Redaktion, trvebttto* und Druckerei: Gchnkpraße T, Vdresie für Deveschau «u-etger «tetze». 5tntfprfd)an1d)lu69h 5L Nr. 169 Heil, nutzer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben tm Wechsel mit dem Kesfischeu Landwirt die -tetzeaer FamUieu- HÄtttt vienruif in der Woche bet gelegt. HotnttonÄbrud w. Verlag der Brühl 'sche« Vnioerl.-vucd-n. 6itb>- druckerei. BL Bange Erstes Blatt. 154» Jahrgang Donnerstag 21. Juli 1904 Gießener Anzeiger M General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen BepibNllt monatltch7dhi^ viertel iSbrltd) Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. auSschL Bestellg. Annahme oo« Anzeigen sür bte Lag es nummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS. lokal 13 PL, auswärts 20 Psg. BOrantwortlich füt den polst, und allgem. Leit: P. Wittko: für »Stadt und Land^ und .GerrchtSsaal*: August Goetz; für den An- zeiqentest: HanS Beck. Die heutige Yummer umfaßt 8 Keiteu. iMjggi.jii ——1 .... 2 1---------- I Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Nachdem die in einem Gehöft zu Homberg auS- nebrochene Schweinerotlausseuche erloschen ist, ist Ibie über dieses Gehöfte verhängte Sperre wieder ausgehoben worden. Nachdem in einem Gehöft zu Appenrod die Schwei ne- eotlausseuche auSgebrochen ist, ist über dieses Gehöfte die Sperre verhängt worden. Die Beschlagnahmungen. AuS Loudon meldet Reuter: Die durch das russische Vorgehen argen den (englischen) Dampfer „Malacca" in England hervorgerufene Erregung wird immer heftiger, nachdem neue Nachrichten die Angelegenheit mit größter Klarheit dargestellt haben. Man glaubt, die Regierung werde durch die öffentliche Meinung gezwungen werden, Rußland ernstere Vorstellungen zu machen. Die Führer der Opposition sollen sich bereit erklärt haben, jede Aktion zu unterstützen, welche die Regierung wegen der im Roten Meere stattgehabten Beschlagnahmen unternehmen sollte. Es stellte sich heraus, daß „Smolensk" und ^.Petersburg nicht nur die Dardanellen, sondern auch den Suezkanal unter Handelsflagge passierten. .Dre Besatzung des Dampfers „Malakka" wurde in Port Said an Land gesetzt, um von dort werter befördert zu werden. Der Kapitän begab sich auf dem Dampfer „Lsiris" nach Brindisi und wird den Behörden über die Angelegenhest Bericht erstatten. Üteuters Bureau erfahrt ferner, daß die Passagiere des „Malacca" au Bord des nach Osten fahrenden Dampfers „Marmorai" gebracht worden seien» der ebenfalls der englischen Gesellschaft,,Penninsular and Oriental Line" gehört. Der Präsident dieser Gesellschaft, Sir Thomas Southcrland, teilte dem genannten Bureau mit, daß er über die Gründe der in Frage stehenden Beschlagnahme gänzlich im Dunkeln sei. Esseiunmöglich, über diesen Gegenstand irgend eine Moinung zu äußern. Endlich meldet dasselbe Bureau aus Petersburg vom Ä). Juli: Der britische Botschafter richtete heute nachmittag an die russische Regierung eine energische Protestnote wegen der Wegnahme des Dampfers „Malacca". Die Note fordert sofortige Freigabe des Dampfer- unter dem Hinweis, daß die russische Regierung sich nicht aus rechtlichem Boden befunden halte und daß die an Bord befindliche Munition der brstischcn Regieruna gehöre und für das sich in den chinesischen Gewässern befindliche Geschwader bestimmt sei. Die Kisten waren mit einem deutlichen Pfeil gezeichnet, dem als offizielle Marke der engli chen Regierung bekannten Zeichen. .Rußland sei schließlich in der Note auf die volle Schwere der etwaigen Folgen hingewiesen worden. _ t _ Der Dampfer „M alacca" ist am 20. d. M. m Port Said eingetroffen. Er führte die russische Kriegsflagge und hatte einen russischen Kapitän von der Kriegsmarine, 4 Offiziere und 45 Matrosen und Heizer an Bord. Die Mannschaft des „Mcllacca" ist als kriegsgefangen erklärt und ihr jeder Verkehr mit der Lüste untersagt worden. Eine bewaffnete Wache bewacht die Fallreeps. Dem englischen Kapitän des Siffes, der gegen dre ihm zuteil gewordene Behandlung Einspruch erhob, wurde mehrere Male mit Verhaftung ge- droht. 9iach einer bei Lloyds eingegangenen Depesche halten die Behörden von Port Said die Malacca" bis zum Eintreffen weiterer Instruktionen an Es verlautet, im englischen Mini st er rat bildete die Beschlagnahme den Hauptgegenstand der Erörterungen Es wurde beschlossen, sofort einen energischen P r o te st an die russische Regierung zu rrchwn, wann aus-» geführt wird, daß England entschlofsen sei, die Beschlagnahme b r r t i s ch e r S ch r f s e s erner nicht zu dulden. Ferner wurde beschlossen, Schritte zu ergreifen, die Rußland entweder veranlassen wurden, un- verzüalich Geunatuuua nnt> Schadlos Haltung zu gewahren oder Die Folgeu zu gewärtigen Gleicb- zeitig wurde nach einem Meinungsaustausch mit der Admiralität das Programm der Maßnahmen zur Verhinderung weiterer AuSschreitungeu russischer Kreuzer im Roten Meere auszuarbeiten und das Vorgehen der Pfopte, die den Schissen der Freiwilligen Flotte die Durchfahrt durch die Dardanellen gestattete^ zum Gegenstände kräftiger Dorstellungen in Konstantinopel W machen Die englischen Zeitungen fahren fort, die Beschlagnahme der „Malacca" in schärfsten Ausdrücken zu besprechen Die Petersburger Meldung, die „Malacca" werde nach Sewastopol gebracht werden, wird als Anzeichen für die Absicht Rußlands ausgesaßt, die Neutralität der Dardanellen zu bestreiten Der ^©tanbarb" meint, die Nation erwarte, daß das Auswärtige Amt wirksamere Maßnahmen treffe, als der gewöhnliche diplomatische Verkehr vorsehe. Wenn erlaubt werde, daß die „Malacca" unter bewaffnetem Geleite ihrem Bestimmungsort zugesührt werde, würden viele frllch liebenden Engländer fragen, wozu die englische Flotte existiere. „Daily Telegraph" meint, Rußland habe die schneeigste und gefährlichste (Streitfrage indezug auf das internationale Recht angeregt. Die Nation müsse volles Vertrauen in Lord Lans- downe setzen AuS Suez wird telegraphiert, der britische Kreuzer L Klasse „Terrible" sei von dort abgedampft. Das britische Kriegsschiff „Borboise" kam in Aden an. Ein englischer und ein deutscher Dampfer werden noch als Prisen in Suez erwartet. In Malta sind das englische Torpedoboot „Vulkan", der Kreuzer „Prya- mus" und die Torpedobootszerstörer „Mallard" und „ßoquette" in See