Erstes Blatt Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen L54. Jahrgang läbrl auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeige« füi öie TageSnummer btS oorrnUtagS 10 Uhr, ßetlenpreiS: lokal 13 aus wart- 20 Pfg. Verantwortlich <Ü1 den ooltt und allgem. Teil P. Will ko. für .Stadt und Canb* und ,(tiend)t6|aaP; August Goetz, kür den An« teiqentetl Hans Beck. Montag IS. Dezember 1904 Ve-ag»pretO, monatlich 7b viertel* l Y . A iährltch Mt. 2.20; durch K Abhole- tu Zweigstellen X jfogf H W» ▼ monaUrcb 6o Bf.; durch ÜB O rN ® jjr Ea die Post Tlk. S.—»iertelM Nr. 298 yrlchei«! täglich autzer Gonntagä. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kessischen Landwirt die Giehener Kamillen- Hättet Dtermdl in der Woche beigelegt. NotationSdruck u. Verlag der Brühl 'kchen Univerf.-Buch-u. Stern- brudetei. 9L Bange, Redaktion, LrvedMo» und Drnneret: Gcholsteatze I. tlbrefie kur Depekchvn Anzeiger Wietzen. HernIprrchonIchlttßNr 51 Volitische Tagesschau. Zum Tode Syvetons. Man meldet aus Paris: Tem Blatt „La Presse" zufolge will die Familie Sy- deton, um Klarheit .in die Angelegenheit zu bringen, eine Klage gegen Unbekannt wegen Ermordung Syvetons einbringen. Tie Tienftmagd der Madame Sy- veton soll dem .Untersuchungsrichter gestanden haben, daß sie mit Hilfe ihrer Herrin die Leiche Syvetons ins Arbeitszimmer getragen und dort alles vorbereitet habe, damit ein Unglücksfall angenommen werde. Dr. Barnay brachte eine Klage gegen den Mörder Syvetons ein. D-adurch soll die Veröffentlichung des Dossiers oder die Einleitung einer strafgerichtlichen Untersuchung erzielt werden. Barnay will die Verhaftung der Frau Sy v et'on durchsetzen; er will, obwohl er seit langer Zeit alle Beziehungen zu Syveton abgebrochen, über alle Vorgänge vor seinem Tode genau unterrichtet sein. Bevor Syvetou sich in sein Arbeitszimmer zurückzog, nahm er eine Tasse Tee, in die ein Tröpfchen Akonit hineinzutuw ein leichtes gewesen sei. Zwei flämische Dienstmädchen, Geschwister, bei Madame Syveton und Madame Menard bedienstet, wurden am 17. d. M. einem längeren Verhör unterzogen über das Verhalten des Herrn Syveton am Todestage. Ferner ist bas Gemeinderatsmitglied B e r t r o u vergört worden, der als Erster in die Wohnung eingetreten ist und die ersten Wiederbelebungsversuche an Syveton vorgenommen hatte. Bertrou macht Mitteilungen über die Zweifel, die sich (ihm aufgedrängt haben, als er in das Arbeitszimmer Syvetons eintrat und die eigentümliche Haltung der Mdme. Kyveton und der ganzen Umgebung des Toten. Der Pariser „Matin" berichtet: Frau Syveton habe in fünfstündiger Verhörung dem Untersuchungsrichter bestätigt, daß ihr Gatte tatsächlich Selbstmord begangen habe. Nach den furchtbaren Enthüllungen ihrer Tochter und ihres Schwiegersohnes Menard habe sie ihrem Gatten erklärt: „Ich will nicht länger mit Dir leben, Du mußt verschwinden und Tu darfstDich niemals mehr wieder vor mir ober meiner Tochter erblicken lassen." Syveton habe darauf beschlossen, zu sterben. Er habe sich in seinem Arbeitszimmer vor den Gasofen niedergelegt und seinen Kopf dicht vor die Röhre gehalten und.das Gas in vollen Zügen eingeatmet. Als Frau Syveton wieder in das Arbeitszimmer eingetreten sei, habe sie ihren Mann tot gefunden. Syvetons Gesicht sei von Ruß geschwärzt gewesen. Frau Syveton habe ihrem Gatten das Gesicht abgewaschen und mit Hilfe der Haus- psörtnerin alle Anzeichen beseitigt, durch die ein Selbstmord hätte festgestellt werden können. Frau Syveton habe auch dem Untersuchungsrichter eingestanden, daß sie die Zeitungen selber in das Kaminrohr hineingesteckt habe, um an einen Unfall glauben zu machen. Trohalledem erklärt Rochefort im „JNtransigeant", er besitze Beweis dafür, daß Syveton auf Befehl! der französischen Regierung ums Leben gebracht worden sei. Die Regierung habe auch durch Frau Syveton, der mit Verhaftung gedroht worden sei, bei dem nationalistischen Deputierten Guyot de Villeneuve Schritte unternehmen lassen, damit dieser die Veröffentlichung der Auskunftszettel endgiltig einstelle. Guyot de Villeneuve habe aber dies ab gelehnt. Es erhält sich das Gerücht, daß Haftbefehle gegen Madame Syveton und ihr Di en st Mädchen unterzeichnet seien. Ter „Radical" bringt eine neue Version über dre Ursache des Todes Syvetons und versucht sie mit dem früheren Sekretär Bidegaiu des Großen Orient in Zusammenhang zu bringen. Dem Blatte zufolge waren Bidegain und Syveton kurze Zeit befreundet. Syveton hatte sich Geldmittel flüssig gemacht, welche für den Verrat bestimmt waren, er soll jedoch nur einen Teil ausgezahlt haben. Aufgefordert, den