General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Zum 80. Keburlstage Kuno Alschers. folgenden nur Okombaye, die zu Beginn des Aufstandes, bevor der Kapitän Cornelius sich endgiltig auf die Sette der Deutschen geschlagen hatte, noch Verbindung mit den dortigen Herero hatten, hat man näheres über die Vorgänge erfahren: Der Mann bemerkte, als der Aufstand ausgebrochen war, eine Aenderung des Verhaltens der Werstgenofsen ihm gegenüber und er gab seinem Befremden darüber Ausdruck. Einmal wurde er zu einer Beratung nicht zugezogen, während er sonst an den Beratungen der Werst teilgenommen hatte. Als er nach dem Grunde der Ausschließung fragte, wurde ihm geantwortet: Gewiß sei er sonst ja immer bei den Beratungen zugegen gewesen, aber diesmal sei dies nicht angängig gewesen, da man über ihn selbst beraten habe. Er forschte dann weiter und erfuhr, daß man darüber beschlossen habe, ob er leben bleiben dürfe. Er stellte nun vor, daß er, wenn auch weiß von Farbe, jetzt doch zu den Herero gehöre und einer der ihren sei; die Herero antworteten: Freilich gehöre er jetzt wohl zu ihnen, aber es könne doch einmal der Fall eintreten, daß er sich erinnerte, ein Weißer zu jein, unb dann könnte er ihnen doch sehr viel schaden. Um dieser Gefahr vorzubeugen, habe man beschlossen, ihn zu tüten. Man band ihn an einen Baum und schlachtete ihn wie ein Schaf ab, indem man ihm die Gurgel durchschnitt. Freitag 22. Juli 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« UnwersuätSdruckeret. R. Lange, Dießen, Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.T, Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen Die Hereros. Die soeben in Deutschland eingetroffene „Deulsch-südwest- afrikanische Zeitung * ** * * vom 29. Juni berichtet über einige Vor- komlnniffe, die für die Beurteilung des Charakters der Herero kennzeichnend sind: Eine Hererofrau, die mit ihrem Basiardkinde aus dem Hauptlager der Herero geflohen und nach Omaruru, wo sie rüher gewohnt hatte, zurückgekommen war, berichtete, daß in dem Hauptlager der Herero sämtliche Bastardklnder getötet worden seien. Mütter, die sich der Tötung solcher Kinder widersetzten, habe dasselbe Schicksal ereilt. Der Frau, die ebenfalls ihr Kind nicht töten lasten wollte, gelang es glücklich, zu entkommen. Der von ihr berichtete Zug erscheint von außerordentlicher Bedeutung für die Beurteilung des Charakters des Aufstandes. Nach derselben Richtung ist das Verhalten bemerkens- wert, das die Herero aus der Gegend von Otombahe einem unter ihnen lebenden Weißen gegenüber beobachtet haben. Dieser Mann, der seit Jahren unter ihnen lebte und, wie man dies hier nennt, vollkommen verkaffert war, wurde von ihnen getötet. Aus den Erzählungen der Bergdamara von Irr Aufstand in Aeulsch-Südwestafrika. Die »Nordd. Allg. Ztg.- meldet: Die Kommission, in deren Hände die Verteilung der zu Hilfeleistungen anläßlich des Herero-Aufstandes bewilligten zwei Millionen gelegt wurde, konstituierte sich nunmehr in Windhoek. Sie besteht außer aus dem kaiserlichen Oberrichter Richter als Vorsitzendem aus folgenden Personen: dem Ansiedelungs- komnnssar Dr. Rohrbach, dem Kaufmann Nitschc-Windhoek, dem Farmer Mittelstädt-Eliscnheim, dem Farmer Erich Rust. Ondekaremba. Die Kommission nahm ihre Arbeiten un° verzüglich in Angriff. Wie aus militärischen Kreisen geschrieben wird, geht am 23. d. Mts. eine Kommiffion nach Südwest-Afrika ab, bestehend aus je einem Vertreter des Ministeriums der offen!» lichen Arbeiten, de§ großen Generalstabes und des Reichs- marine-Amtes. Diese Kommission soll cm Ort und Stelle Maßnahmen zur Beseitigung .der im Hafen von Swakopmund eintretenden Versandung ausfindig machen. Wenn diese Versandung des Hafens auch bisher die Löschung unserer Schiffe nicht gehindert hat, so könnte dies doch für die Zukunft eintreten. Dem soll zeitig vorgebeugt werden. Eine Abhilfe dürfte wohl nicht in weiteren Molenbauten, sondern in Vornahme regelmäßiger Baggerarbeiten gefunden werden. Hierzu wäre wohl die Ueberführung und Stationierung der nötigen Bagger im Hasen von Swakopmund erforderlich. Nach der in englischen Kreisen herrschenden Auffassung will General von Trotha die Ankunft der Anfangs August abgehenden beiden Haubitzen-Batterien abwarten, ehe er einen entscheidenden Angriff macht. Voraussetzung dabei ist allerdings, daß die Hauptmacht der Hereros vom Waterberge aus nicht schon vorher in nordöstlicher Richtung zu entweichen ucht, rvas nicht ausgeschloffen erscheint. Gießen, den 22. Juli 1904. ** Der Entwurf einer Gebührenordnung für die Großh. Notare ist soeben nebst Begründung von der Regierung der Zweiten Kammer zur verfastungsmäßigen Beratung und Beschlußfassung vorgelegt worden. ** Zur Resolution der Viehhändler schreibt und der Vorsitzende des Oberhessischen Viehhändlervereins, daß die Resolution bereits von 137 Viehhändlern angenommen und auch unterzeichnet worden sei. d. Burg-Gräfenrode, 20. Juli. Gestern abend stürzte das 2 jährige Kind eines hiesigen Einwohners in einem unbewachten Augenblick aus dem Fenster der im zweiten Stock gelegenen Wohnung und zog sich einen Schädelbruch zu. Nach dem Allgemeinbefinden des Kindes, das in die Klinik in Gießen gebracht wurde, scheint besten Zustand immerhin ernst, aber