Mtheatn. r indahngtmnn» >850 000 oder Mark oder Ml. 162 mehr Mverkehr erbrachte !t>r em solche? von M von M 510 000. bi? Ende Januar 000 mehr md per >re Gelahr.' M« Donnerstag dm reich.' Freitag dm !7. Februar: ,Die ’miar, nachmittag; itb8 7 ZZ6r: ,W- tbere ßefafc' M rm 1 Uhr-, „H Ebe- 91 Sahre ^D d'abier-7 ßchn^ Sstz ätl 6f Jti»«1"” i* jbtif^n st. $ ®Hen erwart. ,“d>: Kaiser und ein und derselben 'M Bei dem Ebensiahre charak- damals im Pots» lle zur Verfügung, ccnten umschlossen, sroßkreuz de? Regierung verleihen der tu ^oren, bi, v ' eines Pete^ -s Aufseß- über betS 7' «ft . h ?Iä * «'L”®' b«ä 1 ihr,« ** w«, 41 erschien Q(§ ? '"»den, baß len will. ’e,r9 erhalten, iburg Tr. A ' Apologetik an krirannt. , Termin vor dem eit der Rhein'' atz Verfahren über die bi? zur Entscheidung läge auszusetzen' 2 Patent? gegen die et 18. Division ■ä?ä? «Ä,t M K7m- *J?^*** jrm‘ nschiih.' Mittwoch rlängerin Fräulein rebniar: .Merlin.' :r Kammersängerin 27. Februar: .Tie 28. Februar, nach- iremilen.' Abends 0. Februar: ,Tie Irr. 45 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 23. FebruarlS04 S5 Srschetvt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit den, Kesflschen Landwirt die Eichener Zamilien- blätttr viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u. Steindruckerei. 9t Lange. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Dchulfiraße 7, Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FerniprkchanschlußNr.51. ______ _ _ _ _ _ Bezugspreis: @ W monatlick75Pf.,viertel- ivleyeilbiMMger MZ General-Anzeiger 67 Verantwortlich tüt v *7 den polit und augem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ er Truppen seien auf dem Marsche zu dem Äalu und zehntausend von Japanern rücken in Eilmärschen.von verschiedenen Punkten Koreas aus den Yalu vor.' Demnächst wird ein großes Tressen in Nordkorea erwartet. Die koreanische Regierung hat nun auch 2)ongamphosür einen o s f e n e n Hasen erklärt, wodurch die russische Valufluß- BauHolzkonzession ihren vorherrschenden Einfluß in diesem Teile Moreas verliert. Der Petersburg-Reise des russischen Botschafters in London, Grafen Benckendorff, angeblich zum Besuch eines Sohnes, der nach Ostasien abgeht, wird in Kreisen, wo man die guten Beziehungen des Grasen Bencken- dorfj sowohl zum Londoner wie zum Petersburger Hof kennt, eine politische Bedeutung beigemessen. Graf Bencken- dorfs hat sich um die 'Erhaltung des Friedens durch Konzessionen Rußlands an die japanischen Forderungen bemüht und bis zuletzt an den Frieden geglaubt. Dian hält es nicht für ausgeschlossen, daß er auch jetzt noch, nach Ausbruch des Krieges, der Ueberbringer von Vorschlägen ist, die allerdings nach Lage der Sache sehr wenig aussichtsvoll erscheinen müssen. Graf Benckendorff hatte vor seiner Abreise nach Petersburg in London eine Zusammenkunft mit Lord Lands- downe. Dieser soll ihm gesagt haben, die englische Regierung wäre bereit, dem Zaren ihre Vermittlung für die Beendigung des Krieges anzubieten. (??) Politische Tagesschau. Vom Einbrecher zum Premierminister. Tie englische Politik in Südwestafrika hat in acht Jahren einen Kreislauf vollendet, der zu den merkwürdigsten Episoden britischer Machinationen gehört. Tr. Ja mes on, der Landfriedensbrecher, der um Die Jahreswende von 1895—96 mit einer bewaffneten Horde von 1000 Mann in die Südafrikanische Republik einbrach, ist, wie wir schon meldeten, an die Spitze des Kapministeriums berufen worden. Tr. Jameson hatte sein Leben verwirkt, die Erhaltung desselben verdankte er nur der Gnade des Präsidenten Krüger. In London selbst fürchtete man, daß es dem Landräuber an den Hals gehen würde und Chamberlain richtete selbst eine Bitte um Gnade direkt an den Präsidenten Krüger, während sonst das englische Kabinett nicht unmittelbar mit der Transvaalregierung verkehrte, sondern nur durch Vermittlung des Oberkommissars in Kapstadt mit ihr verhandelte. Die Sorge um das Leben des Schützlings drückte aber Chamberlain so, daß er sofort an Krüger telegraphierte. Eine Ueberraschung war es, daß die Wahlen zum Kapparlament eine Mehrheit für die englische Partei ergaben, denn der Afrikanerbond beherrschte die öffentliche Meinung im Kaplande in solchem Maße, daß selbst Sir Gordon Sprtgg sich mit ihm verständigen mußte. Tie Fortschrittler haben nur dadurch eine kleine Majorität erlangen können, daß im Kaplande auch Farbige das Wahlrecht besitzen. Natürlich) sind diese mit allen Mitteln bearbeitet worden, worüber man wohl in einiger Zeit Näheres erfahren wirb. Nach dem Einsalle in Transvaat suchten Chamberlain und andere britische Staatsmänner Jameson von ihren Rockschößen abzuschütteln; sie wollten glauben machen, daß sie von dem Eiufatl gar nichts gewußt hätten, heute wird und kann man einen solchen Versuch gar nicht mehr mache.'.. Nach dem im Kaplande herrschen- Den Brauche war Die Berufung Jamesons als Führer der Progressisten an die Spitze des Mmistercums selbstverständlich. Trotzdem ist seine Ernennung zum Premier eine Rücksichtslosigkeit ersten Ranges gegen einen bedeutenden Teil Der Bevölkerung, vielleicht gegen die größere Hälfte. Jameson ist mit Recht der verhaßteste Mann bei Den Afrikanern; diese werden durch ein Ministerium seines Namens förmticy herausgesordert. Diese Stimmung kann nicht ohne wcitgreisende Wirkung bleiben; der jetzige Sieg der Progressisten muß sich auf diese Weise in eine spätere Niederlage umwandeln. Deutsches Reich. Berlin, 22. Febr. Ter Kaiser machte heute die gewohnte Promenade im Tiergarten, hatte darauf eine Unterredung mit dem Reichskanzler und hörte, ins Schloß zurückgekehrt, die Vorträge des Herrn v. Lukanus und der Minister Rheinbaben, Studt und Budde. — Dem Grenadier-Regiment Friedrich Wilhelm IV. (1. Po mm.) Nr. 2 hat der Kaiser aus Anlaß des 225. Jahrestages seiner Gründung, zu Händen des Obersten v. Schlippenbach in Stettin das folgende Glück- wunschtelegramm zugehen lassen: „Ich spreche dem Regiment zu dem heutigen Jubeltage, an dem es aus eine 225jährige, ruhmreiche Vergangenheit