Nr. 194 Orlchetui täglich nutzer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamtlien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Jtotalionfibrud u. Verlag bet Brühl 'schen Untvers.-Buck-n. Stein- bruderei. 9t Lang«. Redaktion, Qrpebittoei und Druc^ret: Schulstrohe 7. Adresse für Deoefchan Anzeiger Grctzeru Frrnfpr«-chan1chluß9tt 61. pjaMPaagaiKgJiMBiMRMW B3 S vezugApreigr utch76 Pt„ viertel-» h Mk. 2.20; durch A6hole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- Crites Blatt. 154. Jahrgang Freitag 19. August 1904 GleßeiierAnzeiger General-Anzeiger ** 3ESSK v V «era NI wörtlich tut Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW -------------------------- zeigenteil: LanS Beck. Die 6tätige Yiimmer umfaßt 8 Seiten. Aer Krieg zwischen Japan und Wnßlaud. Die Kapitulation Port Arthurs abgelehnt. Die Japaner haben den General Stössel zum ersten Male zur Uebergabe der Festung $ort Arthur aufgefordert, sind aber a b s ch l ä g l i ch beschieden Inorden. W. T. B verbreitet über diese Verhandlungen folgende telegraphische Meldung: Tokio, 18. August. Nach amtlicher Mitteilung meldet der Kommandierende General der Belagerungsarmee vor Port Arthur, daß er am 16. August einen Parlamentär zu den feindlichen Vorposten gesandt habe, der eine Mitteilung überreichte, die die Wünsche des Kaisers von Japan zum Ausdruck brachte, die N i ch t k o in b a t t a n t e n f r e i»u l a s s e n. Ferner übermittelte der Parlamentär einen Brief, in dem der Besatzung die Uebergabe angeraten wurde. Diese Mitteilungen wurden dem Generalstabschef der Garnison aus gehändigt, der am 17. d. M. einen russischen Parlamentär mit ablehnender Antwort bezüglich beider Punk t e an die Belagerungsarmee sandte. Daß General Stössel' die Aufforderung zu kapitulieren abgelehnt hat in einem Zeitpunkt, Mo die "eigentlichen Fesh- ungswerke noch intaft sind, ist selbstverständlich; nach einer weiteren Meldung hat er seiner Ablehnung noch hinzuge- fügt, daß er die Festung bis zum letzten Mann verteidigen wolle. Dagegen hätte er das japanische Anerbieten, die Zivilbevölkerung zu entfernen, wohl annehmen können, ohne der militärischen Ehre etwas zu vergeben. Der General muß also doch die Gefahr, die den Nichp- kämpfern in dem eingeschtossenen Platze droht, noch nicht für allzu groß halten. Die Port Arthur-Flotte entkommen. Jo ko Hama, 17. Aug. Hier ist ein Telegramm aus Tschifu eingelaufen, demzufolge die russische Flotte, die erst am Abend vorher nach Port Arthur zurückgekehrt war, gestern morgen aus dem Hafen ausgelaufen ist, um sich vor dem Artillerie feuer der Japaner in Sicherheit zu bringen. Die Japaner setzten di^ Beschießung bis 2 Uhr fort. Petersburg, 18. Aug. Ein Telegramm des Kontreadrni- rals v. Neitzenstein an den Kaiser aus Shanghai besagt: Am 10. August begann das Geschwader aus Port Arthur um 5 Uhr morgens auf die äußere Reede a u s z u l a u f e n. Um 8.30 Uhr morgens gingen die Schiffe, indem sie sich in Kiellinie formierten, mit Minen fischenden Schiffen an der Spitze, in folgender Reihenfolge in See: „Zessarewitsch" unter der Flagge des Ge- schwaderchess v. Witthöft, „Retwisan" „Pobieda", „Pereßwiet" unter der Flagge des Chtis der Panzerabteilungen Fürsten Uch- tomslv, „Sewastopol", „Poltawa" und „Askold" unter Führung des Chefs der Kreuzerabteilung v. Reitzenstein, „Pallada", „Tiana". Der Kreuzer „Nowik" fuhr dem Geschwader voraus. Tie Torpedoboote der ersten Abteilung hielten sich in der Nähe des ersten Panzerschiffes. Zwei Kanonenboote und die zweite Torpedobootsabteilung begleiteten das Geschwader, um die Minen fischenden Schiffe auf dem Rückwege zu schützen. Ter Dampfer „Mongolia" unter der Flagge des roten .Kreuzes hielt sich seitwärts. Tie Reede, auf der sich Minen befanden, wurde ohne Unfall passiert, doch nahm dies zwei Stunden in Anspruch. Um 9 Ubr morgens signalisierte der Geschwaderchef: „N a ch W l a dito o st o k f a h r e n". Von dem Augenblicke an, wo das Geschwader auslief, .begannen die feindlichen Schiffe von verschiedmen Seiten^her sich zu vereinigen. Slm 10.15 Uhr kehrten die Minen^fischenden Fahrzeuge um, während das Geschwader mit einer Geschwindigkeit von acht, spater zehn Knoten seine Fahrt fortsetzte. Tie Kanoneboote und die Torpedoboote der zweiten Abteilung gingen, indem sie die Minen fischenden schützten, nach Port Arthur zurück. Von 12 Uhr mittags an fuhr das Geschwader mit einer Geschwindigkeit von 13 Knoten. Das feindliche Geschwader näherte sich von links. Es bestand aus den Linienschiffen „Assahi" und „Mikasa", je einem Schiff vom Typ des „Fuji" und vom Typ des „Schinschirno", sowie aus den Panzerkreuzern „Nishin" und „Kassuga". Außer ihnen waren am .Horizont noch drei Kreuzer vom Typ des „Matsuschima", ein Panzerkreuzer vom Typ des „Jwate", drei Kreue^r vom Typ des „Takasago" und 44 Torpedoboote zu sehen. Tie Schiffe des feindlichen Geschwaders kamen plötzlich alle au f un s zu. Wir wandten uns daher nach rechts. Gleich daraus begann der Kampf, und nun wendeten sowohl wir wie das japanische Geschwader wiederum, dann schlug das feindliche Gewowader denselben Kurs ein wie unser Geschwader. In dem ^suen Kampfe fuhr der „Askold" hinter der „Poltawa", ein Geschoß traf den vordersten Schirnftein des „Askold" und be- icyadigte seine vorderen Kessel. Tie Kreuzerabteilung verließ a ??? Tas japanische Geschwader näherte sich nun bis auf - än(TPtT' worauf der zweite Kamps begann. Um ä-• *wchw- kehrte der „Zessarewitsch" um, fuhr längs der mellime und signalisierte: „Kommandant überaOt Kommando." -ver älteste Offizier war der Kvntreadrniral Fürst Uchtomski. Da sah, daß der Feind nufer Geschwader von allen Seiten ein* zuMießen bemüht war, so beschloß er, keine Zeit zu verlieren und den Ning des Feindes an der Stelle, wo der Widerstand am geringsten war, zu durchbrechen. Ich gab meinem Geschwader das Signal: „Mir folgcn!" und fuhr mit dem „Askold" an der Spitze voraus. Gleich hinter mir fuhr der „Nowlk", in einiger Entfernung die „Pallada" und die „Tiana". Die Kreuzerabteil- ung hatte sich bei diesem Durchbruche gegen vier Kreuzer zweiter 'ilasse und mehrere Torpedoboote zu verteidigen und rechts be- anden pch drei Kreuzer vom Typ des „Matsuschima". Me ^^.w steben Schiffe überschütteten die Kreuzer ! 