:'Cb. liftraße 7. Hit Depeschen: Gieße«. Ferir» «nschlußNr 61. Wh 94 •W.t lUt täflllti r in TonnlagS. Denim i^ener Anzeiger wcr-rü.- - < Wechsel mit deinen! :kd)tn Landwirt bk lliaier Familien. hlätM j ?rmal in der 1 Oke beigelegt. tRottoi. Hibruef u. 93er- Iflfl i le ö r ß f) l'scheu Untltc--. ttuch-u.blein- bnuhoittl. 9t Lange. Sktttfun, drpebUion nie $?*•): tot «jw '^nbcri.-n'■lf attp-< *^et tur* i- ' "" Sittta,”'11-' * fr M- ' - etnet Slot L ?■ zt:" '6l8eritti Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 22. AprillSO4 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngöpret-r monailich7bPf^vtettel- jährlich TZL LLO; durch Aohole» u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.—viert el- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. ZellenpretS: lokal 12 Pk auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den doIU. und allgem. Lett: P. Wtttko: für »Stadt und Land^ und .GerichtLiaal': August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. MrUfäfs-Nti»,. * in Trüben im^v. rbamakoloqir anv-. lboens, üoHenbd Q’v Roeibqen? xtr er ordenllicheiM- Sein Sladi’cl-v •- er in Sonn). ebemo(iqen fy..* ?L und betragen^.... ,e’.nt. war Ronlubx/t' e inne.1 _ ^Mi-tssaak. ilvril. Sine tikitMtz« »geratenen Sol: >en Tlorbfiohl;üii irourqericbt?. ter borene eteinbnidurbrz' Greiners Johannes (b- m versuchte letü imb versuchte Sto'1- iu§ ntt Last. Tie Pch lon ieit einiger Zeilr itel geünnl. ohne bei - flärunq dafür hätte r m Montag, trank treu beiden jüngeren h. er Vater kam gegen' : und trank ein E!n-1 aut den Schah und I: outen. Ta forderte' Sett ui gehen, es in : et nicht nötig. Tei •x ?nluft auf den M ihnen, rooroiti fein vr. i bmau«. Tie beiher: r ein starkes Srotrr TleÜet fo lange L' -lutibertrömt zu 8* noch gerufen, B r Sütgermeiftet aus Angst vor d darauf iotbette- ruber aul, 'hm gebe nun wieder ne- -d ball Lm b-m'- . g,r er auch W»® ■ ter®rub«Ä it et bane,. Hügel abnB >'"jU aber, ibn die s oerfafien unb jau’e einfchlaa^ ' , S hmauS geW, Lst-hine^L S-. »‘srtfc. it em Zufall« rerha’teit ,•! ■_ M'nt „,,rh verwes ;i<-. rsi^nma W 1\ ■ 80. Wgg JtÄ; 'M 5' t'Ä re'--; - " in i^i» ?rr Krieg zwischen Japan und Yußland. Neue Meldungen vom Kriegsschauplätze. m Telegramm des Generals Kur opatkin ünden Za) ifn vom 21. b. M. lautet: „Am Jalu nxrr am 19. und io 3 '[ptil alles ruhig; keine Veränderungen sind niti'M I n. In der Nacht auf den 19. April wurde hei den-« Vorgebirge Tower Hill westlich von Kaitschou ein Da> m 7 bemerkt, der anscheinend zur Vornahme von : W - ,t Schaluppen ausgesandt hatte, die sich rasch ent'i^ntein. Tokioer Berichterstatter der „Times" drahtet vom P'1 ! 1502:: Alle Meldungen deuten an, daß die Russen fleh I :irciiif vorbereiten, entschlossenen Wi d e r st a n d amiisla nfluß zu leisten, wo 50 000 Mann zwischen * frf jjii! " tscheng und Tatungkan konzentriert sind. In der ” - t! ' ast von Snntschin werden häufig Schüsse über beui: jircnn gewechselt. s'N japanischen Kr egsministerium stellen sich fort- >r'r77 eiwillige scharenweise zur Verfügung. Alle l ’j: • rufen vom 14. bis 70. Lebensjahre sind bar- unt rar luch zahlreiche Soldaten meldeten sich, deren ’ 1 ab gelaufen ist. Nach Schätzung der Behörden wär•<:: sich ohne Schwierigkeit 500000 Kriegsfrei- i;''' 'Üllig i zusammen finden. Bisher machte man aber von i >es pm i cnstanerbieten keinen Gebrauch. i- irund für den bereits im Frühblatt gemeldeten "b H er 70 M a r i n e s o l d a t e n von derameri- iunro'lh:. rt Gesandtschaftswache in Söul wird ang rattbn.i. baß die japanische Besatzung nunmehr genügend > ar:Ä erscheint, um etwa ausbrechende Unruhen zu unter- DtÜCÄ Ter Krieg und die russischen Bauern. Irrd den Krieg Rußlands mit Japan wird der '>fi ", iiauer ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen, s f hihSeiti auf dem platten Lande rnassenhast Aushebungen oliii fiirtvn zum Ersatz für die nach dem fernen Osten tsnadleii Regimenter. Dadurch verliert die Land- luir :t|. :.ft einen Teil ihres besten Arbeiter- ■'i a Irti'ti (■ f Sie wird weiterhin betroffen durch die । i n ii'Mi:hellen Wirkungen des Krieges. Eine Reihe von ouvMneiments hatte in den letzten Jahren Mißernten ' ckaeühnen. Das Finanzministcrium bewilligte den " sch fuWgtffin Bauern Zuschüfse, um sie vor dem Verhungern s ochn und in den Stand zu setzen, sich Saatgut zu i.-nfer-L Da nun angesichts der ins Ungeheure wach- , ulkn ! riegskosten alle anderen Staats-Aus- n ibi'lneiingeschränkt werden, war es eine der ersten ißtt.mli der Finanzverwaltung, den Bauern den Zusliviiß zu kürzen. Sie murren nicht; geduldig, wie si? nur einmal sind, sehen sie in dieser Heimsuchung das Waltuu b«S Schicksals. Der Gedanke an Empörung liegt bi it fern. Was aber werden wird, wenn auch dieser £anr"nr ine Mißernte bringt, das läßt sich nicht absehen. 5 ~r üicE7mstand wäre dem Ruin nahegebracht, und die Bl rp7M 7 Zitierung der Feldarmee würde kaum anders s, . ri7-.il en sein, als durch ein Verb ot der Ausfuhr n-j-n Brotgetreide, das sich auch für Deutsch- i -ii ir pfindlich bemerkbar machen ncüßte. ♦ 5 u raueste Gesetzsammlung veröffentlicht: 1) den vom f ar u- bestätigten Erlaß des Reichsrates betreffend Ein- s. "n itfiucS Zentralrates und die Hauptverwaltung : .! Angelegenheiten wirtschaftlichen Charakters im i o -:: r/- Ministeriums des Innern; 2) den kaiserlichen Ulas .: ’-r die Bildung einer sibirischen Kosaken- d . i ijiliotit, die sich aus dem vierten, fünften, siebenten u b :ilren sibirischen Kosaken - Reserveregiment zu- saummUfM Weiteres aus Petersburg. ABTu il Skrydlow hatte kurz vor seiner Ernennung , in s- S isHaber der Flotte im Stillen Ozean eine Unterart :: it dem Vertreter einer süddeutschen Zeitung über den K ft mit Japan, worin er äußerte: „Wir kämpfen gt ien t musterhafte Flotte und vorzügliche Seeleute; ib 2 D?