Nr. S24 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 23. September 1904 IS Vi N- U B ivÄ I-E ch7bP».. Dterttl» Mk. 2.20; durch Mreis Gießen ve»«s»peet», monatlich 75 viertel- Abhole- il Zweigstellen monathtf) 65 Pf.; durch drePost Nit. 2.—viertel- jährt, ausichl. Bestellg. Nnnahme von Anzeige« für bie Taqesnumrner bis Dormtllagl 10 Uhr. ZerlenprerS. lokal 12Pß^ «uSrvärtS 20 Pfg. verantwortlich tüt den poltt und allgem. teil; P. Wittko: für ,Stadt und ßanlr und ^Gerrchtesaaf:Auaust Goetz. für den Anzeigenteil: banS Beck. General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den täglich anbei Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Siehener Zamilien» Hütter viermal in der Woche bergelegt. RotationSdrr,ck u. Verlag der v r Ü h l scheu Untverf.-Uuch-u. btern- brudetti. 8t Bange. Redaktion. E^ve ditto» und Druckerei: Schulyratze 7. Adresse Hk Devescherrr Au-l'tger Gtetzen. FerniprechanlchtußNr 51 §ie KeuLrge Kammer rrmfaßt 10 Seiten. Gießen, den 22. September 1904. Betr.: Die Ableistung des Huldigungs- und VerfassungS- eides. Das Grsßhermgliche Kreismnt Giessen an bie Eroßh. Bürgermeistereien der -imtsgerichts- bezirke Grünberg, Homberg, Hungen, Laubach und Nidda. Die Ableistung des Huldigungs- und Pcrfnsiungseides der in Ihren Gemeinden neu ausgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hess. Untertanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheiratet haben, soll, wie nachstehend angegeben, stattsinden: 1. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen, sowie der Gemeinde EttingShailsen Samstag, bett 8. Oktober 1904, vormittags 9 Uhr, m dem Nathause zu Grünberg. 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen mit Ausnahme der Gemeinde Ettingshausen Mittwoch, ben 12. Oktober 1904, vormittags 9y4 Uhr, in dem Nathause zu Hungen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen, bis spätestens zum 4. Oktober b. Js. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. I. V.: Tr. W a g n e r. Volitische Tagesschau. Frhr. v. Mirbach erwähnt in seiner Rechtfertigungsschrift cruch feinen Besuch bei dem Sozialdemokraten Singer. Frhr. v. Mirbach sucht diesen Besuch damit zu rechtfertigen, es habe sich lediglich um den Zweck gehandelt, zu bewirken, daß das Andenken des Kaisers Wilhelm bei der S^adtverordneten-Debatte über den städtischen Zuschuß zur Zhaiscr-WilhelmEdächtniskirche nicht verunglimpft werde. Dieser Zweck sei voll erreicht worden. Die antisemitische „Staatsbürgerztg." läßt diesen Rechit- fertigungsversuch nick^ gelten. Sie meint, daß es dem Kabinettschef der Kaiserin nicht gut anstehe, als Bittender bei Singer zu erscheinen, und daß, wie überall, auch hier der Zweck niemals die Mittel heiligen dürfe. Das Blatt gibt folgende Darstellung des Besuchs des Freiherrn von Mirbach bei Singer: „Zunächst hatte Singer die Aufforderung abgelchnt, den Hofmeister zu besuchen, mit der Bemerkung, er möge, wenn er etwas von ihm wolle, zu ihm kommen, der Weg sei nicht länger als der erstere. Ms sich dann Frhr. v. Mirbach zu Singer nach dem Reichstag begab, empfing dieser ihn in dem Restaurant am sozialdemokratischen Fraktionstische, hörte ihn gnädig an und gab dann in hönischen Worten seinem Erstaunen über den Besuch und das „Ansinnen" des Herrn Oberhofmeisters laut lachend Ausdruck. Die Situation, in die Freiherr von Mirbachs sich damit gebracht hatte, war für ihn und andere gewiß eine höchst peinliche, und Herr v. Mirbach hätte besser getan, in seiner Rechifertigungsfcklrift darauf nicht zurück- zukommcn. Uevrigens behaupte-t Singer, er wäre nur gebeten worden, mit seinen Freunden für die Forderung zu stimmen, von einer weiteren Bitte, eine Beschimpfung des Andenkens der beiden Kaiser zu unterlassen, sei ihm nichts bekannt." * Ein Schwurgerichtsprsfident über die Schwurgerichtsreform. Aus Dresden wird der „Voss. Ztg." aeschrieben: Bei der Eröffnung 5er fünften diesjährigen Sitzungsperiode dss ^xHwurgerichts führte der Vorsitzende, Landgerichtsdirckwr Tr. Becker, a us, es sei bekannt, daß die Zuziehung des Laien- elemmtes zur. Rechtsprechung überall auf der Erwägung beruhe, es sei zweckmäßig und notwendig, die kastenmäßige Absonderung c Zchterlichm Zunststandcs zu verhindern und seine Fühlung und Anlch '.ung an das praktffche Leben und dessen Auffassungen organisatorisch zu sichern. Im schwnrgerichtlichen Verfahren finde sich ^aber überdies der Gedanke verkörpert, daß die Entscheidung der Äckuldfrage jeder berufsrichterlichen Einwirkung tunlichst entzogen toerd n solle. Recht und Unrecht soKe sich hier nach Normen entscheiden, die ohne jede fachwiffenschaftliche Ausbildung ein Allgemeingut der Nation und der Lebenserfahrung geworden seien. Unverkennbar stelle eine derartige Auffassung gesteigerte Anforderungen an die geistige Kraft und an das Erkenntnisvermögen des Einzelnen. Sie trage aber auch andererseits die Gefahren in sich, das- Reckst und Gesetz in ihrer praktischen Anivendung von Zufälligkeiten abhängig winden, die ihr im Interesse einer geordneten Rechtsprechung mögliclsst sierngehickten werden müßten. Nm deswillen mcwf'r sich ja gerade jetzt wi-dernm eine Strömung geltend^ die die d ito-orcn enge richte beseitigen imb sie durch große Sch'ifeng-''richte ersetzt wissen wolle. Niemand vermöge noch zu sagen, ,,n welchem Ergebnis man gelangen werd.*. Nur so viel scheine fid< r ,n sein, daß eine Form gesucht und gefunden werden nritrbc, die r inneren Zusammenhang der berufS- und laien- richterlichen Faltoren auch bei b.