General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen W«. 349 Viertes Blatt. 184. Jahrgang Samstag SS. Oktober 1994 »14 «,Nch mUvuSnnhme be8 SonntsgS. ▲ xÄ AxKa T A A4 Rotationsdruck und Verlag der Brühllchen Dt« „Sieben« LamMendlätter- werden dem U 0 ijr fcijT O Er VW |f|T Jr fljrlf ffiH TP Unwerstiälsdruckere«. R. Lang», Steßm. Volltischr Tagesschau. "W" m . Nesolutisu gegen die Kanalvorlage. , Die Vertrauensnutuner des Bundes der LStidw'irte RÄlL' Reichstagsm ° hlkreise haben s-l- BerlraumsinLnncrversaimnlung des DundcS der Land- F' ^.,L nassaulschen ReickBtagsivahlkrerse Höchst.S°m° $ der Ansicht, daß durch die von der Re- ? Vvrgelegte neue Kanalvorlage die seinerzeit gegen den 2^15 geltend aemachten Gründe in finanzieller, vvlks- rvrrrschaftlm)er luib [c-jialer Beziehung nicht beseitigt sind. Wenn dieser ^nltanal auch die Landwirtschaft deS Ostens nicht direkt berühren will, so ist der Kanal Hannover-Rhein doch mangels ousri-lchenden Zollschutzes gegenüber der Landivirtschast des Auslandes eure drohende Gefahr für die gesamte Preisbildung der landunrlschaftlicl^n Produkte in 5>essen-Nassau. Wir hoffen deshalb, „ bay dre LandwirtschaftSkammer für Nassau zu der neuen Kanaworlage retAlzeitig Stellung nimmt, in der Erwartung, daß sre m rlCytrger Würdigung der Interessen der Landwirtschaft zu einem ablehnenden Votum kommen wird. Ebenfalls erwarten mrd fordern wir von unseren Abgeordneten, daß sie, wenn die Beseitigung dieser schweren Bedenken durch die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses nicht gelingen sollte, die Kanalvorlage ablehnen werden." ! Bude recht, denn keine ist aequalis der filia hospitalis“, sind der schnöden Prosa gewichen, denn auf Sofa und Stiefel- 21. Okt. Dieser Tage veranstaltete ES Terrain Schritt für Schritt weiter erobert werden wird, will der Herr Studiosus schon selbst sorgen. Die Schüchternheit, die ihn bis dahin begleitete, verliert sich nun auch bald. Kam er aus einem kleinen Gynmasialstädtchen im Vogelsberg oder im Odenwald, dann hat er allerhand kleine äußerliche Auffälligkeiten allmählich abzulegen und forsch und nett versteht er es in kurzer Zeit, das Herz seiner filia hospitalis für sich schlagen zu machen. Aber hierbei ist die alte Burschenherrlichkeit geschwunden, denn die schönen Verse: „Fand Sofa nicht und Stiefelknecht, und doch war mir die zu Bett. Auch jetzt erschien M. mit einer Axt vor der Tür, um sich an dem Schwager, der Anzeige bei der Gendarmerie erstattet hatte, zu rächen. Der Bedrohte hatte keinen anderen Ausweg, als durch das Fenster an der Hinterseite der Stube ungesehen über einen Heuboden zu flüchten, um sich vor dem Wütenden zu schützen. Das Gericht wird für diese Rohheit die angemessene Strafe wiffen. § Burkhards, 20. Okt. Bei den drei großen Treib4 jagden in dem von Dr. Trohm und Dr. Mettenheimetz in Gießen gepachteten Jagdgebiet (Distrikt Hillerswald und angrenzende Gebiete) wurden erlegt: 12 Rehböcke, 18 Rehe, 41 Hasen, 5 Füchse und 1 Schnepfe. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Wie aus Leun berichtet wird, ver-- unglückte auf der Grube „Maria" der Bergmann E. Strauß aus Burgsolms durch herabbrechendes Gestein. Strauß, ein 64jähriger Mann, welcher vor etlichen Monaten einen Sohn auf dieselbe Weise verlor, wurde tot unter den Felsmassen herausgezogen. — In Fr a n kfurt wollte sich ein Dienstmädchen int Bäckerweg frisieren. Sie zündete ihre Spirituslampe an, die sie frisch aufgefüllt hatte. Ein wenig Spiritus war übergelaufen und entzündete sich. Tas Mädchen kam mit den Kleidern zu nahe und stand im Augenblick in Flammen. Sie erlitt schwere Brandwunden anr Rücken, am Hals und int Gesicht und muflte nach Anlegung von Notverbanden ins Heiliggeisthospital" gebracht werden. — Die zweite Ausstellung der Darmstädter Künstler- ko lonte wird mit einem fleberschuß von etwa 4000 bis 5000 Mk. abschließen. Die erste Ausstellung brachte ein erkleckliches Minus, das damals der Großherzog von Hessen deckte. — Das Völker-Museum in Frankfurt wird am Samstag feierlich eröffnet holt nach dem Kopf des Flüchtenden, verwundete ihn und versetzte ihm