Nie. Ä4N FünsteS Blatt 154. Jahrgang Samstag 22. Ottober 15MJ4 Giehener Anzeiger Rotanonßbruck und Verlag da Brühl'schm Unwersuälsdruckerei. 9L Lange. Dietzen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.I. Tel. Nr. 61. Telegr.-Abr. i Anzeiger Gieß«. scheint »glich mü Ausnahme des Sonntag«. Die ^Gießener KamMenblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der w^rsfische Landwirt*' erscheint monatlich einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Keyen wir einer Teuerung entgegen? Ter verstossene Sommer mit seinen abnormen Witter- ungsvcrhaltnisjen, seiner außergewöhnlichen Hitze, seiner Turre und seiner Trockenheit hat die bange Frage entstehen lassen, ob wir int tvnirmcnden Winker einer Verteuerung der notwendigsten Lebensbedürfnisse entgegensetzen werden, ^cese Frage muß naturgemäß die gesamte Bürgerschaft bewegen, denn eine notwendig gewordene Erhöhung des Wirlschaftsbudgets trübt auch das sonnigste Familienleben. Tre Meinungen und Prophezeiungen der Sachverständigen siiid für die verschiedenen Lebensbedürfnisse teils hojsuungssreudig, teils düster. Höven wir, was verkündet wird. Ein alter Grundsatz lautet: „Fleisch ist das beste Gemüse und dann konunt Wurst!" Ein guter Sonntags- braten hält Leib und Seele zusammen. Was sagen nun zu dieser schwerwiegenden Frage die Sachverständigen? Einer der bedeutendsten Großflelscherineifter Berlins, Her- maun Kersten, ist mit Bezug auf die Gestaltung der Fleischvreise einer durchaus rosigen Ansicht, er blickt froh in die Zukunft, indem er sagt: „Tie Viehpre ise werden wegen der Futterteuerung, die in den meisten Gegew den der Biehproduktion herrschte, zweifellos etwas anziehen. Indessen besteht bis zum April keine Befürchtung; von diesem Zeitpunkte an könnte sich die Preissteigerung allerdings eilvas fühlbarer machen. Die Preiserhöhung besteht zunächst nur für den sBreyhandel und die Groß- jchlächtereien; für den D e tai lv er k au f dürste sich die eventuelle Preissteigerung dem konsumierenden Publikum gegenüber kaum bemerkbar machen. Bon nicht zu unterschätzender Wirkung ist die Einfuhr von österreichischem Vieh und Futtermitteln; bleibt beides in den Verhältnissen, wie es bisher war, so wird die Preislage voraussichtlich in dem kommenden Jahre ungefähr dieselbe sein, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war." In den Kreisen der Ladenschlächter herrschen allerdings abweichende Anschauungen. Ter Obermeister der Fleischer- inuung m Berlin, Moritz Schmidt sieht die Lage viel pcsfö- Nliftischer an. Er meint, „daß der trockene Sommer nut seinem Futtermangel unbedingt die Wirkung tzat, daß der Landwirt Vieh, das er eigentlich zur Zucht bestimmt hatte, verkaufen muß, um den Bedarf der Bevölkerung decken zu können. Dadurch verringert sich naturgemäß der Viehstand bedeutend, und pieser Umstand muß, wie Schmidt behauptet, in naher Zeit eine Verteuerung dieser Lier- gattuiigen nach sich ziehen. Tie Fette (Talg), die reichlich vorhanden sind, werden keineswegs wertvoller, unb infolgedessen wird in Zukunft mageres Fleisch von gut gemästeten Tieren teurer werden. Mit Bezug au, Schweinefleisch besteht keine Sorge, da sich die Schweine durch neuere Mastmethoden Leichter ergänzen iajjeii." Hoffen wir, daß die Wahrheit auch hier in der Mitte -liegen wird, ja, daß sie sich nach der optimistischen Seite neigt. Mussen vielleicht in einzelnen Fallen