1r. 302 Zweites Blatt Freitag 23. Dezember 1904 Gießener Anzeiger Redaktion, Expedition «.Druckerei: Gchulftr.I. Lei. 91t, 6L Lelegr^Adr. i SUi^etgei Eie dm. 154. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brüh liehe, UnwerfttütSdruckerei. ÖL Sange. Gietzm. ErscheNü 8-Nch mtt Ausnahme der Sonntags. Die ^Gletzener Somilltnblätter* werden dem bAnzetger viermal wöchentlich beigelegt. Der «helftjch» CaÄÖWkt** erjcheuu monaUtch einmal General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. b——w™—■—w------ - Aus der Arühzeit der ^udoviciana. Gießen, 23. Tez. Im oberhessischen Geschichtsverein hielt gestern abend Gehetmrat Prof. Dr. Sieb eck einen hochinteressanten Vor- trag auf Grund seiner Lektüre in den Meu unserer Universität über das oben erwähnte Thema. Diese Fr uh zerr der Ludoviciana erstreckt sich vom Gründungs^ahr 10 0 7 -bis zum Jahre 16 24, der Wiedervereinigung mit der Universität Marburg. In diesen Jahren unterscheidet man ■eine doppelte Periode: eine Zeit der Blüte (1607—1617) -and dann ein? Zeit raschen Versailles. Schon in Ler frühesten Zeit hat die Universität einen sehr guten Auf und großes Ansehen genossen; es wirkten damals .angesehene Lehrkräfte hier, darunter der Theologe Mentzer, ferner Christoph Helwig, der Mathematiker Jung, der Mediziner Horstu. a. Auch für das Studium Ider neueren Sprache war schon gesorgt; der Franzose Phr- livve Garniers' «aus Orleans, der 1614 rmch sechzig •ding, lehrte hier seine Muttersprache, der Partzer Olive llehrte aufi^rdenr auch die italienische Sprache. Tre Zahl Der Studenten beirug in d-n Griln^nrrgZähren bereits die lbettächttiche Zahl von 200 bis 500 ; bestimmte Airgoben klaffcn llch nicht machen, da die Zahlen sehr schwanken, 1110111( ^0(1) auch während jeden Semesters wechselten. Der Charakter der fpezinsch lutherischen Universität tr-chte es mit sich, daß die größte Zahl der Studenten aus Noro- Leutslvland, Dänemark iinb anderen nordischen Laudern [iuj rekrutierte. Cs exijneptcn uua) ichoü oerjchieoene Bekanntmachung. Betr.: Der Sterbekaste des Verbandes kath. kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands in Essen a. Ruhr. Der Sterbekasie des Verbandes kath. kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands mit dem Sitz in Esien a. Ruhr ist die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb im Deutschen Reich erteilt worden. Gießen, den 21. Dezember 1904. Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: Hechler. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß nächsten Sonntag, den 25. I. Mts., vormittags zwischen 11 und 12 Uhr im Weihnachtsverkehr eintreffende Auslandssendungen in unseren Geschäftsräumen zollamtlich abgefertigt werden können. Gießen, den 28. Dezember 1904. Großherzogliches Hauptsteueramt. Weißenbruch. Kaiser und Keneral. Jin Reichstag kam in den letzten Tagen seiner vorweihnachtlichen (Ätzungszeit die Pensionierung des letzthin bei uns in Hessen aus Anlaß der Veröffentlichung seiner Kriegsbriefe durch seine Tochter, die Sozialdemokratin Lilly Braun, und s einer nun glücklich aufgeklärten Angaben über die Erstürmung von Sens sehr viel genannten Generals v. Kretschman zur Sprache, wobei der Kriegsminister von Einem folgende Bemerkung machte: „Wenn ein hoher General gegen Neuerungen oder gegen Bestimmungen des allerhöchsten Kriegsherrn vorgeht, sie tadelt und laut ktttisiett, kann er sich da wundern, wenn der allerhöchste Kriegsherr sagt: Wenn der Mann mit mir nicht einverstanden ist, dann kann ich ihn nicht brauchen!^ Dazu wird jetzt in einem angesehenen Zentrumsolatte, dem „Wests. Merkur, nachstehendes ausgeführt: „Hier wird also mit ziemlich dürren Motten und ohne viel Verklausulierung der Grundsatz proklamiett: ein General hat zu allem, was von oben angeordntt oder getan wird, einfach zu schweigen, sonst wird er davon gejagt. Auch wenn er überzeugt ist, daß schwere Fehler gemacht worden sind, die unserer Wehrkraft schaden, hat er in Gehorsam den Mund zu halten. Jeder General hat als selbstverständlich anzu.- nehmcn, daß der Kaiser alles besser versteht, sonst darf er sich nicht wundern, daß der Kaiser kein Vettrauen zu ihm hat und den unbequemen Nörgler entläßt. Ist denn das wirllich heute Prinzip? Will man in der Armee nur mehr Höflinge, Schmeichler, Kriecher, Byzantiner und Streber dulden? Dann dürste man sich wahrlich nicht wundern, wenn es mit ihr rapide zurückginge und das unfähige Strebertum in alle hohen Stellen eindränge, um die Armee im Kriegsfall ins Verderben zu fuhren. Wir haben geglaubt, es sei die erste Aufgabe des Kttegsministers, über die Erhaltung unserer Wehrkraft zu wachen. Wie er mit dieser Aufga^ seine Grundsätze . . . vereinbaren Eatan, ist uns unverständlich. Ob wohl der Reichskanzler sich in politicis zu denselben Grundsätzen bekennen würde? Wir glauben, bemerkt zu haben, daß er doch zuweilen Kritik und Widerspruch wagt. Und ob Herr v. Einem auch für seine Person ber Ansicht, daß er immer nur mit dem allerhöchsten Kriegsherrn einverstanden zu sein habe?" Diese Schlußfolgerungen schießen zweifellos wert über das Ziel hinaus. Ein General, der darauf verzichtet, Anordnungen des Kaisers zu „tadeln und laut zu kritisieren",. braucht deshalb noch lauge nicht als „Kriecher und Streber" den Mund zu halten. Es gibt auch noch einige gangbare Mittelwege. Hält ein General eine Neuerung des obersten Kriegsherrn für einen schweren Fehler, der sogar ll^ignet ist, unserer Wehrkraft zu schaden, dann ist es seine Pflicht gegen Kaiser und Reich, seine wohlerwogenen Bedenken in sachlicher taktvoller Form dem obersten Kriegsherrn schriftlich oder mündlich vorzutragen. Daber jede Bloßstellung oder gar Verletzung des Karsers sorgsam zu vermeiden, gebieten nicht nur das -oftt^^sft der Sache, sondern die Rücksichten auf die Autorität des Reichsoberhauyts, das Ansehen der Armee und das persönliche Treuverhältnis, in dem die Offiziere zum Gersten ,Kriegsherrn stehen. Werden solche sachliche, taktvolle Vorstellungen nicht beachtet, dann wird sich der General die Frage vorlegen müssen, ob es seme Pflrcht gebietet sich damit zufrieden zu geben oder seine Entlasszu nehmen um dann dasjenige zu tun, was dre Rücksichten auf daS Vaterland erfordern. General v. Kretschman mag bei seiner „lauten Kritik" in der Sache Recht gehabt haben — wir vermögen das nicht zu beurteilen — in der Form scheint er Fehler gemacht zu haben, deren Folgen er eben tragen mußte. Man mag ja an den Ansichten, Aeußerungen und Taten des Kaisers im einzelnen manches zu kritisieren