einen Faustschlag aufs Ohr, daß das Trommelfell platzte und der Verwundete Hilfe bei dem Arzt in Ortenberg AM A1M Uliö LauS. Gießen, den 22. Oktober 1904. ** Semesterbeginn. In dem Gebäudekomplex der Universität an der Ludwig-, Goethe- und Stephanstraße, in deut monatelang die tiefste Stille herrschte, regt sich letzt neues Leben. Weisheit wird zwar noch nicht verzapft, Aber doch durcheilen Hunderte junger Herren täglich die Korridore und Säle, denn die wichtigen Vorbereitungen für das neue Semester sind zu treffen, und die schwere Wahl, welche Kollegien zu belegen sind, trüt an die Studenten der älteren Semester heran. Aber auch noch andere Ankündigungen als diejenigen der neuen Kollegien fesseln die Blicke der jungen Leute im Universitätsgebäude: Wohnungsangebote, Stipendien, Unterrichtsangelegenheiten, und was sonst alles die schwarzen Bretter tragen. Wenn die Studenten, welche mit geübtem Blick die Anschläge an den schwarzen Brettern mustern, eifrig und sorglich sich die nötigen Notizen machen und dann wieder die Universität verlassen, gibt e§ eine andere Kategorie akademischer Verlobte verlangt von der Darmstadter fllöbelfabrik (Srohli. Hess. Hoflieferanten), Darmstadt, Offerte und Preisliste. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mittel« deutschlands. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. 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Vom Arzt zurückqekehrt leqte sich der Verletzte der „Aula" durchschreiten, und die sich in dem Vorsaal schon — ra-“ " • - mit Neugier und Wißbegier umschauen, um das Terrain zu sondieren, auf dem sie sich über kurz oder lang heimisch fühlen sollen und wollen. Das sind die Füchse. Der Fuchs hat in der Universität zunächst sein wichtigstes Geschäft zu verrichten: das ist die Immatrikulation. An die alsbald auszuhändigende Studentenkarte knüpfen sich stolze Hoffnungen, denn in diesem Augenblick erst hat sich bei ihm auch in äußerlich wirksamer Weise die Metamorphose von der Puppe zum Schmetterling vollzogen; aus dem Pennäler, aus dem Mulus ist nun ein vollberechtigter Bruder Studio geworden, und dafür, daß aus dem eben betretenen 3 6l S cs> ä: » CO =X er r» 5 'Cn K L § s- 3 tä 3 cs* Z <2. X 3 C K> d» «4» § § I. a »2 o'_K Z «ST®' rf» 75- = » „ 3 3 S ft e* H.§ o er 3. t—* 2-8 Mseö $2 ® er iS 3 « au)en euchelheim roßenliuden 3 t=» a sag e 's 3' L Ä ä er ro er » 3 AD <59 Ct ! er r»’ Watzenborn Steinberg Wieseck Langgöns LeÄ»gestern Kleinttnden Beuern Burkhardsfelden Großenbuseck - ______________________________________________________________ neinde renben Mühlen und Höfe pp. llewohner folgender Gemeinden, 2 Gießen Ort der Kontrollvorefammluitg welche znm Bezirk des Hl rr 9 3 er e Kaserne am Brano 1 Hof der alten Platz 5 8. November 8. November 7. Nov«n- ber Tag 3 2 Uhr Nachm. 9 IHr Vorm. 2 Uhr Nachm. Stunde t 5© s 3 'CT' CT O Ä CT S O1 SB S 2’ 5 Oft L o C c 3 Cf to o 3 s 3 CO 1\ o 3 3 3 3* 5b 3 - » 2 « LL § L o CO 3 n> <-i n n C C v N r-» o JE ■» S c :C L) s= g c 2. **♦ E .V °7 33 iä x> c § o 05 R öh • S- CM -d< C b 2li Handels Zahrcs tainmet 64 9 merzen L.Bal 3< in He" 9 Grünbr D T o E C^.E 2 o E 's" S " » e a HC1HN 'S" o s Z 2<5i X) .»" M o 'E C X> E e -e £ < <5 = ^O Q ^uf. »GX»G"- x> — 2 > . g - - 2 " *S E — CD m ^.E^ "57 *G U S 3 5 cÄ? 2Z^"L-S ^Lr..L 2 r:S tz; a . r :e ä (9(9" t»s " *8 .— .,-7 c- = -iE<* 3 'S" Jo ap 22 *o x. ^e® e®$ H ^§.2 ’S50 ? ±o'ä $->*? g o W17* 5 - .2 2 ÄA- : >• js c 2 • «3 C iE w Q O pE?-3 C E, u o;O _ 04E Z -AZ Sfeslilgil C « k=.2! u Sc8ZZL8 SZ^ v J5 » ;sä _ x> _r T c-Z 2 --©■ 'o Z S rr /9 m 5ß V . ~j 3 E> . . -E E _ Z^LUsZ IIP 2 S in di nete den lokal •f sr c c «w halb Hand zehnt« gebra Wahl nötig halb Inne E O » 25. C Ginfiä Gieße' Gieße 3-6 Groß schäft ap JO *IP Ci :<5 ÖO 1U e c? ’S VD C X? Ci 3 XD c US' Q o e « tiQ. 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Sie | «int unl ^h'be. «Seiten 19 500 D 9e5en iyCl Tie ?"reari b btc Snttn ... ®ben "ut entjpr ««Uli nilh 'n IS), 3uj< ®' Set i un o s Ci E 2 o *? /Z//V Bahnhofstrasse 35. Telephon 441. Emil Fischbach. Eigene Werkstätten. Franko-Lieferung. 