Nr. 117 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag gu. rnrai iw» Grschetvt täglich außer EonntagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesflschen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'scheu Unioers.-Buch-u. Stein- b ruderet. 9t Lange. Redaktion, Erveditüm und Druckerei: Lchulhraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. bl. Eichener Anzeiger General-Anzeiger 67 ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ve-ugSprets: monatlich7bPf..oiettel» löbrlich Mk. 3.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch oiePost Mk.2.— öiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittag- 10 Uhr. ZeileirpreiS: lokal 12Pf* «ruswärtS 20 Pfg. Verantwortlich für den Dollt und allgem. Teil: P. Witiko- für „Stadl und ßanb" und „Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. VoMische TagcsschM. Die Protestnote des Papstes gegen Loubets Romreife. Der französische Ministerrat beschäftigte sich am Donnerstag mit der Protestnote, und beschloß zunächst, das authentische Dokument, das sich mit dem der Regierung zugestellten nicht deckt, zu verschaffen; man einigte sich über die Folgen, die demselben etwa zu geben seien. Es wird versichert, der Ministerrat bestätigte seinen früheren Entschluß, den französischen Botschafter am Vatikan zurückzuberufen, falls der Heilige Stuhl die Protestnote der Oeffentlichkeit preisgeben würde. Jedenfalls wird diese Entscheidung nur dann offiziell und endgiltig werden, wenn erwiesen ist, daß der Vatikan den Wortlaut des veröffentlichten Protestes anderen Möchten als Frankreich zugesandt hat. Da kommt jetzt die offenbar hochoffiziöse Erklärung der „Köln. Ztg." mit Bezug auf eine Aeußerung in der italienischen Deputiertenkammer, in der es heißt: Der italienische Abgeordnete scheint sonach von der irrigen Annahme ausgegangen zu sein, als ob der Protest des Papstes auch allen andern Mächten überreicht worden wäre. Wie wir erfahren, ist dies nicht der Fall. Die deutsche Regierung hatte somit keine Möglichkeit, falls dies überhaupt nötig gewesen wäre, einen Protest zurückzuweisen, den sie überhaupt nicht erhalten hat. „Popolo Romano" ist in der Lage auf Grund positiver Informationen zu behaupten, daß keine Abschrift der Rote zugestellt wurde an Preußen, Rußland und England, da sie ausschließlich an katholische Mächte gerichtet war, um festzustellen, oder von neuem festzustellen, daß die Oberhäupter ihrer Staaten nicht würden vorn Papst empfangen werden können, wenn sie gleichzeitig mit dem Papst und dem König von Italien in Rom Höflichkeiten austauschen wollten; ferner, daß dies der einzige Grund besagter Dokumente sei. Der Vatikan begreife nicht die Erregung, welche durch' sie hervorgerufen wurde. — ,.Ofservatore Romano" bemerkt zu den Aeußer- ungen der französischen und italienischen Presse: Die Presse beurteilte streng den Heiligen Stuhl, als ob dieser sich hätte in die Politik beider Länder mischen und die entstandene Besserung in ihren Beziehungen hätte mißbilligen wollen. Nichts sei unrichtiger als das. Der Papst habe nicht gegen die französisch- italienische Annäherung Protests er t, er nehme vielmehr mit Genugtuung alles wahr, was eine Verbrüderung der Völker begünstige, und namentlich alles, was zum Wohle Italiens beitragen könne. Wenn nach dieser Annäherung Präsident Loubet den Könia Viktor Emanuel in irgend einer anderen Stadt Italiens besucht hätte, würde der Heilige Stuhl sicher nichts gesagt haben. Andererseits konnte er n i ch t st i l l s ck w e i - aend dulden, daß das Oberhaupt eines katholischen Volkes, besonders Frankreichs, durch einen amtlichen, feierlichen Besuch in einem apostolischen Palaste die Vorgänge von 1870 billige und auch das Recht des Papstes verletzte. Das Blatt fragt: Was würde die französische Presse sagen, wenn der Krieg von 1870 ohne Friedensvertrag oder einen modus vivendi zwischen den Kriegführenden beendet worden wäre, und das Oberhaupt einer befreundeten Nation ungeachtet vorher erfolgter Bemerkungen der französischen Regierung dem D e u t s ch en K a i s er in Elsaß-Lothringen einen amtlichen Besuch machte? „Osservatore Romano" erinnert daran, daß, als sich ein dieser Hypothese etwa entsprechender Vorgang bei den deutschen Manövem in Metz zu- getragen habe, die französische Presse nicht gezögert habe, ihre Stimme zu erheben. Mau ersieht hieraus und aus dem Verhalten des französischen Ministerrates, der die Mehrheit der Kammer für sich hat, wie überaus gespannt sich die Beziehungen zwischen Vatikan und Frankreich gestaltet haben. Ein Bruch, der bisher für ziemlich ausgeschlossen galt, scheint immer mehr in den Bereich der Möglichkeit zu rücken, und dies umsomehr, als der Vatikan den Bruch nicht fürchtet und kaum etwas tun wird, um ihn zu verhindern. Immerhin sind weite vatikanische Kreise mit den beiden Inspiratoren der Protestnote, den spanischen Kardinälen Merry del Val und Vives, überaus unzufrieden. Eine englische Ente. Man schreibt uns aus Berlin, 19. Mai: Die englischen Zeitungskorrespondenten wissen immer besonders präzis, was in unseren amtlichen und hohen Kreisen vor sich geht. Mindestens behaupten sie frisch und fröhlich, solche intime Kenntnis der Dinge zu besitzen. „Allen voran" ist heute der Berliner Gewährsmann des Londoner „Daily Graphic", er telegraphiert nicht mehr und nicht weniger, als daß der Rücktritt des Gr äsen Bülow zum Herbst beschlossene Sache sei, und daß der Nachfolger bereits fest st ehe. Warum nennt der englische Journalist den Namen des neuen Kanzlers nicht? Wohl kaum aus Bescheidenheit wird der kommende Mann verschwiegen. Einfach: aus Vorsicht. Denn die Gefahr lag zu nahe, daß der Britte nicht nur arg daneben riet, sondern, nicht genügend kundig der Personenverhältnisse. gar eine Kandidatur mit der Wirkung homerischer Heiterkeit aufstellte. Mer der „Daily-Graphie"-Korre- spondent war so gütig, dem Grafen Bülow noch eine Frist einzuräumen. Graf Bülow gehe erst nach der Beratung der Kanalvorlage. Tas heißt, nach Annahme der Kanalvorlage. Nun, dann hätte ja Graf Bülow noch eine hübsche Spanne Zeit vor sich. Die Kanalvorlage in Preußen wird voraussichtlich im nächsten Jahre erst erledigt sein. Die Parteien haben es gar nicht so eilig damit. Und die Handelsverträge? Braucht man dafür nicht auch den Grafen Bülow? Also, der Graphic-Korrespondent kann immerhin noch ein weiteres Jahr zulegen und so lange den Nachfolger Bülows warten lassen. Der König von Spanien in Berlin. D. B. Hd. meldet uns aus Berlin: Wie mitgeteilt wird, hat der Kaiser den König von Spanien zur Teilnahme an den diesjährigen Kaisermanövern zwischen dem Gardekorps und dem 9. Armeekorps eingeladen. Der König hat diese Einladung angenommen. Diese Meldung kommt im Hinblick aus die vor wenigen