Nr. 20 Erscheint tSgttch außer Sonntags. Den» totefeener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kessischen Landwirt die Etetzener Zamilten« blätter viermal in der Woche betgdegt Rotatton-druck u. Der- lag bet Brühl'ichen Unwerl.-Buch- ruEteir^- bruderei (Pietsch Erben) •teOafttan, Exoedrtu» and Druckerei! SchnlKraße 7. Hldreiie für Devefchen: Anzeiger Gießen. FernIprrchanlchtußNr 51. Montag 25. Januar 1904 Erstes Matt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen 154 Jahrgang monatlich 75151., otertel- jährlich 'M L20 durch Abhole- u. ^roeigftcÜcr monatlich Ko Pt., durch die Post M. 2.— oterieü jährt auSschl BeNellg. Annahme von Anzeigen ür die Lagesnummer i8 vormittags 10 Uhr. zilerLprttC u>UU121$U tuSrodrtS 80 Plg. *üx der» pottl and aÜgem. Leit P CMttfo !üt .Stadt and Land' and iAerrchlSsaal' Aaaust D ö tz tüi den ein- »eiaentetl fianl ©ect GiehenerAnzeiger w General-Anzeiger 57 mond. Tie Tatsache, daß der Vorstand des Konzertvereins das Engagement schon nach einem Jahr wiederholte, spricht dafür, wie großer Beliebtheit der Künstler sich in Gießen erfreut. Tie Reihe der gestrigen Vorträge eröffnete eine mit großer Bravour und geistvoller Auffassung gespielte Sonate in C-moll von L. van Beethoven, opus 111, deren zwei Sätze Maestoso Allegro con brio ed oppassionato und Adagio molto semplice cantabile auf die Zuhörer einen nachhaltigen Eindruck machte und stürmischen Beifall erweckte. So weit wir uns erinnern, ist diese Sonate zum ersten bannt!ci* die .Häupter der Königsmörder, ve rbrannten in einem Kaffeehause die Bilder der Kaiser von Rußland und Oe st erreich. Tie deswegen einaeleitete Untersuchung wurde auf besonderen Befehl des Königs Peter niedergeschlagen. Kouzert-Ierein. Gießen, 25. Jan. Der Klnstler des gestrigen vierten Konzerts, das sich. Aus Stadt und Fand. Gießen, den 25. Januar 1904. '* Eissport. Am Samstag herrschte auf unserer Eisbahn ein eifriges, sportliche? Treiben. Der Eisverein hatte in sehr anerkennenswerter Weise Wettlaufen der Schlittschuhläufer veranstaltet, was dem gesunden und vorzüglichen Eissport vermehrte Anziehungskraft verleiht. An den Jugendwettläufen beteiligten sich über 100 Kinder, die, wenn auch nicht alle mit Preisen, so doch mit Bretzeln bedacht wurden. Das Jugendwettlaufen fand in drei Abteilungen statt: 1. Kinder von 8—10 Jahren, 2. von 11—13 Jahren und 3. von 14—17 Jahren: jedesmal in 3 Partien, und für jede Partie wurden fünf Preise ausgegebcn. Aber auch das Kunst- und Paarlaufen der Erwachsenen, Herren und Damen, war eine sehr willkommene Veranstaltung. Es erhielten im Kunst- und Paarlaufen Preise: Irl. Dornseiff und Frl. Otto und im Kunstlaufen: 1. Preis cand. ehern. Mitscherlich, 2. Preise Herr Felsing und Herr Finck, 3. Preise cand. jur. Sell und cand. phil. Zorn, 4. Preis stud. Riedel, 5. Preise stud. Dorn seiff und stud. Netto. Deutsches Reich. Berlin, 24. Jan. Ter Kaiser hörte die Vorträge des Staatssekretärs des Reichs-Marine-Amts und des Chefs des Marine-Kabinetts. Der AufSand der Kereros. Nach einem soeben eingetroffenen Telegramm des Kommandanten des Kanonenboots .Habicht" hat sich cm der bisherigen Lage nichts geändert. Tie Bahn bis Karibik ist vorläufig militärisch gesichert, aber seit zwei Tagen durch fortwährenden Regen bei Khan unterbrochen. Gründliche Reparatur ist erst möglich, wenn das Wasser abgelaufen ist. Hinter Kuribrb ist die Bahn bis 229 Kilometer hergestellt. Einer Meldung der „Preuß. Kvrr." zufolge, werde« die Offiziere der am 30. Januar und am 6. Februar nach Teutfcy-Südwest-Afrila abgehenden Truppendetachements am Donnerstag den 28. Januar im Berliner Schloß vom Kaiser empfangen werden. — Während des Aufstandes der Hereros ist auch der aus Zeil a. M. gebürtige frühere Sergeant Kuhn vom 5. Inf.-Reg. in Bamberg gefallen. Er hatte sich, nachdem er längere Zeit der Schutztruppe in Swalopmund angehört hatte, in der Nähe von Keet- manshoop als Farmer angesiedelt und ist in den ersten Tagen der Unruhen von den Aufständischen erschossen worden. — Zu den deutscherseits in Südafrika getroffenen Maßnahmen läßt sich die Londoner „Saturday Review dahin aus, daß die Ursachen des Aufstandes auf das Ungeschick derBeamten in dcrBehandlung der Eingeborenen zurückzuführen sei. Wie ernst die Situation sei, gehe aus der Tatsache hervor, daß die schwarzen Minenarbeiter aus Südafrika Johannesburg verlassen, um zurückzukehren und sich dem Auf- stan de an zu schließ en. Berus und entspreck>end den Verhältnissen möglichst sein Scherf lein beitragen muß, soll daraus Segen 'ür das ganze hessische Land erstehen. Mill man eine liberale Organisation gründen, die dauernden Bestand und Erfolg hat, so gehören dazu vor allem baare Mittel. Es müssen den einzelnen Vertrauensmännern immer Geldmittel zur Verfügung stehen, um eine kräftige Agitation betreiben und bestreiten zu können. Diese Opfer an Geld müssen notwendigerweise gebracht werden; es muß deshalb ein, wenn auch nur kleiner Beitrag erhoben werden von allen denen, welche der Organisation beitreten wollen. Darüber würde eine Emp- angsquittuug ausgestellt auf einer Karte, die zugleich als Legitimation gilt und berechtigt, an allen liberalen Ver- ämmlungen und Vorträgen unentgeltlich teilzunehmen. Wer in der Lage ist, möge sein Interesse für das Gedeihen der Organisation durch freiwillige Zuwendungen betätigen. Tenn nur, wer kapitalkräftig ist,, ist jederzeit im stände, eine energische Agitation zu betreiben. Dabei soll der Leitgedanke stets der sein: „Immer nur vorwärts und geradeaus zum Besten von Oberhessen und seiner Bewohner'." Male im Konzertverein gespielt worden. Tie zweite Komposition der ersten Nummer des geschmackvoll zusammengcstellten Programms war Robert Schumanns Karneval, ein Tonstück reich an musikalischen Schönheiten und technischen Schwierigkeiten, die Herr La- mond mit gleichem Erfolge wie die Sonate zu Gehör brachte und wieder reichlichen Beifall erntete. Weiter gelangten nun zum Vortrag zwei Klavierstücke ans opus 76 von Johannes Brahms, ein Walzer von Chopin, ein Necturno von Field und ein Marche mtlitaire von Schubert-Tausig. Auch der Vortrag dieser vier Kompositionen fand viele Anerkennung, und wenn auch beiden ersten drei Stücken der Applaus vielleicht nicht so lebhaft war wie vorher, so war nach dem Marsch, den Tansig mit sehr großen. Schwierigkeiten ausgestattet hat, der