Ne. 117 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Erscheim tflglid) mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Gietzener Zamilienblätter" werden dem „yn^etqei ötemial wöchenitlch beigelegl. Der »hessisch« Landwirt" erscheint monatlich einmal Giehener Anzeiger Freitag 26. Mai 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen UntversitätLdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion,Expedition u.9)ruderet: Schulstr.?. XeL Rr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen. Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Are Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. J-JI--------'SS- ____L!_!____>_!■____________ . . ■ —«'»I ■■ Zur hessischen Wahtresorm. R. B. Darrn st adt, 19. Mai. Der Wahlrechts-Sonderausschuß war heute nachmittag wieder zu einer Sitzung beisammen: Geh. Rat Haas war eigens zur Leitung derselben heute von einer größeren Reise hierher zurückgekehrt. Ter Ausschuß beschäftigte sich natürlich eingehend mit den Beschlüssen der vorgestrigen Versammlung der oberhessischen Abgeordneten. Der bekannte Antrag Gutfleisch auf Vermehrung der Mandate von 50 auf 60 wurde heute nochmals gutgeheißen; ferner wurde die U m g r e n z u n g ' d e s neuen oberhessisch en Wahlkreises nach dem Antrag Weidner genehmigt. Die Zustimmung erfolgte e i n st i m m t g, seitens des Abg. Köhler jedoch mit dem Vorbehalt, daß auch der Antrag H i r s ch e l - K ö h l e r auf,Zuweisung mehrerer Landortc an die städtischen Wahlkreise Gießen und Friedberg zur Annahme gelange, lieber diesen Antrag wurde längere Zeit disputiert, doch kam eine Ei nigung darüber nicht zustande. Die Mgg. Haas und v. Brentano traten für diesen Antrag ein, auch zeigte sich Abg. Köhler geneigt, den Antrag wesentlich zu modifizieren. Der Ausschuß lehnte denselben schließlich ab, Nachdem alle Verständigungsbemühungen gescheitert waren, und es wird somit der Kammer die Entscheidung überlassen. Damit betrachtet der Ausschuß seine Beratung über die Wahlrcchtsvorlage als abgeschlossen. Nachdem der vom Abg. v. Brentano anzufertigende schriftliche Bericht sertiggestellt ist, soll die Kammer nun doch in der e r st e n H ä l f t e d e s I u n i zur Plenarberatung über die Vorlage zusammenberufen werden. * So eröffnen sich denn wieder unerwarteterweise neue erfreuliche Hoffnungen auf das Zustandekommen der Wahl- resorm. Die Herren vom Lande haben sich willfähriger gezeigt, als nach der Versammlung vom letzten Dienstag anzunehmen war. Wahrscheinlich hat Herr Weidner, der sein Amt als Volksvertreter nicht von einseitigen Gesichtspunkten, sondern von dem Standpunkte eines für die Gesamtheit bedachten Mannes auffaßt, seinen Einfluß geltend zu machen und auf einige seiner Kollegen vermittelnd einzuwirken verstanden. Das Plenum wird nun die Entscheidung zu fällen haben.____________________________ Dochmals der IranLsurter Mordprozeß. Vor dreißig und mehr Jahren verschlang man auch 6ei uns zu Lande mit Heißhunger die „Geheimnisse von Paris" von Eugen Sue. Der bekannte französische Schriftsteller war nicht nur ein Mann von einer glänzenden und fruchtbaren Phantasie, ein Erzähler um des Erzählens willen — wie etwa sein Zeit- und Fenilleton- Genosse Alexander Dumas — er war ein Mann der Tendenz und pflegte als solcher bei den einzelnen Roman-Abschnitten Betrachtungen namentlich sozialen Charakters anzuhängen. Eugen Sue war ein Gegner der Todesstrafe und plädierte für deren Abschaffung. Sue wollte den Mörder zur wirklichen Reue bringen. Was er an Stelle der Todesstrafe vorschlug, war Änzelhaft und — Beraubun g des Augenlichts. An einem Mörder, dem „Schulmeister", wird in seinem Romane durch einen Akt privater Gerechtigkeit Blendung tatsächlich ausgeführt. Es sind viele Jahrzehnte seit dem Erscheinen der „Geheimnisse von Paris" vergangen und die Todesstrafe besteht immer noch, obwohl zurzeit Kaiser Wilhelms I. nur sehr selten ein Todesurteil vollzogen wurde. Wir wollen hoffen, daß diese Zeit wiederkehrt. Der grausame Vorschlag des französischen Romanschriftstellers findet wohl in keiner Zukunft mehr Erfüllung, vielleicht aber ein anderer Gedanke von ihm. Sue — der auch Abgeordneter und Politiker war — war der Meinung, Einzelhaft bessere den Menschen, während gemeinsame Haft zu einer Schule des Verbrechens werde. Damit hatte der Franzose sicherlich recht. Einzelhaft kann, unter Umständen, zumal wenn der Gefängnisgeistliche seine Tätigkeit mit ganzer Seele und aus tiefstem Gemüte heraus ausübt, bessernde Wirkung üben. Ob die Groß und Stafsorst freilich besserungsfähig sind, wer weiß es? Nur sehr wenige, besonders edel Denkende werden angesichts der außergewöhnlich brutalen Tat glauben, aujWeaturcn dieser Art könne eine Einwirkung seelischer Natur Platz greifen. Nicht Not oder geschwächte Widerstandskraft kann zu ihren Gunsten vorgebracht werden, nicht zu reden von den mehr „ethisch" gearteten Motiven der Mörder: Rache, Blutrache, verletztes Ehrgefühl, Haß und Ehrgeiz. Faulheit und Sucht nach Gold und den Genüssen des Lebens — das allein waren die „Motive", die die beiden zu ihrer Handlung leiteten. Als sie dem Opfer das Geld abgenommen hatten, verjubelten sie es in wenigen Tagen bei Nichtstun, Wein und Mer und in Gesellschaft von Dirnen. Wie verabscheuenswert und — bedauernswert zugleich stnd doch diese beiden, die doch auch Menschen sind wie wir, die Mütter haben, wie wir. Sollten sie, diese Armen, nichts, aber auch gar nichts auf ihren Lebensweg mitbekommen haben, was sie würdig des Lebens unter anderen Menschen macht? Was in diesen Frankfurter Gerichtstagen außer der grausen Tat der Mörder empören mußte, das war, wie zuverlässige Berichte feststellen, die Ausartung der öffent- lidjen Gerichtsverhandlung zu einem Spektakel stück gesellschaftlicher Sensation. Mußte doch der Präsident die Damen, die sich mit Operngläsern bewaffnet hatten, zur Anständigkeit ermahnen. Was müssen das wohl für „Damen" gewesen sein! Ist überhaupt diese Oeffentlichkeit nicht eine Farce auf den Ernst und die Würde einer Gerichtsverhandlung? Unseres Erachtens paßt diese Oeffentlichkeit nicht in den Rahmen einer ernsten, bedeutungsvollen Gerichtssitzung. Wer ist denn das Publikum in solchen Verhandlungen? Zunächst das Gros der „Kriminalstudenten", das heißt solche, die aus den Verhandlungen lernen wollen, wie man es in Zukunft machen muß, um nicht erwischt zu werden! Dann kommen die Bummler und Nichtstuer, die Pflastertreter und Tagediebe und die ewig gelangweilten Damen der „Gesellschaft". Alle solche Verhandlungen, so meint sehr richtig der „Rh. C", müßten im Rahmen der bedingten Oeffentlichkeit vor sich gehen. Zuzulassen ist eo ipso die Presse, damit ist der öffentliche Charakter der Verhandlung überhaupt gewahrt. Ferner ist zugelassen eine beschränkte Anzahl von Besuchern auf Karten, um welche bei den Vorständen des Gerichts persönlich einzukommen ist, damit Der Zuschouerraum gesäubert wird von Kriminalstudenten, Dirnen, Zuhältern und den feineren Nummern gewerbsmäßiger Schande, die man mit liebevollem Versenken in individuelle Eigenart „Kontrollmädchen" nennt. Die schrankenlose Oeffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen wird nicht selten Veranlassung zu neuen Verbrechen. Daß die Oeffentlichkeit als solche aufrecht erhalten bleiben soll, ist selbstverständlich, aber man sollte sie auf eine Form bringen, die den groben Mißbrauch mit ihr durch die sittlich und gesellschaftlich Minderwertigen ausschließt. * Tie „Frkf. Ztg." meint nicht mit Unrecht, daß die Schlußbemerkung des Vorsitzenden besser unterblieben wäre. Gr legte den Angeklagten ans Herz, nicht etwa darauf zu bauen, daß eine Revision erfolgreich sei oder eine Begnadigung zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe eintreten werde: er sagte: „Schließen Sie Ihre Rechnung auf Erden ab, bereuen Sie!" Der Vorsitzende hat vielleicht damit nur bemerken wollen: Man weiß nicht, wie es kommt, bereut aber unter allen Umständen! Die Form, in die er seine — übrigens unnötige — Mahnung kleidete, war nicht die richtige. Menn die Angeklagten bei ihrem Gemütszustand überhaupt in der Lage waren, jene Worte richtig zu verstehen und zu erfassen — es kommt dazu der etwas drohende Ton —, so mußten sie unbedingt daraus entnehmen, daß sie auf Begnadigung unter keinen U'm ständen rechnen dürfen. Wenn diese Absicht vorlag, so ist sie unbedingt von der Hand zu weisen. Sie bedeutet nicht weniger als eine Verschärfung der Todesstrafe. Die Möglichkeit der Begnadigung