nicht hoffnungslos zu sein. g. Rinderbügen, 20. Juli. Mehrere Personen find hier unter typhusverdächtigen Symptomen erkrankt. Die Kranken sind isoliert untergebracht. Als Ursache vermutet man die schlechte Beschaffenheit von Trink- wasser aus einem Ortsbrunnen. Untersuchung ist. eingeieitet Herborn, 20. Juli. Am Bau der neuen Wester^ wald-Querbahn, welche bereits im nächsten Jahre dem. Verkehr übergeben werden soll, wird rüstig gearbeitet. In der Nähe des benachbarten Dorfes Burg führt die Strecke durch das Dilltal. Der hohe Damm, welcher hier auf* geschüttet werden mußte, ist nahezu vollendet. Drei Brücken- unterführungen waren nötig, eine für die Straße zwischen Herborn und Dillenburg, eine für die Dill- und eine für die. Deutz-Gießener Bahn. Da mit der Eröffnung der neuem Strecke der Verkehr auf unserem Bahnhofe, in den außer der Deutz-Gießener Bahn auch die Aartalbahn mündet, ein^ 79iährigcn half ihm die Krisis überstehen, und heute schon hat leine Genesung so erfreulicbe Fortschritte gemacht, daß seine Ruck- kehr auf das Katheder keineswegs als ausgeschlossen zu gelten hat. — Möge dem Jubilar noch manclzes Jahr schaffensfrohen, fegensreichen Wirkens beschieden sein, ihm selbst zur Freude, der Ruperte Carola zur Ehre und der deutsä-en Wissenschaft zum Ruhme! (Rh. C.) — Das Heidelberger Schloß. Wie die „Rat.- Ztg/' von zuverlässiger Seite erfährt, ist in dem Streit um die Heidelberger Schloßruine ein neues Moment zutage getreten. Das Gesuch, daß der Sachverständige des Heidelberger Schloß-Vereins, Geh. Oberbaurat Eggert noch einmal eine Besichtigung der Ruine vornehme, ist abschlägig beschieden ivorden. Geheimrat Eggert hat einen Plan ausgearbeitet zur Erhaltung der Ruine in ihrem jetzigen Bestand, ohne sie in ihrem Aeußeren wesentlich zu verändern. — In Heidelberg bildete sich ein allgemeines d e u t s ch e s K o m i t e e zur Begründung eines dauernden Bundes gegen die Wiederherstellung des Heidelberger Schlosses, der demnächst an die Oesfentlrchleit treten wird. An dem Bund sind hervorragende Professoren und* Architekten beteiligt. — Ein Ausstand der Th e a ter kriti ker in Stuttgart ist nach der „Köln. Ztg." siegreich für die Presse durch geführt wordem Die Lettung des Kurtheaters in Bepg bei Stuttgart hatte eine scharfe Kritik der sozialdemokratischen „Schwäbischen Tagwacht" zum Anlaß geiwnimen, dem Theaterreferenten dieses Blattes den R e f e r en t e n p l a tz zu entziehen. Die gc- samte Stuttgarter Presse erblickte darin einen Mißgriff der The ater lei tun g, da diese Plätze in keine m Falle als persönliche, vom Wvhlverhalten der Krilii abhängige Vergünstigung betrachtet werben können. Unter diesem Gesichtspunkte gewann der Zwischen- fall für die gesamte Presse eine grundsätzliche Bedeutung und die Vornotizen des Theaters verschwanden aus den Spalten der Stuttgarter Zeitungen. Die „Schwäbische Tagwacht" erließ eine öffentliche Erklärung und teilte gu im zeitig mit, sie werde auf ihre eigenen Kosten ihrem T. i- terreserenten einen Platz verschaffen. Allein auch die an Otcreii Referenten fühlten sich eins mit diesem und sahen । die Freiheit der Kpitik gefährdet. Es sah sich deshalb der Theaterdirektor Eichler veranlaßt^ dem Wurttembergi- < scheu Journalisten-- und Schriftstellervcrein die Erklärung , abzirgeben, daß es ihm durchaus ferngelegen habe. 1 mit dem fraglichen ^schritt die Freiheit der Kritik 1 anzu tasten, und daß er der Redaktion der „Schwäbischen Tagwacht den Referentenplatz wieder zur Verfügung stelle. * *Neue Kunde vom Mars. Die Frage, ob auf der Oberfläche des Mars lebende Wesen existieren, die den Bewohnern unseres irdischen Planeten gleichen, ist von den Astronomen schon oft erörtert worden. Eine ganze Reihe von Forschern nimmt an, daß der Aiars' gänzlich unbewohnt sei; andere wieder neigen der Ansicht zu, daß die Bewohner das Mars sogar auf einer höheren Kulturstufe stehen als die Kinder unfercr Mutter Erda Einen hochinteressanten Beirrag zu dieser die mannigfachen^ Rätsel des Weltalles ausrollenden Frage liefert der Astronom Pereival Lowell mit seinen UMersuchungen über die sogenannten Marstanäle. Bereits der italienische Gelehrte Schiaparelli, der beste Kenner des benachbarten Planeten, hat diesen Gebilden seine besondere Aufmerk samkeit gewidmet und zu erforschen gesucht, lveshaV einzelne dieser Kanäle von Zeit zu Zeit anscheineird ihre Lage ändert! und ganz unsichtbar werden, um nach Ab- lauf einiger Marsjatzre plötzlich wieder in der alten Gestalt und Deutlichkeit zu erscheinen. Bei der letzten Osrpositron des Rtars nun machte Lowell, wie d^er Sirius miiteilt, Entdeckungen, die iiach seiner lieberzeugung geeignet sind, Elelhaste Erscheinung zu erklären. Lowell beobachtetedle Scheibe des Mars während eines laugen Zeitraums und stellte dabei eigentümliche Aeiwerungeu in der Sicht- barkelt gewisser Kanäle fest. Es handelt sich besonders um die beiden Kanäle Thoth und hintentljcS, die in ihrer Sichtbarkeit geradezu ab wechseln; ist der eine vorhanden, o fehlt der andere— und umgekehrt. Lowell komull auf Grund scharfsinniger Ueberlognngen zu dem Schlüsse, dast dw ab w e ch s e l n dc Ab- und Zu na hmc der bci- i)en Kanäle aus natürlichen Urjack^'n — ettoa durrb lleberschwemmungen — nicht zu erklären