11 f 0 f fe n- Als ich mich bem Ringe näherte, bemerkte iw, daß einer der vier Kreuzer ein Panzerkreuzer vom Typ des ,,-ltama war. Er legte, sich uns quer in den Weg. Das scharfe - euer des „Askold" auf die feindlichen Schiffe richtete aus drei reuzern zweiter Klasse sichtlich Beschädigungen an > nd veranlaßte auf dem (japaniscl>en) „A s a m a" eine Feuers- ‘ r " nft, der sich hierauf seitwärts wandte und dem „A § k o l d" 'cn Weg Urei gab. Bier feindliche Torpedoboot« -äherten sich nnd griffen den „Askold" an. Sie feuerten Vier orpedos ab, die alle fehlgingen. Tnrch eine wohlgezieltc sechs- ' anale bti „Askold" wurde eines von den Torpedulwoten iin den Grp ld gebohrt, die übrigen entfernten sich schnell. Ter .üaupi imr heiß. 20 Minuten lang hagelten die Geschosse : b n „Askold" nieder und richteten Viele Deschädigunaen an. e r R i n g der feindlichen Schi sfe aber ourch horochen. „AskoÜ/" und „Nuwik"' brachen durch, ihnen folgten „Drana und „^aTIaba". Die japanischen Kreuzer verfolgten den „Askold" und den „Nowi^. Wir steigerten die Fahrt aber auf 20 Knoten und entkamen rasch Inzwischen war es dunkel geworden. Ich sah die „Pallada" und die „Tiana" nicht mehr. Da ich nicht Mehr verfolgt wurde, so verringerte ich die Fahrgeschwindigkeit, um auf die anderen Schiffe zu warten, und Nxil die Schornsteine und die Kessel beschädigt waren. Der „Askold" hatte auch Beschädigungen unter der Wasserlinie erhalten.. Boi Tagesanbruch fuhr ich langsamer und hielt den Kurs in der Mitte von beiden Küsten, um mich nicht bei Schan- tung Torpedvangriffen auszusetzen. Den Kreuzer „Nowik" ließ rch allein weiterfahren, Hamit er, der ein schnellgehendes Schiff ist. Zeit gewinnen konnte, falls er später verfolgt werden würde. Ties, entsprach auch dem vorher festgeftelltcn Durchbruchsplane, der iedem Kommandanten bekannt war.. Bei Tagesanbruch beschleunigte ich die Fahrt, ohne die Maschirren anzustrengen. Es stellte sich 'jetzt heraus, -aß der „A s k o l d" e r n ft l i ch e Beschädigungen erlitten hatte. Ta zwei Schornsteine zerstört waren, so war der Kohlenverbrauch sehr groß. Ter Beschädigungen und des Kohlenmangels wegen mußte ich den Plan, sofort durch die Koreaftraße nach Wladiwostok zu gehen, auf- a e be n. Ter Kreuzer mußte ins Dock gebracht werden. Ich beschloß, hen neutralen Hafen Shanghai anzulaufen. Am 12. August ging ich bei bet Insel Budolu um 3 Uhr früh vor Anker. An demselben Tage lief ich bei Hochwasser in Wusung ein. Am 13. August gelangte ich in den Wanpusluß und traf Anstalten, um ins Dock zu gehen. Die Hauptbeschädigungen des „Askold" sind folgende: zwei Schornsteine zertrümmert, drei durchlöchert, ein Kessel beschädigt, zwei Spanten gebrochen. Tas Schiff hctt ferner vier Lecke unterhalb und sechs oberhalb der Wasserlinie. — Die Kommandanten, Offiziere, Aerzte, Mechaniker und Mannschaften beider Kre^izer verhielten sich mutig und kaltblütig und erfüllten ihre Pflicht. Die Aerzte waren unter einem Hagel von Geschaffen tätig. Weiteres vo« Kriegsschauplätze. Tokio, 18. Aug. Unter den 60 0 Ueberlebe'nden des Rurik, welche in Sasebo gelandet worden sind, befinden sich 175 Verwundete, darunter 23 Offiziere. Einer der verletzten Offiziere ist feinen Verletzungen erlegen. Der Kommandant und alle höheren Offiziere des Rurik sind tot. London, 18. Aug. 2lus Lraujang wird gemeldet, daß infolge der Angriffe der Chungufen aus die chinesische Nordbahn und die Untätigkeit des Generals Mah gegen die Chungufen vorzugehen, die Lage der russischen Truppen besorgniserregend geworden ist. Petersburg, 18. Aug. Die „Rufi. Tel.-Dg." meldet aus Mukden vom 18. August: Das ür dem gestrigen Mukdener Telegramm erwähnte Fahrzeug, welches die Iapan er mit gekappten Masten in die See gelassen hatten, wurde vom Winde an das Ufer bei Tschifu getrieben; das Fahrzeug war mit Fpauen und Kindern gefüllt. Paris, 18. Aug. Aus Tschifti wird gemeldet: Der russische Schiffs leutn ant Ro sch tschakows ki, der an Bord des „Retschitelny" einen Faustkamps mit dem japanischen Offizier hatte, zeigt den Besuchern seiner Krankenstube die Bißwunde, die fein Gegner ihm am Finger beigebracht hat. Er wurde gestern am Schenkel, wo er eine Schußwunde erhalten hat, mit einem aus Weihaiwei gebrachten radiographischen Apparat untersucht und operiert. — Japanische Schiffe kreuzen Tag und Nacht vor Tschifir Valitische Tagesschau. Kein Jndustrie-RotstandStarif. Tie Nordd. .Allg. Ztg." schreibt: Von der .durch den Vcr- kehrsminifter v. Budde empfangenen Abordnung des Bundes der Industriellen wurde beantragt, den infolge der derzeitigen Behinderung der Binnenschiffahrt von ihnen an* gestrebten Notstandstarif auf folgender Grundlage aufzubauen: Die preuß. Staatsbahnv'erwalttmg gewährt denjenigen Betrieben und Händlern, die direkt oder indirekt auf die Benutzung von infolge der Dürre uufahrbar gewordenen Wasserftra ßen angewiesen sind und die ihre Kalkulation auf die billigere Wasseffracht ganz oder teilweise basierten, eine Vergütung der Differenz zwisck)>en der Eisenbahn- und Wasser- Tad)t für den Zugang und Abgang von Waren, die zum Fabrikattonsbetriebe erforderlich sind oder daraus hervorgehen. In Anrechnung, komntt immer nur derjenige Teil der Frachtdifferenz, welcher der verhinderten Benutzung einer bestimmten Waffer- iraßenstrecke entspricht. Die Vergütung der Frachtdifferenz zwischen Wasserstraße und Eisenbahn finbet nicht statt für Betriebe, deren Kalkulatton nicht auf den Wafferfracksten basiert. Vom Minister v. Budde wurde zunächst die Auffaffung widerlegt, daß es ich beim Not stau dötarif für Futtermittel nach Schlesien mid Teilen Posens um einseitige Begünstigung der Landwirtschaft handle.. Ter Futtennitteltarif sei gewährt, nicht weil einzelne Landwirte individneN geschädigt wurden, sondern um einer allgemeinen LandeSkalamitat, wie sie ficb durch eine wesentliche Verringerung des Vieh- t an des ergeben würde, vorzubeugen. Wenn auch zuzugeben sei, >aß die Industrie in zahlreichen Landesteilen infolge der großen Trockenheit imb namentlich durch die Behinderung der Binnenschiffahrt gl'ichsalls Nachteile erleide, und mit mehr oder weniger erheblichen Verlusten zu rechnen habe, so könne doch von einem Notstände, der die Herabsetzung der Eisenbahnfiachten rechtferttge, nicht die Rede sein. Es handle sich im wesentlichen um Mehrausgaben, die den einzelnen Industriellen daraus ertvaMen, daß statt des billigeren Wasserweges vorüber gehend die Etscnbahn benutzt werden müßte. Gewiß sei das chmerzlich, beeinträchtige