Wochen erfolgte Begegnung der beiden Herrscher in den Gewässern von Vigo nicht überraschend. Interessant wird aber sein, die vorhergehenden Auslandsreisen deS Königs Alfons zu verfolgen. Geplant sind solche nach Wien und Paris. Während die erstere in verwandtschaftlichen Beziehungen begründet ist, wird der letzteren ein durchaus voli- tischer Charakter beigemessen werden müssen, wenn sie Überhaupt stattfindet. Tas hängt äh1 von dem Maß von Rück- sicht, welches Frankreich in der Frage des Mittelmeervertrages auf Spanien zu nehmen sich geneigt zeigt. In Madrid hat es wenig angenehm berührt, daß die Republik unter Beiseiteschiebung Spaniens mit England sich ins Benehmen setzte. Glaubt nun Spanien seine politischen Ansprüche in Marokko durch Frankreich nicht in ausreichendem Maße anerkannt, und geht infolgedessen König Alfons nicht nach Paris, dann wird französischerseits der Reise des Königs nach Teutschland wohl eine politische Bedeutung beigelegt werden und zwar im Sinne einer Ann ü h e rinn g zwischen Deutschland und Spanien, wobei Deutschland natürlich die Rolle des Protektors zugeschoben werden würde. Solche zu übernehmen, liegt für Deutschland nicht die mindeste^ Veranlassung vor. Kirche und Schute. — Kirchenrat Kalbhenn in Burggräfen- rode feiert, wie wir bereits mitt eilten, in den nächsten Tagen fein 5 0jähriges Dien.stju'biläum. Von geschützter Seite erhalten wir heute aus dem Dekanat Rodbeim über den Lebenslauf des Jubilars folgende Notizen: Kalbhenn war als Kandidat Hauslehrer in Hirschhorn und hat damals die dortigen Protestanten gesammelt. Aus Nachsuchen stellte Se. Kgl. Hoheit der Großherzog einen Saal im Schlosse zur Verfügung, der als Betsaal eingerichtet wurde. Am 25. Mai 1854 (es war ein Himmelfahrtstag) wurde K. als erster Geistlicher der mit diesem Tage entstehenden Gemeinde ordiniert. Hirschhorn gehörte damals zur Pfarrei Neckar-Steinach uno K. war Pfarrverwalter. Nach einem Jahre kam er nach Petterweil in Oberhessen, wo er Pfarrer wurde. Bei seinem Weggang schenkte ihm die Gemeinde H. als Zeichen der Liebe, Dankbarkeit und Anerkennung einen silbernen Pokal. In Petterweil, wo K. heiratete, war er bis zum Jahre 1876. Im Jahre 1870/71 war er nebenher Geistlicher an dem in Kloppenheim bestehenden kleinen Lazarett. 1876 fiedelte er nach "Burggräfenrode über, wo er Dekan des Dekanats Rodheim wurde, was er 20 Jahre blieb. K. wirkte ferner lange Jahre im erweiterten Oberkonsistorium und war bis vor wenigen Jahren Mit- alied der Kreisschulkommission. Noch jetzt ist er Mitglied des DisziplinarHerichtshofes für Geistliche und im Vorstande des Pfarr-Waisen-Bereins. An seinem 70. Geburtstage wurde er ,,Kirchenrat" und beim Scheiden aus der Kreisschulkommission erhielt er die Krone zum Philipps- orden 1. Kl. Um das Volksschulwesen hat er fid) große Verdienste erworben. In allen seinen Wirkungskreisen rühmt man seinen klaren Blick und äußerst praktischen Sinn. Aber er besitzt auch einen unverwüstlichen Humor, der oft stürmischen Sitzungen den Stachel nahm. K. ist 75 Jahre alt, aber körperlich und geistig vollkommen rüstig. Als gedankenreicher Kanzelredner hat er heute noch die Frische der Jugend. Seine Bescheidenheit veranlaßte ihr: jetzt, eine von den Geistlichen des Dekanats geplante größere Feier dankend abzulehnen. Nur die Einladung der Gemeinde Hirschhorn hat er angenommen. K ist der älteste Geistliche des Dekanats Rodheim und einer der ältesten in Hessen. Aus Stadl und Land. Gießen, 20. Mai 1904. ** Die Studentenschaft wird zu Ehren des Herrn Professor Dr. Pfannen stiel, der kürzlich, wie schon berichtet, einen ehrenvollen Ruf an die Universität Erlangen abgelehnt hat, am 3. Juni einen Fackelzug veranstalten. — Vom botanischen Garten. Unser botanischer Garten, übrigens der drittälteste derartiger Gärten in Deutschland (er besteht feit 1609), findet lange nicht die Beachtung bei der einheimischen Bevölkerung, die er verdient, und doch braucht der Garten den Vergleich mit den Schwesteranlagen anderer Hochschulstädte nicht zu scheuen. Gerade aber jetzt im schönen Monat Mai ist es überaus lohnend, ein Stündchen im botanischen Garten zu verweilen und sich darin umzuschauen. Man wandelt nicht Nur dabei unter schönen alten Baumriesen mit schattenspendenden Kronen, sondern auch das Auge hat angenehme Abwechselung in Hülle und Fülle. Hier blühen augenblicklicklich die Kastanien, der Flieder, der Goldregen und in ihrer Farbenpracht die Azaleen. Um das neue Ueberwinterungshaus stehen geschmackvoll zu Gruppen arrangiert Palmen der verschiedensten Arten, Blattpflanzen und andere fermdlündische Gewächse, darunter seltene Exemplare, wie man solche in Privatgärten nicht zu sehen bekommt. Aus grüner Rasenfläche sendet der Springbrunnen seine Wasser in die Höhe und in den einzelnen Bassins, die der Brunnen speist, befinden sich Wasserpflanzen eigener Art. Hochinteressant ist aber die nahe dem Weiher gelegene Gruppe der alpinen Pflanzen des Gartens. Auf und zwischen künstlich übereinander gelagerten Felsen und Steingeröll wachsen und blühen, in einzelnen Abteilungen unter sich getrennt, die Pflanzen aus der Flora der Voralpen, der Alpen und der mitteleuropäischen Hochalpen (darunter die Königin der Alpen- blumen, das Edelweiß), orientalische Alpenpflanzen, alpine Pflanzen vom Hymalaja und aus Zentralasien, aus Nordamerika und von Nord-Seeland. Auf verhältnismäßig kleinem Raume hat man zum Vergleich hier einen großen Teil der alpinen Flora beieinander, mit dem Vorteil, daß einem sogar das Bergsteigen dabei erspart bleibt. Der Garten ist bekanntlich täglich geöffnet, was aber nicht allgemein bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, daß der Garteninspektor Rehnelt Besilchern unserer Stadt den Zutritt zu dem botanischen Garten auch außerhalb der dazu bestimmten Besuchszeit bereitwilligst gestattet, wenn man denselben in seiner Senkenbergstraße 6, II. telegenen Wohnung darum bittet. Dieser Hinweis dürfte besonders für Vereine und Gesellschaften von außerhalb, deren Mitglieder sich für den botanischen Garten interessieren, angenehm und erwünscht sein. ** Nationaler Gesangswettstreit. Das Fest» buch zum Wettstreit umfaßt 47 Seiten und enthält alles für den Teilnehmer irgendwie wissenswerte, auch das ausführliche Festprogramm. Es kostet 50 Pfg. — Die Raumverhältnisse von Oswaldsgarten reichten für den Nationalen Gesangs- wettstreit nicht aus, auch die Vergnügungsveranstaltungen für jung lind alt aufzunehmen. So mußte der Juxplatz jenseits des Eisenbahnviaduktes an die Lahn verlegt werden, und hier ist ein Tummelplatz geschaffen, wie er in der Tat nicht besser gedacht werden kann. Es werden Herrlichkeiten aufgestellt, wie sie noch nicht in Gießen gesehen sind, so z. B. ein mächtiges Tampskarussell, ein Kine- matograph, Schaukeln und Schiffsschaukeln fehlen natürlich nicht. Wir machen nachmals auf diese Filiale des Festplatzes aufmerksam. ** Das Wohltätigkeitsfest zum Besten deS russischen Roten Kreuzes in Darmstadt, wozu nun in Darmstädter Blättern ein Aufruf erschienen ist, findet am am 3. und 4. Juni im Garten des Alten Palais statt. Es sollen dort eine Anzahl Buden aufgestellt werden, die folgende Abteilungsdamen haben werden: Büffet: Frau Staatsminister Rothe Exz., Neckarstr. 