iu kIeil9e|iity. inner 0473g ^erbeten. »»»ei- u. WCB-gp Crten .lQtlxaW tey 'nen um unter Bedingungen Geeignete Äe- Oberen, ihre 8- 1835 an Wer, Ä.'G. --'-"en. [hv* »re. q * ■« ?“ iw« j toQb*tn, ' Wohnung . 04710 9u3,in. N'lt klrit io®- •■ ;■ cü'Ähi» E Bi«»'. Og it Limiten iucht^ tpnbei ein bester« lu:2Rmbetnun : >7^tar Llaht, '-^Naubkim.__. ^ZüUem^ &**<=“"•$ ««iijniW1 ’gi üttntr 8®j* taJÄ J«w_ -LS ä#4> 15fe SüitllW —iS5®* I»eu ges. (04739 ii, Alocksn. IL b arbeit« bi> handlanger n:en bei (6771 t Schneider ti-nzc veiter tarier, Unter (beim. 6973 Nr. 196 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener §amilienb!ätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der «»hessische Landwirt erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl Ich« Universttätsdruckerei. R. Lange, Greß«. Redaktion,Expedition «.Druckerei: Schulstr.t. ^eU Nr. 6L Telegr^Adr. 1 Anzeiger Gieß«. Zweites Matr. 164. Jahrgang Montag 2Ä. August 1804 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. zerschossene Schiff und einige mit ihm eingelaufene %tro pedoboote entwaffnen und die Flaggen niederholen. Wohlweislich hüteten sich in diesem Falle die Japaner, einen ähnlichen Neutralitätsbruch zu begehen, wie in Tschifu, da er ihnen übel bekommen sein würde, weil nämlich das ganzes nach Ostasien gesandte deutsche Geschwader sich in der Buchk versammelt hatte und schürfe Wacht hielt. Das Hauptinteresse aber konzentriert sich noch immeL um das Schicksal von Port Arthur, das sich bishep tapfer gehalten hat. Nach neuester Meldung der Aelegr.-Dgentur aus Mukden erzählen aus Port Arthur Kommende, die Festung sei bis zu der am 13. Aug. erfolgten Abreise täglich von der Landseite aus beschossen worden. Einzelne Gebäude seien beschädigt und, da die Zahl der Verwundeten gegen 2000 betrage, seien viele öffentliche Gebäude zu Lazaretten eingerichtet worden. An Medikamenten und Verbandzeug sei kein Mangel; Krankheiten kamen fast gar nicht vor. Viele Verwundete verlassen sobald wie möglich die Hospitäler und kehren zur Front zurück. Am 17. August besetzten die Russen wiederum den Dapiuduscha-npaß und drängten die Japaner nach Triantschan zurück. Es ist nunmehr festgestellt worden, daß die japanischen Streitkräfte in diesem! äußersten Bezirk nicht über 2000 betragen, lieber die Lage an der übrigen Front fehlen Nachrichten. Seit vier Tagen üllt Regen, was zweifellos entscheidende Operationen auf beidert Seiten verhindert. — Nach englischen Berichten wird der Verlust der Russen in Port Arthur seit Beginn der Belagerung auf 10 00 0 Tote und Verwundete geschaßt. General Stösiel erließ nach der Verweigerung der Uebergabe einen Aufruf, worin er seine Truppen ermahnt, dem Feinde tapferen Widerstand zu leisten oder kämpfend zu sterben. Der Zar richtete an General Stösse! nehmen ist. Alle anderen Einladungen zunt nächsten inter- nationa len So zialisten kon greß wurden zurückgezogen, als die Deutschen mit einer Einladung nach Stuttgart hervortraten. Unter großem Jubel beschloß man, 1907 in Stuttgart zu tagen. , Auf dem Kriegsschauplatz in Ostasien schrecken die Japaner von Erfolgen zu Erfolgen. Der neueste, der wieder einen Markstein rn der Geschichte des weltbewegenden Völkerringens bezeichnet, ist der unschädlich gemachte Ausbruch der Port Arthur-Flotte. Der Zweck desselben war wohl der, sich mit dem Wladrwostok-Ge-, 'chwader zu vereinigen, um gemeinsam mit diesem den Kampf gegen die Japaner aufzunehmen. Zwar gelang es zunächst den Russen, durch ein Scheinmanover die Rechen der feindlichen Schiffe zu durchbrechen und zu entfliehen, doch wurden sie bald eingeholt und in dem nun entstehenden stundenlange^ Kampfe geschlagen und zersprengt. Die zum Teil kampfunfähig gemachten russischen Schrsse entflohen nach allen Richtungen, einige besonders stark beschädigte mußten neutrale Häfen -mlaufcn. So der Torpedoboots- zerstörer „Retschltelnv" Tsclnfu, „Askold" Sbanghai und der aus dem Anfang des Krieges bekannte „Zessarcwitsch. den deutschen Hafen Tsingtau. Von diesen wurde der armierte „Retschitelny" in der nächsten Nacht nach ferner Ankunft von einem japanischen Kriegsschiff trotz des Protestes der rrissischen Besatzung und der chrncst,chen Beborden tu Besitz genommen und aus dem Weit geschlevpt, angeblich weil er unrechtmnßigcrtveise Kohlen an Bord genommen hätte, in Wahrheit aber wohl nur, um drc rn- zwischen brennend gewordene Frage ber ReutraT11 a t Ehinas anzuschneiden. Nach neuester Petersburger Meld ung verlangt der russische Konsul rn Peking nrcht die Zurück- gäbe des iRetschrtelny", sondern emc genaue Mitteilung darüber, welche Mastrrgeln China ergreifen wurde um bre Mckgabe des „Retschrtelnv" Bet den Japanern durchsetzen. Japan stellte seinerseits an China die Forderung, daß die Reparatur des „Askold" und des ,Mosowot" nur an