gegangen, um sich mit dem englischen Mittelmeergeschwader zu vereinigen. In Tokio gibt man der Vermutung Ausdruck, der Zweck der Durchfahrt der Schisse der freiwilligen Flotte durch die Dardanellen bestehe darin, die Mächte zu sondieren, wie sie sich zur Durchfahrt der Schwarzen Meer- flotte stellen werden. — Das in Odessa vor Anker gegangene russische Schwarze Düeer-Geschwader besteht aus vier Kriegsschiffen, 4 Torpedobootszerstörem, einem Transportschiff, 2 Torpedokreuzern und 4 Torpedobooten erster fetal fe. Das Geschwader steht unter dem Kommando des Admirals Stiegen ♦ Das sind die heute vorliegende Meldungen der Telegraphenbureaus. Gestern teilten wir schon mit, daß das amerikanische Staatsminisverium bereit ist, amerikanische Schisse gegen jede Belästigung auch dann zu beschützen, wenn dieselben japanische Po st- sachen an Bord haben. Das amerikanische Geschwader ui Triest hat Befehl bekommen, am 24. d. M. nach Fiume zu segeln. Und Deutschland? Die offiziöse „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Aus die infolge telegraphischer Anweisung vom Samstag in Petersburg erhobene deutsche Beschwerde erging zu- nächst Sonntag die Antwort der russischen Regierung, sie habe noch keine amtlichen N ach richten, werde aber mit möglichster Beschleunigung die Angelegenheit untersuchen und dazu Stellung nehmen. Unter den auf dem „Smolensk durchsuchten, dem Dampfer „Persta" über* Sebenen Postsacken befanden sick auch englische und italienische, eber die Herkunft der beiden nach Nagawll bestimmten Pakete, die aus dem „Smolensk'^ aus einem Paketpoflsack entnommen und jurückbehaltcn wurden, ist noch nichts bekannt. Das ist Alles! Man geduldet sich fein, bis die russische Regierung ihre Untersuchung beendet haben wird, und verkündet nut einer gewissen Genugtuung, daß nicht nur deutsche, sondern auch englische und italienische Post- säcke von den Herren Russen beschlagnahmt worden seien. Man scheint also warte» zu wollen, was neben England, mm Italien tun wird. Die russische Regierung nimmt die deutsche Beschwerde, nut staunenswerter Salbblütigkeit auf, sie äußert iricht einmal ein Wort des Bedauerns, geschweige der Entschuldigung- daß man Überzeugt fein darf, alle diese Wlllküratte entsprechen einer Instruktion an die Führer der unter doppelter Flagge segelnden russischen Kriegsschiffe. Bis,! heute, nach Veäauf von weiteren vier Tagen, ist aus Petersburg kein anderer Bescheid gekommen; denn sonst hätten die ^Notdd. Allg. Ztg." gewiß einen solchen neueren Da--, tums erwähnt. Die ^Nationalztg." behauptet, aus Sll> Petersburg sei eine materielle Antwort bisher nicht txA folgt. In Rußland ist zwar vieles möglich. Wer daß die; dortigen amtlichen Stellen inzwischen nicht über das Maß^ von Information über den Vorfall Verfügen sollten, totej unsere Regierung, daß fiißt sich unmöglich an nehmen. Man kann die Verzögerung einer präzisen Antwort, wenn man höflich sein wilh nur als eine Verlegenheits-Pause auf fassen. Als einSuchen nachRecht-^ f er tigungs gr ünb en. Ein einzelner Schisfslapitän kann irrtümlicher oder übereilter Welle Instruktionen überschreiten; es wäre aber ein höchst sonderbarer Zufall, toeim der Irrtum gleich eine Anzahl von Kapitänen befiele. Gewalt gegen Gewalt, ist der Entschluß des englischen Ministerrats. Im Hinblick auf die gleichzeitig von der Admiralität angeordnete Ueberwachung der russischen.^ Kreuzer im Roten Meer muß jeden AugeubUck mit folgens schweren Ereignissen gerechnet werden, die daAs Kriegsbild völlig umandern können. Wozu haben wir eigentlich unsere Kriegsflotte? Wenn nnr sie bUp gegen haitische Frechheiten! mobil machen, so ist sie doch ein zu teurer Luxusgegenstandl Wir wollen genffß keinen Krieg mit Rußland provozieren. Aber ein paar deutsche Kriegsschiffe nach dem Roten SDteere,- das bedeutet doch noch lange keinen Krieg, sondern uurJ einen Dämpfer für russischen Uebermut Der Krieg zunjcheu Japan und Kußlaud. Dom Kriegsschauplätze. Petersburg, 2U. Znli. Em LeleHnmnn Kuropat^ kins an den Kaiser vom 19. Juli besagt: Auf der Süd- sront traten vom 17. bis 19. Juli keine besonderen VerLnder-^ ungen ein. Am 18. Juli, um ü^Uhr uachmittagS, wurde bemerkt, daß bedeutende japanische Strellkräfte nach Sihejan,f auf der Straße Liauiang-Saimatsi, gegen unsere Abteilung oorrückten. zweitägigem Kampfe zieht sich die letztere in der Richtung auf 'das Dorf Guntsiatfy östlich von! Anpin zurück. London, 20. Juli Die ^Times" erfährt aus Tokio vom 19. d. M., daß angebllch drei japanische Torpedoboots- zerstörer den Liaofluß, in welchem ein russisches Kanonenboot und ein Torpedobootszerstörer liegen, sperrten. dtach einer weiteren Meldung der „Times'" aus Tokio sollen die Russen in Nordkorea Wege entlegen und den Taemen- fluß überbrücken. Sie träfen auch sonst Vorbereitungen, die auf bas Eimrefsen größerer Truppenmassen schließen lleßen. „Dallv Ehronicle"" meldet aus Jnkau: General Oku erwarte in Kaipiug Verstärkungen, die unter dem Schutze von siebst japanischen Kreuzern landen. Auch nördlich von Port Arthur fänden neue Landungen statt Dian enoarte in dieser Woche bedeutende Ereignisse. Der Wert des russischen Rubels sei gesunken. London, 20. Juli. .Bei dem Kampf am 15. b. SR. 11 Kilometer südlich von Laschitschao erhiellen die Russen häufige Verstärkungen von Taschllschao, wurden aber fdtfitßlid) zurück- geschlagen und ließen 200 Tote zurück. DaS Wladiwostok-Geschwader. Tokio, 20. Juli. (Reulcrmeldung.) Auf Grund der hier eingegangenen Meldung, daß das Wladiwostokgeschwader die Tiu- g a r u ft r a ß e passiert, habe, erging an die an ber Oftküste verkehrenden Kauffarteischisfe eine amtliche Warnung. Die Schiffe suchen elligft Schutzhäfen auf. Die Aurm. äoter Kunstausstellung. R. B. D a r m ft a d t, 19. Juli. Die Gründung unserer Künftlerkolonie erfolgte vor vier Jahreic durch den Großherzog in der ausgesprochenen Absicht, in $armitabt einen festen Mittelpunkt zu für eine Külllllersätar die in freier Ungebundenhett ihren schöpferischen Ideen nachgehen und für die heimische Kunst» und Gewcrbetattg- keit vorbildlich willen könne. Es lag nlio in der Bildung oteser Kolo ine in Erster Linie eine erzieherische MstcküJn seiner Anl'vrackx- bei Eröffnung der Ausstellung hat der hohe