154. Jahrgang Erstes Blatt Donnerstag ÄL.Aprill904 d - Bonn i r N c’anbem t Feuilletsn. der Odysseelcrrchschaften' (J-'iiL rfaj । besser getan, fofon wäre es ihnen itrj ■ '? blutigen Drama- n- -t einem SchuHmams- Linder, Amra unb i n in der Zwischenzeit a? eine And lag tf ie Tat war mit einer- eben. Die Rettung-r »hn ins Mrgerhol- im linken Oberer besteht keine irfcn Mtverkust he len, das ohne Neri oli^i dem Amenps Ter Täter, Gustav i Nt Krieg zwischen Japan und Kußland. Neuer vom Kriegsschauplätze. und di- Wt meist nur als den „* ung "verbunden, u7d Wen 4,1 bCr ®CW Un'"erCC 9eifH8en Mte' bb. Wk. 93 IHilttieint täglich -«in Sonntags. Sl tec3ie6enet Anzeiger rc wr-n Im Wechsel mit bi »«rieiflschen Landwirt ,1 )iH;eigtner Kamillen, dl Ust viermal in der i>che beigelegt. W Hi-icmflbrud u. Der» lr ea tFp hwrha« Ss iin *■ Die fremden Schiffe und Rußland. Im englischen Unterhause erklärte Percy: Eine russische Zirkularnote an die Mächte wurde uns am 15. April zage- stellt. Tie Note behandelt folgenden Gegenstand: Generalgouverneur Alexejew erklärte, daß, wenn neutrale Dampfschiffe, die auf der Höhe der Küste der Halbinsel Kwantung oder innerhalb der Zone der militärischen Operationen der russischen Seestreitkräfte festgenommen werden und Korrespondenten an Bord haben, die dem Feinde Nachrichten mit Hilfe von verbesserten Apparaten zugehen lassen, deren Verwendung in der Konvention, welche diese Materie behandelt, nicht vorgesehen sei, die Fälle solcher Korrespondenten als Fälle von Spionage behandelt und die Schilfe, welche mit Apparaten für drahtlose T legrophie ausgerüstet sind, als rechtmäßige Prisen angesehen werden sollen. Kriegsberichterstatter. Die „Neue Bad. Landesztg." meldet: Der bekannte deutsche Militärschriftsteller Hauptmann a. D. Ta n e r a (der Verfasser des ethnographisch recht interessanten japanischen Romans „Jzuna". D. Red.) hat, wie er aus Moskau berichtet, durch Vermittelung der deutschen Gesandtschaft die Erlaubnis erhalten, sich auf den Kriegsschauplatz nach Sibirien zu begeben. Aus Niutschwang meldet Reuter: Acht Berichterstatter und Vertreter von hervorragenden englischen, französischen, italienischen unb amerikanischen Zeitungen erhielten unerwartet Erlaubnis, nach Mulden zu gehen und verließen heute die Stadt. Es sind dies die ersten Berichterstatter, die feit Ausbruch des Krieges zu den russischen Truppen zugelassen werden . Der japanische Sprengstoff Shimose. Tokio, 21. März. Die Telegramme Alexejews Über das Bombardement von Wladiwostok sprechen von Lyddit- Bomben, die nicht geplatzt seien. Das ist ein Irrtum, da m der japanischen Armee weder Lyddit, noch Melinit, sondern Shim ofe, die Erfindung eines Japaners Dr. Shimose, ausschließlich verwendet wird. Dr. Shimose, ein sehr bescheidener Mann, der bei einem seiner Versuche den Gebrauch beider Arme verloren hat, hielt jüngst einen Vortrag über sein Explosiv. Danach hat es vor Schießbaumwolle, die mit Wasser versetzt werden muß, den Vorzug voraus, daß es nicht gefriert, vor dem amerikanischen Explosiv, das aus Gelatine mit Zusatz gemacht wird, die weniger große Gefährlichkeit. Weder Druck, noch Feuer bringen es zur Explosion. An Kraft steht es hinter dem amerikanischen Stoff zurück, rangiert aber vor Baumwolle. Welch furchtbare Wirkung Shimose hat, geht daraus hervor, daß ein russischer Matrose an Bord der „Warjag", der von einem solchen Geschoß getroffen war, nicht weniger als 160 verschiedene Wunden infolge von Geschoß- sptittern aufzuweisen hatte. Shimose wird aber nicht für den Kamvf gegen Menschen, sondern zur Vernichtung von Kriegsschiffen benutzt. japanische Flotte zerstörte, nach einer Reuter- mwliiniq aus Nagasaki vom 20. d. M., drei Kontakt- nriiintiii, die sie vierzig Seemeilen von dem Schantung-Vor- gsMgei entfernt auf der See treibend fand. 2emt „Standard" wird aus Tschifu telegraphiert, S Elasgnacht habe man dort schweren Geschütz- b । oonn e r gehört und auch die Streiflichter bon Schein- wi srkm gesehen. Von verschiedenen Seiten wird berich- tc-tt, bafö eine große Anzahl von japanischen Transport- m m.' Kriegsschiffen in der Richtung nach Port Arthur baitnrl'Htb gesehen wurden. Ii< japanischen Behörden geben zu, daß beständig Vup: st enge fechte am Jalu stattfänden, aber et- llc'Ntn :auch, daß zurzeit keine entscheidende Ak- t i ::n gefallen sei. Nachrichten über einen Zusammenstoß lalMeic jederzeit erwartet. Man schätzt die Russen am 3c’mli inf 50 000 Mann. Die wildesten Gerüchte, hauptsäch- ■ । riitfi aul^ koreanischer Quelle, sind im Umlauf, die aber abrWl unglaubwürdig fink (Hn:Telegramm des Generaladjutanten Kuropatkin irmdeu Zaren lautet: Wie General Kaschtalinski be- ricrfct:et, »war eS am 19. April am Ialu ruhig. Gegenüber ic'-ohtfi lund weiter oberhalb fuhren dte Japaner Erd- b e>'1es!i,gungen aus. Die Zahl der japanischen l impfen nimmt zu. Sie ziehen sich nach Widschu jftmntfit. Gleichzeitig rückten sie längs des Jalu nach Nv'Aldem weiter. Lichter von japanischen Kriegs- sch,öi|fe,it wurden von Kosakenposten in der Bucht von T sisimtui ssi, gegenüber dem Dorfe Votinsa, 25 Werft we'nW:joti Tatungau bemerkt. Die Schiffe stehen in einer