Erstes Blatt. Donnerstag 23. Juni 1904 eines unter Äet. Trotz aller Auf- nachte der „Jzumi rur Sangar-Meer- en Lloyd in ft» die von den 154. Jahrgang tjirn. Lloyd. Lool fötdjenplg- Sotfadje, daß auch bei dieser Gelegenheit ihre Leute sich heldenhaft benommen haben. Major Hoshino, einer der Ueberlebcnden von dem untergegangenen Transportschiff „Sado Maru", wurde vom Mikado empfangen, der sich den Untergang der Transportschiffe mit allen Einzelheiten erzählen ließ und über alle möglichen Details Fragen stellte. Der Major berichtete, datz, .als die Offiziere sahen, daß die Schiffe dem Untergang geweiht seien, sic die Mannschaft auf den Tod vorbereitetem Unter „Ban?,ai"-Rusen für den Kaiser ging die Mannschaft unter. Als der Mikado diesen Bericht hörte, war er zu Tränen gerührt. Neber die Deruichtuug der japanischen Transportschiffe Mai 1904. linkt. 1600mann' . 37,8 xn: 22,68-/oo. Linda im Lebensjahr: U^x Neue Heldentaten der Skrydlowschen Flotte. Petersburg, 22. Juni. Ein Telegramm des Ad- mirals Skrydlowan den Kaiser vorn 21. Juni lautet: Die am 15. Juni nach der japanischen Küste entsandte Torp.'pvabteilung uni- r Kapitän Minogratski ist heute nach Wladiwostok zumUlgekehrt. Die Torpedoboote waren bis vor den Hafen Esaschi auf der Insel Hokkaido go ahren, konnten aber roege-n Nebels rricht anlaufen. Die Torpedoboote bemächtigten sich mehrerer Han-- 4W 2 tzssrrn geben an, roic ,it au' von auswallt z werden mit Interesse ausgenommen werden. (Frauen-Rundschau, Berlin SW., Tempelhofer Ufa: 29.) *• Multatulis "Ideen und Skrzzen" (Otto Hendel in Halle, ^Bibliothek der Gesamtliteratur des Jn- und Auslandes"). Unter den neuesten Publikationen dieser Bibliothek befindet sich als Nr. 1778—80 ein Bändchen, dem der Literaturfreund wegen der Originalität und Tiefe der Gedanken Verbreitung wünscht. Schon die interesianten, von Leiden durchfurchten Züge, welche das Bild des Versaffers zeigen, sagen uns, selbst wenn wir den Namen „Multatuli" gar nicht kennen würden, daß wir eine bedeutende Persönlichkeit vor uns haben. Unter dem Pseudonym Multatuli (zu deutsch: Ich habe vieles erlitten) schrieb der Holländer Eduard Douwes Detter (geb. 1820, gest. 1887). Er trat frühzeitig in den holländisch-indischen Kolonialdienst und brachte es zu der hohen Stellung eures Assistent-Residenten. Mit rücksichtsloser Offenheit, die ihm nicht nur seine -rngesehene Stellung kostete, sondern zahllose Anklagen und Verfolgungen eintrug, deckte er die Schäden und Mißwirtschaft der holländffchen Kolonialregierung, speziell auf der paradiesisch schönen und reichen Insel Java auf und kämpfte in seinen Schriften gegen die Duldung einer schamlosen Ausbeutung der eingeborenen Bevölkerung. Aber auch menschliches Streben nach Glück mit allen Erfolgen und Enttäuschungen, das geheimste Denken, Empfinden und Wollen beobachtet Multatuli mit scharfem Blick und weiß uns darüber in noch schärferen Worten zu berichten. Der Band „Ideen und Skizzen" enthält eine Auswahl aus seinen Werken und ist wohl geeignet, uns mit der anziehenden Persönlichkeit bekannt zu ' machen und uns ein Bild von ihrem geistigen Wesen., zu entwerfen — Die d-eut)che Frau, die deutsche Kultnr und die deutsche Flotte ist ein Thema, das der auch in Hessen bekannte Redakteur der „M. N. N." Georg Fuchs im neuesten Heft der „Frauen-Rundschau"" behandelt. Die belletristische Beilage der Frauen-Rundschau enthalt, abgesehen von einer längeren Erzählung von Max Grad und einer reizvollen Reiseschilderung derFürstin zu E r b a ch-S ch ö n b e r g, einen aftuellen Beitrag über die Frau in Korea aus der Feder des Dr. M. Walther. Im Sprechsaal wehrt sich in einem längeren offenen Brief unter dem Titel „Entlobungs-Tra- gödieu" die Wiener Journalistin Luise Hall gegen Angriffe, die ihr ihre kürzlich erschienene Broschüre „Brennende Fragen" eingetragen hat. Man mag über das heutige Verlobungs- wesen, dem Lupe Hall energisch den Krieg erklärt, denken enge dein britischen Dampfer „All an ton", der erklärte, sich auf Fahrt von Mororan nach Singapore zu befinden und 6500 Tonnen Kohlen an Bord zu haben. Da Zweifel an der Neutralität der Fracht aufstiegen, wurde )ie Entsendung des Dampfers unter dem Kommando eines Leutnants, dem Seesoldaten beigegeben waren, nach Wla- di'wosto. veranlaßt, wo er vor V r i s en g r r i b t gestellt werden soll. Auf dem Dampfer befand sich ein gebildeter Japaner, der offenbar nicht zu der Besatzung gehörte. Außerdem wurden während der übrigen Kreuz- cchrt keine Schiffe gesehen. entgegenkommendster Weise entsprochen: Sachsen, Elsaß-Loth- rntgen, Bremen, Lübeck, Oldenburg, Braunschweig, Sachsen-Meiningen, Mellenburg-Schwerin, Anhall, Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe, Reust j. L., Reust ä. L., Sachsen-Altenburg, Sachsen- Coburg-Gotha, Mellenburg-Strelrtz, Waldeck-Pyrmont. In einigen Bundesstaaten schweben noch die Verhandlungen. Im ganzen wurden bis jetzt über 400 000 Merkkarten bestellt und werden in diesen Tagen zur Verteilung kommen. In ebenso vielen Familien werden also diese Karten zum Nachdenken, hoffentlich in recht vielen zur Besertigimg schädlicher Sitten veranlassen. — Ein Meister der Wellliteratur, wie Dostojewski, bedarf keiner Empfehlung, und es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man eine Schöpfung, wie den groß angelegten „Ratz- ko lnikofst^ loben. So soll auch nur an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß Kürschners Bücherschatz (Hermann Hlllger Verlag, Berlin W. 9) die gewaltige Schöpfung in seine Sammlung, aufgenommen hat und sie dort soeben als Doppelbändchen Nr. 397, 398 erschienen ist. Auch in dieser neuen Uebertragung dürfte der ,I!askolnikoff", dieses bedeutendste Werk Dostojewskis, vielfach gelesen werden und sich zu den allen neue Bewunderer gewinnen. Bekanntmachung. Bei der unterzeichneten Behörde ist die Stelle Schreibgehilfen alsbald zu besetzen. Geeignete Bewerber wollen sich binnen 8 Tagen Angabe ihrer Gehaltsansprüche schriftlich melden. Gießen, den 23. Juni 1904. Großherzoglirbes Polizeiamt Gießen. Herberg. Kekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Nordanlage zwischen Neustadt und Steinstraße Freitag, den 2 4. lf. Mts. an bis auf weiteres für Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 20. Juni 1904. Großherzoglickes Volizeiamt Gießen. Herberg. 3(D 1 1 1 Deutsches Reich. Berlin, 22. Juni. Der Kaiser ist heute früh an Bord der Yacht „Hohenzollern", von Cuxhaven kommend, im Brunsbütteler Hafen eingetroffen. Um 10 Uhr 50 Minuten fuhr der Monarch nach Kiel weiter. Die ganze Flotille folgte hinterher. Nachdem die „Hohenzollern"' am Nachmittag in Kiel an der Boje festgemacht hatte, meldeten sich die in Kiel anwesenden Inhaber von Jmmediatstellen der Marine und der Kommandant von Kiel. Um 51/, Uhv erschien der Kaiser in Admiralitätsuniform mit Gefolge auf der Terrasse der Marineakademie und übergab die dort auf- gestellten, von den Künstlern August und Fritz Krauß geschaffenen Büsten der Befehlshaber der 1848er Flotte, des Admira ls Prinzen Adalbert und des Admirals Bro mmy, dsm Inspekteur des Bildungswesens, Vizeadmiral v. Arnim. Der Kaffer besichtigte die Büsten eingehend und sprach sich über die Ausführung sehr anerkennend aus. Sodann unterhielt sich der Kaiser länger mit beiden Künstlern und überreichte jedem persönlich eine Auszeichnung: August Krauß den Roten Adlerorden vierter Klasse, seinem jüngeren Bruder Fritz den Kronenorden vierter Klasse. Um 6 Uhr wohnte der Kaiser der Enthüllung deS Denkmals für Friedrich Krupp bei. Der Kaiser unterhielt sich mit den Mitgliedern der Familie Krupp und dem Bildhauer Haver- kamp und legte dann selbst einen Kranz aus weißen Rosen am Denkmal nieder. Um 7 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Bahnhofe, um die Kaiserin, die von Ploen kam, abzft holen. Der Kaiser empfing den Oberpräsidenten von Schleswig- Holstein Freiherrn