ist, sondern nur durch k ü n ft I i ch e V e r a n ft a 11 u n g e u d e r M a r s bewohnet. Diese haben nach seiner Auffassung Bor richtungen getroffen, um bie verhältnismäßig geringe Wassermenge, welche ihnen zu Gebote steht, möglichst gut auszunutzen, so daß, wenn ein Distrikt bnvässcrt ift, die kostbare Flüssig leit die aus dem Mars selten nt — einem benachbarten Distrikt zugeführt wird, um auch bidci. zu befruchten. Kuno Fischer, einer der hervorragendsten Philosophen unserer Zett, vollendet am 23. Juli fein 80 Lebensjahr. Ein Freudentag nicht nur für Heidelbergs altberühmte Universität, sondern sur die ganze gebildete Wett; namentlich für jene, die ein ft iu den Füßen dieses großen Gelehrten gesessen haben und von ihm in das sonnige Reich der Wissenschaft, einer höheren, idealen Lebensanschauung eingeführt wurden. Hier ist nicht der Platz für eine, wenn auch nur einigermaßen ersclwpsende Würdigung des Wirkens und der Verdienste Kuno Fischers als Formier Schriftsteller und akademischer Lehrer, unb deshalb seien int wlgenbeu nur die wiä)tigsten Daten, die markantesten Züge aus dem Leben dieses bedeutenden Mannes kurz wiedergegeben: Emst Kuno Berthold Fischer wurde am 23. Juli 1824 zu Sandewalde in Schlesien als Sohn eines Predigers geboren, tcachdem er in Posen das Gymnasium absolviert hatte, bezog er 1844 die Universität Leipzig, wo er unter Gottfried Her- mann unb Moritz Haupt als Philologe seine akademische Laus- bahn begann. Doch schon im zweiten Semester zog er, wie der ^ottoranöuö_ Fisclier in seiner Vita erzählt, „von der Philo- ° k ey ^lttlNen", nach Halle, um bei Johann Eduard Erdmann lud ^Haller sich mit stetig fleige^tber Begeisterung die Methoden unb Gedankenwelt Hegels, Kants und Platons an- ur1?01!811’ März 1847 prouwvierte er auf Grurw einer - Platonico Parmenide" zum Doktor der Philo- (°k?veA-L nachdem er die nächsten zwet Jahre noch eine Hans- lepteritclle bet einem Fabrikanten in Pforzheim bekleidet hatte, r/abilitierte er sich im Herbst 1850 bei der Universität Heidelberg für bas Fach der Plstlofophie. Wie Fischer in einer Rede, oie er anlaultch seines 70. Geburtstages an die Studentenschaft l/ielt, sagte, hat er damals den Beruf des akademischen Lehrers muerlichstLM Drange gewählt, unb daß es eine glücklicl>e bie Folgezeit bewiesen. Schon in Jena, wohin er 18o6 als ovdentllck-er Professor berufen wurde, brachte er fein und Redetalent zur herrlichsten Entfaltung, fdjion damals ichchste er )id) durch seine kritischen Borlesullgeu über Goet!)es ,,6-aufl uno bte cr|tcn »änöe feines Lebensweikeü „Geschichte Sf- . Heucre11 Philosophie", das seit vorigem Jahre in zehn fanden vollendet vorlugt, einen Weltruf. Den Höhepunkt seines atflbcniifii .it unb sä>rtitltelleriscl-en Wirkens erreichte er aber erst au d.r Universität Heidelberg, die iljrt 1872 auf den Lehrstuhl Bellers berief und seitdem mit Stolz den ihrigen nennt. Ans aller Herren Länder, ans Nord und Süd sttömten in jedem Semester die Jünger der Wissenschaft l^rbei, um Kuno Fischer zu hören. Unb in den letzten Jahren wuchs ihre Zahl derart, daß lern Vlubitorienjanl, ja kaum die Universitätsaula alle zu laffen vermochte. Gleichzeitig cnliuiiicltc Sluno Fischer eine un* 1 lbl" 11,1 'iovemder vorigen Jahre- eine schlvere Äran^ett, die kl« 1J । hi ui leben, kategorisch Hall geoot. Doch bie bemun- dernowerl. körperlich« Rüstigkeit und Widerstandsfähigkeit des scheu Reflektawten jetzt etwas besonderes bieten, und das iann mir ein hoher Zinsertrag sein. Glänzend wird das nerw Ftnanzgeschäft für Rußland also txroql nach keiner Richtung hrn. Politische Tagesschau. Die Mirbachiade. Wie erne arme Musiklehrerin bei der Pomrnern- tiaur um ihre Ersparnisse gekommen ist, wird im Hessischen Evangel. Sonntagsblatt erzählt: Aus den Pommembank-Prozeß muffen wir heute noch einmal zurückkommen. Bei der Begründung des Urteils betonte der Vorsitzende des Gerichtshofes u. a., daß „bie Tränen und Spargroschen des armen Mannes bei dieser Angelegenheit keineswegs bie Rolle gespielt hätten, bie einige Zeitungen ihnen angebichtet". Tas sollte für bie Herren Schulz unb Romeick offenbar eine Art „mildernder Umstand" fein, freilich von höchst sonderbarer Logik. Aber bie ganze Behauptung wird für den Umschauer seltsam illustriert durch einen Briei, der dieser Tage bei der Schriftleitung des Hess. Sonntags- dlattes aus Norddeutschland einlief. Da schreibt eine arme Musiklehrerin, daß sie sich 25 Jahre lang bitter gequält, bis sie endlich einen Notgroschen von 2000 Mark zusammengespart habe; auf den dringenden Stat eines Bankiers hätte sie Pommernbankpapiere genommen, er hätte gesagt, bie Pommern bank sei Hoibank Ihrer Majestät unb vollständig sicher, unb so sei auch sie sehr betrogen worben, unb so wie ihr sei es manchem gegangen usw. Ties ist nur ein Beispiel — ob sich nicht in Wahrheit doch recht viele zusammenfinben ließen, so viele, baß man — abgesehen von ben betrogenen „wohlhabenden" Aktionären, denen bas Betrogen- worbensein boch gewiß auch keinen Spaß macht — sehr wohl von ^Tränen unb Spargroschen bes armen Mannes" reden kann. Der Vorwärts erzählt, baß bie Inhaber der Erfurter Samenhanblung Gebr. Dippe zu Kommerzienräten ernannt unb in ben Abel stand versetzt worden sind unmittelbar