General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Rr‘ 848 Zweites Blatt. LS4. Jahrgang Freitag 81. Oktober 1904 ***** a-nq E«u-na-m. de- s-nnt^. R-.att°n-druck and Verlag der schlich« «Xe »«Ittzen« Lamlllenblälter- werden dem IMPKOlIPr FH W X fTF B ZfWO It Untverst!°lLdruck°r-t. R. Lang«, Sieben. wiijO||O gelten. LU Prinzessin von Sachsen, hatte ein Kreuz weißer Blumen mit AtLasschleife, die den Namen Luise trug, zur Beisetzung gesandt. knurrte der Amtsgerichtsrat. „Jetzt ist sie eine fleißige Fabrikarbeiterin, bewohnt em kleines Haus, ernährt sich und ihren Knaben, der zu einem ordentlichen Menschen heranwächst." „Verzeihen Sie, Herr Amtsgerichtsrat, Sie haben da die Geschichte der Frau Marie Brandt erzählt!" „Tas hab' ich nicht gesagt." ♦ Alles venu alten. Berlin, 20. Ott. waren der Amtsgerichtsrat a. D. Richard Wernecke aus Berlin, Frau Johann Katharine Knoche, Totengräbers der hiesigen Gemein Frau Johann Katharine Knoche, geb. Widmann, Witwe te6 Totengräbers der hiesigen Gemeinde Heinrich Jakob Knoche, sowie die Hebamme Frau Anna Marie Walters geb. Zimmermann. Bemerkung: Tie Mutter Marie Brandt ist im Herbst dieses' Jahres unbekannt woher zugezogen; doch hat sich der Amts-' gerichtsrat a. Tt Wernecke für sie verbürgt." Ta hatte Herr Kaspar Neugebaur ja des Rätsels Lösung. Tn Amtsgerichtsrat war ohne Zweifel der Vater des Kroaten, sonst würde er nicht in solcher Meise für die Mutter gesorgt hüben- nicht-jedes Jahr hier in dem kleinen, weltverlorenen Winkel den Sommer verbringen und nicht eine solche närrische Liebe für den Jungen hegen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 20. Oktober. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann und Heyligenstaedt und die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Haubach, Helfrich, Heichelheim, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Petri, Schaffstaedt, Dr. Schäfer, Schiele und Wallenfels. Oberbgm. Nie cum macht zunächst Mitteilung von einigen Dankschreiben städtischer Beamten, und bemerkte, daß der neue Leiter des Elektrizitätswerkes, Herr Stolze- spätestens in den ersten Tagen des November seine Stelle autreten wolle. Ferner wurde den Stadtverordneten Kenntnis gegeben von einer Einladung des Gleiberg-Vereins zu der am 21. ds. Mts. stattfindenden Festversammlung auf dem Gleiberg. Ferner wird aber am 21. ds. auch die Aufstellung der neuen Pumpe in Queckborn durch Direktor Bergen erfolgen, wozu die Mitglieder der Versammlung eben»1 falls eingeladen wurden. Eine längere Aussprache über die Polizeiverordnung» betr. das Ausmelken der Kühe vor dem Auftrieb auf den Viehmarkt, erfolgte, als Oberbgm. Mecum mitteilte, daß er auf ein Schreiben des Großh. Kreisamts vom 7. Oktober eine Zusammenkunft von Vertretern der Viehhändler und anderen Interessenten auf nächsten Montag veranlaßt habe, wodurch tn der Frage eine Verständigung herbeigeführt werden soll. Oberbgm. Mecum teilte den Wortlaut des bekannten ministeriellen Bescheides mit, worin ausdrücklich erlaubt wird, Härten in der Handhabung der Verfügung zu vermeiden. Zwar wird das Ausmelken abends vor dem Markte nicht gestattet, dagegen zugelassen, daß die Kühe nicht vollständig ausgemolken werden, wenn nur die Euter nicht gespannt ftnb, worüber der Tierarzt sofort urteilen könne. Oberbgm. Mecum bemerkt, diesen Ausweg habe er schon in der Versammlung am 20. September empfohlen, aber die Viehhändler hätten sich damit nicht zufrieden geben wollen, da sie dem Tierarzt diese Kontrolle nicht zugestehen wollten. Jetzt hätten wir aber, so meint Oberbgm. Mecum, durch diesen Ausweg erreicht, daß jede Tierquälerei vermieden würde und dennoch die ur- sprünglicken Wünsche der Viehhändler befriedigt seien, denn diese hätten doch anfänglich nur erklärt, an einer völlig auS- gemolkenen Kuh könne man deren Wert nicht erkennen. Jeder weiteren Agitation sei nun der Boden entzogen. Stv. Kirch führt aus, die Polizei-Verordnung gelte wohl in 16 Kreisen des Großherzogtums, nicht aber m unserer Nachbarschaft, in Hessen-Nassau, in Wächtersbach. Hauptsächlich unserer Stadt sei die Verordnung nachteilig, well nur in Gießen Milchvieh auf den Markt komme; die Polizeiverordnung treffe daher eigentlich nur Gießen. Stv. Krumm führt Beschwerde darüber, daß die Viehhändler kein Vieh im Schlachthaus einstellen könnten, ohne mit dem Schlachthausdiener, der diese ganze Sache über sich, habe, sich gut zu stellen. Dadurch sei der Willkür Tür und Tor geöffnet. Hier möge die Stadt eingreifen und den Uebel- stand abstellen. Krumm bemängelt dann ebenfalls die Polizeiverordnung betr. das Ausmelken der Kühe und meint, es sei völlig unangebracht, derartige Verordnungen, die allenfalls durch reichsgesetzliche Regelung geordnet werden könnten, für einen kleinen Bezirk anzuordnen. Oberbgm. Mecum erwidert, für die Unterbringung des Schlachtviehs (nicht des Marktviehs) beständen spezielle Statuten, die eingehalten werden müßten; falls hiergegen Zuwiderhandlungen vorkommen sollten, stände es den Beteiligten frei, sich bei chm zu beschweren. Stadtv. Heichelheim fragt an, ob keine roeiteren Mittel zu Gebote ständen, gegen den Entscheid des Großh. Ministeriums anzugehen, worauf Oberbgm. Mecum erwidert, das Ministerium sei die letzte Instanz, und von einer Be- Während des Sommers war von allerlei Veränderungen in hohen preuß. Regierungsstellen die Rede. Mer kein einziger der mit Rücktrittsabsichten ausgestatteten Staatsmänner ist gesungen, nicht einmal der preuß. Minister faä Innern Freiherr v- Hammer st ein, ganz zu schweigen von Herrn v. Pod- b i e l s k i, cm dem die Agrarier mehr und mehr Gefallen finden, trotzdem, oder vielleicht well er ihnen unverblümt die Meinung tat, Im Reichstag rvie im preuß. Landtag präsentiert sich der Regtcrungötisch in unveränderter Besetzung. Ta in beiden Häusern „Sie besitzt Seine Verwandten." „Oder die Gemeinde, in der sie mit ihrem Manne zuletzt lebte . . ." „Ich muß Si-e bitten, auf diesen Gegenstand nicht wieder zurückzuwmmen", unterbrach ihn der alte Herr mit ernster Bestimmtheit. Neugebaur war klug genug, nicht weiter in den AnttsgeriMs- vat zu dringen. Aber er war auf eine Spur gesetzt und er war nicht der Mann, sich von dieser wieder abbringen zu lassen. Am folgenden Morgen begab er sich auf daö Standesautt des TorfeS und bat um Einsicht der Geburtsregister. Da sand er denn unter dem Tatum des 12. Dezember 189 . . folgende Eintragung: „In der Nacht zum 12. Dezember 18 . wurde der Marie Brandt, Fabrikarbeiterin aus Polen, ein Sohn aeboren, der die Namen Richard Ferdinand Franz erhielt. Vater unbekannt Ter Knabe wurde am 15. Dezember getauft; Taufpaten < Ein Urteil des Kaisers über Ziegelban und Putzbau. Wie in den „Keramischen Monatsy." mitgcttilt Römische Tagesschau. _ _ Vom Wohnungskongreß. ^^^^Esemeine deutsche Wohnungsttmgreß in Frank- K Erwartungen begrüßt worden. Wo RJund Politiker zusammenkommen, wo fast ff.