liegt immer vor; sie ist der Strohhalm, an den sich der mit dem Tode Ringende klammert. Was die Revision selbst betrifft, so ist es sehr wahrscheinlich, daß sie von Groß, der schon seinen Verteidiger um eine Unterredung ersuchte, eingelegt wird. Beide Verteidiger werden sich zur Rücksprache mit den Verurteilten noch im Laufe dieser Woche nach Preungesheim begeben. Im allgemeinen vergeht längere Zeit "bis zur Entscheidung von Revisionsangelegenheiten. Bei Todesurteilen aber wird das Verfahren beschleunigt und in drei bis vier Wochen erledigt. Der Krieg zwischen Japan und Nußland. Zwei japanische Schiffe bei Port Arthur untergegangen! Gestern trafen im Laufe des Nachmittags folgende Telegramme ein: Tschifu, 19. Mai. Einige Russen, die von Dalny kommen, berichten, am Montag seien ein japanisches Panzerschiff und ein Kreuzer auf der Höhe von Port Arthur aus eine Mine aufgelaufen und gesunken. Man mißt dieser Meldung hier wenig Glauben bei. London, 19. Mai. Das Reutersche Bureau meldet aus Tschifu: Nach Aussagen von hier eingetroffenen Russen waren die japanischen Kriegsschiffe, die angeblich am Montag untergegangen sind, das Linienschiff „S ch i k i s ch i m a" und der große Kreuzer „Asama". Ter Untergang fand während der Beschießung von Port Arthur statt. Tie „Schikischima" soll innerhalb Mei Minuten gesunken sein, die „Asama" dagegen, als sie fortbugsiert werden sollte. Die Russen behaupten, diese Informationen von dem kommandierenden Offizier von Dalnv erhalten zu haben. Russische Torpedoboote gingen aus dem Hafen von Port Arthur, zogen sich aber nach dem Eintreffen japanischer Verstärkungen wieder zurück. Die Hafeneinfahrt war vollkommen versperrt, ist aber jetzt, nachdem ein von den Japanern versenkter Dampfer entfernt worden ist, wieder frei, aber immer noch gefährlich zu passieren. Die Verbindung nördlich von Dalnv ist völlig abgeschnitten. London, 19. Mai. Das Reutersche Bureau meldet aus Tschifu, daß nach den Berichten der dort eingetroffenen Russen aus Dalny an den russischen Konsul keine Zeit übrig war, die Mannschaften des Linienschiffes „Schikischima" zu retten. Das andere Kriegsschiff, das auf eine Mine stieß, sei nicht der große Kreuzer „Asama", sondern das Linienschiff „Fuji". Am späten Abend erhielten wir dann folgendes offiziöse japanische Telegramm: Tokio, 19. Mai. Admiral Togo meldet, daß während dichten Nebels am 15. Mai in der Nähe von Port Arthur der russische Kreuzer „Kasnga" den japanischen Kreuzer „Y o sh in o" anrannte. Letzterer sank in wenigen Minuten. Nur 90 Mann der Besatzung sind gerettet worden. An demselben Tage stieh der japanische Panzer „Hatsu's'e" auf eine unterseeische russische Mine und sank. 300 Mann des Panzers sind von Torpedobooten gerettet worden. Der Panzer „H a t s u s e" ist auf der Werst in Elswick gebaut, und im Jahre 1899 vom Stapel gelassen. Sein Tonnengehalt betrug 15 000. Tie Armierung bestand aus 50 Geschützen. Er zählte zu den größten Panzerschiffen der japanischen Marine, lief 19,11 Knoten in der Stunde und übertraf an Schnelligkeit alle übrigen seiner Klasse. Das andere gesunkene Schiff „Poshino" ist ein geschützter Kreuzer, der ebenfalls in Elswick erbaut ist, und 1892 vom Stapel lief. Seine Wasserverdrängung betrug nur 4,180 Tonnen. Armiert war er mit 35 Geschützen und lief 23 Knoten. Tokio, 19. Mai. (Reuter.) Zum Untergang des Panzerschiffes „Hatsuse" berichtet Admiral Togo, dasselbe sei auf eine Mine gestoßen, zehn Knoten südöstlich vom Eingang des Hafens von Port Arthur, als es in der hohen See von Port Arthur kreuzte, um die Landung der Jpaaner zu decken. Ter Banzer signalisierte um Hilfe, lief aber alsbald auf eine zweite Mine und sank innerhalb einer halben Stunde. London, 19. Mai. Der „Daily Expreß" wird aus privater Quelle mitgeteilt, daß Kontreadmiral Nas- hi w a mit dem vor Port Arthur gesunkenen Panzerschiff „Hatsuse" unter:gegangen ist. — Der „Standard" und der „Daily Telegraph" melden dagegen aus Tokio, daß N a s h i w a mit den 300 Mann der Besatzung des Panzers Hatsuse gerettet sei. Kaiping von deu Japanern beseht. London, 20. Mai. „Daily Sefegrapty' meldet aus Tokio: Nach dort ein gegangenen Nachrichten hätten die Japaner Kaiping, 30 Merlen südlich von Niutschwang, am 16. Mai besetzt. Die Russen hätten sich zurückgezogen. — Wie der „Standard" mis Tientsin meldet, wäre der Besetzung von Kaiping ein heftiges Gefecht vorausgegangen, bei dem die Russen gegen 2000 ManU verloren hätten. Niutschwang. Niutschwang, 18. Mai, Mitternacht. (Reuter.) Ein hier eingetroffener Bote berichtet, eine japanische Flotte sei heute abend vom Turmhügel zehn Meilen nördlich von Kai ts ch o u gesichtet. Die Beschießung am Montag erstreckte sich über 25 Meilen an der Küstenl'nie. (Sine japanische Truppenabteilung marschierte einige Meilen ins Innere und zerstörte auf der Strecke vier Meilen Eisenbahn und anderes Eigentum. Wagen und Tiere wurden den eingeborenen Begleitern zurückgegeben. Sodann schiffte sich die Truppe wieder ein. Die japanische Flotte verließ die Gegend. Man glaubt, daß die Landung lediglich den Zweck hatte, Bewegungen anderswo zu berber gen. Ein Regiment russischer Infanterie kehrte heute nachmittag nach Niutschwang zurück. Nach einer vorliegenden Meldung würde die russische Artillerie morgen zurückkehren. Einige Offiziere kehrten wenige Stunden, nachdem sie Abschied genommen hatten, zurück. Das Kanonenboot „Siwutsch" ist wieder in Stand gesetzt. London, 19. Mai. Die „Daily Expreß" meldet aus Weihaiwei, das britische Kriegsschiff „Gspiegle" sei von dort nach Niutschwang geschickt worden, das von den Japanern besetzt wurde. Der Vormarsch der Japaner laßt nach! Mukden, 19. Mai. Im Vormarsch der Japaner» namentlich vom Süden, trat ein augenblickliches Nachlassen ein. Nach Meinung der Offiziere handelt es sich sogar um eine z eitw eilige Rückwärtsbewegung von den Stellungen, welche infolge der letzten, anscheinend am 17. Mai beendeten Kämpfe eingenommen worden waren. Den Russen ging die Nachricht zu, daß die Japaner sich 14 Meilen von der Stellung in Kaitschou zurückzogen. Mukden, 19. Mai. (Russ. Telegr.-Ag.) Nach den letzten Mitteilungen trat irn Vormarsch der japanischen Truppen eine Stockung ein. Mehrere Abteilungen der V o 7> Hut sind zurückgegangen. Offenbar konzentrieren sich die Haupt st reitkräfte des Feindes zwischen Föngwangtschöng und dem Jalu. In Port Arthur herrscht Ruhe. Petersburg, 19. Mai. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin berichtet, daß Takuschan von den Japanern geräumt wurde. 600 Japaner befinden sich in Louamao und 300 Mann Kavallerie bei Salitsasipudza. Die Japaner ziehen ihre Streitkräfte nach Fönawantschön zusammen und errichten Feldverschanzungen. Kleine Abteilungen befinden sich ht Tayangho und Salitsasipudza. Auch in Sujan sind japanische Abteilungen 6 em er ft worden. Petersburg, 19. Mai. Der russische Kriegskorrespondent Nemirowitsch Tantschenko telegraphiert aus Liaoyang: Dem Adjutanten des Generals Stössel, Leutnant Mazewski, gelang es, mit 12 Kosaken sich durch die japanischen Linien von Port Arthur bis Liaujang durchzuschlagen und General Kuropatkin wichtige Nachrichten zu überbringen. Die japanische Flotte liegt 12 Kilometer von Port Arthur und feuert täglich einige zwecklose Schüsse gegen die Festung ab. Tokio, 19. Mai. 30000 Mann sind diese Woche zur Verstärkung der 2. Armee in Liautung aus Japan abgegangen. Die 3. Armee ist mitten in der Mobilisation begriffen. Die japanische Regierung mietet jetzt alle verfügbaren Dampfer, auch neine, für die Truppen-Trausporte. Tie 3. Armee ist wahrscheinlich nach Niutschwang bestimmt. Paris, 19. Mai. Im russischen Generalstabe schätzt man bit gegenwärtig hinter dem Taitseho-Fluß, an welchem Liaujang liegt, zur Verfügung stehenden russischen Truppen auf 130 000 Mann und hält es für durchaus möglich, daß Kuropatkin die zwei zusammen 90 000 Mann starken japanischen Armeen, welche seine Front bedrohen, erfolgreich bekämpfen kann. Ein Eisenbahnunglück bei Mukden. Paris, 19. Mai. Wie aus Petersburg gemeldet wird, entgleiste infolge Bodenaufweichung ein Militär- zug nördlich von Mukden. Das Unglück forderte 3 0 Opfer. Das Bahnpersonal wurde angewiesen, die Geschwindigkeit von 10 Km. in der Stunde nicht zu überschreiten. Scharmützel. Tokio, 19. Mai. (Reuter.) Privatnachrichten zufolge sanden kleine Scharmützel südlich von Ki ntschou auf der Halbinsel Liautung statt. Die Linie der Japaner breitet sich von Tschitschatan nach Thulitschan über die Hügelkette