EnAikmirng von ungefähr 50 Werft von der Küste. Wie GeiviÄül iMischtschenko meldet, sind japanische Schiffe auch ei riöoi ntsch oen gesehen worden. kurislusse, 17 Kilometer aufwärts von dem gleichnamigen Orte liegt. In den sechs Tagen zwischen dem 26. Februar und dem 4. März hatte aber eine berittene Abteilung einen großen Erkundigungszug nordwärts über den Epukirosluß hinaus bis zum Eisepfluß unternommen, also einen Marsch, der hin und zurück mindestens 150 Kilometer ausmacht' Es wurde festgestellt, daß die Herero westwärts ausgewichen feien, und daraufhin am 5. März der Vormarsch in zwei Kolonnen unternommen, von denen die eine dem Epukiro, die aridere dem Nossobtale folgen sollte. Am 10. März war Okandjesu erreicht, das in der Mitte zwischen diesen beiden Flußtälern liegt. Auch auf diesem Marsche bekam man keine Herero zu Gesicht. An diesem Tage wird geschrieben: „Die Schwarzen reißen überall aus, und wir laufen hinterher." Von Okandjesu liegt Owikokorero 130 Kilometer entfernt; diese ganze Entfernung ist am 11.—12 und einem Teile des 13. März durchmessen worden, an welch letzterem Tage die Katastrophe bei Owikokorero erfolgte. In den 25 Tagen, die zwischen dem dlbmarsch von Windhuk und dem Gefecht von Owikokorero verflossen sind, hat also die Kolonne Glasenapp nicht weniger als 600 Kilometer marschiert. Beritten waren bei der Truppe nur die Offiziere und eine kleine Abteilung Schutztruppen. Die beiden Kompagnien Marineinfanterie, die ihr angehörten, mußten die ganze Strecke zu Fuß zurücklegen. Während der ganzen Zeit wurde natürlich biwakiert, nachts fiel reichlich kalter Tau. Die Gegend war infolge der guten Regenzeit überall grün, und gewährte einen freundlichen Anblick. Gegenüber einem Gerücht, wonach die Kolonne Glasenapp schwere Verluste erlitten habe, be& gleichen auch die Kompagnie Fischel, erfährt das „Berl. Tagebl.", daß an amtlicher Stelle nicht das mindeste davon bekannt sei. Bei Okaharni fielen am 3. April auch die Seesoldaten Jean Geyer aus Mainz, Philipp Köhl aus Assen- h e im, Kreis Friedberg. BUliliin, 20. Avril. Das Kaiserin Jriedrichs- Hau;»'tr das arz t li ch e r tb i l d u n g s w e se n, dessen d m begonnen wurde, wird die staatliche Sammlung ärztlich Lehrmittel, mustergiltige Kursäle sowie die Ver- waltu- E'ume deS Zentralkomitees für das ärztliche Fort- bildun'Ui>esen in Preußen aufnehmen. Ferner wird in dem Li^tsk eine Dauerausstellung für die ärztlich-technische Indusgeschaffen werden, welche jeweilig ein Bild von den L gen der deutschen Industrie auf dem Gebiete der w ^>s:shaftlich-ärztlichen Technik, der chemischen Jn- dustrie"r:-.id:des medizinischen Verlagsbuchhandels darbietet. Nach iititr Besprechung, welche kürzlich im Kgl. Kultus- ministiVinn nut den Vertretern der hervorragendsten Firme-r>i:iutschlands auf den einschlägigen Jndusttre-Gebieten Piüschnd, ist das Zustandekommen des Unternehmens gesiche^M ---turne Erklärung desVerfassersvon„Erst- tlass riit?!Dl ensche n". Der Zwischenruf „L u m p" ist 6e- kanntli'HiM Reichstage von konservativer Seite gefallen, als de-.yL^i. Bebel den bei Otto Janke in Berlin erschienenen i'btmt des Grafen Bandissin „Grstllassige Menschen" i c:Wnte. Graf Baudissin wandte sich darauf an den Reichstagspräsidenten, um den Namen des betreffenden M- aeordneten -u erfahren, jedoch ohrre Erfolg. Als er sich darauf an die Leitung der deutsch-konservativen Fraktion des Reichstages wandte, meldete sich, wie Graf Baudissin in einer Erllärung, die er in Berliner Abendblättern veröffentlicht, sofort der Abgeordnete, der den beleidigenden Zwischenruf in der Sitzung getan hatte. In der Erllärung heißt es: „Nach meiner Erklärtrng, daß ich das Buch „Erstllassige Menschen", welches ich ausdrücklich als Roman bezeichnet habe, niemals veröffentlicht haben würde, wenn ich es vorausgesehen hätte, daß dasselbe als eine Beleidigungderganzen deutschen Armee oder gar eines bestimmten Offizier- korps aufgefaßt werden könnte, hat der betreffende Abgeordnete erllärt, daß er den mich beleidigenden Ausdutck nicht gebraucht haben würde, wenn ihm meine obige Auffassung bekannt geworden wäre." — Zum hundertsten Geburtstage Friedrich Prellers, zum 25. April, ist in der Reihe der von H. Knackfuß in Verbindung mit andern herausgcgebenen Kunstlcrmonographien (Bielefeld und Leipzig, Velhagen und Klasing^ ein Lebensbild des Künstlers erschienen, den seine GietzenerAnzeigers W General-Anzeiger ** 'S Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ____ ________zetqentetl: Hans Beck. illeSer den Untergang des „PetropawlowS^ nirrÄvvr der offiziösen russ. Telegr.-Agentnr berichtet: Als ('er fd*:t jsich an die Spitze der in Smlachtkolonne misge- ^el :.1I!^ Schiffe stellte, zeigte sich auf ihm ein Rauchwölkchen. Ein .