Donnerstag 2 L. April 1904 154. Jahrgang Zweites Blatt Giehener Anzeiger General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen ;jie heutige Mmmer umfaßt 10 Seiten Tr. Breidert 3682 Aus kolonialen ,M1 Mannsgerichte und Aerhältviswayl. Wer die Herren chäil griucht. erliege 1. im ^arengeftö*1 >* iflß Minister Möllers Verdruß. uii»: Lin Berliner kr.uuibtufc* Afrikamüde. Kreisen wird unS geschrieben: Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Unwersitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr. I. Tel. Nr. BL Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen» •dMÜsel tSgstth mit LluSnahme deS Sonntags. Dt Äi.S ehener Lamilienblättett' werden dem „A 'm yt viermal wöchentlich beigelegt. Der Lavdwirf erscheint monaUtch einmal. 1*0 Gießen, 19. April 1904. $etrx»v Zviftand der Volksschulen des Kreises in den Jahren Tie erneut« Zurücknellung der Börsengescp- novelle bedeurer für den pveubijujen Handelsminister Wenn nicht Alles täuscht, befinden wir uns in einer Zeit der Gouverneurkrisis. Daß Oberst Leutwein das Ende des HererofeldzugeS als das Ende seiner kolonialen Laufbahn betrachtet, darf als feststehend gelten. Jetzt verlautet aber, auch der Gouverneur Kameruns, o. Putt kam er, sei amtSmüde und werde vom Urlaub, den er im Mai anzutceten gedenkt, nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren. Es hat sich zwar nicht ermitteln lassen, wie man amtlicherseitS über dieses Gerücht denkt, doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit muß ihm zuerkannt werden. Denn Herr v. Puttkamer befindet sich bereits ein Jahrzehnt in Afrika , und speziell in Kamerun länger, als Weiße der klimatischen Verhältnisse wegen im allgemeinen es aushalten. Der Gouverneurwechsel würde sich zu einer für die Kolonie sehr ernsten Zeit vollziehen. Im Großgebtet, wo schon mancher Angehörige der Schutztruppe sein Leben lassen mußte, hat erst unlängst wieder ein Aufstand stattgefunden, und auch anderwärts im Hinterlande soll es unter den Eingeborenen gähren. Fast scheint eine Verstärkung auch der Kameruner Schutztruppe unvermeidlich, auf deren Notwendigkeit schon Herr v. Puttkamer wiederholt hingewiesen hatte. Bekanntmachung. Betrch^ WSchenauSschlag zu Grüningen. £tr Bläschenausschlag unter dem Viehbestand zu GrLMinigen ist erloschen. Die VersicherungSmaßregeln sind aufg,.M-ul. Sirjien, den 19. April 1904. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _____ I. V: Hechler. w O2266j> zuin ' w*/ von U'p,.. KelrmmlmachMg. Betr R^ischbrand in Grüningen. Indem Gehöft deS Heinrich Christoph Fay zu Grü hin i|{tn ist ein Fall von Rauschbrand festgestellt worden. Sieben, den 19. Aprll 1904. Croßherzog U < 3 KreiSamt Gießen. I. V.: Hechler. 9; W 3681 *n'Ntn. "hosllr. 30. Islerer gesuchi, einer ^edensallz. WQbqt, ehiiiT , . 3643 „Wucht ItxoBe ajy Volitische Tagesschau. Aus dem Reichstage. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 20. April: Es wird gewiß niemanden geben, der nicht den pensio- nierten Militärs eine Erhöhung ihres Ruh eg e- Die Tabakarbeiter Berlins hielten dieser Tage eine Versammlung ab. Der sozialdemo» zratische Reichstagsabg. Molkenbuhr sprach von der Lage der Tabakarbciter sonst und jetzt. Einzelnes Bemerkenswerte aus seinem Vortrage sei hier wiedergegeben: Molkenbuhr klagte mit Recht über die stete Beunruhigung und Bedrohung der Tabakindustrie durch die Steuer- und Monopolprojekte der preußisch-deutschen Regierung. Die Fabrikanten sahen früher daS Unheil nahen und nun begann aus den großen Industriezentren die Flucht aufs Land, um durch die billigeren Löhne der ländlichen Bevölkerung und namentlich durch Anlerncn weiblicher Arbeitskräfte dem drohenden Unheil ein Paroli bieten zu können. „DaS Sozialistengesetz", so führte Molkenbuhr aus, „erschien auf der Bildfläche; die Arbeiterorganisationen wurden mundtot gemacht; der allgemeine deutsche Zigarrenarbeiter-Verein wurde vernichtet, und nun war alles zum Empfang des neuen Zolltarifs vorbereitet. Derselbe brachte eine nette Bescherung für die Tabakarbeiter: der Zoll wurde für 100 Kilo von 24 Mk. auf 85 Mk. erhöht und die Jnlandsteuer von 6 Mk. auf 45 Mk. gebracht. Die sofort eintretenden Folgen waren für die Tabakarbeiter erschrecklich: Zehntausend derselben bevölkerten die Landstraße. Die es ermöglichen konnten, wanderten nach Amerika aus; ein anderer Teil suchte in anderen Berufen unterzukommen, und so finden wir, daß drei Jahre nach dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs im Jahre 1882 die Zahl der Tabatärbeiter um rund 9000 abgenommen hatte. Wäre 1880 diese Zählung vocgenommen worden, wäre der Rückgang wohl noch gewaltiger erschienen. Die Zahl der Arbeiter in den großen Städten nimmt zusehends ab, auf dem Lande ist ein rapides Steigen zu verzeichnen. Zum Beispiel waren in Baden nach den Berichten des Dr. WörriS- hofer im Jahre 1878 Tabakarbeiter beschäftigt: 7956; im Jahre 1882: 11 514; zehn Jahre später, 1892, 24 156; darunter nur 7293 männliche Arbeiter, während die Zahl der weiblichen auf 17 863 angewachsen war. Die Bekämpfung der Steuerprojekte in den Jahren 1893 und 1894 hat stattgefunden. Aber noch sind wir nicht am Ende des Kampfes. Neue Kämpfe stehen unS bevor. Die Ausgaben für Heer, Marine, Schulden und Pensionen haben den Etat im Zeitraum von 20 Jahren von 430 Millionen auf 1060-Millionen Mark ün Jahre gebracht. Da muß das Allheilmittel, der Tabak, wieder heroorgcsucht werden, um dem abzuhelfen. Für die laut Angabe der Tabak-Berufs- geuossenschaft im Jahre 1882 in 6528 Betrieben beschäftigten 144936 Tabalarbeiter mit einem Durchschnittslohn von 519 Mk. jährlich ist der Tabak doch wohl kein Luxus- artikel, sondern die Quelle ihrer Ernährung. Die Tabakarbciter haben auf allen Kongressen, und auch auf dem letzten im vorigen Monat, stets ein gänzliches Verbot der Heimarbeit gefordert. In zweiter fiinie: Ausdehnung der bundesratlichen Bestimmungen auf die Hausarbeit. Verbot der Arbeit schulpflichtiger Kinder. Stellung der Heimindustrie unter das Fabrikinspektorat. Abschaffung der Gefängmsarbeit für