Nie l'Nd-N b!t 51c Sinket f«t die bittet unb 566 ^oistrasse ktz e,ePhon Nr. 152 kill' Fremde itellte iespeseoüt. r Weiss-Bier. 1702 V 1898 ier .50 «hl iie- lie, an in. -v> iden bild,, • und indt, Bier.) W»5 , ,n fln*®fTF <01 Erstes Blatt Montag 22- Februar 1904 154. Jahrgang Nr. 44 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siehener Zamilien- blätier viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Gretzener Anzeiger ■ w General-Anzeiger " S£ __ , den polit. und allgein. Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MD ________________________________________________________________________ U zeigentell: HanS Beck. Die ßtatsöeralung in der Kammer. R. B. Darmstadt, 21. Febr. 5#ie allgemeine Freude Wer die angenehme lleberraschung, welche uns die zweite Kammer durch die in einer einzigen Sitzung abgewickelte Generaldebatte über den Etat bereitete, ist in der zweiten Woche der Etatsberatung wieder erheblich! getrübt worden. Trotz des wohl noch auf allen Seiten des Hauses bestehenden Bestrebens, den Voranschlag möglichst bald in der Kammer zu verabschieden, ist sie in den fünf bereits für die Spezialberatung verwendeten Sitzungen erst bei Kap. 55 angelangt, von denen noch eins der wichtigsten, die Volksschulen, der vorgerückten Zeit wegen von der Beratung zurückgestellt wuroe. Tie erste Abteilung des Staatsvoran- schlags, der Verwaltungsetat, weist nun im ganzen 117 Kapitel auf, und da alsdann noch der zweite (Vermögens-) Teil mit seinen zahlreichen Anforderungen an Reu- und Umbauten 2c. zu erledigen übrig bleibt, so kann man annehmen, daß bisher kaum das erste Trittel der Etatsberatung erreicht sein wird. Tie Ursache an diesem langsamen Weiterschreiten liegt, in erster Linie darin, daß man sich nach dem Beispiel des Reichsparlaments immer mehr daran gewöhnt, das Schwergewicht ganz auf die Einzelberatung zu verlegen. Tie Generaldebatte ist von einer parlamentarischen Hauptschlacht zu einer Art Vorpostengeplänkel geworden, die Entscheidungskämpfe erfolgen mehr etappenweise von einer Etatsposition zur anderen. Und da man bei den Geldbewilligungsgeschäften der Kämmer natürlich eher als bei anderen Gelegenbeiten auf ein geneigtes Ohr rechnen darf, so reitet hier jeder sein Steckenpferd im Parademarsch vor, so gut er nur kann. Ten „schneidigsten" derselben führte ohne Frage am Freitag Tr. David aus, der nach seinem im Reichstag mißglückten Versuch zur Rettung des Vaterlandes auf schnellen Dampfesflügeln herbeigeeilt war, um seinem übervollen Herzen über verrottete Schul- und Erziehungsverhältnisse in Hessen einmal Luft zu machen und mit dem Brustton eines erfahrenen Schulfachmannes zu konstatieren, daß das hessische Schulwesen nicht auf der Höhe der Zeit stehe. Vom Regier- unastisch aus schien man aber schon darauf gewartet zu haben, denn als er geendet, erteilte ihm Ministerialrat Tr. Gisenhuth mit derber Ironie eine so treffende Antwort auf seine „Strafpredigt", daß von den verschiedensten Seiten des Hauses wiederholt lautes Bravo ertönte. Wohl jeder unparteiische Zuhörer dieser schürfen Philippika hatte die Empfindung, daß Tr. David mit seiner „Schulmeisterei" diesmal an den Unrechten gekommen und abgeführt worden war. Etwas glücklicher, als er, hatte vorher sein Fraktions- genosse Ulrich gegen die militärische Organisation des hessischen Gendarmeriekorps operiert. Ihm kann der preußische Trill bei der Gendarmerie nicht behagen, obwohl doch diese in ihrem ganzen Verhalten nicht den geringsten Anlaß zur Entfachung des sog. „Blaukollers" gibt, von dem die Genossen in Berlin so viel zu erzählen wissen. Herrn Ulrich wurde zwar von den Herren Staatsminister Rotbe und Ministerialrat Best ein entschiedenes „Nein" auf sein Verlangen entgegengerufen, aber er hatte doch wenigstens bei der Abstimmung die Freude, daß auf seinen Antrag die drei obersten Chargen des Gendarmerie- korps nur icuuf den Inhaber bewilligt wurden. Sehr reich an Wünschen und Klagen war die Beratung über das Kapitel Ministerium des Innern. Hier hatte der Zentrumsabg. Molthan die Aufmerksamkeit des Hauses auf den Weinbau in Rheinhessen hingelenkt und er darf auf diesem Gebiete zweifellos eine größere Jachkenntnis für sich in Anspruch nehmen, als sein Mainzer Parlamentskollege für die Schule. Er hatte freilich auch einen leichteren Standpunkt/denn er tadelte und kritisierte weniger, sondern lobte viel mehr und dankte der Regierung für ihre, den Weinbau fördeimde vorbildliche Tätigkeit. Daneben stellte er das durchaus berechtigte Verlangen, daß das neue Weingesetz, das in Hessen so scharf gehandhabt werde, endlich auch in den anderen Bundesstaaten und namentlich in Preußen energisch zur Turchführung gebracht werden müsse. Ministerialrat Braun, der in der glücklichen Lage war, als Tezernent für dies Ressort die wohlverdiente Anerkennung entgegenzunehmen, konnte in bezug auf die verschiedenen Anregungen und Wünsche durchweg entsprechende Erklärungen abgeben und auch seine Erläuterungen über die bei dem Mainzer Weinpantschprozeß des Tr. Schlamp zu Nierstein geäußerten Sachverständigenurteile schienen die rheinhessischen Vertreter ganz zu befriedigen; nicht minder auch die Bemerkung, daß die Regierung der nickt immer ganz lauteren Konkurrenz der Moselwein-Produkte ihre volle Beachtung widmen werde. Ueber die von den Abgg. Pennrich und v. Brentano angeregte Frage einer Schankgerechtigkeitserweiterung der Straußwirtschaften blieben die Meinungen geteilt. Tie Regierung hegt anscheinend nicht unerhebliche Bedenken gegen die Erweiterung, will aber den Vorschlag einer Beweglichkeit in der jetzt auf die drei letzten Monate im Jähre festgelegten Ausschanksfrist oder deren Verlängerung bis 1. Februar in Erwägung ziehen. Bei demselben Kapitel fanden auch noch Erörterungen statt über das Wohnungsgesetz und die Veränderung der Bauordnung, über bessere Jugendfürsorge, über Krankenkassen- und Versicherungswesen, die Submisstonsvergebungen (wobei Abg. Cramer den sehr gerechtfertigten Wunsck aussprach, daß die Behörden bei Vergebung der Arbeiten nur solche Unternehmer berücksichtigen möchten, die bei der Preisstellung eine Gewähr für angemessene Bezahlung ihrer Arbeiter böten), ferner über die Gebühren oer Tierärzte u. a. m. Taß bei dem vorhergegangenen Kapitel über Eisenbahnen allerlei Klagen und Beschwerden über mangelhafte Bahnverbindung oder Lohnreduzierung, Beschränkung des Koalitionsrechts der Eisenbähnarbeiter 2C. erhoben