zurückblickt, meinen (plückwunsch aus. Möge es seinen großen Ueberlieferungrn immer treu bleiben und, wenn das Vaterland seiner bedarf, seinen Fahnen neuen Siegeslorbeer erkämpfen. W i l h e l m." — Der aus Petersburg hier eingetrosfene Direktor der dortigen Internationalen Bank, Rothstein, dem besonders intime Beziehungen mit dem früheren Finanzminister, jetzigen russischen Ministerpräsidenten Witte, nachgesagt werden, wurde zu einer längeren Unterredung von dem Reichskanzler Grasen Bülow empfangen. — Zur zweiten Beratung des Militäretats haben Dr. Müller (Sagan) und Tr. Eickhoff mit Unterstützung der freisinnigen Bolkspartei die Resolution gestellt, den Mannschaften des stehenden Heeres und der kaiserlichen Marine im Falle der Urlaubserteilung alljährlich, oder mindestens einmal während ihrer Dienstzeit, für eine Reise in die Heimat mit freier Fahrt aus den Eisenbahnen zu ermöglichen. — Dem Reichstag ging ein Gesetzentwurf betreffend den Schutz vonErsindungen, Mustern und Warenzeichen auf der Ausstellung zu. Dem Entwurf zufolge hat der Schutz die Wirkung, daß die Schaustellung ober spätere Veröffentlichung der Erfindung :c. der Erlangung des Patents, des Muster- und Warenschutzes nicht entgegenstehen, sofern die Anmeldung vom Aussteller binnen sechs Wochen nach Eröffnung der Ausstellung bewirkt wird. Diese Anmeldung geht dem anderen AmneldunLen vor, die nach Eröfsnunp eingereicht werden. — Dem Reichstag ist eine die Zeit bis Ende 1903 umfassende Zusammenstellung zugegangen, betreffend die Anwendung Der in den Bundesstaaten für die b e d i n g t e B e - gnadigung geltenden Vorschriften. Aus der umfangreichen Statistik führen wir nur an, daß in Den letzten vier Jahren stets etwa vier Fünftel der Fälle einen günstigen Ausgang gehabt haben. In diesen Fällen ist also eine Besserung der Verurteilten ohne Strafvollstreckung herbeigesührt worden. Die Bewährungsfrist war in der großen Mehrzahl der Fälle (78 Proz.) aus weniger als drei Jahre bemessen. Nur bei 22 Proz. aller Fälle betrug sie drei Jahre oder mehr. Die stta,baren Handlungen, auf welche sich die bedingte Begnadigung bezog, waren in 66 Prozent aller Fälle ein Vergehen, in 21 Proz. ein Verbrechen und in 13 Proz. eine Uebertretung. Im Jahre 1903 wurde in 13 779 Fällen die Aussetzung der Strafvollstreckung mit Aussicht aus Begnadigung gewährt. Die Zahl dieser Fälle hat von Jahr zu Jahr ^genommen. Vis Ende 1898 betrug sie durchschnittlich nur jährlich, 60-11. — Tie Frage einer Reform des preußisch en Landtagswahlrechts wurde in der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses gestreift. Von der Regierung wurde betont, daß sie im 'Prinzip das jetzige Wahlrecht au frecht erhalten werde. Sie werde aber versuchen, Verbesserungen in der Ausführung herbeizuführen. Die Verhandlungen darüber seien noch nicht zum Abschluß gebracht. Von Mitgliedern der Kommission wurde der bei den Stadtverordnetenwahlen zu befolgende Modus als Vorbild für die Reform empfohlen, auch sei Eile am Platze, da man nicht wissen könne, wann wieder Wahlen Vorkommen würden. — Der Verband fortschrittlicher Frauenvereine hat an den Reichstag das Ersuchen gerichtet: den Zugang zu den höheren Stellen des Po ft dien st es durch Freigabe der Sekretärprüfung für weibliche Postbeamte unter den gleichen Bedingungen, wie für männliche, eröffnen zu wollen. In der Begründung wird betont, daß in der Schweiz, in England, in den skandinavischen Staaten weibliche Postsekretäre, Oberpostsekretäre, Post- direktoren, ja Ressortchefs ganzer Dostverwaltungstzweige mit bestem Erfolge amtieren. Es sei Daher fein Grund, den deutschen Frauen einen Beruf zu versperren, zu dem sie wohl geeignet wären. Magdeburg, 22. Febr. Der hiesige Aerztestreit ist beendet. Die Kassenärzte nehmen morgen ihre Tättgkett als solche wieder auf. Kirche und Schule. — Die päpstliche .Armee". Der Papst hat am 18. Februar den Vorschlag des Staatssekretärs Mercy del Val, betreffend eine Reform der päpstlichen .Armee" in praktischem Sinne, angenommen. Danach wird bet Präsenzstand wie folgt verändert: Nobelgarde bisher 100, fortan 75, Schweizergarde , 100, , 75, Palastgarde , 200, , 100, Gendarmerie M 72, , 1OO, Im ganzen bisher 472, fortan 350. Die Gendarmerie ist nämlich der einzige bewaffnete Körper des Vatikans, der wirklich zur Bewachung dient und innerhalb des riesigen Gebäudekomplexes einen praktischen Wert hat, und gerade dieser Truppenteil war am schwächsten und am schlechtesten bezahlt. Fortan wird seine Stärke und seine Bezahlung erhöht. Der Papst geht damit auf dem Wege fort, den er schon im Herbst betreten hat, als er einen praktischen Polizeimann, den früheren Oberkommiffar in der königl. italienischen Polizei, Grafen Ceccopieri, zum Kommandanten der Gendarmerie ernannte. Mit dieser vatikanischen Reform werden wohl alle zufrieden sein. Feuilleton. Bachs Matthäuspassion. Man schreibt uns: Der Verfasser des Artikels: „I. S. Bachs Matthäuspassion" in der gestrigen Nummer des Anzeigers ist über die musikalischen Ausführungen Gießens in früheren Jahren nicht unterrichtet. Folgende Notizen mögen zur Aufklärung dienen. Bachs Matthäuspassion wurde in unserer Stadt ausgesührt: im März 1866, im März 1867 unter der Leitung des Universitätsmusikdirettors Prof. Wilhelm Wickler, am 28. Februar 1883 unter der Leitung des Universitätsmusikdirettors Adolf Felchner. Die Tatsache, daß wir nicht vor der ersten, sondern vor der vierten Aufführung des genannten Werkes stehen, beweist, daß Gießen sich bereits im 19. Jahrhundert zu den Städten mit „geordneten musikalischen Verhältnissen" zählen durste. Auch die 9. Symphonie Beethovens horten wir im letzten Jahre nicht zum ersten Male, wie irrtümlicherweise behauptet wurde; sie wurde bereits unter der Leitung des letztgenannten Dirigenten aufgeführt. Namen und Zahl der bedeutendsten Chor- und Orchesterwerke, die mit Hinzuziehung namhafter Solisten unter den damaligen bescheidenen Verhältnissen in würdiger Weise zu Gehör gebracht wurden, findet der Verfasser in