154* Jahrg Samstag, 23. April 1904 Lir. 95 Giehener Anzeiger hcjiehtt tigltd) mtt Ausnahme brt Sonntags. en, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Hti, CailXtL Kege «|C< Dar - es - Salaam. — Schluß 6^ Uhr. Zuog.Nc ’^aiDem.; Grbero.Ü wirdnich Zuschul Rebaktton. Lxpcbttttm u. Druckerei: Schulftr.?. Tel. 9h- 6L teUflivtlbT.: Anzeiger Ließen, Weilt i« lfL, Ätteifei, hi kupstk, 1 3hm ec., i Seißjeij i jachen, k täten. Lotis! : «toti. vietn.bti Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Sonnabend 1 Uhr: Rest deS Kolonialetats. Reblausgesetz, Abkommen betr. daS internationale Privatrecht, R e i ch s g a c a n r t c • '^Item Glaser. ^•14. Rotationsdruck tm6 vertag bet ®rflbf*W)ee UnwerMLtSdruckerei. R. Bange, Ließen. lv „Gtefttnct gatnlllenblälter* werden berr (Wneto« otr-mc wöchenUich beigelegt. Dl Midi Lantz tr * erschein monatlich einmal Üajt !'■' bejirtj, pfc Engeo-- x; fleicbäilti.'tt::, 51äb. t!: Me 3t, tüchtig rin. b Erhalts. n 3759 8e|(at. ‘üifrau" 02318 ^weg8^ ^Haltung >chen. t'rr.83, n. AU >»1ür leichte tdsten oom chulslrase 7, 02359 'ttgrÖBtah-. tmpfieb!i rj Arau Parlamenlarische ycrhanaluiiflcn. 8a:ch druck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Äeutlcher Keichstay. 73. Sitzung vom 22. April. 52as Haus ist sehr schwach besetzt. Um BundeSratstisch: Bei Beginn der Sitzung nur Kom- i r c. iuf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung deS (tat* des Reichs-Militärgerichts. Zier Etat wird ohne Debatte bewilligt. folgt der aus dem Etat des Rcichsamts des Innern zurück- {tr.eltae Etat des „Patentamte s". .'ie Kommission hat in diesem Etat das Anfangsgehalt für li A rteilungsvorsteber von 6300 auf 6800 Mar! erhöht. lilußerdem stehen noch Beamten-Petitionen zur Meile. ' l-ntgegen dem Kommissionsbeschluß, wonach von diesen Minnen ein Teil der Regierung als Material, ein Teil zur Er- rc.riig und ein Teil zur Berücksichtigung überwiesen werden soll, ein Mg. Patzig (nat.-lib.) dafür ein, daß alle diese Petitionen der hgie:ung zur Berircksicktigung überwiesen werden sollen. Abg. Dr. Wiemer sceis. Vp.) wünscht die Anstellung von fW'i.en technischen Hil'sarbeitern beim Patentamt. -bg. Speck (Ztr.) befürwortet gleichfalls die Petition. Der 8i!>kck'tand gegen die Beamtenaufbesserungen sei im preußischen siiarr-ministerium zu suchen. T bg. Dr. Patzig (nat.-lib.) weist darauf hin, daß die Assistenten Mr. i-taiserlichen Statistischen Amt schlechter gestellt sind als die :< +< Kategorie von Beamten bei manchen Bundesstaaten. Tbg. Werner (Antis.) bittet ebenfalls um Berücksichtigung der |tii firnen. -i ireftor im Reichsschatzamt Twele führt aus, die Regierung t-ti ch in ihrem Wohlwollen für die Beamten nicht von den Ab- ■ Förden übertreffen. Der Hauptfeind sei zu suchen in der gegen» : tirti(ren Finanzlage. Ganz unmöglich sei es, eine Beamlen- : Lt'j: ie herauszugreifen und sie aufzubessern, denn wenn der einen 1 ÜMmzmfategorie eine Wohltat erwiesen werde und der anderen dem Reservefonds zu, aus welchem auch unvorhergesehene notwendige Mehrausgaben zu decken sind. Nur diejenigen Summen gelten als Ersparnisie, welche sich nach Erfüllung der angegebenen Zweckbestimmung als zu deren Durchführung nicht erforderlich herausgestellt haben. Abg. Bebel (Soz.) erklärt, daß er heute auf das Wort verzichtet und sich nähere Ausführungen über die Vorzüge in Südwestafrika bis zur dritten Lesung Vorbehalte, in bei Hoffnung, daß dann nähere Nachrichten eingegangen seien. Abg. Frhr. v. Richthofen (kons.): Wir werden alles tun, was eine schleunige Beilegung des Aufstandes der Hereros zur Folge hat. Die Regierung kann sich darauf verlassen, daß sie in dieser Beziehung unsere weitgehendste Unterstützung findet. Abg. Lattmann (Antis.) spricht die Hoffnung aus, daß die traurigen Vorgänge in Südwestafrika wenigstens ein Schwinden der Kolonialmüdigkeit zur Folge haben werde. An dieser Äolonial- müdigkeit sei auch die Regierung Schuld . . . Vizepräsident Graf Stolberg: Herr Abgeordneter, nach der mir vorliegenden Meldung haben Sie sich zu einem anderen Spezialtitel zum Wort gemeldet. Sie können Ihre Ausführungen jetzt nicht machen. Abg. Dr. Lattmann erklärt, nicht mehr zu wisien, zu welchem Titel er sich gemeldet hat. (Große Heiterkeit.) Es entsteht eine längere Pause, in welcher zwischen dem Vizepräsidenten und dem Abg. Lattmann eine Privatunterhaltung darüber stattfindet, wo Redner seine Ausführungen machen kann. Von den Bänken der Sozialdemokraten erschallte der ironische Zuruf: Uebers Jahr sehen wir uns wieder l Abg. Liebermann von Sonnenberg kommt seinem Fraktionskollegen zu Hilfe, indem er sich auf die Rednertribüne