614,35 324,50 Der Syndikus Dr. Knipper 1395,— 1545,12 5018,25 3810,72 130,— 756,— 149,49 140,— 576,— Der Vorsitzende: I. V.: S. Heichelheim. SicherW-SeilMen zum Aufwinden von Lasten. XSvpggä Einfach! .EWZW Praktisch! Bewährt! Vergebung von Bauarbeiten. Die für den inneren Ausbau des neuen Schulhauses, die Fertigstellung des Abortgebändes und der Einfriedigung in Hausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (Zimmer Nr. 18) während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote sind verschlossen und portofrei bis spätestens Freitag, den 28. Oktober l. Fs., nachmittags 4 Uhr, auf der Großh. 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Die für den Umbau der Kreisstraßen Lang-Göns—Holzheim und Lang-Göns—Leihgestern nebst Schleifung des Mühlbergs in der Ortsdurchfahrt Lang-Götts erforderlichen Arbeiten und Lieferungen im Voranschlagsbetrage von 19 500 Mk. sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen von heute ab auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 20, zur Einsicht der Interessenten offen. Ebendaselbst sind die Angebote verschlossen, portofrei und ntit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Samstag, den 29. d. M., vormittags 10 Uhr einzureichen. Die Eröffnung erfolgt am vorgenannten Ter-i mm in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 13. Oktober 1904. Der Großh. Kreisbaumspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. B16/10 Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. Bekanntmachung, betreffend Handelskammer-Wahlen. Auf Grund des Gesetzes vom 6. August 1902, die Handelskammern betreffend, haben an Stelle der Ende dieses x)cu)i'c§ ausscheidenden Mitglieder der unterzeichneten Handelskammer Neuwahlen stattzufinden. Es scheiden au§: Mr den Wahlkreis GieFen-Stadt die Herren: Kom- mergtenrat F. C. B. Koch, Kommerzienrat S. Heichelheim, (S.^otfer, H.Schirmer, W.Zurbuch, sämtlich in Gießen. Für den Wahlkreis Gießen-Land: Herr L. Rinn in Heuchelheim. Für den Wahlkreis Grünberg: Herr L. Moll in Grünberg. Wiederwahl ist zulässig. Die Listen der Wahlberechtigten liegen 10 Tage lang, vom 25. Oktober bis einschließlich 3. November d. Js. zur Einsicht offen und zwar diejenigen für Gießen - Stadt und Gießen-Land auf dem Bureau der Firma A. Heichelheim, ©ießen, Südanlage 13, von 9—12 Uhr vormittags und von 3—6 Uhr nachmittags, und die Liste für Grünberg auf der Großh* Bürgermeisterei Grünberg während der üblichen Ge- schästsstunden. Einwendungen gegen den Inhalt der Listen sind inner* halb der erwähnten zehntägigen Frist bei der unterzeichneten Handelskammer schriftlich vorzubringen. Nach Ablauf der zehntägigen Frist wird die Handelskammer über die vor-1 gebrachten Einwendungen entscheiden und die Listen der! Wahlberechtigten nach Maßgabe dieser Entscheidung, soweit! nötig, berichtigen lassen. Gegen diese Entscheidung ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Ministerium des Innern zulässig. Nur Diejenigen dürfen ihr Wahlrecht ausüben, welche tn die sestgestellten Listen ausgenommen sind. ? Nach Feststellung dec Wählerlisten wird die unterzeichnete Handelskammer den Tag und die für den Beginn und den Schluß der Wahl festgesetzte Stunde, sowie das Wahllokal öffentlich bekannt geben. Gießen, den 21. Oktober 1904. D^Ao Die Grobherzogliche Handelskammer. täglich zu haben in 7461 Louys Bierkcller. -L 6^2 = Erd- und Maurerarbeiten zu Zimmerarbeiten . . . „ Spenglerarbeiten . . . „ Schlosserarbeiten . . . , Glaserarbeiten. . . . „ Schreinerarbeiten . . . , Weißbinderarbeiten . . , Tapezierarbeiten . . . „ Planierarbeiten ♦ ♦ ♦ , Pflasterarbeiten . . . „ Eisenlieferung . . . . „ Basaltgruslieferung . . u Materiallieferung . . . „ Gießen, den 14. Oktober 1904. die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt < Wer die Ausschnitte von Elvira wasch-Extratt mit Bär sammelt und an die Fabrik £. Lettermann, Elberfeld franko als Drucksache einschickt, erhält dafür zweckmäßig schone Prämien. C17/» prima englische Ware. 7861 /nlius Rosenthal & Co., Neue Krofborferstratze. Nähmaschinen von Mk. 50.— an franko Hans. 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