Protektor auch dielen Geficküspuukt noch einmal ausdrücklich betont und aui das Recht unb die Pflickt der Gegenwart hmgewresen,. nach eiaenern Kunstempfinden frei und zweckmäßig zu ae Italien Das ist ein sä)önes und bedeutsames Furftenwort und wird im Hessenlande um Jo größere Freude erregen, als der allverchrte 'Redner dabei gleichzeitig konstatieren konnte, daß bic frünftlet ber Kolonie mit Erfolg bestrebt waren, bieser Aufgabe aerewt zu werden, auch m tüchtigen Gewerbetreibenden r e u c und verständnisvolle Gefolgsleut ^ gefunden hatten. Wie zutreffend dieser Satz ist, wird reder leidyt erkennen, der bie Ausstellung einer näheren Bettaätung unterzieht. Wenden wir uns heut zunächst den drei A u s st e l l u n gs- bäuscrn Prof. Olbriäis zu, die auf dem geräumigen, zum Großherzoglicheii Privatbesitz gehörigen Eägrundftück an der Sttst- ftrave eriiu-lel wurden. Sie Md m ihrem Aeußeren vollständig vcrschieRuarllg gestaltet, wobei der Erbauer aber doch mit viel (V,pfänd darauf bedacht gewesen ift, ein der Umgebung und dem nanu n Zweck entsprechendes einheitliches Städtebild zu jä-aflen. Mau uui i-iihfibd das Eckhaus und das Inifd davon liegende blaue rechts bas graue Haus. Am wirksamsten tritt von ihnen ohne' Frage das hohe Eckhaus hervor, das hinter einem । l n mit i im xen großen Bäumen uch erd ul Wahreno ber untere Tell das Hauies in moderner Larteuarchittktur gehalten ist, hat der oben, von eintt mach- tuen Rauiukiune halb verdeckte Teil rme originelle Holzver- üialunti ui'b ein hohes Giebelfeld erhalten. Von der Aiuvcn^ung । der hohen Diele hat der Erbauer bei allen drei Häusern Abstand genommen und damit gleich hem Entree einen behaglichen Charakter gegeben. Das Hans hat feinen Eingana von ber Seite und enthält im Parterre neben Vorplatz und Diele vier Räume, zwei Wohnzimmer, .Speisezimmer und ein klemeres Vorzimmer, im ersten ötock neben einer geräumigen Loggia und Diele ein Empfangszimmer, ein Spiel einer ivertvollen Bibliotbek, zwei Wandschränken, Spiegel, Blumenständer, vier Stühlen, Bil- bcrrahmeii, unb grün glasiertem Ofen 1400 Mark, daS Sveise- aimmer ca. 1150 Mark kostet. Am wertvollsten ist bie Aus- Itottuiig des Billardzimmers, die sich auf 3360 Mark beläuft. Das graue H a uö, bas alS Dienst-wohnung für den Hof- prediger errichtet tviirbc, ift seinem Zweck entsprechend in ernsten Farben und Formen gch.-lten. Es enthält neben Wohnzimmer, Speisezimmer, Salon, zlvei Schlaszimmem usw. auch eine sehr stimmungsvoll eingcridüete Heine Kapelle, bic abgel t auch I alS Amtszimmer bient; für bic Einrichtung berselben hat der Großherzog mehrere wertvolle Stucke gespendet. Die innere Einrichtung ift gänzlich nach Entwürfen Prof. Olbrichs angefertigt; die Ausführung des Amtszünmers mit Bibliotheks- unb Para- mentenschrank, Komnulnionbank, Altartisch mit Kreuz usw. hat die Firma C. Schäfer, Dlöbelfabrik in Dl a i n z besorgt, i>ic Einrichtung der übrigen Räume stammt von verschiedenen F-irmen. In recht gefälliger Weise präsentiert sich das blaueHaus. Es ift bis zur halben Höhe mit blau glasierten Siegeln bekleidet und mit einem breiten, in grau-weiß gehaltenem Giebeldach versehen. . Ein sich leicht abhcbender kraftvoller Erkervorbau ift mit einem kunstvollen vergoldeten Gitter versehen, daS sich auf dem eigenartig blauen Hintergrund sehr wirkungsvoll abheot. Die blauen Ziegel, die in ihren ungleiden J^rben- tönen, .mit Stempel versehen, einen eigenartigen Effekt erzeugen, sind von der Danrpfziegclei Gail in Gießen geliefert, die auch ein füitltierifd) ftin ausgefühfteS Medaillon eines Flötenspielers am Garrentor und ein größeres Relief für das mittlere AuSftellungsbaus angefertigt hat. Hier liegt daS von I. V. Cissarz eiiMwrjcuc Empfangszimmer (bic Möbel in goldbraunem Satinhvlz und Vertäfelung in mattsckmxuzem ?!uß- vaumholz von bei Darmstädter Möbelfabrik ausgefüln't) dleid> am Eingang im Parterrestock, im ersten Swck sinb in von etfiar$ in tabakbrauner Cick>e mit Intarsien entiivrfi.'nes Herren-immer, angefertigt von Phil, frei bei hier, jn»ei Schlafzimmer usw Die vier im Kellergc,nwß angcbrackitc Wanmi^sferheizung ist von Käuffer u. Eo. in Mainz, bte im grauen Haufe angelegte K ülv mit clcktnschen Koch» unb AXti‘U>ptm Trrt ^r+Tnr- entfernt. WafferstandeS der Lahn seine Fahrten Bauleiter nur mittels der Ausseher, die alß Dolmetscher dienen, — Der Reill tag^ackge ordnete für Schanrnhurg-Lippe, > m der Nähe der Baustelle geschaffen, indem man die Leute Italiens und Oesterreichs in der Stadt ihre Quartiere auf* geschlagen haben, hat man für die Kroaten eine Unterkunst meldeten, ist in die Fertigstellung der Arbeiten ein beschleunigtes Tempo gekommen. Vom Schlich des HauptsieleS, welches vor 8 Wochen in Angriff genommen wurde, und die Verbindung des zuerst fertig gestellten Teiles des Haupt- sammlerS von der Wiesect bis zu den Klärbecken bildet, ist schon jetzt ein starkes Drittel in Länge von 450 Meter hergestellt. Die Baugrube reicht sogar schon bis an die alte Klinikswäsche, wo oberhalb erhebliche JelSsprengungen vor» ein stellen müssen. In den ausgedehnten grübe mcht gehindert wird. Dort unten an der Lahn arbeitet übrigens eine internationale Gesellschaft; außer ctnxi 80 deutschen Maurern und Arbeitern sind ca. 200 Italiener, Kroaten täuscht sehen. Aber es gewissermaßen so darstellen, al- ob mir eine beschleunigt ausgefübrte Ministerreise den Landwirten wieder Zuversicht geben könne, das heißt denn doch die Macht der Minister stark überschätzen und unerfüllbare Envort- — vr---r — ir-vn und Oesterre'cher dort in Tätigkeit, von denen der größte Teil der Ausländer kein Wort Deutsch versteht, so daß die Tokio. Full. Die drei ncffisiben nrenzer des Vladi- Rvstobreschtvaders, welche gestern du' ^sngarustraße nach dem stillen Ozean ui gierten, durchsuchten einen iaPa n i - scheu Dampfer, über dessen iwitere» Bcrdleiben noch nichtS teilS in der früher Riemerschen Wirschaft einlogierte unb oußerdent noch eine große Schl.asbaracke errichtet hat. Die Arbeiter ruhen auf Stroh, welches als Lagerstatt an der Erde aufgeschichtet ist. 9lad) dem Ausstehen am frühen Morgen gehen die von der Sonne gebräunten Manner zur nahen Lahn, um sich dort zu waschen, unb abends, bevor sic zur Nlihe gehen, nehmen die