begibt und zu dem Abg. Lattmann einige Worte spricht. Schließlich erklärt ber S t 3 e p r ä f U dent, daß der Abg. Lattmann bei einem der Nachtragsetats seine Rede beenden könne. Hierauf verläßt Abg. Lattmann die Tribüne. Man sieht ihn noch etwa eine Viertelstunde lang mit einem der Schriftführer unterhandeln. Abg. Dr. Arendt (Rp.) begründet seinen Antrag. Abg. Dr. Südekum (Soz.) ist für die Komrnissionsfasiung betr. den Reservefonds. Der Antrag würde der Verwaltung freie Hand lassen, mit dem Reservefonds zu wirtschaften wie sie will. Dieser Fonds solle aber nur in dringenden Fällen gebraucht werden. Abg. Prinz Arenberg (Ztr.) empfiehlt Wiederherstellung der ursprünglichen Regierungsvorlage. Abg. Ledebour (Soz.) bittet, dem Referenten Prinz Dren- berg, und nicht dem Abgeordneten Prinz Arenberg zu folgen. Abg. Dr. Paasche (nat.-lib.) weist auf die schwache Mehrheit hin, mit der der Kommissionsbeschluß zustande gekommen sei. Ein großer Teil seiner Freunde habe nicht die Absicht gehabt, den Reservefonds so zu schwächen, wie es geschehen sei. Er sei für den Antrag Arendt. Gcbeimer Legationsrat Seitz: Die Vorredner haben mit Recht betont, daß der jetzige Augenblick zu einer Aenderung des DiS- hetratl bar m.ss fluLßbtf terinl s abnbomt.54. irigks dchen iciud)L 13667 fireb. d. Ä. Mim Cjjerwn linier 1 ijcbi «telA . cfi.,jnL nbeta^ ar>chk°, ■ it [3703 1 'Jiürftitr. 27. 1 Heus in em. 'räulein, 9III. Gehalt, t rv. Rtnntn. onugL ®ute * ’M CT- o. Äi. und tüchtiges . iür ben 1. l Mai gejucht, b, L-llar, Germania, lebert» ädchen 3733 Sabnboffir^- „ .. . . ----- —o—o .. .pruch ... ES wurden also durchschnittlich 4000 Mk. auf den Kopf entfallen. Vlelleicht würde es auch interessieren, wenn ich die ! Liste der Ermordeten und Vermißten verlese. Es sind m dem Auf- standsgebiet ermorder worden 84 Personen, darunter 4 Frauen und außerdem noch 31 weitere Nicht-Militärs. Dazu kommen 15 bet» w'ßte Ansiedler, so daß im ganzen an 130 Personen dem Aufstande zum Opfer gefallen sind. Hierauf wird der Antrag v. Staudy gegen die Sttmmen bei National-Liberalen und der konservativen Parteien abgelehnt und der Kommissionsbeschluß angenommen. Ter Ergänzungsetal wird un übrigen unverändert b«» wrlligt. »it* V jilXSj E % d »I ausmädchrvln ^nplQB^’j: ki werbend^ idchen^ in b. 6rp. W: bann von den Juden kaufte. Wenn sie bestimmten Händlern die Pferde abnehmen wollte, dann brauchte sie doch keine besonderen Märtte anzusetzen. Die Juden haben sehr viel Geld verdient, und mit welchen Kniffen und Pfiffen, das haben wir ja eben gehört. Ich glaube aber, wir sind nicht dazu da, die Kniffe und Pfifte der jüdischen Händler hier zu unterstützen, oder wir können es denjenigen Überlassen, die sich hier fortgesetzt für jüdische Pferde und jüdische Menschen in§ Zeug legen. (Große Heiterkeit.) Abg. Tr. Müllcr-Sagan (freif. Vp.) bemerkt, bei der Versorgung der Truppen in den Schutzgebieten hätten christliche Händler gewiß ebenso viel verdient, wie in diesem Falle angeblich die jüdischen Pferdehändler. Abg. v. Staudy (kons.) begründet seinen Antrag bezüglich der Verwendung der 2 Millionen. Dieser Anttag ermögliche eS erst, em richtiges Verfahren einzuschlagen. Kolonialdirektor Stlibcl tritt für den Antrag v. Staudy cm. Die Regierung habe die Pflicht, die Geschädigten zu unterstützen, aber eine solche Hilfeleistung dürfe nicht den Charakter einer Armenunterstützung annehmen. Abg. Dr. Paasche (nat.-lib.): Viele Ansiedler, die als Reservisten und Landwehrleute eingezogen wurden, haben in Afrika zum Teil ihr Leben verloren, und wenn sie dann nach Hause kommen (Große Heiterkeit) — natürlich die, die am Leben geblieben (Hettcr- feit) — die Sache ist doch zu ernst, um darüber $u lachen. Sollen biefe Leute nun wieder von vorn anfangen? Diese Leute werden nickt wieder in die Kolonien gehen, wenn sie sehen, daß wir sie im Sliche lassen. Würde man nur ben Bedürftigen eine Unterstützung geben, so würde das nicht zur Hebung des Ansehens beitragen. Zum mindesten sollte man mit der größten Billigkeit verfahren. In der Denkschrift steht, cs solle in erster Linie Beihilfe an Geschädigte gegeben werden, und nur ausnahmsweise Darlehen. Die Kommission hat die Sache umgedreht, und daS halte ich nickt für erwünscht, namentlich nicht im Interesse der Entwicklung der Kolonien. Der Antrag Staudy genügt mir nicht, aber auf alle Fälle ist er besser als der Kommissionsbeschluß. Abg. Payer (dt. Vp.) hält eS für korrekter, zunächst nur mit Darlehen vorzugehen. Es handle sich nicht um Armenunter- stühungen. Wenn auch immer gesagt werde, so und so viele Häuser feien niedergebrannt, so dürfe man doch