- p'in ist vortrefflich, sie sind kühn und entschlossen mir» k:c i ausgezeichnet gelernt, moderne Fahrzeuge zu re ter w was eine recht komplizierte Sache ist. Die ^t- pr er : rt’ ein ernster Feind, mit ihnen zu kämpfen, ist kein K:Pkmspiel. Ich bin ül>erzeugt, daß wir sie schließlich be ■?;] «r-erben, boch wird ber Kampf zur See nicht Ici v, । Mr werden viel riskieren müssen." Skrydlow er är7 alt ierrner, ber Kaiser habe ihm bei seiner Audienz P tfntjort erteilt, in Port Arthur gemäß der jeweiligen Lage " gu handeln. Die Operationsbasis werde daher Järiu Port Arthur bleiben. — Ein Gerücht spricht von jflpatiir.ji Truppenlandungen in Jnkau. Die kaiserliche Famil Ä:r«Iäßt Petersburg am 15. April und siedelt nach ZerskcÄfstilo über. Das Gerücht, wonach die Geschwätz e r kc'r im Betrage von 20 Million en Rub e I mit dem t:ropawlowsk" untergegangen sei, ist un bo! j::intzet. — Ein Freund Kuropatkins erhielt von diesem.: Telegramm, worin er mitteilt, daß er entschloss«:» jeni, das Eintreffen von weiteren 200 000 Mann Trupp :er Ob zu warten, bevor er ein größeres Gefecht zu liefern ! )«mkt. — Auf der Petersburger Handelsbörse ist man ||).: । erregt über eine Mitteilung, wonach die Re- gierun^ii: .eEbsichtige, neue Steuern auf Alkohol und iZ!-:kart en für Vorortbahnen einzufuhren. Die staufm i: f^aft protestiert heftig gegen einen solchen Plan. D' Äiamzer „Orel" und „Borodino" haben die Newawerft ' l'Men und sind nach Kronstadt gebracht worden, wo ih p tmmierung vervollständigt wird. — Die offizielle Subskr 7 ri für den Bau neuer Kriegsschiffe beträgt Miiuis über 12 Millionen Rubel. 3>er ungarische HisenöaknerstreiL. Budapest, 21. April. Der Personen- und der Eil- zu g, die heute von höheren Beamten auf der Wiener Strecke geführt worden sind, haben anstandslos die Strecke zurückgelegt und normalmäßig die Grenzstation Marchegg pasiiert. Der Orsovaer Frühzug wurde bei der Porta orientalis zum Stehen gebracht, indem Bahnarbeiter den Zugführer mit Steinwürfen verwundeten und an mehreren Stellen die Gleise auf rissen. — Nachdem im Laufe des Tages wiederholt Verhandlungen wegen Beilegung des Eisenbahnausstandes gepflogen worden waren, teilten die Komiteemitglieder den Ausständigen mit, daß hier und in der Provinz Hoffnung zur Herstellung des Friedens vorhanden wäre. Debreezin, 21. April Unter dem Einflusie des Aus« standeS der Eifenbahnarbeiter ist hier eine große Streikbewegung im Gange. Die Arbeiter der Tabakfabrik, der Dampfmühle, der Werkstätte und der Waggonfabrik der Staatsbahnen, die Maurer, Zimmerleute, Tischler und Schlosser stellten die Arbeit ein. Es sind etwa 6000 Arbeiter ausständig. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden umfassende Maßnahmen getroffen. Höllisches Reich. Berlin, 21. April. Das „Verl. Tbl" läßt sich aus Rom melden: Tie Blätter bericht'n: Vor ber Ankunft bes Kaisers in Catania machte man ibn barnuf aufmerksam, daß ber ©tabtrat sozialistisch gesinnt sei. Der Kaiser zuckte ieboch lächelnd mit ben Achseln und er- totberte: „I ch besuche boch nicht ben Stabtrat, sondern bie Stad t." In Catania spielte sich ein seltsames Quiproguo ab. Der Kaiser hatte ben sozialistischen Bürgermeister Abg. Dese liee zum Abendessen geladen. Defelice ist derselbe sozialistische Agitator, ber im Jahre 1893 die sozialistische Bauern- bewegung ins Leben rief, die dann zur Revolution führte und von Crispi nur durch Erklärung des Belagerungszustandes und durch Massenverhaftungen nieder- geworfen wurde. Ms Defelice nun von der Einladung des Kaisers Wink bekam, reifte er schleunigst nach Messina und ließ sich entschuldigen, er müsse die in Messina landenden Stadträte von Paris notwendigerweise empfangen. Die Begrüßung des Kaisers in Catania verlief übrigens trotz alledem großartig. — Prinz Adalbert von Preußen trifft nach einer Meldung aus Tientsin am 5. Mai in Peking ein, wo er Audienzen beim Kaiser und der Kaiserinwitwe haben wird. — Eine Ministerkonferenz zur Erschließung neuer Steuer quellen wird in der Münchener „Allg Ztg." angekündigt. Da die Mehreinnahmen aus dem neuen Zolltarif durch das Zolltarifgesetz für die Errichtung einer Witwen- und Waisenversorgung festgelegt sind, siebt das Münchener Blatt nach Al'schluß neuer .Handelsverträge in absehbarer Zeit die Notwendigkeit einer Erschließung neuer Steuerquellen zur Vermehrung der eigenen Einnahmen des Reiches voraus. Die Münchener „Allg. Ztg." legt den Parteien im Reichstage nahe, dem Bundesrat zuvorzukommen durch Anerbieten neuer Steuerquellen. Tas Blatt hat aber selbst wenig Vertrauen, daß sie die Parteien in naher Zeit auf einen bestimmten Vorschlag einigen werden. Deshalb bleibe „nichts übrig, als daß die Finanz- minister der Einzel st aaten von neuem zu- fammentreten und mit dem Staatssekretär des Reichsschatzamts sich über einen gangbaren Weg zur Erschließung weiterer Reichseinnabmen