meisten von ihnen ein kühles Bad in unserem Fluß. Die Beköstigung lassen sich die Kroaten genieinsam bereiten. Die tieutc sollen zwar als Getränk Alkohol nicht vcrsch'i'ähen, aber im Genuß desselben roähreub her Arbeitszeit ziemlich Mas; halten. Voii den Aufsehern ., - ... unb Bauführern wird anerkannt, daß die Ausländer im all- — In den Beamten rflv. Kreisen, welche auS bcnt gemeinen sehr fleißige Menschen sind und auch friedlich unter kA~ ee~k keA 6 f f “M * ’ " - etnanbec verkehren. Jager u. Rumps rechnen damit, daß sie genommen werden muhten. Für die UnternehmerIäger u. RllNipf ist das anhaltend trockene Wetter überaus günstig, weil damit den Leuten verkehren können. Während die Söhne lchnifr ns misierS Sä' nstedt „ernmtntt'. Nähere Aus- tvTs üj t die Sache kann ftaHnctiMjef v. Lucanus erteilen, wenn er will! •• Oberst Haupt f. Vorgestern abend ist in der Kuranstalt von Wiederholb in Wil Helm shöhe bei Kassel Oberst a. D. Otto Haupt au8 Gießen unerwartet nach längerem Leiden sanft entschlafen. Seit längerer Zeit leidend, suchte Oberst Haupt noch kürzlich Erholung in Bad-Rauheim unb nun in WilhelmShöhe. Der Verstorbene, der rine burch vornehme Denkart und Herzgewinnende Liebenswürdigkeit hier aQqemein Hochgeschätzte Persönlichkeit mar. stand im 84. Lebensjahre. Er entstammte einer oberhessifchen Psarrersannlie und trat früh in die hessische Arntee ein. In dem hiesigen Regiment. dem damaligen Großh. 2. Infanterie-Regiment, machte der Verstorbene die beiden Feldzüge von 1866 unb 1870 71 mit. Im Kriege 1871 wurde er, damals Oberleutnant in I der 8. Kompagnie, durch Verleihung deS Eisernen Kreuzeö ausgezeichnet. Noch als Major stand er im hiesigen Regiment und wurde dann als Oberstleutnant nach Metz versetzt. iAlS im Jahre 1895 anläßlich der 2bjähriqen Jubelfeier ber* 1 Siege von 1870/71 der Kaiser befahl, daß während deß Jahres die Fahnen der Regimenter bei Paraden u. s. w. mit Eichenlaub zu schmücken seien, sandte Oberstleutnant Haiipt aus seiner damaligen Garnison Metz seinem alten Regiment daS erforderliche Eichenlaub. ES war gepflückt im Bois I de la Cusse, jenem Gehölz bei Gravelotte, wo am 18. August daS 2. Hessische Infanterie-Regiment im Feuer gestanden Die Fahnen trugen den Schmuck am 18. August 1895 bei der Parade auf dem Trieb.) Zuletzt war Oberst Haupt Kom- manbeur deS 140. Infanterie-Regiments in Inowrazlaw. I Die nächsten Leidtragenden sind die beiden Bruder deS Der- I ftorbenen. DaS Begräbnis findet hier am Freitag nachmittag I um o Uhr statt. ** Von der Kanalisation. Wie wir schon jüngst Der Aufkaod in Dcnlsck-Südwekasrika. Nach Südwestafrika werden im Laufe des August folgende neuen Transporte abgehen: Am 6. ein Eisenbahn- und ein Tclc- grapben-Teta ch ernen t, sowie ein Transport von etwa 5001 Pferden, an Bord des Llovddampsers .^Ditttckind"; am 20 eine Kompagnie und Mei berittene Batterien: am 23. zwci Kompagnien. Spater werden noch weitere Eisenbahn truppen folgen. Diese Verstärkungen gehen über das hinaus, was General von Trotha gefordert hat; zum Teil werden die neuen Truppen und Pferde natürlich auch ;um Ersatz für die emgetret erteil Abgänge dienen. — Aus dem Schutzgebiet wird gemeldet, daß der Unteroffizier Karl Friedrich Her» manu von der 7. Kompagnie des 2. Feldregiments auS Litten, Kreis Bochum, am 19. d. M. infolge septischer In- fefrion des linken Unterarmes in Karibik gestorben i't. x. Ha in gründ au, 20. Juli. Waldungen zwischen Büdingen und Gelnhausen treiben schon längere Zeit Wilderer ihr Unwesen. Alle Bemühungen der Forstorgane, die Tater zu erwischen, blieben erfolglos. Auch die gestern von dem Fürst!. Forstmeister mit vier Förstern unb zwei Gendarmen unternommene Streife blieb resullatlos. Man hat eS hier anscheinend mit sehr verschlagenen Burschen Deutsches lleich. Berlin, 20. Juli. Een Drahtbericht aus Dront- heim, wo der Kaiser weilt, meldet, daß dort Kalte, Regen und Tnnd herrschen. An Bord ist alles wohl. — Die Verschiebung der Abreise des russischen Ministerpräsidenten Ditte und seiner Beglcittrng aus Norderney wird nunmehr darauf tuniefgeführt, daß die für die Handelsvertragsverhandlungen vorge-! sehene Zeit sich als zu kurz für ihre wünschenswerte Förderung erwiesen hat und die russischen Herren einige Tage Zugegeben haben. Diese Begründung stimmt mit der Tatsache überein, daß die Verhandlungen zurzeit weiter- tzeführt werden. Aus der Aufschiebung der Abreise ist der immerhin erfreuliche Schluß zu ziehen, daß beiden .Teilen ein möglichst gedeihliches Fortschreiten der Bertragsverhandlungen am Herzen liegt. — In der „Schief. Volksztg." lesen wir: Die Ernennung des neuen Kammerpräsidenten v. Schmidt hat in weiten juristischen Kreisen Aussehen erregt, da derselbe 3 7 Vordermänner übersprang, wie es in der Armee nur Landgerichtspräsident Deppe, Hospitant der national- liberalen Fraktion, ist in der v erg an gerne n Nacht im Alter von 60 Jahren au einem Darmleiden gestorben. — Die „Magd. ZH." veröffentlicht firnen sehr langen unb sehr energischen Artikel, in dem sie die Regierung Prinzen tun. Es war als Kammevgerichtsprasident auch eine andere Persönlichkeit ausersehen: der Präsident des Oberlandesgerichts in Frankfurt a M. Dr. Hagen s. Derselbe ist ein vorzüglicher Jurist und war früher am Reichsjustizamte tätig. Dieses hätte auch gerne dessen Ernennung gesehen und der preußische Justrzminister Schönstedt war nicht abgeneigt, dem Wunsche zu entsprechen. Der Frankfurter Obersandesgerichtspräsident hätte dem Rufe auch Folge geleistet. 