Nr. 195 Erstes Matt 154. Jahrgang Samstag 20. August 1904 Vrhchetvt täglich M/ ä / k Vezug»vrei»r anbei Sonntag». fU v* monatuch7bviertel» ä'SS 13a* AMÄ4A MW aaaa. aa* KM"Sä rLsrss 1 HelO1Z01IAr VI n jAf n Ar WWW »lütter viermal in der HS H R R^^ KgR^ sHr R R wÄr ZF R R ^Rk R R R IfflLp R fahrt. auslch!. Vestellg. Woche beigelegt UfiF M ■ WL ■ WM. ■ W W / JB ■ ■ VH WWW W Annahme von Anzeigen E:TM,rK v WI|VBW> vlIV 1VIvTV|s Untverf.-fflucb-u. Stein» ®V Jgr —. w M /fj-’stjr ßeflenpreiS: lokal 12$1. bruderei. 91 Bonge. >'* A1 - 71 ttiOl AM» e die Neutralität Ehinas zu brechen, iuomit der Krieg eine ungeahnte Ausdehnung nehme. Rußland werde jahrelang kämpfen, bis es endlich Sieger bleibe. E n amerikanische» Schiff von Japanern abgcsangen. B ajhington, 19. Aug. Staatssekretär Hey erhielt ein Telegramm mit der Mitteilung, daß ein nicht naher bezeichnetes Schiff, welches heute früh in den Hafen von Tschifu einlaufen wollte, von 7 japanischen Torpedobootszerstörern ab gefangen wurde. Cyrill und Kuropatkin. P a r i s, 19. Aug. Nach einer Prjvatmeldung aus Kronstadt wird Großfürst Eyrill an Bord des Admiralschiffes ^,Fürst Sumarow" den Kommandanten der Ostsee- siotte Roschdjeshvensky begleiten. Aus Liaujang wird gemeldet, es verlaute, die russischen Aerzte hätten auf der Abreise Kuropatkins aus dem sumpfigen Liaujang bestanden, weil in der nächsten Umgebung des Oberbefehlshabers Malariafälle vorkamen. Daraufhin habe sich 'Kuropatkin zur Abreise nach M u k d e n entschlossen. Dotttische Lagesschau. Zu der Bluttat in DeutschSiidwestasrika schreibt heute die „Nordd. Allg. Ztg.": Im Anschluß an den Artitel der „Kol. Zeitschrift" bringen eine Anzahl von Zeitungen Artikel. Pie schwere Anschuldigungen gegen die Gerichtsbarkeit und die Verwaltung des südafrikanischen Schutzgebietes erheben. Die Tatsacl>e, daß gegen einen gewissen Groeneveld von dem Bczirrsgerichtc Keetmanshoop in der ersten Hälfte des Jahres 1903 wegen verschiedener Anschuldigungen auf Freiheils- und Geldstrafen lautende Urteile gefällt worden sind, die von der Berufungsinstanz im Schutzgebiete teils erheblich gemildert, teils gänzlich ausgehoben wurden, wird von den crwähilten Blättern damit in ursachliche Verbindung gebracht, daß Groeneveld über die Ermordung eines Negers, nachdem seine Beschwerde an die Behörde fruchtlos verlaufen war, der Presse Nachricht gegeben hatte, die ebenfalls keine Notiz davon nahm. In Wirklichkeit hat Groeneveld sich mit seiner Anschuldigung gegen einen den Tiitriktschef von Bethanien zeitweilig pertretenden S a n i t ä t s u u t e r 0 f s i z i e r an die deutscl-e Presse gewendet, ehe er an die SchuLgebietsbehörde Anzeige erstattete. Nachdem Groeneveld dem Tiftriktsches nach seiner Rückkehr auf seinen Posten Anz.ige gemacht hatte, ijt sofort das kriegsgerichtliche Verfahren gegen den beschuldigten Unteroffizier eingeleitet worden. Tas Verfahren hat zu der Feststellung geführt, daß der Unteroffizier sich der Mißhandlung des Eingeborenen schuldig gemacht hatte; das Kriegsgericlü hat jedoch aus ärztliches Gutachten den Tatbestand der §§ 226 und 223 a des Reichsftrafgesetzbuches und damit dm ursächlichen Zusammenhang zwischen der Atißhandlung und dem Tod des Eingeborenen verneint. Der Angeklagte, gegen den der als Staats- anivalt fungierende Oberrichter Richter, der als strenger Ver- urteiler foiü^r Verfehlungen bekannt ist, drei Wochen Gefängnis beantragt hatte, .lvucde zu einer Geldstrafe verurteilt. Sobaw hier der Tatbestand bekannt geworden war, hat dias Oberkommando der Sämbtruppen sofortige Aufhebung derKapitulation und die Heimsendung des Unteroffiziers verfügt. Nach der „Nat.-Ztg." soll sogar nicht einmal bestimmt erwiesen worden fein, .daß der betreffende Eingeborene nicht Selbstmord verübt hat. Infolgedessen verhängte das Gericht nur eine Geldstrafe, Der Staatsanwalt hatte drei Wochen Gefängnis beantragt. Deutsches Kelch. Berlin, 19. Aug. Der Kaiser unternahm gestern und heute in Wilhelmshöhe einen Spazierritt und hörte heute den Vortrag des Chefs des Zivrlkabinetts von Lucanus, empfing den Direktorialassistenten an den Kgl. Museen, Dr. K'oloewey, zu einem Vortrag über Ausgrabungen in Babylon und den Oberingenieur Dr. Schumacher zu einem Vortrag über die Palastfahnde in Msch,atta. — Das kaiserliche Hoftager zu Schloß Wilhelmshöhe wird mit dem 24. d. M. aufgehoben werden. Am 25. gedenkt dus Kaiserpaar im Neuen Palais bei Potsdam ein^utreffen. — Der Kaiser veranstaltet nach Beendigung der Kaisermanöver der Schlachtsiotte eine große Schifssfestlich,keit vor Brunsbüttel, wofür die Reichswerfft das Artillericschiff „Mars" herrichtet. — Prinz Heinrich von Preußen begibt sich heute abend zum Kaiser n ach Wilh elm s h ö h e. Er totrö von dort als Vertreter des Kaisers zu den Taufseierlichkeiten nach Petersburg reisen. — Der für Schlesien eütgeführte Notstandstaris für Futtermittel findet vom 20. ab zu den gleichen Bedingungen mrd auf dieselbe Dauer auch für Sendungen nach den auf deutschem Gebiet gelegenen Stationen der sächsischen Staatseisenbahn statt. — Die fünfte ordentliche Vertreter-.Versamm-^ lung des Rei chsverbandes der nationalliberalen Jugend ist auf den 3. und 4. September nach Leipzig einberufen. Den Beratungen wird ein außerordentlicher Vertredertag vorausgehen, der bezweckt, daß von nun an politisch^ Fragen in öffentlicher Sitzung verhandelt werden sollem Es liegt ein Antrag des Vorstandes vor, wonach die Verhandlungen in Zukrinst in einen nichtöffentlichen und einen öffentlichen Teil zerfallen sollen. — Eine gewerkve reinliche Tageszeitung beabsichtigen stach einer Notiz in der Münchener Wochenschrift ^Freistatt" die im sog. „Rhein.-Wests. Ausbreitungsver- baltd" vrganisiertell Gewerkvereiusmitglieder in Rheinland und Westfalen zu griiuden, und zwar entlveder mittels einer eigenen Druckerei, wozu 100 000 Mk. aufgebracht werden sollen^, oder stur mit eigenem Verlag, lvas 40 000 Mk. erfordern würde. (Man darf dieser eigetlartigen Grilndung mit allem Interesse entgegensehen.) — Dem Paketfahrtdampser „Silvi a", der am Samstag vormittag halb 11 Uhr mit einem Transport von Mannschaften und Pferden für Deutsch-Süd- westasrrka den Hambilrger Hafen verläßt, folgt voraussichtlich am 30. d. M. noch ein weiterer Transport mit der „A lexandra Wo er mann". Dieser Dampfer wird etwa 150 Mann an Bord nehmen. Dresden, 19. Aug. Der Staatsmiuister v. M e tz s ch hielt im landwirtschaftlichen Bereim.' zu Reichenbach im Vogtlande eine Rede, worin er betonte, daß es stets seine oberste Pflicht gewesen sei, Industrie und Landwirtschaft in gleicher Weise und nach gleichen Grundsätzen zum gedeihlichen Ziele zu bringen. Er verwies ferner d awuf, daß die Interessen aller am Wirtschaftsleben Beteiligten nur auf einer Mittellinie ausreichend gewahrt werden könnten, und bezeichnete als wichtigsten Faktor auf l a n d w i r t s ch a f t l i ch e m Gebiete die S e l b st- hilfe. (Wegen dieser seiner letzten Ausführungen ist die „Deutsche Tagesztg." sehr unzuftieden. Sie hält dem Minister vor, daß, da früher die Industrie bevorzugt sei, die ausgleichende Gerechtigkeit nunmehr für die Landwirtschaft ein höheres Maß von Wohlwollen verlange.)' Keer unO Atolle. *v. Rosenberg, Oberlt. im 2. Großh. Feld-Art.