»( 94 1S4. Jahrgang Zweites Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- nnd Anzeigeblatt für den Kreis Sichen S für Sie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. onierte d unter M- SonW 6 s ßeu^ £- 4 die St Mecum damit zerstreut, daß er nuug in Kraft tret«, sei die West «erde sucht. 3681 au, Kassen- chosslr. 30. C Wemt lSalich mit Ausnahme de? Sonntags. « tt; .Giehener FamilienblStter" werden dem a )} • flet viermal wöchentlich beigelegt. Der che Landwirt erscheint monatlich einmal. IW Mitteilung von einem Schreiben des Sohnes des Verstorbenen, Ludwig Hanau, der dem Oberbgm. und der Stadtvertretung den Dank übermittelt für die ehrende und wohltuende Teilnahme, die beim Hinscheiden und Begräbnis HanauS bewiesen worden ist. Ferner verliest Oberbgm. Mecum noch einige Dankschreiben, die von städtisch en Beamten für die ihnen gewordene Besserstellung eingelaufen sind. Dann läßt Oberbgm. Mecum eine Uebersicht zirkulieren, aus der daS Betriebsergebnis deS städt. Elektrizitätswerks im abgelaufenen Jahre, verglichen mit dem des voran gegangenen JahreS zu ersehen ist. Ein Baugesuch des Balthasar Keil von Heuchelheim für die Straße Gießen-Heuchelheim wurde genehinigt. Ebenso eines deS Wilh. Seip III. für den großen Stem- weg wegen eines Balkons. Auch mit dem Baugesuch des L. Reuß für den Seltersweg erklärt sich die Versammlung einverstanden. Ecke der Wolkengasse und des Selterswegs hatte der Gcsuchsleller das Anwesen Seltersweg 46 erworben mit einem Vorderhaus und einem alten Hinterhaus, worin er einen Backofen errichtete und zu diesem Zweck die Außenwand abgebrochen und eine neue dafür errichtet hat, wobei der ohnehin schon kleine Hof noch mehr eingeengt wurde. Wegen dieses Uebergriffs ist er amtsgerichtlich bestraft worden. Nun bittet er die fertige Anlage, in der er eine Bäckerei betreibt, zu genehmigen. Da der Fall ähnlich liegt, wie bei dem kürzlich genehmigten Gesuch des BäckerS Läber, ist die Versaminlung für die Genehmigung des Dispenses. 3643 jnermenjer. * Freitag 22.April 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UntversttätSdruckerei. DL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Echulstr.7. Del. Nr. 5L Te!egr.-Adr. r Anzeiger Gieß«. E -r huldigt hatten sich Curschmann, Heichelheim, Helfrick-? .iligenstaedt, Schaffstaedt, Schmoll und Pirr. £ X .lirgin. Mecum eröffnet die Sitzung, indem er des Ablci A:.;-des Stadtv. Hanau mit ehrenden Worten gedenktr«: .nicht nur ein beliebter Kollege, sondern auch den neifienu; lieber Freund gewesen sei. Sein Andenken Mlmq der Stadtverordneten. Gießen, den 21. April 1904. Mtzl rnte Eiellt, 3645 , ®iefeeiL_ itt Mitt »sicht. 