Rest zu zahlen, soll Syveton dies abae- lehnt haben, da er sich in Geldverlegenheit befand. Bidegain soll alsdann mit Enthüllungen gedroht haben, daraus habe Syveton es vorgezogen, in den Tod zu gehen. Ein französisches Provinzblatt will erfahren haben, daß Bidegain, 'i>er dem Deputierten Guyot de Villeneuve die Korrespondenz des Ordens und die sogenannten Denunziationslisten verkauft hat, in Kairo an einem Balkon erhängt K,>.ifgefunben worden sei. Er sei vorher m Begleitung eines Pariser Freundes gesehen worden und habe mit diesem einen heftigen Streit gehabt. Oberst Marchand hat das ihm von den Naiwnalrsten angebotene Mandat für die Deputiertenkammer für den 2. Pariser Wahlbezirk, der durch den Tod Syvetons erledigt ist, abgelehnt, mit der Begründung, daß er als Mann der Tat kein nützliches Tätigkeitsgebiet in der Kammer finden könne, um so weniger, als die jetzige ^€g^3Iatu> periode bereits im Frühjahr 1906 zu Ende gehe. deutsches Slictrh. Berlin, 18. Dez. Der Kaiser traf gestern aus Bromberg int Neuen Palais ein und hörte Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmariueamts v. Tirviß rmd des Ehefs des Marmekabiuetts Freiherrm v. Seuden-Bibran. Der Monarch empfing ferner den Fürsten Ferdinand von Radziwill, der den Tod seines Vaters, des pursten An ton u. Radziwill, meldete, sodann den nenernann- ten Kousistorialvrä'identen Steinhausen und Frau Baurat Wentzel 'Heckmann zur Entgegennahme einer ^mmedtatem- aabe des Berliner Vereins für Volkserziehung. Anläßlich des Hin scheidens des Fürs "n, Anton Rad z-will sandte der Kaiser der nun v.rmtlweten wlaendes Koudolenztelearamm: „Neues Palais den 17. Dezember vormittags 10 Uhr 12 Minuten. Ich spreche Euer Tnrcl'laucht meine aufrichtiaste und tiefempfundene Teilnahme am Hinschciden Ihres Herrn Gemahls ans, der meinen hochseligen Herrn Großvater in seiner langjährigen Dienstzeit in ^großen und ernsten Zeiten so besonders nahe gestanden hat. Sein ritterlicher Sinn und seine unverbrüchliche Treue an mich und mein Haus werden in meinem Herzen stets dankbar fortleben. Möge der Allmächtige Ihnen in Ihrem großen Schmerze nahe sein! Wilhelm." — Ter Reichstagsabg. Bebel veröffentlicht im „Vorwärts" in dem bekannten Streit zwischen der Fraktion mit der „Leipz. Volkshtg." den Wortlaut seiner Rede in der Reichstagssitzuna vom 10. d. M., soweit sich dieselbe mit der Angelegenheit oer „Leipz. Volksztg." befaßt. Bebel konstatiert hierbei, daß der Fraktion der Wortlaut der von ihm gemachten Aeußerungen vorher nicht vorgelegen hat, daß also die Fraktion hierfür nicht verantwortlich gemacht werden könne, sondern die bete. Angriffe sich allein gegen ihn zu richten haben.__________________________________ Ausland. Moskau, 18. Dez. Heute vormittag sammelte sich in einer Hauptstraße eine etwa 3000 Personen zählende, hauptsächlich aus Studenten und Studentinnen bestehende Menge unter Absingen revolutionärer Lieder an. Tie Aufforderung der Polizei auseinanderzugehen wurde nicht befolgt. Tie Menge bedrohte die Polizei, worauf diese einige blinde Revolver- s ch ü s s e abgab. Da die Menge weiterlärmte, wurde sic oon der Polizei mit der blanken Waffe und von Kofakenabteilungen nvit Nagojckm auseinandergetrieben Sie begab sich dann, weiter lärmend, in die Nebenstraßen. Das Publikum verhielt sich gegen die Demonstranten feindlich. Warschau, 18. Dez. Im neuen Gefangen en hause in Wilna ist ein H u n g e r st r e i k politischer Häftlinge ausgebrochen, der schon seit sechs Tagen anhält. Tie Annahme von Nahrung wird wegen brutaler Behandlung, wegen schlechter Verpflegung und we^en Verschleppung der Untersuchung verweigert. Die Familienangehörigen dieser Gefangenen wandten sich mit eimr Eingabe au /i" ?mtzra!b"bFl-^'i 'n P"t"rsburg. Wor H'oä A'tllur. Petersburg, 18. Dez. Wie General Stoessel dem Kaiser unterm 25. November meldet, griffen die Japaner am 20. November nach verstärktem Bombarde- dement eines von den Forts an der Nordostsront an, wurden aber zurückgeschlagen. Am 21. bis 23. November bombardierten sie die Forts heftig und überschritten trotz großer Verluste die Gräben zweier Forts der Nordostfront. Am Abend des 23. November griffen die Japaner, nachdem sie ihr Feuer verstärkt hatten, einige Befestigungen dieser Front an und bemächtigten sich eines Teils der Schanz en, wurden aber nach heftigem Bajonettkampf niedergemacht. Um 12 Uhr nachts erneuerten die Japaner ihren Sturm, besetzten einen Teil der Schanzen, wurden jedoch durch Bajonette wiederum niedergemacht. Um 2 Uhr morgens des folgenden Tages war der Kampf beendet. Die Truppen konnten sich an die Ausbesserung