wurden, ist ebenso selbstverständlich, wie Herrn Ulrichs Verlangen nach Be- seittgung der hohen Stempelgebühren und Einführung hoher progressiver Steuern für große Vermögen. Bis ;etzt hat er aber weder in der Kämmer, noch bei der Regierung große Gegenliebe gefunden. Der Krieg zwischen Japan nvd Rußland. Kriegsereigniffe. Wie nachträglich bekannt wird, haben die japanischen Kreuzer „Ama" und „Takachcho" bei dem Kampf vor Tschemulpo bedeutende Havarien erlitten. Der letztere soll kampfunfähig sein. Einem Telegramm des „Newyork Herald" aus Tschle- mulpo zufolge hatte der bei der Explosion untergegangene „Jenissei" bereits 385 Minen im Hafen von Dalny gelegt, als eine Mine explodierte. Der Explosion folgte ein Sprudel, der zahlreiche Minen an die Oberfläche brachte. Ter Kreuzer „Begatyr" wurde beauftragt, die schwimmenden Minen an Bord zu nehmen, um weitere Unglücksfälle zu verhüten. In Tokio trafen Nachrichten ein, wonach die russischen Linienschiffe Sewastopol und Petropawlewsk schwer b eschä di gt seien. Man glaubt jedoch, daß diese Meldung nicht richtig sei und daß die Russen sie verbreit teten, um die Japaner zu täuschen. Zahlreiche englische Offiziere schifften sich in Wei-hai-wei nach Korea ein, angeblich zu Studienzwecken. Als das englische Packetboot „Mongolin" 460 Meilen nördlich von Aden am zT2. ö. M. nachm. einem russischen Panzer und 4 Torpedojägern begegnete, versuchte eines der letzteren Fahrzeuge, es abzufangen. Ter Versuch blieb erfolglos. Tas Geschwader begann alsdann eine Jagd auf die „Mongolin", ohne sie zu erreichen. Als das Geschwader Halt signalisierte, stoppte die „Mongolin". Nach einer Untersuchung signalisierte ein Torpedojäger : „Bitte, zu entschuldigen". Tas Geschwader hoffte augenscheinlich, ein japanisches Schiff abzufangen. Tas Reutersche Bureau meldet aus Pengkau vom 20. d. M.: Der Reutersche Kerwespondeut besuchte mit besonderer Erlaubnis des russischen Generals Pflug unter offizieller Begleitung Port Arthur, wo, wie,er berichtet, weniger als '3 0 Proz. der Einwohner zurückgeblieben sind. Auch von den Zurückgebliebenen beabsichtigen noch viele, fortzugehen. Tie Beförderung auf der Eisenbahn geht sehr gut von statten. Die Brücken und Kanäle werden stark bewacht. Die Lebensbedingungen in Port Arthur werden! dadurch gemildert, daß die Behörden die Preise der Nahrungsmittel festgesetzt und eine Menge Nahrungsmittel nach Port Arthur geschickt haben, welche nach Aussagen der-Russen für 2 Jahre versorgt. Obwohl die Liaotungshäfen wieder geöffnet sind, werden weitere Ankünfte nicht erwartet, da die Japaner den Meerbusen beherrschen und die Russen jeden Fremden als Spion behandeln. Das 11. Regiment habe am 16. Februar Niutschwang verlassen und sei am 17. Februar in Taschitschao angefommfti. Wenn das 10. Regiment in der Nähe von Niaochcm, das 9. in der Gegend von Laicheng und das 12. in Liaojang angelangt seien, beabsichtige man gleichzetiig einen parallelen Aufmarsch gegen den Jalu vorzunehmen. Auch von Mvkden aus schiebe General Pflug Truppen gegen den Jalu vor. Inzwischen bersike er alles vor, um die Eisenbahn und die nördliche Küste des Liaotungbusens in Verteidigungsberett- schaft zu setzen. Währenddessen würden eiligst Verstärkungen herangezogen. Wie es heiße, sei Artillerie in großer Zahl auf dem Wege von Rußland nach dem fernen Osten. China. ,Giornale d'Jtalia" meldet aus Peking, unter der italienischen Gesandtschaftswache seien schwere Unruhen ausge- brochcn. Zahlreiche Soldaten hätten den Gehorsam verweigert. An Pariser amtlicher Stelle hatte man längere Zeit Besorgnisse über die Haltung Chinas im jetzigen Konflikt. Man hat in Erfahrung gebracht, daß sich eine Mandarinen- Partei gebildet, die bezwecke, einen Feldzug gegen Rußland zu organisieren. Nunmehr hat die Fried en s- partei die Oberhand gewonnen. Nach einer Meldung aus Shanghai depeschierte der chinesische General Ma dorthin, die chinesischen Truppen in Sinminting seien täglich schwerer von der Ueberschreitung des Lajo und Angriffen auf die russische Eisenbahnschutztruppe abzuhallen. Vorbereitungen. Tie Schützen, die soeben von Petersburg nach dem Kriegsschauplätze abgegangen sind, werden drei Wochen auf der Fahrt sein. Tie Volksmenge bereitete ihnen warme Kundgebungen. Tie Wagen sind so eingerichtet, daß die Mannschaften auch schlafen können. Alle drei Tage wird der Zug anhalten, um den Mannschaften einen Ruhetag zu gchtatten. Auf diese Weise hofft man die Mannschaften frisch und kampfbereit auf den Kriegsschauplatz zu brrngen. Aschkenasi richtete an den russ. Minister des JUnern das Ersuchen, ihm zu gestatten, auf seine Kästen eine aus Juden bestehende Sanitätskolonne nach dem Kriegsschauplatz zu senden. Tie Abteilung soll aus vier Aerzten, 10 Wärterinnen, zwei Lazarettgehülfen und zwei Gießener Stadttyeater. Wilhelm Tell. „Wilhelm Tell" ist das volkstümlichste Stück der deutschen Bühne. Es hat den Lauf der 100 Jahre seines Daseins in immer gleicher Beliebtheit durchaemacht, zu allen Zeiten zum Herzen des deutschen Volkes sprechend, in manchen Tagen nationaler Bewegung die Vaterlandsliebe immer wieder von neuem entzündend. Für uns ist es heute nicht nur darum ein Quell der Erhebung und des Genusses, weil der Kampf des Schweizervolkes gegen seine Unterdrücker für alle Zeit fortleben wird als das Vorbild des Patriotismus, sondern weil das moderne Empfinden vor der gewaltigen Sprache des Schpranengesanges unseres größten Dramatikers Anregungen aller Art empfängt, die von der Kunst der Schjauspieler ganz besonderes Verständnis und Entgegenkommen erwarten lassen. Die Aufführung des Dramas war für die Beurteilung unseres Theaterensembles höchst interessant. Für fast alle Rollen ist Raum für individuelle Auffassung, der Personen des Stückes sowohl als auch des Schiller'schen Pathos in der sprach? lichen Verwirklichung, deren Möglichkeit den Darsteller mit Freude und Begeisterung für seine Aufgabe erfüllen muß. Tie Aufführung gestern abend ergab die Bestätigung alter Wahrnehmungen. Die Besetzung der Rollen bot, wie an anderen Theatern auch, Schwierigkeiten, die nicht leicht überwunden worden sind. Wo, in welchem Theater, findet man einen Attinghausen, einen Stauffacher, einen Walther Fürst, einen Baumgarten u. s. f., die alle gleichermaßen gut und einwandfrei in ihren Rollen stehen? Die Aufführung gestern hatte aber einen unbestrittenen Erfolg, und das kam daher, weil sich wieder bestätigte, daß sich