Nr. 168 Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntag-. Die „(Siebener Lamilienblätter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hessische Laudwtrll' erscheint monatlich einmal. Zweites 154. Jahrgang Gießener Anzeiger MrMvochLV. Juli 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« Umversiiätsdruckerei. R. Lange. Bietzen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.f. Del. Nr. 5L Del eg r^ Adr. r Anzeiger Bietzen» General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen. Politische Tagesschau. Me lange Dauer der heitzen und trockenen Witterung fvirb auf dem Lande recht nachteilig empfunden. Nicht nur, daß vielerorts eine förmliche Dürre eingetreten ist, die das Auftreten von Wald- und Feldbränden sowie von Schadenfeuern begiinstigt und auch zu Wassermangel führt, auch für die qualitative Entwickelung des Getreidekorns hätte man vielfach noch Niederschläge gewünscht, die freilich jetzt zu spät kommen würden. In unserer Gegend hat man bereits mit dem Schnitt des Getreides beginnen müssen. Wie stark die Hitze schon den Wasserstand der schiffbaren Flüsse beeinträchtigt hat, geht daraus hervor, daß die Hamburger Binnenschiffahrt offiziell als eingestellt erklärt werden mußte. Diese von der Natur erzwungene Sommerruhe in der Binnenschiffahrt trifft mit der Ermattung desGeschäftsganges zusammen, der für die großen Industriezweige mit Ausnahme des Baugewerbes gegenwärtig zu verzeichnen ist. Die Beschäftigung der im Stahlwerkverband vereinigten Betriebe hat merklich nachgelassen. Gleichzeitig gehen auch die Aufträge so schwach ein, daß mit einer weiteren Abnahme des Beschäftigungsgrades gerechnet werden muß. Auch in der Roheisenindustrie sind die Msatzverhältnisse dementsprechend ungünstiger geworden. So arbeitet man in der lothringisch-luxemburgischen Roheisenindustrie mit einer durchschnittlichen Einschränkung von etwa 40 Prozent. Im Kohlenbergbau steigt die Zahl der Feierschichten und trotzdem noch die Menge der auf den Gruben lagernden Vorräte. Der Geschäftsgang im Textilgewerbe ist im allgemeinen, besonders aber in den Webereibe-irken, matt geworden. Selbst die Baumwollspinnereien, waren in letzter Zeit infolge der weichenden Baumwollpreise weniger befriedigend beschäftigt. Di? Bautätigkeit verläuft normal und bringt namentlich dem eigentlichen Dauhandwerk fortgesetzt reichliche Beschäftigung, die bis in den Herbst andauern dürfte. Die Verbandsbestteb- urrgen in der Zementindustrie stoßen noch immer aus Hindernisse, da nicht nur die oberschlesischen, sondern neuerdings auch die unterelbischen Werke sich sehr entschieden gegen eine ganz Deutschland umfassende Vereinigung ausgesprochen haben, bevor nicht die kleineren Fabriken vollständig aus dem Wettbewerb ausgeschieden und lahmgelegt sind. Man meldet aus Breslau: Die Schäden, die die anhaltende Dürre in der Provinz Schlesien angerichtet, sind enorm. Die Aussichten auf eine annährend ergiebige Ernte sind vernichtet, außer sämtlichen Halmfrüchten sind auch Kartoffeln und Futterrüben verbrannt. Der V ie h b e st a n d muß verringert werden, weil dieFutternotsehrgroß ist. _ In Schwientochlowitz herrscht infolge des heißen Wetters große Wassersnot. Die Gefahr ist groß, da der T y p h u's bereits ausgebrochen ist. Der Haus- und Grundbesitzerverein sowie der Gemeindevorstand haben in einem Telegramm an den Minister des Innern sich aewandt und um schleunige Abhilfe gebeten, 9luch in Neuland bei Neisse ist der Typhus ausgebrochen. ♦ Die verdrängte Trikolore. Die Wirkung derNordlandfahrtenKaiserWil- helms wird nicht nur in Skandinavien gewürdigt. Alle Welt weiß, daß erst durch die regelmäßigen Sommer- beftiche des deutschen Kaisers das internattonale Reisepublikum auf jene nordischen Länder hingewiesen wurde. Es sei nur erinnert an die Dollarfürsten, die früher mit ihren Lustjachten der skandinavischen Küste fernblieben, jetzt I aber dort gleichzeittg mit der,LohenKollern" zu erscheinen | pflegen. Die besondere Wirkung der Kaiseriahrten auf die Beziehungen zwischen den skandinavischen Ländern und Deutschland konnte nicht ausbleiben. Auf dem Gebiet des kornmerziellen Wettbewerbs kam Deutschland allmählich ins Vortreffen. Der Zurückgedrängte oder, um ein Bonmot des preußischen Landwirtschaftsministers v, Podbielski zu brauchen, der Andere, „der die Konsequenzen spürt", ist Frankreich. Früher waren der Pariser Geschäftsmann und die ftanzösische Ware tonangebend am nord- ländischen Markt. An der Küste „oben" traf man jederzeit die Trikolore, und im Kurs der in See gehenden Segelschiffe der