Industrielle. Bekämpfung der regier rungSseitigen Steuer- und Zollprojekte. Redselige Abgeordnete sind nicht etwa eine -p^ziaurut oer deutsche» Volksvertretungen Auch *im Auslande hat man Grund, sich über .M ;socbL -.....5 »HF teile SÜ Ke aus den Lieißwn zum Lil 02268 «: "28 J eine Verdrießlichkeit und soll beigetragen haben zu der Entschließung Möllers, durch eine Amerikafahrt auf längere Zeit der „Amtsluft" zu entrinnen. Es ist in parlamentarischen Kreisen ein offenes Geheimnis, daß Möller bei seiner Berufung ins Ministerium seinen pollli- schen Freunden gegenüber für eine baldige Reform der Börsengesetzgebung sich „stark gemacht" hatte. Fast drei Jahre amtiert nun Möller in Preußen, aber er kann nicht erreichen, daß das endlich zu Pavier gebrachte geringe Maß von Börsengesetzreform durch den Reichstag der Verwirklichung zugefrihrt wird. Der Zolltarif verursachte den ersten Aufschub der Reform, im Herbst wird das parlamentarische Interesse sich auf die Handelsverträge konzentrieren, deren Verabschiedung dem Zentrum weit dringlicher erscheint, als jede gesetzgeberische Aktion zugunsten der Börse. So sieht Möller die Hoffnungen schwinden, die sich an seinen „Ausstieg in die Regierungswolken" in den nicht agrarisch gesinnten Kreisen geknüpft hatten, und so wird dem Minister eng der weite Bereich seines Ressorts. 'UI geity.-,,. eine Wich ■ouingy^ . haltsachLje Bertii t u Unix? haltes ebenso gönnt, wie den Veteranen eine Erhöhung il)rer gewiß nicht ausreichenden Bezüge. Das Unternehmen des Abg. Grasen Oriola (nl.), auf dem Wege der Resolution die Regierung zu einem beschleunigten gesetzgeberischen Vorgehen anzuregen, ist deshalb dankenswert. Auch der Wille der Regierung, hier zu helfen, läßt sich nicht in Zweifel ziehen. Aber es fehlen ihr gegenwärtig die finan- ziellen Kräfte. Der Schatzsekretär wies darauf hin, daß das Reich schon jetzt Schulden machen müsse, um den Kriegsteilnehmern die ihnen zukommende Beihilfe zu zählen. Ueber diese bittere Tatsache helfen alle an sich gewiß berechtigten Worte des Unmuts nicht hinweg, wie sie auch heute lvieder an die Adresse der Regierung gerichtet wurden. Die Erhöhung der Militärpensionen ist ja auch in der Thronrede als dringlich bezeichnet worden. Aber zurzeit der Abfassung der Thronrede ließ sich die Entwicklung der Reichsfinanzen nicht absehen, wie auch auf die Notwendigkeit einer langwierigen und kostspieligen Expedition nach Südwestasrika damals niemand vorbereitet sein konnte. Im übrigen dürfen die Veteranen sich versichert halten, daß Schatzsekretär Frhr. v. Stengel das irgend Mögliche für sie tun wird. Er hatte für die Resolution Graf Oriola nicht so kühl abweisende Worte, wie man sie von feinem Amts- vorgänger Frhrn. v. Thielmann hören mußte. Interessant war in der Diskussion das Auftreten des Abg. G r ü n b e r g iSoz.). Er stellte sich als Kriegsteilnehmer vor, sprach mit bewegter Stimme von der „großen Zeit", feierte „Sedan" als den Geburtstag deS Reiches, kurz, er schlug so warme nationale Töne an, daß der aufs Internationale schwörende Genosse völlig in den Hintergrund trat. Der sarkastische Abg. v. Oldenburg (lons.) erklärte indessen, zu dieser „Mauserung" kein Zutrauen zu haben. ,. ' von der äußersten Linken aus der Nähe kennt, weiß, daß ihr Herz das alte geblieben ist." Ein fettes „Sehr richtig" aus der Fraktion Bebel gab Herrn v. Oldenburg recht. In der Frage der Veteranen-Unterstützung selbst tat der Reichstag auch beute wieder seine Pflicht: er liahm die Resolution des Grafen Oriola ein- 9 fc-m wichtigsten Aenderungen, die an dem Gesetz- enhrto'.ii letreffend Kaufmannsgerichte durch die Reichstags rlhninlijfion vorgenommen worden sind, gehört die Vor- fchri:jfl, bch die Wahlen der Beisitzer nach den Grundsätzen der i lahAtniswahl stattfinden müssen, während der entiiDMl dieses Wahlsystem nur als zulässig bezeichnete, amu: solll die Zustimmung zu dem Gesetzentwurf auch nlenbikiien ermöglicht werden, die die Befürchtung hegten, oaß ' Sti :-?er Entscheidung durch bloße Mehrhellswahl die VeisMabomk vollständig in bte Hande einer einzelnen, iljr hortet gelangen könnte. Die Verhältniswahl soll ine ; iwtibr dafür bieten, daß jede nur einigermaßen hebMe Minderheit des Berufsstandes ihre Vertretung untern dm! Beisitzern findet. S Hi Mterfäsied zwischen Verhältniswahl und Mehr- rnlls imhl 1 läßt sich an einem Beispiele leicht klar machen. ,nrM12 Llrbetterbeisitzer zu wählen sind und 350 sozial- dimoi°!Mstche, sowie 250 christlich-soziale Stimmen abgeijU^m werden, so sind bei der üblichen MehrrriliSi.vahl sämtliche zwölf sozialdemokratische Kandü'ÄUu gewählt. Wenn bei der nächsten WcchlUsch daS Verhältnis umgekehrt gestaltet, so bringen wieder sämtliche Kandidaten der christlich-sozialen Liste durchs unb die sozialdemokratischen fallen aus. Anders bei iifen iSystem der Verhältniswahl. Hier wären nach dem : rien genannten Beispiele die Sitze im Verhältnis von 8iM? fru 250 zu teilen, d. h. neben 7 sozialdemokratischen BiijisW würden 5 christlich-,oziale gewählt, und bei einer Aend'Mg der Parteienstarke würde das nächstemal nur nach .. :roßherzogtum Hessen: Gießen. T vorstehende, von der Reichsregierung vorgclegte Ueber rr:: die 18 Städte umfaßt, ist dabei noch nicht einmal .::;tinbig. Aus dem Verbandsorgan der deutschen Geweiru -richte, „Das Gewerbegericht", geht hervor, daß auch i >rabe von ihnen der Antrag auf Einführung der BechäH^wahl ausgegangen, in deren Folge sie nur sieben Sitze ' intpiten, während 5 den Gewerkschaften zusielen. Ein $ daß auch die Mehrheitsparlei ein Interesse daran:: ü, ihre augenblickliche Mehrheit nicht zür Ver- neiual to-Ai der Minderheit zu benützen, sondern sich durch das S rä.iim der Verhältniswahl auch für den Fall einer etwaicD. Mrbröckelung eine Vertretung zu sichern. 