-Regt. Nr. 61 und v. Gilsa, Lt. im 1. Großh. Feld-Arst-Negt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps), schieden aus dem Heere aus und wurden in der Schsttztruppe für Südweftafrika nnge- stellt. Die Begnadigung eines Duellanten. Der Oberleumant Balduin Hagen vom 8. bayr. Infanterie- Regiment, der wegen Zwerkampses mit tötlichen Waffen von: Kriegsgerichst zu zwei Monaten Feftstngshaft verurteilt wurde, ist nach Verbüßung von nur sechs Wochen dieser Strafe begnadigt und zugleich zum 17. bayr. Jnfan- terie-Regiment nach Gennersheim versetzt worden. AuslanS. Wien, 19. Aug. Zu der Meldung des „Daily Expreß",- daß als Ergebnis der Mar^enbader Monarchenentrevue ein Schiedsvertrag zwischen England und Oesterreich abgeschlossen wurde, bemerkt die „N. Fr. Pr.". daß an dieser Meldung nur so viel richtig sei, daß vom englischen Kabinett an das Wiener Auswärtige Amt die Anregung zum Abschluß eines solchen Vertrages ergangen sei und daß man sich gegenwärtig im Auswärtigen Amt eifrig mit dieser Angelegen- Veit beschäftige. P eterSburg,. 19. Aug. Der Polizei ist es gelungen, die Persönlichkeit des Aiürders des Ministers des Innern v. Plehwe fest zu st ellen. Es ist ein gewisser S a s a n 0 w , ein früherer Student der Moskauer Universität, Sohn eines Holzhändlers aus dem Gouvernement Saratow. Die bisherige Untersuchung stellte auch die Mitschuld Sikorskis fe)t, welcher am Attentatstage ein geheimnisvolles Kästchen in dic Newa verfenUe. Dagegen scheint ein dritter Verhafteter namens Braunstein, obgleich politisch stark kompromittiert, nicht am Attentat beteiligt gewesen zu sein. Da die Untersuchung noch keineswegs abgesclstossen ist, läßt sich noch nichts näheres mitteilen. Algier, 19. Aug. Das Blatt „Dian" veröffentlicht ein Telegramm aus Marma, .nach toelchem Raid Amada vom Stamme Bonibuzaggu 83 Berittene, welche der Prätendent v 0 n Nt a r 0 k k 0 zu ihm mit der Bitte gesandt hatte, ihm seine Tochter zur Ehe zu geben,.nachts v e r r ä t'e rischerweise niedermachte. Unter den Getöteten besindet sich der Schwiegervater und Vezier des Prätendenten dessen Partei so der Auflösung nahegebracht ist. Amada flüchtete nach Lidi-Melonk unter dem Schutze eines anderen Stammes. Europäische Damcnpolitit. Aus verschiedenen Zentren der europäisc!)en Politik hört man Klagen über Beteiligung hoher Damen an politischen Jntriguen. In Berlin steht es in Vieser Beziehung wohl mit am besten. Es fehlt hier Ztvar auch nicht an Damen mit stark entwicküten Politischen dteigungen. Die Witlve eines hohen MUitärs und die Gemahlin eines inattwen Staatsministers sind aus diesem Grunde bekannt, aber .sie haben wenig Einfluß Die Kaiserin hat nur em sehr geringes Interesse für die Politik, aber dafür ein desto lebhafteres kirchliches Interesse. Früher ist das am Berliner Hof betanntlich auch ganz anders gewesen. Die Königin Luise hat sehr eifrig an der großen Polittk sich beteiligt; Königin Elisabeth wurde vielfach als Nrittelpuntt einer Nebenregierung angesehen, und auch die Kaiserinnen Augusta und Friedrich besä)äftigten sich sehr eifrig mit polüischen Dingen. Der Kaiserin Augusta wurden katholische und sianzösische Neigungen nachgesagt. .Die spatere Geschichtssorschung ivird die Wahrheit wohl aujdeckeu. Jedenfalls ist die Politik, welche ihre Schwiegertochter, .die „Engländerin", trieb, weit ernsthafter gewesen. ,Darum war sie auch vielen so verhaßt. Prinz Karl soll sie Zeit seines Lebens „die siemde Frau" genannt haben. BiSmarck hat in seinem Memoirenwerk dargelegt, .daß die damalige Kronprinzessin in der KonflcktSzeit ihren Gemahl in die Opposition gegen seinen königlichen Vater hineingezogen habe; er glaubte auch, daß sie die Entivickelung her Geschehnisse' vor Paris im Jahre 18/0 zu lenken suchte und in die holsteinische, ößreichische und russische Frage sich einmisckste. Auch in den im vorigen Jahre veröffentlichten Briefen an seine Gattin auS den Kriegsjahren 1870/71 spricht er von der „höfischen Unter» rockspolitik", .die daran schuld sei, daß die große deutsche Arnwe vor Paris stillsitze, als „ob i!)r, ivie Thor, ein weiblich Geivand die Knie uimvalle.^ In den letzten Jahren sind in Cnropa nun drei Fürstinnen gestorben, welche als die ht'rvorragendsten Vertreterinnen der europäischen Damenpolitik gelten, nämlich die Königin Viktoria, die Kaiserin Friebrich und die Königin Luise von Dänemark. ES gibt jetzt nur twch eine fürstliche Dame, die als politischer Faktor in Rechnung gezogen wird; das ist nickst etwa „Ons Wilhelmintje", .die nicht als eifrige Politikerin gilt, .sondern die Zarin M a r i a F e 0 d 0 r v w n a. Sie gift als^ die eigentliche Regentin Rußlrnlds, wie die kaiserliä>c Tante Tsuhßi als die C.hinaS. Die Dametft.wlitik auf ben Thronen ist also zurzeit lvenig vertreten; dagegen hört man aus diplomatisch'n AVrctien^ dau in der hohen Aristokratie neuerdings der polittsche Spori unter den Damen sehr beliebt geworden sei. Auch von den Frauen hoher Staatsbeamten des Auslairdes -- beide ^dahniehin ungen beziehen sich auf das Ausland — hätten sich noch nie so viele an der Politik beteiligt, .wie heutzutage. .Cnmge Namen wurden scholl seit langen Jahren genannt; über die Tatiglen der Frau v. Nowikow z. B. hat wohl Idwn jeber Le,er etwas gehört. „ . UJ x , BiSmarck bat im Prlvatge,prach oft genug geklagt, daß „U n t e r r 0 ck d l p l 0 nl a t i e und T e c 10 i \ c n b 01 i t i f" am schwierigsten zu » kämpfen seien. Die Männer hatte er saft alle so weit brvfflert, das; ihn keiner mehr beim König zu verklage wogte. aber gegen spitze Frauenzungen wußte er auch Mit Mittel. Er konnte boo> nicht die Gräfin A. und die Baronin B. zur Verantwortung ziehen, weil sie ihn bei Hose „verklatscht" hatten. Dazu kommt noch, bnfo die Frauen manchmal diirch Aufwerfung von Etikettefragen ganz schwierige diplomatische Di tuationen schaffen. Uraltes Vorbild dafür ist die Rivalität der Königinnen vor dem Münster in Worms, welche die Nibcllungen nvtsch—————————— Aus Stadt und Land. ließen, den 20. August 1904. — Ein kleines Provinz blättchen fühlt sich veranlaßt, nochmals auf eine gerichtlich anSqetragenc Angelegenheit zunlckzukommen. „Der Gewährsmann ", der sich der betreffenden alten Frau so sehr annimmt, scheint offenbar ein intimer Bekannter von ihr zu sein, da er sie mich in ihrer JnterimSwohnung besucht hat. Hätte er dies auch in der bisherigen Wohnung getan, deren Räumung ihm so viel Schmerzen macht, so würde er vielleicht