nicht vergessen, daß eS sich da nicht einmal um geflickte Strohdächer handle, von denen hier so oft die Rede war, sondern um einfache Bauten, teilweise nur um Zelte. Abg. Graf Arnim (Rp.) wendet sich gegen den Vorredner, der von den afrikanischen Verhältnissen keine Ahnung habe. Der Anttag Staudy sei der richtige, die Hilfsbedürftigkeit allein dürfe nicht als Grundlage für die Entscheidung über die Gewährung der Entschädigung dienen. England habe für die Buren-Ansiedelungen 60 Millionen Mark gegeben, und da solle Deutschland knausern? Im Interesse der Entwicklung der Kolonien sei c8 absolut notwendig, wieder Vertrauen zu schaffen. Sonst werde das Wort von der Sandwüste, in der nichts zu holen ist, wahr werden. Wen» das Reich helfend eingreife, dann werde die Kalamität tote ein reinigendes Gewitter wirken, nach desien Ablauf wieder Sonnenschein herrscht. Abg. Gröber (Ztr.): Die Forderungen der Ansiedler gehen doch zu wett. Die 1 Unterstützung darf nicht ein Speku- lationSobjekt werden. Sollen etwa auch diejenigen unterstützt werden, die an dem Aufstande schuldig sind? ES ist nicht nur unser Recht, sondern unsere heiligste Pflicht, sparsam mit den Reichsgeldern umzugehen. Man muß ferner bedenken, daß sich unter den Geschädigten nicht nur kleine Farmer, sondern auch viel wohlhabende Ansiedelungsgesellschaften befinden. Ferner sind doch auch die Händler darunter, die gerade durch ihre verwerfliche Ausbeutung der Eingeborenen die Hauptschuld an dem Aufltande tragen. Alle diese Leute können wir doch nicht unterstützen. Wo soll beim das Gelb Herkommen? Die Reichsmittel werben boch alle nur durch indirekte Steuern aufgebracht und zwar von Leuten, die auch nicht viel Gelb haben. Wie werben denn Deutsche in Deutschland be- hanbelt? Ich erinnere an die Ueberschwemmungen in Oberschlesien. Hätte die Regierung rechtzeitig für die Regelung der SBafferfragt gesorgt, so wäre die Kalamität vermieden worden. Aber ttotzdem erkennt sie eine moralische Verpflichtung zur Unterstützung der Geschädigten in Oberschlesien nicht an. Ich bitte um Annahme deS KommissionsanttagS. Abg. Dr. Arendt (Rpt.): Es handelt sich nicht um eine Unterstützung, sondern um eine Beihilfe. Zwischen beiden Begriffen ist ein großer Unterschied. DaS Geld, das wir jetzt auSgeben, ist nur ein Vorschuß auf künftige Einnahmen auS unseren Kolonien. Die ganzen Schwierigkeiten wären vermieden worden, wenn in der Regierungsvorlage nicht von Entschädigungen, sondern von Bechilsen die Rede gewesen wäre. Vielleicht läßt sich zwilchen unS und dem Abg. Gröber eine Verständigung erzielen, wenn wir unfern Anttag so fassen: „Zu Darlehen sowie zu Hilfeleistungen an Personen, welche auS Anlaß des Eingeborenen» aufstandeS geschädigt und hilfsbedürfttg geworden sind." Ich bitte, ben Antrag Stcmby unverändert ober in dieser geänderten Form anzunehmen. Abg. Payer (dt. Vp.) tritt nochmals für ben Kommissionßantrag ein; man dürfe die Millionen nicht so hinausfliegen lassen, wie es die Kolonialschwärmer wollen. fe *** Nlte '"*■ s.' 1 ,cr i- 3uu T(irtn.$e. Positivs des Reservefonds ungeeignet ist. Man darf die Dispositive nicht ändern, sie sind ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil unseres materiellen Rechtes für die Schutzgebiete. Als man 1892 daran ging, für die Schutzgebiete einen spezialisierten Etat aufzu- stellen und nickt mehr mit Pauschquanten zu Wirtschaften, war das Bedürfnis der Kolonialverwaltung allgemein anerkannt, daß der Vermerk zum Reservefonds, der jetzt vorhanden ist, ausgenommen wurde. Damals wurde von keiner Seite gegen diesen Vermerk Einspruch erhoben. Wenn nun schon in jener Zeit, in den 90er Jahren, ein Bedürfnis zu diesem Dispositiv vorlag, um so stärker ist es heute, benn, 1902 ist bas ganze Etatsschema geänbert worben. Währenb bas frühere Etatsschema an sich eine viel größere Bewegungsfreiheit gestattete, ist jetzt eine Spezialisierung bes Etats eingetteten, bie eine Beweglichmachung zur unbebingten Notwendigkeit macht. Die Ein- toenbungen gegen ben Reservefonbs, baß baburch ber ganze spezialisierte Etat aufgehoben würde und eigentlich zum Pauschquantum umgewandelt werde, tteffen nicht zu, denn es wird nickt nach dem Reservefonds Rechnung gelegt, sondern nach den einzelnen Titeln und Positionen. Der Reichstag ist in der Lage, an den einzelnen Titeln und Positionen zu prüfen, wo und warum Ueberschreitungen vorgekommen sind. Es wird auch sehr schwer sein, aus der Ueber- sicht der vergangenen Jahre irgend einen Fall nachzuweisen, in dem eine Summe, die zu einem bestimmten Zwecke bewilligt ist, tatsächlich zu einem anderen Zwecke verwandt worden ist. Das