der Festschrift ’ur Jahrhundertfeier des Gießener Konzert-Vereins 1892. F. Bilse als Dramatiker. „Wahrheit!", Drama in vier Akten von Fritz Oswald Bilse. — Der Autor ist, wie die „Zeit" mitteilt, kein anderer, als der junge Forbacher Leutnant, den der Ruhm also nicht mehr ruhen ließ. „Wahrheit" steckte bereits in seinem aus sehenerreg end en Roman, aber man weiß, welcher Art sie war. Diesmal scheint es sich um keine Indiskretionen, keine Photographien aus der Wirklichkeit zu handeln! Spezialist in diesem Fach^ das überdies noch gesetzlich versolgt wird, zu sein, wäre ja gar zu arg. Und ein Märtyrertum. Der „Gesellschaft" sollte diesmal — ganz im allgemeinen — die „Wahrhett" gesagt werden. Lüge, überall Heuchelei und Lüge! ruft der kleine Leutnant, als ob er eine unerhörte Neuigkeit entdeckt hätte. Seine Naivität muß man zumindest loben, wenn schon sein Talent dazu keinen Anlaß gibt. Zu einem schlechten Leutnantroman hat er ein Gymnasiastenstück geschrieben. Gymnasiastenarbeit, ungeordnet, unreif und billig. An den Verfasser von „Aus einer kleinen Garnison" erinnern nur zwei, drei Typen aus einem Berliner Salon. Schnoddrige Hohlköpfe, Karrp faturen, aber doch mit Witz unD Beobachtungsgabe festgehalten. Sonst sind die Gestalten des Dramas überhaupt leine ganzen Menschen; nicht einmal Temperament spricht aus ihnen allen; aus dem Roman Bilses wollte man wenigstens einen Notschrei heraustönen vernommen haben. Bilse gehört eben zu jenen SchrüftellerN, bie alles, was sie zu geben haben, in ihrem Erstling g*ben; mag die Form künstlerisch oder unlünftlerisch sein, ei.i solches Werl übt durch seine Notwendigkeit, seine Spontaneität Wirkung. Dieses Glück wintt ihnen aber eben nur einmal. — „Wenn der Frühling kommt...." Von Margarethe Böhme. Berlin 1904. Fontane u. Co. — Tas schöne Erzählertalent der Verfasserin erweckt unsere wärmste Teilnahme an dem Schicksal ihrer Heldin, die mit dem unbewußten Sehnen im Herzen, nach der feinen, ihr gemäßen Individualität, die sie seelisch versteht, ihre Hand einem ungeliebten, aber hochgeschätzten Manne gibt, um die Taseinsbedingungen ihrer leibenben, von ihr vergötterten Mutter und eines geliebten, leichtsinnigen Bruders zu verbessern. Wie die beiden Gatten, sie aus altadligem Geschlecht, durch eine Mesalliance der Mutter in kleinbürgerliche Verhältnisse gezwängt, er ein Bauernsohn vom Rhein, der sich durch Fleiß und praktischen Sinn zum Meingroßhändler in Berlin emporgearbeitet hat, ohne eigentliche Schuld, sich immer mehr auseinander leben und tief unglücklich werden, ist klar und verständlich gezeichnet: ebenso lebenswahr sind die Schilderungen Des oberflächlichen, ge- sellschaftlichea Lebens imb Treibens der Großstadt und der Typen, die sich im modernen Berlin entwickeln. Fast zu modern mutet uns nur das tragische (Snbe des Mannes an, der in einer stürmischen Herbsckmcht auf einer Auto- mobilsahrt verunglückt. Nachdem die schwer geprüfte Frau, die sich bann ganz Werken der Nächstenliebe widmet, den tiefen Eindruck, den Die Katastrophe auf sie machte, überwunden hat, erwacht in ihrem Herzen eine neue Neigung. Diesmal schenkt sie. ihre Liebe einem geistig ebenbürtigen Mann, und mit dieser Liebe zieht endlich der Frühling ein in die Brust der schon im Sommer des Lebens Stehenden. R. & Ausland. Kefsischer Kandelskammertag. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") d. Mainz, 23. Febr. Unter dem Vorsitz des Geheimrats Michel fand gestern tm großen Stadthaussaale ein hessischer Handelskammertag statt, der sich mit der Begutachtung des hessischen Kom- munalsteuer - Gesetzentwurfs beschäftigte. Von der Regierung waren erschienen die Ministerialräte Braun, Becker und Best und 44 Handelskammermitglieder auS dem Großherzogtum. Herr Meesmann-Mainz referierte über den ganzen Entwurf. Er gab zunächst einen Ueberblick über die Gemeindesteuer-Gesetzgebung der Nachbarstaaten, namentlich von Preußen, Bayern und Sachsen. Er verwies auf die Notwendigkeit, mit Rücksicht auf die Verhältnisse der Nachbarstaaten vorzugehen, um nicht den Wegzug von Gewerbetreibenden und Kapitalisten aus hessischen Gemeinden nach den Nachbarstaaten zu fördern. Der Redner ging auf den Gesetzentwurf der staatlichen Einkommensteuer, der Grundsteuer, die nach dem gemeinen Wert der Grundsteuer und Gebäude bemessen wird, der Gewerbesteuer, die sich nach der Höhe des Anlage- und Betriebskapitals richtet, und der Kapitalsteuer, welche das sonstige, nicht der Grund- und Ge- werbesteuer unterliegende Vermögen trifft, des näheren ein. I Bei den drei letzteren Steuerarten soll ein Abzug von Schulden nicht stattsinden. Der Referent bemerkt, daß bezüglich der Gewerbe- und Kapitalsteuer Bedenken herrschten, besonders sei dies bei der letzteren Steuer der Fall. Diese stände mit dem Grundsatz und Gegenleistung in Widerspruch und sei in Preußen gesetzlich ausgeschlossen. Daß auch noch der Abzug von Schulden ausgeschlossen sei, sei nicht zu billigen. Der Referent brachte zum Schluffe eine interessante Zusammenstellung, aus der hervorgeht, daß nach dem vorliegenden! Entwurf gegenüber dem bestehenden Gesetz unter Annahme einer gleichen Summe von Realsteuern der Anteil der einzelnen Realsteuern für Mainz betragen würde: bei der Grundsteuer 36 Proz. gegen seither 45 Proz., bei der Gewerbesteuer 26 Proz. gegen seither 40 Proz., bei der Kapitalsteuer aber 38 Proz. gegen seither nur 15 Proz. Herr Stahl - Friedberg referierte hierauf über die Grundsteuer. Es sei zu begrüßen, daß Hessen hierin dem Beispiel anderer Länder gefolgt sei. Die Grundsteuer wirke auch auf die Bauspekulation, wenn sie nicht vorhanden sei, dann würde die Wohnungsnot sich erhöhen. Ein Haupt- Kus Aeulschsüdwestasrika. Wie aus BreSlau gemeldet wird, ist der Sohn des RechnungsrateS Paul Hay in Hohenwiese im Riesengebirge, der vor Qutjo eine Farm hatte, bei der Verteidigung derselben von Hereros ermordet worden. Seiner jungen Frau gelang es, ihr Leben zu retten. DaS MissionSkloster Treismosel erhielt aus Süd-West- dfrifa eine