6 tüchtige i ’ °"ch werd«! ZM ;«9*S S-L' Ü* A,i > »h» s«Ä.me aa Sramer ^niefli°n, ' « »«• Uüb^^ 4ta0en flejuc^t ^--^äusbu^ 12. r io überaus Herz. Glückwünsche zur rten Hochzeit jagen lil ^llen ihren tief, tten Dank 5427 ^erwachtmttzer tojunbgtüu, ßen, 21. Juni 1904. xigenen bexxen-Rkibep. i, Möbeln, Zelten, B? Sold- und Silbe* r. J. Ott Neuenweg 68. M inen Knaben von fr n Jahren wird w' iq der Häusl. Arbeila- lsetzuude iin EngU- .gel Gesl- E m.^ uJo372 an dieLxp.d^ lu paie1- hlf.j.Sranzofin<^ । Aufenih. m geb. tP» gept ®egeM Sm ** der Dame,g.M- iüier dagegen auine^ Jabjttebigli^j: Lerloren ;."Ä' Äs ien. > .ben OstL^ neu Lokalitäteo Iftf». u tüchtige Airlsleiu! achten. Lfferteu unter 54ti kxped. d. vl. erbeiu gehende Wirrjchajü. der Stadl, per 16.1. September d. I. irnc 1 Bedingungen zu w? Evtl, können biefdte her übernommen weck' Auskunft erteilt 536 g »chäjer, Lichchtr. ü. Mllll--' ,'** 55- ah’»’- Nr. 143 Zweites Matt. 154. Jahrgang Dienstag 21 Juni 1904 Erscheint füglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die ..Giehener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger vrernral wöchentlich beigelegu Der „Hessische Landwirt" erscheint monallich einmal. Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Unwersitälsdruckeret. R. Lange, Gieße«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr. r Anzeiger Gieße«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigedlatt für den Kreis Gießen. Aie Yeutige Aummer umfaßt 8 Seiten. Neber die Umgestaltung der Dörfer spricht sich Friedrich Naumann im neuesten Hefte der „Südd. Monatshefte" u. a. folgendermaßen aus: Die Umgestaltung der Dörfer ist ein Vorgang, der weit weniger in die Augen fällt als die Umgestaltung der Stäote. Man kann sie in das kurze Wort fassen: der Landwirt rechnet! der alte Landwirt, wie er einst war, rechnete nicht. Er zählte zwar, ob er Gulden genug habe, um feine Steuern zu zahlen und ob er die nötigen Einkäufe auf dem Herbstmarkt machen könne, aber sein Betrieb als Ganzes war ihm kein Gegenstand des Kalkulierens, denn das Verkaufen war bei ihm nur eine Nebenerscheinung. Er arbeitete nicht, um zu verkaufen, sondern, um mit Kind und Kegel und Gesinde selber zu essen und sich zu kleiden. Der Zweck des Betriebes war direkte Selbstversorgung. Der neue Landwirt aber ist ein Kaufmann, der seine Milch, sein Vieh, sein Getreide und seine Rüben in Ziffern ausdruckt und sich die wirtschaftliche Grmrd- frpge des kapitalistischen Zeitalters vorlegt: wie kann ich mit den kleinsten Ausgaben die größten Einnahmen erreichen? Er kauft das Gut, wenn er sich eine Rentabilität herausrechnet, und verkauft es, wenn er glaubt, anderswo besser wirtschaften zu können. Er steht seiner eigenen Arbeit ohne tiefere Pietät gegenüber und lockert mit Absicht und Bewußtsein alle persönlichen Bande der früheren Tage, mietet Arbeitskräfte, so lange er sie braucht, produziert diejenigen Früchte, an denen er gerade am ehesten etwas verdient, löst alle dinglichen Lasten durch bestimmte Summen ab und handelt um das Erbe mit seinen Geschwistern wie mit anderen Leuten. Sein Bauerntum hat seinen materiellen Inhalt im Rechnungsbuch Ob das schön und poetisch ist, künrmert ihn nicht. Auch das alte Wesen war ost sehr unschön. Er kann nur dann sich erfxdten, wenn er sich dem Geiste