7, Baronin Maximilian von Heyl, Weyprechtstraße 6, Frau Dr. Willy Merck, Anna- straße 15, Frau Kommerzienrat Rörer (Eisabteilung), Allee 19, Frau Louis Trier, Heinrichstraße 45. Blumenstand: Freifrau von Niedesel Exz., Mathildenplatz 17. Champagnerbude: Frau Rittmeister Andrae, Hermannstraße 41, Frau Rittmeister Lößl, Rheinstraße 39, Baronin Oettinger, Karls- hof. Tambola: Frau Major v. Mackensen, Herdweg 61, Frau Sanitätsrat Dr. Maurer, Steinstraße 32. Pöstkarten- bude: Ihre Hoheit Prinzessin Franz Joseph von Battenberg, Prinz Emils-Garten. Russische Bude: Frl. o. Peterson, Wilhelminenstraße 33, Jreiin o. Dalwigk, Wilhelminenstr. 30. — Das Komitee richtet daher an Jedermann die herzliche Bitte, dies Unternehmen der Wohltätigkeit durch Zuwendung von Gaben, sei es für die Buden, sei eS in bar, freundlichst unterstützen zu wollen. Jedes, auch das kleinste Geschenk, wird mit wärmstem Dank entgenommen. Den vorstehend genannten Damen oder der Russischen Gesandtschaft (Wil- Helmstr. 22) wolle man gefälligst zeitige Anmeldung der beabsichtigten Gaben zukommen lassen, besonders der für das Büffet bestimmten. Die Gegenstände für dasselbe bittet man am 3. Juni von 8 Uhr vormittags ab in die Küche des Alten Palais zu schicken. •’Ginc Karte des nordöstlichen Taunus, worauf sämtliche Verkehrs- und Fußwege, sowie Eisenbahnen 2c. deutlich und übersichtlich eingezeichnet sind, ist die vom Taunusklub herausgegebene und in 2. Auflage erschienene. Sie ist von der Schreibmaterienhandlung von Fritz Kühn für 1,20 Mk. zu beziehen. Auch die neue Herstellung der Wege nach dem Dünsberg ist auf der Karte berücksichtigt worden. •• Sommerfrischen. Der hessische gemeinnützige Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten in Darmstadt hat, wie wir erwähnten, im vorigen Monat ein Verzeichnis der Sommerwohnungen im Odenwald, Vogelsberg und benachbarten Gebieten herausgegeben, welches unentgeltlich durch den Geschäftsführer des Vereins, Rechnungsund Kasseführer Harth, Darmstadt, Wilhelminenstraße Nr. 34, zu beziehen ist. Die lebhafte Nachfrage nach diesem umfangreichen Heftchen zeigt, das die Ausgabe ein dringendes Bedürfnis war. -o- Bad-Nauhei m, 19. Mai. Das Theater unter Direktion Steingötter hat hier am Montag mit der Eröffnungsvorstellung „Liebesmanöver" und gestern mit „Comteß Guckerl" erfreulichen Erfolg erzielt. Die Operettengastspiele sollen Dienstag, den 7. Juni, mit „Bettelstudent" ihren Anfang nehmen. Der Spielplan für die nächsten Tage ist der folgende: Samstag, „Geschwister", „Der zerbrochene Krug; Dienstag, „Tilli"; Donnerstag, „Herr Senator"; Samstag: „Zähmung der Widerspenstigen". w. Bad-Nauheim, 19. Mai. Das städtische Kurhospital Konitzky stift, eine Wohltätigkeitsanstalt mit vorzüglichen Bade-Einrichtungen und bester Verpflegung, ein Geschenk des verstorbenen Bremer Kaufmannes Konitzky an Bad-Nauheim, ist für arme unbemittelte Kranke das ganze Jahr geöffnet. In den letzten Wintermonaten vom November bis 1. April wurden 190 Kurgäste im Stift verpflegt; am 1. April waren zur Badekur daselbst noch 53 Patienten anwesend. b. Friedberg, 19. Mai. In der letzten Sitzung der Großh. Handelskammer beantragte Müller-Bad-Nau- heim, dahin vorstellig zu werden, daß dem Zollamt in Bad-Nauheim die Befugnis erteilt werde, alle für Bad- Nauheim bestimmte Sendungen (große und kleine) in Bad- Nauheim zur Verzollung zu bringen. Die Kammer nimmt diesen Antrag einstimmig an. . K.6. Darmstadt, 19. Mai. Die Stadver ordnete n- Versarnrnl ung beschloß in ihrer heute nachmittag abgehaltenen Sitzung, den schon provisorisch bei den Verhandlungen zwischen der Negierung und der Stadtverwaltung A. Grünebaum Bahnhofstr. 35 Giessen Bahnhofstr. 35 Telephon 441. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Möbel und Wohnungseinrichtungen. In Nr. 14 des bekannten Fachblattes „Der Seifenfabrikant wird Kenntnis von folgender Bekanntmachung genommen, welche vor einigen Wochen in den neuert Hessischen Volksblätter erschiene ist: Zur Aufklärung. In Nr. 63 dieser Zeitung erschien unter der Ueberschrift: „Ein Kapitel über Haushaltungsseifen und 'dreier or» derlichen Eigenschaften" ein Elaborat, unterzeichnet: Tr. S. -r anam könnte es den Anschein erwecken, als ob nur die dort er wann Seife den Anforderungen entspricht, die der Verfasser an eine gi Seife stellt. Ich sehe mich deshalb veranlaßt, zu erflaren, D B meine sämtlichen prima Kernseifen gestempelt mit der -r-chutzma „Pseildreieck", die unter A. bis T. jenes Artikels erwähnten -- lüge in hervorragendstem Masse besitzen. Als eine Seife von 'sie Eigenschaften, wie die in genanntem Artikel erwähnte -»"l a Seite, die aber wesentlich billiger ist, wie diese, empfehle ica „Inka-Seife." , C.M Augu st Jacobi. Seifen- u. chem.-^abrik Darmstadt. über den Umbau des HoftheaterS zugesagten Zuschuß von jährlich 20 OOO Mk. zu den Betriebskosten des Hof- theaters definitiv zu bewilligen; eine Debatte darüber fand nicht statt. Im weiteren Verlauf der Beratung wurde der städtische Voranschlag für 1904 mit unwesentlichen Abänderungen definitiv genehmigt, dessen Hauptzahlen wir bereits bei der Vorberatung ausführlich mitgeteilt haben. R.-B. Darmstadt, 19. Mai. Der vierte Ausschuß der Zweiten Kammer (Vorsitzender Abg. Weidner) 'tritt am Donnerstag nach Pfingsten zusammen, um die noch rückständigen Sachen zu erledigen, damit sie der Kammer bei ihrer Wiederzusammenkunft im Juni vorgelegt werden können. Es handelt sich hier namentlich um den Antrag David auf Beseitigung der Vorschulen, der Milchverkaufs, ordnung, der Errichtung eines Amtsgerichts in Gedern, der Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenen Rindviehes re. sd. Darmstadt, 20. Mai. (Drahtbericht) Der verheiratete Güterbodenarb-iter Georg Rohmrg wurde heute vormittag auf dem Bahnhofe der Staatsbahn von einer Maschine erfaßt und an einen Wagen gedrückt. Die Verletzungen waren derart, daß er auf dem Transport nach dem Kranken- hause verstarb. „ 61 h. Hirschhorn, 19. Mar. Immer naher ruckt der 25. Mai, an welchem Tage die hiesige protestantische Gemei nde die Feier ihres 50 jährigen Bestehens begehen wird. Die dazu erforderlichen Vorarbeiten sind nun erledigt und das Festprogramm ist festgelegt. Der ereignisvolle Tag, der hoffentlich von schönem Wetter begünstigt