den unteren Masserteilen vorgeuommen werden und daß beide Kriegsschiffe spätestens 48 Stunden nach Empfang der Note aus Wustmg in bas offene Meer auslaufcn, widrigenfalls sie zu desarmieren wären. Mehr dem geltenden Völkerrecht angemessen gestaltet sich das Schicksal des „Zefiarewitsch". Sonne die übliche Kst von-L Stunden verstrichen war ließ der dwnvernenr von Kiautschou, Kapitän z. S. Truppel, das arg ungen zeigt sich eine auffallende Mattigkeit. Die Zahl der Feierschichten im Bergbau nimmt von Tag zu Tag mehr zu, ebenso läßt der Betrieb der Stahlwerke im westlichen Deutschland fortwährend nach. Am meisten leiden unter der trockenen Witterung naturgemäß gewerbliche Anlagen, die sehr vom Wasser abhängig sind, wie Mühlen, Papierfabriken und Webereien. Am unangenehmsten ist, daß durch den überall eingetretenen niedrigen Wasserstand der Flüsse die Binnenschiffahrt entweder sehr eingeschränkt oder auch ganz eingestellt werden mußte. Infolgedessen müssen Rohmaterialien und Waren durch die Eisenbahn befördert werden, deren hohe Frachtsätze bert Transport ganz bedeutend verteuern. Der Schaden, der hieraus der deut- ten der Truppenschau bei. . . - ~ n An bet Spitze der Fahneukompagme und der Stan varten-Eskadron rückten der Kaiser und der ^oßherzog Ä “ w "Ä ritt der Großherzig, zur Linken der neral v. Eichhorn. Der Weg ging zum Großh. Paiars. ^om Publikum wurde der Kaiser stürmisch begrüßt und er dankte nacb allen Seiten. .. —. oer internationale Sozialistenkongreß in Amsterdam. beschäftigte sich mit der Frage der politische» TaktN Dke> Kommission hatte beschlossen, die Dresdener Resolution i» einer Fassung zur Annahme zu empfehlen, die u. a. besagt: „Der Kongreß verurteilt aufs Entschiedenste die revwmstv» schen Versuche, welche bezwecken, ein erprobtes und siegreiches!' Verfahren, das feine Grundlage im Klassenkampf finbet um- zuändern und die Errungenschaft der politischen Macht, die mit Gewalt gegen die Bourgeoisie vorgeht, durch eine Zugeständnis' Politik nach ausgestellten Regeln zu ersetzen. Die Folge eineS solchen revisionistischen Verfahrens wäre somit nichts anderes, als aus einer Partei, die den Zweck verfolgt, die bürgerliche Gesellsckiaft auf dem schnellsten Wege iu eine sozialistische Gesellschaft umzuwandeln — aus einer revolutionären Part« also im wahren Sinne des Wortes — eine Partei zu bilden, die sich damit zufrieden geben würde, die bürgerliche Gesellschaft einer Verbesserung zu mrterziehen. Darum muß der Kongreß, nachdem er entgegen den bestehenden revifwnifti- schen Auffassungen, welche die Klassengegensätze,, statt zu vev» ringern, nur noch vergrößern, erklären: daß die Sozialdemokratie keim Betelligung an der Regierung in der bürgerlichen Gesellschaft erstreben würde. Der Kongreß verurteilt des weiteren feden Versuch, der gemacht wird, um den stets zunehmenden Klassengegensatz zu bemänteln, in der Absicht, einen Ausgleich mit den bürgerlichen Parteien zu erleichtern." Di^e Resolution wurde angenommen, ein vermittelnder Sc* schluß dagegen, von Vandervelde-Brüssel und Adler-Wien beantragt, mit 21 gegen 21 Stimmen abgelehnt. In der Diskussum wurde der revisionistische Standpimkt insbesondere von JaureS, der radikale von Bebel vertreten. Jaures sagte n. a.: „Was auf deut Sozialismus laste, das sei nicht die Koni-» promisselei, sondern die Ohnmacht der de ntschen Sozialdemokratie. Gewiß, die deussche Sozialdemokratie habe eine starke Organisation, aber trotzdem sei sie zur Ohu» macht verdammt. Am Tage nach den Wahlen, bei denen sie über drei Millionen Stimmen erzielten, sei die politische dm* macht so recht hervorgetreten. Die deutsche Sozialdemokratie sei noch nicht einmal in der Lage, den internattvnalen Kongreß in Berlin abzuhalten. In dem roten Königreich Sachsen, auf das die deutsche Sozialdemokratie so sehr stolz sei, habe sich die Sozialdemokratie das allgemeine Wahlrecht nehmen lassen, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Das allgemeine Wahlrecht habe das deutsche Proletariat sich nickt auf der Barrikade erkämpft, sondern von der Regier«jE geschenkt. halten. Was man aber geschenkt erhalte, lasse man sich leimt wieder nehmen." Bvbel antwortete mit scharfen Angriffen gegen Milleranvs Ministertätigkeit und fügte hinzu: . „Auch wir in Deutschland unterstützen alles, was nur für gut halten, gleichviel ob es von der Regierung oder einer bürgerlichen Partei kommt. Mer unsere Verbindung ist mrr für einen Augenblick. Wir lassen weder die Regierung noch dre bürgerlichen Parteien im Zweifel, daß wir ein dauerndes VnnontS mit niemand schließen können, da es eine Versobnung zwo wen Bürgertum und Proletariat nicht geben kann. In der letzten Sitzung des Sozialistcnkongrcsses stnd noch eine interessmcke Diskussion itoer Zuwanderung und Mswunver- inrg statt. Die Resolution