äfteunma vertreten war, da mußte, so mc$?' krisele ßllcher Aussprache manches Ergebnis erziett tra;» • Ff Kongreß war groß nur im Verneinen. Sa ctp- n a machen fei, darauf gingen die meisten Reden aus. ~yte es aber öu machen sei, um zu ter fo bitter notwendigen Umgestaltung des Wohnungswesens zu gelangen, ausreichende, geyunve Wohnungen, zu erschwinglichem Preise zu beschaffen, die Bodenspekulatrvn einzuschränken, davon wurde le*X urg vernommen. Eine erfreuliche Ausnahme stellte der Vortrag des Oberbürgermeisters Wagner- Ulm dar. Wagner erläuterte, wie die Stadt Ulm seit 12 Jahren praktische Wohn- ungspolttrk getrieben hat Mehr als zwei Trittel fax städtischen Öjjnaxhing ist im Besitz der Gemeinde, ettva 150 Einfamilienhäuser sind errietet worden, die mit der geringen Anzahlung von einem Zehntel des Preises käuflich waren. „Und dabei", fügte Wagner hinzu, „sitzen fast nur Hausbesitzer in der Gemeindevertretung. Es gibt also auch unter den Hausbesitzern weiße Roben." ' i Abr.Kongreß würde mehr geleistet haben, hätte er das' Gebiet ver wnriiion enger begrenzt. Die hochwichtige Frage: Was lollen die Gemeinden zur Reform des Wohnungswesens tun? beanspruchte eine viel gründlichere und Mirendere Behandlung, als sie ihr zuteil geworden ist. Sv aber bewegte sich die Tis- kusiron in Zickzacksprüngen. Theoretiker und Praktiker sprachen rn buntem Turck>einanter, der eine von dem, der andere von lenem politischen Gesichtspunkte, wie die Einführung des all- 6 em ein en Wahlrechts in Preußen, wurden in die Te- batte mneingezogen; an tumultuös en Auftritten, hervorge- rufen durch rednerische Entgleisungen, fehlte es auch nickst. Kurzum, das Endresultat im ganzen lautet: Worte. Tie Reaierungsbeamten, die dem Kongreß beiwohnten, werden auch nicht viel mit nach Hause bringen, abgesehen von etlichen Angriffen, die — ein Zeichen der Seit — von Oberbürgermeistern ausgingen und in ©em Tadel des Königsberger Oberbürgermeisters Körte gipfelten: „Heute hindert die Negierung vielfach die Gemeinden, eine gesunde Bodenpolitik zu treiben!" Seit dem Schulkonflut der Stadt Berlin mit der Regierung scheint Kampfessttmmung in die Kommunen eingezogen zu fein. ,Ter preußische Wohnungsgesetzentwurf fand nur wenige Verteidiger. Taß die Polizei so viel neue Vollmachten erhalten soll, bildet den Hauptgrund der Abneigung. Mr sind auch nickst Freunde einer Erweiterung der polizeilichen Befugnis, zumal nur zu leicht Eingriffe in die 1!ommunale Selbswerwaltung daraus entstehen können. Aber auf irgend eine Weise muß doch ae- ^währleistet werden, daß sehr berechtigte Vorschriften über die Forderungen, die hn gesundheitlichen Interesse an Mietwohnungen zu stellen sind, nicht etwa nur auf dem Papier bleiben oder umgangen werden. Und es ist nur berechtigt, daß z. B. die Zimmer eine gewisse Größe, die Tecken eine bestimmte Mindesthöhe haben müssen, daß für genügend Licht und Luft gesorgt wird, daß Tienstboten nicht in jammervollen Winkeln untergebracA werden dürfen, daß die Heranwachsende Jugend durch Trennung der Geschleckster vor sittlichen Gefahren bewahrt wird usw. Ohne eine wachsame Kontrolle läßt sich eben nichts ausrichten, und was bleibt schließlich anderes übrig, als in dem Falle, daß Vorstellungen und Anordnungen unberücksichtigt bleiben, die Mittel des Zwanges anzuwenden, mit anderen Worten die Polizei in Anspruch zu nehmen? Tas preußische Wohnungsgesetz kommt zustande, daran ist nach fax Haltung des Zentrums nicht zu zweifeln. Ter Realpolitiker wind damit rechnen. Bloßer Protest ührt zu nichts, zweckmäßiger wäre, beizeiten diejenigen Vor- ■ chläge dem Parlament zu unterbreiten, die auf größere Sicherung ■kx Selbswerwaltung abzielen. Einmal muß der Anfang gemacht werden, das Wohnungswesen gesetzlich zu ordnen, denn so dürfen die Tinge nicht tveiter gehen. Wir sind ater ter Meinung, daß die Wohnungsreform nicht vor dem platten Lande Halt machen darf. Tenn hier liegen die Verhältnisie vielfach noch mehr im Argen, als dies in ten Städten ter Fall ist. Tie „gute Luft" auf tem Lande entschädigt nickst für Behausungen, die da und dort für das Unterbringen von Tieren als zu schlecht „Wer ich hab's erraten." „Nun ja, es ist die Geschichte ter Frau Brandt." „T>ahsr also ihre dankbare Ergebenheit Ihnen gegenüber." .,Jch verlange keine Tankbarkeit. Ich habe ihr aus ?Nenschen- pslicht zu einer anständigen Existenz verhalfen, jetzt ernährt sie sich selbst und ist mir keinen Tank schuldig. Ich bin im Gegenteil ihr Tank schuldig, daß sie mir meinen Sommeraufent- halt hier so behaalich macht." „Aber Sie haben doch dieses Haus. . ." „Lassen Sie uns nickst mehr davon sprechen, Herr Kollege. Es ist nicht ter Mühe wert." „Vielleicht könnte man die Verwandten der Frau Brandt einer Beihilfe bestimmen." größere Vorlagen zu erledigen sind, in die sich ein neuer Ressort- ches nicht so rasch einatteüen könnte, so wird man für die nächste KU eine „Krisis" als ausgeschlossen betrachten dürfen. Graf Bulow ist darin sehr konservativ, daß er einen Wechsel in seiner Umgebung nickst gern sicht und solange als möglich mit fernen Kolelgcn auszukommen sucht. Selbst Handelsminister Möller, wenn et am Samstag mit der Verstaatlichung ter „Hiberni a" ium zweiten Male Unglück hat, und die Generalversammlung wiederum das staatliche Kaufangebot verwirft, wird darob nicht lein Portefeuille verlieren. Tie Derstaatlichungsaktion wird ungeachtet des augenblicklichen Mißerfolges fortgesetzt werten, mll Herrn Möller, fax einen stärkeren Rückhalt hat, als man in Börsen kreisen annimmt. Aer King. a Kriminal-Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) Atet seine SMauhei?0hal^iwn über diese Schwierigkell hinweg. Eines Tages brachte er die Sprache auf die Witwen- nnd Warf-en-Fürsorgc. Ta geriet der alte Herr in Feuer. ,/L>ehen Sie", rief er, „das ist auch ein Uebcklftand unseres wzEn Lebens! Für die Witwen und Waisen sollte besser gesorgt