13726 Politische Tagesschau. Streikende Eisenbahner. Der Platz an der Gabelung der Licher- un nung m Kraft tret«, sei die WestarUage ohnehin geräumt. Mit der erwähnten Verordnung erklärt sich die Versammlung einverstanden. Einem Gesuch, die Anlage einer Fernsprech leit- & v-Vv-y stand; Die 1c er M'che Klingelbach- r yiewarä- 0227° Livmaua. »echt ier dauernde ' ' 02294 Zianlage 60. ibeiter l: gut ein. M3718 ixn. Für end wird 8722 Wien 5 Nir An» itbeihmg und zur tn*51ppa* Sie W mlid) ge. sjührlichc t-H. 37907 er, Berlin. lgrotz^ rege Kk 37251 Bezügen -ureiung -'cfflchkr- wr mii litl ft« 9 [3673 ki M ctüiH? irjd|c tß^ Oberbgm. Mecum stellt dem entgegen, daß man darauf schon gern eingehen möchte, daß es seither aber immer sich erwiesen habe, daß die Anlieger für ihre Häuserverkäufe viel zu hohe Forderungen stellten und man somit auf Enteignungen angewiesen sei. Stadtv. Krumm ift dieser Meinung auch, meint aber, wenn man einmal die Enteignungen vornehme, möge man mit der Wolkengasse, die nur kleine Häuschen ausweise, beginnen. Da jetzt durch die Kanalisationsarbeiten zu viel Verkehrsbeschränkung sich ergebe, bitte er mit der Verfügung bezügl. der Dammstraße zu warten, bis die Arbeiten in der Westanlage - fertig seien, welches Bedenken Oberbgm. Mi«r Aufmerksamkeit verfolgt. In erster Linie seitens er t MMchen Staatseisenbahnverwaltung. Man wird sich cinniiM, daß im Beginn des vorigen Jahres bei den Ciattitiieicttuiigcn des Reichstags und des preußischen Ab- !3Cür:::: ic ihauses der damals in Holland ausgebrochene ro{?-^ Li rnbahnerstrcik eine Rolle spielte. Budde, der ünei::tr Iber öffentlichen Arbeiten, wies darauf hin, daß dcrgüi ei auch bei uns passieren würde, wenn es der c i?,? iRJ.-emofratie gelänge, die Eisenbahnanaestellten in iliri le;, zu locken und unter ihnen eine sozialoemokra- 11 j.tu «irg,inifation ins Leben zu rufen. Der Minister er* ! ärtto n werde nicht dulden, daß im Bereich seines effitar. eine politische Agitation sich breit mache, denn c s'vi re^pslichtet, den Vertrag zu erfüllen, den er durch istjung einer Fahrkarte, eines Fracht- und Gepäck- faieü 3 , in gehe. Jeder Kontrahent habe das Recht, ihn, i ü Km"ter, regreßpflichtig zu machen, falls die omni des Betriebes und Verkehrs durch einen Streik r t 1 Ä s eilten gestört werde. Die daraus sich ergebenden ais jtn )Cn seien so handgreiflich und unabsehbar, daß ■ 3 > Der Eisenbahner geradezu die Bedeutung einer o en tu ' i Gefahr haben würde. Diese entschiedene Stell- jii - ist dem Minister von sozialdemokratischer Seite r cüßflc .orDcn; man führte das Koalitionsrecht der Ar- bi.tei ii l Anderes mehr gegen ihn ins Feld. Budde 1 ; ' bet nicht beirren; er sorgte dafür, daß seine 1 ein . . zur Kenntnis auch des letzten Eisenbahnarbeiters ut niib verfügte sofortige Entlassung aus dem <- a ;J i ii, wenn seinen Anordnungen zuw.der gehandelt -D A^.ese Energie des Ministers, der andererseits den und Beschwerden der Eisenbahnbediensteten fein , : _ verschließt, gibt Gewähr, daß ein Eisen- < t :i L e i t bei uns wohl ausgeschlossen ist. s . Streik ist am bedauerlichsten in seinen Folgen, Dc 5 ’rluft der Stellung, den die Niederlegung der a viele Familienväter herbeiführt. So ist es ' ;oJlb gewesen, obgleich die Sache der Streikenden hier o. i;äJL .tägig günstig stand, und so wird es bei dem c sch K .u Vorgehen der Regierung auch in Ungarn kouiMW .2er „Vorwärts" schiebt die Schuld an den Aus- ungarischeu Regierung zu, indem er behauptet, >! " wolle die Eisenbahnerorganisation vernichten. Dom Detachement Klasenupp. $n kolonialen Kreisen war man um das Schicksal der D v. i abtcilung des Majors v. Glasenapp in Sudwest- afi ^: besorgt, da man seit dem 5. April ohne jede Nach- rid rh Mit der Kolonne geblieben war und Grund zu der v-.