unser Theater guter künstlerischer Talente erfreut. Der Wilhelm Tell des Herrn Sand orf war, was Auffassung und Bewältigung der Sprache anlangt, eine recht gute Leistung. Mit größter Sicherheit überwand er die Schwierigkeiten, gutes Studium in allen Einzelheiten mit lebensvoller Darstellung zu verbinden, und der Beifall, den er jedesmal nach Aktschluß hatte, war 'groß. Sein äußeres Aussehen hätte ein wenig mehr dem eines Alpenjägers entsprechen können, und in einigen seiner Aeußer- ungen war er zu wenig rauher Mann der Natur. So schien es, als hätte, nach der Verkündigung seiner Gefangennahme durch den Landvogt, die Bemerkung zu seinem Sohne Walter: „Dort oben ist Dein Vater, den fleh' an", mehr die Ruhe des Entschlusses, des Unabänderlichen, als den Ausdruck der Weichheit uno Rührung an sich haben müssen. Der Monolog „Durch diese hohle Gasse muß er kommen" war prächtig gesprochen, und man konnte seine Freude daran haben, wenn auch Herr Sandorf in seinen Bewegungen auf der Bühne nicht vollkommen ist. Hoch anzurechnen ist ihm, daß er in seinem Monologe Pausen machte und nicht, wie man das sonst häufig zu hören bekommt, um der kürzeren Erledigung der Aufführung Rechnung zu tragen, zu rasch sprach. Eine andere gute Leistung war die des Melchthal von Herrn Achterberg. Er überraschte durch ein Feuer und Temperament, das ihm bei guter Regie eine schöne Zukunft bringen kann. Tenn das, erste, was wir von einem guten Schauspieler verlangen müssen, ist innerliches, überzeugendes Spiel. Freilich stehen Auffassung und Studium gleich nebenan, woran es Herr Achterberg ja auch nicht fehlen läßt. Die Szene, in der Melchthal um den geblendeten Vater klagt, ist, gerade weil sie zum Schönsten zählt, was unsere dramatisch^ Kunst hervorgebracht hat, unendlich schwer. Hier die richttge Verbindung eines sicheren Erkennens des psychologischen Vorganges in der edlen Jünglingsseele mit all der natürlichen Leidenschaftlichkeit in der Tarstellnng herzustellen, dazu bedarf es großer Kunst. Herr Achterberg hielt wacker Schritt und bot eine Darstellung, die sehr große Befähigung und Bemühung erfordert. Darum ist ihm nicht allzu nachteilig anzurechnen, daß seine Schmerzensäußerungen teilweise etwas übertrieben waren und die Sprache an den späteren Stellen von etwas mehr edler Ruhe überhaucht werden konnte. Herr L i n z e n hatte in der Rolle des Werner Stauffacher einen vollen Erfolg. Tiefe biedere, markige Erscheinung stand ihm ganz vorzüglich Weniger glücklich mußte sich Herr Conradi in der Rolle des Walter Fürst fühlen; der auf dem Gebiete der Komik sick sonst sicher bewegende Darsteller konnte dem alten, ernsten Teilnehmer an der Verschwörung die unumgänglich nötige Würde nicht voll geben. Ihm an die Seite zu stellen sind der Baumgarten des Herrn Pichler, dem die Rolle ebenfalls ungewohnt war, und Herr Gronert als Ruodi, der aus dem ängstlichen Fischer eine komische Figur machte, tgerrn Da mke fehlte für die ihm nicht gelegene Rolle des Rudenz die von Herzen kommende Leidenschaft. Herr Teleky war die richtige Erscheinung für beit Landvogt, Herr Haag spielte feinen Attinghausen, besonders in der Sterb eszene, mit großer Ueberlegung und dem besten Erfolg. Tas so viel gehörte Zitat „Ans Vaterland, ans teure, schließ biuj an", sprach er mit richtigem Empfinben mit leiser, eindringlicher Stimme, nicht mit hervorbrechendem Pathos, was in der Tarstellung unerträglich wäre. Von Irl. Hohl ist nur Gutes zu setzen; das Meder- sehen mit dem kleinen Walter war echt empfunden. Frau Kellermann wußte an die Ueberlegenhert der Gertrud, des Stauffachers mutiges Weib, nicht ganz heranzukommen. Tie Armgard des Frl. Hellberg war gut. Tas ziemlich gut besetzte Haus zollte der Aufführung dankbaren Beifall. A & Ausland wohl diese Gelegenheit nicht vorübergeyen lassen, sich> in diese Zeit zurückzuversetzen, wo sie heldenmütig dem Baterlande gedient haben. Aber auch' das Herz der jüngeren Generation wird höher schlagen bei dem Anblick der Heldentaten ihrer entschädigungen im Verhältnis zu der gezahlten Brandsteuer in den einzelnen Kreisen bezw. Städten steht die Stadt Marburg mit 8,65°/0 an erster Stelle, während an letzter Stelle der Kreis Schmalkalden ohne die Stadt mit 415,59% steht. Die Stadt Schmalkalden ist mit 127,24% verzeichnet, der Kreis Marburg ohne die Stadt mit 31,O8°/-o Diese nach den verschiedensten Richtungen hin interessante Zusammenstellung wird den Mitgliedern des morgen in Kassel zusammentretenden Kommunallandtags für den Reg.-Bez. Cassel zugehen und die Unterlage für einen Antrag auf Aufhebung des Versicherungszwangs bei der Hessischen Brandkasse bilden. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Zu dem in Lieh geplanten Denkmal für den verstorbenen Fürsten Ludwig ist an die Bewohner des Solmser Ländchens ein Aufruf ergangen, welcher bereits ca. 1200 Mk. ergeben hat. — In Burkhardsfelden stürzte die Witwe Steup so unglücklich vom Scheunengerüste, daß sie schwere Verletzungen davontrug und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. — Im Steinbruch beiAlbig lösten sich infolge des mehrtägigen Regenwetters größere Erbmassen los und trafen einen in dem Steinbruch beschäftigten Arbeiter so unglücklich, daß er nach wenigen Minuten den erlittenen Kopf- und Rückgratsverletzungen erlag. Brüssel, 20. Febr. Dem „Soir" zufolge wird Kaiser Wilhelm auf seiner Mittelmeerreise den Antwerpener Hafen anlaufen, um König Leopold Deutsches Reich. Berlin, 20. Febr. Gestern machte der Kaiser die gewohnte Promenade, sprach beim Reichskanzler Grafen v. Bülow vor und besichtigte dann in der Bildergalerie des königl. SchlosieS eine Anzahl Fahnen von Landwehr-Regimentern. Später hörte der Kaiser die Vorträge des Staatssekretärs des Reichs-Marineamts und des Ctsess des Marine- kabinets. Vermischtes. "Petersburg, 21. Febr. Nach einer Meldung autz Petro-Alexandrowsk vom 18. ds. verursachten große Eismassen das Austreten des Armur Darja. Die Umgebung der Stadt ist überschwemmt. Eine große Zahl Wohnhäuser ist zerstört, viel Vieh ist vernichtet. Die Telegraphenlinie ist auf einer großen Strecke beschädigt. Der Verkehr auf dem Fluß ist unterbrochen. Menschen haben ihr Leben eingebüßt. " Der schwerste Mann der Welt. Thomas Longley ist nach einem englischen Blatte der schwerste Mann nicht nur Englands, sondern der ganzen Welt. Er wurde im Jahre 1848 in Dover geboren; seine Eltern waren Menschen von normaler Statur. Er wiegt 282 