Großhändler lag unfehlbar ein französischer Hafen. Das hat sich geändert, allmählich allerdings, aber von der Zeit an, da Kaiser Wilhelm die Nordlandfahrt zur Regel werden ließ. Sein vorjähriger Besuch in Kopenhagen und die (Äöffnung der Dampffährverbindung Warnemünde-Gjedser befestigten das Ansehen uni) den wirtschaftlichen Einfluß Deutschlands auf Kosten Frankreichs auch in Dänemark. Der frühere französische Ministerpräsident Waldeck-Rousseau kreuzte vor einigen Jahren ebenfalls an der flandinavischen Küste. Er erhielt sogar c'ne Einladung Kaiser Wilhelms zum Besuch auf der „Hohenzollern", der er auch Folge leistete zum Mißvergnügen der Pariser „Patrioten". Äm Rückgang der kommerziellen Bedeutung Frankreichs für die Nordländer aber vermochte er nichts zu ändern. Man nimmt nun in der Republik diese Entwicklung der Tinge durchaus nicht auf die leichte Schulter. Im Gegenteil. Die Depu- tiertenkanrmer hat sich bereits mit der Sache befaßt und eine förmliche Einladung zu einem Besuche in Paris an die Volksvertretungen Schwedens, Norwegens und Dänemarks ergehen lassen. Die Deputterten erhoffen von dieser Visite, die im November stattfinden soll, eine Neubelebung des Interesses der Nordländer für französische Kultur und französische Verhältnisse überhaupt. Nach einem Bericht der „Nationalztg." aus Stockholm dürften im Ganzen vielleicht 75 Abgeordnete an dieser interessanten Fahrt sich beteiligen. Ti? Zahl erscheint nicht hoch, wenn man bedenkt, daß die französischen Deputierten die Kosten für den Aufenthalt der Gäste bestreiten und sich ohne Zweifel angelegen lassen sein werden, den Aufenthalt so reizvoll wie möglich zu machen. Die Sympathie der Nordländer hat sich also offenbar von Frankreich abgewendet. parlamentarisches. München, 19. Juli. Kammer der Abgeordneten. Die Sitzung begann mit der Beratung des Mili - täretats. Kriegsminister Frhr. v. Asch beantwortete mehrere Interpellationen betreffend das Auftteten des bayerischen Militärbevollmächtigten Generalmajors v. Endres usw. Dbg. v. V o l l m a r (Soz.) kam auf das Vorkommnis im Reichstag zurück, wo von Endres einen Abgeordneten betreffs der Vorbildung der bayerischen Offiziere rektifizierte. Im weiteren Verlaufe der Besprechung betonte der Kriegsminister, daß Bayern daran fest halte, daß zum Uebertritt zum Offizierskorps das Abiturien- ten-Examen eines Gymnasiums nötig sei, und auf die Ausführungen des Abg. Segitz (Soz.): Es bezweifelte niemand, daß die Sozialdemokraten im Ernstfälle ihre Schuldigkeit tun werden. Wenn sie aber sozialdemokratische Polittk treiben, so werden wir ihnen entgegentreten. Ans einzelne Beanstandungen des liberalen Dbg. Schnttdt-Wunsiedel hob der Kriegs- minisder hervor, bei der Beurteilung der Diensttauglichkeit I müsse ein sttengerer Maßstab gelten, zumal für jeden Befreiten ein anderer eingezogen werde. Bei den Ausgaben für die Militärjustiz tadelt Dbg» v. Vollmar (Soz,^ die zunehmende Einschränkung der Oeffent- lichkeit auch bei den bayerischen Kriegsgerichten. Iw Preußen soll ein Erlaß des Kaisers darüber vorliegen. Ist auch bei uns ein solcher Erlaß ergangen A Bezugnehmend aus die Petittonen der bayrischen Gastwirte um Aufhebung der Saalsperre, ausgenommen bei rein sozialdemokratischen Lokalen, betont der KriegS- minister, eine generelle Verfügung sei hier nicht angezeigt. Den Ortskommandanten steht die Entscheidung hierüber zu. Uebrigens erfolgen die Saalverbote nicht ausschließlich wegen sozialdemokratischer Versammlungen. Nachdem noch eine Reihe von Aus gäbe kapiteln bewilligt worden war, wird die Weiterberatung auf morgen vertagt. Ans Stadt und Land. Gießen, den 20. Juli 1904. ** Große Schwimmleistung. Die kürzlich erfolgte Erwähnung des „längsten Studenten in Gießen * erinnert, wie uns nun aus unserem Leserkreise mitgeteilt wird, an eine recht bedeutsame Schwimmwette, die dieser „längste Student* s. Zt. mit Glanz gewonnen hat. Dieser Herr war allerdings nicht in den 50er Jahren, sondern Mitte der 60er Jahre in Gießen; die Identität der Person unterliegt keinem Zweifel. Es handelt sich in beiden Fällen um den damaligen sind, math. F. Harbordt aus Laubach, jetzt Professor in Straß- bürg i. E. Dem Inhalt der Wette zufolge mußte Herr Harbordt von dem Burkschen Wehre bis zum »Felsen* und zurück schwimmen, ohne auch nur einmal unterwegs zu ruhen bezw. zu stehen. Am 23. Juli 1865, also vor 39 Jahren, hat er die Wette ohne Schwierigkeit gewonnen. Mehrere Kommilitonen fuhren zur Konttolle und eventuellen Unterstützung in der Nähe des Schwimmers mit. Wer einmal zur Badenburg gerudett