Nr. 29V CHlQfttit tägitch aufeet ©OTtniag*. Dem ©»ebener 91 neiget werden tm Wechsel mit dem kesfischen Landwirt die Siebener Kamilten- Hättet viermal in bei Woche betgelegL StotattonSbrucf u. Verlag bei Brühl 'jchen Unwert.-Buch'u. Stein» bruderei. BL Bang* Reboftton, ©ypebttiim imh tnirfftei: Schotyeatze 1. tlbrefle füi DevBchen: Anzeiger (Stehen. ^emförctbanlchluB 'Jh 61 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 20. Dezember 1904 Amts- und Anzeigedlüit für den Kreis Gießen M n \ V I w Ui tej |<*j ©ein flbpretit monatnch7b Pt., otettel» jährlich Mk. 2.20. durch Abhole- il Zwelgstellen monatlich 65 Vt.; durch c>ie Poft 4kir.S.— Viertel- fährt auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen füi bte lageflnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeitenpreis lokal!2Pl^ «uLwättS 20 Pjg. Veiaativortlich *üi Oen poltl und allgem. 4eil P. Witt ko: für .Stadt und Land" und .(ÄerrchtSiaal*: August Goetz, für den An- Aetqenteil: HnnS Deck. Z>ie heutige Mrmmcr umfaßt 12 Seiten. Nolillsche Tagesschau. Dr. Bachem, 6er bekannte Zentrumsparlamentarier, Besitzer der katholischen „Köln. Volksztg.", Hut dem Bureau des preuß. Abgeordnetenhauses die Mitteilung zugehen lassen, daß er sein Mandat für den Wahlkreis Düsseldorf-Erefeld Stadt niederlege, sein Mandat für Crefeld im Reichstage behält er jedoch. Wie es heißt, ist der Verzicht in hochgradiger Ner- oosität begründet. Das Abgeordnetenhaus verliert einen vortrefflichen Redner, der durch seine lebhafte, oft humoristisch oder satirisch zugespihte Vortragsweise stets der Aufmerksamkeit sicher war". In „Kulturkamps"-Debatten stand Bachem in früheren Jahren an der Spitze seiner Fraktion: es gab in der Regel eine besonders scharfe Auseinandersetzung zwischen den beiden Rheinländern Dr. Bachem und dem Nationalliberalen v. Eynern. In neuerer Zeit schlug Bachem eine gemilderte Tonart an, man vernahm sogar von ihm Mahnungen zur Versöhnung und zum konfessionellen Frieden. Dr. Spahns Eintritt in das Abgeordnetenhaus schwächt die führende Bedeutung Bachems im Zentrum nnigermaßen an, obwohl Spahn als Redner nicht entfernt Bachem erreicht. Aber Dr. Spahn kann, als ehemaliger Vizepräsident des Reichstags und Vertrauensmann des Grafen Bülow, die größere Autorität für sich in Anspruch nehmen. Delitzsch nicht gelungen. Verschiedenheit der beiden biblischen Schöpfungsgeschichten wird deutlich auch an der Erzählung von der Entstehung des Weibes. Nach dein zweiten Bericht, in ©enefiS II, wurde zuerst Adam geschaffen, darauf nach langen vergeblichen Versuchen, die nur die Tiere, als mißratene Fräuleins gewissermaßen, zum Resultat hatten, aus Adams „Rippe" (nach anderer Deutung „Seite") die langersehnte Gespielin, das Weib. Der Mensch war also nach dieser Gestalt des Schöpsungsrnythos ursprünglich wohl androgyn gedacht, Mann und Weib zugleich, eine Vor- tellung, die in den Mythen anderer Völker wiederkehrt. Rach dem abweichen Bericht von Genesis 1 ist die Frau nicht nach dem Mann geschaffen, sondern „Gott schuf den Menschen ihn zum Bilde, und er schuf sie ein Männchen und ein Weibchen." Durch eine aus verschiedenen Gründen naheliegende Konjektur darf man im hebräischen Text statt des „sie" des letzten Satzes wohl „ihn" lesen: Gott schuf den Menschen ihn zum Bilde, und er schuf ihn männlich und weiblich zugleich. Wir hätten hier also ursprünglich dieselbe androgyne Vorstellung wie in dem ersterwähnten Bericht. So nichtbar auch die Vergleichung mit den Seböpfungsmytheu anderer Völker sein mag, so wird doch bei weitem der wesentlichste Teil der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf unserem Gebiet aus dem philologisch exakten Studium der heimischen Urkunden gewonnen werden. Das vornehmste Erbauungsbuch der Menschheit ist auch im Sinne der modernen historischen Forschung und im besonderen der Volkskunde eine Ur* Von einem sozialdemokratischen Konsumverein werden dem „Berl. Tagebl." aus Sorau erbauliche Geschichten mitgeteilt. Der Sorauer Konsumverein hat kürzlich für dieses Jahr eine Dividende von 10y2 P r o z. verteilt. Dieses Faktum gab der sozialdemokratischen „Märk Volksst." Veranlassung zu sch werenVor würfen gegen die Verwaltungsgruudsätze des Vereins. Zum 1. Dezember d. I. war dem Lagerhalter der Filiale Kunzendors gekündigt worden, weil bei der Inventur seines Lagers sich ein Fehlbetrag von 1 5 8 M k. ergeben hatte. Der Lagerhalter beteuerte, an dem Manko völlig unschuldig zu sein, und bat dringend, ihn