Nr. 303 154. Jalirgang Erichetnt ttigttch mti Ausnahme des Sonntags. Redaktion. Expedition u. Druckerei: 6d)ulftx.1# Tel. Nr. 6L Lelegr.-Adr. i Anzeiger G letzen. Die „Siebener Kamtlienblätter- werden dem ^Anzeiger viermal wöcherulich beigelegt. Der ^hessische Lauvwtrf erfcheuu monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen llniversuätsdruckeret. R. Lange, Gießen. Drittes Blatt. 154. Jahrgang Samstag 24. Dezember 1904 Eichener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen. Die yeutige '•Kummer umfaßt 14 Seiten. NaUtische Tagesschau. Das Hochzeitsgeschenk der preußischen Städte für den Kronprinzen soll in einem silbernen Tafelaufsatz bestehen, dessen Herstellung 500000 Mark kosten dürfte. Das Komitee, das die Sache in die Hand genommen hat, wurde gelegentlich des preußischen Städtetages geb'ldet. Dieses Komitee hat in einem Zirkular cm die Städte der Monarchie zugleich eine Berechnung über die Verteilung der Kosten aufgestellt, die nach Verhältnis der Einwohnerz-uhl verteilt werden soll. Nun hat sich aber unter Führung der Stadt Naumburg a. S. ein Teil ber Städte losaesagt, die ihrerseits gemeinsam eine Hochzeitsgabe überreichen wollen. Was B erlin allein anbetrifft, so ist außer dem Plane, die Straßen künstleris ch zu schmütcken, uocl) ein Festessen im Rathause zu Ehren der Neuvermählten in Aussicht genommen. Ein bestimmter Beschluß liegt jedoch hierüber noch nicht vor. Jüngst ist in einer Kommission darüber beraten worden. Von der Mitwirkung der Sozialdemokraten daran berichtet der „Vorwärts" wie folgt: Untere Vertreter bestritten die Notwendigkeit für Berlin, sich An den Veranstaltungen zu beteiligen, da der junge Herr in einem Lebensalter beirate, wo andere Menschenkinder ihren Bildungsgang noch gar nicht abgeschlossen haben, er also noch keine Gelegenheit gehabt habe zu Taten, die etwa Dank verdienten. Weihnachten. -tt- Berlin, 23. Dez. Es ist diesmal in Berlin zu Weihnachten viel gekauft worden. Tie Läden, die großen Warenhäuser und selbst die zahllosen kleinen Kramhandlungen auf der Straße, sie alle hatten nicht über Mangel an Dmdschaft zu klagen. Allerdings mochte da^ wundervolle, klare Winterwetter, dessen wir uns bis in die letzten Tage erfreuen tonnten, zur Belebung des Verkehrs beigetragen haben — in den Abendstunden sind jetzt die Friedrichsstraße und die Leipzigerstraße nur in langsamen Schritten passirbar — aber Schaulust und Kauflust vereinigten sich in diesem Jahre. Ein sehr ersieuliches Zeichen, daß bessere Zeiten zurück- gekehrt sind. Tank der Milde des Winters konnten Bau- und Wegearbeiten fast ununterbrochen fortgesetzt werden. Mancherlei Ersparnis an Brennmaterial, Kleidung usw. kam dem Privathaushalt zu gute. Unverkennbar geht ein frischer, unternehmende r Z u g nach Jahren der Ermattung unb mutloser Zurückhaltung durch das Erwerbsleben. Es regt sich wieder, neue Verdienstgelegenheit zu schaffen, den Erzeugnissen des Gewerbefleißes neue Wege und Märkte zu erobern. Zu dieser Zuversicht und diesem Bewußtsein der Kraft mag nicht wenig die Gewißheit beigetragen haben, daß durch den Abschluß der Handelsverträge, zu denen sich zweifellos noch derjenige mit Oesterreich-Ungarn hinzugesellen wird, Störungen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen vermieden werden. „Wir müssen entweder Waren oder Menschen exportieren", sagte Caprivi und kennzeichnete damit treffend die Bedeutung solcher Verträge. Hoffentlich beeinträchtigen -die Reichssteuer-Vorlagen, die nach den Weihnachtsferien des Reichstags und nach Erledigung der Handelsverträge erscheinen sollen, nicht allzusehr die Besiiedigung über das Zustandekommen der Verträge. Mit Bedauern ist festzustellen, daß vom Reichstag ein schlechtes Weihnachtsgeschenk ausgeteilt worden ist: durch die Verweiffmg der Militärpensionsgesetze an die Budqetkommission, statt an eine besondere Kommission. Es *tann unter diesen Umständen, bei der Arbeits- üebrlasiung der Budgetkommission, die Hoffnung auf Verabschiedung der Militärpensionsgesetze nur eine sehr geringe sein. Für die groß? Zahl der Versorgungsberechtigten eine schmerzliche Enttäuschung. Aber auch dem Reichstag wird nicht beschert, was er sich so lange schon wünscht: die Tagegelder. In der Politik tritt für ein paar Tage eine friedliche Beschaulichkeit in ihre Rechte. Keiner kann sich des Jdvlls mehr freuen, als derjenige, dem sonst nie genug in der Welt passiert:*der Zeitungschreiber. K überarbeit. R. Berlin, 25. Dezember. Die Notwendigkeit des Schutzes der Kinderarbeit in der Landwirtschaft wird augenfällig durch eine Gerichtsverhandlung, die kürzlich in Berlin stattfand. Ein Gärtnereibesitzer hatte bei Beschäftigung schulpflichtiger Kinder den Vorschriften des Gesetzes über die gewerbliche Kinderarbeit zuwidergehandelt. Er wurde freigesprochen, weil das Schöffengericht den grundsätzlichen Einwand des Verteidigers anerkannte, daß ein 'landwirtschaftlicher und kein gewerblicher Betrieb vorliege. In diesem Zusammenhänge sei daran erinnert, daß die Landwirtschaftskammer für Westpreußen, also berufene Vertretung, in ihrem letzten Jahresbericht als wirksames Mittel zur Verminderung der Leutenot die Vermehrung der Kinderarbeit auf dem Lande empfiehlt, speziell f'"r die Erntezeit die Verwendung der Kinder im Akkord. Es ist leider keine Aussicht, daß ein auf die Einschränkung der landwirtschaftlichen Kinderarbeit abzielender Gesetzentwurf noch in dieser Session an den Reichstag gelangt. Er dürfte auch schwerlich so tief eingreifen, wie der über die gewerbliche Kinderarbeit. . .... Terrtsches Reich. Berlin, 23. Dez. Heute mittag nahm der Kaiser die Meldung des Korvettenkapitäns Hopmann entgegen, der zur Frühstüctstafel befohlen wurde. __Geschenke des Sultans von Banum (Kamerun), die der Gouverneur von Kamerun v. Pultkamer gestern dem Kaiser überreichte, bestanden aus einem wertvollen Stuhl, der aus seltenem, nur in Kamerun vorkommendem Holz gefertigt war, und aus mehreren Elefantenzähnen. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Verleihung des Prädikates Exzellenz an den Unterstaatssekretär im^eichsamt des Innern Dr. Hopf bei seinem Ausscheiden aus dem Reichsdienst; ferner die (Ernennung des Direktors in demselben Reichsamt, Wermuth, zum Nachfolger Hopfs und des vortragenden Rats von 3onanieret zum Direktor im Neichsarnt des Innern. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Botschafter von Szögyeny-Marich und die österreich-ungarischen Handelsvertrags-Deleg Werten hatten Mittwoch nachmittag eine Besprechung mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Eine weitere Besprechung, die nahezu fünf Stunden dauerte, sand unter Beteiligung des Botschafters und des Staatssekretärs Grafen Posadowsky gestern ebenfalls bei dem Staatssekretär Freih. von Richthosen statt. Heute mittag traten die Herren wiederum zusammen. Heute abend begeben sich die Delegierten für die Weihnachtstage nach Wien und Budapest zurück. — Das bisherige Ergebnis der deutsch-österreichischen Handelsvertragsverhandlungen, die nach den Feiertagen fortgesetzt werden, wird von unterrichteter Seite als nicht ungünstig bezeichnet. In wohl unterrichteten Kreisen wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß die neuen Handelsverträge erst Ende Januar ober Anfang Februar dem Reichstage vorgelegt werden. Die Verabschiedung ber Verträge im- Reichstag ist schwerlich vor Mitte März zu erwarten, ba nach den Vorgängen von 1891/92 eine eingehende Kommissions-Beratung stattfinden wird und für jeden Vertrag drei Lesungen nötig seien. Potsdam, 23. Dez. Heute mittag empfing die Kaiserin im Neuen Palais den Maler Robert Balke, ber Ihrer Majestät sein für bie Kirche in Grätz (in Posen) bestimmtes Altarbild „Die Kreuzigung Christi" zur Ansicht unterbreitete. Leipzig, 23. Dez. Der Redakteur ber „Leipz. Volks- zeitg.", Jäckh, hat wegen angeblich zerrütteter Nerven einen Zwang gurtaub antreten müssen. Ko!onia1post. Paris, 23. Dez. Em bisher unbestätigtes Privat- Telegramm melbct: Bei Timbuktu fanb ein Gefecht zwischen französischen Okkupationstruppen unb Eingeborenen statt. Die F ranzosen erlitten e m p f i n d l ich e V e rl n It e. Ausland. Parks, 23. Dez. Deputierten? ammer. Bei stark besetztem Hause unter lebhafter Bewegung untexpellierte Launes de Montebello (Republikaner) über die Nichttntfemung des Ma- foT9 Pasguier als Kommandanten des MilitärgefangNiffcs von Paris. Er führte aus, Vasguier sei der Urheber zahlreicher Aus- kunftszcttel über die Offiziere und habe seine Tätigkeit bis zum Elysee atusgedehnt. Er bitte die Kammer, diesen Angebereien ein Ende zu machen. Ms im weiteren Verlaufe der Erörterung Renault Moliöre (fortschrittlicher Republikaner) den Namen eines Obersten nennt, ruft ein Sozialist: „Dieser Oberst ist ein Lump." Dagegen erhebt sich auf der Rechten und m der Mitte lebhafter Widerspruch aus dem sich alsbald ein Tumult entwickelt, sodaß der Präsident sich genötigt sieht, die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiederaisin^bme der Sitzung wurde noch lange hin und her debattiert und schließlich eine Vertrauenskundgebung fürdieRegierung mit nur 16 Stimmen angenommen. — Tie Kammer beschloß, eine Pensionskasse für ehemalige Deputierte, deren Witwen und minderjährige, von ihnen hinterlassene Kinder zu schaffen. Diese Kasse soll gegründet werden mit monatlichen Abzügen von 15 Fr. von den Tagegeldern der Deputierten. Petersburg, 23. Dez. In Regierungskreisen wird auf das bestimmteste versichert, daß der Zar keine eigentliche Verfassung, dafür aber durchgreifende Reformen' in allen Zweigen der Verwaltung gewähren werde. — In dem Manifest des Zaren, welches währmd der beiden letzten Tage Gegenstand heftiger Erörterungen seitens mehrerer hochgestellter Pcrsönliclfteiten gewesen ist, erklärt sich wie von privater Seite behauptet wird, der Zar energisch für Beide Hal tu ng der Autokratie. Aus weiteren Nachrichten geht hervor, daß die Reformen, welche in dem Maustest angekündigt werden, sich ganz beiorber5 auf die Landbevölkerung erstrecken, deren wirtschaftliche Verhältnisse ganz bedeutend gebessert werden sollen. — Im Ministerium des Jnnnu wird em Projekt ausgearbeitet, mit welchem jene Juden, welche ihrer M i l i t ä r p f l i ch t entsprochen haben, oder solche, welche sich freiwillig dem Militärdienst widmen und tauglich befunden werden, in Zukunft die Freizügigkeit und die Seßhaftmachung in ganz Rußland ohne jede Beschränkung znerkannt werden soll. Auch andere Erleichterungen für die Juden sind in Aussicht genommen. — Ter Regierung sollen sehr bestimmt lautende Berichte vom Auslande zugegangen sein, ivelche darauf hindeuten, daß gewisse Anschläge gegen den Zaren vorbereitet wer- — Ein geheimer Befehl de* Gehilfen des Ministers des Innern räumt allen höheren Postbeamten das R e ch t ein, alle aus dem A u s l a n d e eintreffenden Briefe z u öffnen und sie auf ihren Inhalt zu prüfen, und falls darin irgend etwas über russische Zustande berichtet wird, sie sofort zu vernichten. , Newvork, 23. Dez. Einer Depesche aus Manila zufolge überfielen Eingeborene auf Samar die 38. Kompagnie der Eingeboren en-Schntzen und töteten einen Leutnant und 37 Mann. Tie Sage ist ernst; der Kommandeur der Truppen — Reiche israelitische Gesellsw'aften wollen 10 000 Familien ans dem Newvorker Ghetto in Tcras ansiedeln, wo ihnen Land zur Verfügung gestellt wird. Falls das Experiment glückt, fmb nod) Ansi"de''.'no n V\ anderen Staaten des Südens geplant. •’om Kriegsschauplätze Hegen hcitte nur i" Meldungen von Belang vor. Eine Meldung bean,vruckst frei ich das lebhafteste Interesse. Tie Linienschiffe und Kreuzer des russischen Port Arthur-Geschwaders sind nun sämtlich außer Gefecht gesetzt; sie liegen ganz oder teilweise auf dem Gnrnde des Häsens und