sein wird, soll durch Choralmusik früh um 7 Uhr von der Höhe des Schloßberges eröffnet werden. Gegen 9 Uhr werden sich die Festteilnehmer und Gemeindeglieder am Bahnhof sammeln, um von dort nach dem Pfarrhaus zu ziehen, wo die Einweihung des früheren Schulsaales als Gemeindesaal erfolgen soll. Um * */, 11 Uhr wird der Fest- gotteSdienst beginnen, der durch die Mitwirkung der Festkapelle und des evangelischen Kirchengesangvereins Hirschhorn verschönt werden wird. Im Anschlüsse an den Gottesdienst wird der Superintendent der Provinz Starkenburg die Festgemeinde begrüßen. Um 3/i 1 Uhr findet im Gasthof „ Zum Naturalisten" gemeinsames Festessen statt und nachmittags um 3 Uhr eine öffentliche Nachversammlung, bei welcher Begrüßungen, Ansprachen und musikalsiche Darbietungen mit einander wechseln werden. Allem Anschein nach werden sich von auswärts viele Festgäste einfinden, denn es gibt gar manchen, den angenehme Erinnerungen mit unserem so unvergleichlich schön gelegenen Städtchen verbinden. Ans Anlaß des Festes wird auch eine von unserem Ortsgeistlichen verfaßte Festschrift herausgegeben, die die Geschichte der früheren protestantischen Gemeinde Hirschhorn behandelt und dem s. Zt. ersten Geistlichen Kirchenrat Kalbhenn in Burg- Gräfenrode gewidmet ist. Mainz, 19. Mai. Die gestern abgehaltene Generalversammlung des Demokratischen Vereins hatte zahlreichen Besuch. Der Vorsitzende Stadtv. M. M. Mayer erstattete einen Bericht über politische und kommunale Angelegenheiten, insbesondere über die hessische Wahlreform. Der Vorsitzende konstatierte, daß im abgelaufenen Jahre die Partei entschieden für den einzigen freiheitlichen Kandidaten im Wahlkreis Mainz-Oppenheim, Dr. David, bei der letzten Reichstagswahl eingetreten sei. Die hessische Wahlresorm sei trotz der Mängel, die ihr noch anhafteten, mit großer Freude zu begrüßen. Er hoffe, daß beide Kammern den Entwurf annehmen; auch der Großherzog nehme lebhaften Anteil an dem Zustandekommen der Wahlreform. * Berlin, 20. Mai. Das „B. T." meldet aus Dresden: Der Bauunternehmer Olbricht wurde unter dem Verdacht betrügerischen Bankerotts verhaftet. * Köln, 19. Mai. Nachträglich wird bekannt, daß es gelegentlich der Kirmesfeier in Buor (Westfalen) zu großen Ausschreitungen gekommen ist. Ms diese nach Hunderte zählende Menge, darunter meistens Holländer, eine drohende Haltung gegen die Polizei einnahm, ging diese mit blanker Waffe vor und verwundete zahlreiche Personen. Der Haupturheber, sowie sieben Beteiligte wurden verhaftet. Ein Polizist erhielt einen Messerstich, ein zweiter trug geringfügige Verletzungen davon. Erst als die Gendarmerie mit blanker Waffe einschritt, ging die Menge auseinander. *Fünskirchen, 19. Mai. In Siklos und Baranya Vaszar ging ein verheerender Hagelschlag nieder, wodurch die Saaten in vier Gemeinden vollkommen vernichtet wurden. Der Schaden wird auf eine Million Kronen geschätzt. * Kiew, 19. Mai. Gestern nacht stieß bei starkem Sturm der von Kiew auf dem Dniepr nach Jekaterinowslaw fahrende Personendampfer „Zar" bei der Landestelle Prochorowka auf eine holzbeladene Bark. Letztere sank. Sieben im Jnnenraum befindliche Arbeiter kamen um. Der Dampfer erlitt Beschädigungen. * Der alte Satz. Wie die „Straßb. Post" mitteilt, berichtet der „Elsässer" aus Altkirch: Die heutige Nummer des hiesigen Kreisblattes enthält nachstehende Anzeige: „Hirsingen sucht tüchtigen Mann zum Aufziehen der Turmuhr. — Lohn: z u- näch ft keiner, später bei guten Leistungen verdoppelt". Tas erinnert die „F. Z." an die Anekdote vom alten Wrangel. Einst brachte am Neujahrstage dem alten, reichen, aber geizigen Feldmarschall eine Militärkapelle ein Ständchen. Der alte Herr dankte dem Kapellmeister, lupfte seinen Geldbeutel und fragte: „Was habe ich den Leuten denn voriges Jahr gegeben?" — „Exzellenz haben bisher nichts gegeben,", meinte der Kapellmeister verlegen. — „9hm, dann wollen wir diesen Satz auch ferner beibehalten!" sagte befriedigt der Feldmarschall. * Z u früh gefreut. Ein englischer Pädagoge erzählt nachstehende kleine Geschickte aus den Anfängen seiner Laufbahn als Lehrer: Seine erste Anstellung erhielt er in einer Dorfschule in Neu-England. Tie Leute in der Nachbarschaft gaben ihm als Entgelt Kost und Wohnung. Eines Tages lief ihm ein Knabe ganz atemlos entgegen: „Sagen Sie, Herr Lehrer", brachte er mühsam heraus, „mein Vater möchte wissen, ob Sie gern Schweinebraten essen." Gewiß esse ich Schweinebraten gern", erwiderte der Lehrer, der annahm, daß der knickrige Vater des Knaben sich entschlossen hatte, ihm etwas Schweinefleisch zu schicken. „Sage Deinem Vater nur, wenn ich überhaupt etwas auf der Welt gern esse, so ist es Schweinebraten!" Die Zeit verging, aber es kam kein Schweinebraten. Eines Tages tra der Lehrer den Knaben allein auf dem Schulhof. „Wie steht es denn mit dem Schweinebraten?" fragte er. „O", erwiderte der Knabe, „das Schwein ist wieder gesund geworden. . . ." *DerEinfluß des Examens auf den Blutdruck. Seltsamer Weise ist die Wirkung des Schulexamens auf die Gesundheit von schulärztlicher Seite bis jetzt wenig beachtet worden, was seinen Grund wohl darin haben dürfte, daß es sich dabei um ein vorübergehendes Ereignis handelt. Immerhin ist der Einfluß des Examens auf das Befinden des Schülers nicht gleich- gilttg. Aufregungszustände und Nervosität stellen sich auch bei dem gesunden Schüler in dieser Periode ein, bei von Haus aus nervenschwachen und reizbaren können sich diese Begleiterscheinungen zu schweren geistigen Störungen steigern und bei manchen Fällen von .Kinderselbstmord wird gar nicht selten ^„Furcht vor dem Examen" als Ursache angegeben. Ein öftreichiicher Arzt hat jüngst bei Schülern von 10 bis 16 Jahren die Höhe des Blutdruckes vor, während und nach dem Examen gemessen, ebenso das Verhalten des Pulses, um den erregenden Einfluß dieses Faktors auf das Herz festzustellen. In den meisten Fällen fand sich vor dem Examen eine Erhöhung des Blutdruckes und eine Beschleunigung des Pulses, nach dem Examen eine Verminderung. Bei den Schülern der höheren Klassen war die Blutdruckfteiger- ung stärker ausgeprägt, wie bei denen der niederen Klassen. Auch die Pädagogen sind bekanntlich auf das Examen schlecht zu sprechen. Paulsen nennt es ein notwendiges Uebel und plädiert für seine Einschränkung. Aerzte und Schulmänner dürsten demnach in dieser Frage einig sein. * Ueber die Verbreitung der Juden veröffentlicht Professor Hamann in einer längeren Arbeit die folgenden statistischen Angaben. Es gibt im ganzen 11 Millionen Juden. Von ihnen leben in Europa gegen 8 Millionen, in den Vereinigten Staaten von Amerika 1 Million. In Rußland wohnen 5 500 000, in Oesterreich 1860 000, in Deutschland 568 000, in Rumänien 300 000, in England 200 000, in der Türkei 120 000, in Holland 97 000, in Frankreich 77 000, in Italien 50 000, in Bulgarien 31 000, in der Schweiz 12 500, in Griechenland 5800, in Serbien 4700, in Dänemark 4000, in Schweden 3400, in Belgien 3000, in Spanien 2500, in Portugal 300 Juden. Sport. (th.) Gießen. 