werten." „Ja — durch Bersicherung. , „Pah — ich pfeife auf die Versicherung! Eine Heimstätte follte man ihnen g^ten, ein eigenes Heim, in dem sie von ihrer Arbeit redlich und frei von allen Verpflichtungen leben können. Ich will Ihnen cm Beispiel aus meinem Leben erzählen. Wandere ich da vor einigen Jahren durch das Gebirge und finde am Wege zusammengeiunken ein elendes, armseliges Weib, das seiner Nreterkunft entgegensieht. Vor Hunger und Erschöpfung kann sie das nächste Torf nicht mehr erreichen; die Not hat sie zum Betteln gezwungen, da sie ihres Zustandes wegen nicht arbeiten kann. Von sstate zu Stadt, von Tors zu Dors hat man si-e gejagt, da die hoch^oohlweifen Stö-dt- und Torfväter ihren Ge- meinten die Last der Unterhaltung des Weibes und des zu erwartenden Kindes nicht ausbürden wollen. Eine Heimat, wohin das Weib übgeschoben werden könnte, besitzt es nicht. Unsere hochwohlweise Gesetzgebung hat ja das Hennatsrecht abgejchafst, auf Unterstützung hat man nur Anspruch, n>enn man sich drei Jahre an ein und demselben Orte aufgehalten hat. Wohin also mit dem Weibe? S us die Landstraße — in daS Elend — in c>as körperliche und sittliche Verderben! Ta haben Sie ein Bild unserer sozialen Zustände!" „Und was wurde aus der Frau?" fragte Neugebaur ge- ; spannt. „Stte Menscheiwsllcht gebot mir, mich ihrer anzunehmen", Taß die Trante in die Fabrik zur Arbeit ging, diente nur zur Vtaske dieses Verhälttlisses. Ohne ehrlichen Erwerb würde die Frau nicht in der Gemeinde geduldet werden. Man war in dieser Beziehung hier auf dem Tiorse nicht so weitherzig, loie in Berlin. In Berlin aber durfte ter Amtsgerichtsrat seine Geliebte nicht unterbringen, da seine Verwandten dieses Verhältnis bald entdeckt und ihm das Leben sehr schwer gemacht haben würden. Eine solche „Tummheit" verziehmr die Richten und Neffen tem „lieben Onkel" gennö niemals. Herr Kaspar Neugebaur rieb sich schmunzelnd die Hänte. Er hatte da eine famose Entdeckung gemacht, welckz-e ihn: ein hübsches Stück Geld einbringen würde. Er war nur noch nicht sicher, von welcher Seite er die Ernte einheimsen füllte. Er überlegte. Wenn er den Verwandten des Rats die Angelegenteit mitteilte, nriirte er nichts weiter, als das ausbedungeite Honorar erhalten. Tie Verwandten waren nicht reich und das Honorar war nicht sehr hoch, hatte, er dieses Gefckstlft nur gelegmtlich übernommen, um die Kosten seiner ErhoiunsSvcise zu teckm. Aarlameutarisches. Berlin, 20. Ott. (KanalkornMission des Abgeordnetenhauses.) Tie Kommission setzte die Beratung des Gesetzentwurfes, betr. die Freihaltung des Ueberschwemmungs- gebietes fort. Tie Tisttrssion über ten § 1 a wurde zurück- geftellt § 2 (Vorbereitung und Beschlußfassung des Bezirksausschusses), § 3 (Versagung der Genehmigung für Anlage von Bauten darf nur aus Rücksichten des Hochwasserschutzes erfolgen) wurden nach den Beschlüssen in erster Lesung angenommen. § 5 wstvde gestrichen. § 6 (Bestimmung derjenigen Unternehmungen, bei denen vom Erfordernis der Genehmigung abgesehen werden kann) wurde angenommen. § 7 wurde zurückgestellt. Eine längere T'ebatte entspann sich über ten § 8, ter einen Erlaß von Polizei- Verordnungen zuläßt, nach denen eine Reihe von wirtschaftlichen LlUrßregeln von ter Genehmigung des Landrats, in Stadtkreisen von der der Polizeibehörde abhängig gemacht werden. Tie Kommission nahm ferner einen Antrag zu Z la an, nach welchem die von ter Vorlage betroffenen Flüsse sowie die Lange und Breite des Ueberschwemmungsgebietes bei jedem festzusetzen find, und änteüte § 7a, ter das Einbringen von die Vorflut erschwerenden Stoffen verbietet, dahin, daß ter Paragraph nur auf Wasserläufe nach § la Anwendung fintet. § 8, ter nach den Kommissionsbeschlüssen von ter Subkommission inzwischen neu redigiert worden ist, nimmt nunmehr von dem Genehmigungserfordernis das Lagern von Schlamm, Sand usw., Botenlockerung durch Beackerung, munentlich auch Beweidung aus, und führt dafür die Verbiet- ungsbefugnis ein. Tie Strafbestimmungen in § 9 und § 10 wurden wesentlich nach der Vorlage angenommen. § 11, ter Schlesien von tem Gesetz erinneren wollte, wurde gestrichen. Schließlich wurde ein Zusatz zu dem Gesetz beschlossen, daß Gebäude im Geltungsbereich des Reichsgesetzes als Erhöhungen der Erdoberfläche zu betrachten sind. Hierauf wurde das Gesetz im ganzen angenommen und der Redaktionskommission überwiesen. Freitag: Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin. Stuttgart, 20. Ott. In der heutigen ersten Sitzung ter Kammer der Standesherren wurde eine Mitteilung des Justizministers v. Brellling bekanntgegeben, nach welcher ter sozialistischej Landtagsabg. Keil auf einer Pcoteft- versammlung in ter Lieterhalle am 30. Juni anläßlich ter Ablehnung ter Zollnovelle in ter 1. Kammer gegen diese Ausdrücke gll)raucht habe, die nicht nur eine Schmähung einzelner Mitglieder dieser Kammer, sondern auch eine grobeBeleidigung dieser gesetzgeberischen Mrperschaft enthalten. Tie Staatsanwaltschaft hat daher der Justlzbehörde die Bitte unterbreitet, eine Entscheidung ter Kammer der Standesherren darüber fax» beizuführen, wegen der getanen Aeußerung gegen ten Abg. Kell Klage im Sinne des § 197 des Strafgesetzbuches zu erheben. Tie Mitteilung wurde der Justizgebungskommission überwiesen mll dem Auftrage, in kürzester Frist tem Hause darüber Vortrag zu erstatten. ____________ Zum Tode des Königs Keorg von Sachsen. Dresden, 20. Okt. In der katholischen Höflirche fand heute Trauergottes- dienst statt, dem der König, die Königin-Witwe, die Prinzen, Prinzessin Mathilde, Erzherzogin Maria Josepha, die Erzherzöge Franz Ferdinand und Karl rc. beiwohnten. Nach dem Trauergottesdienste empfing der König die Botschafter, Gesandten und bevollmächtigten Minister, ferner die Abordnung des Bundesrates, die außerordentlichen Gesandten fremder Höfe und zum Schluffe die fremdherrlichen RegimcntZ- deputationen. Das ,Dr. Jour.