Mn. 91 Zweites Blatt 154* Jahrgang Dienstag 19. April 1904 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen sie heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. lnm gtvertiger Entschädigung die Arbeitslust, die Freude km,, daS Internste. Das ist rein menschlich. Der Arzt am r heit Ausnahme Demokratie und An 3643 ermeister. Rotationsdruck und Derlag der Brühl'scheu UnwersitätSdruckerei. DL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr. 7. TeL Nr. 6L Telegr^Adr. r Anzeiger Gießen. Hilt' ik chl. |3613 TtSöw- 3627 m'lit finf" - ■ ^6* ' soliden t für ihre den. lv. d. Bl. lerer ucht. Der edensM. 'el'abrit ichk >e Llelle, 3645 Dießen. ifat L 102213 trweg 8b. II W\ .u6l M I s^eienag ,r Mann CtJlttttl ‘tot "<• Ion: llUngju >'ehen. ‘et, jo = ■Ni auch “Nene 1 an die eien. ----- ep trieb von "ml-Ee. um. M622 Z icr 1*« rcE- bsn><^ W(l 25 ifß. ! herabsinkt, wird niemand mehr von einer ange- messsliilm'Entschädigung sprechen können. Die Tätigkeit wird i' ul' .Heiter.. Wenn auch die Qualität der Behandlung sich nl i jgt noHj der Bezahlung richtet, so leidet doch zweifellos bei 3 r;----CC-LCJ.^1-----k1- Kl- er----S-- gesetze gegen die Sozial Tendenzen, die auf Abänder ung des bestehenden Reichstagswahlrech.ts hindrängen. Der Vortrag wurde zusammen mit den: erstatteten Jahresbericht diskutiert, wobei die erfreulichste Uedereinst im m ung der politischen Ansichten des neuen Zen- tralvorstandeS zutage trat. Ausdrücklich mißbilligte der Zentralvorstand die Ausführungen eines preußischen Land- tagsabgeordneren, welcher im „Altonaer Tagebl." sich gegen die Beibehaltung des bestehenden Reichstagswahlrechts ausgesprochen hatte. Der dritte Punkt der Tagesordnung: Beratung des Entwurfs eines Organisationsstatuts für die nationalliberale Partei — nahm die Versammlung längere Zeit in Anspruch. Der von einer Seite ausgehende Vorschlag, den Entwurf den einzelnen Parteiorganisationen nochmals zur Begutachtung vorzulegen, wurde abgelehnt. Das auf Grund der heutigen Beratungen mit einigen Abänderungen angenommene Statut wird zur endgiltigen Beratung und Annahme dem nächsten Delegiertenlag vorgelegt. ,i wU freie Arztwahl. Ztr Offenbacher Reichstags-Llbg. Dr. Becker hat be- kanrLlih kürzlich den Antrag eingebracht, der Reichstaa mör^i bte verbündeten Negierungen ersuchen, tunlichst noch in r litjer Session den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, wellig kas Verhältnis zwischen Krankenkassen und Acrzten ciniMenehntg, erforderlichenfalls außerhalb des Rahmens em«nid hvsamtreform des Kcankenversicherungsgesetzes, nntoorjktit. Jjtber billig Denkende wird zugeben müssen, daß das Ber^dngcm der Kassenärzte nach Aufbesserung ihrer y e|igi* nicht ungerechtfertigt ist. Denn winn z. B. die oi iimuing für eine Konsultation bei H^n gegenwärtigen dur.Mn Etlichen Bezügen vielfach auf den Betrag von ziehung wäre er bereit, einigen Wünschen entgegenzukommen. So sei die Grenze für die Herabsetzung der Steuer bei Vorhandensein mehrerer Kinder zu eng. Den mittleren Schichten würde ein wesentlicher Dienst geleistet, wenn die Grenze für diesen Abzug von 3000 Mark auf v000 Mark erhöht würde. Erwägenswert sei ferner die Abzugsfähigkeit der Amortisationsbeträge ,an die Landschaften. Eine vollständige Reform der Ein kommen steuer müsse er indessen ablehnen. Abg. Für bring er (nl.) wünscht AbzugSfähig- keit der Grund- und Gebäudesteuer und der Abnutzung deS lebenden Inventars in der Landwirtschaft. Abg. v. Staudy (kons.) hofft, daß nach Inkrafttreten des neuen Zolltarifs die Finanzen des Reiches sich so bessern werden, daß eine Herabsetzung der Matrikular- beiträge möglich wäre. Frhr. v. Zedlitz (frk.) hält die Heraufsetzung der Grenze, bis zu der für jedes Kind 50 Mark abgezogen werden können, von 3000 auf 6000 Mark für dringend geboten. Redner tritt des Weiteren für eine anderweitige Progression der Einkommensteuer ein in der Weise, daß die höheren Einkommen bis zu 5 und 6 Prozent besteuert und die geringeren Einkommen entlastet werden. Abg. Brömmel (fr. Vg.) tritt gleichfalls für die Revision der Einkommensteuer ein. Tie nötigen Mittel für den Ausfall würden sich schon finden, wenn man die stärkeren Schultern stärker belasten würde. Das einzige Mittel, um auf die Dauer gesunde finanzielle Verhältnisse herbeizuführen, wäre die Quotisierung der Einkommensteuer nach dem Bedarf. Abg. Dr. W i e nt e r (fr. Vp.) stimmt den formalen Verbesserungsvorschlägen des Finanzministers zu. Die schärfere Heran- ziehung