Kilogramm und mißt um die Brust 70 Zoll, um den Gürtel 83 Zoll, seine Wade hat einen Umfang von 23 Zoll; feine Größe ist 6 l Fuß 1 Zoll. Longley ist ein gebildeter und sehr intelligenter Mensch. Im Jubiläumsjahr ließ die Königin Viktoria em Telegramm an ihn senden, was ihn zu seiner guten Gesundheit beglückwünschte; der Brief ist eingerahmt worden und hängt in dem Restaurationssaal des Star - Wirtshauses, wo Longley lebt. " Folgende stilistische Entgleisung leistete sich m der letzten Versammlung des Berliner Bezirksvereins deutscher Ingenieure in der Diskussion über einen Vortrag, die Rauch- belästigung der großen Städte betreffend, ein eifriger Redner: „Es muß ein schreiendes Unrecht genannt werden, wenn sämtliche qualmenden Schornsteine Berlins den IH ei z ern in die Schuhe geschoben werden!' — Der Mann hat Recht, und die Heizer würden auch entschieden I gegen so etwas prostetieren! "Wasi st peinlich? Wenn aus Radler von Oberrab auf seinem Niederrad radelt, mit dem Vorderrad in das Hinterrad eines Fahrrad-Fabrikanten aus Niederrad gerät und radlos wie gerädert in den Chauffeegraben stürzt. (Aus der Frkf. Karnevalsztg. "Micke".) Kunst und Wissenschaft. — D i e W i r k u n g des Tabaks auf den Organik mus hat ein iranzösifcher Arzt Dr. Petit studiert. Ter ^.abat verdankt seine Giftigkeit mehreren Stoffen, von denen das Nikotm am besten bekannt ist. Das Nikotin, dessen Menge tm Tabak je nach der Kultur desselben zwischen 2 und 8 v. H. schwankt, ist eine? Ker stärksten Gifte, von welchen schon zwei Tropfen, auf die Zunge debracht, genügen, um ein Tier zu töten, Die tätliche Menge pro ailo beträgt bei Tieren 20-21 Milligramm. Belm Menschen bewirkt schon ein einzelner Tropfen schwere Erscheinungen; 8 Tropfen würden ein Pferd töten. Ein Teil des Nikotiils geht m den Tabaksrauch über, während der andere durch Verbrennung zersetzt wird. Der Tabaksrauch tötet aus dem Grunde nicht, weil das Nikotin destilliert in Dampfform in den Mund gelangt. Es wird durch die warme Atmungsluit verdünnt »«nd nur fast unsichtbare peuchen kommen mit der warmen Mundschleimhaut in Berühriing, die, auch ! noch warm, sie nicht kondensiert. Wäre der Mund kalt, dann würde das Nikotin kondensiert werden rmd so tätlich aut den Menschen wirken, wie auf die Kaltblütler, Schlangen, Frosche, Eidech en, die man durch Hineinblasen von Tabakrauch in den Rachen töten kann. Dr. Petit bezeichnet den -^bak als em Güt, welches durch Vermittlung des Nervensystems, nach Art des Opiums und Alkohols, auf den Organismlls wirkt, ohne irgend welche Spuren an den Eintrittsstellen zu hinterlassen. Dabei Yt e» nach I Dr Petit gleichqiltig, ob der Tabakmißbrauch m Form von Zigarren oder Zigaretten ausgeübt wird. Der Zigareltenraucher isl nach seiner Ansicht nicht schlechter daran als Ser Zigarrenraucher, weil I das Zigarettenpapier nur unbedeutende und unschädliche Mengen I von Zellulose enthält. _______ bot des Terminhandels in Montanpapieren habe die Spekulation eingeschränkt. Die Ausführungen des Ministers über die Börsen-Novelle hätten seine, des Redners, volle Zustimmung gefunden. Die Ausführungen der Linken beweisen vielfach nur, daß das Börsengesetz so gewirkt Hat, wie es wirken sollte. Mg. Frhr. v. Zedlitz (frk.) halt das Verbot des Terminhandels für Getreide ebenfalls für sehr nützlich und wünscht seine Aufrechterhaltung, dagegen bestreite er die Behauptung des Dr. Arendt, daß das Verbot des Terminhandels in Montanwerken die Spekulation eingeschränkt habe. Die Zahl der kleinen Bankiers sei rapid zurückgegangen. Alle diese Mißstände würden dringend eine Reform der Börsengesetzgebung heischien. Der Titel wird Preutzisches Abgeordnetenhaus. Äuü Ltüdt Ulli Iflllil. (Ausführlicher Bericht.) Berlin, 20. Febr. Gießen, den 22. Februar 1904. zweite Beratung des Etats der H andels-und ** (Stabttlje ater. Job ba| Stenommec bcr Ws™ Gewerbeordnung wird fortgesetzt beim Titel „Staats- Bühne in Fachkreifenim WaMenbegrrffenrst, geht daraus kommissar bei der Berliner Börse" Abg. Funck (Frs. hervor daß jetzt häufiger Letter auswärtiger Buhnen Vv)' Die Gesetzgebung habe die unlauteren Elemente an hierherkommen. So wohnte den beidengestrigen Vorstell- die Oberfläche gelockt. Das Verbot des Terminhandels habe ungen Hofrat Bassermann, der Intendant des Mmtn- so viele Mißstände gezeitigt, daß es unbedingt wieder auf- Heimer Hoftheaters, mit Gemahlin bet, um einige Mit- aehoben weroen müsse. Der Minister habe die Pflicht, den glieder unseres Stadttheaters kennen zu lernen. Gründen der Berliner Börsenpanik bei Ausbruch des russisch- ** K a i s e r p a n o r a m a. Jeder, der diese Woche das japanischen Krieges eingehend nachzuforschen. Wenn der Kaiserpanorama besucht, wird überrascht fern s icher diese! Entwuiss der Börsen-Novelle bereits vorliege, so müsse er Darbietungen. Man sollte es nicht für möglich halten, n^ch einmal dahin geprüft werden, ob er auch solchen SchlachtenLilder so darzustellen, daß man mernt sich mi t^ Ev^itualitäten vorbeugt, wie sie jetzt eingetreten sind. Abg. im Getümmel zu befinden. Zuerst erblicken wir die Ankunft | v Epnern (natl.) führt aus, wie bei der Kanalvorlage, Kaiser Wilhelms in Saarbrücken. Die heinmütige Er- so weiche auch beim Börsengesetz die Regierung vor den stürmung des Gaisberges, der Hohe von Spichern und Agrarimi mutig zurück. Der jetzige Zustand hindere die die Schlacht bei Wörth. Ferner die Gardeschutzen im. Ge- deutschen Kapitalisten, ihr Geld im Inland anzulegen und fecht bei St. Privat und vor allem das führe viele Millionen dem Auslande zu. Abg. Graf Lim- regiment bei Gravelotte^ Sehr ergreifend ist d^Wschr^. burg-Stirum (kons.) hält die Schwächung des kleinen Kriegsgefangener von Frau und Kind, xie Schlacht bei Bankers nicht für eine Folge des Börfenaesetzes, sondern Sedan wird uns in £erf$eb^ für ein Symptom unserer ganzen wirt, Gastlichen Entwick-s unter: hing. Seine Partei werde die Vorlage der Regierung prüfen und keine Parteisache daraus machen. Das Verbot des Terminhandels habe nach Ansicht seiner Freunde einen wohltätigen Einfluß gehabt. 