wenigstens. so lange in seiner Stellung zu belassen, bis er ein anderes Brot gefunden. Diese Bitte, wie auch die weitere, eine Nachinventur vorzunehmen, wurden glatt abgelehnt. Der Mann wurde auf die Straße gesetzt, nachdem man ihm den Mankobetrag von 158 Mk. von seiner hinterlegten Kaution abgezogen hatte. Ein aus „Genossen" gebildetes Schiedsgericht zur sachgemäßen Untersuchung des Falles wurde von den sozialistischen Vorstandsmitgliedern nicht anerkannt. Ter Lagerhalter hatte fünf Jahre dem Vereine gedient. Sein Lohn betrug 13 Mark pro Woche bei emer Arbeitszeit von früh 7 Uhr bis abends 9 Uhr. Eine To cht er unterstützte den Vater täglich fünf bis sechs Stunden und erhielt dafiir 3 Mark wöchentlich, sodaß beide Personen einen Wochenlohn von 16 Mark hatten, wovon noch die Beiträge für die Kranken- und Invalidenversicherung abgingen. Trotz seines hohen Gewinnes gewährt der Sorauer Konsumverein überhaupt keine M a n k o »g e l d e r. Dafür weist er aber, wie die „Märk. Volksstimme" ganz besonders hervorhebt, seine Angestellten an, die Emballage (Tüten- und Packpapier) mitzuwiegen und die Differenz zwischen Netto- und Bruttogewicht als Privatverdienst in die Tusche zu steckeu, verleitet also ldie Angestellten direkt zum Betrüge Ms ein Aufsichtsratsmitglred auf drese un- moralische Tendenz hingewiesen wurde «rsolgte der Bescheide „Tas ist in Sorau o ubttcT).!" Tre Verwaltung des Sorauer Konsumvereins geht aber noch werter. Sie verlangt, dast die Lagerhalter noch U e 6 c r | d) u fj e erzielen, und je höher ein lieberschuß ist, desto mehr wachst dcks Ansehen des Lagerhalters ber der Verwaltung. Aus Srtiwi Md Land. Gießen, 20. Dezember 1904. ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Am gestrigen Abend sprach in der hessischen Vernnigimg für Volkskunde Professor Dr. Schwally über „Bibel und Babel". Delitzsch's Broschüren, die soviel Lärm gemocht hätten brächten dem Knndigen wenig nette Forschungs- erqebnisse, und dies wenige Neue sei falsch. Er, Redner, wolle aus dec Fülle der Fragen nur einen Gegenstand von höchster Bedeutung herausgreifen, die biblischen Schöpfungs- bmchte Es gibt deren zwei, sich vielfach widersprechende. Der eine davon, in 1. Mose Kap. 1, läßt wiederum zwei verschiedene ineinander verarbeitete Ausfassungswehen erkennen : nach der einen schafft Gottes Wort unmittelbar, noch der anderen bildet die Materie aus sich heraus, nur auf Gottes Geheiß Die Materie ist in jedem Falle von Anfang an un» abhängig von der Gottheit gedacht. „In, Anfang, als Gott Himmel und Erde schuf, da war di- Erde cm Chaos . . . Finsternis lagerte über „Tehom", wie es im Hebräischen heißt. Dies seltsame Wort, das ein weiblicher Eigenname sein muß, findet seine Erklärung nur in der „Tiamat" des babylonischen Schöpfungsmythos. Hier ist die Tiamat em Fabelwesen, das vom Gotte Marduk überwunden und in itüci Teile gespalten wird, aus denen Himmel und Erde her- voraehen. DaS sprachlich mit dem assyrischen Tiamat gleich- rnsetzende hebräische Tehom ist der einzige Bestandteil des luvliichen Schöpsungßberichtß, der mit Sicherheit nach Babylon weist. Der Bericht in Genesis I mag aus babylonischer Vorlage beruhen, aber diese Vorlage zu finden ist bisher trotz künde ersten Ranges. **Tie silberne Staats medaille erhielt der oberhessische tObstbauverein für seine erfolgreichen Ausstellungen. Der Oberlehrer W a m s e r in Butzbach erhielt lt. Regierungsblatt die bronzene Staatsmedaille aus dem gleichen Anlaß. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es sei auch an dieser Stelle auf die heutige Abonnements- Vorstellung von Hauptmanns „Biberpelz" hingewiejen. Herr de Giorgi wird den Wehrhahn spielen, und Frau Jenny, deren Leistungen noch vom Büller'schcn Gastspiel vor einigen Jahren her im besten Andenken steht, die Mutter Wolsch. •* Christbäume. Im Hofe der Großb. Bürgermeisterei wurden heute früh um 8 Uhr ca. 200 Christ bäume aus den städtischen Waldungen verkauft, die binnen einer Stunde vergriffen waren. ♦* Zum Raubmord in 5) e l d e n b e r g e n. Die vor einigen Tagen in vielen Blättern verbreitete Meldung von der Verhaftung eines Gesellen, Namens Best, des Metzgermeisters Silberling in Meppen wegen Verdachts, den Raubmord in Heldenbergen begangen zu haben, ist nach einer Mitteilung, die uns von der hiesigen Staatsanwaltschaft zugeht, falsch. Best wurde allerdings steckbrieflich wegen Diebstahls vom hiesigen Amtsanwalt verfolgen nd deshalb