der ganz großen Vermögen habe doch ihre Bedenken; es liege die Gefahr der Abwanderung der reichsten Leute infolge zu hoher Besteuerung vor. Die Quotisierung sei eine seit Jahren auch von seinen Freunden erhobene Forderung. Abg. Schmedding (Ztr.) tritt für höhere Besteuerung der ganz großen Einkommen ein. Nach längeren Ausführungen des Abg. v Savigny schließt die Besprechung. — Der Etat wird bewilligt. Es folgt der Etat der indirekten Steuern, i—। Wg. v. Döhlendorff-Kolpin (kons.) tritt für eine Erhöhung des Tabakzolles mit Rücksicht auf die bedrängte Lage des einheimischen Tabak- z o ll es ein. Abg. Dr. Fer ver s (Ztr.) regt die Schaffung einer Auskunftsstelle für Zollfragen an. Redner tritt ferner für Gehaltsaufbesserungen bei den unteren und mittleren Zollbeamten ein. Auch eine Vermehrung der Stellen sei sehr wünschenswert. Der Etat wird hierauf bewilligt. Es folgt der Etat der Preußischen Zentral-Ge- nossens afts lasse. Abg. v. Savigny (Ztr.) führt aus, schon in der Budgetkommission sei das Verhältnis 6er Zentral - Genossenschafts lasse zu der in Konkurs geratenen Genossenschaftskasse des Bundes der Landwirte in Westfalen, der sogenannten Dortmunder Kasse, besprochen worden. Es seien da schwere Angriffe von feiten der westfälischen Landwirte gegen die Zentralgenossenschaftskasse gerichtet worden, die leider nicht zurückgewiesen worden seien. Er, Redner, halte die Angriffe für unbegründet, wünsche aber, daß sie sobaü) als möglich widerlegt werden. — Ter Präsident 5er, Zentralgenossenschaftskasse Dr. Heilgenftadt erklärt die Angriffe so unerhörter und zugleich aber absurder Natur, daß sie sich von selbst richten. Tie Kasse hätte keine Widerlegung für angezeigt erachtet, um dem ordentlichen Gerichtsverfahren nicht vorzugreifen. Die Preußenkasse sei nur aus |ozialeri und humanen Gründen eingeschrittäi. Hat wird gesch. __W W Einstimmig und ebenfalls durch Zuruf fand dann die Mahl bezw. die Wiederwahl des Reichstagsabg. Dr. Blanken- horn zum ersten stellvertretenden und des Landtagsabg. v. Eynern zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden und des Konsul Wallich zum Schatzmeister statt. Der geschäftsführende Ausschuß besteht aus den Herren: Dr. Friedberg (Vorsitzender), Bartling, Bassermann, Dr. Blanken- horn, Breithaupt (Generalsekretär), v. Eynern, Dr. Ham- macher, Frhr. HeylzuHerrnsheim,Dr. Hieber, Jung- henn-Hanau, Dr. Krause, Münch-Ferber, Graf Oriola, Dr. Paasche, Patzig, Dr. Sattler, Dr. Seniler, Simon und Malbrecht. Nach Erstattung des Jahresberichts durch Generalsekretär Breithaupt hielt Abg. Dr. Sattler sein Referat über die politische Lage, in welchem er in großen Zügen ein Bild der Stellung Deutschlands als mittoirfenben Faktors in der Weltpolitik und der Tätigkeit der national- liberalen Partei entwarf. Aus feinen Ausführungen sprach die Sorge für die Zukunft sowohl für die Machtstellung Deutschlands in besten auswärtiger Politik, wie in seiner inneren Entwicklung. Namentlich feien in letzterer Beziehung trotz der von allen Völkern der Erbe beluunberten und hie und da nachgeahmten großen sozialpolitischen Gesetzgebung Deutschlands die Klassengegensätze in Deutschland immer schärfer und das Machtbewutzlsein wie das politische lleoergewicht einer konfessionellen Partei immer beunruhigender hervorgetreten, llnge- achtet dieser Schattenseiten unseres politischen Lebens dürfe sich die nationalliberale Partei keinem Pessimismus hingeben; die unermüdliche Tätigkeit der Partei gerade in letzter Zeit habe auch bewiesen, daß sie mit freudigem Kampfesmut für die Erhaltung der ideellen Güter der Nation erfüllt sei und hierin einen kräftigen Rückhalt in der nationalliberalen Jugend finde. Trotz des schweren Kampfes nach verschiedenen Fronten verwerfe die nationalliberale Partei mit Entschieden- Acn Mimsschuß btt nationalliöeralen Aartei. Berlin, 17. April. I n jrco&er Zahl waren heute die Mitglieder des neu» gewäh Ki.. Zentralvorstandes zu ihrer ersten konsti- tuie Slchtzen — Sitzung in Berlin erschienen. NamenS des p M irischen Zentralvorstandes begrüßte der Senior «ind ! Ä:ii^enbe des bisherigen Zentralvorstandes, Dr. Hamm 'n die Versammlung und schritt, sofort zu deren Kon sti »mang. A.i»Umschlag des Herrn Schäfer-Frankfurt a. M. wurde Dr. H Zurcher durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. hat wieder zu keinem bedeutenden Erfolge geführt, auch nicht unerhebliche Verluste uns gebracht. Der vorher bei Onyanjira stattgehabte Zusammenstoß kann nach