2lbg. Dr. Arendt (frk.) ist der Ansicht, daß das Verbot des Terminhandels für Getreide außerordentlich günstig unbedingt aufrecht erhalten werden muß. Auch das Ver- - An d-n zuständigen Reichsstellen finden Erwägungen 1 cgenbesuch abzustatten.' Das Datum d-s Besuches . darüber statt, ob es sich ermöglichen ließe, durch em beson» noch nicht fest. dereS Gesetz die Ueberwachung deS Verkehrs mit Madrid, 21. Febr. Pariser Meldungen, wonach - NahrungS- und Genußmitte n auf Grund der be-K b ben roeiterec Verwickelungen eine Bestehenden Reichsgesetze nach einheitlichen Grundsätzen und . » spanischen Gebietes bei Gibraltar und durch Bestellung besonderer Beamten hierfür zu regeln kQ r vorbereite, rief an der gestrigen Börse eine Panik - Die Kaiseryacht -Hohenzollern verlaßt nach Pie innere Rente sank auf 70.50, die amortisable neuester Bestimmung Kiel am nächsten Dienstag und dampft L* & bie Aktien der Bank für Spanien 3, die nach dem Mittelmeer ab. Das Begleitschiff, der Panzer- Tabakmonopolgesellschast 4 Punkte nach. Ministerpräsident kreuzer ^Prinz Heinrich", folgt am Freitag. — Der Grafte- ^^a erklärte die umlaufenden Gerüchte als unbegründet, zustand deS erkrankten Sohnes des Prinzen Heinrich Wien, 20. Febr. Großes Aufsehen erregt in war heute weniger gut, sonst ist das Befinden un- diplomatischen Kreisen eine Verfügung der russischen »«rändert. , . Armeeleitung, wodurch jene serbischen Offiziere, Detmold, 20. Febr. In einer der letzten Sitzungen ,n Mch gegen die Königsmörder verschworen und des lippischen Landtages wurde an die Regierung die Frage! ^laffung aus dem serbischen Heere bestraft worden gerichtet, wie west die Ausarbeitung eines neuen, in bie russische Armee eintreten können. In W a h l g e s e tz e 8 für den Landtag gediehen sei Der Staats- Qb erblickt man darin eine nicht mißzuoerstehende Minister erklärte, daß die Regierung zwar die bestehenden Demonstration gegen Serbien und namentlich am Hofe herrscht Mängel anerkenne, daß aber bie Aenderung einen wichtigen Erregung. - Bei dem gestrigen Hofdiner sprach der Schritt bedeute, der nicht ohne weiteres getan werden könne; mit bem ^ba. Kaftan über die Errichtung einer er könne also die Ausarbeitung emes neuen Gesetzentwurfs für Hen tschechischen Universität, wobei er auf eine die nächste Zeit nicht in Aussicht stellen. Bemerkung, daß die tschechischen Studenten nach Wien gehen - Eine Mißstimmung gegen Preußen machte, verantwortete: „Nun, das ist kein Unglück, die jungen sich dieser Tage tm Landtage bemerkbar. feiten oct- ßeute sollen ja deutsch lernen." schiedener Abgeordneter wurde darüber Klage geführt, daß die Belgrad, 20. Febr. Zwischen hier sich aufhaltenden kleineren Staaten insofern wesentlich ungünstiger gegenüber Komitatsches kam es auf offener Straße zu einem Preußen daständen, well sie infolge unglücklicher Eisen- Kampf, was wahrscheinlich die Ausweisung bahnverträge mit Preußen auf Einnahmen au§ römtIiÄcc Mazedonier aus Serbien zur Folge haben wird. Bahnen ganz ver zicht en müßten. Der Vorteil, den Preußen Konstantinopel, 20. Febr. Die Angaben über die dadurch, daß eS die gesamten Ueberschüffe aus den Bahnen BErluste bei Babuscha, 17 Km. nordwestlich von Djakowa, für sich verwende und die kleineren Staaten, die in sein Bah- I b ^uten sehr widersprechend. Die beiderseitigen netz einbezogen worden sind, daran mcht teilnehmen lasse, ^b .^^^lls sthx groß. Nach den letzten Meldungen führe mit Notwendigkeit dahin, daß früher oder später bie ^sküb sinb 1 Major, ber Abjutant Schemsi Paschas, Kleinstaaten, insbesonbere wieberum Lippe, sich vor bie Frage, go Mann getötet unb auf ber Seite ber Albanesen gestellt sähen, ob es nicht richtiger sei, die Selbständig- ^oo Mann getötet. Durch die Besatzung von Djakowa feit im Interesse der gedeihlichen Weiterentwickelung allerI b mif ^^fe der heranrückenden Truppenverstärkungen er- Verhältniffe aufzugeben. Schon jetzt litten bie kulturellen I, eine bQ(bige ©inbämmung ber Bewegung als wahr- Aufgaben ber kleinen Bunbesstaaten ganz bebenklich unter J„ dem Gebiet an ber serbischen Grenze macht bem bestehenben Ntchverhältnis, unb wenn z. B. für Lippe -n jcu|et ^nter ben Mohammedanern und Christen die Steuerkraft feiner Bevölkerung in den nächsten 3a^ren cine beunruhigende Stimmung bemerkbar. nicht eminent wachse, dann werde hier bie ernste Frage schon Petersburg, 21. Febr. Einem polnischen Blatte zu- sehr halb praktisch entschieben werben müssen. f0[qe soll Graf Lamsborf in Ungnabe gefallen sein. Dresben, 20. Febr. Unter ben im letzten Jahre zur Konstantinopel, 20. Febr. In biplomatischen Kreisen katholischen Kirche Ucbergetretenen befinben sich blautet, Rußland sei fest entschlossen, es in der Tibet- 7 Angehörige einer adligen Familie. Uebergetreten ist emL e eventuell auf einen Konflikt mit England an- Freiherr mit seinen 6 Kindern. Es ist ein Anfang ber neun- kommen zu lassen ziger Jahre verabschiebeter Ulanenoffizier, ber jetzt er- Bombay, 21. Febr. Der russische Oberst Kor- blinbet ist. , niloff ist nach Oetta abgereift. Man verweigerte ihm Karlsruhe, 20. Febr. Fmanzmimster Dr. Buchen- Erlaubnis, nach Chaman an ber afhangischen berger ist heute nachmittag gestorbem Dr. Aböls renze zu gehen. Man glaubt, baß er bie Eisenbahn von Buchenberger würbe 1848 m Mosbach in Baben geboren, @ibi ^ch Chaman boppelgleisig umbauen wolle. Der Haupt- ftubierte in Freiburg i. Br. unb München unb würbe 1878 funne( b^. Eisenbahn in Muschki ist schon burchgeschlagen unb Ministerialassessor im Babischen Handelsministerium. in einem Monat fertig fein. Das gegenwärtig vor verschiedentlichen Beförderungen wurde er 1893 zum Prasi- Dzibuti liegende russische Geschwader besteht aus 1 Panzer, deuten des Finanzministeriums ernannt, 1899 zum Finanz- Kreuzern, 1 Kanonenboot und 11 Torpedobootzerstörern. Minister. Dr. Buchenberger galt in Finanzfragen als eine, Kapstadt, 21. Febr. Das Ministerinm ist nunmehr ber größten Kapazitäten unter seinen beutschen Kollegen. qeblIbet Premierminister ist Dr. Jameson. Vorgänger. h. Hungen, 21. Febr. Seit einigen Wochen gafften hier eine Theatergesellschaft, deren Darbietungen den Hungener Kunstverständigen mancherlei Anregungen und Genüsse bietet. Hiesige Kunstmäcene tragen sich mit dem Plan, einen neuen besseren Theatersaal für die Aufführungen zu beschaffen, da der Besuch seither immer überaus zahlreich war und das bisherige Lokal dafür sich als zu klein erwiesen hat. (Nach dieser Mitteilung unseres Hungener Korrespondenten müssen wir neidisch auf die emporblühende Stadt in der Nachbarschaft blicken, denn danach würde ja Hungen eher einen Theaterneubau erhalten als (Äeßen! Red. d. Gieß. Anz.) a. Marburg, 21. Febr. Nach seiner von Kaufmann Dienern bestehen. - Die Rigaer Börsenkaufmannschaft be- sHloß eine Sanitätskolonne von hundert Betten