her, Außen^ reede. Vesser vermochten sich die kleinen Schiffe durch Verstecken ixt Winkeln, die von den feindlichen Beobachtungsposten nicht ein- aesehcn werden konnten, vor dem Bombardement zu schützen. Jetzt kommt nun die allerdings amtlich noch nickst bestätigte Meldung, daß es einem erheblichen Teil dieser Fah^'zeuge gelungen sei, aus dem £>afen aus zu brechen. Aus Tschi.su wird einem Londoner Blatte depeschiert: „Acht TorvedobootszerWrer sind aus Port Arthur entkommen. Ein heftiger Schn-eesturm herrschte während der letzten 24 Stunden." Das russische Geschwader zählte bei Beginn des Krieges etnra 20 große Torpedoboote oder Torpedobootszerstörer. Davn sind viele im Laufe der Kämvse oder durch Unfälle zugrunde gegangen, andere in neutralen Häfen desarmiert. Es ist demnach nicht eben sehr wahrscheinlich, was hier von Tschifu resp. London aus sensationell verbreitet wird. Nunmehr wird japanischerseitv offiziös bestätigt, daß der „Sewastopol" tatsächlich von einem iapanischen Torpedo getroffen und ein großes Leck bekommen^haben muß. Die Ruffen' bemühen sich jedoch, dasselbe auszubessern. Der „Sewastopol" liegt 400 Meter außerhalb von Tschkongtasdhan. Kuropatkin meldet dem Baren in einem Telegramm vom 22. Dezember: Zwei in dem Scharmützel am 21. Dezember gefangen genommene Japaner seien nicht genügend warm gekleidet, besonders sei die Fußbekleidung unzulänglich getreten. Einem Japaner, der sich im Hospital befinde,^ sei ein erfrorener Fuß abgenommen worden. — Auch Privatmeld- ungen aus Mukdcn besagen, daß die japanische Armee furchtbar durch die Kalte leide. In einer Woche schieden aus der Front durch Tod oder Krankheit 2000 Mann. Tie Reede von Inkan ist zugefroren. Tie japanischen Nachschübe werden^ inwlgedesserv in Dalnv ausgeschifft Alle marfchicren auf Port. Arthur. Ter Berichterstatter des „Daily Telegraph" bei Okus Arm« bezeichnet die Gerüchte, daß die R u s s e n in der Mandschurei an Proviant Mangel leiden, als unbegründet. Tie Japaner beschränkten ihre Anstrengungen, darauf, festen Fuß zsr fassen zwischen den Flüssen Hun und Liao. , Wie die „Daily Mail" erfahrt, liegt es in der Absicht der Japaner, Rcschdjesttvenskis zerstreute Flotte anzugreifen, ebe sie sich sammeln kann. Tie Division des Lldmirals Fölkersam, bestehend aus z-vei Schlachtschiffen, zwei geschützten Kreuzern unb 7 Torpedobootszerstörern, schwebt in großer Gefahr. Nach Bordeaur brachte ein Dampfer iirtereffante Meldungen über die Baltische Flotte. In Libreville verließen tuet russische Offiziere vom Geschwader des ßldmirals Roschdiestwenskr das Schiff. Sie warm: von der ruffischen Regierung mit einer Spezialmission betraut und von der Hüller Kommission über den Zwischenfall in der Nordsee vernommen worden, u. a. auch der Leutnant Bulleron, welcher Leiter der ruffischen Scheinwerfer au Bord der russischen Schiffe war. Dieser versicherte ganz bestimmt, in der betreffenden Nacht japanische Torpedoboote in der Nordsee gesehen zu haben. Derselbe Offizier überbringt gleichzeitig dem Zaren wichtige Dokumente. , Aus Stad! und ßand- Gießen, 24. Dezember 1904. ** Scheukung. Gebrüder Siesmeper, Hoflieferanten in Frankfurt a. M., überwiesen in dankenswerter Welse dem Botanischen Garten 47 verschiedene, zum Teil sehr wertvolle ausländische Baumarten aus den reichen Bestäuben ihrer Baumschule in Vilbel. Die Bäume sollen zur Erweiterung ber dendrologischen Anpflanzungen dienen, welche der Botanische Garten vor einigen Jahren in wissenschaftlichem Interesse in den neueren Teilen des Kurparkes von Bad Salzhausen begonnen hat. Alle neueren Einführungen von Bäumen, deren Unterbringen im Botanischen Garten wegen Raummangels nicht möglich ist, sollen in der Folge in Salzhausen angepflanzt werden. Da dort genügend Raum zur ungehinderten Entwickelung vorhanden ist unb auch die sonstigen Bedingungen günstig sind, wie der prächtige Baumbestand in dem 1826 angelegten älteren Teile deS 15 Hektar großen Parkes zeigt, so steht zu erwarten, daß sie wachsen und gedeihen werden, zum Nutzen späterer Generationen. ** Preisrätsel in den „Familienblättern.^ Für die Lösung des heute in den „Familienblättern" ver- öffentlichen Preisrätsels haben wir, da erfahrungsgemäß nach den Weihnachtstagen viel Lösungen cinzugehen pflegen, 10 schöne Preise ausgesetzt, nämlich: 1. Ealwers Bibelkon- ko r dauz" oder vollständiges bibliches Wortregister; 2. Karl May, „Der Schatz im Silbersee" (mit 16 Tondruck- bildern); 3. „Agricola," Bauerngeschichten von Ludwig Thoma" (mit vielen Illustrationen); 4. Grillparzer, dramatische Werke; 5. Homers Ilias und Odyssee (Uebersetzt von Joh. Hrch. Voß); 6. „Semrnelweis und andere Novellen" von Baron A. v. Bercer; 7. Geistliches Liederbuch für das musikalische Haus, herausgegeben von Carl Schmidt; 8. „Mars la Tour- V io n ville" von Carl Bleibt reu (illustrirt); 9. Landwirtschaftlicher Kalender 1905 für das Großhe r- zogtum Hessen; 10. „Der deutsche Spielmann, Schalk" mit vielen Illustrationen. ** Gemäldeausstellung am Brand. Zur Vervollständigung der gegenwärtigen Ausstellung sind heute wieder einige Gemälde neu zur Ausstellung gelangt, und wir wollen es nicht unterlassen, auf die reichhaltige Ausstellung auss neue hiuzuweiseu. Sie ist an den Feiertagen von 11 bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen geöffnet. ** Aus dem Bureau des Stad tth e ater Dienstag den 27. Dezember (dem sogen, dritten Feiertag) finden zwei Vorstelluuaen statt; nachmittags 3Vs Uhr eine Wiederholung des Kindcrmärchens „B a r f ü ß ch e n" unb abends 8 Uhr Premiöre des Sck)wankcs „Ter Kilo- meterfteffer" von Kurt Kraatz. Kurtt K'racch, dev Verfasser der ^Logenbrüder" und anderer erfolgreicher Schwanke, hat in dem neuen Sttick eine solche Fülle übermütiger EinfäNe gehäuft, daß das Publikum bei den Aufführungen an den Residenztheatern tu Köln, Wiesbaden w. nicht aus dem Lacken herauskam. Besonders