den vorliegenden Meldungen ebenfalls nicht als ein entscheidender Sieg anfgesaßt werden. Die Herero, die zweifellos in den Redner macht detaitturte'Angaoen ^über''den" Dorwmnd« Tälern des dortigen Geländes chr Vieh unter gebracht undlFM. Nachdem noch Abg. Blell (fr. Vp.) unter Hinweis starke Stellungen in den Bergen besetzt gehalten habe«, sind beide Male durch den Angriff aus ihrer Position ao- worsen worden, haben sich aber wahrscheinlich auf die nächst höheren oder weiter zurückliegenden Klippen zurückgezogen. Der Charakter des gegenwärtigen Feldzuges ähnelt eigentlich sehr dem des Burenkrieges und es ist sehr wohl denkbar, daß sich die Niederwerfung des Aus- ft a n d e s noch recht lange hinzieht. Aus dem Verhalten der jetzt mit der Hauptkolonne in Fühlung stehenden Eingeborenen läßt sich ohne weiteres der Schluß ziehen,, daß diese sich noch widerstandsfähig fühlen und entscheidenden Schlägen zunächst ausweichen können. Bei den Ovambos ist gegenwärtig keine Aufstande bewegung bemerkbar. Ter Teil der Herero, der sich in den Waterbergen befindet, könnte am ehesten eine Vereinigung mit ihnen anstreben, doch verlautet auch hierüber nichts. Tie Tjetjos, die sich mehr nach Nordosten gewandt haben, befinden sich noch zu weit südlich, um in dieser Beziehung in. Frage zu kommen. Ter Gouverneur Oberst Leutwein findet sich gegenwärtig in Otjosasu. Es bestätigt sich, daß er ein Urlaubsgesuch eingereicht hat, doch wird er, so lange als angängig, auf seinem Posten in der Kolonie verharren. ES kann aber nachdrücklich versichert werden, daß die Einreichung des Urlaubs mit der Neubesetzung seiner Stellung nichts zu tun hat, sondern daß ein We chsei im Gouvernement erst nach Beendigung des Feldzuges^ dessen Oberleitung nach wie vor den bewährten Händen; des Obersten anvertraut bleiben soll, eintreten wird. Eine; nochmalige Verstärkung unserer Truppen ist gegenwärtig nicht in Aussicht genommen, da ein derartiger Antrag von feiten des Gouverneurs nicht vor- liegt. Natürlich kann jeder Tag neue unliebsame Ueberrasch- ungen und damit neue Truppenforderungen bringen.^— Fie Steuern im preußischen Abgeordnetenhaus. Berlin, 18. April. Der Etat des Seehandlungsinstituts wird debatteloS erledigt. — Beim Etat der Lotterieverwaltung führt Wg. Pleß (Ztr.) aus, daß das Lotteriefviel demoralisierend auf das Volk einwirke. — Der Etat wird be- ttnlligt. Es folgt der Etat derdirektenSteu e r n. >—Finanzminister v. Rheinbaben erklärt, die Frage der RefovM der Veranlagung zur Einkommensteuer sei in der Kommission eingehend verhandelt worden. In materieller Be- toh ib Mar darum seine Pflicht nicht vernachlässigen, er wir U sie aber doppelt e -füllen, wenn seine Tätigkeit eine angtiMssmie llingende Anerkennung findet und das kann n i; iw i nmitglietiern und den Krankenkassen nur zum Vomrlcil .ereichen. Der Aerztestand braucht aber auch eine AuftMrmng, denn feine wirtschaftliche Lage ist im allge- ui:ein.w seine günstige. Wenn z. B. die meisten Berliner AerqP ein Einkommen von unter 3000 Mk. jährlich, ein* schl'Mick Einkünfte aus Privatvermögen, haben, so wird !,ml.inrchrlich nicht von einer glänzenden Finanzierung der ärzl ^ichcr Berufswahl sprechen können, ©ine Aubess.erung der 1 KMe seitens der Krankenkassen ist unseres Erachtens abenaniu durchführbar bei beschränkter Aerzte- wa ilfl; im Wege der freien Arztwahl wird sie zur Unmöglich l>t ibie freie Arztwahl, wo sie eingeführt ist, belastet, wie: tie :auf Grund der Jahresabschlüsse ausgestellte Sta- i.jli t eift, die Kassen ganz erheblich. Die Ausgaben liabd'iiit tbem Moment der Einführung rapid in die Höhe ; !schHM Die Gründe für diese Erscheinung sind folgende: ernei E ^rhlnng nach der Gesamtkopfzahl der Kassenmit- glielrfa über ein Jahressixum, wie bei fest angestellten asspemzlen meist üblich, ist bei dein System der freien ArztMhli gar nicht denkbar, hier ist nur eine Bezahlung der trinz^ckeistu.ng — fei es pro Kopf der behandelten Mit- ß i ieiBOr, fe:i es nach der Anzahl der Konfultationen, möglich. . s lüünunn klar, daß bei diesem Modus einerseits der Arzt an üAtect'sse hüben wird, möglichst jedes ibn konsultierende Wtitgigiiid in Behandlung zu nehmen und eventuell auch mög iM l lange au behandeln, andererseits das kranke Mit- glietieeiid) tibiefen Umstand zu nutze macht, und, wenn es von dem 7 mm Arzte für gesund erklärt worden ist — besonders Lei "Lbtillslosigkeit — sich bald danach zum anderen Arzt bt-gilifi uni sich von neuem krank schreiben zu lassen. Die