haben, man mag es auch bellagen, daß er nicht selten in wichtigen Angelegenheiten öffentlich Stellung nimmt, ohne sich zuvor mit den Männern seines Verttauens zu beraten: gleichwohl kann man nicht in Abrede stellen, daß er auch Wider- spruch zuertragenund zu beherzigen versteht. Ten überzeugendsten Beweis dafür ergab erst vor wenigen Monaten sein Verhalten im Streit um Lippe! Das war fteilich eine politische Frage; indessen hat der Kaiser auch schon in militärischen Dingen mit sich reden lassen, zumal wenn ernste Bedenken von mehreren Seiten geltend gemacht wurden. Und das Vertrauen darf man zu den höchsten Offizieren unserer Armee b^ben, daß sie gegenüber „schweren Fehlern, die unserer Wehrkraft schaden" nicht bloß vereinzelt ihre warnende Sttmme erheben würden. Volitische Tagesschau. Die Konfession des Kaisers. Daß der deutsche Kaiser im geheimen katholisch geworden sei. wird, wie die „Deutsche Ztg." des Tr. Friedrich Lange sich aus Rom melden läßt, in dorttgen Nerikalen Kreisen geglaubt. Tie „Köln. Volksztg." glaubt diese Nachricht, wie "folgt, dementteren zu sollen: ,Zn unterrichttten katholischen Kreisen glaubt man so etwas gewiß nicht, aber es ist fteilich Tatsache, daß in auswättigen katholischen Ländern vielfach die Meinung herrscht, Kaiser Wilhelm stehe in Glaubens fach en der katholischen Kirche sehr nahe. Darum .wiederholen wir noch einmal mit aller Bestimmtheit, daß das nichts ist als eine leere Phantasie. Es trifft zu, daß der Kaiser darin keinen Unterschied macht, welche Konfession jemand hat, wenn er ihm nur sonst gefallt, aber dem katholischen Glauben steht Wllhelm II. mindestens ebenso fern als sein Großvater und sein Vater. Würtembergische Finanzen n. a. Stuttgart, 22. Dez. Ter neue Hauptfincmzetat für 1905/1906 schließt bei einem Staatsbedarf von 82 423 219 Mk. bezw. 83 258 598 Mk. für 1905 mit einem Fehlbeträge von 202 627, für 1906 mit einem Ueberschusse von 16 921 Mk. ab. Ter Fehlbetrag steht ohne Deckung und soll aus dem Betttebskapital der Staatshauptkasse vorgeschossen werden. Zur Gehaltsaufbesserung der Geistlichen sind jährlich 450 000 Mk., der Volksschullehrer jährlich 673 000 Mk. eingesetzt. Der Erttag der neu zur Einführung gelangenden Einkommensteuer ist zu 14,8 bezw. 15,2 Millionen Mark angenommen sodaß der Steuersatz bei der Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer von 3,9 Prozent auf 2 Prozent, bei der Kapitalsteuer von 4,8 Prozent ebenfalls auf 2 Prozent ermäßigt werden kann. Für außerordentliche Bedürfnisse der Verkehrsanstalten und zu neuen Staatsbauten sind zwei neue Anleihen im Betrage von zusammen 3 6 Millionen Mark vorgesehen. — Der Begleitvortrag des Finanzministers zu dem Neuen Etat hebt hervor, daß sich die Finanzlage zwar seit der letzten Etatsaufstellung entschieden gebessert habe, daß aber die seit längerer, Zeit in Aussicht genommene Verbesserung der Pensionsverhältnisse der Beamten, Geistlichen und Volkssch-ullehrer abermals habe verschoben werden müssen. So lange die Mittel zur Beftiedigung außerordentlicher Baubedürfnisse des Staates aus Anlehen genommen werden müssen, könne von einer wirklich befriedigenden Lage des Staatshaushaltes nicht gesprochen toerben. Sehr erschwerend für die Erhaltung des Gleichgewichtes sei gewesen, daß auch diesmal wieder der Staatshaushalt durch ungedeckte Matrikularbeiträge für das Reich erheblich belastet ist. Eine endliche Aenderung dieses Verhältnisses erschiene unerläßlich, und es sei daher eine Besserung der Reichsfinanzen durch Erschließung weiterer eigener Reichseinnahmen als ein unabweisliches, bringen» desBedürfniszu bezeichnen. Die Kammer der Abgeordneten hat heute bei der Beratung der Gemeindeordnung den Antrag des Zentrums auf Abschaffung der Haftstrafe gegen Gemeindeunterbeamte für Vergehen im Amte mit 72 gegen 5 Stimmen angenommen. Der Antrag Liesching wurde abgelehnt, nach dem gegen Mitglieder der Gemeindekollegien nur die Strafe des Verweises zulässig sein soll. Kcer und I!otte. Kiel, 22. Dez. Der Marineleutnant v. Witgen- stein von der Ostseestation ist unter geheimnisvollen Umständen verschwunden. Die amtlichen Stellen beob- I n st i tu t e ; ein anatomisches, das nur wenig im Gebrauch war, da die Zahl der Mediziner gering mar, ferner ein botanisches (der botanische Garten bestand schon) und endlich war auch ein chemisches Laboratorium vorhanden. Zlüs dem Jahre 1612 ist ein Gesuch des Studenten Mplius erhalten, der bat, im Laboratorium arbeiten zu dürfen und wirllich vom Landgrafen mit 3 Wagen Kohlen jährlich unterstützt wurde. Tie Professoren hatten öffentliche Vorlesungen zu halten (meift waren es vierstündige); was sie sonst für sich herausschlagen konnten, war ihre Sache. Auch Hebungen gab es schon damals. Was der Universität in ihrer Entwickelung oft hinderlich war, das waren die durch das enge Zusammen- wohnen innerhalb der Feftungswälle, die in der Umgegend liegenden Wälder und Sümpfe und den Mangel jeglicher sanitären Einrichtungen hervorgerufenen Krankheiten, wozu noch kam, daß man sich auch nicht viel darum sorgte und beispielsweise den Dreck ziemlich dick aus den Straßen liegen ließ. So brachen mindestens alle 3 Jahre die Pest und andere Epidemien in der Stadt aus, was natürlich auf die akademischen Zustände wesentlich einwirkie. Im Jahre 1613 mußten das Lehrpersonal und die Studenten für ein halbes Jahr sich zerstreuen und die Universität zeitweilig nach Alsfeld und Grünberg verlegt werden. Der Verfall, der beim Beginn des 30jährigen achten Stillschweigen, da es sich um eine geheime g e ( eg en t) eit handelt. Ans Stnöt und La»»-. Gießen, den 23. Dezember 1904. ** Pfarrer Hamann, der Nestor der hessischen Geist» lichkeit begeht heute hier in Gießen seinen 9 0. Geburtstag. Der ehrwürdige Greis erfreut sich noch einer bewundernswetten Rüstigkeit und voller geistiger Rührigkeit. Erst kürzlich konnte er einen zweiten Anhang zu unserem Gesangbuch sowie ein Werklein über Reformationsgeschichte neu herausgeben, und er hat mit großer Ausdauer und peinlicher Genauigkeit den Druck dieser Schriften überwacht. Mit vielen Kreisen der Bevölkerung unserer Stadt und unseres Landes, insonderheit seinen Amtsbrüdern bringen auch wir dem alten Herren unsere besten Glückwünsche dar. Vor einigen Monaten sagte das „Hess. Kirchenblatt" den Jubelgreis fälschlich tot und er beschwerte sich sofott in einem humorvollen Brief bei dem Herausgeber, daß er „ihn ganz harmlos tot gedruckt habe." Er konstatiette, daß „er gottlob noch ganz vollkommen am Leben" ist, und