«r ft koche Detonation erfolgte, worauf zwischen den 2d) Weinen eine Rauchsäule und eine riesigeFlamme aussHig. Es erfolgte eine Explosion. Das Hinterteil es । ^njöerschisfes hob sich auf dem Wasserspiegel empor, die > ütraiuben arbeiteten. Sodann versank das Hinterteil süH m Wasser. Fast in demselben Augenblick sank das Cd) iiiüi ir die Tiefe. Nach Mitteilungen eines Geretteten ,oar-.)::die llkomm and obrücke, auf der er starrd, unter W a 6 i||er, ehe man noch den Gedanken der Rett- un.gifasssen konnte. Alle auf der anderen 3c Miet er Brücke stehenden, darunter Admi- ralcEalkarow, kamen um. Sie wurden offenbar durrridiie Explosion verwundet. Die Katasttophe baueier: nicht länger als zwei Minuten. Doch gelang eine Amn-rcmfnahme. Die in der Nähe befindlichen Torpedo- bootHiliuiüb das Kanonenboot „Gaidamak" eilten zur Rettung der , "mnschaft herbei. Das Ereignis erschütterte alle 1 itrcf M. Die Trauerkunde durchflog die Stadt. Alle eilten nach : nm:Hafen. Niemand wollte den Untergang Makarows glauhh!r, alle hofften, daß er gerettet sei. Viele behaupten, daß : 3 115. April bei Port Arthur ein japanischer ■v r e rat rt unter gegangen sei und daß die Panzer Kabftg u" und „Ni ß hin" durch das indirekte Feuer am 15. AM.! iber der Wasserlinie beschädigt worden seien. ' Wort Arthur wird berichtet, daß 200 Arbeiter der balti.M Wersten an der Reparatur der beschädigten ' rie^Miffe befchästiat sind. — Die See wirft zahlreiche L r i •''iitr. an die Küste. Man glaubt in einer derselben üeS Admirals Makarow zu erkennen. Mexejew. - & cms guter Quelle der „Köln Ztg." zufolge bernte znicibe Admiral Alexejew fein Abschiedsgesuch cingetpEjt Die Entlassung des Admirals werde nach andere Meldungen den abfälligen Auslassungen zuge- schrieG-, ivelche Admiral Skrydlow in Petersburg über den ( LiHalter getan hat. Die russische offiziöse Telegr.- AgemE! nilt indes mit, daß offiziell nichts bekannt ist. <; ? nMt,. I 'NtSrt btr r •' ‘ 1 W Ift SS * flIT bic « IV6H ' 1 totrbtn. > auf JU||hl. nttond» £ ? * « v?;' , ^Nbemolrataikt^; 8 8eta»erlti SrnL k-ki-H < Tti • ' i v- 19 weiterhin unsere Aufmerksamkeit widmen. Deutsches Reich Berkin, 20. April. Man meldet auS Catania: Der heutige Ausflug des Kaisers nach Nicolon war von prächtigem Wetter begünstigt. Der Anblick von oben nichtbeutsche Hochschüler wenden. Redner erklärt, die Tschechen halten an dem Standpunkte fest, daß den Deutschen bezüglich der Schaffung anderssprachiger Universitäten kein Vetorecht zustehe. — Cs ist eine Interpellation betreffs Errichtung eines Denkmals für Robert Blum einrichten konnten, daß die über sie verbreiteten ungünstigen Nachrichten zum Teil nicht der Wahrheit entsprachen. Ob man auch bei uns in Hesien der Frage zur Begründung von lokalen Marktvereinen näherzutreten gedenkt, ist uns noch nicht bekannt geworden. Wir werden der Angelegenheit Figuren viel schlechter als bei regelmäßigen. Für die =r ung der Ergebnisse wird die Leistung der Aufmerkl^? als Erklärungsgrund herangezogen. Die verschiedet gebnisse beruhen nicht auf verschiedenen Mtf-.tgemhr ungen bei der Wahrnehmung, sondern aus verschiß ' Leistungen der Aufmerksamkeit. Sowohl logisch al?' - 1 logisch wird stets abstrahiert, alle Vorstellung?» sind ofi.w als Bewußtseinsphänomene, insofern sie abhcnnm s , der Apperzeption. Aus Stadl uud Karrd. Eießen, 21. April 19041 " AhlerS Affentheater findet hier viel Gestern war das Theater ausverkauft. Der Direktor hat entschlossen, noch bis einschließlich Sonntag abend Vorstellun - zu geben. ----- Kirch-GAnS, 20. April. Lehrer Diehlw> • nach Worms versetzt, seine hiesige Stelle erhielt Lehrer ? Hof-Gill, 20. April. Heute verunglückte i hiesiger Knecht. Wahrscheinlich gingen die Pferde beim : i durch und der junge Mann kam unter die Säemcischia^ ■ ihn schwer am Hinterkopfe verletzte. Acißerdem erlitt j? Bedauernswerte einen doppelten Bruch der Kinnlade, fc 3j wahrscheinlich einige Rippenbrüche. Der Verletzte wurde einem Arzte aus Lich bewußlos ausgefunden, dann üeitur:i>; und in die Klinik nach Gießen gebracht. Lich, 21. Mai. Die Vermählungsfeier v Prinzen Chlodwig von Hessen zu Rotenburg an x Fulda mit der Prinzessin Karoline zu 3olr HöhensolmS-Lich wird am 10. Mai in der b. Schloßkirche stattfinden. Darmstadt, 20. April. In der „Köln.Volksztq/ wir eine Notiz, aus Mainz datiert, wonach an bcm fto» lichcn simultanen Lehrerinnenseminar zu Dar-, lstadt nunmehr auch ein katholischer Geistlicher al§ Cb;> lehrer angestellt werden soll. Mit der provisorisch^) : - waltung einer Oberlehrerstelle sei Rektor Noas am ? » gymnasium zu Seligenstadt beauftragt worden. Che. lehrer wirkten je ein katholischer Geistlicher noch am Lch.. seminar zu Alzey und Bensheim. R -B. Darmstadt, 20. April. In der heutigen Versammlung des Evangelischen Bundes, Zmeigven« Darmstadt, konnte der Vorsitzende bei Erstattung des X: - berichts die erfreuliche Tatsache konstatieren, das? die Sahl11 Mitglieder wohl hauptsächlich mit infolge der Emqnnq die Aufhebung des Art. 2 des Jesuitengesetzes auf : 16 00 an gewachsen ist. Ueber die Aushebung bir; Artikels und des Verbotes der Marianischen Äonqrcqntior r sprach der Vorsitzende namens der Versammlung ties'les ? • dauern aus und gab dann Kenntnis von einem n iun vi. • schreiben des Oberkonsistoriums an die eucn.ielti Kirchenvorstände Hessens, mit welchem die höchste '' bekannte Kundgebung deS evangel. Kirchenausschußes Weiter konstatiert der Vorsitzende mir Freuden, daß di' Stimmen im Bundesrat gegen die Aufhebung dcZ §2 ob- I gegeben wurden. Der evangelischen Bewegung