verhaftet. ** Weihnachtsausstellung der Handarbeits- schule von Fräulein Land mann. Die Weihnachts- ausstcllung der Handarbeitsschule von Frl. Landmann fand auch in diesetn Jahre einen äußerst zahlreichen Besuch. Ein großes Zimmer war in geschackvoller Weise ausgestattet mit den verschiedenen Erzeugnissen aus dem Gebiet der Weißzeug-, Stick-, Klöppel- und Spitzenarbeiten. Man sah die exakte Ausführung aller auSgelegten Arbeiten von den einfachsten bis zu den schwierigsten. In einem anderen Saale prangten die Arbeiten der verschiedenen Schnitzarten, gothischer Flachschnitt, Blumenschnitzereien, einfacher Korbschnitt, plastischer Korbschnitt u. s. rv» Daneben sah man Tiefbrandarbeiten, ferner einen Sessel in Lederarbeit, mit Schnitzereien reichlich versehen. Auch die neuaufgekommene Cornetmalerei war verschiedentlich vertreten. Allgemeine und ivohlverdiente Bewunderung fand ein Spiegel, dessen Rahmen von Fräulein Landmann selbst entworfen und ausgeführt war und der bereits auf einer größeren Ausstellung in Leipzig preisgekrönt wurde. Vielen Wünschen entsprechend, soll diese Kunstleistung im Schaufenster der Reib er'sehen Möbelhandlung ausgestellt werden. Hungen, 19. Dez. Heute vormittag wurde unser n e u g e w ä h l t e r B ü r g e r m e i st c r Julius Fendt durch Herrn Kreisamtmantl Dr. Kranzbühler in Gegenwart des Gemcinderats und des Beigeordneten ins Amt eingesetzt. Der Herr Kreisamkmann gedachte zuerst des verstorbenen Bürgermeisters Buttron, zu dessen Ehrung sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben, und dankte dem Beigeordneten Jokel für seine gewissenhafte Amtsverwesung. Sodann hielt er eine allgemeine Ansprache und wandte sich chließlich besonders au Herrn Fendt. Nach der nunmehrigen Eidesabnahmc erwiderte der Bürgermeister noch mit kurzen Worten. (-• P-) 1. Oblrwiddersheim bei Hungen, 19. Dez. Dec Förster Klös von hier zog sich bei einem Dinstgange durch einen Fehltritt einen Beinbruch zu. Groß-Gerau, 19. Dez. In dem Zuge, der um 2 Uhr 15 Min. von Mainz nach Darmstadt fährt, befand sich heute nachmittag ein Gendarm, der zwei Sträflinge nach Darmstadt transportierte. In der Nähe von Bischofsheim öffnete der eine Sträfling plötzlich die Tür des Abteils und sprang aus dem fahrenden Zuge. Blutig und zerschunden kam er unten an, tuo ihn Streckenarbeiter fest- nahmen und ihn dem Gendarmen, der mittlerweile den Zug hatte halten lassen, wieder Übergaben. HB. Darmstadt, 16. Dez. Wie unS von der hiesigen Handelskammer mitgeteilt wird, machte das Kaiserliche Postamt II zu Darmstadt darauf aufmerksam, daß mehrere Postverwaltuugen des Auslandes in neuerer Zeit Fr eim arken in He ftfo rm zur Erleichterung des WertzeichenbezugS aus- gegeben hätten. Diese kleinen 8 zu 4V2 Zentimeter messenden Heftchen können leicht in der Tasche oder im Potemonnaie untergebracht werden. Die Handelskammer beschloß, sich dahin zu äußern, daß nach ihrer Ansicht die Einführung derartiger Markenheftchen sowohl dem großen Publikum, wie der Kaufmannschaft zugute kommen würde, jedoch habe auch die Post selbst im Hinblick auf die dadurch entstehende vereinfachte MarkenauSgabe ein wesentliches Interesse an dieser Angelegenheit, sodaß die Freimarkenheftchen ohne Kostenaufschlag verkauft werden möchten. Zweckmäßiger Weise möchten im Interesse der Kaufmannschaft diese Heftchen nur Freimarken von je einer Sorte, also z. B. nur 5 Pfg.- oder nur 10 Pfg.- Marken enthalten. Das Interesse des übrigen Publikums dürste jedoch mehr auf die Ausgabe von Markenheftchen mit verschiedenen Markenwerten gerichtet sein. — Eine Besprechung mit dem Fahrplandezernenten der Eisenbahndirektion Mainz hatte die Berbesserung einer Anzahl von Zugverbindungen zum Gegenstand, wie z. B. die sehr mangelhafte Zugverbindung zwischen der hiesigen Gegend und Baden nnb der Pfalz. Nach Mitteilung der Eisenbahndirektion Mainz sollen die auf diesen Punkt sowie auf die weitere Ausgestaltung der Zugverbindungen zwischen Darmstadt und Frankfurt a. M. bezüglichen Anträge der Handelskammer bei Aufstellung des Entwurfs für den nächsten Sommerfahrplan geprüft und, sofern es die Betriebsverhältnisse gestatten, berücksichtigt werden. Es ist auch Hoffnung vorhanden, daß der I -Zug 25, ab Darmstadt 2,44 Uhr nachmittags, für dessen Benutzung jetzt eine Mark Platzgebühr erhoben wird, vom nächsten Sommer ab wieder zu einem Schnellzug umgestaltet wird. Darmstadt, 19. Dez. Ein arger Schwindel hat sich dieser Tage ereignet. Vor einigen Wochen kamen