der durch das Bombardement angerichteten Beschädigungen machen. Alles ist in unseren Händen geblieben. Unsere Verluste sind gering. Die .Japaner haben vom 20. bis zum 24. November mehr als 2000 Mann verloren. Stadt und Hafen werden täglich beschossen; ein Teil der Gebäude ist zerstört; der Hafen hat gelitten. Die Stimmung der Garnison ist ausgezeichnet. Berichte Stoeffels. Petersburg, 18. Dez. In einem ausführlichen Telegramm vom 28. November melbet General Stössel Einzelheiten über den letzten Angriff. Der 2 6. unb 27. November waren die blutigsten Tage im Kampf um Port Arthur. In der Nacht zum 26. November begann der Angriff gegen den linken Flügel von der Taubenbucht her. Die Javaner wurden jedoch mit schweren Verlusten zurückgeschlagen, ebenso ihre Angriffe auf den Palunschan- und den hohen Berg. Am 26. November begann die Beschießung und heftige Angriffe gegen die Befestigungen der Nord- und Ostfront und die vordersten Schnitzen. Zwei- m a l wurden die Schanzen genommen und wieder z u r ü ck e r o b e r t. In der Nacht zum 27. No- vember vertrieben wir die Japaner endgiltig mit dem B ajonett. Da die Japaner auf der ganzen Front keine Erfolge hatten, eröffneten sie ein heftiges Feuer gegen die innere Festung, das bis gegen 5 Uhr morgens am 27. November unterhalten wurde. Vom 27. November an beschießt uns der Feind u.naufhörlich seht heftig und stürmt mit bedeutenden Kräften den hohen Berg. Bisher wurden alle Sturmangriffe zurückgeschlagen. Petersburg, 18. Dez Wie General Stössel in einem Telegramm vom 2. Dezember dem Kaiser meldet, ivurde der zwölftägige Sturm auf die Festung in der Nacht zum 2. ds. endgiltig zurückgefchlagen. General Stössel erklärt, er sei bis jetzt der heftigste Sturm gewesen. Um die Abweisung des Angriffs haben sich besonders die Generale Kondratenko, Nikitin und Gmbaiowski verdient gemacht. Die Japaner sollen nach den Aussagen von Gefangenen und Chinesen nicht weniger als 2)000 Mann verloren haben. — General Stössel meldet unterm 6. Dezember: Im Kampfe um den hohen Berg, den die Japaner, nachdem wir im Laufe des TageS drei Angriffe abgeschlagen hatten, am Abend des t>. Dezetnber nahmen, wurde der Inspektor der Hospitäler, Gene,al ZerpltSki, tmd Ob«rstlcutnant Blckusow verwundet. — Em drittes Telegramm General Stössels vont 10. Dezember meldet, daß die im Hafen liegenden Schisfe durch llzöllige Bomben der Japaner litten. Genera! Zerpihki sei seinen Wunden erlegen. * Tschifu, 17. Dez. (Rcuter.l Major Mizzendorff. der an den Kämpfen um den 203 Meterhüqel teilnahm, ist gestern bvr eingetroffen. Er berichtet: Tiefer Kampf war der hestigstL und blutigste bisher in diesem Kriege. Die Japaner erlitten ungeheure Verluste; sie fielen kompagnieweise, stürmten aber immer wieder, um den Gipfel zu nehmen. Schließ Hcf) wurden sie durch das Feuer der anderen Forts genötigt, sich zurückzuziehen. Dann aber sttirmten sie zum zweiten und dritten Mal. Ihr Fahnenträger wurde getötet, ebenso acht andere Japaner, welche nach einander die Fahne ergriffen hatten. Beim dritten Ansturm steckten die Japaner in der Nähe ange- häiistes Holz und Kohlen in Brand. Der Wind trug die Flammen und den Rauch gegen die Russen, welche gezwungen waren, sich zu rü ckz u z i e hen. Major Mizenoff berichtete ferner, in Vort Arthur sei alles ruhig Tie Garnison erwartet in zehn Tagen die Ankunft des baltischen Geschwaders. Tokio, 18. Dez. (Reuter. 1 Nachrichten zufolge, die von der Port Arthur belagernden Armee eingetroffen sind, wurde die ,.S e w a st o p o l" , zehnmal von Torpedos mit vollem Erfolge getroffen. Sie liegt jetzt auf Grund und ist augenscheinlich vollständig unbrauchbar. * London, 17. Dez. Meldungen aus Tokio beschreiben den Verl u st von drei japanis.chen Torpechobooten Bei Port Arthur. Zwei wurden in dem am Montag gemeldeten Angriff auf das Schlachtschiff „Sewastopol" bei der Mündung des Hafens von Port Arthur in den Grund geschoßen.' Als die beiden! Torpedoboot-Zerstörer, von vier Torpedobooten begleitet, durch die Dunkelheit vorwärts dampften wurden sie plötzlich bon den Scheinwerfern der Russen entdeckt und heftig beschossen. Ein! russisches Geschoß traf den einen Zerstörer und drang in deN Munitionsraum ein. Eine Explosion erfolgte, und das kleine Schiff flog in die Luft. Fast gleichzeitig trafen einige andere Geschosse den anderen Torpedozerstörer, welcher in drei Minuten nnter'ging. Kein einziger von den Mannschaften^ welche zusammen ungefähr 150 zählten, wurde gerettet. Ter dritte Torvedozerstörer lief auf eine russische Mine und flog in die Luft. (Berl. Ztg.) Petersburg, 18. Tez. Aus Tschisu wird