in zahlreichen Fällen den Geschäfts gewinn oder zwinge auch unter Umstanden, mit Verlust z u arbeiten. Indessen könne hieraus fein Anlaß genommen werden, Ennäßiguugen der Eifeirbalprfiachten zu gewähren, die lediglich einzelnen zugute koimuen würden. UrfxnbieS ergebe sich auch sclwn aus der Formulierung der Vorschläge selbst, daß sie Praktisch undurckisöbrbar seien. — Nachdem bei der erngehendeu Erörterung der geäußerten Wünsck>e der Minister auch darauf bingewiesen hatte, daß durch eine Frackitermäßiguna bev Eisen bahn eine Schädigung der Binnenisckrifsahrt. nauientlich der kle'nereu. h'rb.'igeführt werden würde, gab schließlich bei Minister auf Wunsch eines Teiles brr Erschienenen die bestimmte Erklärung ab, daß mit einer E r m ä ö i g n n g der Eisen bah ufracht e n infolge des vorübergehenden VersageirS der Flußsünssahrt nicht gerechnet wcvden könne. Aus St. Goarshausen kommt folgende Nachricht: Ter Wasserftand des Nherns geht immer mehr zurück. Dre Dampfichleppschiffahrt zwischen hier und Köln ist deshalb ber Nacht gänzlich eingestellt und untersagt. „Der Kuchen ist nur für die Landwirte da!" Mit diesen Worten bitteren Spottes äußert sich die „Voss. Ztg." Wenn es sich um die Landwirtschaft handelt, dann steht für die Regierung in Berlin fest, daß ein allgemeiner Nofftand vorliegt. Ter Vorgänger Herrn v. Buddes, Minister v. Thielen, sagte einmal: „Tie Agrarier sind doch nicht allein aus der Welt!" Tiefes Wort muß als veraltet gelten, und mit Recht ruft hüe „Voss. Ztg " dem Industriellen, dem Kaufmann zu: ^W e h bir^ daß du kein Landwirt bist!" ♦ Ein Kathedersozialist. Der Universitätsprofessor Jaspersen hat dem sozialdemokratischen Wahlfonds einen namhaften Beitrag übersandt mit folgenden^ Begleitschreiben: „Hiermit erlaube ich mir, einen Beitrag zum sozialdemokratischen Wahlfonds zu senden mit einem tieigefühlten Danke für den Kampf ber sozialbemokratischen Partei für ökonomische Gerechtigkeit imb politische Gleichheit. Nicht zmn minbeften auch Dank für den Kampf gegen bie militaristische schleichende Seuche. Ergebenst Otto Jaspersen, ProfessorderUniversität/ Natürlich ist Herr Jaspersen kein deutscher Profesior. Er lehrt an der Universität Kopenhagen englische Sprache und Literatur. ßine neue Kolonialörutalitäl. In der „Kol. Zettschrift" erzählt D. Herfirrth von einer an einem Neger in Deutsch-Südwestafpika verübten Bluttat. Der Täter war der stellvertvetende Distriktschef von Bethanien, Sanitätsunteroffizier K o s s a k, und der Distriktschef von Bethanien, Baron von Stempel, sei der Beamte gewesen, welcher der Anzeige des Ansiedlers Groeneveld te tne lyolge gegeben haben soll. Nach der „Kol. Zeitschr." ist der Tod des Negers mit raffinierter (Stauf am feit herbeigeführt worden: das Blatt schreibt: Tie schweren Bestrafungen des Ansiedlers Groeneveld und bereit geringfügige Ursachen haben in dem größten Teil der deutschen Presse eine nicht unbedeutende Beachtung gefunden. Dazu hat aber m. E. mehr die Ermordung des Negers durch den stell- vertretenden Distriktschef von Bethanien, SanitLtsuitterosfizier Kossak beigetragen, als das trübe Geschick GroeneveldS. In ber Begründung zu dem fieisprechenden Urteil in der Meineid^aHe (drei Jahre Zuchthaus und Nebenstrafen gegen Groeneveld) vor dem Windhuker Obergericht am 2. Oktober 1903 zeiA es. ,Zm verbte 1901 entstanden zwischen dem Tirstiktschef von Bethanien, Leutnant Baron v. Stempel und dem Angeklagten mehrfache Differenzen, zum Teil dadurch veranlaßt, daß der Angeklagte einen Samtätsuntervfsizier von der Stattonsbcssatznng wegen schwerer Mißhandlung denunziert^. Tas Wort ^.schwere Mißhandlnng" ist ein etwas euphemistischer 'Ausdruck für die Art der B e h a n d- lung eines kräftigen und gesunden Negers, die innerhalb sechsTagen zumTode führte. Der Mann erhielt auf Befehl des Kossak in der angeführten Zeit nur dreimal Nahrung irret) zwar am elftere Tage seiner Inhaftnahme. Bom Dienstag brS zum Samstag, dem Todestage, bekam er nichts, wohl aber versuckite Koffak den Erschöpften an einem eisigkalten Septembertage im Schatten ftner Maner dadurch zur Arbeit zu ermuntern, daß er den krummgeschlos- seneuMann mit kaltem Wasser solange übergoß, bis er in einem Tümpel lag. Um den Abfluß des Waffers zu verhindern, führte man um den an der Mauer liegenden Neger einen Erdwall auf und fror ihn so zu Tode, da Kossak Sorge trug, daß fein erwärmender Sonnenstrahl den Mann treffen durfte. Kossak hat noch seiner Entfernung von Bethanien in Windhuk weiter Dienste in seiner Charge geleistet. Von einer ausreichenden Bestrafung für seine Tat ist nichts- bekannt geworden. Tie Empörung über letztere hat Groeneveld veranlaßt, sich an die Presse zu wenden, die aber auf das Zeugnis des einzelnen Mannes hin sich nicht fiir berechtigt hielt, bie Angelegenheit anszunehmen. Auch der „Kolonialeii Zeitschrift" l«t ber 23rief Groenevelds längere Zeit zur Verfügimg gestanden. Tie Bestättgung durch den vorher angeführten Paffus a\i& ber UrtciTdbegrünbun^ bat aber erst bie enbgilttge Veranlaffung gegeben, in der Siche vorzugehen. Tie Kolonial-Abteilung ist von Anbeginn an bemüht aewestn, dem Groeneveld zu sein em' R eckte zu verhelfen. Im ganzen sind von ihr u. a. fünf Slufforbcr- ungen ertaffcit worden, den von dem 2t. v. Stempel über Groeneveld verhängten Boykott anfirheben. Die ausübenden Cr* g a ii c i m lio ch u tzgebiet, darunter auch der Gouverneur Lent- wem, lwben aber den klaren Anordnungen ihrer vor- gef e tzt en B e hor dc keine Beachtung geschenkt. Nack dem eudlich aus Befehl der Kolonialalneilnng bie Militärvcrloalt- uug von Betlmnien aus Anlaß ihrer Verfehlungen in eine Zivil- umgeto.rrobelt worden war. erhielt v. Stempel in Wiitdhuk das Ehrenamt ein $ pcrsönlicken Adiutanteu des Gouverneurs. Der R i ck t e r, ber bie fdfuveren Strafen gegen Groenevclb ausgesprochen hat war der Referimdar Dr. MerenSky. Nace- dem das Windlmker Obergericktt Gronevelds Strafen fast aus ein Nictns bmibgeminbcrt hüte ttn Verhältnis zu den von dem KeettiimMwotier Getickt anS^wsprockvneu Urteilen, ver su ckt e man vom Selm Gebiet aikS, den Manu auf eine andere W eise unmöglich zu machen. IN einem Artikel des „Nicunio Rotterdamer Courant, i>er in mehrere beutfeiv Zeitungen überging, beschuldigte man ibn, bni B o n b e l z w ans Wagen geliefert und so z n m A u ssta n de dieser bei- getraaen zu halvu Tie Belwuplnng nnntw' von