20. Mai. Mit dem Monat Mai sind auch die Züchter von Brieftauben wieder in Tätigkeit, den für die Militärverwaltung, besonders im Falle eines Krieges, so überaus wichtigen Brieftauben s Port zu betätigen. Der Brieftauben- Klub Gießen, welcher sich in den wenigen Jahren seines Bestehens überaus kräftig entwickelt hat, schloß sich vor etwa 3 Jahren der Mitteldeutschen Reisevereinigung an, deren Mitglieder in diesem Jahre ihre Tiere um die ausgesetzten Staatspreise, u. a. 2 goldene Medaillen, von Hannover aus in Konkurrenz treten lassen. — Das Training der Tauben für diesen Flug hat bereits am 7. Mai begonnen. Die Gießener Tauben haben die Strecken Marburg-Gießen. Treysa-Gießen bereits zurückgelegt und werden Sonntag die Reise Gnntershausen-Gießen macken. Am folgenden Sonntag, am 29. Mai, werden die Gießener Tauben von Wabern aus, das erstemal gemeinsam mit den Tieren der gefaxten Reisevereinigung angeh renden Briestaubcn-Vereine aufgelassen werden, um in die heimischen Sckläge zurückzuflieg >n. Am 5. Juni wird das Training auf Nordheim ausgedehnt, und bann am 12. Juni von Hannover aus der Preisflug um die Staatspreise angetreten, welcher bis Gießen in der Luftlinie 220 Kilometer beträgt. Die Mitteldeutsche Reisevereinigung wird dann von Hannover noch vier Etappen weiter die Reise mit ihren Tauben ausdehnen, und zwar über Barbv a. d. Elbe - Zossen - Sternberg (Neumarki bis Buk (Posen). Der Weg der ganzen Strecke Gießen-Buk^ beträgt 560 Kilometer Luftlinie. Am vergangenen Sonntag ließ der Verein für Brieftaubenzucht „Alfatia" zu Straßburg seine nach Gießen gesandten Tauben von hier aus fliegen. Die Tiere hatten um 8,35 Uhr Gießen verlassen, und nach Mitteilungen aus Straßburg waren die ersten Tiere bereits um 12,5 Uhr in ihrem heimischen Schlage wieder eingetroffen. Gerichtssaal. Frankfurt a. SQL, 19. Mai. Jin Oktober v. I. war der verheiratete Bauer L. Pkann aus Schnepfenreuth in Franken m i t feiner Dienstmagd d u r ch g e b r a n n t. Der Reisende E r ii st Westhäufer aus Frankfurt a. M. suchte nun von Zürich aus die verlassene Bauersnan zu veranlassen, 3 325 Mk, an ihn zur Abfindung für die mit dem Bauer in Zürich weilende Dienstmagd zu schicken, dann werde der ungetreue Ehemann reuig zurückkehren. Er hatte aber nicht den geringsten Auftrag zu seinem Vorgehen Tie Bauersfrau ging auch nicht auf den Leim, erstattete vielmehr Anzeige. Jetzt wurde der Reisende von der Straffammer in Fürth wegen versuchten Betrugs zu 15 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Trier, 19. Mai. Tas Kriegsgericht verurteilte in dem großen Soldatenmißhandlungsprozeß des 29. Regiments die beiden Feldwebel Stanike und Unterberg zu 9V2 Monaten Gefängnis und Degradation. Wegen Majestätsbeleidigung und wegen Beleidigung von Mitgliedern des kaiserlichen Hauses ist in Hanau ein Tagelöhner zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Univerllläts Nachrichten. Dem württcmb. „Staatsanz." zufolge hat das Kultusministerium angeordnet, daß reicksangehörige weibliche Personen unter den gleichen Voraussetzungen wie männliche Personen an der Universität Tübingen als ordentlich eStudierende immatrikuliert werden können. Kandwirtschast. Budapest, 19. Mai. 'Amtlicher Saateustandsbericht des Ackerbauministeriums vom 15. Mai): Sämtliche Saaten leiden unter Trockenheit und Regenmangel. Der Weizen steht teils befriedigend, teils schwächer. Ausgiebige Niederschläge würden die Ernteaussichten bedeutend bessern. Roggen steht besser. Gerste befriedigend, Hafer schwach, Mais unentwickelt, Zuckerrübe kaum befriedigend. __ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 19. Mai 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Die Botte verkehrte in recht fester Haltung, wozu wohl in erster Linie die auffallende Japaner Steigerung in London die Veranlassung gab. Bevorzugt waren wieder die Anteile der Diskonto- Kommandit-Gesellschaft, für welche eine andere hiesige Bank als großer Käufer auftrat und woran sich wieder alle möglichen vagen Gerüchte knüpften. Des weiteren waren Kohlenaktien, speziell Harpener, böher, ohne daß besondere Motive bekannt wurden. Von den Renten verkehrten die Pariser Werte in guter Haltung, namentlich für Spanier macht sich hier wieder etwas Interesse bemerkbar und sieht man für diese wie für Türken bessere Kurse. Auf dem Kassamarkte waren alle schlesischen Werte bevorzugt und höher. Privat-Diskont 38/8 Prozent. Anfangs- u. Schlußkutte. Tendenz: Fest. Oest. Kredit. * . 200.80 200.87 Deutsche Bank . 218.75 218.37 Darmstädter Bank . 136.50 136.50 Bochumer Guß . . 191.00 191.25 Harpener Bergbau . 196.70 197.60 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Mai 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 1 Welter 19. 226 748,5 15,7 6,2 47 W. 4 Sonnenschein 19. 93S 751,1 10,4 5,8 62 WNW 2 Heller Himmel 20. 72» 753,7 8,5 5,7 69 E. 2 Sonnenschein Höchste Temperatur am 18. bis 19. Mai = 4- 16,5 “C. Niedrigste , „ 18. „ 19. „ =4- 9,5 °C. Gießener landwirtschaftlicher Wettervlenft Voraussichtliche Witterung in Heften für Samstag den 21. Mai 1904: Windig, zeitweise wolkig, tagsüber wärmer bet kühler Nacht, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 18. Mai. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschraubew-Schnellpostdampfer „Kaiser Wilhelm der Große", Kapitän L. Cüppers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehalten in Newnork angekommen. Neueste Weidlingen. Lriginaldrahtnteldnngett des Gießener Anzeigers. Lü11ick, 20. Mai. In Charleroi wurde ein Attentat gegen den Direktor der Glas-Fabrik von Jumet begangen. Ein Fabrikarbeiter gab auf ihn drei Schüsse ab, welche ihn an Kopf und Hüfte verletzten. Der Arbeiter, in der Meinung, er habe den Direktor getötet, erschoß si ch alsdann selbst. Die Verletzungen des Direktors sind nicht lebensgefährlich. Bozen, 20. Mai. Ein Erdbeben in den südlichen Ada- mello-Bergen veranlaßte einen Bergsturz von der Buciaga- Kette im Fumo-Tal und Adamo-Tal. Mehrere Alphütten wurden zerstört. Es ist unmöglich der Stätte der Verwüstung näher zu kommen, da ungeheure Schneemassen den Zugang verlegen. Vom Kriege. London, 20. Mai. Da von dem Linie nschiff Hatsnse, das 741 Mann Besatzung hatte, 300 gerettet wurden, so beziffert sich der japanische 23 er lüft an Menschenleben auf 441 Mann. Der geschützte Kreuzer Baschino, der vom Kasuga angerannt wurde, hatte eine Besatzung von 385 Mann. Von dem Kriegsschiff entkamen nur 90 Mann. Somit beläuft sich der teils durch die