ist, weiß, wie schwer oft das Vorwärts» kommen mit dem Kahn bei der teilweise sehr starken Strömung ist. Trotzdem legte Herr Harbordt die den Inhalt der Wette bildende Strecke in 2V2 Stunden zurück, gewiß eine vorzügliche spottliche Leistung, die auch jetzt noch Beachtung verdient. Herr Harbordt ist übrigens noch heute ein vorzüglicher, ausdauernder Schwimmer, dem vor allem mit seiner 2 Meter großen Länge an Schnelligkeit nicht gut gleich zu kommen ist. — Gestern konnte man auch hier eine gute Schwimmleistung konstatteren. Man hatte Gelegenheit, gtt sehen, wie zwei hiestge junge Leute die Lahnstrecke von bet abgebrannten Eishalle bis an die Ruderhalle hin und zurück, also zusammen ca. 1800 Meter, m einer Tour in 1^/z Stunde zurücklegten. Grünberg, 19. Juki. Die Bahnangelegenhesk Grünberg — Lich gab Anlaß, daß am Sonntag nachmittag eine GeineinderatSsitzung abgehalten wurde, an der auch der Beigeordnete von Lich, Dönner, sowie Aflessor Löhlein von da teilnahmen. In der vorangegangenen Sitzung war der Beschluß gefaßt worden, das Gelände für den Bahnbau kosten- und lastenfrei zur Verfügung zu stellen, jedoch unter dem Vorbehalt, daß der Gemeinderat mit der Richtung, welche die Bahn nehmen solle, einverstanden sei. Dieser Beschluß wurde noch dahin erweitett, daß die Stadt Grünberg stch in keiner Weise zur Uebernahme von Obligattonen verpflichte. Em gleichlautender Beschluß soll auch durch den Gemeinderat ooä Lich herbeigeführt werden. — Nach der GemeinderatSsttzung sand im Gasthaus zum Wilden Mann eine Sitzung des Bahnbaukomitees statt, an der die Vettreter der beteiligten Ge- FeuiUcton. — Erregte Debatten im Verein für innere Medizin in Berlin. Zu stürmischen Szenen kam es am Montag, wie wir gestern schon kurz mitteilten, m der Sitzung des Berliner Vereins für innere Medizin. Professor Jacob l^atte kürzlick im selben Verein über Experimente berichtet die er zusammen mit Professor Rosenberg an tuberkulösen Patienten an» gestellt, um den Krankheitsprozes; durch direkte ® t f 1 ung von Medikamenten in die Lungen selbst günstig zu beeinflussen. Dr. Westenhöser wies darauf hm, daß m zwei Fällen der L u f t r ö hr e nschn r tt gemacht worden sn, ohne das; Rrosesser Jacob davon ein Wort gesagt habe: hte Operation sei ohne zwingenden Grund vorgenommen worden und habe in dem einen der Falle nach seiner Anstckzt zweifellos sogar eine erhebliche Ve r s ch l " n d Krankheit zur Folge gehabt und H pd der PatrenNn beschleunigt. In ausführlicher Weise, hmistg von erregten Zwischenriifcn iinterbrochen, suchte b strn Verhalts zu verteidigen und die Wider;prüche zu lösen, die s ) bei seinen verschiedenen Angaben ergeben hatten, dem einen Fall seien überhaupt nur zwei Einspritzungen emige -age vor dem T"d- gemacht worden, sodaß von einer.Verschlimmerung nicht gut die Rede sein könne, und in dem anderen Falle habe man den Luftröhrenwmitt und die Einspntzung von der SchnItwunde erst dmn '^rgenemnien, na übte Dr. Tovn noch einmal un'er lebhafter Nnruhe scharfe Krckk an der Veriät .rM nm ."n ob*, der ein Ä r a n k e n g e s ch i ch t e g a n z vir- s ff, iv iegen und -ine Reihe von Tatsachen f a l s ch w i e o c r - a . n r b r n habe, und stellte schließlich den Antrag, der Verein solle . urch Cantnnuna einer besonderen Kommission zur vollen Aufklärung der seltsamen Angelegenheit beitragen. Da sich nach diesen Ausführungen kein Redner mehr zum Wort meldete, wurde die Versammlung unter allgemeinem Tumult vom Vorsitzenden geschlossen. — Erinnerungen an Wereschtschagin. Eine große Anzahl bisher unveröffentlichter Briefe von dem berühmten russisclzen Schlachtenmaler Wereschtsck)agin, der im April beim Untergang des „Petropawlowsk" den Heldentod sand, teilt Georges Claretie in der französischen Zeitschttft „La Revue" mit, und pr tilgt interessante persönliche Erinnerungen an den Maler bei, mit dem ihn eine langjähttge Freundschaft verbunden hat. Claretie teilt den Ausspruch eines Matrosen mit, der bei der Katasttophe auf dem „Petropawlowsft" gerettet wurde und u. a. erzählte: „Da hatten wir auch an Bord einen schönen alten Herrn mit einem langen weißen Bart, der aufrecht auf der Brücke stehend immer alles in ein Tasck-enbuch eiuschrieb. Wahrsck)einlich ist er auch ertrunken. Er war sehr gut." In diesem schlickten Wott des einfachen Manne-, der von der künstlerischen Bedeutung Wereschtschagins nichts ahnte, kommt am deutlichsten das Bezunngende seiner großherflgen Mensckienliebc zum Ausdruck. Wereschtschagin hat lange in Paris gelebt. Man nannte tlyn da den „Kosaken", und Dumas sils sagte von ihm: „Er ist ein Wilder aus Sparta." Er tvar ein eifriger Erzähler und unersck)öpflich flössen von seinen L'ppen die Schilderungen von Abenteuern aus dem tttrkiscknfn^Kriege, Geschickten von Skobelesf, dem „iveißey General", und Schilderungen von den Schneegipfeln des Himalaja oder den exotischen Wundern Indiens. Seine ganze Kunst war befruchtet und erfüllt von seinen Erlebnissen und den Dingen, die er gesck-aut. So hat er selbst dem Vater Claretis erzählt, wie ihm die Idee zu einem seiner erschütterndsten Bilder gekommen. Auf dem ttau- ttgen, lei ch en bedeckten Schlachtfeld von Plewna sah er „einen großen mageren Alten", der stch niedergekauert hatte an der Seite eines Wververletzten jungen Mannes. Und wie sein Pferd sie streifte, rief ihn der junge Mann mit heiserer Stimme an: „Sidi, Sidi?" Unfähig zu helfen, zeigte der Maler noch dem dunklen, unendlichen Himmel, der sich über das weite, weiße Feld dehnte, und sagte dabei: „Allah", wie um anzudeuten, daß von dort oben allein Heil und Rettung komme. Als er nach einigen Stunden wieder an diesen Ort kam, sand er die beiden niedergekauerten Menschen an derselben Stelle. Eine schwache Flamme stieg noch von dem erloschenen Feuer, an dem sie gesessen-, der Jüngling batte ausgeatmet, und der alte Türke erwartete unbeweglich, sckwn steif und lmlberfroren, den Tod, ohne zu zucken . . . Solck>e Schreckensbilder stellte er dar, um das Berderblickpe deS Kriege« zu schildern. Einst bitte et ein Bild ausgestellt, daS eine Sckrädelvvramide darstellte, und darauf geschrielx'N: „DaS widme ich allen Eroberern, den jetzigen, b?n vergangenen und den zukünftigen." AlS der Feldmarschall Moltke bereit Vorüberging, nahm ihn Wereschtschagin bei der Hand, zog ihn vor das Bild und sagte auf Deutsch: „Sie verstehen vielleicht kein Russisch, Herr Fclomarschall? Daß soll hier heißen: allen Eroberern, den lebenden, den gestorbenen und den kommenden!". Gral Mollke sagte nichts, aber der Maler loiedcrholte seine Widmung, Wott für Wort deutlich betonend, und ftfgte bei: „Verstehen Sie das nun'?' Der „große Schweiger" bewahrte gegenüber dieser taktlosen Att seine lautlose Ruhe und ging, ohne zu antwotten, weiter. Auch mit Skryd- loff und Kuropatrin, die heute im Mittelpunkt des Jntei> esses fleben, war Wereschtschagin bekannt. Mit Skdvdloff war er seit ihrer gemeinsamen Zeit aus der Marineschule befrennbet Sie dienten beide auf der Fregatte „Svetlana", und zwar stand Skrvdlosf unter dem direkten Kommando Wereschtschagins. Sie waren auch beide auf dem russischen Torpedoboot „Sknttka", ntf es ein türkisches Kriegsschist in die Luft sprengte. Beide wurden verwutrdet. Vor Plewna hat Wereschtschagin auch ben verwundeten Kuropatkin nach dem Lazarett bringen sehen, und zusammen mit den Genossen der einstigen Siege ist er dann auch wieder in diesen letten Krieg .ausgezogen, um so bald zu sterben. Die Absichten Wereschtsck^gins, die gegen den ^rieii gerichtet waren, wurden auch als erschlaffend und gefährlich für oie Vaterlands liebe hingestellt. Das geht aus einem Briefe vom Jadre 18S0 hervor, in dem er über seine Wiener Ausstellung sckweibt: „Der Hof besonders ist fein* unzufrieden mit seinen Arbeiten: der preu- ßische General von Werder, der Freund deS Kaisers, bat ibni geraten, alle meine Gemälde zu kaufen zmd sie sofott zu verbrennen. Der Tlwonsolger und einige andere Große sind wütend! Man be* schuldigt mich fast der Verräterei! Aber daS Publikum ist nicht derselben Ansicht, cs besucht meine Ausstellung und ist begeistert." — DaS literarische Echo. Hall'momttSschttft für Literatur-freunde (Herausgeber: Dr. Josef Ettlinger: Verlag: Egon Fleisckiel u. Co., Berlin W. 35\ Zioeites Juli-Heft: Ed. Platze hofs-Lejeune, Kunst od?r Wissenschaft? — Vone Noauchi, Japanische Schriftstellerinnen (mit drei PottratSV — Panl Römer, Nene Frauendichtnng. — Leo Greiner, DaS Schloß her Frevel (ein nachgelassener Roman von Ferd. Kürn- beran). — Fran; Diederick». ?'enc V rsbücker. A F. Krause, Andrcaszauber (Novelle). — Otw Stoehl. Die Posse. — Echo der Zeitungen. — Crrtjo der Zeitschriften (enthält u a. ein Verzeichnis ber bemerkenswerteren Nekrologe, die das Hinsck'eiden Wilhelm Jordans hervornefl. — Echo des Auslandes fron* zösisck-er. ux-st schweizer's ler amerikanischer. norwegisc>r Vries). Kurze Anzeigen — Nachrichten. — Zuschriften. — Der Büchermarkt. — Antwotten. Z>as AayltSleü des «Kuttempler-HrdtUS und d,r 2. Frulsche Abstluentt'-tag. ertränke seine Freiheit im Biertops. Alle Finnen müßten erkennen, daß sie es sind, die hier im als AlkoholkaniLal nicht nur nicht