dem Ham bürget Kaufmann I. W. Meycr, s>'m Geschiiftssreund Grocncvelbe als unwahr envicfni. Aus den angefilimrit Taffndfrcii vermag man u. a. auch E n Scküuß zu ziehen, daß, n^nn Missionare ihre Söhne, den Gonvci- neue 2-eutttxtiu an > n R - s nmba» ?r Meirnsky nid4 l^cficr zu etzielir n im’ < *'l'i Ü bcnb> in ergibt, sie auch 3ur Erziehung ixi ^arbn.nn nia>l seht geeignet erscheinen. lassen Tage ist eß nämlich gerade ein halbes Jahr, daß die beiden den Lichtenstein ermordet haben. Eß geschah bieß am Amsterdam, I---------- . Taktik aus dem internationalen So, ialtstenkongrek treffen, led-nre heute die Resolution Adler-Dandevelde mit 24 aeqen 16 ci-mmen ab und nnhm bte Dresdener Resolution mit 25 gegen abstatten. fc. Frankfurt a. M., 18. Aug. Im Prenngeßheimer Gefängnis sind beieitß alle Vorbereitungen für die Hinrichtung der beiden Raubmörder Groß und Stafforst getroffen. Groß soll sich mit der Tatsache abgesunden haben, daß eß anß Leben geht, während Stafforst immer noch auf Begnadigung hofft. Alß Termin für die Vollstreckung deß Todeßurteilß wird unß der 26. August genannt. An diesem Nachmittags 4 Uhr. Sabbathaußgang 8.2b Uhr. 3 Stimmen bei 10 Enthaltungen an, Dijon, 18. Aug. Wie befnnntneaeben wird, werden die groben Manöver des 7. und 8. Korps, welche in bem Te- part em ent Este d'Or stattfinden fällten, wegenWaffermangelß ausfallen. , I Rom. 18. Auq. Daß 44. Infanterieregiment, welches m Viterbo in Garnison liegt, hat revoltiert. Nach einem längeren beschwerlichen Marsche verlangten die Soldaten Vergeben der Rationen. Sie warfen ihre Wallen weg und lehnten sich gegen ihre Vorgesetzten auf. Eine große Anzahl wurde verhaftet. , , Petersburg. 18. Aug. Tie Ta ufedeS Thronfolgers ist auf den 24. August m der großen PalatSktrche in Peterhol angefetzt. * — Neue anlijüdUcheAuSschreitungen haben gestern in Qstrowitz ftattgehmben. Die AliSschreittingen bauerten mehrere Stunden. Zahlreiche Häuser der Juden wurden demoliert und die Bewohner tätlich angegriffen. Ein Jude ifl heute feinen Verletzungen erlegen, 22 andere sind mehr oder minder schwer verletzt. Sydney, 18. Aug. ES ist ein neu e S M i n i st e r i u m > gebildet und vereidigt worden. Premierminister ist Reid, der auch das Auswärtige übernimmt. Tie Persönlichkeit Reids gewährleistet ireundliche Beziehungen mit dem AuSlande. Tariländerung sowie Einführung von Vorzugszöllen gilt als auSgeschloffen. DaS neue Mtnisteritim ist ein Koalitions-Ministerium. In demselben dürften ebenioviele Freihändler als Schutzzöllner sttzen. Um den Herren Watson und Genoffen die Lpposstion zu erschweren, bekannten die neuen Verbündeten sich last zu allen Punkten deS Arbeitervro- qramms — mit Ausnahme der Anwendung der SckiedSaerickts- bill and) auf Staatsbeamte. TaS war bte Frage, über welche daS fuchunq geschaffen werden. Mainz, 18. Aug. Die Bürgermeisterei bat daß Stabt« I bauamt und die Sladtgärtnerei beauftragt, bei Gelegenheit der Anwesenheit beß Kaisers am nächsten Montag, für bie Straßen und Plätze ber Stadt borge tragen zu wollen. Es soll indessen diesmal eine größere Sparsamkeit bet der Ausschmückung obwalten, als dies seither der | gewesen ist. Wie in früheren Jahren, wird wieder der Alice- platz, welchen der Kaiser mit Gefolge bei der Rückkehr vorn Manäcer in die Stadt zuerst beschreiten wird, auSgeschmückt ! werden und als Fortsetzung diese« PlaheS wird auch die Bingerstraße mit venezianischen Masten und Wimpeln auß- gestattet und mit Guirlanden biß zum Münsterplatze geschmückt werden. Auf der großen Bleiche aber fällt diesmal die ganze Ausschmückung mit Guirlanden hinweg und dieselbe wird nur mit venezianischen Masten und Wimpeln auSgestattet I werden. Der DeutschhauSplah aber, vor dem Grobherzog, l.rchen Palais, in welchem der Kaiser sein Absteigequartier nimmt, wird wieder durch die der Stadtgärtnerei entnommenen Blumen und Pflanzen auSgestattet werden. Rach der Rück, fünft deS Kaisers von dem großen Sand findet in dem Großherzoqlichen Palais Tafel statt, zu welcher hervorragende stände teilweise veräußert, teilweise vergraben. Offenbach, 19. Aug. Die Sezierung der Leiche der ermordeten Katharina Reiß hat gestern nachmittag in der Leichenhalle deS Friedhöfe« im Beisein beß Ober. skaatßanwaltS v. Heffert unb beß Untersuchungsrichters auß Darmstadt durch KreiSassistenzarzt Dr. Zinßer und Tr.Liebenow stattgefunden. Sie ergab da« Vorhandensein von zwei töt- lieben Wunden: die eine hatte die Halsschlagader durch- schnitten, die andere war ein seitlicher, 2l/> Zentimeter tiefer Stich in die Leber. Außerdem wurden etwa 20 weitere Stiche und Schnitte an Brust, Gesicht, Armen und Händen sestgestellt. Zu Beginn der Sezierung wurde der Mörder- Karl Lutz unter Begleitung von Schutzleuten gefesselt vor Beim ersten Anblick derselben zuckte er Katholische Gemeinde. SamStag, den 2 0. August 196 4. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Celluloidfabrik in Grünwald bei Gablonz in Böhmen find zwei Kinder verbrannt. Eine Frau und ein Kind er. hielten tätliche Brandwunden. — In dem Lippe'schen Dorfe Saklang sind 60 Gebäude abgebrannt. DaS Feuer ist noch nicht lokalisiert Viel Vieh ist verbrannt; ein Kind wird vermißt. Die Ursache deS Feuers ist unbekannt. Sturm und Waffen,iangel trugen zum Umsichgreifen deS Feuers bei. — Der Brand in GyoengyoeS in Ungarn wurde von einem rachsüchtigen Kutscher angelegt, den sein Herr entlassen hatte. Jin ganzen find 600 Häuser abgebrannt. — Der Ort Wartberg im Mürztal (Steiermark) steht in Flammen. Die Kirche ist eingestürzt.______________ flirdilidie llnriiridjtcn. Evangelische Gemeinde. 12. Sonntag nach Trinitatis, den 21. August. 3n der Ltadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer v. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthau-, gemeinde. _ , Vormittags 9% Uhr: Pfarrassistent Schulz. In der Johauue-kirche. DormittcHs 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten au- der Iohannesaemeinde. Vormittags 9<'i Uhr: Pfarrer Euler. Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Slonfumanbenfa ale der IohanneSkirche. Persönlichkeiten zugezogen werden. I Homburg, 17. Aug. Der Kaiser wird sich nach Sonntag den-1' August 1904. der Parade in Mainz nach Schloß FriedrichShof zum Besuch 13. Sonntag n aV^t f i n ft e n. seiner Schwester Prinzessin Friedrich Karl von Hessen be- Vormittag- von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. -,'ben. auch ber Saalburg bei dieser Gelegenheit einen Besuch . um 7 Uhr : ^Xa'ber beiL R—uion. um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe, um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andacht. Dcrmiicbtee» • Luzern, 18. Aug. Zn Affoltern verunglückten drei Stuttgarter Automobilisten. Einer derselben ist schwer, ein anderer leicht verletzt. Der Chauffeur ist tot. - Mailand, 18. Aug. Der Verkehr auf der Pontebba. Eisenbahn wurde durch einen W o l ken b ru ch an vier Stellen unterbrochen. Die Züge nach Wien gehen biß auf weiteres über CormonS-Laibach. • Groß-Schlatten (Siebenbürgen), 18. Aug. Die 11 Kilometer von hier entfernte Ortschaft Topanfalva ist heute gänzlich niedergebrannt. Der Schaden übersteigt 17, Millionen Kronen. • Athen, 16. Auq. Auf der Insel SamoS sind neuer- hing« wieder Erderfchütterungen wahrgenommen worden, die in mehreren Ortschaften großen Schaden anrichteten. Mehrere Menschen sind umgekomnien. * Brände. Bei dem Brande ber Fleischmann'schen Deutsch cs Urich. Berlin 18 Aug Der Ka t ser bvrtr heute in Wil - heim «höbe den Vvrtraa beß Vertreter« de« Auswärtigen ^mtß Gesandten ^dnrsckss Bei der F-riissstückStasel t r a n r ber Kaiser auf daß Wohl fei neß treuen Frcun- de S iin d Bundesgenossen des Kaisers von Oesterreich und Königs von Ungarn. ___ <^ie Abreise beß Prinzen > schon jetzt einen DurchschnittSerlSs von mehr aTß <>0 Mk. alß wahrscheinlich betrachten zu müssen ^r b^d'loß demgemäß den vom 16. September ab giltigen Äbsd)lagSprei t von 60 Mk. bis auf mcitereß auch im neuen Brenniahrr iitQöt und Land. Gießen, den 19. August 1904. " Zur Warnung! Vor einigen Tagen erdreisteten sich zwei Stadtfchüler von Butzbach, mit Steinen nach einem nach Gießen fahrenden Personenzuge zu werfen. Leider traf ein Geschoß eine in einem Abteil 2. Klaffe sitzende Dame und verletzte diese nicht un- ,ch,blich; auch wurde eine Scheibe zertrümmert. Die Schul- brV.tnt hat die Namen der Knaben ermittelt; daß w--t^eRachso^el wird, außer einer empfindlichen Strafe • ftr-’i en, voraussichtlich sehr hohe Geldbußen den Eltern dnnqen, da die verletzte Dame sich in ärztliche Be- banb'.una h'geben hat und voraussichtlich nicht unerhebliche b,Ct if, Auq. $?ci der heutigen ScmeinbetatB. ber österreichisch '.ngmische Botschafter ° S,önyeny.Mar.^ wabl wurden .viederqewSblt: PeterDieh mit Ifil Stimmen, der beuttoe Botschafter m। fton ... Qinuucr XI mit 127 und Ehr..Dietz mit 160 Stimmen, von Bieberstein und Unterftaatßferreiar v. ^uvUerg. 4) ?;.8fionb,bnkn' ber S o $in l bemo tr n t en , bei bene« mert- Majestäten sahen einander würdigerweise auch ein Kirchen vor st eher figurierte, erhielten 81 und 72 Stimmen. Die B^ahl wurde Hauptfach-^ dem Botschafter von Szägyeny unb dem Militärattache Ritter Klepsch-Kloth v. Roden; die Kaiserin zwischen ihren Söhnen iich'burch die momentan hier herrschende Mißstimmung wegen I Eitel Friedrich unb Oskar. Steinbn.ch des Bescher« Reuter ber Steinbrecher v. Storch Briefträger Sch.nidt unter den, Verdacht, Br,e e unterschlage,. Mehrere^Knach^e'n '"m^After^von^ >7'bis 13 >'ln"n dftse Weise ch^Schmcht^Wertgachere Scheek- und dergft stahlen 0116 einem auf hiesiger Eisenbahnstation stehenden über mehrere tausend Mark veruntreut haben, welche er durch — l e.. _ Die Frau beß Schuhmachers Weinheimer in Alzey, bie gestern im Felb arbeitete, kehrte am Abenb nicht zurück. Ihr Mann machte sich auf bie Suche unb fanb sie tot in einer Blutlache liegen. Ob ein UnglückSfall ober Selbstmord vorliegt, ist noch nicht ermittelt. — Am 2. Juni b. Iß. stießen in ber Nachbarschaft beß bei Wetzlar gelegnen Steinborf Arbeiter bei ber Anlage eineß Wald- wegeß auf ein Depot von Bronzesachen ber Urzeit. Unter dem Titel .Der Steindorfer Depots»,nb* hat jetzt Dr. Hermann Veltmann eine sehr interessante kleine Broschüre im Verlage ber Schnitzlerschen Buchhanblung in Metzlar erscheinen in Geltung zu belassen. , cc . Ter , Reickßanz." VcrüffcntMit bte Gesetze betreffend die Gewährung eines Darlehens and a ß ts Autz gebiet Togo vom 23. Juli, betreffend die ^ststellung deß Nachtrages zum Reickßhaushaltßetat für 1904 oom *•' I gliche geführt, betreffend die Feststellung etneß .^^^S zum i leichenblaß; halb aber hatte er sich betreffend die Uebernahme ber Reichsgarantie in Mädchen alß bte Katharina Retß, bie er getötet habe, ton K'uia auf die Eisenbahn Dar-eS-Salaam-Mro- Aeue ober Gewiffenßbiffen war nichts bet ihm zu benicncn. aoro vom 31. Juli. — Die Gesetzsammlung enthalt das ie. Benßheim, 18. Aug. Der hiesige Stadtrechner Gesetz betreffend Maßnahmen zur Verhütung von L00(f befindet sich seit 6. d. MtS. in Tormstadt in Unter- Hochwassergefahren in der Provinz Brandenburg, im ft. gn letzter Zeit vorgenommene amtliche Havelgebier und in ber Provinz Sachfen ujti) daß Gesetz de»unb Kaffenrevistonen haben ergeben, daß er sich ver- ^T'enan bfC SST Wirt"* Unrfflrlma&iflffikn hat ,u Schulden fommtn lassrn. bahonßberTahren uno Die venr während desselben im Regierungsbeztrd.' cktiauna beß ^ndbücheS fchicdene Unregelmäßigkeiten hat zu nflßbeurfc Wiesbaden vom Hoock venvaltete neben der Stadtkaffe noch mehrere andere 5 Kassen, u. a. die katholische Kirchenkaffe, bie Gnmna'ialkane, bie israelitische Gemein)ekaffe und die Bencfiziat- und Schul- fondßkasse. Außerdem hatte er noch die Verwaltung der v. Rodensteinschen Güter nstv. Seine Einnahmen betrugen ca. 9000 Mk. per Jahr. Er verstand eß, sich m allen, besonders den katholischen Kreisen, beliebt zu In den Kassen vorhandene Defizits deckte er stets Kassel, 18. Aug. Die Garnison, darunter auch bie'! Handel und Uerlichr. Volliswirlschass. berittenen truppen zu Fuß, hatte um 11 Uhr vormittags — WiesichRußlanb hilft. Da fedenfallS die Bedina- auf dem FriednchSplatze in einem offenen Viereck Aufstellung unaen, die von Frankreich imd Deutschland für eine neueijjjw ..