über Maifeier,Trusts iwl» stimmrecA wurden angenommen. Bebel küell zum Schluß eme» nach allen Richtungen versöhnliä'- -Mv Dolilische WachenschM. Die so ungewöhnlich lange anhaltende Trockenheit Wird volkswirtschaftlicher Beziehung vielleicht noch von schwerwiegenden Folgen sein. Allerdings sind die ^andlcute rn unserer Gegetrd zurzeit mit dem Ergebnis der Er nte im allgemeinen zufrieden. Dus Getreide har der Hitze eme frühe und gediegene Reife, eine ungewöhnliche Ueppigkeit und eineit großnr .WrnerveichtE yt verdanken, unb es ist trocktzn eingebracht worideit. D^e Kartoffelernte läßt allerdings manches zu tvünschen übrig, und mit der Herbstbestellung sieht es zurzeit noch bedenklich aus, vorläufig hat auch das Vieh noch vollauf genügend Futter Wenn man also mit unseren Bauern spricht, >o hört man heute, troh aller ihrer Sehnsucht rea chReaeu, noch keine K l a g e n. Aber aus ganz anderer Tonart klmgt eS von Ost- elbien her, und auch in den gewerblichen Beschafttg- Z)er Kaiser in Mainz. 1 (Orig.-Tel. des „Gieß. Anz.^ —o— Mainz, 22. August. S. K. H. der Großherzog traf gestern nachmittug 4 Uhr per Automobil von Bayreuth im Sportanzug hier ein und wurde auf dem Deutschhausplah beim Eingang zum Palais von dem zahlreich anwesenden Publikum lebhaft begrüßt. Im Großh. Palais waren kurz vorher eingetroffen das Gefolge des Großherzogjs: Oberhofmarschall v. Westerweller, Generalmajor v. Wachter, Oberstallmeister v. Riedesel und Hauptmann Schäffer. Abends 6i/2 Uhr begab sich S. K H. per Wagen in Begleitung des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner nach dem Rheinufer, wo das Salorrboot der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft „Barbarossa", das festlich geschmückt war, zu einer Rheinfahrt bestiegen wurde. An der Fahrt nahmen außer dem Oberbürgermeister der Bürgermeister Dr. Göttel- mann, Beigeordneter Kommerzienrat Haffner und die Stadtverordneten M. M. Mayer, Garster, Hirsch- sowie Herr Heinrich Gaßner nebst Damen teil. S. K. H. der Großherzog trug einen schmucken Sportanzug und eine Automobilmütze. Die Fahrt, an der auch das Großh. Gefolge teilnahm, ging rheinabwärts nach Eltville, auf der Rückfahrt wurde auf dem Schisse soupiert. Festschmuck der Stadt. Viel ist in der kurzen zu Gebote stehenden Zeit geschehen. Beim Hereinreiten in die innere Stadt bot sich dem Kai se r, als er die Bahnüberführung in der Bingerstraße passiert hatte, ein reizender Anblick auf dem Alieeplatz. Dieser, als eigentlicher Empfangsplatz gedacht, ist mit ringsum von in Gruppen zusammen gestellten Flaggenmasten umgeben und letztere sind mit Reichsbannern, Guirlanden, Pflanzen usw. geziert. Besonders ist der Hintergrund mit einer hohen Pflanzen- und Teppichwand hübsch dekoriert. Bauinspektor Gelius und Gartenbaudirektor Schröder haben ihre Ausgabe vorzüglich gelöst. Den wirksamen Anschluß an die Dekorationen des Mceplatzes bieten die Bingerstraße und Große Bleiche, die zu einer Via triumphalis verwandelt sind. Der Deutschhausplatz (Eingang zum Großh. Palais) zeigt hübschen Pflarchenaufbau der Stadt- gärtnerer, ringsum reichen Flaggen- und Guirlandenschmuck. Ein riesiger Menschssnstrom, besonders viele Fremde, durchwogte gestern die geschmückten Straßen. Det Zuzug von Fremden ist enorm. Aukunst de8 KasserS. Der kaiserliche Hofzug durchfuhr nach 8 Uhr vornt. die alte Eisenbahnbrücke, wobei der Kaiser durch 33 Sälutschujse einer Batterie des Feldarttllerieregiments Nr. 27 vom Fort Weisenau begrüßt wurde. Der Großherzog empfing dort den Kaiser. Zum offtziellen Empfange waren auch der kommandierende General der Infanterie v. Eichhorn und der Gouverneur v. Voigt mit dem Gouvernements stabe erschienen. Als der Kaiser ausgestiegen war, erfolgte zunächst eine herzliche Begrüßung mit dem Großhe^og, darauf Empfang durch den Gouverneur. .In gestrecktem Galopp sprengte hierauf der Kaiser mit seiner glänzenden Suite nach dem Paradefeld, dem großen Sande. Die Truppenschau. Nach der Begrüßung der Truppen wurde zunächst vom Kaiser ein Exerzieren des 24. Dragoner-Regiments vor- aenommen, das vorzüglich verlref. Hierauf folgte das F e u e r g e f e ch t der Truppen. Auf der einen Sette standen die Regimenter Nr. 80 und 81 und zwei Abteilungen des 63 Artillerie-Regts. und eine Schwadron der 13er Husaren, auf der anderen Seite das Jnf.