ui C : -■ f namentlich beim Kirchenbau in der Gemeinde• ium, . * bi weitgehendste Unterstützung zu teil werden. Weiter rourbf der Versammlung der neue Voranschlag gtnmv:: ca. 4000 Mk. balanciert, und darauf dec bis hi wiedergewählt. U. a. erfolgte noch bie Wilunq, Protestationsdom in Speyer nunmehr bestimmt m nar im I Jahre eingeweiht werden würde. . n Offenbach, 20. April. In der Nähe der valW I Ludwigstraße lief gestern ein 2 >/,jähriger Zvp : vor den Wagen Nr. 7 der elektrischen Bahn. Der Mg ' führer gab sofort Gegenstrom, doch war eS nicht mehr mag- hu verhindern, daß das Kind von dem Vordem^ - f a h r e n und g e t ö t e t wurde. Zwei zufällig au! ßcm . - Hängewagen mitfahrende hiesige Aerzte konnten nur u. > • gettekn-m Tod des Kinder sestst-llen. $* IW- Jungen, welche an dem Toremgang des rp- fiirterstraße Nr. 93 im Gespräch mit einer I stand, hatte nicht bemerkt, daß der Kleine von W 1 gebracht worden. Newy ork, 20. April. Professor Burgeß von der Kolumbia-Universütät empfiehlt in einem Revue-Artikel nach dem Vorgänge Theodor Mommsens ein einiges Zusammengehen Deutschlands, Amerikas und Englands, deren Völker durch Mstammung, sowie durch ihre Denkweise für Durchführung eines teutonischen -------- . .Weltenbundes wohl geeignet seien. Amerika solle durch über den Hafen und zum Aetna hinauf war großartig. ©djleifung der unzeitgemäßen Schutzzoll-Bar- Der Empfang des Kaisers durch die Bevölkerung war außer- vieren dieser Annäherung der> fortgeschrittensten Länder ordentlich. Ueberall spielten Musikkapellen: tausende Evviva ^^ ebnen. rufender und händeklatschender Menschen waren am Wege, darunter in geschlossenen Reihen die gesamte Geistlichkeit Konareh für f^perimentesse ^sychofogie, und die Seminaristen der unterwegs berührten Kirchen ■ M < 2 9 >. und Anstalten. In den Dörfern läuteten die Glocken. Der t. S4(, Kaiser empfing die Spißen der Behörden. Zahlreiche, kost- Dozent Dr. P. Ranschburg-Budapest: Ueber dre bare Blumenarrangements wurden auf der ..Hohenzollern" Bedeutung ber Aehnlichkeit berm Erlernen, abgegeben, darunter solche von den Deutschen Catanias, Behalten und der Re Produktion. von der Stadtverwaltung, wie auch vormittags dem Kaiser Der Gmftuy der ^ehnltchkeit "ufdas ^^rnen und auf dem ganzen Wege nach Rieolosi Blumen gestreiit wur- Behalten wird untersucht, indem einerseits eine Anzahl X HA Im Aufti-aae des Kaisers von Silbenreihen gemerkt werden, deren einzelne Elemente Dfiprfhiinririmrf w ^ürftentierq und Adjutant Elcbius sich nicht wiederholen, andererseits solche Silbenreihen, bei SXÄ ÄK Denkmal des ” gen bestimmt? Konsonankn wkberWra. W erweist nirt-pn yRpiTitri mih Tpnfpn dort einen KranK mit den deut-s sieh, daß das Erlernen ähnlicher Gruppen leichter, das Be- «It=n J Wgcr ist, als cs bei heterogenen Gruppen pelle spielte beide Hymnen. Das Publikum brachte Ova- der Fall ist. .,, .._ . F ttonen dar. Zur Abendtafel beim Kaiser waren geladen, Tr. Strevck en -Breda sprichtüber eine etnfaAe Wte* der Präfekt, der Prosindaco, die höheren Offiziere, Fürst thode der: Bestimmung derHorscharfe xnMrkro- Manqanelli und der deutsche Vizekonsul. Der Kaiser ge- nrillimetern. o .. . q denkt morgen die Reise nach Bari anzutreten. Privatdozent Tr. Wilhelm 231ttr — Die „Staatsbürgers" berichtet, daß der Kaiser Frage des Bewußtseins- und Aufmerksam- ein von dem antisem-ttischen Reichstagsabgeordneten Bruhn reit s um fang es. , r, r, ... . . f nrF1 eingereichtes Immediatgesuch, ihm den Rest seiner Unser psychisches Erleben besteht mcht ru eruer einfach halbjährigen Gefängnisstrafe im Gnadenwege zu er- mechanischen Aneinanderreihung Äscher Inhalte sondern 9 -- , soeben ab gelehnt hat. Ebenso sei ein von jeweckig w^den bestimmte Inhalte m dem Few des Mnden der Berliner konservativen Vereine ein- wußts^ns herausgehoben; die e-mzelnen Inhalte besitzen - Die einen verschiedenen Grad des Bewußtseins. Eine einfache lassen, soeben ab gelehnt hat. Ebenso sei ein von jeweilig ronwn Ä V L&miEh den Vorständen der Berliner konservativen Vereine ein- wußtseins herausgehoben; die einzelnen Inhalte besitzen gereichtes Gnadengesuch zurückgewiesen worden. Die einen verschiedenen Grad des Bewußtseins. Eine einfache „Staatsbürge^tg." erblickt in dieser Entscheidung ein Wet- Aufzahlung der jeweilig 'in dem ^^ußtsern^^rhandenen tersignal für den deutschen Antisemitismus Inhalte wird darum kein Bild des jeweiligen psychischen pnd behauptet, der Kaiser habe durch seine Entschließung Zustandes geben können. Immer muß der ^wußtseinsgrad bekundet und bekunden wollen, daß er zurzeit nicht gewillt bestimmt wer dem Hierfür SlAlen^ß^^nherten auf- ist, mit den Parteien zu gehen, die sich als national be- zu stellen, ist nicht möglich. Indessen laßt sich wohl em reickincn * ° Maß für den Umfang der Aufmerksamkeit gewinnen, wie - Der Bundesrat wird denrnächst eine neu- viel- auch ein solches sür den Umfang des Bewusttseins^DerVor- fach verschärftePrüfungsordnung für Apo- tragende beschreibt einige hiefür bestimmte Versuchs-An- theker beschließen, die noch im Laufe dieses Kalender- ordnungen M ein=s infireä in Kraft treten dürste. tanen Tatbestandes (tacknstoskopische Metstode); es werden M - Der Ausschuß des deutschen St-btetages, b-i Einw'r^ingi einer Anzahl Don GestaltsDerbindungen dessen Organisation auf dem Städtetag in Dresden im 4-6 emsache Gestaltsgualltaten h-rausgehobem Für d'c vorigen Jahre beschlossen wurde, war im Berliner Rat- Bestimmung des Umfangs des Bewußtseins benutzt man Hause unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirschner Der. Metronomschlagr-ihen die verglichen werden, man kann fannnelt, um die Satzungen zu beraten, die der O r g an i. d'e Methode aber auch in die Optik übertragen indem man atton der deutschen Städte als Grundlage dienen Komplexe mit momentaner Veränderung vergleichen laßt, soll. Es herrschte Uebereinstimrnung darüber, daß alle! Tr Alrutz.Upsala: Neu- Untersuchungen über drei Jahre ein deutscher Städtetag zusammen treten Haut sinn e s emp sindun g en. müsse und daß von einer gemeinsamen Zentralstelle ®enn man EN Temperator von -10 Grad Ce ms aus alle Fragen bearbeitet werden, bei denen gemeinsame auf die Shrnhaut setzt, so stellt sich bei zwer Minuten Interessen der beteiligten Gemeinden vorausgesetzt werden. I langer Einwirkung, Kälte und stechender Schmerz, wenn I Köln, 20. April. Angesichts der Zunahme der Er- das Reizmittel fortgenommen wird, eine Nachempfindung re g ung unter denBergleuten hat sich ein Komitee mit dem Charakter des Naßkalten ein.DieseNachempfind- qebildet, das mit den Vertrauensleuten der von den Still- ung wird als paradoxe Kalteempfrndung auf den Nerz legungen betroffenen; Zechen des Ruhrgebiets in Ver- des nach Fortnahme des Tempenitors durchströmenden bindung tritt, um durch eine gemeinsame Petiti on an Blutes aufgefaßt. Es folgen Ausführungen über die Natur den Kaiser eine Aend erun g des heuttgen Zustandes der Empfindung der Na,se, der Glatte und des Juckens herbeizuführen. Weiter soll eine Denkschrift an den Prof. Dr. Heymanns-Groningen: Intensitäts- Reichstag und Landtag ab gesandt werden, in welcher sämt- kontra st uu d p s Y ch i s ch e H emmun g. . Hiße betroffenen Gemeinden die wirtschaftlichen Schädig- Schon in früheren Arbeiten hat H. dargelegt daß ungen stattsttsch nachweisen und zum Ankauf der still- gleichzeittge Empfindungen einander hemmen, daß em lesenden Zechen durch den Staat auffordern Sinnesreiz einen stärkeren Grad haben muß, um wahr- tootten genommen zu werden, wenn gleichzeittg em anderer Reiz Karlsruhe, 20. April. Die Kaiserin trifft am einwirkt, als wenn das nicht der Fall ist. Auf psychische 29. April hier ein, um mit dem Kaiser, der über den Hemmung gleichzeittger Empfindungen soll nun auch der St. Gotthard aus Italien zurückkehrt, wieder zusammen- Jntensitätskonttast zurückgefuhrt werden, es soll das ern-, zutteffen. Bon hier aus setzt das Kaiserpaar die Reise fache Gesetz gelten der Abschwächung von Helligkeiten durch nach M ainz fort. benachbarte Helligkeiten, die um so stärker wirken, je starker — Der neue Finanzminister Becker hat im Landtag sie sind. . . feein Programm entwickelt und als seine hauptsächlichste P r o f D r. N S o m m e r - G i e ß e n demonstriert einen Aufgabe die Durchführung der Umwandlung der Apparat zur Umsetzung des Pulses rn Töne und Realsteuern in die beweglichere Vermögens- einen zweiten für Si ch tb a r m a ch un g d er Aussteuer bezeichnet. Er gab der Hoffnung Ausdruck, die drucksbewegungen in Form von Licht- und betteffende Gesetzesvorlage schon dem nächsten Landtage Färb enerscheinungen. unterbreiten zu können. Im übrigen erklärte er, daß er das Privatdozent Dr med et Phil W e y g a n d t - W u r z,- Programm seines Vorgängers sich völlig zu eigen mache. bürg: Beitrage für Psych ologie des Schlafes. H Untersuchungen über die Tiefe des Schlafes sind schon lltfilitnh ftüher von der Kraepelschen Schule ausgeführt worden,ins- I besondere mit der Versuchsanordnung Römers zur Bestimm- Stockholm, 20. April. „Aftenbladet" meldet, die una der Weckschwelle. Auf diese Weise wurde die Schlaf- Verhandlungen wegen einer gemeinsamen Neutrali- tiefe bei Beginn und Verlauf des Schlafs bestimmt und tätserklärung der drei nordischen Reiche seien konstatiert, daß es einen Früh- nnd e*5ttDtm5 mit S?jug uu, ^c|a„L„1 „„ zu einem günstigen Abschluß gelangt. Die neuen Bestimm auf die Schlaftiefe gäbe. W. hat den Einfluß turyr©ä)\avI«eite Eine sonderbare Sßceii’ ungen toti&eiJ Ende des Monats veröffentlicht werden. Leiten in teilweise durchwachten Nächten untersucht und M-'Z«Jöe«. ««wio statt. ... "Rotterdam, 20. April. Der „Nene Rotterdamsche konstatiert, daß s^>on kurze Schlafzeiten Figuren festg. stellt Die Resullate waren bei unregelmäßlgeu> B>« hole» lassen, E' M a'in^20. April. Wie das »M.Tgbl.« auch die deutsche Kaiserin zur Einweihung . Rh ein brücke nach Mainz kommen. Las - ruhe hierüber eingelaufene Telegramm teilt " . , Kaiserin am 28. April dort eintrifft, "m mä der über den St. Gotthard auS Italien zuruckkck - zutreffen. Von Karlsruhe auS setzt ba3 Wrp nach Mainz fort. In Bischofsheim erfolgt am 1. - Zusammentreffen mit dem Grotzherzoa une Sonderzug daS Befahren der neuen Öffenb«» ba beta^ {Sn. in,fS‘$«s ffl« m». d- d» deS Knabens, bedenklich, w>e Sticke in den ist Hoffnung v Benderieml^ SiS-Dc fahrlässigen^ kommet bt «elsheim Augnst Schn war in der von Medikain Rezepte zu < welchem der entzündung Heimer zu @1 Jur Erledigu tarnen t-i au ^norplt mir vorgesämebe der Le. :ling schriebe 1 W zu der ifarni Leiche vorsa, eingegeben, Stunden en stündigen, L arzt Med.