«.mm,® in GeneralSumform, die Prinzen Eitel Friedrich und Cdfai I qC(.vj«en# um (Selb zu bekommen, nämlich zu einem kaiferlichei» in ber Uniform beß ersten Garberegimentes, geschmückt nut X\tc\5. Auf Grund dessen werden für bevorstehende miüeroibentliciu bem Banbe beß Schwarzen AdlerorbenS. Außerbem waren Ausgaben für den Krieg fechs neue Billets der Staatsrente - oern >e.. e sch geschehen um den Ansiedlern »um Rechte zu verhelfen. summe beläuft sich bereit, auf ungefähr 120(^0 -lf. <-n8 ---- ---------- (Brohb. Ministerium, dem die ?llten von der Grohh. Bürger- "XllSlünD meisterei, bezw. dem »rotzh. NreiSamt eingesandt waren, hat 18. «Ina. rie kommiffwn tür die loftalistilche s e, abgelehnt, in der «n«le,n>heit eine D.tscheidnng zu * * ' ...7--•- Gcgenwärltg beschäftigt sich der otaatßamvall nut der Sache. Hier sucht man die peinliche Angelegenheit mög» lichst zu vertuschen, dach dürfte bald Klarheit durch die Unter* jUinft unb ?8ilTenf(fldft — In Soest ist'der Frankfurter Maler Peter Decker cm einer Lung nm»-ssnduna gestorben. ____________. Israelitische Religionsgemeinde. chottesdienS in der Hvnag-ae (büdavlage). Samstag, den 20. August 1904. Vorabend 7.15 Uhr. Morgen- 8.80 Uhr. HaPhtarah'Grkläruug. Tendenz: Abgeschwächt. Telephonischer Kursbericht Frnnkfnrt a. 19. August. Harpener *1 ut Seiner Erlaucht des Grafen KöOsg ZU YSenhU^BödingeU-PhilippSßiCh geziemend in Kenntnis zu setzen. Oer C* C. der Starkenburoia X Fritz Eccaritis Markt 7. Wilh. Orbig Nachf. Markt 7. 6728 8% Mexikaner tVrVn Chinesen 202.00 220.50 139.50 211.40 219.50 . 202.40 . 220.60 . 139.60 . 211.25 . 219.50 4% Ungar. Goldrente . 4°/ Italien. Rente , . 4X,^% Portugieser , . / Portugiesen« ... \% C. Türken . . . Türkenlose . . . . 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4'/,% äussere Argentiner 3V2% 3% «Wo 3 o/0 "B htm k. 3‘/,% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . —.— 4x!6% Oesterr. Silberrente 100 75 Reiohsanleihe do. Konsole . do . . Hessen . ' "4 finb neuer* worden, Iber, anr.^teien. Oest. Kredit. . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau . 27.36 . 89.80 . 110.50 . 17100 . 202 00 . 190.80 . 189.70 . 155.50 . 158 60 . 185.80 . 18.50 . 189.50 . 264.50 . 210.50 r. . 128.20 47.90 44.40| t t teilt Btitt Gasbadeöfen, erste Fabrikate mit allen neuesten Verbesserungen. f Badewannen: Billigste Zinkwannen bis feinste rorzellaneinaillo-Wuniioii. Eisschränke neuesten Systems, v'/, Kpielpla« des Kroßh. Kurtöeaters Wad-Mauyeim (Direktion Steinqoetter). Sonntag den 21. August: „Großstadtluft.* Montag den L2. August; „Komtesse Guckerl." Mittwoch den 24. August: „Als itf) wiederkam." Freitag den 26. August: „Der Bibliothekar/' Samstag den 27. August: „Renaissance." tr‘J,iglü(ften * Selben ist ™ fi tot ' dtt rontebba. - an vm btellen wf weiteres . 100.85 . 104.50 . 61.70 . 61.40 Electric. Sobuckert , Nordd. Lloyd « „ Kreditaktien . . , Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden , Gotthardbahn , , * Laurabütte . . . ’ Bochum . t . 102 05 . 89.95 . 102.15 . 89.80 . 100.25 "r'5mann’id)th « Böhmen finb .•sh ent ftmb er« .-^'ichen ton bbL Das gtuc Jmnn; ein Rin? :rbrfannt klns - bei ?tfuerS be. --M wurde c." ins Herr entiofc r-nt — DerL- 3 Poemen. h Kaspar Kühling LaudeSProduktcu (thtitbOciiit bei WormS (Rheinhessen) (Gebe nur an Engros-Händler ab. Bestellungen in Ruben und Kartoffeln gefl. vor 15. September einzureichen). la- H tie ''avsalva ijl üderstngt ........219.90 1 endene: schwächet. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. BorauSfichtltche Witterung in Hessen für Samstag, den J»0. August: Meist heiter, bei kühlerer Nacht tagsüber wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. e^cmvten DrageiS von SipiTTTetomr Bei seinen näMNchen nun, dem „Rjurik" Abenteuern und wegen Verwundung eines Magdeburger bessern, imb das F Burgers. - ■ Familien Nachrichten. Gestorben. Herr Georg Stumps HI. in Darmstadt. — ? d. Amalie Schaum in Darmstadt. — Elisabeth, Töchterchen des Herrn Heinrich Becker und Frau Marie, geb. Kaletsch in Friedberg. — Herr Philipp Moritz Freiherr Gedult von Jungenfeld, tu Mainz .Ul iu ermöglichen, .seine Beschädigung cruszu- “Ar 'beJ D^ndes auf sich zu tratet, «Sb ff noch zwei Kreuzer zweiter uni» dritter si«n°Iisierte: „Ich tarnt nicht zurechtkom. 'hm darauf durch sein Manövrieren die Mogitchkeit, nach der koreani chra Mste hin sich zu entfernen Tra flÄ£/e/SAU>: „NachWladiwofto’f fahr^A kUT(L wtedr.rholte dieses Signal und schlug den cnt- sprecheEen ^rrs ent; er fuhr dabei rasch. Tie Kreuzer „Rossija" und „GromcbIi nahmen Kurs nach Rordwesten und wechselten die ganze Zeit über mit dem Feinde Schüsse, der 32 bis 42 Kabellängen von ihnen entfernt gleichen Kurs mit ihnen hielt. Ter Kampf dauerte zwer volle Stunden. Die r u s s i s ch e n S ch i f f e wurden schwerbeschädigt; auf dem Kreurer Wnttiin'' mürben brei ^Harnsteine durchschossen und ein Kessel beschädigt. 1U all»- cE?T Ifangs drei .bis vier Meilen zurück- geblteben. Zwer Kreuzer -Wetter Klape eröffneten das Feuer auf ihn. Hierauf wurde er ans den Augen verloren ^.a .tdmiral .^lmtmura aber mit vier Panzerkreuzern die beiden anderen russischen Schiffe ununterbrochen verfolgte, und sich s^ dem ,,Rmrrk" entfernte,. setzte der russische Admiral den Kampf fort, m^m er den Femd weiter nordwärts lockte in der Hoffftung daß der „Rmrtk' seinen verhältnismäßia schwachen Gegnern stand halten und nach Ausbesserung des beschädigten Steuers allem nach Wladiwostok gelangen werde. Kurz vA 10 Uhr eröfmete der Feind, indem er sich auf 42 Kabellängen entfernte ein überaus hefttges Feuer, das den Eindruck machte, er werde hieraus zum Angriffe vorgehen. Wider alles Erwarten wendete die ganze Mteilung um 10 Uhr aber nach reckts und stellte nach fünfstündigem heißem Kampfe das Feuer en. Ter Verlust und die Beschädigungen wurden sofort festgestellt. Tie „Rossija" hatte elf Lecke, „Gromoboi" sechs. Beide Kreuzer hatten mehr als die Hälfte aller Offiziere und ein Viertel der Mannschaft verloren. Unter diesen Umständen war es ganz unmög- lich, den Kampf wiederaufzunehmen und dahin, wo der ,,Rmrik" sich zuletzt befunden hatte, .zurückzukehren, der mindestens 30 Meilen südwärts entfernt war. Man mußte das stille Wetter benutzen, die Maschinen stoppen, die größten Lecke aus- beisern und nach Wladiwostok gehen. Auf dem Kreuzer „Rossija" wurden ein Kapitän getötet und sechs Offiziere verwundet, au*f dem „Gromoboi" vier Offizier getötet, ein K a Pi t ä n schwer und drei Offiziere leicht verwundet. Auf beiden Kreuzern wurden 135 Mann ae« tötet und 307 verwundet. a Unterfertigter C. C. erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben E. M. E. M., a. H. a. H. und i. a. C. B. i. a. C. B. von dem auf Schloss Birstein erfolgten Ableben seines lieben a. H. , Hamm, 19. Aug. Ist der letzten Nacht explodierte, Ztg." meldet, auf einem Werke der Westfälischen Drahtindustrie ein