'Noch merkntMiozer ist die Arbeitgeberwahl in Ravensburg Der- taufenuiulf die Aufforderung, Vorschlagslisten einzureichen, ging i xz eiune einzige Liste ein, auf die sich sämtliche Arbett- geber . ,:irhigt hatten. Jnsolgedcsien war nach dem Ra- vensb-m-r i Statut ein förmlicher Wahlakt überhaupt über- tbtn 1- ober |aA| jungä ” lagrubiu- 35ol| gtjud)!. stimmig an. Die folgenbe Beratung bes Etats für die ost- asiatische Expedition gab dem Abg. Payer (Dtsch. Volksp.) Veranlassung, dem Wunsch feiner Fraktion nach baldiger Rückberufung ober Verminderung ber Besatzungsbrigade Ausdruck zu verlechen und gegen etwaige auf die Bildung einer Kolonialarniee abzielende Pläne nachdrücklich zu protestieren. Staatssekretär Frhr. v. Richthofen erwiderte in beruhigendem Sinne, doch die Forderung nach ätücfberufung der Brigade, ,chie mehr dekorativen Z.oecken" diene, wurde im Lause der Debatte erneut erhoben. In Verbindung damtt fand auch die volitische Lage in Ost- asien Erwähnung. Dem Prinzip der Sparsamkeit hatte schon die Budgettommisswn Rechnung getragen, indem sie rund 10 Prozent der Ausgabeposten strich. v«o»barjche trlwtijL- agen v. ,28di8U6*- rtnutx loiott ßger >nche ' 3568 •.atWL M I» ®te6etr_ Arbeiter Q 02203 ■hnien. MentljaL_ be öadora. 3627 uni jjeitrtag ;er Mann i ittntm as« tzettler. jytttn nnetrj'S:: r Der Reichskanzler und die Konservativen. Aus Berlin, 20. tilpril, wird uns gefchrieben: Der scharse Angriff des Abg. v. Oldenburg Reichstag gegen den Grasen Bülow, unter häufiger und entschiedener Zustinunung der Rechten, ist für unsere Regler ungs kreise eine vollstätidige Uelrerraschung gewesen. Aus diesen Grad von VerstimmungderAgrarier, hauptsächlich wegen der Nichtkündigung der Handelsverträge, war man nicht gefaßt. Es scheint aber geradezu eine „Kabine11sfrage" aus der Kündigung der Handelsverträge gemacht zu werden, d. h., dem Reichskanzler steht bei Nichterfüllung dieser Forderung ein „Sturm der Agrarier" bevor, arger noch als der zu Eapriois Zeiten Ter konservative Abg. Gras v. Schwerin-Löwitz hat kürzlich in engerem Zirkel diese Aussicht eröffnet. Das Organ des Bundes der Landwirte, die „Tagesztg.", deutet heute abend das Rezept an, wie dem Grasen Bülow die Macht der Konservativen fühlbar zu machen ist. „Deutschland und Preußen stehen vor wichtigen Aufgaben; die Lösung dieser Ausgaben wird wesenllia) erschwert, ja vielleicht gefährdet, wenn man nicht endlich Klarheit über die wirtschaftspolitische Zukunft des Reiches schasst." Ohne konservative Unterstützung seien die Ausgaben der Zu- kunst nicht oder doch laum zu lösen. Der in diesem fettgedruckten Satze liegende Hinweis auf daS Schicksal der Kanalvorlage in Preußen ist hinlänglich deutlich. Entweder die Külwigung der Handelsverträge — oder die Kanalvorlagen fallen durch. Ta war fchlieglich der konservative Führer Graf Kanitz doch noch bescheidener, als er vom Grasen Bülow als Vorbedingung für die Annahme der Kanalvorlagen „Taten" gegen die Sozialdemokratie verlangte. 9hm sind es bereits zwei Vorbedingungen, und da aller guter Tinge drei sind, dürste die dritte nicht allzu lange aus sich warten lassen. Das eigenartige ist dabei, dag gerade von konservativen Zellungen Graf Bulow eben erst höchlich belobt worden ist, bag er jedes politische Moment bei d.n Kanalvvr.agrn vernunfugerweise ausgejchaltet habe. Dadurch werde Die Verständigung erleichtert. Nun mit einernrnale werden ganz fernliegende Dinge in Die Erörterung hmelligetragen. Die Kanäle in Preußen und die vom Reich zu bewirkende Kündigung der Handelsverträge haben nichts miteinander zu tun. Trotzdem sollen sie, zu Rrvanchezwecken, beii-^pelt werden, wenn es nach den Wunsck)en oer Agrarier geht. Unter diesen Umständen dürsten die demnächst beginnenden Kanal-Debatten einen sehr bewegten Verlau, nehmen. ter ursche rftluigtlbad)- tr Qitaartb 02275 BiBaann. recht, ter dauernde 02294 k'ianIüZe 60. fit 6i6 und dro? MwesL. 1901-11102, 1902/03, 1903/04. DiätSirossh. Kreisschulkonimissiou Gietzen ä* an die Schulvorstände des Kreises. 'tjTTS- koionit Sie unserer Auflage vom 22. März L IS., ™ lW f SImtÄl Nr. 2, noch nicht entsprochen haben, werden Sie 1 ' er 1. Allgemeine Deutsche Wohnungskona- tatt. Gegenstände von großer Wichtigkeit stehcn ai '■ Tagesordnung. Die entscheidenden Fragen, ivcltte änderungen nie Wohnung-Verhältnisse bei uns etwa - dem Jahre 1870 erfahren haben und ob eine Wendung - Besseren festzustellen ist ober nicht; ferner bei b:?k Erfolg ber Reformmaßregeln unb ber Einfluß ber imi wirtschaftlichen Flutwellen auf die Wohnungsverbair i werden durch einen eingehenden Generalbericht belcu > werden. Es folgt eine Erörterung über die Anis. . von Reich, Staat und anderen öffemiil- lichen Körperschaften in der Wohnung)!- i wobei auch die Frage einer Reichswohnungsa!! g eb un g zur Behandlung kommen wird. Äe' tädni* Aufgabe einer gründlichen Umwandlung in der VesLc-' ung der für die Bautätigkeit nötigenden- insbesondere der zweiten und späteren hnpoibd.7 wird das Thema des zweiten Berhandlungstages bil Zum Schluß findet eine große öffentliche' über das Thema „Wohnungsfrage und S3olf5tnoM" c gegliedert in die Unterabteilungen: „Wohnungs-^: t Volkskrankheiten" und „Wohnungsfrage und 5 mili e". Daß sich im Anschlüsse an den Kongreß reithl. Gelegenheit zu interessanten Besichtigungen (z. d ber: > fangreimen gemeinnützigen Bauunternehmungen in surt) und Ausflügen bieten wird, sei nur nebenbei erwhr: Dadurch, daß die eigentlichen Kongreßverhandlui gen c ■ nur zwei Tage zusammengedrängt sind, wird b. an Zeit knapper Bemessenen die Teilnahme mb.;.1!: .. Erster Vorsitzender des Vorstandes ist ber Prim.