bemerkt sei, daß Gutscheine und Tui)endbrlletS für diese Vorstellung Giltigkeit haben 6. Gelandet. Die Leiche der seit dem 6. November . ys. vermißten jungen Dame von hier wurde gestern nach- mittag vom Dammwärter Kreiling, Heinrich Benner und Heinrich Wenzel etwa 30 Meter oberhalb deS Einflusses de§ Mühlgrabens "in die Lahn aufgefunden und gelandet. •* Zur Familientragödie in Maulbach wird uns heute von gut unterrichteter Seite mitgeteilt, das; die ausführlichen Schilderungen über bcn Hergang der furchtbaren Tat de§ Landwirts Wilh. Reil; gänzlich unrichtig und aus der Stift gegriffen sind. Von Beilhieben ist nach dem Befund nicht die Rede, und ausführliche Mitteilungen über den Beweggrund der Tat hat man noch nicht, da die einzigen Zeugen, die Schwerverletzten selbst, bis zur Stunde noch nicht vernehmungsfähig waren. Prof. Dr. Poppe rt, der Direktor der chirurgischen Klinik, lägt uns heute mitteilen, daß er von unserer gestrigen telephonischen Anfrage keine Kenntnis batte. Der Landwirt Reitz, der Täter, sei heute früh gestorben. Er batte Schußvcrlehungen der Mundhöhle und des Schädels. Damit hat die gerichtliche Untersuchung der Mordaffäre ihr Ende erreicht. Wie Prof. Dr. Poppert unS weiter mitteilt, haben die drei anderen Personen, der Sohn und die 12 - jährigen Zwillingsschwestern, schwere Verletzungen des Schädels und Gehirns. Sie muhten alle drei operiert werden und befinden sich in großer Lebensgefahr. — Die unversteuerte Tabakspflanzung. Vor einiger Zeit trug sich in einem Dorfe des NiddataleS folgendes heiteres Vorkommnis zu: Kam da eines TageS der als sehr eifriger Beamter bekannte Steuerausseher H. in daS Wirtshaus des Dorfes. Der Wirt, ein Spaßvogel, beschloß, ihm einen Bären auszubindcn. Er frug einen der anwesenden Bauern, dem er vorher einen Wink gegeben hatte und der in der Nähe des Beamten saß: „No Hannjörg, was mache dann Dei Tuwaksplanze am Haag?" „Eich hät näit ge- glabt, daß dei TuwakSplanze häi sou gout fortginge, nf den letzte Räije hawwe se sich schien gemacht" antwortete Han- jörg. H. spitzte die Ohren. Donnerwetter, ein ganzer Äcker mit Tabakspflanzen und nicht versteuert! DaS gab was; Er packte auf, mußte aber seine Besichtigung bis gitm anderen Morgen verschieben, da es schon dunkel war. Am anderen Morgen in aller Frühe war er schon am Haag und suchte den Äcker mit den Tabakspflanzen. Da traf er einen Bauern. Diesen fragte er nach dem Acker des Hansjörg, der mit Tabak einqepflanzt sein sollte. Der Bauer, der von der Sache unterrichtet war, zeigte ihm einen Acker, der mit Zuckerrüben angepflanzt war. Was, schrie H. das soll Tabak sein, Zuckerrüben sind das. „Eich sein in de Butanik näit su bewannert, amer eich mane, däi Plauze härre fit woas sremlännisches an säich!" sprachs und ging von dannen. Wütend entfernte sich nun auch der Beamte, batte er doch wegen den vcrflirten „Tuwaksplanzen" einen Weg von vier Stunden gemacht. x Heuchelheim, 23. Dez. Auch in dem nunmehr abgelaufenen Jahre entwickelte sich hier eine sehr rege Bautätigkeit. Die neu angelegten Straßen wurden durch stattliche Neubauten weiter ausgebaut. So steht auch das neue Pfarrhaus in seinem Rohbau vollendet da. Uebcr- haupt ist man eifrig bestrebt, in jeder Weise mit der Zeit voran Uu schreiten. Tas von Hrn. Kreiling cingefübrte elektrische Licht findet fortgesetzt durch vermehrte Hausanschlüffe wettere Verbreitung. y. Mittelgründau, 23. Dez. Gestern begab sich der Untersuchungsrichter aus Gießen mit einer Anzphl Forstbeamter und dem kürzlich verhafteten Wilderer Weber aus Gelnhausen an verschiedene Stellen des Waldes zur Besichtigung. Weber mußte die bei ihm vorgefundenen falschen Bärte anlegen und die Stellungen einnehmen, in der ihn die Forstleute gesehen haben wollen. . g. Ortenberg, 24. Dez. Bei der Kreistagswahl hier wurde Kaufmann Lenz, K'reisausschubmitglied, neugewählt. le. Viernheim, 22. Dez. Der Großherzog übernahm die Path en stelle bei dem siebenten Sohne des Maurers Nikolaus Müller II. Sieben Knaben sind dem Ehepaare in ununterbrochener Reihenfolge geboren worden. w. Mainz, 23. Dez. lieber die Frage, ob ein Prediger an einer freireligiösen Gemeinde als Geistlicher anzusehen ist, hatte heute der Kreis a u s s ch u ß zu entscheiden. Gegen die Wahl des freireligiösen Predigers Zueca von Eueeagna als Stadtverordneter war Protest eingelegt worden, weil der Gewählte als Geistlicher nicht gewählt werden dürfe. Eueeagna, der auf Grund seiner Eigenschaft als Geistlicher die Ausnahme in den Schulvorstand verlangte, war vor einiger Zeit vom Landtag aboetehnt worden. In der heutigen Verhandlung stellte der Vertreter der Beschwerdeführer gegen die Wahl fest, daß die Ablehnung des Freiherrn nicht erfolgt ist, weil er kein Geistlicher, sondeim nur aus dem Grunde, weil er kein angestellter Geistlicher sei. Der gegnerische Anwalt suchte nachzuweisen, daß der Prediger einer Treireligiöicn Gemeinde kein Geistlicher, rudern ein Beamter fei. Der Kreisausschuß entschied sich dahin, daß die Einwendungen gegen die Wahl gerechtfertigt, die auf den Prediger abgegebenen Stimmen ungiltig und der Stadt die Kosten des Verfahrens auf^uerlegen sind. Damit hat der Kreisausschuß sich in dem Sinne entschieden, daß der Prediger einer freireligiösen Gemeinde als Geistlicher anzusehen ist. Kleine Mit*"' - ? Hessen und den Nachbarstaten. Dem Bankier Ludwig Rothschild in Büdingen wurde von Sr. Hoh. dem Landgrafen Alexis von Heffen-Philippstal-Barchfeld der Titel „Hofrat" verliehen. vermochte». * Ein Eisenbahnung i uck in v- a r i s. Der Schnellzug, der am Freitag um 11 Uhr abends von Lille eintrefpn sollte ist in Paris vor der Emfah-t in den Bmdbahu''of auf den von Calais kommenden Schnellzug aufgcfahrm Trei Wagen des letzteren sind zertrümmert. 