der kapitalistischen Neuzeit ein» fügt. Dieser neue Landmann kommt langsam aus der Hülle des alten herausgekrochen. Er ist es, der dem Dorfwesen einen ganz neuen Charakter gibt. Natürlich fängt das Rechnen bei den größeren Betrieben viel zeitiger an alö bei den kleinen. Die fürstlichen Rentämter waren vielfach, besonders im Westen und Süden, die Anfänger im kapitalistischen Reckmen auf dem Lande. Die Rentmeister waren Rechen- uwister. Auch die großen Gutsherrschaften waren sich zeitig über rhre Vorteile klar. Ihr Uebergewicht zeigte sich bei der Bauernbefreiung, wo sie es viel besser verstanden, die sestherigeu Rechtsverhältnisse in Geld mnzurechnen als die Bauern. In den großen Gütern ivecben die Arbeitspflichten viel eher und viel vollständiger unpersönlich gemacht als im mittleren Betriebe. In,ihnen entsteht der landwirtschaftliche Unternehmer, der ein Seitenstück zum Industriellen ist. Er versteht die Vorteile der neuen Chemie und Masästuentechnik am ersten auszunutzen und weiß, daß der Preis der Verkaufsware der Ausgangspunkt alles seines geschäftlichen das Dorf sehen. Sji Denkens sein muß. Von ihm erst lernt der Bauer die neue Weise, Landwirt zu sein. Und daß er sie gut gelernt hat, beweist jetzt der Bund der Landwirte. Bei dem ist alles auf die Geldfrage gestellt. Ter Verkauf beherrscht die ganze Organisation. Die Frage, wl^urch man den Boden volkswirtschaftlich am ertragreichsten verwendet, verschwindet vor der Frage, wie man privat- wirtschastlich die höchsten Verkaufspreise erzielen kann. Die Land- wirtsäiast vollzieht in dieser Bewegung ihren Uebergang in die Periode geldwirtschaftlicher Lebensauffassung. Das ist der sichere und voraussichtlich unverlierbare Ertrag der gewaltigen Organisationstätigkeit. Ob man von Bimetallismus oder Antrag K anitz redete ober von Zollerhöhung en, immer waren es finanzielle Spekulationen im großen, mit denen man die Bauernknöpfe füllte. Daß die Zolltheorie das letzte Ende dieser Bewegung sein wird, ist unwahrscheinlich, die Art der finanziellen Projekte wird noch weiter wechseln. Schon sind Bestrebungen im Wachsen, nach Art des Spiritusriuges und der Milchzentrale den Verkauf und auch die Quantität der Produktion rechnerisch zu regeln. .Mit welchem Erfolg alles dieses versucht wird, läßt sich im einzelnen nicht Vorhersagen, aber was bedeutet es für den Geist der Dörfer, daß derartige Probleme die Abende im Dorfkrug füllen! Nimmt man hinzu, daß jede neue landwirtsckMstliche Genossenschaft in derselben Züchtung vorwärts drängt, daß jede Molkerei eine Nechenschule ist und jede kommunale Viehwage ein Anlaß zu Fleffchgewichtsgedanken, so beginnt man, "■ von heute in seiner besonderen Eigenart aufsteigen zu Jon Gegenden mit Rübenbau, Hopfenkultur, Gemüseplantagen braucht nicht erst extra versichert zu toerbcn, daß sie im Modernisierungsprozeß dem reinen Getrechedorf oft weit voraus- schen Volkes kommen werden. Ter alte Zustand ist unmöglich geworden, also muß der neue mit beiden Händen ergriffen werden. Halbheit ist das Gefährlichste, was man haben kann: Bauern, die für den Verkauf arbeiten müssen, ohne innerlich auf die Ver- kaufswirtschast eingerichtet zu sein. Gerade diese Halbhest ist aber noch äußerst zahlreich vertreten: altväterlicher, unkalkulierter Betrieb bei wechselnden