Erstes Blatt. 154. Jahrgang Samstag 21. Mai 1904 S2 Nr. 118 täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Untre rl^vuch-v. Stet ir- dructeret. 8t bange, Redaktion, Crrebtüim und Druckerei: Gcholstratze 7, Übresse für Depeschen: chnzetger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. Kl. jHffW FU Ä Bezugspreis: jeSEöf d ® monatltch7bPl„viertel» Glchener Anzeiger W " General-Anzeiger w .ssäs*«» Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW __________________________________________ w zeigentell: Hans Beck. Krieg uud Kriedeu. Gine Pfiugstbetrachtung. Gießen, 21. Mai 1904. DaZ Mühlwerk der Tagesarbeit steht wieder einmal still und Fererstimmung zieht durch die Welt. Maien- umkränzt, blütenumdustet erscheint das Fest. Draußen ward alles anders, der Lenz wirkte Wunder in Feld und Wald, droben auf dem Vogelsberge und bei uns unten im Lahntal, überall Knospentreiben und Fruchtansetzen. Just heute vor einem Lustrum war's, zur Pfingstzeit 1899, als noch eine besonders zarte und verheißungsvolle Blüte aus dem hoffnungsfrohen Grün des Lenzes hervvr- lugte und ihr Köpfchen hob. Sie würde sich wohl zu strahlender Pracht erhoben haben, wäre Eden statt der .Erde ihr Garten gewesen, und Engel ihre Pfleger statt Menschen. ES war der Blütentraum der Friedens- Konferenz. Ein mächtiger Herrscher träumte diesen Traum und faßte in edler Regung den Entschluß, seine Verwirklichung zir versuchen. Kaiser Nikolaus, der Schwager unseres Groß- Herzogs, wollte den Wagen der Geschichte in ein anderes Geleise heben. Was stille Gelehrte ansgesonnen und aus- gesponncn, sollte von einem gekrönten Haupte, einem machtvollen Autokraten, in das Leben geführt werden. Die Rüstungen vermindern, oder sie doch nicht vermehren, das war damals des Zaren Ziel, ein Ziel zu schön, als daß man an seine Erreichbarkeit glauben konnte. Fürst Bismarck sagte einmal zu jemandem, der ihm mit dem gleichen Gedanken kam : ^Lassen wir das den Friedensvereinen!" Für Staatsmänner, so meinte er, gebe es praktischere Aufgaben; sie hätten mit dem innigsten Mißtrauen jede Bewegung des Gegners auf militärpolitischem Gebiete zu verfolgen und müßten gerüstet bleiben, wenn sie nicht überrannt sein wolüen. Und Bismarck chatte, wie so häufig, recht. Seine Grundsätze über Krieg und Frieden haben heute alle Länder, alle Realpolitiker und Staatsmänner der Erde als die rechten anerkannt. Soeben erst sprach in diesem Sinne der östreichische Kriegsminister v. Pit- reich zu den versammelten Delegationen. Nicht nach idealen Grundsätzen vollziehen sich die völkergeschichtlichen Ereignisse, sondern nach dem Mut und der Kraft, die den Staaten innewohnt, die unerfüllte Wünsche haben. Erheischt das Lebensinteresse einer Großmacht am fernen Meeresufer einen Stützpunkt, so sucht sie ihn mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln, bis sie ihn gefunden hat. Und so wurde denn auch Rußlands traditionelle Politik de§ tertius gaudens bei den Streitigkeiten zweier von ihm gering geachteter Gegner im äußersten Osten nicht preisgebeben. Daß die Rechte und Interessen zweier Fremden zwischen dem Wunsche und seiner Erfüllung lagen, kümmerte Rußland, trotz seiner Friedensschalmeien am Pfingstfefte 1899, blutwenig. Ein Staatswesen enrpfindet eben immer viel weniger altruistisch als ein Einzelwesen und geht, sei dieses auch noch so einflußreich, über dessen persönliches Empfinden zur Tagesordnung über, wenn es ihm so besser gefällt. Was man zu können glaubt, glaubt man zu dürfen, das ist alte Regel in der Völkergeschichte. Rußland hat diesmal seinen Rivalen unterschätzt. Ohne daß es einem von den beiden Gegnern in den Sinn kam, der schönen Haager Träume vom Jahre 1899 zu gedenken, ohne nur die Möglichkeit zu erwägen, ob die Entscheidung in diesem Völkerprozesse von einem friedsamen Schiedsgerichte gefallt werden könne, ließ man sofort die Kanonen mit ihrem ehernen Munde sprechen. Mer freilich, nicht leichten Herzens entschloß sich der Zar zum Kriege. Lange währten die diplomatisohen Verhandlungen, die allerdings Japan nur zum Schein führte. Sein Schwert war geschärft, cs wußte, was es wollte. Und so begann das große Wagestück, bei dem ihm wie dem Gegner so viel verloren gehen kann. Milliarden von Werten sind der Gefahr der Vernichtung ausgesetzt. Die Börsen der Welt