Erstes Blatt. D«mnerstag 20. Oktober 1904 Aic heutige Yummer umfaßt 8 Aeite«. nommcn wird. prci 154. Jahrgang inung nicht in der die VI GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WMWWW , prury Sic.iierung kann an diese, rßebeii, am wenigsten Kn eine, tnng der Wasserwirtschaft äuge- Vom Kriegsschauplätze liegen folgende offiziöse Meldungen vor: Tokio, 19. Okt. Gestern abend und beute ist keine Meldung vom Hauptquartier eingeganaen. Es wird angenommen, daß auf die erfolglosen Angriffe der Russen in der Nacht vom Montag eine Weile Untätigkeit folgte. Tie Zusammenziehung von russischen Truvven gegenüber den Abteilungen der Generäle Oku und Nodzu, die Montag nacht erfolgt ist, hat hier den Eindruck hervorgerufen, daß die Russen zum Angriff überzugehen beabsichtigen, und eine große Schlacht nahe bevor ft ehe. Jetzt ninrmt man aber an, daß Kuropatkin lediglich die Nachhut aus dem rechten Flügel zu decken beabsichtige, um Zeit zu gewinnen, die Armee über den Hunho zurückzuführen; denn man glaubt hier, daß es ihm weder möglich sein werde, eine Angriffsbewegung gegen die Japaner zu unternehmen, noch auch seine Stellung am Schaho zu behaupten. — Tie Aufstellungen über die japanischen Verluste seit dem 10. Oktober sind noch nicht vollständig, ebenso die Meldungen über die Verluste des Feindes. Auch ist die Zahl der eroberten Geschütze noch nicht sicher festgestellt. Petersburg, 19. Okt. (W.-B.) General Ssacharow meldet dein Generalftabe unter dem 19. Oktober: Tie Nacht auf den 19. Oktober verlief ruhig. Ter Gegner erhält im Dorfe Linschinpu Verstärkungen. In der Nacht zum 19. Oktober wurde von unserer Vorhutftellung aus von einer Freiwilligen- Abteilung des Schützenregimentes 'eine kühne Rekognoszierung ausgeführt. Unsere Freiwilligen erbeuteten ohne Kampf noch Nvei japanische Feldgeschütze und brachten sie in unsere Stellung. Tokio, 19. Okt. (Amtlich.) Marschall Ohama berichtet vom 18. Oktober folgendes: In der Richtung unserer rechten Armee scheint der Feind allmählich seine Streitkräfte zu verringern. Nur kleine Abteilungen derselben fahren in ihrer Tätigkeit bei Pensihu fort. TiegeschlagenenRussen gehen in n ordöstlich er Richtung zurück. Gegen unsere zentral e Armee machte der Feind in der vergangenen Nacht mehrere Sturmangriffe, die alle zurückgeKlagen wurden. Heute, am 18. Oktober, wurden auf beiden weiten mir von Zeit zu Zeit Kanonenschüsse gewechselt. Gegen die Front unserer linken Armee richtet der Feind dann und wann ein indirektes Feuer. London, 19. Okt. Ein bei der Armee des Generals Oku befindlicher Berichterstatter des Reuter-Bureaus meldet in einer am 19. Okt. in Fusan aufgegebenen Depesche: Russische Karten, die von den Japanern erbeutet wurden, zeigen, daß die Russen ihren Rückzug organisiert hatten unter Festsetzung der Punkte, wo während der Verfolgung Widerstand geleistet werden sollte. Ties erklärt die Langsamkeit deS Marsches der Japaner und ihr Mißerfolg bei dem Versuch, den Russen den Rückzug zu versperren, der mit sehr großer Geschicklichkeit geleitet wird. Ueberdies ist das Gelände von Schluchten durchzogen, die den Vormarsch hinderten. Tie japanische Kavallerie brachte durch Ueberschrejten deS Hunho die Umgehungs- bewegung