Marktpreisen. Solche Uebergangssormen sind voll von Dcsperation. In ihr gedeihen weder die Herren noch die Knechte. Und damit kommen wir zu einem der auffälligsten Punkte in der Umgestaltung des Dorsts, zur Lage der abhängigen! Arbeitskräfte im modernen geldwirffä)astlicl)en Dorfe. Der ländliche Arbeiter wird Lohnarbeiter. Auch er rechnet, wo und wie er sich am besten verkaufen kann, hall fein herkömmliches Leben nicht mehr für selbstverständlich und wird ebenso wie sein Herr „unzufrieden", Nicht als sei er in allen Zellen immer voll doch moralischer Zufriedenheit gewesen, aber er sah sich damals noch nicht als taxierbarcn wirtschaftlichen Wertgegenstand an, wie er eS jetzt tut Wer diesen ganzen Umgestallungsvorgang an der Wirtschaftsgeschichte eines besonderen Landesteiles verfolgen will, der nehme das 64. Stück der von den Professoren Brentano und Lotz heraus-, gegebenen Münckener volkswirtschaftlichen Studien (Cottasche Buchhandlung) zur Hand, das eine Arbeit von Dr. Eugen Katz, enthüll: LandarbeiternndLandwirtschaftin Ober- betten". Die folgenden Angaben find Einzelergebnitse der sehr sorgfältigen Unterfuchungen von Dr. Katz. Schluß folgt geeilt find. Ist einmal der Kaufmannsgeist in eine Schicht hineingefahren, so fängt er an, sie von innen heraus umzugestalten. Das Verhältnis zum Vieh, dieses Hauptverhällnis des Landmanns, wird ein anderes. Man züchtet auf Preislage. Das Vieh muß in möglichst wenigen Vionaten möglichst viel erreichen. Es wird als Sache behandelt Das Obst wird sortiert, der Garten nach dem Markt berechnet, der Haushall wird in Haushall für die Familie und für die Arbeitskräfte geteilt Man verkauft Butter und gibt Margarine. Der alte Geist der Sparsamkeit, den alle Selbstwirtschaft in kleinen Verhältnissen in sich hat, erweitert sich zur rechnerischen Straffheit Man wird sauberer, solider, fester und härter. Ein Gehöft von heute sieht nüchterner aber weit dauerhafter aus als die allen Mauern und Dächer. Und in den Stuben setzt sich die Neuzell an die tapezierten Wände. Das alles trifft natürlich für eine Ortschaft stärker zu als für eine andere. Was nnr hier andeutend zeichnen, ist nicht ein fertiger Zustand, sondern ein Vorgang, eine allgemeine Richtung. Dieser Vorgang liegt in seiner Gesamtheit durchaus in der Linie der Zellentwicklung, für deren möglichst rasche Entfaltung wir eintreten, da wir nur bei schneller Ueberwindung der schweren Uebergangszellen zu einer befriedigenden Gesamtarbeit des deutNolitische Tagesschau. Zur Leutweiu-Krifis. Die „Pordd. Allg. Ztg." hatte in der vorigen Woche abermals die seiner Zeit im „Vorwärts" geäußerte Vermutung,; an der verantwortlichen Stelle in der Wilhelmstraße sei eine; „Lokal-Anzeiger"-Depesche über die Leutwein-Krifis rwrheri gelesen worden, dementiert. DaS neuerliche Dementi richtete! sich, ohne das Blatt zu nennen, gegen die Zukunft^. Dieses antwortete nu» in ihrer neuesten Nummer: Wahr bleibt trotzdem natürlich, daß der Kanzler die Depesche^ vorher gelesen hat; daß sie ihm, auf Wunsch des Absenders, vorgelegt werden sollte, oorgelegt und als zur Veröffentlichung geeignet bezeichnet worden ist. Erweislich wahr. Das^ sagte schon im vorigen Heft, ist das Unangenehme an der Sache. Z» viele Leute wissen drum; und wenns zu Schwüren käme, bliebe von dem Dementi fein Buchstäbchen stehen. Daß man's trotzdem riskiert hat, ist ganz in der Ordnung. Man kennt seine Leute. Die Zeitungsschreiber, die sich um mich kümmern, wissen zwar,! daß ich solche Dinge nicht vorbringe, wenn ich sie nicht beweisens S " 'N o ro ro " er 5 S Ul) S Ä ö Cf CT — O c' J2 CO §-'o' © re 2 re S' o'-S*. o Or ’S.? p 2 ^.CP ? 