verständigen". Ausland. Brüssel, 21. April. Wie der ,,©oir" erfährt, beschränkt sich das Gerücht, wonach englische Truppen kongonesisches Gebiet besetzt hoben sollen, darauf, daß englische Truppen bis zum Albert Eduard-See vorgedrungen sind, um dort Besitz von dem am Kiwsee belegenen Gebiete zu ergreifen. Dieses Gebiet wird bekanntlich gleichzeitig von Deutschland, Belgien und England beansprucht. Wi en, 21. April. Bei dem heute zu Ehren des Prinzen und der iprinzessin von Wales stattgehabten Gala- bin er in ber Hofburg brachte Kaiser Franz Joses folgenben Trinksprüch aus: „Indem ich Eure Königlichen Hoheiten herzlich bewillkommne, lege ich Wert darauf, dem Vergnügen Ausdruck zu geben, welches mir Ihr Verweilen in unserer Mitte bereitet. Ich erblicke darin einen neuen Beweis der engenFreundschaft, welche unsere Familie und unsere Länder verbindet und welche, von Alters her bestehend, durch den mir vor einigen Monaten abgestatteten Besuch des Königs Eduard in so erfreulicher Weise wieder belebt wurde. Von diesen zahlreichen Beweisen der Sympathie tief gerührt, schmeichle ich mir mit der Hoffnung, daß unsere Beziehungen sich in Zukunft auf ihren durch die Vergangenheit vorgezeichneten Bahnen fortentwickeln werden und beseelt von dem Gefühle lebhafter Erkenntlichkeit, trinke ich auf das Wohl Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der sprin- zessin vvn Wales." Der Prinz von Wales erwiderte: ,^Jm Namen der Prinzessin von Wales und meinem eigenen danke ich Euer Majestät von ganzem Herzen für die wohlwollenden Worte, mit welchen Ew. Majestät uns so gnädig einen Willkommengrufi in dieser schönen Stadt Wien entboten haben. Mit lebhaftester Freude gebe ich Zeugnis von ber engen Freundschaft, welche unsere Familien und unsere Länder verbindet, und mit größter Bereitwilligkeit haben wir, die Prinzessin und ich,. die Gelegenheit ergriffen, dem verehrten Souverän b*eit Tribut unserer Gefühle zu zollen. Ich bin tief gerührt von den herzlichen Worten, mit welchen Euer Majestät des Besuches gedachten, an welchen der König, mein geliebter Vater, eine kostbare Erinnerung bewahrt. Indem ich Euer Majestät für ben schönen Empfang, ben Sie und zu bereiten bie Güte hatten, danke, trinke ich auf das Wohl Seiner Majestät des Kaisers und Königs Franz Josef!" Paris, 21. April. Ter italienische Botschafter Graf Tomielly ist gestern nach Rom ab gereift; er hat die große goldene Medaille, welche in der Pariser Münze gepräat wurde, mitgenommen, dieselbe soll dem Präsidenten Loubet vom König Viktor Immanuel als Erinnerung an die Reise Loubets irach Italien überreichen werden. Tomielly wird Rom mit dem französischen Botschafter Ende dieser Woche verlassen, um btii oem Empfange des Präsidenten Loubet in Pisa zugegen zn sein. Kongreß für erperimentesse Psychologie. (Schluß ber Verhanblungen bes 3. Tages.) iprof. M arbe-Mirzburg: Ueber den RhythmuS der Prosa. Bei ber Lektüre des Goetheschen „Rochussestes" glaubte M. eigentümliche subjektive Erlebnisse lBewußtseinslagen) zu haben, die ihm aus der Gleichförmigkeit des Rhythmus des Stückes zu resultieren schienen, desgleichen bet ber Lektüre ber Heineschen „Harzreise" anbere Bewußtseins- lagen, bie, wie er meinte, mit ber geringeren Gleichmäßigkeit bes Rhythmus dieses Stückes zusammenhingen. Die Akzentuiemng und Zählung der betonten und unbetonten Silben der ersten 3000 Worte beider Schriften bestätigte die oben geäußerte Meinuyg, daß ber Rhythmus bes Goeth«>- schen Stückes gleichmäßiger ist als ber bes Heineschen. Marbe hat nun in Gemeinschaft mit anderen noch an einer Anzahl anderer deutscher Prosastücke statistische Skandir- untersuchungen gemacht und gewisse Mrte über die Variation der Zahl von unbetonten Silben, die sich zwischen betonten Silben befinden, gefunden, die von Bedeutung für die neuhochdeutsche Sprache zu sein scheinen; da? Französische scheint andere derartige Werte zu haben. Der Rhythmus der Prosa ist von Einfluß auf den ästhetischen Eindruck, weitere rhythmisch statistische Untersuchungen wären erwünscht. Prof. Dr. P. Martins'-Kiel: Zur Untersuchung des Einflusses psychischer Vorgänge auf Puls und Atmung. Trotz sehr zahlreicher Untersuchungen über den Einfluß psychischer Vorgänge auf Puls und Atmung ist eine Einstimmigkeit der gefundenen Ergebnisse bis heute nicht im Entferntesten erzielt, man hat deshalb neuerdings diesen Untersuchungen, insbesondere den mit dem „Plethysmographen" ausgeführten jeden Wert abgesprochen. Tatsächlich bilden Stoßbewegungen des Armes bei ber Atmung, vor allem aber auch unwillkürliche Ausdrucksbewegungen Fehlerquellen bei ben plethysmographischen Versuchen. Mortius hat versucht, diesen störenden Einflüssen durch Eingypsen des Armes ober Ein schienen in einer eigens angefertigten Schiene vorzubeugen. Doch "auch bei diesen Vorsichtsmaßregeln waren die Fehlerquellen nicht auszu- schalten. Ter Plethysmograp ist also vorläufig für bie angegebenen Zwecke unbrauchbar, bis es gelingt, die störenden Ausorucks- und Stoßbewegnngen zu eliminieren. Es ist ferner zu berücksichtigen, daß Lust und Unlust Vorkommnisse sind, die in die verwickeltsten Prozesse eingehen, und daß es unwahrscheinlich ist, daß Lust bezw. Unlust jedesmal denselben Einfluß, auf den Puls äußern sollte. Prof. Dr. Claparöde - Genf: Biologische Theorie des Schlafes. Alle bisherigen Theorien de? Schlafes, bie