z-wei blutjunge Leute mit wallender Künstlermähne an unb logierten sich in einem der ersten Hotels ein. Sie wollten Darmstadt mit erstklassigen Konzerten beglücken^ so hieß es, und bald las man auch in mächtigen Plakaten^, daß die „neugegründete Konzertdirektiou Karl Waßmann" sechs große Küustlerkonzerte hier veranstalte, für* welche Abonnementskarten, vorzüglich für Weihnachtsgeschenke geeignet, zu billigen Preisen abgegeben würden. Tas erste große Konzert mit einer berühmten auswärtigen Künstlerin sollte bereits am 15. d. M. von statten gehen. Inzwischen, hatte sich aber längst die völlige Mittellosigkeit der beiden Abenteurer ergeben, und als die jungen Herren merkten, daß die Polizeibehörde begann, ihnen eine liebevolle Aufmerksamkeit zuzuweudeu, verschwanden sie plötzlich aus Nimmerwiedersehn. Der Hotelier aber und zahlreiche von den Hochstaplern hereingelegte Geschäftsleute haben das Nachsehen. — Die kürzlich hier verstorbene Hofschau.»-i spielerin Frl. Elise Denkhausen hat ein Vermögen von ca. 80000 Mark hinterlassen. Dabei war ihre Lebensweise eine äußerst sparsame., Ihre Erscheinung aus der Straße war geradezu charakteristisch. Man sah sie niemals anders als im hochgeschürzten Kleid, mit dunklem Regenmantel und Hut, die dem Ansehen nach schon lange Zeit ihre Dienste taten. Worms, 18. Dez. Der dem hiesigen Jnf.-Regt. Nr. 118 angehörige, nach Weißenburg abkommandierte 27jährige Leutnant <5imon ist, wie wir schon meldeten', bei einem! Rettungsversuch, den er unternahm, in der Saale e r tr uLn feen. Leutnant Simon kam Freitag, vormittag airb em Rad vom Schießen zurück. Als er die etwa 20 Minuten von der Stadt entfernte Nogoschsche Färberei passierte, sah er, wie vorn jenseitigen Ufer eine weibliche Person sich in die Saale stürzte. Ter Offizer sprang vom Rad und eilte an das Ufer. Stiefel, Rock usw. cmsziehenj war das Werk eines Augenblicks. Tie von der Färberei herbeigeeilten Arbeiter warnten ihn vor den an dieser! Stelle gefährlichen Strudeln und der starken Strömung! und wollten ihn zurückhalteu. Aber der Offizier sah keine Gefahr als die, in der das Menschenleben schwebte, und mit den Worten: „Ich kann nicht anders, meine Ehre und meine Pflicht gebieten es!" warf er sich in die Strömung. Ms er etwa 50 Meter weit geschwommen war, erreichte er die bereits mit dems Tode Kämpfende. Er versuchte mehrmals nach ihr zu Haschen, erfaßte sie auch- behielt aber nur einen Teil des Kleid im gsstückes in der Hand. Er schwamm wieder mit letzter Anstrengung auf die Ertrinkende los — da verließen ihn die Kräfte. „Ich! kann nicht mehr!" rief er und ging — tveuige Meter vom Ufer entfernt und vor den Augen derer, die ihn gewarnt, hatten — unter. Das Geschick des jungen Offiziers ist um so trauriger, als Leutnant Simon, der im 27. Lebensjahre steht, erst seit Frühjahr dieses Jahres verheiratet ist. Frankfurt, 19. Dez. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Samstag Mittag in der Bcttfedern - Fabrik von Baum unb Mosbacher, Höchstcrstraße 20. Der Arbeiter Jakob Bender aus Hofheim im Taunus tat einen Fehltritt. Der rechte Arm geriet in die Schleud e r maschine und wurde am Schuller gelenk h e rau § gerisse n. Der junge Mann starb alsbald un Bockenheimer Elisabethen-Kranken- hauS. — Vor der Haltestelle Robrbachstraße sprang am SamStag ein Mädchen von einem Sraßeuba hnwagen, stürzte auf baß Straßenpflaster unb würbe bewußtlos in bas Heiliggeisthospital gebracht, ^llißer einer schweren Gehirn- erschütterung hat das Mädchen erhebliche Verletzungen am Kopf erlitten. Kleine Mitteilungen an« dessen u n d den Nachbarstaaten. Ein paritätischer Krei Sa rbeitS- nach weis. der am 1. Januar 1905 seine Tätigkeit beginnt, wird im Kreise Offenbach-Dieburg, mit Sitz in O ffcn- bach, eingerichtet. —*"^1 eine Taaeschrvnik. Heftern itmrbc uns aus D a it« ita qetmibtet, daß der Zimmcrerlehrling Wever gefesselt in der Mottlau tot aufgefundcu wurde. Jetzt hat sich berausg^stellt, daß der Bengel nach ziemlich ungeschickter ^elbsffessclmig Selbst mord verübt bat. wahrscheinlich vor uüüberwindlickier Abu ei g ung vor dem Besuch der Fortbildungsschule. — Zwei Angestellte des Bremer „Bulkan" ertranken beim Passieren der Weser in einem Boot. Die Mutter dos einen ft a r b vor Schreck. — Im Eisen bah nzuge Dortmund-Essen e r s ch o tz sich in der zweiten Klaffe ein gut gekleideter sunger Mann. Seit IalTresfrift ift dies der sechste Fall. — In Wald verübte ein Metzgermeifter Selbstmord, indem er