Nr. 44 tter, General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen Die Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. 1781 ivier- CP Arzt Mt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Lietzener FamllienblStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hejfische Landwlrt^^ erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. in echtem, lrauzSsischeu 9110t <> Rum und ■Essenzen _ 11325 SßaHtBtftr. 45. men arieren eren tser Ausführung durch 1548 Rndolph 1g., Seltersweg 91 eimlich I bautlmreimgleiten !chlägewieMe»er, ffl», Blütchen, SMtsptäelre Ta- emannurMiff«1' hwejel-Zelse inn&Go., Rad^ul l bei P. 3. Mobs, >ud rapezier-Ar- irtigt 0800 West-Anlage 25, pi. ir! Honig KSS auch wir alle.müssen dazu beitragen, indem wir uns beteiligen und nicht zur Seite stehen, wo das Herste geboten wird, was überhaupt in der Kunst geboten werden kann an großartigen Werken! Freilich, die allgemeine Beteiligung erst kann es ermöglichen, daß wir mit den Zeitverhältnissen Schxitt halten können und nicht ob der Kosten, die solche Werke erfordern, zurückweichen müssen und diese allgemeine Beteiligung wird wieder erst zu ermöglichen sein, wenn ein Raum zu Gebote steht, wo auch mehr Platz für billigere Plätze ist, damit nicht der Einzelne schmerzlich verzichten muß, weil der Besuch für seine Verhältnisse zu teuer ist; heute ist es ein verhältnismäßig kleiner Kreis, der sich den Besuch leisten kann und immer wieder muß er herhalten bei allem geistigen Leben, bei allem, was überhaupt geboten wird. Möge uns bald der Saal- und Theaterbau den Raum bringen, dessen wir benötigen, um auch den weiteren Kreisen den Zutritt zu ermöglichen. Für die bevorstehende Aufführung der Matthäuspassion sind die Pforten der Stadtkirche geöffnet, sodaß ein verhältnismäßig großer Kreis eingeladen wird, sich an diesem Wunderwerke zu erbauen. Was die Matthäuspassion bedeutet, das wollen wir in einigen weiteren Aufsätzen darlegen: „Das Wiedererscheinen der Matthäuspassion bezeichnet einen der wichtigsten Wendepunkte in der neueren Musikgeschichte und eröffnete eine Periode der musikalischen Renaissance, in der wir noch mitten drinne stehen." (Kretzschmar.) — Derblamierte„Kunstfreun d". Max H a l b e, der Tickter des „Stroms", weilte anläßlich der Uraufführung fernes Werkes im Burgtheater in Wien. An dem heiteren Biertisch, der Tr. Halbe im Kreise der Burgtheater- künstler sah, wurde auch von der Sensationspremiere des Deutschen Volkstheaters in Wien, dem Lustspiel „Maria Theresia" von Schönthan, viel' gesprochen. Halbes Nachbar, ein liebenswürdiger Wiener Jurist, der die Juristerei zum Glück nicht nötig hat und seine Aufmerksamkeit lieber der Vervollständigung seiner herrlichen Viennensia-Sammlung und anderen Kunstbestrebungen widmet, erzählte, wie der Theaterplauderer des „Jremdenblatts" berrchtet, von der Premiere. „Tas Deutsche Volksthearer sollte ausschließlich Lustspiele ausführen", meinte der kunstsinnige Jurist ganz entzückt, „denn dafür hat es brillante Schauspieler. Dramen kann es nicht so gut herausbringen. Gin gutes Theater muß aber durch die Darstellung ein schwächer geratenes Schauspiel halten können." „Tas ist richtig", pflichtete Max Halbe bei. „Sehen Sie, Herr Toktor", fuhr der Kunstfreund zum Tichter gewendet, fort, ,cha habe ich vor ungefähr Ä’Ä KM jonette sein japan-freundliches Herz erkannt. Abteilungen < von ihnen stehen am Jalufluß. Dort an der Grenze Ko- f reas und der Mandschurei wird der erste Hauptschlag । des Landkrieges fallen. Der Uebergang über den Jalu ' ist wegen des Eises nur an der Mündung möglich und hier sitzen die Russen fest. 1500 Kosaken konnten hier die koreanische Grenze in der Nähe von Wiju, das am Ausflusse des Jalu im Meer liegt, überschreiten und Rekognoszierungs-Patrouillen sind bis Anju vorgcdrungen. Ja hier hat dieser Tage bereits der erste Zusammenstoß der Gegner zu Lande stattgefunden. Nach offiziellen russischen Nachrichten haben die Kosaken dort einen japanischen Major, fünf Mann und zwet Zivilpersonen gefangen genommen. Den Gefangenen wurden Karten und Dokumente abgenommen. Tie Kriegslage übt weiter ihre einschneidenden Wirkungen auf die gesamte internationale Politik aus. Deutschland hat wie alle anderen Staaten sofort seine Neutralität erklärt, die den Lebensinteressen der Nation entspricht. Deutschlands Freundschaft ist Rußland eine ganze Armee wert. Frankreich hat dort mit dem Schutz der eigenen Interessen viel zu viel zu tun, um für Rußland ein Bundesgenosse von sonderlichem Wert zu fern. Das steigert die deutsa-en Chancen, die Graf Bülow auszunutzen anfängt. Er hat die „Köln. Ztg." gegen die Behauptung französischer Blätter polemisieren lassen, als könnten die Schläge, die Rußland jetzt im fernen Osten zu gewärtigen hat, es jemals soweit schwächten, daß es in der Durchführung der mazedonischen Reformen und der gewaltsanien Niederhaltung der bulgarischen Kriegslust erlahmen könnte. Solch kleine Dienste festigen den Draht, der die Kabinette von Petersburg und Berlin verbindet. Es scheint, daß Kaiser Wilhelm jetzt den Weg zu dieser Politik zurücksindet, die sür uns bei aller Korrektheit möglich ist. Kaiser Wilhelm hat beiden Mächten die Lazarette von Tsingtau und Jokohama angeboten, und er hat eine Sendung des Obersten Schenck an den Kaiser von Rußland benutzt, um den Zaren nach dem Ausbruchs des Krieges jener für Rußland so wertvollen friedlichen Zurückhaltung Deutschlands von neuem zu versichern, die in Schloß Wolfsgarten jüngst vereinbart worden ist. Keinen Beifall im deutschen Volke aber hat eine andere Regierungshandlung des Kaisers in seiner Eigenschaft als Vertreter des Reichs nach außen gesunden: die auf ihn zurückgehende Ausschließung der deutschen „Sezession" von der Kunstausstellung in St. Louis. Mit einer nur ganz selten erlebten Einmütigkeit hat sich der gesamte Reichstag als Vertreter des deutschen Volkes in Gegensatz gestellt zu der persönlichen Kunstanschauung des Kaisers. Das moderne Leben einer großen Kulturnation wie der deutschen ist viel zu vielgestaltig, als daß es von einem Einzelnen trotz reicher Begabung, trotz rastlosen Interesses und Arbeitens und trotz bequemster Bildungsmöglichkeiten in jedem Falle so gründlich beherrscht werden könnte, daß der einzelne Wille dazu des selbständigen Rats und der selbständi- genMitarbeit anderer Kräfte nicht bedürfte. Speziell bei solchen Kunstwerken, die der eigenen Individualität nicht ohne weiteres liegen, gehört ein so reiches ost- : maliges Sehen und eine so liebevolle Vertiefung dazu, um in ihren Geist und Gehalt einzudringen, daß Kaiser Wil- . heliü bei seiner allzu vielseitigen Beschäftigung weder Zeit : noch