ihn auf eine Art von Vergiftungserscheinungen, Retraktion der Fortsätze der Nervenzellen rc. zurückführen, haben den Schlaf gewissermaßen als etwas Abnormes aufgefaßt, als ben Stillstand von Funktionen. Es gilt ihn als positiver an» zusehen. Der Schlaf ist ein Instinkt, er ist keine Erschöpfung, sondern ein Reflex, welcher der Erschöpfung vorbeugt. Dr. Henri-Paris: Ueber die Koordination von Bewegungen. Mrd ein Flügel einer Taube durch Nervendurchschneidung unempfindlich gemacht, so vermag die Taube nicht mehr diesen Flügel in geordneter Weise mit dem anderen mitzubewegen. Tie Funktionen stellen sich nach einiger Zeit wieder her, es tritt jedoch sofort wieder Störung der Koordination ein, sobald die Taube durch 'Aether ganz leicht betäubt wird. Aehnliche Erscheinungen sind an in analoger Weise behandelten Fröschen zu beobachten. Auch bei Menschen, die infolge von Nervenkrankheiten die Koordination ihrer Bewegungen verloren haben, kann Mederersatz dieser Innktionen eintreten. Der Marigel tritt aber bei störenden psychischen Einflüssen (Erschöpfung, schlechter Schlaf re.) wieder hervor. ^Schluß folgt.) Aus Stadl und Kaud. Gießen, 22. April 1904. ’• Die „BlurnSlinbe" im sogen. Lärchenwäldchen erwähnt, was unsere Leser interessieren dürste, auch Carl Vogt in seinen „Erinnerungen". Gelegentlich der Schilderung seiner damaligen Gymnasiallehrerzeit erzählt er (S. 109): .....„Im Jahre 1848 warf sich der „Pörser" (Hilfslehrer K o ch) in die reooluiionnre Bewegung ans reiner Begeisterung und hielt tönenbe Reden blühenden Unsinns, die aber vielen Anklang sanden, da sie aus vollem Herzen kamen. Als die Nachricht von Robert Blums Erschießung in Wien nach Gießen kam, beschlossen die demokratischen Vereine, eine .BlumS-Eiche" ans dem gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. !68ö e Wetter 101.80 4% Oesterr. Goldrente 9 20.-21. April = am „ 20.-21. i Sfoohpapit 'S- v. 189! D — und durch den rechten Nockschoß flog eine Kugel; auS* 102.00 90.05 101.90 90.10 100.15 April 1904. Sonnenschein Heller Himmel Regen 103.00 60.20 59.10 131.20 45.40 43.70 + 17,9 0 C. + 5,3 ° C. 8V,% 8% 3‘W 3 ®/n 8*4% 87,% Höchste Temperatur Niedrigste . 4% Ungar. Goldrento . , 40/1 Italien. Rente . . . 4V2% Portugieser » . . 80/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken ... Türkonlose...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/. % Süssere Arpentiner Z ■C •ß x, .5 .1039(11 . 102.0C .201»" .135.6* .15-211 . 137 66 . 13.® , 192.0 . 239.3 . 193.« .196.« k öo. . E°y«r. 6t.Ö ♦'ff. Zl.-Ob, dv. , Echte W* Stan, w- Bane W -Hain Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen 3°/n Mexikaner 4Ve9/-) Chineeen . . Electric. Scbnckeri . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . ■ • Diskonto-Kommandll Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handels^. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . « « Gotthardbahn . . • Laurahütte . - « Bochum . . • • • Harpener . • • Tendens^kst. emi Georg V Markivlag 21. Gut!* versetzte Nansen. »Strecke nun den rechten Arm Vermischte». "Trier, 21. April. Das Röchling'sche Eisen- und Stahlwerk in Völklingen stiftete für seine 2 500 Arbeiter dauernde laufende Prämien mit einer JahreS- auSgabe von 200,000 Mark. • Trier, 21. April. Bei einem Dampfbootausflug, den die Hochzeitsgesellschaft der Baronesse von Schorlemer und deS Barons von Fürstenberg heute morgen auf der Mosel veranstaltete, explodierte in der Nähe von Lieser beim Böllerschießen der Puloerbehälter. Ein Matrose wurde schwer verletzt, sämtliche Gäste blieben unversehrt. Unter diesen befindet sichPrinzEitelFriedrich mit Gefolge. • Kopenhagen, 21. April. Der Dampfer „Halmstad* rannte ein Schleppboot an, in dem sich fünf Artilleristen befanden. Ein Korporal ertrank, die anderen wurden -gerettet. • Paris, 21. April. AuS Nancy wird berichtet: Die Polizei verhaftete den Fouragehänder DinL, welcher unter dem Verdacht steht, Spionage getrieben zu haben. In seiner Wohnung wurde eine umfangreiche Korrespondenz beschlagnahmt, auS welcher sich angeblich seine Schuld ergiebt. * Mailand, 21. April. Von den durch den Lawinensturz bei Pragelato Verschütteten wurden bisher 60 Tote und 9 Lebende unter dem 20 Meter tiefen Schnee aufgefunden. — In der Gemeinde Auprogna in der Provinz Pinerolo wurde durch einen Felssturz ein HauS verschüttet. Eine Frau und ihre dreiKinderwurden 'getötet • Kourage! Der „Voss. Zt.* wird geschrieben: Wie > Professor Nansen sich seine Leute wählte, weiß man in seiner Heimat gut zu erzählen. „AlS Nansen sich zur großen Nordpolexpedition rüstete, da wollten natürlich viele mit ihm gehen. Doch nur Männer mit guter Gesundheit, ungeschwächter Körperkraft und namentlich starken Nerven konnten hier in Frage kommen. So kam denn unter anderen ein starkknochiger, norwegischer Seemann, um sich anwerben zu lasten. Nansen fand ihn annehmbar, wollte ihn indessen auf seine Kaltblütigkeit hin prüfen. »Setz den Hut auf und dann stillgestanden!* kommandierte er. Darauf nahm Nansen einen Revolver, ging einige Schritte zurück und schoß ein Loch durch den Hut. Der Bursche stand wie eine Bildsäule. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. eo ZL.L o 3 js C 0 "o b p ■st 33 Ä Bekanntmachung. Die Dreihäusergasse wird wegen Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weitere - Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 20. April 1904. Großherzogliches Polizeiamt Greßen. Herberg.