Nr. 301 •r|0ttet esgrtch öufeer Sonntags. Dem Dietzen er Anzeiger werden Im Wechsel mit dem kesflschen Landwirt die Giehener Kam^Oen- Hättet viermal der Woche beigelegL /btattonfibrud u. Der» lag der Brühl 'ichen Unwerl.-Buch-u. ©tein» druckerri. St. Bange, •Uaafttmu ErvedMo« und Druckerei: Schulftratz« 1. tlbrefie füi Depeichen: «lu-etger Stegen. ^krniprkchanIchluyNr 61 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 22. Dezember 1904 Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ve»a g-pret-r monanich76 viertel» jährlich W. 8.20; durch Abhole» il Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch btt Poft Mk. 2.— »texlel« iäbrl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die lageßnummei bis vormittags 10 Uhr. ZeilenprerS. total I2P^ emSroärti 20 Pfg. veraniwortlich füi den po(tl und allgem. Tert P. Wittko: füt .Stadt und 2anb* und -Derrchtssaal^: August Goetz; füi den An- zeiaenteil. HanS Beck. Are heutige Hlummer umfaßt 12 Seiten. r-" ... ii ' i—— Volitische Tagesschau. Bauernansiedlung in Ostdeutschland. Das preuß. Abgeordnetenhaus hat wiederholt angeregt, der Staat solle auch außerhalb des Tätigkeitsbereichs der Änsied- lungskommission für Posen irrtb Westpreußen selbst als Unternehmer und mit seinen Mitteln die Ansiedlung von Bauern und ländlichen Kleinwirten betreiben, da die Generalkommission zu diesem Zweck doch nicht ausreichend in Ansvruch genommen werden, und auch 'die Bereitstellung von 10 Millionen Mark aus dem Reservefonds der Rentenbanken, zur Gewährung von Zwischenkredit bei Rentengutsgründungen die in der inneren Kolonisation eingetretene Stockung nicht ganz zu überwinden vermocht hat. Dieser Anregung ist die preuß. Regierung bisher mit Rücksicht auf das Ansiedelungswerk in Posen und Westpreußen nicht nachgekommen. Zwingende Gründe für eine kräftige Förderung der inneren Kolonisation liegen aber, nach D-ffiziöser Verlautbarung, in der Tat für Ostpreußen und Hinterpommern vor. Hier ist die Entvölkerung des flachen Landes besonders stark gewesen, und hat eine geradezu gefährliche. Höhe erreicht, so daß z. V. Ostpreußen, während im übrigen die Bevölkerung überall, zum Teil sogar sehr stark, zunahm, umgekehrt in dem letzten Jahrfünft eine Verminderung der Bevölkerungszahl aufwies. Dazu kommt, daß sowohl Ostpreußen wie Pommern der Gefahr eines Eindringens zahlreicher polnischer Elemente in die Landbevölkerung ausgesetzt ist, wenn nicht durch Besiedelung deutscher Bauern und Kleinwirte die in ihr durch Abwanderung gerissenen Lücken bald ausgefüllt werden. Hier würde der Staat durch kräftige Kolonisation die Tätigkeit der Ansiedclungskommission nicht durchkrertzen, sondern im Gegenteil wirksam ergänzen. Die Staatsregierung ist demzufolge auch in Erwägungen über die Inangriffnahme der inneren Kolonisation in diesen Landesteilen durch den Staat selbst eingetreten, und bei der Dringlichkeit eines solchen Vorgehens im deutschnationalen Interesse soll der Landtag noch in der laufenden Tagung seitens der Staatsregierung mit zweckentsprechenden Vorschlägen befaßt werden. Deutsches Reich. Berlin, 21. Dez. Heute unternahm der Kaiser einen Spaziergang in Sanssouei, hörte den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und begab sich zu einer Parforcejagd nach D-^ritz. — Die „Neue mil.-pol. Korr.^ weist auf ein Telegramm Reichskanzlers Grafen von Bülow hin, das der Ortsgruppe Mansfelder Seekreis des Deutschen Flottenvereins in Eisleben zugegangen ist und — in Beantwortung einer Zustimmungsdepesche — lautet: „Es erfüllt mich mit aufrichtiger Genugtuung, daß meine Ausführungen über die nächsten Aufgaben und Ziele unserer Kolonialpolitik in der Reichstagssitzung vom 5. Dezember in einer zahlreich besuchten Versammlung national gesinnter Männer aus Eisleben und den beiden Mansfelder Kreisen Zustimmung gefunden haben. Ich erblicke darin ein glückliches Zeichen dafür, wie sich in immer weiteren Kreisen des deutschen Volkes die lieber- zeugung Bahn bricht, daß eine kraftvolle FörderiNig der wirtschaftlichen Entwickelung unserer Schutzgebiete zu den besonders wichtigen Aufgaben unterer nationalen Politik gehört. Bülo w." Königsberg i. Pr., 21. Dez. In einer hiesigen Parteiversammlung warf der Redakteur des Königsberger Sozialistenblattes dem Zentralorgane der Partei, dem „Vorwärts", vor, er befolge die Taktik der Leisetreterei, er versumpfe das Parteileben und belüge seine Leser. Später glaubte der Genosse, die Angriffe etwas mildern zu Bwfcjw/“" — — JMiiMxiiaBPManBBBMMMaBaaaEaa—n—w imuhi!—wna—j Kleines Ieuilleton. — Die Aufführung von drei Einaktern von Klara Vie big fand 'unlängst in Amnerdam statt und erregte em außergewöhnliches Interesse. Der Cpklus — so wird dem „Bert. Tagebl" gemeldet — umfaßt vier Dramen, die alle m typischer Art den Kampf des Weibes um den Mann darstellen. Das erste Stück, das in einem katholischen Torf im Osten spielt und „Die Bäuerin" heißt, wurde in Amsterdam nickst aufgeftchrt. Der zweite Einakter „Eine Zuflucht" ftthrt den Zuschauer ms Arbeitshaus Eine der Insassinnen, ein verkommenes Berliner Mädchen, soll von vornehmen Wohltäterinnen „gerettet" werden. Man will sie in guten Häusern unterbringen> für ihr Fortkommen sorgen, ihren Rückfall in verbrecherisches Elend verhindern Aber „die Müller" will nicht: sie will in die Freiheit zu ihrem Arthur^ der hinter der roten Mauer wartet, bis sie raus ist. Sie psetft auf das gute Leben nnd wirft den Vornehmen ihre bequeme Wohltätigkeit vor, die der Armut helfen will, ohne sie zu oep stehen ... Tas Stück zeigt starke Tendenz, spitzt sich aber in seiner Mischung von humoristischer Zustandsschilderung und biiftcr-m Ernst wirkungsvoll zu. LH-rarisch wertvoller erWint die Komödie „Fräulein F r e t chb o l z e n", die in einem Berliner Schneideratelier eine Großstadtszene von grimmiger