^ veröffentlicht folgenden Erlaß des Königs: In der tiefen Trauer über das Hinscheiden des Königs Georg, meines teueren nun in Gott ruhenden Vaters, haben meinem Herzen die überaus zahlreichen Kundgebungen aufrichtiger Liebe und Treue, welche mir aus allen Kreisen meines Volkes zugegangen sind, außerordentlich wohlgetan. Es drängt mich, meinen herzlichsten tief gefühlten Dank hier- ür zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Gräfin Luise Montignoso, die ehemalige Kron- die Viehmärkte über daß Rhein viel Anregung s c ^tociue Frisch, Zwei Ehedramen in Bologna. Vlv IV Vv LUHL k! Vll IPVVU/VH « bto Stopf, schloß die Augen und starb. sitttz f| ^rist ül vc prim» beendet. Oberbgm. Mecum teilt mit, Wasserläufe rein zu halten. Das Baugesuch des Heinrich Winn für die große Mühlgasse, wo er in einem Wohnhaus das obere Stockwerk mit Holzfachwerk aussühren will, wurde genehmigt, ebenso die Baugesuche deS L. Beil für ein Doppclwohnhaus im Schifferbergweg, deS L. Kitz für die Marburgerstraße uni) des Karl NicolauS für die Roonstraße, welch letzter bei seinem Projekt des Baues eines Hinterhauses und eines Vckr- derhauses daS erstgenannte zuerst errichten lassen will, wofür eine besondere Genehmigung erforderlich ist. DaS Gesuch des Georg Wallenfels um Erlaubnis man von den dingungcn zugestimmt. Wie für ine Stadt soll auch für den Kreis Gießen eine Tesinsektionsordnung geschossen werden. Tabei soll der Kreis in die Bezirke Gießen, Grünberg und Lich eingeteilt werden. Dem Bezirk Gießen sollen die | benachbarten Orte angehören. Ter Oberbürgermeister hat nun, so teilt er mit, Widerspruch dagegen erhoben, daß die städtischen Tesrn.eltoren der Kreisbehörde unterstellt würden. Sie sollen nach wie vor im Interesse der Gesundheitspflege der Stadt unter der Ttsziplinargcwalt des o ? ?.’*/ Oberbgm. Mecum hat daher eine Vereinbarung vorbereitet, wonach die Stadt die Des- insektionen auch für die ländlichen Gemeinden des Bezirks Gießen übernimmt, wodurch 220 Mk. Kosten entstehen. Tie Auslagen sollen von der Kreiskasse zurückerstattet werden; dagegen werden die Gebühren vom Kreisamt eingezogen. Eine Zubuße für die Stadt entsteht nicht, und Oberbgm. iMecum empfiehlt einen Versuch mit der neuen Ordnung bis 1. Okt. nächsten Jahres. Aus eine Anfrage des Stadlv. Heichelheim bemerkt Oberbgm. Mecum, zu den städt. Desinfektionen könnte bei der neuen Ordnung dieselbe Zeitdauer vorgesehen werden wie seither. Stadtv. Kirch er-! klärt, er sehe dre finanzielle 2agc der Neuregelung noch 1 nicht klar, aber da die neue Ordnung nur probeweise ein geführt werden solle, habe er nichts dagegen. Für die Teilung einer Klasse der Fortbildungsschule werden 200 Mk. bewilligt. Außerhalb der Tagesordnung wird genehmigt, daß für die Glasüberdachung eines kleinen Hofes bei der Wohnung des Friedhofsaussehers im neuen Friedhof 375 Mk. auSgegeben werden. — In Schülers Garten sind große Reparaturen nötig geworden. Das Abfallrohr der Aborte ist vollständig defekt, wofür -160 Mk. Kosten nötig werden. Für andere Reparaturen werden dazu noch 45 Mk. bewilligt Tas Besitztum bringt jährlich 1945 Mark Miete ein und verlangt jährlich 500 Mk. Aufwendung"). Tie Rechnung der L o b e r - S t i s tu n g für 1903/04 entspricht dem Voranschlag. Nach Erledigung des Voranschlags der Stiftung für 1U04/05 wurde die öffentliche <5i^ ung geschlossen. - ■ • _ -______ Ve Mou "achmi Anlage Drunter Jöninioi Mche, unb Stub In Turin spielt sich zurzeit der große Mord-Prozeß Bonmartini ab. Hauptschuldige und Anstifterin des Verbrechens ist die Gräfin Linda Bon martini, geborene Murrr aus Bologna, die in ihrer rasenden Leidenichaft für Dr. Secchi den Augenolick nickt erwartest tonnte, um von der lästigen Anwesenheit ihres Mannes befreit zu werden. In einem Verhör entfahren ihr die vielsagenden Worte: „Hätte ich Tr. ^eecbi nicht so seyr gttiedl — was geschehen ist, wäre nie geschehen/ Um ganz mit Secchi vereint zu teilt, beschließt sie al»so, ihren Gatten zu ermorden; aber noch andere Gründe wirken, laut der Anklageschrist, mit, diesen BescUuß in ihr zu stärken: einmal beste Knorr’ iinor für v Knorr’ sehr ] ^nor Ebe genüge. Ein Gesuch der Firma Stein u. Meyer um Erlaubnis zum Anbringen einer Gaslaterne am Hause Walltorstraße 24 wird genehmigt. Der Ausbau der VerbindungSstraße zwischen Frankfurterstraße (Wenzel'schen Grundstück) und dem Bahnübergang ist bereits von der Versammlung genehmigt worden. Die Vorgärten sollen fallen und die Straße ver- brettert werden. Dafür sind nun 5400 Mk. vorgesehen gegen früher 4500 Mk. Der Mehrbetrag wird von der Versammlung genehmigt. Bei der Gelegenheit empfiehlt Stadto. Kirch die Verbreiterung deS Wetzlarerwegs, woraus Oberbürgermeister Mecum bemerkt, er habe schon den stillen Wunsch gehabt, daS ganze Terrain auf der rechten Seite des Wetzlarerwegs von der Bahn zu gewinnen und warte nur eine Gelegenheit ab. Tic Einsprüche 1. des Wilh. Plank und 2. des Karl Becker 11 gegen den Fluchtlinienplan für die große Mühlgasse werden von per ^Versammlung aus Antrag der Bau- deputation abgewiesen. Für den Ausbau der Stephan st raße zwischen Bismarck- und Bleichstraße werden 10 000 Mk. in den nächsten Voranschlag eingestellt. Für den Ausbau der Kepler st raße wird genehmigt, daß der Voranschlag 4000 Mk. dafür vorsieht; 2000 Mark werden an Straßen bei trägen einkommen. Für Befestigung der Bürgersteige in der! Bismarck st raße werden in den Voranschlag für 1905' 5000 Mk. eingestellt. Aber erst nachdem die Hausanschlüsse fertig sind, soll mit den Arbeiten begonnen werden. An Straßenkostenbeiträgen sind 700 Mk. zu erwarten. Ob man die Bürgersteige asphaltiert oder in einer anderen Weise befestigt, bleibt Vorbehalten. Für die Umpflasterung der Mäusburg wie V Z. auch der Marktstraße wird die Genehmigung erteilt. Noch bevor der Weihnachtsverkehr beginnt, sollen die Um- pflasterungen fertig fein. Stadtv. Bruck empfiehlt auch die Umpslasterung der Stelle des Marktplatzes zwischen Engel- apotheke und Kirchenplatz, worauf Oberbgm. Mecum entgegnet, man möge in Anbetracht der Kosten nicht zu viel auf einmal vornehmen. Der weitere Punkt der Tagesordnung betrifft die Kana- Lisation, speziell die Vergebung von Pflaster- zur Anbringung eines 1 Nieter vom Hause abstehenden Tperburgemreisters stehen. Firmenschildes (50 cm darf es nach den Statuten vor-1 tmrhorp stehen) wird abgelehnt, da ein 50 cm vorstehendes Schild vergeben. „ r, Tie Beschaffung von Farbe zum Anstrich von,- , Brückcnkonstrttktionen wird der Finna Emil Frschbach Über- MA Schlachthofbesichtigungen am mitgebracht habe, allein da die Kühlanlagen dort meist nach demselben System eingerichtet gewesen seien, habe man be- schloffen, am Dienstag, den 1. November noch die Schlacht- Höfe in Marburg und Offenbach sich anzusehen. DaS Tiefbauamt hat konstatiert, daß eine starke Verschlammung des Stadt- und Flutgrabens dadurch entstanden sei, daß die Anwohner große Mengen fester Gegen- stände hineingeworfen hätten. Im Anschluß daran sprach der Oberbgm. die öffentliche Bitte aus, daß die Besitzer der benachbarten Grundstücke für die Zukunft solche Handlungen vermeiden und darauf bedacht sein möchten, die öffentlichen einer offenen' Ledcrtaische befand, auf den Fußboden gelegt, um eine Postanweisung zu schreiben. Tiefen Augenblick bermtzte de Dieb, um das Geld aus der Tasche zu nehmen. Ter ^pitzbub ist mit seinem . Raube entkommen. —— tragen. . Es erfolgte danach die Genchmrgung von Rechnungen, darunter die für die Tiensttleider der Tiefbauarbeiter und für Reparaturen der städt. Lastwagen. In der Verlängerung der Liebigsttaße werden zur Verkehrserleichterung Teile eines Grundstückes von der Witwe Gg. Konr. Simon, der Quadratmeter zu 1.12 Mk., an getauft. 