zuckten schon bei den ersten Schlägen, die den russischen Riesen trafen- zusammen. Im ganzen russischen Reichte und überall da, wo die Industrien der Erde mit Rußland oder Japan in enger Verbindung stehen, müssen Handel und Wandel stocken, werden Fabrikunternehmen erschüttert, kurz, wirtschaftliche Interessen sind überall bedroht. Nur einige große Geschützgießereien, Munitionsfabriken, Ichedereien und Schiffsbauanstalten haben regere Beschäftigung denn je. Und was wird noch alles kommen! Die Wirkungen lassen sich in unserer lAioche der Weltwirtschaft nicht mehr aus einen engeren Herd beschränken; sie greifen nach allen Seiten über wie Feuerfunken. Nun hat in den letzten Wbchen Kaiser Wilhelm drei Reden gehalten, in den Städten Karlsruhe, Mainz und Saarbrücken, die zwar seine eminent friedliche Gesinnung kundtaten, aber doch in einer Form, die auf ängstliche Gemüter und namentlich auf die stets höchst nervöse Börse beunruhigend gewirkt haben. Und schnell finden sich auch in unserem deutschen Vaterlande ein paar Chauvinisten, die zu hetzen anfangsn, trotz des unglückseligen hereroaufstandes. Der Ehauvinismus ist ein Uwtraut, das man mit allen Wurzeln ausreißen sollte. Im 18. Jahrhundert galt es als ein Zeichen feinster Bildung, dem Kosmopolitismus zu huldigen. Goethe und Kant, Lessing und Schiller, Herder und Humboldt stimmten im wesentlichen mit dem glänzenden Glaubensbekenntnis des Äiarquis Posa überein. Herder sagte, edel sei es, für das Vaterland, am edelsten aber, für die Menschheit zu tänrpfen. Gegenwärtig empfindet nran anders, gewiß nicht ohne guten Grund. Denn jene Heroen deutschen Geistes kannten lein deutsches Vaterland. Uns erst ward das Glück beschieden, es zu besitzen. Heute übt auch bei uns zu Lande das Wort „national" eine köstliche magische Wirkung aus und adelt den staatlichen Egoismus. Bon nationaler Hingebung, nationalem Geischtspunkte, nationalen Forderungen klingt es mit Recht unaufhörlich wider im deutschen Blätterwald. Unsinnig aber ist es, bei den kleinsten Jnteressenverletzungen, wie sie im Auslande leider nicht zu vermeiden sind, die Trommel zu rühren und unsere Staatsmänner, die klugerweise nicht nach mehr berüchtigtem als berühmtem Muster zum Schwerte greisen, als Schwächlinge zu verdächtigen. Als ob Fürst Bismarck, der Held jener Lärmmacher, es jemals hätte über sich gewinnen können, uns wegen Kleinigkeiten in einen Krieg zu stürmen! Er wußte Mäßigung mit Festigkeit sehr wohl zu verkünden.--- Das Nationalitätsprinzip hat dem 19. Jahrhundert sein Gepräge aufgedrückt und Wundergewaltiges vollbracht. Wer schätzte nicht das Heiniatgefühl, die Anhänglichkeit an die Stätte, wo uns die Sonne zum ersten Male leuchtete, wo die Mutter sich liebend über uns beugte, wo der Vater uns seine ersten Lehren gab! „Da ist deine Liebe, da ist dein Vaterland", sagen wir begeisterungsvoll und innig mit Ernst Moritz Arndt. Und wir Deutsche lieben alle treu und wahr unser großes, schönes, geeintes deutsches Vaterland. Wir sind stolz, Deutsche zu sein, wir glauben an eine Kulturmission des Deutschtums, die in ihrer Bedeutung nicht zurücktritt hinter die gewaltige Mission der Christenlehre. Doch wir wollen keine Chauvinisten sein und sollten auch nicht solche unter uns dulden. Der Chauvinist, der erst scharfsichtig wird, wenn er über die Grenzen des eigenen Landes hinausschaut, der alle innerhalb seines Staatsgebietes begangenen Fehler verteidigt, der wie ein Maulheld große Worte macht und wie der miles gloriosus stets mit dem Säbel rasselt, der fordert den Spott heraus. Schopenhauer schildert und vernichtet ihn zugleich,wenn er sagt: ,^Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, daraus er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, aus die Nation, der er angehört, stolz zu sein." Und der Frankfurter Philosoph fährt fort: „Jede Nation spottet über die «andere, und alle haben Recht." Mr wissen nicht, was unseren Kaiser veranlaßte, dreimal hintereinander in wenigen Wochen den Frieden zu verherrlichen in Worten, die Kleingläubige zu Anast- gesühlen verführten. Wir sehen keine Gefährdung des deutschen Friedens vor uns, es sei'denn, daß der russischjapanische Krieg Folgen mit sich brächte von ungeahnter Bedeutung für die Geschicke auch der ersten europäischen Völker. Es ist ja klar, daß eine