satirischer Bitterkeit entwickelt. Der Mann, um den in diesem Falle gekämpft wird, ist der „Agent" Kundke, der als Geuelfter der Atelierbesitzerin Fräulein Frtichbolzen eine Paschawir t uch ast führt und auch die kleinen Nähmamsells mit seiner -Huld ab und zu begnadet Daneben unterschlägt er den Betrag der Rechnungen, die er für feine Flamme einkassiert, was ihn aber nicht hindert, trotz alledem der „feine Gustav" zu bleiben -v>as Stink ist eine Arbeit von stärkster Prägung. Tas Volksstuck t e Mutter" hatte mehr wegen feiner dichterischen Stimmung als wegen seiner dramtaischen Eigenschaften Erfolg. — vielleicht lernen wir auch in Gießen bald diese Einakter kennen. Sie cheinen allgemeiner Beachtung wert. * —- Aus Oberammergau wird uns geschrieben: . Tie Kreuzesschule gehört gleich den bekannten Bassionsspieleu zu jenen religiösen V o l k s s ch a u s p i e l e n , welche jnt ittelalter an vielen Orten Deutschlands gepflegt, sich in unserem Torfe bis aus unsere Zeit erhalten haben. Während nun buj Passi'onsspiele rigelmäßig alle zehn Jahre zur Aufführung ge- lanut''n, hat die Tarsliellung der Kreuzessck-nle im vorigen Jahrhundert größere Unterbrechungen erfahr'n und wurde zuletzt im Jahre 1875 gelegentlich bin: Errichtung der Kreuzesgrupve, eines von König Ludwig II. von Barnen zur Erinnerung au dwPassions- jpiele gegifteten großen Denkmals in ^zene gesetzt, xic nachsl- sollen, indem er ansführte, der „Vorwärts* belüge zwar die Leser, aber nicht absichtlich. — Tie /z23erL Polit. Nachr." schreiben bezüglich der Heranziehung der Gesellschaften mit beschränkter Haftung zu der Einkommen sbe uer, „es unterliege keinem Zweifel, daß, wenn demnächst an eine Revision des Einkommensteuergesetzes herangetreten wird, das derzeitige Steuerprivilegium der Gesellschaften mit beschränkter Haftung beseitigt werden müsse. — Ter „Vorwärt s" meldet: Nach dem bisherigen Gange der Einigungsverhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer der Berliner Holzindustrie, die Gewerbegerichtsdirektor v. Schulz als Unparteiischer leitet, kann man annehmen, daß ein dauernder Friede noch vor Ablauf des Jahres erzielt wird. Hannover, 20. Dez. Hier fand heute eine stark besuchte Provinzialversammlung deS Bundes der Landwirte statt, in der der Landtagsabg. Schoof die Stellung des Bundes zu den Aufgaben des Reiches klarlegte. Ein Zusammengehen des Bundes der Landwirte mit der konservativen Vereinigung in der Provinz Hannoversei nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Dr. Friederich Hahn sprach über die neue Kanalvorlage besonders in ihrer Bedeutung für die Provinz Hannover. Dr. Hahn ging mit der Negierung und Jben Industriellen scharf ins Gericht, er bezeichnete die Anlage des Kanals im höchsten Grade verderblich für die Landwirtschaft der Provinz. v Kcer und Klolte. — Der General der Kavallerie z. D. Wilhelm v. Winterfeld zu Darmstadt vollendet heute, am 22. ds. Mts., sein 8 0. Lebensjahr. Er war zuletzt Gouverneur von Mainz. — Infolge eines beleidigenden Arti^ls in der ,^Libre Parole" hat ein Redakteur des „Matin" den Direktor lEhefderakteur) der „Libre Parole" fordern lassen.. Petersburg, 21. Dez. Hier ist die Stimmung, nachdem die erwartete Publikation in Bezug auf die für den Geburtstag des Zaren angekündigten Reformen nichp erfolgt ist, sehr gedrückt. Es laufen Gerüchte um, wonach nicht nur die liberalen Forderungen nicht durch-, dringen werden, sondern sogar eine Reaktion be-. ginnen solle. Petersburg, 21. Dez. Gestern fand unter dem Vorsitz des Kaisers ein Priv atkonseil statt, mt, welchem teilnahmen: Großfürst Michael Alexandrowitsch, der Oberprokurator der heiligsten Synode Pobjedonoßzew, deck Präsident des Ministerkomitees Witte, die Minister Fürst Swistopolk-Mirsky, Kokowzow und Jermolow, die Generaladjutanten Richter und Graf Woronzow-Dafchkow und die Mitglieder des Reichsrats Gras Ssolsky und v. Frisch, Es verlautet, daß die allgemeine innere politische Lage besprochen wurde. Heute wurde der Konseil fortgesetzt. — Gegenüber den heute ans frer Pariser Börse verbreiteten Gerüchten, daß in Rußland ein Aufstand auÄ- gebrochen fei, wird festgestellt, daß außer den bereits gemeldeten neuerdings keine Unruhlen vorkamen. London, 21. Dez. Russische Geheimagenten, welHk in England mit der Ueberwachung der russischen Flüchtlinge beauftragt sind, haben den englischen Behörden Mit* teilungen gemacht über ein Komplott, das in Manchester und Liverpool von den dortigen Flüchtlingen gegen eine hohe Personlichkeitin Petersburg geplant sei. Tie englische Polizei hat zwar eine Untersuchung eingeleitet, aber keine genügenden Tatsachen entdeckt, um eine Intervention ihrerseits zu rechtfertigen. Ein umfassender Briefwechsel ist beschlagnahmt worden. Zwei von den russischen Geheimagenten bezeichnete Personen sind nach Petersburg abgereist. Tie englische Polizei steht diesen Angaben jedoch skeptisch gegenüber. Ausland. London, 21. Dez, Nach einer Meldung der „Daily Mail" wird von der britischen Regierung in Shields der deutsche Dampfer „Echo" ans Danzig zurückg erhalten, da seine Ladelinie nicht d^n englischen Vorschriften entspricht. Diplomatische Verhandlungen in dieser Angelegenheit sind bereits eingeleitet. Haag, 21. Dez. Nach einer amtlichen Mitteilung bat die bewaffnete Untersuchunaskomniission, die Mitte November nach der Landschaft Sigi auf der Jiisel Eelebes entsandt war, ihr Wert friedlich vollendet. Mle Forderungen wurden durch gesetzt, ausgenommen die Auslieferung der Leute, die im Juni den Laden eines niederländischen Untertans geplündert und zwei Personen getötet haben. Zwei Fürsten der Landschaft mit ihrem Anhänge widersetzten sich der Untersuchung der Beschwerden. Dabei wurden drei Soldaten verletzt und 18 Angreifer getötet. Paris, 21. Dez. (Deputiertenkammer.) Tie Kammer nahm ohne Erörterung