-Regt. Nr. 88, eine Batterie der 37er und drei Schwadronen Husaren. Während der Gefech-tskrittk fand 'die Aufstellung zum Parademarsch statt, der vom Kaiser abgenommen wurde. Der Kaiser trug d re Uniform des Greß en er 116 Regiments, der Grotzherzog die seines Lerb-Regtments Nr. 115. Der erste Vorübermarsch dauerte 5A Stunden. Der Großherzog firhrte dann sein Regiment Nr. 115 dem Kaiser vor, dieser dem Großherzog fern Regiment Nr. 116. Der Aufmarsch der Truppen zum zweiten Vorbeimarsch vollzog sich ebenfalls rm Paradeschrrtt. Die Truppen marschierten hierauf beschleunrgst zur Spalicrbildung und gadcn ihrrFeldKerchrncm die Fahnen- komvaanic (Nr. 116) und ent die Standarteneskadron (13er Husaren) ab. Diese rückten bis ^nr Husarenkaserite an der Mombacher Straße und erwarteten dort den Kaiser. Die Prinzessin Friedrich Karl v o «H ien und die Kronprinzessin von Griechenland wohn- scheu Industrie erwächst, ist erheblicher, als man vielfach anzunehmen geneigt ist und wirkt in so stärkerem Maße, je länger die Trockenheit andauert. Eine Herabsetzung der Gütertarife auf den Eisenbahnen ist von Herrn v. Budde seltsamerweise nicht zu erlangen gewesen. Die ganze Höhe des Schadens wird sich erst später übersehen lassen. Der langerwartete Hauptschlag gegen die bei Wate r- berg eingeschlossenen Herero bau den ist endlich erfolgt. In einem heißen Treffen, das 5 Offizieren und 19 Mann das Leben kostete und 5 Offiziere und 52 Mannschaften als Verwundete aufwies, wurden die Aufständischen unter der Führung des Generalleutnants v. Trotha geschlagen, wobei viel Vieh erbeutet wurde. Das letztere ist als wesentlich, da die Viehherden, die die Hereros mit sich führen, die Haupt- guelle ihrer Ernährung bilden. Falsch aber würde es sein, wenn man annehmen würde, daß jetzt der Feldzug in ab- 'ehbarer Zeit zu Ende sein würde. Im Gegenteil werden die Schwierigkeiten erst jetzt beginnen. Dazu gehören vor allem: die unablässige Verfolgung des Feindes und der aufreibende Guerillakrieg mit seinen vielfachen Wechselfällen. Es ist keine Kleinigkeit, einem listtgen, rachsüchtigen und zum äußersten getriebenen Feind in seine zahlreichen Schlupflöcher zu folgen. Die Opfer an Menschenleben, die gebracht werden müssen, werden in keinem Verhältnis zu den erreichten Erfolgen stehen. — Der Dampfer „Silvia" hat mit 800 Mann und 200 Pferden für Südwestafrika am Samstag den Hamburger Hafen verlassen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." nimmt zu abfälligen Preßäußerungen, daß die Verlustliste der in den Gefechten in Südwestafrika gefallenen und verwundeten Nnterossizieue und Mannschaften nicht gleichzeittg mit den Namen der Offiziere bekanntgegeben worden seien, Stellung und erklärt, daß die Auf- rellung der Mannschastsverlustlisten viel mehr Zett in An- pintch nehme, als dies bei Feststellung der Namen der Offiziere der Fall sei. Der Kommandant der südwestafrikanischen Schutztruppe sei am 18. August zur telegraphischen Einsendung der Verlustliste angewiesen worden. In Amsterdam ist der 6. Internationale So- zialistenkongreß zusammengetreten, auf dem die „®e- noffen" aller Kulturstaaten der Erde über die zukünftige Beglückrmg des Menfchengeschlechts durch den Soziallsmus in Erwägungen ein getreten sind. Einig sind die Genossen nur im Kampf gegen die bestehende bürgerliche Gesellschaft, mit dem „wie" hapert es dagegen. Das alte Wort: viel Köpfe, viel Sinne, gilt hier noch in verstärktem Maße, da die Schwierigkeiten der Sprache, die Ei genartig leiten der verschiedenen Nattonalitäteu. und die Unterschiede der einzelnen Individualitäten hinznkommen. Schon die wichttge Frage der Parteilakttk rief scharfe Redekämvfe hervor, noch mehr aber die Chimäre des Generalstreik, wobei die Geister besonders heftig aufeinander platzten. Die posittven Ergebnisse werden schließlich wahrscheinlich 'höchst bescheiden ein. Das ganze ist eine Demonstratton gegen die herr- 'chende Gesellschaftsordnung, die wahrllch nicht tragisch zu Aus Stad! '«rd Land. Gießen, den 22. dkngusi 7904. - Mikitärnachrichten. M-rnewe-t. Major T. und BczirkSoffizicr beim Sandwodr.Vcztrk ®trßcn, mürbe •um Landwrdr BrprI Grbach (Meldeamt -cvpenbeim), von RoqueS, Hauptmann 3. D und Bezirk«afftzier denn Sand- wehr.Bezirk Gießen (Meldeamt AlSscld), zmn Haupt« 'olgendes Telegramm: „In meinem und ganz Rußlands Namen beauftrage ich Sie, die Garnisonstruppen, Seeleute und Einwohner von Pott Arthur zu den Erfolgen in den Kämpfen vom 26., £7. und 28. Juli zu beglückwünschen. Ich bin fest überzeugt von ihrer vollen Bereitschaft, den Kriegsruhm unserer Waffen dutth unbegrenzte Tapferkeit au fre chtzu erhalten, und spreche allen meinen heißen Dank aus. Der Allerhöchste segne ihren aufopfernder Heldenmut mrd behüte die Feste Port Arthnv vor den Anschlägen des Feindes. .Nikolaus/^ , _ Wie ein Privattelegramm meldet, soll ein vom Kapttan^ Togo, nicht vom Admiral gleichen Namens konnnandierteK japanische s Kriegsschiff bei Port Arthur ae^ unken sein, angeblich während eines furchtbaren «ächt- 'ichen Bombardements. Amversttals-Nachnchten. morben. tzlsenbahn-ZUtung. des Vorjahres. Stimmen, gewählt. Lauterbach, 20. Aug. Gegenüber in der letzten Zeit hier kursierenden Gerüchten kann versichert werden, daß eine größere Typhusgefahr für Lauterbach nicht oor- 4iegt. Infolge