den Schlauch deS Gaskochers entfernte und das ausströmen liest. Die Hausbewohner sanden ibn erstickt in seiner Wohnung vor. — In Hamburg überfiel der Italiener Saltnidor die. Prostituierte Iosefine Pürschel und verlebte sie durch D o l ch st i ch e in Kops und Brust schwer. Salvador wurde verhaftet. — In Köln schoß ein von seiner Frau getrennt lebender Mann auf ei ne Witwe, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, da sie das Verhältnis lösen wollte. Der Schuß ging jedoch fehl, woraus der Mann auf sich selbst zwei Schüsse abgab und sich sehr schwer verletzte. — Das dreijährige K i n d eines Kutschers aus dem Gute Duebzow lPommern^ stürzte in einen von der Mutter auf den Fußboden gestellten Kessel mit heißem Kaffee. Das Kind erlitt derartige Brandwunden, daß es nach kurzer Zeit verstarb. — Tas Schlesien benachbarte russische Grenz- dors W v s k o w ist total Niedergebra u n t. Ueber hundert Wohngebäude wurden vernichtet. 600 Personen sind obdach los. — Nach Blättermeldungen aus K i schinew wurde dort auf dem Bahnglcisc die Leiche des P o l i z e i b e a m t e n Schwarowski gefunden. Ter K o p f war vom Rumpfe getrennt. Wahrscheinlich ist er einem Anschläge zum Svier^gefallen. — Krrichtsiaal. Mainz, 15. Dez. Ein unnatürlicher Vater hatte /ich vor der Strafkammer wegen Körperverletzung und Beleidigung in der Person des vorbestraften 27 jährigen Taglöhners Georg Feier aus Nack wegen Mißhandlung seiner Frau und Kinder zu verantworten. Ter Angeklagte heiratete im Mai die Dienstmagd Kraucr, die zw-ei uneheliche Kinder, einen vierjährigen Knaben und ein sechsjähriges Mädchen, mit in die Ehe brachte. Schon vor der Verheiratung wll er den Knaben mißhandelt haben, mangels Beweises wurde aber damals das Verfahren eingestellt. Nach seiner Verheiratung mißhandelte er seine Frau und die Krnder in bestialischer Weise täglick. Ter Frau schlug er die Zähne ein aber ganz besonders hatte er es aus die armen Kinder abgeieben. Diese schlug er schwarz und blau. Beim Mittagstisch mußten sie so rasch essen, daß sie sich übergaben. Drr Unmensch rührte nun die erbrochenen Speisen mit Wasser an und zwang die Kinder, das Zeug auszuessen. Tas Schöffengericht Mzrn verurteilte den Unmenschen zu 8 Monaten Gefängnis; er besaß die Kühnheit, dagegen Berufung ejnzuleg-n. die koßenfäffia v'xmorliN manche. gegen die angestrengt werden, die mit ihm Wuchergeschäfte abgeschlossen haben. Berlin, 20. Dez. In einer Versammlung de§ land- wirtschaftlichen Vereins für Teltow wurde vom Geh. Re- gierungSrat Professor Dr. Schutz die Mitteilung gemacht, daß es gelungen ist, ein a u ssi chts v o l les Mittel zur Bekämpfung derTuberkulose zu finden. Es soll sich um eine Schutzimpfung gegen die R i n d e r - T u b e r k u l o s e bandeln. — Aufsehen erregt hier die widerrechtliche Taufe eines Mädchens. Die 6jährige Tochter des hiesigen Rechtsanwalts Dr. Mandelbau,n wurde von ihrer Gouvernante in ein Kl oster gebracht, dort getauft und dann wieder ihren Eltern zugeführt. Die Gouvernante entpuppte sich, als das Kind den Vorfall zu Hause erzählte, als Missionarin. Mannheim, 20. Dez. Der Staatsanwalt leitete ein Strafverfahren gegen den Reichstags-Abgeordneten DreeSbach wegen Vergehen gegen das VereinSgefetz ein, weil er als Leiter der PernerSstorfer Versainmlung am 26. August angeblich nach erfolgter Auflösung über eine Resolution abstimmen liest. London, 20. Dez. Die Blätter veröffentlichen einen sensationellen Bericht eines Fischers aus Hüll, wonach ein Agent der russischen Regierung den Versuch gemacht haben soll, mehrere Zeugen deS Hüller Zwischenfalles für sich zu gewinnen, um für Rußland günstige Aussagen zu machen. Wien, 20. Dez. Die österreichischen und ungarischen Veterinär-Referenten, die gestern Rächt nach Berlin abgereist sind, tragen ganz ansehnliche Konzessionen in der Tasche und man weist hier bereits, daß sie in Berlin nicht mit leeren Händen empfangen werden. Die über den Negierungen stehenden Einflüsse sollen zwischen Posa- dowSkpS Anwesenheit m Wien und den heute ivieder beginnenden Beratungen diesen Umschwung berbeigeführt haben. Auch sei daS Treiben der ungarischen Opposition der deutschen Regierung zu Hilfe gekommen. Meran, 20. Dez. Frau Karoline von Scheffel, geb. Freiin von Malsen, die Wilwe des Dichters, ist. im Alter von 71 Jahren hier gestorben. Die Beisetzung findet in München statt. Petersburg, 20. Dez. Dieser Tage sand ein besonderer Rat unter dem Vorsitz des Zaren in ZarSkoje