Beifall außerordentlich lebhaft. Ten größten Triumph erzielte der Pianist mit der Wiedergabe dreier gleichfalls sehr schwieriger Tonschöpfungen von Anton Rubinstein und Franz Liszt. Der Barcarolle von Rubinstein lauschte das Publikum mit großer Aufmerksamkeit und zeichnete diese sowohl wie den darauf folgenden Valse Impromptu von Liszt durch lebhaften Beifall aus, wie er kaum vorher gewesen war. Nach der letzten Nummer, Tarentella di bravura arus „Die Stumme von Porlici" von Liszt hörte das Publikum nicht eher auf zu applaudieren, als bis er einen Sonatensatz von Beethoven als Ergäbe spielte. Wenn wir nun zum Schluß der heutigen Besprechung noch einen Rückblick tun auf alles, was uns der geehrte Künstler geboten hat, so können wir nicht anders urteilen, als daß Fröderic Lamond in Bezug auf Auffassung und Technik zu den allerersten Pianisten der Gegenwart gehört. Kerzog Iritdrich von Anhalt f. Einer der deutschen Bundesfürsten, Herzog Friedrich von Anhalt, ist, rote unS ein Telegramm ans Dessau meldet, am Sonntag abend 11 Uhr 20 Min. entschlafen. Bor einigen Wochen hatte sich der Verstorbene seines leidenden Zustandes wegen veranlaßt gesehen, die Regent- fchast seinem Sohne, dem Erbprinzen Friedrich, zu übertragen. Cr selbst zog sich nach seinem Schloße Ballenstedt zirrück, wo ihn jetzt der Tod ereilt hat. — Der KrcrnkhertSbericht von Sonntag ftüh 7 Uhr besagte: Herzog Friedrich hatte eine ruhige Nacht. Schroächezustand und Bewußtlosigkeit halten an. Temperatur 39,6, Puls 136. z Leopold Friedrich Franz Nckolaus Herzog von Anhalt, Herzog zu Sachsen, Engern und Westfalen, Graf zu Askanien, Herr zu Zerbst, Bernburg und Gröbzig rc., hat ein Alter von 73 Jahren erreicht. Er war zu Desscnt geboren am 29. April 1831 als einziger Sohn des Herzogs Leopold, der am 22. Mai 1871 starb. Er kam also im Alter von genau 40 Jahren auf den Herzogsthron. Seine Mutter Friederike war eine Prinzessin von Preußen. Er war soeben aus dem französischen Feldzuge heimgekehrt, als ihn der Tod seines Vaters auf dessen Thron berief. Er war preußischer General der Infanterie ä. la suite des I. Garde-Regimenls zu Fuß und Chef des anhakt. Jnf.-RegH. Nr. 93. ÄuS feiner 1854 geschloßenen Ehe mit Antoinette Prinzessin von Sachsen-Altenburg (geb. 1838) ensproffen der 1886 verstorbene Erbprinz Leopold, der jetzige Herzog Friedrich, Prinzessin Elisabeth (geb. 1857, vermählt mit dem Erb- großherzog Adolf Friedrich von Mecklenburg^Strelitz), Prinz Eduard (geb. 1861), der in London lebende Prinz Aribert (geboren 1864, vermählte sich 1872 mit einer Prinzessin von Schleswig - Holstein - Sonderburg - Augustenburg, einer Cousine der deutschen Kaiserin, von der er im Dezember 1900 geschieden ward) und Prinzessin Alexandra (geboren 1868, vermahlt mit Prinz Sizzo von Schroarzburg). Herzog Friedrich war ein jovialer, liebenswürdiger und freigebiger Herr, der sein Land patriarchalisch regierte und von seinem ganzen Volke herzlich geliebt wurde. Der jetzige Herzog Friedrich, sein voller Name ist Leopold Friedrich Eduard Karl Alexander, wurde am 19. August 1856 zu Dessau geboren, ist also 48 Jahre alt. Er ist preußischer Oberst ä, la suite der Armee und des Jnf.-NegtS. Nr. 93. Er vermählte sich zu Karlsruhe 1889 mit Marie Prinzessin von Baden, einzigen Tochter des Prinzen Maximilian vov Baden, des Bruders des badischen Großherzogs. Die Herzogin Marie steht heute im Alter von 39 Jahren. Die Ehe ist kinderlos geblieben. Herzog Friedrich ist, wie sein verstorbener Vater, politisch tue hervorgetreten. In der musikalischen Welt ist er bekannt als ein begeisterter Verehrer WagnerS, der auf der kleinen, aber sehr reich auSgestatteten Hofbühne zu Dessau, anfangs gegen den Willen seines Vaters, die großen Wagner'schen Opern in kostbarer Ausstattung zur Aufführung bringen läßt. Es ist anzunehmen, daß er, gleich unserem hessischen Landesherrn und gleich dem jungen Großherzog von Sachsen, seine Residenz zu einer deutschen Kunststadt ersten Ranges zu erheben gewillt sein wird. Des jetzigen Herzogs nächstjüngerer Bruder, Prinz Eduard, dessen Gemahlin, wie seine Mutter, eine alten» burgische Prinzessin ist, hat zwei Kinder, die 1898 geborene Prinzessin Marie Auguste und den 1901 geborenen Prinzen Joachim Ernst, der nun die nächste Anwartschaft auf die anhaltische Herzogskrone hat. YatiorraMeraLes. Man schreibt uns vom Lande: Im vergangenen Herbst hatte die Vereinslertung entert Parteitag für die Kreise Lauterbach, Alsfeld und Schotten nach Ulrichstein einberufen, der von Angehörigen der Partei gut besucht war, und an dem auch einige Liberale anderer Schattierungen teil genommen hatten, um durch gegenseitige Aussprache den liberalen Gedanken zu klären und zu festigen. Es wurde damals beschlossen, eine f e st e, d a u er n d e Organisation ins Leben zu rufen, ähnlich tote fte schon lange, beim Zentrum uno bei der Sozialdemokratie besteht: Lauterbach sollte Vorort sein. Tre Vor- schlage liefen darauf hinaus, daß man tm Laufe des Minters diese OrganisaÜon allmählich tns Seben rufen müsse, damit sie dann im Sommer und Herbst, wo namentlich die Sant) tonte wenrger Zett und Muße haben, erprobt werden könne. r.. Mas ist nun von all den großen Planen geschehen bis heute? Nichts, rein gar nichts. Man ruht mit kolossalem Selbstbewußtem auf den errungenen Lorbeern aus und vergißt zur rechten Zett Vorsorge zu treffen, damit da§ Schlachtfeld auch für dte Zukunft siegreich behauptet werden könne. Es ist absolut notwendig, daß der «anke der Organisation, wie er auf jener Ulrichsteiner V^sammlmtg zum Beschluß erhoben worden war, auch end lt ch einmal zur richtigen Ausführung kommt. Tie veraltete Agitationswetse muß den modernen Zett- Verhältnissen angepaßi werden wenn man nicht will daß aus dem Lande die Sozialdemokraten drc Erfolge erringen sollen, welche ftüher dte Antisemiten hatten. Um aber eine tüchtige Organisation zu schaffen, rstetne Unmenge von Kleinarbeit nötig, zu der ettt ieder nach unbefriedigend. — Ter Kaiser verlieh dem Cellisten Heinrich Grünfeld den Professorentitel und überreichte ihm heute selbst das Patent, gratulierte chm und dankte für das Vergnügen, das ihm mäh reit d seiner Krankheit Grünfeld durch seine Kunst bereitet habe. — Wie aus München gemeldet wird, ist seitens der Angehörigen des geisteskranken Leutnants von Kollmann, der Bebel 800000 Mark testamentarisch