nördlich von Kintschou aus, welche die Stadt be- herrschI. Die Verluste am Jalu. Tokio, 19. Mai. Eine amtliche Meldung des Generals Kuroki berichtet: Die genaue Zahl der Verluste in der Schlacht am Jalu ist: japancscherseits tot 318 Mann, darunter fünf Offiziere; verwundet 783, darunter 33 Offiziere 1363 ge f allene Russen wurden von den Japanern beerdigt, 613 Russen wurden gefangen. Erbeutet wurden 21 dreizöllige Schnellfeuergeschütze, acht Schnellfeuermaschinengewehre, 1021 Gewehre, 63 Pferde, große Mengen von Munition, Kleidungsstücken und Zelten. Auch in Föngwangtschöng wurden Munitionsvorräte, Uniformen und Lebensmittel erbeutet. Korea. Söul, 19. Mai. Die koreanische Regierung hat alle Verträge mit Konzessionen für Rußland für u n g i l t i g erklärt. Shanghai, 19. Mai. (Havas.) Kosaken zerstörten die Brücke bei Andschu, schnitten die Telegraphen nördlich Don Pjöngjang ab. Die Japaner schicken Verstärkungen nach dem Norden Koreas, um die Verbindungen zwischen ihren Armeen und dem Generalstab heri aufteilen. Es ist wahrscheinlich, das! die russischen Truppen in der Gegend von Gensan ziemlich zahlreich sind. Panik in Wladiwostok. London, 19. Mai. Nach Meldungen aus Tokio herrscht in Wladiwostok Panik vor dem Heraunahen der Japaner. Ter Kommandant befall sämtlichen Bewohnern, sich jenseits des Amur zurüstznziehen. Tie Chinesen haben die Japaner aus das herzlichste in Föngwaugtschöng begrüßt und versorgten sie freiwillig mit Vorräten und Transportkarren. Petersburg, 19. Mai. Bei Suret Furuholm in der Nähe von Wladiwostok wurde am 17. d. M. Geschützdonner gehört. Friedensgerüchte. Petersburg, 19. Mai. Dem Kriegsministerium nahestehende Blätter bezeichnen die im Auslande neuerdings auftauchenden Gerüchte von Fried.msrerhandlungen für absurd. Japan werde nach dem Eintreffen der Verstärkungen aus Rußland und nach der Ankunft der zweiten russischen Flotte im Stillen Ozean sicher besiegt. Cs werde es dann teuer bezahlen müssen, daß es Rußlands Loyalität und Friedensliebe mißbraucht habe. Die wirtschaftlichen Folgen. Leipzig, 17. Mai. Im deutsch-russischen Verein sprach 6er Offenbacher Handelskammer-Syndikus Schloß- macher über die voraussichtlichen wirtschaftlichen Folgen des russisch-japanischen Krieges für Deutschland. Er führte aus, für die Bedeutung dessen, was für Deutschlands Volkswirtschaft dabei auf dem Spiele stehe, habe die zu Beginn des Krieges ausgebrochene Börsenpanik beredtes Zeugnis abgelegt. Unmittelbare schwerwiegende Folgen und ^Nachwirkungen von unübersehbarer Tragweite würden unausbleiblich sein. Bei dem lebhaften Geschäftsverkehr Deutschlands mit Ostasien, der in einem außerordentlich großen Anteil am Welthandel jener Wirtschaftsgebiete, in einer in steigender Entwicklung begriffen gewesenen deutschen See- und Küsteuschiffahrt in jenen Gewässern, in einer starken Beteiligung deutschen Kapitals und deutscher produktiver Kräfte in dem Wirtschaftsleben der in Betracht kommenden Länder seinen Ausdruck finde, werde Deutsch land besonders in Mitleidenschaft gezog en werden von der Schwächung der Kaufkr ast und dem hemmenden Einfluß auf die wirtschaftliche Entwickelung, welche iencr ungeheure Werte vernichtende, Kapitalien verschlingende und sie der produktiven Betätigung entziehende Krieg mit sich bringt. Von sachkundiger Seite sei die Dauer des Krieges auf etwa 6 Monate prophezeit und dafür ein Kostenaufwand von einer Milliarde für Rußland und etwa 600 Millionen für Japan ausgerechnet worden. Was das bedeute, könne man ermessen, wenn man sich vergegenwärtige, daß Rußland bei einem Budget von fast fünf Milliarden eine Schuldenlast von über 15 Milliarden und Japan bei einem Budget von ca. fünf Millionen eine Schuldenlast von ca. 1500 Millionen habe Trotz aller Versuche, sich mit Kriegs- fteuern zu helfen, trotz alles Kredits, den Japan etwa noch bei England und Amerika und Rußland noch bei Frankreich und Deutschland finden werde, sei doch eine solche Zerrüttung der beiderseitigen Finanzen zu erwarten, daß ein Rückgreifen auf die P a p i e r w i r t s ch a f t in beiden Ländern, die erst neuerdings ihre Währung auf dem Goldfuß geordnet hätten, erfolge. Für die großen wirtschaftlichen Interessen Deutschlands — der Güterverkehr allein ist auf rund 300 Millionen Mark zu berechnen — sei es, was den Ausgang des Krieges an- lange, wünschenswert, daß an dem territorialen status quo nichts geändert werde. Nur dadurch werde es'Teutschland möglich werden, die nachteiligen Wirkungen des Krieges für seine Volkswirtschaft bald zu überwinden und Rußland zu helfen, die Wunden des Krieges zu heilen, und sich wieder zur Erfüllung seiner weltgeschichtlichen Aufgabe aufzuraffen. Deutsches Keich. Berlin, 19. Mai. Der Kaiser und die K a i s e r i n unternahmen heute einen Spazierritt in die. Gegend von Barnim. Um 2 Uhr fand Bei dem Kaiserpaar anläßlich des Geburtstages des Kaisers von Rußland eine Frühstückstafel statt. Im Verlaufe des Mahles trankderKaiser auf dasWohl des Kaisers von Rußland. — Wie dem „B. T." aus Rom gemeldet wird, wird dort von unterrichteter Seite die Nachricht aufrecht erhalten, daß der Besuch des Königs Viktor Emanuel beim Kaiser Wilhelm in Potsdam in den letzten Tagen des A u g u st nun doch statt- finden wird, da zur selben Zeit die Herbstmanöver beginnen, denen der König auf Einladung des Kaisers beiwohnen wird. — Das erste Exemplar der n e u e n R a n g l i st e für 1904 ist heute dem Kaiser überreicht worden. Es ist ein Band aus rotem Saffianleder mit reicher Silberfassung und Silberschnitt. — Die geschiedene GroßherzoginViktoriaMelitta hat aus die ihr seit der Ehescheidung gezahlte jährliche Apanage verzichtet. Aus diesem Anlaß tauchen wieder Gerüchte von einer bevorstehenden Verlobung der Großherzogin mit dem Großfürsten Cyrill auf, der bekannttich bei dem Untergang des „Pettopaw- lowsk" verletzt wurde und sich zurzeit in Petersburg befindet. — Dr. Diedrich Dahn, Direktor des Bundes der Landwirte, hat im Wahlkreise Frankfurt-Lebus folgenden Ausruf erlassen: Hiermit fordere ich aus Grund der Resolution der Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte vom 6. Mai d. I. alle Bundesmitglieder im Wahlkreise Frank- surt-Lebus nachdrücklichst auf, bei der Stichwahl am 20. Mai dem nunmehrigen alleinigen Kandidaten der Ordnungsparteien, Herrn Rechtsanwalt Bassermann, Mann für Mann ihre Stimme zu geben. — Die heute nacht 2 Uhr beendeten Beratungen der vom deutschen Handelstage einberufenen Konferenz zwischen Vertretern des deutsch-niederländischen und des russisch-rumänisch- bulgarischen Getteidehandels führten zur endgiltigen Feststellung des deutsch-niederländischen Vertrags für Teilladungen vom Schwarzen Meere, vom Asowschen Meere und von der Donau. Karlsruhe, 19. Mai. In der zweiten Kammer erklärte bei Beratung des Wahlresormgesetzes der Minister des Innern, Dr. Schenkel, er gebe zu, daß die Tage des indirekten Wahlrechtes gezählt seien. Die Regierung müsse aber daran festhalten, daß gegen das Uebergewicht des direkten Wahlrechtes Vorkehrungen getroffen werden müßten, die man suchen müsse, in einer Verstärkung der Zahl der Mit- Mitglieder der ersten Kammer, wie auch in der Berechtigung derselben, in der Frage des Budgetrechtes und jedes Finanzgesetzes, ein materielles Mitbestimmungsrecht zu haben. Die erste Kammer rücke damit in die Stelle eines Senates, gegenüber dem Abgeordnetenhause, wie , ein solcher auch in anderen Staaten bestehe. Die Regierung sei ober geneigt, in der Frage des Durch- zählungsverfahrens oer beiden Kammern mit sich reden zu lassen. Er hoffe, daß die zweite Kammer mit der Regierung wie mit der ersten Kammer tm Verlaufe der weiteren Stadien ein Ueber- einkommen erzielen werde. Bei gegenseitigem Nachgeben hoffe er, daß das Wahlwerk noch zu stände kommen werde. Straßburg, 19. Mai. Hier wurde der 22jährige Sohn des früheren Reichstagsabg. T e u t s ch, welch letzterer 1874 die bekannte Protestnote verlas, ausgewiesen und über die Grenze gebracht, da er sich ohne Erlaubnis in den Reichslanden aufhielt. Kouvernementssragen in Aeutlch-Südrvcstafrilra. Unter den vielen Vorschlägen zur Neugestaltung der Verwaltung in unserem südwestafrikanischen Schutzgebiete Irtte b sonders der, welcher die T r e n n n n g der Zivil- von den Militärbehörden fordert, Beachtung gefunden. An die Spitze der Kolonie sollte ein Gouverneur treten, welcher mit den dortigen Verhältnissen vertraut ist wnd als Verwaltungsbeamter tätig war.. Diesem würden dann zwei Dezernenten, einer