der Russen zum Scheitern. Privatmeldungen besagen folgendes: Aus C h arbin kommt die Meldung, daß die Station Schahe in den Händen der Russen sei; die Japaner seien zurückgewvrfen. Ter Tokioer Berichterstatter des Londoner „Standard" drahtet am 18. Okt.: Tiefes Bedauern wird hier ausgedriickt über das dem Detachement des Generalmajors Varnada zugestoßene M i ß- g e s ch i ck. Nachdem die Abteilung an dem erfolgreichen Angriff Nr. 347 drsch-tut tLglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl 'schen Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 9L Lang«, Redaktion, Expedition und Druckerei: Schrrlstratze T, Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießerr, Fernsprechanschluß Nr 61. monatlich 76 Pf^ viertel» jährlich Mk. 2J2O; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost TIL 2.—viertel* fährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigeu für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. ZetlenpreiS: lokal 12 Pf«, auSwärtS 20 Pfg. verantwortlich für den poltt und allgem. Dell: P. Wittko: Mr »Stadt und Sanb'* und ,Gerichtssaal*: August Goetz; für den An- zeigentell: HanS Beck. Kokoniaksorgen. Nene Sturmzeichen? Düstere Perspektiven entrollt ein der „Tgl. Rundschau" von einem Pflanzer aus Kanterun Mge- gangener B>rief. J!m Hinblick auf die vont Gouvernement der Kolonie gesandte Meldung von der Ermordung eines Hauptmannes der Schutztruppe durch einen Pfeilschuß erscheint der Inhalt dieses Briefes besonders beachtenswert. Er besagt mit dürren Worten, daß das Kameruner Gouvernement gar nicht die Militärische Macht habe, die Eingeborenen im Zaume zu halten, und daß deshalb in Milde eine Katastr o ph e wie in Süd westasrika zu gewärtigen fei, wenn nicht die Schutztruppe bedeutend verstärkt würde. Die Gefahr eines allgemeinen Aufstandes erscheint dem Pflanzer deshalb nähergerückt, weil die Eingeborenen mit jedem in Kamerun eintreffenden Dampfer Nachricht von der Lage in Südwestafrika erhalten, in der die Bedrängnis der Deutschen meist übertrieben dargestellt wird. Daß bisher Unruhen noch nicht ausaebpochen sintb ist nach der Meinung des Pflanzers nur der unter den Eingeborenenstämmen herrschenden Zwietracht zu danken. „Einem aufmerksamen Beobachter", so fährt er fort, „Wird aber nicht entgangen sein, daß sich die Eingeborenen Kameruns mehr und mehr freundschaftlich zusammenschließen." Man darf gespannt sein, ob auch das Gouvernement zu diesen aufmerksamen Beobachtern gehört und ob es, gleich demjenigen Südwestafrikas, Merkmale der Gährung noch nicht wahrgenommen hat. Herr v. Puttkamer, der Gouverneur, befindet sich ja zurzeit in Deutschland. Er kann also dem Kolonialamt und dem Reichstag — hoffentlich nicht zu s pät — von seinen Wahrnehmungen Mitteilung machen. Im übrigen schiebt der Pflanzer der Verwaltung der Kolonie die volle Beran twortung zu, wenn ein Aufstand in Kamerun losbrechen sollte. Man sei in der Erschließung der Kolonie vorgegangen ohne Rücksicht darauf, daß die erforderlichen militärischen Machtmittel zur Geltendmachung der Autorität nicht zur Verfügung stehen. Gegen diese Auffassung muß denn doch protestiert werden. Wenn auf allen Wegen, die von den ins Landinnere oordringenden