russische Mine teils durch den Unglücksfall der japanischen Flotte zugefügte Verlust auf 736 Mann, ganz abgesehen von dem bedeutenden Gefechtswert, welchen die beiden japanischen Kriegsschiffe darstellten. Tientsin, 19. Mai. «Reuter.) Nach Meldungen aus Niutschwang sind dort in Kreisen, die im allgemeinen gut unterrichtet, Gerüchte verbreitet, nach denen die japanische Armee am Jalu eine ernstliche Schlappe erlitten habe und gegen Föngwangtschöng zurück- ged rängt worden fei. Paris, 20. Mei. Einer Meldung des Newyork Herold zufolge herrscht in Petersburg Besorgnis wegen de 8 Wladiwostok-Geschwaders. Die Japaner hatten listigerweise ein Transportschiff in die Nähe von Wladiwostok gesandt. Bei dessen Sichtung sei das russische Geschwader ausgefahr^n und habe, von japanischen Kriegsschiffen verfolgt, in einer kleinen Bucht Zuflucht gefunden. Näheres ist noch unbekannt. Petersburg, 20. Mai. Nach einer Meldung der „Nowojo Wremja" soll auf Befehl des Mikado in Tokio eine anglikanische Kirche auf Staatskosten erbaut werden. Japan wolle hierdurch zeigen, daß es beabsichtige, die christliche Religion anzunehmen, und sich von den asiatischen Staaten abzusondern. London, 20. Mai. Aus Odessa wird berichtet, die g e - famte Schwarze Meer-Flotte erhielt Befehl, sich sür den 1. August bereit zu halten. Man glaubt, daß das Geschwader auf Grund einer Verständigung mit der Türker die Erlaubnis erhalten wird, zu dem baltischen Geschwader zu stoßen, um, vereint mit diesem, nach Ost- asien zu gehen. Vorläufig hält das Geschwader Manöverübungen in dem Meerbusen der Krim ab. Petersburg, 20. Mai. Graf Lambsdorsf hatte eine längere Unterredung mit den verschiedenen Vertretern der Mächte über die Haltung Chinas Er wies besonders auf die Notwendigkeit für sämtliche Regierungen hin, in Peking auf eine strikte Beobachtung der Neutralität hinzuwirken. Der chinesischen Regeirung müsse namentlich nahegelegt werden, auch die Bevölkerung auf die strikte Innehaltung der Neutralität aufmerksam zu machen und strengste Bestrafung für jede Ueberschreitung anzudroben. Mukden, 20. Mai. Hier sind nur widersprechende Meldungen über die japanischen Truppenbewegungen östlich und südlich von Liaoyang zu erhalten. Die Japaner verlassen, wie es heißt, die Umgebung von Kaitschou und dringen auf die Gebirgspässe östlich von Haitscheng ein. London, 20. Mai. „Daily Mail" meldet aus Petersburg, zwei von den Russen in den Vereinigten Staaten erworbene Transportdampfer seien unbehelligt in Wladiwostok eingetroffen. Telephonischer Kursbericht. l-'i'Hnktnrt a. JJ.. 20. Mai. 3V2n/o Reichsanleibe . . 101.90 8n/n do. ... 89.50 3*/,% Konsole .... 101.90 3°do.....89.50 1' 'e°/p Hessen .... 99.75 37Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldronto . 100.90 4'Gestern. Silberrente 10010 4So Un"ar. Goldrente . . 99.10 4''.'i Italien. Rente . . . 102.00 4' ,56 Portugieser ... 59.80 ?,o/ Portugiesen.....58.40 C. Türken .... — Türkenlose .....128.60 4°/o Grieoh. Monopol-Anl. 46.60 4*'.% äussere Argentinor —.— RO/n Mexikaner . . 26.50 ■tV/Vn Chinesen . . . 86 50 Electric. Schuckert . . . 105.20 Nordd. Lloyd . . . . 10310 Kreditaktien . . , . 201.60 Diskonto-Kommandit, . 185.50 Darmstädter Bank . . 136.70 Dresdener Bank .... 151 50 Berliner Handolsges. . . 153.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 137.00 Lombarden . ... 13.40 Gotthardbahn .... 191.00 Laurahütte..... 241.25 Bochum.......191.00 Harpener . . . 198.40 Tendenz: fest. Danksagung Gießen, den 20. Mai 1904. 4525 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die mir wahrend der schweren Krankheit und bei dem Hinscheiden meines inniggeliebten Gatten in so reichem Maße zu Teil geworden sind, sage ich, auch im Namen aller übrigen Hinterbliebenen, meinen tiefgefühltesten Dank. Amalie Leszinski geb. Schweikher. sagen innigsten Dank 4521 Sie trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 20. Mai 1904. 4139 ? 8) 8 02893 bei Emil Fischbach Statt besonderer Anzeige. Die glückliche Geburt eines Töchterchens zeigen hocherfreut an Alle Ingredienzien zum Anftrcichen und Wichten -er jrufe- bööen, foivie zu allen fonftigcn Anstrichen und Laekierungen in größter Auswahl billigst Ludwig Lazarus und Frau Sophie geb. Katz. Ochfcnfleisch, gesalzen, 40 Pfg. 4535 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres guten Vaters Herrn Ludwig Kliffmüller sagen hiermit imrigsten Dank 02881 Di«: trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 20. Mai 1904. SpräfFd Kückenfutter und 'Gedügeltutter’'bewlrken~ erstaunlich s grosse,, Eierproduktion. • Billigst ".— auch Spratt’s Hundekuchen, —. au. haben .btij' August Wallenfels Marktplatz 15. Telephon 390. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Verluste unserer guten Mutter Jiuu Loiiisk Frikdri Wmt. h I Piech teto^’s^R*^nieun|skra^ ' '___________________________________________"____________________________________________~j ■ SÄT Frisch etngetroffen: Ifejr Nene Jtnl. Knrtosseln Nalta-Lartoffelu Matjes-Heringe Lebende Hummern Leb.LnMN-ll.ÄfMrebse la. Salm, ff. Zander etc. etc. Aültliche Lbst-nndGeniöse- Konjernen. zu billigsten Preisen bei feinster Qualität. 4533 J. M. Scliulhof Marklslraße 4. Telephon 119. Arbeits-Vergebung. Für den Neuhgu der katholischen Kirche in Gießen sollen die Schreiner-, Kunstschmiede-, Glaser- und Blei- mufter-Berglasungsarbeiten vergeben werden. Die Zeichnungen und Bedingungen liegen bei Architekt Kock erb eck in Gießen, Wilhelmstraße 3, und Architekt L. Becker m Mainz, Pfandhausstraße 5, offen. Angebotsformulare können voni Architekten L. Becker m Mainz gegen Einsendung von 1 50 Mk. für die Schreinerarbeiten, 90 Pfg. für die Kunst- fchmiedearbeiten, 50 Pfg. für die Glaserarbeiten und 1,— Mk. für die Bleimuster-Verglasung bezogen werden. Angebote sind bis zum 31. Mai, abends 8 Uhr, cinzusenden an den 4524 katholischen Kirchenvorstand in Gießen. berliner Weißbier in nur prima Qualität aus der Export-Brauerei S. D. Möwcs empfiehlt 3504 J. Weisei Telephon 235. Sonnenstraße 6. Ges.gesch. Kartons ä Mk. 1.— u. 50 Pfg. bei Adolf Bieler, Warktstr.5. 3831 Spazrer- 2831 stets elegante Neuheiten — in großer Auswahl.— Casseler Schirmfabrik Gießen. Seltersweg 9. Mehl. nur beste Marken, empfiehlt [02694 Mehlhdlg. Sier, Tammstr. 46. Bekanntmachung Die Gemeiudestcuerzettel für das Steuerjayr 1904 wer den den Pflichtigen nächster Tage zuaestellt werden. , Diejenigen Einwohner, welche bis 10. Ium einen Gemeinde- j steuerzettel nicht erhalten haben, obwohl sie sich nach ihren Vor- hältnissen als steuerpflichtig betrachten müssen, werden hiermit am gefordert, alsbald aus Amtszimmer Nr. 14 bezügliche Anzeige zu '""^Gießen, den 17. Mai 1904. 4505 GrotzherzogliM Bürgermeisterei Giegen. Mecum. Sekretär Hugo Ploch und A Louise Ploch, geb. Dietz beehren sich ergebenst als Vermählte anzuzeigen. 