vermachte, ein Erb s ch a s t s pr o z e ß anhängtg gemacht worden. — Weibische Schöffen und Geschworene verlangt das Organ der von den Damen Minna Cauer und Tr. jur. Antta Augspurg geführten Frauenrechtlerinnen: „Was in Zukunft not täte", so heißt es dort, „wäre lediglich die BesÜmmung, daß bei Delikten sexueller Art, von Freuten oder an Frauen begangen, ein gewisses Kontingent der Laienrichter, Schöffen wie Geschworenen, wetb- lichen Geschlechts sein müsse. Tie Jdealforderung würde auf die Hälfte gehen; bei Kindesmyrd, Verbrechen gegen keimendes Leben z. D., die gänzlich nur die in Frage stehende weibliche Petlon angehen, wäre es sicherltch noch ein großmütiges Entgegenkommen, wenn den Interessen des Männerstaates eine Vertretung zur Hälfte eingeräumt wird, bei den in Bezug auf Mann und Frau obwaltenden Straffragen wäre es schlichte Billigkeit." S t u t t g a r t, 24. Jan. Komnterzienrat GeorgEhnt ist heute nach längerem Leiden im 76. Lebensjahre gestorben. Ehni vertrat von 1893 bis 1898 den Reichstagswahlkreis Eßlingen-Ktrchheim-Nürtingen als demokratischer Abgeordneter. Ausland. Karis, 24. Jan. Ter Zentralausschuß der elsaß- lothrrn gischen Vereine und Gesellschaften hat aus Anlaß des Falles Dclsor an die „Brüder und Landsleute jenseits der Vogesen" warme Worte der Begrüßung gerichtet und fte gebeten, an ihren Hoffnungen festzuhalten. _ Budapest, 23. Jan. Ter Kaiser hat aus besonderer Gnade dem Ministerpräsidenten Tisza den Charakter eines Rittmeisters 2. Klasse verliehen. (Tout contnte chez nous!) Belgrad, 24. Jan. Die Regierung hat erfahren, day Serben und M on ten egr iner im Auslande ein Komplott gegen König Peter schmieden, und dte serbt- schen Gesandten angewiesen, die Bewegung scharf zu überwachen. In einer Broschüre serbischer Emigranten soll nach- getviesen werden, daß König Peter an der E r m o r d - ung seines Vorgängers beteiligt war. 3« einer Offftiersversammlnng in Waljevo forderten dret Obnst- leutnants eneraisch die Entfernung oer Königsmcrder. Die Qenfur für frembe Zeitungen wurde wieder eingesuhrt. \ Semlin, 24. Jan. Mehre-e /, ü ■ cre Offiziere , — Zu der Reise des Königs der Belgier nach Berlin schreibt die „Post" anscheinend offiziös: König Leopold führt mit seiner Berliner Reise einen längst gehegten Plan aus und wird bei dieser Gelegenheit dem Kaiser die herzlichsten Glückwünsche zu seiner Genesung aussprechen. Davon, daß der Grund zu der Reise in politischen Dingen zu suchen sei, ist an maßgebenden Stellen nichts bekannt. — Die „Frkf. Ztg." meldet aus Brüssel: Seit längerer Zeit hatte bei Leopold II. der Wunsch bestanden, mit Kaiser Mlhelm, den er seit der - . . « . ~ , - , . . - - Begegnung in Kiel im Jahre 1897 nicht mehr gesehen, zahlrerchen Besuches erfteute war oer von der vorigen wieder Fühlung zu nehmen; doch kann versichert werden,! Saison her vorteilhaft bekannte Pianist Herr FrLdtzrtc La- daß der jetzige Besuch auf ausdrücklicheEinladung---K w Kaiser Wilhelms erfolgt, die am 8. Januar hier eingetroffen und bisher geheim gehalten worden ist. Auf besonderen Wurtsch des Kaisers begab sich der hiesige icutsche Gesandte Graf Wallwitz nach Berlin, um dem Empfange des belgischen Herrschers beizuwohnen. Ter König reist Dienstag früh nach Barlin, sein dortiger Aufenthalt ist auf zwei Tage berechnet. — Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Belgien werden, wie der Korrespondent des genannten Blattes hört, im Februar in Brüssel stattfinden. Tie Vorbesprechungen, die schon stattfanden, waren nicht Die Preise bestanden meist m hübschen Silbergegenständen. Das Arrangement lag erfolgreich in den Händen der Herren Ernst Balser, Dr. Bernbeck und Dr. Liefmann. ** Wohltätigkeitskonzert des Kronbauerischen Quartett-Vereins am 31. Januar im Klub- JaaL Wir baben vor kurzem auf dieses beachtenswerte Unternehmen hingewiesen und zwar nicht darum allein, weil es edlen Zwecken dient, sondern ganz besonders des musikalischen Wertes halber. Herr Leopold Geller, der Dirigent des Quartettes, hat mit feinem Geschmack und musikalischem Verständnis Werke ausgesucht, die sich weit von der Liedertafel - Literatur fern halten, ohne in das fast ebenso schädliche Gegenteil $u verfallen. Einen besonderen Wert legen wir darauf, daß in den gewählten beiden größeren Chorwerken, neben einem unvair"’^!#^ Bariton- Solo, ein ebenso wichtiges Sopran-Solo Verwendung fand. Es liegt ein wunderbarer Reiz darin, wenn durch die Chormassen dunkler Männerstimmen eine helle Frauenstimme tönt und jene übertönt. Freilich ein diskreter Chor und eine stimmbegabte Sängerin setzen wir voraus, be'des trifft aber im vorliegenden Falle zu. In der Kammersängerin Fräulein JohannaDietzist eine V rtrctepin der Sopran- Partie gewonnen worden, wie sie besser nicht sein konnte. Die Künstlerin hat in Großstädten, wie Berlin, Dresden, Frankfurt und München Erfolge erhielt, die nur eine Sängerin allerersten Ranges erringen kann. Die Kritiken in den hervorragendsten Zeitungen und Kunstblättern sind in einer Weise günstig, daß jeder Zweitel an die Bedeutung dieser Künstlerin hinfällig erscheinen muß. Besonder? freundliche Beziehungen zu der eminenten Künstlerin und der eigene Wunsch, sich einem schönen Zwecke dienstbar zu machen, haben die Gewinnung derselben ermöglicht. Gleiche Motive waren bei Herrn Adolf Müller, dem Bassisten Par excellence, maßgebend, auch er stellte sich, wie er das oft getan, mit Freuden in den Dienst der guten Sache. '* Der vierte Vortrag des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbevereins findet heute abend 8V$ im Neuen Saalbau statt. Herr Rudolf Gronau spricht über die Vereinigten Staaten von Nordamerika und ihre Bewohner. Er wird seinen Vortrag mit der Vorführung von Lichtbildern begleiten. )( Grünberg, 24. Jan. Ans Einladung des hiesigen Gesangvereins fand gestern ab(md eine sehr zahlreich besuchte Bürgerversammlung im Gasthaus zum Hirsch statt, um die Komitees für das im Sommer hier stattfindende Sängerfest des Lahntalsängerbundes zu bilden. Es wurden gewählt: Empfangsausschuß, Wohnungsausschuß, Finanzausschuß, Bau- und Tekoratiousausschuß, Zug- und Ordnungsausschuß, Preßausschuß, Musik- und Vergnügungsausschuß, Wirtschaftsaussckmß. Als Zeitpunkt für die Abhaltung des Festes wurde der 9., 10. und 11. Juli bestimmt. Als Festpräsident nominierten die Anwesenden einstimmig Assessor Vetzberger und