die Fleisch- Portionen etwas verkleinert werden, so haben wir Brot wenigstens in Hülle sumd Fülle. Obermeister I. Bernard von der Bäckerinnung zu Berlin kann der trockenen Witterung des Sommers keine Wirkung aus die Getreide-und Mehl preise Anerkennen. Er ist der Ansicht, daß, obwohl die Trockenheit und der Wassermangel insbesondere im Juli und August d. I. viel Schaden namentlich in Mittel-Europa verursacht haben, die Ernte in den Hauptgetreidearten, Roggen und Weizen, nicht nur befriedigt, sondern daß das Ergebnis quantitativ wie qualitativ als „gut" bezeichnet werden muß. Von dxr durch die Trockenheit bedingten Notreife, die von der Landwirtschaft befürchtet wurde, ist nur wenig eingetreten. Beim Weizen nicht viel, beim Roggen jaft. gar nicht. Dagegen konnte die ganze Ernte trocren eingebracht werden, uiw es fehlte der Auswuchs ganz. Während Mehl von frischem Getreide anfangs in der Backfähigkeit zu wünschen übrig ließ, ist es jetzt, nachdem es etwas Lager erhalten hat, gut, und mindenverüge Margen dursten selten sein. Da nach den amtlichen Berichten auch die außerdeutschen und über- seeischen Länder meist gute Ernten haben, so ist anzuneh- men, daß der jetzt billige Getreide- und Mehlpreis uns in nächster Zukunft erhalten bleibt. Zum Brot gehört natürlich auch Butter. Mit Bezug aus diese wAd aber wohl nach der Ansicht der bedeutendsten Butterologen" in diesem Winter das „heiße Messer" vor- herrschen. Wenn das zutrifst, was in maßgebenden Kreisen deS Butterhandels prognostiziert wird, werden wir wo^t keine Fettflecke in dem Magen bekommen. Man ist in diesen Kreisen der Ansicht, daß die anhaltende Dürre des Sommers und der dadurch verursachte geringe Ausfall dec Füllecernte nicht ohne schwerwiegende Folgen für die Milchwirtschaft in diesem Winter bleiven wird. Lchon jetzt babai die Milch- und Butterpreise eine ungewöhnliche Höhe erreicht, weil die Produktion wesentlich kleiner ist als in normalen Jahren. Voraussichtlich wird aber auch während des Winters und Frühjahrs oie Milch- uno Buttcrproduk- Uon verhällnismupig klein bleiben, und cs werden deshalb naturgemäß hohe Preise für diese Artikel zu erwarten fein Viele Besitzer haben ihre Viehbestände, wie an h.rvor- raaender Stelle betont wird, schon bedeutend reduziert, weck sie nicht ohne Grund befurchten, daß sie bei dem aroßen Ausfall in der Fulterernte das Vieh Nicht ernähren können Aus diesem Grunde werden wahrscheinlich noch weitere Vecrlcinerungen der Viehbestände eintreten. Dies alle-- dürfte einen Ausfall in der Butterpro^uivn vcr- ni suchen der sich erst durch mehrere auf einander folgende gumüße Futterjahre wird ausglcichen lasten , Ta hier geäußerten Ansichten decken sich, wie man sieht mit manchen Anschauungen, die teilweise im Fleische- u-in-Vrbe herrschen. Allerdings werden wir Kartoffeln Älir u uüge haben. Freilich, zur ausschließlichen Nahrung frt di Kartesfe-l bei ü)i 1 ung aus rund, v. H. '■'■•miet, 21 0. H. Stärkemehl, 2 v. H. Stickstostsubstanz und o 1.; 0 H. Fell n cht geeignet — aber wer ihr denn feint; miduiieln ochie alle Zutat, wenn er nichrt etwa muy? güt ten Muffenden ist aber bekanntlich der hefte Rat verloren, und was die übrige Welk anlangt, so weiß sie auch ohne gelehrte Demonstrationen, daß Kartoffeln mit Fett oder Fleisch vortrefflich munden und trestlich nähren, also ein vorzügliches Nahrungsmittel bilden, mögen sie „im