für militärische und einer für BerwaltungsangelLgenheiten, zur Seite stehen. Gegenwärtig besteht diese Trennung als Re^el bekanntlich nicht und Oberst Leutwein vereint wenn man von dem zeitweiligen Oberkommando, des Generalleutnants v. Trotha absieht — alle Befugnisse in, seiner Person. Wie nun aus kolonialen Kreisen mit» geteilt wird, glaubt man nicht, daß dem erwähnten Vorschläge an h ö ch st e r S t e l l e eine Berücksichtigung zuteil werden wird. Für diese Annahme spricht der Umstand, daß oer Kaiser im Gegensatz zu den Vorschlägen des Kolonialdirektors, der für Oberst Leutwein eintrat, persönlich die Ernennung des Generalleutnants v. Trotha zum Oberkommandierenden der südwestafrikanischen Truppen befahl. Außerdem soll sich der Monarch nicht im Sinne einer späteren Besetzung des Gouvernements durch einen Zivilgouverneur bereits geäußert haben. Man hält daher U eberrasch ungen bei der Ernennung eines neuen Gouverneurs, der den Obersten Leutwein, wenn dieser zum General befördert wird, ablöst, für recht wahrscheinlich. Als sicher kann man es wohl betrachten, daß General v. Trotha, der seinem Range nach nicht in die Stellung eines Gouverneurs für Südwestafrika passen würde, für den Posten n i ch t in Betracht kommt. Es^ ist aber sehr leicht möglich, daß der Kaiser z. B. einem der Stabsoffiziere, die in der Kolonie tätig sein werden, später das Gouvernement überträgt, das vorläufig noch Oberst Leutwein inne hat. ♦ Berlin, 19. Mai. Die Kolonne Zülow erreichte gestern Okowakuatijwe. Tie 12. Kompagnie säubert die Gegend um Okornbahe. Heute abend fuhr nach Hamburg ein von Major v. Redern geführter Verstärkungstransport für Südwestasrika ab, der aus Feldverwaltungsbehörden und Etappenkommandos besteht und ungefähr 75 Offiziere und 500 Mann zählt. Zur Verabschiedung waren erschienen, der Kronprinz, die Generalobersten v. Hahnke und v. Schliessen, sowie das Offizierkorps des zweiten Garderegiments. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. Mai 1904. * * 25 jähriges Professors ubiluäm. Am Dienstag, den 17. ds. Mts., fand im Reuen Saalbau der vom Klinikerverein zu Ehren des Geheimrats Pros. Dr. Riegel veranstaltete Fe st komme rs statt, zu welchem sich außer den Mitgliedern des Kliniker-Vereins S. Magnific. der Rektor der Landesuniversität, die Dekane der juristischen und medizinischen Fakultät, zahlreiche Professoren, Dozenten und Assistenten der medizinischen Institute sowie viele Aerzte aus Gießen und Umgebung, die früher Schüler des Jubilars gewesen waren, eingefunden hatten. Der dz. Vorsitzende des Klinikervereins, cand. med. A. Baumann, eröffnete den Kommers mit einem Salamander auf S. Maj. den Kaiser und S. Kgl. Hoheit den Großherzog, um sodann in ziemender Rede der Verdienste des Jubilars um die Ausbildung und Förderung der medizinischen Jugend und seines dieser allezeit bewiesenen Wohlwollens zu gedenken. Mit einem donnernden Salamander auf den Jubilar schloß die Rede. Geh. Rat Riegel dankte mit bewegten Worten und gab insbesondere seiner Freude darüber Ausdruck, daß das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern in der medizinischen Fakultät ein so überaus herzliches sei. Seiner mit einem begeisterten Beifallssturm aufgenommenen Rede folgte eine Ansprache des Rektors, welcher gleichfalls hervorhob, wie außerordentlich innig die Beziehungen seien, die gerade an der Landes-Universität Lehrende und Lernende mit einander verknüpften. Der Rektor, Prof. Dr. Brauns, gedachte ferner der Bedeutung des Tages, der für den Jubilar einer silbernen Hochzeit mit der Almamater vergleichbar sei und brachte ein Hoch auf die Gattin des Jubilars aus, die auf der Galerie dem Kommerse beiwohnte. Damit schloß der offizielle Teil, und in feuchtfröhlicher Fidelitas blieben die Teilnehmer des Kommerses noch bis zum grauenden Morgen beisammen. "Zum Submissionswesen in Hessen. Als einen sehr erfreulichen Fortschritt in der Umgestaltung des Submissionswesens ist die in den letzten Tagen erfolgte Bekanntmachung des Großh. Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, zu betrachten, in welcher die Handwerksmeister aufgefordert werden, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staat- lichen Gebäuden zu melden. Es handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für welche mit Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach Einlauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu eingeführten Verfahrens zu festen Preisen nach Maßgabe der nach Benehmen mit 23er» tretern des Handwerks amtlich festgestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Gebäudelosen. Die Bedingungen für die Bewerbung um diese Unterhaltungsarbeiten, ein Verzeichnis der Gebäude der laufenden Unterhaltung der betr. Amtsbezirke mit ihrer Einteilung in Gebäudelose, die Preisverzeichnisse nebst den diesen beigegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen von dem von den Großh. Hochbauämtern bekannt zu gebenden Zeitpunkt an bei den genannten Behörden während der Dienststunden zur Einsicht offen. Rach Prüfung der Meldungen wird unter Mitwirkung einiger der bei der Aufstellung der Preisverzeichnisse tätig gewesenen Vertrauensmänner (von der Handwerkskammer vorgeschlagene Handwerksmeister) eine Auslosung vorgenommen, welche die Reihenfolge feststellt, wonach die Vergebung der betreffenden Gebäudelose an die Bewerber in den einzelnen Etatsjahren zu erfolgen hat. Diese Reihenfolge wird den Bewerbern bei der Zuschlagserteilung mitgeteilt werden. Es muß lobend anerkannt werden, daß die hessische Regierung in dieser Sache einen großen Schritt vorwärts im Jntereffe des Handwerks tut, denn die Vergebung dieser Unterhaltungsarbeiten zu festen Preisen, welche unter Mitwirkung von Handwerksmeistern festgestellt wurden, wie auch die Vergebung der Reihenfolge nach an die sich dafür interessierenden Meister bedeutet ein großes Entgegenkommen an den Handwerkerstand. * * Die Ehrenpreise zum Sängerwettstreit, darunter der von S. K. H. dem Großherzog gestiftete Pokal, sind in der Kunsthandlung von Hirz, Seltersweg, ausgestellt. * * Von der gescheiten Fraa von Herchen- hain erzählt uns zu den gestern mitgeteilten Anekdoten ein L-ehrer noch folgende Vorgeschichte: Bor der erwähnten Begebenheit hört die Fraa ein furchtbares Geschrei ihrer Hühner auf dem Hofe. Wie sie hinauskommt, sieht sie gerade, wie der Habsch mit einem Huhn, in den Fängen abstreicht, wobei das Huhn fürchterlich schreit. „Ei dou dumm Oos", sagt da die.Fraa, „was kreischst de dann so, er läßt Dich jo net falte". g. £)rtenberg, 19. Mai. Se. Erlaucht der Graf Kuno von Stolberg-Roßla traf heute nebst Gemahlin zu einem dreiwöchigen Aufenthalt auf hiesigem Schlöffe hier ein. )( Ober-Bessingen, 19. Mai. Nunmehr ist auch das zweite Opfer der Bluttat auf der Horstenburg, der Obersteiger und Gastwirt Schmidt den erhaltenen gräßlichen Verletzungen erlegen. Der Täter Brück hat seinem Leben Lmrch Ertränken ein Ende gemacht. Brück hinterläßt eine Frau und ein unmündiges Kind. (!) Ober-Bessingen, 19. Mai. Der Besitzer der „Horstenburg*, A. Schmidt, ist heute nacht infolge der erhaltenen schweren Verletzungen gestorben. Br. Alsfeld, 19. Mai. Gestern beendigte die hiesige Kaufmännische Fortbildungsschule das 5. Unter- richtsjahr mit einer öffentlichen Schlußprüfung. Im Auftrage der Großh. Handelskammer Gießen wohnten die Herren Syndikus Dr. Knipp er und Hauptlehrer Knau ß-Gießen der Prüfung bei. Das neue Schuljahr nimmt am 7. Juni seinen Anfang. g. Büdingen, 18. Mai. Heute hielt der Tierschutzverein für das Großherzogtum Hessen im hiesigen Rathaus- saale seine diesjährige Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Ministerialrats Eisenhuth ab. Die Versammlung war gut besucht. Es waren u. a. anwesend Prooinzialdirektor Dr. Breidert-Gießen, Kreisrat Boeckmann hier. Dem Vortrag des Lehramtsassessors Schad hier über „Regenwurm und Maulwurfe folgten die Anwesenden mit sichtlichem Interesse. Frankfurt a. M., 18. Mai. Der Seniorchef der Weltfirma Philipp Holtzmann u. Cie., G. m. b. H., Baurat Philipp Holtzmann, ist in Oberursel, 67 Jahre alt, gestorben. Deutschland verliert in ihm einen Jn- dustrieUen, der deutschen Gewerbesleiß, deutsche Jngenieur- kunst und deutsche Tatkraft in aller Mlt bekannt gemacht hat. Holtzmann war in Sprendlingen geboren, besuchte die Darmstädter Gewerbeschule und später das Karlsruher Polytechnikum. Der Aufschwung des Eisenbahnwesens in den 1860er Jahren brachte auch seinem väterlichen Geschäft, in das er ein trat, eine ungeahnte Entfaltung. Neben Brückenbauten in Frankfurt a. M., dem Städelschen Institut und dem Opernhaus, unternahm die Firma u. a. große Brücken- und Eisenbahnbauten in der Schweiz, Kaibauten in Zürich, den Nordostseekanal, die Wfeichselkorrektion, den Elbe-Trave-Kanal, Dock- und Werftbauten in Kiel und Wilhelmshaven und die Anatolischen Bahnen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Griedel herrscht unter der Jugend seit mehreren Tagen Diphtheritis; die Krankheit ist bisher ohne Todesfälle verlaufen.