den Gesetzentwurf an, nach welchem, wenn der erste Weihn-achtsfeiertag und der Neujahrs tag auf einen Sonntag fallen, der darauffolgende Montag ein gesetzlicher Feiertag sein soll und setzte dann die Beratung des Etats der Ackerbauverwaltung fort. IIMIIMI IIIIIHHI Illi III 111 TI «MJrow* Ans Stadt nnd Land. Gießen, den 22. Dezember 1904. •• Personalien. Der Registrator beim Amtsgericht Gießen, Otto Stier, wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1905 zum Kanzleiinspektor bei dem Landgericht der Provinz Nheinhesien ernannt. — S. K. H. der Großherzog habest dem Pfarrer Heinrich Kul lm a nn zu Altenschlirf die evangelische Pfarrstelle zu Billertshausen, Dekanat Alsfeld, nnd dem Pfarrer Köhler zu Hillesheim die evangelische Pfarcstelle zu Horrweiler, Dekanat Mainz, übertragen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der freiwilligen Feuerivehr zu Hechts- Heim Gill. /Hoftrauer. Die „Darmst. Ztg/ schreibt unterm 20. d. Mts.: Wegen des Ablebens I. Hoh. der Herzogin Alexandrine von Sachsen-Coburg und Gotha ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 27. Dezember einschließlich angeordnet worden. ** Der Landtagsabgeordnete Weidner ist, wie uns eine Drahtnachricht mitteilt, gestern abend zwischen Bermuthshain und Grebenhain an einem Schlaganfall gestorben. e .’.-ct;raartwmZTmiMMUM fitiMSSSKBA jährigen Spiele sollen eine Gedächtnisfeier an die Errichtung dieses Denkmals sein. Tie Dichtung, welche von dem kgl. Hofprediger und grifft. Rat Jos. Hecher in Münckien verfaßt, behandelt das Leben des Königs David in dramatischer Form, während das Leben Jesu in lebenden Bildern vorgefübrt wird. Die Musik hierzu ist von Stiftsvikar Professor Wilh. Müller in München. Die Spiele werden auf der großen dreiteiligen Passions- bühne aufgeführt von ungefähr 500 Mitwirkenden, worunter ein Sängerchor von 32 und ein Orchester von 40 Personen. Spieltage sind: der 4., 12., 18., 24. Juni, der 2., 9., 16., 23., 30. Juli, der 6., 13., 15., 20., 27. August der 3., 3., 10., 17. September. * Richard Nord mann : E w i g da s We iblicbe. Novellen. Verlag von Egon Fleischel u Co., Berlin W. 35. Preis 5 Mk. In elf Bildern zeigt uns Richard Nordmann hier das Wftb. Ter Titel könnte zu der Meinung verleiten, feien diese elf Erzählungen ein hohes Lied auf die holde Weivlichseit, aber der Titel ist ironisierend. Tas merkt man gleich bei der Ciugangs"rzählung „Tie Frau des Nachbars" in der aus den kleinen Schwächen, der Eitelkeit einer verwöhnten Frau, eine Tragödie herauswächst, deren Heldin als Ttzpics des gedankmlos unb'i!stiftenden „Weibchens" gelten kann. In den zwei mit Mau- passantscher Keckheit geführten Satvren. „Die Augen der Gelitten" und „Der Regenschirm" versöhnt der Humor mit der scharf- geschwungen en Geißel, während durch „Auf der Suche" und namentlich in dem eigenartigen „Leib und Seele" ein grausamer Zug der Wahrheit geht. Aber nicht immer ist es das Schwächliche, Ziellose, Halt^'se und Kleinliche, das N. int Weibe entdeckt. Erführt uns" Gestalten vor, die in unbewußter Kraft und schlichter Größe dem einig männlichen weitaus " ft'rl eg en sind und das, was au ihnen weiblich ist, zum Siege führen. So zum Beispiel in der kleinen, schlichten Erzählung „A'isklang". wo ein in erfolg gefrönter Arbeit gealtertes Ehepaar einsehen lernt, daß es über der Jagd nach Vcsi''tümeru ganz vergessen hatte, daß sie jung und zur Li fte geschaffen waren. Die Frau hat resigniert, aber beim Manne erwacht der heiße Liedeftrleb b.'im Andsick seiner jungen Nichte, und seine Gattin ist nicht int stände, ihm diesen letzten Sonnenstrahl, diese Wiederkehr zu seiner entsthwundeneu Jugend zu rauben. In „Der Philosoph" verkauft sich ein hübsches Vor- stadlmädft, nm dem Geliebten das Tvkt-wat zu ermöglichen. Sie si-idet Mart.erqualen darob, aber der Gedanke, ihm zu nützen, ibn ans erträumte Ziel zu bringen, läßt sst alle Qual und Angst vor Entd cknng ertragen. Ta muß sie selbst entdecken, daß der Geliebte von ein-r verräterischen Fr i nbiit ohnehin schon längst nm ihr Berg * tu. wußte und aus Egoismus „ein Ange zug- drückt" Ijab;. a . -ftt sie zuerst wilde Verztoeislung, bann liefe Verachtung und sie verläßt ihn. Nicht minder herb ist die Enttäuschung einer seck^ehniährigen Konservatoristin (in „T-as Er- eigni§"), die an einem Vorfrühsingstage die Liebesschwüre eines jungen Mannes entgegennimmt, den sie mehrmals im Konserva-' toriunt vorübergehen sah, und dem ihr jugendliches Her zentgegen- geflogen. Am selben Abend erkrankt sie schwer, kamt den Geliebten wochenlang nicht sehen und zerauält sich in Sehnsucht. Da sie ihm nicht schreiben kann, macht sie sich tausend Gedanken über seine Angst und feinen Kummer, die er über ihr Ausbleiben, ihr Schweigen haben wird. Und als sie ibn nach Wochen auf der Straße begegnet, ihn ansvricht, da — erkennt er sie gar nicht, ftbre Züge, ihren Namen hat er vergessen — total vergessen! — Tie letzte Er.'ählnng „Menschen von gestern" ist die Geschichte zweieri n Weltfremdheit verblühter Mädchen, an deren Tür eines Tages die neue Zeit mit ihren Forderungen zu pochen beginnt. Diese beiden vornehmen, poetischen Fraueuseelen haften das^Kind ilp'r verstorbenen Schwester zu eimm blühenden, klugen Mädchen rwgen, alle Schätze ihres reichen Innern an das liebe Geschöpf gehängt, und eines Tages entflieht ihnen das junge Mädchen, hinaus in die Welt, in die goldene Freiheit, höheren Zielen zu, mic sie die neue Zeit fordert. « — Kleine Bibliothek Brnd 77: Mar im Gorki, Ein. Vagabund. Erz"'hfting. Teulkch von Korfiz Holm. Nmschlag- zeichnung von W. Sckmlz. Ladenpreis geh 1 Mk. Verlag von Albert Langen in Müwden. Ter durch ^sein „Nackftasvl" berühnt gewordene russische Dichter zeigt sieb auch in seinen Erzählungen als bAr geniale Schildere'' deS fünften Standes. Ihm stehen alle stftittel, deren ein Novellist bedarf, zur Vei'fügung: er ist ein scharf’r Psycholog, ein amüsanter Plauderer,, ein stimmnngsstarker Landschafter und Jnterieurmaler, er weiß durch heitere und geistvolle Dialoge zu unterbauten und durch einfach und mächtig gegebene memchlicln Tragik zu erschüttern. In der Erzählung „Ein Vagabund" bftvegt er sich auf feinem eigensten Gebiete und zeigt er alle Vorzüge seines großen Talentes. Wie menschlich nahe fühlen w'r uns diesem Landstteicher und Quartal- fünfer, den er uns hier schildert, wie versteht Gorki es, diesem verkommenen armen Teufel sein persönliches, svmpatbiscftes und — bedeutendes Gesickft zu geben. Tie Uebersetzmig ist un- übertrefft ich. 