zum Stellvertreter Amtsgerichtsrat Hörle. — Ein altes, verdientes Mitglied und Mitbegründer unserer Freiwilligen Feuerwehr, Herr K Hammel, wurde heute nachmittag zur letzten Ruhe geleitet. R. B. Darmstadt, 25. Ian. (Eigener Drahtbericht.) Der frühere preußische Gesandte Graf Do en hoff ist gestorben. Er wurde anfangs der 80 er Jahre zum preuß. Gesandten ernannt. Er erfreute sich der besonderen Gunst des verewigten Großherzogs Ludwig IV. 1897 quittierte er infolge verschiedener Mißstimmigkeiten den Dienst als Gesandter und lebte seither in stiller Zurückgezogenheit. Die Annahme einer Erbschaft im Jahre 1897, an die der Uebertritt der Familie zum Katholizismus geknüpft war, hatte in Berlin verstimmt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Leihgestern starb bte 25jährige Tochter einer armen Witwe an Blutvergiftung. Die ganze Gemeinde nimmt an dem Vorfall die größte Teilnahme. — Vor dem Kreisausschuß in Mainz wurde ein Rekurs deS ehemaligen Schutzmanns Herrman verworfen, der aus dem städt. Dienst entlassen worden war, weil er einen Wirt unberechtigt angezeigt haben soll aus Rache darüber, weil er von ihm keine Getränke umsonst bekam. — Der Stationsaufseher Müller in Flacht ist überfahren worden. Die Leiche war vielfach zerstückelt. — In Frankfurt a. M. ist der Bankier Rudolf Sulzbach, Mitinhaber der Bankfirma Gebrüder Sulzbach und langjähriges Mitglied der Handelskammer gestorben. Dermifd?tes« * Brandenburg a. H., 24. Jan. Heute brannte die Tucyfabrik von Matzenthin bis auf die Umfassungsmauern nieder. Ter Scyaden ist bedeutend, ein Feuerwehrmann wurde getötet. * T a n z i g, 24. Jan. In Prauß st a ch ein 14 jähriger Burscye einen 10jährigen Schüler in die Brust, iso daß erstarb. Ter Täter wurde verhaftet. * Chemnitz, 24. Jan. Der „Allg. Ztg." zufolge hat am Samstag auf den hiesigen Garnifon-Schießständen zwischen zwei Offizieren ein Duell stattgefimdeu, bei dem Leutnant Schubert des 177. Jnf.-RegtS von seinem Gegner -erschossen wurde. * München, 23. Jan. In der vergangenen Dacht wurde in einem Restaurant der 25jährrge Student der Rechte, Anton Willems aus Köln, von seinem Freunde, dem Chemiker Curt Lequis, auf fahrlässige Weise durch einen Revolverschuß ins Herz getötet. Ter Revolver gehörte einem dritten Studenten, der die Waffe herumzeigte. Lequis, der sich in angetrunkenem Zustande befand, manipulierte mit der vermeintlich ungeladenen Waffe. Diese entlud sich, und Willems wurde tödlich ins Herz getroffen. Lequis befindet sich vorläusig in Haft. • London, 24. Jan. Die ganze Stadt ist in schwarz braunen Nebel von einer Undurchdringlichkeit gehüllt, wie sie selbst hier kaum je erlebt worden ist. Die Feuerwehr unterhält an allen wichtigen Straßenkreuzungen mächtige künstliche Feuer, da selbst die elektrischen Bogenlampen der großen Verkehrsadern nur aus einem Umkreis von wenigen Schritt Licht verbreiten. Aus Chapham- Funktion wird ein durch den Nebel verursachter Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge gemeldet. * Melbourne, 25. Jan. Die Fidschi-Insel Levuka wurde von einem verheerenden Orkan heimgesucht. Viele Menschen sind umgekommen. An Eigentum, namentlich an den Schiffen, wurde großer Schaden angerichtet. Auch die Insel Suva litt, wenn auch weniger schwer, durch das Unwetter. * Ein Zwischenfall im Deutschen Theater in Berlin. Während der Vorstellung von Fuldas ,.No vella d'Andrea" am gestrigen Sonntag im Deutschen Theater stürzte wenige Minuten nach Beginn des dritten Aktes dieTecke des das Parkett umgebenden Korridors in einer Ausdehnung von fünf bis sechs Meter und zwar im Hinteren Teil herab. Theresina Geßner als Novella stand gerade mit dem Prinzen und drei Anderen auf der Szene, als das laute Geräusch wie Tonner- schläge ins Hans drang. Gleich darauf füllte sich durch die geöffneten Türen der Theatersaal mit Staub. Es entstand eine große Panik. Namentlich Frauen schrien und weinten. Auf der Bühne erschien Direktor Brahm und der Regisseur und suchten das Publikum zu beruhigen. Einzelne applaudierten. Es stürzte aber alles nach den Garderoben. An eine Weiterführung der Vorstellung war nicht zu denken. Erhebliche Verletzungen sollen nicht vor- gekommen sein. Zitniverfitäts-'Dachrichten. — Der Professor für Literatur an der deutschen Universität in Prag, Dr. Detter, ist im Alter von 40 Jahren gestorben. Kerichtslaal. Mainz, 23. Jan. In der heute fortgesetzten Verhandlung gegen die 4 Maurer Johann Qrth, Peter Barth und Christian Bttt, die anqeschuldigt sind, an dem UeberfaUauf italienische Arbeiter beim Maurer-Aus st and im vorigen Jahre beteiligt zu sein, beantragte der Staatsanwalt gegen Johnn Orth und Christian Ditt je zwei Jahre Gefängnis, gegen Peter Barth ein Jahr Gefängnis unb stellte die Strafbemessung gegen Johann Barth dem Ermessen des Gerichts anheim. Die vier Verteidiger plädierten für ihre Klienten auf Freisprechrmg. Das Gericht erricht erkannte nach anderthalbsiundiger Beratimg auf Freisprechung gegen die beiden Brüder Barth und v e r »i r t e i l t e die beiden Änderen, Orth und Ditt, zu je 8 Monaten Gefängiiis, wovoii 4 Monate auf die Untersuchimgshaft angerechnet wurde. Das Gericht hat den Tatbestand der Körperverletzung, nicht aber U e b e r f a 11 oder Nötigung als vorliegend erachtet. Der Verhaftungsbefehl gegen sämtliche vier Angeklagte wurde aufgehoben. Oldenburg, 24. Jan. Redakteur S3i ermann vom Residenzboten legte Berufung gegen das Urteil des Schöffengerichts ein, das den I u stizrninister Ruh st rat wegen Be- leidigimg Biermanns (Rubstrat hat der Frau Biermawi gegenüber B. als Lumpen bezeichnet) zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt. Be- rusiingsgnmd ist die geringe Strafbemesiung. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 28. Januar 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießens Privat-Diskont 21/« Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit . . . 213.75 213.37 Deutsche Bank . . . 223.80 223.80 Darmstädter Bank . • 144.50 144.50 Bochumer Guß ... 191.90 191.25 Harpen er Bergbau . . 