-R waren übere es an Luns Morphium ( stärker gerne dürfe. Das klagten Schn daß ein soll! thekenbesitzer, zugegen war nicht der B. Sonst hätte vorgeschrieber Holle und zli Lehrling wog schrift ist, foi Ter ftaatünl läfjiaen Lotung für Schneider 2 M zu 3 Doc Hanau, wer standen' med. Ludw lern, beides 5 bürg, erste 8weikanip Vater der be tischer Arzt. ! Ätzt Dr. bei infolge der diese Stinnni übertragen zr Hari Koch u 'N einem Re 'Stuber Ludn -äbcl übersä erstattete An wurde wegen Monat yeity iu einer Vo Hagen urteilte den w am 30. ^agenski , Münche die waltes statt 'Evlizif in «alb Zürnen vo 20 Sc Fr 5*!«iN- k n Woliicher ßtiiilfy-. nb BenS'qeim. 'labt, 20.April. Evangelischen bet forschende bei fc® chk Tatsache tonihfe - wptsächlich mit insch - 5 Art. 2 beS isen ist. liebet v. - Verbotes bei Mm i- tbe namens bet Är> ab bann Kenntnis r 'berkonsistorinin'' essens, mit welchem nq be§ evangel. Kni' erforschende miiZni: >eSrat gegen bie 8r Ter evangelischen Ar irchenbau in bet Ike slüyung zu teil rotfr der neue Voransch!: meiert, unb daraus; . a. ersolgte noch bf in Spepet nunme^i werben würbe. 20. April. In k geilem ein 2*/,r- r'r. 7 bet eleftn'to1 ©egenftrom, boch «■ 5 bas Kind von Stet würbe. 3ITf:, ibrenbe W beS Kindes an dem 2ott<_ »3 im Gespräch -,, bffltrfi,»«« 'T.kt j : «;Ä Sprit. Vrnt d°" "5p »-W— j^fsnihe cu» ... 3» - „ rw*-' jt.it schrEn da baS Geschäft nicht sonderlich gehe — einen Töd't nK bekam unb ein Dolchmesser zog. Er hatte eS sich am - Ain Stag in Offenbach getauft unb soll seitdem brohende fRcbVirten geführt haben. Er war sehr aufgeregt und hatten. seiner Frau wiederholt gesagt, er werde die ganze Fci^iri .umbringen. Bender stach dann auf Frau und den Knric: - »in, die vor dem Wütenden flüchteten. DaS älteste MäAi'n rettete sich durch einen Sprung auS dem Fenster be315 -teigen Parterres. DaS zweijährige Mädchen saß in eink?lir l^mderstuhl, daS andere einige Wochen alte Kind lag im k W. Der Vater schnitt den beiden Kleinen den Hals auf 4.:, Blut spritzte im Zimmer weit umher. Die Frau ist, 7! berichtet wurde, nicht gefährlich verletzt. Sie befindet sich^ Bürgerhospital. Sie weinte die ganze Nacht und frwf.g,Während nach ihren jüngsten Kindern. Sie weiß noch nidflUclB der Vater sie getötet hat. Die Verwundungen bc6äto?bcn6, ber auch im Bürgerhospital liegt, sind nicht so bebjQ'.'hq), wie man anfänglich glaubte, obgleich er drei tiefe Stilii^ 7i den Hals erhielt und starken Blutverlust hatte. Es ist j tzsswung vorhanden, daß der Knabe am Leben bleibt. Berim-.i Zeigte bei seiner Vernehmung keine Reue. Kerichtssaal. R 81. Darmstadt, 20 April. Unter der Aufsage der safWsirgen Tötung standen heute vor der hiesigen Stra f- f a ' cm i r der Apothekenbesitzer Theophil Bott aus RülWtlcheim und der Apothekerlehrling Rich. ®gg. Autns^'k Achueider aus Michelsbach i. T. Der Letztere roaTinin Ider Apotheke zu Rüsselsheim mit der Anfertigung vo'/niMÄükameuten beschäftigt und hatte in der Eile fünf Re 'M«; zu erledigen. Bott las das fragliche Rezept, auf we ’h-n der Azt eine leichte Arznei für das an Lungen- ennHndimg erkrankte einjährige Kind Elisabeth Rein- hetim - u Ginsheim verordnet hatte und gab es Schneider iin irlh:C£btgung. Dieser las aber statt des leichten Medi- -iiMMts auf dem sehr schlecht geschriebenen Rezept „MMvd. mur. 0,02", und er vermischte dasselbe mit der Ur ietienen Dosis Calomel. Erst am Abend bemerkte 1 er« Schiling, daß das Pulver für ein kleines Kind ver- f(ii lieber worden war, und er fuhr sofort auf dem Rad u , in sijamilie nach Ginsheim, wo er das Kind bereits als LeiM o jrfanb. Die Mutter hatte ihm eins der Pulver eininmkben, es war darauf eingeschlafen, und nach V/g St irmber eine Leiche. Die heute vernommenen Sachver- slä'ich.-,!, Obermedizinalrat Dr. H e y l - Darmstadt, Kreis- rr-HiNed.-Rat Lindenborn-Groß-Gerau und Pros. Weller warum übereinstimmend der Ansicht, daß das Kind, obwohl es in ungenentzündung litt, nur an Vergiftung durch Mc'mphirm gestorben sein könne. Die Dosis sei etwa 5 mal st.. 7i!ll gewesen, als sie einem Kinde verabreicht werden uüTinli Das hätte dem im 3. Lehrjahre stehenden Ange- kla'^m Schneider sofort auffallen müssen; er mußte wissen, . af^ i ns solches Quantum tödlich wirken würde. Der Apo- ihe"Äbr itzer, der während der Anfertigung des Pulvers war, habe höchst fahrlässig gehandelt, weil er tickt" der Vorschrift gemäß die Anfertigung übernwchte. - o irr': Hütte er sehen müssen, daß der Lehrling nicht das iiomi(i|d)T iebene rote Pulver, sondern das weiße Morphium uilib zwar aus einer ganz anderen Abteilung. Der Lehrling wog das Pulver auch nicht, wie es strenge Vor- schr :in i'i, sondern schätzte es nur nach dem Augenmaß. T.