hierher tde* graphisch gemeldet, daß die sieben Russen, die unlängst die Plociade tion Port Arthur aus einem Segelboot durchbrochen haben, sich beim russischen Konsul in Tscküfn befinden. Drei davon sind krank. Tie Japaner sollen bis jetzt im ganzen! ! vor Port Arthur über 60 000 Mann verloren haben. Sollten die Stürme bis zum Erfolg fortgesetzt werden, so müßte noch die doppelte Anzahl geopfert werden. Die Japaner hofften, das russische 6>eschwader in Port Arthur weg- znnehinen, um dadurch ihre Kriegsmarine zu verstärken; sie scheinen diese Hoffnung aufgegeben zu haben: daher das vernichtende Bombardement auf die russische Flotte. Tokio, 18. Tez. Nach Meldungen aus dem Hauptguartiev haben die Russen das Arsenal und die Munitionslager geräumt und die dort befindlichen Vorräte in Sicherheit gebracht. Dies ist die Ursache, daß trotz der heftigen Beschießung der Neustadt und des Arsenals keine Explosion erfolgte. Wie weiter gemeldet wird, sind die Sappeurarbeiten gegen das Fort Kikwan- schan nahezu vollendet, sodaß die entscheidende Aktion gegeri dasselbe bald erfolgen kann. ♦ Petersburg, 18. Dez. Mit der Ausrüstung und Leitung des dritten Geschwaders wurde der Konv^ Mandant der Flotte der Häsen des baltischen Meeres, B ivelow, betraut. Er reiste gestern abend nach Libau ab. * Schadrinsk, 18. Dez. (Ruff. Telegr.-Ag.) Aus Urge wird berichtet: Als wandernde Lamas verkleidete Japaner suchen dort nomadisierende Dschigiten zur Zerstörung der Baikalbahn unb zur Sprengung der Eisbrecher auf dem Baikalsee anzuwerben. Wie verlautet, gehen die Dschigiten wegen ihres Handels und der Freundschaft mit den Russen auf die Vorsebläge der Javaner nicht ein. Ans Htndt und La^d. Gießen, den 19. Dezember 1904. ** Eine Sitzung der Mitglieder des erweiterten Ausschusses für die Errichtung eines Theater- und Saalbaues findet heute abend im Stadtverordneten-Saal ftatt Die Tagesordnung lautet: 1. Besprechung über die Möglichkeit der Errichtung eines Theater-- und Saalbaues oder eines dieser Gebäude, unter Zuziehung mehrerer außerhalb des Komitees stehenden Herren. 2. B e s ch l u ß i a s s u n g, ob die Errichtung ei n e & Theater-und Saalbaues oder nur eines dieser Gebäude weiter verfolgt werden soll. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß diese die bisher wichtigste von allen Sitzcmgen des Ausschusses werden wird und daß daher das vollzählige Erscheinen der Ausschußmitglieder envünscht ist. ** Auf derSpurHuddes. Wie wir von der hiefigen Staatsanwaltschaft hören, steht es fest, daß Hudde mit einem Genossen in der Nacht aus den 15. b. TL im katholischen Pfarrhaus zu Norath einen Einbruch 8 dieb st a h l verübt hat, wobei den beiden 200—300 Mk. Bargeld in die Hände gefallen ist. Der bis jetzt noch unbekannte Genosse Hu d des wird folgendermaßen beschrieben: Etwa 25 Jahre alt, 1 Meter 75 Zentimeter groß, schma' Statur, hageres, spitzes Gesicht, dunkles Haar ohne B.it. Trug dunklen Joppenanzug, graugräuliche Jägermütze und rötlich gestreifte Halsbinde. Wahrscheinlich haben die beiden Einbrecher aber ihre Kleidung öfters gewechselt. ** Kunst-Verein. Bei der vorgestern in Darmstadt stattgehabten Verlos u n g des Kunstvereins sind 16 Gewinne an folgende dem Klinstverein in Gießen angehörende Mitglieder gefallen: Geivinn Nr. 1, „Sonntagnact mittag" von W. Bader-Darmstadt, Gewinner: Fabrikant Bock II; Gew, Nr. 3, „Somitagnachinittag" von W. Gestecken - München. von N. Murillo, Gewinner: iTaufmami Heilige Familie L. S u n d b c i m: Gewinn Nr. 42, Feuerwehr hielt am .3 Tendenz: das Geld nicht mehr zur Stelle ge schafft werden. Se. Kgl. Hoheit der Lich kommend, mit SptelplaL der vereinigten Frankfurter Stadttheater Das Maria die die tat sprechend dem zu Beginn des Vortrags betanntgegebenen Programme wollte Dr. Rösicke in zwangloser Reihenfolge die für t n V8°/o Vn . 127.20 47.65 . 101.70 100.10 . 99.60 . 104.40 . 63.90 . 62.95 8o/0 Mexikaner . . 4 V9I/-1 Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Komroandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Ootthardbahn . . . Laurahütte . , . Bochum . . « . . Ilarpenor . . . Schatzscheine . . . behauptet . 101.70 . 89.90 . 101.55 . 89.90 . 100.00 /nstalt. Gestern nachmittag fand um r/z4 Uhr in der Johanneskirche die ChristbescheerungSseier für die Klcinkinder- bewahranstalt statt. Singend zog die große Schaar der Kinder unter Führung der Schwestern in die Kirche ein und stellte sich an den Stufen des Altarcs, unter zwei schön geschmückten, erleuchteten Christbäumen auf. Nachdem die 63e- . 33.70 . 92.00 . 124.95 . 104 20 . 212 00 . 192 50 . 143.50 . 158.10 . 164.50 . 