4532 W Nationaler Gesangs-Wettstreit zu Gießen Pfingsten 1904. 46io An die verehrliche Einwohnerschaft hiesiger Stadt richten wir hierdurch die ergebene Bitte, die Häuser an den Festtagen mit Flaggen- und Fahuen- chmuck freundlichst versehen zu wollen. Der gejchäftsführende Ausschuß: Wilhelm Hornberger* photographischer Apparate. Zubehöre von bekannter Gute. Dunkelkammer zu freier Benutzung. Katalog gratis. 4325 4517 Welpenfutter, physiologisches Nährsalz, älllUUvikllvliüMj Hundeseife, Parasiten-Creme etc. Adolf Bieler Marktstrasse 5. Telephon 29». 8HHemQi3ch WsN, Gießen Mäusburg 7. Klavier- und Luxus- Kerzen Stets aparte Neuheiten. A. Wels ________Seltersweg 6. 4339 Bildschön! ’ ist ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendsrisches Aussehen, weiße, sammetweiche Hant und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt: 1228 AMfiMiliMilch Leise v.BergmannLEo.Radeb.-Dresden allein echte Lchnhmarke: Steckenpferd, ä St. 50 Pfg. bei: P. I. Möbs, August Noll, Drog. z. r. Kreuz, war, ist und ■ BhHÖÄCT bleibt das beste Schutzmittel geg. Motten. 20Pig. Adler-Drogerie Seltersweg 39, Otto Schaaf. Frisch eiugetroffen pr. saftiger Emmenlaler Schweizerkäse p.Pfd. 75 Pfg., pr. Limburger Käse per Pfd. 40 Pfg. Harzkäse p. Stück 3 Pfg. W. Ullrich, Schloßgasse 7. Einen Posten Speisekartoffeln p. Ctr. 2,50 Mk. empfiehlt 14507 I. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. Christian Wallenfels 17 Marktplatz 17 Telephon 262 empfiehlt zu bevorstehenden Festtagen alle Sorten Obst- und Gemüse-Konserven in nur ersten Qualitäten zu billigsten Preisen. Ferner empfehle: 4516 Bowien-Wein weiß und rot, per Flasche 60 Pfg. inkl. Glas. Bowlen-Schaumwein Rhein- und fiflosei-Weine Deutsche und französ. Rotweine Schfliimwpinp eiltet ginnen dcnaumweme 8U Originalpreisen. AepfeSwein, lose und in Gebinden. Helle Sonnenschirme dabei kostbare Spitzenschirme, welche im Schaufenster trübe geworden, gebe sehr billig ab. 4136 Schirmfaörik M. Levi, 35 Seltersweg 35. la. Kochkäse und Thüringer Haudkäse (große per Stück 6 Psg.) empfiehlt (4469 Ph. Herrmann, Seltersweg 33. Telephon 257. la. Aepfelwein empfiehlt 4526 L, Kaikhoff SBacSif. Fahrräder und sänul. ^ubehör- teile lief, billigst Hans Crome 2603] Einbeck 354. Vertreter gesucht. Katalog gratis. Prima Speise-Wein magnum bonum empfiehlt 3930 Peter Berg, Brandplatz 14 Das Neueste in geklöppeltem Kleiderbesatz sowie Kragen, neuester Fa^.on, empfiehlt zu den billigsten Preisen Frau Schmitt, 3902 Teuselslustgärtchen 26. Aad-Ilauheim Villa Reichwein Luisenslraße 11. Schöii möblierte Balkon-Zimmer. Rechtzeitige Anmeldung erbittet 4474 Betty Ullrich. Verkaufsstelle der Luxemburger A.ZL.Wolkerei von 3484 Sonnenstraße 25 E.Wohlmeiner Sonnenstraße 25 empfiehlt Allerfeinfte Snszrnhmvutter a 1.20 Arr. Stets frische Landbutter zu Marktpreis. Frische Eier 10 Stück 48 Pfg., 10 Stück 53 Pfg., 10 Stück 58 Pfg. Rronen-SrinE-Lier 10 Stück 63 „ Für jedes Ei leisten wir Garantie. Alle Sorten Norddeutsche Wurst in nur prima Qualität. Echter Enrnrenthaler Käfc a Pfd. 80 Psg. ,, Edcrmer Käfc , 75 , ,, Harz-Räse 7 Stück 20 , Schöne Apfelsinen nnö Eitronen a 6 , Blnt-Grnngen 8 und 10 Pfg. Mel rm Zien, Mr. Ganz neu renoviert und sämtliche Zimmer neu ausgestattet. Den Herren Geschäftsreisenden bestens empfohlen. 4262 Der neue Besitzer: Albert Klein. ■ > k-utißc M 1 »< ■>*sj Der Wahlrk «H größeren Me bi vorgestrigen Der bekannte An t Mandate von oO geheißen, fe™ neue« ober he Antrag Lndn folgte e i n l't i m m dem Vorbehalt, das ms Zuweisung me [reife Gießen und diesen Anttag wur Einigung dar und v. Brentano t sich Og. Köhler fjzieren. rer L ab, Nachdem alb waren, und es wir ii n g überlassen. Beratung über die Nachdem der' vom liche Bericht sertij m der ersten hi ung über die i So eröffnen erfreuliche Hoffnw resorm. Die Her gezeigt, als nach anzunehmen war. fein Amt als Vol punkten, sondern samtheit beda geltend zu mache' telnd einzuwirken Entscheidung zu 1 Mmirls Dor breifeig bei uns ju Lande Don Paris" vo zösische Schriftstelb glänzenden und f oes Erzählens will- Genosse Alexander und pflegte als schnitten Bettachtr zuhängen. Eugen Ürafe und pläd den Mörder zur an Stelle der To -Beraubung dem „Schulmeister Akt Privater Gere, , . sind viele dknnmsse von Pa- W immer noc! "ur sehr selten 1 «En hoffen, da Bo schlag des frat Gedanke von ibm Politiker war-to S Menschen, J ^ule des Ve , ^amit hatte ann, unter n ™ Mtan (Semüte , tote visl her. Sirbet "»d efo.5' R°c d>° beid^ !"ä das lbre r°z°7»m bonÄ*1 'Md bJÄWl wir, b a® “tlet 6 iftontmen ? '«h? Wag Me«,. fth Tat hb,efe >W'b WÄ^ffeni ^gen HllHtllgelltllr für Gießen und Umgebung mit namhaftem Jnkafso t|t von einer hochangejehenen Deutschen Lkbcnsvcrs.-Ccscüslhast zu vergeben. Offerten unter U. 5040 an Haaseustein & Bögler, A.- (*>., Frankfurt a. M. (4396 Eine Lebensrente liefert sich derjenige, welcher für eine alte, hochrespektable, deutsche Gesellschaft Feuer-, Glas- und Linbruchsdicbstahl - Bcrsichcr- nngen gegen fortlaufende liohe Jnlasso- und Abschlußprovision vermittelt. Offert, unt. I. N. 26 an Haafensteiu L Bögler A.-G. in Frankfurt a. M. erbeten. [4520 Zu taufen gesucht: Meyer's Koiwcchtioiis-LeDi! 3. bis 5. Ausl. 4519 z u billiger: Preisen. J. Ricker’sche Univ.-Buchhandlung. Schreibgehilfe auf Auwaltsbureau gesucht. Off. mit Angabe d. Alters u. der Vor- beschäft. u. 4498 an d. Exp. d. Bl. Tüchtige, zuverlässige Formel* bei hohem Lohn für dauernde. Beschäftigung gesucht. Es finden nur solche Leute Be^ rücksichtigung, welche auf Formen von Modellen und Kerubüchsen für Heizkessel eingearbeitel sind. Offerten unter K. D. 2920 an Rudolf Mosse, Cöln 4497 Atziiger Pscröekiietzt~ gegen hohen Lohn gesucht. [4418 Carl Haas jr. Ein tütztiger Pscröckmtzt sofort gesucht gegen hohen Lohn. Näheres bet 4475 Heinrich Simon, Neuenweg. Hansbursche 17—18 Jahre alt, gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. [4534 Hausbursche zum 3. Juni gesucht. [4529 Alte Klinik. Hausbursche | für leichte Arbeit gegen guten Lohn gesucht. Bahnhofstraße 59. Für das kaufm. Bureau einer hiesigen größeren Fabrik wird entweder ein Lehrling mit guter Schulbildung oder ein angehender Kommis für recht bald zu engagieren gesucht. Gefl. Offerten sind unter 4523 an die Exp. d. Bl. zu richten. 3971) Ein ordentlicher Junge als Lehrling ges. I. ThSrner, Jnstallationsgeschäft Eine reinliche Frau für einige Stunden tägl. gesucht. 4514 Gartenstraße 15. 02890| Für den Monat Juni ein Laufmädcheu für den ganzen od. halben Tag ges. Bleichstr. 6. 4504] Tüchtige Lauffrau oder Laufmädcheu den ganzen Tag über gesucht Blockstraße 6, L röcht. MustMchen «&?