-r Gewinnung des Nichlcrspruchcs nuhi als bisher sicher stelle und ihn gewährleiste- Deutsches Deich. Berlin, 22. Sept. In der Presse ist verbreitet worden, der Kaiser habe während seines jüngsten Besuches in Mona die dortigen Polizeibehörden wegen ringe-, nügender Absperrungsmaßrcgeln getadelt und die Bestrafung einzelner Beamten angeordnet. Die „Rordd. AUg. Ztg." stellt fest, daß an dieser Geschichte kein wahres Wort ist. — Die erste Wohnung des zukünftigen kronprinz- 1 ich en Ehepaares wird, wie wir dies schon kürzlich melden konnten, das Stadtschloß in Potsdam sein. Mitte Januar soll die Hochzeit des Kronprinzen stattfinden. Das junge Paar wird dieselben Räume bewohnen, die der Kaiser mit seiner jungen Gemahlin einst als Prinz Ml- helm bewohnt hat. ' — Zur Nachwahl in Jerichow I und H hat die Deutsche Reformpartei beschlossen, das durch den Tod des Fürsten Herbert Bismarck erledigte Mandat dem Rechtsanwalt Dr. Wohlfahrth in Genthin zu übertragen. — Die „Ncckionallib. Korr." meldet: Bei der nächsten Etatsberatung im Reichstage werde aufs neue der Fürsorge für die Stärkung des Unteroffizierstandes Rechnung getragen werden. Hamburg, 22. Sept. Der Bürgerschaft ging vom Senat ein Gesetzentwurf betr. Pensionierung der im Staatsdienst beschäftigten Arbeiter zu. Bremen, 22. Sept. In sozialdemokratischen Kreisen nimmt man nicht an, daß Schippe! aus der Partei aus treten! werde; man erwartet lediglich von ihm, daß er sich in den Fragen der Schutzzollpolitik Reserve auferlegen werde. Detmold, 22. Sept. Der Grafregent, der schon lange leidend ist, ist seit mehreren Tagen wiederum an das Zimmer gefesselt; er leidet an MembesckMerden und Schlaflosigkeit. Auch der Appetit ist gering. Po sen, 22. Sept. Der Minister des Innern ordnete an, daß in amtlichen Kreisb 1 ättern keine Ans- noncen mehr in polnischer Sprache ausgenommen werden dürfen. Dresden, 22. Sept. Der König ist seit mehreren Tagen an einem Luftröhren- und Bronasialkatarrh er* krankt und genötigt, das Zimmer bezw. das Bett zu hüten. Fieber besteht nicht. Die vergangene Nacht war durch starken Hustenreiz und dadurch vermehrte Atemnot vielfach gestört. Ausland. Haag, 22. Sept. Der Finanzminister hat der Kammer heute den Staatsvoranschlag für 1905 vorgelegt. In demselben werden die Ausgaben auf rund 175 Millionen, die Einnahmen auf rund 166 Millionen Gulden veranschlagt. Cs ergiebt sich somit ein Deszit von 8,8 Millionen Gulden. Die Marineausgaben werden um eine halbe Million herab-, die Militärausgaben um 2 00 000 Gulden heraufgesetzt. Das Extraordinarimn ist mit rund 5,5 Millionen Gulden dotiert. Dadurch ermäßigt sich der Fehlbetrag des Ordinariums auf rund 3,3 Millionen Gulden. Dieser soll durch Erhöhung der Steuer auf alkoholische Getränke und der Einkorn menst euer gedeckt werden. Madrid, 22. Sept. Großes Aufsehen macht ein Schreiben des spanischen Prätendenten Don Carlos an seinen Sohn Don Jaime, worin dieser mit sofortiger Enterbung bedroht wird, wenn er nicht seine in einem französischen Blatte veröffentlichten liberalen Aeußer- ungen widerrufe. Paris, 22. Sept. Die Kellner der Restaurants und Casss stellten in einer Versammlung die Forderung auf, daß das Trinkgelverwesen abgeschafft und ihnen in jeder Wock)e ein Ruhetag gegeben werde. Als beim Verlaßen der Versammlung etwa 50 Teilnehmer die Internationale sangen, forderten die Polizeibeamten sie auf, aufzuhören. Es entstand ein Gedränge. Als die Beamten zu Verhaftungen schlitten, kam es zu Tätlichkeiten. Die Ru.hestörer warfen mit Steinen nach den Polizisten. Mehrere Personen wurden unerheblich verletzt. Die Ordnung wurde alsbald wieder hergestellt. Rom, 22. Sept. Der 10. Internationale Freidenkerkongreß beschäftigte sich in den einzelnen Sektionen mit Spezialberatungen, wobei sich namentlich die Verhandlungen über die Trennung von Staat und Kirche häufig zu dramatischer Höhe erhoben. Besonders die spanischen Delegierten entfesselten Beifallsstürme. Die Romanen drücken dem Kongreß überhaupt die Signatur auf, so daß weniger Welt- anschauungSfragen, wie die Deutschen und speziell Häckel gewünscht hatten, als vielmehr aktuelle politische Fragen der romanischen Länder erörtert werden. Heute wurden Kränze niedergelegt an den Denkmälern von Giordano Bruno und Garibaldi. Der Vatikan hält als Protest gegen die Invasion der Freidenker in Rom bis nach dem Schluß des Kongreßes demonstrativ alle seine Sammllmgen geschloßen, dagegen bat bec Unterrichtsminister den Kongressisten unbeschränkt freien Eintritt in alle Sammlungen von Rom, Neapel und Pompes bewilligt. Belgrad, 22. Sept. Die heutige Trltpp enreoue nahm bei günstiger Witterling den programmäßigen Verlauf Derselben wohnten außer der königlichen Familie Erbprinz Danilo von Montenegro nebst Gemahlin, das diplomatische KorpS und die Spezialgesandten bei. Während deS Defilierens der Artillerie wurde das Pferd des König? außerordentlich unruhig, es gelang dem König nur mit großer Mühe, eS zu benlhigen. Nach der Revue kehrte der König mit seinen Gästen nach der Stadt zurück. Der König hat von vielen Staatsoberhäuptern zum Teil prachtvolle Geschenke erhalten. So sandte u. a. der Zar ein wertvolles silbernes Geschenk und der Sultan prachtvolle arabische Pferde. Petersburg, 22. Sept. Auf den Stadthauptmann von Odessa, General Neidhart, wurde ein Anschlag verübt. Bei einer Ausfahrt des Generals näherte sich der Attentäter dem Wagen und gab aus der nächsten Nähe einen Nevolverschuß ab, der fehlging. Der Angreifer wurde verhaftet. Aer Krieg zwrstLen Iopov imb Anßland. Die Schlacht bei Mukden. dem Kai scr vom sind Feilte B r r s,T c r a 1 l unter bebe u tenben 3 e n. Sir machten mehrere Go» ine Anzahl Gewehre uub ö e t n b am ‘20. < r|rt. in en Angriff über, wurde ibcr Verlusten zurückgcs ch 1 fange ne und erbeuteten Marschall Oyarna ist die mit ulten streckegischien Mitteln kühn berechnete Zertrünrnrerung des feindlichen Heeres bei Liaujang nicht gelungen. Aber zähe hält er an seinem! Plane fest, und nachdem er seinen, infolge des mehrtägigen heißen Ringens um Liaujang vollständig erschöpften Truppen die unbedingt nötige Ruhe gegönnt, die in Inkan gelandeten Reserven herangezogen und die Proviant- mcht Munitionsvorräte ergänzt hat, hat er den Weiternrarsch nach Norden angetreten. Hier erwartet ihn hinter dem Hunho vor Mukden Kuropatkin, der auf seinem stra- ^gisch meisterhaft durchgeführten Rückzug über den Dait- seho hier Halt gemacht hat, um seinem zähen Gegner no ' Vermarkungen erwelttn^ Petersburg. 