Schlafrock" oder geschält, gedunstet oder gesotten ausgetischt werden. Es wäre überflüssig, einen Lobgcsang auf die Kartoffel anzuftimmen — wir wollen uns freuen, daß sie in genügender Quantität und Qualität vorhanden ist. Aehn- lich verhält es sich, und das wird die Vegetarier pur sang auf das herzlichste erfreuen, mit dem Obst Eine Autorität auf diesem Gebiete ist der Ansicht, daß die andauernde Hitze aus die Entwickelung des Obstes absolut keinen nachteiligen Einfluß ausgcübt hat — gerade das Gegenteil ist der Fall. Seit langen Jahren haben wir keine derartig überreiche Ernte gehabt, sämtliche deutschen Märkte sind mit inländischem Produkt überhäuft, und da hierzu noch bedeutende Zufuhren aus dem Auslande kommen, wo die Ernten ebenfalls äußerst günstig ausgefallen find, so halten sich die Preise jetjr niedrig. Ganz anders allerdings verhält es sich mit dem Gemüse. Die Ernte ist durch die Dürre stark beeinträchtigt worden, und wenn man den Ausfall augenblicklich auch nicht ziffernmäßig festlegen kann, so darf man doch mit Sicherheit Voraussagen, daß Deutschland aus einen starken Import aus dem Auslande angewiesen sein wird. Obwohl augenblicklich von einer bedeutenden Erhöhung der Gemüsepreise noch nichts zu merken ist, da jetzt noch viele Konsumenten das billige Obst vorziehen, so wird doch schon vielleicht die allernächste Zeit, namentlich aber das Frühjahr, Mangel und demzufolge hohe Preise bringen. Qui vivra, Verra — wenn man zum Irish stew das nötige Hammelfleisch hat — der Kohl wird sich schon finden. Alles läßt sich ertragen — außer einer Woche von 14 Tagen, die Hauptsache ist, daß man bei aller Qual dann wenigstens eine warme Stube hat. Es handelt sich beim Schluß unserer Betrachtung um das H e i z u n g s m a t c- cial, und in dieser V^chung hat ausschließlich der Wettergott das letzte Wort zu sprachen. Werden wir frieren müssen oder nicht — das ist die Frage. Ein hervorragender Bergwerlsbesitzer, der zugleich Großproduzent für Briketts ist, äußert sich dahin, daß die Trockenheit des vergangenen Sommers die Wasserbezuge für Steinkohle, Bcitetts und Braunkohle außerordentlich ungünstig beemslußt hat, sodaß die Abnehmer dieser Brennmaterialien monatelang vielfach nur aus den Bahnversandt angewiesen waren. Es wird nun daraus ankommen, ob sich oie Wasserverbindung noch vor Beginn der Winterperiode mehr oder weniger nutzbar machen wird. Andernjalis wird allerdings namentlich bei sruhem Eintritt von Frosüvetter und dem entsprechenden Schluß der Schiffahrt mit einer anhaltenden Knappheit und Preiserhöhung dieser Brennmaterialien gerechnet werden müssen. Die Hauptsache in dieser Beziehung ist al jo, daß wir keinen allzu harten Frost bekommen, bann erhalten wir Kohlen genug. Ziehen wir das Fazu aus allen diesen Meinungsäußerungen, so darf man wohl sagen, daß der kommende Winter nicht schlimmer sein wird als seine Vorgänger. Wer im Januar auf junge Gänse und frischen Gurkensalat verzichten kann, der wird wohl ohne Nahrungssorgen durch den Winter kommen. (Berl. Lok.