Ruhe sinden kann. Wir wollen wünschen, daß die einmütige Offenheit der berufenen Vertreter der Nation ein offenes Ohr beim Kaiser finde. Woran es bisher am meisten fehlte, war die Mannhaftigkeit der bürgerlichen Außer der Knnstdcbatte im Reichstage und der Generalversammlung des Bundes der Sandwixte, die in ihrem etwas gemäßigterem Tone selbst den Beifall ihres bisher heftigsten Gegners, der „Köln. Volksztg.", geerntet hat, sonst aber nichts Bemerkenswertes zutage forderte, hat in der weiten Welt nur noch der Herer 0 auf stand zeitweilig die Aufmerksamkeit von den Vorgängen aus dem Kriegsschauplatz abgezogen. Gouverneur Leutwern telegraphiert vom 20. d. M., daß nach Beendigung des Auf stan des im Süden die dort befindlichen Truppen aus dem Rückmarsch sind. Mancher Deutsche hat dort sein Leben lassen müssen. So kommt jetzt die Meldung, daß dort neuerdings der Beamte der Siedelungsgesellschast sür Deutsch-Südwestafrika, Eltz, ermordet worden ist. WaS heute am allermeisten in Südwestafrika not tut, ist Geld, um die Not der zahlreicben völlig ausgeraubten Ansiedler zu lindern. Möge chr Notschrei in allen den Kreisen em williges Ohr finden, die die Hilfeleistung für den Landsmann noch immer als die v0rzuglichste Pflicht nationaler Wohltätigkeit ansehen. Ter Kaiser hat soeben sür die Geschädigten 10000 Mk. aus der Privatschatulle bewilligt. Es hat sich ein Komitee unter dem Namen Zentralhilfskomitee für die deutschen Ansiedler in Südwestafrika" konsumiert, und im Präsidium sitzen Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der Reichskanzler Gras Bülow und der Reichslagspräsident Gras Ballestrem. Man will in allen Teilen Deutschlands Zweigkomitees ins Leben rufen. In unserer Darmstädter Kammer ist m der vergangenen Wochst kaum etwas von Belang vorgekommen. Beim Kapitel „Staatseisenbahnen", das 12000 000 Mark Einnahme und 270 200 Mk. Ausgaben vorsieht, wurden, wie übliche eine Anzahl Wünsche betr. Fahrplanverbesserungen, Neuanlagen usw. zur Sprache gebracht. Ter Finanzminister aber mußte sicy im wesentlichen darauf tiefer .ränten, auf den Eisenbalmrat hinzuweisen. Zum Kapitel „Lo tterie" wurde eine Million in Einnahme bewilligt. Abg. Mothan wünscht die Freizügigkeit der Lose in den einzelnen Bundesstaaten. Finanzminister Tr. Gnauth erklärte, daß die Regierung in dieser Angelegenheit Verhandlungen führe. Abg. Ulrich verficherte, daß die von ihm vorgeschlagene Steuerskala dazu dienen solle, den Mittelstand zu entlasten und die indirekten Steuern zu beseitigen. Ministerialrat Best hält die Annahme der Ulrich- schen Steuerskala, die eine Progression bis zu 40 Prozent vorsieht, für unmöglich Kleinlichkeiten bei der Steuerfestsetzung wolle audii die Regierung nicht. Eine Aenderung . des Erbschaftsfteuergesetzeö halte auch er für geboten. Beim Kapitel Auswärtiges und Bundesverhältnisse beantragt Herr Köhler, obwohl er doch heute kein persönliches Interesse mehr daran haben kann, dahin zu wirken, daß den Reichstag s a b g e 0 rd n e t e n An wes enh eits geld er und freie Eisenbahnfahrt durch das ganze Reich kür die Tauer des Legislaturperiode bewilligt tverden. Der Antrag , Köhler sand einstimmige Annahme. Bei der Abteiluna Ministerium des Innern (4900 Mk. Einnahme und 243 240 . Mark Ausgabe) meinte Abg. Schmitt, beim Submis- ; sionswesen sei die Heranziehung weiter Kreise und die : Bewilligung normaler Preise zu wünschen. Abg. v. Bren- ■ I II .............. । !■ zwei Jahren im Volkstheater ein ernstes Stück gesehen, das wohl langweilig war, aber trotz seiner Fadheit im Burg- theater — mit Baumeister etwa — doch ein Erfolg geworden wäre." „Wie heißt denn das Stück?" fragte Herr Reimers. „Ich weiß mich an den Namen nicht mehr zu erinnern", antwortete der Kunstfreund, „denn es sind schon zwei Jahre her. Es handelte sich um einen alten Kleinbauern, der seinen Grund und Boden um keinen Preis an seinen landhungrigen Nachbar verkaufen wollte, und toenn er ihm auch das Zehnfache des Preises gäbe. Schließlich exprobriiert der Landhungrige den Kleinbauer auf bie niedrigste Weise. Und der Beraubte rächt sich dafür, indem er seinen Gegner wie einen Hund niederschießt — oder so ewas Aehntliches." „Tas ist ja die Handlung von „Haus Rosenhagen"!" warf Halbe ein, während seine schöne junge Gemahlin erbleichte und der ganze Künstlertreis auf das Peinlichste an sich hielt. . . „Ja, jfl, so dürste das Stück schon heißen", fuhr der Kunstfreund ganz ruhig und gemütlich fort. „Sie müssen nämlich wissen, lieber Toktor, ich merke mir nie den Namen von verunglückten Premieren." „Aber „Haus Rosenhagen" ist ja von mir", sagte nun Halbe, indem er in ein herzliches Lachen ausbrach und dadurch die Gesellschaft förmlich erlöste. Nun war die Verlegenheit an dem kunstfreundlichen Juristen. „Herr Toktor", sagte er zu dem Dichter, „ich bebauere ungemein, daß ich gerade Ihnen, einem Dichter, den ich so verehre, ohne jeden Willen etwas Unangenehmes gesagt habe. Ich wußte es nicht. . . . Glauben Sie mir, ich verdanke Ihnen doch so schöne Abende — (mit erhöhtem Eifer) wie glänzend habe ich mich doch nur kürzlich bei Ihrer so überaus lustigen „Jugend von heute" unterhalten. Nun "war das Eis ganz gebrochen. Tie ganze Gemellichast war ob dieser Entschulbigung sozusagen in, em einziges Lachen aufgelöst, in das schließlich der Kunstfreund ebenfalls einstimmte, ürls er hörte, daß die ernste „^ugend wohl von Halbe, die lustige „Jugend von.heute aber von Otto Ernst sei — ein Genre, das Halbe nicht gerade hochstellte. Ter gelehrte Kunstfreund lachte sich aus ging aber doch bald heim, denn er fühlte, daß er heute selbst für die Zerstreuung zu zerstreut sei. Flügge gegen 0. Behring. Der Hygieniker Geh. Rat Prof. Dr. C. Flügge-Breslau tritt in der „D. Med. Wchschr." mit aller Schärfe den neuen Auslassungen von Behrings zur Bekämpfung der Tuberkulose entgegen. Er führt aus, daß von dem ganzen Bekämpfungsplan des Marburger Bakteriologen nur wenig akzeptiert werden könne. Die unstreitig wichtigste Rcüle in diesem Plan spielen die fpezifischen Antikörper, die in der Milck Politische Wochenschau. Trotz der Spannung, mit der die ganze Welt nach Ostasien schaut, will auf dem Kriegstheater kein Vorgang sichtbar werden, der einer erheblichen Veränderung der Kriegslage ähnlich sähe. Vielmehr haben die Gefechte vor Port Arthur den Japanern zwar große moralische Erfolge eingebracht, so daß die englischen Blätter bereits in der zweifelhaften Tatsache der endgiltigen Seeherrschaft Japans im Osten schwelgen konnten — sonst haben sie aber zunächst nur so viel bewiesen, daß sie unendlich, viel rascher bei der Hand sind als die Russen, daß der russische Bär hat still halten