22. sept. (nr.V-ff u r o P« t Tin mcIM dem Kaiser vom 2t. b. M.: Auf der eJ! h \ r o n t .lrince sind keine D-rö-V-runaen knnaetr.-'eir. Berräckeik zufolge ging der emc unserer vlv- hatte, zweimal zum Die Kaisergrader bei Mulden. Der Vv-rnunLch her 15437 Kriegervereins. 26156 60019 82524 42331 74514 90695 53326 77023 91765 26433 27085 33511 34273 61294 68372 72697 73546 83398 86586 88710 89452 verkehr mußte längere Zeit über den Personenbahnhof geleitet werden, bis beide Geleise freigemacht waren. fc. Alzey, 23. Sept. (Eigener Drahtbericht.) In Mommenheim brachen heute nacht Diebe in das Stationsgebäude ein und schleppten den Kassen- schrank fort, .den man heute früh erbrochen und leer ausfand. Die Diebe sind noch nicht ermittelt. Frankfurt a. M., 22. Sept. Wie die Blätter melden, wurde der 24jährige Theaterdirektor Ludwig Volkmann aus Wien wegen Zuhälterei verhaftet. Kleine Mitteilungen aus 5) essen und^den Nachbarstaaten. In Nie d e r - Be ssing en findet Sonntag, den 25. und Montag, den 26. September Kirchweih statt, verbunden mit dem 30jährigen Stiftungsfest des Flensungen, Mücke. Einquartierung, Laubach 1300 Mann. fecht wieder auf den Höhen um Grünberg ausgenommen; es setzt sich dann über Wirrberg, Queckborn nach Burkhardsfelden, Steinbach und Gießen fort. Mehrere Unfälle ereigneten sich; ein Leutnant der 13. Husaren stürzte und brach ein Bein, ein Radfahrer kam bei Freienseen zu Fall und verletzte sich an Kops und Armen schwer, ein Dragoner stürzte, verletzte sich jedoch unerheblich. 4. Schotten, 22. Sept. Die Nußernte ist m der hiesigen Gemarkung eine sehr reichliche. Doch ist es bedauer- Aus Stadt und Land. Gießen, 23. September. ** S. K. H. der Groß Herzog folgt heute einer Ein-| ladung des Fürsten Solms von Lich und kehrt morgen| nachmittag nach Darmstadt zurück. ** Die Beerdigung des Stadtv. Pirr erfolgte gestern nachmittag 5 Hhr auf dem alten Friedhof unter ungewöhnlich großer Beteiligung von Leitrageuden. In der Kapelle hielt Pfarrer Schwabe eine lauge Grabrede, in der er mit sehr warmen Worten des Heimgegangenen gedachte. Er lobte sein Streben und seinen Wandel und gedachte seiner letzten Leiden und inneren Kämpfe. Er erwähnte das treue Wirken des Verstorbenen als Kirchew- Tie „Köln Ztg." mefiyet aus Petersburg: Tie Fähnriche bet Reserve erhielten die Aufforderung freiwillig bet der aktiven Armee einzutreten; nach kurzer Hebung in der Front der sibirischen Truvpenteile sollen sie auf den .Kriegsschauplatz an die stelle gefallener und verwundeter Offiziere treten. Tabakmangel. Heber den Mangel an Tabak, unter dem die japanischen Soldaten an der Front zu leiden haben, bringt die -Korea Daily folgerte Ausführungen: Sobald man einen Mann eine Zigarette rauchen sieht, ist er gleich von einer ganzen Anzatss von Kameraden umringt, die alle flehentlich bitten, ihnen doch I wenigstens einen Zug zu erlauben. Wenn die Zigarette dann endlich in ihren rechtmäßigen Besitzer zuruckkommt, beiteht ne gewöhnlich nur noch aus Asche. Vor einiger Zeit, schreibt das Blatt weiter, entdeckte ein Hnteroffizier, daß einer semer Leute im Besitz einer gefüllten Pfeife war. Er ging sofort aus den Mann zu und bot ihm ein Streichholz an. Trotzdem der Soldat I dankte, bestand der 'Sergeant darauf, die Pfeife anbrennen zu dürfen. Zögernd reichte der glückliche Beiitzer die gefüllte Pfeise, die er aber erst zurückbekam, als der Tabak ausgeraucht war. Tie japanischen Pfeifen sind nämlich nur sehr klein und fasten nicht viel Tabak. Sobald ein Soldat in die Rahe einer stelle kommt, wo ein Offizier gefangen hat, sucht er emsig den Boden ab, in der Hoffnung, irgendwo die Heberreste einer Zigarette zu finden. Ter Verfasser des Artikels behauptet, beobachtet zu haben, wie Soldaten über eine halbe Stunde lang einen Offizier verfolgten, der eine Zigarette rauchte, und sobald dieser den Rest forttrarf, stürzten sich alle aus das Kleinod. Vorstandsmitglied und berichtete, daß er in seinen letzten! Stunden mit zitternder Hand geschrieben habe, er wolle I Ruhe haben in Gott. Der Geistliche mies auf die Betätigung des Toten auf vielerlei Gebieten hin und wandte rms Wort auf ihn an: „Seine Werke folgen ihm nach." I Am Grabe sprach na chjdem Gebet des Pfarrers zunächst Oberbürgermeister Mecum, indem er namens der Stadt und des Stadtvorstandes je einen hübschen Kranz nieder-! Legte. Er bemerkte, daß es innerhalb zwei Jahren das fünfte Mal sei, daß der Stadtvorstand einen der Seinigen zum Grabe begleitet habe. Ludwig Pirr habe als Mitglied der Schlachchauskommission gutes geleistet, und als Madtoerordneter sei er vielen der Kollegen auch ein treuer Freund gewesen. T-et Stadtvorstand habe gehofft, den nun Verstorbenen noch lange Zeit unter si chzählen zu können^ und habe sich mit ihm während seines Leidens gefreut, wenn oer trank ine Besserung in seinem Befinden glaubte wahrnehmen zu können. Die Stadt werde dem Berschie- oeneu stets ein treues Andenken bewahren. Dann wurde bevorstehenden Kampfe m - meb Residenzstadt der M^mdschum haben am Hofe zu «anng hervorgerufen. In der Nähe von M u kden ' Vie bereits erwähnt, die für Hof und Gesellschaft m ; aßen Snrsergräber, in brntn die Beherrsch der Mandschurei und b« Ahnen der gegenwärtig regierenden Dtmasfic in China ruhen. Tct Pekinger Hof hat zwar, ime telegraphisch , gemeldet wurde, Rußland und Japan ersuchen lassen, die kriegerischen perationm I Mm den Kaisergräbem fernzuhalten, das Cnssi^enwiirdeiedoch mrbeantwortet gelassen. Tie Kaisergräber bet Mulden bilden an und für sich eine Sehenswürdigkeit ersten Rcmgcs^ Gatten, in welchem die Karsergräber sich befinden, zählt zu den schönsten Gärten der Welt Er fwrt in einer ^lermmg von