-rirt k'Oatsanwalt erachtete beide Angeklagte der fahr- (äffii'iitn Wtung schuldig und beantragte für Bott 3 Monate, । iir t teiitrüber 2 Monate Gefängnis. Das Gericht verurteilte 3otÄ zLi3 Wochen und Schneider, zu 14 Tagen Gefängnis. har au, 20. April. Vor der hiesigen Strafkam- u. e i ü fi(r.ti)en heute Stud. jur. Karl Koch und Sind, m e-:: ßiu b ro i g Koch aus Sterbfritz im Kreise Schlüch- ?clMb«Ä>es Angehörige des Korps Franconia in Würz- bu üix, ersterer wegen Herausforderung zum ) wbv!ikc>m p f, letzterer wegen Kartelltragens. Der Pat-t! der beiden Studenten wirkt in Sterbfritz als prak- tisckht'Lrzt. Im Vorjahre ließ sich in dem Orte als zweiter ArztpxDr. Hebel nieder. Zwischen beiden Aerzten bestand infrmü dder Konkurrenz nicht das beste Verhältnis, und Vn f ii|i 2t mmung scheint sich auch auf die beiden Söhne iüie zu haben. Am 9. Januar d. I. kam es zwischen .H'aiiit Ho.'f) unb Dr. Hebel auf ber Straße in Sterbfritz u ut-eiT.1 Renkontre, infolgedessen Karl Koch durch seinen Brr-inre Ludwig Dr. Hebel feine Forderung auf schwere 2äl3t üliersandte. Dr. Hebel lehnte die Forderung ab und rst nerele Anzeige an die Stacutsanwalftchaft. Karl Koch wuAmri wegen Herausforderung zum Zweikampf zu einem No 2-rit Heftung und Ludwig Koch wegen Kartelltragens zu Anne Woche Festung verurteilt. ::$;en i. W., 20. April. Das Schwurgericht bet» irtete Wien früheren Bahnarbeiter Henkel au5 Wetter, ter an 30. März die achtjährige Katharina Ga 'n.an 3fi ermortete, zum Tode. litten, 20. April. Vor dem Landgericht fand teu i:' hie Verhandlung über den Antrag des S4aatsan- roal jatt, die sogenannte Zentrumsnummer des ,,SM» .lizissimus" vom 8. Januar, die den objektiven , Tatbestand eines Vergehens wider die Religion enthalte, einzuziehen und zu vernichten, nachdem das Strafverfahren gegen bie verantwortlichen Personen wegen Vergehens roiber bie Religion eingestellt worden war, da denselben das subjektive Bewußtsein einer solchen Verfehlung nicht nachgewiesen werden könne. Die als Sachverständigen vernommenen Schriftsteller Ganghofer unb Dr. Hirth, ber Verleger der „Jugenb", erklären, daß sich die Predigt ä Santa (Hara nur gegen die klerikale Kampspartei wende, die selbst eine Gefahr für die Kirche sei. Gegen die Geistlichen und Kirche als solche wende sich die PrÄigt nicht. Gelesen werde der „Simplizissimus" von urteilsfähigen Leuten. Ein Dummer verstehe das nicht. Jeder Zentrumsgeistliche sei verdächtigt, daß er sich mit Politik statt mit den Idealen ihrer Religion unb Seelsorge beschäftigte. Die Mehrzahl der Leser liest die Predigt nur in diesem Sinne. Der Staatsanwalt beantragte Ueber- drucken der Predigt und des Bild's und Textes „Je nachdem", sowie Vernichtung der zugehörigen PGtten und Bilder. Die Artikel und Binder griffen die Kirche unb b'c Geistlichen überhaupt im allgemein n an. Das sei gesetzlich verpönt. Das Landgericht hob die Beschlagnahme auf und übertrug die Kosten auf die Staatskasse. Beide Artikel enthielten B schiwpfungen, aber nicht der Religion im Sinne des Artikels 166. Vcrmifd)te», • Durch den Lawinensturz bei Pragelato (vgl. daS heutige Morgenblatt)- wurden 88 Arbeiter verschüttet. Bisher wurden 26 Leichen und 9 Lebende geborgen. 132 Soldaten sind mit den Rettungsarbeiten be- schöstigt. Märkte. th. Gießen, 21. Avril. Diehmarktbericht. Tcr Vorrat auf dein gestrigen Ochsenmarkt bezifferte sich auf rund 20 Paar Gangvieh. Ter kleine Vorrat war, ehe noch ein rechter Handel im Gange war, verkauft und die erzielten Preise waren Überaus hoch. — Der Auftrieb auf dem Schweinemarkt bestand aus 850 Tieren, etwa zur Hälfte aus Ferkeln. Die Kauflust der gekommenen Landleute war diesmal überaus rege, obschon die Preise für das Magervieh im Verhältnis zu den niedrigen Preisen der fetten Schweine noch hoch zu nennen sind. Das Geschält machte sich recht flott, sodaß der Vorrat glatt geräumt wurde. Bezahlt wurden für das Paar Ferkel bis 10 Wochen alt 30 bis 40 Mark, bis zu 20 Wochen alt 45 bis 60 Mark. Springer wurden daS Paar zwischen 75 bis 100 Mark je nach Güte und Alter gehandelt. Nächster Markt am 10. und 11. Mai d. I. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Freitag, den 22. April 1904. Meist fchwachwindig, bei kühler Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert, zunächst zeitweise wolkig, daun wieder meist heiter. Näheres durch die Giesrener Wetterkarte. Israelitische Rcligionsgesellschast. Hottesdieusi. Sabbathseier am 23. April 1904. Freitagabend 7.00 Uhr. Samstag morgen 8.00 Uhr. Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8.15 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.15 Uhr. Neu le Meldungen. Kopenhagen, 21. April. In Aalesund sind bei Verteilung der eingelaufenen Geldsummen große Skandale vorgekommen. Es herrscht so viel Streit, daß der Staat genötigt ist, einzuschreiten. Die übergroßen Gelbsammlungen haben überhaupt ber Bevölkerung mehr geschadet als genützt, weil viele jetzt meinen, sie brauchten jetzt nicht mehr zu arbeiten. London, 21. April. Morning Leader meldet aus Tokio, die japanische Bevölkerung beginne durch die Kriegsabgaben belästigt zu werden. Es bleibt kein Pferd mehr im Lande, bie ßanbleute wissen nicht, womit sie ihre Felder bestellen sollen. Angesichts ber Tatsache, daß die Bevölkerung nur schwer die Kriegskosten erträgt, wird