eklatante Niederlage im gegenwärtigen Kriege Rußland nötigen würde, eine viel aktivere europäische Politik, deren Spitze sich mit in erster Linie gegen Deutschland richten würde, ru treiben. Denn nachdem es im fernen Osten sür lange Zeit sein Spiel verloren hätte, würde es versuchen, wieder im Westen eine ihm angemessene Rolle zu spielen. Dagegen würde ein Sieg Rußlands über Japan einen Verzicht des ersteren auf eine irgendwie hervorragende Mitwirkung im europäischen Konzert bedeuten, was einem Wegfall der Bedrohung Deutschlands nahe käme. Rußland könnte doch nicht im Ernst daran denken, Japan zu annektieren, wie es etwa die Mandschurei annektiert hat. Es müßte fortwährend vor einem, dem lebhaften Geist der Japaner entsprechenden Revanchekrieg auf der Hut sein und demgemäß eine bedeutende Militärmacht in der Nähe haben, um stets auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Demnach wäre nur die Niederlage Rußlands friedens- gesährlich für Deutschland. Heute aber sehen wir zur Betätigung besonderer deutscher Schneidigkeit außerhalb unserer schwer gefährdeten west afrikanischen Kolonie keinen Grund. Mr halten es für klug, eine verständige Realpolitik zu treiben, und diese bestehl darin, alle Sympathien für das tapfere kleine Japan im Kriege gegen das riesige Rußland zu unterdrücken. Durchaus irrig ist die Meinung, als ob ein endgiltiger Sieg Japans für uns wirtschaftlich wertvoll wäre. Angesehene japanische Nationälöko- nomen und Politiker haben schon lange vor Ausbruch des Krieges ganz offen eingestanden, daß es das vornehmste Bestreben der japanischen Regierung sein müsse, China in jeder erdenklichen Mise unter ihre Botmäßigkeit zu bringen, besonders aber aus kaufmännischem Gebiet die europäische Konkurrenz aus dem Felde zu schlagen und den gesamten chinesischen Handel zu monopolisieren. Angesichts des Wachstums des deutschen Handels mit China würde dies für unsere Exporteure ein schwerer Schlag sein. Ferner darf man nicht vergessen, daß Deutschland ein Hauptgläubiger Rußlands ist und daß sich Hunderte von Millionen russischer Werte in deutschen Händen befinden. Seit dem Beginn des Krieges sind diese Papiere schon um 10 Prozent gefallen, und würden nach einem für Rußland ungünstigen Ausgange noch weit rapider sinken, sodaß die deutschen Inhaber dieser russischen Papiere viele Millionen dabei verlieren müßten. Endlich aber ist zu bedenken, daß unser Handel mit Rußland sehr erheblich ist. Ein niedergekämpftes Rußland, das naturgemäß auch finanziell schwer geschädigt sein müßte, würde aber nicht entfernt dieselbe Kaufkraft besitzen wie ein siegreiches. Es ist ein eigenes Ding um die Kriegslust. So wahr es sein mag, daß der einfache Arbeiter in ruhigen Zeiten mehr danach fragt, wie viel er Steuern zahlt, als wem er Steuern zahlt, wie lange er dient, als wem er dient, wie hock sein Arbeitslohn ist, als wem die Mandschurei und Port Arthur, wem Polen oder die einst ganz deutschen Ostseeprovinzen Rußlands gehören, so kann es doch plötzlich wie ein Rausch auch über ihn kommen. Erhitzt er sich doch stets, wenn seine Hetzer sich erhitzen. So kann er unter Umständen, trotz seiner oft unklug betonten „Vaterlandslosigkeit", wie selbst Herr Bebe l zugegeben hat, kriegerisch werden, wenn etn Kanonenschlaa sich löst, bis zuletzt die Stimme der Besonnenheit nur noch taube Ohren findet, und die Leidenschaften triumphieren. Feigling heißt dann jeder, der sich nicht mitreißeu läßt, ein schlechter Patriot, wer Zweifelsgründe aufwirft. Sind wir sicher, daß die Ereignisse im fernen Osten und in Afrika über kurz oder lang auch andere Völker in kriegerischen Taumel reißen? Sind wir im eigenen Lande vor ähnlichen Wallungen völlig geschützt? Auf die Geistesrichtung der Völker einzuwirken, ist somit von hoher Bedeutung gerade unter dem Gesichtspunkte der Friedensbcwahrung. Alle Stellen, die dazu berufen sind, mögen deshalb nicht müde werden, den Gedanken zu verbreiten, daß ein achtungsvolles Benehmen im Verkehr mit fremden Ländern und Leuten, auch toenn sie uns, wie die Russen, nicht sonderlich sympathisch sind, sowohl ein Gebot der Moral, als der Klugheit ist. An diese Pflicht zu erinnern, bietet ein Fest, das Liebe in den Herzen wecken und einen friedvollen Zauber über alle Seelen breiten will, die passendste Gelegenheit. Volitische