2 " &■ & So" (3 6) «CS» ro A er ^9 GL &■ 3 S g P XP- es 5 er «sw er o Uv ÖD o s D O PPUÜ CD 5" p 2-er» o "^co o 5 P 5». ä er ei 2 O re 3 to S ro P P er r° a> S rt o 3 * E rv s e e s ' jammlung die Absendung eines Huldigungstelegramms an i den Großherzog. Hierauf wird der Jahresbericht für ' 1. Mar 1903 Lis 30. April 1904 von Oberst a. D. Becker- ' Darmstadt vorgetragen. Darnach beträgt die Zahl der Mitglieder 7916 gegen 6267 im Vorjahr; es sind jetzt , Gruppen gegen 57, 60 körperschaftliche Mitglieder in der ; Stärke von 9800 gegen 42 in der Stärke von 6332. Dieser redeutendc Fortschritt ist der lebhaften Mitarbeit einiger- begeisterten Männer z-u verdanken. Der Zusammenschluß aller in einem Kreis wohnenden Mitglieder zu Kreis- gruppen soll erstrebt werden. Von den 7916 Mitgliedern entfallen aus Starkenburg 3264, Oberhessen 3071, Rheinhessen 1521. Die Stadt Gießen zählt 610, der Kreis 1073 ordentliche Mitglieder; dazu kommen noch "unf Körperschaften und Vereine mit 323 Mitgliedern. Die Zahl der Gruppen beträgt 10: Gießen, Allendorf a. Lahn, Allendort a. Lumda, Klein-Linden, Geilshausen, Grünberg, Reiskirchen, Lollar, Londorf und Grünberg. Die Lichtbilder-Vorträge und kinematographischen Vorführungen wurden von ca. 45 000 Personen besucht und haben den größten Beifall gefunden. Eisenbahnsekretär Blum-Offenbach hielt an 22Oi.tenLichtbildervorträge. Davon in Oberhessen in Mendorf, Büdingen, Gedern, Grebenhain, Homberg a. d. O, Lang-Göns, Londorf, Ortenberg, Reiskirchen und Schlitz. In diesem Jahr finden voraussichtlich in Lollar, Klein-Linden und Assenheim Vorträge statt. Der Kinenratograph war im vorigen Vereins- jahr rn Gießen, Butzbach, Schotten und Nidda. Ueber die Schülerfahrt, die am dritten Pfingsttag begann, berichtet der Führer derselben, Marinestabszahlmeister a. D. Sch a d-Darmstadt. Es beteiligten sich 16 Lehrer und 118 Schüler der höheren Lehranstalten .Hessens. Die Fahrt ging von Frankfurt nach Bremen, Bremerhafcn, Helgoland, Wilhelmshaven. Sie hat großen Anklang gefunden, sodaß auch nächstes Jahr eine ftattfiuden dürste. Dr. Valkenberg-Darmstadt berichtet über den Stand der Sammlung zur ,Hesseug locke". Dem am 18. September v. I. durch den Großherzog getauften Kriegs- schrsf Hessen" soll ein Patengeschenk in der Form einer Glocke überreicht werden. Ferner ist die Stiftung einer llnterstützungstasse zu gunsten hilfsbedürftiger Famllien un- erer in der Marine dienenden Landsleute und der Be- ayung des Schiffes „Hessen" geplant. Bis jetzt sind circa 5000 Mark aus allen Teilen Hessens gesammelt und weitere bedeutende Sammlungen sind noch im Gang, z. B. in Worms. Die Sammlung hat allenthalben Sympathie gefunden. Auch in Gießen wurde eine namhafte Summe gesammelt. Zwecks Herstellung einer oder Zweier Glocken soll mit verschiedenen Künstlern in Verbindung getreten werden. Die Sammlungen werden Ende 1904 abgeschlossen. Ober-Konsistorial-Sekretär Sonne-Darmstadt referiert hierauf über das Verhältnis