nachdem sie 25 000 Mk. für die Kanzel unb 50 OOO Mk. für die Orgel der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche gestiftet hatten. Frau von Dippe habe den Luisenorben bekommen. — Wie man quittiert ohne zu empfangen, erzählt ein Pariser Blatt. Der Generalsekretär Carlier habe den Leuten, die er schmieren zu müffen glaubte, einfach einen Zettel übergeben, auf welchem bescheinigt war, daß er von dem Bankhause so und so aus seinem persönlichen Konto bie und die Summe erhalten habe. Das Bankhaus habe dann einfach die Summe dem Ueberbringer der Quittung ausgezahlt und die Zahlung auf dem persönlichen Konto des Herrn Carlier verbucht. So habe kein Mensch wiffen können, wem die von Herrn Carlier gespendeten Summen zufloffen. — Die Deutsche Tagesztg. weist darauf hin, daß von Herrn von Mirbach immer mehr peinliche Geschichten erzählt werden und fragt, warum man sich nicht entschließe, den Fall so ober so aut, der We^t schaffen. Die russische Kriegsanleihe. - _ R. Berlin, 20. Juli. Die russische FinanKverwaltung unb das „Russenkon- -föthum" der Berliner Hochfinanz dürften darüber nicht im Zweifel sein, daß die Plazierung der neuen russischen Anleihe weniger leicht sein wird, als bei ftüheren Anleihen bes Zarenreichs. Zunächst liegt es im Interesse des Konsortiums, einen verhälttrismäßig niedrigen llebernahme- knrs sich anszubedingen^ denn es teilt verdienen und darf andererseits keinen hohen Emissionskurs sestlegen. An dem Maßstab früherer Anleihen gemessen wird danach die rufii> sche Finan^verwaltung ein gewisses „Damno" in Kauf nehmen müssen. Demgegenüber besteht die Notwendigkeit die ^Kriegsanleihe" hoch $u verzinsen. Von einer Vorliebe : des deutschen Publikums für russische Fonds läßt sich nicht mehr sprechen, denn es hat die Auswahl unter anderen i durchaus gleichwertigen Papieren. Rußtlutt) muß den deut- i Nr. 170 Zweites Blatt. 154. Jahraana Erscheint tilgllch mit Ausnahme des Sonntags. V Die „Siehener FamilienblStter" werden dem Ai .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der WP ■ IK HTW I ■ H ■ I | ■ ■ Bf ■ ^hesfifche tanbwtrr erscheint monallich einmal. v ffl R H Qr W J HM M 3 Handel und Merketzr. Dolkswittschast. (mit abknöpfbarer Kantue und Durchgreifschlitz) in tadelloser Anafübrnng von MV 17.— in 110 ein Lange aufwärts. — •ouS. 4 y, ! & 4‘,W 4 » \\ । * -> 4‘;.Ci i Z)er Königsberger Kuchverrals-^roz-h vul täte, ichwicrigen Absatz infolge der großen Nontnrrenz, dagegen Dicliad) hohe lrrene der Rohprodutte und pülHftofic gcklagi. Tic n v y, >*.i Dcrmiidik». • JnnSdruck, 21. Juli. Vom Kienberg bei Jen- hach ist der 18 jädrigc Alfred v. Prohaska, dec sich mit feinem Onkel aus Graz in der Sommerfrische befand, ab- gestürzt; er ist tot. • Ein furchtbare« Ehedrama setzte den südlichen Stadtteil Kiel in Aufregung. Die mit einem Küchen- heil bewaffnete Ehefrau Holländer schleppte ihren tätlich verletzten Mann auS dem Hause und warf ihn auf den Bürgersteig. Der Hinterkopf zeigte klaffende Wunden. Wie sich hcranSstellte, hatte Holländer die von chm getrennt lebende Frau m deren Wohnung aufgesucht, angeblich um eine Versöhnung herbelzusühren. Er Höne draußen, daß der Liebhaber, cm Klempner Gebauer, in der Wohnung sei, und schlug mit einer Leiter, die ihm als Sturmbock diente, glatt die Türfüllung heraus. Schnell er- griff die Frau das Küchenbeil, schlug nut aller Macht dem Eindringling aus den Hinterkops und zerschmetterte ihm den Schädel. Ter Getroffene brach blutend zusammen. Tie Frau erfaßte den Bewußtlosen und schleppte ihn aus ihrer Wohnung im zweiten Stock über die Treppen hinab und wgrf ihn zur Haustür hinaus aufs Straßcnpstaster. Paffanten nahmen sich deS Unglücklichen an und schafften ihn lebend in die atadc- mischen Heilanstalten. Dort starb er nach wenigen Stunden. Die Frau und ihr Liebhaber find verhaftet worden. gamaifl Ungünstiges beruhten. In her I n 0 u ft v t e wird, |o । (mjt abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser heinl wörtlich, Allgemein über ungenügende 'breile der^ Fadri- j Ansführnnc von MV 17.— in HO ein Unge anfwtiia. — Julius Fischer, Schnlstrasse 6. Befragen 'der Verteidigung^ erklärte Bitck)hola,^luffauqung der mittleren und (leinen Betriebe macht fiel) wwoi i """"" "— C y,c 3 o y, Wertere Vergrößerung erfährt, so ist der Neubau eine? EmpfangSgedäude« auf der hiesigen Station nicht mehr länger hmauSAuschieben. Die Vlillion, die er kosten soll, ist beitilct bewilligt und man glaubt, daß die Arbeiten noch m dmiem Herbste beginnen werden. Wiesbaden, 20. Juli. Der schon vor einem Jahre gegründete Klub fürstlicher Frauen zur Hebung der Sittlichkeit hielt heute .Hotel Hohenzollern" eine Hryung ab. Anwesend waren die Gräffn-Mutter zu Erbach- Fürsieuau, die Regentin Gräfin zu Lrppe-Biesierfeld, Vrm- zeffin Friedrich zu Sachsen-Meiningen, Gräfin Karola zu Lippe-Biesterseld, Freifrau von Thüngen, die Gräfin-Vlutter gu Nienburg und 'Prinz Friedrich vori Sachsen-Memmgen. t.Frkf. G.-Anz.