Wilmowski. — Die deutsche Kolonie in Malta hat zur Erinnerung an den Besuch Kaiser Wilhelms auf der Insel ein Prachtalbum herstellen lassen. Die auf zwei Pergamentblättern kalligraphisch ausgeführte Widmung hat, wie die „Allg. Ztg." aus Malta berichtet, folgenden Wortlautr „Diese Erinnerungsbtätter sollen den Ausdruck unvergeßlicher Freude übermitteln, welche Seine Majestät der Deuffche Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. hervorrief, anläßlich Seines hohen vom 9. bis 12. Slpril 1904 währenden Besuches auf der Insel Malta. Gewidmet als ein Zeichen der allerunter- änigsten Ehrfurcht von der deutschen Kolonie, welcher sich! in engem Vereine die englischen Untertanen deutscher Nation anschließen m ihrer Gesinnung als Deutsche, sowie die Be- wohner Maltas, deren sehnsüchtiger Wunsch eS ist, damit ihre aufrichtige Verehrung und begeisterte Huldigung zu bezeigen." — Der vom Kaiser der aktivem Schlachtflotte brid) der Me‘, Bremen, ist geM.. Zer Krieg zwischen Japan und Außland. Neue schwere russische Niederlagen? Lo n d 0 n, 22. Juni. Nack Washingtoner und Petersburger Meldungen erlitt Kuropatkin die blutigste Niederlage des bisherigen Krieges. Er wurde von den bei Hai- tsck>eng vereinigten Armeen .Kurokis, Noltzus und Okus geschlagen. Liaujang ist genommen, Stackelberg abgeschnitten. Diese Meldung ist bisher unbestätigt und mit größter Vorsicht aufzunehmen. Andere, ebenso unsichere Meldungen lauten: London, 22. Juni. In Tschifu erhalten sich, wie „Daill; Expreß" von dort telegraphiert wird, die Gerüchte, wonach General Kuroki die russische Stellung südlich von Liaujang angegriffen habe. Der erste >iampf soll mit einer nach Süden marschierenden ruffischen Brigade begonnen haben. Die Japaner rückten ihre Linien in Dreieckform bis zur Mündung des Motienlin-Paffes vor. Die Russen hatten daher zwei Fronten vor sich, deren Zentrum durch enorme Artilleriemassen gedeckt war. Tokio, 22. Juni. (Amtlich.) Eine Abteilung der Liautung-Armee besetzte gestern nachmittag Hsiung- t a 0 , 25 Meilen südwestlich von Kaiping. London, 22. Juni. Die „Daily Mail" meldet aus Niu- tschwang vom gestrigen Tage: Als am Sonntag ent russisches Korps von 1000 Mann unter dem in Niutschwang komman- t'^renben General Kondratowitsch durch den Hohlweg von Wasa n g 0 u, 10 englische Meilen südöstlich von Kaitschou, marschierte, wurde das Korps von ,im Hinterhalt liegender ja panischer Artillerie überrascht. Die russischen Verluste betragen 200 Mann. General Kondratowitsch zog sich in guter Ordnung zurück auf eine befestigte Stellung. Die Verwundeten trafen in der russischen Niederlassung bei Niutschwang ein. Auch diese letzte Meldung ist, als über England kommend, nicht ohne weiteres glaublich. Vor Port Arthur. Tokio, 22. Juni. (Reuter.) Die Japaner brachten eine T sch unke auf, welche Port Arthur verlassen hat. Die Mann- schaft berichtet, daß vor einigen Tagen zwei russische Tor- pedobootszerftörer und der (japanische) Dampfer „Shin- tanjPing" am Haftneingang auf Minen gestoßen und untergegangen seien. 140 Personen seien nrngetommeit Petersburg, 22. Juni. . Admiral Alexejew übermittelte einen V. richt des Admirals Witthöft, worin dieser mitteilt, daß sämtliche Schiffe der Port Arthur-Flotte wieder ausgebessert sind. Die Panzerschiffe stehen unter dem Befthl des Fürsten Ochtomsky, die Kreuzer und Torpedoboote unter dem Befehl des Admirals Reitzenstein. Die Tätigkeit des Wladiwostok-Geschwaders hat den Japanern zwar sehr empfindliche Verluste beigebracht, sie können jedoch einen kleinen Trost finden in der dels- und Transportschiffe und bohrten sie in den Grund, eins wurde nach Wladiwostok gebracht. Die Besichtigung der Schiffspapiere und der Ladung ergaben, daß ein großer Teil der Schisse Fische und Reis nach Saseho und Schimonoseki bestimmt, an Bord hatten. Japanische Barbarei. Petersburg, 21. Juni. Die russischen KriegÄkvrrespon- denten berichten immer häufiger von japanischen Grausamkeiten gegen russische Verwundete. Nach der Schlacht bei Wafangou sollen die Japaner russische Verwundete erstochen, gesteinigt und ihnen die Gurgel durchschnitten haben. An einem Ort hätten sie sieben Verwundete feftgenommen, gebunden, ihnen Speise, Trank und zu rauchen gegeben, bann sie einzeln herausgeführt und ihnen die Gurgel durchschnitten. .Nach einem anderen Korrespondenten sei in der japanischen Armee Befthl ergangen, Kosaken nickst leben zu taffen. Tie Verwundeten sollen ferner einstimmig autogen, daß auf japanischer Seite Freiwillige von hohem Wuchs! und nicht japanischem Typus kämpfen. und den ganzen Verlauf der gelungenen Attacke der ruffifrfjen Kreuzer. hat dldmttal Skrvdlow einen ausführlichen amtlichen Berickst erstattet, der wie folgt übermittelt wird: Petersburg, 22. Juni. Ein Telegramm des Admirals Skrydlow vom 21. Juni meldet: Am 12. Juni gmg die aus dem Kreuzer „Rossija", auf welchem der Vizeadmiral Desobrafow seine Flagge gehißt hatte, sowie aus den Kreuzern „Gromoboi" und „Rjurik" bestehende Kreuzerabteilung in See, um die Operationen gegen die Schiffsverbindungen der japanischen Armee zu unternehmen. In der Nacht auf den 20. Juni kehrte die Abteilung nach Wladiwostok zurück. Am 15. Jun: morgens sichtete das Geschwader in der Nähe der Schimonosekistraße zwei Dampfer, die es zu verfolgen begann. Der großen Entfernung wegen gelang es nicht, die Dampfer einzuholen. Gleichzeitig wurde ein drittes Schiff, der „Jzumi Maru", gesichtet. Trotz aller Aufforderungen seitens des „Gromoboi"" machte der „Jzumi Maru" nicht Halt, bis er von mehreren Geschossen getroffen war. Die Mannschaft begann über Bord zu springen, die übrigen verließen aus Befehl der „Gro- moE-oiS" den Dampfer in Booten. Die im Wasser schwimmenden Leute wurden an Bord des „Gromoboi" gebracht. Der ,^Jzumi Maur"" wurde darauf in den Grund gebohrt. Darauf wurden der „S a d 0 Mar u" und der itchi Maru" gesichtet und von der „Rossija" und dem „Gromoboi" eingeholt. „Sado Maru" hatte außer Krregs- material, Telegrapheirarbeiter, Pferde und Pontons, der „Hitchi Marn"' mehr als 1000 Mann und Kr'egtzmacerial an Bord. „Hitchi Marn"" versuchte trotz mehrerer Warn- ungsschüsse zu entrinnen, bis das Feuer eröffnet wurde. Nach Aussetzung von Booten sank der Dampfer. Von dem „Sado Maru"" fuhren eine bedeutende Anzahl Leute in Schaluppen nach den nahen Inseln Fuschima und Jki- chima. Von der ganzen Mannschaft konnten nur vier Ausländer und 25 Offiziere von dem „Rjurik"" aufgenommen werden, da die übrigen das Schiff nicht verließen. Der „Sado Maru" wurde darauf zum Sinken gebracht. Die ganze Zeit über hatte ein japanischer Kreuzer die Aktion der Mteilung beobachtet. Am folgenden Tag begegnete das Geschwader auf der Fahrt zi enge dem britischen Dampfer „All> Seife 'TM Kleines Iemsseton. — Schwiegervater, Schwager. Die Sprache eines Volkes ist das große Buch seines Lebens, baß dem kundigen 2cfcr überraschend reichlich dlusknnft gibt über Vergangenem und Werdendes in seiner Geschichte. Ein Beispiel heute aus Oer ältesten Vergangenheit! Die Wörter Schwiegervater, Schwie- .