ungefähr einer deutschen Melle von MuDen und darf ohne schrist licke Erlaubnis des Gouverneurs von Mukden von niemandem betreten werden. Der Garten ist in EreickM ichattige .llleen geteilt, welche von herrlichen Blumenbeeten umAumt und um- Wt sind. In jeder Allee isteine em ^tzcntem^l, zu sehen. In der Mitte des Parkes befinden sich die alten Graber Tung-Ling, auch orientalische Gräber^ genannt. in Herrscher der Mandschurei ruhen, eie bilden einen Hügel. auf dessen Gipfel ein Baum hervorragt. Ster auf ^sem Hügel sind verschiedene Gegenstände au^e türmt, welcheemengroven ordtao* logischen und historischen Bert haben, und zahlreiA Tempel und Helligenstätten errichtet. Im Norden des Hügels bennden sich hohe Wälle aus Srf>ren$, E den nach denBegriffmdn Chinesen aus dem Norden kommenden bösen Geistern den Zutritt zu den Kassergräbem zu erschweren. LZ^efische Asfiologen t^ilm «kt auf den Kassergräbern. um verschiedene Ereignisse voraus- bLechmn ^7 könnte ErkeMle welche die Kast'ergräberund die Tempel umgeben, haben drei Tore, deren eines, da- ^üd- tat, mit kostbaren künstlerischen Berzierungen geschmückt ist. Ganz oben an den Toren sind zahlreiche Glocken angebracht, um jebeS unbefugte Oeffnen der Tore durch das Läuten zu verratem Der» läßt man das Tor, io betritt man eine gepflasterte Allee, zu fe&mSeiten Tim Stein ®fefmtlnL Tferbe, Maul- tiere und andere, ausgestellt find. Durch diese Allee gelangt man zu den Kaisergrabem; dock der Aufenthalt m der Nähe der Graber frfbft ist auf >hr kurze Zeit bemessen. Die begleitenden Wachter mit ihren Hellebarden folgen stumm dem Besucher und lassen •ifen wenig Zeit übrig, die Kaffergräber genau zu besichtigen. nsn^rÄLnngsgeaenstSnde. Aus unserer Seite wurden ein £i,./ier und drei Mann getötet und 43"Mcmn verwundet, von hrrmr viele bereits zur Front zurückgckehrt sind. Shanghai, 22. Sept. (Reuter.) Es verlautet, die Man- bschus in Peking seien sehr darauf bedacht, die llnterstützung der fremden Mächte zu erlangen für die Nötigung Japans die Mandschurei an China bedingungslos zurückzugeben. .Die schlügen vor, daß zu diesem Zwecke eine besondere Mission an die euro- vüffchcn Höfe entsendet werde. Port Arthvr. Tokio, 22 Sept. Meuter.) Obwohl die amtliche Bestätigung fehlt, scheint sicher zu sein, daß die Japaner das §v ro patkin fort und eine andere Anhöbe westlich von ^tze- schang besitzen, die sie in einem verzweifelten Ansturm! nahmen. Men Versuchen der Russen, diese Stellungen wieder^ zu erobern, wurde erfolgreich Widerstand geleistet. . Tsingtau, 22. Sept. (Reuter.) Ein amerikanischer Kaufmann Davidson, aus Port Arthur kommend, ist hier eingetroffen. Derselbe erklärt, die Japaner hätten vor einiger Zeit die W a f \ e r* Leitung von Por t Arthur abgeschnitten, seitdem sei die Garnison für die Wasserversorgung auf Kondensawren angewiesen. Wenn der Kohlenvvrrat ausgehe, müsse die ^tabt dos Wasser der unreinen Eingeborenenbrunnen verwenden. Loudon, 22. Sept. Das Reutevsche Bureau erfährt aus durchaus zuverlässiger Quelle vom 21. September auS Shanghai, die russische Flotte von Port Arthur sei entschlossen, wegen des ununterbrochenen Bombardements des Hafens in dieser Woche einen Ausfall zu machen, um nach einem neutralen Hafen ?u entkommen. Don der rusfischen Reserve. Korps manöver haben gestern, am 22. d. M., begonnen. Die 21. Division war vorgestern auf der Linie Romrod- Groß-Felda-Freienseen konzentriert, die 25. (hessische) Division in und um Gießen. Die Truppen der 25. Division verließen gestern früh ztvischen 4 und 5 Uhr ihre Quartiere und lnarschierten auf der Straße Gießen—Grünberg gegen bte feindliche 21. Division. Diese war aus Romrod-EhringS- Hausen-Freienscen aufgebrochen, und rückte über Burg-Ge- vetmuepre»* münden, BernSseld, Atzenhain gegen Grünberg vor. Beide * Essen a. d. Ruhr, 22. Sept. Der Fehlbetrag, Divisionen stießen auf den Höhen nördlich von Grün berg der in der Borbecker Kredit- und Sparbank rn-> zusammen. Zwischen Reinhardshain, Wirrberg, Göbelnrod, folge der UntcrfcfiTagnngen des Direktors Hollmann ent- Grünberg, S^nqVnrod, Beltershain entwickelte sich gegen standen t.st, beträgt^^nach^e,idgl tiger9Mc>00ML 9 Uhr das Gefecht. Auch der Grosiherzag wohnte mit seinen Dre Ernleger erhalten vorlaufrg 33'/- Prozent. Tre ckktw- Gasten dem Gefechte bei; er traf um 9 Uhr per Automobü nare.gehen 1«, 22, Sept. GrosieS Aufsehen oon Romrod m Grnnberg em und r,tt dann.auf dm Wart. I biec\mb( der Umgegend die Verhaftung des berg nördlich Grunberg, von wo er das Gefecht besichtigte. » m c i n d c s ch r e i b c r S Fuhr wegen Unregel. Die Bevölkerung Grünbcrgs hatte ihm bei seinem Eintreffen bU $icnfj, $cr 33ctf)affctc wurde in das Land- am Bahnhof ^ne Huldigung dargebracht. . I'- ^neqervercine naä) Zweibrücken verbracht. des Bezirks Grunberg hatten am Bahnhof Ausstellung ge- 9 , Paris 22. Sept. Die Gräfin Lonyay ist in nommen, die Schulen bildeten Spalier. Gegen 3 Uhr rourbc cinem bem Hotel Westminstlw, in deut Luise von Kodas Gefecht abgebrochen und die Truppen marschler.en inLurgz ihre Schwester wohnt, nahe gelegenen Hotel ab* ihre Quartiere bezw. ins Biwak. Von der 25. Division bezog gestiegen. Gräfin Lonyay hat sofort nach ihrer Ankunft die 50. Brigade (117 u. 118) Biwak in der Nähe von Grün- mi die Prinzessin Luise einen sehr herzlich gehaltenen Brief berg. Die 117. haben westlich Grünberg an der Straße nach gesch-ricbeu und sie um eine Zusammenkunft gebeten. — Göbelnrod, die 118. östlich am Ziegelberg Biwak. Wenn Die Begegnung fand heute nachmittag Mtt. Sie wahrte drei, das Negenwetter anhätt, kommen die beiden Regimenter nach Stunden und führte zu einer vollständigen Aus- ""6re9 'S Zessin Namens Echeros, die Tochter Hilmi Paschas, des' früheren General-^Adjutauten des Sultans^ ist hier einge-. troffen. Es gelang der Prinzessin, dem Harem ihreL Gemahls, des kaiserlichen P^zen Lan^y, zu en tflieh en und sich am 25. Juli mA dem Fürsten Sergius Ura*: sow zu verheiraten. Die Affäre erregt in Konstantinopel großes Aussehen. . * Aus den Bergen. Bei Seanfs tut Engadr^ wurde ein gewisser Jakob Edelmann auf der Gemsjagd durch u . ' - ,/T1 , , ... Steinsturz getötet. Bei Valendas wurde der Verglich, daß nicht auch rote andere Fruchte bte ^usse abgesetzt Wieland durch einen- -unversehens losgegangenen? werden können. Die Stadt Schotten kann mehrere Waggons chuß sein e s eigenen (Setoefjr§ g e tö tct. ‘SOn fttaur Nüsse liefern. senpasse ist ein gewisser Bissig tödlich ab'gestürzt. 