^) Kassel, 20. Juli. Eine Kommission ouß dem Ministerium öeö König!. Hauses und aus dem Ministerium der öffentlichen ÄrbeUen unternahm in Begleitung deS Polizeipräsidenten Grafen Berg rmd mehrerer Baubeamien der Regierung eine genaue örtliche Besichtigung deS Hoftheaterö vor, um etwaige Anordnungen für e r h ö h t e n F e u er schütz zu treffen. Diese Untersuchung hat beim auch daS Resultat gehabt, daß mehrere baiiliche Veränderungen vorgenommen werden sollen. ES werden umfangreiche Schutzvorrichtungen auf der Buhne und un Juschauerraum neu angebracht, ferner die Herttcllung einer elektrischen Notbeleuchtung an Stelle deS bisherigen Kerzenlichtes, eine Ergänzung der bestehenden ^cucrmelbeanlagc, euie Erweuerung der RauchabzugSoorrichtung, sodann endlich eme Erweiterung und Vermehrung der verschiedenen Ein- und Ausgänge zum Zujchaucrraum wie den Künstlergarderoben neben der Bühne usw. Diese neu angeordneten baulichen Veränderungen, welche teilweise fofort in Angnff genommen worben sind, werden die ganze Ferienzeit m Anspruch nehmen. Königsberg, 21. Juli. In der heutigen Verhandlung berichteten der Pri- vardozeru Dr. Rost und der schriftsteller Buchholz- Charlotrerrburg, ein geborener Russe, der sieben Semester cm der Universität in et Petersburg Jura studierte, nvcr bw mitten täte in Rußland und deren Ursachen. Leyrerer gab der Uederzeugung Ausdruck, daß die große D^ehrheit der jüngzren russischen 2Lthn;tate rein akademischen Lharkters sei. Sie seien zurückzustlhrrn ans die Student en auSpeitsch un gen und daS Edikt, aus Grund dessen alle verdächtigen Studenten ohne Rücksicht auf ihre körperliche Beschaffenheit unter Verlust der Berechtigung -um Eintährig-Frei Willi gen dienst in dieKa, er ne gesteckt werden sollten. Aua; bu meisten anderen Alten- uue hatten keinen parieipolilisck)en Charakter. Hierauf werden wiederum mehrere beschlagnahmte Schriften verlesen. Unter diesen zeichnen sich namentlich die Schriften oon Purzefi durch die ärgsten Ausfälle gegen Lalscr NUvlaus in Industrie als auch im Handel für unseren Bezirk besonders fühlbar, da im Kammerbezirk solche Betriebe meist Eb^rschen, ivie a B die kleineren Brauereien, kleine ^luhlen, (^erbeuten rc. (fruiAcine Branchen des Handels, die früher eine hervorragende Bedeutung hatten, wie ,-kruchlhandel, Handel mit Futtermitteln, mit Sämereien, üederhandel, SpiriluShandel schwinden „t”ut]cr mehr. Auf dem Arbeitsmarkt herrschen günstige Verhältnisse, eine ÄrbeitSlosigteit war tm 'Winter 1908—1VU4 nicht zu fonfta- deren, wofür alS günstiges Symptom anzusühren wäre, dav zum ersten Male seit längerer Jeu in Friedberg das Bedürfnis nach einer öffentlichen Snppenküche nicht heroortrai. Der Veisonen- und Güterverkehr un Bezirk entwickelte sich gleichmavig beine- diaend. Erwähnung verdient, daß die Neubahn Vincke UU’ b a cl) im vergangenen Sommer eröffnet und hierdurch em durchgehender Güterverkehr zwischen den Lberhesstschen Strecken Gießen, AlSseld und der Wetterau und dem Alain ermöglicht ist. Xie Teilstrecke Stockheim-Vilbel ist endlich in Angrch genommen und wird sich auch dann nach Vollendung der Teilstrecke Gedern- Grebenhain eine neue direkte Verbindung vom nördlichen Vogelsberg nach der Zentrale Frankfuri ergeben. Die Butz bach- " i cl) c r Eisenbahn i|t im März 1904 dem Verkehr übergeben worden. Das Projekt Butzbach — Wetzlar ist noch mcht em- schieden. Auch bezüglich de4 früheren Projektes Homburg- Vilbel scheint nichts weiter geschehen zu fern. Dagegen werden neuerdings solgende neue Bahnlinien ventiliert: 1. Wetzlar— B randober n dorf —Fauerbach v. d. £>.—Obcrmorlen — Friedberg, die eine wesentliche Abkürzung der «trecke Frank- iiirt—Siegeii—Hagen bedeuten würde. 2. Eine Nebenbahn von Friedberg durch das Wettert al überSchwalheim-Roed- gen—Wisselsheim - dbbershoien - Griedel—Münzenberg mitAbzweig nach Gießen. 3. Eine Nebenbahn von Friedberg nach stiebe r s l o r st a bi —Cbcrflorftabt — Staden — Stammlnüm — Nieder- mockstadt-Dbernrnckstadt-Nanstadt. 4. Eine Nebenbahn Alsfeld—ll l r , ch st e i n -S ch o t te n. Wir wünschen, sagt der Bericht der Kammer, daß diese vier Protekte bald zur Aiisfuhrung lommen mögen, damit zahlreiche bis jetzt abgelegene wohlhabende Cdc unseres Bezirks dem Bahnverkehr erschloßen iverden. Bei den E i n z e 1 b e r , ch t e n beklagt die Handelskammer die Zunahme der Warenhäuser, Filialgeschäfte, Konsumvereine und Bauernoer- eine un Kammerbezirk, die die Xlage des Kleinhandel- immer mehr verschlechtern und zahlreiche Eristenzen vernichten. Zum russisch-deutsch en Handelsvertrag. Aus Kopenhagen gelangten Nachrichten in die Presse, die auS einer sehr uiverlässigen Duelle stammen sollen und dahin lauten, dav die Unterhandlungen zwischen dem Grafen Bülow und dem früheren russischen Atuusterprasidenten Witte tatsächlich vorgestern auf einem toten Punkt angelangt waren und daß Witte unter dem Dorwand, weitere Instruktionen holen au müssen, sich zur Rückreise airschickte, als plötzlich seitens des russischen Auswärttgen Amtes eine Depesche etnlicf, wonach Witte ermächtigt wurde, mit Bülow weiter zu verhandeln und iveitgchende Konzessionen an Deutschland zu machen. Aiigeblich sei es der persönliche Wunsch des Zaren, daß Rußland in winschaftlich.politischer Hinsicht vollständig zum Ein- Der IadreSdericht der oanoelotamu. er in Friedberg, der »ms beule im Druck zugcgangen ist, kann, so wird im Bericht über die wirtschaftliche 2age geschrieben, über die spezlellen Derdaltnise nn engeren Kammerbezick nur fast durch- qä,giq N n g >l n st i g