war früher möglich, solange wir Pauschbewilligungen hatten. Jetzt aber würde die Bewegungsfreiheit der Regierung bei einer Menge von Titeln eingeschräntt werden, und Stteichungen müßten eintteten, die durch den Reservefonds auszugleichen nicht mehr möglich wäre wie bei dem jetzigen Zustand. Ich bitte Sie um Annahme der Regierungsvorlage. Nach kurzer weiterer Debatte wird in ^Betreff deS Reservefonds die Regierungsvorlage wiederhergestellt. Ter Rest des Etats für Südwestafrika wird debattelos erledigt. Nunmehr erstteckt sich die Debatte auf den zweiten Er» g ä n z u n g s c t a t, in dem auch die oben erwähnten zwei Millionen Entschädigungen für die in Südwestafrika durch den Aufstand be- ttoffenen Ansiedler enthalten sind. Kolonialbirektor Stuebcl banft bem Abg. v. Richthosen für die Unterstützung, die er namens seiner Fraktion der Regierung in dieser Angelegenheit zugesagt habe. Er könne des Dankes der Nation und der südwestafrikanischen Ansiedler versichert sein. Abg. Rogalla v. Bieberstein (kons.) bedauert, daß die Pferdeeinkäufe für die Expedition gegen die Hereros nicht direkt bei den Produzenten bewirft sind. Die Händler hätten sich viel zu hohe Preise bezahlen lasten. im mitbatot -”iü‘. Vivk.,.. erteilt die itfi, :o sei das eine große Ungerechtigkeit. Alle Beamten könnten • tir bei der gegenwärtigen Finanzlage nicht aufgebestert werden. il^ch kurzer weiterer Debatte werden die Petitionen dem !8.-155:analer zur Berücksichtigung überwiesen. D'tt Etat des Patentamts wird bewilligt, ebenso ikr fort für den Rechnungshof des Deutschen Reiches. fo folgt die an die Kommission zurückverwiesene Position 5 3Sü Hiostetats, betreffend die erste Rate von 300 000 Mark 1 flfn bii Herstellung einer Telegraphenlinie in Ostafrika. A -ick dem Etat sollte die Linie von Tabora nach Ujiji gehen c ttrtsetzung der Linie Dar-es-Salaam-Mpapua nach Tabora. ' Sfr Knmmission beantragt, die Linie zu legen von Tabora über - Be. Rnchael nach Muansa. Haus nimmt den Kommissionsbeschluß debattelos an. El i folgt der Kolonialetat. D-rr Etat für Ostafrika wird ohne Debatte angenommen. El5 folgt der Etat für Kamerun. Auf eine Anfrage des Abg. G i. on 2knim (Rp.) erwidert Kl lonialdirektor Tr. Stuebcl, die Kolonialverwaltung sei nach üfclid! leit bemüht, die Eingeborenen von dem Genuste von Spiri- t Mn' iernzuhalten. Sie bewirke dies dadurch, daß sie bedeutende C D zölle auf Spirituosen gelegt habe. Die Zölle seien erst in d w ‘ ^afirc von 60 auf 75 Mk. erhöht worden. Auch sorge sie d . aß die Einfuhr sich über eine gewisse Linie im Lande nicht h i:; s erstrecke. Ebenso werde die Einfuhr von Gewehren und Ä-ir erschwert. Man sorge dafür, daß die Eingeborenen über- h r ur Steinschloßgewehre in die Hand bekämen, weil damit tr:i ::i Unheil angerichtet werden könne. Bezüglich der Grenz- r- r ieaung am Tsad-See seien die Verhandlungen mit England b »t: t , mit Frankreich noch nicht. Zhg. Dasbach (Ztt.) hält ein gänzliches Verbot der Einfuhr fi a.' Lobt! in unsere Kolonien für erforderlich. 2er Etat wird bewilligt. ve folgt der Etat für Sog o. ü&g. Graf Arnim (Rp.) rügt, daß in Togo die englische S -:c an ben Missionsschulen bevorzugt wirb; man möge die Ein- ge ;ii :r:n lieber die deutsche Sprache lehren. An geeigneten Lehr- Ir rrt.- ' ehlc es nicht. r3 onialbirclior Stübel: Erfahrungsgemäß haben diejenigen C r .-3-:enen von Togo, bi? die engliscke Sprache gelernt haben, N tavgj. ins Auslanb zu gehen; daburck gehen sic Togo verloren. SS-pt) jetzt bcsttebt, bie Missionen zu bewegen, baß sic ben eng- lif ’i Mnterricht, ben wir boreläufig noch für unumgänglich nötig gc t.‘ haben, abschaffen unb an feine Stelle den deutschen setzen. E: ' ch gelungen, mit den beteiligten Missionen em Einverständ ni Ul. ' i zu erzielen, daß vom 1. Januar 1906 ab in verschiedenen M '! i fdiutcn der englische Unterricht abgeschafft und durch ben bc tr:: ? ersetzt wirb. Nur bie Missionen, bie sich dazu verpflichtet ha a- d eutsch zu lehren, bekommen Unterstützungen von der Regit i- - Etat für Togo wird bewilligt. : folgt der Etat für Südwestafrika. Mit zur Debatte ste ’C’ t; der zweite E r g ä n z u n g s e t a t für Südwest - af : < von der Regierung geforderten Titel 14 „zur Gewährung t’o n: _ idiäbigungen für Verluste aus Anlaß des Eingeborenen- an n >• s 2 Millionen Mark" hat die Kommission bewilligt, da, - ! olgende Ueberfcbrift für diesen Titel festgesetzt: „Zu Dar- leh liär • Gesckädigte, sowie zu Hilfeleistungen an Bedürftige au 5 iß der Verluste des Eingebocenenaufstandes." :.g v. Staudy lkons.) beanttagt, dem Titel die Ueberschrift zu : -m-: „Zu Darlehen, sowie zu Hilfeleistungen