der: russ. Sanitätsverwaltung zur Verfügung zu steNen. Graf Orlow Tavidow, Oberstallmeister des Zaren, spendete der Roten Kreuzgesellschasr eine Million Rubel. Frankreich. In einer Versammlung der republikanischen Vereinigung rn Soissons hielt M4line eine Rede, in der er ausfuhrte, Frankreich müsse eine Armee ersten Ranges, eine starke, disziplinierte Armee haben, sowie eine mächtige Marine. Ter russisch-japanische Krieg drohe gawz Europa in Brand zu stecken. Wünschen wir von ganzem Herzen, daß die russischen Truppen triumphieren. Tie Pariser Subskription für die russischen Verwundeten hat bisher 204 000 Francs ergeben. Unter dem Vorsitz der Gattin des russischen Bosschafters in Paris hat sich ein Komitee russischer Damen gebildet, welches die Entgegennahme der Spenden und deren Verteilung bewirken will. Ter japanischen Gesandtswaft in Paris sind vom Hilfskomitee zwei Feld-Hospitäler des Roten Kreuzes zur Verfügung gesteNt worden. bewilligt. Abg. Funck (Frs. Vp.) wünscht beim Kapitel „Gewerbliches Unterrichtswesen" die Errichtung einer Bange werkschu le und einer Maschinenbauschule in Frankfurt a. M. Mg. Wolgast (Hospit. der frei, _ _ .. Vp.) begründet einen Antrag seiner Parteifreunde, die Karl Dietrich hier zusammengestellten Uedersicht über bie im Staatsregierung zu ersuchen, in jeder Provinz Meister- Bezirk ber Hessischen Branbversicherungsanstalt in kurse einzurichten und Ausstellungen von im Meinge* bcn Jahren 1886 bis einschließlich 1902 gezahlten Brand- werbe verwendbaren Maschinen und Werkzeugen zu veranstalten. Handelsminister Möller will eine Erhöhung der jetzt 100 000 Mk. betragenden Unterstützung für Veranstaltungen der Handwerkskammern eintreten lassen. Mg. Dr. Arendt (frk.) wünscht eine Vermehrung der sogenannten Arbeitersekretariate. Kriegsgefangener von ^rau unv । Sedan wird uns in verschiedenen Bildern vorgefuhrt, dar- Q5^riU|l5|lIUL unter: „General Reille überbringt den NapoleoiEbrief an 6 9f) ^ebr Unsere Strafkammer ver- Ä Mch°lL°KEEsjuÄ: fianbeite in ihrer lctzten^ng °lz ^ufungzinsi-mzwegen Sn WZ auf auT übrigen „Silber no-Z eingehen eines Falles °°n. Ueber- der^ol^e^^. minhandels S"ÄÄ"'’ffaiferfrton^W* M«ge e?Ku-?«°rÄ taten-' «ürgrftnS f daß « breit fei, gefl® ben betden ien „ habe, nofr ™ bie$ä er wolkig auftahme, ber j üerttjerfen- 4- diese angelacht b - st s° 'n " MA, Pasfanten ha«» ,;, Sn Pbe mm H Ansicht wieder ew» kostenlos frei- & Weimar, SLS-L in Lwei Monaten Gerichtshof ertantM' Telearamm aus syu in objektiver wie subff schreiben sei. De.arg herbeisührten, werden ' hier kurz rekapitubert. Polizei sollteffewsange eine merkwürdige Ach schließlich Stadtgespraa zunächst zur Abgabe se zweiten Bürgermeister Amtsniederlegung verc Vorschriften war es d« in der Tämmerstunde treten, ebenso war ih Straßen untersagt. % gegenüber auf den St altet seien; er äußerte tuierten in ihrer pers> konischen Weise beschr schließlich seinen Wor den Sittenbeamten eü vorzugehen und Nnzeiss dieser Maßnahmen war und ihres Anhanges na fjanblung Hatte das l KeichsgerW vor allem Ängellagte voll bewußt an die StaatsanMÜscho ob er sich nicht etwa befunden habe. Tas setz Urteil war in weiten S Danzig,20. Febr wegen Jnbrandseh versicherungzuaci «strafe, 10 Jahren E aufsicht verurteilt. Briefe eines -Unklage, in welcher der fs eme Hauptrolle spielt, fort "oblenz zur Verband. °us § 114 des Reichs°Tti Verletzung ist dersrühere 6 von der 4. Kompagnie de- von dem Knegsgericht zu wogegen er Beruiuug emp L der Regiments.«! Godesberg geschriebenen V Säk» Wanjuer-CTbenä'i’1* SK Zeuge vernommen O?- mehrere Bries?^! zum Gefreiten beiÖrL^ Kaiser qebroht « liieren groß- j be erf «falle fei er AQnnel)i labinetis be§ Jt®eneTal1 ° bst die Anklo '^ium hört, bQ6 Bfle «legen t ?d"l w°r als qL^^mene drin,, fei9-” °ernomnien'e Md OrüensbA°^ar.zu ist? allerlei behch ?.ct keiner Verne^"^ün !°nnnen. D ^ebmung । t’?)>;ep f??n« leid' &J» fei "lElarreft. nur em terNe reu ei 11 iür bie J? ”*tolbT tX:uf^ •**g :xfOn,,Sai'hnanh 7 üb» bie hn "«Muth ft? Mfteuer '^^adtNar- Wtt Stelle n ,5r/o sieht. ..^zeichnet, der 5 '> Diese nach ^e Zusammen- V Mel zu. Reg.-Bez.Lchl 1 Aufheb. ^r hessischen Hen und den planten Denkmal n die Bewohner n- welcher bereits rkhardsselden 1 Scheunengerüste, 'd ärztliche Hilfe ) bei Albig lösten zrößere Erdmaßen ichäftigten Arbeiter lten den erlittenen iner Meldung aud achten große Eis- Die Umgebung der ze Zahl Wohnvernichtet. Die ke beschädigt. Der Keuschen haben , Thomas Longier irrste Mann nich! l Er wurde im n waren Menschen ilotftamm unb ü W M W 6 mb sehr intelligenter inigin Viktoria ein einer guten Gesund- mhmt worden und r- Wirtshauses, roo sung leistete sich -irksoereins deutscher Vockag, die Rauch' ein eifriger Redner, mnt werden, wenn -ine Berlins den n werden!- -^ en auch entschieden Radler non Oberr°d Vorderrad w ba- u§ Niederrad gcra egraben stürzt- ( schA , : studiert- von denen da-^k je en Menge eine5 die ZEe ME pro £'clot. be' i. 8iwp’en ri^?in den Tabaks' rbrennung Su"ri*lia„b2«rf in®erSrU?wi dann / der Mund bcn e s (o totlud ~-bicf)e, Skblangen-. < ben ft Lader Jg5S> Server- äflS-S SS-^ Märkte. -Anl. 41/, % äussere Areentiner Mittelarrest. Unioersltäts-Uachrichten. Verträge gelöst sind. 197.25 212.75 133.62 182.25 187.75 . . 101.60 . . 88.77 . . 101.55 . . 88.75 . . 100.50 Reicheanleihe do. Konsole . do. . . Heesen Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) W. in Grüuberg. Ja. von chronischen Ausschlagen und Wundsern der ^nder habe mit Qbermeyer's Herba-neife sehr gute Resultate jwll. Z. h. i. all. Apoth., Trog, und Parftn. St. 50 Pfg. und 1 Mk. 3O/o Mexikaner . . 4,/afl/n Chinesen . .. Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelegee. Oeeterr. Staatsbahn . Lombarden . . « Gottbardbahn . . . Laurabütte .... Bochum..... Harpener .... Tendenz: ruhig. ymann zu die juristische BHy^nervor ragend/^ ■r bewährt bei " Darmkataarrh.hoe; Brechdurchfall etc.— dirig. Arzt d. Kinderkrankh. in L. schreibt: In Fällen — Der ordentliche Professor Dr. Ernst Heymann Königs berg i. Pr. ist in gleicher Eigenschaft m d- Fakultät der Universität Marburg versetzt morden. . 25.70 . 83.70 . 94.50 . 100 00 . 196.60 . 180.00 . 132.10 . 142.50 . 146.30 . 182.70 . 14.00 . 185.00 . 214.50 . 179.00 . 184.60 WWW Kinder- ---- s mehl Telephonischer KursberCchL Frauklan a. tl.« 22. Februar. Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 20. Februar 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Die heutige Börse eröffnete, da keinerlei neue Nachrichten vorlagen, in ziemlich unentschiedener Haltung. Bald jedoch traten infolge umfangreicher Exekutionen in Türken und Spaniern für Rechnung eines salliten HauseS in Varis und Brüssel scharfe Rückgänge in genannten Werten ein. Unsere Spekulation verlor vollständig den Kopf und warf ohne Besinnung auf sämtlichen Gebieten Ware auf den Markt, die nur bei wesentlich erniedrigtem Kursniveau Aufnahme fand. Nach kleinen unbedeutenden Erholungen traten abermals größere Rückschläge ein, sodaß man auf sämtlichen Gebieten zu den niedrigsten Kursen, welche seit langer Zeit da waren, schloß. Politisch war absolut nicht neues bekannt. Privat-Diskont 81/» Prozent. Anfangs- xl Schlußkurse. Schnäbel, bildet im Publikum wie Glauchau, 22. Febr. (Segen zwölf Pastoren, welche eine Erklärung gegen die Crimmitschauer Geistlichkeit und für die Textilarbeiter unterschrieben hatten, ist vom Kultusministerium das Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Crimmitschau, 22. Febr. Eine zahlreich besuchtr Textilarbeiter-Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher es heißt, die Versammlung mißbilligt da§ Vorgehen der Crimmitschauer Unternehmer, fortwährend noch fremde Arbeiter heranzuziehen, obwohl noch viele heimische Arbeiter beschäftigungslos seien, und macht die Unternehmer dafür verantwortlich, welche diese mit ben Maschinen nicht vertrauten Arbeiter an- gestellt hätten. London, 22. Febr. Mehrere Blätter verzeichnen die immer größer iverdenden Rüstungen auf französischer und englischer Seite. Mehrere Morgenblätter veröffent- lichen pesimistische Artikel über den Pariser Börsenkrach. Sie erklären, die Ursache sei in der Befürchtung internationaler Komplikationen zu suchen. Paris, 22. Febr. Die Meldungen vom Kriegsschau- in politischen Kreisen. Bom Kriege. platze treten hier völlig in den Hintergrund gegenüber dem b eispiellosen Börsenkrach. Dieser Krach, der noch weit schwerer war, als die Panik des Jahres 1887 bei der Affäre allgemein das Gesprächsthema sowohl fo. Frankfurt a. M., 22. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpre rs e Weizen Mk. 17.00—00.00, Kurhessischer Mk. 17.00—17.25, La Plata Mk. 17.50—18.25, Kansas Mk. 1750.—18.25, Roggen (hiesiger) Mark 13.50—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.50—15.75, Franken- selder Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 12.75—14.00, Mais Mk. 12.50—12.75, Weizenmehl 0 Alk. 26.25—26.75, 2. Qualität Alk. 24.25 bis Mk. 24.75, 3. Qualität Mk. 22.25—22.75, Roggenmehl 0 Mk. 21.75—22.25,1. Qualität Mk. 19.25—19.75, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Mk. 11 — bis Mk. 11.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. Alles per — Bom Geldmarkt. Der Privatdiskont ist am Samstag in Berlin bis 3 pCt. zurückgeganaen; Ultimogeld stellte sich auf 3 '/, Prozent. Die Seehandlung offerierte Geld bis zur letzten Marz- woche entsprechend billiger. v. I. mehrere Briefe des Prinzen Salm erhalten, als Rusche nicht L$ (a_cn und vernichtet wird, -«um «uuifi«» .v™ I 40/. Italien Rente zum Gefreiten befördert wurde, in denen ihm die Meldung beim ^rische Rußland vor allem den unerschrockenen rcDotuho» Lt/ % Portugi6Ber ÄC* Vtate nären polnischen ,°-i°li„ischm Streitern für Fre.heit und L/. Po^en. . Offizieren große Unannehmlichkeiten bereitet habe. Auch in diesem Unabhängigkeit drucken wir unsere mmgfte Sympathie auS’ Ln^’J ken * Falle sei er vom Generalkommando auf Veranlassung des Militär- Resolution wurde mit großem Beifall ausgenommen. I 0. Grieoh Monopol kabinetts des Kaisers zum Bericht aufgefordert worden. Er hatte ... r e,ne unbekannte Frauensperson an berl • - — M S5^in^tbf=anS»' :L°,^Lr Lichtonstrmbrückr in Mstmördisch-r Absicht m ben Kanal Prinz war persönlich bei dem Generalmajor Bauer und bei dem und ertrank. Der Füsilier Fricke oon ber 11. Korn Kompagniechef des Angeklagten. Ter als Zeitge und Sachver- pagn,e des 2. Garde-Regiments ist bet dem Rettungsversuch ständige vernommene Dr. Longard hat den in der ersten Instanz|eßenfQn§ ertrunken. Die Leichen sind bisher noch nicht unb Ordensbändern behängt gewesen, auch an seinem Spazierstock beging ihr 40. Stiftungsfest durch em Festmahl rni Rag h f* Hütten allerlei Gedenkmünzen mit dem Bilde des Kaisers gehangen. roarcn etwa 200 Militärärzte versammelt, welche der (Se= Bei seiner Vernehmung sei kein vernünftiges Wort aus ihm ge- angohören und ihre Ausbildung zumeist auf der ÄSBxYäiSSK'sSre ” 5ll«r «°S.M Prof. A. den Prinzen für total geisteskrank und unzurechnungsfähig, er leide ben $Qifer au§- an Altersblödsinn. Der Angeklagte habe unter dem starken « ~ -----~ ° ' Einflüsse des Prinzen gehandelt. Das Oberkriegsgericht sprach \ den Angeklagten von der Beihilfe des Vergehens der Drohung fre, Handlungen im und verurteilte ihn nur wegen Achtungsverletzung zu 14 Tagen ■«»-—— 00.00 99.40 98.90 97.00 99.10 56.00 55.50 115*00 41.50 42 30 Truppen stehen bereits in Korea. Paris, 22. Febr. Ter Petersburger Korrespondent MTolhnnnon I des „Newyork Herald" berichtet entgegen den offiziösen Ve^ lulllly^lU I ficherungen, daß in Ostasien in den letzten Tagen alles Origiualbrah «Meldungen des Gießener Anzeigers, ruhig gewesen sei, cs mehrere heftige Bor- Berlin, 22. Febr. Zu einer^anti-ru ssUch en Kund - f^wkreV erÄste E/en und sich gebung kam e§ in einer von den polnischen Sozia- ,^ückziehen mußten. Es heißt, die russischen Verluste hätten listen einberufenen öffentlichen Volksversammlung. Die 500 Mann belaufen. (??) Versammlung stimmte einer Resolution zu m welcher es nach' -------- einem Protest der anti-polnischen Politik der Regierung unter Magdeburg, 22. Febr. Die Einigungs-Ver- ' - Aerztestreik unter dem Vorsitz des.-----_ Geldlotterie zu 1 Mk. ist die Rote Kreuz. Regierungspräsidenten sind gescheitert. Die vom Kaffen-Es kommen 3388 nur Geldgewinne mit vorstand an Stelle der Kassenärzte bclhmmten 38 Aerzte er» 44OOo Mark bar ohne Abzug zur Verlosung, wovon der klären fick mit der streikenden Aerzteschaft identisch. I Haupttreffer 15 000 Mk. ist. Die Lose kosten nur 1 Mk., 11 Lose Leipzig. 22. Febr Die Verhandlungen der Aerzte 10 », Paria und LM-^P^^und hn^|o to mit ber Ortskrankenkasse ftnb cntguttig gescheitert, svmrm anqftr 107, und in allen Losverkaufsstellen zu haben. Die Aerzte verharren bei ihren Forderungen und sind ent- —— ------ü—i----- schlossen, nicht eher Frieden zu schließen, als bis die zwischen ber Ortskrankenkasse unb ben auswärtigen Aerztea geichlofsenen li 'Ä DA H Port Arthur, 21. Febr. Die „Rufs. Tel.