e s berichten. In der I n b u st v i e wird, so öuneH nrerbc ein Terrorist olntc Terroristen genannt. o- boba zur Verlesuivg, in welcher Kaiser Nikolaus für dre GreueUaten in Kisüfinew veranttvörtlich gemacht wird. Jin iveiteren Berlnnse der Verhandlun<;eii verlad Prt- vat-Dozent Dr. Ballod eine Denkschris t des jüdi- djen GemeindevorstanbeS der Stabt K'rchinew an den Minister des Jürnern. ES nncjb darin auSgeführt, ber UcbersiUl oe>S Pöbels fei veranlastt worden durch die cmtifemiüsche Zeitun-g ^Bessarabelz". Der Plan sei lange vor Ostern bi'fmuU gewesen. Ter Gemeindevorstaiid )ct deSl-all' beün Gouverneur voridellig geivovden; dieser habe ihm die lx'ruhigendsten Bersick)>enmgeu gegeben. Polizei mtd Militär, die den gilben ihre Waffen abgenormnen halten, halten den Pöbed durch ihre llntätigfcit in dem bHuubeii bcftärlt, die Regierung wolle die Aus'* Plünderung und Abschlachtung der Juden. Rach einigen tveitenen Berleinngen eiTlärte ber Borsistende die Beweisaufnahme für geschlossen. 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'tl. Solms-Lich 3% Gräfl. Solms-Rödelheim . . . 4 " Fürst!. Wittgenstein-Hohenstein . S. 28, 30, 32 S. 29 unk. b. 47, 4 37, 96.60 102.40 17 18 24 v. 1896 v. 1898 ö.fl- Kr. M. Fr- Pes. Lstr. Fr. Fr. Frankfurter Bank . . Badische Bank . . . Bayr. Bank (Münch.) abg. do. Hyp.- u. Wechselbk. Berliner Bank . . . 37io 4 37- 3 4 3V4 37- v. 1901 unk. b. 1906 abgest v. 1887 .... v. 1891 abgest. . . v. 1896 .... V. 1898 .... v. 1902 Ser. II- unk. b B. v. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 „ Helios . . . „ ^aymeyer . . „ Stuckert . . „ Siem, öd HalSkc „ Untern. Zürich KunpscidcFlt.a.M. Masch. Klcyer. . „ Gritzncr . . „ Fab.LScklcich. Hamb.-Am.-Pckist. Rordd. Lloyv . . 4 4 37. 37, 37. 37. 4 4 4 4 4 4 do. do. Pfdbr. Bk. do. do. do. do. do. do. do. von 1892 u. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910. do. v. 1896 4 5 47- 47- 4 47- 47- 4 4 4 4 37. 100.50 88.15 89.- 100.60 100.80 100.60 Ser. 69-82 unk. b. 1904 Kommunal unk. b. 2 v. 1891/92 (abgest . v. 189.8 v. 1902 uni. b. 1908 37, 3 4 4 37, 37. 37- 37- 4 37- 37, 37- 87, 37- 4 4 r* 4 4 i'1' 4 4 87. 37. 37, 37. Letzte Div. 6.18 % »7, 2 12.95 4 8 0 0 67. 6 37; 4 3 37- 37. 3 4 37- 37- 3 4 37. 37, 3 37, 37, 3 4 37, 3 4 4 37, 37, 3 3 s rz- do. do. St.-Rente St.-Anl. v. Anl. abgest. do. . . do. . . v. 1900 uuk. b. 1910 abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 11. 88 . . . abgest. Lit. M v. 1891 v. 1894 133.- 439.50 2oti.— 207.- 180,- 105.— 100.50 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 Eisenwerke Lollar r. 102 . . . Elektr. Werk Homburg r. 103 . . D. Atlant Telegras Franken-Allee, garaut. v. Frankfurt Franks. Hof r. 10a Reue Boden r. 102 .... 37, Kassel abgest. . . 37, Kissingen v. 1886, 4 Köln v. 1900 . 37, Kreuznach v. 1898 87, Lahr v. 1889 . 49.— 73.20 97.70 49.50 60.- 62.95 AnSbach-Gunzeny. . Augsburger . . . Braunschweig . . Fmnländische . . Freiburger . . . Genua Mailänder . . . Mailander . . . Meininger . . . Reuchateler . . . Oestr. v. 1864 . . Oestr. Kredit v. 1858 Papenh. Gräfl. . . Rudolfs-Stiftung Türkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benetianer . . . do. do. Pfälzische . . Tlr. 100 U Tlr. 100 . . Tlr. 50 . . h.fl.100 . . Tlr. 100 . . Tlr. 50 . . Fr. 80 • . Fr. 100 . . Tlr. 100 . . Cono. Rk. . . ö.fl. 500 . . Tlr. 40 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö. st. 150 . . ö.fl. 150 4 4 37, 37, 37- 37- 37, 37, 4 37, 98.50 101.10 99.25 101.- 98 50 102.20 4 37, 4 4 4 3% 37- 37- 4 8 4A 4 4 4 4 37- 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 5 5 3 47- 105.- 100.— 98.50 99.70 101.- 75.— 37, 37- 37- 37- do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. 1901 uncv.d. 1915 stf.g. 3% do. 37, dv. 8% do. 8% do. 3 Hamburger 0. 1866 . . 3 Holländische Komm. v. 1871 3%Koln-Mmdener .... 3% Lübecker v. 1863 . . . 2^/, Lütticher v. 1853 . . . 3 Madrider abgest. . . . 4 Memmger Präm. Pfandbr. 3%Oesterr. v. 1854 ö. st. 250 1905 u. b. Berl. umtschb 1907 Bochumer Guß . BuderuS Eisen . Concordia Bergb. Dt. Lu^emb. Bgw. Elektr.Lichlu.Kraft Eschweiler Bergw. Fa.nte 2025 r Staats-Rente . . . do. v. 1897 steuersr (Eisern Thor) Goldstsr. 37; 4 4 4 4 37, 3/, 37- 100.70 100.80 101.— 102.20 96.50 96.50 96.50 372 Aschafienburg v. 1888 .... 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . 4 Babenhausen (Heften) 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 37, Bamberg v. 1888 37, Berlin v. 1886/92 4 Sard. Sec. stfr. gar. I u. II 4 Sicilianlsche steuerfr. t. G. 37, Schwedische v. 1880 abgest. . . . 37, do. v. 1890 372 Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 Obligationen. Rheinprovinz Ausg. 20 u. 21 unLb. 1902 3 3 do. Gold-Rente do. einbeitl. Rente (conv.) . . do. Staats-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. (conv Elisab. Obl.) i. G. steuersr. . Rom 1. G., st. gar. Ser. I. (Cp. ä, 81) do. do. do. Ser. II*YLLI Stockholm v. 1880 128.80 128.40 352.50 l6/10 Griech. E.-B. v. 1890 steuersr. l3/4 do. Monopol-Anl. v. 1887 . 4 Italienische Rente 217.50 103.30 109.10 127.30 186.20 148.90 103.— 112.30 207.- 151.50 90.- do. Hyp.-Akl.