der großen Hitze waren die sonst hier wenig vorkommenden Tarmkatarrhe und Brechdurchfälle bei Kindern und auch bei Erwachsenen zahlreich aufgetreten und gaben Anlaß zu dem Gerücht von einer Typhusepidemie. Aerztlicher» jeits sind nur 2 Typhusfälle bekannt. Bei unseren guten Trmkwasicrverhältnisien ist aber eine Weiterverbreitung nicht zu befürchten. — Der Bürgermeistereigehülfe und Kreiskasien- rechner Johannes MöllerX^ wurde zum Beigeordneten Gießen, 22. August. Anerkennungsschreiben vorzüglicher Lieferungen aus allen Kreisen wurden an dieser Stelle ton der Möbelfabrik und Lager Th. Brück, Giessen, heke Schlossgasse—Kanzleiberg zur Veröffentlichung gebracht. Diese sowohl wie eine weitere Serie noch nicht verbreiteter Referenzen stehen Jedermann gratis und franko nebst einigen photographischen Aufnahmen der besteingerichteten b abrik- und Verkaufsräume zur Disposition und dürfte es sich empfehlen, vor Ankauf von Möbeln, Beiten, 'le p pi c h e n, Vorhängen etc. sich zu wenden an das 1858 gegründete Möbel fabrikations- und Ausstatt ungs- Geschäft Th. ^TÜch, Giessen, Ecke Schlossgasse— Kanzleiberg—brand platz. — 10 Schaufenster. — 100 Zimmereinrichtungen. — Lieferung franko jeder Bahnstation. Telefon 373. — Höchste Auszeichnung Uberhessi^che Gewerbe-Ausstellung. 0 /, Vermochte». • Insbruck, 20. Aug. Bon den Münchener Touristen, welche eine Partie auf den Steinberg und die Erfurter Hütte unternommen hatten und seil Montag vermißt werden, hat man immer noch keine -t- Friedberg, 18. Aug. Heute fand im Hotel Trapp unter dem Vorsitze des zweiten Präsidenten, Kreisrat Tr. Wal lau aus Lauterbach, eine Sitzung des Ausschusses des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen statt. Als Vertreter der Regierung wohnte ihr Ober- Reglerungsrat Hölzinger, des Hessischen Landwirtschaftsrates Generalsekretär Oekonornierat Tr. Müller bei. Nach Ausnahme einer Anzahl neuer Mitglieder wurde zunächst über die Frage: „Tie Abhaltung von Zuchtviehmärkten in der Provinz Oberhessen" verhandelt. Es wurde be- schlosien, die etwa jetzt in 10 Landstädten bestehenden, sog. Prämienmärkte, in ihrer jetzigen Form jortbestehen zu lassen, gleichzeitig aber einen Zentralzuchtviehmarkt m einem noch näher zu bezeichneten Orte zu errichten und das Präsidium zu beauftragen, hierzu die Vorarbeiten zu machen. Lieser Markt soll nicht nur den lokalen Bedürfnissen dienen, sondern es soll erstrebt werden, ihm eine weitere Bedeutung zu beschaffen. Weiterhin beschloß der Aiisschuß, sich an dec im nächslen Jahre in Mainz abzuhaltenden Landesausstellung zu beteiligen, wenn das Großh. Ministerium geneigt, daß die (rsorderlichen Drittel später verrechnet werden dürfen Wird diese Genehmigung versagt, so soll der LondwirtschastSrat ersucht werden, die Landesausstellung um 1 Jahr zu verschieben. Für den Landwirlschastsrat wurden zur Deckung emer Anzahl gemem- n . z. B. Belehrung in Rechtsfragen, Unttchaltunq der Pi.snotierung, Unterhaltung der Bolumen,- fchreibt u. a. hierüber: „ . r _ „St ;ön ülii Samstag nachmittag ab kamen die Zuge aus betn Cfielt auf d.m dauplb.chnhoi mit marktgcn brcttfchultngm Ge- stallen, betten man auch ohne Vercmsabzeichen den alten Gar-1 bii en ohne we.tcr. s anß.h, an. ^er Bcgcu»zungskommers, sotvie I das eigentlill)e Weihest sanden auf per herrlichen fänittigen Esplanade statt. Eine sehr liebenswürdige ^dee war cö, das; ieoem d.r ca. 15 Teilnehmer als ^estab-eichen ein kleiner rei-! zender Gardestern an die Brust gestellt wurde. )!ach Ankunft üco Ze,.zugs gruppierten sich alte tf al/ncn urn den au) oem b.c Ehr ngäne, worunter die er^en Vertreter von Militär- Zivltbcyöroen -- so der kommandierende General uom L; Armeekorps — u. a. bereits anwesend waren, ^e Zeitnehmer stellten sich in vielen Reihen dahinter auf. Ter Werhe- akt ia.b d.e Üeverrei^ung der <>eschen»e (62 ^ahnennn^el ÜbJ ianb eine iso olle Fortsetzung m ernem Xtorbtimarftv befördert. ... ** Ein Hesse als Lord Mayor üoii e peffulb. Wie wir einer englischen Zeitung entnehmen, ist Herr Jofcs Jonas, 1845 in Bingen geboren, der vor etwa 40 Jahren nach England auswanderte, von der städtischen Korporation Shefsield einstimmig für das nächste Jahr zum Lord Mayor von Shefsield gewählt worden. Es ist dieses die höchste Ehrenstelle, die ein Bürger erreichen kann. In ganz England giebt es überhaupt nur sechs Lord Mayors. Ionas iH Bor- sitzender der Finanzkommission der Stadt Shefsield, Mitglied des Rates der Handelskammer, Diitglied des RateS der Lbef- fielder Universität und der technischen Hochschule usw.