der Presse zum Flottenverein. Er bezeichnet es als ein sehr gutes und betont, daß die Presse in erster Linie dazu befähigt sei, die Ideale des F ottenvereins ins Volk zu tragen. Der Schatzmeister MarinestaLszahlmeister Schad verliest hierauf den Rechenschaftsbericht und die Rechnungsablage für 1903/04. Die Einnahmen betrugen 8759.48 Mk., die kann ; aber sie tun, als wäre mit der offiziösen Ableugnung alles erledigt. Ist die lästige Geschichte auf diesem bequemen Weg zu verscharren, so läßt sich dagegen nichts einwenden. Nicht das mindeste auch gegen die edle Ruhe der „Nordd. Allgemeinen". Wozu ift sie denn da?" Darauf antwortete prompt die Nordd. Allg. Zig.": Trotz unseres klaren Dementis vom 12. Juni beharrt die ,Zukunft" bei der Behauptung, daß der Reichskanzler die mehr- erwähnte Depesche des Hauptmanns Dannhauer vor der Veröffentlichung gelesen und als zur Veröffentlichung geeignet bezeichnet habe. Wir bemerken hierzu, daß unser Dementi vom Reichs- k a n z l e r s e l b st stammte. Ter Herausgeber der „Zukunft" wrrrde gröblich getäuscht. * Eine süddeutsche Eisenbahnbetriebsmittel-Gemeinschaft für deren llridee Bayern die Priorität beansprucht, unter* liegt, wie man aus München schreibt, in zurzeit vorgeschrittenem Stadium den Verhandlungen der beteiligten Eisenbahnverwaltungen. Es scheint, daß dieselben von Preußen mit Baden und Württemberg allein wieder ausgenommen werden, nachdem die ftüher mit Bayern gepflogenen ins Stocken geraten waren, denn in einem sehr offiziös gefärbten Communique der „M. N. N." wird mit sauersüßer Mrene versichert, daß Bayern keine Ursache habe, sich durch die Verhandlungen der erstgenannten Staaten zurückgesetzt zit fühlen. Die steife Zurückhaltung Bayerns seit dem letzten Ministerwechsel, die ja vor allem den Rücksichten auf die ultramontan-partikularistische Kamm er mehr hei t entspringt, rmd die mehr als unfteundliche Geichäftsgebahrung der Pfalzbahnen dem durch die Main-Neckarbahn bereits mll Preußen-Hessen verbündeten Baden gegenüber haben Preußen offenbar veranlaßt, unter vorläufigem Ausschluß Bayerns mit den anderen süddeutschen Staaten Fühlung zu nehmen. Das Resultat der im November v. I. in Frankfurt a. M. stattgehübten, streng geheim gehaltenen .Besprechung Buddes mit seinen Kollegen o. Brauer und v. Soden aus Baden und Württemberg war die grundsätzliche Einigung der drei Staaten über eine Eisenbahnbetriebsmittel-Gemeinschaft. Die Bekanntgabe, die der badische Staatsminister v. Brauer vor einigen Tagen in der Ersten badischen Kammer darüber machte, hat die schläfrigen bayerischen Bartikularisten erstaunt auffahren lassen, die sicb jetzt noch die Augen reiben, als trauten sie ihnen nicht, und die nun eine passende Form suchen, um den fast versäumten Anschluß zu findeir. Die Hauptversammlung des -rsuchen ^andes- veröauds des Deutschen Ilottenvereins. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") k. Friedberg, 19. Juni. Die Versammlung fand am 19. Juni im Hotel Trapp zu Friedberg statt. Der Vorsitzende Dr. W. M er ä-Tarmstadt hreß dre recht zahlreich erschienenen Mitglieder ans allen Tellen Hessens willkommen und begrüßte besonders den : Vertreter der Stadt, Beigeord. Hieronimns, Kreisrat Fey i v-nd Oberstleutnant Mootz. Dr. Merck spricht hierauf über ; dre hohe Bedeutung des deutschen Flottenvereins und bringt ein begeistert aufgenommenes Hoch aus Kaiser und Grophcrzog aus. Auf.seinen Vorschlag beschließt die Ber- Ausgaben 8525,75 Mk., sodaß ein Ueberschuß von 233,75 Mark verbleibt. Dem vorjährigen Schatzmeister Weigand- Darmstadt wird Entlastung erteilt, und seine Verdienste werden hervorgehoben. Der Vorsitzende teilt der Versammlung ein Schreiben der Ortsgruppe Menschlirf mit, in dem betont wird, daß auch bei dem Vogelsberger Bauernstand das richtige Ver- pändnis für die deutsche Flotte vorhanden sei. Ober- konsiporialrat Sonne verliest die Wanderungen der Satzungen des Landesverbands, die nur geringerer Art sind und von der Versammlung genehrnigt werden. In Zukunft soll der Landesausschuß aus den beiden Vorsitzenden und 28 Beisitzern bestehen; tunlichst soll jeder Kreis vertreten sein. Jedes Mitglied, das 1 Mark bezahlt, ist berechtigt, die „Flotte" zu erhalten. Zu den Ergänzungswahlen des Vorstandes schlägt Eisenbahnsekretär Blum acht Herren vor, die von der Versammlung durch Zuruf gewählt werden: Kreisrat Schönfeld-Schotten, Fabrikant Wenzel-Lauterbach Rechtsanwalt I ö ck e l - Friedberg, R ö m h e l d - Nidda, B a n t s ch - Mainz, Menges- Worms, A v e n a r r u s - Gau-Algesheim und Kreisrat v. Hahn in Heppenheim. Kreisamtmann Dr. Kranzbühler-Gieß en stellle den Antrag, daß die Wahl bis nächstes Jahr ausgeschoben werden solle. Diesen Antrag zieht er nach einigen Erklärungen des Vorstandes zurück. Ein Antrag Osann-Darmstadt geht dahin, daß ßet der Zuwahl die nicht vertretenen Kreise berücksichtig werden sollen. Hiernach wurden bic Verhandlungen durch eine Mittagspause unterbrochen, nacb welcher um 3y4 Uhr die Verhandlungen wieder begannen. Der Vorsitzende Dr. Merck teilt mit, daß vom Großherzog folgende telegra- phischeAntwort eingetroffen ist: „Dr. Merck, Flotten- verem Friedberg. Dem hessischen Landesausschuß des D. Fl. V. besten Dank für seine Grüße! Spreche meine Freude aus über das große Interesse, das in Hessen für die deutsche Flotte herrscht und betrachte dies wesentlich als ein Verdienst des Flottenvereins. Ernst Ludwig." Oberst a. D. Becker- Darmstadt spricht hierauf über „Unsere nächsten Ziele und Aufgaben". Er betont, daß die Bestrebungen des Flottenvereins überall Anerkennung gefunden haben, sowohl in landwirtschaftlichen als auch industriellen Kreisen, und so müsse auf dem vorbereiteten Boden durch Agitation eifrig weiter gearbeitet werden. Rechtsanwalt Abg. Windecker-Friedberg spricht in begeisterter Weise einer Vermehrung der deutschen Kriegs- lotte das Wort, indem er auf den russisch-japanischen Krieg hinweift, bei dem Rußland nur durch seine schwache Flotte ins Hintertreffen geraten ist. Einen Hauptanziehungspunkt der Versammlung bildete der Vortrag des Dr. Vosberg-Rekow über „Der ruf» rsch-ja panische Krieg mit seiner Nutzanwendung für Deutschland." Dr. Vosberg, der vem Borland der deutsch-asiatischen Gesellschaft angehört, kennt die Länder des fernen Ostens aus eigener Anschauung und au» seiner dienstlichen Tätigkeit. Er betont den erstaunlichen Anteil des deutschen Volkes an dem Krieg; dies sei wohl mit dadurch zu erklären, daß wir große Interessen rr a ä ■»Jö _ P S « P gl. ^“2 ~ _ cd; ^3 2 U Q 'S- .5 Ö e 2' "j Da 2 Oft » o 4ET E ck 52 OH ~ Km-« K C 5- 2 «la.