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Krcditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600z 1200 Schafthaus. Baukver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 Rudols .... „ i. do. (Salzkgtb.) ftf. 1. G. Ungar.-Galizische . stf. i. Borarlberg . . „ t. Oest.-Ung.Staasb. Oeft.Südb.(Lomb.) Oest. Nordwest . do. B . Raab-Odenb. . . 4 Trier v. 1901 mit. b. 1906 . 37, do. v. 1899 ...... Hyp.-Kred.-Ber. abgest. r. ü, 105 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27, 37, 39 u. 42 unk. 1905 99.30 93 — 100.80 102.60 101.20 97.50 97.50 98.— 99.80 105.20 100.15 100.50 101.- 101.60 102.30 101.50 100.30 97.20 97.20 98.— 99.10 99.10 100.60 lOu.GO 101.9t.' 103- 95.50 do. do. do. do. do. do. do. do. Lissabon Moskau do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. da. do E.-B.-Anl. . Bremer St.-Anl. v. Brest. DiSkontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank s. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.» u. Wechselt). Tlr. 100 Genostenschftsbk. M.600/1200 Pfandbriefe. (vr. Pommr.) abgest. 80% 99.80 95.50 101.50 101.50 102.50 100.— 95.— 95.75 96.60 100.50 102.- 96.70 96.70 98.- 101.— 101.2Q 102.- 102L0 102.80 96.30 97.30 1906 154.- 196.20 124.60 72.20 290.— 84.20 153.10 1908 37- do. v. 1902 3% Limburg abgest LudwigShasen v. 1890 u. 92 1. G. 1. G. 1. G. 1. G. i. G. do. Südwest stsr. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow steuersr. gar. . . do. Uralsk steuersr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuerfr. gar. Warsch.-Wicn. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 107.— 216 50 91.— 115.60 107.— 200.20 102.90 147.- 115.50 138.20 192.— 142.80 Ketliütr Korse. | Bliesenbach Bergw. 1 Lose. . Tlr. 100 . Tlr. 100 . ö.fl. 100 37, do. do. 37, Frankfurt < 1907 Rumän. do. do. do. do. do. i. G. (S. H Ergnz.) 2040 Oöste de Minas stfr a. Deutsche. Deutsche Reichs-Anleihe abgest. 4 Naffauische Landesb. Lit. Q 31/, do. do. Lit. F. G. K K. u, L. 1904 101.60 101.— 102.— 100.80 99 80 Handelsg. . M. 500/1000 Hyp.-Bk. ßit. A M. 1000 do. 2it B M. 1000 do. do. v. 1889 do. do. V. 1891 Oest. Süd (Lomb.) ftf. 5% Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. (conv Franz-Josef) i. Silb. steuersr. 3 Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) . . do. r. 1251 do. > aus 80% abg. do. do. Hyp. V. Zs. 4% gar. v.d. G. b. 1904 provinzial-garant. 372 Hess. Landes-Hyp. Bk. Ser.I u.II unk 1909 v. v. Heidelberg v. 1901 .... do. v. 1894 .... Homburg v. d. H do. v. 1899 unk 1881/88 . i. G. v. 1893 i. G. v. 1891 v. 1894 . v. 1898 . v. v. v. v. v. v. do. do. . , do. E.-B. St. Sch.-Bersch. (abgest Elisab.-A.) 1. steuerfr. Pp. Porlug. unifiz. 0.1902 Ser. I . do. umfiz. v. 1902 Ser. III . do. Spezifiz 27io Ztal.stl.gar. E.B Ser. A-E i.G. . . 4 Jtal. Mitlelmeer steuerfr. i. G. . . 2%0 Llvorues. Lit. C. D. u. D/2 500 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do do. do. do. do. do. do. do. do. Aktien ausländischer Transport- Anstalten. München v. 1900/01 unk. b. 1910/1 do. v. 1903 untilgb. b. 1908 Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . Neustadt a. d. H. v. 1889 . . . Eisenbahn-Prioritäten Inländische. do. do. do. do. do. do. do. Worms do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B.M. 1000 Mitteldsche. Kreditd. . M. 300/1200 Nallb. f. Dtschl. S. I-V M.300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 „ B abgest. . (Straßenbahn) v. 1899 v. 1901 Abt. I. . . v. 1901 Abt. II. u. HI 1899 unk. b. 1902 . . 37, do 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 200/1000 Laudw. Kreditbank Lit. D-J do. L»t. N-P .... Argent. do. do. do. do. do. do. do. hessische do. do. do. do. do. do. „ M. N. P. . . . Sachs.-Meining. Landkred.-Anst. unk. 1906 Diverse Obligationen. Buderus r. 103 Dtsch. Luxemb. r. 100 do. do. Consols do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 00. 3% do. - ,3 ... .. abgest. . .. . 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . 37, do. v. 1902 untilgb. b. 1908 do. unk. b. 1907 Ungarische do. do. do. do. Nürnberg do. do. do. do. do. do. do. do. 84.75 109.50 238.— 181.— 216.50 198.75 207.— 111.80 216.75 142 — 205.10 109.25 241.50 118.75 182.50 158.25 284.25 110.50 154.25 279.25 I 173.90 I 216.25 485.60 | 361.50 I 131.75 248.— 4 Berl. Hyp.-Bk. 37, do. 4 Frk., Hyp.-Bk. do. do. do. Anrechtscheine 41/, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I verl. ä 125 37, 2%0 do. do. 4% Oest. Silber-Reute 4% do. Papier-Rente Verzinsliche 4 Badische Prämien . . . 4 Bayerische Prämien . , 5 Donau-Regulierung . . 3%Gothaer Präm. Pfandbr. I 372 Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A u.V 3% do. 4% Bukarest do. do. 1887 stf. gar. Frauz-Josef . . i. S. Kaschall-Odrb. v. 1889 1. do. do. do. do. do. v. 1902 -steuerfr Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. do. v. 1896 steuerfr. do. v. 1901 do. v. 1883 do. r. 101 Karlsruhe v. 1900 do. v. 1903 do. v. 1897 v. 1903 unk. b. 1908 v. 1899-1901 do. v. 1899 do. v. 1902 do. I E abgest. do. IIIEunt. b.1905 Ausländische. Elisabeth steuersr. i. G. . 2000 K. Fcrd. Nrdb. 1887 stf. i. S. ' . Kursblatt des Eichener Anzeigers 3uli 1004 do. (Schutz-Ber.-Cert.) amort. Rente do. Rente do. do. amort. Rente amort. Rente äuß. E.-B. i. G. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. do. do. 5 Oest.