139.95 . 17.75 . 193.00 . 257.75 . 231.40 . 215.70 Reiohsanleiho do. Konsole . do . . Hessen Oberhessen übliche Verlosung statt und einige Kameraden unterhielten Anwesenden mit Vorträgen. Auch die Fcuerwchrkapclle zur Verschönerung der Feier ihre Schuldigkeit. ** Christbescheerung der Kleinkindcrbewahr- sungen hatte und Pfarrer Euler den Text der Schrift verlesen hatte, begannen die Kinder Sprüche und Texte ans dem neuen Testamente vorzutragen. Daran schloß sich die Predigt an, in welcher den gütigen Spendern für die Gaben an die Anstalt herzlichst gedankt wurde. Ter Schluß des Gottesdienstes erfolgte mit dem Liede „O du fröhliche, 0 du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit" und dem Segen des Pre- Krieflmsten der Redaktion. (»luonhntc Anfragen bleiben unberücksichtigt.) H. M. Sie führen Klage über die R e g i st e r l 0 s i g k e i des kürzlich in Mainz erfchienenen 1. Bandes der ßtcfchf mnt (11 n । Dienstag den Schwalbennest." Dienstag den Stuart." für das Großherzogtmn und wir stimmen Ihnen vollkommen zu Tic Anordnung der Gesetze nach dem Erscheinungsjahre statt nach Schlagworten ist geradezu unglaublich u tt p r a k t i s ch wtb macht das Buch für den .fartiibqcbrauch nahezu wertlos. Auch die Seiten tragen Daten- statt Gesetzesüberschriften. Wir sind überzeugt, daß der zu erwartende 2. Band nur eine äußerst beschränkte Zahl von Abnehmern fitibct, wenn er kein vollständiges Schlagwort-Register bringt, das schon dem 1. Bande hätte beigefügt werden müssen. Gr. L. Nach Artikel 38 der Lanbgemeindeorbmmg haben der Bürgermeister u n d die Beigeordneten Sih und v 0 l l e s S t i m m- r e ch t im Gemeinderat. Kl. Presse in Frankfurt. In Ihrer letzten Nummer kommen Sie noch einmal auf die „Gießener K a b e l b e s ch w e r d e n" zurück, indem Sie iortfahreu, Ihren gänzlich unzuverlässigen Gießener Berichterstatter wohlgemut Raum zu gewähren. Der Gieß. Anz. hat bereits klipp und klar festgestellt, daß er den ersten ihm vorgelegten Artikel in Sachen der Kabellegung wegen seiner beleidigenden nnb unanständigen Tonart ablehnen mußte. Nicht nur Sie, sondern auch wir haben einige Tage darauf formell nichi zu beanstandende Zuschriften in dieser Sache abgedruckt. Wir haben ferner weder an der von Ihnen veröffentlichten „Beschwerde" „Ausstellungen" gemacht, noch sie wiedergegeben, wie Sie neuerdings fälschlich behaupten, sondern nur einen einzigen Sah daraus unseren Lesern vorgcseht, nur um dessen t a t s ä ch l i ch e U n w a h r- beiten gebührend zurückzuweisen. I h n e n bleibt also die „Lehre für die Zukunft" in Bezug auf Ihre an Unverfrorenheit Unerreichbares leistende Gießener Lokalreportage größere Vorsicht zn üben und sich zunächst an die eigene Nase zu fassen, bevor Sie anderen Lebensweisheit zll verzapfen für gut befinben. nach Mainz und Büdesheim. ” Tic Gießener F meinde daß Lied „Dies ist der Tag, den Gott gemacht" gc: daß der Strolch im Pfarrhaus zu Büdesheim war nnb gebettelt hat. Von der Behörde ist an sämtliche Pfarrer der hiesigen Gegend die Warnung ergangen, vorsichtig zu sein. Marburg, 17. Dez' Vor etwa einem viertel Jahre wurden in einer Lehmkautc bei OckerSh aus en tief in der Lehmwand 4 zum Teil noch gut erhaltene Töpfe und ein menschlicher Schädel gefunden. Man machte dem hessischen GeschichtSverein von dem Funde Mitteilung, der die Fundstücke besichtigen ließ. Da man nun in letzter Zeit wieder auf Scherben stieß, fanden heute abermals Nachgrabungen statt. ES handelt sich dem Vernehmen nach um eine v 0 r ch r i st l i ch e 6) r a b st ä t t e. ÄnivcrlUälS-'NaHrichtcri. — Professor Tr. Otto L 11 m in c r bisheriges Mitglied der Vbysikalisch-Technisckfn ReiäSanslalt und Privatdozent an der Universität zu Berlin ist fiuni ordentlichen Professor in der Philosophischen I-akultat der Universität zu Breslau ernannt worden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 20. Dezember 1904: Nur zeitweise heiler, noch etwas kälter. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Lperuhauö. 20. Dezember, abends 7 Uhr: Schauspielhaus. 