ausbauend, sondern so- «ar zerstöreno wirkt. Freilich sei es lein Wunder, da dü hSchfren Bildungsstätten in dieser Beziehung am rückstän vigsten seien. Dttm höre mit Entsetzen, roemt Professor Ed Meyer, Berlin, kürzlich erklärte, der deutsche Stuben der Flammen. • Bayreuth, 19. Juli. Großfürst Cyrill von Rußland we»lt fett vier Tagen hur und logiert tm tiefsten Inkognito im Bahnhofshotel. Er kam vor ewigen Tagen imt der Gr oßherzogin Victoria Melitta im Automobil hier on. Die Großherzogin ist dann wetttrgcrcsil. Großfürst und Automobil sind hier geblieben. Der Großfürst wird jedenfalls den Feslfpitlen beiwohnen. • PariS, 19. Juli. Obwohl die Temperatur gestern auf 33 Grad im Schalten heradgegangen »st, waren wieder 27 schwere Fälle von Hlyjchlägen gemeldet, wovon 6 tätlich verliefen. Auch Fülle ge,stigerErkrantungen wurden verzeichnet. Heute ist du Temperatur wieder ge- . fliegen. • Innsbruck, 19. Juli. Der seit 8 Tagen ver- mißte bayrische Schuldirektor Bürger aus München ist immer noch nicht aufgejunden. Dtan glaubt, daß er in den Inn gestürzt und du Leiche slußabwürtS gctneben ut — Ter Goldschmied Marjek auS Schwatz 'st vom Dollenjoch adgestürzt und war sofort tot. 'Baku, 18. Julu AuS Teheran hier eingegangene Nachrichten besagen, daß die Cholera dort eine er* schreckende Ausbreitung gewinnt. Tu (Europäer flüchten auS der Stadt inS Gebirge. Tu Zahl der täglichen Lterbefülle soll bis 9UO betragen. Tu Toten werden vielfach auf den Straßen liegen gelassen. In Mandschil und Enseli ist eine fünftägige Quarantäne eingerichtet worden. ES herrschen dort schlimme Zustande, denn es fehlt an Lebensmitteln. Tu dort festgehaltenen Personen nächtigen im Freien. Da du ungehinderte Ausfuhr von Früchten und Gemüsen eine EinschleppungSgefahr bedeutet, sperrte die russische Verwaltung die Grenze bei Astara für Reisende und Waren. In Tjchulja ist Quarantäne für Herkünfte auS TabnS jtunft unO Zvl,,eve Regengüsse schon in den vorangegangenen Tagen den Wasserstand in all den benachbarten chebirgs- dachen bedeutend erhöht Hatten, die jich nun mit der uuauflutltsamen Gemalt von ~'crritS überschwemmt. ^lfeübuyn-F.llui.g Berlin — Hauidurg in l*zj Stunden. .Die General Electnc tompann -u Rcwvork bat die Absicht, die Konzesiwn jur eine elektrisch betriebene Säuiellbahniilue Berlin—Hamburg nacdzusuchen und au| dieser Schmll^gr mit einer Gesciuvindigkeit von 126 cnoltjdKn Meilen (das sind rund 201 Kilometer) per stunde verkeyren zu lassen. Wie wir hierzu erfahren, glaubt man an iuiidntngcr Stelle nicht, daß bic preußische ^taatötefliernnö einer fremden Gesclsichast die Zionzession zu einer EisenbahnliNte geben wird aus der ihrem e.gen.n i-iscnz-ahnbetr.ebe Konkurrent gtmadn iverden soll. Tann aber wird man in absehbarer Zeit mcmaU aua) nur annähernd so rapide Fahrgeschwindigkeiten in einem öffentlichen Bahnbetrieb -ulasien, nne die oben envahnten, und zwar im Interesse des reisenden Publikums uno der Beamten. Denn, selbst angenommen, daß der geplanten Schnellbahn ein eigenes Bahnplanum, ohne jeixpeben llebergang, angewiesen wurde, so mub man doch immer mit der Möglichkeit eines Unfalles, einer Entgleisung usw. rechnen, und in diesem Falle würde das llngl. ck unub.rübuar (em. Unsere Schn.l.zage durchfahren je&t ine 286 Kilometer lange Strecke Berlin—Hamburg in rund 3>,j Stunden. Die Zeit wird nidxt allzu fern fein, wo man bis zu' Fahrgeschn ind.gkeiten von lOü Kilometer und darüber gehen wird. Tann gebraudH der Berliner Sa/ncilzug nach Hamburg nur noch etwa 2ay* Stunden, und dabei roub nod> auf zwei UnterwcgSstationen, die ja nicht von allem c^chnellverkehr abgeschlossen werden können, etn kurzer Aufenthalt gemacht. Mit dieser Leistung nnrb da- reisende Publikum für absehbare Zeit '.iiru’Mi 'cm ninji'. n. _______ _ angeordnet worden. *EinFlamingo auf demRhein. Dem „Mannh. Gen.-Anz." wird von Speyer ^esck-rieben: Ein seltener Fang gelang einigen hiefigcn Fischern, bie in der Rahe von Rheinau einen noch nie gesehenen Bogel auf dem 'ien und nach langem Jagen durch , rr - GÄI einen mn wm in ihre Gewalt brachten, 0 worauf er aber nicht lange mehr lebte. ES war ein Fla- -n ^aer> mingo im karminfarbigen Alters kleid. Der im Süden und P 1<>nPI 3übo[tcu Europas und in Rordameril'a heimische Vogel wurde nur in wenigen Fällen in Teutickfland beobachtet. Sv wurde am 10. April 1728 ein Stück bei Al^ch geschossen I und im Sommer des sehr heißen Jahres 1811 kam gar eine ganze Gesellschaft, 27 an der Zahl, an den Rhein, zuerst bet Kehl, bann bei Germersheim, von welchen sechs Stück geschossen wurden. Am 25. Juni