Tagesschau. Ein konservatives Vertrauensvotum für Graf Bulow. Aus Berlin, 20. Mai, wird uns geschrieben: Von konservativer Seite wird Wert darauf gelegt, daß man den Vorstoß des Grafen Mirbach, des Frhrn. v. M a n t e u f f e l usw. im preußischen Herrenhaus gegen den Grafen Bülow nicht als Mittel zur Herbeiführung eines Kanzlerwechsels auf» faßt. Die „Kreuzztg." gibt heute abend der Zuschrift eines „konservativen Parlamentariers" Raum, die sich dagegen verwahrt, daß die Konservativen gegen die Stellung des Grasen Bülow intri- guieren wollen. Fänden die Konservativen auch manches an der inneren Politik des Reichskanzlers auszusetzen, so hätten sie in Bezug auf die Leitung der äußeren Politik augenblicklich zu niemanden ein größeres Vertrauen, als zum Grafen Bülow . . . Der Kanzler wird nicht ungerührt sein, wenn er das rückhaltlose Vertrauensvotum liest, das nur den einen Fehler hat, daß cs nachträglich erteilt wird. Im Herrenhaus würde eine solche Sprache des „konservativen Parlamentariers" — vielleicht ist Frhr. v. Manteuffel der Verfasser der Zuschrift — natürlich ganz anderen Wert und ganz andere Wirkung gehabt haben. Weil die Sorgen der auswärtigen Politik heutzutage einen Diplomaten verlangen, der Kredit bei den Mächten besitzen muß, wäre gerade von konservativen Führern ein so energischer Angriff auf den leitenden Staatsmann besser auf einen ruhigeren Zeitpunkt verschoben worden. Nicht ohne einiges Reuegefühl gesteht der „konservative Parlamentarier" ein: „Jedenfalls ist in weiteren Kreisen niemand bekannt, den ein Konservativer in Bezug auf die Leitung der äußeren Politik an der Stelle des Grafen Vüww sehen möchtet Also auch nicht etwa Herrn v. Kröcher, den Schwärmer für die „Kürassierstiefel", in denen Deutschland dem Ausland gegenübertreten soll. Keiner unter denKonservativenver- spürt Neigung fünfter Kanzler zu werden und die glühend heißen Eisen zu schmieden, die gegenwärtig die Probleme der äußeren Politik sind. Das läßt sich schon glauben. Uebrigens wird in politischen Kreisen erzählt, daß Graf Bülow seiner Verwunderung Ausdruck gegeben hat, ebenso über die Form wie über den Zeitpunkt der konservativen Herrenhaus-Kritik. Dies scheint auch zur KennMis des konservativen Parlamentariers gelangt zu sein. Er versichert am Lchluß seiner Zuschrift: Auf den Sturz des Grafen Bülow hinzuarbeiten, ohne daß man den Wunsch nach einem bestimmten Nachfolger habe, würde ein Leichtsinn sein, den wir konservativen Männern nicht zutrauen. Man kann hierin ein „Wwinken" erblicken, das sich an die Unmutigen der Landwirtschaft richtet, die einen Kanzlerwechsel, wenn nicht als wünschenswert, so doch als „kein Unglück" betrachten. Frankreich uud der Vatikan. Aus Paris wird unsg e sch rieben: Der schwer erkrankte frühere Ministerpräsident Waldeck- Rousseau dürfte kaum wieder ins politische Leben zurückkehren. Das eröffnet Herrn Combes Aussichten auf den Fortbestand seines Kabinetts, dem außer Waldeck-Rousseau kaum ein anderer Politiker zurzeit gefährlich werden könnte. Als Combes das Ministerpräsidium übernahm, war die Situation weniger dazu angetan, ihn mit Optimismus zu erfüllen, und vielleicht machte er sich die geringste Illusion hinsichtlich der Wirkung seiner radikalen Maßregeln auf dem Gebiete der inneren Politik. Doch die Bevölkerung hat sich überraschend schnell mit dieser Radikalisierung abgefunden. Zähe und klug führt Combes besonders den Kampf gegen den Einfluß der kath. Kirche und der Ordensgesellschaften, mit dem Erfolge, daß dieser Einfluß heute kaum so zurückgedrängt ist, wie in Frankreich. Obenauf unter den Mitgliedern des Kabinetts Combes ist D e l c a s s 6, der Leiter des Auswärtigen. Er gestattet sich, das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer gewissen spöttisch überlegenenWeise zu behandeln, wie sich in den diplomatischen Weiterungen zergt, die der Besuch des Präsidenten L o u b e t im Quirinal und das Uebergehen des Vatikans bei dieser Gelegenheit zur Folge hat. Es sei dahingestellt, ob Pius X. taktisch geschickt verfuhr, indem er durch jeine Protestnote in Sachen der Romreise Loubets, den Konflikt mit der Republik verschärfte. Ein solcher Schritt wäre wahrscheinlich unterblieben, wenn Rampolla noch das Staatssekretariat am Vatikan bekleidete. Sein Nachfolger M err y