___„___— gekaliM ->n das ha" ^‘"beS'S* am t 1 ßitma auf Kausnwnn, <=) Ingenieur. Kaufmann, ebne ®Wir ’ offen-$anb(ISi aegan-zen- „nb3-i*“n9 nut M d->d- roig.linb R rechngt- Gießen, am AroMzogli^ "W Die Herpellu und ßkaurerai ichenLnaße», von Ktee aus trennt vergeoei Lermiu zur aeboien ist aus 80. «pril d. 10 Uhr den dahier sestgefe? Angebotsjorim fiQltung Der Uli 1,00 'M für d 0,60 Dit. jur d und 0,10 M.füi bezogen Derbe Marburg, LerMaglstrat. sogen. Trieb zu pflanzen, einem steinigen Pla eau, cm dem giebia später mißlungene Agrikulturversuche machte. Man zog mit wehenden Fahnen und klingender Musik hinan« und der Porser sollte die Festrede halten. Unterdessen hatte man sich aber besonnen, daß Eichen auf dem Trieb nicht fortkommen konnten, und hatte deshalb eine Linde gewählt. Der Pörser hielt eine patriotische Rede, die vielen die Tränen in die Augen lockte, und schloß dieselbe mit dem Ausrufe: „Möge diese Linde zur starken deutschenEicheerwachsen!' •• Zigarren für die Truppen in Deutsch- Südwestafrika. Die hiesige Firma Ludwig Georgi, Zigarrenfabriken, sandte heute 10,000 Zigarren, welche sie dem Kriegsministerium zur Verteilung an unsere in Deutsch- Südwestafrika gegen die aufständigen HercroS im Felde stehenden Truppen zur Verfügung gestellt hatte, an die Hauptsammelstelle nach Hamburg ab. ~ Silberne Hochzeit feiern am 22. April Ofensetzer Christian Engel und Ehestau. •* Ertränkt. Gestern wurde die Leiche eines jungen Mannes aus Watzenborn auS der Lahn geländet. Wie uns authentisch mitgeteilt wird, hat sich der Unglückliche, der bei einem Gärtner tätig war, nicht daS Geringste zu Schulden kommen lassen. Da sich sonst kein Anlaß denken läßt, bleibt nur die Vermutung, daß er den Tot in einer momentanen geistigen Störung in der Lahn gesucht hat. Er war von Natur ein gutherziger, freundlicher junger Mann, den alle Leute gern hatten. x. Blofeld, 21. April. Im Walddistrikt Eichelberg ,wurde der Friedrich Höfeld von hier erhängt aufgefunden. )( Grün berg, 21. April. Durch die stetig wachsende Schülerzahl der hiesigen höheren Bürgerschule, deren Unterrichtsräume sich als zu klein erwiesen, veranlaßt, hat man sich entschlosten, dem Schulgebäude einen Anbau hinzuzufügen, welcher u. a. auch einen großen Schulsaal enthalten stoll. Die dazu erforderlichen Arbeiten sind bereits begonnen und man gedenkt noch in diesem Herbst die neuen Räume in Gebrauch zu nehmen. — Eine reiche Einnahmequelle besitzt Unsere Stadt in den herrlichen, nahegelegenen Waldungen. AuS diesem Grunde ist auch unser Stadtvorstand bestrebt, den >Waldbestand zu vergrößern und alles Gelände, welches in der Nähe deS Waldes liegt und sich nicht gut zum Ackerbau eignet, anzukaufen und mit jungen Bäumchen zu bepflanzen. Der kürzlich genehmigte Wirtschaftsplan der städtischen Waldungen für das Rechnungsjahr 1904/05 weist eine Ausgabe von 8500 Mk. für Kulturanlagen auf, und es sollen ea. 60 000 junge Fichten, Lärchen rc. neu angepflanzt werden. Der von der Stadt gestellte Antrag um Bewilligung eines StaatSzuschusteS zur Aufforstung von Oedland hat die Zustimmung der Großh. Regierung gefunden; eS sollen für die der Stadt erwachsenden Unkosten 50 Prozent zurückvergütet werden. Darmstadt, 21. April. Finanzrat Götz bezeichnet sämtliche Mitteilungen der „Berl. Morgenpost* bezüglich einer Interessengemeinschaft zwischen der hessisch- thüringischen und der preußischen Lotterie als erfunden. Die Verhandlungen bewegten sich in ganz anderen Bahnen als den von dem Berliner Blatt kombinierten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 23. April 1904. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 24. April 1904. 3. Sonntag nach Ostern. Vormittags von 6 '/? Uhr an: Gelegenheit aur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. „ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 73 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Israelitische Religionsgemeinde. Hottesdtenkl in der Synagoge (Südankagc). Samstag, den 23. April 1904. Vorabend: 7.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Schrifterklärnug. Sabbathausganq 8.20 Uhr. 4VR % Oesterr. Silberrente 100 80 ’ " ~ . 100.15 Arbeitsvergelmng Sie Chaussierung-Arbeiten für bit e’’r? ‘ st«t>tischcn Gaswerks an der Dftantage ouen Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben Der diesem Ausschreiben zu Grunde . entwurf liegt während der Dienststunden au nischen Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Angebote sind unter Benutzung ber bei vC1 Vordrucke bis zum Donnerstag den -s. • , mittags 11 Nhr, verschlossen und mit ent,; schrift versehen bei unS einzureichen. 3t-, | Gießen, den 21. April 1904. , Städtisches GaS- und Wasicrweck W • Ottv Bergen. __—.—«*-*** Nenverpachtnng der Waldwirtschaft aus der Ludwizsd°b°»» , Die inmitten deS Buchenwaldes mif emer «''^. halbe Stunde von Darmstadt entfernte ।Minuten m errf?^ elektrischen oder der Dampwahn m lo belüft'- • Waldwirtschaft - auch als Luttkuwrt M dem SubmissiouSwege neu verpachtet werd gl ^an 1 * äinnt mit dem 1. April 190a und.endigta SubmisÜsn?