SinrMluum wird tatsächlich gefördert. Ist das Kassenrnit- gliefcU'tiiifr'ig und lange krank, so steigen naturgemäß Die An- forbt29jngttn sowohl für ärztliche Behandlung als auch die ÄuscUiicii an Krankengeld. Findet nun noch eine erhebliche Aufbcüi mng der ärztlichen Bezüge statt, so ist für manche KajsenAlsllchlfch die Befürchtung des Ruins nicht von der Hondll«zil weisen. Eine Einschränkung der Ausgaben bei bufeiwip tem wäre nur möglich durch Anstellung besonderer KontMlüi zte (Vertrauensärzte), denen die Mitglieder in i.genMe verdächtigen Fällen zur Nachuntersuchung zu- gewÜ7«s7. würden. Hiermit würde aber ein großer Teil deö iorireftten Ideals wieder in die Brüche gehen. < Ma ist berat eine absolute freie Arztwahl wirklich so Dringrnötia? Wir möchten dies verneinen. Denn was nützt Z tlbetm Kassenmitgliede, wenn es wie in Berlin unter 30u0 ilnzilen frei wählen bars? In Mrklichkeit kommt für den । rsiliiten Kranken boch nicht die Gesamtzahl in Frage. Ei w m) Auswahl genug haben, wenn ihm vielleicht der 10. bi£ Lreil der Aerzte zur Verfügung steht. Anders tagens m einer Stadt wie Gießen, wo von zwei Tatze uL'Üi^zten die Ortskrankenkasse nur drei als Kassen- är .e ki Das Verlangen des kranken Mitgliedes, nicht nur exeime so Heine Anzahl von bestimmten Aerzten nnger.cr .r. zu fein, ist verständlich und nicht unbillig. Hier ist daü^« dürsnis nach freier Arztwahl in mög- li ch f :ft:i oßem Umfange viel dringender und die Dur .'ihr hrung auch viel eher möglich. Denn die Gesahiaien Simulation, die besonders in den Großstädten erbeb iE ist, ist hier viel geringer, da der Einzelne sehr beoba M und leicht kontrolliert werden kann. ü & d '.kapitulieren: eine freie Arztwahl in ange- messenLiLsrenzen unter Berücksichtigung der örtlichen 23er- höitnirji t zu erstreben, abenfo eine Aufbesserungder <8ef c »«Lu ngen der Aerzte. Die dadurch entstehenden Mehr dtitn» dürften die Kassen zu tragen in der Lage fein, darübise Maus ist die Leistungsfähigkeit der Kassen ernstlich g pndbet. Auf dem Wege der unbeschränkt freien Arztwahl hin die wirtschaftliche Lage der Aerzte eine 23esser- uug . nrit erfahren. Alle Aerzte können eben nicht zur Kasserjujiixi s zugelassen weiten. W ist leider Tatsache, daß das G m oer Aerzte heute mit der Kassenpraxis als einem wichti AFaktor bei seinen Einkünften rechnet. Aber schließlich fi'itinie Kassen nicht der Aerzte wegen da, sondern die letzterderr ersteren wegen. 'itiltr 3568 auer. beiter 02203 bi» en. jeruhal. itr küss Leib, 02222 ubm-er- 3650 ■* zersrr. 10a. inecht ä bei 13549 leutnroeg. gr iter ig. geiuebt Oergeichast, m.___ tonn io'orl -naße 13. 02207 längen tagsüber p güucht. 3600____fc 85511 w gejucht. Leh« lucht fr* 3535 ein Hud)< täglich mit Ausnahme des Sonntags. A A 1 "S. Xk 4hA Tl- tiiehenu Lamilienbläller" werden dem B HM B BöB » S H ,2-u^er viermal wöchentlich beigelegt. Der & Ifl SS.. W M Ä. K M jCyH K E W tL B fl . Richie Landwirt" erscheint monallich einmal. “ l| ~ ~ ▼ ▼ " * " ▼ Vg “ " auf das Vorgehen deS Hamburger Senats dafür eingetreten ist, daß keine Versuche mehr unternommen würden, den privaten Sparkassen den Sparkassen-Charakter zu nehmen, vertagt sich das Haus. *• Aus einer Schule im Vogelsberge wird uns ein niedlicher Scherz erzählt. Lehrer R. in H. fragte einen der jüngsten A-B-C-Schützen nach seinem Namen und erhielt prompte Antwort. Andern TagS stellte er dieselbe Frage an den Jungen und erhielt die Antwort: „Host mich jo erscht gestern geftogt, ich sage Dirsch net." § Klein-Linden, 18. April. Am 1. April wurde dem Zigarrenarbeiter Lenz der Kirchendienst übertragen, nachdem der seitherige Kirchendiener Philipp Weigel mit Rücksicht auf sein hohes Alter das Amt abgab. Weigel, der etwa 30 Jahre den Kirchendienst versehen hat, erhielt vom Großherzog die Ordensauszeichnung „Für treue Dienste". — Der Gememdeeinnehmer Joh. Germer wurde am 1. April zum Kirch enkassenrechner ernannt. i. Wingershausen bei Schotten, 18. April. Die Einweihung unseres vollständig von Grund aus renovierten Gotteshauses soll am 8. Mai stattftnden. Vormittags wird Festgottesdienst abgehalten und nachmittags ftndet eine Festversammlung statt. Die Wiederherstellungsarbeiten der seit Jahren sehr baufälligen Kirche wurden im Herbste 1903 begonnen und nach den Plänen des Architekten Hofmann aus Herborn ausgeführt. Die zahlreichen Bildhauerarbeiten, Inschriften :c. wurden — soweit sse gut erhalten waren — wieder eingefügt. Unsere Kirche ist eines der ältesten Gotteshäuser