('ein v. Schönaich-Carolath, Mitglieder des Organisaturns & - schusses sind vH. a. Oberbürgermeister Tr. Staatsminister a. D. Frhr. v. Berlepsch, Mor 2r - Bodelschwingh, Prof. Dr. Lujo Brentana-Mun" ? maschke, Reg -Rat Dr. Dietz-Darmstadt, fludjbruifem&ewir Englert-Offenbach, Bürgermeister Dr. frtnan b.:. ~ Prof. Dr. Harnack-Berlin, Fabrikant LanOe. Dr. Friedrich Naumann, Rechtsanwalt 2r. Dfann io stadt, Prof. Dr. Sombart-Breslau, Pros. Tt ? Darmstadt, Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Wolf Lag. . Ed. Bernstein-Berlin, Prof. Dr. Htntze-Müm'in. e /• ' Berlin. vermischte». • Torgau, 20. April. Infolge des Genu"':- gisteter Bohnen starb der Lehrer Schirmer m benachbarten Neiden. Es handelt sich »m ' ' Bohnen, vor deren Genuß die Wirtschafterin, da j schlechten Geruch verbreiteten, eindringlich warnte. -- aß Schirmer davon. Er verspürte alsbald schmeu verschied, ohne daß eS dem rasch herbeigerufenen -lru :• langen wäre, ihn durch Gegenmittel zu retten. ' Brüssel, 20. April. In JeetS 61 .... Anzahl Personen an Wurstgift erkrantl- Personen schweben in Lebensgefahr. • Havre, 20. April. Ein auS Neukaledonic' ' kehrender Dreimaster überfuhr die Barke „Reine - ein Matrose ist ertrunken. * New-York, 20. April. Ein verheerend^- wütete gestern Abend in Toronto (Kanada) in " . Wellington, und Porkstraße. DaS Feuer breitete m Morgen um 2 Uhr noch weiter auS. Der <*!-• bisher auf 6 Millionen Dollars geschäht. *DeutscheSSchwarzbrotamev 8 B nigSh 0 s. AuS London, 16. April, J71? ur ■ Eine englische Zeitung erinnert daran, dqb oe . die Königin schon seit langen Jahren regelrm b, Schwarzbrot essen. Gegen daS Roggenbrot n . arj hier in den letzten Monaten ein außerorbe. -r. Kampf geführt worden, und insbesondere b * * .... 1 Händler dasselbe immer alS Beweis bofui a *J"n. sucht, daß eS den Leuten bet einem schlechter gehe, als in Ländern, wo das ij; ) -r.: noch gelte, denn in England könnten bte i. ■ n.11It stenS noch daS gute Weißbrot essen, w rr ^... Deutschland nur „dieses entsetzliche swwar, ( komme. Der König unb bie Königin Hao 1 hi biefe Angriffe nicht beirren lassen, und ' bas Schutzzollsystem mit allen feinen furcht • . zen eingeführt werden sollte, bann wuro^ '। ,.^iinrn t ung der britische Untertan immer itofö '^ .,q n t.’-f zu essen brauchen als sein König und fern * nnrb r lich essen. DaS beutsche Schwarzbrot - einem deutschen Bäcker Na men S 3^1 c backen, und dieses Brot wird alle mcnn fr ■ bin geschickt, wo der Ho, sicb 0cr^c '°mjrh tv^renb J Haupt tn England ist. 6«hr . ^oditrü^;rJ; Wockie noch auf telegraphischem Weg . man. Diin gegeben, benu in ber kömgltchen Luch ^.5 m König unglücklich ist, menn er fern bekommen kann. Die Köntgin dageg n uiuh so deutsche Brot auch, aber S t(t tfy finbct bi - sie nur gelegentlich davon. Nebng- - , Schwarzbrot neuerdings auch unter m.t Le Gn ' Anklang, und die deutschen Düä.r bemerken 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Tuberkulose der 1 2 1 dem Truer hatte in der letzten Zeit 16 Stunden utü) noch mehr täglich gearbeitet. Sein ganzer Organismus war zerstört. 1 1 gesunden worden sind. In Amerika scheint man ’t zu baden, diese neue Entdeckung noch ins- Oest. Kredit . . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Schlußkurse. 200.70 215.75 134.50 189.30 195.87 Anfangs- u. . 201.50 . 215.75 . 134.30 . 190.10 . 195.75 Katarrh „ . , Diarrhoe Brechdurchfall etc. hervorragend^ bewahrt bei . Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auSwartS nach Greßen gebrachte Kranke kommen. Donauländer d^e vorhandenen Meinungsunterschiede auSznqleichen. 4,as sudruffiime Borsenkomitee macht jedoch den Vorbehalt, daß nrr Beseitigung der gegenwärtigen Störung im Getreidehandel bis «iir gememschastlichen Ausarbeitung des allseits befriedigenden Vertrages die alten Kontrakte m Kraft bleiben. — Die Gctreidelmndler-Vereinignngcn oonBraila, Galatz und Konstantza haben sich nach der „91. Bad. Landesztg." nunmehr gleichfalls mit der Bcschicklmg einer neuen Konferenz zur Beratung des Getreidevertrages einverstanden erklärt. Köln, 20. Avril. Der „Köln. Ztg." u'wlge erklärten die Werke von Diffcrdinqen, Völklingen und Bürbach aus da« be- stimmteste, daß ste dem Walzdrahtverba »de nicht beitreten, so lange Phönix dem Stahlwerksverbande . i.bt angehört. — Zur industriellen Lage. Nach dem Gei.hästsbericht der A k k u m u l a t o r e n f a b r i k, A.«G. Berlin und Hagen pro 1903, weist das lausende Geschäftsjahr bis Ende März an fakturierten und noch auszuführenden Aufträgen ca. 550 000 Mk. mehr auf als in der gleichen Periode des Vorjahres. — In der General-Versammlung der Maschinen- und Armaturenfabrik Breuer t n Höchst ivurde mitgeteilt, daß das Werk zwar gut beschäftigt sei, die Preise aber noch zu wünschen übrig ließen. — Ter Verband deutscher Draht st istfabrikanten teilt in einem Bericht über den Geschäftsgang im Monat März mit, daß der von dem Zustandekommen des CtahlwerkSverbandes erwartete günstige Einstuß aus das Geschäft tatsächlich auch enigetreten sei. Äei der Kundschaft hat sich wieder einige Zuversicht in die allgemeine Marktlage entwickelt. Tie Käufe nehmen zu und die Verkaufspreise bessern sich. Auch das Ausfuhrgeschäft ist weit reger geworden. Märkte. Limburg a. d. L., 20. April. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.80 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.37 Mk., Gerste 8.50 Mk., Haler 6.60 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk. üfekes finden ---- mehl — Deutsch-Niederländischer Getreidedertrag. In einem Vorstand der Mannheimer Produktenbörse gestern vom Präsidenten des Odessaer Börsenkomitees zugegangenen Telegramm schließt sich die Versammlung der Delegierten' des südrussischen Börsenkomitees unter entschiedener Ablehnung des deutsch-niederländischen Getreidevertrags dem Vorschläge des Mannheimer Börsenvorstandes an. Derselbe geht dahin, daß bei dem deutschen Handelstag angeregt wird, eine Konferenz nach Berlin einzuberusen, um im Verein mit den russischen Getreidebörsen und denen der ’cftftitrv g< ) il! N'sich Literarisches. — 18 4 8. Sechs Vorträge von Pros. Dr. Ottokar Weber in Prag. („Aus Natur und Geisteswelt/ Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 53. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. [VIII u. 138 ©.] 