de Val besitzt offenbar keine hervorragende diplomatische Begabung. Sonst hätte er bie, Auffassung vertreten müssen, daß bei der gegenwärtigen Volksstimmung in Frankreich bei dieser „ältesten Tochter" der Kirche mit Nachgiebigkeit und Entgegenkommen mehr zu erreichen sei, als mit Worten unverhüllten Unmuts. Man hat im Vatikan in einem kritischen Moment die Selbstbeherrschung verloren und dadurch die Möglichkeit entfesselt, daß das Tischtuch zwischen Staat und Kirche zerschnitten wird. Besonders angreifbar ist der Satz des päpstlichen Protestschreibcns, daß der Nuntius nur aus Gründen der Ordnung in Paris belassen wird. Das heißt fast, den Parteien in die Hände arbeiten, die den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Vatikan und die Kündigung des Konkordats fordern. Wenig zweckmäßig ist auch der Hinweis der Protestnote auf den König von Italien als beit Usurpator des weltlichen Herrscherrechtes des Papstes. Es muß bas bie weitesten Kreise bc-_- französischen Volkes verdrießen, weil ben'eit Stzmpathieen i;iv ii a und sein Herrscherhaus gerade jetzt sehr lebhafte sind. Alles in allem: Papst Piuv ist in Bezug auf die Politik gegen Fraulreich n..: t gut beraten; er verschafft durch seine kampflustige Haltung lediglich dem Minister Telcasjö Zufrieden- Begierden er- Flaschen, wo Plakate aushangen. aber nur in Das Sich Und Ter Und Und kirchen starb der 63jährige Altbürgermeister Jochem, welcher 9 Jahre der Gemeinde vorstand. 8. Alsfeld, 20. Mai. Anläßlich der am Sonntag, den 29. Mai hier stattfindenden Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen-Klubs soll zum ersten male versuchsweise eine Ausstellung von Erzeugnissen der rheinischen Volks- tun st, insbesondere der Vogelsberger Holzschnitzerei, Drechslerei, Flechterei, Töpferei usw. stattfinden. Daran sollen sich dann permanente Ausstellungen von Kunsterzeugnissen unserer Hausindustrie anschließen, die etwa im Klubhause auf dem Hoherodskopf, dem „Lehrerheim Vogelsberg" und dergleichen Orten den Touristen und Fremden Gelegenheit bieten sollen, die originellen Kunstgegenstände des Vogelsbergs kennen zu lernen event. sie käuflilch zu erwerben. R.-B. Darmstadt, 20. Mai. Im Hinblick auf das von der Regierung geplante große Werk der Kultur- verbesserung des Vogelsberges haben die Abgg. Weidner und Schmalbach soeben folgende Anfrage an die Negierung gerichtet t Nachdem die im Dezember v. I. fertiggestellte Denkschrift von der zur Ausarbeitung des General- kulturplanes des oberen Vogelsbergs bestellt gewesenen Kom- Mission samt dem letzteren seit mehreren Monaten der Oeffent- lichkeit übergeben worden ist und in weiteren Kreisen starkes Interesse heroorgerufen hat, beehren sich die Unterzeichneten, an Großh. Regierung die ergebene Anfrage zu richten: 1. Ob ein Entwurf des auf Seite 149 der oben erwähnten Denk- schrift gedachten Ausfühcungsgesetzes regierungsseitig bereits in nähere Erwägung gezogen worden ist und bejahenden Falles bis zu welchem Zeitpunkte etwa ein solcher Gesetzentwurf seitens der Landstände erwartet werden darf. 2. Welche Stellung die Großh. Regierung den von der Kommission sowohl in der Denkschrift selbst, als dem dieselbe begleitenden Bericht gemachten Vorschlägen, insbesondere der Kostenfrage gegenüber einzunchmen gedenkt, falls auf die unter 1. gestellte Frage eine befriedigende Antwort nicht ge- geben werden kann. Beschläge für Neubauten, Möbel, Särge rc. empfiehlt 2158 Balth. Häuser, Garbenteich. ' on Bremen nach Amerika Newyork “Ä“ Baltimore direkt •• Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem seitherigen Rechner der katholischen Kirchengemeinde Wickstadt, Georg Friedrich Margraf I. zu Ilbenstadt, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen, und dasselbe Ehrenzeichen dem Kirchendiener und Glöckner Christian Rack zu Ober-Lais. __ Durch Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern wurde der Regierungsassessor Dr. Diehl m Mainz mit der Aushilfeleistung bei dem Kreisamt Lauterbach beauftragt. )( Laubach, 19. Mai. In der kürzlich stattgehabten Hauptversammlung des hiesigen Verkehrs- und Ver- schönecungsverems wurde der Graf zu Solms-Laubach zum Ehren-Präsidenten des Vereins ernannt. Außerdem wurden für Wiederherstellung eines altertümlichen Erkers am Draudtschen Wohnhause 25 Mk. bewilligt. — In Gonters&S3T Frisch etugetroffeu: "Wt Neue Ml. Mitch!» Malta-Kartoffeln Matjes-Heringe Lebende Hummern Äd.LMll-u.MMchje la. Salm, ff. 