an Personen, toe £. Anlaß des Emgeborenenaufstandes geschädigt worden odc::^: -^bedürftig geworden sind." ür i Etat enthält ferner einen Reservefonds, über den foL r: .:e i bestimmt wird: „Tie über den Etat aufkommenden Ein- nal | sowie die Ersparnisse bei den fortdauernden und einmaligen Au i-i’.r: fließen bem Reservefonds zu, aus welchem auch nol- wei nt Mehrausgaben zu decken sind. Bei den einmaligen Ausgal w I::cn nur diejenigen Summen als Ersparniste, welche sich nack Crs der angegebenen Zweckbestimmung als zu deren Turch- süh i? : licht erforderlich herausgestellt haben." L K o m m i s s i o n hat den legten Satz gestrichen und fcri Mr :?r:i Ausdruck „notwendige Mehrausgaben" um- getotor.'dt l in „unvorhergesehene Ausgaben". :: ■ Tr. Arendt (Rp.) beantragt, diese Anmerkung zum Rc- ,ertrt wie folgt zu fassen: • ’: über den Etat aufkommenden Einnahmen, sowie die Er- spa: fcf’f t bei den fortdauernden und einmaligen Ausgaben fließen Kolonialbireftor Stuebcl erklärt, daß die Kolonialverwaltung keinen Anlaß dazu gegeben hat, wenn die Ansiedler die volle (Ent* lchädigiing verlangen. Auf eine Anfrage des Abg. Ledebour (Soz.) erklärt Kolonialdirektor Dr. Stuebcl: ES leben in dem m Frage kommenden Gebiet 1800 Weiße, darunter 1500 Deutsche. Unter Abg/v. Staudy (kons.) bemängelt es, daß man früher vielfach 814 8armer aus bem Auslanbe Pferbe nach Sübwestafrika eingeführt habe, bie 1 44 Minette die auch zum großen sich nicht bewährten, während man das sehr ausdauernde ostpreußische fnrnmpn n °gzusammen Personen in Frag« Pferd unbeachtet ließ. Tas osipreußische Pferd leiste jetzt in Süd- kommen die unter Umstanden auf eine Entschädigung Anspruch wcstasrika die besten Tienstc. In der' vermehrten^Verwknbung de^ ^nen. ES wurden also durchschnittlich 4000 Mk. auf ben osipreußischen Pferdes, wo immer sich Gelegenheit bieie, liege auch ein Mittel, unserer Landwirtschaft zu helfen. Äolonialdirektor Stuebcl erwidert, er nehme an, daß der heute am Erscheinen verhinderte preußische Kriegsmlnisler in der dritten Lesung auf die Sache eingehen werde. Abg. Tr. Müller-Sagan (freif. Vv.) polemisiert gegen den Abg- v. Bieberstein. Es habe sich darum gebandelt, den Bedarf schnell zu decken. Tas Härten bie Hänbler geian. Abg. Rogalla v. Bicbcrstctn erwidert, eSjianble sich um Mische Hänbler (ahal links), bie mit echt jüdischer Lchlauhcit vorgegangcn seien. Tie Regierung hätte die Sache zu spät publiziert, die Händler hätten sie aber unter der Hand vorher erfahren und seien nun im Lande herumgereist, hätten den Bauern erzählt, sie brauchten Pkcrdc für Bergwerksbetriebe, erhielten aber selbst nur sehr ........ v . D a 11 c , n[IU)5 geringe Prei.e unb konnten infolgedessen nur 200—250 Mark gcsctz betr. die Bähst von Mrogoro nach Mcn^^Ärt' ^ortl) Bon der Regierung haben sie aber dann Salaam. — Schluß 61. Uhr. 400—600 Mark genommen. ’ Abg. Liebermann v. Sonnenbers (Antis.): DaS Schlimmste war, daß die Militärbehörde die Pferdezüchter zusammentromrnefte und >rchlr.28M chtN,: -cbulslr. öl -in 3614 lt ftlinit, MtrUlgeö ICH rhall gesucht. Tüfee 19 n chen i i iuchl Frau i, Üirchstr. 2 hörlich fort. Er kann sie nicht vergessen, wenn auch die gradiger Neurasthenie. Karlsruhe, 22. April. Bei der am 21. April vor- qenommcnen Ersatzwahl eines Abgeordneten im 14. badischen Reichstagswahlkrei^ wurde der bisherige Abgeordnete, Landgerichtspräsident Johann Zehnter in Offenburg wie- Es verlautet, daß der greise General Dragomirow -em rr ar en einen neuen Plan nnterbreitete, der die Möglichkeit des Aufgebens von Port Arthur rn ernste Erwägung zieht. Volkssagen kennen lernen will, darf nicht nach Frankreich. gehen. Hier wird er auch auf dem Lande kaum eine einzigeIi . r entdecken können. Anders ist es in Deutschland. Namentlich , Tstchhanftn, vinzialarresthaus in Mainz Johannes Napp mit Wirf oom 1. Mai 1904. — Am 22. April b. Ja. ,^e? Gesangenauffeher am ProvinzialarrefthauS in Mainz Seuling mit Wirkung vom 1. Mai 1904 feines TtenH? entlassen. — Ernannt wurden am 22. April bis. Gcfangenaufseber am Provinzialarresthaus in Mainz Schwab zum Gefangenausseder am Gefängnis in der Gefcmgcnaufscher am 6fesöngnis in Mainz Adam Ewald zilm Gcfangenaufseber am Provinzialarresthans,» Mainz, beide mit Wirkung vom 1. Mai 1904. „Der Bauernstand ist die physische . S)uicn nationalen Wohlergehens. Es wäre sehr wünschend- ^en -- *fv in wert, daß diese Worte eines Engländers von allen unseren Thomas F^lneI S q Wohnung in Staatsmännern und Politikern beherzigt wurden, bte dochl Uorung vom drillen Dl - fonft immer \o eifrig bestrebt sind, sich nach englischen Vorbildern zu richten und