— In Nieder-Seemen feierte am 13. und 14. Mai Lehrer Bergauer fein 25jähriges Jubiläum. — Aus Darmstadt wird der „Frkf. 3tg/ geschrieben: Der Hessische Goethe-Bund veranstaltete heute zum Gedächtnis Lenbachs eine stimmungsvolle Feier. Oberlehrer Werner aus Bensheim entwarf ein anschauliches Bild vom Leben und Schaffen des Künstlers. vermischte». * Hanau, 19. Mai. Großen Diebstählen ist man in dem Warenhaus Wronker hier auf die Spur gekommen, welche die Verhaftung der 33 jährigen Verkäuferin Siebter zur Folge hatten. * Weidenau b. Siegen, 19. Mai. Gestern wurde hier der Bäcker Hesse verhaftet, welcher an einem 11 jährigen Mädchen einen L u st m o r d verübt hatte. Die Leiche hielt er in fernem Schrank in seinem Zimmer versteckt. * Staßfurt, 19. Mai. Im Salzbergwerk „Agathe" erstickten zwei Bergleute infolge Einatmung von Gasen. Zwei andere, die zur Hilfeleistung herbeieilten, wurden betäubt und wieder zum Bewußtsein zurückgerufen. * Wien, 19. Mai. Fritz Odelga, der Sohn des Wiener Bandagisten Odelga, der am Sonntag einen Ausflug auf die Rax-Alpe unternommen hatte, wird seitdem vermißt und wurde heute morgen unterhalb des Bismarcksteges aufgefunden. 4 Prag, 19. Mai. Blättermeldungen zufolge wurde der bei der östreichischen Armee kommandierte japanische Ober» leutnantBaron EitereNambu aus Tokio beim Spaziergang am Belvedere tätlich insultiert. Nach den Schuldigen wird gerichtlich gefahndet. * Budapest, 19. Mai. Trotz des Widerspruchs der öffentlichen Meinung haben die Behörden die Abhaltung von Stierkämpfen in Budapest für Anfang nächsten Monats gestattet. * Lemberg, 19. Mai. In Delatyn (Galiziens sind 200 Häuser abgebrannt; 500 Personen sind obdachlos. * Hongkong, 19. Mai. Im Lager der Auswanderer für Transvaal kam ein Pestfall mit tödlichem Ausgange vor. * Das großeLos der pr eu ß i schen Kl a ss en lo tte- rie ist der „Hartung'schen Ztg." zufolge nach Königsberg gefallen. Die Gewinner sind durchweg kleine Leute. Die verstorbene Berliner Bühnenkünstlerin Jenny Groß hinterließ ein Vermögen von l1/» Millionen Mark. (Ihre „Kunst" bestand übrigens in erster Linie darin, in prunkvollen Toiletten zu brillieren. Kaufte s i e doch manches bühnenwirksame Theaterstück, in dem sie den Glanz ihrer Kostüme zeigen konnte, für das Berliner Lessingtheater, an dem sie wirkte, an. Sie verhinderte kraft ihres freundevollen Reichtums manche wirklich talentvolle Künstlerin am Ausstiege. D. Red. des „Gieß Anz.") * Zu der Konitzer Mordsache hatten unlängst einige recht unzuverlässige Blätter wie die „Dtsch. Warte" überraschende Nachrichten gebracht. Der „Hann. Cour." hatte ihre Richtigkeit sofort angezweifelt und wir hatten aus verschiedenen Gründen keine Notiz davon genommen. Jetzt schreiben die „Neuen Westpr. Mittlgn.": Wie wir aus ganz zuverlässiger Quelle hören, ent halten die neuerdings gebrachten Mitteilungen über die Konitzer Mordsache neben einzelnem Zutreffenden sehr viel unrichtiges und unerwiesenes. Von der zuständigen Behörde wird die Veröffentlichung dieser Mitteilungen im Interesse der Erforschung des Sachverhaltes tief beklagt. Ob die neuerdings eingeleiteten Ermittelungen irgendwelches Licht in die bisher dunkle Sache bringen werden, läßt sich noch gar nicht übersehen. * Der falsche Thronfolger. Eine mysteriöse Geschichte hat an Bord eines Hamburger Schiffes gespielt Der östreichische Thronfolger Erzherzog Franz ürtr» dinand sollte, wie wir kürzlich meldeten, das Opfer eines recht unangenehmen Mißverständnisses geworden sein. Der Erzherzog, welcher angeblich inkognito in Hamburg weilte, stand im Begriffe, mit einem deutschen Schiffe nach England zu reifen. Als er das Schiff besteigen wollte, wurde er jedoch von einem Kriminal- beamten angehalten, der der Meinung war, es mit einem gesuchten Defraudanten zu tun zu haben. Der Überzog Härte den eifrigen Kriminalbeamten auf und sagte: „Ich bin der Thronfolger von Oesterreich". Der Kriminalbeamte meinte: „Das könne jeder sagen." Als sich endlich der Sachverhalt aut- geflärt hatte, schüttelte der Thronfolger dem Beamten die Hand und entließ den entsetzten Polizisten mit huldvollen Worten. Der Erzherzog lebt aber schon seit Wochen mit ferner Gemahlin auf Schloß Konopischt in Böhmen und hat sich von dort überhaupt nicht entfernt. Wahrscheinlich hat sich also ein wirklicher Defraudant dadurch, daß er sich für den Erzherzog ausgab, der Verhaftung zu entziehen gewußt. „ _ . * Ein „Antipoussier-Verein" von Stuben, tinnen. Einen eigenartigen Verein haben, rote aus Newyork berichtet wird, eine Anzahl Studentinnen von der Cornell-Universität, die es mit der Wissenschaft anscheinend ernst nehmen wollen, gegründet. Er führt den schönen Namen ,,anti-spooning societh". Das „Spoon" bedeutet für den englischen oder amerikanischen Studenten dasselbe wie für den unseren das „Poussieren"; der Ausdruck ist nicht edler und die Sache nicht besser. Der Name des Studentinnenvereins besagt also genug zu seiner Kennzeichnung. Die neue Einrichtung richtet sich gegen die Cornell-Studenten, die in ihren Aufmerksamkeiten gegen die Studentinnen zu weit gingen. Es wurde eine Strafliste für Übertretung der Vereinsstatuten ausgestellt, und das einkommende Geld wird einem Katzen heim übergeben. Wenn ein Student im Sage College, dem Aufenthaltsort der Studentinnen, nach einer Dame fragt, must diese 1 Mk. Strafe zahlen. Wenn sie ihm erlaubt, sie zu besuchen, steigt die Büste auf 2 Mark. Die nächste Stufe der Sünde ist die, von der der Name des Vereins abgeleitet ist, wenn nämlich die Studentin beim eigentlichen „spoon" ertappt wird; das kostet schon 5 Mk. Ist )ie unüberlegt genug, sich von ihm küssen zu lassen, oder ungeschickt genug, diese Tatsache nicht zu verheimlichen, so must sie diesen Spast, dem Gesetz zufolge, mit 10 Mark bezahlen! Ecne Menge schöner verschwiegener Waldwege umgeben die Universität. Aber auch die Freiheit, die Natur in Gesellschaft eines männlichen Wesens zu geniesten, müssen sich die unglücklichen 9Ji.itglieber des Vereins mit 5 Mk. erkaufen. Für eine Landpartie wird dieselbe Strafe erhoben. Arbeiterbewegung. Berlin, 19. Mai. Der Streik bei der großen Berliner Straßenbahn, dessen Beilegung gestern als sicher gemeldet wurde, wird fortgesetzt und hat sogar eine erhebliche Ver- kchärlung erfahren. Heute mittag waren in der Haupt-Werkstätte unb in der Betriebs-Werkstätte gegen tausend Arbeiter ausständig. D o u a i, 19. Mau Gestern wurde der internationale Gruben- arbetter-Kongretz eröffnet. Vertreten waren 22 Syndikate und vier Verbände mit 30 Delegierten. Verschiedene Anträge wurden gestelll, so z. B. betreffend die Zahl der Delegierten. Der Kongreß beschloß, daß die Arbeiter über die Zahl der Delegierten zu befragen seien. Mailand, 19. Mai. In der benachbarten Fabrikstadt Legnano sind 400 Baumwollweberinnen in den Aus stand getreten. Kerichlssaal. Hannover, 19. Mai. Irr dem Prozesse gegen die Verwalt- angsmitglieder der in Konkurs geratenen Hannoverschen Landesbank wurde heute das Urteil gesprochen. Der ehemalige Direktor Arthur Schumann erhielt wegen Bilanz-Verschleierung und Bilanzsälschung zwei Jahre Gesängnis und zweitausend Mark Geldstrase, event. 200 Tage Gesängnis, die übrigen Angeklagten erhielten Gefängnis von einem Monat bis zu sechs Wochen und Geldstrafen von je 500 Mark. Ter Antrag des Staatsanwalts auf Aberkennung der Ehrenrechte wurde ab gelehnt, ebenso der Antrag Schumanns auf Haftentlassung. Metz, 19. Mm. Der Krämer und Ackerer Anton Mallfert aus Wustweiler bei Saargcmünd, der angeklagt war, am 20. November 1903 den Petroleumkutscher Müller aus Saargemünd ermordet und beraubt zu haben, wurde heute vom Schwurgerichte nach viertägiger Verhandlung zu lebenslänglichem Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Amversitäts-Dachrichlen. Der deutsche Universitäts-Kalender, begründet von Prof. Dr. Ascherson, herausgegeben von Tr. Ph. 