nicht so vorschnell geurteilt haben, er müßte es denn für eine Annehmlichkeit halten, sein Haus in den Händen derartiger Mieter zu wissen, die obendrein keine Miete zahlen Wir geben ihm gern Gelegenheit, die von der Frau ver- laffene Wohnung zu besichtigen und, wenn er Lust bat, auf ein paar Tage als unentgeltliche Sommerfrische zu benutzen, empfehlen ihm aber, auch nach der inzwischen vollzogenen Reinigung, Vorsicht zu üben. Sollte er selbst dann sich nicht belehren lassen, so gehört er zu der seltenen Sorte jener wunderbaren Schwärmer, die ihre Wohnung durch Leute, für die das gemeinnützige SiechenhauS geschaffen ist, gern beschmutzen lasten und an Stelle der Miete noch Kosten, Undank und das Unverständnis der „Gewährsleute" zu schätzen wissen. *• Zu dem gestrigen Artikel „Zur Warnung" wird uns folgendes aus Butzbach geschrieben: Zwei kleine, sechsjährige Buben vergnügten sich damit, auf dem neuen Wege, der an das Bahngeleise grenzt, Steine in die Höhe zu schleudern, wobei einer den andern zu übertreffen suchte. Unglücklicherweise flog bei dieser ungehörigen Spielerei ein Stein wider das Wagenfenster eines vorbeisahrenden Zuges. Bei den kleinen Schlingels lag keineswegs eine böse Absicht vor, sie waren sich nicht bewußt, daß sie etwas Schlimmes anrichten konnten. Der Hauptlehrer der Stadtschule, Herr Aug. Storch, ist nach erstatteter Anzeige der Bahnbehörde der Sache auf den Grund gegangen und hat dieses fest- gestellt. Tie Jungen sind bestraft worden, weil sie mit Steinen geworfen haben, und außerdem sind die Eltern von dem Geschehnis in Kenntnis gesetzt worden. ** Stenograp hie. Dir weisen auch au dieser Stellte daraus hin, daß der Gabelsberger Stenographen-Vercin am 26. d. Mts., abends 8 Uhr im kaufmännischen Vereinshause einen neuen Anfängerllursus, den vierten im letzten Vereinsjahre, eröffnet. K^in Kaufmann, kein Beamter, kein Bureaugehilfe sollte es versäumen, sich die Kenntnis der SchneUschrift an^ueignen, die heute fast überall da, wo viel Schreibwerk zu erledigen ist, mit Erfolg angewandt wird unb die kein Geschäft und keine Behörde, die sich ihrer bedient, mehr entbehren könnte. X. Klein-Linden, 20. Aug. In aller Kürze finden in hiefiger Gemeinde die Gemeinderatswahlen und gleich darauf die Bürgermeisterwahl statt. Die Wählerlisten liegen gegenwärtig zu jedermanns Einsicht aus. -0- Wa tzen born-Steinberg, 19. Aug. Zur Erinnerung an den heißen Tag von G r a v e l o 11 e—S t. Privat und an sein 30 jähriges Bestehen veranstaltete der hiesige Kriegerverein eine Feier. Um 8 Uhr versammelte er sich in der Krone zu Steinberg. Gegen 9 Uhr bewegte sich dann ein Fackelzug unter den Klängen der Musik durch Steinberg nach Watzenborn. Hier auf dem Kreuze, vor der Wirtschaft zum Löwen, hielt der Präsident des KriegervereinS, Leicht, die Festrede. Er schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog, welches von den Anwesenden freudig aufgenommen wurde, und die in daS Lied „Heil, unferm Fürsten, heil" einstimmten. Nun begab man sich in den Sommerschen Saal, wo die eigentliche Feier abgehalten wurde. Präsident Leicht warf einen Rückblick auf den Verein von deffen Entstehen bis heute. Bürgermeister Hirz gedachte der Veteranen und brachte ein Hoch auf diese aus. Kamerad Nunenthal gab eine heitere Geschichte aus dem Jahre 1870 zum Besten. Der Gesangverein Germania trug mehrere Lieder wirkungsvoll vor. Erst in später Stunde begab man sich nach Hause. sch. Lich, 19. Aug. Im „Holländischen Hofe" sand gestern abend eine vom Stenographen-Verein unter zahlreicher Beteiligung zur Erinnerung an die Schlacht bei Gravelotte veranstaltete würdige Feier statt. Dieselbe wurde durch eine Ansprache sowie patriotische Lieder ein» geleitet. Namentlich der Vortrag des Vereinsmitglieds Finanz-Aspirant Gg. Keck fand reichen Beifall. Er endete mit einem Hoch aus den Kaiser und den Großherzog. Nach der offiziellen Feier blieben die Mitglieder noch lange in gemütlicher Stimmung beisammen. X. Hungen, 19. Aug. Im hiesigen Krankenhause starb heute der 22jährige Arbeiter H. Göbel aus Ermenrod, der gestern in Berstadt bei der Dreschmaschine tätlich verletzt wurde. Göbel glitt aus der Dreschmaschine auS und stürzte mit dem rechten Bein in die Trommel. Das Bein wurde ihm zermalmt und abgeristen. Man brachte ihn sofort ins hiesige Krankenhaus. § Bad-Na uheim, 19. Aug. Ein hiesiger Einwohner verletzte sich heute nachmittag durch einen Sturz aus dem Fenster so schwer, daß er mit dem Schnellzug 5 Uhr 12 Min. in die Gießener Klinik verbracht werden mußte. w. Bad-Nauheim, 19. Aug. Bis zum 18. August sind 20 6 62 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5040 anwesend waren. 271 347 Bäder wurden bis zum 18 August abgegeben. G. Büdingen, 19. Aug. Heute fand eine Besichtigung der Ronneburg seitens des Großh. Kreisamts Büdingen und der fürstl. StandeSherrschast (Wächtersbach) statt. Es nahmen teil: der Fürst von Psenburg-Büdingen zu Wächtersbach, KreiSrat Voeckmann-Büdingen, Proseffor Dr Wolbe-Tarmstadt (als Denkmalspfleger), Fürstl. Kammerrat Wörner und Fürstl. Baucat Schneeweiß von Wächtersbach. Es soll sestgestellt werden, welche Teile der Burg wiederhergestellt werden sollen bezw. niedergelegt werden müffen. G. Orleshausen, 19. Aug. Im hiesigen Gemeindewald entstand gestern ein größerer Brand. Ein in der Nähe arbeitender Landwirt suchte vergebens das Feuer zu löschen und alarmierte die Feuerwehr. Diese wurde deS Feuers nach angestrengter Tätigkeit Herr. Die Entstehungsursache ist unbekannt. -k- Mainz, 19. Aug. Infolge deS außerordent- lich niederen Wa sserstan d eS deS RheineS ist die Schiffahrt sehr behindert. Schiffe mit größerem Tiefgang müssen ihre Fahrten ganz ein stellen. Die Pec- onen- und Güterschisse der Köln-Düffeldorser Gesellschaft erhalten den Verkehr bis jetzt noch in vollem Umfange aus- recht, wenngleich einzelne Schisse, wie der „Stolzenfels" und die „Hansa" durch den niederen Wafferstand schon kleinere Unfälle erlitten haben. Bei noch weiterem Fallen deS Wassers ist die Gesellschaft indes genötigt, die Fahrten der ganz großen Salon boote nächster Tage einzu stellen. Hier ist der Rhein verfloffene Nacht nicht mehr zurück» gegangen, wogegen in Mannheim noch ein Fallen von einem Zentimeter bemerkt wurde. Mainz, 19. Aug. Infolge einer Gerichtsverhandlung, die dieser Tage hier stattfand, ist ein empörender Voc- a ll, dessen Schauplatz die hiesige Hu sa re n ka se ru e war, an die Oessentlichkeit gekommen. Nach der „Mainz. Volksztg." war ein stellungloses Dienstmädchen von einem Husaren in die Kaserne mitgenommen worden. Dort verblieb sie volle 14 Tage, während deren sie von Hand zu Hand gegeben wurde. Tann erst verständigte man die Polizei von dem kandalösen Vorfall, und daS Mädchen wurde verhaftet. Es mußte zunächst vier Wochen in einem Krankenhaus zubringen, um ein in der Kaserne