forderte ihn auf, die „ehrenrührige Mitteilung" zu dementieren. Nun wird sich wohl auch an ihm die alte Regel bestätigen, daß mit Unrecht Totgesagte noch besonders lange zu leben pflegen. Wir erinnern an den guten Spruch des alten Sophokles: „Nicht altern kann der Weise, desien Geist Im Licht des Göttlichen erwuchs und wohnt." ** T h e a t e r - und S a a l b a u. In der letzten, sehr zahlreich besuchten Komiteesitzung wurden, wie man uns mit* teilt, folgende beiden Beschlüsie gefaßt: 1. Das Komitee spricht sich dahin aus, daß man nach wie vor den Gedanken der gleichzeitigen Errichtung eines Theaters und eines Saalbaus verfolgen und die Sammlungen freiwilliger Beitrage zu diesem Zweck iottsetzen solle. Sollten die bis 1. März 1905 gezeichneten Beträge der Stadtverordnetenversammlung gur Errichtung beider Gebäude nicht genügen, so wird der Frage näher getreten werden müßen, o b zu nach st die Errichtung eines der beiden Gebäude und welches von beiden ins Auge zu fassen i st. 2. Das Komitee beschließt, die Sammlungen auf Grund der vorhandenen Sammellisten fortzusetzen und weitere Herren aus dem Gesamtausschuß zuzuziehen. " Ein sehr bedauernswerter schwerer Un* glücksfall trug sich vorgestern in der Mäusburg zu. Vor der Malkomesius'schen Metzgerei standen ein städtischer Karren und ein Wagen, als, entgegen polizeilicher Vorschrift, in scharfem Trab ein Bäckerwagen die Straße durchfuhr. Er stieß in der so bellagenswert schmalen Verkehrsstraße gegen Wagen und Karren. Der Karren kippte auf das Trottoir über und traf das von einem Kindermädchen an der Hand geführte etwa vierjährige Töchterchen einer Dame aus EmS, die zur Feier des Weihnachtsfestes ihre hiesigen Verwandten mit ihrem Besuche erfreut hat. Während das Kindermädchen sich an die Wand eines Hauses hatte drücken und so einem Unfall hatte ausweichen können, erhielt das Kind eine überaus schwere Stirnwunde und es trat sehr starker Blutverlust ein. Es wurde bewußtlos zunächst in die Malkomesius'sche Metzgerei und sodann in die Klinik geschafft, wo es verbunden, aber alsbald wieder entlasten werden konnte. Eine Auskunft« über das jetzige Befinden des Kindes wurde uns von Seiten, der chirurgischen Klinik verweigert. ** Personalien. Am 20. Dezember d. Js. wurde der Dammwärter Geiger zu Rhein-Dürkheim in gleicher Diensteigenschaft auf die Dammwärterstelle zu Lampettheim versetzt. ** Praktische Ausbildungskurse für Handwerksmeister und ältere Gesellen werden von der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt auch in diesem Winter wieder, und zwar in den Monaten Januar und Februar 1905, ausreichende Beteiligung vorausgesetzt, veranstaltet. Obwohl in der Beilage zu Gewerbeblatt Nr. 49 ljd. Jahres die einzelnen Kurse aufgezählt und die näheren Umstände, unter denen die Kurse veranstaltet werden, mit* geteilt werden und auch in den Tageszeitungen Ankündigungen erschienen sind, so scheint diese Einrichtung in Handwerker* Krieges über die Ludoviciana hereinbrach, geht auch aus den Vorlesungsverzeichnissen dieser Jahre hervor. Die Besetzung mit Lehrkräften war spärlich, und im Jahr 1621 lehtten z. B. in der medizinischen Fakultät nur 3 Dozenten, die auch nur 3 Vorlesungen ankündigten, und in der philosophische« Fakultät sieben Professoren. Sehr beliebt war im Kolleg das Diktieren. Darauf wurde sogar von oben der besondei'es O^ewicht gelegt. Im Visttutionsbericht von 1619 wurde eine Einschränkung des fertigen Vertrags empfohlen mit dem Bemerken, „es könnten dabei die Fimdnmente nicht hinlänglich befestigt werden. Auch sei der Besuch beim Tiktteren beständiger". Uebrigcns sind diese Airordimngen ssar nicht so sehr verwunderlich, denn es gab damals noch wenig Lehrbücher. Viel aekla^t wird in der späteren Zeit über den Unsieitz der Professoren in; Leien. Sie waren indes bei ihren Ein- nadmcn aus zu viel cnrderes angewiesen. Schon 1613 gab eS eine lange (Srnwbnung vom Landgrafen, „daß die Pro- essoren regelmäßig ihre Vorlesungen halten sollten, weil onst die Studenten nicht in Gieren blieben." Hierauf er* olgte eine lange Etuschuldigungsschrist des Rektors, der )ie Professoren vor dem Vorwurf bt's Unfleißes in Schutz nahnl. Er führte dabei auch den Nnsleitz und das Sck)wäl^en der Studenten ins Feld, was die leseeifrigen Professoren verdrießlich macl. Für das Nichtlesen der Professoren wurden schließlich sogar Geldsttaftn und Gehaltsabzüge ein geführt Besonders der Professor Nebelkrar scheint das Lesen nicht sehr eifrig b> n-üben zu haben. (Schluß folgt.) freist« doch noch nicht recht bekannt geworden zu sein: wenig- stenS ist die Zahl der eingelaufenen Anmeldungen weit geringer gewesen als erwartet werden konnte. ES sei deshalb nochmals auf die hier in Betracht kommenden Kurse für Schuhmacher, Schneider, Sattler, Wagner, Schreiner und Lackierer im Auffärben von Farbstoffen aus massive Hölzer, für Maler tm Schriftenmalen und im Holz- und Marmormalen, ferner für Buchbinder und PortefcuillerS, sowie in Buchführung und im Veranschlagen besonders hingewiesen. ? Grunin gen, 22. Dez. Die Stelle deS Gemeindeeinnehmers wurde dem Kaufmann und Gastwirt Wilhelm Arnold übertragen. §. Gedern, 22. Dez. In einem hiesigen Manusaktur- warengeschäft wurde einer Dame, die eingekauft hatte, der Geldbeutel mit etwa 30 Mark Inhalt gestohl en. — Ein Großh. Forstwart eines Nachbardorfes überraschte dieser Tage zwei ledige Brüder eines Vogelsberger Dörfchens in der sogenannten „Bleistadt", al§ sie einen schweren Wagen mit Brennholz heimlich fortfuhren. Die Holzdiebe mußten natürlich wieder abladen und haben ihrer Strafe entgegenzusehen. Frankfurt a. M., 22. Dez. Bekanntlich waren von der hiesigen Staatsanwaltschaft für die Ergreifung der Mörder Lichtensteins 1000 Mark ausgesetzt; die Familie Lichtensteins setzte 4000 M k. zur Verteilung auS. Bis jetzt ist die Belohnung noch nicht verteilt worden Wie ein Berichterstatter meldet, hat die Regierung in Wiesbaden die Akten hierüber schon vor längerer Zeit eingcsordert. Man erwartet von dort die endgiltige Entscheidung. 