Selo statt, an dem PobjedonoSzew, Ministerpräsident Witte, Justizminister Murawiew^ der Minister des Innern Fürst Swiatopolk Mirski und der Finanzminister Kokowzew teil- nahmen und in der die VerfassungSfrage und die liberale Strömung besprochen wurde. Wie au§ zuverlässiger Quelle verlautet, ist das Ergebnis dieser Sitzung ein negatives gewesen. Pobjedonoszew, Murawiew und Kokowzew waren gegen jedes Rachgeben. Daher wurde llciicltc Meldung. Lrigiualdrahtmeldnttgcn des Giesteucr Anzeigers. Berlin, 20. Dez. Der in eine Wucher-Affäre Verwickelte ist, wie jetzt bekannt wird, der 23jährige ReichS- graf Hugo von Bcnzel-Sternau. Rach Angabe seines Rechtsbeistandes hat er keine Hochstapelei betrieben, sondern ist stark bewuchert worden. Auch ein Strafverfahren soll gegen den Grafen nicht schweben, vielmehr sollen Klagen beschlossen, den liberalen Strömungen entgegen zu treten und sie zu unterdrücken. Bom Kriege. Mukden, 19. T^z. ! Reuter.) Tie Erdhöhlen der Russen in der Mandschurei dehnen sich auf etwa IGO Kilometer aus vom Hunho bis zu den Bergen, die den Fluß von den Quellen des Schahv trennen. Im Zentrum finden fast ununterbrochen Artillericduelle tf-ntt. Tie Gegner sind sich dort so nahe, daß das Eintreffen der Korpskommandanten erkannt wird, was jofort zu einer Kanonade Anlaß gibt. An den äußeren! Flügeln sind die Gegner 8 bis 12 Kilometer von einander ent* fernt. Das dazwischen liegende Terrain wird gelegentlich zu Gefechten benutzt. Auf jeder Seite kommt cs darauf an, den Gegner zu behindern und die Truppen in den Winterquartieren zu belästigen. Tie Stellung ist ungefähr dieselbe wie bei Lianjang. General R en neu kam v hat einen unzugänglichen Distrikt jenseits des Taling-Passes inne. Dennoch kam es dort zu einem fünftägigen Gefechte. Die russischen Truppen sind in vorzüglicher Stimmung. Tokio, 19. Dez. (Reuter.) Tas Verhalten des Kommandanten Dczo und des Leutnants Nagakara bei dem Angriffe auf die ,.Sewastopol" ruft besondere Bewunderung hervor. Tie Flottille des Kommandanten Pczo war in Reparatur, als der Angriff beschlossen wurde. Es gelang ihm, eines ,seiner Boote berauswbringen Er erreichte aber die Flottenbasis erst in dem Augenblicke, als die Augriffsflottc bereits abgefahren war. Er erhielt die Erlaubnis, sich dem Angriffe anzuschließen und fand trotz des blendenden Schneeßnrmes die „Sewastopol". Er kam so nahe heran, daß er die Russen sprechen hörte und feuerte einen Torpedo ab. Sich u"ch weiter rrfvnth ließ er einen zweiten Torpedo los. Nun traf ihn eine feindliche Olranate und zerriß ihn. Leutnant Ragakora brachte tzrop des furchtbaren Feuers einem anderen Torpedoboote Hilfe. Sein Fahrzeug wurde mehrfach fietrnffcn. aber er vermochte doch die meisten Seute des in Not befindlichen Bootes zu retten. Zu dem Angriffe meldeten sich mehr Freiwillioe, als verwendet werden konnten. Mmiral Togo wird walwick^iiiffch einem jünger«'n Admiral dieBlokade überlassen und nach Tokio z n r ü ck k e hr e n , wo ihm der Mikado einen glänzenden öffentlichen Empfang bereiten wird. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Bo'auSsichtliche Wittcruna in Hessen für Mittwoch, den 21. Dezember 1904: Zeitweise heiter, Temperatur wenig verändert, Frost. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. TeBephomscher Kursberichte F niikfur< a. 20. Dezember. IJ’/j% Reicbflanleibe . . 101 70 37 do. ... 89.95 11/0/ XnnRole .... 10] .65 3°'n do.....89.95 Ib-gRon ... 100.00 31 /, % Ob«,rh<'R*fm . . . 98.80 4 % O^sterr. OoMrente . 101 7'0 41 ,,. 9n Oesforr. Silb^rrento 100 40 4?o Unsrar. HoldrenU . . 95.55 4n/ Italien Rente . . . 104.40 41 ,?o PoHngiostr , . . 62.90 0/ Portnr'iesen.....64.85 ] % 0. Tilrken .... —.— rilrkenloso .....127.40 Rn/n Mexikaner 4,/<>n/ Chinesen Electric. Sch ackert . Nordarmst?idtor Bank Dresdener Bank . Ber’inor Handelspee. Ocsterr. Staatsbahn Lombarden . . GnHhardbabn . . T>anrahiltto . . . Bochum .... 4% Griech. Monopol.- Anl. 4' , äuSstii-o Argentinor 47.80 Harpenor 45.10 Schatzscheine . Tendenz: still. 82 50 . 92.10 . 123.70 . 103 72 . 212 00 192 70 . 173.10 . 158.00 . 164.10 . 139 10 . 17.70 193.00 . 258.75 . 231.90 . 215.30 1S6S Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen, Gold-, Silbersowie versilberten Waren empfiehlt Juicelier Brück Kreuzplatz 8 Giessen s N Giessen Biilmliois' n Printen Speculatius sehr billig. Feinste Imiis-llalielo Karton 65 Pfg. Extrafeine tai-hip Pfund 65 Pfg. Giessen MiMtae A Lrochste Leistungsfähigkeit DM" durch Einkauf großer Posteu direkt aus deu Produktiousländern. 