akquiriertes Leiden zu heilen. Vor kurzem erschien das Mädchen vor dem Schöffengericht, daS es wegen gewerbsmäßiger Unzucht zu zwei Wochen Haft verurteilte, weil eS während seines Aufenthaltes in der Kaserne von ihren „Liebhabern" Speise und Trank angenommen hatte. Nunmehr hat sich die Militärbehörde veranlaßt ge- ehen, Untersuchung einzuleiten. Bingen, 19. Aug. Für Ringen, Rheinhessen, den Rheingau, das Nahetal ist daS N ochu Sf est aus dem NochuS- burg der Zentralpunkt, welcher die ganze Bevölkerung zusammenzieht, dort in der schönen neuen RochuSkapelle ihrer Andacht obzuliegen und dann in zahlreichen Wein- und Bierzelten sich zu erfrischen. St. Rochus war schon am 16. August. Das eigentliche Fest wird aber erst am Sonntag gefeiert. Tausende werden wieder auf den Berg in der Prozession und einzeln ivandern, um da einen echten Volksfesttag zu verleben, wie ihn Goethe in seiner Beschreibung des RochuS- feftes 1814 geschildert hat. Der Dichter hat damals am Feste teilgenommen und dem damaligen kleinen WallfahrtS- kirchlein ein Bild des heiligen Rochus geschenkt. Sein damaliges Gedicht über daS Fest begann: „Zu des RbeinS gestreckten Hügeln, Hochgesegneten Gebreiten, Auen, die den Fluß bespiegeln, Weingeschmückten Landesweiten, Möget mit Gedankenflügeln Ihr den treuen Freund begleiten." Auch ein Rheindichter unserer Tage, Professor Aug. Ammann in Wiesbaden, dessen neueste Gedichtsammlung „Klänge vom Rhein" (Berlin, Eduard Trewendt) allen Rhein- und Weinfreunden empfohlen sei, preist in seinen schönsten Liedern den RochuSberg. Ganz besonders anziehend wird daS Fest am Sonntag dadurch, daß der Bischof von Mainz die Festpredigt halten wird. Außerdem wird auch die RochuSbruderschaft ihr 150jährigeS Jubiläum feiern. DaS Rochusfest, dessen Entstehen auf die Pestnot im Jahre 1666 in Deutschland zurückzuführen ist, wird auch anderwärts gefeiert, jedoch nur in der Kirche. Auf dem Binger RochuSfest gibt es dagegen einen kirchlichen und einen weltlichen Teil. Die Festpredigt wird im Freien gehalten, der Platz dazu faßte schon mehr als 10 000 Menschen. Von Mainz nach Bingen und zurück sind am Sonntag Sonderzüge eingelegt. Kassel, 18. Aug. Am Schluffe der heute aus dem FriedrichSplatz Über die hiesige Garnison abgehaltenen Parade hielt dec Kaiser eine einhalb st ündige Kritik ab, in der er zugleich auf die neuesten militärischen Erfahrungen des russisch-japanischen Krieges ausführlichen Bezug nahm. Bei der Vorstellung der den hiesigen Regimentern attachiertcn chinesischen Offiziere richtete der Kaiser einige freundliche Worte an diese. U. a. erkundigte er sich nach dem Namen ihres Höchstkommandiecenden in Nanking, den er kennt. Am nächsten Sonntag abend reift der Kaiser nach Mainz, um auf dem großen Sande die Parade abzunehmen. Von dort begiebt sich der Kaiser nach Eronberg zum Besuch des Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. Die definitive Abreise von Wil- helmßhöhe erfolgt Mittwoch. Die Kaiserin reist erst Freitag nächster Woche von hier ab. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Nach Mitteilung des statistischen Amtes in Mainz beträgt die Gesamtbevölker.mg dieser Stadt jetzt rund 90 000 Personen. Vermischtes. *Berlin, 19. Aug. Schwere Anschuldigungen werden 'gjegen den Gemeindevorsteher Klingenberg von Weißensee erhoben. In der letzten Gemeindeverordnetensitzung würbe mit neun gegen eine Stimme beschlossen, bei der vorgesetzten Behörde das Disziplinarverfahren und die Suspendierung vom Amte gegen den (Gemeindevorsteher Klingenberg zu beantragen. Er soll sich bei dem Ankauf eines Grundstücks für die Gemeinde widerrechtlich auf Kosten der Gemeinde bereichert haben. * Berlin, 19. Aug. Heule wurden der Unter< o ffiz i erdes 3. Gardeyegiments Otto We iße und seine Braut, die 20jährige Lüdicke, bei Gcünau als Leichen aus denr Wasser getändet. Die Eltern des Mädchens erhielten eine Karte von beiden, auf der sie schrieben, daß sie wegen böswilligen unwahren Klatscht ftch das Leben nehmen würden. IN der Trunkenheit hat anschernend nach einem Streit heute nacht der aus Brandes bei Leipzig stammende 28jährige Stallschweizer Tippe eine Prostituierte, die er nach seiner Wohnung mitgenommen hatte, durch zwei Revolverschüsse getötet und darauf Selbstmord begangen. r t * Kopenhagen, 19. Aug. Gestern abend hat euw unbekannte Dame ein Palet in dem Geschäftslokal der Schwedischen Lentrifugen-Aktiengesellschast liegen lassen, das an den Direktor Lundin adressiert war. Als Lundrn heute morgen das Paket öffnete, entstand eine furchtbare Explosion. Der Direktor wurde bewußtlos zu Boden, geschleudert und das Kontor teilweise demoliert. Bet der polizeilichen Untersuchung stellte es sich heraus, daß das Paket verschiedene Sprengstoffe und eine Menge von kleinen Projektilen enthalten hatte, wovon ein Teil in den Wänden und in der Decke sitzen geblieben war. Unbegreiflich ist, daß Lundin mit dem Leben davonkam, er liegt jetzt im Krankenhause mit schweren Brandwunden im Gesicht und an den Händen. Bis jetzt ist noch keine Spur von der Dame gefunden. * Wien, 19. Aug. Die Polizei verhaftete in Wil- helmsberg bei St. Polten den 17jährigen arbeitsscheuen Grnder, der vier Leute ermordet hatte. * Brände. In dem Städtchen Wolbronn an der schlesisch-russischen GrenAe vernichtete ein verheerendes Feuer, das von einem Hausbesitzer angelegt wurde, 160 Häuser. Ein Knabe ist tot, einige Personen werden vermißt. Der Brandstifter wurde verhaftet. — In Intra Lagomaggiore (Italien) sind die Steindruck-Fabrik Polliee und die Abtei Bianchi vollständig niet) er gebrannt, Der Schaden beträgt 350 000 Lire. — In Düppinaheim! im Elsaß wurde:: neun Bauernhöfe durch 'Feuer zerstört.' * Eine Kapuzinade über das „Sausen und Schwiemeln" der katholischen Studenten hält die „Westf. Rdsch." ein streng-ultramontanes Blatt, den katholischen Studenten. Das Blatt schreibt über den Ausfall einer Oberlehcer- prüsung an der Universität Münster: „Ein elendes Ergebnis hat die in diesen Tagen an der Universität abgehaltene Oder- lelnerprüfung gehabt. Von 80, die sich zur Prüfung gestellt hatten, sielen nicht weniger als 62 durch. Die nrünstersclxen Zeitungen nninbem sich darüber, aber das zeugt von chrer eigenen Kurz- siclttigkeit und Urteilslosigkeit. Wenn die Studenten, statt die Nase in die Bücher zu stecken, lieber saufen und schwiemel«, »ras ist da selbstverständlicher, als daß sie wlppweise durchs G-jamen fallen! Vorab der „Münst. Anz." begrüßt, es led.sural wie eine Kickturerrungenschast, wenn sich an der Universität eine neue katholische Verbindung auftut. Und doch sind dergleichen Versimpelungs-Wigwams längst mehr als genug vcn> banben. Es kommt ja immer mir auss Viervettilgen hinaus, und da sind d ie sogenannten katholischen Verbindungen nm kein Haar besser als die anderen... Studentische Mensuren verschmähen sie angeblich ans katholischen Erwägungen, aber das ist offenbar eine faule Ausrede. Eher möchte man Feigheit als Grund annehmen. Denn eine so wüste Sauserei und D ö l l e r e i, wie sie in den katholischen Verbindungen meistens gepflegt wird, steht ebensowenig im Einklang mit den katholischen Grundsätzen, wie die Rauferei auf dem Fechtboden . , . Warum eigentlich paradieren und renommieren d nn die katholischen Musen-Sauglinge bei Prozessionen und anderen kirchlichen Beranstalttmgen mit langeir Messern ivulgo Schlägern'), den in praxi verpönten Abzeichen des Duell- Bun ken tu ms, .anstatt in Wick)s mit Humpen, Bullenköppen und Maßkrügen anzutteten, den Wahrzeichen ihrer spezifischen, nicht minder unkatholischen VerbindungÄcitigkeit? Der ^un^)« schauer pfeist aus solchen „Katholizismus". Herichtssaak. (th.) Gießen, 19. Aug. (Ferien-Strafkammer.) Heute hatte sich der praktische Arzt Dr. Karl M. von Nieder-Florstadt vor der Strafkammer wegen emes Sittlichkeits-Vergehens aus § 182 des Str.