^ Seit vielen Jahren ist Ionas kaiserlich deutscher Konsuls Ferner ist Ionas Slahlfabrikant und Gründer der^Firma JonaS u. Colver, ein Werk allerersten Rufes in der Stahlwclt. ^Er iu außerdem Mitinhaber mehrerer anderer Fabriken der Stahlbranche, sowohl in Sheffield wie auf dem Kontinent. Ionas ist anscheinend entschloffen, daß Deutschtum in seiner ^anulte mchl untergehen zu lassen, denn seine vier Söhne hat er in Deutschland erziehen lassen. . ♦* Ein Wahnwitziger. Ein gewisser Tobias Deiß in Worms fordert in einem uns zugegangenen Rund- schreiben, dcffen Drucker gesetzlicher Bestimmung zuwider nicht genannt ist, daß die hessische Regierung unverzüglich av- danke! Er erhebt allerlei tolle Anklagen gegen^em paar höhere Beamte, Gesellschaften und Behörden. Der 2)lann scheint irrsinnig zu sein. (?) Bersrod, 20. Aug. Bei der heute stattgehabten Erganzungs-Gemeinderatswahl wurde der seitherige Gemeinderat, Philipp Zimmer I., nut 43 Stimmen, PH. Hof- wann L, mit 34 Stimmen und Johs. Becker L, mit 31 Spur gesunden. f ... * N izza, 21. Aug. Aus der hiesigen Kathedrale ist wahrend der vergangenen Nacht ein silberner Schrein mit Reliquien der hl. Rosalia gestohlen worden. • Brände. Der große Marktflecken Ma dar ui Ungarn ist grübtcute.lS niebergebrannt. 260 Wohrchäuscr und 400 Wirtschaftsgebäude sowie große Futter-Borrate sind em Raub der Flammen geworden. Drei Personen famen in den Flam men um. In Bremen an der Mosel । äscherte ein Brand sieben Häuser em. — Die chemische Fabrik der Firma Heuer in Aitssig-Schönpriesen (Böhmen) '.st bis auf das Kesielhaus, das Laboratorium und einen Teil des Magazins niebergebrannt. Große Mengen von Aether und Spiritus wurden vernichtet. Infolge von Ilugfeuer^ verbrannte ein mit Kohle beladener Kahn auf der Elbe, während ein zweiter teilweise vernichtet wiirde. Auch ein auf der anderen Seite der Elbe gelegener Waldbestand in der Nähe der Wolfsschlinge fing an mehreren Stellen Feuer, das mdesien gelöscht werden konnte, bevor es größeren schaden anrichtete. Ter durch den Brand verursachte Schaden ist durch Ber- gcherung gedeckt. Bei den Löscharbellen erlitten 12 Feuerwehrleute Brandwunden. — In Katarinenberg an der böhmisch-sächsischen Grenze zerstörte em furchtbarer Brand die lange Gasse, ebenso die Kirche und Schule am Hauptplatz. gewählt. Bad-Nauheim, 21.Aug. Unterhaltungen. J-tens- tag nachmittag und abends aui der Terrasse Konzert der Kapelle des Inf.-Rcqis. Nr. 168 aus Cfienbad). Miuwoch nachmittag und abends aui Der Terraiie Konzen der Kurkapelle. Abends Theatervorstellung i /Als ich w'.ederkam." Donnerstag: e t e r des Name nstagesSr. König l. Hoheit des G r o ß h e r z o g s, nachmittags und abends aui der Terrasse Konzert der Kapelle des Utanen-Reg. Nr. 0 aus Hanau. Bei gutem Wetter abends Feuerwerk vor der Terrasse nebü Parkbeleuchtung. Abends im Laale Tanz mit Blumeniour. Feuerwerk tvährend der Pause. ,;rettag nachmittag und abends auf der Terrasse Konzert der Kurtapelle. Abends Theatervorstellimg: „Ter Bibliothekar." ^.amstag nachnr. und abends aui der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Svends Theatervorüellung: „Nenaissance." Sonntag Konzert der Kapelle des Ini.-Reg. Kaiser ALtlhelm Nr. 116 aus Gießen. Abends un Saale Symphonie-Konzert der Kurtapelle. Der hessische Gauverbanb bet ibe reine beut* scher Stube tu c n l>ält am 1. unb 2. September seine diesmalige j^cri7)ttaijung in Worms. Am erMi ^.age ist nach- nuttags gesäxutliche Sidung und abends ^cknerpe im stad^ säten ^Piel- und Feschaus; am 2. September nachmittags em von der Stadt Worms gegebenes deutsches Fesll — Der außerordentliche chrosessor ^r Brauer zu Heidelberg ist zum außerordentlichen Professor in der medizmischen öalultät ixr Universität zu Marburg, her Pnvatdo-ent Dr. S t o e l b n e r zu Berlin, zum au^rordcntlicheu Prosessor in der Medizinischen Fakultät der Universität Valle ernannt Tie Einnahmen der vr eu gil ch-hess ischen Eisenbahn - G e m e i n s ch a f l haben sich auch für den Monat Juli günstig gestaltet. Lbwohl in diesem Monate un laufenden Iah« em Arbeitstag weniger ols im Borjahre enthalten war, ist doch ein beträllstliches Mehr gegen den Juli 1903 zu verzeichnen. Die Einnahmen betrugen im Juli 1904 aus dem Personenverkehr 50 351 000 Mark oder 3 207 000 Mk. Mehr als iw gleichen Monate des Borjal/res, aus dem Güterverkehr 82 816 000 Mk. oder 1 454 000 Mark mehr aus sonstigen Quellen 7 448 000 Mark oder 194 000 Mk. mefyr, zusammen also 140 615 000 Mk. 