6 V ers ou en'sind getötet, darunter ein französische: Mcrrineoffizier. Die Namm b^r fünf anderen Toten sind noch nicht bekannt geworden. Zehn Personen sind verletzt, davon zwei schwer. * Unmenschliche Mißhandlungen eines amerikanischen Studenten. Auf den amerikanischen Universitäten fat sich, trotzdem die Behörden schau wiederholt mit schweren Strafen dagegen cingcfdratten sind, noch immer ein eigenartiger Brauch, daS „Hazing", erhalten, der an neu rin» tretenden Studenten ausgeübt wird und b^'-fig zu den größten Roheiten führt. So hatte unlängst ein 17 jähriger Student von der .Kunstschule in San Francisco, Albert» de Rom, schwer unter diesen Roheiten zu leiden. Man schlevvte den jungen Musen- sabn zunächst in ein Atelier, wo man harmlose Sväße mit ihm trieb. Dann wurde er bis aus die Unterkleider entkleidet und mit Stöcken und Riemen ht so grausamer Weise geprügelt, daß sein Körper über und über mit blutunterlaufenen Flecken bedeckt war. 2lls der junge Mann sich weigerte, einen Eid abzulegen, daß er Über die Vorgänge Stillschweigen bewahren würde, zwang man den Unglücklichen in einen elektrischen Stuhl, band seine .tSfiirbe hinter der Stuhllehne zusammen und seine Beine an bie Hinteren Stuhlbeine, so daß er sich nicht rühren konnte. Nun- mehr wurde der elektrische Strom angedreht. Mbert de Rom litt so furchtbare Schmerzen, daß er laut aufschrie. Die Unholde ließen von den Martern ab, um nach einer Weile noch einmal den elektrischen Strom, und zwar 15 Minuten lang, durch den Körper ihres Opfers zu leiten. Der Gemißhandelte wurde infolgedessen ohnmächtig, und als mau ihn endlich aus seiner gualvollen Lage befreite, war er gelähmt und konnte sich nur langsam, auf dem Erdboden kriechend, fortbewegen. • Berlin Zwei Millionen st ad t. Wie man von statistischer Seite mitteilt, nimmt man an maßgebender Stelle an, daß Berlin die zweite Million erreicht bat. Der 1. Dezember batte 1 998 857 Einwohner nach den neuesten Feststellungen, im vorigen Jahre brachte die erste Hälfte des Dezembers eine Zunahme von ca. 900 Seelen. Da in diesem Jahre die Vermehrung und der Zuzug etwas lebhafter sind, so kann man annehmen, daß etwa der 17. Dezember die zweite Million gebracht hat. Zu einer dritten Million kann es Berlin nicht bringen, vorausgesetzt, daß es nicht eingemeindet. Cbne Eingemeindung haben allerdings immer noch 30 000 Menschen in Berlin Platz, da im Norden noch viel freies Baugelände liegt, das noch nicht aufgeschloffen ist. * Ter Zweikampf zwischen Männern aus dcmVolke, wie er in Mascaguis ,,Bauerncchre" so drastisch dargestoM ist, wird vielfach als ein Rest früherer Sitten aufgefaßt, der sich in Italien nur in Sizilien und in den entlegensten Bergnestern gehalten habe. Das ist aber nicht der J-all. Er findet sich sogar noch in den ,Hauptorten des Landes. Ein Beispiel dafür lieferte, wie wir in der „Köln. Ztg." lesen, ein Vorfall in der römischen Vorstadt vor der Porta Salaria, wo, wie in allen Vorstädten vor den Toren, das geringe Volk wohnt. Es ist heller lichter Tag, nachmittags 2 Uhr. Vor einem elenden, aus Brettern zu- samm'engenagelten Theater steht ein Hausen 18- bis 20jähr. Burschen und treibt Llllotria. Ein Bursche gibt einem an beim, der den Spitznamen Menelik fraßt, einen Stoß, daß er auf die Eide torkelt. Ein dritter nimmt für Menelik Partei: „Du kannst auch mir mit dem da aubandeln. Warum gibst Du mir keinen Stoß?" — „Tn bist verrückt, so'n pezzo grosjo (großes Tier'i, ba5 Du bist!" — „Da komm' mal hier mit in die Gasse, da will ich Dir's mal zeigen!" Das ist die .Herausforderung. Kaum ausgesprochen, ist sie auch schon angenommen. Tie beiden Gegner werfen sich wütende Blicke zu^ überzeugen sich^ daß sie die Messer in den Taschen haben, und gehen in das benachbarte Gäßchen. Die beiderseitigen Frennde folgen, begierig auf das bevorstehende Schauspiel, und bilden um die Gegner einen Kreis. Diese ziehen die Dolche und messen sich. Ter erste Gang verläuft unblutig; die Gegner haben mit großer Gewandtheit die gegenseitigen Waffen pariert. Ter 'zweite 63ang trägt dem Herausforderer einen Stich am linken Arm ein. Dieser, dadurch aufs äußerste gereizt, stürzt jid) nun wie ein Tiger auf den andern und bohrt ihm daS Messer tief in die Brust. Der Gefordetre bricht bewußtlos zusammen. Der Förderer und die Zuschauer lausen davon und lassen den Bewußtlosen liegen. Zwei Schutzleute finden ihn so und schaffen ihn ins Hospital, wo er strebt. Run folgt natürlich das gerichtliche Nachspiel, denn das Strafgesetz erkennt diese Art von Zweikampf nicht an. * Fast wie ein Märchen hört sich eine romantische Geschichte an, die sich der „Verl. Lok.-Anz." aus Petersburg berichten läßt: Dem russischen Obersten a. D. Kowa- lew wurde vor ungefähr sieben Jahren sein vierjähriges Töchterchen Helene geraubt. Die Familie Kowalew wohnte damals im Gouvernement Kamenetz-Podolsk aus ihrem Gute. Das Kind wäre kurz zuvor beinahe das Opfer eines Unfalles geworden. Der Diener de8 Obersten war mit feiner Frau in Streit geraten und warf einen Dolch nach ihr. Die Fran wich geschickt aus, doch traf die Mordwaffe die kleine Helene und schnitt dem Kinde einen Teil der Ohrmuschel ab. Bald daraus durchzog eine Zigeunerbande den Ort und raubte daS Kind. Alle Nachforschungen und Bemühungen der Eltern waren erfolglos, das Kind blieb verschollen. Im Sommer 1897 bemerkte der Obsthändler Breitmann in Odessa vor einem Hause ein weinendes Kind, das sich augenscheinlich verirrt batte. Nach genauem Befragen erfuhr er, daß die Kleine auf Bettel ausgeschickt war, sich dabei verirrt hatte und nun die Wohnung der „Tante" nicht finden könne. Sie vermochte keine Abreffe anzugeben. Das arme Kind dauerte Breitmann, er brachte es seiner Frau, die an dem netten, kleinen Mädchen Gefallen fand. Da das Ehepaar Breitmann kinderlos war, nahm es das Kind zu sich. Die Kleine wurde wie ein eigenes Kind erzogen und geliebt, nannte die „Breitmanns „Vater" und "Mutter". Vergangene Woche fand Oberst Kowalew auf einer Straße in Odessa