desselben Jahres sah man eine Anzahl dieser Vögel über Bamberg ziehen, vom 17. bis 18. Juli hielten sich zwei bei Schierstein nächst dem Rheine auf, und einige Tage später zeigten sich dieselben bei Idstein. Sonst wurden noch in Ätahren 1895 zwei erlegt und in Pommern 1889 einer lebend gefangen. Dies find seit fast 200 Jahren die einzigen bekannten Vorkommnisse der Flamingos in Deutschland. * AuS der gelben Presse. Wie wunderbar eine UL Altona, 19. JuN. Der Deutsche Verein abstinenter Kaufleute hiett an läßlich des deutschen ÄbstineiuentageS zu itltona am Sonntag Bt dritte Jahreshauptversammlung ab. Zunächst er-1 Lte der frühere Vorfteher des Vereins, Max Darming, ckurg, den Jahresbericht über ba4 abgclaufenc Ge- schäftsjahr 1903. ÄuS dem Berichte ging hervor, daß der Ltkoyolfrage in kaufmännischen Kreisen immer mehr 3ntereffc entacgengcbrächt wird, wie das durch daS An- toac^en des Vereins obüinenter Kaufleute und das Ent- Lehen mehrerer neuer Bezirke zum Ausdruck gekommen E Ä1S besonders bemerkenswert führte ©arming auS, tz verschiedene kaufmännische Vereine, die sich mit der Stellenvermittlung befassen, auf Anregung dcS deutschen Vereins abstinenter Luufleute die Al'stmenz der Bewerber 1 cx den SreiS ihrer Erörterungen gezogen haben. Der Jahresbericht wurde genehmigt und der DereüiSleituiig einstimmig Entlastung erteilt Nach Erledigung der oor- Ueflcnben Anträge wurde R. Natiesta-tzamburg zum Mit- aliebe der VereinSlettuug, Henry Müller-Hamburg in den LtLschuß und Ma; Darming -um Vorsitzenden deS AuS- schulses einstimmig erwählt. Line Anregung, die Stellenvermittlung seitens des Vereins aufzunehmen, wurde nach eurer lebhaften Besprechung für bw nächste Jahres-Hauptversammlung zurückgestelll. Einen weiteren Punkt der Tagesordnung bildete die Frage der Aufnahme von durch Lkohol gefährdeten Personen. Einmütig war die Dcrsamln- lung indessen der Ansicht, daß der Verein als freie Berufs- Bereinigung überzeugter Abstinenten sich nicht mit Tnnker- attung befassen lärme. Auch der Verein abstinenter Lehrer und der Verein abstinenter Pastoren hielten hier ihre Jahresversammlungen ab. Es tagten ferner die abstinenten Juristen und der Bund abstinenter Frauen. Diese Versammlung war außerordentlich stark besucht. Der Vortrag der Frau Dr. Phil. Wegscheider-Ziegler, Berlin, über das Thema „Der Alkohol unb soziale Reformarbeit" rief lebhaftes Ai ter esse hervor. Tie arbeitenden Schichten wurden im allgemeinen viel zu niedrig bewertet. Man müsse sie vor allem genugevL -nrlohvcn, ste mErrell sicher i ' summen jähen unb n 5U stellen unb jre als men chlrch glerckbttrchNgt betracht-^ mlt beiu Lehallhoken um chren Wert als Deqoulrchkeu »u hckmr. Man joUe jub | roD£Qui babcr nid)1 [anae meI)1 vor Augen fuhren, daß em Zehntel des getarnten londes nur der Produktion alkoholischer Getränke diene unb daß ein ungeheures Kapital angesammelt fei, das letzten Grund zu entscheiden hatten, denn ihre Kinder seien es doch, um bie es jich handelt. Sie brauchten keine Vorträge w. hallen, nicht in bie Oefsentlichkeit zu gehen, aber sie sollten aus Grundsatz selbst nicht trinken und auch ihre Kinder vor dieser Unfitte bewahren, die so häufig ihr Verderben werde, ob in langsamem ober schnellerem Tempo. Denn bie Frauen die Aufklärung vernehmen würden, so müsse schließlich der Erfolg sich einstellen. Die schwedischen Frauen hätten durch ihre Enthalttamkeit selbst Die Unmaßigkeit der Manner überwunden. Auch die deutsche Frau müsse mehr als bisher sich an diesem Lamps beteiligen und dadurch als gutes Beispiel wirken. ES zeigte sich aus ber Aussprache, daß auch bie Frauen, uno zwar in den meisten Fällen dargerliche Frauen, mehr als bisher mit d?m of.enllichLN Leocn sia) cetanni maLen und versuchen, entstehende Schäden zu bessern. Heute vormittag fand eine Versammlung ber Vertreter *ner Jbjtinenjöereinc statt zur Bcgründuna eines Allgemeinen Deutschen Zentralverbandes zur Bekämpfung beS Alkoh oliSmuS. ES entspann sich mSb-sandere eine lebhafte Täskussion über bie Frage der Stellungnahme dieses BerBandeS zum Deutschen Verein yaen den Mißbrauch geistiger Getränke. Fast alle Redner befürworteten ein gennsseS Zusammengehen mit diesem Verein denn es sei euie feststehende Tatsache, daß in Ollen Vanoern eine Entwickelung von ber Mäßigkeit zur Enthaltsamkeit eintrete. Getrennt marschieren, vereint dem Dr. 9bu. | schlagen! so sei eS am besten. Die Bogrünbung deS Verban- Die Schiffs-! deS wurde alSdann beschlossen. r Mit einer ösfemiichen Schlußversammlung, in welcher Lehrer I. Peü'rsen-Zviel, Frau Dr. Phil. Weg- ftbeibet-Bicfller-Söcrlin