'Korsiz .Holm versteht es, sich dem Original bis in die feinsten Mftönnngen anznlchmiegen, nichts von dem eigen- tümsich.'u f " ' ’ n ' br Dick tim.i zu zerstören, mtb dennoch ein A? i k l ne lltb rfet una ivirlt, fonbern ficb in nmu und Jtimmung als die AftrcWichtung eines wirk, ichen Di elfter s ck-arakteEert. * * S. S. H. der Groß der zog begibt sich heute nach IZich und wird während der Feiertage dort verbleiben. * * D aS Ad re s; bu ch d e r St a d t u n d d es Kr ei s c S Gießen für d»aS Jahr 19O|5 ist in der Brichlfchen ^kriversitätsdrurkerei soeben erschienen. TaS Buch enthalt tiUe Veränderungen, die bis zum 10. Dezember d. A\. im Ädressenbestand ' vorgekonmren sind. Das Aeußere des Buches bat sich gegen das Vorjahr nicht verändert. Zu bot inneren Vorzügen, die das im vorigen Jahre neu geschaffene Adreßbuchs enthält, ist dieses Iabr noch hrnzuge- kommen, daß auch ein Fremdenführer und mancherlei ott sehr nützlich werdende Auszüge aus verschiedenen Lokal Polizei-Verordnungen it. dgl. in das Buch ausgenommen worden sind. In solchen Auszügen kann man folgende Verordmmgen :c. nachlesen: Meldeordnung, Gesindeordnung und Ortsstatut vom 30. August 1900, Arbeits- und Wohn- ungsnachtveis, Krankenversicherima, Invalidenversicherung, ortsübliche Taglöhne, Ausübung der offenen Armenpflege, Reinhaltung der Straßen, Orts-F-euerlöschordnung, Reinigung der Schornsteine, Maßnahmen bei ansteckenden Krank heüen, Benutzung der öffentlichen Brunnen und der städtischen Wasserleitung, Gießener Volksbad, Friedhofs- und Degräbnisordnung, Beaufsichtigung der Hunde, Verzeichnis der Gießener Jahrmärkte für 1905, Wochenmarkt-Ordnung, Bäcker und Brothändler, Erhebung des städtischen Oktrois, Tarif für die Tienstmänner, Omnilmsverkehr und Droschken ! fuhrwerk. Der Preis des Mreßbuches betrügt 3 Mark. * * Ein „Bür gcrv ere in". Man schreibt uns: Die letzte Stadtverordnetenwahl hat neben dein Zuwachs an tüchtigen Männern, den sic unserem Stadtrat Angeführt hat, noch ein zweites hocherfreuliches Ergebnis gezeitigt. Man braucht kein Staatsmann zu sein, um audi bei dieser Wahl wieder die niederdrückende Beobachtung zu machen, wie wenig die meisten Wähler, darunter auch sonst sehr gebildete Männer, zu einer sachverständigen Beurteilung der Fragen im stände waren, zu deren Lösung die Stadtverordneten berufen werden. Man fertigte seinen Wahlzettcl vielfach nach unbestimmten persönlichen Ein drücken oder gar nach persönlicher Ab- oder Zunergung zu dem vorgeschlagenen Kandidaten an, ohne viel zu fragen, mit welchen Grundsätzen beim der Gewählte an seine Ausgabe herantreten werde, ja ob er überhaupt allgemeine Grundsätze für die Behandlung städtischer Angelegenheiten aufzuweisen habe. Hebung des kommunalpolitischen Verständnisses der Wählerschaft, das muß sich dem einsichtsvollen Freunde unserer Stadt als unbe dingtes Bedürfnis aufdrängen. In dieser Ueberzeugung haben sich mehrere Herren aus allen Kreisen der Bcvölker ung zusammengefunden, um die Gründung eines Bürgervereins anzubahnen, der sich die Aufgabe setzt, unter ^Ausschluß parteipolitischer Bestrebungen, durch Vor träge und Besprcchungsabende das Verständnis für die Ausgaben der städtischen Verwaltung zu vertiefen. Es sollen in erster Linie allgemeine und grundsätzliche Themata, da neben nach Bedürfnis auch praktische Einzelfragen behandelt werden. Der neue Bürgerverein will nicht etwa eine Macht werden, die von einzelnen Persönlichkeiten an jich gerissen werden tonnte, sondern er will bei entscheidenden Fragen nur derart in Aktion treten, daß er V o r a r b e i t e n schafft. Im übrigen wird er in wichtigen Dingen allgemeine Volksversammlungen einberufen. Ter Plan hat bereits in weiten Kreisen so lebhaften Anklang gesunden, daß der Verein als gesichert gelten und wohl bald ins Leben treten kann. Kein ernster Bürger sollte sich von diesem Unternehmen ausschließcn, am wenigsten derjenige, dem Beruf, Erfahrung oder Bildung besondere Pflichten gegen seine Mitbürger auferlegen. •* Die Sektion Oberhessen des Deutschen und Oesterreichischen AlpenvereinS erfreut sich dauernd .einer vortrefflichen Entwickelung. Sie zählt z. Zt. 122 Mitglieder und kann auf eine sehr rege Tätigkeit im zu Ende gehenden Jahre zurücksehen. In unsere weitere und nähere Umgebung wurden 12 Monatsausflüqe ausgeführt, die ihren Mitgliedern vielfach Gelegenheit boten, unsere engere Heimo: .in ihrer Schönheit kennen zu lernen und dabei Körper und Seele zu erfrischen. Sehr zahlreich war der Besuch der Alpen seitens der einzelnen Sektionsmitglieder. Tie dort gesammelten Erfahrungen wurden vielfach zu höchst anregenden Vorträgen verwendet, deren die Sektion im Jahre 1904 zehn zu verzeichnen hat. Ihr 8. Stiftungsfest wurde am Sanistag, dem 17. Dezember, festlich begangen. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden fand eine von etwa 50 Teilnehmern besuchte Festtafel statt. Der F^straum nqgr zu einem wahren Tannenwalde umgestaltet worden und wirkte auf die Anwesenden stimmungmachend. Die späteren Stunden, die ,Bacchus gehörten", wurden gewürzt durch herrlichen Festwein und geistige Genüsie aller Art. Die Zupfgeige leistete ganz vortreffliches; die Bretter, die hier die Alpenwelt bedeuteten, boten Burlesken und Schnurren sehr vergnüglicher Art, und so wurde das Fest wiedenun zu einem in allen Teilen sehr gelungenen „Alpenfest", wie es die Mitglieder schon mehrfach in der Sektion erlebten. Am Sonntag fand em Ausflug nach dem Frauenberg und Marburg statt, den ebenfalls alle guten Geister unterstützten. ** Bibel und Babel. Pros. Dr. Schwollst, der den letzten Vortrag über „Bibel und Bab^l" hielt, teilt uns mit, daß der Satz in unserem Referat (Nr. 299 > „De- kitzschs Broschüren, die so viel Lärm gemacht hätten, brächten dem Kundigen.wenig neue Forschungsergebnisse, und dies wenig neue sei falsch" nicht von ihm stamme und daß er nichts dergleichen behauvtet habe. Eine Ausstellung von Klosettanlagen 2C., wie sie vorschriftsmäßig hergestellt sein müssen, hat das Tiefbauamt auf dem Korridor im Bürgermeistereigebäude für Interessenten arrangiert. (Eine derartige Ausstellung macht sich dort besser als in Schaufenstern. D. Red.) Gleichzeitig umfaßt das Arrangement alle für die Hausanschlüsse benötigten Jn- 'slallationsmaterialien nach Vorschrift. E i n e F a m i l i e t o t a u s g e s u n d e n. J-n M a u l -- Bad) bei Homberg a. d. Ohm wurde heute früh eine gany? Familie tot u'usgefunden, Vater, Mutter und zwei Töchter. Nur ein Sohn lebte noch; ob auch er verletzt lst, ist noch nicht bekannt; ferner ist unbekannt, ob Mord oder Familientragödie vorliegt. Staatsanwaltschaft Gießen tmirbe telegraphisch benachricht'gt. i-Laubach,21. Dez. Die hiesige Sektion des Vogel- «nd Geflügelzuch'-Vereins hat veranlaßt, daß im Monat Januar Lehrer Kn aupp aus Groß-K>arbeu int Saale Solmser Hoi -men Vortrag über lucfjt K halten wird. Welch schöi.^.i Aufschwung der hi-.-sige x'erein in kurzer Zeit genommen hat, L -werft die stattliche Zcchl von ca. 60 Mitgliedern. Mainz, 21. Dez. Gestern abend traf vom Theaterdirektor Steinert aus Berlin, wo er int nächsten Jahre in die ßeihmg des Trianon-Theaters eintritt, ein Telegramm an die Bürgermeisterei des Inhalts ein, daß „er mit Ablauf dieser Saison die Direktion des Mainzer Stadttheaters niederlege. — Die Theaterdeputation beschäftigte sich bereits mit der Kündigung. Sie wurde angenommen und beschlossen, die Direktion auf weitere drei Jahre sofort auszuschreiben. Wegen der Uebernahme des Theaters in städtische Regie will ntan während der drei Jahre Material sammeln und dann der Frage näher treten. Die Dcptltation glaubte, in der kurzen Zeit keinen guten Intendanten gewinnen zu köttnen. Wenn die Deputation glaubt, in der kurzen Zeit einen guten Direktor erhalten zu onnen, muß dies doch auch für Gewinnung eines guten Intendanten tuöglich sein. Die Stadtverordneten haben in ihrer heutigen Sitzung über die Vorschläge zu entscheiden. Frankfurt, 21. Dez. Ein russischer Zwischenfall bat sich hier in einer Bar im Zentrum der Stadt abgespielt. Von einem Augenzeugen wird der Vorfall der „Frs. Ztg.* wie folgt, dargestellt: Ein russischer Fürst kam in Begleitung zweier anderer Herren, von denen der eine ein Sohn eines russischen Botschafters ist, in die Bar und nahmen in einem Nebenzimmer, in dem ein Streichorchester musizierte, Platz. Der Fürst verlangte, daß mau die russische Nationalhymne spielte. Man erfüllte seinen Wunsch. Damit war er noch nicht zufrieden, sondern er ver- pürte Sehnsucht nach einem „Triumphmarsch auf Kischmew"; zugleich machte er verletzende Aenßerungen über die Juden. Einige Herren, die ständige Besucher des Lokals sind, beschwerten sich darauf beim Geschäftsführer und verließen die Bar. Nachdem sich der Geschäftsführer ins Mittel gelegt hatte, wandle sich einer der Begleiter dcS Fürsten an einen anwesenden Offizier, der ganz unbeteiligt an der Sache war und sich um nichts befümmert hatte, und beschuldigte ihn, er habe sich ungünstige Bemerkungen über Rußland erlaubt. Es kam zu einer längeren Auseinandersetzung, die der Fürst schließlich beilegte. Darauf entfernten sich die drei Rußen. Sie kamen aber kurz darauf wieder, um von Neuem Händel zu suchen. Diesmal ging der gleiche Ruße, der vorher den Offizier angeredet hatte, an einen Tisch heran, an dem drei ihm vollständig fremde Frankfurter Herren mit einer Dame saßen, und forderte einen der Herren auf, mit ihm hinauSzugehen, „er habe ihm etwas zu sagen". An die Dame richtete er das gleiche Verlanaen. Selbstverständlich tat man ihm nicht den Gefallen. Als bef Ruße die Dame abermals ansprach, stand ein hiesiger Weinhändler auf und schob den zudringlichen Rußen in die Zimmerecke. Der F ü r ft, der während dieses Vorfalls mit seinem anderen Begleiter zusammensaß und sich wenig um die Sache gekümmert hatte, stand in dem 9(ugenblitf auf und schlug mit seinem Stock auf den Weinhän dler ein. Dieser wehrte sich gegen die Angriffe und warf den Fürsten gegen einen Kleiderständer. Dem Streit wurde schließlich durch das Dazwischentreten der Angestellten ein Ende gemacht. Der Weinhändler, der durch den Stockschlag eine erhebliche Verletzung am Auge erlitten halte, holte einen Schutzmann. Der russische Fürst wurde zur Feststellung seines NamcnS auf die Wache genommen. Kleine Mittelungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Reinhardt'sche Millionen- Erbschäft, auf die sich seit einigen Jahren im Oden- wald und auch anderwärts zahlreiche „Reinhardt'S" Hoffnung machten, ist zu Waßer geworden, denn Nachforschungen der Großb. badischen Regierung und deS deutschen Auswärtigen Amtes in England haben ergeben, daß eine solche Erbschaft überhaupt nicht existiert. Schade um die „140 Millionen!" — Der tollwutverdächtige Hund, welcher in Großrechtenbach die Kinder gebißen hat, ist in Reiskirchen erlegt worden vermischte». * Major v. Kotze irrsinnig. Wie die „Preuß. Korresp." erfährt, ist Major Dietrich v. Kotze, ein Neffe