8. Herchenhain, 22. Sept. Bei der soeben beendigten * Ein Familiendrama in Mannheim. Als der Bürgermeisterwahl der hiesigen Gemeinde wurde der Privatmann DubS im Säuferwahnsinn seine Frau unb feine1 Sparkassenrechner König mit 65 Stimmen unter 80 Wahl- I $u Besuch dort weilende Schwiegertochter mißhandelte, kam> berechtigten einstimmig gewählt. Der seitherige Bürger- der Stiefsohn des DubS seiner Frau und Mutter zu Hilfe und' meister, Landtagsabgeordneter S. Weidner, ist damit unter- gQb sechs Revolverschüsse auf den Stiefvater ab, wovon wer legen. . I trafen. Dubs und Schwiegertochter wurden schwer verletzt 8. Friedberg, 22. Sept. Die Obstausstellung Ij^s Krankenhaus gebracht. im Saalbau wird am 29. September durch den Vize- * Ein Schwindler im geistlichen Gewände., Präsidenten des Oberhessischen Obstbauvereins, Kreisrat Fey, Der ^Petter" d'Orval, der seinerzeit fässchlich als der eröffnet. Sie wird beschickt von 66 Ausstellern aus dem von der fianzösischeu Polizei gesuchte Domherr Rosem Kreise Friedberg, 44 aus dem Kreise Gießen und einigen aus f e r g in Smyrna verhaftet und nach! Paris übergefuhrtz den Kreisen Alsfeld und Lauterbach. Gestellt sind 97 Preis- worden war, hat den nreyen cn Dieser Vater ist in Wirklichkeit etn Schwindler Namens aufgaben, welche von 220 Nummern besetzt werden. Ins- ef r V t 1 Holland gebürtig. Er gab sich in Mailand, besondere sind unter diesen angemeldet größere Mengen Obst reaEan^ Neß sich von den I von mindestens 10 kg einer Sorte, dann diejenigen Auf- ^Erern unterstützen und verübte auf Grund einer gefässch- gaben, welche die besten 10 Apfelsorten einer Gemeinde ntn» L (^febtung des Bischof von Vrndisi zahlreichem fassen. Schwindeleien. Bor dem Gericht bertxrßiigte er sich sehr« sd Darmstadt, 23. Sept. (Eigener Drahtbericht.) geschickt. Gorter, der bereits in Deutschland und Oester- Prinz Ludwig von Battenberg und Gemahlin und reich vorbestraft ist, wurde zn 2i/3 Jahren Gefängnis krinl und Prinzessin Andreas von Griechenland und 360 Fr. Geldstrafe verurteilt. (Der Oberstaatsanwalk Iwerden "heute^nachmittag mit Gefolge wieder in ©^06 ^. ©äytnibt ^at Diefeut I genügen berg eintrlssen - Der der Mordtat von Döring Pseudomönch tm Neuen Plwvaleinemteressante Abhang IÄÄp ist M aus der Haft eut.°ss-n w-rd-n. lun-.gK^ D.^. sd. Darmstadt, 22. Sept. Der Ausschuß zur Vor- ^^ZSimplontunnels sind in den letzten Tagen außer- bereitung der Feier des 400. Geburtstags Phllippsl^^^^ da man auf ein bröckeliges Gestein! des Großmütigen am 10. November d. I. trat heute das durch ungeheure Mengen heißen Was- abend im Kaisersaale hier zusammen. Es waren u. a. im sers in eine schlammige Masse aufgelöst tniri» ^amen der Stadt Bürgermeister Dr. Glässing, im Namen Gestern wurden durch einen Felssturz- ein <Ärbeiter ge- d-s Großherzogs Geh. Kabinettsrat Nömheld, sowie Vertreter tötet und drei schwer verwundet. des Eoang. Bundes, für die Techn. Hochschule Prof. Linke ' Der Fähnrich und der Anwalts dien er DaS sowie rahlreiche Vertreter hiesiger Vereine erschienen. Den .Bert. Tagebl.« meldet aus Strasibiirg folgenden sonder- Vorsitz führte Prof. Knoll. Zunächst wurde ein weiterer baren Vorfall. Der Bursche eines dortigen Rechtsanwalts, Auslckutz von 12ll'Personen, der sich aus allen Schichten ein Bayer, macht- eine Besorgung per Rad, als er einem l der diesigen Bevölkerung zusammensetzt, gewählt. Zur Mit- F-ähnrtch begegnete, der ihn, da er Livree trug, für einen Wirkung an dem Festspiel haben sich schon eine Anzahl Per- Offiziersburschcn hiekt, und ihn wegen R,chtgr,chens zu sich innen aemcldet doch werden noch Iveitere Meldungen ent- heran rief, tmb zwar mit sehr erregter Stimme. Nichts gegengenommen. Böses ahnend, folgt der Diener der Aufforderung, um zu i Mainz, 23. Sept. Im großen Saale der Lieder- seiner Uebcrraschung von dein Fähnrich aufs heftigste an» täfel begann gestern der 12. Delegiertentag deutscher gefahren zu werden. Aber der Bayer antwortet aus seine I He dämmen. Geh. Medizinalrat Dr. Neidhardt vom > Art in seinem Heünatsdialekt, den Fähnrich duzend, er möge erhellt. •* Vom Manöver des 18. Armeekorps. Die 93289 95890. (Ohne Gewähr.) « Probe-Alarm der Feuerwehr. —----------- hatte der Oberbürgermeister einen Probe-Alarm, welcher lclt [ciftcn unb wurden zum Teil stark beschädigt. Der Guter- 3 Jahren nicht stattgefunden hatte, angeordnet, um sich per- l - . <-> »- - nofoifpf sönlich davon zu überzeugen, ob auch alles für den Ernstfall bei der Feuerwehr bereit sei. Von allen Seiten kamen die Angehörigen der städtischen Feuerwehr herbei; aber auch zahlreiche Zuschauer fanden sich am Brandplatz ein, um der sich entwickelnden Hebung zuzusehen. Auch die Gail'sche Feuerwehr war beteiligt. Während der Hebung war daS Angriffsobjekt, die alte Bibliothek, durch einen Scheinwerfer 91 3 UVL 1 ........... 