• Fr. Hennings, Seltersweg 14. Tüchtiges Mädchen gesucht Goethestraße 55. [02806 Junger Manu, 20 Jahre alt, mit der doppelten Buchführung und sämtl. Sionlor= arbeiten vertraut, sucht p. 1. Juli Stellung. Gefl. Offerten unter 02883 an die Expedition d. Bl. Fräulein sucht für einige Std. tägl. Beschäft. in schristl. Arbeiten, Beitragen von Büchern u. s. w. Off, u. H. 1867 hauptpostl. [02878 Mk. 1000.- zahlendem Zinszahler an 2. Stelle gesucht. Offerten mit Angabe des Zinsfußes unter 02886 an tue Exped. d. Bl. erbeten. Kiurass-Partieu in grob. Aus- Vlinil wähl bis 500 000 Mk. Herren (wenn a. o.Verm.) erh.Näh. a.Bild u. Reell, Berlin S. 0.16. [4506 a ä ä ä Blusen Blusen Blusen Grösste Auswahl Sehr billige Preise Hermann Katz 5 Mäusburg 5 4422 7 Zimmer 4518 Der Vorstand. 58 Seltersweg 58. 4502 Eine gebrauchte Hobelbank zu kaufen gesucht. Offerten mit Angabe von Größe und Preis unter 4515 a>i die Exped. d. Bl. Evangelischer Arbeiterverein. Unsere Mitglieder werden gebeten, sich Pfingstmontag dm Festzug des Gesangswettstreits möglichst zahlreich zu beteiligen. Zusammenkunft S/41 Uhr im Restaurant Bourgeois, Brandgassc 3. Die Zugteilnehmer erhalten Eintrittskarten zu 20 Pfg. bei Aufstellung des Zuges. Alle unsere Mitglieder, auch die, welche mit anderen Vereinen gehen, werden gebeten, das Vereinsabzeichen zu tragen. Tischwein per Flasche ohne Glas 50 Pfennig und höher unter Garantie für Naturreinheit empfiehlt Fr. Leo Nachf., C. Herber Beabsichtige mein in der Stein- straße zwischen Eder- und Weser-- straße gelegenes Wohnhaus mit Seitenbau und Werkstätte gut verzinsbar u. einen schönen Bauplatz demnächst zu verkaufen. 4417 Marburg^rsiraße 83. 02880] Ludwigstraße 6 eine Wohnung von 7 Zimmern mit Küche, Äansarde und Bleichplatz per 1. Juli evtl, früher zu verm. । 5 Zimmer J gestellt: 4455 1) Halbseide ä Mk zu den billigsten Preisen. 02834 Ltzimsänii M. Lkvi Zum Gambrinus, Wicscck der verursachten Mühe um Entschuldigung 4527 Am 2. Feiertag: 02891 Berdux. Fangmann. SOO Wasch Anzüge (Ludwig Zecher V.) 2. Pstngstfeiertag: 4459 Motorwagen | der erger Motorfahrzeuge-Fabrik B Es ladet ergebcnst ein Nürnberger Motorfahrzeuge - Fabrik Albert Rübsamen Wasser der Lahn 14 Grad. 4528 Bestes Antiseptikum für Oberheffen: H. Schimmelpfeng, 3djli§ 4436 Mund und Zähne 02885] Ein gutes Fahrrad billig zu verk. Auf der Bach 8. jlrästigcl tocitii geflitzt 4501 F. Havvel. Probefahrten stets unentgeltlich. 2) 3) 4) 23421 Fünfzimm.-Wohnung zu vermieten. Gebr. Zutt, Steinstr. 84/86 Die Genehmigung der für die Bahnhofstraße geplanten Birkendekoration ist seitens des Herrn Oberbürgermeisters verweigert worden. Wir find daher uicht in der Lage, gezeichnete 170 Bäume anzuliefern und bitten die beteiligten Anlieger wegen Hunderte von Anerkennungen zur Verfügung. Für Metzger! 1 Buffet, 3 eiferue Laden- gestclle billig zu verkaufen. [4390 Fr. Krüger, Gasthaus z. Deutschen Eiche, Klein-Lmden. Stanfenherg*. Aestauration zur Stadt Staufenöerg Zwei 4 — 3 Zunmerivohnungen, parterre und 1. Stock, mit Garren, event. kleines Haus, per 1. Okt. cr. m mieten gesucht. Offerten nebst Preisangabe unter 4452 an die Exped. d. Bl. erbeten „Union“ Nürnberg 1.50 3.— S 50 S.— stehen durch ihre Einfachheit und Stabilität einzig da. Kraftübertragung durch Friktion. Keine Zahnradgetriebe. Kein Chauffeur mehr nötig. Einfachste Handhabung. Versagen ausgeschlossen. Mehrjährige Garantie für die Friktion. Spezialität: Aerztewagen. Dieses Mundwasser ist den neuesten Forschungen der Wissenschaft entsprechend zusammengestellt, hat sich ganz hervorragend bewährt und wird ärztlich empfohlen. Preis pro Flasche Mk. 1.50. Zu haben in allen Apotheken und Drogerien. Fritz Schulz, Leipzig Chemische Fabrik. Samstag morgen Guirlanden sehr billig zu verkaufen [02884 Markthalle 1. Eine Diaphragma - Pumpe, ein Flaschenzug, 14 Schubkarren siehen zu verkaufen bei Wwe. Ludwig Schimmel, 92879 Dorlar. Rübsamen’sohe Mc- uni) Hwim-MM ist eröffnet. Es ladet freundlichst ein Balthasar Wacker, für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren. Preis: Mk. 27,-3'/-. Markus Bauer Kirchcuplatz 11. Fernsprecher 269. Elegante Herren-. Knaben- rind Kinder-Garderobe. Anfertigung nach Maß. Eigene Werkstätte im Hause. Garantie für gute Paßform. Weinrestaurant Seibel 13 Ludwigsplatz 13 empfiehlt für die kommenden Feiertage hervorragend schöne Rhein- mli Moselweine Große Tanzbelustigung. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 02829 Eine größere Partie halbseidener Sonnenschirme diverser Farben kaum bemerkbar lädiert, habe in folgenden Serien zusammen 02865] 3-Zimmerwohnung zu ornu Carl Lindenstruth, Hainmstr.9 An allen Orten werden rührige KassenbeimteKMkeMrschnillgskch mit vorzüglichsten Einrichtungen angestellt und wollen sich Lust- tragende melden bei Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. 12, unter F. 8. L. 364. 4522 Fmksmterstraße 76 Liiem-Llnden 4391 ist der 3. Stock, best. aus drei Zimmern, Küche, Speisekammer, Baderaum nebst Bleichplatz und Gartenant., evtl, auch Stallung, per sofort oder später zu verm. Näheres bei Fr. Krüger, Gast- haus z. Deutschen Eiche, Kl.-Linden. Kaisergarten. Restauration ZZusch. Empfehle für die Pfingstfeiertage gute Speisen und Getränke. Bier aus dem Gießener Brauhaus. Artgeuchmer schattiger Garten. 4531 I. V.: Schildhäuer. 1 £ Zimmer \ 3943] Mansardenw., 2 Zim. u. Küche zu verin. Ludwigstr. 27, pt. 4332] 2-Zimmerwohnung mit Kabinett und Küche im Hause Walltorstraße 25 per 1. Juni zu vermieten. Büttner ck Damm. 02873] 2-ZiMmerwohng. mit Küche sof. zu verm. Neuenweg 42. Verschiedene Kleines Wohnhaus zum Alleinbewohnen, auch geeignet für 2 Familien, die zus. wohnen möchten, zu verm. [3820 Näh. Walltorstraße 75, part. | 4 Zimmer | 02882] Schöne 4-Zimmerw. p. 1. Juli z. verm. Grünbergerstr. 33. 4282] Vierzimmer - Wohnung mit Bad und Kammer, Bleichplatz u. Trockenboden im obersten Stockwerke Neubau Wichelmstraße kann alsbald vermietet werden. Näheres Frankfurterstraße 29. 3569] Schöne 4-Zimm.-Wohn., neu hergerichtet, per sofort zu vermieten. Baynhofstraße 31. I Ä Zimmer | 02889] Eine Wohng. m. 3 Zim., Kab. u. Zub. p. 1. Juli zu verm. 1 Zimmer mit Küche zu verm. Gg. Appel, Seltersweg 56. 3°Zimmer-Wohuung mit allem Zubehör zu vermieten 4244 Grünbergerstraße 89. 4026] Die seither von Herrn Rektor Professor Dr. Brauns benützte Wohnung Wilhelmstr. 12, Beletage, ist per Oktober ander- weit zu verm. Näheres daselbst. Mchröen-WOWg in meinem Hause, bestehend aus 2 evtl. 3 geraden, 1 schrägen Znn., großer Küche mit Wasserleitung und soiistigem Zubehör ist per 15. Juni evtl, früher an ruhige Familie zu vermieten. 4409 Frau S. Katzensteiu, ___________Wilhelmstraße 1. 4329] Freundliche Wohnung zu vermieteii Seltersweg 23. KanI-GestiMi Du vermieten Ftklleil-Gesuch Mietgesuche Du uet kmifcit (Offene Steilen geschiedenes