Depesche, derzufolge alle Missionare gerettet seien; der von den Hereros angerichtete Schaden dagegen sei bedeutend. Versammlung von Aieyhand'ern. —t. Gießen, 23. Febr. Aus Stadt und Kanö. Gießen, den 23. Februar 1904. •* Bahnlinie Grünberg —Lich. Die im Auftrage des Eisenbahnkomitees durch die Firma Lenz u. Eo. in Berlin angefertigten Vorarbeiten mit dem Lageplan sind dem Landtags- Abg. Herschel zur Vorlage an die Kammer übersandt worden. Es et nachstehend der Lauf der projektierten Bahn wiedergegeben: Vom Ausgangspunkt des Grünberger Staatsbahnhofes läuft die neue Linie südlich neben dem Geleise der Oberhessischen Bahn und kreuzt die Londorfer Chaussee zwischen Staatsbahn und dem Beltroppschen Anwesen, läuft dann parallel mit der Hauptstrecke, geht mit Ueberschreitung der Göbelnroder Chaussee am „Schild" bei Kilometerstein 22 in kurzem Bogen zur Gießener Chauffee, wo eine Unterführung erbaut und der südlich zur Stadt führende Feldweg verlegt werden muß. Sodann wendet sich die Bahn mit einem Gefäll von 1:59 auf 942 Meter östlich längs der Queck- borner Höhe, wo mit Rücksicht auf die im Süden der Stadt Grünberg wohnenden Paffagiere an dem Feldweg von der Heege nach Queckborn eine Haltestelle errichtet wird. Von dort aus geht die Bahn um den Berg oberhalb der Neumühle und erreicht mit einem weiteren Gefäll von 1:57 auf 1874 Meter die Gemarkung Queckborn, wo der Feldweg nördlich der Grünberger Chauffee nach Süden jenseits der Linie gelegt wird; nach Ueberschreitung dieser Chaussee kurz vor dem Dorf wird dieses südlich umfahren bis zur Station Queckborn, die auf dem sogenannten Zimmerplatz erbaut wird. Nach dem bisherigen Gefäll von 1:50 auf 1040 Meter wendet sich die Bahn nun in gerader Linie durch die Gemarkung Harbach an der Sommermühle vorbei nach Ettingshausen, wo die Station oberhalb des dortigen Wafferwerks errichtet wird, umzieht dann diesen Ort mit Kreuzung der nach Ober-Bessingen führenden Chauffee und kommt nun zu dem an Erz- und Braunkohlengruben reichen könne hierüber bestimmt werden. Herr Trier-Ta>insiadt beantragte bei der Wcrtfest- stelluiig der Grundstücke, insbesondere bei den Handelsgärtnern, die jeweiligen Verhältnisse der Inhaber zu berücksichtigen, insbesondere auf die Benutzung des Grundstückes Rücksicht zu nehmen. , An der Debatte beteiligten sich die Herren Schmahl, S i t t m an n-Oppenheim, Geheimrat Michel, Kommerzienrat C o b l e n z - Bingen, Fröhlich-Worms, Ministerialrat Becker, Stah l-Friedberg.und Tr. KniPPer- Gießen. Die Anträge von Offenbach und Darmstadt wurden abgelehnt und der Entwurf über die Grundsteuer gut- gcheißen. Ueber Kapitel 2 des Entwurfes: „Gewerbliche B e - st e u e r u n g", referierte Herr Fei st mann- Offenbach. Im allgemeinen sei man mit dem Entwurf einverstanden, nur könne man nicht dem zustimmen, daß die Schulden bei der Steuerveranlagung nicht in Abzug gebracht werden sollen Es würde zu Ungerechtigkeiten führen, wenn die Betriebsschulden nicht in Abzug gebracht werden dürsten. Im übrigen erblicke man in dem Entwurf eine einfache, klare und gerechte Besteuerung. Herr Trier - Darmstadt will die Waren- und Bankiersschulden in Abzug gebracht sehen, im übrigen sei das Gesetz, das die Leistungsfähigkeit zur Grundlage der Besteuerung mache, zu begrüßen. Tie kleineren und minderbeliebten Gewerbetreibenden würden bedeutend entlastet, für Darmstadt mache es allein 100 000 Mk. aus. Zwei Frankfurter Abgeordneten hätten im preußischen Landtag ebenfalls angeregt, daß die Schulden in Abzug gebracht werden dürften. Ministerialrat Becker erwiderte, daß es em ideales Steuergesetz bis jetzt nicht gebe. Den Vergleich mit den Nachbarstaaten brauche Hessen nicht zu scheuen. Der vorliegende Entwurf habe den Vorzug, daß er auf den einzelnen Betrieb Rücksicht nehme, was bei der alten Gesetzgebung nicht der Fall gewesen sei. Ein Abzug der Warenschulden lause I auf eine Begünstigung des Borgsystems hinaus. Ministerialrat Braun bemerkte, daß von einem Abzug der Schulden bei der Gewerbesteuer nicht die Rede sein könne. Bisher habe er von den Herren Trier und Schmahl nur eine Bemängelung gehört, aber es würde > ihn freuen, wenn die Herren positive Besserungsvorschlage machen würden. _ , Nachdem sich! noch die Herren S ch l o ß m a ch e r - Offenbach, Für sch-Friedberg, C o b l en z-Bingen, Mersmann, Mmisterialrat Best, Sittmann, Fröhlich- Worms, Fein e-Mainz, Ko ch-Neu-Isenburg, Dr. Knippe r-Gießen und Feistmann-Offenbach wiederholt an der Debatte beteiligt, wurde dem Entwürfe in Bezug auf Versteuerung der Betriebsschulden zugestimmt. Ein Antrag Mainz, die Hälfte der Steuern für Gewerbebetriebe im Umherziehen, Wanderlager rc. den Gemeinden zu zu weisen, wurde angenommen. Von den Regiernngsvertretern wurde bemerkt, daß die Konsumvereine, Offiziers-Konsumvereine re., Einkaufsge- i nossenschaften und Winzervereine ebenfalls zur Besteuerung herangezogen würden. , , . , r , Auch die Aerzte, die einen Gewerbebetrieb haben (Klinik rc.), Zahnärzte mit großem Personal, Rechts- an walte mit Bureaubetrieb sollen zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Auf eine Bemerkung des Ministerialrats Braun, daß im Entwürfe die Rechtsanwälte vorgesehen seien, frug Direktor Dittmar : „Die Scharfrichter auch?" worauf Herr Braun erwiderte: „Jawohl, auch die Scharfrichter, weil ihr Gewerbe kein künstlerisches oder wissenschaftliches, sondern höchstens ein erziehliches Interesse hat!" (Heiterkeit.) An der weiteren Debatte hatten sich noch Kommerzienrat Baru ck - Worms, Sch mahl-Mainz und Ministerial- vorzug der Steuer sei, daß sie stabil sei und doch nicht stark. Sie habe den Vorteil, wenn der Steuervflichtige aus der Gemeinde megziehe, ' das Objekt in der Gemeinde verbleibe. Der gemeine Wert bilde die Basis zur Steuereinschätzung. Dem Prinzip der Selbstverwaltung der Gemeinden werde damit am meisten Rechnung getragen. Die Handelskammer Friedberg schlage vor, diesen Teil des Gesetzentwurfs anzunehmen. Herr Sittmann-Oppenheim fragt an, wies es mit >en Domänen stände; die