-Ag." meldet: Tie Meldung über die japanischen Torpedoangriffe am 14. ds. ist erfunden zum Zweck der Aufmunterung der japanischen Flotte. Ernzig wahr daran ist, daß Schneesturm geherrscht hat und alle früheren und späteren Versuche der Japaner nicht ohne Verlust zurückgewiesen wurden. — Am 9. d. M. machte der japanische Gesandte dem Kaiser von Korea die Mitteilung, daß Korea sich von heute unter japanischer Verwaltung befinde. Falls der Kars er sich nicht unterwürfe, würde der Palast durch Truppen besetzt werden. Tie russische Kolonie von Soeul ist in der Gesandtschaft versammelt und diejenige von Tschemulpo mit dem Konsul an der Spitze in der M «--I8TBLWLZWZ fo. Frankfurt a. M., 22. Febr. (Telegr. Orig.-Bericht des läufige Mitteilung von dem ^^^matifchen Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen ber heutigen Viehmarkt- Beziehungen zugegangen. — Erne Nachricht aus uLtcntitn Steife. Zum Verkaufe standen: 395 Ochsen, 151 aus Oeft° besagt, daß 50M Japaner in Tschemulpo ausge- reich, 47 Bullen, 5 aus Oestreich, 745 Kühe, Fersen, Stiere und seifst wurden. — Von Peking wird gemeldet, der eng- Ninder, 1 aus Oestreich, 295 Kälber, 173 Schafe und Hammel,U' amerikanische, fr anzösische, deutsche 1633 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflammer. Bez^lt italienische Gesandte überreichten gemeinsam 5R! ^3^ nnn[et69—60^^t ^Söünen0Gual” 62^bis I ßine Not- an bcn russischen unb j "panischen U »Km Mk°f Mh-0 Quak 60-°s Mt., 2. Qual, ©cfanbtcn, nach, welcher b-r Krieg tn ber Äaudschu. 56—58 Mk. 8. Qual. 44—46 Mk, 4. Qual. 41—43 Mk., 5. Qual, rei begrenzt und nicht auf chinesisches ^biet । 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 82—84Pfg., Lebendgewicht 48 —50 Pf., hinübergespielt werden solle. — Der kleine Kreuzer „Nowir 2. CLttaL 72—75 Pfg., Lebendgewicht 42—44 Pfg., 3. Qual, wird repariert. t „ 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg., Schafe: 1. Qual. 68—70, Paris, 22. Febr. Aus Petersburg wird berichtet: 2. Qual. 03—57 M., 3. D.uaL 00-00 «(g.; Schwem- 1. nnal morgen erhielt ber GroMrst Alexis bie Nachricht. 62-00 Ma., Sebenbgero 41 «Ig., 2. DmL50-51 Ws2ebenbgcn>i4t fca' Japaner bei Tschemulpo Verlust CM ÖÄ Hamöl-H42n7bcwt uÄn5flbÄenb; b-Lln-sterzeichnen hatten Ein Kreuzer nnd^ -in Torpebo. ! - mMelmLlg, rein U-6-rstand. b ° o^t Men star^k be.scha^ worben^ ^lben Kirchliche Nachrichten. Dermutetb°einer S^e e^s^a chü^ ^)rei Kri^sschiffe uner- Evangelische Gemeinde. mittelter Nationalität wurden in der Nähe von Kotuairr ge- Montag, den 22. Februar, abends 8 Uhr: B i b e l st u n d e I sehen. Ein japanisches Scbiff, das in Schirnoiioseki landete, im Konfirmändenfaal der Johanneskirche. Text: Jak. 4, 11 ff. | berschtet von Verfolgung durch Kriegsschiffe. Der brmjctye Pfarrer Euler. unt> amerikanische Gesandte holen die Ausländer aus dem Mittwoch, den 24. Februar, abends 6 Uhr: 2. Passions- gerben Koreas nach Söul, wo Ruhe, aber Hungersan d a ch t in der Johanneskirche. no t herrscht. Weitere Depeschen melden die Rückkehr der । Harrer Euler. > tz^gsflotte nach Fusan nach Rekognoszierungen der Wesb- lüste Koreas und Feststellung der Rückkehr des russischen Geschwaders nach 'Wladiwostok ohne das Schiff Gromobor und das Kanonenboot Craboy. 60000 Mann japanische mit Unrecht, weshalb deren Vertreter die Sache an die zweite Instanz brachte. Die Beweisaufnahme vor der Strafkammer hatte folgendes Ergebnis: Der angeklagte Küfer- meister hatte eines Vormittags auf dem Seltersberg einen inzwischen verstorbenen Geschäftsfreund getroffen und, mit diesem auf der Fahrbahn stehen bleibend, ein Gespräch an- gefangen. Durch vorbeirollende Wagen wurden die zwei Leute veranlaßt, mitten im Gespräch den Platz zu verlassen, und sie stellten sich weiter plaudernd auf der Kante des Bürgersteiges auf. Da erschien nach^ 2 3 Minuten der Schutzmann und forderte die Leute zum Weitergehen auf, was diese auch nach Beendigung ihres Gespräches alsbald taten. — Der als Zeuge vernommene Schutzmann gab zu, daß der Bürgersteig an der betreffenden Stelle ziemlich breit sei, und bemerkte, daß an dem Vormittag zwar ein lebhafter Verkehr geherrscht habe. Er erklärt, er sei von I Oest. Kredit . . . 197.75 den beiden Leuten, als er sie zum Weitergehen aufgefordert Deutsche Bank . . . 211.R0 habe, noch angelacht worden. Staatsanwalt Hoos, welcher I Darmstädter Bank . . 133.10 die Berufung zu vertreten hatte, erklärte nach dieser Beweis- Bochumer Guß . . . 179.25 aufnahrne, er wolle selbst beantragen, die Berufung zu Harpener Bergbau . .18610 verwerfen. Wenn der Angeklagte wirklich den Schutzmann Seubena. öebauptet. ung des Schutzmanns habe der Angeklagte den Verkehr vor ber Türe stünde Die krifenartige Verstauung des auf dem Bürg^steig nicht im geringsten gestört. Wenn Marktes, worüber wir speziell berichteten, wirkte ansteckend. Passanten hätten ausweichen müssen, so sei dies kein Grund, Die Lage der Börse muß gegenwärtig geradezu besorgniserregend darum ein Verkehrshindernis anzunehmen, denn auszu- genannt werden. Man sieht ben Monatäabwlckelungen nicht ohne Ä IN ber Provin. Hannover in ber ^e Ansicht wie bet Staatsanwalt unb sprach ben Angeklagten ^Orte-^oheneg^Ien^ Gew M- 5000 anooo 2000 4 j 500=2000 Es p t El olytechnisches Institut Triedberg || a "g 65 •93: -c D —■= a" « isl*i - s e E £ & E E | 6 c ’S e 8 Xanfatänniscta Verein und MsjewerMerein Giessen. VI. VoHrag Mittwoch den L4. Februar 1904 abends 8'/, Uhr pünktlich im Hießener Keststal (Käst Leiö). 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Die Russen in Port Arthur und sind bin bis Pott Arthur, paner bieSrüde über Sibiriens, jließenben Sun bon ben Stuften gefaßt l Äsenbahn herrscht lebhaft vollen. Auf Befehl des W schärierlorys zur Berieid' formiert. Die Freifchärle und Verpflegung und, wei zufolge befinden sich ja russischen Gewässern. 1 paner nach Port Arthu solute Knegskontrebande 9. Februar scheinen sie s Arthur durchBelage Fedensalls sind sie herre bat plötzlich unter der tt I. S. Bachs Mattl ba? ^Matthiius Jk ®ute gekommen ist j dre musikalischen ™Nn Erscheinung ' ZM. DieseWAen. Name sagt "■hösSm fein, «reicht Md Energie VL ’nann Ü, ®r* in ?'»8 es QÄ. als n.. u:' die n,flnn bat ' "'n Chc snit einer fjfi die! bgespreiä f7m die er ürf. yeiWn b-id-nÄ «M Ntz M in s ^öfleh ?l üei üSS i