Politik nach englischem Muster zu Der deutsche Bauer in englischer Beleuchtung. Wie ein Engländer über die deutschen Bauern und deutsches Bauerntum urteilt, kann man in einem Aufsätze nachlesen, der unter dem Titel „Die Zukunft Deutschlands" im jüngsten Hefte der englischen Monatsschrift „The Fortnightly Review“ erschienen ist. Deutschland meint der Verfasser — ist wohl das einzige Land, in landwirtschaftlicher Bevölkerung der Begriff „B a u e rn st o l z noch etwas zu bedeuten hat. In England kann man f" Aer Krieg zwischen Japan nnd Kurland. Neues russisches Mißgeschick. Hin Telegramm des Admirals Alexejew an den Zaren vom 22. April lautet: Bei der Anlage einer Minensperre durch Dampfsckalupven kamen durch vorzeitige Explosion unter dem Hinterteil einer Schaluppe Leutnant Beter Bell und 20 Mann um. Japanische Spione. Wie berichtet wird, wurden in der Nähe von Wologda ruf der Eisenbahn zwei verdächtige Japaner verhaftet, in deren Besitz Pläne von Archangelsk und dem Solowezn- •Bofter gefunden wurden. Nach neuesten Meldungen aus Petersburg «ll General Kuropatkin eine dringende Warnung »or Meuchelmördern und die Aufforderung erhalten yoben, seine Person mit starkem Schutz zu umgeben. Englische Intervention. Die Petersburger „Nowosti" schreiben: „Die Möglich-. t einer Intervention in dem ruffisch-japanischen Konflikte seitens Englands und dazu aus dessen eigener JNittcv- .ive sei sehr erfreulich: eine freundschaftliche Intervention Englands im geeigneten Augenblicke werde zweifel- 'os sowohl Rußland wie England ein Dienst leisten und verde mit einem Schlage eine Reihe von Streitpunkten nnsichtlich der Befriedigung der legalen Ansprüche Rußlands im fernen Osten beseitigen und gleichzeitig eine feste Grundlage für die volle Verständigung zwischen Ruß- ------ kmb und England über alle Fragen schaffen, welche zwischen knister tragen muß. ihnen diplomatische Mißverständnisse hervorriefen. Außer-1 99 lern werde eine solche Intervention England aus der in jeder Beziehung unbequemen Lage ziehen, der Verbündete rines Volkes zu sein, in welchem die gelbe Gefahr ver- sarpert erscheint, die allen europäischen Volkern droht. habe ihm Stafsorst 400 Mk. als Schtveiggeld gegeben Weiter habe er mit der Sache nichts zu tun - Ta: r die Darstellung, welche sich der Verbrecher nn ft tngm! zurechtgelegt hat ,(iim womöglich auf Kosten ienr-? P». nossen seinen Kopf zu retten. Ob ihm das nHenW gelingen wird, kann sehr bezweifelt werdens bnncntM gelingt es noch, den Mörder zu einem offenen MeimdmZ zu bewegen, wenn er erst sieht, daß alle feine Sinf'hj' vergeblich sind. Nachdem er die Teilnahme nn ber av selbst zu gestanden hat, wird er dem verdien.-en ohnedies nicht mehr entgehen. ••■“i-f“ ter. ab. Die Zahl der am Freitag von Budapest abgegangenen Züge beträgt vier gegen fünfzig bis sechzig, die sonst ab gehen. Die Züge werden durch Soldaten^ des Eisenbahnregiments und Beamte der Zentralverwaltung I bedient. Auf den Stationen wird der Dienst durch die Stationsvorsteher versehen. In Budapest ist eine ziemlich rapide Steigerung der Lebensmittelpreise eingetreten. Die Regierung hofft, bei längerem Andauern des Ausstandes in vier bis sechs Wochen eine Neuorganisierung des Betriebes durch Anwerbung neuen Personals vollständig durchführen zu können, wobei auch darauf gerechnet wird, daß ein großer Bruchteil des Personals bte weitere Beteiligung am Ausstande aufgeben wird. Ungefähr 30000 Beamte, Unterbeamte und Eisenbahnarbeiter nehmen am Ausstande nicht teil. hoben." Staatssekretär Frhr. v. Stengel behält den tier-l bündeten Regierungen die Stellungnahme zu dem Antrag Spahn vor. Gegenüber dem Abg. Singer betont Frhr. von Stengel wiederholt, die Vorlage habe auch nicht im geringsten etwas mit der Flotte und ähnlichen Dingens zu tun. Gegenüber Speck erklärt Frhr. v. Stengel, er habe^ sein schweres Amt erst nach langem Zögern übernommen > und sein Bedenken erst spät überwunden in der Hoffnung auf das Vertrauen id-es Reichstags, der ausschlaggebenden Partei und besonders seiners bayrischen Landsleute in dieser Partei. Werde ihm statt dessen aber Mißtrauen entgegengebracht, dann sei er nicht in der Lage, die Aufgabe, die er sich gestellt habe, endlich eine Bffscr'mg in die Reichsf'nanzverhältni'se binei-z trag n, dur^z f hrm. Die Kommission nahm schließlich m:t 14 gegen 13 St.mmen den Antrag Spahn nebst einem Antrag Dr. Arend dazu an, wonach im Antrag Spahn die Worte ,,der Ta- baksteuer" zu streichen und anstatt „Stemp^labg'b n ,für Wertpapiere" zu setzen ist der ,.Reichsstempelabgab n." Dresden 22. April. Die zweite Kammer nahm das Gesetz betreffend den Staatshaushalt (Komptabili- tätsgesetzl in d'er Hauptsache nach der Regierungsvorlage an. Durch das Gesetz wird dem Fin a n z m i n t st er insofern eine Sonderstellung gegenüber seinen Minister ko liegen eingeräumt, als er das V e t o r e cf) t gegen die Etatseinstellungen der übrigen Minister erhält. Im § 1 tst eine Bestimmung eingefügt, daß der den standen vor - I zulegende Staatshaushalt die Gegenzeichnung sämtlicher Frankfurt a. M., 22. April. Nachdem die Unter, suchung gegen die beiden Raubmörder nnnnr • V geschlossen ist, ist der „Fr. G.