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Sie dürfte, wie gesagt, schwerlich zur Erschütterung des Kabinetts Combes und zu seiner Ersetzung durch ein weniger kirchengegnerisches führen. Dazu ist die Radikalisierung der Republik zu weit vorgeschritten. Combes fördert sie im Bereich der inneren Verwaltung, Andre im Heere und Pellet an in der Marine. Wenn Combes einmal abgelöst wird, dann geschieht dies sicherlich nur durch einen Poli- ttker, der denselben Faden, allenfalls in anderer Nummer, weiterspinnt. ♦ Rom, 20. Mai. Ter „Osservatore Romano" kommt auf die an Frankreich gerichtete päpstliche Note zurück, in der tue den Nuntius in Paris betreffenden Worte fortgelassen worden sind, und sagt, die Auslassung müßte als Akt besonderer Rücksichtnahme gegenüber Frankreich und nicht als Beleidigung angesehen werden. — Der französische Botschafter Nisard hatte heute vormittag eine Besprechung nut dem Staatssekretär Merry de Val, deren Ergebnis aber unbekannt ist. Man glaubt hier, daß trotz des guten Willens Nisards und trotz der Erklärungen Merry de Vals ein Bruch sich schwer vermci- d e n lassen werde. Es heißt, der Papst hätte heute eine Beiprcch- ung mit den Kardinälen Götti, Gennari, Agllardt und Serafmo Vannutellc gehabt. Diese hätten ihm geraten, direktzurnter- ti enteren, um den durch die gestern im „Osservatore Romano" veröffentlichten Note geschaffenen schlechten Eindruck zu verwischen. Paris, 20. Mai. Dem „Temps" wird aus Rom gemeldet, niemand gebe sich nunmehr über den Ausgang des Zwistes zwischen Frankreich und der Kurie einer Täuschung hin. Der Bruch zwischen Frankreich und der Kurie werde demnächst durch einen dem Botschafter Nisard und dem Nuntius Lorenzelli bewilligten Urlaub Ausdruck finden. — Aus Hindi und Kand. Gießen, 21. Mai 1904. ** Ein köstliches Pfingstfest ist nahe herbeige- kommen! Wohl ist Pfingsten, nach dem verheißungsvollen Osterfeste, alljährlich ein herrliches Fest der beseligenden Erfüllung. Wenn der warme, belebende Sonnenstrahl draußen die Natur mit ihrem lieblichen Festgewande umhüllt und neuer Lebensmut alle erfüllt, dann fällt von der Freude und dem Frohsinn, der sich in den Zügen des Lenzes spiegelt, stets ein Abglanz auf uns selbst zurück, auch wenn die Weltereignisse und unser eigenes Stückchen Schicksal darin zu anderer Zeit uns mit Sorge erfüllen mögen. Diese Sorge weicht von uns, wenn wir im Maienlichte wandernd schauen, wie zur diesmaligen Pfingstzeit in besonders kraftvoller Entwicklung um uns Flur und Feld und Wald liegen; Wachstum und Gedeihen lacht uns überall entgegen als Segen für die Tausende von fleißigen Länden, die sich vor Wochen zagend zur Bestellung der Aecker regten. Da tritt uns wunderbar mächtig das all- öoss'^S1 mit der „Schwalbe" ' jiir alle «ogetarten erprobte Mischungen, 100 fach prämiiert, m den meisten zoologischen Gärten tm Gebrauch, ist das be-e und älteste Autter in versiegelten Pakete« mOriainalpreisen m stets frischer Packung erhältlich in bet Emil Fischbach. 3<7$* gebietende „Werde!" des Schöpfers entgegen. Und wie die Freude am Einfach-Schönen in der Natur, wie Zufriedenheit in unser Herz einzieht, Leidenschaften und Begierden weichen, so entquillt, im Gotteshaus und draußen im hehren Waldesdom, der Seele ein heißes Dankgebet gegen den Ewigen, der alles so herrlich schuf, der die Pflanze zum Licht sich wenden, das Vöglein jubilieren heißt und unser eigen Herz mit wonnigem Empfinnden dafür erfüllte. Selbst die wundeste Seele fühlt wohl ein Fünkchen dieses herzerwärmenden Pfingstgeistes: das heilige Feuer ist wiederum ausgegossen, wie über die Jünger vor zwei Jahrtausenden, und wiederum entflammt es die Herzen für Gottes Allmacht und läßt sie ihre Begeisterung in Jubelhymnen austönen für das Evangelium der Dankbarkeit und allumfassenden Liebe. Wie singt doch Schlönbach: Das macht die Welt so wunderbar unendlich. Das macht die Gottheit uns so klar verständlich. Das gibt der Menschheit ihre höchste Weihe, Die sie versöhnt zu Wesen Einer Art, ist's, was in der Jahre dunkler Reihe als Unsterblichkeit uns offenbart seit Jahrtausenden dem irren Streben Hoffnung Sieg und Wahrheit hat gegeben, Demut lehrt uns schweigendes Vertrauen göttlich groß uns läßt in Gott erschauen: Durch alle Wesen bringet Eine Seele In mächtig klangvoll wunderbarer Reinheit, Auf daß der Staub der Sonne sich vermähle Zu einer klaren, ewigschönen Einheit; Und kannst Du auch die Seele nicht benennen. Wenn Du sie liebst, wirst Du sie auch erkennen. T 2 »» war, ist und B bleibt baSbefte Schutzmittel geg. Motten. 