8. Preis geb. Mk. 1.25. — Der Verfasser bringt in sehr knapper Form eine Darstellung der wichtigsten Ereignisse des Jahres 1848. Er sucht zuerst die allgemeinen Ursachen bieser Bewegung, schildert dann den Ausbruch derselb-»n in Paris, das Uebergreiien auf Wien und Berlin. Eindrucksvolle Beleuchtung erfährt die deutsche Frage: der großartige deutsch-nationale Aufschwung jenes Jahres, der in dem Frankfurter Parlamente gipfelt lind in dem Angebote der deutschen Kaiserkrone an König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen sein Ende findet. Auch daS Abschwellen der Bewegung wird erörtert, einige der hervorragenden Persönlichkeiten, von denen man allerdings manche der markantesten Erscheinungen vermißt, werden charakterisiert, der Gegensatz zwischen der Revolution im Frühjahr und im Herbste 1848 wird betont, endlich ihre Niederlage geschildert, zugleich aber auf die Wirkungen derselben hingewiesen. Der Verfasser geht dem Beweggrund im Handeln der einzelnen Stände und Parteien nach und sucht den rechts und links austretenden Extremen gerecht zu werden. Es ist eine lebensvolle, dabei durchaus objektive Darstellung der Geschichte von 1848. Kunst nnd Wissenschaft. Frankfurter R e s i d e n z t h e a t e r. Als „Frankfurter Residenztheater" wird daS bisherige Orpheum nach Beendigung einiger für den Sommer bereits abgeschloffener Ensemble-Gastspiele schon in diesem Herbst eröffnet und weitergesübrt. DaS Etablissement wird zu einem kür das moderne Schau- und Lustspiel geeigneten Theater eingerichtet nnb durchweg renoviert. Die erste Spielzeit des neuen Theaters wird Ende September d. Js. beginnen. Kiel, 18. April. Ihren 75. Geburtstag beging die Leiterin des hiesigen SchleSwig-Holsteinschen MuseumS vaterländischer Altertümer, Fräulein Professor Johanne M es t o rf. 1829 zu Bramstedt geboren, wandte sich Frl. Mestorf schon in jungen Jahren während eines Aufenthaltes in Schweden dem Studium nordischer Altertümer zu und wurde 1873 zum Kustos des hiesigen Museums ernannt, deffen Direktion sie 1891 nach dem Tode des Pros. Handelmann übernahm. In Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen wurde Frl. Mestorf Ehrenmitglied verschiedener ausländischer gelehrter Gesellschasten und erhielt vor fünf Jahren zu ihrem 70. Geburtstage — der erste Fau dieser Auszeichnung für eine Dame in Preußen — das Prädikat „Professor". Leipzig, 19. April. Der Ausschuß deS zur Zeit in Leipzig versammelten Kongresses für innere Medizin erläßt folgende öffentliche Erklärung: „Der Ausschuß spricht den im schweren Kampfe stehendell Leipziger Kollegen seine volle Sympathie aus. Auch er hält Freiheit und Unabhängigkeit für die Grundbedingungen einer richtigen Entwickelung der ärztlichen Tätigkeit und des ärztlichen Standes nnd erwartet zuversichtlich, daß es den Leipziger Kollegen gelingen werde, einem übermächtig gewordenen Kaffenvorstande ihre gerechten Fordernngen in ihrem eigenen Interesse und zum Wohle der Kranken durchzusetzen und ihre so tapfer verteidigte Selbständigkeit zu wahren." Es folgen 52 Unterschriften medizinischer Kapazitäten, unter ihnen Vertreter aller deutschen Universitäten. yennilchtk 20. April- e"n sl°rb d» «fc iben. 66 n «muß di! D». «rbnitdffl, «W; «n. fc ,6 fi dm tM ;- duich S-g-oE i«. April. 3" ,3* an SButKS'f* , LrbrE ,, N.Apnl. (tc Wckhr l»y ttrunhn. t!, m. •mb m i ’ci ä# :i°nn> **!..:•< «ISftw Ite« il* •• M ,i **."• 11 iC* i■ ‘ ■ i .K? v-- Kandel und Mrlrehr. Volltswirlschast. Berliner Börse vom 20. April 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Ueber den Verlauf der heutigen Börse ist nichts Besonderes zu berichten. Das Geschäft bewegte sich immer noch in ganz minimalen Grenzen, und die Tendenz war nach behaupteter Eröffnung späterhin leicht weichend, wozu der Rückgang der russischen Werte, sowohl am hiesigen Platze, wie auch an den westlichen Börsen die Ursache gab. Grund hierfür war die unbestätigte Nachricht von einem Rücktritt des Admiral Alexejew von seinem Posten in Ostasien. Auf dem Kaffaindustriemarkt zeigte sich heute neiier- dings Interesse für die Aktien der Maschinen- und Pulverfabriken, welche teilweise nicht unbedeutende Kursaufbefferungen zu verzeichnen hatten. In Dynamit Trust Shares sanden nach festem Einsetzen größere Abgaben statt auf die Meldung der Hamburger Börien-Halle, daß die Dividende die vorjährige nur unbedeutend übersteigen würde; an unserem Platze jedoch hält man auch heute noch daran fest, daß die Dividende mindestens um 1 Proz. höher (also 81/, Proz.) betragen dürfte. Prioat-Diskont 3 Prozent. ZIniverstLäts-Aachnchten. Wien, 20. April. Der Rektor der Universität erließ eine Kundgebung an die Studierenden, worin der deutsche Charakter der Wiener Universität betont und entschieden erklärt wird, jedem Versuche entgegenzutreten, der daraus abzielt, diesen Charakter zu verletzen. Wer die Universität Wien beziehe, übernehme die Pflicht, diesen ihren deutschen Charakter anzuerkenncn und zu wahren. Der akademische Senat erwarte, daß die Studentenschaft sich nunmehr vertrauensvoll und willig allen Anordnungen der akademischen Behörden füge. Sollten die Studierenden die Ruhe und Ordnung an der Universität stören, so würden die strengsten Strafen, nötigenfalls Verweisung von allen österreichischen Universitäten, verhängt werden. Harpener Bergbau Tendenz: Schwach. Frisch eingetroffen: Geflügel. Neue australische AepfelJ Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung. Kerichtssaal. — Eine traurige Erziehungsgeschichte spielte sich vor dem Dresdner Landgericht ab, vor dem sich Baronin Marte Hedwig ».Biedermann zu verantworten hatte. Sie heiratete im Jahre 1891 den damaligen Oberleutnant Christian Freiherrn v. Biedermann. Der Ehe entsproffen 7 Kinder, darunter die jetzt 13 jähriye Baronesse Leonie. Diese soll die Freifrau fortgesetzt mit einem gefährlichen Werkzeug körperlich mißhandelt und durch lebensgefährliche Behandlung geschädigt haben. Infolge einer von einem früheren Dienstmädchen der Angeklagten bei der Polizeidirektion erstatteten Anzeige entfernte das Amtsgericht sämtliche Kinder des freiherrlichen Ehepaares aus der elterlichen Gewalt und brachte sie im Josephinenstist unter. Das Landgericht gab auf Beschwerde den Eltern die Kinder bis auf die Baronesse Leonie zurück, die dem Kloster Mariastern bei Kamenz zur Erziehung übergeben wurde. Die Baronesse war aber nicht mehr zu bessern, sie ergab sich trotz ihres jugendlichen Alters sogar Ausschweifungen. Die bösen Eigenschaften des Mädchens