Dampfkessel. Fünf Ar- berter wurden schwer verletzt. Ein Schweißosen wurde Zertrümmert. Amsterdam, 19. Aug. Der internationale Sozralrsten-Kongreß nahm die holländische Resolution zum Generalstreik mit 36 gegen 4 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen an. Sie wendet sich scharf gegen die Chimäre des anarchistischen Generalstreiks und empfiehlt unter der Vouausse^mg einer guten Organisation den poli- trschen Massenstreik als mäglicherfti-rse im äußersten Falle anwendbares Kampfmittel. Mailand, 19. Aug. Im italienisch en Som ali- lande hat zwischen 300 italienischen Askaris und Einge- borenen ein G e f e ch t stattgefunden, wobei die Eingeborenen 67 Tote und 150 Verwundete, die Italiener aber keine Verluste hatten. Die Somali belagern den Platz Merka, welchem ein deutscher Dampfer Proviant zuführte. Triest, 19. Aug. In der hiesigen Gasanstalt wurden zwei Bomben aufgefunden. — An Bord eines italieni- Men Segelschiffes beschlagnahmte die Polizei mehrere Kisten mit Dynamit. Der Kapitän wurde verhaftet. Troppau, 19. Aug. Der Skandal bei dem Umzuge auf dem deutschen Volks tage nahm einen solchen Umfang an, daß der Abg. Wolf einen Laternenpfahl erkletterte und laut um Ruhe sowie um Fortsetzung des Marsches bat. Gleichzeitig marschierte eine starke' Abteilung Gendarmerie auf, die die Demonstranten zum Kaiser Josef-Denkmal drängte. Ms der Zug beim Denkmal hielt, zog vor dem Regierungs-Palast die Militärkapelle auf, die patriotische Weisen spielte. Ms das erste östreichische Lied ertönte, stürzten oie Demonstranten erbittert zum Regierungsgebäude zurück, wo ihnen nun 80 Gendarmen mit aufgepflanztem Gewehr entgegentraten. Es erfolgte eine beispiellos aufregende Szene. Zwei Personen wurden durch Bajonettstiche lebensgefährlich verletzt. Einem Mann wurde die Schlagader durchstochen, ein anderer erhielt einen Stich in den Rücken. Unmittelbar wach dem Aufmarsch der Gendarmerie besetzte ein Bataillon Infanterie und ein Zug Kavallerie den Platz vor dem Regierungsgebäude, einen starken Kordon, bildend. Die Auftegung der deutschen Bewohnerschaft Trop- paus hält an. Bom Kriege. Vom Port Arthur-Geschwader. Petersburg 19. Aug. Wie Statthalter „Alexejew dem Kaiser unter dem 17. August auf Grund eines Berichtes des Chefs der Kreuzerabteilung meldet, der am 16. August mit den Kreuzern „Rossna" und „Gromoboi" nach Wladiwostok zu- rückgekehrt ist, sichtete der Chef der Kreuzerabteilung am 14. Aug. 41/2 Uhr moraens 42 Meilen von Fusan und 36 Meilen von der Insel Tsushima ein japanisches Kreuzergeschw^der. Tie ruf). Kreuzerabteilung bestand aus den Kreuzern „Rossija", „Gromoboi". und „Rjuriff^; das japanische Gesck)wader aus vier Sckstf- fen vom Typ „Jwat^. Ter Feind nötigte den russischen Admiral, den Kampf anzunehmen, der um 5 Uhr früh begann. Ein Kreuzer zweiter Klasse vom Typ „Naniwa" kam von Süden uttb schloß sich dem feindlichen Geschwader an. Tie Russen machten den Versuch, nach Norden zu entkommen. Sie steigerten ihre Fahrt bis auf 17 Knoten. Ter Fluchtversuch schien bereits zu gelingen, als plötzlich der Kreuzer „R j u r i k" signalisierte: „Steuer wirkt n i cht". Ter Ches der Kreuzerabteilung erwiderte: „Sucht mit Maschinen zurückzukommen" und fuhr weiter, phne auf dieses Signal Atttwort zu erhalten. Er sah, daß alle japanischen Kreuzer ihr Feuer auf den „Rjurik" vereinigten, und bezweckte durch sein Manövrieren Hi ben ..'b("- b,w. üet> u'" '^kndnicht ' ,"nd fmb ' ober "''Slot qf. Dald. , W Dr. im ^^einen Petersburg 19^ Aug. Aus russischer Quelle wird mik- getnlt, daß sich die Verluste der Japaner vor Port Arthur auf 33 000 Mann belaufen. L0" d0n, .19. Aug Aus Tsingtau wird gemeldet: Sämtliche Munitton der im Hafen liegenden russischen wurden in das deutsche Arsenal gebracht. Alle Geschütze wurden desarmiert. Die russischen Mannschaften smd auf Ehrenwort verpflichtet worden, bis zur Beendigung des .Krieges tu Ktautschou zu bleiben. Tie russischen Matrosen ver- luckien, die schiffe nach Möglichkeit auszubessern. Tie russischen Offtztere werden von den deutschen mit großer Kamerad- schaftltchkett behandelt. jlrnre Saurtkranf i in bekannter Güte soeben einge- troffen, l. Kalkhof Nachf. Kartoffeln, prima Speise- u. Salatkartofleln. empfiehlt 6822 I WüICaI Sonncustraße 0. J.Vf eiht51, Telephon 235. Die berühntten Poulsens Auli tgelbfletschig) sehr sein tm Geschmack, sind emgetrossen. Neuelte Weilinnaen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Berlin, 19. Aug. Ms völlia sich>er darf angenommen werden, daß dem Reichstage rm nächsten Tagungs-Abschnitt ein Friedens-Präsenzgesetz-Entwurf zu- ^hen wird, da der im vorigen Tagungsabschnitt vereinbarte nur bis 1905 Giltigkeit hat. Das neue Gesetz wird eure Reu-Festsetzung der Friedens-Präsenz bringen. Berlin, 19. Aug. Der evangelische Gemeinde-Kirchen- rat und die Gemeinde-Vertretung in Z 0 p p 0 t drückten in eimer öffentlichen Erklärung dem Freiherrn v. Mirbach ihrunerschüttertesVertrauen aus. Magdeburg, 19. Aug. Der Fähnrich Ullmann, be r vor einigen Tagen hier grobe Exzesse verübt hatte, erhielt zunächst disziplinarisch eine 12tägige Arreststrafe wegen un- Gelbrüden und Kartoffeln empfiehlt Roggenstroh Flegel- und Maschinendrnsch gehaltenen AufsichtSratSsihung der Gessenkirchener Gesellschaft wurde picht nur das Anaebot deS Schalter Vereins, sondetn and) daS des Aachener Httttenaktienvereins, eine Jnteressenaemeinschast zu bilden, angenommen. Es ist hier eine so gigantische Operation im Werden, wie sie kaum jemals vorher auf dem Gebiete der Kohlen- und Hüttenindustrie gedacht wurde. Die Gelsenkirchener Bergwerks- gesellschast streckt gewissermaßen ihre Fühler nach allen Seiten aus und bringt so eine Neugruppierunq im großartigsten Maßstabe zustande. Wir wollen uns hier auf eine Kritik der Interessengemeinschaft gar nicht einlassen, sondern nur noch kurz skizzieren, welche Summen dabei in Frage kommen. Das Aktienkapital des Gelsenkirchener Unternehmens wird, roenn Schalke und Aachen hinzu- treten, um nicht weniger als 56 V, Mill Mk. vermehrt werden, somit auf 125 7, Mill, steigen; das ist beinahe doppelt so viel als bisher und man hat da einen enormen Zuwachs an jungen Aktien. Immerhin wird gehofft, daß sie sich leichter plazieren lassen, als man augenblicklich denkt. Leichter als etwa der Ersatz von Hibernia- aktien durch 3proz. Konsols. Wo das alles hinaus soll, darüber kann man sich vorerst noch kein klares Bild machen. Man darf wirklich darauf gespannt sein, wie eS in den Bergwerksbezirken Rheinland - Westfalens in einem Jahre aussieht, welche Wandlungen biS dahin stattgefunden haben. Der Eschweiler Berqwerks- oerein wird nicht in die neue Gemeinschaft eintreten. Äei dem Aachener Hüttenaktienverein ist die Zustimmung der ©eneratüer- ßammlung zur Interessengemeinschaft zweifellos, weil sich die Llktien in festen Händen befinden, die einverstanden sind. Berliner Börse vom 18. August 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 28/4 Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. K W m. Aerreik Dr. Curschmann 6950 HKaschmeulchriMche 6894 Avtlpchtkn Spazr r Stöcke D*/. r* tatlita Mw Rost noch Lohn 25 Mk. Pcrkco. Ei» SienjtmäOdjcH 100 Telephon 416. Giessen. B. Wacker. 