ein Bündel mit Sachen, die er der Polizei übergab. Kurz danach erschien Breitmann im Polizeibureau, um nach einem verloren gegangenen Paket zn fragen. Hiernach gab man ihm die Adresse Kowalews, der es gefunden. Breitmann ging nicht selbst hin, sondern schickte seine Adoptivtochter. Fran Oberst Kowalew gefiel das freu.ndliche Mädchen, sie erkundigte sich nach ihren Verwandten, wobei das Mädchen erzählte, daß sie Marie heiße, ihre Eltern nicht kenne, sondern von Pfleqeeltern erzogen werde. Ihrer eigentlichen Eltern könne sie sich nur dunkel erinnern, sie wohnen sehr sehr weit. Man hätte sie entführt, wobei eine böse Fran ihr den Namen „Marie" beigelegt hätte. Frau Kowalew war sehr aufgeregt durch die Erzählung des Mädchens, stürzte auf sie zu, hob das Haar vom linken Ohr ob, und einen Schrei ausstoßend, sank sie ohnmächtig zusammen. Sie hatte ihr Kind erkannt. Die Freude war unbeschreiblich. Außerdem trug das Mädchen noch ein kleines Heiligenbild am Halse, worin das Datum der Geburt eingraviert war. Dem Breitmannschen Ehepaar cbenftc Oberst Kowalew sofort 5000 Rubel aus Dankbarkeit für die vorzügliche Pflege seiner Helene, ebenso gab er ihm eine freie Wohnung in seinem Hause. ' Eine ernste Theaterpanik entstand dieser Tage im Norfolk-Auditorium zu Norfolk, Nebraska, während einer Vormittagsvorstellung dadurch, daß ein elektrischer Draht einen kleinen Brand verursachte. Dutzende von Personen mnrbcn bei dem Gedränge übel zugerichtet; glücklicherweise (“am aber niemand ums Leben. Irgend jemand hatte den Feuermelder angedreht, und von der Gatlerie brüllte ein Manu: „Feuer!", wodurch die allgemeine Bestürzung noch erhöht wurde. Der Brand wurde ohne alle Schwierigkeit in wenigen Minuten gelöscht, und schließlich gelang es der Feuerwehr, das Publikum zu veruyigen, oas noct) immer nach den Ausgängen drängte, als längst jede Gefahr vorüber war. ES heißt, die Türen seien geschlossen gewesen, aber die Theaterbetriebsleitung stellt dies entschieden in Abrede und behauptet, sie hätten leicht geöffnet werden können, wenn sich ba§ Publikum nicht in einer so sinnlosen Be- siürzung befunben hätte. * Kleine Tag es chron ik. In Tempelburg ist her Pastor Guida, ber früher in Stettin wirkte, wegen Verdaclüs eines Ssttkichkeitsverbreckens verbnit ?t worden. — In R i o b c J a - niro kamen infolge Hitzs chlages zwei Todesfälle Vor. ttm 22. d. M. betrug hie 3ß Gr a d im ©matten. Kunst und Wissenschaft — Drahtlose T c 1 e g r a p li i e. Als Marconi vor wenigen Jahren in der drahtlosen Telegraphie praktische Erfolge erzielte, hatten sich schon verschiedene andere Forscher mit dem gleichen Gegenstand beschäftigt. Unter bm anftauchendcn Sv stemm ragten bekanntlich zwei hervor, Brmm-Siemms und Slabv-Arko, die einerseits von Professor Braun und der Firm« Siemens und .Halske, andererseits von der Allgemeinen Elekfnzitäts-Ge- sellschast ausgebeutet und den Anforderungen des prEscheu Verkehrs entsprechend ausgestaltet wurden. Diese beiden Svsteme sind seither in ein Svstem „Telesimken" verschmolzen, dessen Einführung voii einer zu diesem Zweck gebildeten Gesellschast übernommen wurde. Letztere arbeitet, , gestützt auf einen Stab von etwa 40 ncicfmUcii Spezial-Ingenieuren, Technikern, Mon- teureu, eine Werkstatt von etwa 100 Mechanikern und die beiden genannten aroßen Elektrizitätsgesellschasten, an der Vervollkommnung des SvstemS weiter. .Hunderte von Stationen sind bereits ausgeführt, die den weitgehendsten Anforderungen entsprechen. Wenn hentzntage von drahtloser Telegraphie die Rede ist, so denkt jeder wohl bauvtsächlich an Kriegszwecke, da er von Mitteilungen aus eiugeichlossenen Festungen oder bei der Kriegsmarine schon öfters gelesen hat. Daß die drahtlose Telegraphie schon in ausgedehntem Maßstabe dem Verkehr und 5oandel zur Verfügung stebt, ist im allgemeinm wohl weniger bekannt. Und doch bietet dieselbe, namentlich beim Säüffahrtsverkehr, ebenfalls Vorteile, wie sie von keiner Änderen Einrichtung geboten werden können. Schon heute bestehen an unseren Nord- und Ostseeküsten eine ganze Reihe von Stationen, die Eigentum der kaiserlichen Marine und in ununterbrochenem Betriebe sind, aber auch jedes ilmen in einem Bereich von 150 Kilometer zugehende Privattelegramm zu einem niedrigen Gebührentarif weiterbefördern. Es kann also nicht nur ein durch Sturm Nebel, Kollision oder sonstige .Havarie in Not geratenes Schiff, wenn es mit einer solchen Einrichtung verseh n ist, den nächstbefindlichrn Stationm Mitteilung zugehen lassen, sondern es kann auch jeder Passagier seinen Angehörigen oder Estschästsfrenndm dringende Mitteilungen zn- feitbeit. Dabei erfordern die Anlagen derartiger Stationen durchaus nicht ctnxi unerschwingliche Kosten, sondern diese, sowie auch die Betriebskosten sind eigentlich sehr mäßige zu nennen. (A. d. Techn. Korresvonden'i von Rich. Lüders, Görlitz.) — Volkstümliche Kunst-Wanderausstellungen veranstaltet der Rbein-Mainische Verband für Volksvorlesungen und verivandte Bestrebungen in den Landstädten und größeren Tvrfern seines Gebietes. Die Ausstellungen haben den Zweck, den ländlichen Bevölkernngskreisen die Betrachtung guter Kunstwerke zu vermitteln, dnrcb Belehrung das Kunstverständnis zn erschließen, den Besuch 'größerer Kunstsammlungen vorzubereiten, die Freude am Schönen zu fördern und praktische Hinweise zur wohnlicheren Gestaltung des Familienheims zu geben. Ausstellungsgegenstände sind hauptsächlich die guten Reproduktionen unserer großen Meister «ruf dem Gebiete der Malerei, ^tizelne. Originale, plastische und keramische Z^unsterzeugnisse. Tie erste Ausstellung findet im Stadthause zu Neu-Isenburg ftott, und dauert vom 25. Dezember bis zum 1. Januar. Wenn diei Ausstellung auch zunächst für die Einwohner des Ausstellungsortes bestimmt ist. so hasst man doch auch ans guten Besuch boni. auswärts, hauvtsächlich hus Kreisen der Kunst- und Kunst- erziehungsinteressenten. Ein erklärender Vortrag durch .Bildhauer Dr. Greiner von der Tarmstädter Künstlerkolonie findet am Montag statt. - KericStssaak. Neuwied, 24. Dez. Die Strafkammer verurteilte den Otto Walter ans Naugard in Pommern, welcher Ende Oktober d. I. gemeinsam mit dem Ranbmörder Hudde töt Sinnen b*t SlrttRi keinerlei „Prinzessin Irene" mit 900 Passagieren an Bord kam beute Nachmiitag mit Kohlenmangel in Halifax an. Offiziere der Abfahrt von Gibraltar am Die Beeidigung findet Montag den 26. Dezember, vormittags 12 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. London von gestern: Lebensmittrln R.