-G. zu ver- antivortcn. Aus dem Beschluß zur Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Angeklagten ging hervor, daß dieser am 20. Juni in Nieder-Florstadt ein eben erst 14 jähriges unbescholtenes Mädchen mißbraucht und verfuhrt hat. Die Verhandlung and bis zur Urteilsverkündigung hinter verschlossenen Türen latt. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten und sofortige Inhaftnahme des^ Angeklagten. . Die Höhe der Strafe wurde damit begründet, dast der Angeklagte als Arzt, der in dieser Eigenschaft Zuttitt zur Farnllie hatte, gehandelt hat und der obendrein sogar verheiratet ist Strafmildernd ist 'in Betracht gezogen die bisherige Unb.-scholtenh'it d.'s Angc'klagten, sein teilweises Geständnis und weil dessen Tat für das Mädck^en ohne Folgen geblieben tlt EineDuell-Affäre. Das Kriegsgericht der 20. Division zu Hannover verhandelte am Freitag gegen den Leutnant d. R. S ch u l z e - Göttingen wegen Herausforderung zum Zweikampf mit tödlichen Waffen und gegen den Leutnant o. R. Referendar Steindorf — ebenfalls vom Landwehrbesirk Göttingen — wegen KartellttagenS. Schulze war früher aktiver Offizier im 163. Infanterieregiment, hatte aber wegen feines Auftretens in der Oeffentlichk-it mehrfach Strafen erlitten und schließlich die Offizierslaufbahi, verlaßen, um sich in Göttingen dem Studium der Zahnheilkunde zu widmen. Der Herausforderung zimr Zweikampf machte sich der Angeklagte im Juli dieses Jahres in Göttingen schuldig wo er des Nachts im Eafe ein Neukcmter mit dem Studiosus Natrat hatte, das mit einer Prügelei zwischen den beiden Gegnern endigte. Nachdem der Ehrenrat erklärt hotte, in der Angelegenheit nichts tun zu können, sandte Schulze nach einigen Tagen seinem Gegner eine Forderung auf gezogene Pkftvlen mit 15 Sck-ritt Distanz und dreimaligem KugelweMtl, die jedoch abgelehnt wurde. . Das Wcridjt erachtete den Angeklagten für schuldig, und ging vn fernem urteil noch über den Antrag des BertteterS der Anklage hinaus, well es cnmahm, daß Schrclze den Vorfall provoziert habe. Das Urteil lautete gegen Schulze auf 1 Dionat Festungslwft. Gegen Leutnant d. R. Steindors mürbe wegen Kartelltragens auf die Mindeststrafe von 1 Tag Festungshaft erkannt. Handel und Mrkehr. Uolkswulschast § L o l l ar 19. ?lug. Das Eisenwerk „Mainweserhütte" hat sich seit den letzten Jahren durch fortgesetzten Gelände- ankaiis und Errichtiing weiterer Gebäude und Werkstätten zu bedeutender Größe entwickelt. Die Zahl der Beamten und Arbeiter beträgt über 800 Manu und wird wohl auf 1000 steigen. Der Leiter des Eisenwerks, Direktor Stein ecker wurde zum General-- birettor und Ingenieur Weber zum zweiten Direktor ernannt Märkte. (th.) Gießen, 19. Aug. Der dieswöchentliche Biehmarkt hatte einen Vorrat von ca. 1200 Stück Großvieh, 300 Kälber unb 350 Schweine. Ostsriesische Milchkühe fanbai wieder beim Vormarkt flotten Abgang. Beim Hauptmarkt litt das GesMft' scltt unter dem Einfluß der Dürre und den schlechten Futter-'Aussichten für den Herbst Dozu kommt, daß die Rl-einländer und auch die Käufer vom Ntain unfern Markt wegen der Abmelk-Verordnilng mehr und mehr meiden. Zum Glück hatte der Mllchviehmarkt in dieser Woche gute Kundschaft aus Baden und Württemberg, ivelche gute scheckige Ware in größeren Transporten kaufte, sonst wäre ein erheblicherer Preise abschlag .für frischmelkende und tragende Kühe zu verzeichiren geioesen. .Trotzdem war der Handel darin schleppend bei toeichenbcn Preisen. Auch die Preise für Fett/ vieh gingen gegen den letzten Markt etwas nach unten, so daß unsere heimischen Metzger fette Rinder und auch Kälber erstehen konnten, für welch letztere 9&irc Frankfurt imb Wiesbaden in der Hauptsache den Markt machten. Der -Ochsenmarkt, der sehr gut befahren war, z^'igte große Flau c. Die wenigen Reflektmtten vom Westerwald konnten den Vorrat nicht .ansnehmen und unsere Landwirte auS der Gegend verhielten sich ablehnend Großvieh, .mit Ausnahme in fetter Ware, die ebeitfv wie Kalber ganz geräumt wurde, blieb erheblich üb e r ft ä n oia. — Das OlesMst in Sehweinen nhte sich einigermaßen, der Heine Austrieb genügte aber für den Bedarf. Gehandelt wurden: Milchkühe das Stück, 1. Qual. 440—480 Mk. (vereinzelt auch bis 500 Mk. L Q..^c 360—400 1U 6i vor 20. ÜUflUf Air - grf 6. 19. 19. r 2a i* flri- 1 C*®- Ml' i S-rtt Li. 66»^ <(!: ,1*1 ' , t«; &*S * shs 85* vl Sc In V Ter T Mentz, i morgeni Red S re Antiverp VbiltM tüflin Ar lum $ Von Ne» IM Mn Et, and ec 8« printa $ $itb( flelbflet 6- F Nol K.II., Jed( Wei; Mark. 3 Qual. 270—325 Mk. — Abmelkkühe 170—210 Mk^-- Fette Rinder der Zentner Schlachtgewicht 1. Qual. 68—71 Mr. 2 Qual. 66—67 Mk.; fette Kühe 1. Qual. 65—67 Mk. 2. Qual. 62—63 Mk. — Kalber 1. Qual. (Wer 50 Pfund schwer) 76—80 Mart. 2. Qual, (zwischen 40—50 Pfund wiegend) 66—70 Mk. 3. Qual, (leichtere Tiere) 57—62 Mk. — Garwochsen pro Paar L Sorte 800—870 Mk. .2. Sorte 725—775 Mk. 3. Sorte 650—700 Mk. — Schweine, das Paar, Ferkel 3—4 Wochen alt, 88—35 Mk.: dis 10 Wochen alt, 46—60 Mk.; Läufer, leichte Ware 70—80 Mk., swere Tiere 90—120 Mk. Nächster Markt 6. und 7. September, am zweiten Tage auch Krämermarkt. Hlniverstläts-Wachrichlen. — Der K y ff h ä u s er v e rb an d der Vereine deutscher Studenten ist auf seiner letzten Verbandstagunq zu dem Schlüsse gekommen, daß der Verband bei voller Anerkennung des grundsätzlichen Gegensatzes des nationalen Gedankens gegen den Ultramontanismus ein repressives Vorgehen gegen die konfessionellen Verbindungen nicht für erwünscht ansehen kann. Gegen weitere Bestrebungen in dieser Richtung empfiehlt er deshalb eine ablehnende Haltung. Landwirtschaft. — Aus dem russischen Gouvernement Samara wird e ine lange nicht dagewesene Ernte gemeldet: 6000000 besäte Desjatinen ergaben gegen 1 400 000 000 Pud Korn. Meteorolopisekie Beobachtungen der Station Gießen. August 1904. Barometer auf 0° reduziert ■e-ernperanir der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windttchtung Windstärke Wetter 19. 