- .fftidiLung vorlag, daß sie zwischen zwei Feuer geraten fei: :;m! nntc. Glücklicherweise stellen sich diese Besorgnisse jel;' 1 als grundlos heraus. Unsere Meldung im heutigen Fr Mlacke, die von dem Verluste der Kolomie berichtet, gil o! i ichzeitig Aufschluß darüber, daß Glasenapp mit leiimrn Leuten sich, wohl schon seit mehreren Wochen, in ' rin . befindet, kaum 20 Kilometer nordöstlich von dem GeWlsvelde Okaharui. Die Kolonne Glasenapp hat offen* ba i ar. < Jung, dort stehen zu bleiben, bis die Schwenkung jecStbeirften Leutwein in südöstlicher Richtung zur Aus- fül Hnnz gelangt ist und ihre Wirhma auf die Stellungen >ei n t o getan hat. Die ursprüngliche Absicht, den Häupt- ii idi'jjo bei Otjikuara anzugreifen, mußte Major von infolge dieser veränderten Situation wieder auf» geleit 1 ifenbar hatte man an Ort und Stelle von den 1 jr.i t mgen, die in der Heimat um das Schicksal der " o tilfine gehegt wurden, feine Ahnung, im Gegenteil wer- erei«al Den großen Anstrengungen der borangegangenen Wc/ioii! ;itrabe die letzte?! Tage von dieser braven Truppe als».« lieihe verhälmie>mäßiger Ruhe empfunden worden fei > st ;5 cs heißen will, seit mehr als 60 Tagen und utien n einem fremden Lande, von einem heimtückischen ei-r mlauert, unaufhörlich umherziehen und stets nur un rm: j: iem Himmel lagern zu müssen, kann man sich lewüch vo> stellen. Kein Wort des Lobes und der Anerkenn- un^jyi thiinte für so bewunderungswürdige Leistungen zu hoc.ith^.. iffen werden. Daß der Gesundheitszustand der luiöiii j. , ten unter so außergewöhnlichen Verhältnissen manu ,ji wünschen übrig lassen muß, konnte nicht anders erwMiuei werden. Tie längere Pause in den Marschbeweg- i'iigigi Der Truppe, die jetzt eingetreten ist, wird ihr auch n liest Beziehung zustatten kommen, sodaß man hoffen Darfäba weitere Typhusfälle sich nicht ereignen ober doch leichteren Verlauf nehmen werden. Lr einjährige Seesoldat Sott in au§ Kiel, welcher I) . «er Kolonne Glasenapp befindet, telegraphierte an ui" ateitern aus Swakopmund vorn 20. April: Gefecht mit« gen -H, ivollkornmen gesund. Als von fitriaiitj mäßig btt U aur jya|| unter Ufa. ' Vtirat bat m.(tm v *3^ N werden::: llh end: Oberbürgermeister Mecum, Beig. Georgi und iil: . ... ordneten Brück, Emmelius, Faber, Dr. Gaffky, j» 'sch, Haubach, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, 41.nrin, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schiele .; r.ö 1 Wallenfels. evang. i Cietw ßllch „Renn»' i wird gar lohimng D Hiner Ä " Sonnig •"I"6,n[r8ln|d8< m ■e,eui|uje -uuiu Darnistädter Bank 134.80 Bochumer Guß . 191.10 I des landwich'chastl ro'Z *Ju y ro ZzH $2 ä 3 Su 5 ca § SA !o» » W 0-0 3 n 5 P: ht- P ro 3 *8« 3 "WCQ o" ro Z3 co 8 ? 3 s ß-Z§. 8- -CP 8 2 3 & 5 o ce 2.