mögen nun die Mutter veranlaßt haben, sich einer strengeren Züchtigungsmethode zu bedienen, um das Kind zu Keffern. Die Familie des Freiherrn befand sich in einer traurigen Lage. Der Freiherr mußte wegen Lähmung seinen Abschied aus der Armee nehmen. Nach der Anklage wird der Freifrau zur Last gelegt, im Oktober 1902 die Baronesse Leonie zwei Wochen hindurch im kaltenKohlenkeller eingesperrt, dann wochenlang das Kind im ungeheizten Zimmer, nur mit einem dünnen Kattunkleiochen angetan, verwahrt und ihm nur alle zwei Tage Essen verabreicht zu haben. Die Hauptbelastungszeugin Thuma behauptet, die Baroneffe habe zeitweilig jeden Tag ein oder mehreremale 30 bis 50 Stockschläge erhalten. Die Mutter habe ihr Kind an die Gurgel gefaßt, es mit dem Kopfe an die Wand gestoßen, sodaß es Schwielen davongetragen, derart, daß nicht einmal dieHaare haben gekämmt werden können. Nachts habe das Kind nackend liegen muffen und sei derart geschlagen worden, daß das B e 11 große Blutflecken aufwies. Hemd, Hose und Röcke des Mädchens seien ebenfalls mit Blut besudelt gewesen und einmal habe die Mutter dem Kinde ein brennendes Licht unter die Nase gehalten. Nach neunstündiger Beweisaufnahme beantragte Oberstaatsanwalt Dr. Wülffen die Bestrafung der Baronin, plädierte indessen für mildernde Umstände. Nach zweistündiger Beratung erkannte der Gerichtshof auf kostenlose Freisprechung der Baronin, da das Gericht die Behauptungen der Belastungszeugen nicht als zu einer Verurteilung hinreichend erachtet und weil auch ärztlicherseits nicht mit Bestimmtheit behauptet werden konnte, daß die Verletzungen durch Züchtigungen entstanden sind. — Gegen die freigesprochene Baronin schwebt noch ein Verfahren wegen Betruges und Tar- lehnschwindels. .. Äe Zahl ihrer englischen Kunden von Woche zu Woche fl-p i wird. Die Engländer fangen an. einzusehen, das; es n « : ster und daher billiger ist, als das englische Wcizen- V hr Romantische Flucht eines Gefangenen. AIL-.Krakau wird berichtet: Aufsehen erregt hier die F VX 1 eines Häftlings Namens Ledwos aus der Unter* si tu igshaft des Strafgerichtes. In höchst origineller D E? am Hellen Tage zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags h n- -? die Flucht unternommen. Ledwos rief absichtlich gleiten mit Zellengenossen hervor, um in eine Einzel- zc ii ?ingesperrt zu werden. Als dies gelungen war, h!nr^ er mit den Fingernägeln das Holz von den Tür- a irr n ab, sodasi er schließlich die Tür mit einem Stoß n 'fir i und aus den Korridor hinausgelangen konnte. Nach b liti" Vorbereitung wartete er b's Samstag, an welchem TM stets sämtliche Kamine des Sttafgerichtsgebäudes ge- sc«üv"rden N"ch An'unft der K'miuf^r charakterisierte V W o$5 sich als Kaminfeger, in dem er mit Ofenruß das rv " t und die Kleidung schwärzte, von den Stiefeln das CKleider abschuitt, sie dadurch in Pantoffeln verwandelte u ans dem gewonnenen Leder sich einen breiten Gurt a TH fügte. Vom Hut riß er die Kremve ab und verwandelte il rf- in eine runde Kappe, wie die Kaminfeger sie tragen. SDv?: kleidet hob er die Tür aus den Angeln uno spazierte im elfer Ruhe, von niemandem gehindert, zwischen den auf b vkHicrcridoren und am Hofe postierten Wärtern und Justiz- fr zum Haupttore hinaus, das ihm vom Portter ge- e |f-! -wurde, und wendete sich in die Richtung zur VorstI4e: Podgorze, wo seine Spur verschwindet. 'Milch in Postpaketen. Es ist verschiedentlich 6 enrouf hingewiesen worden, daß jetzt Verfahren zur Her- t tont!; eines Milchpulvers von einwandfreien Eigen- b' Winbcre zu Ohmftcn der Hhgiene auszunutzen. Das Milch- t Kutrriift leicht, gelblich, von etwas flockiger Beschaffenheit in r rwandelt sich durch Zusatz von Wasser in eine F nLfigfeit, die im Großen uno Ganzen weder durch das Willie noch durch den Geruch, noch durch den Geschmack v>oe-. so" scher Milch zu imterscheiden ist. Einen erheblichen U.h!rtr| ^aepolizei die Abenteurerin fest. — Von derselben PolMbclhörde wurde eine zweite Hochstaplerin verhaftet, der '.! Äreiche Inhaber von Hotels, Pensionaten sowie Ge- menKüie bende ^um Opfer gefallen sind. Unter dem Namen Fr ''Sl. Ar. Käthe Klein tauchte im Oktober vorigen aV/f? bbie 35 Jahre alte, von ihrem (Zchemann geschiedene iit Ä imann geborene Kain in Berlin auf und logierte ich ) äiichst in besseren Hotels ein. Nach etwa zehn Tagen versHiLind die elegant auftretende „Frau 5)oftor", ohne auf d tit Präsentation der ansehnlichen Hotelrechnung zu iiarnfc- Einen Tag vorher pflegte sie noch sich kostbare Hobb- r.us Konfektionsgeschäften zusenden zu lassen, denen sie /i.v'Ling „am nächsten Tage" zu machen versprach. Als er "aplerin das Leben in Hotels zu unsicher erschien, ertt.e sie sich Pensionaten an. Aber ihre Spur war der i’I-'.ijiri mcht entgangen; man folgte ihr in ein elegante ) im, und als sie von dort verziehen wollte, wurde sie r Untersuchungsgefängnis ab geführt. Frau Heimannr a tstammt einer russischen Familie und hat einst besscsk Oage gesehen. •'irdtfberung des eigenen Tobeskampfes. Dr. :ih mn Paul Truex in Newyork hatte im Kranken- hausM i ic Operation vorzunehmen, aber schon bei der nh L.i im Krankenhause über große Müdigkeit geklagt und ! ■ anregendes Getränk verlangt. Die Operation war s In- • » erig und erforderte angespannteste Aufmerksamkeit. rbißig Minuten hindurch war Dr. Truex bereits bei bÜ Liberation tätig, die, von Erfolg gekrönt, schon fast becnMiviar, als er plötzlich einen tiefen Seufzer ausstieß und t "I idem Ausruf: „Es ist so weit, mein Gott, es ist so ro< :nt :?ont Operationstisch seitwärts taumelte, das Messer falle: m chf und seinem hinzueilenden Assistenten Dr. Herri- mamMn die Arme sank. Während ein anderer Assistent das i.gegangene Werk des Dr. Truex zu Ende führte, wurd # ei er in ein nebenliegendes Zimmer getragen, ent- Heibt tsmii) auf ein Bett gelegt. Nach fünf Minuten öffnete er bi i ligen und sagte mit leiser Stimme: „Es hat keinen Zwec'-L bapß Sie mich zu retten versuchen. Ich sterbe an akute ro n-tzerweiterung." Dann sprach der Sterbende weiter: „Ich?! f:te: das Gefühl, als wäre mein Körper