20 Pia. Adler-Drogerie Sellerstosg 39 Otto Schaaf. Dieselbe stets in ewigem Entfalten, Ein ew'ges Ruhn im rastlos stillen Wallen, Wohnt sie in uns, quillt sie in jeder Pflanze, Formt sie den Stein, schwebt sie im zarten Laube, Glänzt sie im Tropfen- und Planeten-Kranze, Bebt sie durchs Tier, spielt sie im Sonnenstaube, Durchstrahlt sie hell der Sonne Flammen-Schwingen — Und läßt den Menschen sel'ge Lieder fingen. Möge dieser Pfingftodem köstlich erquickend und hebend auch den vielen Hunderten von Sängern und sonstigen liebwerten Pfingstgästen aus unseren Wäldern und von unseren ruinengekrönten Bergen entgegenwehen ! Ihnen allen sei zugerusen ein s r e u nd williger Willkommengruß! Darmstädter Möbelfabrik. Großh. Hess. 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Die Mitglieder der hiesigen Militärvereine, welche am Festzug am Pfingstmontag teilnehmen, sammeln sich nachmittags 1 Uhr in der Restauration Zipp, neben dem Justizgebäude. — Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Die Teilnehmer am Festzug erhalten Tageskarte zum Festplatz zu dem ermäßigten Preise von 20 Pfg. 4541 ____Die Dorstände. Achtung! Ächtung! Hof von Holland Dummstraße 29, in S» Nähe M Fchlchs empfiehlt dem werten Publikum, sowie den geährten Sängern sein gemütliches Restaurant mit Orchestrion und Klavier. Für gute Speisen, Weine, sowie aufmerksame Bedienung ist bestens gesorgt. Be- on5 bic geehrten Gäste auf meine Südweine aufmerksam, das Glas zu 15, 20 und 25 Pfg. — Zum Ausschank gelangt das berühmte Dcnrtinghoff's Kraftbier. Hochachtungsvoll 02975 Gerhard Hemstege. Turnerische Ausführungen in der Festhalle Samstag den 21. Mai abends 8 Uhr: Eröffnungs-Kommers mit Konzert- und Gesangsoorträgen. Sonntag den 22. Mai abends 8 Uhr: ktst-Sesänse der ominigten Gießener Gesang-Nercmc mit Orchesterbegleitung in der Festhalle. Montag den 23. Mai Dormittaas 6 Uhr: Weckruf. „ 8—9 „ Empfang der Säuger a« der Bahn. Vormittags 10 Uhr: Beginn des Klassenfingens Sv verfchiedem Säkii der Stadt Mittags 1 Uhr: Aufstellung des Iestzuges am Walltor Nach Ankunft des Festzuges auf dem Festplatze: Verkündigung der Ergebnisse des Klassensingens. Nachmittags 4 Uhr: Shttnpttis-Sivgen in verschiedenen Sälen der Stadt. Konzert auf dem Fcstplatze und in der Festhalle Volksbelustigungen, Tanz. Abends 8 Uhr: Kroßes Konzert, Kesangsvorträge, ’greisvetfeifunfl in der Festhalle. Dienstag den 24. Mai vormittags 10 Uhr: Lrnh-Aonzert aus dem Festplatz. Nachmittags 4 Uhr: Kroßes Konzert, Tanz und WlksLclustigungen auf dem Festplatze und in der Festhalle. Abends 8 Uhr: Ä? Beikarte (zwei Personen) Mk. S.-, im Vorverkauf , Mk 2.70. Weitere Beikarten 50 Pfg. Gültig zu allen Veranstaltungen. Kinder haben unter Begleitung Erwachsener fteiett Emtrittt Sohne über 17 Jahre haben besondere Karte S» losen. — Emzel-Dauerkarte für alle Veranstaltungen Mk. 2.—, im Vorverkauf All. 1.80. — Tageskarte All. 1.— Einnmllaer föintiitt am 21. Mar 20 Pfg., am 22., 28. und 24. Mal 50 Pfg. — Saal-Karte zum Klaffen- und zum Ehrenpreis-Singen je Mk. 1.—. Hierzu haben Kmder keinen Zutritt. 9 ^u^^^erltraße: Adolf Lenhard, Kolonialwarenhandlung; H. Hettler, Konditorei. — Selteröweg: in den Zigarrenhandlungen H. Aubel, Wilh. Semmler. — Mäusburg: Ernst XmVUluUL SS 6eU Un?' 7r K'rchenplatz: PH. Weiler, Zigarrenhandlung. Louis Lind, Zigarrengeschäit. - Linv?uplatz: zu. t, L .s n » r 1 Walltor. L. Althoff. — Neusttldt. PH. Mootz, Zlgarrenhandlung, Ehr. Bieter, Kolomalwarenhandlung. — Bahnhofstraße: C. G. Kleinbenn Delikatessenhandlung, Gebr. Berdux, Kolomalwarenhandlun^ — Neuenlveg: Ernst Ehalller, Musikalienhandlung. — Schulstraße: Gustav Sonntag, Zigarrenhandlung. — Ludwigsplatz: I. Seibel Kolonial- wareiihandlung. Ludlvigftraße: Fr. Kühnhold, Wirt und Kolonialwarenhandlung. — Aftertveg: Friseur Fnsell ' 4343 f itV* Regelmäßige Omnibus-Berbindung zwischen Bahnhof und Festplatz. Rn» StMtcr ziMl-tz jenftite im Lch.