« 3 OT W to e 3 Si 3 2* vv §"7 •S-feS” 3 »s Ö p 3 W ro CP ro 3 tt ro 3 3 rr K öb P R ss 5 3 3 O* CP 3 <$y — — <2 er o 8 5 5 G> < «» ZA. ro ro | .5 3 jr ro -ö S P tS 3 H m er (£1 g P o 3 Et 5 Zr^L ä ro 3 § <77- rö t$U Z- • 2- 55 ß h to-S' o 2 s «V ff. ro c CP 3 — 2 WZ g:3 d3 Trierscher Weinapfel. Birnen werden nur in geringen Mengen gezogen. Der überaus große Reichtum der Bäume an Blüten läßt eine gute Obsternte erwarten. Hoffentlich geht es nicht wie im vorigen Jahre, wo die guten Aussichten durch die Maifröste zu nichte wurden. W. Dorf-Gill, 20. April. Am 10. Juli findet hier die Fahnenweihe des hiesigen Kriegervereins ver- bunden mit dem Bezirksfest des Bezirks Butzbach—Bad-Nau- heim statt. Die Fahne liefert die Hildesheimer Fahnenfabrik. )( Sichenhausen, 21. April. Dieser Tage entstand in einem hiesigen Privatwalde Feuer, das sehr rasch um sich griff. Da alsbald Hilfe zur Stelle war, konnte das Feuer rechtzeitig eingedämmt werden. Kassel, 20. April. Die Einweihung des Genesungsheims für die preußisch-hessischen Eisenbahner im Stadtwalde bei Melsungen fand in Gegenwart des Eisenbahnministers Budde, des Oberpräsidenten, des Regierungspräsidenten, des Landeshauptmanns, sowie von Vertretern der Eisenbahnbehörden, der Stadtbehörden und zahlreicher Gäste in feierlicher Weise statt. Kleine 2k 111 c 11 un gen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dem Obersten a. D. Leopold Ludwig Friedrich v. Böhm in Koitz bei Maltsch a. O. und seinem Vetter, dem Kunstmaler Johann Friedrich Ernst Bruno v. Böhm in Darmstadt nebst ihren Nachkommen ist der Name ,o. Böhm-Bezing" verliehen worden.—In Freiburg i. B. starb der Senatspräsident des Frankfurter Oberlandes g eri chts Geh. Oberjustizrat Dr. Earl D i eh l. S r2 Z p' R5 o. P er p ■P' 3* — J3S- 5 ° 5. Z P it£ 5*°°° 2. <$u H 3 t-h _xs .4-re» " Ct» TP 3 3 0 8-Z.» er co ro to ' 8 -ä KZ g ?? 3n er 51 ■ST CP Aus Stadt und Land. Gießen, den 22. April 1904. - Ueberfall auf dem Schiffenberger Wege. Gestern nachmittag wurden, wie wir hören, vier Damen, eine Mutter, Frau F. mit ihren drei Töchtern, im Schiffenberger Walde, in der Nähe des kürzlich entwässerten Teiches, auf der offenen Landstraße überfallen. Während sie heiter chres Weges gingen, sprang plötzlich ein Kerl aus dem Dickicht heraus und packte eine der Damen an. Diese riefen um Hilfe, und ein Herr, der des Weges kam, eilte herbei. Der Kerl nahm schleunigst Reißaus und verschwand im Walde. Leider hat man seine Persönlichkeit nicht feststellrn können. Das Verwunderlichste bei dem Ueberfall jft die Frechheit, auf einer schnurgerade dahinlaufenden, sehr lebhaften Verkehrsstraße am hellen Tage eine verbrecherische Tat ausführen zu wollen. Die Möglichkeit, nicht auf frischer Tat ertappt zu werden, ist gerade da nahezu ausgeschlossen. ** Bepflanzen der Kreis st raßen mit Obst- Läumen. Die Kreisstraßenverwaltung entfaltet eine rege 'Tätigkeit in dem Bepflanzen der Kreisstraßen mit Obstbäumen und zwar in erster Linie mit Aepfeln. Die früher an allen Straßen stehenden Pappeln, Linden ic. find fast vollständig verschwunden und an ihrer Stelle