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I.ompter Versandt nach auswärts. 2. 3. 4. 1. 2. 3. enthalten, in jo ID eit darin die Person des Gewählten nicht un- zweifelhaft zu erkennen ist, aus welchen mehr als vier Namen, oder insoweit darin 9ianten von nicht wählbaren Personen verzeichnet sind. welche eine Verwahrung, einen Vorbehalt oder Bemerkungen enthalten, die nicht lediglich den Gewählten 1. August Scheeler, Schreiner, 3. Georg Schupp, Maurer, 3. Joseph Gentner, Brauer, 4. Georg Schmidt, Schneider. Gießen, beit 19. Dezember 1904. von Großherzoglichem Landesversicherungsaint bestellte Wahl- Kommissär für die Stadt Gießen. Curschmann, Beigeordneter. B2%2 Heinrich Emmelius, Fabrikant, Heinrich Leib, Schneidermeister, Karl Hahn, Schreinermeister; II. bei den Ersatzmännern: Franko-Lieferung durch eigenes Fuhrwerk cw/u Sitzungeil heraitzilziehen. A. Bei den -lrbeitgcbern und zwar I. bei den ständigen Vertretern: 1. Louis Petri III., Weißbindermeister, Punsche u. Liköre (von Ang. Kramer & Co. Nacht in Köln) Billigste bei strengster Heinrich Fourier, Geschäftsführer, Georg Beckmann, Krankenkassekontrolleur, . Gustav Krüger, Eisendreher, 4. Wilhelm Sickert, Glaser; II. bei den Ersatzmännern: zutaten. Alle Ingredienzien zur feinen Bäckerei in bekannter bester Qualität zn billigsten Preist» bei Emil Fischbach. Back- ihre gesetzlichen Vertreter aus. Es mut) dringend empfohlen, daß die Kaufleute durch Bescheinigung der Polrzeivertoaltung, die Handlungsgehilfen durch Zeugnisse ihrer. Arbeitgeber, der Polizeiver- ivaltung oder der zuständigen Krankenkassen sich vor dem Wahlausschuß über ihre Wahlberechtigung äusweisen, da sie andernfalls von der Wahl zurückgewiesen werden können. Ungillig y.;nb Stimmzettel: welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind, welche keinen oder insoweit sie keinen lesbaren Namen 1. Karl Becker, Prokurist, 2. Karl Wigaudt, Schlossermeister, 3. Martin Dörr, Schlossermeister, Hemrtch Schirmer, Fabrikant. B. Bei den Versicherten und zwar Etagferen Paneelbretter Staffeleien Büstenständer Schirmständer Teppiche Tischdecken Bettvorlagen Angora- und Ziegenfelle Fenster-Mäntel Moderne Plüsch' garnituren Divans und Chaiselongues etc. etc. Kartoffeln Speise- und Salatkartoffeln (prima kochend) empfiehlt J. Weisel 8738 Telephon 235 — Sonnenstr. 6. Bekanntmachung, betr. die Wahlen für das Kaufmannsgericht Gießen. Für das Kaufmannsgericht Gießen sind von den wahlberechtigten Kaufleuten aus der Zahl der wählbaren Kaufleute und von den wahlberechtigten Handlungsgehilfen aus der Zahl der wählbaren .Handlungsgehilfen je vier Beisitzer auf drei Jahre zu wählen. Tie Wahlberechtigten werden zur Vornahme dieser Wahl auf Freitag den 20. Januar 1905 in den Stunden von 6 bis 9 Uhr nachmittags in den Stadt- verordneten-Sitzungssaal, Bürgermeistereigebäude, Gartenstraße 2, Zimmer 11 berufen. Wahlberechtigt sind die Kaufleute und Handlungsgehilfen, die zurzeit der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet und im Gemeindebezirk der Stadt Gießen ihre Handelsniederlassung oder Beschäftigung haben, die Kaufleute jedoch nur insoweit, als sie mindestens einen Handlungsgehilfen oder Handlungslehrling regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen. Tie Wahl ist unmittelbar und geheim, sie findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl statt. Tie Abstimmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Person ab; juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch Apotheken Bibliotheken Bauerntischchen Blumentische Rauchtische Serviertische Nähtische Rohr-Sessel Triumphklappstühle Schreibtische Spiegelschränke und Büffets Bücherschränke Korridortoiletten etc. etc. Xmendttg Möbelfabrik u. Ausstattiingsgeschäft Gratis werden alle Bestellungen bei Sterbefällen besorgt von dem Ersten Gießener Sargmagazin, z. B. das Ansagen, das Beilellen der Leichcnsrauen, der Almoncen, Wagen u. s. w. ; 8391 Georg Schmitt Kaplansgasse 27, Ecke Bahnhofstr. 