0"- V-' ' verschiedenen angenommenen Anträgen wurde die Hebammen- gnni^ Icbranftalt in der Hafenstraße besichtigt. — Eine Fachaus- Q9Hßn fteltung schließt sich der Tagung an. v-uou Worms, 22. Sept. Gestern nachmittag liefen im . hiesigen Bahnhof zwei abgestoßene Güterwagen einem aus- ©eitern a6enb fa()rcnbcn Güterzug in die Flnnke. Sechs Wagen ent- miaftrauSOTwetnbc und bc$ et). Mrchenvor- ©roßherzoglichen Ministerium, Abteilung für ©esundheits- st^ndeu gesprochen und etn Krauz niodergelegt; im Namen wesen, hob hervor, wie der hessische Staat stet? Fürsorge ,ur bc3 DuriigaueH Hessen sprach Weinhändler Helm und legte foen Hebammenstand treffe. Das beweise die Errichtung der im Adamen deS AuSfchrcsses einen KranH! moder; ferner roe; Hebammenlehranstalten in ©ießen und Mainz, die ganz ' ' ■ ---------------- “‘“"en "orzüglich eingerichtet seien. Ziiin Schluffe seiner Aiis. fübrungen überreichte der Redner namens des Großherzogs den hiesigen Frauen v. Heupgen (die 50 Jahre ihrem Be- assergraoer bet würben. sprachen unb legten Kräwze nieder: im ber biefigen japansscheu Truppen auf Mukdcn imd bte ^ischerinnung Metzgemieister Sack, für den Vorstand d( bet Umgebung biefcr cbcmaligni ^ai bt- t J Turnvereins Herr Buchmkcr; für den Turnverein befinden sich. Herr Mhoff; im Auftrag des Mnnertembcrrin3 M)rcri-y- *objie' -x " b Ghiel das Verdienstkreuz Philipps des fcher-sVerbcmdes, Be-irksvereiu beider Hessen unb Nassau, G eb a u er-Berlin, begrüßte m formvollendeter Rede die er* Herr Weidmann-Wiesbaden, für die Mainzer Innung Herr schienenen Ehrengäste und erstattete hierauf den ^ayres- Heß, und außerdem ein Vertreter des hiesigen Schlachjter- bericht. Nach einem Hoch auf den Mainzer .Hebammenverem Vereins. Außerdem hatten sW 'noch andere lVertteter cmS- Herr Geh. Medizinalrat Direktor Dr. Krug einen Vor* toärtiger Vereine an der Beerdigung beteiligt. \. üon ,Erfahrungen über die Wiederholungslehrgänge für ~ Hessisch-Thüringische StaatSlottene ®J%ebOmmen im Großherzogtum Hessen-. Am Nachmittag der heute sottgesehten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende bje verschiedenen Vereinsberichte und Referate der Gewinne gezogen: 40 000 Mk. auf Nr. 91511 (nach Offen- ^rem? Breslau und Berlin über „die unbedingte Verpflichtung bach), 10 000 Mk. auf Nr. 10 (nach Worms), Gewinne von st . .Qfti,iercnben Hebammen zur Hilfeleistung". Nach i 2000 Mk. auf Nr. 8396 9780 9901 14617 15437 21613 ncrr(j.;ebcnen angenommenen Anträgen wurde die Hebammen- — em andermal sich seine Leute genauer ansehen und ferne Instruktionen studieren. Der andere war außer sich, rief einen vorübergebenden Soldaten heran, der den Diener, verhaften und auf die Wache bringen mußte, von wo man ihn jedoch bald entließ. Der Fähnrich suchte bald darauf einen Vergleich mit dem Burschen, wenn dieser wegen des DuzenS und der Beleidigung Abbitte leiste. Der Bursche ließ sich nicht darauf ein, sondern beschwerte sich beim Oberst, der indes die Handlungsweise des Fähnrichs korrekt und vorsichtig nannte, dieser wäre sogar berechtigt gewesen, dem Burschen „das Seitengewehr in den Bauch zu stoßerck, er wäre in gleicher Lage ebenso verfahren. Ueberdies werde der Bursche eine Klage wegen Beleidigung zu erwarten haben. (Diese Darstellung ist so wenig glaublich, daß man dem genannten Blatte die volle Verantwortung dafür überlasten muß. D. Red. d. Gieß. Anz.) . • Neues Briefpapier für den Kaiser ist soeben von einer Berliner Firma hergestellt worden. In mattem Hellblau gehalten, stellt es in seiner zarten Rauhung eine Nachahmung feinen Leinengewebes dar. Die Umschlagklappe und die linke obere Ecke des Bogens zeigen ein neu entworfenes Monogramm des Kaisers in reicher mehrfarbiger Prägung. Der Schild mit dem Reichsadler ist umgeben von dem Band des britischen Hosenbandordens (mit der Inschrift „Honny soll qui mal y pense“) und dies von der Kette des Schwarzen Adlers, beide eine elliptische Umrahmung bildend. Hinter dieser Anordnung erscheinen die weißen Spitzen des Johanniterkreuzes, in besten Winkeln zwei Marschallstäbe gekreuzt sind. Heber dem Ganzen schwebt die Kaiserkrone mit flatternden Bändern. Das vorherrschende Gold des Monogramms vereinigt sich, so schwärmt der „Berliner Lok.-Anz.*, mit dem zarten Blau des Papiers zu einem vornehmen Farbenzusammenklang. »Von Stufe zu Stufe. Wegen Zechprellerei wurde in Hamburg der 36jähr. Gerichtsassessor a.D. P. verhaftet. Er hatte in einer Gastwirtschaft sieben Glas zu sich genommen und wollte sich heimlich entfernen, ohne Zahlung zu leisten. Er wurde angehalten und zur Polizei sistiert. Hier wurde festgestellt, daß der Verhaftete in Halle a. d. S. als Sohn eines Gymnasialprofestors geboren war. Nachdem er das Gymnasium absolviert hatte, studierte er Jura, wurde später zum Militär eingezogen, wo er es bis zum Feldwebel brachte. Dann studierte er weiter, führte aber auf der Universität ein richtiges Lotterleben, so daß seine Eltern froh waren, als das Studium beendet war und der Sohn als Referendar an ein Gericht kam. Als der Vater gestorben war, verlor der junge P. jeden moralischen Halt; er machte Schulden, die die Mutter unter mancherlei Entbehrungen decken mußte, bis der Sohn mit Mühe das Assestorexamen bestand. Er machte aber noch ferner Schulden, die ihn schließlich zwangen, den Abschied zu nehmen. Im Laufe der letzten Zeit versumpfte er derartig, daß er bis zum Pennbruder sank und Zechprellereien verübte. In seinen Taschen wurden verschiedene gerichtliche Vorladungen gefunden. Er erklärte, er sei froh, daß er verhaftet würde, denn nun hätte er wenigstens Obdach für die Nacht gefunden. * Von einem Löwen zerfleischt. Fran Luise Drohsuer, die unter dem Namen „La Goulue" einen Weltruf hatte, als die naturalistischen Tänze im Pariser Moulin Rouge en vogne waren, die aber seither dem Tanzboden Valet gesagt und sich nach der Verheiratung mit einem Menagcriebesitzer mit dem Bändigen von wilden Tieren beschäftigte, ist auf dem soganannten „Mirlitons"-Feste von Saint-Cloud von dem LÄven Nogus deartig zugerichtet worden, daß sie wohl kaum mit dem Leben davonkommen wird. Die Bestie war von dem amerikanischen Bändiger Bostock als völlig undressierbar ausrangiert worden; die Goulue hatte sich aber in den Kopf gesetzt, sie zu bändigen, trotzdem ihr von allen Seiten davon ab geraten wurde. Der Löwe sprang, als sie ihn während der Vorstellung mit der Peitsche bedrohte, auf sie, packte sie und warf sie zu Boden, worauf er sich über sie kauerte und ihr Gesicht mit den Zähnen und den Krallen bearbeitete. Vergeblich stießen die ZWärter sichre Eisenstäbe ihm in die Seiten; er ließ sich nicht von seinem Opfer abbringen, und erst, als jemand ihm mit einer Zange die Ohren halb hercck»riß, während ein anderer einen Dreizack ihm in die Weichen stieß, konnte man ihn von der unglücklichen Bändigerin losbekommen und diese schwerverletzt in Sicherheit bringen. * Das Billardspiel im Löwenkäfig. 