2” 746,7 20,4 8,0 45 S.W. 4 Sonnenschein 19. 9* 747,5 16,2 9,5 69 WNW 4 Regen 20. 7»° 748,2 11,4 8,4 84 SW. 2 Sonnenschein Höchste Temperatur am 18.—19. August — 4- 20,5b 0. Niedrigste , , 18.-19. „ = + 8,3’C. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. BorauSsichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 20. August: Vorwiegend heiter, etwas wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Familien Nachrichten. Verlobte: Anna Jung, Angenrod, Heinrich Wenzel, Leusel. Gestorben: Georg Steinmetz, Bürgermeister, Matchen. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 17. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Barbarossa, Kapitän F. Mentz, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 3 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Red Star Linie, Vertreter Carl Netter, Gi eßen, Bleichstr. 8. Der Postdampfer „Rhynland" der Red Star Linie’ in Antwerpen ist laut Telegramm am 16. August wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Ikiieße Meldungen. Originaldrahtrneldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 20. Aug. Eine neue Gesetzes-Novelle zum Branntweinsteuer-Gesetz dürste dem Reichstage im nächsten TagungS-Abschnitt zugehen, die einer auS einer unklaren Fassung der Novelle vom Jahre 1902 drohenden Gefahr verzubeugen bestimmt ist. ES handelt sich hierbei um die Gefahr, daß nach Ablauf der jetzigen Kontingents-Periode ein Kontingent von 80 000 Ltr. in Anspruch genommen werden könnte, während das Höchst-Kontingent für die Periode 1903—1908 50 000 Ltr. beträgt. Kiel, 20. Aug. Prinz Heinrich von Preußen begibt sich morgen abend, nachdem er sich vom Kaiser in Wilhelmshöhe verabschiedet hat, nach Peterhof, um den Kaiser als Pathe bei der am 24. August stattfindenden Taufe des Großfürsten-Thron- olgers zu vertreten. In Begleitung des ^Prinzen befinden sich Hofmarschall Vizeadmiral Freiherr von Seckeräwrff und sein persönlicher Adjutant, KapitÄnleutnant v. Bulow. Breslau, 20. Aug. Bei dem Festmahl aus Anlaß des 6. deutschen Automobilistentages hielt der Herzog von Ratibor eine Ansprache, in der er des Kaisers und des Prinzen Heinrich als Förderer des Automobilsports gedachte. Der Redner erwähnte, daß der Kaiser sich persönlich geäußert habe: „Ihr könnt mich zu den Euren rechnen." Der deutsche Automobil-Verband beschloß, im Februar 1905 eine internationale Automobil-Ausstellung in Berlin abzuhalten. London. 20. Aug. Die Schrffseigentümer von Liverpool fordern in einem Beschluß vom 19. August die englische Negierung zu sofortigen Schritten zum Schutze der englischen Flotte auf, da dur.ch oas russische Vorgehen Unsicherheit für die unter englischer Flagge fahrenden Schaffe entstanden sei, wodurch die Schiffahrt der anderen Nationen Vorteile hätte. — Die Amerikalinie ermäßigte die Fahrpreise von Newyork nach Southampton entsprechend den Ermäßigungen der White Star Line. Eine Herabsetzung kündigt auch die Leylcmdlinie für die Fahrpreise von Boston an. London, 20. Aug. „Daily Telegraph" wird aus Tokio vom 19. Aug. gemeldet: Die Russen retteten die Besatzung des am 18. August vor Pott Arthur gesunkenen russischen Kanonenbootes. London, 20. Aug. In San Franzisko kam von Japan der amerikanische Dampfer „Siberia" mit einer Ladung Rohseide im Wette von 402 000 Dollar und Gold im Werte von etwa 9 50 000 Dollar an, um dafür Kriegsmaterial zu erwerben. London, 20. Aug. Wie verlautet, werde sich Großfürst Michael von Rußland, ein Bruder des Zaren, mit einer Prinzessin von Montenegro verloben. Amsterdam, 20. Aug. Auf dem internationalen Sozialistenkongreß wurde zunächst nach Stellung des Schlußantrages die Einigkeits-Resolution Bobel-Vandervelde angenommen. Das Amendement Adler-Vandervelde wurde mit 25 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Die Dresdner Resolution wurde mit 25 gegen 5 Stimmen angenommen. Paris, 20. Aug. Wie der „2Hg(rro" aus Rom berichtet, habe der Papst, .als er Über die Lage der französischen Katholiken sprach, .erklärt, sein Programm sei das Leo's XIII. Die Katholiken dürften die Republik nicht bekämpfen, sondern müßten in dieselbe eintreten. Sie würden so, indem sie sich auf konstitutionellen Boden stellten, ihren Anteil an der Freiheit erhalten. Budapest, 20. Aug. Auf der Eisenbahn-Brücke wurden zwischen den Geleisen zwei Bomben gefunden. Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß es sich um ein geplantes Attentat handelt. Petersburg, 20. Aug. Ein kaiserli^r Erlaß befiehlt die Einberufung der Reservisten aus 47 Kreisen der Gouvernements Poltawa, Kursk, Twer, Samara, Saratow, Astra- cfa™, Ufa, Simbirsk, Perm, Petersburg, Nowgorod, Pskow, Livland, Estland, Archangelsk und Olnez. Außerdem werden bestimmte Kategorien von Reservisten einbernfen aus zwei Kreisen der Gouvernements Poltawa, Charkow, Kiew, Podolien und Tscherni- gow und aus 7 Kreisen der Gouvernements Twer und Nischni- nowgorod. .Ferner wird die Einberufung der Reserve- offiziere im ganzen Reich befohlen. Tsingtau, 20. Aug. Vom deutschen Gouverneur, ist eine größere Truppenanzahl an verschiedenen Punkten der Umgebung aufgestellt worden, um die Japaner zu ver-> hindern, dort eventuell eine Station für drahtlose Telegraphie zu errichten. Liaoyang, 20. Aug. Aus Mukden werden verschiedene Bewegungen der Japaner berichtet. Fortwährend kommen Meldungen über Niedermetzelnngen von Russen durch Chungusen. Die Russen^ rächen sich, indem sie die Dörfer der Eingeborenen in Brand stecken. Newyork, 20. Aug. Aus St. Louis wirdgemeldtt: Ein hest'g'r CYklon hat aus dem Ausstellungsglländ: große Verheerungen augerichtet. Mehrere Gebäude sind eingestürzt. Drei Personen wurden getötet ,60 verwundet. Man glaubt, baß sich unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude noch Tote befinden. .Der Verkehr in der Ausstellung ist teilweise unterbrochen. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 20. August. 3hz"/o Reich sanleibe . . 102 10 gn/r, do. ... 89.90 3V,% Konsole .... 102.15 3% do .... 89.80 3'/z0/„ Hessen .... 100.30 3 '/2% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . 102.05 4‘/6% Oesterr. Silberrente 10050 4% Untrar. Goldrente . . 100.45 4°/ Italien. Rente . . . 104.30 4* 2 26 Portugieser » . . 61.70 ‘-nl Portugiesen, .... 61.40 1% C. Türken ...» Türkenlose ..... 128.20 4% Griech. Monopol.-Anl. 47.95 41 ,% äussere Argentiner —.— 30/o Mexikaner .... 27.35 Chinesen .... 89.95 Ki^ctric. 8cl nckert . . . 114.50 Nbrdd Lloyd . . . . 17175 Kreditnktien . . . , . 201.50 Diskonto-Kommandit. . . 190.10 Darmstädter Bank . . 139.65 Dresdener Bank .... 155.50 Berliner Handelsges. . . 158.40 Oesterr. Staatebahn . . , 135.00 Lombarden ..... 18.80 Gotthard bahn.....189.50 Laurahütte...... 254.00 Bochum ....... 