20. Dezember, abens 7 Uhr: Teiephonischer Kursbericht. F unk tu re a. TI., 19. Dezember. Red Star Linie Vertreter Carl Retter, Gießen, Bleichstraße 8. Ter Postdampfer „Zeelcmd" der Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 13. Dezember wohlbehalten in New-Pork augekommen. SamStag abend auf LonyS Bierkellcr ihre diesjährige Weihnachtsfeier ab, verbunden mit Ueberreichung von Diplomen an Mitglieder der Wehr. Brandinspektor Wiegandt begrüßte die Anwesenden und sprach den Vertretern der Behörden und dem Branddirektor den Dank für ihr Erscheinen aus; er gedachte auch in seinen Worten deS Großherzogs, des hohen Protektors der hessischen Feuerwehren, sowie seiner hohen Braut und forderte die Anwesenden auf, mit ihm für den Landesherrn und seine Braut in ein „Gut Wehr" cin- zustimmen. Darauf nahm Branddirektor Traber das Wort und überreichte im Auftrage des Oberbürgermeisters mit anerkennenden Worten den Kameraden PH. Kloß, H. Lehr- mund, C. Schmidt I., P. Walther und F. Wenzel ein von der Stadt gestiftetes Diplom für 15jähr. Angehörigkeit zur Wehr, ein „Gut Wehr" galt diesen bewährten Kameraden. Regicrungsrat Dr. Wagner dankte für die freundliche Einladung und führte ait5, daß er der Einladung gern gefolgt sei. Er versprach, der guten Sache der Feuerwehr stets helfend zur Seite stehen zu wollen. Sein „Gut Wehr" galt der Gießener Feuerwehr. Das Ehrenmitglied Stadtv. Petri, der als Vertreter der Stadt erschienen war, bedachte daS Ehor ebenfalls mit anerkennenden Worten. Tann sand Aus Siidrvestasrika ist Hauptmann von Heydebreck, einer der wenigen alten Afrikaner, die noch bei der Schuhtruppe übrig geblieben waren, am 9. d§. Mts. in die Heimat abgcreist. Herr von Heydebreck war zuerst im Verbände der 1. Feldartilleric- Abteilung Chef der Gebirgsbatterie, lag im Sommer längere Zeit krank darnieder und wurde dann Kommandant von Windhuk. Nach dem Kampfe am Waterberg nahm er an der Spihe einer selbständigen Kolonne an der Verfolgung der Herero in der Gegend von Epukiro teil. Bei Ausbruch des Hottentottcn-Aufstandes wurde von Heydebreck als Führer der Artillerie dem Stabe des Obersten Deimling zugeteilt. Da der verdiente Offizier jetzt zurückkehrt, muß man leider annehmen, daß er neuerdings erkrankt ist. Der Dampfer „Wittekind" mit nach Südustika bestimmten Truppen hat den Hamburger Hafen verlassen. Der kommandierende General des IX. Armeekorps, von Bock und Polach, hatte die Truppen verabschiedet. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: JmPatrouille n- gefecht bei Swartwater am 2. Dezember vermißt: Sergeant Wilhelm Hermann, geb. 1875 zu Kasiel, früher Infanterie-Regiment Nr. 112, die Reiter Stobbe und Schwaransky. Gefreiter Max Fischer wurde infolge Unvorsichtigkeit eines Kameraden durch einen Schuß in die rechte Achselhöhle verwundet. Neneste MelAinnen. Lriginaldrahtmeldungen des Gficftcncr Anzeigers. Thorn, 19. Dez. Das Kriegsgericht verurteilte den Reservisten, früheren Musketier Bernhard Kleppel, der im Manövcrbiwak im Rausch einen Unteroffizier angerempelt hatte und sich disziplinarisch verging, wegen Widersetzlichkeit in 5 Fällen, Achtungsoerletzung, Beharren im Ungehorsam, ausdrücklicher Gehorsams-Verweigerung, Beleidigung eines Vorgesetzten, Selbstbefreiung als Gefangener zu 3 Jahren Gefängnis. Der Vertreter der Anklage hatte 6 Jahre beantragt. Danzig, 19. Dez. Vor 6 Wochen war hier der 16jährige Lehrling Kurt Weyer auf unaufgeklärte Weife verschwunden. Alle Nachforschungen nach dem jungen Manne blieben erfolglos. Gestern ivurde nun seine Leiche, deren Arme und Beine mit Schnüren gefesselt Warenhaus der Mottlau gelandet. Wie die Behörde annimmt, ist Weyer daS Opfer eines Racheaktes geworden. Paris, 19. Dez. Der Kriegsminister Bcrteaux wohnte gestern in Havre mit 50 Mitgliedern der Mmeekommission des Senates und der Kammer sowie 8 Generalen den Sckncß- versuchen mit dem neuen 24 0 Milli Meter- Schnellfeuergeschütz bei. Die Zielscheibe wurde auf der Rhede in einer Distauz von 50 0 0 M e te r mit einer Geschwindigkeit von 5 Knoten remarkiert imb sollte ein herannahendes Geschwader darstellen. Das neue Geschütz wird automa/- tifch geladen und gerichtet und jenert 3 Schuß in der Schlffsnachrichltn. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl L00S, Kirchenplatz. Bremen, 6. Dez. iPer transatlantischen Telegraph). Dev Vostdampier „Darmstadt", Kapitän G. Bolte, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekonnnen. Bremen, 12. Dez. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Dvppelsckranben-Pofldampfer „Hannover", Kapitän H. Jacobs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 10. Tezbr. 11 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen. B r e m en , 14. Dez. 