-: g *Q g 1^ P s p e ■*ö — 1-0:= 1*° SS p " XjO O Ä» /D tsa s P°. " p- «E «g'X c rr 2 a P c ■" E !«*8* t» o - c p- g KJ c W $* „ 3" co —- c K vD . '^“2 p Pd! - S-o c c »7^.2- 2-QS .«OK “ JZ P c c "Ü c Ä >■* p ck J-‘ <57 - a p a A Q L & t\ 1 Q W N-Z VD nS .Äs gS5| -e -b <9 -0 g£5 Oh r- co 5 -C o <3 ck. o § Q . S c K OS unE -* W 2*5 ckp 2 ■y.g« *2 p S jO " L = e P O KL» or rZ 2 K 2 -e = 5.5 -*p . "3^L ex a c> 1« o» *2 K VO vO P »»>b ck - p E-G >8" p CP '-4 >8* g 'ck S? p g 2 a CJ l£Q 0J Z K© CL> LSI c~> —- K 0'f O • • — o r, —— g Q P E CQ C ck ck? r- PJi ~ jO S vD rx— o C O C5 P -<2 E 2 öd' P K ^ck JO 0)0 ü cd-p e KZ V CJ p !—cj ।— o Z LÄ 'S”0 2 .E P := E o K — 2 -- <2^0 , X) ‘*T* P. VP — C o U P ? 4) O , dP “ P P ck ck ck p s 's -. p 2 ck -5- *>■ ® P -- 5 :P r-> X U—o CT. — o >-7 o o P Q O „ _ « S c fegä ac-p .^»^ougODpej^o -ö Sw ’S n Z » O- o P p p g ck 63 ck ® p C 3 «'S W :C -- . CD P ° Q P p 2 n “g. VD ZFr: ckL p-I «L» L -2 vck^ 5 2 2-tr- L o cd“2 3i d°» Mßlon! Jnduiw- panq^2?- toiu ^^?schließt ‘“«’S»«*’ "'s 5 i» Msi-md "» w« ___ - Persono Rudolf Block au Sieuerkommissaria ernannt. - Der Lat in der Samstags- fag den 26. d. 2) ordentliche Hauptr ** Ter h meiner Den 16. Juw die int Mitteilmgen bei Behaghel sei herv gegenwärtig 66 1 bestehend Ws ( Großmann un gewählt — Pu Frage derRec England. Aus Mg können die können der Gesch Lehre entnehmen, deutsche Reichst englischen Rechtscl + Gleiber Beteiligung zahlrei Gesangverein,Hei fest Nachmittags .Zchwarzer Walfts klängen der Krofdc Torsstraßen bis z nannten Wirtschaft. gebet, dem Vereine, unb turnen schön t Vereine: ,Liedertas Turnverein-Krofdorf, verein'-Gleiberg, , dach, .Eintracht'^ Glnberg hielt die s> jungen Mädchen, 3 gestiftete kostbare F begann das Singer auch ein fröhliches Liederreigen beende lang und alt der 5 nisten auswärtige, bie Krofdorfer Turn verwert wurde at hinein getanzt. Bad.Rauh 7” A"Nl, nachmitj oec Kurkapelle. A Theatervorstelluna • Eags und oben kapelle. Abends 8 U ^9 nachmö hÖ Kurkapelle ^cn-Quartctts. A 6«'tag nachmittag ^.^urkapelle. r '"Wirkung der K,, Unb « -nb 8 «Stirn 6 Wi-sb ß ft* 8 ft:, hielt 2' Preis f°ber Betei^^bt, -Üe/ba^ । b >lo< SÄ b dZ^L-d, k WbeWnV> 9‘ Serben ? Ilti 1 beiden Ä- L?derL> <^A , Serben- »on60 ^nzel-^rA Ns, Wh?0 Wo, hn in -ena11 u, rhr onrQCJnn(te den 11m eine Mit, U1? $/< Uhr die Ser Atzende L iS '«Ne telegr‘a, .«it ’lieti, Statt,, LW b* Si™,.1” »”» 2JUI die deutsch- «« aß W W fcauf ää 1 ■ Er betont, bat, überall Aerkenimiu als J ■Sf dem vorbereiteter gearbeitet.Derben Werg spricht in .der beugen Kriegs, l.Ich-iapLnischen Lriee seine schwache Uotn VeriammlMg bildet! ow über „Der ruh iner Nutzanwen )&berg, der dem Boi- W angehört, lenr euer Anschauung ur. ' betont den erftaw. an dem Krieg; bis wir große fritere|> sa 8 0 ro 'c 9 93 C /, 1c ' v 5 v° •o^ 0 * — <-7.0 v'7- ' ja 0 i® ® □ •o en ausländischen Weizen billiger beziehen können und dafür dem Weizen der hiesigen Gegend wieder den Versand nach Süddeutschland ermöglichen. Als Empfangsgüter würden auf der bis Gießen schiffbar gemachten Lahn, abgesehen von geringen Massenartikeln, noch Kohlen, Koks und Petroleum in Bewacht kommen. Bezüglich des voraussichtlichen Güterverkehrs auf der bis Gießen fanalrfierten Lahn bemerkte Dr. Kuipper, daß hier nur ein vorläufiges, kein scharfes Bttd