-B. Darmstadt, 24. Dez. (Eigener Drahtbericht.) Von unterrichteter Seite hören wir heute, daß bei der Ver- nählung des Großherzogs am 2. Februar mit dem Kaiser auch die Kaiserin hier eintreffen wird. Die Vorbereitungen zur Aufnahme der zahlreichen hohen Gäste sind bereits in vollstem Gange. Der Groß Herzog bat vor seiner Abreise nach Lich persönlich seine Anweisungen gegeben. Bekanntmachung. Die unterm 8. September 1904 angeordnete Sperre der Bruchstraße zwischen Bleich- und Stephanstraße wird hiermit aufgeboben. Gießen, den 21. Dezember 1904. Großherzogli'i'e - >' 'tanic Gießen. Herberg. London, 24. Dez. „Daily Telegraph" meldet aus hätten, deren sie sich erinnern. 15 Passagiere wurden in ^öul vom 22. ds. Mts.: In Nord-Korea fanden I Halifax gelandet. Die Uebrigen gehen nach Newyork weiter. werden durchschnittlich drei von den Japanern abgefanaen. Die russisch-chinesische Bank giebt das Geld für die Ausrüstung der Dschunken. Die Chinesen beschlagnahmten am 23. Dezember in der Nähe von Peking bei einer Eisenbahnstation drei Millionen Gewehrpatronen, die an eine russische Firma in Tientsin adressiert waren und offenbar nach Port Arthur weitergeben sollten. Die Munition war in Wotl- packeten versteckt und durch Kameele von Kalgan gebracht worden. Großen-Linden, den 24. Dezember 1904. Die Beerdigung findet Sonntag den 25. d. Mts., nachmittags 1 ?3 Uhr, statt. ^035 -'vconi fische 'fritier scharfe Gefechte statt, in denen die Japaner lieg- reich waren. Der in Nord-Korea kommandierende russische Oberst wurde wegen seiner Tapferkeit zum General befördert. Er hat sein Hauptquartier am oberen Jalu. Das Quartier des japanischen Generals wird telephonisch mit dein Palaste des Kaisers von Korea verbunden. Madrid, 23. Dez. Der Schiedsvertrag zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ist heute unterzeichnet worden. Rom, 24. Dez. Leoncavallo wird bei seiner Ankunft in Brissago, seiner Heimatstadt, mit begeisterten Ovationen empfangen werden. Er wurde zum Ehren bürg er ernannt und von den Behörden in feierlichem Zuge nach seinem Hause geleitet. Wien, 24. Dez. Hermann Baar ist von Ludwig Fulda wegen Ehren-Beleidigung verklagt worden, weil er in seiner Kritik über Baiermann Fulda als gierigen M 'S imtt vnurteskr tm, welcher Ende .. , hudde aus 'herdorf ein* und Stellung 'xTL Vatter und ber Pfarrer M' Mukden, 23. Dez. (Reuter.) Heute gelang eS beit Nüssen, ihre Belagerungsgeschütze auf der Fahr- st raße 41/a Kilometer nach Süden vorzu schieben, obgleich die Japaner ein ziemlich heftiges Artilleriefeuer unterhielten. Der Feind verschoß etwa, hundert Granaten. Der angerichtete Schaden ist geringfügig. 13 Mann wurden verwundet. Da es in Mukden schwierig ist, Vorräte zu erhalten, haben die chinesischen Beamten viele Chinesen nach Norden abgeschoben. ZI ist .5» Air ^Äi£S' Unübertroffen bei: Darmkafarrh Vorrätig in Apotheken. Drogerien, Colonialw, c>j;iMer^ dezog' .Zrirhaft, die dem c;1 dks coai* ... krlediqt doiroerts mit Zirma billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei. Keluumtmachung. Die unterm 24. November 1904 angeordnete Sperre der Stephanstraße zwischen Bismark- und Gartenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1904. Großherzogin - - innit Gießen. Herber a. _______ Verlobte verlangt von der Darmstädter ITlöbeliabrtk (Srohh. Hess. Hoflieferanten), Darmstadt, Offerte und Preisliste Bedeutendstes Einrichtungshaus Mittel, deutschlands. Sehenswürdigkeit 1 Ranges. Ea. 200 Zimmereinrichtungen elnschl. Küche stets wohnungsfertig aufgestellt und lieferfertig. Spezialität: compl Einrichtungen v.m 1000 50000 Preise fest u offen ausgezeichnet. Franco-Uieferung, lOjähr Garantie. Sonntags geöffnet von 11—1 Uhr. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Stadtkasse am 26. eines jeden Monats, und falls dieser Tag auf Sonntag fällt, am 27., ebenso am letzte» Wochentag eines jeden Mo- nats ans dienstlichen Gründen geschlossen bleibt. Gießen, den 19. Dezember 1904. Bu/ti Großherzoglicbc m-mciilerci Gießen. Mecu in. '.?5T Md«-«. iion _ ■ ■ ’Cxnt in Qn§, to, vnd doch bittj ■‘VA 5, eine ’ «b itta ürot . ^riDatelegramm Es kam ' ■" ober ioniHgt - kiner solclm —■ datümen Mit- ..'.'rMhgier innen ■ -jftfihmgcn zu- Actionen durch- "" diese, sowie mich u neunen. (I b. '-Umstellungen Volk-Vorlesungen und größeren 7. haben ben Zweck, :ipamg guter Kunst- '• -Tdtrmlünbnia zu ■jrger. vorrubereiten, ::hi:d>e Vinweise zur ja geben. Ai'sstell- n Reywdukttoneti TtÄtischer MmiWMljmis Gletzen. Garienstraßc 2, Zimmer Nr. 14. lGeschäftsstundeit von 8—1 und von 3—6 Uhr.) (SS sind zu vermieten: 35 Wohnungen von 1—8 Zimmern, 1 möbl. Zimmer. Zn mieten gesucht: 44 Wohnuitgen uon 1—7 Zimmern. D.e Vermieter taben eine Einschreibgebühr zrt entrichten und ,mnr für eine Wohmmg mit einein jährlichen Mietwert bis 300 Alk. cum-Mn üiicb 0,20 Ai., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. em* ichließlill, 0,50 Pis., .mb von mehr als 500 Aik. 1 00 Mk.; außer- öcm i’i für jede "b'.ol inmgsanineldtlng 1,00 Mk. zu hinterlegen. Aün: die Wohnnngsjnchenden erfolgt die Vermittelung um entgeltlich. “ ' mar-hen wir hierdurch die schmerzliche Mitteilung von dem Ableben unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin Tante und Nichte Ida Marz, geb. Winckler. Ella Winckler. Statt jeder Wideren AiPW. Gestern morgen entschlief saust unser innigst geliebtes öhnchen Franz Christoph rt zarten Alter von 6 Monaten. Wsieker Zander und Frau. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldnnoen des Gießener Anzeigers. 2e,ember. Fkn't-rn a wob! - ■ U 'M: W W l I^^^WDWWWWWWWWWWWB^ 3^-v. ’W- ■ .J&r. ‘t; j;'' ' ÄM' U Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteuftraße 1 (^ürgermeinerdgebdubt) Zimmer Ohr. 14. Der Arbeitsnachweis bat di» Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeaNcher Art, Dienstboten und kebrlingeu) unentgeltlich Slrbeit zu vermitteln. M» bat Vertragen von 8 btt 1 Uhr und von S bll 6 Uhr geöffnet SS kSuncu eingestellt werden: B*/1’ 1 lanbro. Knecht, 1 Schlosser, 1 Spengler, Schreiner, 2 Bäcker, (au8ro.), 1 Hausschneider, 1 Glaser, 1 Steindrucker, 1 Schweizer- deaen, 1 jüngerer HauSbursche, 18 Dienstmädchen, 1 üauftvau, 1 Kindermädchen, 1 Bnrcangelnlfe. Lchrliuger 2 Bäcker. SS suchen Arbeit: 2 Schlosser, 1 Lackierer, 3 Schremer, 1 Schneiderin, Fabrikarbeiter, Packer, Ausläufer, Fuhrknechte, 2 Kellner, 1 Diener oder Portier, 1 Kutscher, 1 Kindermädchen, 3 Lauffrauen. 1 Laufmädchen, 2 Bureaugehllien. Bezirkssparkasse Gießen. EL wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, saß im Laufe des Monats Dezember jeden Dienstag, Mltt- woch, Donnerstag und Samstag von vormittags 8 bis 12 und von nachmittags 2 bis 4 Uhr bei unserer Kasse Geschäftstage abgehallen werden. B8/12 Gießen, am 1. Dezember 1904. Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Prämiierung von Dienstboten. Diejenigen Dienstboten, welche sich zur Bewllligung einer Prämie gemeldet Haven, können vom 27. l. Mts. ab, soweit fxc berücksichtigt werden konnten, die bewilligten Beträge bei unserer Kasse in Empfang nehmen. Zugleich werden die vorgelegten Papiere zurückgegeben. B“/" Gießen, am 23. Dezeinber 1904. Der Direktor der Bezirksspartasic Gießen. Wiener. Gaskoks Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: StAck-KokS .............. 1,1U Mk. 9t»ß-1tots, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen ttonigioueii für Siuvenheizung, sowohl für iveue als für enge Cien- schachte geeignet, zerkleinert: Große Nr. 1, etwas groger als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, g ang- bar st e S o r t e .........1,25 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, namentlich für engere Ofenschächte geeignet.....1,25 Mk. 31 SBagenlabungen von mindestens 36 Zentnern: Stuckkoks.......1,05 Mk. Nußtoks 9hr. 1.....1,20 , Nutzkoks Nr. 2.....1,20 , Lei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: StückkokS.......1,— Mk. Nutzkols Nr. 1 . . ... 1,15 , Nußkoks Nr. 2.....1,15 , Für Koksabnehmer, welche zwei uud mehr DoppelwaggouS beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Psg. für den Rentner. Für Anfuhr au das HauS werden 5 Pfennig für deu Aeituer berechnet. bB. Ausnahmsweise können kleinere Koksmengen ohne be« fondere.Bergütung auch an die betr. Lagerplätze ^Keller, Stall usw.) verbracht werden, josern die Zufuhr durch das Gaswerk erfolgt. Hm Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 Zentner hell statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der gltimrtaf Ser Gaskoks von 1 bis 5 Zentner ßugerichtet, nämlich bet: Andreas Guter, Steinstraße 11, Zoh. Fischer, Alicestraße 19, I. Happel, Neustadt 56, Gcbr. Kahl, Frankiurierstraße 151, r Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Loy, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, H. Schaumberger, 'Marburgerstraße 22, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. Daniel Wirth s Nachf. (Th. Geilfns), Westanlage 51. Diese Firmen berechnen obenslehende Preise unserer Gaskoks /samt Anfuhr rote das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch itt Mengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag bei Oktroirückvergütung von 4 Pfg. uir den Zentner. Gießen, den 11. Oktober 1904. Bn/W Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Scherers Cognac in allen Preislagen empfiehlt D6/e Ad. Geisse, Giessen. X Tief bohr ungren X Weiser, Kohlensäure, Kohle, Erze, Oel and andere Mineralien. Lieferung von Tiefbohr Werkzeugen jeden Systems für Hand- and Dampfbohrangen. DN/11 Ferner: BergwerkMinaNfhinen Jeder Art. WlliL Böhme, Maschinenfabrik, Dortmund. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, dass ich von lenkell Trocken in 7X und */2 Flaschen stets einen grösseren Vorrat auf Lager habe, und halte ich mich bei Bedarf bestens empfohlen. 8987 Hochachtungsvoll CZazrl Petri Marktplatz 18. Hostversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, deu 2. Jan. 1905, vormittags 9'/, Uhr beginnend, werden im Distrikt Kernewald versteigert: 3891 Fichten-Derb- u.Reisstangcn mit 68,28 Festin. (darunter zu Weißbinder- und Spa- lierstanaen geeignet) B84/1’ 3 Rmtr. Buchen-Lcheikholz 9 „ Gichen-Scheitholz 3 , Birken-Rundscheith. 23 , Nadel-Scheitholz 61 , Buchen-Knüppeiholz 23 „ Gichen- 2 ,, Aspen- 6 „ Birken- - 17 , Buchen-Stockhotz 6 , Eichen-Siockholz 32,5 , Nadel-Siockholz 461U Wellen Buchen-Nestig ) 390 , Eicheii-Neisig > 790 , 9ladel-Neisig J 2680 , Weichholz (größtenteils Durchsorslung). Tie Zujammenkunst ist aus der HauptjchneiseamOppenröderWeg. Gießen, den 23. Dezeinber 1904. Großb. Bürgermeisleret Gießen. Z. B.: Gurschmann. Alleinige Niederlage von 8934 Edler &, Krieche, Hannover bei Ernst Balser Mäusburg U. Me Milch fä“ p Hammslraße 5. PATENT- BILLARD- MIBTISCH mit •> BSIlen nebst Queues Mark 42- Carl Stückrath Möbel-Fabrl k 47 Asterweg 47 C ’•/“ Wichse oder Creme? Man verwende: hv18/1 ©entner’ö Wichse Schuhzeug aus Rind-u.Kalbleder, des schöneren Glanzes und der Billigkeit wegen. Dagegen Ledercreme 3ügrin für feines Schuhzeug aus Chevrcaux- u. Box-Calf-Leder. 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