Expeditionen beschritten wurden^. Militärstationen in angemessener Zahl hätten errichtet werden sollen, dann würde auch eine Verdoppelung der Schutztruppe nicht aus gereicht haben. Auf die wirtschaft- >l i ch e Erschließung, nicht auf die militärische Eroberung der kolonialen Gebiete kommt es an. Grade durch zu vieles Verwalten, namentlich vom militärischen Standpunkte aus, wird Unmut bei den Eingeborenen erregt, die zunächst noch keine Veranlassung haben, gegen Händler und Kolonisten eine feindselige Haltung einAUnehmen. Es scheint aber, als wenn auch die sonst besonnener urteilenden kolo- mialpolitischen Kreise das Heil für die Zukunft Deutschafrikas nur vom Schwert erwarten. Selbst die „Na- iionalztg." ist der Meinung, es müsse durch die Entfaltung einer großen Macht in allen unseren Schutzgebieten den Eingeborenen jede Neigung und Möglichkeit der Empörung genommen werden, t^rft wenn unsere Macht über jeden Zweifel sichergestellt sei, könnten wir auf einen Erfolg der friedlichen Arbeit rechnen. Hier wird also ohne Umschweife die Notwendigkeit einer großzügigen Kolonialpolitik betont, die ja für Südwestafrika bereits inauguriert ist. Deutschland steht also anscheinend am kolonialen Scheidewege. Da sich die Regierung hier zu einem Zurück nicht verstehen dürfte, wird es bei der Beratung des nächsten Kolonialetats wohl heiß hergehen. Denn fehlt in Deutschland nicht an kolonialer Müdigkeit. 200 Millionen Mark für Südwestafrika! Wie der „Schief. Ztg." gemeldet wird, belaufen sich die Ausgaben für Südwestafrika schon jetzt auf mehr als hundert Millionen Mark, und in kolonial gut informierten Kreisen glaube Man, die Gesamtkosten für die Niederwerfung der Aufstände auf 200 Millionen Mark veranschlagen zu müssen. Ja, Südwestafrika ist eine harte Nuß! stu der Meldung des Gouverneurs Leutwein vom 17. 6. Mts. macht die „Nordd. Mlg. Ztg." folgende erläuternde Ausführungen: M , ... ... Tie Meldung bringt die erste bestimmte Nachricht über die Stellung der aufständischen Hottentotten. Sie sammeln sich danach südöstlich von Rehoboth in der Gegend zwischen Hoachanas und Gochas (beide am Auob gelegen),, ungefähr in der Gegend des durch seine Stau- und Berreselungs- anlagen bekannten Farmplatzes Mariental, wo sich ettre Militär- und Poststation befand. Mariental liegt von Gn- beon, zu dessen Bezirk es gehört, 73 Kilometer nordöstlich entfernt Einige Kilometer nordöstlich von Mariental liegt die Station der Rheinischen Missionsgesellschaft Mennont, too Hendrik Witboi meist wohnte, und noch weiter nordöstlich am Kalksluß (Uriab, einem Zufluß des Auob) Kvlffontem ( ^bnüril D Tir. Terrassentreppe 123200 Mk, Renverrohriing von Sprudel »ih bcrÖ ii»bGebiete de« Torpedowesens Ber- XII 21000 Mk. und Entwässerung des Gebiets am Goldstein dieser Wafsc nur Vorzug«. 