206.40 206.20 Tendenz: Schwach. Berlin, 28. Jan. Die .Nordd. Allg. Ztg." dementiert ore Blättermeldung, wonach das Reichsschatzamt in diesem Jahre auf die übliche Begebung einer neuen Reichs-Anleihe verzichten wolle und statt deffen Schatzscheine auszugeben beabsichtige. Bestimmte Entschließungen lägen hierüber nicht vor — Hessische Landeshh-othekenbank Darmstadt. Dem Geschäftsbericht für das abgelaufene erste Geschäftsjahr ist zu entnehmen, daß das Institut auf das Aktienkapital von 4 600 000 Mk. einen Reingewinn von 66 826 Mk. erzielt hat, woraus eine Dividende von 2 Prozent zur Verteilung gelangt. Aus Inventar werden 1757 Mk. abgetrieben, Vergütungen an Personal erfordern 2574 Mk. Zur Verfügung der Generalversammlung stehen 14 775 Mk^ deren Uebertrag auf das nächste Jahr vorgeschlagen wird. Der Aufsichtsrat hat bereits in einer früheren Sitzung die Erhöhung des AkttenkapstalS ins Auge gefaßt, es aber für angezeigt erachtet, die endgilttge Beschlußfassung hierüber bis zu weiteren (Erfahrungen zu verschieben Der Vorstand sieht sich nun zu dem Antrag veranlaßt, die Erhöhung des Aktienkapitals von Mk. 4 600 000 auf Mk. 9 Millionen herbeizufuhten durch Ausgabe von Mk. 4 400 000 neuer Aktien. Der Zuwachs an Aktienkapital würde für die Bank bei ihrem dermalrgen Ausleih-Zinsfuß von 3,75 Proz. eine Erhöhung ihrer Rein-Einnahmen um mindestens 3,50 Prozent des neuen Kapitals erbringen. Wie wir bereits früher schon mitteilten, wurde gegen Ende des Berichtsjahres vom Staat die Garantie für die Verzinsung der Pfandbriefe und Kommunal- schuldverschreibungen des Instituts übernommen und dadurch den Werten auch außerhalb Heffens der Markt im weiteren Umfang zugänglich gemacht. Die Schuldverschreibungen der Bank haben mit der staattichen Zinsgarantie in den sämtlichen deutschen Bundesstaaten die Mündelsicherheit erlangt. — Deutsche Petroleum-Uttteugesellschaft Berlin. „ Ueber diese Gesellschaft sind bis jetzt zum Teil recht schwer verständliche Nachrichten in die Preffe gelangt Die „F. 3/ erläutert die Tatsachen dahin, daß die jetzt unter Führung der Deutschen Bank errichtete Deutsche Petroleum-Aktiengesellschaft ein Trust ist, in den. zunächst der Besitz dieser Gruppe an Aktien der Stenna Romana eingelegt wurde. Es ist nicht nur wahrscheinlich, daß auch die Schodnica hinzutritt, jedoch ohne sich von den kartellierten Petroleum-Rasfinerien Oesterreichs ganz cmszuschließen. Eine Der- kanfs-Organrsatton schafft sich ohne Zweffel auch die Gruppe der Deutschen Bank, aber hierfür konnte sie zunächst nur an ihr rumänisches und etwa an deutsches Petroleum denken, da für das galizische die Bindung an die Standard Oil Company im Werke ist. — Projektierte Petroleumbank für Rumänien. Von der Errichtung einer solchen Bank war schon früher die Rede und sie soll nun durch eine französische Gruppe allein oder unter Mitwirkung der Standard Oil Co. erfolgen. Das Grundkapital soll angeblich 20 Millionen betragend Märkte. ko. Frankfurt a. M., 25. Jan. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notterungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 395 Ochsen, 186 aus Oestreich, 49 Bullen, 4 aus Oestreich, 564 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Oestreich, 227 Kälber, 232 Schafe und Hammel, 1652 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht • Ochsen 1. Qualität 72—74 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 8. Quäl. 61—62 mt; Bullen L Eluat 64 bis 66 Mk., 2. Qual. 61—63 Mk.; Kühe L Qual. 61—63 Mk., 2. Quast 57—59 Mk^ 3. Qual. 45—47 Mk, 4. Quast 41—44 Mk., 5. Quast 00—00 Mk. Kalber: 1. Qual. 84—86 Pfg^ Lebendgewicht 50—52 Pf., 8. Qnal. 76—83 Pfg^ Lebendgewicht 46—49 Pfg^ 3. Quast 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 60—65 Pfg^ Schafe: 1. Quast 66—68, 2. Qual. 52—56 Psg^ 3. Quast 00—00 Pfg.; Schweine 1. Quast 54—55 Pfq^ Ledendqew. 42 Pfg- 2. Qual. 52—53 Pfg., Lebendgewicht 41—00 Pfg., 3. Quast 44—46 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Gef chatt gut, kein Ueberstand. fc. Frankfurt tu M., 25. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise : Weizen Mk. 16.75—00.00, Kurhefsischer Mk. 16.75—00.00, La Plata Mk. 17.25—18.00, Kansas Mk. 17.25—18.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—13.50, Gerste (Wetteraueri Mk. 15.50—15.75, Franken- felber Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 12.75—13.75, Mais Mk. 12.50—12.75, Weizenmehl 0 Mk. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 25.75 bi? Mk. 26.25, 3. Qualität Mst 21.75—24.25, Noggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50, L Qualität Mk. 19.25—20.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Mk. 10.75 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Ried M. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. Spielplan der nerrimqte« Frankfurter Ktadttheater. Opernhaus. Dienstag den 26. Januar, abends 7 Uhr: „Der Prophet.* Fides: Frst L. Marck vom Stadttheater in Königsberg a. G. Schauspielhaus. Dienstag den 26. Januar, abends 7 Uhr: Trittes Gastspiel des Fräulein Irene Triesch: „Cyprienne* Hierauf: „Literatur." Eingesandt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Perautwortimg.) Der Verfasser des Artikels „Patronat und Theo» (o g i e* fühlt sich durch das „Eingesandt" in Nr. 18 des „Gieß. Anz." vom 22. Januar, 1. Blatt, durchaus nicht betroffen. Es ist ihm auch nicht im Srattme eingefallen, bei der Versöhnung vom christlichen Glauben und modernem Denken an eine Preisgabe zentraler christlicher Gedanken zu denken. Und wenn der Verfasser des „Eingefandt" schreibt: Wir wollen untere jungen Theologen so erzogen haben, daß jene Heiligtümer, an denen der Glaube hängt, in ihnen fortwachsen, daß namentlich die Person Christi ihnen als der absolut feste Punkt erscheint, als die Stelle, wo Himmel und Erde zusammentreffen", so kann der Verfaffer des Artikels dazu nur ja rmd Amen sagen. Fährt das „Eingesandt" aber fort: „Daß unsere jungen Theologen so erzogen werden, dafür sich von ganzem Herzen zu intereffieren, dazu ift nicht bloß die theologische Fakultät in Gießen, sondern sind auch alle evmiaelische Gemeinden des Landes berufen", so ist das selbstverständlich unb bas Gegenteil von Niemanb behauptet werben. Der Ausbruck „rüefftänbig" aber war in völlig unanstößigem Zusammenhang gebraucht. Der Verfasser bes „Eiugefandf wirb nicht in Abrebe stellen wollen, baß neben ber Vorstellung der Theologen, bie bie Bibel als Urkunde der Offenbarung Gottes an die Menschheit zu verstehen sich bemühen, in unseren Tagen noch eine Benutzung ber Bibel vorkommt, bei ber man aus ihr bie eigene Dogmatik herausliest. Das ist „rückständig", denn es ist ein Rest der Betrachtungsweise des 17. unb 18. Jahrhunberts, unb ber Verfaffer des „Eingesanbt" wirb nicht in Abrebe stellen, baß diese rückständige Betrachttmgsweisc den fruchtbarsten Nährboden für sektiererische Bewegungen bildet. Wozu also die Empsindlichkeit? Selbstverständlich wird auch einmal die moderne Theologie rückständig werden, denn jede Theologie i st ein menschlicher Versuch, die göttliche Offenbarung zu deuten. Man wird aber gut tun, mit der Behauptung, baß sie es schon sei, zu warten, bis eine Gestalt ber Theologie entstauben ift, bie bie Aufgaben ber Theologie bester lost. Der Verfasser bes Artikels würbe sich herüber mir freuen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 25. I a n u a r, abends 8 Uhr: B i b e l st u n d e im Konsirrnandeusaal der Johanneskirche. Text: Jak. 3, 3 ff. Pfarrer Euler. Familien-Nachrichten. Gestorben: Wilhelm Lesky, königlich sächsischer Hoirat und Ritter hoher Orden, Mainz. Neueste Melduuizeu. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Wiesbad en, 25. Jan. Gestern stürzte sich ein aus Münchhausen auf dem Westerwald gebürtiger Füsilier von der 2. Kompagnie des hiesigen Füsilierregimerrts Nr. 80 aus dem 2. Stockwerk der Infanterie- Kaserne. Er ist nach kurzer Zeit seinen schweren Verletzungen erlegen. Das Motiv der Tat soll in Heimweh zu suchen sein. Berlin, 25. Jan. 150 Zeugen sind bis jetzt gegen den Professor Meyer und Frau vernommen worden und fast alle haben in stark belastender Weise gegen das Ehepaar ausgesagt. Tie Hcntptverhandlung wird voraussichtlich Anfang Februar erfolgen. Könitz, 25. Jan. Ter hiesige Stadtkämmerer und Beigeordnete Berkhahn, Rendant der hiesigen Vorschußkasse hat sich erschossen. Tas Motiv des Selbstmörders ist, wie verlautet, gekränkter Ehrgeiz. Breslau, 25. Jan. In Hirschberg wurde der Töpfer Fristet von der Strafkammer wegen Maj estäts-Beleidigung anläßlich einer Besprechung der Krupp- Affäre zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Greiz, 25. Jan. Hier ist ein starkes Erdbeben mit donnerähnlichem Rollen aufgetreten. Kopenhagen, 24. Jan. Tie Vereinigte Dampfschiffsgesellschaft entsendet am Montag den Tampser ^Cim- bria" zur Hilfeleistung nach Aalesund. Tas Kriegs- und Marineministerium schicken soviel Zelte, Betten und Kochapparate mit, wie entbehrlich sind. Tas Hilfs- komftee, das sich hier gebildet hat, sammelte im Laufe des Tages soviel Geldmittel, daß es 1000 Sack Mehl und andere Vorräte ankaufen konnte, welche die „Cimbricv" . 26.85 136 60 W/o 8% 3V.o/o 3% W/q 8°/0 Mexikaner 4l/el/o Chinesen Electric. Schockest Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber'iner Handelspes. Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gottharibahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen . 90.20 . 104.40 . 104 70 . 212.80 193.80 . 143.70 . 156.20 . 16010 , 144.20 . 16.10 192.00 . 235.00 . 190.70 8x/,X Oberbessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . 41/6% Oesterr. Silberrente 4% Untrar. floldrento . . 40/ Italien. Rente . . . 41/,Portugieser , . . zo/' Portugiesen..... 1% C. Türken . . . . Türkenlose...... 102 80 92.10 102.80 92.15 101.00 99.50 102.90 101.20 100.50 10385 62.80 32.10 mitnehmen soll. Warschau, 25. Jan. Einer Mättermeldung zufolge ist in C^enstochau die Celluloidfabrik von Lander niedergebrannt. Zwei Arbeiter kamen in den Flammen um. 16 Personen erlitten Verletzungen. — Nacheiner Meldung aus Kursk kamen daselbst 40 Personen auf dem Wege zur Kirche im Schnee um. Montevideo, 24. Jan. Amtlichen Telegrammen zufolge haben die Aufständigen in dem Gefecht bei Melo eine große Niederlage erlitten. Ter Kampf war sehr heftig, die Rebellen flüchteten nach der brasilianischen Grenze. Auf beiden Seiten war der Verlust bedeutend. Die Rebellen hatten 2M Tote und 300 Verwundete, worunter sich viele Offiziere befanden. Tie Verluste der Regierungstruppen betrugen 60 Tote und Verwundete. Man glaubt, daß mit diesem Gefecht der Aufstand beendet ist. N e w y 0 r k, 25. Jan. Bei dem Brande des großen Geschäftsgebäudesin Chicago sind zwei Leute verbrannt. Die Panik war ungeheuer, weil die Treppen wegen furchtbaren Qualmes fast unpassierbar waren. Glück- lic^rweise funktionierten die Fahrstühle tadellos. — Der „Newyork-Herald" meldet aus Pittsburg, daß die Ueber- schwemmungsgefahrbes eitigtzu sein scheint. Das Hochwasser geht zurück. , Telephonischer Kursbericht« 4°/o Griech. Monopol.-Anl. 41/t% äussere Argentiner 43.75 Harpener..... 204.50 Tendenz: schwach. Öir '-"Ss ~~~~ ? betrog Kk- 1 der $erfS 68 ft an ^.wenn d?S°^ junqen sLyNer r'bes Ä? »"d rsL'ü «?8 Es Ä?8^ D Hieben fi* b. 9rtrod>tunq§weife ^RÄ^t'wird M relrachn.nqswe.ie „kr?,e(,un('en b'ldeb nM rortb auch ein. "'bMjebeTbeo- 'b,e oottliche elfen« /(1.'l?er>®fflauütu"fll alt der Lheoloqie enl- beßer löst. Ter Der. m.en. - drttn. nie. Ufir: Sibelftunbe Tert: Jak. 3,3 ff. Karrer Euler, Irn. sächsischer heirat und fltlL ßcuer Auzeigers. i stürzte sich ein ) gebürtiger Füsi- en FüsUierregimmtS er Infanterie- einen schweren Verdat sott m Heimsind bis setzt w vm.MMn worden lender Mise gegen chandlmg wird vor- t. Stadtkämmerer Staibant der hieß- in Tas Motiv des -ekränkter Ehrgeiz, xa wurde der Töpfer ^ießSts-Veln- rng der Krupp- n,s verurteilt, arkes Erdbeben Vereinigte Dampf- deuTampferFm- olalesund. Das ch f* *2 g SS *3 * di- >6”' >bIi” LsU '«■"’W’ ss*6* 26.85 90.26 ' 104.40 ' 104JO ' ' 193-80 • ;w 166^0 1 >! ■ .i» ■. rf ■ 236”® • J90.M IM® ' ' . ,, wx •. len * ’ U,»vo ■ in i’WjSf* und Landet v1, >rande^ei Lentc gofiudEE 803 35 878 1. Sorte 10 Stück 55 Ptg. 2. , 10 „ 50 „ Stück 30 Psg. 10-20 M Pfund Stuck . 1 Pfund 20 Pfg. Billig! 872 Ferner empfehlen: Unser Hausarzt ff sagt 892 Kochbirueu. Endivien . (/ r 3) 793 4) 1711 10 10 1 1 1 15—20 15-20 55 40 15 20—30 10 Frankenbach, 23. Jan. 1904. Der Bürgermeister. Messina-Citronen. 3. Sorte 10 Wien. tourWtifd großart. Neuheit. Preist, grat. 17, »Ad. ArraS, Mannheim 40. Billig! 