2lber es kam anders. Man hielt eben im .Justizministerium eine Sitzung ab, um sich mit der Neu-, „ . . . „ besekung der Stelle des neuen Kammergerichtspräsidenten I durch das Arbeiten durch eindringended Wasser m die Bai, -^fassen, da meldete man, daß ber neue Präsident in per Person des Sxrrn v Schmidt, der auch ein tüchtiger! Jurist ist, bereits ernannt ist. Anfangs gab es im • nifterium lange Gesichter, man war verdutzt, fügte sich aber! Nun entstand die Schwierigkeit, den FrankfurterOber- landes/^ricbtspräsidenten zu beruhigen: auch dies gelang. So wurde bmmergerichtspr si dent durch Unter- zu tun. Lauterbach, 21. Juli. Dem hiesigen Zweigverein des Vogelsberger Höhen-KlccbS wurde von einem hessischen Landtzmanne Henry Fink in Rewyork der Betrag von 10 00 Mark zur Verfügung gestellt mit ber Bestimmung, die eine Hälfte für den BiSmarckturm auf dem Taufstem, bie andere für den Hainigturm zu verwenden. Frankfurt a. M., 21. Juli. In der Porteseuillesabrik von Adolf Hatry, im Hinterbau des HauseS Rcddastraße 60, brach gestern abend gegen 8 V* Ufor 5 eu e r auS, daS bedeutenden Umfang annahm. Der zweite und dritte Stock sowie das Dachgeschoß wurden vollständig eingeäschert. Der Schaden wird auf mehr als 100 000 Mk. geschätzt. Frank flirt, 20. Juli. Wie die .Franks. Nachrichten" I erfahren, hat der Raubmörder Groß, der beabsichtigt hatte, die Vollstreckung deS Todesurteils nach Möglichkeit hinauSzuschieben, indem er Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens stellte, nachträglich darallf verzichtet, aber gebeten, Schritte zu feiner Begnadigung zu tun. Auch diesen Antrag hat er dann wieder zc,rückgenommen, aber unter der Bedingung. daß auch Stafsorst nicht begnadigt, sondern ebenfalls hingerichtet werde. Wie bereits mitgeteilt, hat die Staatsanwaltschaft sich von AmtSwegen zur BegnadigungS- irage zu äußern. Die Entscheidung liegt beim Kaiser. — Ein Berichterstatter meldet noch, daß Groß vor einigen Wochen den Wunsch geäußert hat, dem Stafsorst gegenüber» gestellt zu werden, um, wie er sagte, ,eS ihm zu zeigen". Er ist gegen seinen Helfershelfer, der ihn so schwer belastete, ausS äußerste erbittert. Dillenburg, 19. Juli. In der Eisensteingrllbe Auguststollen bei Oberscheld fand heute nuttng gegen 1 Uhr eine vorzeitige Dynamitexplosion statt. Zwei Leute mürben hauptsächlich im Gesicht verletzt. Der eine, dem daS Gesicht sehr schwer verletzt worden ist, rourbc der Augenklinik in Gießen zu geführt. Der andere, welcher leichter verletzt ist, dürste in kürzerer Zeit wieder hergefteUt sein. Die Bohrarbeiten zwecks Anleglmg eines neuen Stollens in erheblicher Tiefe werden von einer Essener Firma, bei der auch die beiden Verletzten beschäftigt sind, I auSgesührt. schwimmend zurücklegte — vom Burkschen Wehr bis zum Felsen unb zurück — über 8200 Meter, ebenfalls in einer --------------——--- .Tour vi durchschwimmen unb beffen Zeit zu schlagen. Zur A115 Stobt HRÖ £illlD. IKontrolle werben zweiBoote bie mer begleiten. Wenn Ä ~ m r k oi 4 r inAi ber Versuch zustande kommt, werden wir darüber berichten. Gießen, den 21. Juli 1901. ' ' 0 . , ~ P«rs°n°li,n. St. Hq[. £>oheit dcr «rabdtrz-g X Dntenh» tn. 20 Jul,. Der SBerbanbhmfl8termm hat, wie uns a..S Darwsladt gedrahtet w,rd, den Krei». über bn8 GrundstuckS.Sn11,gnungS°erfahrtn für amtmann bei dem KreiSamt in Friedberg. Friedrich die Erwt>ttrunfl unftrrB BahnhofeS unb für die nen o. Bechtold, »um Rrr.Samtmann bei dem Nre>4amt in ->n,"legende «uterotrladesieae hat in diesen Tagen hier statt- Lauterbach, und den streiSamtuiann bei dem RrtiSamt in befunden. D,e Komm,si,an setzte für etwaiges Baugelände Lauterbach, Emst Werner, zum Kre,-amtmann bei dem HSchstiatz 2 Mart pro Quadratmeter fest, während. adt kre,?amt m Friedberg emannt, be.de mit Wirkung oom anderen Parzesten ,e nach ihrer Lage ,n Abstusimgen b,S zu 1 August b T an. 1.20 Mark tm Quadratmeter bewertet werden. ES handelt - - iirf) bei der geplanten Anlage im ganzen um 47 Grundstücke. — DaS Sorgersche Motorschiff ,£anndjen*, welches seit Monal Mai als erfteS Fahrzeug unsere Lahn belebte, hat schon seit der vorigen Woche infolge deS geringen __ und das Wasserwerk besonder« angespannt. Seiten« der Stadt (^llölflllD. ist man vorsichtig beim Verbrauch von Master, damit man London, 20 Juli. Die auf Anregung Ehamberlainö 1-, im Falle de« Ausbruche« von Feuer bamit nicht in zusammengesetzte Kommission, die sich mit Vorschlägen für Verlegenheit kommt. m Ti UKfX. letmaigc zweckmäßige Aenderungen des Zolltarifs ~ Die Gemeinden mit mehr als 20000 Ein- ihliniinir v. nnrriIu]tllL {'Cfaf(en sollte, hat ihren ersten Bericht erscheinen lassen, wohnern müsten jetzt die Errichtung von KaufmannS- Serüffdte preußische Minister I ber sich mit der Eisen- und Stahlindustrie besaßt. richten vorbereiten. Eine sehr wichtige Ausgabe ist die -i- Berlin. 20. Juli. I Die Konnnission schlagt bor: 1) einen allgemeinen ^0 Absastung eines Ortsstatuts. In der Iulimmimer des Ver- Bei den Kon''crrattven scheint man ;u qlauben, daß aus mit niedrigen Zollsätze für dasjenige dandSorgan^ ,DaS (Vewerbegerichf ist nun der Entwurf Urlaub befindlicbe Minister keine Zeitungen^ lesen. DaS Haupt- rrsche Aaren zu billigen ^^mg^gen zciläßt; 2, ^nen ^or- OrtSstatut« veröffentlicht worden, der nur au« wenigen argan der schlesischen Kon ervattven, die ..Schlei. Ztg.". sibrcibt zugStam , welcher niedriger als der allgemeine Tau, ijt, für """ hmmtttAUA auf daS für mit raum Derfrülltem Hobn, es ftebe zu k'fürAtcn. daß die Wenigen Salomen, nxW Grotzbritamiien ei ten angc- Varaüraphen besteht mdem er sich hauptsa.chllch auf das sur Minister in ihren BS>crn und Sommerfrischen nod> mdx nK«cncn Verzug gewähren - 3^ einen Marimallarif mit dieselbe (Gemeinde geltende GewerbegenchtSttatut derust. einmal ahnen, welche neue Kata str ophe sich tiorbemtet. höheren Zöllen für solck^e Länder, welche ee Ein Brandstifter. Ein bei Albert Rüdsamen hier Gemenn ist der infolge der .ntbaltenben -i r o cf c n b e i t in ^tfu durch Tarife ausschließen, die Prchiditiv- bediensteter Knecht wurde von seinem Herrn dabei erwischt, Vr i^nen gleichkommen. doch soll l)ieti*i die Möglichkeit ge cils er auf dem Speicher Streichhölzer in gefährlicher Weise sorge abstwisten und sich besonders niebt darüber unterrichteten, Okben werden, die Zölle aut dem Aege der Perhandlungen Brand setzte. Der Knecht war au« dem Dienste ent* wie es um die Ernteaussichten bestellt sei. kommt einer Brüs- auf die Stufe deS allgememcn ^.arises herabzusetzen. lciffen worden unb hatte schon mehrere male dort oben ge* fimmg nabe. Bei der Fürsorge des Ministeriums L o n d o n,20 .Juli. ^ukerlsauS^ ^arl of Parcn er-l @r wurbe bei der Polizei angezeigt. Bülow speziell für die Landwirtschaft stellt diete llärbe auf eme Anfrage bctr. daS An h a l t e n b r 11 l s ch e r - eAmim mnrrinA Wie nn^ mitaeteilt wird be* Bemerkung einen eigenartigen Dank dar. Nie 'mlrdcn Dampfer durch russische Schiffe, die Regierung Schwtmmversuch. We