31 000 Mk, in Summa 1688 600 Mk. Für das zweite Bau- ^irrt -u und der Verlauf deS Seekriege« jahr, also 1905, iverden ftir die Errichttmg einer 5)ampf« 7kn l m de7n StL« ekret^^^^ üiwfersi recht gegeben, Waschanstalt 260 000 Mk. silr inneren Ausbmi des Bade- als die Torpedoboote dort'eine hervorragende Rolle nicht Hauses Vlll inkl. Installation, Heizung imd Mobiliar 403000 aVsJptt 'S.! Wttn alcicbwobl die Ausgestaltung der Mark, für den inneren Ausbau der Verwaltungsgebäude hfa'TSnXiMta?» mbltmt'»tat» «onrnfi 102000 ffl«, den neuen Badeabwasserkanal 193 000 Mk, 2i ?vezwNer Gmnd ^"gen E? dürfte zu suchen sein den Umbau der Sprudel 146 000 Mk. re, im ganzen für 1905 L d« das Amte der^ewehr auf 1239 500 Mk. verlangt. Der Ausschuß will beantragen, Pina fireircre Grm"dlaae ui stellen nnb in dem Bestreben daß diese Summen von ber Kammer bewilligt werden, nach Dezentralisation innerhalb dieses Gebäudes. Daraus dieselbe sich jedoch bezüglich der weiteren Anforderungen zurückzuführen ist die Errichtung besonderer Inspektionen der Regierung freie Hand vorbehält. ^er FmanzauL-schuv iür dir Schiffs-, die Küstenartillerie und bas Mincnwescn, gcnchnilgte Wetter noch die Ge etzentwrirsc, betr. die Rach- ferner bic Neuorganisation des Jngenieurpcrsonals, die Weisung über Cnnnahmen und s^lusgabcn rm Domania^ und — - - • - - -‘ ...... 1 Staatsvcrmogeu, den StaatSvertrag nut Preußen wegen J-eststellung der Landesgreuze zwischen Attwiedermus und § litten gefäß (cd handelt sich hier um gegenseitigen Geländeaustausch zwecks Llbrundung). Dann den Vorschlag auf 'Abänderung resp. anderwcite iDcrwcndung der unter Kap. 38/29 vorgesehenen Beträge von 5000 Mk. Diese Summe soll anstatt für Lehrkurse für Beihilfen an Lehrer höherer Lehranstalten behufs sprachlicher Ausbildung int Auslande verwendet werden. Dann wurde vom Ausschuß noch die Oberstl. u. Bais.-Kouunandeur im 4. Großh. Hess. Znf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, mit Pension zur Disp. gestellt und gleichzeitig als Brigadier der 2. Gren. Brig. wiederangestellt. 1- v. Hiddessen, Major aggr. dem 2. Nassau. Inf.-Rgt. Nr. 88, als Bats.-Kommandeur in das 4. Großh. Hess. Inf.- Rgt. Nr. 118 versetzt. — Hed emann, Lt. im 4. Großh. Hess. Jnf.-Nat. Nr. 118 zum Oberlt. befördert. — v. Ort- losf, Lt. im 9. Bad. Jnf.-Regt. Nr. 170, zum 2. Großh. Hess. Trag.-Ngt. (Leib.-Drag.-Ngt.) Nr. 24 auf ein Jahr i ur Dienstleistung kommandiert.— Gutberlet, Hauptm. im 4. Großh. Hess. Inf.-Rgt. Nr. 118, als Mitglied zum Bekleidungsamte des XI. Armeekorps, Schmitt, Hauptm. im 5. Großh. Inf.-Rgt. Nr. 168, als Mitglied zum Bekleidungsamte des XVI. Armeekorps versetzt. — v. Wachter, Fäh- nerich im Großh. Hess. Ins. (Leib-Garde) Regt. Nr. 115, zum Lt., die Unteroffiziere Lindemann, Heymann im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Groß. Hess.) Nr. 116, zu Fähnerichen befördert. — Zimmermann, Lt. im Inf. Lcib-Rgt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, auf sein Gesuch zu den Offizieren der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots übergeführt. — Wolff, Unterarzt beim Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hesi.) Nr. 116, zum Assist.-Arzt, Dr. Neben- tich, Oberarzt der Landm. 1. Aufgebots (Darmstadt), zum Stabsarzt, Eckes, Unterarzt der Reserve (Mainz), zum Assist.-Arzt befördert. — Dr. Mayer, Oberarzt der Landwehr 2. Aufgebots (I. Darmstadt), der Abschied bewilligt. — Kade, Lt. der Res. des Jnf.-Ngts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hcff.) Nr. 116 (I Berlin), zu den Nes.