umS Schularzt Dr. ineb. Strecker- ''krlin über Jugenderziehung unb Alkohol Vortrage hrel- itc der 2. Deutsche Wsturententag seinen Ab- ■tttnbtn teilnahmen, bie inbefffn. wie man 1 mitteilt, ju keinem weiteren Ergebnis führte. — Die Schiffs- «ateflropbe bei New-Pork, der gegen 12(X) wtenschen- leben zum Opfer fielen, hat auch Ärilnberger in Mitleiben- schaft gezogen, indem Frau Lina Fröhlich, geb. fiveubev, ben .............. „ , $ ob durch Crlnnken fand; ihre Schwester Marie konnte sich ton, fand heute der 2. Deutsche Wstiuententag seinen Ab- durch Schwimmen retten. Beide waren Döchter de« vor \ schiuß. einigen Jahren während der Rückreise von hier nach New- ---— ” . Bork auf dem Danivfer verstorbenen Herrn LoniS Krender.I L'eriN»fcp»e». Äußer den Genannten waren auch zwei ihrer Kusinen, Töchter 'Düsseldorf, 19. Juli. Innerhalb der letzten acht de« Herrn Srnsl Kreuder, an Bord de« Unglücksschiffe«. Die Tage sind un angrenzenden Rhemstromgediet fünfzehn eine, Lrna Kreuder, hat starke Brandwunden davougetragen, Personen ertrunken. (Lestern allein haben vier »n Rhein während ihre Schwester Anna sich ebenfalls durch Schwunmen ben Tod gesunden. «Ueie iSr. Anz.) ' T uiSbur g, 19. Juli. In derKümgSltraße ging da« Bad-Nauheim, 19. Juli. Ein junger Graf au« Pferd eine« Sleiukarren« durch, wodurch ein Zusauiinenjtotz Russisch-Polen, der sich Studien Halder in Deutschland aus- nut einer Taxanieterdroschke erfolgte. Der ^uhrniann de« hielt besuchie auS gesundheitlichen Rücksichten auch da« Bad jumen« wurde tätlich verletzt und starti aus dem Trau«. Nauheim und lenite hier zufällig etn einfaches Bürger-1 port nach dem Krankenhause. Ter andere Wagenführer trug mttdcheu von auffallender Schönheit kennen und lieben. See cbenfalU mehrere Verletzungen davon. junge Gras wurde von einer solchen Leidenschaft zu der • Siel, 19. Juli. Die von ihrem Mann getrennt schönen Nauheimerin ersaßt, daß er ihr kurzer Hand lebende Ehefrau Hollander und beten Liebhaber etnen He ira t 8 a n tr a g machte, den da« Mädchen nach versuchten den in bie Wohnung cmbtingcnben Ehemann einigem Wägern auch annahm. Der Graf reiste nach Posen durch Beilhiebe zu töten. Holländer wurde schwer ver- zurück um sich wegen dieser Heirat, die er mit allen Mitteln letzt, die Täter verhaftet. Die Ehefrau erklärte, es sei be- su beschleunigen suchte, mit seiner Familie ausemanderzu. dauerlich, daß die Tat nicht vollendet wurde. fetzen In Posen traf er mit seinem Vater zufammen, w'lcher • Hamburg, 18. Juli. Ter heute abend hier ringe- ber beabsichtigten Verbindung den schärfsten Widerstand ent- troffene englische Dampfer .Hiroudelle' überrannte aeaensetzte. Inzwischen waren dem Vater deS Mädchen« doch aus der Reise von London nach hier den engliichen auch einige Bedenken wegen der HeiratSpläne seiner Tochter Torpedobootszerstörer .Haughtq'. AuS bet «c- ausgestiegen und er reifte nach Posen, um sich selbst mit der schaffenhest de« Buges der .Hirondelle' kann man schließen, Familie de« Grafen zu verständigen. @8 sand dann dort in daß die .Haugthr,' direkt durch geschnitten sem muß. der Pension des Grasen eine Unterredung statt, an der außer An der linken Leite deS Buge« hat die .Hiroudelle» ober- dem gräsiichen Vater und seinem Sohne auch der Rauhe,mer halb der Wafferlmie em Loch, bas mit Säcke» uotdünlig zu- Bürger teilnahm. Als nun ber Vater des jungen Grafen, gestopft ist. Ter erste Lffizier erklärt, daß bei der Holli|ion trotz der Bitten be« letzteren, kategorisch feine Einwilligung niemand ertrunken sei. zur Heirat unter Angabe sehr triftiger Gründe verweigerte, • fioburg, 19. Juli. Von einem schweren^Un- • og ber junge Graf, wie Posener Blätter berichten, plötzlick weiter ist bie hiesige Gegenb heimgesucht worben. L,urch einen Revolver au« ber Tasche und erschoß sich vor den zündende Blitze wurden in Sommerfeld zwei Bauerngehöste Augen seine« entsetzten Vater«. emgeäschert. In MeiigerS-weruth brannte der Gutsho, nieder, --------------------------------- in Tremsetd zwei Lekonomten. Ju Elbersreuth Ichlug der Blitz in eine Gastwirtschaft ein, in Neuenbau und Prcmeusel m je ein Wohnhaus. Alle diese Gebäude rourben ein Raub Q O »O IS) s 2 QN W ! 3 ft (7/ iy w N 2 'M «« -S 2.2 N e N- <55'6*9'6' ftS s K M d rrrs 8 «» G -rK s co £ c Ä -b t/> 2 &? x> S C?c& *0 0(3) -O b (9 *« U 2 >b V * «ÖJ rr§? _ e 1 8 c£ «ft «ft X © sr ÄS 2^ 2 ° " 03 . ÖS e d c N OJ L § c‘e c fciakfcldtt xd-r fci&ntnj u»'r^dLM jeü tenhifhtai in xa (TDL-ntw, au* -er ScamiCL 77?S°re ' bei SZ e_ Rft W «r« l iy GaevI * fcagjm ■^^i—i,'aaumg : vTSCLTtiidtU SÖR seiner ^tiÜIh £4 sich .