-Anz." in der Lage mi : 4V welche Darstellung Groß gAg n Fr den A ss g-, Stafforst von seiner eigenen Anteilnahme an d- gibt. Stafforst bleibt bei seinem 0'est ndn s. ctr> tu [ 1. m als springender Punkt hervorgeheben sei, da'' er n-ir c n einzigen Schlag gegen Lichtenstein geführt haben will und der eigentliche Mord und auch der Raub van Grob begangen worden sein soll. Groß hat demgegenüber im en schweizerischen Bundesrat zu bestimmen, an der Einberuf-1 eingetreten, als er von dort Geschrei gehört lmk>, (h una der Konferenz nach Bern festzuhalten. Von diesem sah Lichtenstein bereits am Boden liegen und habe nun Besuche des Kanzlers bei Minister Roth erhielt der gemerkt, daß Stafforst im Begriff gewesen sei. ikm wM Kaiser Kenntnis und ungesäumt verfügte sich der junge umzubringen. Er habe sich nicht weiter darum gcfumnvT. Monarch — es war zu später Rächt stunde — zum I auch nicht darum, was Stafforst foimnn int Bureau l'it* schweizerischen Gesandten, um aus dessen eigenem Munde tensteins gemacht habe. Als ste au', bte straße ta, zu vernehmen, daß Bismarck es gewagt hatte, dem kaiser- - < - licheu Willen zu trotzen. Am folgenden Tage, am 20. Marz 1890, erhielt Msmarck seinen Mschied. Dem schwer- zerischen Gesandten Dr. Roth aber schenkte der Katser sein Bild, ein großes Tableau, das die eigenhändige Widmung trägt: „Zur Erinnerung an den 19. März 1890. Katser Wilhelm II." In einem Raume der Gesandtschaftswohn- ung hing unL> hängt wohl noch zur Stunde dteses Btld, und im Angesicht desselben hat Minister Roth im Wtnter 1890/91 einigen zu Gast geladenen jungen Schweizern unter denen sich auch der Schreiber dieser Zeilen befand, erzählt, welche Bewandtnis es mit dem Datum der Mdmung hatte und mit welchem welthistorischen Ereignis dreses Geschenk des Kaisers an den schpreizerischen Gesandten in I Zusammenhang stand. BarlamkNtarisches Berlin, 22. April. Die Budgetkommission deS Abgeordnetenhauses bewilligte heute für daS Residenzschloß! in Posen die von der Regierung geforderten 6 350 0001 Mark. Berlin, 22. April. Tie Budgetkommission pes Reichstages setzte die Beratung der Reichsfinanzreformvorlage fort. Spahn (Zentr.) beantragt, den § 1 folgendermaßen zu fassen: „Unter Aufrechterhaltung der Ueberweisungen der Reinerträge der Tabak st euern und Branntweinverbrauchs-I ab gäbe samt Zuschlag dazu, sowie der Stempelabgaben für Wertpapiere an die einzelnen Bundesstaaten ist auch der Reinertrag der Maischbotttch- steuern zu überweisen. Die Ueberweisung des Reinertrags der Tabak st euern und der Stempelabgabe erfolgt nach Maßgabe der Bevölkerung, mit der die einzelnen Bundesstaaten zu den Matrikul ar bet tragen herangezogen werden. Die Ueberweisung der Rern- ertrüge der BranntweinverbrauchSabgabe samt Zuschlag dazu, sowie der Maischbottichsteuern erfolgt nach Maß-! gäbe der matrikularmäßigen Bevölkerung, mit der sie zu dem Gebiet der Branntweinsteuergemetnschaft gehören. Den Ueberweisungen sind vorbehaltlich der endailtigen Abrechnung zwischen der Reichskasse und den Ginzelstaaten die im Artikel 39 der Reichsverfassung erwähnten Quartalextrakte bezw. die Jahresabschlüsse zu Grunde zu legen." Ferner beantragt Spahn, den Paragraphen drei folgendermaßen zu fassen: „§ 8 des durch Bekanntmachung vom 24. Mai 1885 veröffentlichten Zolltarisgesetzes toirü aufge- Vcrtnijcptc». * Berlin, 22. April. Den AbendMm > " wurde Graf Pückler-Klein-Tschirne, der s-b Haltung politischer Vorträge hier aufhielt, heute vormiüaq wegen Nichterscheinens vor Gericht in (Wogau verband. ' Kiel, 22. April. Ein bl utigetz Famllieu'r.ai . spielte sich gefterrt hier ab. Der au§ Posen ftammen. Bureau-Assistent QuafchinSky, der mit kmer v.QU sglScheidung lebt, suchte diese hier bet ihren Wv dessen Maschinisten Wilke, auf und wollte sie bewegen, ml szlirückzukehren. Die Frau bat sich Bedenkzeit au, - Wl#.„..... sich Ouaschinsky wegging, (P«er »J« J“Äta <»' M beute kaum noch vorstellen, was .Bauernstolz- eigentlich Revolver znn chft s , Dagegen löst daS deutsche Wort .Bauer- eine Re.he von -«-"den Schw°"°?