des Zeremonienmeisters v. Kotze, in eine Irrenanstalt überführt worden. Major v. Kotze war in der bekannten Affäre seines Vetters stark engagiert und hat unter anderem auch die beiden Pistolen-Tuelle mit Freiherrn von Schrader aus- gefochten. • Studentenschlägerei in Petersburg. Maxim Gorki, der Dichter des „Nachtasyls", war, wie aus Petersburg telegraphicrt- wird, der Mittelpunkt einer großen Schlägerei mit politischem Anstrich, die sich bei b^m ersten Winterball des Tcchnologiswcll Instituts ab- pielte, dem größtenteils Studenten fortschrittlicher Tcuden^. beiwohnten. Gorki drang mit etwa 30 Gefährten, sämtlich in Bauernbbl'.sen gekleidet, in den Ballsaal, wo die Sckar aufrührerische Lieder sang und sich unter die Tau^itben mischte. Diese schicken ^ur Polizei, die ihnen jedoch ant- mnrtPte, sie könne nur eitlarei,en. es sich um Straßen- auitritte van de le. Daraus schritten d^e Ballgäste zur Selbst^- hrlfe. Sie ließen die Musck aufhören, die Damen zogen sich zurück unb bv tanzenden Herren gingen zum Angriff gegen die Eindringlstige vor und warfen sie hinaus. • Ein Weihnachtskuchen von 2 6 00 Giern. Ein Backer in Richmond stellt auf seinem Grundstück einen Weihnachtskuchen aus, der 3500 Pfund wiegt. Zu der Herstellung de6 Kuchens wurden folgende Zutaten gebraucht: 225 Pfund Butter, 225 Pfund Zucker, 340 Pfund Mehl, 100 Pfund Mandeln, 720 Pfund Konnten, 160 Pfand Zitronat, 230 Pfund Zuckerguß und 2600 Gier. Der Kuchen soll pfundweise verkauft werden. " Kleine T igcschronik. Tie einer Budapester Aktiengesellschaft gehörige Spodiumsabrik in Lrlhovieza (Ungarn) ilt abgebrannt Sieben Personen wurden verletzt; eine ist gestorben. De.tajls seb^n pack» Kunst unö Wissenschaft Newyork, 21. Dez. Der Kapitän ftenfen vom Dampfer Silikon, der aus den arktischen Gewässern zurückgekehrt ist, berichtet, er habe in Arsouh an der Ostkuste einen Stamm non Riesen getroffen, welche aus dem Innern kamen. Ter Kleinste von ihnen sei 2.23 Meter groß gewesen, und h-cr Größte habe f n ft 3 Mete r gemessen. NnivH ftlä rWteul Marburg, 21. Dez. Tcnt Verfasser des bekannten nach 'hm b n"nuten Wörterbuch , Epml'as> direkter Geheimrat Prof. Tr. Tunen in .l.i — bei einer Strafe von 50 Mark fernerhin das Wörtchen „von" vor ihren Namen zu setzen. Für jeden weiteren Fall, in dem dies gefchsilst. beträgt die Strafe 100 Mark. Hisenkalin-A-itung. — Die Betriebseinnahmen der preußisch- hessischen Eise ndatingemein schäft beliefen sich im November auf 130513000 Mk., das sind mehr gegen denselben Monat des Vorjahres 8 622 000 Mk., ober auf ein Kilometer 3872 Mark (4- 207 . Davon entfielen auf den Personen- und Gepäckverkehr 29 417 000 Mk. (+ 1 764 000), auf den Güterverkehr 92 534 000 Mk. (4- 5 815 000). Seit dem Beginn des Rechnungsjahres betrugen die Einnahmen 1 090 417 000 Mk. (4* 53 48-» 000), oder auf ein Kilometer 32 615 Mk. (4- 803). Davon entfielen auf den Personen- und Gepäckverkehr 320 668 000 Mk. (4- 14 957 000), auf den Güterverkehr 706 730 000 Mk. (4 34 432 000). Märkte. le. Frankfurt a. M., 22. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vreti Marktpreise. Bum Verkaufe standen: 17 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 0 Bullen, 00 ans Oesterreich, 25 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oesterreich, 1342 Kälber, 239 Schafe und Hammel. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 70 bis 72 Mk., 2. Qual. 68—70 Aik., 3. Qual. 59—63 Mk.; Bullen 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00—00; Rühe 1. Qualität 67—69 Mk., 2. Qi,al. 64-66 Mk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 75—80 Pfg., Lebendgewicht 45—48 Pfg., 2. Qualität 59-62 Pfg., Lebendgewicht 43 - 45 Pfg., Schlachtgew. 57—61 Psg.; Schafe: 1. Qual. 68 70J^fg., 2. g. Sabbathfeier am 24. Dezember 1904. Freitag abend: 4.00 Uhr. Samstag vormittag: 8.30 Uhr. Samstag nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbatharisgaiig 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.10, abends 4.00. Gingesandt. (Für Form und Inhalt Her -aller dies-r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 22. Dez. Der gestrige Feueralarm hat wieher einmal zwei sthon so oft beobachtete Mißstände gebracht. Ich meine einmal die mangelhafte, nicht mehr zeitgemäße, kleinstätztische Einrichtung der Alarmierung, zweitens das vielen unserer Mitbewohner^ ab- gehende Verständnis für die segensreiche und opferwillige Tättg- ksit unserer hiesigen fteiwilligen Feuerwehren. Es ist in den letzten Ialwen wiederholt vorgekommeii, daß des Brandes eines Strohhaufens, eines Bahndammes, oder des Aufloderns eines Bi- wakseuers wegen nicht allein die gesamte Bevölkerung aus ihrer Ruhe geschreckt und in Aufruhr gesetzt, sondern auch wirklich un- nötigeriveise unsere beiden Wehren zum Ausrücken veranlaßt wurden. Das Stürmen und Alarmieren bei so geringfügigen Veranlassungen konnte doch 'sicher unterbleiben, wenn zeitgemäße Einrichtungen Platt greifen würden. Warum legt man nicht die schon seit Jahren in Aussicht gestellten öffentlichen Feuer- ni e l d e st e l l e n an, die der Sicherheitsbehördc schnellstens wirklich bestimmte Auskunft über Ort und Art des Brandes.geben könnten? Erforderlichen Falles würde daun erst der Türmen ausdrückliche Weisung zum Stürmen erfaßten, außerdem wäre cs dann auch lcickst chuurlebten, daß diese Angaben über das ungeit getroffen werden, um die J-ntereffen Japans und China» enger zu knüpfen. Die Japaner befestigen Talny gegen An- griffe von der Seeseite. — „Daily Telegraph" berichtet aus van gestern: Der Dampfer „Lady Mitchell" unter englischer Flagge aber mit norwegischer Bemannung hat Tsingtau verladen unb mit einer Ladung Munition und DH na mit während eines heutigen Sturmes Port Arthur erreicht. Es wird berichtet, bnft die Japaner sich genötigt sahen, die e)tcuunn_ bei