■icnnuttcr, Schwager, Schwägerin bezeichnen jetzt ebenso gut Vater, Mutter und Geschwister der einen als der anderen Ehehälfte. Ursprünglich gab es dagegen keine Bezeichnung für )en Schwiegersohn und die oben genannten Worte konnte nur ie Frau gebrauchen, um Vater, Mutter und Geschwister ihres 'Mannes zu bezeichnen, nicht auch dieser von den gleichen Verwandten seiner F-rgu. Man erkermt daraus, daß die Frmi mit i)ctn Kauf durch ihren Mann, mit der Urtterordmmg unter dessen Gewalt über Leben und Tod vollMwig aus ihrer Sippe LUssckied und sich nur noch zugehörig fühlen durfte zur Ver- iteandtschaft des Mannes. In der altdeutschen Vergangenhell ift diese Beschränkung freilich schon überwunden; so früh bat üie auf die Gleichberechtigung der männlichen und weiblichen Reihe von Mann und Frau gerichtete Bewegung eingesetzt! fe" ff“ * Jttanich' ft t Wmögcn, SB LW LkLL X10.28« Seit«64- | Mrfellt, eint Mtj. Anbau wü ^.r l -pekubltionsanbau gl- ..Zucker Ueigenie L iwtion noch ein bew Wn: 3n öandelLkn Jau. Holland: ift «D- Ackerungen Minderanbau iftülM emlichkeii! isfaaüe dem ■Den, als durchs iS, Kupier, M ,ze erstrahlt. §! i oit M .eil man »W-" ceiDeJen lgen iemen . ' ... ä», WI ö monallich7bPf^ viertel- GietzenerAnjtiaer v General-Anzeiger » «S£ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW ____ __zeigenteil: Hans Beck. — Für Kinder sind geistige Getränke schüd- lüch — dies ist die auf genauesten Untersuchungen und Beobachtungen beruhende Ueberzeugung aller Aerzte. Doch ist die Witte, schon Kinder ahr geistige Gettänke zu gewöhnen, noch so weitverbreitet! Der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Cftetränfc hat deshalb, um einmal eine Massenaufllärung in die Leihen der Mutter zu tragen, an die in Bettacht kommenden Ministerien der einzelnen Bundesstaaten die Bitte gerichtet, daß raus Anlaß des Impfens den Muttem eine kurz und klar ge- Haltenc Merkkarte (verfaßt von dem um die Bekämpfung des Tllkoholiämus verdienten Regierungsrat Quensel-Köln) verteilt Werden möchte. Die Karte beantwortet auf der Vorderseite in wenigen knappen und bestimmten Sätzen die Frage, warum und wie die geistigen (ftränfe den Kindern schaden, und auf der Uückleite die Frage, was die Frau und Mutter vom Alkohol .......—— -----—- ----- nwäjcn soll. Dieser Bitte um entsprechende Anordnung haben in wie man will, ihre Ausführungen und prakttschen Ratschläge Nr. 145 Erlch-in« «Sglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamilien- Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 9t Lang«. Redaktion, Trpeditton und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse füt Depeschen: Anzeiger Gießen. FerniprcchanichlußNr 51. T>er[tel)e-ne Schie-ßpreis ist seitens des Marinekabinetts dem Chef der aktiven Flotte, Admiral v. Köster, zugestellt worden. Der Preis besteht ans einem silbernen, innen vergoldeten Tafelaufsatz, der eine Höhe von 70 Zentimeter hat und auf einem Ebenholzsockel steht. Er trägt die Widmung: „Wilhelm II., Deutscher Kaiser, König von Preußen, der aktiven Schlachtflotte für hervorragende Leistungen im Schießen mit der Schiffsartillerie 1904*. — Der „Voss. Ztg.* wird zu den Gerüchten über die bayerische Ministerkrisis aus München gemeldet: Herr v. Riedel hat kürzlich wieder einen ganz besonderen Beweis der Gunst desPrinz-Regenten erhalten, nämlich einen Hund, den der Regent sehr gern hatte. Wer die Lebensgewohnheiten des Prinzen Luitpold kennt, weiß, daß das mehr ist, als wenn er einen hohen Orden austeilt. Stendal, 22. Juni. Gelegentlich einer gestern abend veranstalteten großartig verlaufenen Bismarckfeier, an der mehr als 2000 Personen teilnahmen, wurde eine Bismarckgesellschaft für Deutschland mit dem Sitz in Stendal gegründet. Die Ziele der Gesellschaft erstrecken sich vor allem auf die Mehrung der Bestände des Bismarckarchivs und Museums mit Schaffung eines monumentalen Prachtgebäudes in Stendal zur Unterbringung der Bismarckschätze u. s. w. In den Vorstand wurden u. A. gewählt: Oberbürgermeister Werner, Landgerichtspräsident Chuchul und Dr. Segelcken. Namhafte Beiträge von Korporationen sind bereits zugesagt. Ausland. Paris, 22. Juni. Tie Untersuchungskommission in der Karthäuserangelegenheit vernahm heute nachmittag den Journalisten Besson aus Grenoble. Derselbe erzählte, er sei am 13. März 1903 durch einen gewissen Maget mit dem J-ournalisten Gervoort in Beziehung gebracht worden, der ihm mitteilte, er sei ein verrrauter Freund Edgar Combes, und er habe von ihm, Besson, die formelle Zusage verlangt, daß eine Million Francs ern Edgar Combes gezahlt würde einen Tag nach der Erteilung der Genehmigung an die Karthäuser. Besson erwiderte, daß er nichts versprechen könne, da er niemandes Vermittler sei. Gervoort drang jedoch weiter in ihn und erklärte, daß, wenn Besson damit einverstanden sei, er am Abend mit Edgar Combes speisen könne. Er, Besson, wiederholte darauf, daß er niemandes Vermittler sei, er sagte aber, er würde sich freuen, mit Edgar Combes zusammen- z-nkommen, um sich bei ihm für die Karthäuser zu verwenden. Abends sei Gervoort wieder mit ihm, Besson, zu- sam'mengetrofsen und sagte ihm, die Karthäuser wollten nicht bezahlen, sie würden fortgehen. Von diesem Zusammentreffen habe er, Besson, dem Abgeordneten von Grenoble, Pichat, und dem Verleger Daragnon Mitteilung gemacht. Besson verwies schließlich auf den von ihm in seinem Blatte geführten Feldzug und bemerkte, er werde seine Anklage wiederholen, denn er wolle vor das Schwurgericht kommen, um dieganzeWahrheit darlegen zu könne n, die die Kommission nicht sagen könne: er besitze Beweise, daß Bervoort der Abgesandte Edgar Combes' war. Er werde diese Beweise aber nur vor dem Schwurgericht vorzeigen. B e r n, 22. Juni. Im S t ä u d e r a t beantwortete heute Bundesrat Brenner, Chef des Justiz- und Polizeidepartements, eine Interpellation über das Attentat des russischen Ingenieurs Jlnicky auf den russischen Gesandten Schadowsky. Die Untersuchung werde ergeben, ob es sich um die Tat eines Verbrechers oder eines Hicistesgestörten handle. Redner stellte dann fest, daß das Polizeidepartement schon am 3. September 1903 auf Wunsch der russischen Gesandtschaft die Berner Polizeibehörde mündlich und schriftlich aufgefordert habe, Jlnicky zu überwachen. Tie Ueberwachung ergab nichts verdächtiges, sodaß die Behörden allgemein den Eindruck erhielten, von Jlnicky sei nickts zu befürchten. Im Januar 1904 wären die Polizeibehörden infolge eines Schreibens Jlnickys an die Gesandtschaft, worin er mit dem Rechtswege, keineswegs- jedoch mit Gewalttaten drohte, aufgefordert worden, die Bewachung Jlnickys fortzusetzen. Dies sei geschehen, aber wieder mit dem Ergebnis, daß in seinem Verhalten nichts auffälliges zu bemerken war. Ein weiterer Um- üand, der das Attentat ermöglichte, sei gewesen, daß der Gesandte Schadowsky von seinem Wohnsitze in Genf nach Bern zu kommen pflege, ohne die Behörden davon z-u benachrichtigen, sodaß diese weder auf der Gesandtschaft in Bern selbst noch im Hotel Berner Hof, wo der Gesandte zu logieren pflegte, in Erfahrung bringen konnten, an welchem Tage der Gesandte nach Vern käme. Infolgedessen war es nicht möglich, sofort Maßnahmen für die Sicherheit des Gesandten zu treffen. Der Vorfall lehre, daß eine genauere Kontrolle der zureisenden Fremden, namentlich auch ein besserer Kontakt der Schweizer Polizei mit der ausländischen und auch eine zweckmäßigere Organisation des Polizeiwesens der Hauptstadt Bern notwendig sei, da nach der Verfassung der Bund selbst keine Polizeitruppe besitze. Wien, 22. Juni. Das ehemalige Mitglied des Frankfurter Parlaments und der frühere Präsident des obersten Gerichtshofes, Karl von Stremayr, ist heute nachmittag in Pottschach gestorben. K o n st a n t i n o p e l, 22. Juni. Kemael Pascha, oer Schwiegersohn des Sultans, ist auf einem Spezialdampfer fortgebracht worden. Er ist nach Brussia verbannt. Am Samstag nahm ein Bataillon Infanterie im Pildiz Kiosk Aufstellung, um die Degradation Kemael Paschas vorzunehmen. Durch die Bitten seiner Tochter, der Gemahlin Kcmaels, ließ sich der Seltan bewegen, Kemael in seiner Würde als Marschall zu belassen. Chicago, 22. Juni. Der republikanische Na- tionalkonvent hielt wiederum eine Versammlung ab. Das Programm zählt zunächst die von der republikanü- scheri Partei geleisteten Dienste auf und fährt dann fort: Wir haben unsere ausländischen Absatzgebiete weit ausgedehnt und sind für die Annahnre aller praktischen Wege zu ihrer weiteren Ausdehnung einschließlich, der kommer- zrellen Reziprozität, wo immer solche Reziprozitäts-'?lb- kommen abgeschlossen werden können, die mit den Grundsätzen des Schutzzolles vereinbar und ohne Schaden find jv.L den amerikanischen Ackerbau, die