der zukünftigen Verkehrsentwicklung auf der Lahn gegeben werden könne. Mit dieser Einschränkung beredynete der Vortragende, daß an Eisenerzen aus oberhessischen Gruben pro Jahr mindestens 150 000 T., d. h. lähttich 500 Schiffsladungen a 300 T., von Gießen die ganze Lahn hinunter verfrachtet würden. Diese Summe würde sich noch um jährlich 50 000 T. erhöhen, wenn das Projekt der Mosel- und Saar - Kanalisation zur Ausführung gelangen würde. Die Tonwaren- und Batuuaterialienlftanche beziffert nach Schätzungen Gießener Firmen ihren Gesamtverkehr auf 76 000 Sonnen oder 253 Schiffsladungen. Für den Holzversandt von Gießen ab ergibt sich nach den Berechnungen eines Holzhändlers betspielsweise bei dem Versand von Nadelgrubenholz nach Ruhrott auf dem Wasserweg eine Ersparnis von 2,25 Matt per Kubikmeter, bei Eichengrubenholz eine solck-e von 3,80 Matt; im ganzen eine Frachtersparnis von 4370 Matt, die hauptsächlich der Stadt zum Vortttl gereichen würde. Die Holzmengen, die in Gießen auf der Lahn zum Versand kommen können, werden geschätzt auf 6000 Kubikmeter Nadelgrubenholz, d. h. 3550 T. und 2000 Kubikmeter Etchengrubenholz (2000 T.), 3000 Kubikmeter Nadelnntzhölzer (1800 TI. Im ganzen -also 11000 Kubikmeter, d. h. 7350 Donnen Hölzer. Für den Schiffsverkehr in Getreide und Futtermitteln liegen nur unsichere Berechnungen vor. Der Kohlenbezug über Gießen würde sich, gering geschützt, auf jährlich mindestens 100000 Tonnen belaufen. Zusammenfassend würde sich nach den jetzt vorliegenden Angaben der Schiffsverkehr über Gießen auf rund 370 bis 420000 T. zu 1300 bis 1400 Schiffsladungen belaufen. (SS ist klar, so ftchtte Dr. Knipper aus, daß nur ein Teil dreies geschätzten Vettehrs der Lahn zufallen würde, wenn die Kanalisation ntcht bis Gießen durchgefühtt würde. Eine Ren- tabtlttarsrechnung für die Fortführung der Lahnkanalisation bis Meßen konnte ntcht aufgestelll werden, denn es fehlten die Stoitenberedmungen für die Kanalisationsarbeiten. Zum Schlüsse dieser hochinteressanten Ausführungen bemerkte Dr. Knipper, datz etne Kanalisation bis Gießen auch zur Erhöhung der Rentabttttät der ganzen Lahnkanalisation beitragen werde unb tm Interesse auch des preußtschen Staates, der die metsten Kosten aufzubringen hat und das größte Risiko auf Nck) urmnit liege. Ganz besonders liege aber die Kanalisation ber Lahn bis Gteßen im Interesse des hessischen Staates, der Provtnz Oberheffen und nicht in letzter Linie der Stadt Gießen ™ Ausführung von Mk. 17.— in 110 cm Länge aufwärts. Julius Fischer, Schulstrasse 6. , Wasserdichte Wetterkragen (mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser Praktisch, bequem und angenehm " unentbehrlich für Gebirg, Jagd, Sport, Reise, sowie für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate Frisch eingetrotten: la. Metzer Poularden, ferner: grosse Tafel- und Suppenkrebse. Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung. Telephon 265. 324 Seltersweg 28. C. Röhr & Co 44 Bahnhofstrasse 44 5289 BQi Bersichernrrgsstaud ca. 46 Tausend Poltzen. bbai Jede Dame Allgemeine Renten-Anflalt j gegründet 18». zn Stuttgart Zleorgauisteri 1855. | cZeöens- rmd Renlenverficherungsvereiu 6420 Schirme Ja Kais« Springmann’s Schuhwarenhaus Bahnhofstrasse 58 Giessen. 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