'Aus London, wird ^geschrieben: Einen tollen Streich führten die Brauereibesitzer Hutchlngs und Jackson in Dudley aus, als sie am Samstag abend in der dortigen Empire Music Hall aus purem Brav ad o eine Partie Billard in einem großen Käfig spielten, in dem sechs Löwen ihre Zuschauer bildeten. Das Publikum wurde ersucht, sich ruhig zu verhalten, um die Tiere nicht aufzuregen, vergaß sich aber, und dies brachte die Löwen in solche Aufregung, daß einer aus der Ecke brach und, nachdem er zweimal um den Billard tisch gelaufen, sich brüllend aus Gitter stellte. Er wurde von der Löwenbmrdigeriu zurückgetrieben, ohne daß die Herren sich dadurch in ihrer Ruhe und in ihrem Spiel hätten stören lassen. * Die amerikanischen Krösusse. Nach den jüngsten Steuerveranlagungen in den Vereinigten Staaten ist, wie dem „B. T." geschrieben wird, der Grundeigentumswert der größten Steuerzahler im ganzen Lande: M. Field, Chicago, 40 000 000 Dollars, I. I. Astor, Newyork, 35 300 000 Dollars, W. Weightman, Philadelphia, 30 000 000 Dollars, Wm. W. Astor, Newyork, 27 500 000 Dollars, L. Z. Leiter, Chicago, 13 000 000 Dollars, Otto Ä)oung, Chicago, 10 350 000 Dollars, H. E. Frick, Pitts- burg, 10 000 000 Dollars, F. White, Baltimore, 8 000000 Dollars, W. Cheßman, Denver, 6 000 000 Dollars, I. M. Sears, Boston, 4 500 000 Dollars. Von diesen zehn reichsten Grundbesitzern ist Weightmann in Philadelphia .kürzlich gestorben und hat seine einzige Tochter zur Universalerben! eingesetzt. Fields Reichtum ist natürlich ebensowenig wie 'der der übrigen Großgrundbesitzer durch die Ziffern der Steuerbehörde erschöpft; man schätzt vielmehr sein Gesamtvermögen, das zum Teil in Werten der Pulman Car Co. angelegt ist, auf etwa 250 000 000 bis 300 000 000 Doll. Unter den Steuerzahlern, die mit beweglichem Vermögen hoch eingeschätzt sind, stehen obenan Carnegie mit 5000 000 Doll. Einkommen, John D. Rockefeller mit 2 500 000 Doll, und Rüssel Satze, der bekannte Newtzorker Geizhals, mit 2 000 000 Doll. Die ^bereinigten Staaten fcnneit bisher keine Steuergesehe, die es gestatteten, die Reichen ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend her anzuziehen. Hauptein- nahulequelle ist und bleibt vorläufig der Einfuhrzoll; eine Einkommensteuer befürworten nur die Radikalen. • AuS den .Meggendorfer Blattern*. lleber- legen. Studiosus Streber: .Fürchtest Du nicht auch, daß uns aus der Frauenemanzipation eine gefährliche Konkurrenz erwächst?" — Studiosus Süffel: „Ach, Mumpitz, das Frauenzimmer möchte ich sehen, das mich untern Tisch trinkt!* Wniversttäts-Wachrichten. Freiburg t Br., 22. Sept. Der Großherzog ernannte den etatsmäßigen a. o. Professor der Mineralogie und Kristallographie Dr. Alfred Osann, Direktor des hiesigen mineralogischen Instituts, der erst kürzlich einen ehrenvollen Ruf als Ordinarius an die Universität Gießen ablehnte, zum ordentlichen Honorarprofessor. Kunst und Wissenschaft. Edinburg, 22. Sept. Die Verhandlungen der aus Juristen aller Länder zusammenges-tzten Institute für Völkerrecht wurden heute eröffnet. Zu Mitgliedern wurden gewählt: Gram-Norwegen und Tr. Ullmann-München, zu korrespondierenden Mitgliedern: Professor Dr. W. Kaufmann-Berlin, Professor Andre Mandelstamm-Vctersbuvg. Der Vorsitzende, Lord Reay, betonte die Notwendigkeit der Einberufung einer internationalen Konferenz und der Beratung über die Frage der Kontrebande. KirÄkiche YaHrickten. Evangelische Gemeinde. 17. Sonntag nach Trinitatis, den 25. September: Hotlesdleuü. In der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Zn dem am Sonntag nachmittag stattfindenden Ausflug der Konfirmierten nach Ziegenberg—Nauheim werden noch die Mitglieder der Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde eingeladen. Zusammenkunft am Bahnhof um 17< Uhr. In der Johanneskirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. HollesdieuS. Samstag, den 24. September 1904. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 25. September 1904. 18. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Meße, vor und in derselben Allsteilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. „ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2l/t Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Montag abend 67? Uhr ist Jubiläums-Andacht mit Segen. Donnerstag vormittag um 7 Uhr ist Segensmesse. Israelitische Religionsgemeinde. Hottesdirnst in der Synagoge (Südanlage). Samstag den 2 4. und Sonntag den 25. September 1904. Laubhütterrfest. 1. Tag: Borabend: 6 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4.00 Uhr. 2. Tag: Vorabend 7.00 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Abends 7 Uhr. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 22. September 1904. (Mitaeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prioat-Diskont 37* Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit.... 206.75 206.40 Deutsche Bank . . . 225.70 225.62 Darmstadter Bank . . 142.00 142.00 Bochumer Guß . . . 206.25 206.30 Harpen er Bergbau . . 214.10 213.90 Tendenz: Schwach. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 35 Ochsen, 8 aus Oestreich, 1 Bullen, 0 aus Oestreich, 55 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 721 Kälber, 200 Schafe und Hämmel, 345 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht • Ochsen 1. Qualität 75—76 Mt., 2. Qual. 70—72 Mk., 3. Qual. 63—67 Mk.; Bullen l. Qual. 63 bis 00 Mk., 2. Qual. 00—00 Mk.; Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2. Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 57—59 Mk, 4. Qual. 48—50 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 83—87 Psg., Lebendgewicht 49—52 Pf., 2. QUal. 74—78 Psg., Lebendgewicht 44—47 Psg^ 3. Qual. 58—61 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Psg., Schafe: 1. Qual. 68—70 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. 59—60 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Psg., 3. Qual. 53—55 Psg., Lebendgewicht 00—00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. September 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit ÖD S ß Windstärke Wetter 22. 2“ 747,2 8,6 7.2 87 ENE. 4 Regen 22. 956 748,0 7,8 7,2 93 NNE. 4 Bed. Himmel 23. 7»6 748,2 8,0 7,0 88 NE, 2 n w Höchste Tk vnpera tur am 21. b is 22. Septen iber = = 4- 9,40 C. Niedrigste - w 21. „ 22. = 4- 5,10 C. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. l Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 24. September: Vorwiegend trüb, Temperatur wenig verändert, Regenfälle. Im Süden vorübergehend Aufheiterung. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener TlnzeigerS. Berlin, 23. .Sept. Major v. Glafenapp, der Führer der Marius Infanterie-Division in Deutfch-Sildwestafrika, hat am Mx b. M. von Sw-akopmund die Heimreise au ne treten. Berlin, 23. Sept. Das Begräbnis von Emil Thomas, dem bekannten Komiker, auf dem Kirchhofe der Kaiser Milhelm-^dächtnis'kirche gestaltete sich zu einer inrpo- fanten Volkskniidgebnng. Tie offiziellen Theaterkreise waren vollzählig erschienen. .Mehr als 10000 Menschen nahmen an der Beisetzung teil. .Die Kränze türmten sich zu Bergen auf. Mannheim, 23. Sept. Wie die „N. Bad. Landeszrg."' meldet, ist Direktor I. Hofmann, früher Direktor des Kölner Stadttheaters, zum Intendanten des hiesigen Hof- und Nationaltheaters gewählt worden. London, 23. Sept. Nack einer Meldung ausl Kapstadt ist dort von einem deutschen Fawner ein Privatbrief eingegangen, wonach die Vondelzwarts sich neuerdings erhoben hätten. Alle Eingeborenen in Deu ts ch - Südwestafrika seien im Aufstande. Die Schwierigkeiten für die deutschen Truppen wachsen fortwährend. London, 23. Sept. Wie aus Beaufort West gemeldet wird, empfahl General von Trotha dem Kaiser die Verleihung von Ordensauszeichnungen an den "Inspektor Doon und den Sergeanten Austin von der dortigen berittenen Kappolizei in Anerkennung ihrer Tapferkeit bei einem Kampf während des 5)ottentottenaufstandes im vorigen Dezember. Sie stürzten damals unter heftigem Feuer hervor und beschützten mit der englischen Flagge eine englische Trägerabteilung, die einen verwundeten Offizier^trug. Luxemburg, 23. Sept. Der gestern abend kurz nach 1/210 Uhr hier eingesiosfene Personenzug sollte nach dem Aussteigen her Passagiere nach dem Maschinendepot gefahren werden. Kurz vor dem Maschinendepot wird die Bahn eingleisig. Ta kam der um 9.25 Uhr abends fällig gewesene Zug Remich- Mondorf-Luxemburg mit Verspätung an und stieß unter einer Straßenüberfl'hrung auf den Echternacher Zug. Von letzterem wurde ein Wagen aus dem Gleise gehoben, während von dem Remicker Zuge die Maschine zusammengequetscht wurde und sämtliche Wagen aus dem Gleise gehoben wurden. 14 Personen wurden mehr oder minder schwer verletzt. Einem Heizer wurde der Brustkorb eingequetscht. Unter den Verletzten befindet sich der Vürgermeistereisekretär Knapp und Frau aus Metz. Brüssel, 23. Sept. Wie in hiesigen Hofkreisen verlautet, hat sich feit dem Zwischenfall mit der Prinzessin Luise die Prinzessin Klementine mit ihrem Vater überworfen. Nunmehr sei es sehr leicht möglich, daß biß Verlobung mit Viktor Napoleon, die vom Könige bisher hintertrieben toorben sei, nun doch erfolge. _ . „ . Paris, 23. Sept. Gräfin Lonyay war bei ihrem gestrigen Besuche bei der Prinzessin Luise von ihrem Gatten begleitet. Nach der Unterredung unternahmen die beiden-Lchwesteru eine Automobilfahrt und kehrten hierauf ins Hotel zurück. Die Prinzessin Luise ist augenblicklich mit der Abfassung ihrer Memoiren beschäftigt. , Paris, 23. Sept. Wie bereits gemeldet, fand gestern nachmittag eine Zusammenkunft der Gräfin Lonyah mit ihrer Schwester, der Prinzessin Luise von Koburg, statt. Tas freudestrahlende Gesicht der Prinzessin Luise beim Abschied habe verraten, wie sehr sie von der Begegnung befriedigt war. Gräfin LonyaY war sehr gerührt und weinte über das Schicksal der Schwester und die Leiden, die jene erduldet. Sie sprach ihre Freude darüber aus, daß die Schwester nunmehr befreit sei und sich wohl befinde. AußerLem habe sie ihre Unterstützung zugesagt, falls die Prinzessin Luise derselben bedürfe. Tie Aussöhnung der beiden Sck?iwestern werde wohl auf den Gang der Verhandlungen mit Wien fernen Einfluß haben, sei aber von günstiger Wirkung auf den Gemütszuitand der Prinzessin. Belgrad, 23. Sept. Das Theater pars machte out die Diplomaten einen peinlichen Eindruck, weil in dem aufgeführten historischen Drama Serbien auf Konten Kroatiens, Griechenlands und Bulgariens verherrlicht ist, was allgemein 44.301 Tendeni: ruhig» 3°/o Mexikaner . . . • vo Chinesen .... 89.9o Electric. Sohuckort . . . 117.ix> Nordd. Lloyd . . Kreditaktien 208 05 Diskonto-Komniandit . • 191.00 Darmstädter Bank . < . 141.80S Dresdener Bank .... 155 30 Berliner Handelsyes. . . 170 40 Oosterr. 8taatsbahn . . • 188 50 Lombarden.....18.10 hv“/f in 100 000 Familien getrunken. Mer Stellung sucht sse/J verlange die „yeatsche yakslNkN-Noll" Winqen a. p. 7513 Meßen, den 23. September 1904. // // marinierte Heringe 7510 empfiehlt B«A man? er empfiehlt 7239 7429 sofort gesucht. 4 Zimmer 7505 echt ä 50 Psg. bei ^l^ehrere tüchtige Tüncher unb <*• Handlanger gesucht. <*ebr. Zutt. 7145 05458 LVecßbcnder 2 Zimmer 1. 2. 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