'ober 4 855 000 Mk. mehr als im Juli 1903 Die Gesamteinnahmen vom 1. April bis Ende Juli belaufen sich gut 519 613 000 Mark oder 19 741000 Mark mehr als im gleichen Zeiträume gemäß seinem Zwecke erheben. . r. Mainz, 21.Aug. Die Buchhalterin Else Frelwurst, die ihrem Prinzipal 41 000 Mk. auf raffinierteste Weise unterschlagen hat, erstattete nun gegen ihn Anzeige wegen ^ern- fätschung, Meineid und Verleitung zum Meineid. Den 2)r"incid soll der Denunzierte mi gleichen Prozeß geschworen haben, ui dem er sie auch angeblich, jedoch ohne Erfolg, überredet hatte, einen falschen Eid zu leisten. Sämtliche Behaiiptungen haben sich, ivic die eingehend geführte Untersuchung ergab, als völlig auS der Luft gegriffen herausgestellt, jo daß gegen die jvci- wurst jetzt auch noch das Verfahren wegen falscher .In- zeige eingeleitet worden ist. Die hebe Tarne hat übrigens ganze Seilen aus den Hauptbüchern entfernt und dafür von igr gefälschte Bogen jo geschickt^ einzusügen verstanden, datz dieser Betrug erst nach langem Suchen entdeckt worden ist. Spirlplau der «reinigten Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 23. August,, abends halb 8 Uhr: Zum ersten Male: „Leichte Eavallerie." Pieram: „Phantasien un Bremer Ratskeller/ Akiltwoch den 24. August*): letzte Opernauffuhrung im Schau pielhause: „Don Juan." Donnerstag den 2o. Uuguft aÄchchssen. Freitag ben 26. August: Wiedereröffnung des Opern- bauses : Tannhäuser." SamSlag ben 27. August. ^Gotz von Berlichingen." Sonntag den 28. August: „Öarnien. Montag den 29. August: „Rigoletto." Dienstag ben 3ü. Uugust. „Samson und Talila." An,m>g, wenn »ich! anders bemerkt, abends »»> 7 rll>r. LWWKSPrsKWW! bem Döchftkonnnandierenden »°rbe.m°lsän°rt°n. einzelne Vereine !° auch de durch besondere ansnayuisiveise brritsümltrigen L ) .vausfolaenden Montag Sclmeidigkeit ausg. zeichnet haben. Am darannoigenoen « --VW'SWME- di- umliegenden ^eäintcnt8^nhnakt, o aud) baä cm 20 M XjfchÄWWKÄÄ» S Mebrurück. Diese Tage werden den Mitgliedern vom Garde- Berein eivig im Ü5:bad tniv bleiben. _________________. Am 18. b. M. jährte sich zum 34. Lcale >r Lag der Schlacht von i^r<.p-lotte unb Lrivat. Bei bicieii 1\.- Mci.e iveiLiU) von Bcetz gelegenen Liun wurde btiannUL*) Du Iran- zosischL d.hemarm.e von der deutschen rianee unter itumo >15U* uelui 1. g.rwung.ii, sich aui Me^> z^ir.cizu^i.h.n und an ihrem ul)uiaria> von oort enpgiUig georndert. *ie)ur große beut]cl)c luurbe Leiber mit ungcüeuie.ii erlüge et|Oü,tcn; er betrug 8vlJ £ing.cre, 1J -60 Lvann und 18# t Bierde, hervorragenden Anteil an dem heilen Kampfe nahm die hessische ^.iviiiüu, m ^onderhc.t bas 0-ieocncr Rcguncnt. Die lücUiLutL.t.i.ie Gicß^iid, der itxicgcr*, octerancn>, Uca- rine* Garde- und Artillerie-Verein svlvie die yirieger-jtanicta^ icuajt, gedachten auch h:uer dieses ruhmreichen LageS. Am geungen Sonntag, vormittags 9 Uhr, veriammeltcn sich bic Bereute im Tö.ven zum gemcinsamitli^n Kirchgang. Pfarrer Euler hielt in ixr Lirchc eine von ebclnau j^iriüiinDen Geiste ve- llugdte, tief getzattvolle Predigt. Ter der Predigt war: 5 ALos. 4, 9, das Thema: 1) Gedenke, .deutsches Bott, an das, was Dein Gott Gro^s an ~ir getan! 2) Gedenke, .beutfcbes Boll, an das, ivas ein Volk stark macht unb grog. ^er Geistlich« sprach Über die guv-.lligin rii.geiqu.cn Ereignisse von 18 <0 unb ben Tag von Gravelotte, nicht ohne auch der kriegerischen Girren in Teutsä^vestasriia unb Miaiitn ju gebcnLn. Tic ergrauten Krieger und Beteranen von 18.0/H tauschten voll Heller 'Begeisterung und in tieiec Ergrinenyeit den fu>onen iöortcn des Pfarrers, Lanz versunken ui Die Erinnerung an jene reichserneucriide gioue Zeit. Der emdruasvollcn Predigt folgte der ungemein inuimungsvolle Gesangs^Bortrag eines von Lehrer Habicht geleiteten Mrndä-enchors. Bon der Kira-e zogen die Vereine nach dem Friedhof. Tort ipiclte zu-11 nächst t>;e Feuerwehriapelle einen Ehoral und bann hiell Bfarrer I Dr. Naumann eine zu Herzen gehende Gedäcl-tnisrebe. Ter V Bezirksvorsivende des Hassia-Berbandes, Herr Bruchhauser, legte unter kurzen Sorten einen reranz nieder, gennbmet dem Andenken der Kameraden, die vor 34 Jahren für unser Vaterland I geswrben und isier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, sonne auch dem der „Kameraden Frankreicl^S", die ihrem Vaterlandc I bis zum Tode treu, hier unter unseren Kameraden, fern von ihrer Heimat, ri?*)in. Mit dem von der Lapellc vorgetragenen Choral „Wie sie sanft ruhen" endete die schöne und würdige Fcter aus dem oriedhofe. Mit Musik zogen dann die Vereine nach dem Kricgerdenkmall .Hier hielt Herr Bruch Häuser eine kurze Vln- foraccc. „Wir haben uns", so ungcsähr führte er aus, „um das Kriegerdenkmal versammelt, das unsere Aachiommen für sie fernsten Zetten an die denkwürdigen ^age von 18,0/71 erinnern soll. Vergessen wir nicht, was die deutsche Armee, unter der heldenmütigen Führung unseres ^ochseligen Kaisers Wil- l-elm und iemer Paladine auf den SÄ«.achtfeldern ertampll hat, ein einiges Deutsches Vaterlands Lassen ^ic uns unserer Kante-1 roden gedenken, die auf den Sa/lachtfeldern den Heldentod ge-1 sunden l^abcn, der Kameraden, bic an ihren Wunden und Krattr-i Hellen furS Vaterland gestorben sind. Auö) berjemgen Käme-1 raben wollen wir nicht vergesien, jxc im ^ause der ö-1 Jahre I zur großen Armee abberufen soorden sind." Herr Bruchyaufer I gedachte bann des vorgestern Plötzlich in