-Anz.) Sport. Rudersport. Unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten der Rudervereine aus allen Teilen Deutschlands sand vom 15. bis 17. Oktober in Hannover der 12. ordentliche Rudertag statt. Sonntag-Morgen Uhr wurden die Verhandlungen des deutschen Rudertages durch Kommerzienrat BiEen- liein-Berlin vröfsnet. Nach Festse^ung der Präsenzliste, die die Vertretung von 8U Vereinen mit 277 Stimmen ergab, erstattete Kommerzienrat Buxenstein einen Bericht über die Tätigkeit des Verbandes ,wobei er daraus hinwies, daß der Verband in den verstossenen zwei Jahren um 1651 Personen gewachsen fei. An Verbandsrcgatten nm eben abgchalten im Jahre 1903 17; im Jahre 1904 dagegen 22. Ter Kassenbericht, bei gedruckt vorlag, ergab einen Bestand von 11000 Mk. Bei den nun folgenden rtoanderungsanlrägen über das Grundgeseß, die allgemeine Wett- fahrbestimmungcn und die Geschäftsordnung, kam es zu lebhaften Trbatteu. Als Ort für den nächsten Rudertag wurde Köln bestimmt. Tie Neuwahl des Ausschusses wurde per Akklamation vo-rgenommen. Wiedergewählt wurden: Kommerzienrat Büxen- stein-Berlin, Morih-Berckn, Geist-Berlin, Binder-Hamburg, Co- riiwt-Tanzig, Kirch-Gießen, Ladenburg-Frankfnrt, Lucders- Nkünchen, Rau-Maiaz. Sck-umacher-Manuheim und Tr. Stracb Hamburg. Abends 8:/s Uhr hatten die Verhandlungen ihr Ende erreicht. (H. Tgbl.) Kinivelstiäts-Ziachrtchlen. — Ter ordentliche Professor der klassisck-cn Philologie an der Bonner Universität, Geh.-Negierungörat Tr. theol. et Phil. Hermann Usener feiert am 23. Okt. seinen 70. Geburtstag. Er in zu We.lbarg geboten. — Tie von der Akademie der Wissen- chaften zu Berlm vollzogenen Weihten 1. des oiMntlicl-en Pro- essorS an der Universität Königsberg i. Pr., Tr. Struve, 2. dos vortragenden Rates im NUnisterium der öffentlichen Arbeiten, Geh. Oberbaurats Tr. Z i m m e r m a n n , 3. des Tirekrors des Material-Prusu^gsamts in Groß-Lichterselde und Tozenten an der Technijschen Hochschule zu Berlin, Geh. Regterungsrats Professors Martens zu ordentlichen Mitgliedern ihrer physi- kaliisch-umthematischen Klasse stich bcnä.igt worden. — Der außerordentliche Prosefsor in der Medizinisck)cn Fakultät der Universität zu Greifswald, Tr. Westphal ist zum ordentlichen Prose/ssor zu Bonn ernannt worden. Der Saatenstaud in Preußen für Mitte Oktober Idlt sich, ipenn 2 gut, 3 mittels und 4 geistig bedeuten, wie olgt: Winterweizen ^,6, Winter-L>pelz 2,1, Winter-Roggen 2,/, lunger idec 3,6, Luzerne 3,1. Tie entsprechenden Zistern des Voriahres kvar.n: 2,6, 2,1, 2,5, 2,3 und 2,5. In den Bemerkungen der Statistischen Korrespondenz heißt es: Für Wiliter- saaren ist der sehttlw-st geiv-unsa/te Regen im verslossemn Berichls- inonat — Mitte Septemder bis bubui Oktober — überall ein- getrosten. Lcch.r ist ^lewizcitig ein _betuiurtlid)er Rüclgaug der Temperatur einfl-etreten. <>nt Gegensa^ zu den kalten ''Machten habe bie daraus folge no^ 5 agcstempcratur gcaanden, ivelche dem Wack-stum iioti) vea-t joib.r*iu> geweseil ist. Mst dem Ai.s.iehmen der Karst)f,eln in mau i^gen der umfangreichen Bcnellungs- ardcit^ti itamentlich aus gun^rdi Best düngen noch lange uimi fertig. Ihr Ertrag hat sich vielfach als besser heransgestellt, als man vorher annchmen durfte. Tie roten Sorten sollen lohnender sein, als die ioeißen. Immerhin werde nick>t annähernd eine Mittelernte zu erwarten sein. Tie wegen Trockenheit verzögerte Herbstbestellung sei in letzter Zeck, mck Einsetzung aller Kräfte vorgrnommen worden, habe aber im Berichtsmonat nick>t mehr bewältigt werden können. Von tierischen S-ck^dtingen machten sich überall fl/Uufe wieder bemerkbar. Soweit Berick-te vorliegen, seien die jungen Saaten, mit verhältnismäßig n^nigen Ausnahmen, von guter Beschafsenheit und ließen eine kräftige Bv- stockung erwarten, wenn vor Eintritt des Winters nur nocy kurze Zeck günstige Witterung herrsche. ...... >. I I rrn.i1 ■ .....