müssen, als die Japaner ihm einige dicke Haarbüschel aus seinem Felle gezaust haben, daß er sich aber noch einigemale recken, strecken und langsam aufrichten muß, ehe er zu ernstlichem Widerstände bereit ist. Beide Parteien vervollständigen eifrigst den Aufmarsch ihrer Heere und Flotten. Das ist neben kleineren Ersätzen der Japaner der wesentliche Kern, der aus dem Wust von sensationellen Kriegs-Nachrichten herauszuschälen ist. In russischen Osfizierskreisen glaubt man zu wissen, daß die Aufstellung eines 4. sibirischen Armeekorps beschlossen und angeordnet ist. Das russische Hauptquartier ist in Charbin. Die Japaner haben ihre Neckereien der russischen Flotte in Port Arthur in Zwischenräumen fortgesetzt und haben verschiedene russische Kriegsfahrzeuge vernichtet und Handelsdampfer ausgebracht. Den zu Unrecht beschlagnahmten deutschen Dampfer „Emma" haben sie nach Beschwerde alsbald freigegeben. Den rufsischen Dampfer „Mandschurin" behielten die Japaner als Kriegsbeute. In Port Arthur ist nur ein geringer Teil der Bevölkerung geblieben, vorzugsweise Männer. Die Versorgung der Stadt mit Brot ist gesichert. Es herrschst völlige Ruhe und Ordnung. Die Meldungen von japanischen Truppenlandungen nahe Port Arthur, bei deren einer angeblich fast 500 Japaner von den Kosaken, die den Feind erst ruhig landen ließen, niedergemetzelt sein sollten, erweisen sich als Erfindung. Sonst müßte bei der nach Siegesnachxichten dürstenden Stimmung in Rußland irgend eine Bestätigung der obigen Meldung durch Admiral Alexejew vorliegen. Die Landungsversuche freilich gehören zum japanischen Kriegsplan. Die Russen befestigen weiter ihre Stellung in Port Arthur und sind Herren der Eisenbahn von Charbin bis Port Arthur. Dort bei Charbin wollten Japaner die Brücke über den in den Amur, den Grenzfluß Sibiriens, fließenden Snngari sprengen, wurden aber von den Russen gefaßt und hingerichtet. Aus der Eisenbahn herrscht lebhafter Verkehr von Truppentransporten. Aus Befehl des Admirals Alexejew wird ein Frei- fchärlerkorps zur Verteidigung der Festung Port Arthur formiert. Die Freischärler erhalten vom Staat Waffen und Verpflegung und, wenn nötig, Bekleidung. Gerüchten zufolge befinden sich japanische Schiffe noch immer m russischen Gewässern. Man nimmt an, daß die Japaner nach Port Arthur bestimmte Lebensmittel als absolute Kriegskontrebande betrachten. Nach dem Gefecht am 9 Februar scheinen sie sich zur Ausgabe zu stellen, P 0 r t Arthur durch Belagern ng zur Uebergabe zu zwingen. Jedenfalls sind sie Herren Koreas. Der Kaiser von Korea bat plötzlich unter der kitzlichen Nähe der japanischen Ba- Feuilleton. I. S. Bachs Matthäuspassion. Man weiß allgemein, daß die Matthäuspassion erst dem 19. Jahrhundert zu Gute gekommen ist. Sie gehört heute in allen Städten, wo die musikalischen Zustände geordnet sind, zu den regelmäßigen Erscheinungen: Jahr für Jahr oder Jahr um Jahr. Diese Worte Hermann Kretzschmars — der Name sagt genug! — erscheinen uns geeignet, einigen einleitenden Aufsätzen zu der bei uns nun bevorstehenden Aufführung das Geleite zu geben. Gießen braucht sich dieser Worte fürwahr nicht zu schämen; — wenn wir auch erst jetzt im 20. Jahrhundert das erstrebenswerte Ziel zu erreichen hoffen dürfen und nunmehr mit gutem Grunde erwarten können, daß auch bei uns diese „geordneten musikalischen Zustände" fortan dauern werden, so dürfen wir doch nach Lage der Verhältnisse stolz darauf fein, was in den letzten Jahren Schritt für Schritt erreicht worden ist. Nur der unermüdlichen Schaffenskraft und Energie, dem unbestechlichen Idealismus unseres Dirigenten, des Großh. Universitätsmusikdirektors Trautmann haben wir es zu danken, daß wir so weit sind, um diese Aufführung wagen zu dürfen und um auch darauf vertrauen zu dürfen, daß wir regelmäßig in Zukunft, „Jahr um Jahr" die Matthäuspassion zu hören bekommen, mag es auch für die ausschlaggebenden Verhältnisse Gießens als Universitätsstadt kaum zu ermöglichen sein, daß die Aufführungen am Charsreitag ftattfinden. Herr Trautmann hat sich für die Einung des musikalischen Lebens mit einer seltenen Opferfreudigkeit eingesetzt uno auch eben jetzt schwebt ihm die Erreichung dieses Ziels wieder als Siegespreis feiner Mühen vor; wie er vor Jahren die Zersplitterung zu verhüten wußte, indem er auch die Leitung des evangelischen Kirchengesangvereins übernahm, so setzt er sich jetzt mit seinen Leistungen der vereinigten beiden Vereine: des akademischen Gesangvereins und des evangelischen Kirchengesangvereins dafür ein, daß unwiderleglich bewiesen werde: Gießen kann heute die höchjsten und schwierigsten Chorwerke aufführen und Gießen muß sich dies Vermögen bewahren, Gießen darf nicht zugeben, daß in diesen Leistungen ein Rückgang eintritt! Videant ccmsules! Die leitenden Stellen mögen zusehen, daß kein Nachteil erwachse! Man lasse nicht ungenützt die Gelegenheit vorbeigehen, die sich eben jetzt bietet, da die rein musikalische Leitung das Höchste erreicht hat! Nur Einigkeit macht stark und so möge man diese Einigkeit zu erreichen wissen, bei der allein möglich sein wird, die erreichte Leistungsfähigkeit zu bewayren und zu bewähren. Aber Zweites Matt. 184. Jahrgang Montag 22. FevruarL»04 Gietzener Anzeiger offeln» ist« uwb tUtouubtt, gelbe Kauschen n. \. w. Migslem Tagespreis um frei Keller. [183 WM mheit. preist grat. mittelte ersteben sehen, weil der Großherzog bereit sei, Violin-Soli sorgten für angenehme Abwechslung, tn der Nähe der Stadt unentgeltlich dazu Gelände bQg Bach-Gounod'sche „Ave Maria" für ist er Morphinist. de§ Dorfes Dreihausen in Aufreguug. Seit Mai v. I. wird nämlich das 2*/, jährige Stiefsöhnchen des dort zugezogenen aus Hochberg bei Waiblingen stammenden Bäckers Gaiser vermißt. Während der gerichtlichen Untersuchung hat der Mann angegeben, daß ihm das Kind gelegentlich einer Reise nach Frankfurt a. M. im dortigen Hauptbahnhof von einer fremden Dame geraubt worden sei. Alle Nachforschungen in dieser Sache seitens des Gerichts sind indessen erfolglos geblieben. — Vorgestern wurde Gaiser, der sich in Dreihausen zudem nicht des besten Rufes erfreut, wegen schweren Diebstahls verhaftet und unter scharfer Be- Gießen, den 22. Februar 1904. I deckung nach Marburg ins Gefängnis gebracht. Der Lager- Der Lehrer.SSng°rch°r in Gießen vereinigte‘•»««8« «onfumoc^» b«n SH^ mfeinmi t „cruc .am Samstag abend im Saale beS ®af6 Ebel -ine überaus M< Aus bem gbsborfer Grund-, 21. F-br. ©ne ___________ mysteriöse Geschichte hält seit Jahresfrist die Einwohnerschaft t a n o wies auf die Bestrebungen der deutschen Aerzte zur I den verschiedensten Bullen, Eneykliken, Dekreten re. zerstreut Herbeiführung der freien