Aepfelbäume gepflanzt. Auch im verfloffenen Herbst wurden wieder 1100 Obst- bäume an den Straßen bei Grünberg, Utphe, Inheiden und Daubringen angepflanzt. Die Sorten werden nach der Beschaffenheit des Bodens und der Lage der Straßen ausgewählt. Zur Anpflanzung gelangen in erster Linie Goldparmänen, Baumannsreinetten, Boikenapfel, Schöner von Booskop, Bohnenapfel, Elserapfel und für rauhere Lagen welche mit der im Zum cpronoenuHroum. "" Zusammenhang zu bringen sein büti en Sen im dem Kasicundustrlemarkt war die Tendenz allgemein eine rcü', s besonders, wie bereits oben erwähnt, für Etsenwerle Ü ! - ' L^ciitk ^mil>r Privat-Diskont 2^/g Prozent. ' ' o-crmal m " Anfangs- u. Schlußkurse beigM“ Oest. Kredit .... 201.60 201 50 „«druck u- ®eP Deutsche Bank . . . 216.30 216 «rühl'l^" rr>_____r. k's..__(U...» i.,, .. «... b«T Clrirt« HI & <3 «« r-X •• P s s -n re S ro p ».sh: :aß । 2 3 rr ► CP • - - L, <2 %■ fttönnen. Vorsitzender de ^boffmann-Hos-G lblehrer Schwarz n Die Revision d deS Jungviehes ei j gebenden Termine. Friedberg, - 5 p-a. ■ S H S' S' 2® s 9^3 k - ro^^!; schiver sem, Ihren Wunsch zu erfüllen, doch wir wollen trog: ö" 3 o 3 ro 3 p p S'ä’ts ft 3' bemerke: s?^ußen land befinl Manteuffel 1. .llrnst Frensl J&Ä datiert IkSf'".TO von i laicht d li hat, d :j ^unds : 1 wir > ^Ln ffe uns n Llm» > ::-,-2ccn ^urückrü -- tife jL '^krümme h «^"^iehen E i ^r^ ^ehen bir f, " und D. tTft,;,*®' wie in c n." ’u i 5rIofl d .Krz» '"Mer '-n [)a?fdyt§ da^^ufe > ti,b' 3 re ft p säS® Z"ZI äß^.3 ß® - H5' | WMZ 3 |'s ro ft» re -ec?» « ZCP^L'3 ro ro^ ^,3 ro p ro ° 3 S.’ Si 3- g- <ä) -9"^ 2 *>s* 3 S” C^3 S> O. Q 3 ro p 's» V p 3 !cp *" S 3 ro ft Ö 2 3 Slflsi — CP *3' Vermiid?tes« • Brest, 21. Aprtl. Infolge einer Exp losion an Bord des Kreuzers „Forbin" mußte dieser auf Grund gesetzt werden, er hat ein großes Leck erhalten. • Wien, 22. April. Die internationale Ausstellung für Spiritusoerwertung ist heute vormittag durch den Protektor Erzherzog Franz Ferdinand in Anwesenheit des Handelsministers, des Präsidenten und der Mitglieder der fremdländischen Abteilungen eröffnet worden. In seiner Eröffnungsrede wies der Erzherzog auf die umfassende Mitwirkung des Auslandes zu der Ausstellung hin, und drückte die Hoffnung aus, daß auch diesmal der friedliche Wettbewerb sich bedeutungsvoll für den wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt erweisen werde. Die anwesenden Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Rußlands stellten dem Erzherzog die Vorstände und Beamten der Abteilungen ihrer Länder vor. Handel und Verkehr. Dslkswirtschaft. Berliner Börse vom 21. inpril l«04. (Mitgeteilt von der Bank für Handel imd Industrie, Gießen.) An heutiger Börse zeigte sich im allgemeinen etwas lebhaftere Stimmung und mehr Geschästslust als an den Vortagen. Neue politische ^iachrichten lagen nicht vor, umsomehr jedoch waren Berichte da, die sowohl auf dem Jnduslriemarkt, wie auch aus dem Bankatnenmarkt größeres Interesse heroorriefen. Zunächst waiidte man seilte Ausmerkjamleü wieder den Altien des Schaaffhaujen- schen Bankvereins