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Oktober 1899 wird nachstehend die Liste der als Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten bei der unteren Verwaltungsbehörde für den Bezirk der Stadt Gießen gewählten Personen und deren ErsatzmännerHur öffentlichen Kenntnis gebracht. Dieselben sind auf 5 Jahre gewählt und in der nachfolgenden durch das Los festgesetzten Reihenfolge zu Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 2. v. Mts., betreffend Einführung des 8 Uhr-Ladenschlusses für die Buchhandlungen, Papier-, Schreibmaterialien- und Lederwareu- Wttdlungen, fordere ich die beteiligten Geschäftsinhaber au, ihre Aeußernng zu dem Antrag in der Zeit vom lv. bis 31. d. Mts. iinf dem Burgermeisterei-Bureau, Zimmer Nr. 15, wahrend der 'Wtichen Geschastsstultden schriftlich oder zu Protokoll abzugeben. Ausgenommen uon dein 8 Uhr-Ladenschluß sollen sein. 1. die Samstage, 2. die Tage vor Feiertagen, 3. der Monat Dezember. Bei der Feststellung der für die Abänderung der Ladeuschluß- zcit erforderlichen Mehrheit von 73 werden nur diejenigen Geschass- uibaber gezählt, welche eine bestimnite Aeußerung für oder gegen die Aenderuiig innerhalb der gesetzten Frist abgegeben haben. Gießen, den 14. Dezember 1904. B19/12 Der von Großh. Kreisami bestellte Kommissar: E ii r sch ui a ii n, Beigeordneter. Mehrere nolh. Dmniihm sind unter langjähriger Garantie ivegen Aufgabe dieses Artikels weit unter Preis abzugeben bei Wilk Ort, Ilhmchr Heuchelheim. Gros-cS Vafler in Uhren, Wold- niid Silberivaren- Kciikcfs Aiihlsihreiiiere 8885| 14 Souuenstratze 11. Mose tlial Bleichstrasse 5 . 06825 Deceute Bedienung. Separate Salons, ff. Biere und Weine. BeLatturmaaluug. Ter Voranschlag der 2lrmenkasse für 1905 und der Plock'scheu Stiftung für 1905 liegt voni 21. b.ab acht Lage lang auf dem Büreati des Armeuamts zii sedermauns Eiu- sicht offen. B?o/ Gießen, den 17. Dezember 1904 . ns Tie Armen-Deputatlon der Stadt Gienen. E u vs ch m a n ii. kenntlich machen sollen. GkeichzeUig iuilu hiermit zur Einreichung von getrennten Wahlvorfchtagslisien sür Kaufleute und Handlungsgehilfen aujgefordert. Jede Vorschlagsliste muß vier Namen enthalten von mindestens zwanzig Wahlberechtigten des betreffenden Teiles unterzeichne: und spätestens zwei Wochen vor dem Wahltermin, also Donnerstag, den 5. Januar 1905, abends, bei der Bürgermeisterei eingereicht sein. Tie rechtzeitig eingereichren Vorschlagslisten werden nach erfolgter Prusung spätestens 8 Tage vor der Wahl in ortsüblicher Weise veröffentlicht. Gießen, den 19. Dezember 1904. B20;12 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Lurschinann. Betunlltmachung. D°r SSÄWÄ der antereffenten offen. Aiufchcnheim, den 20. Dezember 1904. Großherzogiiche SBÜtfleuneiftetci Mnfchenhenn. gggl Bckamttmächuag. Der «oranfch.a» der Gemeu.de Watz-Nvorn'-St-t«b-rg für das Reehmmqsjahr 19U5 hegt »»'« 22. b. ««M Mng auf dem Bürgermeislereibureaii zur Einsicht der Fnteressemen Watzenborn»Steinberg, beit 20. Dezember 1904. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-^temberg. ______________________Hirz._________________ Für Weihnachten! Lebende SpiegeiAarpsen Salm im Anschnitt, Zander, Zungen, Wb" Holländische Schellfische und Eablrau. LedeÄWe 8«,sei per Ui>. Psg. Arnc, Rum, Kognak Ansschreiben. In der Nacht vom 11. auf 12. l. Mts. wurden in der Nähe des Bahnhofs Mainzlar 3 schwere Holzklötze sowie eine Pappelbohle über dasSchtenen- geleise gelegt in der unverkennbaren Absicht, den vorinittags kurz nach 5 Uhr die betr. Stelle posierenden Per onen- zilg zinn Entgleisen zti bringen. Die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt a. 2)t. hat auf die Ergreifung des Täters eine Belohnung von 100 Mk. ausgesetzt. Es wird um eifrige Nachforschung gebeten. Gießen, 16. Dezbr. 1904. Gr. Staatsanwaltschaft. B20/12 Neuß.__________ Mittwoch, den 21. Dezbr. d. I., nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Bieker'schen Saale: lOMilleZigarrenflSopha, 1 Herreuschreibtljch, 1 Sekretär, 1 Koiisol, 1 Verlikow, 1 Tisch, 1 Fahrrad, 1 Nähmaschine, 1 Trumeau mit Spiegel, 1 voll- sländ. Bett, 1 Korb Lack, 1 Teke mit Marmorplalte, 18 Paar Herreiischimrstiesel u. a. 8870s Geitzler, Gerichtsvollzieher. WS Ä o Lauterbacher Bockbier Freiherrlich Riedesel’sche Burgbrauerei Lauterbach. \FMhrend den Feiertagen bringen wir ein vorxtigliohea Bockbier zum Ausschank. Ausschank: Zum Aquarium, Walltorstrasse 5, J. Hengst, Licherstrasse, J. Häuser, Ludwigstrasse, E. Kalbfleisch, Ostanlage, H. Leib, Philosophenwald. (Srossenbnseck: A. Gerlach. C. Scheid. in riacnhon ■ p- Goisel> Asterwe^ 111 1 IdSvllvll ■ H. Hahn, Bismarckstrasse, W. Haas, Bleichstrasse, H. Kempf, Ludwigsirasse, Fr. Künhold, Ludwigstrasse, W. Sammler, Seltersweg, C. Roth II. Nachfolger, Walltorstrasse 5. Rintheim ft. d. Bieber: W. Bender. 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