'Zchesfcr in Leipzig, ist in 65. Ausgabe für das Sommersemester 1904 erschienen und bewährt auch diesmal seinen guten alten Ruf. Wir entnehmen ihm die nachstehende Uebersicht des Besuchs der deutschen Universitäten im Wintersemester 1903—1904. Die Gesamtzahl der Studierenden betrug in Berlin, Universität 13 856, Berlin, Landwirtschastliche Hochschule 836, Bonn 2484, Breslau 1979, Erlangen 1013, Freiburg i. B. 1487, Gießen 1120, Göttingen 1478, Greifswald 737, Halle 1956, Heidcurerg 1535, Jena 912, Kiel 814, Königsberg i. Pr. 1073, Leipzig 4407, Marburg 1246, München 4855, Münster 1259, Rostock 549, Straßburg 1500, Tübingen 1416, Würzburg 1379, Graz 1751, Wien 7738, Basel 706, Bern 1653, Zürich 1258. Der Wingolf feine konfessionelle Verbindung. Man schreibt uns: Im Anschluß an die Vorkommnisse, die gegen Ende des verflossenen Wintersemesters in Jena zu dem Verbot der konfessionellen, farbentragenden Verbinduiigen geführt haben, ist in der Presse hier und da auf den Wingolf als auf das protestantische Gegenstück zu den katholischen farbentragenden Verbindungen hingewiesen worden. Es wurde hierbei v; elf ad) der Schluß gezogen, daß ein Verbot der konfessionellen farbentragenden Verbindungen den „evangelischen" Wingolf so gut wie die katholischen Korporationen treffe. Die Ansicht, daß der Wingolf eine evangelische Korporation sei, ist ebenso verbreitet wie unrichtig. Es möge deshalb gestattet sein darauf hinzuweisen, daß der Wingolf seit seiner vor mehr als 60 Jahren erfolgten Gründung lediglich auf christlichem Boden, nicht aber auf dem einer bestimmten Konfession steht. Er hat stets Angehörige der verschiedensten christlichen Bekenntnisse unter seilten Mitgliedern gehabt und zählt unter seinen Angehörigen auch heute noch zahlreiche Katholiken. Der Wingolf muß deshalb jedwede Parallele mit konfessionellen Verbindungen ablehnen. Seine Mitglieder stehen als solche weder im Dienste einer Kirche noch auch einer politischen Partei; sie sind im Gegenteil der Ansicht, daß die Erziehung, die dem Wingolfiten auf deutschen Hochschulen zuteil wird, ihn in erster Linie befähigen soll, im späteren Leben dem allen deutschen Studenten gemeinsamen Vaterlande nach besten Kräften zu dienen.' Handel und Verkehr. yulksuiirlfdjnft. Die Geldbedürfnisse des Reichs, lieber die Art wie das Reich seine nächsten Geldbedürfnisse deckt, sind verschiedene Versionen in Umlauf. Erst vorgestern hieß es, daß 3y2 Prozent Reichsschatzscheine ausgegeben werden sollen, für deren Übernahme bereits mehrere Offerten eingegangen seien. Nun wird wieder gemeldet, daß es nicht beabsichtigt sei, eine allgemeine Anleihe ober festverzinsliche, mit mehrjähriger Frist ausgestattete Schatzscheine zu begeben. Tas Privatkapital soll erst bie noch um- laufenbcn Anleihebetrüge früherer Emissionen bauernb aufnehmen. Der ejtraorbinäre Gelobebars soll burch Begebung unverzinslicher SckMtzscheine an bic Reichsbank gebeckt werben. Tie Begebung 3y2 proz. festverzinslicher Schatzanweisungen kommt nur soweit in Frage, als bie am 1. Juli fälligen 4 proz. 'Lchatzanweisungen von 1900 einzulösen sinb. Diese Transaktion ist jeboch bereits vor einiger Zeit abgeschlossen worben. I a p a n i s ch e F i n a n z e n. Politische Depeschen vom 19. ds. aus Tokio melben, baß bas Kabinett eine ben ganzen Tag in Anspruch neljmenbe Sitzung abhielt. Auch fanben Besprechungen mit leitenben Bankiers unb Kaufleuten statt. — Ist wieder einmal eine neue Anleihe in Sicht? Märkte. )( Butzbach, 20. Mai. Der gestrige Pfingstmarkt brachte lebhaften Verkehr in unser Städtchen. Auf dem Schweinemarkt waren viele Tiere, besonders Ferkel, angetrieben und bie Preise ziemlich gut; ber Krämermarkt hatte wenige Stäube aus- zuweisen. Die Wirtschaften unb anbere einheimische Geschäfte waren mit ihrer Einnahme zufrieden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 1. P f i n g ft f e i e r t a g, den 2 2. Mai. KollektefürdieHessischeLuther-Stiftunq. Hottesdieng. Ju der Stadtlirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 9'/2 Uhr: Pfarrer I). Schlosser. Beichte unb heiliges Abeubmahl für Matthäus- und Markus- gemembe. Anmeldung vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 117, Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte unb heiliges Abeubmahl für die Lukas- und die Johaimesgememde un Hauptgotlesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Am 2. Pfingstfeiertag, ben 23. Mai. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Johanneskirche. Vormittags 9y2 Uhr: Pfarrer Schwabe. In Der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Psarrafsistent Schulz. Vormittags 972 Uhr: Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, ben 21. 9)1 a i 1904. Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 2 2. Mai 1904. m Pfingstsonntag. Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselbe». Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. M um 9 7i Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Montag, den 2 3. Mai. P f i n g st m o n t a g. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ , 8'/< Uhr: Tie zweite heil. Messe. ,, « 97i » Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27t Uhr: Andacht. Dienstag und Freitag abend um 67, Uhr ist Mai-Andacht. Restaurant Felsenkeller, Weilburg a. Lahn, in der Nähe des Bahnhofs. Schönster Ausflugsort für Gesellschaften und Vereine. Schöner, schattiger Garten, gedeckte Halle, Saal mit Klavier. Zu gefl. Besuch ladet ergebenft ein Inhaber: 4385 JLudwig Krömmelbein. ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________ l SSS Sä K> Ct> ct s c C Ö TT d 5 K) CT D 2 c o CD o 4- O 3" 5 CP 5 to ■Q =» -1 v> <6 O * z D 3 cn <0 ■cr< 5 D D 2 *5 ro 2 5» © & 2*2 =3? s Cf 53 s o* ©ä a — o 2 ’rä’ § D D CT C O -7 c OH ct 2 S o =-o CT 2 q, CT * 5? 2 O • • o <5 O Cf & S o o S* o — «* 2.o AO, Ä© CT gt 2. CT Cn a e> 2 SV S) J3 o -'s 3* Cf 3 to o = 3 o S1 <= 5 S' Mi?.ct r w_. ■±. cv — D. JD 2 -T c o o ="2 3 -S Cf CD — Z 2-5S S 2 ~ — s C o O <-5 Cf - & o o c S? ITo 2 CO —rJ 2» **•* 2*. ro « S — ^7 C5 2, $ 2. r>" ctV * » e? s g o - S- o O cfa- ro CCT O S CT o L.-ss Cf 2 = Cf s s 2. ? -> o 2X O* X Z 2D =•? - 5; == re re <$u o* — JS, ? re 5 x ; ct v; - , CT (tt 1? - Kursblatt des Gießener Anzeigers V-rnr V). Mai VMM 31/, do. Staats-Anleihen. Ser.311-330 unf. 6.1913 Meininger Hyp.-Bk. Ser. 2 3%<>Preuß. Hypotheken-Akt.-Bk. 1907 4 Vorarlberg . . i. S. b. 1907 . Lire 500 abgest. Certifikate Hyp. B. Zf. 4% gar. v. d. G. b. 1904 v. 1892 . 4 Würzburg v. 1899 uni do. do. 1902 unk. b. 1912 v. i. G. do. Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 u. 1909 M. 4059 r 4 Kopenhag. v. 1901 unk. 1011 2043 c 4 Lissabon Russische Südost 97 stcuerfr. gar. . Moskau 4 38/10 Neapel staatl. gar. 90.80 Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 4 90.10 M. Ausländische. b. M. I. Europäische. Staatl. oder provinzial.garant. 4*/t Bosnien u. Herccgov. v. 1902 unk. 1913 Kr. 101.10 v. 1888 i. G. do. do. do. 87.60 99.90 ö. fl. 103.70 Standesherrliche Anleihen. 41/; Grs. Henckel Hg.v.Donn. r.äl05ü.84 M. 105.40 oo. do. öfl.G. 4 Fürstl. Solms-Braunfels v. 1880 . 31/, Hess. Provinz Öberhesscn v. 1886 . do. s- fl- D. Atlant Telegraf 4 4 Franken-Allee, garant. v. Frankfurt 67« 99.50 4 da. 3 M. 31/, do. 98. 31/, Alzey v. Lose. 102.50 145.50 M. Reichsbank da. do. M. 37- do. n do. Ruff. Consolid.-Anl. v. 1880 136.25 88.80 .V M. do. v. 1896 stcuerfr, amort. ab 1907 4 Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 Fr. . . M.6OO Eereinsbank . 4 Freiburg Diskonto-Gesellschaft M. 600,1200 27,Sluhlweißenb.-Raab-Graz Pes- M. 600/1200 27, v. 1882 nicht abgest. do. Eisenbahn-Renten°Bk. . Unverzinsliche Lose. 4 Fulda v, 149. M. 4 Hanau inn. G.-Anl. v. 1887 Pes- abgest. do. v. 1899 unk. b. do. 1890 v Karlsruhe v. 1900 unk. b. 1905 79.40 Lstr. 351. 4 Egyptische unifizierte. . Industrie-Aktien. unk. b. 1906 da. cons. äußere v. 1899 stcuerfr Bcrcinsbank da. a Pfandbriefe Mainz v. 1899 unk. b. 1904 . abgest. 80°, Ser. 14 4 Frk., 4 Mannheim 96.50 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 37, do. 4 Pfälzische 102. 3 60% unk. b. 1903 unk. b. 1912 . . 212. 1 v. 1903 untilgb. b. 1908 45 (tilgb.) v. 1902 unk. b. 1913 v. 1889 400 do. 98.85 Fr. do. E. v. 71 i. G. abgest. u. Ser. 1—45 . 37, do. 4 4 4 4 do. do. do. do. v. 1900 . v. 1903 . v. 1896 . 1888 1897 do. do. do. do. v. 1889 1. Rg. v. 1990 II. Rg. unk b. 1904 unk. b. 1905 unk. b. 1906 unk. b. 1902 unk. b. 1908 unk. b. 1906 v. v. 1889 1891 98.30 103.20 101.40 99.70 98.10 99.45 u. 34 unk. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 1905 1910 1913 Franks. Hof r. 105 Reue Boden r. 102 do. do. 27« do. 2-7,» do. do. do. do. do. dö. do. do. 105.10 92.50 63.25 4 4 4 Prag°Dux v. 1896 Raab-Oed -Ebcnf. do. do. do. do. do. do. v 91 v. 97 b. 1901 . b. 1902 . b. 1908 . 1000 500 1000 37, 3 4 37. do. do. do. do. do. do. do. do. do. b. b. Vorl. Dir. 4 4 do. do. 122.20 111.25 107.70 95.50 100.60 94.20 4 4 4 amort. Rente do. Rente amort. Rente amort. Rente do. do. do. do. v. v. 500 500 M. ö- ft. 89.05 43.30 46.10 4 r- 4 4 r- 3 3 do. do. do. do. do. do. d0. do. do. 500 200 400 400 400 90.50 103.60 101.70 72.75 102.30 101.70 103.25 do. do. do. do. do. do. do. do. 16 18 M.1000 M. 1000 M. 1000 1901 . 1914 . b. 1910 b. 1910 2000r b. 1913 1000 t 80.40 90.50 100.80 101.40 101— 4 3 5 5 4 5 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. b. b. b. b. 443. 399. 6 5 4 4 4 4 4 4 4 4 4 37. 3 6 5 5 47, ?'• 4 4 4 4 4 4 4 5 4 do. do. Lstr. M. Kr. 103 95 99.80 95.30 93.05 88.— 4 4 4 3 37, 37, 37, 37, Sard. Sec. ft fr. gar. I u. II Sicilianischc stcuerfr. t. G. do. do. do. do. convcrt. v. 1897 v 1902 v. 1900 v. 1896 r. 1903 unk. unk. unk. G. G. G. G. S. Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein 4 4 4 5 5 4 4 lv- 4 4 4 4 4 4 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. S. 251'340 unk. b S. 341-400 unk. b S. 401-420 unk. b 122.50 111.30 136.50 99.10 99.10 102— öfl.G Kr. v. 1890 v. 1893 v. 1896 v. 1897 ö. 1903 unk. unk. unk. unk. b. 1905 u. 1884 abgcs 4 4 4 4 4 4 4 Ser. Ser. Ser. Ser. Ser. 31 40 43 46 44 unk. unk. unk. u. 17 unk. 1910 unk. b. 1905 Fr. M. 101— 98.70 37, do. 37, do 37, do. 4 4 4 4 4 ö-fl M. ö- fl. 98.70 98.70 98.70 98.70 98.70 100.10 100.90 101.80 99.- 99— 37. do. 37, dv. 37, do. Gotthardbahn. . Jura«Simpl.Pr A Jtal. Mittelmeer . Anatol. Eisenb. . Prince Henri . . b. 1908 . b. 1909 . 1912. 1912 . 1905 . 1908 . 75.- 127.60 Lstr. M. ö. ft M Oberrhein. Bank . . Oest.'Ung. Bank . . Oest.'Länderbank . . Oest -Kredit-Anstalt. . Pfälzische Bank . . . Preuß. Bodenkreditbank D 47, 3 3 37, 37, 37, 3 Sächsische Rente Würltembg. v. 1875—80 abgest . . 1899 1900 1901 1888 1895 1898 ö. fl. 200 ö. fl. 200 M. 1000 ö. fl. 200 . M. 600 . s. fl, 350 M. 1000 Tlr. 100 M. 1000 s. fl. 500 M. 1000 Oldenburger. . Russische v. 1864 Russische v. 1866 do. cons. v. 1890 stcuerfr. conv. unif. v. 1903 . . . Ungarische Gold-Rente 2025 r en v. 1899 v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1898 do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. 1901 uncv. 6.1915 stf. g. Ungar. Kreditbank . Unionbank (Wien) . Westdeutsche Bank . Wiener Bankverein. Württbg. Bankanstalt 47, Eisenwerke Lollar r. 102 41/, Elektr. Werk Homburg r. 103 100.80 99.45 99.70 v. 1903 unk. a. b. 1908 v. 1879 v. 1900 unk. b. 1906 . v. 1891/92 (abgest. . . d. 1898 v. 1902 unk. b. 1908 . b. 1904 . . b. 1905 . . b. 1906 . . Lstr. M. Lstr. M. Bingl do. do. do. do. u. 1894 . . v. 1891 Lit. H v. 1886 . . . v. 1895 . . . v. 1886 . . . Ser. 30-33 unk. Rbl. Lire 100.90 102.50 99.70 100.80 95.20 Argent. do. do. do. do. do. Zürich v. 1888 Stadt Buenos-AireS v. 1892 i. P. Bank-Aktie n. . . M. 1000/3000 Serb. amort. . 1895 (405) . . . Span. ausl. Rente v. 1882 abgest. v. 1903 unk. v. 1884 conv. v. 1888 conv. v. 1895 . . v. 1898 . . do. (Salzkgtb.) stf. i. G. . Ungar.-Galizische . stf. i. S. 1881/88 . i. G. v. 1893 i. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . . 37, 37, 37, 37, '/, Jura-Siniplon v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 . Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S. I-V M. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. Vereinsbk. M. 300/1200 Tlr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 h.fi.100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 27,o 47, 4 37, do. do. do. do. unk. b. unk. b. 37, 37, 37, 37, 37, 27,oSüdital. (Merid.)Gr.A-ü. 4 Toscanischc Central . . 5 Wcstsicilian v. 1879 37, Gotthardbahn .... 3 7, Jura-Bcrn-Luzern gar. 22 u. 23 . . . . 10, 12-16 u. 24-26 mitgeteilt von der do. do. do. do. do. do. do. Worms do. Gold-Rente do. einheitl. Rente (conv.) . . do. Staats-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv Elisab. Obl.) i. G. stcuerfr. . 2*/,o Jtal.stl.gar. E.B.Ser. A-E i.®. 4 Jlal. Miltelmecr struerfr. i. ®. 2'7IO Livornes. Lit. C. D. u. D/2 do. do. do. Offenbach do. do. do. ho. v. 1896. v. 1898. ->7, 37, 37, 37, Frankfurter Bank . . Badische Bank . . . Bayr. Bank (Münch.) abg. do. Hyp.- u. Wechselbk. Berliner Bank . . . 47, 47, 47, do. do. Preußische 37, 4 4 4 4 37, 37« 37, 0-r. Fr- do. , Hyp.-Bk. do. do. do. do. do. do. E.-B.-Anl unk. b. 1906 E.-B. u. Allg. Anl. . . do Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. do. do. Consols abgest. 102— 105.10 99.65 99.80 87.60 88.30 100.30 100.30 100.90 12, 13 . . . 15 unk. b. 1906 19 .... 4 37, 37, do. do. Badische (Straßenbahn) v. 1899 v. 1901 Abt. I. . . v. 1901 Abt. II. u. III 1899 unk. b. 1902 . . Ser. 69-82 unk. b. 1904 . Kommunal 100.— 101.95 98.90 90.50 65.80 191 — 110.50 319— 89.60 109.50 245.60 187— 214.80 196.70 209 75 109.60 195.25 142.75 215.10 111.50 241.10 118.50 177— 146.90 275.25 107.50 164.50 252.75 179— 215.75 465— 360.60 131.50 230.50 ö.fl. Kr. M. Fr. Pes. Lstr. 37, 3 5 Leute Dir. 6.18 87, % 12.96 4 8 0 0- 57, 6 37, r 87, 5 0 12.96 37, 77, 0 0 4 6 11 47, 4 6 87, 7 5 67. 9 77, 4 100.25 99— 4 37, 4 4 4 37. 37, 37, 37, 4 4 37, 37, . . Conv.M. . . ö. fl. 500 . . Tlr. 40 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö.fl. 150 . . ö. fl. 150 . . . fl- 7 . . . fl. 7 . . Tlr. 20 . . Tlr. 10 . . .Fr. 15 . . Lire 150 . . Lire 45 . . Lire 10 . . . f- fl- 7 . • - Fr. 10 . . ö.fl. 100 . . ö.fl. 100 . . . i.fl.7 . . ö. fl. 10 . . Fr. 400 . . Fr. 400 . . ö.fl. 100 . . Lire 30 4 37, 4 37, 4 37, 4 4 37, 3% 37, 48.50 134,60 190— 153,- i. B. v. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 . 1901 Ser. I 4 4 3V, 37, 37, 4 4 37, 37, 37, 4 33V’ 47, 4 37, 37, 37, 37- Gräfl. Solms-Laubach abgest. 37, Fürstl. Solms-Lich . . . . 37« Gräfl. Solms-Rödelheim . . 4 Fürstl. Wittgenstein-Hohenstein 99.50 101.35 101.80 100— 58.50 59.90 12.60 99.30 99.50 86.20 86— 85.90 89— 99.- 99— 98.30 100.50 101— 130.10 148.60 150.50 37, Starkenburg . . . a. M. Lit. N u. Q abgest. „ R abgest. . 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 (. S. 1. G. 1. <8. 1. G. i. G. i. G. 37, do. 47r Bukarest 11 4 0 6 87, 6 5 7- 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . . 6 Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. v. 1900 unk. b. 1910 . abgest. 1878 u. 83 . . abgest. Lit. J v. 1884 . v. 1886 u. 88 . . . . abgest. Lit. M v. 1891 . v. 1894 115.90 103.30 100— 100.30 100— 104.90 90.50 4 do. do. 100.70 100— 101.70 102.50 100— 102.40 103— 96.80 86.50 106— 101.50 97.50 42.90 137.20 13.40 104— 109— 3 , 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 Hamburger v. 1866 . . 3 Holländische Komm. v. 1871 37,Köln-Mindener .... 37,Lübecker v. 1863 . . . ^/^Lütticher v. 1853 . . . 3 Madrider abgest. . . . 4 Meininger Präm. Pfandbr. 89.20 dl— 99.40 101— 72.30 92.20 106— 138.75 127— 464.75 243.50 206.50 172— 107.30 103.10 152.20 196.95 124.90 74.80 288— 91.50 152.90 5 5 10 17, 4.30 5 87. 4 7 47, 672 9 6 5 9 7 7 7 7 83.40 77.20 74.30 74— 99.80 101.80 111.— 84.10 99.10 97.80 89— 82.70 57. Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv Franz-Josef) i. Silb. stcuerfr. 3 Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) . . do. i. P. . . . . v. 1898 unk. b. 1908 Jnvest-Anl 102— 101.85 89.50 101.70 101.70 89.75 104— 99.90 99.70 93 90 100.80 102.60 101.20 97.50 97.50 98— 99.80 105.20 100.10 100.50 101.20 101.60 102.30 101.50 100.30 97.20 97.20 98— 99.10 99.10 100.80 100.80 101.90 103— । 95.50 Hyp.-Kred.-Ver. abgest. r. ä 105 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 1905 —» 95.50 96.30 97— do. cons. innere . . Gold-Anl. v. 1889 .... „ Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. VI v. 1890 . „ Staats-Rente v. 1894 . alt.Kr.Rbl. 98.50 102.30 101.70 96— do. Lit. F. G. H. K. u. L. do. „ M. N. P. . . . AnSbach-Gunzenh. . . . Augsburger Braunschweig . . . . Finnländische . . . . Freiburger Genua ....... Mailänder ..... Mailänder Meininger ..... Ncuchatclcr Oestr. v. 1864 . . . . Oestr. Kredit v. 1858 . . Papenh. Gräfl..... Rudolfs-Stiftung . . . Türkische...... do. ...... Ungar. Staats . . . . Benetianer..... 99.90 99.90 102— 99.70 99.70 102.50 101— 100— 100.75 98.10 102— 102— 99.10 99.10 b. 1913 . . . b. 1908 . . . b. 1913 . . . 32 u. 33 (tilgb.) b. 1906 . . . 