6877 Fahnen hv*/< Verschieöoncc. 3n ucrhnufcn Urrein c die den Ein heller Durchschlag, erzeugt weder Nachrost. 100 Stück Kal. 100 „ Bei Abnahme v. 500 Stück an billiger franko inkl. Kiste. A. üickore 8ebwarzpulver-Jagdpatrone extra gasdicht, mit österr. Patentzündung 100 Stück Kal. 16 Mk. 7.— „Marke Fasan“ erstklassiges, gleichmässiges, verbessertes Fabrikat. kann ohne Gefahr aus jedem guten Gewehr geschossen werden. liefert konzentrierte, regelmässig eDeckung bei höchstem 04658) Mädchen, welches Ostern die Schule verlassen hat, für nach- mittags zürn 1. Sept, gesucht. Goelhestraße 48 a, III. Lohn unter d. Bl. 04665) Fleiß. Mädchen zum 1. 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Klingeihöfer» ^wünscht häusllerz.junge —-—h—c»s^Dame, Berm.ca.100000 Zllvctlaislges toiniaödjeii | Ulf. mit gebild.strebs. Herrn. Bew. °d°r Stau von «einer W alsbald gesucht. 69491 ipcrUtt s‘ Liebigstraße 33, 1 Treppe. ..... - i Die Stenographen-Gesellschaft sofort gesucht. B /g Gabelsberger feiert Sonntag den Chirurgische Klinik. 21. Aug. auf dem Windhos ihr Dienstmädchen gesucht 67561 Stiftungsfest. Wir bitten unsere Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Ludwig st raße zwischen Bismarck- und Garten'traße von tzPute an bis auf werteres für den Fuhrwerks- und Fahrrad- verkehr gesperrt. Greß en, den 19. August 1904. Grotzherzvgu .-ohAuamt Gießen. Herberg.________________ Perfekte Will nach Lothringen gesucht. 25—30 Mark. Offerten 6944 an die Geschäftsstelle Kcltannlmitchtmg. Wegen Vornahme von Kanalisalion->arbeiten wird die Südanlage zwrschen Goethe- und Bismarckstraße von heute an örs aus werteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gr eßen, den 19. August 1904. Großherzogin ne» »'.rrt Gießen. Herberg.__________ ____ Anhängsel junges Mchen I Vorderseite 3 Wappen, JLicffeifc' von rrachmittags 3 Uhr ab zu mit Zirkel und Namen. einem Kinde gesucht. Abzugeben gegen Belohnung 04663 Stephanftraße 11, II. 6955 Blerchstraße 35, pari. Fam."zrrr weiter. Ausbildung im Hausstand ohne gegens. Vergüt. Dieselbe ist im Hausst. u. Hand- Ql-b. nicht unerfahren. Vollstand. Familienanschl. Hauptbedingung. Offerten an C. Krull, B o r b y bei Eckerniörde._____________6954 6529] Goelhestraße 21 schöne Mansardenwohnung p. 1. Oktober an ruhige Leute zu vermieten. /Lrn ^ogrs zu vermieteit [6866 Schiffenberger Weg 63. 6659] Ebelstraße Äeubaü"sind schone 3- u. 2-Zimmenvohnungen (nicht Mansarden) mit Bleichptatz re. p. Oktbr., auch früher, zu verni. Vtäheres Frank'urterstraße 29. 04686) Wohnung für Mk. 10.— zu vermieten (Wasjerleitg., Bleichplatz). Walltorstraße 67. Gegen die Ehefrau des Korb-1 machers und Schirmflickers Peter Wenrer, Lina geb. Klein von Wehrheim, geboren am 9. Februar 1867,zuletzt a ushältlich imEhaussee« graben zwischen Langsdorf und Birklar, ist durch vollstreckbaren Strafbefehl des Königlichen Amts- ?errchts in Wrndecken vom 20. sJ)icn 904 eine Geldstrafe von 12 Aiark, subsidiär eine Haftstrase von vier Tagen, festgesetzt. Die Kosten betragen 1 Mark 20 Pfg. Ls lüirb um Strafvollstreckung und Nachricht zu den Akten 0 6 04“ ersucht. Windecken, den 11. August 1904. Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung. An der mit einem Lehrerinnen-Semuiai verounve nen Höh er en Mädchenschule in Mainz ist die Stelle eines akademisch gebildeten Lehrers alsbald zu besetzen. Verlangt wird die Lehrbefähigung in Mathematik, Geographie und Naturwissenschaft. * ' Der Gehalt wird nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 9. Juni 1898, die Besoldungen der hessischen Staatsbeamten betreffend, festgesetzt (Grundgehalt 2800 Mk., Höchstgehalt 6000 Mk.), wobei auch außerhalb des Großherzogtums verbrachte Dienstjahre anaeredmet werden können. Die Ruhegehalts- und Witwenversorgungsverhaltmffe sind dieselben wie im Staatsdienste. Geeignete Bewerber wollen chre Meldungen nebst Zeugnisten späteftcus bis zum 1. September d. Js. bei der unterzeichneten Behörde einreichen. Mainz, den 17. August 1904. ., (z Das Kuratorium der Höheren Mädchenschule. Dr. Gatzuer, Oberbürgermeister. 16 Mk. 9.— 12 „ 10— Sellersweg 14. I Vereinsmitglieder, einer Ein- Ei» tüchtiges MM» gkstcht Familien an diesem Ausflug zu 6729 Neustadt 8. beteiligen. Die Mitglieder werden A;————- ersucht, sich am Abend vorher hm Vbon L Dienst- Mm Kommers im .Frankfurter madcheu bei gut. Lohn per sof. einzusinden v19/. od-1. öept. ge|. Louis Rothen- 3 Dorttaud bergev Dw., Neuenweg 22 Der Borstauo. ArmriOMselWt 8iielSdn;n Gießen. Samstag den 20. August, abends 9 Uhr: Bierkommers im frankfurter Kos. Sonntag den 21. August: Familienausslug »ach ötA Willdhof. Abmarsch 3 Uhr Lahnbrücke. vw/8 Bei ungünstiger Witterung Abfahrt 3.25 Biebertalbahn. Junges, anständiges Mädchen (Thüringerin) sucht Stellung als Berkäuferin in Kolonial waren- Geschäft. Gefl. Oss. unter C. ®. poftl. Marburg. _____04688 MichhenSe Frau sucht Stelle als Stutze ö. Hausfrau. Wo'? sagt die Exp. d. Bl. [04669 zu haben Lsterweg 3. 04676 Wcißillüer-, Allstrcicher- und Maler-Arbeite» übernimmt unter Zusicherung reeller Bedienung 'biö Gustav Behk, Steinstraffe 65, Part. Samstag den 20. August, abends 87, Uhr, Uebllng -cs 1. Lölchjllßks. B10/« Da» Kommando. Tie Mannschasten l>aben punkt lid) und vollzählig zu erscheinen Laussrau zur Aushtlfe gesucht. I Famtlie gefixcbt. Walltorstraße 17. | Offerteii mu Preisangabe unter 6948 an die Expedition d. Bl. Suche für leichte Hausarbeit ein Mädchen, ! Dkttll. welches ju Hache jchlch-n kann. I 6e” 21- «»gust Zueeiragenmd. 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