*uometer Xümujm rw zu jein, :.cng rvclzle v, in bem .idx Palmen •" unau-floi- :. der Cpfer rcnm; doch -üngen auf |M rechnen. •* rcn juan > ’nnc meöiig emi rr Q3 ZA SZ btt ^birgLl^ ^in9tbettet “Cr wirken, ^ganoenen 14 '^ViraK. U^mit der e-si* *;jOjQ T c sG' -- O L§ E 3uu große ; mit Der- /.'^u nut ?. sich * ouibe ln»amyi u,bmtn- ^inraftn- lltIib, was f* beschreiben le menjch. . ' Mt aurfx v B SÜ^H S ~ EWq S JO ® * £ £ p «5 ^(öä 8’Sbs «N « . 67 C& £ R » öj so g^oj *9 *° J2 *5 »>» J2 § E «K-FL *2 2 G CT5 «R 2 Vf O an •• 5» Oft jö ?zn> an c Q «ft rS C 5 5- ci C^KEUÄlN & ■ ■ aigGicjen ,t!rii nut \k> i h&s We ; i-y d«»- t ...:-Vi3ÜÄi8 4J Ttn jwu W u;3 Lvd Glider \ j,; yÄ V«S- r. Bß> A«d »«’ L,tiieu I*6 M4d> ioi-en» IM» elm»i-e H1 hohe« -,»'Ä ■'i“' '>"“*• " -CCWL ^.üik ktt der «*£ rSjge Sssff ; eint 4/VWWWWWWWW Das Einnahmen von Bildern, Spiegeln, Haussegen, Brautkränzen wird gut und billigst besorgt. A/XAAZWVW\AAAAAAZVX Das Reparieren öeorg1 Schmitt Glasermeister 6801 ZZaplansgasse 27, Ecke Bahnhofstr. WWWWWWWWW Grötzte Auswahl in Bilderleiften, fertigen Bildern, Saussegen und Spiegeln. Stellrahmen • Türschoner. /W\AA/WWVWWW>A von zerbrochenen Fensterscheiben wird schnell und billig besorgt. Alsfeld (Kreisstadt in Hrffrn). Mittelstation der Preuß.-Hess. Eisenbahn. Am 25. Juli findet der diesjährige 3. PserSe- unü ZohlcmiM Ä. in Verbindung mit dem alljährlichen Prämien markt auf den städtischen Markt-Anlagen (Lindenplah) statt. Für diesen Alarkt sind für die besten Pserde und Kohlen hessischer sowie nichthessischer Züchter und Händler Prämien im Betrage von Mk. 1400 vorgesehen; diese Prämiierung beginnt morgens 8 Uhr. Es können nur fehlerfreie Tiere prämiiert werden. Importierte Fohlen rangieren bei den Fohlen ihrer Altersklassen. Kreuzungs- Produkte sind von jeder Prämie ausgeschlossen. Deck-, GeburtS- bezw. Höijd)eüte sind vorzu-eigen. Anmeldmigen zu diesem Warft sind an die Geschäftsstelle des Hess. Laudes-Pserdezucht-BereiuS in Darmstadt, Neckarstraste 10, bis zum 20. Juli, ebenso Wünsche und Anfragen, ins- besonbere wegen Stallungen, sind an Herrn ersten Beigeordneten Aurtz, Mainzergasse 4 in Alsfeld, bis zum gleichen Termin zu richten. Gleichzeitig findet eine _____ Verlosung von Fohlen, Zuchttieren, Maschinen rc. siatt. Lose ä 50 Plg. sind in haben bei der Lotterie-Generalagentur Georg Kurtz jr. iu Ilsfeld. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zum Besuche dieses Marktes wird freundlichst eingeladen; alle Pierdezüchter imb »Verkäufer werden gebeten, den Markt zahl° reich zu beschicken. Alsfeld, im Juli 1904. 6170 Der Stadtvorstaud AlSfeld. Sl Georgs Quelle bei Biskirchen a. b. Lahn und Selters. 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Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Ämtslokal offen und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen AngebotSvermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Guipsang genommen werden. Angebote sind bis zum EröffnungStermin am 28. Juli 1904, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift postsrci an uns abzugeben. Zilschlagöfrist 8 Tage. Gießen, den 20. Juli 1904. 6207 Großh. Hochbauamt Gießen. Renting. HOUBEN’S ö GASHEIZÖFEN । J.6.H0VBEN SOHN CARL, AACHEN Prospecto omlis-Vertreter an fast mlon Plätzen püsscldorf 1902 - öo1d.tfedflille Je JendroecK & Co. < ► 4» Berlin NWn Siemensstr. i37 ♦♦ -rartoffcln. Prima neue, toaite Speise kartoffclu billiger als jede Kon- turrenA empfiehlt die5tartosselhdlg. J. Weisel i Telephon 285. Sonncnstraße 6. welche Heilung suchen, sollten nicht versäumen, sich sofort die Broschüre über sichere Heilmig dieser Mranlheilen kommen AU lassen. 5021 Tieselbe wird auf Verlangen an Jedermann umfonfl u.portofretgefandt \V. Heinrich* A <’o. >ltngenlyal, £>a. Raeumatismus i und Asthma Kranke 6204 Gießen, ben 20. Juli 1904. 4 Danksagung. Unseren Freutiden und Verwandten, welche bei dem Heimgange unserer Gattin, Mutter und Großmutter grau Fanny Klebe ihre Teilnahme bekundeten und betätigten, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Tank aus. Die trnuerubeu Hinterbliebenen. Zum Wohnungswechsel bringe mein Möbeltransport- und Berpackungsgeschäft in höfliche (Erinnerung. Hochachtend C, H. Stückrath, MarbnMstraße Aus meiner Abteilung für Glas und Porzellan empfehle ich für bevorstehende und gegenwärtige Saison ObstDessertservice, "«SÄ' Zum Einsetzen von Gemüse und Obst jeder Art offeriere ich meine bewährten 44671 und billigen Patent-Konservegläser Jul. 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