amerik.mis he Strbeir oder irgend eine amerikanische Industrie. Das Programm spricht fick dann für eine Gesetzgebrmg zu Gunsten eines machtvollen Ausbaues der Kriegs- und der Handelsmarine, für die Aufrechterhaltnng der Monroe d o k t r i n, für die friedliche, schiedsgerichtliche Beilegung internationaler Zwistigkeiten und für den kräf- trgen Schutz der Amerikaner in fremden Ländern aus. Das Programm' enthält dann eine Verherrlichung Roosevelts. „Unter seiner Führung befinden wir uns im Frieden mit der Welt. Nie waren wir mehr geachtet, nie wurden unsere Wünsche von fremden Völkern mehr beachtet." Au Ähren des Keheimrats Irof. Ar. Sfannenftiel, der in rascher Aufeinanderfolge zwei ehrenvolle Rufe nach anderen Universitäten ausgeschlagen hat, fand gestern abend in Gießen ein prächtiger Fackelzug der Studentenschaft mit Huldigung vor dem Hause des so Geehrten und später ein großer Festkommers im Neuen Saalbau statt. Es war ein unübersetzbarer Zug» von Fackelträgern, die sich die Frank- surterstraße hindurch bis zu der Wohnung von Geheimrat Pfannenstiel bewegte, wo man mit Musik Aufstellung nahm. Ein Chargierter des Wingolf hielt im Namen der Studentenschaft eine Ansprache, in der er der Freude darüber Ausdruck gab, daß Profeffor Pfannenstiel zum wiederholten Male einen so ehrenvollen Ruf ausgeschlagen habe. Er schloß mit einem Hoch auf den Gefeierten. Geheimrat Pfannenstiel richtete aus einem Fenster der 1. Etage folgende Worte an die Versammelten: Kommilitonen! Ich danke Ihnen für die ftenndlichen Worte, die Sie mir durch den Mund Ihres Herrn Sprechers haben übermitteln lasten. Ich preise mich glücklich, daß mir einmal in meiner noch jungen akademischen Laufbahn die Ehre eines so glänzenden Fackelzuges zuteil geworden ist. , Ob ich sie recht verdient habe, weiß ich nickst. , Wohl darf ich darin die Anerkennung dafür erblicken, daß ich mich bemüht habe, meine Pflicht als Lehrer zu tun. Mer heute sind es ja nicht meine Hörer allein, welche zu mir gekommen sind, nickst die llinischen Semester der medizinischen Fakultät, denen ich wohl in erster Linie die Anregung zu der heutigen Ehrenbezeugung zu verdanken habe, sondern es ist die Gesamtheit der Ludoviciana, also auch diejenigen Fakulläten, von denen ich annehmen darf, daß sie ein näheres Interesse an dem medizinischen Unterricht zu nehmen keine Veranlassung haben. Taß auch diese Fakultäten sich heute beteiligt haben, darin erblicke ich einen schönen Beweis für den Zusammenhalt der gesamten Universität. .Aber es ist noch ein anderer Gedanke, der sich mir aufdrängt beim Anblick des glänzenden Fackelzuges. Ich gedenke der Aufgabe, die der Universitätslehrer zu erfüllen hat: er soll die Studierenden einführen in die Wistenschaft, auch in das Dunkel der noch unerforschten Gebiete und ihnen dabei die Fackel der Erleuchtung boremtragen. Heute ist das Verholten das umgekehrte, heute bringt die Studentenschaft dem Professor das Lickst und beweist ihm damit symbolisch den altbekannten Satz, daß der Lehrer im Unterricht nicht nur gibt, sondern auch empfängt. .Wie viel wir von Ihnen empfangen, wie oft Sie uns Licht spende«, das wird Ihnen v elleicht gar nicht einmal bewußt sein. Nicht allein, daß wir durch das öffentlich gesprochene Wort zur Selbstkritik und zur Förderung der eigenen Erkenntnis angeregt werden, wir werden auch irisch 'erhalten durch den beständigen Verkehr mit der studierenden Jugend, deren ernstes Stteben uns die Freude gibt zum Lehren und deren heiterer Frohsinn uns die blühende goldene Zeit der eigenen Studienjahre ins Gedächtnis zurückruft, in denen wir selbst sorgenfrei des Lebens Mai genoffen haben. Möge dies schöne Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, das an unserer Hochschule besteht, auch in Zukunft stets erhalten bleiben 1 Dann wird die Ludo- vieiana auch fernerhin so weiter blühen und gedeihen, wie wir es besonders in den letzten Jahren mit Freuden und mit Stolz beobachten könnten. Das ist mein aufrichtiger Wunsch am heutigen Tage. M. H.! Ich "bitte Sie mit mir einzustimmen in den Ruf: Tie Alma mater Ludoviciana lebe hoch, hoch, hoch! Nachdem die Musik mehrmals gespielt hatte und die Chargierten das gastliche Haus, in dem sämtliche Lehrer der Universität mit Damen auf eine Einladung des Hausherrn versammelt waren, wieder verlaßen hatten, begab sich der Zug, nachdem die Fackeln an günstig gelegener Stelle gelöscht waren, zurück nach der Stadt. Um etwa 11 Uhr begann im „Neuen Saalbau* im Beisein des Gefeierten, der Universitätslehrer und einer Anzahl von Gästen der studentische Festkommers, der von stuck. Poepperling präsidiert wurde. Dieser leitete die Feierlichkeit mit ehrenden Worten für unsere Fürsten und das Vaterland ein, worauf die Versammlung in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog einstimmten und stehend die Kaiserhymne sangen. Der erste Redner war der Vertreter der medizinischen Fakultät, cand. med. Baumann, der folgende zündende Ansprache hielt: Hohe Festkorona! Hochgeehreter Herr Geheimrat! Zweimal im Verlaufe Don wenig mehr als ein Monat hat Herr Prof. Dr. Pfannenstiel einen Ruf an eine andere deutsche Universität erhalten. Gab man sich bei der ersten Berufung — nach Erlangen — in den zunächst beteiligten Kreisen wohl mit Recht der Hoffnung und Erwartung hin, daß Herr Prof. Pfcmnen- tiel diesen Ruf ablchuen würde, so schwand alle Hoffnung, den hochverehrten Lehrer zu. behalten, vollständig, .als man hörte, daß die medizinische Fakultät der Universität Freiburg ihn zum Nachfolger des am 1. Oktober 1904 aus dem Amte scheidenden Direktors der Frauenklinik, Sr. Excellenz, des Herrn Geh. Rat Hegar ausersehen und bestimmt habe. Jeder wußte, daß Herr Prof. Pfannenstiel diesen Ruf armehmen würde. Wie sollte man auch anders geglaubt haben, war er doch an eine Universität berufen, die in herrlicher Lage am Fuße des Schwarzwaldes gelegen, fast doppelt so groß wie Gießen ist; an eine Universität, deren Ruf und Name weltbekannt ist; — sollte er doch der Nach- olger eines LNannes werden, der, in der medizinischen Wett hochbedeutend, in der Gynäcologie speziell der erste, der Altmeister genannt zu werden pflegt, — hatte man ihn doch berufen unter überaus ehrerwollen Bringungen seitens der badischen Regierung, die sich bereit erklärt hatte, alle seine Wünsche und Sonderwünsche zu erfüllen, nur, um ihn für Freiburg zu gewinnen. Und doch, was niemand auch nur im entlegensten Winkel eines Herzens zu erhoffen gewagt, es trat ein: Herr Professor tzfannenstiel lehnte den Ruf nach Freiburg ab. Wie ein Laufeuer verbreitete sich am letzten Montag diese Kunde durch die Stadt und großer Jubel herrschte darob unter den jungen Mdei- zinern. Tas Telephon trug die frohe Botschaft von einem Restaurant zum anderen, von dem man wußte, .daß Mediziner dort versammelt seien. Ein Kollege rief es auf der Straße dem anderen zu: „Pfannenstiel hat den Ruf abgelehnt." Wohl bemächtigte sich zunächst großes Erstanrren der von dieser Kunde Ueberraschten, welches aber bald einem Freudentaumels Platz machte. Tie jungen Kliniker freuten sich, daß sie den gleichsam schon- verlorenen Sohn wieder hatten. Jeder erwartete mit Sehnsucht das erste Kolleg, um seinem verehrten Lehrer zu danken. Ich glaube, Herr Prof. Pfannenstiel hat für den Fußboden seines Hörsaales gefürchtet, als er sich, nach dem Bekanntwerden der Ablehnung des Rufes, zum ersten- male wieder vor seinen erfreuten Schülern zeigte. Bald sollte man auch erfahren, aus welchen Grüichen Gießen über Freiburg den Sieg davongetragen hatte. War auch der Ruf in ideeller wie in materieller Beziehung überaus ehrenvoll, so gab es doch manches, was dem fortschrtttlichen Geiste des Berufenen nicht zusagte. Wohl bot ihm Freiburg vieles und in vieler Hinsicht mehr wie Gießen, aber Gießen bot ihm auch etwas. Denn von ilym wußte er, was es ihm geworden, was es ihm ist, von Freiburg aber nicht, was es