-Offizieren des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Rgt§. Nr. 115 versetzt. — Die Vizewachtmeister Sauber (Elberfeld), Dauber (Barmen) zu Lts. der Res. deS 1. Großh. Hesi. Feldart.- Rgts. Nr. 25, Vizefeldwebel Detlefs en (Worms) zuui Lt. d. Res. des Jnf.-Ngts. Herzog von Holstein Nr. 85, Orb (SBSormS) zum Lt. d. Res. bc8 Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18 befördert. — Frhr. v. Starck, Lt. b. Landw.-Kav. 2. Aufgeb. (I Darmstadt), Hardt (Wetzlar), Hauptm. der Landw.-Jnf. 1. Ausgcb., diesem mit Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform der Abschied bewilligt. •• Zauberkünste und Sch la stanz. Die ^or» stcllung deS Stuart W. Cumberland und des „Universal. MediumS' Madeleine gestern abend im Neuei, Saa bau war in ihrem ersten Teil recht unterhaltend. Cumberland war auch im vorigen Jahr hier, und obgleich an „ n » spiritistcnvorstellungen» hier nie Mangel war, hatten doch viele der gestrigen Darbietungen den Vorzug der Rcuhc, . 3 Gedächtniskunst waren der Zauberkünstler und seine Geh n in der Tat bewundernswert. Niedlich und erheiternd war die Samnilung der Talerstücke die der finger ertige Hexen- meister mit verblüffender Sicherheit dem Publikum aus Taschen, Kleidern, ja sogar aus den Kopsen und den Haaren klingciid in seinen Hut entlockte. Rach solchen net en, liebenswürdigen Kunststückchen war es um so überraschender, m O Teil des Programms, der wohl die Mehrheit der recht mhlrcichen Zuschauer herbeigelockt hatte, so bitter enttäuscht ... werden. Dasselbe Medium Madeleine, das vorher tn ber Geisterkammer so munter die Piff-Pasf-Puffgeister hatte lebendig werden lassen, wurde von ihrem Herrn Genosien (Gemahl?) angehaucht, mit der Hand ein wenig berührt, und oersank sofort gehorsam in den „kataleptischen Schlaf". Mstr. Stuart spielte darauf auf einer Zither, und die Zuschauer hatten das zweifelhafte Vergnügen, einen höchst jämmerlichen Bärentanz mit anzusehen, der keinen Zweifel über den Zustand der Tänzerin aufkommen ließ. Ob der andere, „kataleptlsche" Zustand minder freiwillig oder unfrciroifiig war, darüber blieb man nicht im Ungewissen, als der die „Traumtänzerin" untersuchende Arzt lächelnd wieder von der Bühne herunter stieg. Bei einer abermaligen einfachen Berührung des Künstlers Stiiart schlug die rätselhafte Frau, die wohl über eine beträchtliche Willenskraft verfügen mag (sonst würde sie das Nadelstechen und die hochnotpeinlichen ärztlichen Untersuchilngen nicht so empfindungslos ertragen), : wieder die blauen Augen onf. Darauf hatten die Zuschauer- zösische Generalstabschef und zahlreiche höhere Offiziere zugegen. Nach dem Gottesdienst wurde ein Glückwunsch-Telegramm an den Zaren abgesandt. Madrid, 19. Okt. Stürmische Szenen bei der Leichenaufbahrung der Prinzessin von Asturien ereigneten sich im Schlosse und aus dem Schloßplatze. Eine ungeheure Menschenmenge hielt gestern abend den Schloßplatz und die inneren Höfe besetzt, um an der Leiche vorbeizuziehen. Die Menge rannte die Wachtposten um und stürmte die Treppen hinauf, einen entsetzlichen Knäuel bildend, dabei Hilferufe, Flüche und Proteste ausstoßend, und Frauen und Kinder niederreißend. Zahlreiche Verwundete und Ohnmächtige wurden vom Gesindel der Schmucksachen, Brieftaschen und des Geldes beraubt. Vielen Damen wurden gewaltsam