Witsuschan aufzugcben wegen des Flankenfeuers der gropen Forts und da Erplononen russischer Minen ihnen grope Verluste zufügten. General Nogi soll 60 000 Mann Verstärkungen verlangt haben. Es treffen Truppen von Norden und . einige Tausend Koreaner bei der Belagerungsarmee ein. — „Daily Chronicle" teilt zu der angeblichen Bestechung der Fischer in Hüll mit, daß der dortige russische Konsul erklärt habe, er sei verpflichtet, Aussagen entgegenzunchmen. Tie russ. Agenten erklären, keine Bestechungen vorgenommen zu haben. Es sei alles von den Fischern ohne Bestechnungen und ohne Versprechungen ausgesagt worden, zum Teil unter Eid. Paris, 22. Tez. Zeitungen berichten aus Petersburg: Gerüchtweise verlautet, das javanische Kriegsschiff Jashima sei gesunken. Es bestätigt sich tatsächlich, daß das japanische Geschwader in See gegangen sei. um der Flotte Roschdjewenskis entgegen zu fahren. — Es bestätige sich, daß ein Mobilmachungsbefehl für 300 000 Mann heute erlassen wird. Der größte Teil dieser Mannschaften verbleibe aber in Rußland. Petersburg 22. Tez. Ter Zar besichtigte heute morgen in Zarskoje Selo die Poton-Abteilung, die nach dem Kriegsschauplatz abgeht. (General Kuropatkin wird in einem Monat über eine Armee von einer halben Million verfügen. TeBeiphomscfoer Kursbericht. 3Vb°/o Reichflanleihe . . 101 70 3'/ do. ... 89.90 ’0/4% Konsole .... 101.80 3°/r. do..... 90.00 379% Heesen .... 100.10 372% Oberheseen . . . 98.80 4% Oesterr. Goldrente . . 101.55 4u6% Oeeterr. Silberrento 100.<10 4% Unsrar. Goldrcnte . . 99.80 4°/ Italien Rente , . . 104.30 412% Portugieser , . . 63.90 0/ Portugiesen.....62.90 3ü/„ Mexikaner . , 32 45 4*/o7 Chinesen . , . 92.10 Electric. Sei uckert . . . 124.40 Nordd Lloyd . . . , 105.00 Kreditaktien . . e , 211 80 Diskonto-Komm andit. . 192.10 Darmstädter Bank . , 142.80 Dresdener Bank .... 157.60 Beniner Handelsges. . . 163 70 Oesterr. Staatabahn . . , 138.80 Lombarden.....17.60 Gotthardbahn .... 193.00 Laura hätte ...... 218.00 Bochum....... 233.00 llarpener......215.00 1 % C. Türken Lückenlose . 127.80 4°/o Griech. Monopol.-Anl. 4x!n% äussere Argentiner Schatzscheine Tendenz: ruhig. 48.00 45.20 SÄ ÄJ11 einer .5 uslbrst vtt- i%T strafe :,z ?.«Wn "/ Lerchen- ^tet. Z. 6Qbc ^nmen Flirt ^eiktzt unb sei enwessjert. . strengen Ttand- * nahm ”ntn euch •Vv unb absicht, 'n her Ptthand- ba zur n $ Äif.-Regt ~ ..Antritt beim unb mürbe $ uneheliche mb. bas Abels- '' chittkennungs- rianbesamts- i «n bet Zivsi- Crr bandelte sich • Mm ihrem Gr* lat eingetragenen rÄasitt unb ein leigen Cberih btt Führung des ^lage ftott und ibrigti Bttbältnis ■ nn cntivroifat ■irr. bas Vörtchm iMÜtren Fall, ’M. m aus r>- SSÄ’fc rOfYV„ «t Artz Ehrung er prtnjifdp Mieten sich nn tr Wien benfelben rr Äi/ometer 387? ’nen- unb Gepa'ch den ©ülentM - des -eso« flitnelen M 1U UM M. 000k !<«• Orifl/Pericbt des r mitbmath* 0 aus Cefteneid), gtiere und Rinder, frommet W Ähsi’ r rflL Wj J. Lebenbaeimcht 43-45 V.'" ?4q- 2-^ . Uebersiand, Wt ,artL Durch .., “-fiter Dezea bet l90i nf ße «ßs ein" Feuer auf die Alarmplätze der Wehren weitergegeben und ebtf Verständigung zwischen den beiden erzielt werden könnte, ob überhBipt und '< welcher Stärke ausgerückt werden soll. Ein zweiter Punkt: Es ist ein eigentümliches Gefühl für den Feuer- wehrmann, wenn er, vielleicht mitten in der Nacht aus bestem Schlafe, aufgescbr.eckt, in der guten Msickst, seinem Mitbürger raschmöglichste Hilfe bringen zu wollen, schon unterwegs nach der Brandstelle von Wirtshausgängern mit Geheul und Gejohl empfangen wird und sozusagen Spießruten laufen muß. Tiefes niederdrückende Gefühl, verstärkt durch das Empfinden, daß seine Tätigkeit nicht vonnöten war, muß notwendigerweise einem jeden ensten Manne die Lust an der guten Sache verleiden. Diese Erscheinung tritt leider bei jedem Brande zutage. Unmöglich ist es ja, daß diese Uebelstände von der Sicherheitsbehorde — trotz schärfster Maßregeln — gänzlich beseitigt werden, wohl aber können diese Mängel durch das Publikum vermieden und das gewiß gerechtfertigte, leicht zu erfüllende Verlangen unserer Wehren auf Anerkennung ihrer opferwilligen Tätigkeit respektiert werden! Ein freiwilliger Feuerwehrmann. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 23. Dezember 1904: Trüb und nebelig, Temperatur wenig verändert, Frost. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. R. B. Darmstadt, 22. Tez. (Eigener Drahtbericht.) Zum Tode des Landtagsabgeordneten Weidner erfahre.! wir, daß W. gestern nachmittag mit seinem Gespann, das er selbst führte, eine kleine Geschäfts tour unternommen hatte. Als am Abend das Gefährt nach Herchenhain zurückkehrte und vor seinem Haufe anhielt, machten seine Angehörigen mit Schreck die Entdeckung, daß W. tot im Wagen lag. Ein Arzt konstatterte Schlag- Unfall. W. ist am 24. September 1850 zu Herchenhain geboren und war von Beruf Kaufmann. Berlin, 22. Dez. lieber die Hochzeitsgabe der Stadt Berlin für den Kronprinzen wurde in einer ams Mitgliedern der beiden städtischen Körperschaften gebildeten Deputation beraten. Alle Städte des preußischen Königreichs wollen sich an dem Hochzeitsgeschenke beteiligen und entsprechend ihrer Einwohnerzahl und ihrer Bedeutung beisteuern. — Bei dem „Sprung in den Mond" verunglückte im Zirkus Schumann die Französin Helene Dutrieux. Die Dame fuhr auf einer im Winkel »on 45 Grad geneigten Bahn mit einem Motorrad von b»er Zirkuskuppel herab. Sie prallte vom Rande der Platt- siorm ab und wurde auf die Bahn zurückgeschleudert. Sie erlitt schwere Verletzungen. München, 22. Dez. Bei den Hebungen des Eisenbahn- Bataillons bei dem Nachbardörschen Neufreimann wurde der Hauptmann Wangemann durch Umstürzen eines Tenders getötet und ein Pionier verwundet. Metz, 22. Dez. Wegen Pockenerkrankung wurden 6 Personen ins Krankenhaus gebracht. PariT, 