- imd Verpachtungsbedingunge u&t Mts. ab vierzehn Tage lang von morac^ ? GeschästSzimmer der unterzeichneten ve»o . Daselbst können Abdrücke der «ed,>Mn«n M , Pachtlustige wollen gefälligst bis la1 a" pernecff - abends « Nhr, ihre Gebote v^schloff-n 'M ber r , Austchrift: ,,W«rdwirtschaft^«erpachtn»g Behörde einreichen. Die Eröffnung erschienener - d. &, morgens 10 Uhr. in Gegenwart etwa Darmstadt, den 19. AprU 1904. «-stunden. .m Ld.tt-rst.ru $«ll“ 31 do. . M Confi do. . kadischt ' Der Kaiser hat Befehl gegeben, ihm einen auBföhrfi* richt über den Streik einzusenden. Belgrad, 22. April. Der internationale Nikolaus Milosyo, welcher sich meistens den Titel ' Grafen und eines ehemaligen Ministers beilegte 4/ einem Streit von einem Offizier erschossen' ' Petersburg, 22. April. Wie verlautet forr Untersuchung der Explosion im Hotel du 'j|0» ' geben haben, daß ein Attentat auf den Zaren ’ plant war, als dieser sich zur Begrüßung der Truppen vom Warjag zum Bahnhof begab. Der Attent ist entgegen anders lautenden Meldungen nicht umaekom ' Newyork, 22. April. Im Staate Newnors eine furchtbare Kälte. Gestern ist den ganzen r Schnee gefallen. Vom Kriege. Petersburg, 22. April Cttn Telegramm des t. nerals Kuropatkrn anden Kaiser von aester» rÄ,,.. Alleruntertänigst melde ich Ew. Majestät, dass die i nr nischen Offiziere Stchewo Jukoko und Oki in der Nähe der Siati nn Turschicha festgenomm " wurden, welche drei Schachteln mit Biekford'scher Q ü 4 schnur, einen französischen Schraubenschlüssel, tn,.. mit-Patronen, Werkzeuge zur Zerstörung bcr\-’ 11/2 Pud Pyroxylin, gute Pläne der Mongolei, der TU dschurei und Nordkoreas, sowie Notizbücher bei sich Sie wurden v n dem zeitweiligen Kriegsgericht inlsl>- > am 20. April schuldig befunden, das; s e als zur japin-s - gegen Rußland operierenden Armee gehörig, in der zwecks Förderung der Erfolge dieser Armee die russisfä Eisenbahn- und Telegraphenbauten zu zerstören oder t beschäüigenr, mit verschiedenen Gerätschaften zur . digung von Bauten ausgerüstet heimlich in da? (V • der Mandschurei cindrangen, wo sie von russischen - wachen 30 Werst südwestlich von der Station Turschj'^ an der ostchinesischen Eisenbahn festgenommen wurden trugen bei ihrer Verhaftung mongolische K'eiduni, d-?"' angelegt hatten, um ihre Nationalit it und ihre Zugeh: feit zur japanischen Armee zu verbergen. Für die emih- ;t Handlung sind Jukoka und Oki laut dem zweiten Dil Artikels 281 des Kriegsstrafgesetzes zum Verlust ber etc- desrechte und zum Tode durch den Strang ve: urteilt worden. Das Urteil bestätigte ich. Zn der.4 sichtigung ihres Offizierstandes willigte ich jedoch ein, 3 Stelle des Todes durch den Strang den Tib burrfi G ■ schießen zu setzen und dabei den Rechtsverlust beip!' halten. Die Bitte der Verurteilten, ihnen das Leber schenken, lehnte ich ab. Das Urteil wurde am 21. ich 6 Uhr abends voll st reckt. Petersburg, 22. April. Gerüchtweise veil-nu!. Rußland kaufte zwei Kriegsschiffe an. 3- Offiziere seien bereits zur Ueberführung abgereist. 1 heißt es, Deutschland habe einige im Bau begriffen Schiffe, welche vor dem Stapellauf stehen, an 9titrIart abgetreten. Es handle sich um ach t Torpedoäoot', welche auf der Schichauschen Werft gebaut werden Cj seien die größten Torpedoboote, welche bisher a'bcrr wurden. Die deutsche Regierung habe Rußland diesen streun > schaftsdienft geleistet, da sie wegen UeMreitumi N Lieferzeit den Auftrag annullierte, worauf Rußland die Torpedoboote übernommen habe. Telephonischer Kursbericht Franklnrt a H., K. Ipril. der Bursche aber stand wie angewachsen und rührte sich nicht. „Sehr gut!* lobte Nansen; „Du bist engagiert und hier ist Ersatz für den Schaden am Rock und am Hut.* „Die Beinkleider aber? warf der andere ein. „Nanu, Deine Beinkleider — denen hab' ich nichts getan,* war die verwunderte Antwort. „Ich aber doch,* erwiderte unser Mann keck und unerschrocken._____________________ Aröeiterkervesttrnq. 0 Marburg, 21. April. Der Verband christlich oraani- fierter Bauhand werter und Maurer, der bekanntlich am mestgen Ort in eine Lohnbewegung gemeinschaftlich mit dem Zentralverband deutscher Maurer eingetreten ist, hielt heute Abend eine vor beiden Teilen gut besuchte Versammlung ab. Tie gemeinsamen Forderungen welche bereits bei den Unternehmern einge- reicht wurden, sind Einführung der 10 stündigen Arbeitszeit, 40 Pig. 3N i iX 4 3# 4 3* - J, do. . 1 ■i ?üni«n6frg; h ioü. 1 'ö- | '? Staat 3 I .’M. - : •‘"■k'i”90 ; WufiJ • . ' ! % 15»2 i 1 | co. • 0, 1 1 bt. • c. - l>. §ubu Mittwoch vormittags zur Abschafs hiesiger Gem Submission Bürgermeistei den. Cuedbom, Schmidt, Frei Heute un Fchloü 40* SdjiM __M «lben'< «ai Suochkumhl Baum 31m Delfarbe un Adler-Trogeri Ctto Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Samstag, den 23. April 1904. Zeitweise windig, zeitweise heiter, etwas wärmer, besonders nachts. Näheres drtrch die Gießener Wetterkarte. Ncnclte Meldnmien. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Leipzig, 22. April. Die Aerzte-Versammlung erklärte ihr Einverständnis zu einer baldigen reichsgesetzlichen Regelung des VerhaltniffeS der Krankenkassen zu den Aerzten unter Zugrundelegung freier Aerztewahl, standesgemäßer Honorierung und Einsetzung einer gemischten Einigungs-Kommission. Mülheim (bei Freiburg), 22. April. DaS 32 Jahre alte Dienstmädchen Helene Schwab, welches in einer hiesigen Restauration bedienstet war, beging Selbstmord, indem eS sich in der Waschküche mit Petroleum und Spiritus begoß und sich bann anzündete. Man fand daS Mädchen am nächsten Morgen zu einer unförmigen Maffe verkohlt vor. Wien, 22. April. AuS Anlaß der SpirituS-AuS- stell un g fand gestern abend eine Versammlung deS Klubs der Landwirte statt. Der preußische Kammerherr v. Put- litz hielt einen Vortrag, in dem er den Wert der Kartoffel für die Spiritus erzeugung darlegte und die Wichtigkeit der SpirituS-Jndustrie erörterte. Er roieS dabei auf die Erfolge hin, die in Deutschland mit der Verwendung von Spiritus erzielt worden sind. Redner hob besonders die Bemühungen deS deutschen Kaisers um die SpirituS- oerwertung hervor. (Lebh. Beifall.) Nach angeregter Debatte drückte der Vortragende am Schluffe die Hoffnung auS, daß es zu einer SpirituS-Allianz zwischen Oesterretch-Ungarn nnb Deutschland komme. (Erneuter lebhafter Beifall.) Budapest, 22. April. In einer heute vormittag statt- qehabten Konferenz wurde daS vom Streik-Komitee heute nacht festgestellte Elaborat, welches die Mindestforderungen der Streikenden enthält, den RegierungS- oertretern mitgeteilt. Da verschiedene Persönlichkeiten unausgesetzt bestrebt sind, eine Verständigung herbeizufuhren, dürften die Differenzen doch ausgeglichen werden und der Friede in den ersten Nachmittagsstunden zu Stande kommen. SNmdenlohn und Lohnauszahlung am Freitag. Es soll versucht werden, diese Forderungen, wenn möglich, auf gütlichem Wege zu erviiwen. gmdel und Nerkekr. Volkswirtschaft. Zur Wirtschaftslage Ocsterreich-NngarnS. Der Streik der Eisenbahnange st eilten in Oesterreich-Ungawr infolge der Regierungsvorlage über Regelung der Gehalte der Eisenbahnbeamten, erregt ungeheures Aussehen und sührt wieder einmal vor Augen, welch ein Terrorismus und ein Geist der Ueberhebung in weiten Kreisen dieses Landes eingetreten ist. Daß derartige Er- eignisse im wirtschaftlichen Leben großen Schaden anrichten, steht außer Zweifel und wenn der Geist des Widerstandes nicht bald unterdrückt wird, wächst die Befürchtung, daß die Regierungsgewalt nicht mehr Herr über die Massen ist. Auch aus Wien iverden neue innerpolitische Schwierigkeiten gemeldet. Es sollen sich die gemeinsamen Minister über das Heer- und Flottenbudget nicht einigen können. Jnfolgedcsien fei eine fachliche Behandlung der Regierungsvorlagen ausgeschlosien, zumal auch die Tschechen beabsichtigen, die Obstruktion wieder aufzunehmen. Daß solche Anzeichen auf die österreichischen und ungarischen Staatspaviere nicht von gutem Einstuß sein können, versteht sich von selbst und es wird schon davon gesprochen, daß es gut sein dürfte, wenn deutsche Handels" und Kapitalistenkreise, die in Oesterreich-Ungarn engagiert sind, die dorngen Verhältnisse mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen, um nicht von weiteren Ereignissen unangenehm überrascht zu werden. Singer & Co. Nähmaschinen Akt.-Ges. Hamburg. Der Reingewinn im Januar betrug 1 130 176 Mk., aber es müssen davon allein für Außenstände 806 786 Mk. (Vorjahr 494 320 Alk.) ab- qeichrieben werden, so daß mir noch 363 380 Mk. Reingewinn verbleiben. Dieser Betrag wird fast vollständig zu Rcservestellungen benüht. Im Vorjahr wurden 6 Proz. Dividende gezahlt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. (SfOttesbUnff. In der Stadtkirche. Jubilate, Sonntag, den 24. April. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Die Vereinigung b*r konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde fällt ans. In der Johanneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- 21. 2,& 744,7 + 17,7 7,8 52 SW. 2 21. 9" 745,2 + 11,0 7,6 77 Still. 22. 7»‘ 746,0 + 10,0 8,0 87 W. 2 \c'*> boj,^ PRIMISSIMA :Die Ma rke,,VOR WERK- führt jedes bessere Gesdiiit'i 11L 45.40 flHn* 43.701 * 'm $ ■itX> rente 100 80 6 . . 100.15 . 103.00 ’ ‘ . 60.20 ' . . 59.10 ' * ' 131*20 mischer Kur l'ranktor . . 102.00 |8»/o Meri . . 90.0614W.» , , 101.90 Electric1 , . 90.10 Nordd.fr ' . . 100.15 Kredit» '''äSs* 22. QfJvi'tt et A ■ nii**. vS 9 lum lul* V V;V • ilpril 'He. g-Mk Som fit-.., n cnfeifS fbe 'ch "E ’mtieknen prangen, toojir/.- ^Aich Don tRV. ‘■ nciitung moni:[i:. - ^ationclii m - , «mte zu terfaot'v und £fi Wte:> riegsstrasgesetze? । -tobe burtfi’b!-: , Urteil 'iizierstmdes teil';*! ■/ durch den Strang ' ti und dabei den fiter Verurteilten, 5 ob. Tas Urteilt? llstreckt. g, 22- April, ©erth te zwei Kriegs eits zur liebelte tland habe einiot- ' dem Ltapellaus fe- i bandle sich um airl bchichauschen Werst it Torpedoboote, b. che Regierung habe stet, da sie weg» Ü iftrag annullierte,» rnommen fiabe. gttantiintuM 8uf<:g«"e C ta m **“■' en 20. jSwfl* »iverks au d .. . :6en *nb £5* ur wer zur „ !?•->* * aiHi V. 101» ** "" Preed* Coursbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositenkaffe Gietzen. «# GQ Course vom 14./4. | 21./4. 5 V", Eoursc vom 14., 4. | 21. 4. 5> Course vom 14./4. | 21./4. iS" e Eourse vom 14./4. | 21./4. Ä»uöf. Course vom 14./4. | 2U4. Z Eourse vom 14./4. | 21./4. ^2 papiere. 4 Spanier. . —.— Ztanderhrl. Anl. Nordd. Lloyd . 103.50 102.90 4 Meming. Ser. 8 102.20 102.20 4 Warschau Wien Ie.nsche. 4 Ung. Goldrentr 101.30 100.70 4 SolmS-Braunf. 100.- 100.— Dortmunder . — .— —.— 37. do. abg. . 96.70 96.50 stfc..... 97L0 97.70 3M he chS.-Anl. 102 101 80 4 do. Staatsrentc 98.20 98.25 3V, do..... - — Hamd.-Amerik. 4 Preuß. Boden- 4 to.XI. 1911er 97.50 97.70 90.50 90 10 3X deSgl. . . . 90.30 89.80 371 Nsend.-Bicstein. — _ 98.70 Pactetsahrl . 