Aerztewahl hin und stellte sind. U. a. müßte die Kommission sich auch mit der Frage fest, daß die weit überwiegende Majorität der Bevölkerung der Ziviltrauung beschäftigen. In vatikanischen Kreisen auf feiten der Aerzte stehe. Es sei angezeigt, die Verabschied- spacht man von einer sehr wichtigen Reform, nämlich der ung der Aerzteordnung zu beschleunigen. Die %nerfennung der Gültigkeit der durch eine Ziviltrau- rüte Etsenhuth und v. Biegeleben sp^^en überl geschlossenen Ehe durch die Kirche. Natürlich b'er Äe&e bebürfe b>e Etz-, um kirchlich -inwandsfr-i 8u fern, auch beS und bei Schulhausbauten Verwendung sinden. Es gebe priesterlichen regens. auch in Hessen noch Schulhäuser, wie man sie . . — kaum für möglich halten sollte. Abg. Frenay ftfnht 1TH1I tflTlh Wünschte, um der Grundstückspekulation ent-s IlUvt lUlU ae g en zuwirken, eine Besteuerung' des unverdienten Wertzuwachses von Gelände, und bat u. a. bie Regierung, dahin zu wirken, daß die zehnstündige Arbeitszeit für die Frauen durchgeführt werde. Am 18. d. M. machte Ministerialrat Br am: . . , . , a essante Mitteilungen über die Maßnahmen der Regierung Dre Vereinigung ist damit zum erstenmale mit ihren Leistungen, ~ bei Frankfurt wurde eine zur Ausführung des hessischen Landeswohnunas- vor das Publikum getreten - und sie konnte sich hören ^aqvarstaaten. ou r r T “r 1 ^roe gesetzes. Danach ist die Regierung bereit, den Gemeinden fassen. Ein gewähltes Programm war für diesen Abend, der ° Dsnq} Ps. in nnh hi? ßpihpn vas zur Erbauung von Mietwohnungen erforderliche Geld ^cht wohl ein Konzertabend genannt zu werden oerfcient, eine' a,L . ' b , b Dörrböipr darlehnsweise aus der Landeskreditkasse vorzustrecken. Da! f^stellt worden. Die Reihe der Vorträge eröffnete Lehrer anderen Wilhelm Klein aus Nied und Gerhard Dörrhöfer die Gemeinden die berufensten Trägerinnen der Wohnungs- ^.^^^^^^ Qm Ä( . ^r brachte auch zwei eigene Flörsheim, wurden m Frantsurt sestgenommen. In ihrer fürforge seien habe man im Gesetz von einer direkten Hm- . . ’ . ■ J* -- , Wohnung wurde noch das Material und die Formen zum gab-^?>-r Darlehen an bie Bauvereine Daran K°mposü.on-n zu Gehör, b-r-n femftnmge »uftafiung unt anf’rf. sn Don Zweimarkstücken vvrgchmb-n. - Der an- werbe auch jetzt festgehalten, unb es sei Weisung erteilt b-rvorragenbe Technik alle Anerkennung verbrenen. Der Chor verfchwunbene Sohn bes Offiziers Franke in Mainz worben, baßgegen Gerneinben bie sich wergern, ihre gesetz- bot m roe.fer Enthaltsamk-.t nur bre. fchl.chte Bolksl.-b-r b » - Stunben be, V-rwanbt-n ausg-halt-n, nach- ich-n Verpflichtungen zu erffillen, bas Verwaltungsver- aber rn ihrer ausgeglichenen Vortragsroe.se zeigten, zu welcher H Schulunterricht verlassen hatte Daraus war obren eingeleitet werbe. Fn Tarrnstabt werbe man Leistungsfähigkeit sich bie kleine Sangerfchar auf bem Ocbiete aetoirften öänben eines Revorters bie Ge- remnäckfft eine Reihe typischer Wohnungen für Minderbe- b^s Volksliedes bereits emporgeschwunqen hat. Gesang- und . . \ , nni= mttt-lt- erstehen sehen, weil ber Großherzog bereit sei, Violin-Soli sorgten für angenehme Abwechslung. Rament- ch'chte °°N seinemVerschw.nben ent|tanb n. - AusNvhrungs. in ber Nahe ber Stabt unentgeltlich bazu Gelanbe Bach-Gounobffche „Ao- Maria« für Sopran mit Agen erhängte sich >n Kastel an s-mcm Bettpfosten ber Schlußessekt ber vorwöchentlichen Kammerverhanb- $i"[in” ™b Klavierbegleitung würbe vorzüglich ro,ebergeg-b-n altjw - Nach ben "be. be°Le"che gefunbenen jungen b«bete bie gegen ben Abg. F° utz-Butzbach sich stnd mußte wi-b-rholt web en DenSch Uß b-r. nuch -- ^^.t.onSpapier-n ist er ein gewisser Friebrich Rüsinger, richtende Interpellation Reinhart, bie Herrn Joutz be- gelungenen Unterhaltung b^-te^-m ftott gefp.ett" ©'•>«»« Wleögerbrirf^e aus Göppingen in Württemberg. - In schuldigt, in Sachen des Bahnbaues Butzbach-Lich sur und -in kleines Tänzchen. Der saal reichte nur knapp auS, m b a ^i Mainz rourbe ber Bürgermeistereisekretär die Pari-Unterbringung nickt bärfengangmer Prwrrt°ten bl- groß- Zahl ber Gäste zu affen. Antw-il-r wegen Unterschlagung von Krankenkass-ngelb-rn bei den beteiligten Gemeiriden eine Provrsron von 33 000 •* Gießener Lesehalle-Verein. Morgen Dienstag . e, i ä ■ ä Mk. von dem Betriebsunternehmen erhalten zu haben. Tie ben 23. Febr. abends 81/* Uhr sindet im CafL Ebel eint Derq TI ' nächsten Tage werden wohl die Aufklärung bringen. Ordentlicke Mitgliederversammlung des Vereins statt. Die fflprmffrhtf>6 ----. cfaf ff Tagesordnung ist im Inseratenteil bekannt gegeben. ytlull|UJl*5« ^eer uno — Die konstituierende Versammlung des Be- • Hamburg, 20. Febr. Zu Friedrichsschleuse bei AuS dem Militär-Wochenblatt. Versetzt: v. Hymme n , z irkSv erein 8 g e gen M iß brau ch g eistig er Getränke, Karolinensiel wurde eine Flaschenpost aufgefunden, wonach v. Schultzend orff, LtS. im 1. Großh. Heß. Feldart.-Regt. bie am Donnerstag geplant war, aber wegen des Arnoldsohn- Schiff „Ellwangen" mit 24 Mann Besatzung an Nr. 25, in das Feldart.-Regt. v. Peucker (1. Schles.) Nr. 6, Konzertes verschoben wurde, wird, wie uns mitgeteilt wird, b^r Küste Schleswig-Holsteins untergegangen ist. bezw. in daS 4. Garde-Feldart.-Regt., Beyer, Lt. der Res. nun Donnerstag, den 25. Februar abends 8V4 Uhr im » Braunschweig, 20. Febr. Seit heute morgen herrscht deS Jnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Heß.) Nr. 117 Turnsaal der Stadt-Knabenschule gehalten werden. Die ^n Schneesturm in ärgstem Maße. Die Personen- (Gera), zu den Res.-Ofsizieren deS 7. Thüring. Jnf.-RgtS. Mitglieder werden dazu besonders eingeladen werden. Jedoch p^st ist im Schnee stecken geblieben. Die Höhe des Schnees Nr. 96. — Befördert zu Lts. der Res.: Die Vizefeldwebel werden auch solche, die bisher noch nicht Mitglieder roaren, betragt über 4 Meter. bezw. Vizewachtmeister: Thomas (Mainz) des 2. Nass, aber gerne Mitarbeiten wollen, namentlich auch Damen, sehr • Wien, 21. Febr. In vergangener Nacht und heute Jnf.-Regts. Nr. 88, Kämmerer (Mainz) des Jnf.-Leib- willkommen sein. Es wird nun alles davon abhängen, ba^Ioomiittag wütete hier ein orkanartiger Sturm, durch RegtS. Großherzogin (3. .Großh. Heß.) Nr. 117, SchneiderMitglieder auch wirklich erscheinen und die vorliegenden welchen zahlreiche Personen, unter ihnen einige schwer, (Mainz) deS 4. Lothring Jnf.-Regts. Nr. 136, Dycker hoff Aufgaben ernstlich erfaßen. v erletzt wurden. Der an den Gebäuden angerichtete Schaden (Wiesbaden) des 1. Heß. Drag.