bisherigen Besitzer seien stets zu den Gemeindesteuern herangezogen worden und es würde jetzt für die Gemeinden ein Ausfall entstehen. Ministerialrat Becker bemerkte, daß die Domänen in Zukunft zur Grund- und Gewerbesteuer herangezogen würden, zur Einkommensteuer jedoch nicht. Das bedeute nur einen kleinen Ausfall für die Gemeinden, soweit der frühere Besitzer in der Gemeinde selbst gewohnt habe. Wegen Einführung von Besitzwechselabgaben, die ja für den Staat bestehen, an die Gemeinden schwebten zur Zeit Erwägungen. Der Wert» zuwachs st euer, die von den Bodenreformern an- ge strebt würden, könne vorläufig nicht statt- gegeben werden. Im Großherzogtum werden von landwirtschaftlichem Grundbesitz pro 100 Mk. Wert 30 Pfg. bezahlt, dagegen von Baugelände nur 4,9 oder der sechste Teil. In'Offenbach pro 100 Mk. Wert 15,5 und bei Bau- I gelände nur 2,6 Pfg. Auf eine Anfrage, wie es mit der Versteuerung der militärischen Gebäude'stehe, bemerkte Ministerialrat Becker: Die Dienstwohnungen der Militärs waren bisher steuerfrei, in Zukunft müssen 'hierfür Steuern mtrichtet werden. Wegen der MilitärkasinoS schwebten noch Verhandlungen, die Militärbehörde gebe nicht gern die Steuerfreiheit auf. Kommerzienrat Stroh-Offenbach beantragte für die sogenannten Luxusgärten in den Städten, die keinen Bauzwecken dienten, aber für die Allgemeinheit außerordent- iich wichtig seien, einen niederen Steuersatz, durch Ortsstatut di- dk? c ®nblauf- RsÄ 2”» •• »eilen, einander zÄ" b« »re ung stnden. ® Sonntag m l?bc Der Tag der er ^Wi-le bet Landwirt Scheune herab Verletzungen Er wurde beroi k. Groß' der hiesigen H Eisenbahnetat Gesamttosten si im Jahre 189' sprünglich nur Großen-Linden 6 aus 23, die 26100 im I 1899/1900 gel eine Steigerun Güterverkehr h Menge der 12 000 t. im ! angewachsen i| in 2 Jahren Jahre 1902 d Ringofenanlag wesentlichen d Verkehr reichei ihre Erweiteru beschlossen, in Grund und Bc wendig ist, der weifen. g. Staufi Bursche, namens btuä) in baS ! die Wasirrli Fenstrrschei! Brandstistu HeibeckShausen Bürchschen, de ist, von der seiner Frevelto )( Grün heute abend Wagner als Sl nach zählt di einnahme von Der Verein m den 63 Jahre gegeben. Kassel, von Vertreten 170 000 Mitg! hessischen Ctao die Gründung meinsame Wo Hilfskassen zu "nd Invalide, Haag, 22. Febr. Tas Schiedsgericht zur Ent- . scheidung der venezolanischen Frage entschied ein- stimmig daß den drei Blokad em ächten Den ck- land, England und Italien ein V orzu g sr e ch t a u f 30. Prozent der Zölle von La Guayra und Puerto Cabello zusteht. Jede Partei wird die Kosten, die ihr aus dem Verfahren entstanden sind, tragen und mit den anderen Parteien zu gleichen Teilen die Kosten des Schiedsgerichts übernehmen. Tie Vereinigten Staaten wurden beauftragt, den Schiedsspruch binnen drei Monaten zu vollziehen. J0(0 Pesetas für die Marine zur Verteidigung der Wen | Beantwortung einer Anfrage erklärt Ministerpräsident Maura für unbegründet, daß irgend ein Hinweis seitens irgendwelcher Macht an die javanische Reg.erung gerichtet worden sei. Tie getroffenen Maßregeln entsprachen ausschließlich der Pflicht, die Neutralität Spaniens un+er ben gegenwärtigen Umständen aufrecht zu erljaltem Nach Sckluß der Kammersitzung wurde den republikanischen Deputierten von mehreren republikanischen Vereinen Huldigungen dargebracht. Tie Polizei forderte die Teilnehmer an den Kundgebungen auf, aus uander zu gehem Trese widersetzten sich, die Polizei nahm darauf einige Verhaftungen vor. Mehrere Personen wurden dabei verletzt. — Tas allgemeine Gesprächsthema ist der große Kurssturz, der gestern an der Börse von Madrid und Barcelona stattfand. Tie Börsenpanik hat einen Verlust von 500 Mill. Mark gebracht. Rom, 22. Febr. Offiziös wird versucht, den Kurssturz der öffentlichen Werte auf bloße Börsenmanöver zurückzuführen. Tie Regierung werde mehrere Blatter wegen Verbreitung einer Nachricht von angeblichen Rüstungen, sowie von Truppen- und Schiffskonzentrationen für eine Expedition nach Albanien prozessieren lassen. Gestern fand hier im Restaurant Kaiserkrone eine allgemeine Versammlung von Viehhändlern statt, welche von dem jüngst in Alsfeld gegründeten Oberhessischen Viehhändlerverein einberufen und von etwa 300 Personen besucht war. Hunderte Eintritt suchender Handelsleute mußten wieder umkehren, weil das Lokal überfüllt war. Ter Vorsitzende, I. Lorscki-Alsseld, wies auf die behördlichen Maßnahmen hin, welche in Oberhessen sowohl wie in Hessen- Nassau bestehen uno welche im hohen Grade geeignet seien, den Viehhandel auch zum Schaden der Landwirte zu ruinieren. Ter einzelne Handelsmann sei den Verordnungen der Behörde gegenüber machtlos, und wenn man nicht müßig zusehen wolle, wie der einst blühende Handel zugrunde geht, bann müsse man sich auch in Oberhessen vereinigen und gemeinsam ferne Interessen vertreten. Ter Redner'forderte die Anwesenden auf, dem jungen Verein beizutreten. H. Taniel-Tierdorf, Vorsitzender des Verbandes der Viehhändler Deutschlands, erklärte, daß es daraus ankomme, eine alle Viehhändler in Deutschland umfassende Vereinigung zu schaffen, deren Stimme, wenn es erforderlich erscheine, auch an maßgebender Stelle Gehör finden werde. Es gehe nicht an, fortgesetzt bei uns den Erwerb von 70 000 Menschen, denn soviel Personen trieben in Deutschland Viehhandel, mit Verordnungen zu beunruhigen, welche in ihrer Wirkung geeignet seien, den Handel mit Vieh teilweise unmöglich zu machen. Die ganze L-euchen- gesetzgebung im Reiche, die von den Hochagrariern aus- gegangen fei. fei von Beginn an darauf berechnet gewesen, den Viehhandel lahm zu legen, ihn vollständig auszu- schalten, damit der Landwirt diesen Handel selber machen sollte. Im Verfolg dieser Absicht habe man in Berlin mit Unterstützung der Mittel der preußischen Steuerzahler si Zt. den Magerviehhof eingerichtet und die Zentrale für Viey- verwertung gegründet. Aber die Leute hätten sehr bald eingesehen, daß die Sache nicht gehen könne ohne d.e Handelsleute, daß die Landwirte in der Praxis das