gelsiikirch.Brgw 210.40 209.- Boden . . . 102.60 102.60 Lose m Prozenten. 100.80 100.40 D do..... 96.60 96.50 Darmstädter Bk. 185.50 135.— Harpener , 193.— 194.- 4 Westdeutsche. . 102.80 102.80 i shess. ©L-DbL . 104.30 104.60 4^ do..... 86.80 87.20 Teuische Bk. . 215.10 220.30 Hibernia „ 193.70 194.— 37? do..... 97.60 97.60 Bad. Thlr. 100 144.50 145.56 100.40 100 50 5 Mexicaner Silb. 40.70 Disconto-Ges. . 185.80 184.80 Laura , 232.50 230 — 4 Preuß. Hypoth.- 4 87.90 88 Serie 1—4 . 40.70 Dresdner Bk. . 148.80 147.90 Hörder , 146.80 133.- Akl.-Bk.' abg.. 99.75 100.40 4 Bayer. Thlr.100 163.50 162.— -I„ Württemberg. . . Il ;öreuicn o. 1899 100.70 101 20 5 Mexikaner v. 99 101.20 100.50 9kational-Bk. . 116.50 Ilse 214.75 213.50 3'/r Gothaer Präm.» 100.40 100.10 3 do. Silber . 26.20 26.10 Schafshsr. Bkv.. 140.80 138.70 Phönix „ 156.25 154.90 Cisenb.-priorit. 37.. 31/2 Pfdbr. 1. . . —•— —•— J» ipambg. v. 1899 Provinz- und D. Effekten, und Wechfelbank . 103.— 103.30 Hoesch Stahl . SchalkerGruben 196.80 451.25 197.- 451- 3% 4 Südd.Elsenbahn -^ux-Bodendach 95.40 95.60 do. II. . . Coln-Mindener 136L0 110.75 135.25 Ausländische. Städte-Anleihe. D. Genoff.»Bank 97.30 97.80 Buderus. 111.- 109.50 von 1891. . 99.40 3 Madrider . . —•— 48.90 86.50 Milteld. Kredit 112.50 113.90 Deutsch-Luxemb Pfandbriefe. 81.20 82.70 4 Elisab. stenerfr. Franr Josevb 101 10 101 4 Akeingr Pram.^ , IS -öuigar. Tabak 85.90 3X Starkenburger . 99.40 99.40 Pfalz. Bank . Preuß. Hypoth.. 102.10 102.10 4 100 701 inn\n Pfdbr. Thlr. 134.— -f, WoSnur . . . 100.60 100.40 4 Gießener. , . 101.50 101.50 4 Kaschau-Oderbg. Oesterr. Diorb- 99.70 9&8C 100 . . 134.25 Sl'.SirieJ). E.B. von 39.50 3)4 00..... Frankfurter. . 99.75 99.75 Aktien-Bank. 111.50 111.70 3'/, Htss.Hypoth.-Bk. 99.90 99.90 5 4 Ceiterr. v. 1860 152.20 152.10 1890 . . . 38.70 3X 90.60 99.60 Berl-Hypoth.-B. 122.50 123.- 4 Franks.Hypotbk. westbahn B. . 107.30 106 50 do. 0.1854 —,— —-— s ll, tzZriech. Monop. 43.40 42.50 3M Darmstädter 98.70 Deft Cred.-Att. —- — 202.20 Serie 14 100.50 100.50 5 do. Südbahn (Lomv.- 3 Oldenb. Thlr.4 —.— 128.75 •1 Italiener Rente —.— —.— 4 Babenhausen —.— 3V8 do. Serie 19 98.- 98.- 106.— 105.80 Türk. Frs. 40o 124.80 126.40 11 do. . . -— —— .-- SM Aiainzer. . 99.— 98.60 Industrie -Aktien 4 Frks.Hyv.-Cred.- 4 do. , . . Ilnverzindliche •i1! Lvesler.Silberrte 100.20 100.40 3M Offenbacher. , —.— —- —— herein 1905. 100.60 100.60 3 do. . . . 63.80 63*80 -l Oester iÄoldrte. 101.30 101.30 4 Wormser . . 101.80 101.80 Farbw. 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