eine Woge im CiDxi Es kommt mir vor, als ob er aufstiege und toiebt "f ü? berfänFe. Mein Herz schlägt schwer gegen seine W.ini 4 C"b3 will springen. In der Lunge habe ich das Geiü' ,v§ würde sie von einem ungeheuren Schraubstock zu sau ir-Mi;epreßt. Jetzt ist die Tätigkeit des Herzens nicht mehr ' intensiv. Mir scheint, daß ich die F-ähigkeit, etwas zu er mxtien, verliere. Mein Herz bewegt sich gerade nur noch. - i sterbe. Grüßt meine Frau und meine Kinder. Es i |u u Ende." Bald barc.uf war Dr. Truex tot Dr. Julius Fischer 3612 Schulstraße 6. Anfertigung eleganter Herrengarderoben unter Garantie für guten Sih und tadelloser Ausführung. Spezialität in echt steirischen Herren- und Damen- Schafwoll-Loden, daS beste für Haus, Straße und Reise. Aufträge werden behufs prompter Lieferung zeitig erbeten' & *rni Ä . k!? im hebotf) bttfen \ chc unb ein S?1 • ?on großer Siäti 'V'. En 'st oder nicht- i,.V imaferegeln und be">- utwellen aus dir r,V -^eingehenden fine Erörterung jfel' ^QaEl und anbtit-' "°sten in der?(- ege einer ^Handlung konnnen r- redlichen UmtoünMir:- leSautätigleiiii; Jiwiten und sväirn- ^8 zweiten 'et eine große ösirx- Dohnungssrage unif: Unterabteilungen: _S- iten" und „Sofc- b im Anschlüsse ante! lieressanten Besichtig nnüyigen Bauuntemn ,en bieten wird, sein : eigentlichen fonpr zusammen gedrängt t Bemessenen die tot i des Vorstände» ii lach, Mitglieder dri i Lberbürgemei T. Frhr. v. Beriet tros. Tr. Lujo Brer Dr. Tietz-Tarmstadi , Bürgermeister 2: -Berlin, Fabrikant irimann, RechtsaM Lombart-Dreslau, Reg.-M Pros. Sri clin, Pros. Tr. M Eingesandt. (Für Form und Juhait aller unur dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) L i ch, 19. April 1904. Da durch das Entgegenkommen dex Großh. Staatsregierung der projektierte B ahn b au Lich—Grün berg als natürliche Fortsetzung der Linie Butzba ch—L i ch sich zu realisieren scheint, dürfte es wohl an der Zeit sein, daß sich auch Stimmen geltend machen, die der allgemein verbreiteten Meinung entgegentreten, die ganze Bevölkerung Lichs sei mit der Passivität einverstanden gewesen, mit der man s. Z. dem Bahnbau Butzbach— Lich entgegengestanden hat, resp. wie hierbei die Interessen der Stadt Lich gewahrt oder vielmehr wie sie nicht gewahrt worden sind. Das kann man ruhig konstatieren, nie und nimmer hätte man ich in den Schmollwinkel zurückziehen dürfen, sondern mit Energie bet der Sache mithin müssen, dann wäre manches vermieden worden, was den geschäftlichen Beziehungen LichS nur nachteilig ist, und es wäre nicht die Handhabe gegeben, wie man zu lesen und zu hören bekommt, der ländlichen Bevölkerung zu sagen: Seht Ihr, was man in Lich für Euch übrig hat? Nun die ernste Mahnung, für die Folge eine kraftvolle und ztelbewußte Haltung bei Eisenbahn- und anderen wichtigen Fragen einzunehmen und gegebenen Falls mit Ovferwilligkeit entgegenkommen, zumal unsere Gemeinde in pekuniärer Hinsicht mindestens ebenso leistungsfähig ist als andere auch, zu bedenken, auf welche nicht gut zu machende Weise eine Kommune geschädigt werden kann, wenn der gegebene Moment verpaßt wird und eingedenk sein der Worte unseres Kaisers: „Tie Welt steht im Zeichen des Verkehrs". 7. W, MöchkuMe kledttßchl der Todesfälle iu der ZtM Gießen. 14. Woche. Vom 27. März bis 2. April 1904. Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 20,80 nach Abzug von 4 Ortsfremden: 13,23 °/no. _ _ Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Lungen 2(1) 2(1) Tuberkulose anderer Organe 2 1 Keuchhusten 1 —— Lungenentzündung 2(1) 1 (1) Lnngen-KrebS 1 1 Herzfehler 1 (1) 1 (1) Altersschwäche 1 (1) 1 (1) tm Wochenbett 1 1 Summa: 11 (4) 8(4) Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, sowie für die reichen Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Georg Hisgen und Kinder. Lich, den 20. April 1904. 02293 Stenographie 'W Gabeäsberger. Jffl Freitag den 22. April, abends 8 Uhr, be- ginnt im kaufmännischen Bereinshaus, Nordanlage 15, ein neuer Anfänger-Kursus, zu deffen Besuch wir ergebenst einladen. 3534 Unterrichtsdauer 20—24 Stunden. Honorar 6 Mark. Bekanntmachung. Betr.: Die Vertilgung der Raupeuuester. Die Garten-- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hierinit ausgefordert, bis zum 20. Mai d. I. ihre Baume, Sträucher und Hecken von den Raupenneslern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die tn § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupeiinester auf Köllen des Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 19. April 1904. 3671 Grotzherzogliuie Durgermeisterei Gießen. ___________ Mecum._______________ Bekanntmachung. Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1904 (vom 1. April 19J4 bis Ende März 1905), sowie die Voranschläge des StadterweiteruugSfonds, des Elektrizitätswerks und des Gas- uud Wasserwerks sür dieselbe Zeit liegen in Gemäßheit des Artikel 83 der Städteordnung vom 2L bis 29. April d. I. auf dein Bürgermeisterei-Büreau, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht der Beteiligten offen. Gießen, den 20. April 1904. 3670 Großherzoglutze Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsvergebnng. Die ChaussierungS - Arbeiten für die Einfahrt des städtischen Gaswerks an der Ostanlage sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Der diesem Ausschreiben zu Grunde gelegte Vertragsentwurf liegt während der Dienststunden auf unserem technischen Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Angebote sind unter Benutzung der bei unS erhältlichen Vordrucke bis zum Donnerstag den 28. d. Mts., vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Anmeldungen nehmen entgegen: der erste Vorsitzende, Kreis- amtSbureauvorsteher Schiffnie, Grünbergerstraße 3, sowie der Leiter des Unterrichts Dienstag (19.), Freitag (22.) abends von 8 bis 10 Uhr, im kaufmännischen Vereinshaus. Fortbildungskurse: Dienstag u. Freitag, abends 9—10 Uhr. Redeschriftkursus: Mittwoch abends 9—10 Uhr. Der Vorstand des Gabelsberger Stenographen-Vereins Gießen, (gegr. 1861) vervollständigt« Neuester Plakat-Zahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt a. m., Lasse!. Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen, Wetzlar, Loblenz, Löln, Fulda, Alrfeld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Laubach, Lich, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Lisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Vieberthalbahrr zum Preise von 20 pfg. tn der Expedition der Gießener Anzeigers vorrätig. — Der . Fahrplan kann auch durch die Aus- träger des Gießener Anzeigers A SÄl bezogen werden. JE Gießen, den 21. April 1904. 3684 Städtisches Gas- und Wasierwerk Gießen. Otto Bergen. Ehemnitz i. Sa., den 20. April 1904. 3700 Die glückliche Geburt eines munteren Knaben zeigen nur hierdurch hocherfreut an Gymnafialoberlehrer vr. Franz Kummer und Frau Sltsaveth, geö. Itudolph. Verein für vereinfachte deutsche Stenographie (Einigungssystem Stolze-Leyrey) Gießen. Vereinslokalr Restaurant „Zum Andres", Sonnenstraße. VereinSabend: Jeden Dienstag. Aufforderung! Wir richten hiermit an alle Schriftgenossen in Gießen die Bitte, sich unserem Verein anzuschließen. Regelmäßige Vereins- u. Uebungsabende, eine Bibliothek, sowie eine große Anzahl der bedeutendsten Tages-Zeitschriften unserer Schule bieten allen Schriftgenossen Gelegenheit zu weiterer Ausbildung und geselligem Beisammensein. Gleichzeitig laden wir zur Teilnahme an unserm Dienstag den 26. April, abends 81/, Uhr, in unserem Vereinslokal beginnenden Anfänger - Kursus ergebenst ein. Dauer des Unterrichts 10 Abende. Honorar einschl. Lehrheft 6 Mark. 3545 Anmeldungen werden in unserem Vereinslokal, wie auch seitens unseres Vorsitzenden Herrn K. Reitz, Marktstraße 23 (Laden) entgegen genommen. Der Vorstand. Allgemeiner Verein für Armen- u. Krankenpflege. Ordentliche Kauptversammlüng Dienstag den 26. April d. I., nachmittags 6 Ahr, im oberen Saale des Kememdehauses, Knchstr. 9. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Jahresrechnung. 3. Vorstandswahl. Die Mitglieder deS Vereins werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 u. 7 der Statuten ergebenst eingeladen. 3574 Der Vorstand: D. Schlosser. Auscstneide Lehranstalt Grünbergerftraße 14a (Mittelbau). Maßuehmcu, MusterzeiLuen, Zuschneide« uud ® erarbeiten kann jede Dame gründlich erlernen. SV* Der Kursus beginnt am 25. April 1904. 3608 Liu» Fetri, geprüfte Feprriu. Oelgemälde-Berkauf. Da ich nur noch einige Tage mein Ausstellungslokal, Marktplatz 11, inne habe, unterstelle meine Oelgemälde *98 einem sehr billigen Preis dem Berkaus, darunter viele neue Erwerbungen berühmter Künstler. 3699 Hochachtungsvoll Carl! Leib senior, Malcr. d«"? «Lyrendiplom Münchener Auustautstelluvg. heute ab lasse auf sämtliche Konserven einen Preisabschlag d°« 10% eintreten. 3543 Eberh. Metzger, TeltMiveg 70. Telefon No. 305 hervorragende Neuheiten in Tapeten von den allerbilllgsten Naturell-Tapeten bis zu den hochfeinsten Spezialitäten wie Zngraln-, ***** und Leder-Tapeten HeftO, Ersatz sür Seibespannung Salubra, abwaschbare Ztosftapeten Detorations-Friese in jedem Genre Lincrufta und Anaglypta, Relles. Tapeten für Sockel, wand und Decke empfiehlt in größter Auswahl Heinrich hochstätter Tapeten-Zpezial-Geschäst Schlohgafse J9 — am Standplatz Nordeck. IsmIiWl MDlill. Zu dem am 20. Mai d. I. hier im Saale des Herrn Heinrich Stclzenbach stattsindenden WT Balle ladet fteundlichst ein 3695 Anfang 4 Uhr nachmittags. Das Komitee. Atz. AMs-Eisentztz-Verm Cichtz 2lm Samstag dem 23. d. MtS., abends 8 Uhr- Abend-Unterhaltung in Steins Karten zum Besten der Stiftung Eisenbahntöchterhort Konzert, Gesang, Theater und Tanz. Eintrittsgeld für Erwachsene 20 Pfg., für Rinbrr „„ 14 Jahren 10 Pfg. Alle Mitglieder und Freunde des ihren Familien werden au zahlreichem Besuch gebeten. __Der Vorstands ' Genaania-5aal, Mr. Sonntag den 24. April: M Große Tanzmusik wozil freuiidlichst einladet H. Scherf, Für gute Speisen und Getränke ist bestens Sorge getrag». Alzeyer 3689 mündigt worden. ieS? 5 I Gewinn Mk. 2 a 1000 4 ä 500 o Ar- jyiarktstra£jj: Emil Fischbach. billig uW bei - 5000 2000 2000 2000 2000 2000 1 1 6 10 581 als: lnudwirlschafluqc Maschinen, Kayrrabn, Nähmaschmeu re. Gewinne v. 20Mk. ö werden auf Munich mu w , bar auSbezahll. Lose erhälllich bei & Richard Buchiick-i Gießen, Rkucubauc 11. 20 ä 100 100 ä 20 Sekanntmachung. Der Landwirt Johann Friedrich Schmidt von Trais-Horloff ist wegen Trunksucht ent» 4) - Ziehung gar. am 13. Ra, Lose nur 1 Mk. U L. 10 Jll. Porto Hauptgewinn ca. vH 3000 Elegante Equipoge mu vu Pferden u. DoUfianö. Weaur. 200 ä 10 Melan^ \Kaffe£T la. Speise- und Salatkartoffeln empfiehlt 2592 I. Haukel, Schloßgasse 6. Alvert's eorwuiiuu^i SliiiiitniMmi T Knochenmehl h-rum-hl Bamnwachs Ainltimc Oelfarbe uuv «ade rk. «. Adter-Drogerte - tz Otto -chaas. öetanntmachung. In das Handels - Register ivurde heute bezüglich der Firma „Gustav Wglter vormals Fr. Seibel" zu Gießen eingetragen: Der Auguste geb. Schußler, Ehefrau des Kaufmanns Gustav Walter in Gießen, wurde Prokura erteilt. Gießen, den 13. April 1904. Großh. Amtsgericht. [3687 lst«f HochfejSÄÄ Versuchen Sie Ihr Glück! Nur 2 Mark kostet ein Los d. chancenvollen Eisenacher Geldlotterie Ziehung garant.26.-29.April Bar ohne Abzug! Geringe Losezahl. Gesamtgewinne mit Mark 45000 I Hauptgewinn Mark 20000 in jeder Preislage- Solide Ausführung unter Garantie _ Franko Lieferung - Eigene Werket*“- MöbelmaflaziD Aug. Ossmann 89 Selterses * Pferd ca. ulk 1200 Pferd „ , looo Fohlen , , 3000 Rinder, , 3000 Gewinne , 5600 Hämatogen ^Adler"°iviarke, Jlascbe 2 ■" 5 M-6 Mk.LbPfg. Adler-Trog,^ ^eltersweq 39. £tto Lcha« Hungen, den 19. April 1904. Großherzogliches Amtsgericht. (^Forderungen an den ent» mündigten Johann Friedrich Schmidt von Trais-Horloff sind bei Meidung der Nichtberücksichtigung bet Regulierung seiner Vermögensverhältnisse binnen zwei Wochen bei dem unterzeichneten Vormund anzumelden. 3690 Trais.Horloff,20.Aprill904. Heinrich Carl Hublitz. 2500 a 4 IQ OOQ Los 2 Mk. <11 Lose 20 Mk.) in Giessen bei Rich. Buchacker , Haupt- Kollektor, Wllh. Semmler. Phil. Weller. 2880