Geschäft nicht allein machen könnten, und da habe man mit ben .Handelsleuten nach einigem Verhandeln ein-'n ehrlichen Vergleich abgeschlossen, und die Viehhändler seien dabei nicht schlecht gefahren. Tie Vertreter des Viehhandels hatten es durch ihre Vereine jetzt schon erreicht, daß sie von den kompetenten Behörden des Reiches gehört werden, baß ihre Wünsche von einflußreichen Parlamentariern entgegengenommen und vertreten würden. Auch mit einzelnen Land- wirtschaftskammern habe man Fühlung zu nehmen gesucht Nicht das Reichsviehfeuchengesetz sei es, das dem Handel schade, sondern die Art, wie es gehandhabt werde. Dazu komme der § 56b der Gewerbeordnung, der von jeder Verwaltungsbehörde der Einzelstaaten angewendet werden könne, und gegen dessen Handhabung man sich mit allen gesetzlichen Mitteln energisch wahren müsse Gegen eine vernünftige Bekämpfung der Viehseuchengefahr wurde kein Viehhändler etwas haben. Man schaffe aber zuerst in Deutschland eine Reichsviehversicherung, welche den von der Seuche unter seinem Viehstand heimgesuchten Landwirt entschädige. Wisse sich der Viehzüchter, in dessen Stalle die Seuche ausbricht, gegen einen Verlust in dieser Weise versichert, dann werde kein Landwirt mehr, wenn die Seuche im Entstehen begriffen fei, die Sache möglichst lange zu verheimlichen suchen, sondern Anzeige ermatten, und man könne bann von amtswegen in der Sache etwas tun. Eine weitere Forderung sei die, daß der Staat die Kreistierarzte mit festem Gehalt anstelle. Statt dessen würden die beamteten Aerzte heute in der Hauptsache auf Gebühren hin- gewiesen, die diejenigen bezahlen müßten, deren Eristenz durch die Art, wie die Veterinärmaßregeln gehandhabt wurden, ruiniert würde. Es fei klar, daß, wenn der Staat die Tierärzte bezahle, dann viel weniger untersucht wurde als heute, wo die Tierärzte auf Gebühren angewiesen seien. Es wurden dann noch die Zustände auf dem Gießener Markt besprochen; besonders wurde die Verordnung des Auftreibens von Milchvieh mit leerem Euter kritisiert. Es wurde beschlossen, bei wiederholten Anzeigen wegen lieber- tretung der Polizeiverordnung richterlichen Entscheid bis in (b:ie höchste Instanz herbeizuführen. Ebenso wurde bemängelt, daß die tierärztliche Kontrolle auf dem G:eßener Markt zu zeitraubend fei. Würde der Zustand hier so werter gehen, so bliebe nur noch übrig, es so zu machen, wie man einerzeit im Westerwald verfahren fei, wo die Viehhändler einfach denjenigen Märkten ferngeblieben seien, bei denen man durch Verordnungen und Maßnahmen ähnlicher Art wie hier in Gießen den Handel erschwert habe. Tie Markte verödeten schließlich und die Behörden würden stillschweigend nachgeben, und wenn auch die Verordnungen bestehen blieben, so würden sie doch, milder gehandhabt, und damit könne man sich auch einverstanden erklären. tat Best beteiligt. Ueber die „Kapitalsteuer" berichtete Herr Fröhlich-Worms. Ter Referent befürchtet, daß durch die stärkere Heranziehung und Mehrbelastung des Kapitals die Betreffenden, die nicht an Hessen gebunden seien, ihren Wohnsitz nach Preußen verlegen würden, da dort die Kapitalsteuer nicht existiere. Es sei äußerst gefahrvoll, die Kapitalrentensteuer in eine Kapitalsteuer umzuwandeln. Ministerialrat Becker kann die Bedenken nur vollauf bestätigen, es unterläge gar keinem Zweifel, daß die Kapitalbesitzer dem Lande den Rücken kehrten und nach Frankfurt und Wiesbaden verziehen. Wenn trotz all dieser Bedenken das Kapital noch schärfer zur Versteuerung herangezogen werde, fo seien die gesetzgebenden Faktoren hier maßgebend, die für eine günstigere Behandlung als seither l nicht zu haben seien. (Zuruf des Herrn Michel: Wir waren mit der bisherigen Belastung schon zufrieden.) Cs fei gar nicht daran zu denken, daß im Landtag die Kapitalsteuer günstiger behandelt werde als die übrigen Steuern. Menn 'es äber dem hessischen Handelskammertag gelingen werde, hier eine Besserung zu erzielen, dann werde es die Regierung mit Tank akzeptieren. Geheimrat Michel bemerkte, daß er über die Hohe der Besteuerung wahrhaft erschrocken sei, Sckulden und Lasten seien bisher in Abzug gebracht worden, das falle jetzt alles hinweg. Kapitalisten, die bisher 654 Mark bezahlt, zahlten nach dem neuen Entwurf 2571 Mark. Mit solchen Experimenten dürfe man nicht kommen, die seien in Hessen undurchführbar. Die Rentner würden mit Gewalt aus Hessen hinausgejagt, das dürfe die Regierung und das Parlament nicht provozieren. Ta die Zeit schon zu weit vorgeschritten war, wurde die Weiterverhandlung auf Sonntag, 6. März, vertagt. Zum Vorort wurde wieder Mainz gewählt. Ein gemeinschaftliches Mahl im Kasino zum Guten- berg schloß sich den. Verhandlungen an. Di- Do» 5>i(fSar6eti ""'««ortomr K* ä- S’mmer ?ut $ m 5"gebote Drucke bis u, uns "Weify ®ie6en, bei Städl Telephonischer Kursbericht -Anl. Tendenz: ziemlich fest. 4 V,% äussere Argentiner n u ii 135 119,8 holl. 10,6 3 111 55 7 111 115.60 41.00 4250 40/ Italien Rente 4,/t% Portugieser so/ Portugiesen. . 1% C. Türken . Türkenlose . . 4°/q Grieoh. Monopol 4% Oosterr. Goldrente 4*/s% Oosterr. Silberrento 4% linear. Goldrente, . stehendes werden: 51 rm . . 101.40 . . 88.90 . . 101.50 51,8 9,6 . . 25.80 . . 84.10 . . 94.80 . . 100 5(1 , . 197.30 . . 181.30 . 133.30 . . 143.60 . . 147 30 . . 133.00 . . 13.70 . . 186 50 . . 215.20 . . 180.25 . . 184.80 als: Bohnen, Weitz Erbsen, gesch. Erbsen, ungesch. Erbsen, grüne Linsen Reichsanleihe do. Konsole . do . . Hessen Oberhessen Hchversteigerung Montag den 29. Februar l. I., vormittags 10 Nhr anfangend, soll im Markwald Bettenhausen nach- Auf sämtliche farbigen Kra- vatten gebe ich 820 20 bis SO PCI. Rabatt. H. Tichy, Sellersweg 43. 3% Mexikaner 41 /?"