0384 Wirsing . Bamberger Mecrrettig schöne Zwiebeln . rote Spetsemöhren Schwarzwurzeln . . . großen Blumenkohl jtälsenfrBdte Erbsen, Riesen ner Pfund 18, bei 5 Pfund 17, bei 10 Pfund 16 Pfg. Wen, geWt n. ßefpoltcn per Pfund 18, bei 5 Pfund 17, bei 10 Pfund 16 Pfg. Linsen, prima neue509 p. Pfd. 15, 18, 24 Pfg., bei 5 Pfd. 1 Pfg., bei 10 Pfd. 2 Pfg. billiger. Löhnen, prima neue Perl per Pfund 16, bei 5 Pfund 15, bei 10 Pfund 14 Pfg. Alle Sorte« gut koche»»-! L. Steinhäuser Tetept)on 346. Neuen Baue 17 NutzhchmMgerilng. Samstag de« 30. d. Mts. sollen in dem Gemeindewald Frankenbach folgende Holz- ortimente öffentlich versteigert werden: Valenzia-Apfelsinen. Stück 40 Pfg. I 2. Sorte 10 ©tud 30 Pfg. - - per Sluck 15—20 Psg. Holzversteigerung in Gräflicher Oberförsterei Laubach: Holz-Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 4. „ 10 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Birklar für das Jahr 1904,5 liegt vom 26. J anu cw d. I. an acht Taae lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Emsicht der Interessenten III. „ IV. , Erste Taunus-Cognac-Brennerel fritz Scheller Söhne gomvurg y. a. y. " «egrünaet 1M3. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3.—, 4.—, 5.—, 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Fernen 497 losel-Cognac in allen 8*rel«lagen. Niederlagen bei: Ph. Schwager Wwe^ Marktplatz. Gebr. Adami, Mäusburg. L.Steinhäuser, Neuen-Bäue. Carl Seibel, Frankfurterstrasse. Jac. Friesleben, Bahnhofstrasse. H. Bellof II., Alicestrasse. — Konsum-Halle, Heuchelheim. — Aug. Seibert, Wieseck. - A. L. Müller, Lang-Göns. — W. Brück, Wissmar. Offen Ke gerne Hausbacken-Krot? Bitte verlangen Sie gratis und franko die Broschüre Unser Brot 1. Sorte 10 Stück 45 Pfg. 40 „ „ 25 „ , 20 „ Stück 40 Psg. n 35 ,, Holz-Versteigerung. Donnerstag, den 28. ds. Mts. sollen im Gemeindewald Fellingshausen, Distrikt Hude, nachstehende Holzarten versteigert werdn: an — I Nutzholz, Eichen: 113 Stamme mit 45 tm, 3—20 m ßänqe’ 20—45 cm Durchm., 32 rm Schichtnutzholz; Buchen: 6 ©tämmc mit 1,50 tm; Nadelholz: 5 Stämme m:t 3,11 trn. II. Brennholz, E-chen: 23 rm Scheuer, 14 rm Knüppel, 171 rm Reher IIL RL, 43 rm Stockho^z; Buchen: 34 rm Scheiter, 6 rm Knüppel, 61 rm Reiser IIL Kl., 7 rm Stockholz; Nadelholz: 34 rm Reiser IL und III. SU. Die Zusammenlunst ist vormittags 10 Uhr aut der Hude am Crumbacher Weg 837 Der Bürgermeister. Wagner. _ Pfund 1 Stück von 3 Psg. an 7 Stimme von 15-17 m Dchm. - 1,29 cbm; U m Nutzprügel (3 m lang), 7 rm Fichten-Zopfreiser (Lattenhol) ; 5) aus oben ge- nannten Distrikten: Äohlreiser und Lesholz stachenwetfe. Tas Holz unter 2)—5) kommt nachmittags tm Eselskopf beim Feuer zum Ausgebote. qq5 Laubach den 2L Januar 1904. . Gräfliche Obersörsterer. m f . 1 Viuiiu 4.V viu- "eure em g'rößcres Quantum lemftre getrockneter b-suischer Pflaumen, extra prima Holländer Käse, Apselkraut und Gelee, Bismarkheringe, Bratheringe, ®|>rotte«, oct. waukuvui., »nd Aati :o., letzteres alles zu aupei|i villigen Preisen; bei größerer Abnahme entfprecheti» btlltger. ~ ai f r 21 _. s. „ * .(<1nv*♦ hPtll .’OrttP.L XzCHa SthtWitr 5t. S. Aisn 3ßi!(|tlm II. Mitttvoch, den 27. Fauuar, abends 9 Uhr, bei Kamerad Bourgeois. Der Vorstand. Versteigerung von alten Kahnschwtüen Donnerstag den 28. d. Mts. sollen 700 Stück zu Eisenbahn- zwecken nicht mehr verwendbare Schwellen versleigerr werden und zwar: 570 Stück in Gießen Rtegel- pfad Wärterh. Nr. 1 vor in. 9 Uhr, 130 Stick aus Haltepunkt Earben- teich nachm. 1 Uhr. Die Bedingungen werden dortzelbst bekannt äeaeben. 913 Gießen, den 25. Januar 1904. Grotzherzogl. Bahnmeisterei VIII. Subnlission. Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weistzeug- vnd Kleidungsstücke« auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. r Die Bedingungen und der Mimstertalerlaß vom 16. Juni 1893 liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, versiegelt und nut der Aufschrift: „Angebot aus Wctßzeuglicferuttg" vres-h-n, sind mit den Mustern btS »um 12. Februar, oormittagS 12 Uhr, zu welchem Zeitpunkte bie Erüssimng der Angebote stattfinden werd, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsstist beträgt 14 Sage. Gießen, den 22. Januar 1904. or Großh. Direktion der chirurgtschen Unwersttats-Kumr. Poppert. Zum Besten des Theater-Neubaues. Rezitationsabeud von Fräulein Ireiie TrieSCU cu^s Berliw am Mittwoch den 27. Januar, 6 Uhr m der großen Aula der Universität. P r o g r a in n\: t ^96 Tas Hohelied Salomonis, Kap. 5. - Tnumphgesang der Debsrah (Buch der Richter, Stip.4u.5). — Der geiangenen Juden Jamrner- Ued lPsalrn 137). — Das Buch Ruth tParaphra,e von O. C. pact leben) - - „Die Dtagd" iott Tehmel - „Der (Sott und du ^'"Nummertre^Stze zu Mk. 3.- (l-tzt°,R-ih«n M. 2.-) bei Öerrn Ehallier unb an der Abendkaße. ^plÄip8U 80 (1 L ’ tills noch Raum vorhanden - nur an der Abendkaße. ^cr Erlös aus den Billets kommt vollständig: dem ^Heater- Bausoud zu Gute. Mitteilung. Den verehrten Vereinen und werten Publikum zur gefl. Kenntnisnahme, daß laut Vereinbarung der Unterzeichneten von heute ab bei allen Festen und Bällen die Garderobe nur von den Inhabern des Saales geführt wird und pro Person 10 Pfg. erhoben werden. 86' Gießen, den 23. Januar 1904. J. KoBB, Laf6 Leib. Herrn. Schrödel, Zum neue« Saalbau. 5) 1143 Der Anfang beginnt des Morgens 10 Uhr im Distrikt 6 Abt. c bei Nr. 1. 893 Vögel Papageien Zirka 200 Sftick, welche bei der Ausstellung übrig geblieben, werden morgen Dienstag zu ganz enorm billigen Preisen abgesetzt. Verkauf von Bormittags 8 Uhr an. Dienstag. Marktstraste 22, 6=Oä Achtung! mit SSÄSf ÄÄÄ Ä GÄ zum Verkaufe anwesend und empfehle: Messina-Apfelsinen die feinste, dünnschaligste Alarte, die es in Apfelsinen grebt i P.nrtp 10 Stück 45 Psg. 4. Sorte 10 Stuck 30 Ifg. allein Hvtrienai schützt vor Alund- und Zahnkrankhelten ,eder Alt. Hy&ienal mutt antiseptisch gegen die Erreger der ^uslnenza, Diphtherie und der Literlraukheiteu. 254 Bit haben bei Adolf Bieler, Drogerie, Marktstraße 5; Adolf Welz, Parfümerie, Settersweg; en gros bei Handelsgesellschaft Äoris, Zahn &- Co., Köln a. S'h. Chemisthe Werke ti. m M (vorm. Dr. C. Zerbe) Freiburg i. Bade. Holzversteigerung. Freitag den 29. Januar 1904 roertot I Distrttt Stoll und ^rMer^Sche^ rm^ Buche Klaffe SÄ“«''«™ Ä«< m:1»» V*, 1U«* 19 Stadel 2, Aspe 1 II. Klasse. Reiser rm. Buche 386. Frecherrliche Dberförfteret Rabenau. Nicolaus. 1. Sorte 10 — . Prima großen Holland. Rotkohl . .. P Wcrtzkohl . d"'Birklar, den 23. Januar 1904. Großherzogsiche Surgermeifteret Blrüar. Müller. Ml Mtcranen-Wercin Gieren. 1 öetanntmachung. Der Taglöhner Balthasar Jung zu Gießen, geb. am 8. Februar 1859 zu Stembach, ist durch Beschluß vom 10. Dezember 1903 wegen Trunksucht entmündigt worden. [886 Großherzogliches Amtsgericht. Jagdverpachtung. Donnerstag, den 28. Januar l. I., nachm. 