Karlsbad seinen beiden erlegenen slameradcn Pfitzner, der ein Muster deutscher Ka- merÄschaft war, der mit immer^ offener Hand notleidende Kameraden unterstützte und stets einen vorbildlichen treuen Opfersinn gezeigt hat, dem es nun aber leider mayt vergönnt ist, von Gießener Bürgern, unter denen er mit ganzem Herzen gelebt und gewirkt hat, zu Grabe geleitet zu werden. Er wird heute (Montag) in Karlsbad, wo er Linderung von fernen Leiden zu tmben hoffte und wo er den Tod fand, beerdigt. Zu aller Gedenken Legte auch hier Herr Bruchhauser im Namen der militärischen Vereine GießeuS cmen Kranz nieder und brachte dann ein 5)och auf Kaiser und Großherzog aus. Man fang dann je eine Strophe von „Heil Dir un Stegerkranz" unb von „Deutschland, Deutschland über alles". Damit hatte die Feier ein Ende, ^m „Löwen" bereinigte man sich bann zu kurzer, gemütlicher Nachfete^ Der hiesige Garde-Verein leistete einer Einladung seines Metzer BrudervcreiNs in seiner am 14. d Mts., stattgehabten Fahnenweihe unb anschließend daran zu der BesiclMMng der nahe gelegenen Schlachtfelder von 1870/71, owie zur. Graber- schmüclung auf dem Schlachtfeld bei t. P r i b a t in stattlicher Zahl Folge. Außer dem Gietzencr Garoe-Lerem hatten sich noch ca. 20 andere Gardevereine — zum Teil aus dem ent- ferntesten Norden, so z. D. aus Magdeburg, Hildesheim, Prenzlau unb anderen Städten - mben vielen sonstigen milllari ckien Vereinen aus Metz ind Umgebung emgefunben. Die „Lothr. Big. melde amt dieses Landwebr-Bezuks, v. Bon in, Cbcdi. , D. und Bezirksosfizier beim Landwehr-Bezirk Eüstrm, zum Landwehr-Bezuk Gießen (Meldeamt Alsfeld versetzt. Gr. v. Büdingen, Cberlt. un 1. Großh. Hess. Jns.-(Leibgaide- Regiment Nr. 115, wurde zum kompagmechef ernannt, unter Beförderung zum Hauptmann, vorläufig ohne Pa.ent ernannt, v. Rodenberg, Lt. im 7. Loihrmg Jnsantene-Regimem Rr. 158, zum Großh. Hess. Tram-Bal. Nr. 18 vom l. ccp- t em bet d. I. ab aus em Jabr zur Dienstleistung ko»n'.uan- diert, Zimmermann, Lt. un Jns.-Leib-Regiment Grosz- derzoam (3. Großh. Hoff.) Nr. 117, zur Gewehisabrik in Zpandau vom 1. Oktober 1904 ab auf nnbeuunmle Zeit zur Dienstleistung kommandiert, Freiherr v o n No r d cd & n i Ra b en au, Leutnant im Jnsanterie-Regunent Kaiser Lpuheln; <2. Großh. Hesi.) Nr. 116, zur Kriegsschule in Lic 13 Q(g JnfpeklionS - Offizier kommandiert. Die ^abm w d. Zangen, Lambert im Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Heff.) 91t. 117, Gerheim un 4. Großh. Hess. Jnsi-Regt. (Prrnz Karl) Nr. 118 wurden zu Leulaanlü befördert. Seitz, Major z.D. und Bezirksosfizier beim Lanbiv.« Bezirk Erbach, wurde mit der Aussicht auf Anstellung un Zwildienst und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) 9lr. llo der Abschied mit Pension bewilligt. Tie Assistenzärzte der Reserve Tr. v. Hy ninen (I Darmstadt), Tr. P 0 ly (iS ieu en,, Tr. Hubert (1 Darmstadt), Dr. Löhrer (Gießen), Ti. Da nn en berg er (11 Taimsladt) wurden zu Oberärzten Manöver- Konserven empfiehlt Hofdelikatessenhandlung Carl Schwaab Seltersweg 23. 6985 Telephon 265. jtj ?n, Beschickung dec Gerstenausuellung, L. , von ^orlenbauversuchen u. s. w. zur Verfügung Irr, ot uso weitere 200 Mk. zur Durchführung der Obst- Innung ui Tusjeloorf. Darmstadt, 21. Aug. Der aus Anordnung ^>r. Kgl. Hob dcS Groß Herzogs in Angriff genommene Bau eines neuen Mausoleums auf der Rosenhöhe ist seiner Vollendung nul)e. Ta mit der Beisetzung der Prinzessin Elisabeth die Fürstengruft unseres Großherzogllchen Hauses keinen weiteren Raiim für ihre Bestnumung darbot, war die Errici llmg emes ÄleubaucS erforderlich. Derselbe ilt in Kreuz- jorm angelegt. Auf der Schnittstelle beider Anne wird sieh ei» Kuppelbau erheben. Die Basis des Baiiwerts bildet cm etwa 2 Meter hoher Sockel, der dermaßen von Gr de umgeben sein wird, daß hierdurch der Bau auf einem Hügel zu stehen scheint. Dieser Hügel wird mit gärtnerischen Anlagen geschmückt werden. Lils Baustein findet Basaltlava Verwendung, ivelcher von bin preußisch-hessischen Basalt werken m Kessel bach und dem Sleinbruche Londorf geliefert tvird. Die Pläne zum neuen Riaujoleum silid von Geh. Oberbaurat Projcssor Hosmann entworfen, die Ausführung des Baues geschieht durch Architekt L. Riüller. In wiirdiger und feierlicher Gestalt wird sich demnächst daS Mausoleum wl9i f her S aller .-'•iu: w.. So w® “ Pletdan LitzolÄ Dreicr fall, mw Üanbt 1896 au'' der i'aM LollAapc vcm den s chöne Zu udid ctib ui bered t ' einen nmt ciCßU ob oHt ’öäivüf- häMllr FüljwLi fahr tr1 tfharaki die für angefir flaimn der Ä „Pont oder b ist bei Herre: sionisd halse tag^ Neff, Ion, i! dem *1 klafstni Vwm in w ist ch schon Meß Mw imbx Mete Me^ Rev! sagt? Si Mali bat or. ©ent moig oder" • bene lokM einer foniju uiticr den d lionen, unb& enthch ’^'njü-. N< ««fa- te^- toenj . hbit Dr-Äy