aus der ersten christlichen Zeit in Hessen und wurde in seinem ersten Teil um 1015 von dem Bischof Erkanbald aus Mainz begonnen und im 12. und 13. Jahrhundert weiter ausgebaut. Die Kosten der Renovierung werden fast ausschließlich aus der sehr reichen Kirchenkasse aufgebracht, die über em Vermögen von zirka 100,000 Mark verfügt. R. B. Darmstadt, 17. April. Ein Carmen- Sylva-Abend zum Besten der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller in München fand gestern abend im Hotel zur Traube statt. Derselbe sollte, wie der Vortragende, Herr Hoftat Edward in seiner Einlettung bemerkte, gleichzeitig der Ehrung der edlen Dichterin auf dem rumänischen Königsthron dienen, die jüngst einen neuen Beweis ihrer hochherzigen Gesinnung gab, indem sie das von ihrer Mutter ererbte Schloß Segenheim bei Neuwied fürspäter dem Deutschen Schriftstellerverband für erholungsbedürftige Schriftsteller zur Verfügung stellte. Das sehr umfangreiche Programm des Abends bestand aus Erzählungen, Märchen, Balladen, Gedichten und Prosadichtung „Frau Latte' und war geeignet, auch dem Fernstehenden ein treffendes Bild aus dem reichen Gemüts- und Geistesleben der fürstlichen Dichterin zu bieten. Dem ersten Teil der Vorträge wohnte auch Herr Staatsminister Exzellenz Rothe mit Gemahlin bei. Der Abend dürfte bei dem zahlreichen Besuch ein schönes Reinerträgnis ergeben haben. Frankfurt a. M., 17. April. Der Vorstand des VereinsderDetaillisten richtete „an alle Detaillisten Frankfurts die dringende Aufforderung, bei den jetzt wieder bevorstehenden Neuengagements von Lehrlingen zu- .sammenzustehen und jedes Angebot mit lveniger als zweü- rühriger Lehrzeit iu chrerrr eigenen Interesse, im Interesse Aus Stadt und Saud. Gießen, 19. April 1904. •* Das Großh. Regierungsblatt, Beil. Nr. 9, ausgegeben am 16. April d. Js. enthält: 1. Uebersicht der für das Jahr 1904 zur Bestreitung der Kommunalbedürfnisse der Gemeinden des Kreises Schotten genehmigten Umlagen. 2. Uebersicht der vom Großh. Ministerium des Innern für das Etatsjahr 1904 genehmigten Umlagen der Kommunalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Darmstadt. 3. Uebersicht der für das Rechnungsjahr 1904 vom Großh. Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Kommunalbedürfniffen in den Gemeinden deS Kreises Dieburg. 4. Konkurrenzeröffnung. w Der Babelsberger Stenographen-Verein (gegründet 1861) hielt am 14. d. M. seine ordentliche Hauptversammlung im Vereinslokal (Cafs Ebel) ab. Aus dem von dem 1. Schriftführer erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr (1903/04) 3 Anfänger-, 4 Fortbildung^- und 2 Redeschrift- Kurse, die sich durchweg einer regen Beteiligung erfreuten, abgehalten hat. Der Unterricht fand im Kaufmännischen Vereinshaus statt. Die Vereinsabende an jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat waren ebenfalls stets gut besucht. Der vom Rechner oorgettagene Kassebericht ergab einen nennenswerten Ueberschuß. In den Vorstand wurde gewählt Ed. Schiffnie, KreiSamtsbureauoorsteher, 1. Vorsitzender, Wilh. Loh, Armen- amtSsekretär, 2. Vorsitzender, Franz Hanstein, 1. Schriftführer, ,Gg. Fritzsch, 2. Schriftführer, Wilh. Jullmann, Rechner, und ^Friedrich Gräf, Bücherwart. — Wie aus dem Inseratenteil zu ersehen ist, eröffnet der Verein nächsten Freitag den 22. d. M. wiederum einen Anfängerkurs. — Al lgeme in er Staatseisenbahn-Verein Gießen. Am 23. April d. I. abends 8 Uhr findet in den Räumen von Steins Garten eine Abendunterhaltung zum Besten der Stiftung „Eisenbahntöchterhort" statt. Es wird ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. für Erwachsene und 10 Pfg. für Kinder unter 14 Jahren erhoben werden. Konzert, Gesang und Theater und sonsttge Vorttäge, veranstaltet von Mitgliedern und Freunden des Vereins, sowie sich anschließender Tanz versprechen den Abend äußerst genußreich zu gestalten. Im Hinblick hierauf und in Anbetracht des guten Zweckes kann die Veranstaltung allen Mitgliedern sowohl als auch Freunden und Gönnern des Vereins mit ihren Familien zu einem recht zahlreichen Besuch auf das Beste empfohlen werden. *DerZentral-AusschußfürVolks-und Jugendspiele in Deutschland wird seine Hauptversammlung in der Stadt Quedlinburg abhalten, die ihn eingeladen hat, der Enthüllung des Gu t s M u t h s- D e n k- malS am 20. Mai beizuwohnen. ** Vogelschutz. Auf dem Braunsteinbergwerk sind auf Veranlassung des Direktors Dr. Esch zahlreiche Brutkasten für Meisen und Rotschwänzchen aufgehängt worden, um diesen nützlichen Baum- und Gartenhütern bessere Nist- gelegenheiten zu bieten. Meistens tragen gerade bte schlechten, oft völlig schutzlosen Nistgelegenheiten eine Hauptschuld an der Abnahme dieser Jnsektenvertilger. 