3>ie frühere Kronprinzessin von Sachsen in Dresden. Die Gräfin Montignoso, das ist die frühere Kronprinzessin von Sachsen, ist am Donnerstag in Sachsens Hauptstadt Dresden eingetroffen. Sie nahm im Hotel Bellevue Wohnung. Im Laufe des Vormittags versuchte sie tief verschleiert im Taschenberg-Palais, dem früheren kronprinzlichen Palais, Eintritt zu erhalten, der ihr aber verweigert wurde. Ihr früherer Rechtsbeistand, der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Zehme, war auch in Dresden. Der König befand sich auswärts auf der Jagd. Das Hotel, in dem die Gräfin wohnte, und die Schlvßeingäyge wurden bewacht. Am Nachmittag trat da§ sächsische StaatSmmini- sterium zu einer Sitzung zusammen. Bald daraus erhielt die Gräfin, die durch Vermittelung des Polizeikommiffars Unger dem Hofmarschallamt einen Brief an den König übergeben hatte, in dem sie den Wunsch auSdrückte, ihre Kinder sehen zu dürfen, einen ablehnenden Bescheid. Sie wurde vielmehr vom Polizeipräsidenten Küttig und dem königlichen Kämmerer Griegern veranlaßt, sofort ab- zureisen. Sie hat weder den König gesprochen, noch ihre Kinder gesehen. Vor dem Hotel Bellevue, wo die Gräfin sich einige Stunden aushielt, fanden Menschenansammlungen statt, die sie mtt Aeußerungen der Sympathie begrüßten. Die Polizei hatte einige Mühe, namentlich die Frauen zurückzuhalten. Als sich die Gräfin vom Hotel in offenem Wagen mit Dr. Zehme nach dem Neustädter Bahnhofe begab, wo die Abreffe nach Leipzig erfolgte, begrüßte das Publikum die frühere Kronprinzessin mit lauten Hochrufen. Noch einige Stunden nach der Abreise der Gräfin standen mehrere hundert Menschen vor dem Hotel. Man fragt sich jetzt hier, ob die Gräfin nicht doch längst schwer gemütskrank ist. Sie hatte sich bei der Auseinandersetzung mit dem sächsischen Hos verpflichtet, deutschen Boden nicht zu betreten, und nur unter dieser Voraussetzung wird ihr vom sächsischen Hof eine Rente von Mk. 30 000 jährl ich gewährt. In Leipzig traf sie kurz vor 6 Uhr nachmittags ein imd begab sich in Begleitung des Rechtsanwalts Dr. Zehme in die Stadt. Der toskanische Hof ist, wie aus Salzburg gemeldet wird, über das Vorgehen der Gräfin in größter Bestürzung. Man glaubte sie in Florenz, wohin sie mit ihrem Töchterchen und der Gräfin Fugger gefahren war. Tas Oberslhosmeisteramt zog Erkundigungen in Florenz ein, da der Hof die Meldungen nicht glaubte. Die Erkundigungen blieben unbeantwortet. * Königsber g, 22. Dez. Ein Pistolen-T ueN ist ernt Montag hier vor sich gegangen. Die Duellanten waren angeblich zwei russische Offiziere, die tags -uvor hier eingetroffen waren. Einer der beiden Beteiligten wurde schwer verletzt in die Klinik gebraM, der andere hat unmittelbar nach dem Duell die Stadt wieder verlassen. • Ta§ Weihnachtsgeschenk des Kronprinzen, das er seiner Braut, der Herzogin Cecilie von Mecklenburg, nach Eannes übersandt hat, besteht in einem prächtigen Perlenschmuck, der einen Wert von rund 37 000 Mk. darstellt. Ein Hofjuwelier aus Frankfurt a. M., der ständiger Lieferant am Hose des Kaisers, hat diesen Schmuck, zu dem die auserlesensten Perlen verwendet wurden, geliefert. Tie Kaiserin hat ihn für ihre zukünftige Schwiegertochter selber ausgesucht. * Ein Eisenbahnzusammenstoß in Thüringen. Am Abend des 21. b. M. stieß auf dem Bahnhof Eisenach eine Lokomotive auf einen Personenzug. Es wurden ein Hilfsbremser und ein Schaffner getötet. Ein weiterer Toter wird unter den Trümmern vermutet. 24 Wagen sind demoliert und drei Maschinen schwer beschädigt. Die Schuld an dem Zusammenstoß trifft den Zugführer eines Zuges. Dieser hat dem Lokomotivführer das AbsahrtS- siqnat gegeben, obwohl er von dem diensthabenden Stations- beamten den Befehl zur Abfahrt noch nicht erhalten hatte und auch daS Signal zur Ausfahrt noch nicht auf „Fahrt frei" gestellt war. Es herrschte starker Nebel. Der Zugführer beachtete indessen nicht den'gerade in die Station^ein- fahrenden Zug 6816, der die Fahrstraße des Zuges 6093 kreuzen mußte. — Nach amtlicher Darstellung wurden 7 Reisende, ein Schaffner und ein Werkstattarbeiter leicht ver- letzt. Tote nennt der amtliche Bericht nicht. • Prinz Friedrich Leopold von Preußen hat umfangreiche Ländereien am Leinen Wcmnsee verkauft und dafür eine bedeutende Summe erhalten. Es lMtdelt sich um das bergige Forstgclände, das gleich hinter der Station Wannsee beginnt und bei Kleists Grab vorüberführt. Längs des im 23an begriffenen Prinz, Friedrich Leopold- kanals bis zum Stolpersee liegen diese Privatbesitzungen des Prinzen. Dieses Gelände, das durch den Kanalbau ungemein wertvoll geworden ist, sodaß sich ber, Zuschuß >es Prinzen zum Dau desselben recht gut verzinste, hat er nun an die (Mirüber Drossel in Berlin für 1 900 000 Mark verkauft. Es sind ettva 70 Morgen Lanb, das noch mit Wald bestanden ist, zum Preise von 150 Mark pro Rute verkauft worden, wodurch die 'Gemeinde Wannsce eine Umsatzsteuer von 19 000 Mark erhält. Da der Prinz auf Grund einer einst von dem „Verein Berliner Journalisten" an den Landrat v. Stubenrauch gerichteten Eingabe sich veranlaßt gesehen hat, das Grab Heinrich v. Kleist'? sicher zu stellen, so wird diese lleine Wald^arz.'.le erhalten bleiben. Schon einmal hat Prinz Friedrich Leopold durch den Verkauf von Ländereien bei Klein>Machrww, die zum Bau des Teltowkanals und für den Berliner Svnodalfried- stos gebraucht wurden, nicht unerhebliche Einnahmen erzielt. Er ist gegenwärtig der reichste preußischie Prinz. * Kleine TageSchronik. AuS Ncwhovk wird gemeldet, daß der nerdösllicbe Teil der Vereinigten Staaten die längste und ernsteste Dürre erleidet, die je in Amerika beobachtet werden konnte. Mehr als drei Millionen Leute leiden iircbtterr unter Wassern! angel. Hunderttausende Stück von Vieh sind nach unsäglichen, vom Durst verursachten Leiden e i n g e g a n g e n. Ueber 10 000 Personen sind infolge der Dürre arbeitslos. — AuS dem Arsenal von Vlewna (Bulgarien) würben zahlreiche Gewehre, Säbel und 12 Kisten Munition entwendet. — In Edersberg (Bez. Trier) ist der 19 Jahre alte Dergschüler Wilhelm Stein, als er aus der O^esangstunde des Kirchcnchors zwei Mädchen hrimbegleitete, auf der Dorfstraße lwn dem (telegenteftSarteiter Jakob Bäcker ohne jeden Anlaß totgeschlagen worden. Der Täter ist flüchttg. — Der „Schl. VolkSztg." zufolge sind inZvscko w i tz an der schlesiscl>-russischen Grenze 88 Wohnhäuser und tast eine koppelte Anzahl DirtsckwftSgebäude e i n g e ä s ch e r t worden, wobei viel Vieh verbrannte. 