und der Dresdner Batik zu, welche, wte bereits gestern verlautete, vor einem neuen größeren Geschäft stehen, aber auch für die Aktien der Slationalbant für Deutschland zeigten sich gute Käufer, da man auch von etnem neuen Geschäft dieser Bank wissen wollte. Aus dem Aiarkt für Jndustrtewerte standen wieder Eisenwerte im Vordergründe, für welche einerseits das Zustande- tommetl eines belgischen Stahlwerksoerbandes stunulierend wirkte, andererseits aber auch may den Beurttt des Phönix zum Deutschen tr 2. .°° an ro ft. a» £9 3 2 _ Seo COq, ro * gr ro &> $3 cznH; ro 3 3 tft&i ' r ® re^ß- Harpener Bergbau . . 196.— Tendenz: Ziemlich fest. Reichsbauk. Am 9. Atai wird in langend reer Bochuni) eine von der Reichsbankslelle in Bochum abha»'° Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung ünd beschräitklem (.'' verkehr eröffnet und zugleich ermächtigt röeiben, auch !Wtd"£' ’ Werne einzuziehen. — Zur neuen ruffischeu Anleihe. Die Börse ift nrf der Ungewißheit, in der sie wegen der neuen russischen W schwebt, sehr zurückhaltend geworden. Einstweilen gehen ' russischen Staatspapiere weiter ziirück, da angenommen wird t nach Lage der Verhältnisse eine neue russische Anleihe zu gumi,'n Bedingimgen an den Alarkt fomnien müßte als die bistie™, Wahrschettiltch ist ja, daß russische Schatzanweisungen an den gebracht werden, die den russischen Staat nur auf iveuige Vi belasten. In deutschen Baiikkretsen nimmt man auch an, öaij ö? b pEt. „gioteS" sicher auch in Deutschland in größeren Äeu^s Unterkuiist fänden, aeradefo wie setiierzeit die 4'/, pto;er»c mexikanischen Schatzscheine stark gekauft wurden. — Kali unvOcl. DieB e t e il i gung großerBa, I bei der Erneuerung des K o h l e n s y n d i k a t s war kundig. DteDresdner Bank und der A.S chaasshauicn Bankverein griffen, als die Erneuerung des Syiidtkais m stand, ein. Große Bankinstitute beteiligen sich auch an ■ Hannover's.ch en Erdölindustrie und nun hat sich ty Interesse auch auf die Kali-Industrie ausgedehnt. Tie Jniew^ nale Bohrgesellschaft, die bekanntlich mit Schaaffhausen eng Ljk- ist, interessiert sich auch hierfür befonders. Weiler ist auqt- Deutsche Bank beteiligt. Mit einem Kapital von vorerst 4 '1M ist unter Mitwirkung der Essener K r e d i t a n st al t uni :• St i e d er r h e i ti i s ch e n K r e d i t a n st a l t vorm. Peters l £ ein neues Kaliunternehrneii gebildet worden. Tie Gejeltichaii naz sich „Deutsche Kaliwerke A.-G." und hat die Weierti in der deutschen Tieibohrgeselljchaft bei Hainrode (bet Bleicherei» (. wie die Terratns der Kalibohrgeselljchast Sachsenhall enre; <>- Die Ausschlüsse in Hainrode werden als vorzüglich bezeichnei Stahlwerksverband als definstiv beschlossene Sache bezeichnete , nS Renten nmren Türken nach ^ut behaupteter Eröffnung ' i gß*, Kauje hm spater lebhaller gefragt, um jedoch wieder am desselben Platzes matter zu schließeu; argentinische w'* , e. im Verlauf der Börse ca. 1 Proz. ein infolge der Abaciben ' r ersten hiesigen Bank, welche mit der nn Ium er. ftaS» Präsidentenwahl ltn n"c------' ' 1 1 ' vl «5 ro