53 'weitere Quadratmeter werden von der Stadt gepachtet, wobei der Pachtzins jährlich 1.20 Mk. geträgt. Ferner soll Gelände zur Verbreiterung der Gr o ßen Müh lg ässe, der Quadratmeter zu 6 Mk., erworben werden. , Ter Ueberlassung der städt. Wiesen hinter den Eichen an den Eisverern wird zu den seither üblichen Be- rufimg an den Landtag könne man sich nach dessen Besetzung wohl nichts versprechen. Stadtv. Kirch teilt mit, daß die Viehmarttmtereffenten beschloßen hätten, eine Deputation zu bilden, die in Darmstadt den Wünschen der Viehhändler Geltung verschaffen solle. Oberbgm. Mecum bemerkt, ihm sei dies bereits bekannt geworden, und Stadtv. Haubach äußert seine Zustimmung zu dem Vorhaben einer solchen Deputation und meint, Oberbgm. Mecum werde wohl seine Mitwirkung bei der Deputation nicht versagen, was dieser sogleich mit seiner Zusage sicher stellt. Es wurde auch noch der Vorschlag gemacht, unseren Landtagsabgeordneten zu veranlassen, dem Minister unsere Viehmarktlage in einer persönlichen Rücksprache darzulegen, ohne den Landtag selbst in Anspruch zu nehmen. Somit mar die Debatte über vermischtes. • Paris, 20. Okt. Rechtsanwalt Dr. Stimmer ist gestern nach Wien abgereist. Die ärztliche Untersuchung der Prinzessin Luise findet Ende dieser Woche statt. Dre Aerzte werden erst nach wiederholter Prüfung ihr Urteil über den Geisteszustand der Prinzessin abgeben. * Kleine Tageschronik. In Bergholzzell gerieten zwei Knaben miteinander in Streit ex jüngere einen ^tein, warf ihn nach dem 12jahrrgen Renkenbuch um traf diesen so unglücklich in das Genick, das er sofort starb, ^n Brüssel macken zwei Mordtaten viel nufsehen. Zn btt Nacht wurde eine 60jährige Protistuierte ermordet. Man sah den Mörder unvollständig gekleidet aus dem Hause flüchten. Man nahm schort die Verfolgung aus und stellte fest, daß er in einer benachbarten Straße m eine nnerp^ getreten war, ein Glas Bier verlangt und sich rnzwrschen aus dem Hofe die blutbefleckten Hände gewichen hatte seitdem hat sich seine Spur verloren. Ferner fand man un Brüsseler Boron Molenbeck im Zimmer emes ^verheirateten 29iahrigen Rangiermeisters, der bei ferner Mutter wohnte, ^ Leiche erner luuflen Frau mit durchschnittenem Halse. Ter Mörder, der in Leber Hand ein Rasiermesser hielt und ebenfalls mürbe wunde am Halse trug, gab noch Abenszerchen von sich und tuutbe ins Hospital geschasst. ^0*04™^ mordete die Frau eines fliegen des Mdr^rs und Mutttr von vier Kindern war. - In e z^a 1 ng (Belgxen) wurde on -sozialistische Deputierte emeetd ö e r b a f t e t »wen Nichtregelung einer Verurtestung zu drei.^ken (^ldstrr Verbaftung des Lel)rcrS. - Bei Kanalarbeiten in Marimin bei Trier entdeckte man zwei römische Sternsar^e von anichnlicher Äröstc, in denen menschliche Gebernc ohne rede Bei aabc lagen, sodaß die Vermutung naheliegt, bau die Skelette aus christlicher Zeit stammen. — In Mirn>ter fprelten mehrere Knaben, als ein Bückcrwagen heransrrhr und dort hrelt. ^Crner der den Nimbus der Mustersrau zerstören konnte, den sie, die Meisterin in dm Kunst der Verstellung^, sick> zu verschasseil »outzte. Tullio, eine ebenso perverse wie impulsive Natur, war Über die angebliche Misthandlung seiner «chwcstcr durch de» Schwager erzürnt (Linda war nämlich auch sJJt elfter in im Lugen und bezichtigte ihren Mann der ärgsten Bruialrtät, wahrend er so zahm war wie ein Lamm). Ter galante Bruder war darum Steuer und Flamme, seine Schwester von dem „Scheusal zu erlösen, wäre es auch burm Mord. Andererseits ließ sich Tr. Secchi burcbi seine Leidenschaft für Linda, aber auch durch die Furcht vor Tullio bestimmen, beim Linda drohte ihm unverhüllt mit Tullius Vendetta, wenn er zur Beseitigung des Grafen nicht seine Hand böte. So reifte denn Dr. Seecm mit Gräfin Linda Bonmavlini — ohne dass der gute Ehemann das gcrrngste davon erfahren hätte — ganz unbehelligt nach Darmstadt und beschaffte sich Dort das Eurare (Pseilgift), womit Gras Bon- I martini — nachdem man ihn zuvor betäubt — fanftigtich ms Jenseits befördert werden sollte. Indessen ließ die Mordbande f pater bin das Gift fallen und bediente sich des T'olches. ^ies die Hauptfiguren der Tragödie. Tie beiden Nebensiguren — Rosa Bonetti und Dr. Natdi — kommen weniger m Betracht, R^osa, wett sie ein blindes und jeden eigenen Willens bares । Werkzeug in der Hand Tullio ÄkurriS mar, Tr. Naldi als gewöhnlicher Akeuchelmörder ,der um ein paar hundert Francs vermuckich feinen eigenen Vater erfcljlagen lMe. Während der Gerichtsverhandlung hat sich em neuer geheimnisvoller und sensationeller Mord m Bologna jugelragen. Die Gattin des Hauptmanns Battista, eine kaum dreißigjährige, elegante ^>üd-Jtalienerin, alarmierte jungst eines Nkorgens die Nachbarschaft durch den <-ck)reckens- ruf, der Bursche ihres Mannes habe sich m ihrer Wohn- nnq erschossen. Er sei mit Getoatt ins Schlafzimmer gedrungen, habe die mit der Toilette Beschäftigte erschießen wollen und sich — als ihr zu entkommen gelang — dann selbst erschoßen. Tie Sache klang, da man die Leidenschaft des Burschen für feine Herrin kannte (!), soweit ziemlich wahrscheinlich, nur fanden ine ärztlichen Sachverständigen heraus, daß der heivblutige Ofiiziers- bursche sich gar nicht selbst erscl-osien habe, sondern bietmcljr non einem Dritten erschossen worden fei. Auch zeigte cs sich, daß das Leinttrch des Bettes der Dame mit Blut mbat und von Hügeln zerfetzt war, während der angebliche ^elbst- niörber zu Füßen des Bettes lag. Taß der Gatte, der Hauptmann, nichts von der ganzen Sack-e wußte, ist — einmal, toeu Ehemänner von den „Extratouren" il)rer Gattinnen