die Ohrringe ausgerissen. Berittene Schutzleute hieben mit blanker Waffe ein und nahmen mehrere Verhaftungen vor. Schanghai, 19. Okt. (Reuter.) Nach Mitteilungen ! von gut unterrichteten Chinesen schließen sich „Weife^ genannte Räuberbanden in Westkwantung in der Absicht zusammen, in der Provinz Canton einen Auf st and zu erregen. Man glaubt, daß sie sich mit Piraten vom Westflllß verbunden haben. ________ Der erste deutsche Woynungskongreß. in. Gliederung des Maschinenpersonals der Werftdivisionen, die Erweiterung der Schiffsjungenabteilung zur Division, die Bildung des großen Admiralstabs usw. Die Linien fir; den Ausbau der Marine iet zirkuliert daS (wenig glaubhafte) noch den ersten Spatenstich nuttun". Tie ^Deutsche -r-ages- . * 9 0 7 °tg.' ist durch diese Aeußerung sehr unangenehm berührt, ^an^ortdamprer e^e Sie meint, daß eine solche Aeußerung »emigermatzen unvor- 7-Ä Aphurts sichtig' sei. ES sei ftir einen Politiker, auch für einen, der der ,ur den nächsten Sonntag anlatzsich deS 6 0. GeburtS- an leitender Stelle steht, recht mifilich, zu prophezeien. t°ges des Burgerme.Ners Dr. Lueger von den Chrtztl.ch. .Tieies angebliche ^anzlerwort wird bei der Beratung bev Sojtalen geplante große Fackelzug ,m Hinblick aus die von Kaualvorlage nicht unbeachtet bleiben können. Tie Abgeordi^eten I den Sozialdemokraten m Aussicht gestellte Gegeukundgedung werden daraus entnehmen müssen, daß mit den Kanälen, über bic ÜOn der Polizeidirektion au8 Rücksichten auf die öffentliche sie jeyt zu beschließen haben, die Sache noch nicht abgetan ist, fon- rrhnima verboten worden Lern daß noch andere Projekte in der Lust liegen und einer recht ^^ung verooren woroen baldigen Ausnihrung entgegengcstihrt werden sollein Ob diese Er- Paris, 19. Okt. Gestern fand auj Anlaß de wägüngen die Aussichten für das Zustandekomnlen der Kanalvor- Namenstages des russlschen Thronfolgers m der hiesigen russischen Kirche ein feierliches Teheum statt. Das gesamte BotschastSpersonal, sowie die Gesandten Bulgariens und Serbiens wohnten der Feier bei, ebenso waren der fran- die Vorbereitung der Novität für die hiesige Bühne wird sofort einqetreten. **Gleibergverein. Auch ! iF Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Gärth «nd Schmidt. Allendorf a. Lahn, Lützellinden, den 19. Oktober 1904. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Heinebach sagen auf diesem Konsums Giessen und Umgegend. Prim kllßl. VMülkliiige per Stück 6 Pfg. js. Msell-Lachshtckge per Stück 15 Pfg. Kochfeine Keringe per Stück 5 Pfg. Auch find noch einige Zentner (UffnSoItl in unserer Verkaufs- UüllvMü stelle erhältlich. H Beitrittserklärungen können jederzeit In unserer Verkaufsstelle erfolgen. 8041 Stach Zahlung des Eintritts- aeldes von 50 Pfg. ist man zur Entnahme von Waren berechtigt. Jeden Tag frische Sendung lä. Kieler Süfflinge 3 Stück 20 Pfg. a10/1* Gebrüder Berdux Kölner Konfumanstalt Vahnhofstr. 27. Lindenplatz 12. Schellfische blutirisch auf Eis treffen heute ein bei 7621 Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Prima WWe blutfrisch in Eispackung, treffen ein bei ae/, ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826. 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