/.. Chinesen Electric. Roh ackert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Ber in er Handelsges. Oesterr Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurahütte . . . . Bochum..... Harpener . . . . Orte Münster, wo der Bahnhof an der Lich-Laubacher Chaussee erstellt wird. Im weiteren Laufe der Bahnlinie folgt nach kurzer Entfernung Ober-Bessingen mit der Station zwischen der „Horsteburg* und dem Dorf; hierauf führt uns die Bahn parallel mit der Licher Chaussee durch das liebliche Tal südlich des OrteS Nieder-Bessingen, das seinen Bahnhof gleich hinter dem Dorf nahe der Chaussee erhält. In ihrem Endlauf geht nun die Bahn in gerader Linie nach Lich mit vorheriger Ueberführung des Feldweges an der Lehmgrube wie auch der Staatsbahn Gießen—Gelnhausen und erreicht hier in Lich die in Kürze zu eröffnende Linie Lich—Butzbach. *• Der Verein der Freundinnen junger Mädchen, dessen segensreiche Tätigkeit weithin bekannt ist, beabsichtigt demnächst auch in Gießen Theeabende zu veranstalten, wozu Stützen, Laden- und Kinderfräulein herzlich eingeladen werden. Der Hauptzweck der Zusammenkünfte besteht darin, daß junge Mädchen, die fern dem Elternhause in der Fremde weilen, einander näher treten und von wohlgesinnten Freundinnen mit Rat und Tat unterstützt werden. Der schöne Zweck der Vereinigung darf der allgemeinsten Teilnahme sicher sein. In zwangloser Geselligkeit sollen bei dichterischen und musikalischen Vorträgen auch Herz und Gemüt Befriedigung finden. Man hat Vorkehrungen getroffen, daß an einem Sonntag in jedem Monat ein Theeabend stattfinden wird. Der Tag der ersten Zusammenkunft wird demnächst bekannt gegeben. -- Wieseck, 23. Febr. Gestern nachmittag stürzte der Landwirt Joh. Becker von dem Heuboden seiner Scheune herab und brach einen 91 rm. Ob er noch innere Verletzungen davongetragen hat, ist noch nicht festgestellt. Er wurde bewußtlos in die Klinik zu Gießen verbracht. Ic. Großen-Linden, 22. Febr. Zur Erweiterung und Waisenbezüge zur Aufgabe machen soll. Dem Kaiser wurde von der Gründung Kenntnis gegeben mit dem Hinzufügen, daß der Verband nicht zum mindesten die Liebe zu König und Vaterland fördern solle. Die telegraphische Antwort des Kaiser? lautet wie folgt: „Den Huldigungsgruß der heute dort versammelt gewesenen Vertreter zahlreicher Eisenbahnvereine habe ich mit Freude und Dank entgegengenominen. Der Beschluß, einen großen Verband ui bilden, der Wolstfahrtszwecke verfolgen und Liebe zu König und Vaterland fördern soll, hat mich mit hoher Befriedigung erfüllt, und ich wünsche, daß diese edlen Bestrebungen, denen ich gern meine Unterstützung werde anqedeihen lassen, einen reichen Erfolg zum Besten aller Beteiligten haben mögen. Will>elm I. R." Holz versteigert . 88.95 . 100.20 . 00 00 . 10000 99.20 . 97.90 . 100.00 . 57.00 . 56.70 der hiesigen Haltestelle werden im diesjährigen preußischen Eisenbahnetat als erste Rate 50 000 Mark gefordert, die - Gesamtkosten sind auf 149 200 Mark veranschlagt. Auf der ' im Jahre 1897 für den Gesamtverkehr eingerichteten, ur- ■ sprünglich nur für den Personenverkehr bestimmten Haltestelle Großen-Linden ist die Zahl der haltenden Personenzüge von 6 auf 23, die Zahl der abgefertigten Personen von rund 26100 im Jahre 1892/93 auf rund 139 100 im Jahre 1899/1900 gestiegen, so daß im Personenverkehr in 7 Jahren eine Steigerung um rund 430 Prozent eingetreten ist. Der Güterverkehr hat ebenfalls erheblich zugenommen, indem die Menge der abgefertigten Wagenladungsgüter von rund 12 0Ö0 t. im Jahre 1899 auf rund 18 700 t. im Jahre 1901 angewachsen ist, was einer Zunahme von rund 56 Prozent in 2 Jahren entspricht. Eine weitere Steigerung ist im Jahre 1902 dadurch zu verzeichnen gewesen, daß eine große Ringofenanlage in Betrieb gekommen ist, deren Absatz im wesentlichen durch die Bahn vermittelt wird.. Für diesen Verkehr reichen die vorhandenen Anlagen nicht länger aus, ihre Erweiterung ist vielmehr geboten. Die Gemeinde hat beschlossen, in Rücksicht auf die erwachsenden Vorteile den Grund und Boden, der zur Erweiterung der Haltestelle notwendig ist, der Eisenbahnoerwaltung unentgeltlich zu überweisen. , g. Staufenberg, 23. Febr. Ein hiesiger 16lahnger Bursche, namens Meyer, verübte dieser Tage hier einen Einbruch in das Haltestellgebäude Daubringen, beschädigte die Wasserleitung in Staufenberg, demolierte eine Menge Fensterscheiben und verübte am vergangenen Freitag Brandsti stung, indem er die Scheune des Landwirtes HeibertShausen in Brand setzte. Heute früh wurde das nette Bürchschen, der als Schuhmacherlehrling in Lollar beschäftigt ist, von der Gendarmerie nach Gießen verbracht. Er ist seiner Freveltaten geständig. )( Grünberg, 22. Febr. Der Armenverein hielt heute abend seine Generalversammlung ab, wobei Dekan Wagner als Vorsitzender den Geschäftsbericht erstattete. Danach zählt der Verein 157 Mitglieder bei einer Gesamteinnahme von 630.85 Mk. gegenüber 588.62 Mk. Ausgaben. Der Verein verteilt an Bedürftige nur Brot und hat in den 53 Jahren seines Bestehens für 42 000 Mk. Brot ab- gegeben. Kassel, 22. Febr. Eine hier abgehaltene Versammlung von Vertretern von 268 Eisenbah nvereinen mit nahezu 170 000 Mitgliedern auS allen Direktionsbezirken der preußisch- hessischen Staatsbahnen beschloß, wie wir schon kurz meldeten, die Gründung eines allgemeinen Verbände?, der sich gemeinsame Wohlfahrtszwecke, insbesondere die Gründung von Hilfskasien zur Ergänzung der Pensionsbezüge, der Altersund Invalidenrenten, der Krankengelder sowie der Witwen- selbst eingein. a Sauerkraut, Salz- u. Essig-Gurke« empfiehlt 1505J I. Marker, Gosthestr. 54. Bom Kriege. London, 23. Febr. „Daily Telegraph" meldet aus Nagasaki vom 22. Februar: Die Japaner nahmen vor Port Arthur unter Benutzung russischer Signale vier Stöbt. Schlachthaus. Freibank Bon morgen mittag 3 Nhr ab: Stirr|leifdj,gtffll;fD,40$lfg. 3Ven/o 30/. 