ihm geworden wäre. Die Gießener Frauenllinik arbeitet seit Jahren nach dem bewährten „System Pfannenstiel", die Freiburger Klinik aber hätte der neue Direktor erst diesem System anpassen müssen und ftaglich, ob's gegangen toure. .Mer gleich, hätte ihm auch 'Freiburg alles geboten, eins hatte er dort sicher vermißt — denn das ist Gie» ßener Eigenart — das schöne Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Und so entschloß sich 'berat, Herr Prof. Pfaratenstiel, der Universität treu zu bleiben, die ihn zuerst als Ordinarius gesehen hat. Hohe Korona? Wohl ist es eine große Ehre für einen Dozenten, an eine andere Universität berufen zu«werden, eine Ehre, die um so bebeutenber ist, je ehrenvoller die Bedingungen sind, unter denen er berufen wird, aber nicht minder ehrenvoll ist es für eine Universität, wenn einer der Ihrigen einen. Ruf an eine andere Hochschule erhält. Deshalb nimmt sie auch, so regen Anteil, an den Ehrungen, welche einem ihrer Mitglieder _ durch .eine Berufung zu teil wird. Entschließt sich aber nun ein Profeffor, seiner Universität, seinem Lehrstuhle treu zu bleiben, so erfüllt Stolz, Genugtuung und Freude alle Beteiligten, und man drängt sich "ba$u, ihm in gebührender Weise für seinen Entschluß zu danken. Unb so haben sich am heutigen Abend die Studierendem der LandeSuniversttät im Verein mit ihren Lehrern hier versammelt, um Ihnen, hochverehrter Herr Geheimrat, von Herzen dafür zu. danken, daß Sie sich ent- fchlossen haben, noch weiterhin als Professor und Lehrer an unserer Universität zu ivirken. Am heutigen Abend danken Ihnen Ihre Herrn Kollegen. Ihnen banft bie ganze Universität, ganz besonders aber dankbar sind Ihnen die jungen Kliniker, die in Ihnen ihren wohlwollenden Lehrer und liebenswürdigen Berater wiedergewonnen haben. Diesem Dankgefühl begeisterten Ausdruck zu verleihen, bitte ich die hohe Korona. Das hohe Präsidium bitte ich, mir das Kommando zu einem urkräftigen deutschen .Salamander auf Herrn Geheimrat Dr. Pfannenstiel zu erteilen. Dieses geschah und Geheimrat Pfannen stiel erwiderte darauf sogleich mit ungefähr folgenden Worten: Kommilitonen! Was ich Ihnen am heutigen Abend zu wiederholten Malen zu sagen habe, das sind Worte des Dankes für bie Anerkennung, die Sic mir haben zu teil werden lassen. Ich banke dem Vorrebner, meinem lieben Kollegen, für die warmen Worte, mit denen er meiner Bemühungen gedacht hat. Aber das ist zunächst Zukunftsmusik: ich .hoffe, daß wenn es mir vergönnt fern sollte, noch etliche 20 Jahre als Universitätslehrer zu. wirken, daß jch dann so fein und so viel geleistet haben werde, wie ans den Worten meines Herrn Vorredners herausklang. Ein solcher Ehrentag, wie er mir heute zuteil geworden ist, ist wohl dazu angetan, die schönsten Ideale zu wecken und die besten Vofiatze zu zeitigen. — Mer, m. H., .ich bilde mir garniert ein, daß ich in Wirklichkeit der Mittelpunkt des heutigen Festes bin. Ich bin ganz ehrlich, wenn, ich sage, daß ein Professor, der einen Ruf ausschlagt, egoistisch handelt. Denn den Ausschlag dabei gibt doch bie Abschätzung der Aussichten, die bie neue Stellung- gewährt, und der Annehmlichkeiten, die man am alten Platz gehabt hat. Wenn trotzdem die Studentenschaft das freiwillige Verbleiben eines Professors cm der bisherigen Hochschule freudig begrüßt unb festlich begeht, so ist es bie Freude darüber, baß biejenige Hochschule, der der Student eben zugehört, dem Professor so viel wert ist, daß er sie nicht verlaffen mag. Ich gestehe Ihnen ehrlich, daß die Entscheidung mir das zweite Mal recht schwer geworden ist. Es ist immer eine ernste und verantwortliche Sache, eine Betätigung der vielseitigen akademischen Freiheit. Mit forschendem Blick schaut man in das Land der Zukunft und fragt sich: was wird es mir bringen im Vergleich zu dem, was ich seither gehabt habe. Aber es ist gut, daß wir in der Zukunft nicht lesen können. Wo bliebe sonst unser Streben, wo unsere Ideale?! Mer in der Vergangenheit können wir lesen: wir können das, was wir besitzen, werten und würdigen. Und es ist eine altbekannte Tatsache, daß man den Besitz erst dann recht zu werten versteht, wenn es heißt, ihn aufzugeben. So erging es mir, als ich den Ruf nach Freiburg erhielt. .Ich erinnere mich jn Freiburg an den regen Verkehr mit ausgezeichneten Kollegen, die wachsende Zahl der Studierenden in Gießen, das schöne Verhältnis zwischen Lehrern und Hörern, an die neuen und schönen Institute, welche bie Lanbesregierung in verständnisvoller zind bereitwilliger Weise gebaut hat, an meine eigene Klinik und so manches andere. Und bei der Rückkehr an bie mir lieb gewordene Stelle stand mein Entschluß fest. Wenn wir also heute ein gemeinsames Fest feiern, so ist es ein Fest der Freude darüber, daß wir eine Hochschule haben, die wir getrost an die Seite der .besten und schönsten setzen können. M. H.! Es kann kein Zufall sein, daß die Zahl der Studierenden stetig wächst. Vor 20 Jahren toaryt es noch nicht 400, vor zwei Jahren 1000, und jetzt sind es schon 1100. Es sind verschiedene Beweggründe, die den Studenten an diese ober jene Universität ziehen: bedeutende Lehrer, schöne Institute und Lehrmittel, angenehmes Leben, Lage und Umgebung, vor allen Dingen aber hier das innige Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Hier fühlen wir uns glücklich, und darum werden Sie alle «gewiß gern dereinst zurückdenken an unsere Hochschule, wie wir Professoren uns tets Ihrer gern erinnern werden und uns freuen werden, wenn Sie Ihren Stubiengang nicht nur zu einem erfolgreichen ?lb- schluß gebracht haben werden, sondern auch im späteren Leben mit Nutzen Ihres Amtes walten, zur eigenen Befriedigung, wie zum Wohle der Menschheit, des Staates und der ganzen Nation. M. H.! Ausländer geben oftmals ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, wie es kommt, daß bie beutfeben Otubentcn so viel lernen und später so tüchtiges leisten, trotz der großen Freiheit. Ich glaube, die Erklärung liegt eben in der Freiheit. Wo viel Freiheit, da ist viel Verantwortlichkeit. Unsere Studentenschaft in Gießen ist so fleißig, daß ich Sie im stillen manchmal darüber ogar etwas bedauert habe (Heiterkeit). Darum stellen wir Ihnen eine gute Prognose. Wir sind uns dessen bewußt, daß vor uns eine Schar von Jünglingen sitzt, aus denen vielleicht bie besten unb edelsten Männer der Nation hervorgehen, die geistigen Seufer der kommenden Generation. Ich erhebe mein Glas und trinke auf das Wohl der akademischen Jugend, auf die Gesamtheit der Gießener Studentenschaft, Ihre Zukunft! Ein Vertreter der „Adelphici" begrüßte die erschienenen Gäste, worauf Kreisamtmann Dr. Kranzbühler im Namen dieser erwiderte und einen Salamander auf das Blühen unb Gedeihen der Alma mater Ludoviciana kommandierte. Nach dem Gesang eines weiteren Liedes sprach der Rektor. Er dankte auch im Namen des Lehrkörpers Geheimrat Pfannenstiel für sein Verbleiben an der hiesigen Universität. Er führte aus, daß außer den schon angeführten Gründen, die für den Entschluß Pfannenstiels maßgebend ^gewesen sind, doch eins seither verschwiegen worden war, nämlich, daß der Gattin de§ Geheimrats das Hauptoerdienst zu- ällt, ihn der Landesunioersität erhalten zu haben. Er brachte zum Schluß ein mit großer Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Frau Pfannenstiel aus. Bei der Eröffnung der Fidulität wurde Geheimrat Pfannenstiel das Ehrenpräsidium zngeteilt, das er mit einer humoristischen Ansprache übernahm. Gegen Ende des Kommerses begrüßte Geheimrat Pfannenstiel im einzelnen alle studentischen Teilnehmer. Heute sind, wie der Rektor unter großem Beifall verkündete, die Vorlesungen, Seminarien und „Antiseminarien" geschloffen. Ans und Land. Gießen, den 23. Juni 1904. L. U. Prof Dr. Pfannenstiel wurde aus Anlatz deffen, daß er den Ruf nach Freiburg abgelehnt hat, der Charakter als Geheimer Medizinalrat verliehen. -s- Gedern, 22. Juni. Sc. Durchlaucht der Fürst zu Stolberg-Wernigerode ist wieder abgereist, währen Ihre Durchlaucht die Fürstin, noch einige Tage hier oer- L'öv. Qur die ucht 1 ö j q r Q6e unb •5* 4m ?bt“ WiNen hatte . ? ätzten V bet 22 <5 galten ^ti-len Nie ö ' »Nil qr , *■ ."Net to i bb' quqenb SeI“ M b-m 9 n W * ’S**' em 1'\ m .