500 Menschen sind obdachlos. — Ter englische Dampfer „Tavbrcak", der mit einer Maisladung von Buenos Aires für die Reederei Kunstmann in S t e 11 e eintraf, durfte wegen P e st v e r d a ch t s die Ladung nicht löschen nnb kam unter Quarantäne. In Dresden ist die Affäre des Rats- Affessors und Hauptmamis a. D..A cke r m an n, die so viel Staub ausgewirbelt hat (S 175 des Strafgesetzbuches) in ein neues Stadium getreten. Ackermann wird jetzt zwecks Beobachtung seines Geisteszustandes in die Irrenanstalt Sonnenstein üterfutet werden. — Der dichte schwarze Rebel, der London seft mehreren Tagen in Dunkelheit bullt, dauert fort. Ter ^ttaß/n- verkehr ist sehr erschwert. Die Züge aus bett, Vorstädten treffen mit großen Verspätungen ein. Tic Dampfschiffe nach Calais unv ästende, die um 11 Uhr abends von Dr -er abgeben sollten, fuhren erst um 2 Uhr morgens ab. — In Adorf verübte der 23iährige Handarbeiter Schmucker an seiner Frau, die er erst vor wenigen Monaten geheiratet hat, tinen Mordver- uch, indem er ihr eine Schlinge um den HalS warf und diese zuzog. Durch herbeigeeilte Leute wurde ein Mord verhindert. Schmucker hat vor kurzem seine Frau mit einem Rasiermesser zu tüten versucht. Keritglssaak. Innsbruck, 22. Dez. Die deutsch-nattonalen Führer Dr. Lantschner und Schiff wurden an je fünf Tagen Arrest und zu den Kosten verurteilt, weil sie während» der Innsbrucker Vorgänge den Korrespondenten des „(Sortiere della Sera", Dr. Albertini mißhandelt lottert. Gin Lotterielos bleibt b i s zur Bezahlung Eigentum des Kollekteurs. Dieser Grundsatz ist durch ein Urteil des ersten Zivilsenats des Reichsgerichts te- stättgt. Ein Kollekteur hatte einem Oberlehrer in Berlin ein Achtel-Los der Braunschweiger Lotterie zum Kauf angeboten, und da er ohne Nachricht blieb, landte er ein Erinncrungszirkular, dem dann am 20. Juli eine Postnachnahme folgte, auf welcher sich der Vermerk befand: „Nach einmaliger Präsentation sofort zurück." Diese Posts enbitng traf den Oberlehrer nicht in Berlin an und wurde ihm nach dem Seebade Niendorf nachgefandt, wo am 22. Juli die Einlösung erfolgte, deren Annahme aber der Kollektnrr verweigerte, weil jenes Los inzwffchen am 21. Juli mit einem Gewinn von 20 000 Mark gezogen war. Der Oberlehrer wollte den Gewinnbetrag, 2125 Mark, bei der Lotteriekasse «cwheben, doch 'ist dieses Geld, bis zur Enffcheidung des sich aus diesem Vorkommnis entspinnenden Prozesses, deponiert. Der Kollekteur strengte eine Klage beim Landgericht Berlin gegen den Oberlehrer an, dahingehend: darin zu grilligen, daß der auf daS Los Nr. 30 477 der Braunschweigischen Lotterie entfallene Gewinn an den Klager ai Sbezahlt werde. Das Landgericht hat dem Klageanträge entsprochen, indem es Bezug nahm auf einen Satz in dem Zirkular des Kollekteurs, worin es heißt: ,Jn jedem Falle bleiben Lose bis zur Bezahlung uns-r Gi^nfimt". Gegen dieses Urteil legte der Beklagte Berufung h-jm Kammergericht ein, die aber keinen Erfolg hatte. Tas Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt. Kandel und MerKeKr. AolKswirlsHaft. Mannheim, 22. T-ez. Ter Preis des amerikanischen Petroleums im Waggon ist heute im Einklang mit demjenigen für östreichisches Petroleum um 20 Pfg. pro 100 Kgr. im Großhandel ermäßigt worden. Die.Konzentration im Bankgewerbe. In der „K. Z." wird ein sehr interessanter Auffatz veröffentlicht, der ein ütersichtllckes Bild über die Veränderungen gibt, die durch die Berenngung von Danken und Bankinstituten und durch die Jnteressengmneinschaft im Baugewerbe aus dem Kapitalmarkt sich vollzogen Wir teilen daraus mit. daß der Gruppe der Deutschen Dank nicht weniger als 14 Danken angehören, die zusammen über ein werbendes Kapital von 441 Millionen Mark verfugen, das sich unter Hinzurechnung der Reserven auf üb"r eine halbe Milli^che erh'ht. Ungefähr gleichgroß ist das Kapital der Dresdener Bank^Schaaffhntsenscher Bankverein. Tie Gruppe besteht ans acht Danken und arbeitet mit einem Mienkapital von 3161/2 Millionen M-wk. Die Gruppe Tiskonto-Gesellschaft-Norddeuffche Bank unter Hinziszieh'mg der Leipziger und Barmer Konsorten versiegt über 341 Mill. Mark, die Gruppe der Darmstädter Ban' über 192 Mill. Mark Aktienkapital. Zu diesen vier Gruppen tritt jetzt die Kommerz- und Tiskontobank, die unter Einberechnung deS Kapitals der Leipziger Kredit- und Sparbank mit einem Kapital von etwa 100 Mill. Mark arbeitet. Von den Berliner Graßbank'n stehm jetzt nur noch Berliner Handelsgesellschaft und die Natinnasbank für Deutschland auf eigenen Füßen. Im Laufe von etwa 3 Jahixn sind 17 Aktienbanken mit einem Gesamtkapital von 154,z> Mill. Mk. von den genannten Danken aufgesogen worden. Nicht gerechnet die 42 Mill. Mk. Kapital der Berliner Dank, deren Anschluß sich augenblicklich vollzieht. Kanalbau-Finanzierung. Dieser Tage fand in Straßburg eine Versammlung von Bankiers statt, die sich ftlr die Erbauung eines oberrfoefnifeben Schiffahrtskanals aussprachen und sich bereit erklärten, unter gewissen Voraussetzungen sofort 20 Mill Mk. für die Erbauung dieses Kanals zu zeichnen. ES ist anzunehmen, daß die Sache in Fluß und Zur Durchführung gelangt. Kunstseide-Industrie. Air h«ben vor einiger Seit mitgetri't daß Mitglieder der Bnwaftung der „Vereinigte Kuust- feibefnbrif'ii Akt.-Ges. Frankfurt ft. M." nach den Vereinigten Staaten reisten um die Frage der Errichttmg einer amerikanischen sftlialfabrik an Ort und Stelle zu studieren. Tic Gesellschaft teilt nun mit, daß der Zweck der Reffe vollständig erreicht hnitbc. Die Verhältnisse liegen dort recht günstig imb die Verhandlungen mit den amerikMiffchen Interessenten sind soweit gediehen, daß die projezierte arnerikanffche Fabrik sofort ins Leben gerufen norden kann, sobald die ^Leitung der Vereinigten Kunst- oidefabriken es für angezeiat hält. Neue türkische 100 Millionen-Anleihe. Vsie gemeldet wird, hat sich ein französisches Syndikat mit der türkischen Regierung wegen einer neuen Anlerhe frerftnubigt aus Basis eines 6 proz. Zuschlages zu den Einkünften der Z imten, welche dem Kriegsministerium zugewiefen sind. In ernsten ftan- zösischen Kreisen wird nach der ,,F. 3 " versichert, daß den Franzosen versprochen worden sei, ihnen wenigstens cm Drittel der neuen artilleristischen Bestellungen zuzuweisen. Märkte. ko. Franks nrt n. TL, 23. Dez. ^Orig.-Telcgr. des „Gietz. Anz.") S ch w e i n c ni n r f t. Zum Verkauf standen 386 Schweine. Schweine: 1. Qualität 58- 59 Pfg., Lebendgewicht 46- 00 Pkg., 9 Qual. 57—00 Pfg., Lebendgewicht 45-00 Pfg., 3. Qualität 50—52 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, lieber- tand unbedeutend. Kirereichnen sein tmb gegen bie entsprechenten» Paragravh^n besselten verstoßen. Fnmilien-Rachrtchlen. Gestorben. Herr Max Baer in Mainz. 1868 Die feinsten Neuheiten w Uhren, Juwelen, Gold-, Silbersowie rersilberten Waren empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 r Mis ^"«'chi« ^'int ," ?(„ «~00 $lg, '*Ml«SS itenT555*5* >t. nber; ; - f S?inberfir(i)e bet ■jöl:!“ äte* , -5- Dezember: de. ,I:b5.ll6e und Markus. et dem Marrer jeder r. . 