-Regts. (Garde-Drag.) Nr. *• Kammermusik-Abende. Der für Donnerstag groß. 23. — Plate (Siegen), Lt. der Res. a. D., zuletzt in oorgefefyene dritte Abend mußte wegen plötzlicher Verhinde- • Ueber eine Schreckensnacht in Warschau, wo Res. des Kurheß. Train-Bats. Nr. 11, als Lt. mit Patent aung des Herrn Redner verlegt werden. Wie aus dem Graf Wladimir Dambski in einem Wahnsinnsansall vom 23. März 1899 bei den Res.-Ofsizieren des Großh. Hess. Inseratenteil ersichtlich ist, ist nun Sonntag, der 2 8. Fe- zahlreiche Personen durch Schüsse tötete oder ver- Train-Bats. Nr. 18 wieder angestellt. — Meinecke (Mainz), bxuar gewählt worden, und die Veranstaltung wird an rounbete, wird von dort berichtet: Der 34 jährige, auch in Oberlt. der Landw.-Jnf. 2. Aufgebots, der Abschied bewilligt.— diesem Tage 5 Uhr abends ganz bestimmt stattsinden. ber aristokratischen Gesellschaft von Posen und in Wien wohl- Assist.-Arzt der Res. Dr. Rückert (Gießen) zum Oberarzt, Staufenberg, 21. Febr. In der Nacht oom befannte Graf verriet schon in den letzten Tagen ungewöhn» Unterarzt ber Res. Dr. Hüffell (L Darmstadt) zum Assist.- Donnerstag auf Freitag vergangener Woche brannte eine siHe Nervosität. Eines Abends speiste er in einem vornehmen Arzt befördert. dem hiesigen Landwirt V. gehörende Feldscheune mit Restaurant und verweigerte die Zahlung der Rechnung. Man . .. - ■ Strohinhalt nieder. Da sie verschlossen war und Stroh bei wußte die Polizei requirieren, welche ihn nach seiner Woh- Airche und Schule. Licht von dem Besitzer nicht geholt wurde, so kann nur vor- nung brachte. Als man den Grafen hier durch den Haus- — Dem (Sortiere della Sera" zufolge wird demnächst Nützliche Brandstiftung vorliegen. — In der vergangenen weister auffordern ließ, seine Legitimationspapiere vorzuweisen, der Pap st ein Kardinalkollegium ernennen, um eine Gesetz- Nacht wurden die Fenster des etwas abwärts vom OrteNog ewen Revolver hervor, schoß dem Manne zwe: aebunq des kanonischen Rechts abzufaßen. Der liegenden Waßerwerkes demoliert, das innen stegende Holz Kugeln in den Kopf, verbarrckadierte die Tur und er- Kommission werden die bedeutendsten Kardinäle wie Ram- zerstreut, der Eingang verammelt, sodaß, bis die Unordnung klärte, daß er jedermann, der sich vor fernem Hause, ja selbst volla Forrata Agliardi, angehören. Jeder Kardinal wählt I beteiligt war, der Ort sich ohne Wasser behelfen mußte. in ber Mündung der nächsten beiden Seitenstraßen zeigen sich einen Berater unter den bedeutendsten kanonischen Rechts- Wahrscheinlich rühren beide Schändlichkeiten von derselben würde, erschieße. ES war inzwischen 11 Uhr nachts geworden, lehrern aller Länder. Der Plan ist von außerordentlicher Person her. Die Menge, welche sich anfangs vor dem Hause versammelt Bedeutung, da die Regeln deS kanonischen Rechts heute in Rod heim a. d. Bieber, 20. Febr. Im nahen hatte, zerstob oder verbarg sich in Portalen der umliegenden Frankenbach wurde der Waldläufer Luh wegen Wilddiebe- Häuser. Der Graf behauptete den Platz. Er trug seine -- - . reien, die er im Fürstlich Licher Revier begangen hat, in Ahnenbildniße auf den Balkon hinaus und hielt allerlei wirre immunisierter Kühe auftreten sotten, die aber noch nichl Hast genommen. L. ging früher mit den Jagdpächtern der Reden. Kaum aber hatte er eine herannahende Abteilung gesunden sind. Werden sie dereinst einmal in genügender I ganzen Gegend auf die Jagd; man nahm den Mann darum Polizisten bemerkt, als er eine doppelläufige Flinte ergriff Konzentration erhielt, so werde wohl noch eine andere I gerne mit, weil er in Feld und Wald überaus gut Bescheid — er verfügte über zwei Gewehre, einen Revolver und Form der Einverleibung, als die durch rohe Formolmilch, wußte. In den letzten Jahren hat L. den Anschluß bei den größere Vorräte von Patronen — und zweimal feuerte. Er sich finden lassen. Die Formolmilch, vollends so lcmge Jägern verloren; er stand bei diesen schon längere Zeit im eröffnete nun eine fast ununterbrochene Füsilade auf sie spezifische Antikörper noch gar nicht liefert, lehnt Geh. Erdacht des Wilderns, ohne daß es glückte, Beweise dafür Untenstehenden, tötete 3 Personen und brachte 21 Rat Flügge entschieden ab. Der^ernMe Punkt, oem da erhalten. Der Mann war zu arm, sich eine Jagd zu anderen schwere Verwundungen bei. Dieser Kampf FlüggEbi-^’ötano te Rinber- pachten unb so hat ihn bie Jagbl-ib-nfchast ins Unglück ge- ein-z -inz-ln-n g-g-n -in-n groß-n T-il b-r Poliz-imacht berben Für bie Bekämvsuna ber menschlichen Tuberkulose bracht. Warschaus, welcher überdies eme Jagerabteilung zu Hilft .unb speMl der Säuglingsinfektion spielt diese aber eine -x. Fellingshausen, 20. Febr. Unerwartet rasch ist geschickt wurde, dauerte bis zum Morgen. Zwei Umstande untergeordnete Rolle. Auch über die Rinderimmunisierung der Tod an einen verheirateten Bergmann unserer Gemeinde erklären diesen ganz ungewöhnlichen Vorfall: emersettS die sei ein völlig abschließendes Urteil noch nicht möglich, herangetreten, der gesund und frisch die ©einigen verließ, um Dunkelheit, welche es schwer machte, auf den in fernem Die Kürze der BeobachtungsÄeit gestatte keine Feststellung ber Eisensteingrube im benachbarten Bieber seiner Be- Zimmer versteckten Grafen zu zielen, andererseits die außer- barilber, wie lange die Kühe durch die 3mmunifieruna ^ftigung obzuliegen. Kaum war er dort in den tiefen ordentliche Treffsicherheit des belagerten Schützen. General- gegen eine natürlich^ Infektion geschützt werden, .unb Schacht eingestiegen, als er von einem Herzschlag betroffen wajor Lichatschew, der Oberpolizeimeister von Warschau, wollte fchließlrch werden allerlei praktrichrhpnp mnr nnrR in iuaendlickiem Alter unbIx«» 0»^»« hpr ßspnbnrmpn niAt oesübrden. Die Folae dieser Entscheidung darüber mitsprechen, ob dteses oder ;enes Verfahren zur Tilgung der Tuberkulose in den Herden sich am meisten bewährt. Mancher — so erklärt Pros. Flügge — wird vielleicht der Meinung sein, ich hätte mit der vorläufigen Kritik warten sollen, bis die ausführlichen Berichte der von Behringschen Versuche vorlägen. Aber von Behring hat durch seine gehäuften vorläufigen Mitteilungen geradezu eine vorläufige Kritik provoziert, und ich bin überzeugt, daß ich nicht der einizige bleiben werde, der feinen Ansichten schon jetzt entgegentritt Sind In der Zeit von hiesiger Stadt gesunden: 1 Por unb 1 verloren: 1 oergot Arbeitete Entlaufen \\V. 1 5 Dir iLmPscmtztzderr sieben ihre Ansprüö)r Ziehen, den 20 Ärohher-0! "Zehn einen ; 6,ft iverdkls Ser aus Kpb-K st°"d s ^-wp^?begründete' Lerda^ al sie Verlause W # raff Streiche °u ' ^legan Vramisuchl ^amtmne' ^Lfe.^abffch.^ der Bnese, v unb r um ih« sich wr5„ 'w -h« sßräutigon lobt Als < . ,W1 s-L Postanw°i,un^^di-"° ffch 1 Nachdem ' stdoch Bnd-ip-st zu-uä -h-t-. . Ein R-kl-m» /IM Markt zwei W Vor einigen Tagen nw -m-n G-schM "» «F i-ht- der febem guten manchen Rauch--, »>- übermäßig teuer war, auch glanzend belohn rcni ae-enüber plotzl" M P!