*«- n, »nd G-dem b* hätte sich 7°°> «i>3 S. 1 Unterhalb Sichen einen Führer Füßen und Hom jigte Manner her aus feiner mißhd X Nieder Kind eines hiesig' Dorf fließenden, Augenblick in dal rechen der Muhle G. Büdinc Jahre eine bed Glasfabrik sto Anzahl von Arbei einem croßen Te, einer atberen Ar! barer Zeit ihrer ! teresse unserer Sic zu beklagen. % Büdingc sollen in ban 75 Gcmeindesteut lagen werden in ■ wenigsten Steuert höchsten Steuerau! und den niedrigste Kreise wird in letz zücht getan. $ von Fischteichen Staat einen angei erkennenswerter ! Lintz, ein tüchtige Gemeinden mit R Mainz, 2< wattiger Schu Haas, Inhaber idjwunben. Uebi der Konkurs verhünc Ützung wurde zu Kommerzienrat ha Bingen, '-2! Bennett-Renn, Stadt. Unter and Thery, nebst dem nahmen hier Aufer einer Unterredung Thery, daß zwisch bestanden habe u: Zwischen ihm und : L"st gegriffen fei. - walddenkmal. Mil jeuge den Berg hj gefährliche Fahrt h regung der Bewok wahrend von dieser T'° St-«ße F„ Lebensgefahr gesetzgeberische, Un'l^9 ein Ende - M Hanau, 2 7"ismarcksä Miteften $i(J[r bestimmt. 'SS und Gedern besucht. Auf dem Heimwege vom Markte lagen werden in Büdingen mit 60 000 Mk. erhoben, wenigsten (Steuern zahlt Bergheim mit 1000 Mk. Die den Mainz, 22. Juni. höchsten Steuerausschlag hat Wippenbach mit 210,758 pCt. und den niedrigsten Himbach mit 21,423 pCt. — In unserem Kreise wird in letzter Zeit viel zur- Hebung der Fischzucht getan. In mehreren Gemeinden ist die Anlegung von Fischteichen beschlossen worden. Diese erhalten vom Staat einen angemessenen Beitrag zu den Kosten. In anerkennenswerter Weise steht hierbei Landwirtschaftslehrer Lintz, ein tüchtiger Fachmann und Kenner der Fischzucht, den Gemeinden mit Rat und Tat zur Seite. wattiger Schulden ist der Weingroßhändler Fritz Haas, Inhaber der Firma Fritz HaaS u. Co., verschwunden. lieber das Vermögen wurde heute Vormittag der Konkurs verhängt. — In der heutigen Stadtverordnetensitzung wurde zum unbesoldeten Beigeordneten Kommerzienrat Haffner gewählt. Bingen, 22. Juni. Zahlreiche vom Gordon Bennett-Rennen zurückkehrende Autos durchfuhren unsere Stadt. Unter anderen passierte auch der wohlbeleibte Sieger Th ery, nebst dem Fabrikanten Brasier Bingen. Die Herren nahmen hier Aufenthalt und stiegen in einem Hotel ab. Bei einer Unterredung mit dem Besitzer des Hotels bemerkte Thery, daß zwischen ihm imb Jenatzy eine Differenz nicht bestanden habe und die Mitteilung von der Schlägerei zwischen ihm und Jenatzy von einem Berichterstatter aus der Luft gegriffen sei. — Auch besuchten viele Autler das Niederwalddenkmal. Mit ziemlicher Leichtigkeit fuhren die Fahrzeuge den Berg hinauf; jedoch machte ihnen die nicht ungefährliche Fahrt bergab große Schwierigkeiten. — Die Erregung der Bewohner der hiesigen Gegend, welche fortwährend von diesen Fahrzeugen belästigt werden, ist groß. Die Straße Frankfurt — Köln ist augenblicklich ohne Lebensgefahr kaum passierbar. Alles ruft nach gesetzgeberischen Maßnahmen, um diesem groben Unfug ein Ende zu machen. ** Hanau, 22. Juni. Das Komitee für Errichtung einer Bismarcksäule beschloß einstimmig den Entwurf des Architekten Wilhelm Kreis, der einen Kostenaufwand von 26 000 Mk. erfordert, zur Ausführung bringen zu lassen. Die Grundsteinlegung soll am 4. September erfolgen. Als Standort der Säule wurde Kurort Wilhelmsbad bestimmt. ** Burgsolms, 22. Juni. Hier sind etliche Fälle üyphöser Erkrankungen vorgekommen. Wie früher, so wird auch jetzt wieder dem wenig geeigneten Trinkwasser die Schuld gegeben, und wird nun wohl eure gute Trinkwasserversorgung durch Röhrenleitung nicht länger mehr zu uimgehen sein, zumal bei der rapiden industriellen Entwicklung uinseres Orte? allen sanitären Bedingungen in erster Linie Rechnung getragen werden muß. bleibt. Am verftoffenen Sonntage wurde die ganze schulpflichtige Jugend m Begleitung ihrer Lehrer ins Schloß gerufen, wo die Kinder Kaffee und Kuchen erhielten, worauf in dem geräumigen Schloßhofe gespielt wurde. § Herchenhain, 22. Juni. Unser ^Johanni- markt" fand vom 20.—22. d. M. statt. Der Faselmarkt am Montag war ganz unbederckend; dies ist wohl dem Umstande zuzuschreiben, daß kurz zuvor die großen Prämiierungsmärkte in Schotten und Lauterbach stattsinden und unserem Markte somit großen Abtrag tun. Wie verlautet, wurde nur ein einziger Kaufvertrag abgeschlossen. Der Schweinemarkt (Dienstag) war infolge der günstigen Witterung gut befahren und man konnte einen flotten Handel beobachten. Ferkel, 6—7 Wochen alt, kosteten pro Paar im Durchschnitt 32 Mk., solche im Alter von 10 Wochen 50—55 Mk., Einleger 60 Mk. Fette Schweine waren nicht aufgetrieben. Es wurde so ziemlich alles verkauft. Der heutige Krämermarkt war meist von Kaufleuten au§ Schotten, Lauterbach Vermischte». * Rom, 22. Juni. . Eine furchtbare Schreckenszene hat gestern abend die Bevölkerung von Bordigheras ii Aufregung versetzt. In der dortigen Kaserne erschoß ein plötzlich wahnsinnig gewordener Karabinieri einen Kameraden, richtete darauf das Gewehr aus dem Fenster rauf die Straße und tötete zwei Zivilisten und ein 1.5 jähriges Mädchen. Hierauf verbarrikadierte sich der Masendc im Zimmer und wurde erst nach einer regelrechten Belagerung, nachdem er noch zwei Soldaten durch Gewehr- sohüsse verletzt hatte, erschossen, als er aus dem in Nammen gesetzten Wachthause fliehen wollte. * Rom, 22. Juni. Der reiche Florentiner Modigliani, boer in einem Automobil in scharfem Tempo das, Städtchen Campibisenzio passierte, wurde von der Menge ^gehalten, mit großen Steinen beworfen und am Mopse verletzt. Ein zu Hilfe gerufener Polizeikommissar mhielt ebenfalls schwere Kopfwunden. Nur mit, üMßerster Mühe fonmen die Automobilinsaffen der Lynchjustiz entzogen werden. Mit Hinterlassung ge- hätte sich beinahe ein großes Unglück ereignet. Zwei Brüder aus K. führten einen 1 Jahr alten Bullen nach Hause. Unterhalb Sichenhausen wurde das Tier wild, warf den einen Führer zu Boden und bearbeitete ihn mit den Füßen und Hörnern. Sofort sprangen in der Nähe beschäf- tigte Männer herbei und befreiten den zu Boden Gestreckten aus seiner mißlichen Lage. >< Nieder-Ohmen, 22. Juni. Das zweijährige Kind eine§ hiesigen Ortsbürgers, der unweit der durch das Dorf fließenden Ohm wohnt, siel in einem unbewachten Augenblick in das Wasser und ertrank. Vor dem Wasserrechen der Mühle fand man die kleine Leiche. G. Büdingen, 21. Juni. Nachdem erst im vorigen Jahre eine bedeutende Betriebsreduzierung der hiesigen Glasfabrik stattgefunden hat und infolgedessen eine große Anzahl von Arbeitern entlasten werden mußte, ist vor kurzem einem großen Teil der Arbeiter eröffnet worden, sich nach einer anderen Arbeitsgelegenheit umzusehen, da sie in absehbarer Zeit ihrer Entlastung gewärtig fein müßten. Im Interesse unserer Stadt sind diese Betriebseinschränkungen sehr zu beklagen. T Bübingen, 22. Juni. Im Rechnungsjahr 1904 sollen in dsn 75 Gemeinden unseres Kreises 482 345 Mark Gemeindesteuern erhoben werden. Die meisten Um- Hä* einem effor UV «2 J Abend banu'L w I» einem “W * Ä® t 7ÄI > SRs ff fftla M ftJÄ? Ehrentz, F Wh» angttr. ÄS* WKmWirklW bm ganz efjrlr einen Ruf or S&ti gibt doch die sfflung. gmato, e M gehabt hat. &■ N Verbleiben tte e freudig begrüßt r daß diejenige bem Professor so fe' '9; U gestehe > Rite Mal recht sch lc und verantloorch akademischen Fr-- Land der Zukur v Pergleich zu der daß wir in der Äst ser Streben, mchm lönneu wir lest w. ) würdigen. Ur»iil besitz erst damnüt zu ugeben. So aging ei erhielt 56 txvwv. hr mit ausgepchneil- renden in Gießen, du Hörern, an die neun Timing in