———W—■——■— K-indct und Mlkeyr. Wolkswirr schuft. Essen, 21. Okt. Tie Firma Franz HanielS Erben steht im Begriff, die vor Jahren stellgelegten Ruhrzechen zu erwerben und hat sie teilweqe schon in ihren Besitz gebracht, um sie wieder betriebsicihig zu machen. Von der Zeche ^tßeiualt* in lleberrul)r wird dies als ganz bestimmt versichert. Größere Grund- antäufe rverden mit bem Gerücht in Verbindilng gebracht. Aachen, 21. Okt. Ter Aachener HüUen-Aktien-Verein Note Erde hat an die Sociöte Miui6r6 et Mett&llurgique de Monteo St. Viacre 43 Ha. in Lothringeli gelegener Erz-Ltorizestionen für 2 Millionen Mt. verkauft. Tie in Frage kommenden Felder sind noch nicht ausgeinuiet, liegen aber inmitten von ausgebeuteten Konzesiioneri. He rne, 21. Okt. kW. B.) Ter Bruttoüderschuß der Berg- werksgefellsck-aft Hibernia betrug im September 1904 883 185 Mark, gegen 816 540 Mk. im VH^nonat, 887 275 im Sept. 1903. Märkte. Gießen, 22. Okt. Marktberichi. Aus heutigem Wockenmarkt kosteten: Buller pr. Pid. 1.00—1.10 wtk., Hühnereier 1 St. 7—8 Vfg. 2 Stck. 15—00 Pfg., 6>änfeeicc 00—00 Pfa., Eiiter»eier 7—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pig. Erbsen pr.Liier 21Psg., ß.njen pr. Liter 32 Pfg., Taubeiipr.Paar0,80- 0,90 illf., Hühnerpr.St. 1,00—1,60 Btt., Hähne pr. Stuck 0,60—1,20 Pik., Einen pr. Stück 1,80—2,20 Wit, Gänse pr. Pw. 58—60 Psg., Lchiensleifch pr. Psund 00—60 Pfg., Kuh- u»»d Rindfleisch pr. Piiuid 62—68 Psg^ Schiveine- fleijcl) pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—74 Pfg., Hanunelfleisch pr. Pfurib 50—74 Pjg. Kartosi'eln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 iDU., Weißkraut pw Stück 10—15 Pig., per Zenliier 8.U0—4.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentiier 8,00—1^,00 ’JJit., Niilch per Liier 18 Pfg.. Aepsel per Zentner 4 bis 7 Mk., in Körben 00—00 Pig. Rüste 100 St. 20 — 25 Pfg. Zwetschen per Zeruner 3.00 - 4.00 Mk. Birnen per Zentrier 6 bä — Mt. Marktzett 8—2 Uhr. § ® ehern, 19 O.kc. Gestern und^heute fand unser sogen. Oktober markt statt. Ter gestrige Schweinemarkt war außerordentlich gut befahren, besonders mit Ferkeln, jedoch war der Handel schleppend uno die Preise sehr gedrückt. Biele Schweine- verkäuser zogen unverrichteter Seche heim oder gaben ihre Ware am Ende des Marktes für einen Spottpreis ab. Ferkel, 8—10 Wachen alt, kosteten pro Paar im TurckFchnitt 16—18 Mk., solche 12—14 Wochen alt 2a—32 Mk., Einleger vom Frühjahr v0-—70 Mark pro Paar, feite Schveine 41—42 Pfg. pro Psd. Lebend- geiricht. — Ter heutige Krämermarkt ivar nur unbedeutend. Anfangs T-czember findet der sogen. „Nickelsmarlt" statt. t Ortenberg, 19. Okt. Vom 30. Oktober bisi 3. Nov. ftndct unser weithin bekannter „Kalte Markt" statt. Am 8L Oktober und 1. November ist Pferde- und Fohlenmarkt, am 1. November Rindvieh- und Schrveineuiarkl, am 1., 2., unb 8. Noveniber Krämerinarkt. Krvtllcrbtwcguog. München, 21. Okt. Wie die Abendblätter melden, beabsichtigt die Ntaschlnenfabnk von Niaffei, morgen alle Arbeiter a u s z u s p e r r e n, wenn nicht bis dahin bie streikenden Tender» und Nahrnenbauer die Arbeit wieder aufnehmen. Betroffen würbe« davon 1300 Arbeiter bei Maffei und allenfalls roeuere 8000 in anderen Etablissements. eU8;«8 KU» ötu ^lnu6t6