2R; Dezember: I o H er. ‘ üdjtlieier der kon- fmeinbe. '.ü-r, im Matthäus- rmnlichen Jligend der e. W 8", Uhr: >m Kindergottesdimst r.maqi 3 Uhr: *m Kmdergollesdiech tage: ?abtenßall rtage: Lukas- md btf . Anmeldungen vorhe nnoa? 5 Uhr: m der LukasqeiM ^edigsttaßt 56. X. her 1901 Uhr: Gelegenheit jttr et HOI «Une, vor uno m M * heil. Kommunion. ^eßen. Uhr: ©elegtn^it tti Lege''- «der: / Kommunion. "Meße. redlgt- r; .,>• «"LTrtS Wtisil. ’* S«<" 5, ' y L ।.-poi1 ■ t>: per WÄS 7" V.^: 1900 M ^3W=t ' ’ ‘ «jäte «2 L * &#/• w ' J.. Itt % -tpil1* !■#-'• >md :ä 2 > -.'Hifi NNV fuA, Kursblatt des Gietzener Anzeigers =s Bant für handel und Industrie vom 22. Dezernbev 1904* Depofitenkaffe Gießen. Staats-Anleihen« ?% 3 ZV. rz’ 4 3V, 4 3V, 3V> 3 3V, 3V, 3 4 r* 4 4 3 V, 31/, 3 3 3 V, 3V, 3V, 3 a. Teutfchc. Deutsche Reichs-Anleihe abgest. . . do. do. ..... do. do. . . . . . Preußische Consols abgest. . . . . do. do. ...... do. do. ...... Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. do. von 1892 u. 94 do. do. v. 1902 unk. b. 1910. do. do v. 1896 . . . Bayr. E.-B.-Anl unk. b. 1906 do. E.-B. 11. Allg. Anl. . . do. Landeskultur-Rente . . do E »B -Anl. ..... Bremer St.-Anl. v. 1888 . . do. do. v. 1892 . . do. do v. 1902 unk. b 1912 Hamburger St.-Anl. amrt. 900 u. 1909 do. do. do. v. 1899 . . do. do. do. v. 1902. . Hessische St.-Rente....... do. St.-Anl. v. 1899 ..... do. Anl. abgest. . ...... do. do....... . . do. do. . Sächsische Rente..... . . Württembg. v. 1875—80 abgest . . . do. v. 1900 ....... do. v. 1903 . . . i . , . do. v. 1896 ....... 101.70 101.70 90— 101.80 101.80 90— 104.20 99.80 100— 90.20 103.85 100.20 98.80 89.60 99— 87.- 103.10 87*80 101 60 103.90 100.10 100 10 87.40 88.40 100.30 100.30 100.80 90.10 b. Ausländische. I. Europäische. 41/, Bosnien n. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 Kr. 4 do. do. ..... „ 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . M. l6/io Griech. E.-B. v. 1890 stcuerfr. . Fr. l®/4 do. Monopol-Anl. v. 1887 . . „ 4 Italienische Rente . . « . . w Lire 24/io do. do i. G..... „ 4*/< Oest. Silber-Rente ...... ö.fl. 41/, do. Papier-Rente ...... „ 4 do. Gold-Rente.......5ft.® 4 do. einheitl. Rente (conv.) 4 . ■. Kr. 4 do. Staats-Rente ...... „ 4 Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv. Elisab. Obl.) L G. steuerfr. . . öfl.®. 61/* Oeft E.-B. St. Sch.-Bersch, (conv. Franz-Josef) i. Silb. steuerfr. . ö.fl. ,3 Oesterr. Lokalb. (verftaatl.) ... Kr. 58/* bo. E.-B. St. Sch.-Versch. (abgest. Elisab.-A.) i. steuerfr. Pp. . . N 3 Portug. unifiz. v. 1902 Ser. I . . „ do. unifiz. v. 1902 Ser. Hl . . , do. Spezifiz....... „ 5 Rumän. am ort. Rente 1881/88 . . M. 5 do. do. Rente i. G. v. 1893 „ 4 do. do. do. i. G. v. 1891 „ 4 do. amort. Rente v. 1894 . . M. 4 do. amort. Rente v. 1898 . . „ 4 Ruff. Consolid.-Anl. ü. 1880 4 . „ 4 do. Gold-Anl. v. 1889 .... „ 4 bo. Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ 4 do. Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . „ 38/10 do. Staats-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. 4 do. do. v. 1902 steuerfr. M. 37, do. Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. . „ 3 do. do. v. 1896 steuerfr. . „ 373 Schwedische v. 1880 abgest. . . < „ 37, do. v. 1890 ....... 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 Fr. 4 Serb. amort. . 1895 (405) ... „ 4 Span. ausl. Rente v. 1882 abgest. Pes. 4 do. v. 1882 nicht abgest. „ 37, Türk.-Egypt. Tribut.....Lfir. 4 do. priv. v. 1890 steuerfr. 20/10 m M. 4 do. cons. v. 1890 steuerfr. . . „ 4 conv. unif. v. 1903 Lstr. 4 Ungarische Gold-Rente 2025 r 4 . M. 4 do. Staats-Rente .... Kr. 37, do. do. v. 1897 steuerfr. „ 3 do. (Eisern Thor) Goldstfr. . M. 101.30 92^ 45.70 48— 104 30 100*60 101*55 100.30 82*10 62.90 63.90 12.50 100 40 100 50 86.60 87*50 90.70 91*20 91— 82— 74— 99*10 100.90 78.30 97*50 99.80 97.90 88.60 83.80 II. Außereuropäische. 5 Argent. inn. G.-Anl. v. 1887 . . Pes. 5 do. do. abgest. . . „ 5 do. änß. E.-B. i. G. v. 1890 . Lstr. 47, do. innere v. 1888 .....M. 41/, do. äußere Gold-Anl. v. 1888 . Lstr. 4 do. do. do. v. 1897 . M. 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 ...... 6 Chinesische Staats-Anl. v. 1895. . Lstr. 5 do. do. v. 1896. . „ 47a do. do. v. 1898. . „ 4 Egyptische unifizierte.....Fr. 37, do. privil. ..*«.*• p 3 do. garantierte.....Lstr. 5 Mexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. 5 do. cons. äußere v. 1899 steuerfr. Lstr. 3 do. cons. innere ...... Pcs. ICO— 98.50 98.35 94— 92.95 86.50 95.— 104.80 100— 92 05 105.40 101— 97.50 49.05 102— 32.45 Eisenbahn-Prioritäten. Inländische. 4 Braunschweig. LandeS-E.-B. HE . . 3% do. do. I E abgest. . 37, do. do. IIIBunt, b.1905 4 Pfälzische....... . . . 37, do........ . . . 37, Südd. Eisenbahn-Ges. * . 4 e . 101.20 95*70 101.50 99.25 95.80 4 4 4 4 4 4 4 4 5 8 3 Ausländische. Elisabeth steuerfr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf. i. S. . . do. do. 1887 stf. gar . . Franz-Josef . . i. S. 200/1000 Kaschau-Odrb. v. 1889 i. E. . . do. do. v. 1889 i. G. . . bo. do v. 1891 i. G. . . Oest. Süd lLomb. stf. i. G. 400 do. do. „ i. G . » bo. do. „ i. G. 500 do. do. E. v. 71 i. G. 500 M. 101.30 ö.fl. 10120 „ 101.50 99 60 Fr n 106*20 94.20 5 Oest.-Ung. StSb. 1873/74 i.G. M. 5 do. Brünn-Rs. 72 stf. i. G. 100 Tlr. 4 do. StaatSb. v. 83 „ i. G. M. 3 do. 1—vm Em. „ i. G. 500 Fr. 3 do. IX Em. „ i. G. 500 3 do. v. 1885 N i. G. 500 ff 3 do. (Ergänzgs.-N.) „ i G. 500 • e 3 do. v. 1895 stf. i. G. 1000/2000 M. 3 Prag-Dux . . . „ i. G. . . „ 3 Raab-Oed -Ebenf. „ i. G. 400 „ 3 do. do. v 91 „ i. ® 400 „ 3 do. do. v. 97 „ i. G. 400 „ 4 Rudolf .... „ 1. S. . . ö. fl. 4 do. (Salzkgtb.) stf. i. G .... M 5 Ungar.-Galizische . stf. i. S. . . ö. fl. 4 Vorarlberg . . „ i. S. . . „ 27^0 Jtal.stl.gar. E.B Ser ^.-E i.G . . Lire 4 Jtal. Mittelmeer steuerfr. i.G... „ 27„ Livornes. Lit. C. D. u. D/2 500 „ 4 Sard. Sec. stfr. gar. In II . . „ 4 Sicilianische steuerfr. i. G. v. 1889 „ 4 do. „ i. G. v. 1891 „ 24/I0©übital. (Merid.) ©r.A-H..... „ 4 Toscanische Central .... 500 „ 5 Westsicilian v. 1879 * . . 200 Fr. 37, Gottharbbahn........Fr. 37, Jura-Bern-Luzern gar. . . 1000 „ 37, Jura-Simplon v. 1894 . . 500 „ 4 Schweiz. Central v. 1880 . . 1000 „ 4 Russische Südost 97 steuerfr. gar. . „ 4 bo. bo. 98 unk. 1909 stfr. gar. „ 4 da. do. 1901 uncv.b. 1915 stf. g. „ 4 do. Südwest stfr. gar. 408/2040. „ 4 Ryäsan-Koslow steuerfr. gar. . . „ 4 bo. Uralsk steuerfr. gar. 404/2020 „ 4 do. do. 97 steuerfr. gar. . „ 4 Warsch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 „ 4 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 „ 5 Anatolische i. G..... 2040r M. 5 do. i. G. (S. H Ergnz.) 