überhaupt nichts zu wissen pflegen, sodann weil in diesem speziellen Fall t>cr Hauptmalin gerade in der Kaserne weilte. Juan reimt sich nun die Sache etwa so zusammen: Tie Hauptmannsfrau — die mit fiimtlidien Burschen ihres Mannes sehr nett und artig ge- loesen fein soll — befand sich im traulichen Zwiegespräch mit der Ordonnanz, als der „Andere" — der eigentliche Liebhaber, vermutlich jener, der den Toilettenluxus der ^ame bestreittt an Ort und Stelle erschien. Nun Aufeinanderplatzen zwei^ l^fer- iüchtigen und Furckst der Tarne wie des „befferen Liebhabers, DaH der Geliebte zweiter Garnitur in feiner Eifersucht nun alles verraten könnte. Um ihn unsck>ädlich und stumm zu machen, Ware ; bann der füge nannte „Selbstmord" erfolgt, den Aerzte nicht glauben wollen. So wenigstens sucht man sich ine Tragödie in Bologna zu erklären. — Ter Hauptmann wie serne viel jüngere , Frau sind beide aus Caserta gebürtig und entstammen Mange* l scheuen Professorenfamilien, dioch eins: im Tornister des Bur- eben — er hieß Barbieri — fand man ein ^chnupstuch und ein Bild der Hauptmannsfrau. Tie Tarne, die übrigens m mter- c cifanten Umftänben ist, wurde n e r b a f_ hat der Kaiser^ anläßlich einer Besichtigung des neuen Reichsbank- sebäudes zu Danzig, das in Ziegelrohbau mit Sandsteinarchitekturteilen zur, Ausführung gelangt, geäußert, wie sehr viel dauer- haiter und farbenprächtiger der Ziegelbau im Vergleich zu dem immer von neuem wieder Ausbesserungen erforderlichen Putzbau \cl. Gö wäre tatsächlich zu wünschen, daß an Stelle von Putz- faqiaben, die an Protzen mit Talmcketten und Similibrillanlen erinnern, wieder Bauten aus echtem Material treten. siurb. Unaufhörlich ist die Schwestei des unglücklichen Denkers, FrauElisabethFörfter, beniuhi, für die große Lefsentlichkeit Licht in das Tunket der letzten Lebensjahre ihres Bruders ^u bringen. Temnächst erscheint der Schlich- band der von ihr versaßten dttetzsche-Biographie, und einige Details daraus hat 1 ungft m breiteren Auszügen die „Z u k u n s t" publiziert. Zu ein^ von Wemiar aus dem Fahre 190U datierten fUlitteilung erzählt Frau Forster^ rote Nietzsche es im allgemeinen gern hörte, 'wenn brantjen der Sturm mächtig brauste,' wie der Kranke aber plötzlich die Hand der neben ihm fitzenden Schwester ergriff unb auSrtef: ,Faß den Wind Weggehen, hebe Schwester t" Worauf sie die schweren Vorhänge zuzog, das Zimmer so hell wie möglich erleuchtete und mit dem Kranken gemütlich zu plaudern anhob ' Tann zeigte er mit einem male ein liebes, fast fröhliches Gesicht $n solchen Stunden war er voll guter Erinnerungen. Wenn zum Beispiel von Richard Wagner die Rede war, vergaß er nie ijin- zuzufügen: „Ten habe ich sehr geliebt"... Montag, den 20.August, erkrankte er plötzlich, er schien von einer Lungenentzündung befallen. Aber in wenigen Tagen wich die Kranlheit. Da, am 24. gegen Mittag — Fran Förster saß ihm gegenüber — veränderte sich plötzlich sein ganzer Ausdruck; er sank, von einem Schlaganfalle betroffen, besinnungslos zurück. In diesem Augenblick erhob sich ein furchtbares Gewitter, und es schien, so bemerkt Frau Forster in ihrer biographischen Darstellung, „als ob dieser hohe unter Donner und Blitz dahingehen sollte". Aber noch einmal erhob er sich, kani gegen Abend zur Besinnung und versuchte „Ht/ ,vtu|v,u ^V|U>UUO VIU ,v_ 0„ .. auch zu sprechen. „Elisabelh!" rief er. Tanii schlief er lange, lange, Lcr Wuirfch, mit dem großen Berniögen ihres Mannes nach Be- plötzlich seine herrlichen Augen auf, bewegte und' schloß lieben jchatten und walten und ihren leichtsinnigen Bruder Tullio toW.: uc -hrven, idic einer, der sprechen mochte, dann — schüttette („mit ikmi sie eine nahezu ftxmtl)a[t£ Neigung verband") unter* et ben Kopf, schloß die Atigen und starb. »stützen zu. föimcii; fobann die FmM, daß die brol)Ciibe Trennung ungen. Das Tiefbauamt beantragt wieder Gratifikationen für Arbeiter un Betrag von zus. 2308 Mk., welche Summe dafür genehmigt wird. Tabei stellt Stadtv. Lob er die! Anfrage, wie es mit der Gehaltsaufbesserung der Laternenaufseher stehe; er erhält vom Oberbgm. Mecum die Antwort, daß die Sache noch nicht erledigt sei, da das ganze Laternenwesen demnächst einer Neugestaltung unterzogen werden solle. Stadtv. Lober meint darauf, daß man den Leuten, deren Gesuch seit Ostern vorliege, doch wenigstens eine Antwort hätte zu teil werden lassen sollen, lOberbgm. Mecum bemerkt, die Gehälter der Laternenaufseher seien hier besser als in anderen Städten. Es werden außerhalb der Tagesordnung ferner 120 Mk. für elektrische Beleuchtung der städt. Bureauräume im alten Schloß genehmigt. lieber den Entwurf eines Ortsstatuts für das Kausmannsgericht Gießen berichtet Deigeordneder Eurschmann. — ,Vor dem Zustandekommen des Entwurfs sind Vertreter der Interessenten gehört worden. Zuerst hatte man auch |bie benachbarten Orte in den Entwurf einschliehen wollen, da aber die Verhandlungen zu lange dauern würden, legte man das Ortsstatut nur für Gießen feft; Es entspricht im wesentlichen dem des Gewerbegerichts. Ta Voraussicht-! üch das Kaufmannsgericht zu Gießen nur selten in I Aktion treten wird, genügte es, daß die Zahl der Beisi^r auf 8 festgesetzt wurde, je 4 Beisitzer für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ter Vorsitzende des Gewerbegerichts Gießen und fein erster Stellvertreter sind gleichzeitig Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Kaufmannsgerichts. Als Zeit für die Wahl der Beisitzer werden die Stunden von 6—9 Uhr nachmittags festgesetzt. Tie Tätigkeit des Gerichts beginnt am 1. April 1905. Daraus werden 2 Wir t s ch af ts g e s u ch e genehmigt: das des Gustav Da Ilm an n für Lindenplatz 1 („Einhorn") und des Friedrich Euler für Woltengasse 1 („Aufersteh- KiNchtslttut. Bonn, 20. Okt. DaS Kriegsgericht der 15. Division verhandelte gestern gegen den M n s k e t i e r R a hm vom Inf.