°5l i-germutt-- eindrucksvollen Vorstellungen aus. Im Gegensätze zu dem --tzte, dann sch°8 « ' die er aus sein- sranzösischen Bauer hat sich der deutsche Bauer v.el ™ W M M « » "'',l Poesie der früheren Zeit bewahrt. Er hängt zäh- an tausend «bg-k>, gmg s-h • H ' ' ?6Mi» wirkt-. d°U- eigenartigen Gewohnheiten, aüch an seiner malerischen Kleidung, ~ s sgiefier mit dem « M irv'" und besitzt immer noch jenes gesund-, phantasi-voll- und l>ch- -u« !dn. .m beibradiie. 1« poetische Empfinden, daS in der deutschen Lüteratur so sehr ^Mend 9 firanfenhm'.? 1*' Z Ausdruck gelangt ist. In ihm rieselt der Quell der unb HT S“9:" ”n^^“^r'n“^^eUl^en^al.*abfi;kerTcfeung der Frau scheinen nicht fo 'chw-r ' Der ungarische tzisenöahnerstreik. Wie die „N. Fr. Pr." meldet, befindet sich der Landes- Verteidigungsminister für Ungarn, Generalmajor Niyri, in Wien, um dem Koiser und dem Kriegsminister Vorschläge wegen der Mobilisierung des Eisenbahnregiments behufs Brechung des ungarischen Eisenbahn-Ausstandes zu machen; eventuell erfolgen noch wettere Mobilisierungen, um <Äsenbahnbeamte und. Arbeiter zu gewinnen, die der militärischen Disziplin unterstehen. Sensation erregte ein in der letzten Nacht bekannt I gewordenes Handschreiben des Kaiser-Königs, welches vom Minister Nyiri gegcngezeichnet das sofortiae Ein rucken aller im Eisenbahn dienst stehenden ungarischen Reservisten der gemeinsamen Armee, Kriegsmarine und Honvedschaft und die sofortige Zuteilung derselben zum Dienste bei den ungarischen Staatsbahnen anbefiehlt. Unter den streikenden 37 000 Eisenb ahnern sind 11000 hiervon betroffen, welche Eisenbahn dienst keiften müssen. , Zm ungarischen Abgeordnetenhaus erklärteI der Ministerpräsident, es sei wenig Aussicht, daß das Entgegenkommen der Regierung seitens der Eisenbahnbeamten entsprechend ausgenommen werde. Cs weroen daher organisatorische Maßnahmen getroffen, um den Verkehrsdienst, wenn auch vorläufig in beschranktem Umfange, wieder aufzunehmen. Bon heute, Samstag, an, sollen neue Kräfte für den Eisenbahndienst angeworbM werden, wodurch die Aus ständigen selbstverständlich ihre Stellen verlieren. Die Aus ständigen richteten an das Abgeordnetenhaus eine Eingabe, in der sie ihre Beschwerden über den Entwurf betreffend Gehaltsregulierung darlegen. Sie! verlangen eine Erhöhung des Änfan gs-Ge- halts von 1400 auf 1600 Kronen, Sicherung des Aufsteigens in eine höhere Rangstufe bet tadelloser Führung, während jetzt nur Zulagen nach Maßgabe der Dienstzeit gewährt werden. Ferner fordert die Eingabe Einführung eines Dienstregelungsplanes und beschwert sich über die Verringerung des Dohnungsgeld- zuschusses. Ministerpräsident Tisza lehnte die Entgegennahme eines Memorandums der ausständigen Bahnbeam- Präs? des Z-stalterS kaum Z- = tfT fflet UH*J“** $cn -.............. "in W -b« * ' , ein heftiges lSewi t- - käs '» wFwts • •• bieten dem Forscher eine wahre Fundgrube an Sagen und g-l-hrl.ch verletzt. M-.-yz 8 Märchen. Leider - s° fährt der Verfasser fort - der g«dt-t. -kn dem im Umbau beftn« deutsche Bauernstand dank dem Fortschr-ck-n der Industrie »öniaSsäh'loss-S in Laaken brach immer mehr zurück. Und doch ist d.e Erhal ung ® 8 " breiten bäuerlichen Bevölkerung gerade für -me F-u-r °>>S, w-l-y-s van ae o kontinentale Großmacht eine unbedingte Notwend.g. werden konnte. Claudy L feit, denn vom Lande stammen die gesunden unb fcäftigen A. ^„qestürzt. 9lr6,lle” Rekruten, auf die sich die Nai.on im Kriege stützen muß: Tunn° da, 400 qam. Erde e.ng ^Der Bauernstand ist di- physisch- Grundlage . d-SIunt-rbr^Archivdir-No- «ZxK-d» lner stürzte sich m einem Ansau 2id)tbc ftörung vom dritten Stock seiner ßcjt an und blieb sofort tot. Fellner l.tt I--t em.ge-ö - D e r Kn st w ^lÄch-r Wäg Än 4 Mk., das einzelne Heft 60 P g.) widmet 3abren p,, 31 dem Vater Homer und fernem »o - r £ ((e r, 3gs genialen bildnerifchen Darsteller Fri Schmuck de§ . 1 bte leitenden Austäye, ist der Muftrat«' be„ be.ben roibmet. 65 werden feiner IW« “"'Lben, «l13 nach-vosiifchen H°w°r-Uebei1eY>ma-" Odyssee'.____ Grimms .Ilias" und Wrlb Jordans . treiben. I Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. April 1904. - Personalien. Sc. K. H. der Großherzog haben am 15. April dS. IS. dem Pfarrer Heinrich Barth zu Kettenheim die evangelische Pfarrstelle zu Großen-Buseck, Dek. Gießen, und dem Pfarrer Dr. Wilhelm Volp zu । Schwarz die evangelische Pfarrstelle zu Rieder-Erlenbach, Dek. Rodheim, übertragen. — Der Gerichtsschreiber bet dem Amts- Gericht Beerfelden Joseph Streu der wurde auf fern Rach» suchen in den Ruhestand veffetzt. — In den Ruhestand wurde versetzt am 22. April d. IS. der Gefangenaufseher am Pro-