unS Mitgeteur wird, ve die Landbündler sich entrüsten, wenn z. D. liberale 3eitungm erfcnnc an, daß die Angelegenheit von großer Wich- ^l'llchtigen die betben pingen -eute von hier, bte am Tie den Verdacht äußerten, bie in der Sommersris..wellenden »iakeit sei. eS finde eine e r s ll) ö p s e n d e Untersuch- tag in ber Lahn bie recht beachtenswerte ect)roimmleiftung mfter ignoriert en Begeben beiten, die für Handel und Industrie » - von gher 1800 Meter in 1 Stunde 15 Minuten vollbrachten, baJttn d^ü'ne^durch eimn^Besuch — Kabinettschef C om be« hat der Hauptstadt seines Ian einem ber ersten Tage des Monats August den Versuch der von brr Dürre" heimqesuchten' Provinzen dem 3taatsinter- Wahlkreise- 50000 Franc- KU kommen lassen. In- unternehmen, dieselbe Strecke, bie ber fhlb. math. F. Har- epe mindestens denselben Dienst erweisen würden, wie durch ibrel folgedessen wurde Eomhes von cineni Avgeordueten bavon I auS Laubach am 23. Juli 1865 in 2 */, Stunden Dellnalnne am Gordon Be nn e t-Re n n e n und an der »mterrichtet, daß er ihn über diese Angelegenheit inter- { Kieler SS o ehe, wenn auch verdorrte Felder und 'Siefen nickt pxllieren werde, weil diese Zuwendung gerade 14 Tagel^ so fesselnde Bilder barbier:n könnt?n. Aus diesen Wor-en muß o r den Dahlen stattgcfnnden hal^e. •' auf ein geradezu glcidrgilrigcd B rbalt?n der preußischen Re*' — giming geschlosim werden, auf eine Abneigung der Minister gegen Insormierungsrrisen aufs platte Land. Man braucht nickt konservativ zu sein und kann dock das allzu häufige offizielle Festefeiern mißbilligen wie andererseits bedauern, daß so viele Landwirte in ihren E rn t e h o f s n u n g e n sick g c* bekannt ist . . . A t und sehr energischere Artikel, rn dem sie die Regierung Totte. W ?nli verte nadmuttna hrf: bn8 Wladiwostok- rtuf.Orbfrt< (tm' BWriqt' f tfi » a n feit b e Politik .KfdRoaber den beute auf.iebrei tm i a va n t p rc i - z " st o b o n und firf) für irflcitb eilte f o n f f q U c n t e bampter tret enb Impfte. Bon bnescstdtl«bben Reichs ast erst "n ! Hborhnupt mit den stanzen ihnen zur Zett übertragenen «-gafaki. 20. Juli. Tu ..«anibn 'K'tu" (frstber .stistutt, ueretl'fchied'i luerbcn kstttnie Da P-ränderunsten Arbeiten bi? Mitte Oktober d. I«. serttst werden, bamit bte M We» »Mita .]»«*" "» "e“ ** "*** "*■ ÄÄS MS WW gmiPÄ Ä’Ä ...... Söul, wo sie eine Audienz beim Kaiser v^c> n Korea Wisers. — Man hat ein Analogon in dem entsprechenden Plätze in unserer Stadt wird seit einigen Tagen nicht hatten, besucht, legte die „Man-'".! s1?'aru" nm I'lu an, be- ^s^tz von 1902, das am 11. Mai vom Reichstag verab- Ine| oug ^utllwafferleitung entnommen, sondern vor- Hcftigte die alte und neue Floltenban^ Ve/. w? [4^1 unb am 7. Juli vom Kaiser iluter-cichnct wurde. . .. Qandciberg da« reichlich vorhandene Admirals To g o schcim tn gii ter B erfn siung zu sem I -c ^rössentliÄUttg deS neuen ElesetzeS und damit die ui>crgeyend nur am anz c i nercrincft bcn t.ejr.cn und nur einige Torvododoote besinden im Dock, o »n L ^cil a() ist Grundwaffer m bte Sprengwagen geschafft. Bet den hetßen an der Fahrt besuchten den Admi'll an Bord ferne« Rrn- Tagen ist selbstverständlich der Wofferverbranch em gesietgerter ichiffes. Die Leute unb tven .v.-.t a .^ dte lottenbas | —;--------— ----------------------— -----------------lunh do« Wollermerk besonder« anaclvannt. Seiten« der Stadt Von Arthur. Die vereinigt: Flotte emvfängt täglich laOO Tonnen BorrSre Die iapanisck: Armee befindet si ) nur nod> ackt Mellen Vermischtes. * Zwickau, 20. Juli. Der flüchtige Sparkasse n- kassiererGolditz ans Niederplanitz ist aus Monte Carlo in das hiesige Gerichtsgefängnis eingeliefert worden. * Landshut in Niederbayern, 20. Juli. Ein frecher Nau bmordv ersuch am Hellen Tage ist in einem benach^ barten Walde an dem Versicherungsbeamten Orsten- ci ebner aus Landshut, der sich auf einer O^schästsrcise befand, verübt worden. Der Inspektor wurde von einem Individuum von rückwärts vom Fayrrad herabgeschlagen und durch 16 Messerstiche schwer verletzt. Der Verbrecher entkam. * Limerick (Irland), 20. Juli. Zwei Juden wurden auf offener Straße von einem Arbeiter ohne weiteres angefallen. Der eine wurde durch einen Stockschlag auf den Kopf niedergeschlagen, der andere entkam dem gleichen Schicksal durch das Dazwischen treten eines Schutzmannes. Es handelt sich nm ein antisemitisches Verbrechen. * Versailles, 20. Juli. .Der Artillcrielcutnant G r a n e t wurde von einem Ordonnanzsoldaten Gauthier durch einen Revolver schuß schwer verletzt. Das Motiv war eine von Grauet gegen Gauthier erstattete Anzeige wegen eines dienstlichen Vergehens. * Ravenna, 20. Juli. In einer hiesigen Kirche feuerte ein unbekanntes Individuum auf einen die Messe lesenden Priester mehrere Revolverschüsse ab. Er verletzte denselben sowie eine weitere Person schwer und flüchtete alsdann. * Mailand, 20. Juli. In der Ortschaft Sabbiai in der Provinz Novarra ist nacUs durch einen Blitzschlag ein Brand entstanden, der 30 Bauernhöfe zerstörte. Zwei alte Leute verbrannten. * Wien, 20. Juli. In ganz Niederösterreich wurden in den letzten Nächten uc.a 16. bis 19. Juli wiederholt heftige Erdstöße mit einer Durchschnittsdauer von brei Sekunden verspürt. * Petersburg, 20. Juli. In Tambow schlug während eines heftigen Unwetters ein Blitz st rahl in zwei Lagerzelte, 12 Soldaten des Kirsanowschen Regiments sind verletzt, darunter zwei schwer. — Gestern wurden durch einen Erdrutsch in einer der der südrussischen Kohlenindustriegesell- schast gckBrenden Gruben in Corlowska 6 Arbeiter verschüttet. Zwei sind lebend, drei tot herausgeschafft worden, der sechste ist.noch nicht aufgefunden. * B e i Besteigung der Mönchskappe in den Waadtländer Alpen ist eine junge Engländerin Namens Goodman n von einem steilen Felsabhang abgestürzt und hat sich dabei derart verletzt, daß sie bald darauf verstarb. In derselben Gegend wird ein junger Tourist, Arthur Pozzi, seit Sonntag vermißt. Kcrichtslaal. ** Eine Verwaltungsgerichtsentscheidung. Es wird uns geschrieben: Die am 15. d. M. ergangene Entscheidung des Verwattungsgerichtshvfs betr. den Losholzbezug der Ortsbürger in der Stadt Heppenheim ist bem grundsätzlichem Interesse auch für andere