209.50 Harpen er......218.10 Tendenz: ruhig. Warnung I Die meisten Nachahmungen von Dr Rommels Haematogen werden, um das 1). R. P No. 81,391 zu umgehen, mit Zuhilfenahme von A^lher bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aeth er freie Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr. HommeFe Haematogen und achte auf die Schutzmarke „Säugende Löwin.** D6/s Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 f jeder Art, in jeder Farbe, i Seidenstoffe ------- Muster portofrei. ------- Fertige seidene Kostüm-Röcke, Jupons, Blusen, halbfett. Roben. Deutschlands grösstes Spezial-Seiden-Geschäft Seidenhaus Michels & llL, Berlin SW. 19 48 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasse. m Perkeo empfiehlt 6822 stets la. A. B. G. 03974 Pilsener Telephon 84. Kalkwerke Abendstern. Prima Hartbrand-Ziegelsteine. D6/, Jederzeit frisch gebrannten Grau- und Weisskalk in Stücken u. fein gemahlen. T\ von Leinenwäsohe kaum W zu unterscheiden. Billig * praktisch, elegant, Kartoffeln, prima Speise- u. Salatkartoffeln, MEY’s Stoffwäsche der Kgl. Sachs, u. Kgl. Rumän. Hoflief. MEY & EOLICH, LEIPZIG-PLAGWITZ. Obige Handelsmarke trägt jedes Stück. Vorr. in Giessen bei: Ernst Balser, Maus bürg 11; C. Steinhäuser, Neuenbäue; H Kühn, Seltersweg 36; Wilh.Klee, Marktstr.2; Ph. Lüdeking, Seltersweg 5; Max Müller; Ottomar Köhler Wwe. u. Julins Hoos. Bahnhofstr. 41. In Butzbach bei A. Weickhardt. Man hüte sich vor Nachahmungen, welch«, mit ähnlichen Etiketten, in ähnlichen Verpacke—en und grösstenteils auch unter denselben Benennungen angeboten werden, und fordere beim Kauf ausdrücklich echte Wäsche von Mey & Edlich. Lahnkalk- und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr., Giessen I Waicctl Sonnenstraße 6. J.WülDVl, Telephon 235. Die berühmten PanlseuS Juli (gelbfleischig) sehr sein im Ge- schmack, sind eingetroffen. Weiße rntb farbige Handschuhe werden tadellos gereinigt und gefärbt. Schweiß- und Spor- flecken nach patentiert. Verfahren entfernt. D. R. P. 131280. J. C. Wallenfels Färberei 6945 Lindenplatz 12. Kirchenplatz 21. Flobert- Gartengewehre, Revolver, Pistolen, Patronen u. Stock- vegen in großer Auswahl bei Ad. Reinig Waffenhandlnng 6784 30 Seltersweg 30. Seifenfabrik. Limburg Wahn. Palmitin |$€ifen-^ ? pulver.j (I Stahlpanzer- Helllschränkre, feuer- und sturzsicher, thermit- und diebessicher. J. O. Petzold, Geldschrankfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig. ss8/r Illustrierte Kataloge kostenfrei. Vertreter: Joh. Fr. Lchaas, __Gießen. Nene Linsen eingetroffen. I. M. SchUlhos, 60U Nlarktstraßc 4. Telephon 119. Lollai Gemeinderatswahl! Als geeigneten Kandidaten für Landwirte, Handwerker und Arbeiter empfehlen wir 04702 jmi Carl Erdmann Mehrere Bürger von Lollar. Telephon Nr. 21 Ton- und Mosaikplatten - glasierte Wandplatten th”/. für Küchen, Bäder, Closets, Hausflure und Metzgerläden in reicher Auswahl, jeder Geschmacksrichtung und Preislage. Wir bitten um Besichtigung unserer Musterküche und unserer Ausstellungsräume. Kostenanschläge gratis. Inh.: Oscar Gutmann Bureau: Westanlage 31 ...... । » Gegründet 1883. । m ■■■— Jean Dem & Co., Giessen Damen AHikide-Liiiilt. Unterttcht int Znschneiden von Damen- und Kinder-Garderobe nebst Vorarbeiten erteile nach leicht faßlicher Methode. Beginn eures Kursus täglich. 8. Weiühardt, ausgebildete Lehrerin, 6871 «oeihestraßc 48. Wegen vorgerückter Saison 6614 gebe alle noch vorrätigen Stot-Wniwti zu bcdcuicud herabgesetzten Preisen ab. Wilb. Herbert Marktplatz 2 ^Lorlöer « alkoholfreie Tmdrn-Wciile edelste Marken Earl WeiagiNSbefitzkr. Lorch i. Sihtiiigaii, älteste und größte Kellerei vergorener alkoholfreier Traubcn- 'Wcmc. ihX, Die trauernden Hinterbliebenen. im Alter von 44 Jahren. 04720 Gießen (Lndwigstratze 21), den 20. August 1904. Nenenbäue 11. Gießen. IX- HI UM. UVuyuuyv» ,-------------- d W^Beiiiisls«. Bin .. J e»»nt«j itn 21. Mh «»«tu ta rr. w. Kirchweihfest wozu ergebenst einladet InJnerselrilch für fische u. Meuapurz ■ Mäurer &Wlrtz Sfolbcrq. Rhld.j ss\4 s Fr. Grauer. Butzbach. S8->V/fl 660U von 9 Üljv ad empfiehlt 6601 Qgj|j. _________ - - ■ - J. Hahn Waütorsttaste 81. £ l p T auf Wu. Mch Telle*hluo< < , ** — **■ Anzahlung 20, 30, SO Mk. t , Abzahl.8 bis 15Mk. t , __ monatlich, tnorm < , billig. Preise. Preis- 4 ; liste grat. u. franko. < > empfiehlt Futterschncidmaschiuen Aübenfchueldcr Schrotmühlen Jauchcpumpcu Visitenkarten betert raeob und büligwi Brübl scbe üeii^Drucfcerci Vorsichtig I lesen und bei Bedarf anfragen £ Balth.Häuser,Garbenteich ÖS* Tanz im Freien. 20 Minuten vom IagdschlSßcheu Dutenhofen. Zwicbelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag Edgar ßorrmimn Eisenhandlung. eben Montag, Mittwoch und Freitag von 9*/< Uhr an bei |6598 IL Willi. Gengnagel 04642 H. Herr, Castwirt. Erntestrilke genannt Garbenbande, sowie Kokosfaserslricke SpATWT | MASCHINE Allein echt zu haben bei: Ohr. Bieker, Cillncr ConenmnMteltGebr. Berdux, Eberh. Dort, Adoll Geisse, F. Müller jr., Ang. Noll, A. & G. Wallenfels, L. Steinhäuser; D /, Engros: Wallenfels & Sauer. Das ^onifrScpoi des Oberh. Bienenzüchtervereins befindet sich einzig und allein bei 0. G. Kieinhenn Bahnhofstraße 59. 69Ö9 Daselbst ist la. garantiert reiner Bienenhonig slelS vorrätig. Weinfässer lweingrünl 6961 in größter «nowahl empfiehlt L. Kohlermann IV ^uferet, Aleickür. 12. Bei mir kann gekeltert werden. Bon heule an täglich 0470b irijdjer Zivetslhenkiühtn. Ludwig Mühl, neb.dem RatbanS Wic neu wird mü -fchnl'rAalwiad'GUÜltife ge° , .vaschene Stoss jed. Gewebes, vorrät. in Pak. zu 40 Pfg. bei Gust Walter, «UänebBrg 13, gcL386 Einmachsässer (weingrün) empfiehlt 6874- L. Kohlermann IV., ttüferet, Bleichstraße 12. schirme werden schnell und dauerhaft repariert und überzogen in dem Schirmgcschäft von 6750 Heinrich Sack Gtesten Marktstratzc IS „■v.i ..ammer, Forel i.L SpezlaltabriklürWäscherel- und Plätterei. Maechlncn. Wagknawlaus. Empfehle mein reichhaltiges Lager aller Art LuLN»« und Gc- chüftswageu, neue und gebrauchte. Reparaturen werden chnell ll prompt ausgeiübrt. [6748 Elektrischer Betrieb! prima Fabrikat, in Kal. 12 und 16 und sämtlichen S chrotnummern empfehlen 6960 A. Kröll Söhne Seltcrüwcg 12. Kal. 16 Mk. 6.— pro 100 Ctck. bei Älbnahme in einem Posten. Automobil-Benzin billigst und stets zu haben bei [6737 Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. la. Snutrhtnnl ygT frisch eingetroffen, ns»', per Pfund 16 Pfg^ b Pfund ä 12 Pig. Gebr. Beriluib Bcrustetnlackfarbe, lose gew. 90 Pfg., über Ätacht trocken, LpirituSlackfarbe, lose gew. 80 Pfg., sowrt trocken, Zu verpachten der früher Schlyda'fchc Garten am Nahrungsberg mit schönen Zwergobst - Anlage» in einzelnen Tellen von je luuo bis 120U Quadratmeter. Auskunft erteilt abends nach 6 Uhr und k. Sonntag [6931 Wilh. Pfeil, Sch ffelibergctweg, bei Gärtner K. Becker. Billigste Zagdpatrone 100 öiuef Kal. 16, Mk. S.