'Per transatlantischen Telegraph.') Dex Postdmnpü'r „Gera", Kapitän F. v. Letten^Pelersen, vom Nord- deutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 15. Dez. tPer transatlantischen Telegraph.) Dev Doppelscbrauben-Schnellpostbampser „Kaiser Wilhelm der Große", Kapitän C. CüpperS, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern, 2 Uhr nachmittags, wohlbehalten in Newyork cmge- kommen. ,/)cridjt5hiaL Thorn, 18. Dcz. ^as Kriegsgericht verurteilte den Hauptmann und Kompaomeckef Hugo v. Krause vom 176. Infanterieregiment nx'gm M i f; b a n M 11 n n eines Untergebenen zu vier Zechen Stubenarrest. Er bstt- einem Pfcrdeburschen Schläge mit der ftan ft ins Gesicht versetzt. vermischtes. * Paris, 17. Dez Der hi"siae sckwedisch-norwcgisck,-' Gesandte gibt sich Mühe, die Gesciü-chte von der geplanten Verbindung d e s V r i n z en G u ftav A nlfv 0 u S rb iv c b c n mit ft r ä it l e i Ti Roosevelt für erst'uden fiu erklären. * Bervi ers, 18 D-ez. In Eus>iü wurde von Arbeitern die Leiche einer elegant gekleideten mit Schmuck fachen versehenen D a m e in einem verschlissenen W id'nkorb eingepreßt gefunden. Die Sektion sh'l'tc fest, daß der Tod durch Kindbettsteb'-r erfolgte. Aus Grund von Knfonnationen aus Aachen verhaftete die Behi'rde ft r a tt G m m a Stran z v 0 n ~ ch ö ni it a , die hier ein Asvl für Äöchnerinnen inii1 hatte. Die Iran ist im Jahre 1862 in Berlin geboren tind leitete von ihrem Gattnr getrennt mit zwei Töchtern ihres ersten Mannes das Asyl. Von den Behörden vernomvlen, versu^' ' sic ?v rft von bAm geheimnisvollen Lcichcnstinde nickus zu 'wissen, räumte aber später ein, hiervon Kenntnis ui haben. Dagegen bestreitet sie. daß d^r Tod infolge Verbrechens geoen daS keimende Leben erfolgt sei. .Sic bflyanVtct, die Leiche sei die einer ftrau Win'.gu's auS Zülpich, wclchic von ihrem Outten getrennt lebt? und P -.iehungen ihrem Schwager, einem Kaufmann-' Stli-vcl, in V.'rvicr w"hnbast. batte und welche 'n Pension zu ihr gekommen war. Sie soll bei ihr eines natürlichen Todes gestorben sein, wovon ihr (beliebter Stlivcl sofort informiert wurde. Dieser sei dann mit c 'n 'ni Korbe ar gekommen und habe die Leiche nach dem Orte gebracht, wo iie ausgestmdcn Norden sei. Eine der beiden Töchter der^ftrau soll sich bereit erklärt haben, den Korb mit zu tragen, ftrau Stranfi und ihre Töchter wurden sofort in Hast neimmru. An der Tränke" von S. Bergmann, Gewinner: Frl. Agathe Körner; Gewinn Nr. 45, „Venezia" von V. Ravenstein, Gewinner: Fabrikant E. R. Silbercisen; Gewinn Nr. 46, „Windmühle" von S. Eckener, Gewinner: Fabrikant Georg Noll; Gewinn Nr. 49, „4 Radierungen des Badischen KuustveremS", Gewinner: Rentner W. Wallenfels; Gew. Nr. 50, „Mappe des Münchener Radierervereins", Gewinner: ftrau Dr. P(0ch Ww. Von den 53 Gewinnen fielen 26 nach Darmstadt, 16 nach Gießen, 5 nach Offenbach, 4 nach Worms; je 1 Gewinn Gewinner: Rechtsanwalt Grünewald; Gew. Nr. 6, ^Llnt Vach" von M. Starke-München, Gewinner: Proseffor Dr. Poppert; Gew. Nr. 13, „Rotenburg a. d. Tauber" von H. Schlegel-Darmstadt, Gewinner: Geb. Iustizrat Professor Dr. Schmidt; Gew. Nr. 17, „Abendstille" von L. Will- roider - München, Gewinner: Frau A. Petri Ww.; Gewinn Nr. 18, „Hornbläser" von A. Hengler-München, Gewinner: Fabrikant C. Kling spor Ww.; Gewinn Nr. 20, Abend- stimmung" von M. Klinger-München, Gewinner: Geheimer Medizinalrat Lohlein; Gewinn Nr. 26, „Landschaft mit KriegSscene" von W. Lessing, Gewinner E. W. Nowack; Gtw. Nr. 35, „In der Kirche" von W. Leibl, Gewinner: Fabrikant H. Schaffstädt; Gewinn Nr. 36, „Tie Kaiserpaläste von Forto d’Anzio* von M. Wielandt-München, Neivinner KreiSrat Böckmann in Büdingen; Gew. Nr. 37, R. B. D a r m st a d t, 18. Dez. Zur Vermählungs-- feier unseres Gro tzherz o gs können wir beute Mitteilen, daß die Mitteilung von babm des Kaisers an d er Feier gestern vormittag Sr. Königs. Hoheit bei dem besonderen Empfang des preußischen Gesandten Fürsten Hohenlohe-Lehringen überbracht wurde. Nachdem die Zusage des Reichsoberhauvtes feststeht, lvi^d die Vermahlungsfeier natürlich einen wesentsich grofiarti- dereit Charakter cmnehmen und auch die Beteiligung einer Anzahl anderer Fürstlichkeiten zur Folg-' lwben. D-er farmst Ztg." zufolge findet die Vermählung am t Februar in der hiesigen Schloßkirche statt. — Ter hiesige Professor für Literatur an der Technischen Hochschule, Tr. harnack, der jüngst auch zum Mitglied der Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde, hat sicherem Vernehmen nach den an ihn ergangenen Ruf als ordentlicher Professor für Literatur und Aesthetik in S t u 11-! gart angenommen. fc. Vom Rhein-Nahe-Winkel, 18. Dez. Die Nanz-- untere Nahegegend, besonders aber das „Binger-Eck", sind in großer Aufregung wegen der Nachricht, daß der Mörder Hudde sich hier herumtreibe. Tatsa daß Hudde m Bingerbrück gesehen worden ist. Ferner ist erwiesen, , v m // v r . die Landwirtschaft besonders wichtmcn Tagesfragen behandeln und Butzbach, 1 (. Dez-, ^n der „Butzb. Ztg. lesen wir: j0 e{uc große Reih? der verschiedensten ftragen