NerKändni- hat, an meine eigen >er Rückkehr an die rr M W Dem r so ist es ein M ic - haben, die wir grfr setzen können. M. i der Studierenden\fc. b nicht 400, vor « 00. Es sind verschiß ■je oder jene Unim- utc unb Lehmikti! vor allen « Lehrern und eMm erden Sie alle gE j ime wir Prvscssoru ns freuen einem eyolgreM - auch im ipateren W ? igencn Befriedig^ ■ und der ganzen m ? • Verwunderung o- tschen Studenten Tob der großen ftt i der Freiheit Unsere Mn manM-- . Darum , uns dessen W;. jht, aus denen ition. $ . lladennickn enM egrüßte bie t aus das v ana m reu schb' den j «rfwjs* j egen n>al i>' j * ■ itit I ®'9" junget • Wien, 22. Juni. Das in Grub bei Meyerling plötzlich verstorbene Kind der Bäuerin Harter wurde exhumiert. In dem Körper wurden Schwefel- und Phosphorspuren gefunden. Die Mutter wurde verhaftet. Sechs früher in höchst verdächtiger Weise verstorbene Kinder werden ebenfalls exhumiert. * Wien, 22. Juni. Während der furchtbaren Gewitter, die weite Gegenden Niederösterreichs und Böhmens heimsuchten, wurden bei Straschnitz in Mähren fünf Feldarbeiter vom Blitz erschlagen. * Die Kaiserin hatte, bekanntlich wahrend des Internationalen Frauenkongresses dessen Vorstand zu längerer Audienz empfangen. Die Vertreterin Dänemark«, Frau Charlotte Norrie, hat nun, einem dänischen Blatte einen interessanten Bericht Über den Empfang gesandt, worin es u. a. heißt: „Nachdem die Kaiserin sich mrt der alten Miß Anthony lange unterhalten hatte, wandte sie sich an die Vertreterin Schwedens, Frau Professor Anna Retzius. Tie Kaiserin betonte besonders das starke Interesse d e s K a i s e r s für die nordischen Länder und bedauerte, daß sie von den skandinavischen Sprachen nur die dänische beherrsche. Tarauf wandte sie sich an mich und sprach zunächst dänisch, ging aber bald zum Deutschen übet und fragte, aus welchem Gebiete chic dänischen Frauen besonders tätig seien. Ich antwortete: „Auf fast allen Gebieten. Wir suchen besonders die Ausbildung der Frauen zu fördern, da die meiften Stellungen uns offen stehen. Nur geist- liche unb juristische Aemter können wir nicht belleiden, doch sind viele Frauen in der Armee als Krankenpflegerinnen angestellt." — „So ist es auch in Deutschland" x sagte die Kaiserin. „Es ist ja auch von größter Wichtigkeit, daß die Soldaten, wenn sie ausziehen, um fürs Vaterland zu kämpfen, .gut gepflegt werden. Die dänischen Krankenpflegerinnen werden wohl auch in den Spitälern ausgebildet, so wie bei uns?" — „Ja, und wir haben in Dänemark vorzügliche Hospitäler." „Das hat der Kaiser mir auch gesagt, vor allem erzählte er mir vom Lichtheilinstitut Finsens und von den jungen Mädchen, die den Kranken dort halfen. Das muß eine schwere Arbeit sein. Aber dafür haben sie denn auch .bie große Freude, die Kranken geheilt zu sehen." — Daun äußerte bie Kaiserin ihre und des Kaisers große Sympathie für den greifen dänischen König und sprach ihr Bedauern aus, daß die Hochzeitsfestlichreiten in Gmunden durch den Todesfall gestört wurden. Nachdem die Kaiserin sich anderthalb Stunden hindurch mit etwa 20 Damen unterhalten hatte, zog sie sich zurück. Frau Kommerzienrat Heyl erzählte uns später, die Kaiserin habe geäußert, sie habe nie angenehmere Stunden als diese verbracht. Jedenfalls waren auch wir alle barüber einig, daß die Liebenswürdigkeit der Kaiserin ein großer Ansporn für uns fein werde, unsere Arbeit fortzusetzen". * Der Gefangene feiner Geschwifter. Ein der Brüsseler Polizei zugegangener Pries meldete, daß .der sehr geachtete K o m m u n a l r a t ^B uck r e y in seiner Besitzung zu Hal, die er gemeinsam mit seiner Schwester bewohnt, seit Jahrzehnten seinen jüngeren, totgegtaubten Bruder gefangen halte. Die Behörden hielten die Anzeige für ein Märchen, da die Buckrey's fick besonderen Ansehens erfreuten. .Als man sich aber endlich dennoch zu einer Untersuchung entschloß, bestätigten sich .bie Angaben. Seit bem Jahre 1868 hielten die Buckrey's ihren Stuber in einen Keller eingekerkert. Der gegenwärtig 56 jährige Mann hatte seit 36 Jahren bas Tageslicht nicht gesehen. Sein Haupt ist völlig kahl, Bart unb Schnurrbart haben eine abnorme Länge erreicht. Infolge feiner langen Einsamkeit war er nicht imstande, ein Wort zu sprechen, unb machte den Einbruck eines Tieres. Die Ursache bes unmenschlichen Vorgehens bet Geschwister Buckrey wat Habgier, ba sie sich bas Vermögen ihres Bruders angeeignet Jjattcm^ Nniversttäts-Vachrichten. Berlin, 23. Juni. Ter langjährige Tirektor der inneren Abteilung des Krankenhauses am Urban Albert Fränkel legte nach 25 jähriger Tätigkeit seine Privatdozentur an der Universität nieder. Aenchtssaal. Darmstadt, 22. Juni. .Am 3. Februar hatte die sozialdemokratische „M ainzer Volkszt g." in einem Artikel, der „die Darmstädter Heiligkeit" betitelt war, die Zustände in der hiesigen Herberge zur Heimat scharf beleuchtet. Dem Herbergsvater Emmert wurde vorgeworfen, daß er Gäste und eigene Familienangehörige häufig schlecht behandle, und daß es in und vor bem Hause nicht selten zu häßlichen Szenen komme, die zu öffentlichen Aergetnis Anlaß gäben. Ter Wirt Emmert erhob gegen den verantwortlichen Redakteur bet „Mainzer Volkszeitung" Lanbtagsabg. Abelung, Privatklage wegen Beleidigung. Tie Angelegenheit kam gestern vor dem Schöffengericht zur Verhandlung. Tie ausgedehnte Beweisaufnahme, zu der etwa 25 Zeugen gelabert waren, förderte nt wesentlichen Punkten die Wahrheit des infrunierten Artikels unb auch sonst noch 'allerlei erbauliche Dinge zutage. .Dem angellagten Redakteur Adelung wurde der Schutz des § 193 zugebilligt und das Urteil lautete gegen ihn auf Freisprechung. Tie Kosten des Verfahrens fallen dem Privatkläger Emmert zur Last. (PI.) Wetzlar, 22. Juni. Der Bergmann Jakob Dietrich von Steindorf, der an eiltet Frau von Aibshamen ein Sittlichkeitsverbrechen auszuüben versuchte, wurde vom Schwurgericht 'in Limburg zu einem Iaht Gefängnis verurteilt. — Ferner wurde gegen den Monteur G. H. Schulz ans Wellersdorf .wegen des Versuchs eines Sittlichkeitsverbrechens, begangen aus dem Wege zwischen hier und Gießen an einer jungen Dame von Wetzlar verhandelt: Urteil: 3y2 Iahte Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. Berlin, 22. Juni. Ein Beleidigungsvtozeß, bet gewissermaßen ein Seiten stück zum Prozeß gegen bie „M ainzer Volks stimme" in Sachen ber Kriegsbriefe bes Generals b01t Kreischmann bildet, gelangt vor ber ersten Strafkammer des Landgerichts 1 zur Verhandlung. Vor einiger Zeit erschien in den Schaufenstern der Buchhandlungen ein eigenartig ausgestattetes Buch, dessen Titelseite einen Soldaten oom 36. Regiment zeigte, der in entern französischen Torfe ein paar fette Gänse „requirierte",. unb bas ben Titel „Kriegstagebuch bes Füsiliers Fischer vom 36. Regiment" trug. In diesem in Berlin erschienenen Buche schildert ber frühere Halberstadter Etsenbahnschlosser und jetzige Berliner Hausverwalter Friedrich Fischet, der als Dreijährig-Freiwilliger vom Sommer 1866 bis 1. Juni 1869 im .Magdeburgischen Füsilier-Regiment Nr. 36, und zwar bei ber 6. Kompagnie seine Militärzeit abgedient hat, feilte Erlebnisse im Kriege 1870/71. In dem über 200 Seiten starken Bucke des alten Kriegers finden sich nun von dem Augenblick an, wo sich der Erzähler ber Belagerung von Metz zu- wenbet, zahlreiche Bemerkungen über einen neu eingetretenen Kompagniechef, einen Hauptmann N. erngeftreut, ber im Regiment nickt seht beliebt gewesen zu sein scheint, und von bem allerlei Unschönes erzählt wird. In ber Figur dieses Hauptmanns will sich nun ber jetzige Generalmajor z. D. v. Nicolai in Erfurt miebererfennen, ber damals ber Kompagniechef des Fischer war, und sich durch die Darstellung, hie Fischer von seinem Verhalten gibt, beleidigt gefühlt hat. Zu der heutigen Verhandlung find von bem Angellagten Fischer zahlreiche Beweisanträge gestellt worden, sodaß die Verhandlung vertagt werden mußte. Kp»rt. Das 