2040 „ 5 Oöste de Minas stfr....... 5 do do. (Schutz-Ber.-Cert.) H 3 Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . „ 47, bo. v. 1889 I. Rg. . . „ bo. v. 1889 II. Rg . , . w 3 Salouique-Constant. Jonction . . Fr. 3 do. Monastir . . 2020/4040 M. 110.50 109 — 101 25 90.80 89.20 89*80 83.40 105.- 77.80 73.*- 100.20 110*80 100— 72.50 102 40 75.60 102.90 101.80 103.40 72.25 118.10 99 50 100.— 100— 103.60 91*90 91*20 103*15 102.— 52— 80.90 98.45 63.75 63.— 64.30 Provinzial- nnd Communal- Obligationen. 4 Rheinprovinz Ausg. 20 u. 21 unk. b. 1902 38/. do. „ 22 u. 23 .... 3'/. do. „ 10, 12-16 u. 24-26 87i H^sf. Provinz Oberheffen ..... 37, do. do. Starkenburg ..... 37, Frankfurt a. M. Lit. N u. Q abgest. 37, bo. „ R abgest. . . . 37, do. (Straßenbahn) v. 1899 . . 37, do. v. 1901 Abt. I..... 37, do. v 1901 Abt. II. 11. HI. . 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1902 . . . . 37z Aschaffenburg v. 1888 ...... 4 ‘ Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . . . 4 Babenhausen (Hessen)..... . 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 . . 37, Bamberg v. 1888 ........ 37, Berlin v. 1886/92 ........ 4 ' Bingen v. 1899 unk. b. 1904 .... 4 do. v. 1900 unk. b. 1905 .... 4 do. v. 1901 unk. b. 1906 4. . 3 do. v. 1895 . . . . i • i . 37. do. v. 1898 ........ 37; Darmst. abg. v. 79 Lit. ü u. 81 Lit. A u.V 372 bo. v. 1888 11. 1894 .... 37» do. convert. v. 1891 Lit. H . . 37, do. v. 1897 ....... 37, do. v 1902 amort. ab 1907 . . 4 Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 . . . 4 Freiburg i. B. v. 1900 unk. b. 1905 . . 378 do. v. 1881 u. 1884 abgest. . 37g do. v. 1888 ...... 37, do. v. 1898 unk. b. 1902 * . SV, bo. v. 1903 unk. b. 1908 . . 4 Fulda v. 1901 Ser. I unk. b. 1906 . . 37, Gießen v. 1890 ........ 37, do. v. 1893 ........ 37g do. v. 1896 unk. b. 1901 4.4. 37, do. v. 1897 unk. b. 1902 . . . . ST, do. 0. 1903 unk. b. 1908 .... 4 Heidelberg v. 1901. ...44.. 37e do. v. 1894........ 4 Homburg v. d. H......... 4 do. v. 1899 unk. b. 1904 4 Karlsruhe v. 1900 unk. b. 1905 . . . 37, bo. v. 1903 unk. b. 1908 . . . 8 bo. v. 1897 37, Kassel abgest......... . 37, Kissingen v. 1886, 1888 11. 1903 . . . 4 ‘ Köln v. 1900 ......... 37, Kreuznach v. 1898 ........ 37g Lahr v. 1889 . . . ...... 37; do. v. 1902 ....... . 37, Limburg abgest....... • • 4 Ludwigshafen v. 1890 u. 92 . . . . 4 bo. v. 1900 unk. b. 1906 . * 3 V do. v. 1896 ...... 37 bo. r. 1903 unk. b. 1908 . . 4 " Mainz v. 1900 unk. b. 1910 .... 37, bo. abgest. 1878 u. 83..... 37, do. abgest. Lit. .7 v. 1884 . . . . 31/' do. v. 1886 it. 88 . . . . 4 . . 37. do. abgest. Lit. M v. 1891 . . 4 . 37* bo. D. 1894 ........i 4 Mannheim v. 1900 unk. b. 1905 . . . 4 do. v. 1901 unk. b. 1906 . . * 31/, bo. v. 1888 ...... . 37' do. v. 1895 . .'..... 37’ do. v. 1898 unk. b 1903 . . . 37„ Metz v. 1903 unk. b. 1912 . * 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 . 37 bo. v. 1903 untilgb. b. 1908 . . 371 Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . . . 87, Neustabt a. d. H. v. 1889 ..... 311 do. v. 1903 unk. b. 1903 . 4 Nürnberg v. 1899-1901 ...... 4 do. v. 1902 unk. b. 1913 . . . 37, do. . ........ • 3 do. v. 1903 unk. a. b. 1908 . . 47. Offenbach v. 1879 .....» * • 4 ' do. v. 1900 unk. b. 1906 . . . 37 do. v. 1891/92 (abgest . . . . 31/ do. v. 1898 ....... 37’ dc. v. 1902 uqf. b. 1908 .. . 103.- 99*70 98.80 98.80 99.40 99.40 99.20 98.90 99.20 102.35 101 50 98.80 98.40 98*50 102.70 101 — 98.55 98.55 98.55 98.55 101.- 99— 100.90 98.05 100.80 98.75 89.50 98.20 97.80 98— 98.10 98 10 97.80 101*30 98.30 99.30 100.30 98.40 98.40 98.40 98.40 98.40 100 90 101. | 98*05 98.05 103*50 98*60 98 50 98.50 103.30 104.30 98.15 88.50 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 . . 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 . . 4 do. v. 1901 unk. b 1906 . . . 37, do. v. 1883 abgest...... 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . . . 37, bo. v. 1902 untilgb. b. 1908 . . 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 .... 37g do. v. 1899 ......... 4 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 1905 . . . 4 do. v. 1901 unk. b. 1906 . . . 37, do. abgest ....... 37, do. v. 1887 ....... 37g do. v. 1891 abgest...... 37g do. v. 1896 ..... . 37, do. v. 1898 ....... 37, do. v. 1902 Ser. II unk. b. 1907 4 Worms v. 1901 unk. b. 1907 .... 37, do. v. 1887.89 ....... 37, do v. 1896 unk. b. 1901 . . . . 37g do. v. 1903 unk b. 1914 .... 4 Würzburg v. 1899 unk. b. 1910 . . . 37, do. v. 1903 unk. b. 1910 . . 1 4^2 Bukarest v. 1884 conv..... M. 47, bo. v. 1888 conv..... „ 4% bo. v. 1895 . . . 4059 r 47, bo. v. 1898 ...... 4 Kopenhag. v. 1901 unk. 1011 2043r „ 37, bo. v. 1886 ...... 3 bo. v. 1895 ...... „ 4 Lissabon v. 1886 . . . 2000r „ 4 Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 Rbl. 38/i0 Neavel staatl. gar. . . 1000r Lire 4 Stockholm v. 1880 ...... M. 5 Wien Kommunal i. G. . . . . „ 5 do. do. i P.....ö. fl. 4 do. v. 1898 unk b. 1908 Kr. 4 do. Jnvest-Anl..... M. 37. Zürich v. 1889 ...... Fr. 6 ' Stadt Buenos-Aires v. 1892 i. P. Pcs. 47, do. bo. v. 1888 i. G. Lstr. 100.40 101.10 98.80 101— 99— 101.70 98 20 101*50 98.75 10L70 99.20 102.50 99— 102*20 85*40 102.50 100 70 98.50 46.40 Aktien ausländischer Transport- Oest.-Ung.Staasb. Oest.Südb.(Lomb) Oest. Norbwest . do. B . Naab-Obenb. . . Anstalten. 138.60 17.60 105.50 105.50 30.50 Gotthardbahn. . Jura-Simpl.Pr.A Jtal. Mittelmeer . Anatol. Eisenb. . Prince Henri . . 193. 112* Standesherrliche Anleihen. 47$ Grf. Henckel Hg. v. Donn. r. ä, 105 v. 84 4 bo. bo. 00. „ • • 4 Fürstl. Solms-Braunfels v 1880 . 37, do. bo. v. 1886 . 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. . . 37, Fürstl. Solms-Lich...... 37, Gräfl. Solms-Röbelheim . . . . 4 " Fürstl. Wittgenstein-Hohenstein . . 4 bo. Asenburg-Bübingen . . 37, do. Ysenb. u. Büd -Birstein v. 1887 „ 100.20 s. fl. 98.80 „ 98.50 M. 98.50 Bank-Aktien. Rcichsbank . . . M. 1000/3000 Frankfurter Bank . . M. 1000 Badische Bank . . . Tlr. 100 Bayr Bank (MünchO abg. M. 1000 do. Hyp.« u. Wechselbk. s. fl. 500 Berliner Bank ... M. 1000 do. Handelsg. . M. 500/1000 do. Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. do. Lit. B M. 1000 Brest. Diskontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VH M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselb. Tlr. 100 Vereinsbank . . . M. 600 Diskonto-Gesellschaft M. 600 1200 Dresdner Bank . . M. 600/1200 Dresdner Bankverein . M. 1000 Eisenbahn-Renten-Bk. . M. 1000 Franks. Hypothek.