«,l bislang noch keinen U eignisse werfen ihre Sl schon jetzt lesen, welche meister für feine Zigar Der Ladeninhaber Nr. Kunden sich jetzt ihn Flugs setzte er den P zurück, und nachdem s mals um o Psg. He^ nur noch 35 Pfg. ml Mai Wir suchen für ein, Me gegen sreie Tlalion ließen, den 19. ? _ ____Sn Bekai . 3n dem am Frei ,e stattfindenden 5 bem Gemeindewald doi 6 Eichen-tztar 3 Buchen.tzlü J . 8 Kiesern-Ltä Ehringshausen (fitl . Arbei ««Äft “ntet 0 den ig Aadti Der C *6 ^geliß Weller Kleinkinder-Wewahranstal'l en versteigert, 1. vor- Von nächster Woche an wollen ww die Vertrage für .d)fopf, Ammenhäuser- unsere Anstalt in 1904 erheben lassen. Dte Erhebung ge- Eiche, 2 Stück von 30 ht burch unsere ftühere Anstaltsdienerin Häthchcn Hof- Tn ^ichfp 5 Stück von ' ' > . . ? — ___n 'Say- «oiton Dr. Naumann. 1771 Bekanntmachung in 1641 Gießen, den 16. Februar 1904. GtMlbrdank ni Githtn E. G. m. u. H. 1770 1743 lang, lang, ■c Z vor- hier- 4 2 2 4 jchrift versehen, an genannter Stelle einzureichen. Gießen, den 19. Februar 1904. Städtisches Elektrizitätswerk. Frahm. Regen Regen Bed. Himmel Bew. Hrmmel Budapest zurückkehrte. • Ein Reklamewettstreit. In Wernigerode liegen am Markt zwei Zigarreng sch äst e einander gegenüber. Vor einigen Tagen nun erschien in dem Schaufenster des einen Geschäft ein großes Plakat mit der Aufschrift: ^Bürgermeister-Zigarren 10 Stück 60 Pfg.l" Anscheinend veranlaßte dec jedem guten Bürger innewohnende Lokalpatriotismus manchen Raucher, die Zigarre zu kaufen, zumal sie nicht übermäßig teuer war; die Findigkeit des Ladeninhabers würde auch glänzend belohnt worden sein, wenn nicht die Kontur- renz gegenüber plötzlich „Oberbürgermeister-Zigarren 10 Stück 55 Pfg.l offeriert hätte. Wernigerode hat freilich bislang noch keinen Oberbürgermeister, indeß — große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und so konnte man schon jetzt lesen, welchen Preis unser künftiger Oberbürgermeister für seine Zigarren anlegt und welche Sorte er raucht. Der Ladeninhaber Nr. 1 mochte wohl fürchten, daß seine Kunden sich jetzt ihren Bedarf gegenüber decken würden. Flugs setzte er den Preis für seine Zigarren um 6 Pfg. zurück, und nachdem sein Gegenüber dasselbe getan, abermals um 5 Pfg. Heute kosten die Bürgermeister-Zigarren nur noch 35 Pfg. und die „Oberbürgermeister" 40 Pfg. * Zehn Mädchen und — ein Mann. Aus Budapest werden über einen Heiratsschwindler folgende Einzelheiten berichtet: Der aus Csany gebürtige 25 jährige Ockonom Ladislaus Nyirö stand schon seit längerer Zeit im Verdachte, durch Fälschungen von Postanweisungen die Postverwaltung in empfindlicher Weise geschädigt zu haben. Da sich der Verdacht als begründet erwies, wurde Nyirö verhaftet. Im Verlaufe des Verhörs stellte es sich heraus, daß Nyirö feine Streiche auf höchst raffinierte Weise verübte. Der junge Mann suchte als „eleganter, wohlhabender Mann" eine Ehegefährtin; Postbeamtinnen wurden bevorzugt. Nach Empfang der Briefe, begab sich Nyirö zu den „Kandidatinnen", hielt um ihre Hand an und verlobte sich in aller Form. So hatte sich Nyirö gleichzeitig mit zehn Mädchen, die alle, ohne Ausnahme, Postmeisterinnen in der Provinz sind, ver- lobt. Als „Bräutigam" fühlte er sich natürlich m den Postämtern bald heimisch, und er nützte die Gelegenheit tüchtig aus: er fabrizierte falsche Postanweisungen, stempelte sie ab und versah sie mit unleserlichen Unterschriften. Die auf seinen Namen adressierten Postanweisungen schmuggelte er stets in den Postsack ein; da die zur Expedition gelangenden Postanweisungen erst nach drei Monaten nachrevidiert wurden, konnte man früher diefe Machinatonen nicht entdecken. So hat sich Nyirö im Amte der Repczelater Postmeisterin 2 400 K. angewiesen. Nachdem er sich auf diese Art ein nettes Sümmchen erworben hatte, begab er sich nach Amerika, von wo er jedoch anfangs Januar — von Heimweh geplagt — nach ^vrichsschleuse bei ^gefunden, wonach n Besamung an langen ist. eute morgen herrscht Be. Die Personen, s Höhe des Schnees irr Nacht und heck jer Sturm, durch ihnen einige schwer, angerichtete Schaden Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. März werden ... den Distrikten Buchwald, Suterwald und Langscheid des Nieder- Weisüer Gemeindemaldes versteigert: 1. Stämme und Abschnitte. In dem am Freitag den 26. Februar d. I., mittags 10 Uhr, im Saale des Gastwirts Wallbruch selbst stattfindenden Holzversteigerungstermin kommen aus dem Gemeindewald von Bechlingen 5 Eichen-Stämme mit 3,98 fm Inhalt, Höchste Temperatur am Niedrigste „ * W. SW. WSW. W. Kckanntmachung. In der Zeit vom 13. bis 20. Februar 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Spazierstock und 1 Hut; verloren: 1 vergold. Medaillon, 1 Federmesser und 1 Arbeitsbeutel. Entlaufen ist: 1 Dachshund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 20. Februar 1904. Großherzoglicyes Polizeiamt Gießen. Hechler. Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todcssälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießeii gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Bm- unb MMz-VerßeiMU im Rieder-Weiseler Gemeindewald. JUonntli ?e Ikbcrßdjt der Jobcefällt in Vietze«. Monat Januar 1904. Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (intL 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 21,0 nach Abzug von 3 Ortsiremden: 19,8 ti/0o. Kinder Dienstag den 23. Februar d. Js., rrachm. 4 Uhr, im Lokale Zum Aquarium, Walltorstraße 5 Genera! - Versammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschastsbericht — Abnahme der Jahresrechnung — Decharaierung des Rechners. 2. Vorstandswahl. 8. Sonstige rechtzeitig eingebrachte Anträge (diese müssen mindestens 2 Tage vorher schriftlich emgereichl lein). 4. Berichiedenes. 1629 J 1 * Der Vorstand. Arb eitsv ergelmng. Die Ausführung von Kabelgräben und die Stellung von Hilfsarbeitern für die im Betriebe des Elektrizitätswerkes vorkommenden Arbeiten sollen für die Betriebsjahre 1904/05 und 1905/06 öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find während der Dienststunden in dem Amtszimmer unseres Werkes, Neumühle, eiuzusehen. Angebote unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Vordrucke sind bis zum Samstag, den 27. d. M., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Auf- Rinb erfreut ' $ nter I J 'Mer Be. •»las u' Etwa 12v Ul. E? ** L ® rRnb?ie b*« r-rrh«, ’n an. «iR Mainz ^Porters die ®c, ^usNahrungs, Bettpfosten der h°t sich ein -eify yiunbenen Asinger, ttkwberg. - >rgermeistereisekretär 3 Buchen-Stämme , 2,48 „ „ 8 Kiefern-Stämme „ 4,23 „ „ und von der abzutreibenden Wegefläche in der Mühlbergseite in Kölschhausen ca. 10 Eichen-Sämme mit 7—8 fm Inhalt mit zum Verkauf. 