3612 Julius Flieh" Schulstrasc «. Garantie Aniertiaunv eleganter Herrengarderoben ui für gute« Sitz und tadelloser AuSffchnmü. $flnien. Spezialität in echt * ^chafwoll-Loden, datz oeste für Heniö, ,.d ert>eieiu AufträA» »erden betzufs pwnpter * Der Konkurs der Prinzessin Alexandra von Ys en bürg-Büdingen zu Wächtersbach wird den Gläubigern wohl eine arge Enttäuschung bereiten, da A k- tiva so gut wie gar keine, dagegen Passiva in Hohe von über einer Million vorhanden sind. Das bedeutende von ihrem Vater im vorigen Jahre Ererbte Pflichtteil, auf welches die Gläubiger ihre letzte Hoffnung gesetzt hatten, geht nicht mit in die Masse. Da die Masse nicht bereit ist, das Pflichtteil frettugeben, so hat der Anwalt der Prinzessin, Dr. Carl Cahn eine Klage gegen die Masse angestrengt, die ihr bei den klaren Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches allerdings nur fcnt&n wx» Ursachen dürsten. Tie Kosten bezahlt allerdings 'der jetzt regierende Fürst, denn er hat der LonLursvm^ L0Ö0 ML gestiftet. Hatte er es nicht getan, wäre oer seonnir« seine Schwester wegen Mangels jeglicher Akttva öffnet worden. Die Prinzessin hat übrigens druck m kürzlich erfolgten Tod chres Bruders Max 250 000 M einer Lebensversicherung geerbt, wird aber nichts von Gelde erhalten, da die Police an eine Bank in der die nun unverhofft zu ihrem Gelde kommt, Derofan^T wesen war. r| > * Redeblüten aus dem Königsberg Stadtparlament, während des letzten einem Sammler im Magistratskollegium und in dec V* Verordnetenversammlung ausgezeichnet, hat bei einem mahl Stadtrat Lehmann in Königsberg (Preußen, rum h gegeben. Die meist anwesenden Autoren dieser unfreiwilligen Humors haben selbst am herzlichsten ^^ gelacht. Eine Auswahl sei mitgeteilt: Tie Debatten batteri ' in den letzten Monaten insbesondere um die Frage der r ■ gemeindung gedreht. Von einem Vorort meinte ein das sei „ein völlig ungenießbares Stück Land". 3efct fnm der hinkende Pferdefuß nach", sagte bei einer'andern ^ legenheit einer der Stadtväter, unb wieder em anhp wollte „gleich an die Quelle gehen, die das Eisen cm > ‘' hat." Von dem Ortsstatut über die Wasserabacfe'S' ein Magistratsmitglied: ,Jch bin überzeugt, daß die -2/' sälligkeit des ganzen Gebäudes zu seiner Aufhebuual, wcrd." Gelegentlich der Wasserzinsdebattc beraum!, Stadtveroronerer: „Mir haben die Wasserleitung nicht als gewerbliche Kuh betrachtet", uicd wieder ein o derer erklärte, man „müsse sich auf den Gesichläm,^ stellen". Bon einer Kasse im Krankenhaufe wurde behaur'. „Die Kasse rekrutiere sich aus den Leichen, bte nach Anatomie geschah werden", und von der verstossens- nanzkommission: „Die 24 Mitglieder der ehemaligen V* nanzkommission harten die geistige Vaterschaft uoer > anderen 78 Stadtverordneten". Ein ärztliches Mitglied Stadtverordnetenversammlung erllärte mit vollem Jtec- „Es gibt unter den Aerzten ebenso viele Menschen, wie anderen Ständen." Privatstraßen sind nach der <8eL-' ung eines Stadtrates, „wenn sie nicht durch die ftäSl Verwaltung gereinigt werden, Schmutzoasen". Besens tiefsinnig klingt folgender Satz: „Der Zaun besteht einem Verhältnis der Qualitäten". Bei einem llntersm ungsgesuch wurde vom Magistratstisch geltend gema? „der Mann habe ja im ganzen nur ein Kind". Tas Pem>c- dazu war ein anderer Mann, von dem der Ätadnai c klärte: „Der Mann ist ein Pechvogel; jedes Jahr m k? neues Kind da, und jedes Jahr sterben ihm ein me Kinder!" Wer löst das Rechenexempel? Ein anderer erhielt folgende Zusicherung: „Der Mann, der m ^erschweren Amt sein Leben verliert, soll tn reichlicher Vc,s pensioniert werden." Und mit Recht behauptete bei einer solchen Gelegenheit ein anderer Redner: „Feder Mens: tlanrmert sich an den Strohhalm, der ihm die Moglichlec seiner Bezüge sichert". Ein llassisches Wort, das ebensall- vor nicht zu langer Zett ein Stadtvater dem Gehege»ir„ Zähne entfliehen ließ, lautete: „Da wttd das juninw jus zu dem zweischneidigen Schwert, welches sich aiijM: an eine kalkulatorische Berechnung antlammen/' z,® kommt nur darauf an, die Sache in ein Kleid zu schstc das niemand vor den Kopf stößt", meinte einmal in ba Stadtverordnetenversammlung ein Magistratsdezernent * Zwei treue Abonnenten hat ein aMriüuust-'s Blatt verloren, und zwar auf folgende Weife. Än &zer von Zwillingen wünscht zu wissen, wie er diese cm k-ze.i durch die Zeit des Zahnens bringen kann, unb eir Abonnent, nne er seinen Obstgarten von HeuschMn säubern kann. Infolge der Verwechslung der Namm echaU Besitzer von Zwillingen die Antwort: „Mcäcn ; i sorgfältig mit Stroh, zünden Sie sie an und 2ic Die Quälgeister schnell los sein." Der mit Heusch'-c.m w- Plagte erhielt den Rat: „Reichen Sie ihnen ein v-mg Kastoröl und reiben Sie die Kinnlade sanft mit einem iv- beinstäbchen." * Amtsstil. Der Münchener „Allg. Zlg." nntb m einem Leser geschrieben: ,^Jn einem Warlcsaalc Bahnhofes war auf der Liste der Möbel zu lesen.: 2 StüM Rohr, 1 Bank Rohr usw., 1 Napf Spuck von Eisen." __ des Lehrpersonals und im Interesse des ganzen Kaufmannsstandes zurückzuweisen." Dem Verein Der Detaillisten ist, wie er mitteilte, auf dieses Rundschreiben eine große Anzahl Zuschriften, darunter von ersten Detattfirmen, zuaegangen, die sich vollständig mit dem Inhalte des Rundschreibens einverstanden erllärten. Frankfurt a. M., 18. April. Wie der Polizeibericht mitteilt, wurde eine Spielergesellschaft auSgehoben, die in einem Kaffee der Neuen Zeil des öfteren Hazardspiele veranstaltet hatte. )( Marburg, 18. April. Am Pfingst - Dienstag wird der deutsche Gymnasialverein, welcher bereits nach 14jährigen Bestehen 2,600 Mitglieder zählt, in unserer Stadt tagen. Die Mitglieder verteilen sich über das deutsche Reich, Österreich und die Schweiz. — Am 20. April beginnt hier wieder ein Kursus wissenschaftlicher Vorträge für Lehrer und Lehrerinnen, lieber 100 Teilnehmer haben sich schon gemeldet. Kassel, 18. April. Auch hier ist ein Konflik zwischen Krankenkassen und Aerzten ausgebrochen. Die Kassenärzte haben ihr bisheriges Verhältnis zu den Krankenkaffen zum 1. Juli gekündigt. Daraufhin berief die allgemeine Ortskrankenkasse eine Generalversammlung; in dieser wurde beschlossen, die freie Arztwahl abzulehnen und das sogenannte beamtete Arztsystem einzuführen, d. h. es sollen in Zukunft die Arzte bei der Kasse gegen ein bestimmtes Pauschalhonorar, ohne jedesmalige Bezahlung der Einzel- leistung, angestellt werden. Kerichtsjaal. Der stolze Vater. Acht Jahre war er verhei:^!^ -- mit Pünktlichkeit hatte seine Ehefrau ihn in sechs au! c^’ ander folgenden Jahren zur Zeit, wenn reifen und das Laub sich bräunt, mit einem Knaben schenkt. Kann man es ihm verdenken, daß er «ich mu cti’fs. Hoffnung trug, das siebente Kmd werde auch em 3uildc lem;" Vormittage des 30. Oktober v. Js. war es, als das toeigm-1. traf. Bald nachdem eine ältere Frau mit einem Pompadoi. - dem Arm seine Wohnung betreten hatte, sah man ibn *- verlassen und dem Gemeindehaus zueilen. „Wilhelm, was ii.,.^ los, Du siehst ja so erfreut aus?" riefen ihm ein paai v-.- _ zu, die ihm unterwegs begegneten. „Kinder, ich muiz na«-- Standesamt, natürlich wieder em Junge, nun 'u.. Heb enl" Er war etwas außer Atem, als er da- Standesamts betrat. „Ich komme nur em Kind anju natürlich wieder einen Jungen, es ist der fiebente - Stolz hinzu — Gottfried Emrl H. . . . soll er W" . wischte er sich die Stirn und ging nach Hause, klmern eg. i ihm allerlei stolze Gedanken. Ob Der Kaiser roobl die V , bei dem Siebenten übernehmen würde? Cb |ie Soldat werden müßten? Unter solchen Gedanken eneicy - Henn. Die altere Frau mit dem Pompadour über dem . gerade im Begriff, sich zu entfernen. Ich gratuliere, haben Sie endlich auch ein kleines Mädchen. V- „Was?" — rief er — „ein Mädchen? Sollte ich haben?" Er stürzte nach der Schlasstube. Er haue f-m ... geirrt. „Na, denn das nächste Alal", sprach er , als er die Wohnstube wieder betrat. Ami war aber <,z Unvorsichtigkeit eine falsche Eintragung in das ^an-a . bewirkt worden und H. wurde dieserhalb zur ^eran zogen. So kam denn die tragikomische Geschichtei - vor der Strafkammer des Berliner Landgerichts tt. J. at>anlpait Tatbestand sestgestelll worden war, beantragte der elbst die Freisprechung des Angeklagten, der luj i r.5 im guten Glauben befunden habe. Der GerichlScios h^^ytrage.__ Schiffsualistichlen. Norddeutscher Lloyd. , la. In Dießen vertreten durch Carl Loo«, Kirch Bremen, 14. April. (Per Iransatlantiicht Der Doppelschrauben - Postdampfer „Bremen , Kap«"'’ g Utjt vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, i|t am t- abends wohlbehalten in Newyork angekommen. vermischtes. • Düsseldorf, 18. April. In Odenkirchen hat sich beim Spielen mit einem Revolver ein siebzehnjähriger Gym- nasirrst erschossen. * Barmen, 18. April. Der 24jährige Erdarbeiter Michael Prell erschoß gestern die Arbeiterin Barbara Michel wegen verschmähter Liebe und verletzte sich lebensgefährlich durch zwei Schüsse. * Braunschweig, 18. April. Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Hannover wurde der Hungerkünstler Papuß durch die hiesige Polizei fest genommen und in Untersuchungshaft abgeführt. Es entstand nämlich der Verdacht, daß Papuß, der sich 8 Tage lang in eine Flasche einschließen ließ, durch einen erst jetzt entdeckten Schlauch mit der Außenwelt in Verbindung stand. • Koburg, 18. April. Auf der Lokalbahn Fladungen- Mellrichstadt gab in dem um 10 Uhr 5 Min. aus Fladungen abgegangenen Zuge der Lokomotivführer Grimm auf den Heizer Grätsch, welche >ii längerer Zett in Feindschaft lebten, mehrere Schüsse ab und sprang dann aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge. Der Heizer, welcher durch die drei Schüsse am rechten Arm verwundet wurde, führte den Zug bis zur Endstation Mellrichstadt und begab sich sodann in ärztliche Behandlung. Der Lokomotivführer wurde später schwer verwundet im Walde aufgefunden. Die Verletzungen brachte er sich in selbstmörderischer Absicht bei. 'Hamburg, 18. April. In einem hiesigen Hotel wurde eine Frau Schmidt verhaftet, in deren Besitz sich für 10 000 Mk. Gold- und Silbersachen fanden, welche kürzlich in Göttingen bei einem Einbruch gestohlen waren. * ßauban, 18. April. In der Sonntagna^>t sind in Stöckigt vier Bauernwirtschaften niedergebrannt. Eine 70jährige Frau erlitt schwere Brandwunden. " Kattowitz, 18. April. Als in Russisch-Mislowice ein Ballon der österreichischen Luftschiffer- Abteilung niederging, wurden die Insassen, zwei Offiziere, festgehalten und nach SoSnowice überfühtt, wo sie vorläufig in Gewahrsam der Behörde bleiben. * London, 18. April. Der Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm II.*, der aus New-York am 12. April um 3 Uhr 65 Min. (amerikanische Zeit) nachmittags auslief, ist heute nachmittags um 2 Uhr 25 Min. in Plymouth eingetroffen. Ein Sonderzug, der von dott um 4 Uhr 21 Min. abging, kam um 8 Uhr 34 Min. in Paddington an. Die ganze Reise von New- York nach London währte 5 Tage 23 Stunden und 39 Min. Damit ist der Rekord für die Winterroute erreicht. * Madrid, 18. April. Der italienische Dampfer San Clemente aus Genua ist heute morgen in Vigo eingetroffen mit dem Auftrage, die Vigobay zu durchsuchen, um dort einen kolossalen Schatz aus Gold zu heben, der im Jahre 1702 von einem spanischen Admiral versenkt worden ist. Der Admiral war von der englisch-holländischen Flotte mit einer großen Uebermacht angegriffen worden, infolgedessen versenkte er sein Schiff, welches mit Gold beladen war, damit dasselbe nicht in die Hände der Feinde falle. Die Arbeiten beginnen bereits in den nächsten Tagen. * Wien, 18. März. Infolge eines Wolkenbruches war gestern die Strecke der Nordwestbahn zwischen Sabusein und Czernosek während einiger Stunden unfahrbar. Der Berliner Schnellzug wird daher mit größerer Verspätung eintreffen. Die Reisenden aus Reichenberg und Prag werden von Großwosek mit einem Vorzug befördert. ' Prag, 18. März. Letzte Nacht ging hier und in der Umgebung wie auch in anderen Gegenden Böhmens ein heftiges G e witter mit starken Hagelschlägen nieder. In Prag und Vororten wurden einige Wohnungen unter Wasser gesetzt. In Koschir ist die Lage besonders gefährlich. Ein Korporal, der sich an den Rettungsarbeiten beteiligte, wird vermißt. An mehreren Punkten ist der Eisenbahnverkehr wegen Ueberschwemmungen und Unterwaschungen gestört. Auch wird nicht unbedeutender Schaden, insbesondere von den Feldern gemeldet. O CD c cs 8 »b IQ >2« © ® z ti)«' w e c^e c® <3 b a- S- Cc5 T o K CQC § -- (D o D Si .0 s © N «r» a & •w> K er? ® er? £ = c§.® §5 Bi» = OG M b 2 rr Hi «1 ZZ 55 rs -: S K L s* JO ä •5Q 2 w= Q CO *- :cj *-• V) L. 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Ä- öcung: „Der ÄL eben verliert, soll u- UnS mü Rechi fc -m anderer Mim 1 Strohhalm, der fi, • Ein klassisches & jeü ein Ltadtvaiü B. lautete: „Da tr eidrgen Schwert, k sche Berechnung otfc an, die Sache in er 31 Lopf stößt", mec irnndimg em MgiL Abonnenten (u: zwar auf folgende r ebt zu wissen, wie c chnens bringen tar. en Lbstgarten von b berwechslung der! gen die Antwort:. , zünden Sie sie a LI los sein." Ter e M: „Reichen Ä Bie die Kmnlade sar' L« Mickener,M eben: ,Ln nji oer Liste der Möbels HkNiht5,aal. jiet. 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