-Bank M. 1000 do. Hyp.-Kred.-V. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B. M. 1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S. I-V M.300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. Vercinsbk. M. 300/1200 Oberrhein. Bank . . SDL1000 Oest.-Ung. Bank . . Kr. 1400 Oest.-Länderbank . . ö. fl. 200 Oest -Kredit-Anstalt. . ö. fl. 260 Pfälzische Bank . . . M. 1200 Preuß. Bodenkreditbank Tlr. 200 do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 Ungar. Kreditbank . . 5. fl. 200 Unionbank (Wien) . . ö. fl 200 Westdeutsche Bank . . M. 1000 Wiener Bankverein . . ö. fl. 200 Württbg. Bankanstalt . . M. 600 do. Vereinsbank . s. st, 350 11 47- 6 7- 5 0 9 Letzte Dir. 6.18 87- V 12.96 4 8 0 0 7’ Vorl. Div. 5.47 87- 5 2 12.95 37, 0 4 6 5 8 67, 6^ 0 7 7 7 57- 5 5 10 17, 4.30 5 8% 4 7 47. 67s 9 6 8 9 67- 4 7 7 7 11 4 6 5 67. 9 7 7' 0 4 5 87. 4 7 0 7- 155— 198.20 126.30 73.50 297.40 91.80 108.*- 141 — 118.70 142.70 235.10 109.- 131.50 192— 157.80 112*70 207 — 156.90 93.— 119.20 130.40 108 — 222— 105— 117.50 113.90 211.80 102.80 148.50 119.65 146.40 201.50 144.50 187.60 141.40 149.80 151.50 Pfandbriefe. 4 4 »7. 4 4 4 37, 37- 37, 37- 4 4 4 4 4 4 4 37. 37, 37, 37, 4 4 4 Berl. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80% bo. bo. abgest. 80% Fr?., Hyp.-Bk. Ser. 14..... bo. bo. Ser. 16 u. 17 unk. 1910 bo. bo. Ser. 18 unk. b. 1905 bo. bo. Ser. 12, 13 . . . . » bo. bo. Ser. 15 unk. b. 1906 bo. bo. Ser. 19...... bo. bo. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 bo. Hyp.-Krcb.-Bcr. abgest. r. ä, 105 do. bo S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 bo. bo. S. 27, 37, 39 u. 42 unk. 1905 bo. do. S. 31 11. 34 unk. b. 1907 . do. do. S. 40 u. 41 unk. b. 1910 . bo. bo. S. 43 unk. b. 1913 . . . bo. bo. S. 46 unk. b. 1908 . . . bo. bo. S. 44 unk. b. 1913 . . . bo. bo. S. 28, 30, 32 u. 33 (tilgb.) bo. bo. S. 29 unk. b. 1906 . . . bo. bo. S. 45 (tilgb.)..... bo. Landw. Kreditbank Lit. D-J . . . bo. bo. Lit. N-P....... Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 141-250 . . . bo bo. S. 251-340 unk. b. 1905 bo bo. S. 841-400 unk. b. 1910 bo* bo. S. 401-420 unk. b. 1913 da. bo. abgest. u. Ser. 1—45 . 99.40 94.30 100.70 102.50 101.20 97.20 97.20 97.90 99.80 105.— 100.10 100.40 101.— 101.60 102.30 101.50 100— 97.20 97.20 98— 99— 99.10 100.50 100.50 101.80 103— 95— 3% Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 46-190 unk. b. 1905 3% do. do. Ser.301-310 unk. b. 1908 3% do. do. Ser.311-330 unk.b. 1913 4% Mecklb. Hyv. n. Wbk. Ser. I verl. L125 3% do. do. Ser. 3 abgest...... 3% do. do. Ser. 2 u 3 unk. b. 1905 . 4 Meininger Hyp.-Bk Ser. 2 . . . . 4 bo. bo Ser. 6..... 4 bo. bo. Ser. 7 unt. b. 1906 . 4 do. bo Ser. 8 unk. b. 1911 . 37, bo. 3% bo. 37, do. 4 Preuß. 37g do. do. abgest...... unk. b. 1905 u. b. Verl, umtschb. unk. b. 1907 .... . . 5i)Pot6ete^ltt..®t.|Quf8oo/oQbg do. do 4 do 3% do 4 bo. 4 bo. 4 bo. 3% bo. 3% do. 8% do. 37- do. 4 Rbcin. 4 bo. 37, bo. 37, do. 3% do. 4 Westd. 4 do. 4 bo. 4 bo. 4 bo. 37, do. 37, bo. Hyp.B. Zf. 4% gar.v.d.G.b. 1904 do. do......... Pfdbr Bk. E 18 unk. b. 1908 . do. E. 19 unk. b. 1909 . do. E. 22 unk. b. 1912 . bo. E. 23 unk b. 1912 . bo. E. 17 unk. b. 1905 . bo. E. 18 unk. b 1908 . bo. E. 24 unk. b. 1912 . Hyp. Mannheim unk. b. 1902 . do. bo. unk. b. 1907 . do. ......... do. Ser. 69-82 unk. b. 1904 . do. Kommunal...... Bdkr. Hyp. (Köln» S. 1 unk. b. 1904 bo. do. Ser. 2..... bo. do Ser. 5 unk. b. 1909 do. do Ser. 6 unk. b. 1911 bo. do. Ser. 7 unk. b. 1913 bo. bo. S-r. 3 unk. b. 1905 do. do. Ser. 4 unk. b. 1907 96— 95.80 96.50 100.30 100.30 101— 102.20 96.50 96.50 96.50 99 90 93.75 99*70 95— 101.80 101.30 102.10 99.80 94.80 95.25 96.50 100.50 101.50 96.60 96.60 97.80 100.80 101.20 101.40 102.- 102.60 95.60 9620 Staatl. oder provinzial-garant. 37, Heff.Landes-Hyp.Bk. Ser.I u.H unk 1909 3% do. do. Kommunal Ser Iu. II unk. 1909 4 Nassauische Landesb. Lit. Q..... 3% do. do. Lit. F. G. H. K. u. L. 3% do. do. „ M. N. P. . . . 4 ' Sachs.-Meining. Landkred.-Anst. unk. 1906 99.80 99.80 102.20 99 90 99.90 101.80 Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103........ 5 Dtsch. Luxemb. r. 100..... 4% do. r. 102 ...... 4% Eisenb. Rentenbank....... 4 * do. bo. ....... 4% Eisenwerke Lollar r. 102..... 41/' Elcktr. Werk Homburg r. 103 .... 4 ' D. Atlant Telegraf....... 4 Franken-Allee, garant. v. Frankfurt . . 4 Franks. Hof r. 105....... 4 Neue Boden r. 102....... 3% do. bo. r. 101 100.56 102.10 102.40 102.30 100— 102 10 100.20 100.90 99*40 100.10 95— Verzinsliche Lose. 4 Badische Prämien.....Tlr. 100 4 Bayerische Prämien .... Tlr. 100 5 Donau-Regulierung ö. fl. 100 3%Gothaer Präm. Psandbr. I . . Tlr. 100 3% do. do. n Tlr. 100 3 Hamburger v. 1866 .... Tlr. 50 3 Holländische Komm. v. 1871 . . h.fl. 100 3%Köln°Mindener......Tlr. 100 3%Lübecker v. 1863 .....Tlr. 50 2%Lütticher v. 1853 .....Fr. 80 3 Madrider abgest......Fr. 100 4 Meininger Präm. Pfandbr. . . Tlr. 100 4 Oesterr. v. 1860 .....ö. fl. 500 3 Oldenburger.......Tlr. 40 5 Russische v. 1864 . . . alt. K. Rbl. 100 5 Russische v. 1866 . . . alt. K. Rbl 100 27,Stuhlweißenb.-Naab-Graz . . ö. fl. 150 2% do. bo. . . ö. fl. 150 bo. Anrechtscheine..... 146.50 140— 103.90 135.50 134*80 134*75 156.75 127.20 423— 316.50 110— 98 30 Unverzinsliche Lose. Ansbach-Gunzeuh. . Augsburger . . . Braunschweig . . Finnländische . . Freiburger . . . Genua ..... Mailänber . . . Mailänder . . . Meininger . . . Neuchateler . . . Oestr. v. 1864 . . Oestr. Krcbit v. 1858 Papenh. Gräfl. . . Rudolfs-Stiftung . Türkische .... bo. .... Ungar. Staats . . Venetianer . . . . . fl.7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 . . Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 . . f. fl. 7 . Fr. 10 . ö. fl. 100 . ö.fl. 100 . . s. fl. 7 . ö. fl. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . ü. fl. 100 . Lire 30 160^50 47L8O 418— 127.8a 127.8a 358.— Industrie-Aktien. frankfurter Korse Aschaff.Masch.Pap Neue Baden A. G. Brauerer Binding „ Henninger . „ bo. Pr.Akt. „ Kempfs . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chcm. Bad. Anilin „ Bleiu.Sllb.Br. „ GrreSh. Elcktr. „ Albert . . . Elektr. Böse . . „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Swuckert . . „ Slem. «L HalSkc „ Untern. Zürich KunstseideFft.a.M. Masch. Kleyer. . „ Grltzner . . „ Fab.LSchleich. Hamb.-Am.-Pcktft. Nordd. 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