1769 Ehringshausen (Kreis Wetzlar), den 20. Februar 1904. Das Bürgermeisteramt. mann, jetzt Frau Enders, die außer der neuen Geberliste auch die vorjährige mit sich trägt. Niemand sonst ist zur Erhebung der Beiträge berechtigt. Wir bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Vierteljahr 1904; mit denselben kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der Gcsamt-Jahresbeitrag gespendet werden. Indem wir dies den Wohltätern und Freunden unserer Anstalt mitteilen, bitten wir freundlichst, uns auch in diesem Jahre gütige Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben ür etwa 250 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, den 19. Februar 1904. 1696 Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. 71 Eichen — 76,32 Ebm., 41—78 Elm. stark, dis 7 Mtr. lang, 125 Eichen -^66^68^Eb'm., 24—40 Etm. stark, bis 8 Mtr lana, 76 Eichen = 11,44 Ebm., 13-23 Etm. stark, bis 7 Mtr. lang, Wagnerholz, _ 5 Linden — 1,81 Ebm., 19—48 Etm. stack, bis 8 Mtr. lang, 96 Kiefern — 26,88 Ebm., 20—35 Etm. stark, bis 11 Mtr. lang, Schnitt- und Bauholz, 111 Fichten — 14,91 Ebm., 11-20 Etm. stack, bis 16 Mtr. lang, Bauholz, II. Stangen: 76 Eichen — 1,71 Ebm., 9—11 Etm. stack, bis 6 Mtr. 789 Fichten ^5o,78^Ebrn., 7—11 Etm. stack, bis 14 Mtr. Sparren, Gerüststangen usw., und in Warschau, roj m WahnsmnsaiM e tötete ober w:< 34 jährige, auim und in Wien nM- ■ Sagen unqewöhn' r einem üornebmm ir Rechnung. Man \ nach \t\Mt Wch» n durch den hau?» §papiere ooquroeiitn, >em Manne zivn te die Tur und et- einem Hause, ja selbst Seitenstraßen zeigen Ihr nachts geworden, m Hause versammel! alen der umliegender, iah. Er trug fern! ib hielt allerlei wim rannabmbe »fas •Häufige Stinte einen zweimal feuerte« »«•»«“i! * en uni b-°4>' 2 bei. * Sa" leit bet W”” igttableitung 1« ' W u*ni' eh«*».be 6 rf ben » 5 n Schützen- rooIÜ{ ?onÄ'bi,i“ tben. Die i 9 x m ' Wahnsn"'^ $ tzi ßinbe w , ben «B «“* “1 P-li!-" t*9!' et «"hinten b« bie Stadl' in das 9n »ie(pin§l' netbarg; gegen1 * e 195 Fichten-Reisstangen. rx _ , . Lusammenkunit vormittags 10 Uhr am ersten Tage aui der Kreisstraße nach Hochweisel, beim Distrikt Buchwald, am zweiten Tage am Distrikt Sulerwald, aus der Kreisstraße nach Hamen, m der Nähe der Einhauser Mühle. Bemerkt wird, daß das stackere Eichen-Stammholz am ersten Tage zum Ausgebot kommt. Nieder-Weisel, den 15. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Weisel. Krausgrill. Holzverfteigerrrng. »reitaa den 20. Februar 1904 werden versteigert, 1. vormittags V0N 10 Uhr «», aus Distrikt Olnimcnfmnter- hecke, Eichwald und Antrefferkopi, Stämme: 34 cm mittl. Durchm., 4 m Lange mit 0,64 fm, 8'^, b Stuck von 15—19 cm mittl. Durchm., 10—15 m Lange mit 1,29 fm, Derb ttnimen • dickte 70 Stück mit 8,78 fm, Scheiter rrn: Buche 22, Liche 30,' Nadel 2, Knüppel rrn: Buche 7 Eiche 82 I. Hl., 14 IL Äl., Nadel 8 L Kl., 9 IL Kl., Aspe 2 II. Kl. Reiser rrn: Buche 194 Eicke 373, Nadel 10 (wovon 6 rrn ausgekuuppelt), Aspe 4, Stocke rrn: Buche 5, Eiche 56, Nadel 20 L HL, 7 II. Kl. us in Distrikt Buchkops 3, Ammeuhäuserhecke 6 und ^utrefferkops 14 zerstreut itzende Holz wird mcbt vorgezeigL Zufarnmeilkunst auf der Kreis- traße Allertshausen-Beuern, am Krebskopf. 2. nachmittags etwa von 1 Uhr an, aus Distrckt Koppern- helle und Zeiselbach, Derbstaugeu: Fichte, 15 Stuck nut 0,38 fm, Scheiter m: Buche 3, Nadel 4 (Rund,ckeU), Knüppel rrn: Buche 2, Eiche 2, Nadel 5 L Kl., 4 H. Kl., Reiser rrn: Buche 30, Eiche 40, Nadel 78 (wovon 16 rm ausgeknuppelt), Stöcke nv: Buche 2, Eiche 8, Nadel 8. Zusammenkunit am Waldrand Distrckt Köppern- Helle, oberhalb Allertshausen. Nähere Auskunst erteilt Forstwart Leyerer-Elimbach. Londorf, den 20. Februar 1904. Freiherrliche Obersörsterei Rabenau. Nicolaus. Bekanntmachung. Wir suchen sür einen 15jährigen Jungen eine Schreibgehllsen- stelle gegen fieie Station. 1752 Gießen, den 19. Februar 1904. Städtisches Armenamt. Die Dividende pro 1903 6H von MÜOO=Mk. 32.50 kann täglich während der Gcschäftsstunden an unserer Kasse erhoben werden. Kapitalien- Ausleihung. Aus unserer Kirchenkasse sind an Kirchen- und Pfarrbesoldungskapitalien gegen 80000 Mk., auch in Einzelbeträgen, auszuleihen, gegen Hypotheken zu 60% „des Schätzungswerts der zu verpfändenden Häuser und Güter. Man wolle sich baligst an den Unterzeichneten wenden. Gießen, den 19. Februar 1904. 1697 Der Evangelische Gesamt-Kirchenvorstand. Dr. Naumann. weck auf Erden, den Eiffelturm ausgenommen. Dieser „Himmelskratzer" wird nicht weniger als vierunddreißig Stockwerke haben. *Da haben wir a u du den zer st reuten ame- rikanisd>en Professor. Präsident Schiurman hat für die Studenten der Cornell-Universität folgende Tageseinteilung ausgered)net: 11 Stunden Studiums 2 für Mahlzeiten, 3 für körperliche Hebungen, 1 zur Erholung und 8 für Schlaf. Tas sind sd)vn 25, und dabei hnt der 5)err Professor noch verschliedencs vergessen, was den Herren- Studiosis zumeist noch weit mehr am .Herzen liegt.^ ♦ Eine Schnupftabaksdose für 38850 Mark. Aus London wird berichtet: Bor 92 Jahren, während des Rückzuges Joseph Bonapartes vor dem Herzog von Wellington nach der Sck)lacht von Salamanca, hob ein Gemeiner eine goldene Schnupftabaksdose aus der Zeit Louis XV. aus und war eifrig damit beschäftigt, mit der Sprhe seines Bajonetts das fein gearbeitete Emaile heraus- ^ustechen als Sir George Collier ihn dabei überraschte. In das Rankenwerk des Mstchens aus Metall waren sechs schmale Emailtäfelchen eingebettet, von denen drer Szenen aus der Geschick>te von Gil Mas darstellten. Srr George i Collier konnte aus dem Teckel nur die eine Füllung noch retten die anderen waren schon von dem Soldaten zerstört. Sie waren polychrom ausgeführt; die anderen Emarlsull- ungen sind so gefärbt, daß sie Lapislazuli darstellen. Str George kaufte die Dose für soviele Gutneen als den Teckel des Kästchens bedecken können. Tiese Tose wurde vor einigen Tagen bei Christie in London von einem Nachkommen Sir George Colliers zum Verkauf angeboten. Ter Deckel des Kästchens ist 3?4 zu 21/2 Zoll groß, sodaß ungefähr 12 Guineen nötig sind, um den Teckel zu bedecken. Dtes würde einen Wert von etwa 240 Mark darstellen. Tas Angebot begann mit 2000 Mark, und die Tose wurde sctlteßlch für 38850 Mark von Messrs. Tavies erworben. 