22. Dez. Frau Syveton hatte für gestern abend mehrere nationalistische Führer zu sich geladen. Sie las ihnen die Aussage vor, die sie vor dem Untersuchungsrichter abgegeben hatte. Tiefe Aussage enthielt die von Frau Menard gegen ihren Stiefvater Syveton erhobenen furchtbaren Beschuldigungen, sowie die bereits bekannten Angaben über den Selbstmord Syvetons. Wie der „Gaulois" erzählt, beklagte sich Frau Syveton darüber, daß einzelne nationalistische Blätter gegen sie den Verdacht ausgestreut hätten, daß sie ihren Mann ermordet habe, und erklärte, daß sie durch den Tod ihres Gatten in materieller Hinsicht einen größeren Schaden erlitten habe, als ihr durch die Versicherungssumme von 150 000 Fres., nm die Syveton bei einer amerikanischen Versicherungsgesellschaft eingekauft war, ersetzt werden könne. Tie Erklärung der Frau Syveton, so bemerkt der „Gaulois", machte einen peinlichen Eindruck. Tie von dem Vater Syvetons bei der Staatsanwaltschaft erstattete Strafanzeige hat folgenden Wortlaut: „Me Mitteilungen über den Tod meines unglücklichen Sohnes lassen darauf schließen, daß er nicht das Opfer eines Ueberfalles war, und daß er sich nicht entleibt hat. Ich habe die Pflicht, von Ihnen zu verlangen, daß Sie in diese Angelegenheit Klarheit bringen, und Dafür gibt es nur ein Mittel: den oder die Mörder aufzusuchen und zu finden. Ich erstatte deshalb in Ihre Hände die Strafanzeige und bin bereit, als Privatpartei in dem Prozesse aufzutreten." — Hier ist ein angeblich hochstehender Ausländer verhaftet worden, der aus 24 Banknoten Stücke ausgeschnitten und mit diesen ein Bankbillet hergestellt hatte. — Die Polizei hat einen Arzt und einen Versicherungsagenten verhaftet, die durch schwindelhafte Versicherungen mehrere Gesellschaften um 5 bis 6 Millionen Francs betrogen haben. Born Kriege. Tokio, 21. Dez. (Reuter.) Tie Belagerungsarmee berichtet folgende Einzelheiten über die Beute im Fort Nord-Kik- wanschan: Genommen wurden: fünf 8,7 - Schnellfeuergeschütze, zwei 47 Millimeter Schnellfeuergeschütze, von denen eines sich in gutem Zustande befindet: zwei 24 Millimeter Sckinellfeuer- geschütze, eines in gutem Zustande; vier Maschinengeschütze, alle brauchbar; 161 Gewehre, 461 kleinkalibrige Gefchosse, 350 47 Millimeter-Gefchosse, 240 24 Millimeter-Geschosse, 1160 Ma- tchinengeschütz-Geschosse, 15 000 Gewehrpatronen, 80 Granaten und 6 Kisten Pulver. London, 22. Dez. Tem Reuterschen Bureau wird von der Belagerungsarmee vor Port Arthur gemeldet: Tie Einnahme de:s Kikwanfotts ist für die Japaner von großer Bedeutung, da sie ihnen den Wea nach 'den jenseits dieses Forts gelegenen höheren Hügeln eröffnet und ihnen mehr Raum für einen allgemeinen Angriff gegen den westlichen Teil der östlichen Fort- linte bietet. Die Japaner haben jetzt fünf Schutzforts von sieben inne. — „Daily Telegraph" meldet aus Schanghai von gestern: Tie Abreise des japanischen Gesandten von Peking nach Tokio wird als ein Anzeichen dafür betrachtet, daß neue Vereinbar- 1383 Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen, Gold-, Silber-, sowie versilberten Waren empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 HI Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 22. Dezember 1904. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unserer uns unvergesslichen Frau Margarethe Hein Wwe., geb. Asch sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Bum Aacken von Kuchen etc. empfehle: &22ln fei* Mllhill-MllMiilk Marke ,,Creme" per Pfund 66 Pfg. (Garnutirrt mors MmHuich per Pfund 52 Pfg. Pa’min — Vegetaline — Cremin Gern. Raffinade - Puder-Raffinade Selbstaestostenen Zucker UiopncH (ioriiillicn Sultaninen in nur besten Qualitäten. "3M Christian Wallenfels i?' Marktplatz 17. Gegründet 1826. Televhon 262. MMkinmi... P. 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ImMn L 5. >.1905, nachmittags 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dem 9lmnen des August Hofmann in Gießen und dessen Kinder stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/1254„ — 371 qm Hosraite in der Wetzsteingasse, 1/1255,. — 33 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 24. November 1904. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Gros. BH/U Cervelatwurst feinste Gothaer, Lcberwurst machcr Zttttgenwurft bei Emil Fischbach. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir allen, insbesondere dem Verein Coneordia und der freiwilligen Gail'schen Feuerwehr innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Klotz. Gießen, 22. Dezember 1904. 8918 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf für das Rechnungsjahr 1905 liegt vom 24. Dezember d. Js. einschließlich an acht'Tage lang aus dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Interessenten offen. Langsdorf, den 22. Dezember 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köbler. 8919 Die Vorzüge die das Schuhglanzmittel Galop- Crerae Pilo besitzt, bestehen darin: Es giebt raschen, tiefschwarzen Glanz, greift das Leder nicht an, b2fl/r beschmutzt die Kleider nicht WmMM (5 Damen, 2 Herren, Klavierbesctzung) sucht iltr die MPW-FeiertM McrMMBckWMEWMnl Knnstschein vorhanden. Offerten unter ^Davlen-Orchester" postlagernd Wetzlar erbeten. 8914 Fluh, und Seefische Woliwaren Pelerinen, Damen- und Herren-Westen Kopthüllen Kapuzen mieten. Näheres 7613 Prof. Luley, parterre. A. Holter hoff Söhne Seitenweg 20 c37 t 4 Zimmer ( Emil Fischbach. 7536 Corinthen Saltaninen au 18672] Haselnüsse Pfund 28 und 35 Pfg billigst an 8634 Seltersiv. 43, Ecke der Goethestr. Gebr. Berdnx JL&den etc. Kölner Konsum-AMt. Liniicnplatz IE Xorb-$e$$el 07539 Der Vorstand. 8tadt-Theater Ä c H. Besichtigung erbeten! 8843 Broschüre gratis! 5 » 2 fltliMHijtt UM zu verkaufen. . 8908 Frankfnrterstr.' 52. 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