Gemeinden. Seither bezogen in Heppenheim 1000 Ortsbürger eine bestimmte ortsstatutarisch festgesetzte Holzmenge. Mit Rücksicht auf den steigenden Geldwert dieses Holzbezuges hatte nun die Verwaltungsbehörde in Aussicht genommen, diese Wertsumme ein für alle mal zu fixieren und nur Holz in diesem Werte unter die Ortsbürger zu verteilen. Es hätte dies zur Folge gehabt, daß jetzt schon nur 850 Ortsbürger statt 1000 Losholz hätten erhalten können; bei weiterer Erhöhung der Holzpreise hätte die Zahl der bezugsberechttgten Ortsbürger noch mehr herabgesetzt werden müssen. Es iist demgegenüber von Wichtigkeit, daß der Ver- waltungsgerichtshof auf den von der Stadt Heppenheim eingelegten Rekurs nunmehr ausgesprochen hat, daß es bei dem seitherigen Losholzbezug der Ortsbürger sein Bewenden habe, daß also den Ortsbürgern, bereit Zahl seit 1872 nicht gestiegen ist, ohne Rücksicht auf den inzwischen ge'stiegeneu Holzwert dauernd dieselbe Holzquantität als Losholz zu verabfolgen ist, aus die sie damals bereits Anspruch litten. Das Gesetz vom 22. November 1872, die Gemeindeausgaben bett., hat nämlich zwar die seitherigen Rechte der Ortsbürger auf den Genuß am Gemeindevermögen anerkannt, eine fernere AuÄ>ehnnng dieser Nutzungsrechte zum Nachteil der Steuerpflichtigen dagegen untersagt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs hat nunmehr fest- gestellt, daß in einer bloßen Wertserhöhung des Losholzes eine unzulässige Ausdehnung der Nutzungsrechte nickt zu finden ist. Weisen. — Vor uns liegen die Woerlschen Führer Lahntal und Westerwald, Fulda und die Rhön und S t r a ß b u r g i. E., die sich, mit Plan- und Kartenbeilagen reich ausgestattet, jedem Benutzer als unentbehrliche Begleiter erweisen dürften. Tie sehr hübsch ausgestatteten praktischen Heftchen kosten 50 Pfg. bis 1 Mk. T Thüringen und FraurenwalD. In 17. Auflage rst nnt Meyers Reisebüchern im Verlag des Bibliographischen Instituts der bewährte Führer durch das grüne Thüringen und den schönen Frankenwald erschienen. Das Buch umfaßt das ganze Gebiet. 20 Karten, Pläne und Panoramen er- leichtern dem Reisenden die Orientierung. Als eine neue, sechr erwünsckste Zugabe sind ein Stadtplan von Weimar, ein Planchen der so sehr im Aufblühen begriffenen Sommerfrische Oberhof, uni) eine Spezialkarte des Frankenwaldes hervorzuheben, der erst in diesem Jahre durch die neue, anmutige Bahnstrecke Triptis- Markpick erschlossen worden ist und deshalb auch örtlich eine gründliche Erweiterung erfahren hat. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 20. Juli 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Jndusttie, Gießen.) Privat-Diskont 26/e Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit .... 200.10 200.25 Deutsche Bank . • . 217.25 217.00 Darmstädter Bank . . 137.40 137.37 Bochumer Guß . . . 185.10 186.00 Harpener Bergbau . . 198.80 199.00 Tendenz: Bester. Zum Tarifkrieg der Dampfergesellscha ften erfahrt man nun, daß die Cunard Line im Verlauf der Londoner Konferenz sich weigerte, bedingungslos den Mittelmeerdienst aufzugeben, wie Ballin es verlangte. .Angeblich zahlen die deutschen Linien dem Morgantrust */3 des Verlustes, den er hei dem Kamjx erleidet. — Jedenfalls halt es die Cunard Line nicht für angezeigt, das gegebene Versprechen der Verschwiegenheit auch zu Zur industriellen Lage. Die Einfuhr von landwirtschaftlichen Maschinen nach Rußland macht, wie die „N. landw. Korr/' meldet, Fortschritte. Doch müssen die Maschinen leicht genug sein, um der Kraft der russischen Zugtiere zu entsprechen. Außerdem muß bezüglich der Preisstellung Rücksicht auf die amerikanische .Konkurrenz genommen werden. Seit 1902 haben die Amerikaner ihre Preise um 20 Proz. heruntergesetzt. In den letzten Tagen sind größere Abschlüsse von obepchlesischen Gußrohren für den Export nach Serbien zustande gekommen. Mehrere serbische Städte sind mit großen Bestellungen auf dem Markt erschienen. Märkte. th. Gießen, 21. Juli. Der gestrige Ochsenmarkt hatte einen Vorrat von 50 Stück, meistens Gangvieh in guter Qualität. Ein Handel entwickelte sich überhaupt nicht; einige wenige Paare wurden verkauft. Der größte Teil der Tiere aber blieb über- ständig. Are Preise, welche für das Gangvieh bezahlt wurden, bewegten sich zwischen 800—900 Mk. pro Paar. — Auf dem Schweinemarkt waren knapp 300 Tiere aufgefahren; auch hier ließ .das Geschäft viel zu wünschen übrig, da es selbst für den kleinen Vorrat an Käufern fehlte. Die Preise, welche gezahlt wurden, hielten sich in denselben Grenzen wie beim letzten Markt. Ein knappes Viertel des Marktes blieb unverkauft. — Nächster Markt am 2. und 3. August d. I. Am 2. Markttage auch Krämermarkt. Limburg a. d. L., 20. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.38 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 9.75 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.00 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Meteorologische Beobachtungen ________der Station Gießen. Juli 1904. Barometer auf 0° reduziert a e E g H der Luft Absolute Feuchttgkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 1 Wetter 20. 2” 746,8 24,4 9,9 44 W. 2 Sonnenschein 20. 9'" 746,3 19,2 9,9 59 NE. 2 Bew. Himmel 21. 7* 746,5 15,5 10,5 80 N. 2 ■ ■ Höchste Temp watur im 19 .—20. Juli - = + 24,9 ° C. Niedrigste » , 19.—20. = 4- 9,9 0 C. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 22. Juli: Zeitweise wolkig, zunächst wärmer, vielerorts Regen, stellenweise auch in Begleitung von Gewittern. Aussicht auf Regen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Lust m m am 21. Juli 1904. -"ach Reamnur gewesten mittags zwischen 12 und 1 ttfor Wasser 19'/,°, Luit 20». ________Albert Rübs am en- ~ Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgeseüschaft. ~ Hottesdienü. ^>abba thfeier am 23. Juli 1904. Freitag abend: 8.00 Uhr. Samstag vormittags: 8.00 Uhr. „ . Predigt. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausqanq 9.15 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.00 Uhr. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 21. Juli. Aus hiesigen gut unterrichteten Kreisen kommt die Nachricht, daß der Senior des preußi-» scheu Staatsministeriums, Justizminister Dr. Schönstedts schon vor mehreren Wochen den definitiven Entschluß ge-- äußert hat, im Herbst seine Entlassung zu nehmen.