3V,% 3. legte und erklärte, die heften Eigenschaften des Soldaten seien: Abwarten und für das Vaterland sich opfern. — Auf allen englischen Werften und Marine-Werkstätten wird Tag und Nacht, f-'lb.st Sonntags, ununterbrochen gearbeitet. Auf Auardnung her Admiralität werden zwei außer Dienst gestellte ^--»nzer in schwimmende Marinewerkstätten umaearheitet. auf te^i Technologie und um ihre Begrüiidung als selbständiges Lebrgebiet verlieb ihm die Carola-Wilhelmina 1900 die Würde eines Doktor- Ingenieurs Ehrenhalber. Sein Hauptwerk ist das dreibändige Lehrlnich der chemischen Technologie. durch einen Lanzenstich verwundet wurde, ist mit einigen Frauen entkommen. Als das Schiff die Nachricht von dem Ueberfall nach Matupi brachte, ging der Polizcimeister mit schwarzen Soldaten nach der Stelle der Untat ab. München, 23. Febr. In der Gattenmord- Affäre des Dr. med. Braunstein aus München, welcher unter dem Verdacht, seine Frau auf der Hochzeitsreise vergiftet zu haben, in Nerwi in Italien festgenommen wurde, wird weiter gemeldet, daß der Verhaftete, welcher gegenwärtig in Genf interniert ist, demnächst dem Untersuchungs- Gefängnis in München zugcführt werden wird, nachdem die diplomatischen Auslieferungs-Verhandlungen jetzt beendet sind. Inzwischen ist die Urne mit der Asche der mutmaßlich vergifteten Fratl von den Behörden in Zürich, wo die Feuerbestattung erfolgte, dem Landgericht I in München überwiesen worden. Lemberg, 23. Febr. Einer der einflußreichsten Führer der hiesigen sozialdemokratischenPartei, der Direktor der Bauarbeiter-Krankenkasse rourbc derhaftet, weil sich bei einer Kassenrevision ein bedeutendrs Manko ergab. Zusammenkimft im Hinterwald an der Hütte. Bettenhausen, 22.Febr. 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. 1792 Neueste Meiinlu^en. Originaldrahtmeldilitgcit des Gießener Anzeigers. R. S5. Tarmstadt, 23. Febr. (Eigener Trahtberrcht.) Vor Eintritt in die heutige Tagesordnung der 2. Ka m m er gab Finanzminister Gnauth eine längere Erklärung in Sachen des Bahn bau es Butzbach-Lich ab. Es seien 285 000 Mark Staatszuschuß gezahlt worden: den Rest aufzubringen wurde den Unternehmern überlassen. Es sei fest gestellt, daß am 30. April 1902 der Abg. Joutz von den Unternehmerfirmen Lenz u. Cie. eine Provisionsvergütung von 33 000 Mark erhalten habe, nachdem am 14. April die Begründung der Eisenbahngesellschaft erfolgte.. Die Regierung werde die Sache weiterprüfen, keinesfalls ledoch könne eine Verminderung des Staatszuschusses m Betracht kommen. Abg. Joutz verteidigte seine Handlungsweise persönlich und führte aus, er habe sich lange Jahre hindurch die größten Mühen und Unkosten gemacht, um den Bahnbau zustande zu bringen. Er habe sich auch dem Unternehmer Lenz gegenüber persönlich verpflichtet, bevor er sich zur Uebernahme der 550 000 Obligationen bereit erklärte. In der Provisionsvergütung habe er, nachdem er vorher für seine Mühen keinen Pfennig Entschüdigung erhalten habe, ein durchaus reelles Entgelt erblickt. Auch andere Abgeordnete hätten ja ebenfalls ähnliche Einnahmen gehabt, nämlich im landwirt- sckaftlichen Genossenschaftswesen und bei der Abnahme von Portugiesern. Auf Antrag des Abg. Reinhardt wurde die Besprechung vertagt, bis die Regierungsantwort gedruckt ist. Tas Haus erledigte darauf einige Etatspositionen und vertagte sich dann bis m or g en 9 Uhr. Hamburg, 23. Febr. Einer Privatnachricht aus Matupi (Reu-Pommern) zufolge, wurden auf French- Jsland wiederum mehrere Weiße ermordet. Mit Gewehren und scharfen Patronen bewaffnete Eingeborene machten einen Angriff, wobei ein Weißer namens Reinhardt getötet wurde. Der Vertreter der Reu-Guinea-Kompagnie, Peter Hansen, flüchtete zu Pferde und wurde von einem Schiffe aufgenommen. Ter Dampfer Meto wurde von Eingeborenen zerstört, der Maschinist Tüll getötet. Außerdem sind ein Malaie, mehrere Chinesen und Schwarze ermordet worden. Der Händler Rauh, der Achtung! Unwiderruflich Ziehung schon am 5. März 1904! Bar Geld! $ der Grossen Bad. Roten Kreuz-Lotterie Lose nur 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Porto und Liste 25 Pfg. 3388 Geldgew. = ^44 000; Hauptgew. 15 000, JL 5000. Nur Bar Geld, ohne Abzug auszahlbar! Lg, der von jeder ngewendet werden [tun sich mit allen iüsse. Gegen eine lgesahr würde kein se aber zuerst in , welche den von gesuchten Landwirt , in dessen Stalle ust in dieser Weise : mehr, wenn die iche möglichst lange erstatten, und man > etroaS tun. Sine die Wtieraute i würden die ve- Adühren W dewaM^dnrch handhabt würden, enn der Staat die ntersucht würde als n angewiesen feien, auf dem Gießener ie Verordnung des Euter kritisiert, l« zeiaen wegen Heber» liehen scheid W Ebenso wurde be> [e auf dem G^ener ufianb Jinf’.1* B» bitWl«* bei »* “g «ÄS» rordnungen W handhabt, und dann- rklären. ___ Arbeits-Dergebung. Die Ausführung von Erdarbeiten und die Stellung von Hilfsarbeitern für die im Betriebe des Gas- und Wasserwerks vorkommenden Arbeiten in den Betriebsjahren 1904/05 und 1905/06 sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Der diesem Ausschreiben zugrunde gelegte Vertragsentwurf liegt während der Dienststunden auf unserem technischen Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. , Angebote sind unter Benutzung der bei uns erhältlichen Vordrucke bis zum 29. Februar d. I., vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Gießen, den 22. Februar 1904. 1815 Städtisches Gas- und Waffenverk Gießen. Otto Bergen. Luck > Sibniot * Sie im Stufte«?1 *Vu toi«®1* 1 w ü«nbl«(l6‘ t«"f"b ” [6fn. 63 !iber,a W »tbtr' ü|tk” ® gtaut* eü"» ' gelcifeW ,lbl" Xulfeei”* H1*, läuft b(,l,n mt «lblStin « « ei iintet^nin? wo -leg« htenbe Feldw^ . „ «* iu -M Wt8 , St«bt , trr'ch^ 9leu/ '„g oberhalb flU, ton1- ? jenseits '”Ln bis ob ; dM ,jn5 München, im Februar 1904. 1823 oder später gejucht. 0897 ASVGTSSVGSVVSGSSGTSTSSTDVTLGSSS 0903 J. Sehuob [1801] [1767 muth) Giessen erb. Bleichstr. 31. mieten. 928 Empfehle mich in Ille Gcorg Becker. 1448] Ederstraße 8. 0772 ZU Her mieten W i et ge suche (Offene Stellen Zu uctkitufeit 1 4 5000 2*3000 2*2000 5*1000 5000 6000 4000 5000 aber 1385 Mausarden'Wohnuug, 2 Treppen hoch, sofort vermietbar verlegt habe. Teltchll 69 Marburgerstr. 25 ist im 3. Stock eine 3—4-Zimmer- mohnung per fofort zu verm. [1313 kaufrn. u. sonst. Drucksachen, Broschüren u. Werke liefert prompt und billig die besteingerichtete Johanna Tippet, Ederstraße 2, Ecke Nordanlage. 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