____________________________Wdtschim AM jtnftite itr Lch. Große» Brillant-Feuerrverk auf bei« Feftxlatze. ®ie Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess. Jnfaut.-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn Krauße. Nationaler Gesangs-Weiistreit zu Giessen Asingsten 1904. Die Herren Mitglieder des Zug-, Empfangs- und Ord- nungs-Ausschusses werden hierdurch nochmals höflichst um pünktliches Erscheinen am Pfingstmontag Vormittag Uhr am Bahnhofe gebeten. Nach Eintreffen der Extra-Züge erfolgt daselbst der Empfang der Festgäste, sowie Einzug derselben mit Musik in die Stadt. 4509 Der Empfangs-, Zag- aa!> Maangs-Aasschah. ___________Wilhelm Hornberger.____ Eassia-Eriegervereii Ernenn j. Bezirk Alsfeld. Zu dem am 11., 12. und 13. Juni 1904 dahier veranstalteten Kriegerfest verbunden mit Wllemeihe beehren wir uns hierdurch zu zahlreichem Besuche höflichst einzuladen. Ermenrod, den 18. Mai 1904. Der Vorstand: I. A.: H. Ruppert III., Vorsitzender. N. B. Das Festprogramin wird in den ersten Tagen bekannt gegeben werden. 4552 nationaler EesM^weiisireii Giessen Fest wirtschaft Spuck Halle Ho. 6 Haupteingang links empfiehlt Vorzügliches Bier aus der Brauerei Gießener Brauhaus. Anerkannt gute Küche. Solide Bedienung. Bayerische Würstelbraterei. Kaltes Buffet. 4543 4579 Der Vorstand. MMk-TUMmMchen Zur Beteiligung an dem Festzug gelegentlich des Nationalen Gesangswettstreites versammelt sich der Verein am 2. Feiertage 12°/. Uhr Pünktlich im Frankfurter Hof. Der Verein geht in der II. Abteilung (Ost-Anlage) unter Nr. 40. Wir bitten um rege Beteiligung. Zot ZSckkcllea M. Empfehle für die Pfiugstfeiertage gute Speisen, reine Weine, u. Bier aus der Jhrtug'schen Brauerei. 02907 Der neue Besitzer. Zur Weltersburg. Am 3. Feiertage gutbesetzte Tanzmusik wozu ergebenst einladet 02908 Philipp Weller Wwe. WaKatiofl jftrkritde Marburgerlaudstraße herrlich. Aussichtspunkt, neu erbaut empfiehlt zum Besuche 145631 Karl JÖorfeld. (Ludwig Zecher V.) 2. Pfingstfeiertag: Einen Posten Lebende Lchhechte, Aale in allen'Größen. 02914 Fischhaus Asterwcg 1. Restaurant z Staufenberg*. Restauration zur Stadt Staufenberg. I. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. X 6 Pfg.) _ PH. He Seltersweq 33. rrmanu, Telephon 257. Große Tanzbelustigung. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 02829 Freiw. Gail’acie jFenerwehr. Hiermtt ersuchen wir die aktive« Mitglieder unserer Wehr, sich an dein am 2. Pfingstfeiertag tV stattfindenden Festzuge gelegentlich des Nationalen Gesangswettstreites recht zahlreich beteiligen zu wollen. 4551 Zusammeukuuft um 121/, Uhr nachmittags bei Kamerad Meher, Brandplatz. Anzug: Tuchrock und Helm. Der Vorstand. Speisekartoffeln „nb p. Ctr. 2,50 Mk. empfiehlt [4507 per Stück 6 Pfg.) einpfiehlt [4469 5 Wallthorstrasse 5. Spezial-Ausschank der 4577 Löwen-Brauerei Dortmund. Wiener Cafe Amend Bahnhofstrasse 66. Giessen. Bahnhofstrasse 66. Eröffnung des Sommergartens. Angenehmer Aufenthalt in der 4564 grossen eleganten Hafte. Erfrischungen der Saison: Eis-Kaffee, Eis-Chocolade, Gefrorenes. 118 Ä- jS*“** W P«ttge »w rmmdersc sprangen, da ist c oder weniger w tir-'t-s-nbt die D-lttir von Jahren Mlt ! Aber gelungen tv zu entwickeln. - der zweiten Kamn gestern doch noch Hesehentwurfmtt > so weit zur Erleb -Me noch einmal dandlung kommen i»sMl°lberdul über das ßnbr uns schon wiederh doch gut, daß jcht und Herhandeln i bereitet wird und erhält. Am bed kundiger Seite Der* mehrung der dem Lande eine g verursacht. Selbst zugehen Neigung ' hier am ersten r Zu bedauern 1 im Wahlrechtsau- gefaßt hat und st seine Zuflucht neh Ermahnungen zur in der Kammer a' jetzt dürsten auch ausregten, ihre t Wäre die Entfche ersolgt, so hätte tritt der heißen schästigm können,- -Beratung der Sa me-r den Anfang Zn Darmstadt TntwicklMg der W bis ans Herz hin erhellt, daß noch k oder anderen Rich Biel mehr interes findende Aus sie die zwar diesmal halten sein wird auch die Gefahr ei Mge teitelhing U ch°" Zwecke !e>t, beim ih«i Ä ®e. König! enttuorfer geschmackvollen m ^nern bis aufs xstattet, für die r °urken sollen. M & n ?«°ch biet fink»?1 e bon Dr W Ä Jine h Ö K wieder gA UN BisinZ "kue tvill de^en WB Set"«’? sowohl 2 mit c KltshL°«ch dlele enx -m ReL? ° feieren fr* geitehen V?e anc e'n' *,6 6 ”^0 l!»; bet «L’läie? ®