- Das hohe Mer und die mehr als 50jährige Dienstzeit des Ministers würde diesen Entschluß genügend erklärlich machen. Be rlin, 21. Juli. Wie der „Börsen-Courier" erfährt, kehrt Herr v. Witte heute aus Norderney nach Berlin- zurück und wird ungefähr 8 Tage hier verweilen. Dieser Aufenthalt hat aber nur rein persönliche Gründe. Was, die nunmehr augenscheinlich beendeten Handelsvertragsverhandlungen in Norderney anlanat, so sind die durch fleißige, bis ins einzelne gehenden Arbeiten soweit gefördert worden, daß man zu der Erwartung berechtigt ist, die Unterhändler werden bereits einen v oll-j ständigen Vertrags-Entwurf nach Berün mit- bringen. London, 21. Juli. Nach spät avend^ ein getroffenen Privatmeldungen wurde der D ampfer Malakka bereits' freigegeben. Bestätigt sich das Gerücht, so hätte der ganze Zwischenfall seine Schärfe verloren. Belgrad, 21. Juli. Gestern wurde bte Schlaf- zimmer-Einrichtung der ermordeten Königin Draga und die hinterlassenen von ihr zuletzt getragenen Kleidungsstücke unter der Aussicht des Stadtprüfeüen und' des Intendanten des Königs verbrannt. Belgrad, 21. JuL Nach hier eingetragenen Privatmeldungen aus Monastir wurde dort ein Bulgare verhaftet, der angeblich Attentate auf die ausländisch«: Zivilagenten plante. Bei dem Verhafteten wurden zwei D ynamit- bomben gesundem Borislaw, 21. Juli. Den Arbeitern wurden sämtliche Forderungen mit Ausnahme des Achtstundentages bewilligt. Man hofft, daß die Streikenden sich mit diesem Entgegenkommen zufrieden geben und die Arbeit wieder aufnehmen werden. Petersburg, 2L Juli. Graf Lambsdorff a> klärte dem englischen Botschafter bei Uebernrchung der Protestnote, Rußland habe dem Völker- recht entsprechend gehandelt. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. SL, 21. Juli. 8l/t% Reiohsanleihe , . 101.90 30/a do. . , . 90.15 3V,e/o Koneols .... 101.95 30/a do 90.20 3*4% Hessen .... 100.50 3*/, 56 Oberh essen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 101.20 4X\% Oesterr. Silberrente 100.50 456 ün?ar. Goldrente . . 100.20 40/> Italien. Rente . . . 103.60 4i'.56 Portugieser . . . 61.85 R°/ Portugiesen. .... 61.30 1% C. Türken .... —— Türkenlose 128.40 4°/q Griech. Monopol.-Anl. 48.00 4' ,56 äussere Argentiner —.— 5% Mexikaner .... 27.5b fVg'Vo Chinesen .... 89.40. Electric. Sebueketi . . . 102.40 Nordd. Lloyd . . . . 100 50 Kreditaktien . . . t . 200 20 Diskonto-Kommandit. . 186.40 Darmstädter Bank . . 137.10 Dresdener Bank .... 148.80 Berliner Handelsgee, . . 153 00 Oesterr. Staatsbahn . . . 135.50 Lombarden 17.35 Gotthard bahn . . . . . 187.00 Laura Hütte 241.00 Bochum 186.30 Harpener 199.30 Tendern: fester. Bekanntmachung. Bett.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn. Die nackstcyende Bekanntmachung bringen mir hiermit zur Kenntnis der Beteiligten. Gießen, den 20. Juli 1904. 6252 Großhvrzvalil e rnerm-'isterei Gießen. I. 93.: Curschmann. Bekanntmachung. Betreffend: Wie oben. In der Zeit von Donnerstag den 21. d. Mts. bis Mittwoch den 27. d. Mts. einschließlich liegen auf der Großhec-zogl. Bürgermeisterei Heuchelyeirn zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. Die Entscheidung des Schiedsgerichts vom 28. v. Mts. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des zlveiteii Abschnittes in dem zur Feldbereinignng Gießen, rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheilii, 2. diejenigen Boniticrungskarten, in denen nach schiedsgerichtlicher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung eingetreten ist. Diese Offenlegung ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Entscheidlingen des Schiedsgerichts an diejenigen von den Ent- scheidlmgen betroffenen Beteiligten, die gegen die Arbeiten des zweiten Abschnitts nicht reklainiert haben. Friedberg, den 15. Juli 1904. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: _________________yez. Cpamer, Kreisamtmann. _______________ Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde heute eingetragen: Die Firma Gottlieb Schaab in Hungen ist durch Geschäftsaufgabe erloschen. Hungen, den 19. Jrrli 1904. 6238 Großher'ogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Dienststunden für Grundbtichsachen sind für die Gemarkung Holzheim auf Freitag vormittags von 0—12 Uhr festgesetzt worden. Butzbach, 14. Juli 1904. 6237 Großyerzogtlchcs Amtsgericht. Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkteidern, Stoff zu Stores, Krankenteppichen, Roßhaarmatratzen und Aufarbeiten von Roßhaarmatratzen für die neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Submissionswege für das Rechnungsjahr 1904 vergeben werden. Bezüglich der Lieferungsbedingungen ist der Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 16. Juni 1893, das Ver- dingungsmesen betreffend, und deffen Anlage A maßgebend. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Verwaltungsbüreau genannter Anstalt an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr einzusehen. Offerten mit der Auflchrift „Lieferung von Weißzeug rc." sind verschloffen bis zum Mittwoch den 10. August 1904, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zlischlagsfrist bis zum 15. August 1904. Die Lieferung kann allch verteilt vergeben werden. Gießen, den 21. Juli 1904. 6259 Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Alkoholfreie Getränke. Apfel-Arada per 1/2 Literflasche 30 Pfg. Traubcnsast, rot und weiß, per Flasche 60 Pfg. und höher, aus ersten Keltereien, Flaschenpfand 10 Pfg. Koffeine Limcmaden. Goldblorrdcheir, Herzblättchen, Pepping-Nccktar Apfel- sprudel — gesetzlich geschützte Marken — per Flasche 16 Pfg. 10 Flaschen 1,50 Mk., Flaschenpfand 11 Pfg. Wiederverkä ufern und Wirten Rabatt. Lieferung: frei HauS, bei proinpter Bedienung. BBcinrirh Treehs!er, 6117 rves« rstraßc 8. Gegründet 1883 Jein Den & Co Inh.: Oscar Gutmann Giessen Bürean nnd Lager: Westnnlage 31 Telephon 21. Meissener Kachelöfen und Fayence-Herde TroHoir-. Fussboden-.WandplaHen von den einfachsten bis zu den farbenreichsten Mustern. Porzellan-Herde. Wir bitten um Besicht!srunsr unserer Musterküch» sowie der fertig aufgestellten Oefen und Herde. 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