3 Uhr, soll auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei die Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. $50 Ober-Widdersheim, am 20. Jannar 1904. Großh. Bürgermeisterei das. Weis. Im Distrikt 6 Abt. c und Distrikt 9 Abt. b Hungerberg 1) 521 Nadelholzstämme mit 162,27 Festmtr., 2) 445 NadelholzstangenI. Kl. Rüböl (Backöl) (selbstgefchlagenes, hochreines nut billigen Qualitäten nicht zu vergleichen) Salatöl per Liter 78,Psg.,84 Psg. und 1.— Mk. Margarine (erstklassig. Fabrikat) per Psd. 55 und 65 Pfg. Süßrahm-Margarine Bitello per Psd. 80 Psg. kehr. Berdnx Bahnhofstr. 37 Lindenplatz 12 Um mein großes Lager in 0397 Winter- u. Gummischuhen r°'ch -u -men, gebe Einen großen Posten LederSChUhe. prima ffinte, enorm bt(It8. Einige Dtzd. Bcr«.« < Boxkalf- As-aff-'.fch«hc mit einer Stahl pro Paar Mk. 3-50. ISeinricli A.Ü, y.Hin neuen Saaibau früher Steins Garten Best»-- Herm. SchrSdet empfiehlt feine Tages.Restauratton, Vorzüglichen Mittagstisch Tanz- Ün t er r i c M t. Mein neuer Kursus beginnt Montag den 25. Jannar 1904- Gell Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnnna SouneuftrnBe 5, IIL, z>. mache». Untere cht für Einzelne unb Extra-Partien wird zu jeder Tageszeit erteilt.^ 211 Achtungsvoll Joseph MÖhi, Tanzlehrer. 5. „ 10 6. „ 10 Kreppeimehl Gut.Weizenmehlpr.Psd.l5Psg. 5 Psd. ä 14, 10 Psd. ä 13 Psg. Fein.Blüteumehlpr.Psd.l7Psg. 5 Psd. ä 16, 10 Psd. ä 15 Pfg. Hochfeinstes Diamantmehl 5 Psd. ä, 18, 10 Psd. ä, 17*/, Psg. 25 Psd.-Säckchen Dtk. 4.25 Gar. reines Schweineschmalz pr. Psd. 52, 5 Psd. ä 50 Pfg. 10 Psg. ä 48 Pfg- ^ti^L^runr im ** 60ü im Reiter (imtimter 12 rm MWiter), Knüppel, 231 rm Stöcke, 5170 Wellen Astreifer und 3000 fog. I^twclllen: (/icb™ 3‘ , m Scheller (1 rm Maserholz), 14 rm Knüppel, 12 m Stide 260 Wellen; 3 rm Ahorn-Lxhetter, 3 im ^chten-Kmrppel, 43 46 46 55 49 5Lem ? Länge 5,4 6 3,4 7 5,4 5 ™, ist auf dem te Lich-Hattenrod und des Viztnalwegs Burkhardsfelden°Nteder- Pb-°-r, im DistriktM«: Buchen: Scheller M 2 rm Werkfchell), 114 rm Knüppel, 106 rm Stocke, 3870 Wellen; Eichern 3 rm Scheiter, 38 rm Knüppel, 49 rm ©tide, 26m BtÄ^I-KnüppA^ 474 Fichtenstangen = 7,10 fm, teils Derb-, I Backen, Preisen unb Zeugniffen über Prym^s ‘"^ÄZmenfunft ist auf ber §KÄt mueS.u tot SÄ« »V. W- »» «Ö °°m LguEZahiunKbedtngtmgeniaach inTrilzahiungenfi "matpatent. rücken aus m der Rrchtung nach Eolnhausen avwart ---------- (Pertreter gesucht.) Prym & Co., Busbach (Rhld. 2. _ 10 3. „ 10 Dienstaa. den 2. Februar d. F., nach Zusammenkrmst um in’/ Uhr vormrttags bet der Eselsbrücke auf der Laubach-Lchottener ftretsirraBe; 1) tm Cselslops (*/< Stunde von Laubach): Buche: B^J m Sbeiter, 160 rm Prügel, 125 rm Stücke, 100 rm Retferprugel; 1 Eicken-Schnittholz amm von 54 cm Tchm. unb 10 m Lange 0 83 cbm' 3) aus Scheppmalsdtcknug und Welngärtnerskops: Buche: ^5 nn Nockholz, 25 rm Retferprügel; 82 rm Ftchten- und SÄÄ-'Ä“>V'ÄÄ*________________ ... em 32 nn ReiferprLgel; 1 tÜiÄensMmm - 0,28 dttn: «iufebrutf, Salm unb Wate xc. eil VieilCH, Uvl Utvpcvtv o w Der Berkaus ftitiet tm Garten rntter dem Hotel zttm ~cn^ scheu Felsenkeller statt. «. - Um geneigten Zufpretch bittri Ohr. Aerztlich empfohlen. Vielfacii preisaekröni. Gesetzlich aesctiützt. [ Unsere Destillate rind In unserer Brennerei aus gesunden | I französischen und deutschen Weinen gebrannt. - | AW ;-7V*TWl Es hat Gott gefallen, meine teuere Frau - geb, Schäfer Um stille Teilnahme bittet der tiefgeschlagene Gatte Rudolph Wolff Giessen (Liebigstrasse 46), den 25. Januar 1904. Die Beerdigung findet Mittwoch den 27. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt. 0398 ■ Statt besonderer Anzeige. Heuchelheim, den 23. Januar 1904. 882 Unoni-» fürreisende HOSPIZ Damen im ■ Äpseirmgt Sem. Lbß Bröiieöell Pftsmen Bimeil Kirschen Aprikosen Wrsiche 65 u. 70 Pfg. 70 Psg. 45 Pfg. 20, 30, 65 Pfg. 70 . w Die Beerdigung findet Dienstag den 26. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Bachstrasse 28 in Heuchelheim, aus statt. 891 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin, Enkelin, Nichte und Tante Schlachtete heute ein junges, fette# Schwei«. Suche Abnehmer für Rippchen Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Gemüfc'Nndelv in allen Preislagen p. Pfd. 25Pfg., ü Pfd. L 23 Pig. Hurrsmacher-Eier-Nudclu per Pfd. 38 Pfg^ 5 Pfd. ä 36 Pfg. do. in Paketen per Pfd. 48 und 50 Pfg. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 1. Kinn XII. und IFnmilie Prima Kalbfleisch empfiehlt von heute ab ä Pfd. 62 Pfg. 740 Ccnr. Itäalkomesius, 19 Mäusburg 19. Trockene#, kurz geschuttteues Mrennholz «Tannen--Abfallholz) liefert für 1,15 ME. pro Ztr. frei ans Haus 417 B. Nuhn, Lollar. Kartoffeln. Prima Speise- und Salat» kartofsel«,n»ttL»u»» bonnm, Brussce, Weltwunder, gelbe nnd rote Mäuschen n. s. iv. empfiehlt zu billigstem Tagespreis jedes Quantum frei Heller [183 J. Hankel, Schloßgaffe 6. und frische Schinken. M. Keßler, Metzger, Neuenweg 33. Fräulein Auguste Haas nach kurzem, schweren Leiden im beinahe vollendeten 59. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: WiilheBmine Maas. Giessen (Südanlage 21), den 24. Januar 1904. Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 908 gestern um 5% Uhr nachmittags heimzurufen. Nach monatelangem Siechtum und mehrwöchigem sebmorzhefMn Krankenlager kam dieser Ausgang doch unerwartet. Todes-Anzeige. Heute nacht verschied nach kurzem Krankenlager unser lieber Sohn und Bruder Fritz Meißner im 29. Lebensjahre. Dies allen Freunden und Bekannten zur gefälligen Nachricht. Um stilles Beileid bittet 0389 Frau Meißner Ww. Gießen (Lowengasse 20), den 25. Januar 1904. Die Beerdigung findet DienAaq nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. in Rasierapparaten verschied. Systeme, wie Rapide, Non plus ultra, Piccolo, Komfort, Pascha, sowie SicherheitS- Rasiermeffer Atlas u. Figaro empfiehlt unter G a r a n t t c Ad. 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Gestern um 12 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden unser geliebter Pater, Schwiegervater, Großvater Johannes Horst im Alter von 67 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Horst. Familie Otto. Gießen, Tiefenweg 13, den 25. Januar 1904. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Itijr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 0392