in die Ve- Großherzog parierte gestern, von Brechung, u. a. auch die neuen ftlcisMcschaubcstimmungen, die seinem Autom o bil unsere Stadt. :cht endlich zugunsten d-r Viehzucht urnbenden Landwirte geändert An der Griedelerstraße kam ein Hund unter dasFahr- worden und. Ferner die Milchzollfragc, in der die Negierung -eug. Auf das Geheul des Vierfüßlers ließ der Landes- die Landwirtschaft gleichfalls im e>lkfe gelassen habe. Jetzt kommt Herr auf dem Marktplatz halten, sprang aus dem Magen aus Holland imb Dänemark zum Schaden der vielen Milch vcr- und wollte nach dem Verletzten sehen. Dieser richtete sich Jauern sremdc Uhlcp iiadj -.cutschland, ohne baß die ober alsbald mif unh trottete hem Hans seines Besitzers Mehrzahl der Parteien im Reichstag die gerechten ftordcrungen trottete dem dMtS 1 eines Bundes der Landwirte fvierbn imterftift’-t hatten. Die Bauern zu. Geheul war demnach größer^als der ^chmcr.^. Nao ^g^n unbedingt ihren Vertretern znr Psticht machen, daß sie diesem kurfien Aufenthalt setzten die Herr,chaften ihre Fahrt m h?ll wirtschastlichcn ftragcn nachdrücklicher die landwirtschast- nach Darmstadt fort. Uch-n Interessen vctr.it n. lO. Ztgst ** In Haft genommen. Auf der Polizeiwache v.-rbindnng mit den Vertragsftaaten nicht den'envarteten Vorteil meldete sich gestern nachmittag ein auswärtiger Dienst-- ö'ftten. Aick die Mittelftand rage eingehend, betonte Lr. Unecht der seinem DienMerrn noch (rnftnenhuna eines ^0ficke, daß die Regi"rimg, wie CVra Vo,adowsw vor ewigen ^feeren hie w I b.abc ersehen lassen, nicht di' richtige Vorstellung davon größeren Geldbetrags entlaufen war, fr^lwtllcg, um die z wie die Zustande im Mittelstände seien, wie immer mehr erwartende Strafe auf pch zu nehmen — Zwer Bettler selbständigen Eristenzen zuriicrginaen und das nicht seßhafte anschemend Ausländer, und der deutschen Sprache nicht Proletariat ungesunder Weise mrrbre. Die Regierung bemächtig, welche seit einigen Tagen hier mittels eines Brieses günstige in zu weitgehender Weise die Kartellverbindungen, wo- milde Gaden für sich erbeten, wurden in .Hast gebracht. Sie durch gerade die kleinen Existenz^ anfgesangt würden. Dadurch hatten kurz vorher von einem Kommis, der ihnen einen werde auch die Landwirtschaft anss sck^vcnte getroffen, wie der Pfennig schenken wollte, versehentlich ein 10 Markstück er-1 Redner an dem Stand der Zuckcrmdnstrie genauer nachwies. Enthalten; doch konnte das Geld nicht mehr zur Stelle ge- lerncn. Die Vcrsammliing wurde von dem Vczirksvorsitzenden Schlabach^Stedeback> eröffnet mit einem Hoch auf Se. Majestät h?n Kaiser und König. Dann ergriff Dr. Rösicke das Wort zu 'einen „Betrachtungen über die gegenwärtige wirt- ! ch a f t s p 0 l i t i s ch e Lag e." Der Redner sprack> zunächst über die Erfolge, die der Bund der Lant'vnrte bisher in seiner Tätigkeit erreicht habe, trotz der Angriffe, die von^ allen Seiten in her schärfsten Weife gegen ihn gerichtet worden feien. Tie heutige ftartellbewegrmg in der Industrie und ihre großen Erfolge sei Srr beste Beireis für die Notwendigkeit einer immer stärkeren Cinigkcit der Landwirte. Rur durch Zusammenschluß sei Macht 111 gewinnen. Zur Erläuterung seiner Ausführungen ging der Redner auf die Kafichndikate und die übrigen Dungmittesliefe-- rantfn der Landwirtschaft ein, die nur infolge ihrer geschlossenen r. „ n x. , . .. m rr k "*• v r I Kartelle in der Lage sind, die Preise für ifyrc Produkt' testzusetzen. dlgerS. Leider konnte die Bescheerung in der Kirche selbst, gs^cher Weife müsse auch d.-r genossensckastliche Absatz der wegen de§ geringen Raumes und der so zahlreich erschienenen '.andwittscstastlichen Erzeugnisse geregelt merben. Des weiteren Verwandten der Kinder nicht st-ittsinden. sodas; manchen, nichi winden die HandelSderttaaSnerdtiinine der letzten Jahrzehnte **«**«*»>•;'•> und strahlender Kmderaugen zu schauen. - das Reick mit Getreide überschwemmt, wohingegen bic Haudels- M arburg, 17. Dez Die Hauptversammlung bes Bunbes der L a n b wirte bic heute vormittag 11 Vs Uhr im Restaurant Schultz abgestalten würbe, war außcrorbentlich stark aus lanbwirtschaftlichen Kreisen besucht, zumal bie Mitglieder bes B. b. L. heute zum erstmmalc bas Vergnügen hatten, den BundeSvorfitzenben Dr. Rösicke- Görsborf, kennen zu v/.o/o 3"^ *l'9o/n 37,% 4% Ocstcrr. Oohlrcnte 4‘ 5?o Oesterr. Silberrento 4% Unerar. Goldrente . 40/ Italien. Rente . . . 41', % Portugieser » . . 10/ Portugiesen. . . . 1 % C. Türken . . . l'Hrkenlose . 4°/o Griech. Monopol.-Anl. 4l/,% äussere Argontiner ^kchviplah. "lkyravh). 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