1. Gießener Lawn-Tennis-Tournier beginnt am 2. Juli aus bem Platz gus ber Liebighöhe unb verspricht nach den seitherigen Vorbereitungen einen seht guten Verlauf zu nehmen. .Zahlreiche Meldungen sind bereits erfolgt weitere Reibungen find noch bis Samstag, an welchem Tage Meldeschluß tattfinbet, in Aussicht. Die einzelnen Spiele sind mit sehr hübschen Preisen ausgeftattet und werden demnächst in den Schaufenstern der Firma Montaiius ausgestellt. Um die alljährliche Wiederholung ber Spiele anzuregen, ist für das Hauptspiel ein Wanderpreis, ein silberner Pokal, vorgesehen, ber von bem Gewinnet im folgenden Jahr entweder zu verteidigen ober dem Tournierausschuß wieder zur Verfügung zu stellen ist. Hoffentlich wird die sportliche Veranstaltung auch mit allen sonstigen günstigen Umständen zu rechnen haben und in Gießmi einen guten Anllana finden. ßisenbahn-Zeitung. Die Betriebseinnahmen der preußisch-hes fischen Eisenbahn gern ein scka'ft beliefen sich im Mai ans 128 497 000 Mark, das sind mehr gegen denselben Monat des Vorjahres 5 437 000 Mark ober auf 1 Kilometer 3886 Mark (mehr 129\ Davon entfielen auf ben Personen- unb Gepäck- Verkehr 43 007 000 Mk. imebr 5 115 000 , auf ben Güterverkehr 78 017 000 Mk. (weniger 11000 Mk.^. In ber Zeit vom Beginn des Reckmungsiobres betrugen die Einnahmen 249 795 000 Mkl (mehr 105 100 000), ober auf 1 Kilometer 7552 Mk. «mehr 248> Davon entstammen dem Personen- und Gepackverkehr 79 120 000 Mark imelyr 6 348000 , dem Güterverkehr 156114 000 Mk. (mehv 3 801 000). Israelitische Neligionsgesellschast. Hottesdleng. ©ab bat () feier am 25. Juni 1904. Freitag abend: 8.00 Uhr. Samstag vormittags: 8.00 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9.40 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8,oo U(n’. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hesien für Freitag, den 24. Juni 1904: Meist heiter, bei kälterer Nacht tagsüber wärmer, fortdauernd trocken. Näheres durch die Gießener Wetteckarte. Ukneste MeÜuiiuun. Kiel, 23. Juni. Der Kaiser besichtigte heute vormittag die Werft unb hörte auf der Werft, sowie auf bem Linienschiff „Braunschweig" ben Vortrag bes Staatssekretärs v. Tirpitz. Stuttgart, 23. Juni. Die Herzogin Wera hat sich heute zum Kurgebrauch nach Marienbad begeben. Rom, 23. Juni. Ter heutigen Ueb ergäbe bes Goethe-Denkmals an den Bürgermeister von Rom bmfch ben beutschen Botschafter wohnten bie Minister und bas diplomatische Korps bei. Belgrad, 23. Juni. Wie aus Cettinje gemeldet wird, ist es dem dort weilenden Kabinettssekretär Nenadowitsch gelungen, den Fürsten Nikita von Montenegro zu bewegen, sich dem Abkommen zwischen Serbien und Bulgarien anzuschließen, wodurch der Balkan-Dreibund zur Tatsache geworden wäre. Belgrad, 23. Juni. Wie verlautet, beabsichtigt die Königin Natalie Kaiser Franz Josef zu ersuchen, er möge bei der serbischen Regierung dafür eintreten, daß die Gebeine des ermordeten Königs ihr ausgeliefert werben, damit sie dieselben an der Seite bes Königs Milan in Kru- schedol beisehen könne. Johannesburg, 23. Juni. Eine Feuersbrunst brach in dem Schachte ber Grube Salisbury aus, in der Weiße und Schwarze arbeiteten. Die Rettungsarbeiten wurden sofort eingeleitet, find aber sehr schwierig. Ent großer Teil ber (Angeborenen ist umgekommen. Tokio, 23. Juni. General Knropatkin hat den größten Teil ber sibirischen Schützen sowie Geschütze mit einer Kavallerieabteilung nach Süden gesandt. Die Kavallerie har bereits am Dienstag Datschkiao erreicht. Jn^ Liaujang verblieben nur noch drei Bataillone Infanterie! unb eine Abteilung Kavallerie. * Vom Kriege. London, 23. Juni. Das Reutersche Bureau meldet; aus Liaujang vom 21. Juni: Nach glaubwürdigen Berichten gehen die Japaner bei Port Arthur gegenwärtig nickt tätig vor. Die Russen find augenscheim» lief) zuversichtlich, daß die Besatzung ber Festung, soweit^ die Lebensmittelversorgung in Betracht kommt, staubt halten kann. Für besonders bedeutsam wirb die Lac^ im Norden angesehen. Kuropatkin scheint überablf zugleich zu sein. Er soll seit der Schlacht von Wa- fangtien die ganze russische Front persönlich besichtigt habertö Die beiden japanischen Armeen drohen, unterstütz^ durch die nördlich stehende Streitmacht, jeden Augenblick ihre Vereinigung dnrchzuführen. Die japanischen Truppen am Golf von Liautung leiden seit denx 16. Juni unter starken Regenfällen, welche die mlli- tärischen Maßnahmen erschweren. Petersburg, 23. Juni. „Rußkj Invalid" meldet zu den Kämpfen bei Wafangou, die Japaner hätten ein unglaublich entwickeltes S p i o n a g e f h st e m^. Darauf weise der Umstand hin, daß sie wahrend der vier Kriegsmonate bis jetzt ohne berittene .Kundschafterabteil-' uugen ausgekomw.en'seien, was nur bei ausgezeichneter Spionage möglich sei. Die wichtigsten Dienste letsteteu ihnen offenbar die Chinesen, die jede Kampfstellung der Russen den Japanern durch Signale verrieten, ebenso' jede Truppenbewegung, Stärke und Aufenthalt der ern- zelnen Detachements. So hätten die Jvpaner nicht a£tefn bei Wafangou verborgene Geschütze der Russen beschossen^ sondern sogar chren Schlacktenplan geändert: entsprechend dem Vorgehen der Russen. Sie benutzen die Chinesen auch zu strategischen Zwecken, indem sie durch diese Nachrichtety verbreiten lassen, die ihnen dienlich sind. — Nach einem Bericht des Generals Küropatkin betragen die Gesamtverluste des Stacketbergschen Korps in der Schlacht bei Wafangou 28 Offiziere und 648 Mann tot? 75 Offiziere und 1767 Mann verwundet, 12 Offiziere und' 66 Mann vermißt. Petersburg, 23. Juni. Wie verlautet, befcblagnabm* ten bieRussenan Bord bes „Sabo Matu" eine japanische Kriegskaffe im Betrage von 2 Millionen Den. Paris, 23. Juni. „Echo be Paris" meldet aus Petersburg: Gerücktweife verlautet, es stehe ein G e f e ch t z w i s ch e n S i u j en u n b H a i t f ch e n g zwischen ben Truppen Kuropatkins unb Kurokis bevor. Die Lage Stackelbergs sei seht kritisch. Eine amlliche Be- stätigung dieser Meldimg ist 'icbock nickt zu erhalten. Telephonischer Kursbericht Franktnri a 22. Juni. 3Va°/o Reicheanleihe . . 102 25 BOA do. ... 90.30 8 sucht bei hohem Lohn. Neuen Bäue 9. c' — to Nordaniage 18 ist der L Stock per 1. Juli, evtl, auch früher zu vermieten. 2358s Martin Dörr. Alleinsreheirde Dame sucht für 1. Oktober oder später schöne Ü-Zimmerwohuuug im Südoflotertet. Offerten unter 03551 an die Exped. d. Bl. Liudenplatz 8 2 freundliche Wohnungen sofort zu vermieten. Näheres zu er- fragen Schanzenstraße 4. >4707 Winkler & Ludäschcr, Bildhauer. Ludwigsplatz G Parterre, 5 Zinmrer, Gas, elektr. Licht, Garten pp., per 1. Oktober Ekine der ersten Deutschen Lebeusversicheruugs-Gefcü- schaften beabsichtigt für die Stadt Gießen eine weitere selbständige Vertretung womit Prämien-Jukaffo verbunden ist, zu errichten. 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Kammer sich Sti treten, daß das, wo ist, und das Vertan, »zwölf ansgezeichn, Gcoßherzog die Aul denken, daß das W< sondern für eine u werden soll, daß ei W dieses Jahr 5at ein Gesetz nicht °en Anschauungen r iu rechnen wie de ^ute ganz gewiß b tirguen m Stadt ui »»" °b°n h» »m z T->mm märe es rofl .&c|etoebtt alles i I 4 Zimmer | 5454] Manjardemv., 4 Zimm, u. Zubehör per L Ott. an ruh. Leute zu verm. Goethestraße 27. Kminiii.t-Zlininemshnnns per 1. Oktober ev. auch früher zu vermieten. I. tträmer, 5470] Konditorei, Neuen Bäue. 5054] Schöne 4-Zimmerw. im 2. Stock zu verm. Stemstraße 35. 3143] DermittlereStock,4Zimmer mit allem Zubehör, neu hergerichtet, per fofort ober später zu vermieten. Grabenstraße 9. 4240] Braudplatz 14 ist eine geräumige 4-Zimmer-Wvhnung mit Bad, Erker, Loggia, Bleichplatz und Trockenboden per sofort zu verm. Näh. Frankfurterstr. 29. 4430] Fraulfurterstraße 29, Seitenbau, ist eine geräumige, schöne 4 - Zimmerwohnung tm obersten Geschosse zu vermieten. 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