- m- Nr. 28, der sich roegen Fahnenflucht und mehrerer E b r i'i cl) c zu verantworten hatte. Tas Urteil (unlete auf a ) zehn Monate Zuchthaus, Entfernung and dem Heere unb drei Jahre Ehrverlust. , i e l, 2Ö. Ott. Der M a t ro s e L u b n e r der roegen A n arisfS auf einen Vorgesetzten aiigeklagt war, wurde von dein Kriegsgericht zii 6 Jahreii unb b Monaten G^anguis un Entfernung aus der Marine verurteilt. Liibner hatte auf de» «Patrouillenführer, BoorTniansmaat DambrowSki), mtt eruem I Revolver geschossem arbeiten. Die Versammlmta ist mit der Vergebung auö| der Hand einverstanden. StadtD. Leib erinnert bet dieser Gelegenheit an den Mangel bei den Kanalschachten, deren Deckel öfter in die Höl^e klappten und Unfälle herbeiführen könnten. Oberbgm. Mecum erwidert, er habe bereits an die Lehrschmiede geschrieben unb sie nm em Gutachten zur Mstellung des Akißsiandes gebeten. Die Antwort werde in den nächsten Tagen einlaufen. Für die Bescha ffung von Sternzeug für dre Hausartschlüsse wird fortan, um die Kosten für Inserate zu ersparen, auf Vorschlag des Tiefbauamtö beschränkte Submission eingeführt. . Tie Vergebung der Lun gsternlieser ung zur Er bauung eines Geräteschuppens für das Trefbauamt erfolgt I für 336 Mk. an die Firma Jvh. Fuhr in Beuern. Ferner wird die Kl in kste in lie fe run g für dre Mädchenschule an die F-irma Aug. Gabriel (27.50 Mk. pro 1000 Steine) o Sd H G» -w *** Q $4 50 g c st ei o «st o Xt 45» C Ö «St E SS A S sf 'Ä' «v •t CD tu *ti^ tu y ^g ar s 'S'*- d’S'c .-^ tu p ■*- :2< 2 .^,E5C E S "£> -? «St 0CQ L-Äxt g Eg g E-'^ ä p P tu tÖ s 5 v . ■a 's » y S Z ö s ' ° ' - 5 id . y_, «St O «co dzL <2 wtr«st |C0Q d cod^ jJ- s.§ ZZ ;E-±: £tx-z £ 5 - cd ä g.^ 5 05 E ■ rfc* ^-3S CfflU » £ C ö» C 4C:C XD g ^p .A 5 &cdE X>-X> _ cü CS C g s CD *'~g «St Z d *tr ö5 «St CD C tu *t3 iS sß-ß •s*£. ^^rzt XD SW gA.T «Ö® «st «st x> isa c M< O CD -t •u X) CSD' S S3 «St tu X» tu X) rt c CD o «st er «st c -» «st "5 c § XD St s p H «st S4 tU g E s s tu v P XD W .0 d x> V CD '' ej ♦-- <-» >0 2° rt L> 45» LK-rt «St tu t- E 'S S °‘S cqBä»0 ISO- O - r-t rr g’S'^ o s^xOD » (ü , tu QI ik_» Q^Ä -H P COO C'b o^ O c p xr-'E E «t g g 4»Ä CD ■§es ü c g K Ä SS 55 cd 54 >_» R - «e; Fi * 5& 8- .0- 3> C X> C öS o z-sÄ j= .CQ.£ § tH ?->■«> ^£3*5" S4 CCD^S-ä - _ss^5 •♦« _ XD tU «St lQ> G) u y » ^dÄi. 77ZZ tu tu O «St 9-* Cfl ■X- g lH-uQ '-— X s_> ® .E<2 "bs^L *^7 CD ±i x> E äXD 5 cS*p M*? o«? p j- tu s x> «St »ß5 CD P tu jx O «J-EXS' -Ä }U U » £ ° O ost 2^ -u • • :C C £i± E.E _ ^-gs.= g E äg’S.^fs 2 ZZ Z Ztzs « s3 c g L E ±5 E ^4 ä* CD XxfE p 'S' sx .E ITÜ -X W ‘g'Ü p g Ä t5^ p dtb«, ö p ©’Ö' N ^Egses c® d pCj tu tu KL-Z-L 8ZL 8 S«y .2 Ö5 y E ac=|^ä"« cZ^-L «st ~.E *=* Ä&g ■*-* *-* rt ~ Ned««g 26. 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Tonsolid.-AnU v. 1880 unk. b. 1904 4 Gingen 92.35 v. 1898 M.- o. 1888 v. 1891 Lit. H 99.90 . . M.600 Vereinsbank . amort. ab 1907 27,Stuhlweißenb.-Raab-Graz 102.50 DiSlonto-Gesellschaft M. 600, 1200 M. 600/1200 27, Pes- 4 Freiburg 30.20 do. 98.30 Elsenbahn-Renten-Bk. . 97.40 unk. b. 1902 Unverzinsliche lose. b. 1908 unk. 70.50 unk. b. 1906 . Fulda v. 1901 Ser. I 31/, Gießen M. 99. H Argent. inn. G.-Aul. v. 1887 . Pes. abgest. do. äuß. E.-B. i. G. 1890 . v. v. 1899 do. innere v. 1888 do. 1897 . do. M. 600/1200 do. Rhein. Hyp.-Bank v. do. 1888 u. 1903 98. Industrie-Aktien. Mexik. amort innere Scr. I—IV . Pes. 48.— do. cons. äußere v. 1899 steuerfr. Lstr.!102.20 do. cons. innere 30.— - - Pes. Pfandbriefe. 4 Mainz do. do. do. unk. b. 1905 4 imf. b, unk. b. 1903 unk. b. 37 u. 1903 unk. b. 1903 . do. do. 4 Mrnberg v. 1899-1901 v. 1902 unk. b. 1913 . 4 47, Offenbach 400 Qest. Süd (Lornd.) stf. i. 4 do. do. Fr- do. E.v.71 t G- 87, do. 3 3 do. do. do. do. unk. unk. unk. 1905 1906 100.70 Dresdner Bank . . 98.30 Dresdner Bankverein M. 1000 M. 1000 M. 1000 do. do. 4 4 4 4 4 4 5 5 5 do. do. d0. do. 4 4 3 3 4 37, 3 v. 1903 v. 1897 v. 1888 v. 1895 v. 1898 L L G. G. G. G. S. v. 1889 v. 1891 . 1000 . 500 . 1000 gar. . 500 500 500 500 500 200 110.75 109.— 83.90 105.60 77.50 98.50 98.70 4 4 do. do. do. v. 1886 v. 1895 16 18 1901 . . 1914 . . b. 1910 . b. 1910 . 100.50 101.40 102.50 99.50 98.90 101.60 4 5 47, 4 4 do. do. do. do. do. do. b. b. b. b. b. . b. '. b. '. b * b. !. b. 1912 . 1912. 1905 . 1908 . 1912. 99.80 99.80 102.— 99.80 101.50 125.25 110.75 103.20 136.— 452. 412. 3 4 37. 3 4 4 sy, 5 3 3 v. 1903 . v. 1896 . i. G. i. G. 500 500 87.30 101.40 104.20 5 5 4 3 3 3 3 3 3 8 8 3 4 4 5- 4 4 37 v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1889 I. Rg. v. 1889 II. Rg. unk. b. 1905 . u. 1884 abgest. Fr- Fr. 98.70 98.70 98.70 100.35 101.30 98.20 99.- 47. 47, 4 37, 3 5 5 4 4 Oberrhcm. Bank Öest.-Ung. Bank do. do. do. do. do. do. Ser. Ser. Ser. Ser. 11 7 87, 7 6 0 9 do. do. 1909 1911 1913 1905 1907 154.60 87.— 4 4 4 4 82.- 82.— 97.60 96.— 92.30 91.80 83.80 94.70 4 4 3 37, 37, 37. 37. 4 93.20 103.05 102.10 11 4 6 87. 6 5 67. 9 77, 4 57. 5 47, 10 0 4 5 87. 4 7 0 7- 5 8 87. 67. 0 7 7 7 57, 5 6 10 do. do. 50.- 138.65 165.10 v. 1889 o. 1889 v. 1891 92 — 83.50 74.40 106.90 94.10 65.60 37, 37, 37. 37, couvert v. 1897 v 1902 i. G. fll- i. Gollhardbahn. . Iura-Simpl.PrA Ztal. Mttlelmccr . Anatol. Tiscnb. . Prince Henri . . 102.- 96.40 102.— 140.90 149.20 151.10 unk. unk. unk. unk. unk. unk. 95.- 95.80 96.50 5 5 4 4 4 4 4 4 4 M. Fr. 103.35 100.— v. 1890 v. 1893 v. 1896 v. 1897 v. 1903 75.- 102.30 101.70 102.80 71.20 116.90 Frankfurter Bank Badische Bank . Henninger . do. Pr. Akt. Kemp ff . . Mainzer Akt. Rcltcnmcyer Stern(Oberr.) Lstr.! M. Kr. v.fl. M. ö. fl. 50.20 78.80 97.70 57.20 61.70 63- Oest.-llng.Staaöb. Oeft.Südb.(Lomb - Ocst. Nordwest . v. 1895 . v. 1898 . 138.30 17.25 104.3. 106.3b 32.30 M. 1000 Tlr. 100 M. 1000 s. fl. 500 M. 1000 M. Fr- Pes. Lstr. amort. do. do. amort amort Lstr. M. do. bo. do. do. 4 Badische Pränucn . . . 4 Bayerische Prämien . . 5 Donau-Regulierung . . 37,Golhaer Präm. Pfandbr. I do. do. do. 100.40 100 20 101.65 99.75 100.05 do. cons. v. 1890 steuerfr. eonv. unif. v. 1903 . . . Rudolf .... do. (Salzkgtb.) stf. Ungar.-Galizische . Vorarlberg . . . v. 1900 unk. b. 1906 v. 1896 .... r. 1903 unk. b. 1908 unk. b. unk. b. Sec. 19 Kommunal Scr.luuk. 1910 M. 1000 Kr. 1400 ö. fl. 200 ö. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 2000 r b. 1913 lOOOr v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 b. 1901 b. 1902 b. 1908 M. Tlr. M. Fr- M. 1000 . M. 600 ö. fl. 200 ö. fl. 200 M. 1000 ö. fl. 200 . SW. 600 . s. st, 350 S. 401-420 unk. b. 1913 abgest. u. Ser. 1—45 . 4 37, 4 4 4 374 37, 37, 37, 4 4 87, v. 1887/89 . v. 1896 unk. b. v. 1903 unk. b. . M. 500/1000 Cit. A M. 1000 8it. B M. 1000 do. do. do. 400 400 400 Bank-Aktien. . . M. 1000/ 3000 Rbl. Lire M. Oesterr. o. 1860 . Oldenburger. . . Russische u. 1864 . Russische v. 1866 . do. Anrechtscheine 101.20 97.- 91.60 44.90 47.90 103.70 Frankfurter Körst Aschaff.Masch.Pap Neue Boden A. G. Brauerei Binding 1881/88 . . t G. v. 1893 i. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . . unk. b. 1905 . unk. b. 1906 . unk. b. 1904 1905 . . . 1908 . . . Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S. I-V M. 300/1200 9kürnbergcr Bank . . . M. 1000 Nürnberg. LercmSbk. M. 300/1200 100.50 98.80 43.90 37» 3 5 5 3 mitgeteitt von der do, bO. do. do. emheitl. Rente (eonv.) do. StaatS-Renre . . . 4 37 do. von 1892 u. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910. do. v. 1896 4 4 4 4 87, 37, 37, v. 1903 unk. a. b. 1908 . . v. 1879 ü. 1900 unk. b. 1906 . . , v. 1891/92 (abgest. . . . . v. 1898 v. 1902 unk. b. 1908 . . . 4 4 4 4 37, 37. v. 1892 v. 1902 unk. b. 1912 do. do. 5 87. 4 7 47, 67« 9 6 8 9 7- 7 7 7 398.— 306.— 107.75 do. do. do. 98.30 Bayr. Bank (Münchs abg. —.— do. Hyp.- u. Wechselbt. —.— Berliner Bank . . . 100.- 100.10 100.— 104.— 93.- 100.90 Ocst.-Lönderbank . . 98.30 Oest -Kredit-Anstalt. . - .— Pfälzische Bank . . . —.— Preuß. Bodenkreditbank 100.40 100.50 101.- 102.20 96.50 96.50 96.50 100.60 94L0 3*1« h StaatSb. v. 83 , I—VIII Sm. , IX Em. „ v. 1885 N (Ergänzg-.-N.) „ v. 1895 stf. i. G. 127.40 127 60 362.- 97.80 Westdeutsche Bank . —.— Wiener Bankverein. —I Württbg. Bankanstalt 73.70 100.- 88.30 4 —4 101.80 4 —4 —I 4 84.70 100.05 97.85 89.20 83.- 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 5 5 3 47, Letale Dir. 6.18 87, b7» 2 12.95 4 8 0 0 57, 6 do. do. St.-Rente St-Anl. v. Anl. abgest. do. . . do. . . 43 unk. b. 1913 . . . 46 unk. b. 1908 . . . 44 unk. b. 1913 . . . 28, 30, 32 u. 33 (tilgb.) 29 unk. b. 1906 . . . 4 37, 37, 4 3 Hamburger v. 1866 . . 3 Holländische Komm. v. 1871 140 — 117.10 141.— 37, do. Hyp.-Kred.-Bcr. abgest. r. ü. 105 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 1905 do. S. 31 u. 34 unk. b. 1907 . do. S. 40 u. 41 ituf. b. 1910 . 98- 99.20 102.— 99.70 4 4 4 4 4 r- 95.80 96.20 102.— 99.60 95.70 S. 251-340 unk. b. 1905 S. 341-400 unk. b. 1910 37, 37. 37, do. do. do. 99.95 87.20 88.05 100.— 100.30 100.30 Schaffhaus. Bankvcr. . Südd. Bodenkrcdit-Bank Ungar. Kreditbank . . Unionbank (Wien) . . do. . . . Bk. E. 18 E. 19 E. 22 ö. 23 L. 17 E. 18 E. 24 62.40 63.10 13.75 100 — 99.80 87.20 86.60 87.10 92.45 99.90 95.— 101.50 101.40 102.30 100.— 94.80 95.50 96.50 100.50 101.50 96.70 96.70 97.70 101.- 101.20 101.70 102.10 102.60 95.80 97.- 12, 13 . . . 15 unk. b. 1906 York Dlv. 5.47 b7, 5 2 12.96 37. 7- 0 4 6 Fr. M.> 99.- 87.- 103.50 98.— 98.- 98.-- 98.- 98.- Rusflsche Südost 97 steuerfr. do. 98 mit. 1909 stfr. gar. 100.80 99.- SV, 4 st sy, 179.20 155.— 257.50 171.- 174.- 136.80 297.50 128.- 237.80 105.- 113.- 475.20 130.- 258.— 250.9c 64.30 225.10 114.70 120.80 160.- 146.30 492.- 281.50 215.50 201.50 120,80 108- r6 s1/, P 37, Kassel abgest. . . 37r Kissingen 0. 1886, 4 Köln v. 1900 . 37, Zürich v. 1889 6 Stadt BuenoS-AircS v. 1892 i. P. do. i. P v. 1898 unk. b. 1908 Jnvest-Anl. . . . . do. do. do. 228.80 107.90 127.80 191.90 154.— 104.— 112.60 207.- 152.— 90.70 118.65 127.— 107.— 220.50 96.90 117.50 116.25 210.30 103.90 149.— 119.10 139.50 199.20 143.— 187.70 194.— do. do. Gold-Anl. v. 1889 Cons. E. B. Ser. I u. H 89 „ Gold-Anl. Em. in v. 1890 . „ Staats-Rente v. 1894 . alt.Kr.Rbl. 27„Südital. (Merid.) Sr.A-H. 4 ToScanische Central . . 5 Wcststcilian v. 1879 . 24/10 LivorneS. Lit. C. D. u. D/2 500 4 Sard. Sec. fifr. gar. I u. II 99.40 93.80 100.80 102.60 101.20 97.40 97.40 97.90 99.80 105.- 100.10 100.40 101.- 101.60 102.30 101.50 100.- 97.20 97.20 98.- 99.- 99.10 100.70 100.30 101.50 103.- 95»— 4 do. 4 do. 37, do. Provinzial- und Communal Obligationen, BreSl. DiSkontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselb. Tlr. 100 37, 37, 37. 37. abgest. Lit. M v. 1891 v. 1894 do. v. 1897 steuerfr. (Eisern Thor) Goldstsr. . Außereuropäische. Diverse Obligationen. BuderuS r. 103 Dtsch. Luremb. r. 100 Staats-Anleihen. a. Deutsche. Deutsch« ReichS-Anleihc abgest. . Bayr. S.-B.-Anl unk. b. 1906 do. E.-B. u. Allg. Anl. . . do. Landeskultur-Rente . . do E.-B.-Anl. Bremer St.-Anl. v. 1888 . . do. do. do. do. do. do. . . Tlr. 100 . . Tlr. 100 . . ö. fl. 100 . . Tlr. 100 TT Tlr. 100 . . Tlr. 50 . . h.fl. 100 . . Tlr. 100 . . Tlr. 50 . . Fr. 80 . . Fr. 100 . . Tlr. 100 . . ö. fl. 500 . . Tlr. 40 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö. fl. 150 . . ö. fl. 150 do. bü. do. do. do. do. do. do. 65.10 215- 109.80 303.- 94.50 119.90 247.50 178.75 228.90 215.40 195.10 120.75 280.- 144.25 220.— 112.- 250.- 117.60 192.- 165- 290.60 108.25 161.10 300.- 186.- 218.69 553.50 132.50 255J& Span. auSl. Rente v. 1882 abgest. v. 1882 nicht abgest. 37, do. „ 10, 12-16 u. 24-26 37, Heff. Provinz Oberheffen 37, do. do. Stcwkenburg . . . . . a. M. Bit. N u. Q abgest. R abgest. . (Straßenbahn/ v. 1899 v. 1901 SlbL L . . do. do. do. do. uni. b. Ser. 7 unt. b. 1906 , Ser. 8 uni. b. 1911 . abgest 1905 u. b. Verl, umtfchb. öfl.G Kr. 4 eiffabon v. 1886 . . . 4 Moskau Ser. 30-33 unk. 38/10 Stapel staatl. gar. . . 4 Stockholm v. 1880. . . „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem. Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ GncSh. EleUr. „ Albert . . . (Slcttr. Böse . . „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Schlickert . . „ Siem. -- 87, Alzey v. 1899 unf. b. 1902 . 37, Aschaffenburg v. 1888 . . . 4 Augsburg v. 1901 unt. b. 1908 Praa-Dux . . . Raav-Oed.-Ebenf. bo. bo. v. 91 bo. bo. v. 97 37, do. 4 Mannheim v. 1900 4 87, 37, 37, —. 4 37, 98.30 4 98.30 4 98.30 4 98.30 37, 98.30 37, --- 37, 37, —.— 4 98.10 4 98.30 4 — — I 4 104— 4 99.— 4 98.60 4 bo. E.-B. St. Sch.-Versch. (abgest. Elisad.-A.) L steuerfr. Pp. Portug. unifiz. v. 1902 Ser. I . do. unifiz. v. 1902 Ser. EU . bo. Spezifiz. n 37. do. do. Kommunal ..... 4 Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 unt. b. 1904 37, bo. do. r. 101 Verzinsliche Bose. do. Südwest stfr. gar. 408/2040 „ Ryäsan-KoSlow steuerfr. gar. . . „ do. UralSt steuerfr. gar. 404/2020 „ bo. do. 97 steuerfr. gar. . , Warscb.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 „ Wladlkawl. 85 stfr. gar. 408/2040 „ Anatolifche i. G 2040t . M. do. i. G. (S. EL Ergnz.) 2040 , Oöste be MinaS stfr do. do. (Schutz-Ber.-Cert.) w Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . „ Bank für handel und Industrie Depositentasse Giehen. bo. do. do. Ser. 2 . bv. do. do. Ser. 5 u do. do. do. Ser. 6 u bo. do. do. Ser. 7 u bo. bo. do. S-r. 3 u do. do. do. Ser. 4 u