2 ♦ Ein Viehbegleiter im Fra ck. Von Schneidemühl aus war nach Kreuz telegraphiert worden, daß sich unter den mit dem Zuge fahrenden Viehbeglettern ern ,blinder^ Passagier befände. Als der Zug in Kreuz hielt, : sand eine TurchsuckMng der Wagen statt, nachdem man 1 vorher sestgestellt hatte, daß in dem Beglettmannschafts- wagen tatsächlich nur tue richtige Anzahl von 12 Perionen vorhanden war. Tas Absuchen der Wagen führte zur Entdeckung des überzähligen dreizehnten Begleiters, wahrend sich ein Herr im Zylinder, Frack und wetßer Weste im Begleitmannschaftswagen be;and. Man weckte ihn aus seinem süßen Schlummer und verbot ihm die Wetterfahrt. Ta er wohl mit einer Fahrkarte 4. Güte nach Berltn versehen, aber ohne Geldmittel war, führte man den noblen Passagier dem Stationsvorsteher zu. Hier klarte stch dann aus, rote der Zyltndermann zu setner Rolle als Vteh- begleiter gekommen war. Er hatte tn Schnetdemuhl den sahrplanmäßigen Personenzug „verpaßt Semer Redegewandtheit war es gelungen, etnen Vtehbegletter zu bewegen, ihm seinen Begleitschein zu übergeben. Mtt dem Schein versehen, nahm der seine Retsende sodann m dem den Begleitmannschaften zugcwtesenen Wagen Platz Trefer Tausch war jedoch nach Abgang des Zuges vom Bahnho Schneidemühl entdeckt worden. Für den uvölen Eteh- begleiter im Frack und Zylinder dürfte dw GeschtckM noch ein unangenehmes Nachspiel haben. • Der Wolkenkratzer des Zeitungsverlegers. Der Newyorker Zeitungsherausgeber W. R. Hearst beabsichtigt an der Ecke des Broadway und der 59. Straße em Haus aufrusühren, das höher sein soll als jedes andere Bau- 20.—21. Februar ■+■ 8,9c C. 20.-21. „ 4- 3,3 "6. Spezial-Geschäft sür 1 ml Wen- n. Wecker-Uhren, Uhr-Ketten. CarB Geismar, Uhrmacher Schulftratzc 5.__Lchulftranc 5. Essen Hie gerne HausbackenDrot? Bitte verlangen Sie gratis und sranko die Broschüre SJnser äörot mit Anleituna zum Backen, Preisen und Zeugnissen über Prym's 3e°hTbÄ^ xgnaun!C? • ^ur Beaciituüg! Unwahren Gerüchten entgegentretend bitte ich meme g-ehtte Kundschaft, davon Kenntnis zu nehmen, daß 1700 Buchbinder-Arbeiten oon mir nach wie vor in zufitedenstellender Wetse ausgeführt werden. Lich. Wilhelm l>ietz9 Kuchbiuder. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: 1. Lc im bensjahr: 2.- vom -15. Jabr Masern 2 — — 2 Diphteritis 1(1) 1 (1) — —- Tuberkulose der Lungen 10 (2) 9 (2) — 1 Tuberkulose anderer Organe 6(1) 3 1 2 (1) Lungenentzündung 2 — 1 1 Lungeilkatarrhe 6 (1) 5 (1) 1 — Apoplexie 1 1 — Herzleiden 3(2) 8 (2) — Atrophie 1 — 1 Lebensschwäche 3(2) — 8 (2) — Neubildungen 9(6) 9 (6) Altersschwäche 6 (1) o (1) — anderen Kankheiten 6(2) 5 (2) 1 Summa: 55 (18) 41 (15) 8(2) 6(1) Februar 1904. Barometer aus 0° reduziert 6 -t-ttnipewiui i der Luit Absolute Feuchttgkeil Relative Feuchtigkeit 21. 7“ 743,1 4 6,6 6,9 94 21. 236 744,9 4- 8,8 7,5 89 21. 931 744,8 + 7,4 7,2 94 22. 739,7 + 6,4 5,9 83 Deut! 88. Sih" *» ** • rU# fierten von bet fwiiinnif» das ja schlieM al L emer förmlichen W der weiblichen Vmi v ' j? cn,ch feSe jS.^, !§ 'n die liefajfejj te, LtZrK [Heiterkeit.) n®ctIai i<5inlOräÄÄ?®M AM- Mn , ,u f1U woher, 5a ,°!)^°°üeren ,CQHti0L ,e Grunde h berb-wd feg ^AsselreZ ? b«nbe mit-L' he Sw»« D^deamten hV Mein, ®c,hh»n dan cj®». sieffi Achill Hnu/Ä'^^on. wA. feite JjffBk* *>.gÄ %igv w al ’ (frei Aba. mi'B im übrigen jeder schmiungen wrauMj J Stöcker ist -m Rev'un gleicht. nil Spiegelaussatz,^Lpiegelschrank, Nachttisch, 2 Stühlen und Handtuchgestell. Teppiche, Portiören rc. 1685 Ludwigstraße 6, i. 1575] Ein gebrauchter Gc- schäftskarreu mit Federn billig zu verkaufen Wolkengasse 11. edjottifta LPserhuiiS, rasserein, mit gutemStammbalun, billig zu verkaufen. 1780 _____Dr. Wagner, Hungen. In bester Lage Grünbcrgs ist eine Wirtschaft nebst geräumigen und in gutem Zustand befindlichen Ockonomic- gebäudeu sofort zu verkaufen od. zu verpachten. 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Rüdiger1 Spengler ei u. Installatiousgeschäft, Besf. Aiädchen, w. kl. Haush. vorstehen kann, zu einz. Frl. auf 1. April gesucht. Fam.-Anschluß. Gelegenh. im Kleidermachen auszubilden geboten. Off. unter 1788 an die Exped. d. Bl.____________ Gejucht in gutes Haus arbeit- Wi Mädchen für 1. März oder später in kleine Kreisstadt. Angebote unter 1764 an die Exped. d. Bl.____________ 0878] Ein braves Mädchen für kleinen Haushalt gesucht. Frau Wilhelm Herbert, Marktplatz 2. 0887] Lauffrau gesilcht. Borin. 2 St., nachm. 1 St. Ederstr. 5,1. 0885] Mädchen tonnen gute Stellen erhalten durch Fr. Geisel, Walltorsir. 8, Ecke Hilndsgasse. Giessmr £eseballe-Verein. Dienstag den 23. Februar 1904, abends 81/« Uhr: OldeuMe Mitglieder - DersMWluvg im Cafö Ebel. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht über oas abgelausene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. 1600 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Borstand. Die Arbeiten u. Lieferungei, zur Herstellung von 3 dreigeschossigen Doppelwohnhäusern für 36 vier- räiiinigeWohnungen nebst 6Nebeii> gebäuden auf Bahnhof Gießen sollen nach Losen getrennt vergeben werden. Los I Erd-, Maurer-, Asphalt-, Steinmetz-, Staker-, Schmiede- und Eisen- arbeiten. t n Zimmerarbeiten. „ m Dachdeckerarbeiten. IV Klempnerarbeiten. „ V Tischler-, Schlosser-, Glaser« u. Anstreicherarbeiten. Die Verdingungs-Unterlagen liegen bei der unterzeichneten Inspektion Zimmer Nr. 16 zur Einsicht aus, auch können dieselben geoen poft- und bestellgeldfreie Einsendung von — 6 Mk. für Los I, 5 Mk. für Los II, 4 Mk. für Los III und V, 2 Mk. für Los IV — von dort bezogen werden. — Angebote sind bis zum Eröffnungsterinin den 5. März 1904, vormittags 11 Uhr, an die Betriebs-Inspektion 1 Gießen post- und bestellgeldfrei einzusenden. — Zuschlagsftist 3 Wochen. sl773 Gießen, den 20. Februar 1904. Großh. Betriebs-Inspektion 1. Holzversteigerung im Gemeindewald von Katzen« furt am Montag den 29. Februar d. I., vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft beim Vorsteher. Anfang im Distrikt Nr. 20a. Zur Versteigerung kommen: 27,28 fm Eichen - Stammholz UL Kl. 29,57 fm Eichen-Stammholz IV. Kl. 6,76 tm Eichenstangen I. Kl. 10,18 , „ II. „ 7,08 „ „ III. „ Sämtliches Holz eignet sich vorzüglich zu Wagnerholz. Ehringshausen, Kr. Wetzlar, 1768] den 20. Febr. 1904. Bürgermeisteramt. Versteigerung. DicuStag den 23. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 10 Mille Zigarren, 11 Kippwagen, 1 Handnähmaschine, 2 Ladenschränke, 1 Kleiderschrank, 1 Plüjchsofa und andere Sachen. 1781] Born, Gerichtsvollzieher. NmMjeHrriM per Stück 15 Pfg., NtiieMtMartoffelll per Psund 15 Pfg. empfiehlt 1587 L. Steinhäuser, Neuen Bäue 17. 1789] 2-Zimmerwohnung mit Zubehör zu vermieten. __Wetzsteingasse 13.— —1782] Freundliche 3-Zimmer- wohnung mit Garten per gleich zu vermieten. Näheres ________Schillerstraße 16, part. 0886] 3-Znnmerwohnung zu vermieten. Erednerstraße 36. 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