4 do. 99.80 95.50 101.50 101.50 102.50 100.25 95— 95.50 97— 100.50 102— 96.70 96.80 98.75 101— 101.30 102— 102.30 102.80 96.50 97.60 89.90 99 10 99.15 87.10 104— 4 37. 37, Kerlmer Körst. Miesenbach Bergw. Bochumer Guß . Buderus Eisen . Concordia Bergb. Dt. Luxemb. Bgw. Elektr.Lichtu.Kraft Eschwcilcr Bergw. Fa^on Mannstädt Gelsenkirch. Brgw. Harpener „ Hasper Eisenw. . Hemmoor Zement Hiberni« Bergw. HörderLorz.Bgw. Hösch. Eisenw. . Humbold Masch. . Laurahütte s . . Massen Bergbau. Mülheimer Bergw. Nordd.Wollkämm. Nordstern Kohle . Obcrschles.E.-Jnd. Phönix Bergw. . Rhein-Naff.- Rhein. Stahlwerke Ricdeck Montan . Schalter Gruben Schles. Berg- Wegelin & Hübner Westeregeln Alkali 72.35 95.90 49— 58.30 61 70 47, do. r. 102 47, Eisenb. Rentenbank do. do. do. do. Salouiguc-Constant. Jonctiou . . do. Monastir . . 2020/4040 99.10 99.10 99.50 98.90 99.90 102.60 99.80 5 5 3 47, 218.50 104.10 106.90 127.40 l>5,20 152.20 101— 112.90 207— 150.40 92— 113.50 121.25 107.50 214.90 92.60 115.60 107.50 200.90 103.60 145.50 114.25 138.20 191.80 147.20 184.— Ser. 6 ... . Ser. 7 unt. b. 1906 Ser. 8 unk. b. 1911 abgest 1905 u. b. Verl, umtschb 1907 37- Hess.Landes-Hyp.Bk. Ser.I u.II unk 1909 37- do. do. Kommunal Ser lu. II unk. 1909 4 Naffauische Landesb. Lil. Q Oest.-Ung.Staasb. Ocst.Südb.(Lomb.) Oest. Nordwcst . do. B . Raab-Odenb. . . 28, 30, 29 unk. M. 1000 Kr. 1400 ö. fl. 200 ö. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 Gießen do. do. do. do. äuß. E.-B. i. G. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. do. do. St.-Rente . . . St.-Anl. v. 1899 . Anl. abgest. . . . do...... do...... v. 1901 unk. v. 1897/89 v. 1896 unk. v. 1903 unk. 4 31 \ 37, 4 4 37, 37, 37, 37, 37, 4 57, 5 47, 10 0 4 5 87. 4 7 0 7- 5 4 87, 67- 0 7 7 7 do do. Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910. do. v. 1896 do. do. do. do. 103.85 : 99.- 99.50 ' 99.50 ) 99.50 J 103.50 1104.60 98.30 88.70 M. Fr. Rom i. G., st. gar. Ser. I. (Cp. ä. 81) do. do. do. Ser. II-VIII Stockholm v. 1880 Wien Kommunal i. G 4 do. 99— 99.30 99.15 99.15 99.15 99.15 do. do do. E.-B. St. Sch.-Versch. (abgest Elisab.-A.) i. stcuerfr. Pp. Portug. unifiz. v. 1902 Ser. I . do. unifiz. v. 1902 Ser. III . do. Spezifiz 37, Kassel abgest........ 37, Kissingen v. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900 37- Kreuznach v. 1898 ..... 31/, Lahr v. 1889 37, do. v. 1902 37, Limburg abgest 4 Ludwigshafen v. 1890 u. 92 . Heidelberg v. 1901 do. v. 1894 Homburg v. d. H. frankfurter Kiirse Aschaff.Masch.Pap Neue Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr. Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem. Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ Griesh. Elektr. „ Albert . . . Elektr. Böse . . „ Allgem. Berlin „ Helios . . . „ Lahmeyer . . „ Schuckert . . „ Siem. L Halske „ Untern. Zürich KunstseideFft.a.M. Masch. Klcyer. . „ Gritzner . . „ Fab.LSchlcich. Hamb.-Am.-Pcktfl. 'Jtorbb. Lloyd . . v. 1903 unk. b. 1908 v. 1897 37, do. . „ . do. Landw. Kreditbank Lit. D-J Brest. Diskontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Banks. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselst. Tlr. 100 Genoffenschstsbk. M.600/1200 r. 1251 7 auf 80% abg. do. v. 1902 stcuerfr. Gold-Anl. v. 1894 stcuerfr. . 37- Aschaffenburg v. 1888 .... 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . 4 Babenhausen (Hessen) 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 37, Bamberg v. 1888 3% 93*lin v. 1886/92 98.60 98.60 98.60 99.50 101.60 37, do. do. r. 101 Franks. Hypothek.-Bank do. Hyp.-Kred.-V. M. 600/1200 Mittetd. Bdkr. (Greiz) Au. B. M. 1000 Handelsg. . M. 500/1000 Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. Lit. B M. 1000 a. Deutsche. 37, Deutsche Reichs-Anleihe abgest. 37- do. do. 37- Frankfurt 1 do. do. do. 1». do. do. do. do. Rudolf . . 37, 3 F 4 37, rz- 4 37, 37, 3 37, 37, ' 3 4 3% 3 3 4 37, do. do. do. 37, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 37, Neustadl a. d. H. v. 1889 . . 37., do. v. 1903 unk. b. 4 Nürnberg v. 1899-1901 . . . do. do. do. Bahr, do. 3%Oesterr. v. 1854 ö. fl. 250 Oesterr. v. 1860 . . . Rumän. do. do. do. do. do. Landeskultur-Rente do E.-B.-Anl. . . . Bremer St.-Anl. v. 1888 ö. fl.l Kr. Provinzial- und Communal- Obligationen. Rhcinprovinz Ausg. 20 u. 21 unk. b. 1902 do. privil öS. garantierte .... Mexik. amort. innere Ser. I—IV Isenburg-Büdingen . . Isenb^p. Büd -Birstein v. 1887 1904 ... v. 1891 Oest. Süd (Lomb.) stf. unk. b. 1908 do. do. do. do. 3% Metz v. 1903 4 ‘ München v. 1900/01 unk. st. 1910 3% do. 1 ........... Franz-Josef . . i. S. 200/1000 Kaschau-Odrb. v. 1889 * 37, Türk.-Egypt. Tribut do. prw. v. 1890 stcuerfr. 20/10m 1903 3 3 3 3 4 4 5 95 50 95.50 100.70 100.70 101— 102.20 96.50 96.50 96.50 v. v. v. v. v. v. 3% do. Berl. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80% do. Sachs.-Meining. Landkrcd.-Anst. unk. 1906 Diverse Obligationen. Buderus r. 103 Dtsch. Luxemb. r. 100 do. Südwest stfr. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow stcuerfr. gar. . . do. Urals! stcuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 stcuerfr. gar. Warsch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G..... 2040 r do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 OListe de Minas stfr do. do. (Schutz-Ber.-Cert.) Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . do. do. do. do. do. do. do. do. do. Hessische do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 1. G. l%0 Griech. E.-B. v. 1890 stcuerfr. l8/4 do. Monopol-Anl. v. 1887 . 4 Italienische Rente 2%0 do. do. i. G. . . . 47, Oest. Silber-Rente 47» do. Papier-Rente Eisenbahn-Prioritäten. Inländische. Braunschweig. LandcS-E.-B. II E do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 Staats-Rente . . . . do. v. 1897 fieucrf». (Eisern Thor) Goldstfr. . II. Außereuropäische. do. unk. b. 1907 3%Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 46-190 unk. b. 1905 Ser. 301-310 unk. b. 1908 do. do. do. Anrechtscheine Aktien ausländischer Transport- Anstalten. st. 1912 . Rhein. Hyp. Mannheim unk. b. 1902 . v. 1901 unk. b. 1906 abgest v. 1887 .... v. 1891 abgest. . . v. 1896 .... v. 1898 .... v. 1902 Ser. II unk. b 37, 37- Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A v. 1888 Fr. Lstr. Pes. 150.50 258.90 175.50 179— 136.90 302.50 131.— 245.— 108.10 106.50 441.50 117.60 245— 207.40 do. v. 1899 . do. v. 1902. Verzinsliche 4 Badische Prämien .... 4 Bayerische Prämien . . . 5 Donau-Regulierung . . . 37,Gothaer Präm. Pfandbr. I . 37, Schwedische v. 1880 abgest. . . . 37, do. v. 1890 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 do. do. Ser. 3 abgest do. do. Ser. 2 u. 3 unk. b. 1905 do. I E abgest. do. HIE unt b. 1905 do. do. Lit. N-P . . . . Hamstg. Hyp.-Bk. Ser. 141-250 Ausländische. Elisabeth stcuerfr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf. i. S. do. do. 1887 stf. gar. . . 3% do. 47, Mecklst. Hyp. u. Wstk. Ser. I verl. 4125 37, ’ ~ ~ ' Sank für handel und Industrie Depositentasse Eiehen. do. v. 1901 unk. b. 1906 . do. v. 1883 abgest. . . . Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . do. v. 1902 untilgb. b. 1908 Trier v. 1901 unk. b. 1906 . . do. v. 1899 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 1905 . Lstr. . . P-i. 5 Ocst -Ung. Stsb. 1873/74 i.G. . . M. 110.80 5 do. Brünn-Rs. 72 stf. i. G. 100 Tlr. —.— 4 do. Staatsb. v. 83 „ i. G. . . M. 101.25 3 do. I—VIII Em. „ i. G. 500 Fr. 87.65 3 do. IX Em. „ i. G. 500 — 3 do. v. 1885 „ i. G. 500 3 do. (Ergänzgs.-R.) „ i G. 500 II — 3 do. v. 1895 stf. i. G. 1000/2000 M. 83.65 do. do. Pfdbr. Bk. do. E. 18 unk. E. 19 unk. do. do. E. 22 unk. do. do. E. 23 unk. do. do. E. 17 unk. do. do. E. 18 unk. do. do. E. 24 unk. 4 do. do. do. Ser. 2..... 4 dv. do. do. Ser. 5 unk. b. 1909 4 do. do. do. Ser. 6 unk. b. 1911 4 do. do. do. Ser. 7 unk. b. 1913 37, do. do. do. S-r. 3 unk. b. 1905 3% do. do. do. Ser. 4 unk. b. 1907 Gin As? »eÄ w e«ö,pr 6 J NS MM M und Fkwrst Kt HW Md alles ander Msd, drolen ar im ‘l6® Just heute v> 1899, als noch Wte aus dem h lugte und chr ! strahlender Prach (öbe ihr Garten Menschen. Es n Konferenz. J Traum und saßt Verwirklichung $1 Kaiser Nr Herzogs, wollte d Geleise heben. W gesponnen, sollte 1 vollen Autokratei Rüstungen vmnir war damals des mm an seine Er marck sagte einn Gedanken kam : Für Staatsmann gaben; sie hätt« wegung des Ge verfolgen und r überrannt sein w recht. Seine Gr heute alle Laut der Erde als d in diesem Sinn reich zu bei nach idealen ( geschichtlichen Er bei Kra/H bie , Wunsche haben. 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