-Ung. Stsb. 1873/74 i.G. M. 5 do. Brünn-RS. 72 stf. L G. 100 Tlr. 4 do. Staatsd. v. 83 „ i. G. M. 3 do. I—VIII Em. „ L G. 500 Fr. 3 do. IX Em. „ i. G. 500 3 do. v. 1885 „ i. G. 500 3 do. (Ergänzgs.-N.) „ i. G. 500 3 do. v. 1895 stf. i. G. 1000/2000 M. ZratlAsmtrr Körse A,chaff.Masch.Pap 170.- Neue Boden A. G. 149.75 Brauerei Bmding 264.— „ Henninger . 178.50 „ do. Pr. Akt. 182.— „ Kempff . . 137.50 „ Mainzer Akt. .00.- „ Reltenmeyer 130,80 „ Slcrn^Oberr.) 247.50 „ Werger . . 110. DL Zements. Karlstadt 11)6.— Cyem. Bad. AnUin 438.90 „ Btciu.Silb.Br. 124.25 „ GrieSh. Elektr. 246.- N Albert . . . 217.7v Elektr. Böse . . „ Allgem. Berlin 214.30 Die w* Wieder-Eröffnung ■öbelfabrftlagers Ausstattungsgeschäftes vormals H. (L Werner Giessen Giessen KapZansgasse 18 Kaplansgasse 18 Telephon 399 hat stattgefunden. ^abrikDreiscn ▼erkauft wird. 6145 Franko-Liiefcrun Umtausch gestattet. NB. Ein grosser Teil der Möbel und Ansstattnngs-GegenstAnde, sowie sämtliche Polstermöbel sind und werden in eigener Werkstätte angefertigt. An Per den 129646 4K 89492 32 85238 71 1560 - 579 41 9282 41 53 | ,388904 53 Gewinn- und Dertuli-Konto. : ü- f * V" • r 2640 18 6000 — 9000 - Ganz besonders wird darauf aufmerksam gemacht, dass einige Wohn- und Schlafzimmer, sowie einige komplette Küchen-Einrichtungen, diverse Divans, Sophas, Vertikow», Kleiderschränke, H auch kommoden, komplette Betten, sowie eine Partie verschiedene Sorten Stühle 60000 — ■ - wegen Mangel an Raum »um Einkaufspreise abgegeben werden. Besichtigung der Lagerräume ohne Kaufzwang gestattet. 1^600 59 284645 39 78652 92 Bringe Samstag am dem Brand- platze idjone Aprttofe» foioie Pßrftchc u. Birne» vreiswürdig z. Berk. Der rhein. vdfrhündler: Verwendung beiielben: Dem RtierDefoub . Besondere 9iüdlage . . vertragliche Tantieme dem Vorstände..... 7* ^Dividende den2Uuonären Spende der Klemkinderschule spende dem Cneaeiuerbc- verein tut bie Hanvwerker- Zetchenschule .... Bonrag auf neue Rechnung 36510 60 8126 74 29518 98 |d)tiiu um Burgjchait , Uaffedestand . . . , Wechseldestand . . , DioMlien . . . . Abschreibung e • • • migung deS Großh. Ministeriums des Innern vom 14. Juni 1904 zu Nr. M. d. I. 19194 für bic Provmztalhauptiladt Gießen verordnet, roic folgt: 8 L TaS zwischen den Häusern Nr. 17 und 19 der West- anloge hmziehende GLßd)en baif nur mit Fuhrwerken von höchstens 1,7 m Brette einschließlich der Labung befahren werden. Aolsttiverordnung, betreffend das vcsahreu des toäfcdicue zwischen Häuser» 17 und 19 der Wcstaulage. Auf Grund dcS An. 56 der Htädteordnung wird 8 2. Zuwiderhandlungen werden nach j 366 pos. 10 deS NeichsslrcngesetzbucheS mit Geldstrafe bt5 zu 60 SVIL oder nut Haft bis zu 14 Lagen bestraft. Gießen, den 13. Juli 1904. GroßherzoglicheS Poltzeiamt Gießen. Herberg. Passiva. '.Ufumfapual . . . opareuilagen . . . Schulden ui laufender Rechnung ..... uuerUobcne und über» do Vene Zinsen . . . Restrveiond .... besondere Rücklage Reuige wmn in 1908 04 Vortrag vom Jahre 1903 03..... 1725 35 175 35 Die verehrliche Kundschaft wird höflichst gebeten, ihren Bedarf an Selon-, Speise-, Herren-, Schlaf- und Wohnzimmer Einrichtungen, sowie einzelnen Möbeln jetzt zu decken, da zu nach Anhörung der Ltadtoerordneten-Versammlung mit Deneh» Btkanntmachang. Nachstehende Polizewerordnung bringen wir zur öfsenl flchen Kenntnisnahme. Silünj Her iStliierbeballk Lollar, Ält.-lScs., für llas (safte Ktslhästsjahr vom 1. April 1903 bis 31. März 1904. Aktiva. Guthaben in laufender Rechnung, gedeckt durch: a. 28ch liegen auf der (Lrotzherzogl. Bürger- mcifterei^üeud’dtjtun zur Einsicht der Beieiligtcn offen: k ^te Entscheidung bei Schiedsgerichts vom 28. u. MtS. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des zweiten Abschnittes xn dem aut Feldbereinigung Gießen, rechts her Lahn nige- zogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim, 2. oiejenigcn ®onitieruiigfltarten, in denen nach schiedsgerichtlicher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung cinnc- treten ist. Diese Osseiileguixg ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Enttcheldnugeu des Schiedsgericht« an diejenigen von den Entscheidungen betroffenen Beteiligien, die gegen die Arbeiten des zweiten Abjichnitts nicht reklamiert haben. Friedberg, den lö. Juli 19u4. Großherzogliche FeldbereinigungSkommiffar: gq. Spamer, Rretiamtmann. PmiPkiflitsermg. Dav Liefern und Ausstcllen einer gußeisernen Pumpe nebst Zubehör für bic Gemeinde BerSrod soll Mittwoch den 27. Juli, nachmitt. 3 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Bersrod öffentlich in Akkord vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bis zum genannten Termin auf Großh. Bürgermeisterei BerSrod offen. |62OO Grimberg, b. 17. Juli 1904. J.A.: Förster, ^reiöstraßenmeister. Kartoffcln. Größte Auswahl. Beste Sorten. Billigste Preise. 6214 Lchlohstafsc 6. 6268 Anton Lchucidcr. ^pazier- 3881 ^törfe stet- elegante Reuheilen — in großer Auswahl.— Cassler Schirmfabrik Clieil)C|fiid)er Gießea. SelterSweg 9. garantiert rein, 6219 per Pfund 90 Plg- Gebrüder Berdux Bah'chosstr. 27. Lindenplatz 12. Ein heller « (Backpulver DPe Ivanlllln-Zuoker 0 e t k e r,s|Pudtdllnoa"^ve' Fructin 1 Pfd. Mr 4b Ptg. Ki®ht >"/K) (Timm feinsten Tafal-Honlf MillionenhKh bewlhrte Reiepte vitii von den beeten Geachlf«* verwendet .stei