107.- 107.- Credit . . . 102.80 102.80 4 Wladikawk 95 3 ’llflaj. ConsolS 10240 90.60 101.75 90.10 0 4X Argent. v. 1887 do. Gold 0.1888 88*50 1 1 181 Vank-Attien. Böckum Bergw. 190.— 190.10 4 Rhem.Hypoth.- Bant 1907er 102.10 102.30 5 steuerfr. . . Anatolier . . 103.60 10X30 sh» - . . . 104*40 100.— 103.90 100.30 4 do. äuß. v. 1897 79.80 79.75 Concordia „ 326.— 322.- 37. do. 98.60 98.75 3 Salon.-Monast. 62.— 6L81T 3 >4 100.10 103.80 100.15 105.— 100.30 AK Chile Gotd-Anl. —— —— -.— Reichsbank . . 153.- 153.60 Elchweiler „ 245.— 243.— 4 Preuv. Central- S:-'~ It.-Obl. 6 Chinesen. . . 104.50 103.70 Berliner HdlSg. 151.75 Gelfukirch.Brgw 211.80 210.50 Boden . . . 103.- 103.— Lose 5 do..... 97.90 97.50 Darmilädler Bl. 135.20 134.70 Harpener , 196.90 196.50 4 Westdeutsche. . 102.80 102.80 in Prozenten. «X i h- Z-t.^bl.: AK do..... 87.50 87.- Deuische Bk. . 216.20 216.- Hibernia „ 196.20 196.30 37» do..... 97.60 97.60 145.80 145.— 4 32 105.— 5 Mexikaner Silb. DiSconto-Ges. . 184.— 183.80 Laura „ 235.70 239.- 4 Preuß. Hypoth.« 4 Bad. Thlr. 100 u • - • 100.40 88.20 100.70 Serie 1—4 . 42.70 42.60 Dresdner Bk. . 148.80 151.20 Hörder „ 138.50 142.50 Akt.-Bk. abg.. 100.20 100J0 4 Bayer. Lhlr.100 —.— 162.80 3X 4 , l-e3ibetg. . 100*90 5 3 Mexikaner v. 99 do. Silber . 101.40 26.40 101.— 26.40 Rational-Bk. . Schaffhsr. Bkv.. 118.— 107.— 145.60 Ilse Phönix „ 215.25 161.50 215.— 163.- Lifenb.-Priorit. 87t Gothaer Präm.- Pfddc. L . . ——.-- 121-ßfr 3^r 3X 4 OU1JJ o. 1039 4 #•! v. 1899 1 1 \ 1 —.— Provinz« und D. Effekten- und Wechjetbank . 104.50 104.50 Hoesch Stahl . SchalkerGrubeu 201.75 458.— 202.- 458.- 37, 4 Sudd.Eisenbahn Dux-Bodenbach 95.90 95.80 3V. 3V» do. 11. . . C4ln-Mindener 136J0 110.50 136^0 idische. Ltüdte-Anleihe. D.Genoss.-Bank 99.- 100.75 Buderus. 109.70 109.- von 1891. . 100.40 100.— 3 UJiaöriber . . 49.— 48.4c Mitleid. Kredit 113.— 112.90 Deutsch'Luxcmb 81.20 —- . 4 Etisab. steuerfr. 102.20 4 Memgr. Präm.- 6 i 5:.:c.. Tabak 89.75 89.40 3K Starkenburger. 99.30 99.30 Pfalz. Bank . Preuß. Hhpolh^ 102.10 102.- Pfandbriefe. 1 Franz Joseph . 101.- 100.90 Pfdbr. Lhlr. 135.40 153.50 134.60 41/, 6i:t“ . . . 101.30 101.20 4 Gießener. . 101.80 101.80 4 Üajchau-Oderbg. —— __ 100.20 100. . . . le/s 'ffl.'Mr/i.Ge. B. von 3K do. . . 99.75 99.60 Äktien-Bank. 113.80 116.— 37, Hess.Hypolh.-Bk. 99.90 99.90 5 Oesterr. 9lord- 4 Oesterr. v. 1860 iti) . . . 41.— 41.70 3K Frankfurter. . 99.50 99.70 Bert.Hypolh.-B. 121.60 122. - 4 Frants.Hypotbk. ivestbahn B. . 107.20 107.— do. v. 1854 --•—• l3 . 6 U:. Monop. 44.90 44.90 3K Darmstädter 98.60 98.60 Oest. Cred.-Akt. 201.10 202.25 Serie 14 101.- 101.— 5 do. Südbahn 3 Oldenb. Thlr.4o 130— 128ch0 4 Jft-iir.'t Rente —.— —.— 4 Babenhausen —.— 37- do. Serie 19 98.- 98.- sLomb.) 107.40 107.20 Türk. Frs. 400 130x5V 3 I-..... — — — 3K Mainzer. . 98.70 98.90 Indnftrie -Aktien 4 Frkf.Hyp.-Cred.- 4 do..... 4-/, £, 2/iSkilberrte 100.70 100.80 3K Ostendacher. . 98.40 98.60 Berem 1905. 100.60 100.60 3 do..... 64.70 64.40 unverziusticye pr. Stück u. Mk. 4 £ Em, i Foldrlc. 101.80 101.70 4 Wormser 101.80 102.- Farbw. Höchst. 365.10 370.— 37, do. 1906. 97.30 97.30 3 Raab-Oedenba. '4)4 ftz-z. Staat 3% do..... Heidelberger 99.90 99.90 do. GrieSheim 236.50 236.— 37, do. tilgbare 98.- 98.— Ebf. . . . Rudolfbahn. . 77.50 77.70 Ansbacher kl. 7 69— 6^80 49.80 —«— 31, 99.10 ■ —. — Brauerei Kempfs 137.50 137.50 4 Frkf.Landwtsch. 99.10 99.10 4 101.80 100.90 Augsburg, st. 7. —.— — 3 1 itiugefl. —.— 4 Mannheimer . 102.- 101.80 » Bmding 260.— 258.50 4 Hamburger Hy- DrIchw.Thlr.20 — —- 149.50 5 * üim. Rte. 99.70 99.70 31/, Bad Nauheimer 99.50 99.50 „ Henninger 173.60 174.- potheken-Bank 2*/» Jtal. staatl. gar. Amntdr.rhlr.10 88.— 85,— 4 fr i. v. 1890 88.— 88.— 3K Lahr .... Wiesbaden . . 99.40 98.70 „ Retlenmeyer 125.— 1*5.20 6er. 141-260 100.75] 100.76 6. S. . . ---- 71^0 MaitLnd.ArS.45 60 — 4 € S Knuffen v. ÖK 99.10 98.80 „ Stern. . 243.50 236.- 4 do. unkündbar evir Livorneser . . 78.40 do. KrS. 10 19.60 19^7- ttoj . 93.60 92.10 47, Bukarest. . . —.— --— „ KielerSchloß 148.50 149.50 bis 1910 101.90 101.90 4 Sard. See. st fr. Oesterr. st. 100 3^ 85.60 82.60 4 Lissaboner . . 81.50 81.- Elektr.Lahmeyer 90.80 90.70 »7, do. 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April 1904 das Ge- sch'iE unter der seitherigen Fidinr: ciuf 1) Ludwig Hanau, Ralburinm, 2) Heinrich Hanau, Inbiizreur, 3) Karl Hanau, Ka in» um, 4) Lina Hanau, oh: M werbe, zu Gießen als off'M Handelsgesellschaft über- gecgt:r ent. Zur Vertretung un iUZeichnung der Firma sind nu n.tiie l beiden Teilhaber Lud- wi i|| und Karl Hanau be- rec:fc 8717 Inßem, am 16. April 1904. GrtO-rzogliches Amtsgericht. ßerdingung. 5 Ei p-irstellung uon Pflaster- un Mvalirerarbetteu an ftdbti- sch'^«Llri'chen,soivieAuSbaggeru voimnllieii aus der Lahn |oll ge- tre ar.ii ergeben werden. S Ettmiur zur Abgabe von An- «: iii|!tot. sämtl. Zubehör- MW teile liet billigst WM Hans Crome Einbeck 354. Hämatogen| „Adler"-Diarke, Flasche 2 Mark, 3Fl.5Mk.25Pig. Abler-Trogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. geführt. 02117 Gustav Belitz Steinstrahe 65, pari. FilMkllstjiidrr । werden geschmackvoll und allen! Ansorberungen entsprechend aus- Prima frische Landbutter pro Pfunb 90 Psg. Landeier ! hunbert Mk. 6.—, bei B. E. 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