sich bie Negierung veranlaßt sehen, die getroffenen Maßnahmen einzu schränk en. Petersburg, 21. April. Aufsehen erregt ein Artikel der „Nowoje Wremja", welcher sich mit einem Interview des russischen Botschafters in Paris befaßt und der zu dem Schluß kommt, daß nach der französisch-englischen Allianz für die Zukunft bie Möglichkeit auf Schaffung eines neuen Vierbundes zwischen Rußland, Frankreich, England und Japan nicht ausgeschlossen sei. Petersburg, 21. April. UnterrichteterseitS wird bestätigt, es sei feststehend, daß Admiral Alexejew, sobald Admiral Skrydlow in Port Arthur eintreffen wird, von seinem Posten abberufen werde. Der Streik der Eisenbahner in Ungarn. Budapest, 21. April. Im Laufe ber Beratungen zwischen dem Abg. Vörös unb dem Streikkomitee trugen bie Ausständigen ihre Forderungen vor. Abg. Vörös suchte um Mitternacht den Handelsminister auf und kehrte bann zur Fortsetzung der Beratung zurück. Uebcr den Verlauf der Konferenz wird folgendes bekannt: 9(bg. Vörös teilte mit, daß die Regierung geneigt sei, den AnSständi gen völlige Straflosigkeit zu gewähren. Die Abhaltung der zu morgen einberufenen Landesversammlung werde gestattet und der Gesetzentwurf über die Gehaltsregelung bis nach Abhaltung einee zweiten Landesversammlung verschoben werden. Die Regierung sei auch geneigt, die Gründung eines Landesverbandes der Eisenbahnbeamten zu genehmigen und werbe über die Regelung des Dienstes Vorschläge machen. Die Forderung der im Mai auszuzahlenden Zuschläge soll bewilligt werden. Die Mitglieder beS Streikkomitees erklärten, daß sie von diesen Mitteilungen Kenntnis nehmen, jedoch keinerlei Garantie für die Beendigung des Streikes übernehmen könnten. Wie ferner verlautet, war ein Teil des Streikkomitees geneigt, für die Annahme dieser Bedingungen einzutreten; die Mehrzahl erklärte aber, der morgen stattfindenden Versammlung diese Bedingungen nicht unterbreiten zu können. Sie verlangten die Bewilligung sämtlicher in dem Memorandum von 1901 aufgestellten Forderungen. Zahlreiche Eisenbahnangestellte, die in den benachbarten Sälen versammelt waren, bestürmten die zeitweise aus der Konferenz zurückgekehrten Komiteemitglieder, keinesfalls nachzugeben, da daS Komitee sonst durch den Unwillen der Ausständigen hinweggefegt würde. Unter dem Eindrücke dieser Erklärung beschloß auch die Minorität des Komitees alle Forderungen aufrecht zu erhalten. Die Direktion der Staats bahnen traf für den Fall der Fortdauer des Ausstandes folgende Maßnahmen: An sämtliche Truppen ko mm and os des Lande? erging Befehl, sich unbedingt den Weisungen der Betriebsleitung zur Verfügung zu stellen. Auf allen Stationen wird demnach Militär konsigniert, welchem die Aufgabe zu- sällt, die Stationsgebäude und Dienstapparate, hauptsächlich aber die Telegraphen- unb Telephonverbindung zu sichern und die Arbeitswilligen gegen die Ausständigen zu schützen. Vei den Direktoren trafen heute Hunderte von Telegrammen von Bahnbeamten ein, die ihre Dienste anbieten. Infolgedessen hat die Direktion die Hoffnung, daß schon morgen wenigstens ein teilweiser Verkehr wieder ausgenommen werden kann. Sie beabsichtigt auch, das Kronenburger Eisenbahn- und Telegraphenregiment zum Eisenbahndienst heranzuziehen. In diesem Falle könnte schon am Freitag der Betrieb auch mit Schnellzügen wieder ausgenommen werden. In Ermangelung von Lokomotivführern werden das ganze Jngenieurkorps der Eisenbahnen, dessen Angehörige sämtlich geprüfte Lokomotivführer sind, sowie zahlreiche andere fachkundige Beamten der Betriebsleitungen und der Direktion zum Dienst als Lokomotivführer herangezogen werden; mit diesen Lokomotivführern und mit den Mannschaften des Eisenbahn- und Telegraphenregiments hofft die Direktion ber Staatsbahnen den Verkehr auch im Falle der Fortdauer beS Ausstandes in kürzester Zeit gänzlich wiederaufzunehmen und sicherstellen zu können. Telephonischer Kursbericht 8Ve% Reiohsanleihe . . 3% do. . . . 3V,o/o Konsole . . . . 3°/n do...... 81/e% Hessen . . . . 3’/,% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4*/„% Oesterr. Silberrente 4% Unijar. Goldrente . . 4n/o Italien. Rente . . . 4Vt% Portugieser , . , 8°/ Portugiesen..... 1% C. Türken . . . . Türkenlose...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 41/. % äussere Argentiner Frankfurt a. ü., 21. 101.60 90.50 101.75 90.10 100.05 101.80 101 80 100.80 103.30 60.10 59.10 130*40 44.90 30/0 Mexikaner 41/el/n Chinesen . Electric. 80hackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Lanrahütte . , . Bochum .... Harpener . . . April. . 2635 . 86.95 . 102.90 . 192.00 . 201.40 . 183.50 . 134.70 . 152.00 . 151.60 . 137.50 . 18.90 . 192.00 . 238.30 . 190.10 . 196.20 43 10 | Tendenz: fest. Neustadt a. Haardt, den 18. April 1904. Welch guten Klanges die schönen Weine der Rheinpfalz in Nordamerika sich erfreuen, beweist die Tatsache, daß heute seitens der durch ihre Originalweine bekannten Rheinpfalzweiu-Kclleret Konrad Hammell in Neustadt a. Haardt wiederum wie alljährlich eine Weinsendung im Betrage'von annähernd 14 000 Mack zur Versendung über den Ozean gebracht wurde. 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