- Bet Abnahme von 600 Stück ä 100 Mk. 5.75 ab Fabrik franko mtl. Kiste. Kal. 12 per 100 Stück 1 Mk. mehr. A. Dickore, 6930 Gießen. Telephon 416. Wählbar ist ein Gesicht ohne Flechten, Pocke«, Mitesser, Ausschläge. Pickeln, darum wasche man sich täglich mit Theodor Ackermann» Lecrschwefekfitse. Stück 50 Pig. Allein echt: 6586 Pli. Schwager Wwe., Drogerie Markt 8.__ Prima Xognak i Spezialmarte, garantiert, franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt ivegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gellen meine französischen Kognaks unter Originalverschlnv als die besten, welche der Markt bringt. L. Dort, Walttorstraste 46. uiv 1. und 2. Stelle unter günstigen Bedingungen zu vergeben durch bJdö S. Loeb Immobilien-Geschäft Südanlage 7. Rheumatismus no AsthmaKranke | welche Heilung suchen, । iolllen nicht versäumen, I sich sofort Die Broschüre über sichere Heilung dieser Krankheiten kommen au I lassen. D"/i Dieselbe wird auf Der- I langen an Jedermann I umwaii u portofreigesandt I W. Heinrichs & Co. Klingenthal, Sa. sowie alle Ccltarbcn, Pinsel rc. Pitchpiueöl, staubfreies Futz- bodenöl, in 1-Liter-Krügen * Mk. 1.—. 6832 Gustav Walter Telephon 886. MänSburg 18. äL, Krikgmertill When. Bon dem Ableben ihres Mit- glledes Ktk» Kar! Döpfer Diener im chcni. Laboratorium erlauben wir unS hienmt unseren Mitgliedern geziemend KemiMiS zu geben. $cc Vorstand. Tie Beerdigung findet Montag nacknnMag 5 Uhr von bet Kapelle de» neuen Friedhofes ans statt. Daselbst 11 Lose für 10 Mk. Für Liste u. Porto 25 Pfg. inehr. Zwilbllkuchen Schreiiiwrs Der ArbritSuachwei« der Holzarbeiter befindet sich bei Löb im .Wiener Hof-, Johanncsstraße 3. Wir enrpschlen denfelben fowohl den Meistern wic Gesellen zur gefl. Be Nutzung. 04697 Tie «rbeitsuachweibkommission. Versteigerung. Montag den 22. d. Mio., nachmittags 3'/. Uhr sollen dahier, Marktplatz 20, im Adler: 6972 1. zwei Stämme Werkholz Eichen) 2. zwei Fahrräder und zwei Nähmaschinen, 3. verschiedene Schmucksachen. 4. Haus- u. Küchengeräte aller Art gegen bar verfleigert werden. (ihefeen, den 20. August 1904. Leipel, Gerichtsvollzieher. Die Beerdigung findet Mon.og den 22 b. nachmittag. 5 Uhr, um. der Kapelle des neuen Friedhofes aus flau. Brauer-ÄKademie wlntSeme.teri Worms a. Rh. am 18. Oktober 1904. Programm durch E» Ehricb. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekaniiteu die schmerzliche Mitteilung, da» es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere imnggeliebte Tochter und 'Schwester bk vofkserktl-fte, wird durch I iriue in flani Teutschland, sowie Im i»landeeinl,e»uhrlcMekhodedauernd Mcha» u. g«lL>s,ß. — lauf.nbt ver- Ibaakeu ibrt gurr HanblchrM. ntbft Bjutfn €trDungcn mtinen Unterrichts« ■rrfoletn. Hnmclb. wrrdrn,ä,i.enti,,«. Iflcnommtn. >trregfic charautir. Un- wenn nicht autr 'Sriola. ■ Dir. t ehrelber • Spedai-amthut fdr I^alUgtaphle u. tzandriswisienschallen. Restaur. zu» -ch.pü.ipaq. Ei» froislr, Lehrer an einer höheren Schule in Tours, der während emeS Jahres Borlesungen an hiesiger Universität zu hören gedenkt, erteilt einigen Unterricht m stliWs. SoBDeriotion. Anmeloungen hicizu nimmt bid 15. September o. Jo. FustttuLü- Borftcher l>r. Hübel entgegen. 0-1692 „ach langem, schwerem Leiden im Alter von 10 Jahren zu sich ui die Ewigkeit abzurusen. Die tranerudeu Htnterblicbeue»: Kum.lie Lang. Klein-Linden, den 20. August 1904. 04714 Tie Beerdigung findet Sonntag den 21. d. TL, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause lyronffurterUtaye 1 tn Kle ui-Linden auS statt. Frühkartoffeln, Welterauer, Prima gelbe Perle von Erfurt, per (Str. 8,60 Alk., Frührosen und Nuhm v. Haiger per Etr. 8 Alk. mtl. Sack, ver- skiidel ad Station Echzell unter dlachnahme Ludwig Erb, 04662 Echzell i. d. Wetteran. Todes-Anzeige. keulc morg<" 6 Uhr «nlfchlie, fanst in bent Herrn unser Heber Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel £trr Karl Döpfer, Amr ferner sämtliche (anbWlrtfd)C tl. Maschiucn » und (Geräte £ nur anerkannt beste bewährte D *°/g Fabrikate.___________ Die Kauptgew- Giessener Pierie-Lotterie sind 3 Einspänner Wert ca. 2100 Mk., 1200 Mk., 1000 Mk. 7 Hauptgewinne je 1 Pferd oder Fohlen, ferner 590 (Gewinne, bestehend in landw. Alaschinen und Geräten, pauShaltungsgegenständen. Ziehung 8. September. Loje ii 1 ilntt llakate kenntlichen Geschäften zu haben. [6766 Richard Buchacker Gcucral-Bertrieb kvllH. Arbcittt-Lrrciii Gikßtii. Bon dem Mleben unseres Mitgliedes Karl Döpfer Diener am chem. Laboratorium verseblen wir nicht, die Mitglieder geziemend in Kenntnis au ießeiL Tie Beerdiaung erfolgt T'lontag um 6 Uhr. » Der Borstand. » /• , .jr । ■■mr r' 9tue unter vollständiger Garantie liefert Mufik-In- strumente mid Saiten aller Art Armio E. Voigt, * avlue kirchen i. La. Mr. 50. v «.franko, [hv1*/! la. Petluscr SaaLroggen doppelt gereuugt, 100 Uilogr. Mk. 18.— 1000 Mlogr. Mk. 170.— verkauft 04618 Hvfgut Winucroo Station Reiskirchen. toX Veteranen- M Verein. ' Sonntag bett 21. August Gravelotte - Feier in Bichler^s Wäldchen an der Hardt. Abmarlch um 8 Uhr von der Restauratiou H a u b a ch. — Bci ungünstigem Weiter von i Uhr ad bei urpe.ois mit Familie. _____________ ___________*— Wo gehen wir Sonntag hin? 's war immer hübsch und fein, So wird'S auch diesmal fein beim Kirchweihfest», Rodheim wozu ergebenst einladet Wilh. Bender, Gasthaus zur Krone. Militürkapcllc «rtiUerte.Xegtmcnt 47 (Fulda). Eigene M-tzg-rei. „ ^"2 '* Mrte' -Biere der «ranrreieu «ichlcr »nd Deuuiughoff sowie Lanterbacher. Unsere Patent-Universal- Plältmascbine für Krsgen, Msnachetten, 8®rT*^fa.r? und jede Art glatter Wlscbeetttcke Ist unentbehrlich für Jed0 -------Plättanstalt. - — 2000 dieser Ma^chiucn Im Betriebe. Pllttet Matt- bis Hocbglana beliebig. jp oP dampf er von nach AuStnnft ertheilen Aed Star Linie in Antwerpen. Carl Netter m Kiesjen, ^eA Bleichstraste 8, parterre, tz. ttlippsteiv in LangSdorf. Mobiliar- Versteigerung. Dienstag den 23. August, nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Biecker'schen Saale, Neustadt 65 dahier, im Auftrag nachverzeichnete Gegenstände: 1 Ausziehtisch, 1 Lopha «. 6 Stühle, 1 eingelegte Rom« mode, 1 «laöschrauk, 1 Bett, 2 Kleidcrschränke, Xijchc, Bilder und Spiegel, 1 Hand- Nähmaschine, 1 tleme Tezunal- Wage, Gold nnd Silber, Rleioec und Weißzeug, HauS- und Küchengeräte u. s. w. 8969 Echucider. rlkiitrcrklärmgeii fertigt fachlich 6641 Ed. »ott6, Kaplansgasse 2. _ __ Iroitbf kudpn Montag, Mittwoch u. Freitag von 9 lihr ab. 6591 Fr. 110.3, Wüusburg. firrrögiaauaewesirrchule bolzmindtn. Ä'i. oerbunden mit (Dasdilnenbauschule, Verpllegungsansl. Dir.: L. ßaormann. _________ h7t Darmstadt. tzanühaltungs- und Forlbildnttgspensionat Zimmermann, hv /, Zeitgemäste Ausbildung. R-ste Rei, Besteht seit 1878 i ebt scbönsteWasch e